Bücher mit dem Tag "eiszeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "eiszeit" gekennzeichnet haben.

20 Bücher

  1. Cover des Buches Eleria (Band 2) - Die Verschworenen (ISBN: 9783743214750)
    Ursula Poznanski

    Eleria (Band 2) - Die Verschworenen

    (895)
    Aktuelle Rezension von: _lenas-buecherwelt_

    Eleria ist total klug und entdeckt immer mehr Spuren und Geheimnisse. Sie kommt der Wahrheit immer näher. Ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert und mitgerätselt und selber Theorien überlegt. Aber mit den Erkenntnissen aus diesem Band habe ich nicht gerechnet. 💕
    Tycho, Eleria und Sandor wachsen mir immer mehr ans Herz und ich bin sehr gespannt auf den letzten Teil der Reihe. 🥰

    "Eleria" ist einfach mitreißend und für mich definitiv eine Lieblingsreihe geworden. ❤️
    Ich freue mich total auf Band drei.🥰

  2. Cover des Buches Eiswelt (ISBN: 9783453319691)
    Jasper Fforde

    Eiswelt

    (53)
    Aktuelle Rezension von: TheFox

    Wie alle von Ffordes Romanen handelt auch Eiswelt von einer uns bekannten, aber dennoch äußerst unbekannten Welt. Hier ist es eine Welt, in der eine (winzige) Sache anders gelaufen ist: die Eiszeit hat nie aufgehört. Dadurch haben sich auch die menschlichen Erdbewohner an die Bedingungen anpassen müssen. Sie überwintern die kalte Jahreszeit, indem sie einfach Winterschlaf halten. Diese Fähigkeit ist lebensnotwendig, denn die Zeit des Winters bringt ihre eigenen Gefahren mit sich.

    Charlie ist der Protagonist des Romans, der das erste Mal den Winter über nicht schlafen wird, sondern als Konsul auf die Schlafenden aufpassen muss, denn es gibt allerhand Gefahren im Eis - Monster, Zombies, Menschen. Hierbei stößt Charlie jedoch auf eine geheime Verschwörung, die das Leben aller Menschen ins Chaos stürzen könnte. 

    Der Roman konnte mich überzeugen und begeistern, auch wenn er mich zu Beginn nicht sofort fesseln konnte. Fforde hat sich Zeit gelassen, die Welt einzuführen, was einige Kapitel in Anspruch nahm. Allerdings war die Einführung notwendig, denn die Welten Ffordes sind meist recht komplex und haben ihre eigenen, sehr skurrilen Regeln, die man für den Handlungsverlauf verstehen sollte. Der Plot ist kaum vorhersehbar, kleine Ereignisse führen zu großen Veränderungen. Schön fand ich, dass es trotz der doch sehr gruseligen Atmosphäre immer wieder amüsante und witzige Einschnitte gab, was das Lesen von etwas traurigeren Stellen erleichterte. Das Ende kam dann doch schneller als erwartet, ich war kurz vor Schluss im Zweifel, ob da wirklich ein schlüssiges Ende zustande kommen kann bei diesen wenigen übrigen Seiten. Das Ende war dann doch ganz befriedigend, obwohl einige Fragen (bewusst) offenbleiben. Für den Roman jedoch ein durchaus passendes Ende.

    Insgesamt konnte mich Fforde wieder einmal überzeugen, auch wenn ich den Roman nicht ganz so gelungen wie seine anderen Bücher fand (Thursday Next blieb unerreicht) … Ich würde dem Roman 4,5 Sterne geben!

  3. Cover des Buches Der Tod so kalt (ISBN: 9783328101796)
    Luca D'Andrea

    Der Tod so kalt

    (85)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Fesselnd und überraschend


    Luca D’Andrea versteht es, eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Diese ist beklemmend und düster. Zum Glück gibt es immer wieder Lichtblicke in Form der fünfjährigen Tochter des Protagonisten, die einfach zuckersüß und sehr aufgeweckt ist - meine Lieblingsfigur, obwohl sie mit dem Verbrechen und seiner Aufklärung gar nichts zu tun hat.


    Zunächst fließt die Handlung eher gemächlich vor sich hin, es müssen erst die Voraussetzungen für die spannenden Szenen angelegt werden. Doch etwa ab der Hälfte nimmt sie dann rasant Fahrt auf.


    Der Autor legt etliche falsche Fährten; es gibt viele mögliche Täter. Wer hier wirklich dreißig Jahre zuvor ein Massaker verübt hat, hat mich überrascht. Allerdings fand ich das Motiv etwas konstruiert. 


    ★★★★☆

  4. Cover des Buches Glacies: Königreich der Kälte (ISBN: 9781081899103)
    Jasmin Iser

    Glacies: Königreich der Kälte

    (81)
    Aktuelle Rezension von: mytreasures_books

    Das Cover ist unglaublich gut an den Inhalt des Buches angepasst und verzaubert mit den Eiskristallen! 🥰❄️ Der Schreibstil von Jasmin Iser ist wunderschön, stellenweise schon fast poetisch. ☺️ Ich konnte mir, dank der bildhaften Beschreibung, die Handlungen super gut vorstellen und fieberte mit Kiana richtig mit! Aber auch die unterschiedlichen Erzählperspektiven ermöglichten es mir, die Gedanken und Handlungen der anderen zu verstehen bzw. zu erleben. Auch wenn man zu Beginn viele Charaktere kennenlernt, so konnte ich sie stets auseinander halten und dies nicht zuletzt durch die bildliche Beschreibung von Jasmin Iser 🤗 Durch etwaige Wendungen, bleibt die Geschichte auch durchweg spannend!
    Es handelt sich hierbei um den Auftakt der Jahreszeiten-Tetralogie und dieser ist der Autorin definitiv gelungen!😍

  5. Cover des Buches Eiszeit (ISBN: 9783864894299)
    Gabriele Krone-Schmalz

    Eiszeit

    (9)
    Aktuelle Rezension von: wsch
    Spiegel Bestseller – KEIN WUNDER!

    Als Russland-Korrespondentin der ARD, die vier Jahre in diesem Riesenland gelebt hat, weiss Gabriele Krone-Schmalz sicher, was sie (be)schreibt, was sie in einem gut verständlichen Stil erklärt, erläutert, nachvollziehbar darstellt. Wobei sie auch stichhaltige Argumente gegen die sehr einseitige 'Mainstream'-Berichterstattung und 'Mainstream'-Nachrichten der ARD ins Feld führt. 'Mainstream' ist in dem Sinne zu verstehen "Die Russen sind alle die Böse. Und Wladimir Putin ist der Oberschurke..." Denn das ist ja die Vorstellung von Russland und seiner Politik, die durch die Nachrichten wachgerufen und fast täglich bestärkt wird.

    Dass Putin durchaus sachliche, fundierte Gründe für seine Politik einschliesslich der Vorgänge im Zusammenhang mit der Ukraine, der Krim, dem Donbas im Osten der Ukraine hat, dass das auf seine Anweisung hin durchgeführte militärische Eingreifen in den Krieg in Syrien objektive betrachtet nachvollziehbar ist, all das macht die Autorin klar. Wer diese Sicht bezweifelt, lese das Buch mit den vorgetragenen Argumenten. Die nicht bei den Haaren herbeigezogen sind, sondern durch ein ausführliches Quellenverzeichnis nachprüfbar belegt werden.

    Selbst wenn man nicht allen Äusserungen und Feststellungen von Gabriele Krone-Schmalz folgen mag, mehr als lesenswert ist das Buch allemal. Ein echter 'Augenöffner'!

  6. Cover des Buches White Zero (ISBN: 9783423218955)
    Thilo Falk

    White Zero

    (98)
    Aktuelle Rezension von: toms

    Ein Buch voller haarsträubender inhaltlicher Fehler, gespickt mit Anekdoten die wie aus Wikipedia übernommen wirken und einer Ansammlung von Klischees. Teilweise hat man das Gefühl eine Parodie zu lesen.




    .......... ich weigere mich an diesem Buch dreihundert Zeichen für eine Rezension zu verschwenden

  7. Cover des Buches Supermops und die erstaunliche Eiszeit (ISBN: 9783965940826)
    Nicolas Gorny

    Supermops und die erstaunliche Eiszeit

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt:

    Schnee im Sommer? Helge und sein Hund staunen nicht schlecht.

    Da Lady Schockfrost unter einer Sommerallergie leidet, hat sie kurzerhand mit Hilfe ihres Klimakatastrophators weltweit einen ewigen Wintertraum in weiß geschaffen.

    Klingt ganz nach einer neuen Heldenmission für Supermops und seinen besten Freund.

    Ob es ihnen rechtzeitig gelingen wird, der eiskalten Lady das Handwerk zu legen?


    Altersempfehlung:

    ab 5 Jahre (zum Vorlesen)
    oder für geübte Erstleser (große Schrift, kurze Kapitel, hoher Bildanteil)

    Das Buch ist bei Antolin gelistet und man kann dort Lesepunkte sammeln.


    Illustrationen:

    Bevor das Abenteuer beginnt, werden Hauptfiguren und Superschurken in einer doppelseitigen Zeichnung vorgestellt.

    Mit dem kauzigen Professor Neutroblitz kehrt ein aus Band 4 bekanntes Gesicht zurück.

    Den Cartoon-Stil und die freche beinahe dreidimensionale Gestaltung der Charaktere mögen wir sehr.

    Besonders beeindruckend sind die eiskalte Lady Schockfrost (was für eine Mimik!) und ihr Helfershelfer, der Yeti Dieter.

    In den zahlreichen schwarz-weiß Illustrationen findet sich alles, was das Fanherz höher schlagen lässt: Schurkenshop (wo sonst kaufen Bösewichte ein?!), krasse und hypermoderne Fahrzeuge, modische Outfits (in der Thermo-Version versteht sich) und ein gigantischer Eispalast (auch eiskalte Schurkinnen wohnen mit Stil).


    Mein Eindruck:

    Dies ist das fünfte Abenteuer von Helge und seinem Haustier, ein Mops mit unglaublichen Superkräften. Die Geschichten sind zwar in sich abgeschlossen, aber es macht natürlich am meisten Spaß, mit dem ersten Band zu starten.

    Die Reihe besticht durch ein dynamisches Helden-Duo, verrückte Gegenspieler, schräge Namen (ohne Alliterationen geht nichts im Schurkentum) und viele absurde aber herrlich lustige Situationen.

    Mit viel Tempo und Humor wird das Abenteuer erzählt. 

    Die Kapitel sind kurz und die Handlung einfach gehalten, so dass sich die Supermops-Bücher besonders für Leseanfänger und Lesemuffel eignen.

    Selbstverständlich können sie auch vorgelesen werden. Hierbei kommen auch Erwachsene voll auf ihre Kosten dank Anspielungen (Klimawandel) und ironischen Seitenhieben (Pflicht eines Fans, im Kino zu sitzen und nicht auf die Veröffentlichung bei "Netzflicks" zu warten).

    Das Kapitel, in dem sich der achtjährige Helge und sein Mops (selbstverständlich inkognito, d.h. als Junge verkleidet mit Hoody und Basecap) ins Kino schleichen, ist urkomisch! Auch die Reise mit Über-Über-Schallgescheindigkeit in die Eiswüste verbunden mit witzigen Dialogen der beiden Helden macht richtig Spaß.

    Das actionreiche Abenteuer punktet zudem mit frostigen Fieslingen und genialen Wissenschaftlern sowie mit eiskalten Schurkenplänen und einer spektakulären Rettung in letzter Sekunde.

    5 von 5 Yetis für das fünfte urkomische und eisige Heldenabenteuer.

    Obendrauf gibt es eine klare Leseempfehlung für Jungen wie Mädchen, für Jung und Alt!


    Fazit:

    Der fünfte Teil der actionreichen und urkomischen Kinderbuchreihe!

    Erneut überzeugen Helge und Supermops dank spritziger Dialoge und durchgehend spannender und herrlich schräger Situationen.

    Die vielen coolen Zeichnungen bilden das i-Tüpfelchen.

    ...
    Rezensiertes Buch: "Supermops und die erstaunliche Eiszeit" aus dem Jahr 2021

  8. Cover des Buches Die Verräter der Goldenen Stadt (ISBN: B07SKX2RZ4)
    Claudia Rehm

    Die Verräter der Goldenen Stadt

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Anaba

    Dieses Mal bin ich mit der Bewertung sehr hin und her gerissen. 

    Der Einstieg in die Geschichte war einfach und man würde sofort in Prus gnadenlose Welt gezogen. Die vielen Ideen, wie sich das Leben gestaltet, haben mir sehr gut gefallen.

    Leider habe ich mich etwas mit den Charakteren schwer getan. Irgendwie schaffte es Pru nicht in mein Herz, wobei ich nicht einmal genau sagen kann warum. Die Spannungen der Wettkämpfer untereinander und zwischen den einzelnen Gruppen konnte dies jedoch etwas ausgleichen. Das permanente Misstrauen schwebt zwischen allen Zeilen. 

    Jakobes Motive sind ebenfalls völlig undurchsichtig. Ein wenig ist zwar eine Anziehung zwischen ihm und Pru zu spüren, doch der vorherrschende  Argwohn steht tieferen Gefühlen im Weg. 

    Die Aufgaben um das Rennen in die Stadt sind spannend und es interessiert mich sehr wie die Geschichte weiter geht

  9. Cover des Buches City of Ruin (ISBN: 9780345520883)
    Mark Ch. Newton

    City of Ruin

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Formell ist Villiren Teil des Imperiums Jamur. In der Realität feiert die Stadt ihre Unabhängigkeit und funktioniert nach eigenen Regeln und Gesetzen. Jeder Hunger, jede Perversion kann befriedigt werden. Diesen Sündenpfuhl muss Brynd Lathraea, Kommandant der Nachtgarde, gegen eine brutale Invasion verteidigen. Nach der Entdeckung der fremdartigen, feindlichen Okun obliegt es Brynd, Villiren auf ihren Angriff vorzubereiten. Verzweifelt versucht er, Autoritäten und Bevölkerung von der Gefahr eines nahenden Krieges zu überzeugen. Ihm begegnen Hass, Unglaube und Ignoranz. Als ein Mitglied der Nachtgarde spurlos verschwindet, wendet sich Brynd an Inquisitor Jeryd, der seit kurzem in Villiren lebt. Jeryd übernimmt die Ermittlungen und findet bald heraus, dass es in der Stadt zahllose ungeklärte Vermisstenfälle gibt. Wird Villiren von einem Serienmörder heimgesucht?
    Währenddessen befinden sich Radur und die Schwestern Eir und Rika auf der Flucht durch die Wildnis. In einem Augenblick größter Not erfahren sie von unerwarteter Seite Hilfe und erhalten wichtige Informationen über die drohende Invasion, die Vergangenheit und Gegenwart des Imperiums in einem neuen Licht erscheinen lassen. Erreichen sie Villiren rechtzeitig, könnten diese Informationen den Ausgang der bevorstehenden Schlacht beeinflussen. Wird Villiren standhalten?

    „City of Ruin“, der zweite Band der „Legends of the Red Sun“ von Mark Charan Newton, verlagert die Handlung in die Hafenstadt Villiren. Mir gefiel dieser Schauplatzwechsel sehr gut, weil Villiren ein Ort morbider Faszination ist. Es ist eine Stadt, die sich außerhalb der allgemeinen Gesetze bewegt. Geld und Macht sprechen Recht; Gerechtigkeit erhält nur, wer über das nötige Kleingeld verfügt. Der Stadthalter fördert die freie Marktwirtschaft, die die alltäglichen Hürden des Kapitalismus verursacht. Es ist eine Stadt der Sünde und des Lasters, in der jedes Bedürfnis befriedigt werden kann. Gangs steigen mit der Politik ins Bett und üben besorgniserregenden Einfluss aus. Jeden Tag kriecht der kriminelle Untergrund weiter an die Oberfläche und vereinnahmt sie.
    Ausgerechnet diese Stadt soll Kommandant Brynd Lathraea verteidigen, in der seine Soldat_innen alles andere als willkommen sind und die dem exotischen Feind kaum etwas entgegenzusetzen hat. Brynds Verzweiflung war deutlich spürbar, ebenso wie die fatale Aussichtslosigkeit des Kampfes gegen die Okun. Ich empfand tiefe Hoffnungslosigkeit und sorgte mich um die Figuren, zu denen ich nun endlich eine stabile Bindung aufbauen konnte. Fluch und Segen zugleich, denn Mark Charan Newton neigt dazu, seine Charaktere äußerst unzeremoniell sterben zu lassen. In einem Moment sind sie noch quicklebendig, im nächsten liegen sie schon mausetot am Boden und man fragt sich, wie das geschehen konnte. Dadurch kippt Newton in unregelmäßigen Abständen die Erwartungshaltung seiner Leser_innen – offenbar legt er Wert darauf, als unberechenbarer Autor wahrgenommen zu werden. Er überrascht und schockiert, ohne allzu geizig mit Informationen zu sein. Der Handlungsstrang von Radur, Eir und Rika erklärt die Hintergründe des Krieges gegen die Okun, die Motivation ihres plötzlichen, aggressiven Angriffs, und gewährt tiefe Einblicke in die umfangreiche, komplizierte Geschichte des Imperiums. Newton brachte mich in eine der Nachtgarde überlegene Position und ließ mich meine erzwungene Untätigkeit verfluchen. Wie gern hätte ich in die Handlung eingegriffen und Kommandant Brynd mitgeteilt, was ich herausgefunden hatte.
    Je mehr ich über die Vergangenheit des Imperiums erfuhr, desto weniger begriff ich jedoch dessen aktuelles Entwicklungsniveau. Obwohl das Imperium Zehntausende von Jahren alt ist, steckt es in einer Art Renaissance fest. Es müsste wesentlich fortschrittlicher sein. Hinweise deuten an, dass sehr viel Wissen verloren ging, aber ich verstehe (noch) nicht, wieso. Was ist passiert? Warum sind Kultisten die einzigen, die sich mit der Technik vergangener Jahrhunderte beschäftigen, mit Relikten, die der Gesellschaft und Kultur Jamurs so weit voraus sind, dass sie wie Magie erscheinen?
    Ich zweifle noch daran, ob es in Newtons Universum überhaupt Magie im traditionellen Sinne gibt, habe aber mittlerweile den Eindruck, dass die bevorstehende Eiszeit keines natürlichen Ursprungs ist. Ich glaube, dass das Auftauchen der Okun und die sinkenden Temperaturen zusammenhängen. Vielleicht müssen die Problematiken nicht separat behandelt werden – vielleicht hängt das Schicksal Jamurs davon ab, dass beide Bedrohungen gemeinsam beseitigt werden.

    „City of Ruin“ ist ein komponentenreicher, gewissenhaft konstruierter High Fantasy – Roman, der besonders mit originellem, vielfältigen Worldbuilding punktet. Dennoch kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben. Die unsägliche Wahrheit ist folgende: das Lesen war eine Qual. Es war dermaßen anstrengend, dass es mich fast zermürbt hätte, obwohl ich durch „Nights of Villjamur“ darauf vorbereitet war, dass die Lektüre kein Zuckerschlecken sein würde. Direkt danach war ich völlig entnervt und fest entschlossen, die „Legends of the Red Sun“ auf ewig von meinem Radar zu verbannen. Mittlerweile bin ich entspannter und empfinde durchaus eine gewisse Neugier hinsichtlich des nächsten Bandes, das grundsätzliche Problem bleibt allerdings bestehen: ich kann nicht definieren, warum mir Mark Charan Newtons Romane solche Schwierigkeiten bereiten. Es gibt kein Detail, das ich als Übeltäter entlarven könnte. Ich kann nur vermuten, dass Newton und ich nicht auf der gleichen Wellenlänge schwingen, weshalb die Kombination der Elemente seiner Geschichte für mich mittelmäßig funktioniert. Jedes Buch ist eben mehr als die bloße Summe seiner Bestandteile. Ich halte es mir offen, ob ich es mit dem Nachfolger „The Book of Transformations“ versuchen werde. Vielleicht siegt die Neugier eines Tages, vielleicht nicht.

  10. Cover des Buches Verborgene Welt der Megafauna (ISBN: 9783968080109)
    Babette Pribbenow

    Verborgene Welt der Megafauna

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar

    «Warum heißt es Erdneuzeit, wenn doch die Tiere gar nicht mehr leben?“, wundert sich Jule. Ihre Mutter nickt. „Die Geschichte unserer Erde umfasst für uns eine unvorstellbar lange Zeit. Die Menschen haben diese Zeit gegliedert und mit Namen versehen. Das Känozoikum, also die Erdneuzeit, hat beispielsweise vor 65 Millionen Jahren begonnen und hält immer noch an. Dieser lange Zeitraum wurde noch in mehrere Abschnitte unterteilt, die man Epochen nennt.»


    Die Zwillinge Jule und Ben aufgeregt, weil sie als Erste einen neuen Film zur Urgeschichte schauen dürfen, bei dem ihre Mutter Simone die Filmgesellschaft bei einem 3D-Film über die Erben der Dinosaurier beraten hat. Denn sie kennt sich als Paläontologin mit ausgestorbenen Tieren und Pflanzen aus. Als Europa von einem üppigen tropischen Regenwald bedeckt war und Kontinente und Ozeane ganz anders aussahen als heute, haben viele erstaunliche Tiere diese Welt bewohnt. Warum sind sie verschwunden? Wer waren sie und woher kamen sie? Diese Fragen werden in einem Film beantwortet, und die Aufgabe der Kinder ist jetzt, den Film vorab aus Kindersicht zu kommentieren.


    «Warum sind eigentlich überhaupt keine Dinosaurier mehr zu sehen?“, fragt Jule verwundert.

    Ihre Mutter lächelt. „Die Dinosaurier sind im Eozän bereits ausgestorben. Wahrscheinlich durch einen Meteoriteneinschlag am Ende des Erdmittelalters und durch die damit verbundenen großen Klimaveränderungen. Die Umwelt der Saurier hatte sich sehr verändert. Und sie haben sich daran nicht anpassen können. Das ist der Lauf der Evolution»


    Kurz gibt es eine kurze Zeiteinführung in die Entstehung von Leben auf der Erde. Der Film beginnt an einem kleinen See in Europa zur Zeit der Morgenröte, dem Zeitalter des Eozän. Europa ist eine tropische Zone mit Regenwald. Einige Tiere werden vorgestellt, wie z. B. das kleine Urpferd, der Affe Ida, oder Riesenameisen. Die Dinosaurier sind ausgestorben, ein paar Nachfahren haben überlebt. Wir landen bei Charles Darwin und bei der Systematik des Tierreichs. Säugetiere: Wale, große Säuger an Land – auch die sind heute ausgestorben – die Vorgänger der heutigen Tierwelt. Die Zeit schreitet fort, wir befinden uns bereits im Pliozän. Wer waren die ersten Menschen? Säbelzahnkatze, Hauerelefant, ein fieser Terrorvogel, alles ist noch riesig, Riesengürteltier, Riesenfaultier, Riesenwombat – gut ersichtlich grafisch dargestellt im Vergleich zum Menschen. 


    Nun wird es kalt – wir landen in der Eiszeit mit Bären, natürlich gigantisch, Riesenhirsch, Wollnashorn, Wollhaarmammut. Und dann verschwinden die Riesen dieser Welt durch den Klimawandel. 

    Die Höhlen des Lonetals und die Grube Messel zeigen einiges aus dieser Zeit. Und dann gibt es Tipps, wie man seinen eigenen Film zu machen. Ein klasse Sachkinderbuch, das gut verständlich die Vor- und Frühgeschichte erklärt, kindergerecht aufgearbeitet. Besonders ansprechend ist die grafische Gestaltung für mich. Sehr lebendig und detailliert und absolut realistisch hat Franco Tempesta die Tiere ins Bild gesetzt. Große ganzseitige Bilder, kleine, eingefügt zwischen die Texte, Vignetten mit Spezialwissen stehen in guter Kombination, lockern den Textblock auf. Didaktisch ist das Kinderbuch exzellent aufgestellt und es macht auch Spaß als Erwachsener, sich so mit Prähistorie zu beschäftigen.



    Nach dem Studium der Germanistik und Biologie hat Babette Pribbenow in einem neurobiologischen Labor gearbeitet. Im Anschluss an ihre Doktorarbeit wechselte sie an ein naturwissenschaftliches Oberstufenzentrum, unterrichtete dort mit großer Begeisterung und koordinierte die gymnasiale Oberstufe. Außerdem war sie maßgeblich am Aufbau eines Schülerlabors sowie des Schülerforschungszentrum Berlin beteiligt. Seit vielen Jahren ist sie ehrenamtlich als Jurorin für Biologie im Landeswettbewerb Berlin für Jugend forscht tätig. Bücher für Kinder und Jugendliche zu schreiben war ein lang gehegter Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Babette Pribbenow lebt mit Familie und Pferd in Berlin.


    Franco Tempesta ist ein hochgelobter Künstler und Illustrator aus Verona, Italien, der für seine realistischen Darstellungen von Dinosauriern und prähistorischen Tieren bekannt ist. Er ist seit 20 Jahren in der Branche tätig und hat mit namhaften Verlagen wie National Geographic und dem Smithsonian Institute zusammengearbeitet. Er ist Mitglied der Italienischen Vereinigung der Illustratoren und hat eine Dauerausstellung, die seinen Werken gewidmet ist, im Museum für Paläontologie in Neapel. Tempestas Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen gewürdigt, darunter der erste Preis bei mehreren internationalen Wettbewerben für wissenschaftliche Illustrationen von Dinosauriern.Tempestas Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen gewürdigt, darunter der erste Preis bei mehreren internationalen Wettbewerben für wissenschaftliche Illustrationen von Dinosauriern.

  11. Cover des Buches Der Weizen gedeiht im Süden (ISBN: 9783948700867)
    Schulz Erik D.

    Der Weizen gedeiht im Süden

    (18)
    Aktuelle Rezension von: BellBel

    Die Welt ist am Ende und die Menschheit dem Tode geweiht. Die nördliche Hemisphäre wurde durch einen Atomkrieg schwer getroffen und versinkt im atomaren Winter. Nur Dr. Oliver Bertram, zusammen mit seiner Tochter und einigen wenigen Überlebenden, gelang die Flucht in einen hochtechnisierten Bunker in der Schweiz. Während noch zu Beginn die Hoffnung auf ein (Über)Leben real scheint, treibt ein Mörder in der Gruppe sein Unwesen, während die Getreidepest letztlich alle Grundlagen der Gruppe zerstört. Von Angst aber auch Hoffnung getrieben, dass Afrika von den Auswirkungen des Krieges größtenteils verschont blieb, bricht Betram mit einer kleinen Gruppe in Richtung Süden auf. Vor ihnen liegt die Reise durch einen zerstörten Kontinent mit ungeahnten Gefahren…

    Die aktuelle Pandemie ist in aller Munde und so scheint es schon fast naheliegend, dass man die jetzige Situation ein wenig versucht in Relation zur Dystopie zu bringen, die Erik Schulz hier entworfen hat. Schnell jedoch merkt man, wie schnell man mit derlei Vergleichen an seine Grenzen stößt. Obgleich sich auch hierzulande eine Art Lagerkoller und damit verbundene Verschwörungstheorien ausbreiten, ist Schulz Beschreibung noch wahnhafter und erschreckender hinsichtlich der menschlichen Abgründe, die er skizziert. Bei der Lektüre des Romans, der sich in drei Teile aufteilt – den Bunker, die Reise über die Alpen und das Kapitel, welches dem Buch gleichzeitig den Namen gab – schwingt eine bedrückende Atmosphäre mit, die man vermutlich am ehesten mit dem Wort „authentisch“ beschreiben kann. Maßgeblich kann hierfür genannt werden, dass Schulz, der als Allgemeinmediziner in Berlin tätig ist, sich in mehreren Anti-Atomwaffen Organisationen engagiert und seine Erfahrungen und Ängste niedergeschrieben zu haben scheint.

    Dystopien der Postapokalypse gibt es in der weiten Literaturlandschaft zuhauf. Sei es nun in Form einer Jugendliebe am Rande der menschlichen Existenz, wie in Gudrun Pausewangs Roman „Die Wolke“ (1987) oder deutlich bedrückender in „Die Straße“ (2006) von Cormac McCarthy. Allen diesen Romanen ist die Schwere des Themas zu eigen, der Erik Schulz in seinem neuesten Werk auf nicht minder erschreckende Weise Ausdruck verleiht. Der Roman erhält eine unbedingte Leseempfehlung, verbunden mit der Hoffnung, dass die Zeilen die nötige Kraft besitzen zu belehren und wenn nötig zu bekehren.

  12. Cover des Buches Nights of Villjamur (ISBN: 9780345520852)
    Mark Ch. Newton

    Nights of Villjamur

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Der britische Autor Mark Charan Newton begann mit dem Schreiben, als er in einer Buchhandlung arbeitete. Permanent von Büchern umgeben zu sein, scheint ihn stark beeinflusst zu haben. Statt nach seinem Abschluss in Umweltwissenschaften im Regenwald zu verschwinden, entschied er sich für eine Karriere im Verlagswesen. Er arbeitete mehrere Jahre als Lektor, bevor 2009 sein Debüt „Nights of Villjamur“ erschien. Der Auftakt der Reihe „Legends of the Red Sun“ wurde überwiegend positiv bewertet und sicherte Newton einen festen Platz in der erlesenen Riege britischer Fantasy-Autor_innen. Mir wurde „Nights of Villjamur“ auf Goodreads empfohlen.

    Ein eisiger Wind fegt durch die Straßen Villjamurs, Juwel und Herz des Imperiums Jamur. Graue Wolken verdecken das blasse Licht der sterbenden roten Sonne. Sinkende Temperaturen sind die Vorboten einer jahrzehntelangen Eiszeit, die bereits mit frostigen Fingern über das Land kriecht. Tausende Flüchtlinge sammeln sich vor den Toren der Hauptstadt. Vertrieben von der unerbittlichen Kälte, hoffen sie, in Villjamur Schutz zu finden. Doch die Tore bleiben verschlossen. Ränke um Macht und Einfluss werden auf den Rücken der Verzweifelten ausgetragen; Intrigen und Verrat, heimtückisch verborgen hinter freundlich lächelnden Gesichtern, die das Leid des Volkes nicht kümmert. Blind für die Gefahren, die dem Imperium drohen. Während Jamur langsam in den Fängen des ewigen Winters erstarrt, erheben sich in der Tundra die Untoten. Hoch im Norden zeugen unheimliche Berichte von ausgelöschten Siedlungen, entvölkert bis auf die letzte unglückliche Seele. Es scheint, als brächte die Eiszeit Schlimmeres mit sich als Frost und Schnee…

    Auf gewisse Weise zollt „Nights of Villjamur“ Mark Charan Newtons Studium der Umweltwissenschaften Tribut. Nur jemand mit seinen spezifischen Kenntnissen konnte glaubhaft ein Universum konstruieren, das von einer jahrzehntelangen Eiszeit bedroht wird. Eben dieses Merkmal verleitete mich dazu, den Reihenauftakt zu kaufen. Das Imperium Jamur ist eine Inselgruppe, die im Norden von Newtons Universum liegt. Die Hauptstadt Villjamur erinnerte mich in ihrer Gnadenlosigkeit, Vielfalt und Gegensätzlichkeit an meine Heimat Berlin; ihr uraltes Antlitz an London zu Dickens Zeiten. Es ist ein faszinierender Ort, nicht nur aufgrund seiner besonderen Architektur, die Oberfläche ebenso wie Untergrund einschließt, sondern auch aufgrund der ungewöhnlichen Zusammensetzung der Population. Neben den Menschen bevölkern hybride, vogelähnliche Garuda und langlebige, echsenartige Rumel die Straßen Villjamurs. Banshees verkünden mit ihren unheimlichen Schreien den Tod. Die unausweichliche Eiszeit beeinflusst sie alle gleichermaßen, da diese – abgesehen von ihren offensichtlichen Auswirkungen – von der Politik instrumentalisiert wird. Der Kanzler des Reiches, der als Vorsitzender des Rates den Imperator unterstützen sollte, nutzt die instabile Lage des Imperiums aus und inszeniert kaltblütig eine abscheuliche Intrige, um sich selbst auf den Thron zu verhelfen. Ich habe in der High Fantasy bereits viele widerliche Komplotte erlebt, aber dieses gewaltige Intrigennetz ist in Punkto Bösartigkeit sehr weit fortgeschritten. Kanzler Urtica macht nicht einmal vor Kriegstreiberei und Völkermord Halt. Er ignoriert bewusst die reellen Gefahren, denen das Imperium ausgesetzt ist und ersetzt sie durch fiktive. Auf der nördlichen Insel Tineag’l zieht sich eine blutige Spur durch die Siedlungen, die auf einen neuen Feind schließen lässt – selbst das ist Urtica egal, obwohl Jamur wahrlich nicht darauf vorbereitet ist, sich zu verteidigen. Die aggressive Eroberungspolitik der vergangenen Jahrhunderte sicherte dem Imperium eine Vormachtstellung, die es fett, faul und träge werden ließ. Niemand glaubt tatsächlich daran, dass Jamur angegriffen werden könnte. Ich fand diese prekäre politische Situation extrem spannend, muss allerdings gestehen, dass ich sie nur schwer mit den Figuren in Verbindung bringen konnte. Wenngleich die Charaktere sehr realistisch und menschlich gezeichnet sind und es mir gefiel, dass „Nights of Villjamur“ ohne strahlende Held_innen auskommt, konnte ich mich einfach nicht mit ihnen identifizieren. Ich nahm an ihren verschiedenen Schicksalen kaum Anteil und beobachtete, statt mitzufiebern. Die Geschichte stimulierte mich eher intellektuell denn emotional; sie packte mich bei meinem Verstand, nicht bei meinem Herzen. Ich denke, Newtons kühler, distanzierter Schreibstil war mir im Weg. Ich empfand keine zwanghafte Neugier, weiterlesen zu müssen und habe daher recht lange für das Buch gebraucht. Natürlich hat „Nights of Villjamur“ seine Momente, aber ich klebte nicht an den Seiten, balancierte nicht auf der Stuhlkante und meine Fingernägel überstanden die Lektüre unbeschadet.

    „Nights of Villjamur“ von Mark Charan Newton ist ein recht verkopfter, ehrgeiziger Reihenauftakt, der in mir wenig Leidenschaft weckte. Mein Interesse für die Geschichte ist definitiv intellektueller Natur, da mich die außergewöhnliche politische Situation des Imperiums Jamur stärker ansprach als die Erlebnisse der Figuren. Die Lektüre zog sich und war zäh, doch Newtons Einfallsreichtum hinsichtlich seines Universums ist zweifellos bewundernswert. Ich bin überzeugt, bisher lediglich an dessen Oberfläche gekratzt zu haben. Daher habe ich beschlossen, dem Nachfolger „City of Ruin“ eine Chance zu geben. Ich weiß nicht, ob ich die „Legends of the Red Sun“ bis zum Finale verfolgen werde, aber ich möchte eine konkretere Vorstellung davon gewinnen, wo die Geschichte hinführt. Ich werde von Band zu Band entscheiden und mich überraschen lassen, welche Grauen die Eiszeit über das Imperium Jamur bringt und welche Schrecken es sich selbst antut.

  13. Cover des Buches Die Stadt unter dem Eis (ISBN: 9783811838413)
    Robert Silverberg

    Die Stadt unter dem Eis

    (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Die Alpen im Fieber (ISBN: 9783711200327)
    Andreas Jäger.

    Die Alpen im Fieber

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M

    Das sind Aussagen vom Kaliber dieses Buchtitels. Nur sind sie nicht eingetroffen. Sie beruhen auf Computermodellen, die ein einfaches Kriterium nicht erfüllen: Wenn man sie mit bekannte Daten aus der Vergangenheit füttert, um eine spätere, aber auch in der Vergangenheit liegende, also bekannte Situation vorauszusagen, dann stimmen diese Voraussagen in den meisten Fällen nicht mit der Realität überein. Folglich sind diese Modelle falsch.

    Der vorausgesagte, angeblich menschengemachte Klimawandel soll durch den nachweislich angestiegenen Kohlendioxidanteil in der Atmosphäre verursacht worden sein, der wiederum auf die massive Nutzung fossiler Brennstoffe zurückgeführt wird. Das ist das Grundaxiom der Klimareligion. Manche vermuten übrigens bei den Klimamodelle einen einfachen Fehler: Die Rolle des Kohlendioxids ist möglicherweise in ihnen zu stark gewichtet. Und zum Thema Fehler auch noch dies: Zu all diesen Modellen gibt es nie eine Angabe über den zu berechnenden Prognosefehler. Das wird wohl Gründe haben, denn liegt dieser Fehlerbereich deutlich über einem Grad, was man schon wegen des langen Zeitraumes vermuten muss, für den die entsprechenden Temperaturprognosen abgegeben werden, dann sind sie faktisch wertlos. Man kann die Vermutung haben, dass nicht der Prognosekorridor, den solche Modelle errechnen, angegeben wird, sondern stets der obere Rand desselben.

    Inzwischen sind wir bei Zuständen angelangt, die an die Inquisition erinnern. Ergebnisoffene Forschung wird allein dadurch verhindert, dass sich kein karriereorientierter Wissenschaftler mit der wilden Meute der Alarmisten anlegen wird. Zu diesen Alarmisten gehört offenbar auch der Autor, das verrät schon dieser reißerische Buchtitel. Die Aufmachung und der Stil des Buches erinnern eher an Kinderliteratur. Zunächst erklärt der Autor einige Zusammenhänge, die das Klima beeinflussen. Er greift dabei auch auf scheinbare historische Gewissheiten zurück, zum Beispiel darauf, wie man angeblich recht genau weiß, welche Temperaturen wann auf der Erde geherrscht haben. Da nach seiner Meinung unser weiteres Schicksal klar ist, wenn wir nicht unser Leben drastisch ändern, fällt aufmerksamen Lesern vielleicht auf, dass offensichtlich doch nicht alles so klar ist, wie Herr Jäger behauptet.

    Er weiß nämlich zu berichten, dass das Abschmelzen der Grönlandgletscher vor 8200 Jahren die Meeresströmung in Richtung Europa dramatisch verändert haben soll, was zu einem Temperatursturz in Europa geführt hat. Mit anderen Worten: Kommt es zum Abschmelzen der Grönlandgletscher, weil wir unsere Klimaziele nicht erreichen, dann könnte ein ähnliches Ereignis eintreten. Und schon würde die Temperatur wieder sinken. Man könnte an dieser Stelle Witze machen. Ich will mir das verkneifen, sondern vielmehr betonen, dass diese herrliche Stelle beispielhaft erklärt, wie komplex die Zusammenhänge tatsächlich sind und wie wenig Leute wie Jäger darüber tatsächlich wissen, obwohl sie andauernd scheinbar unverrückbare Gewissheiten verbreiten.

    Im letzten Teil des Buches widmet sich der Autor dann den Möglichkeiten, wie man den Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre verringern kann. Natürlich bedeutet das für ihn: weniger fliegen und weniger mit dem Auto fahren. Man sieht schon an den Weltklimakonferenzen, wie man das beherzt umsetzt. Dann brauchen wir dringend Holzhäuser, andererseits muss mehr Wald her. Der Wald wiederum ist aber auch schädlich, weil er dunkel ist und nicht so viel Sonnenlicht abstrahlt, heißt es an anderer Stelle. Auch hier scheitert Jäger wieder an der Komplexität der Klimaprozesse. Komplexe Systeme wie das Klima überfordern das menschliche Gehirn, das immer an irgendeiner Schraube drehen will und dann glaubt, diese Schraube hätte nur die Wirkung, die man sich ausgedacht hat.

    Und im Übrigen: Würde man den Kohlendioxidanteil an der Atmosphäre halbieren, dann wäre das Leben auf diesem Planeten in ernsthafter Gefahr. Kohlendioxid ist ein Lebensgas. Ohne es gibt es keine Photosynthese, ohne Photosynthese keine Pflanzen und ohne Pflanzen kein anderes Leben. Offenbar ist das Leuten wie Jäger nicht völlig bewusst. Kohlendioxid trägt auch zur Begrünung des Planeten bei, was dann wieder mehr Kohlendioxid bindet.

    Dieses Buch mit seinem reißerischen Titel soll vermutlich aufrütteln. Aber es verkündet auch Gewissheiten, die es so nicht gibt. Deshalb findet man in diesem Text auch seltsame Widersprüche, von denen ich einige erwähnt habe.

  15. Cover des Buches Disney. Twisted Tales: Elsas Suche (Die Eiskönigin) (ISBN: 9783551280473)
    Jen Calonita

    Disney. Twisted Tales: Elsas Suche (Die Eiskönigin)

    (81)
    Aktuelle Rezension von: WohlsortierteBuchstaben

    In dieses Buch bin ich ganz ohne Erwartungen gegangen. Und es hat mich sowasvon überzeugt! Ich bin ein großer Disney-Fan und die Eiskönigin war einer meiner ersten Filme. Ich kam sofort super in die Geschichte rein und konnte richtig mitfiebern. Der Schreibstil war locker und verständlich. Keine komischen Nebensätze oder komplizierte Wörter. 

    Die Charaktere konnten mich fast sogar noch ein bisschen mehr überzeugen als im Film. Ich liebe Anna als Person und Olaf als Schneemann 🤍

    Elsa hat man in diesem Werk nochmal ganz anders kennengelernt. Ich persönlich habe sie im Film oft als aufbrausend und impulsiv empfunden. Im Buch wurden ihre Beweggründe geklärt und ich sehe sie nun anders. Allerdings verlief ihre Geschichte ja auch etwas anders. 

    Es war toll, dass man oft Parallelen zum Film festlegen konnte. Charaktereigenschaften, Schauplätze und sogar Sätze. Mich als Disney-Fan hat nurgestört, daß Olaf immer sagte; "...Und ich mag warme Umarmungen!" Es heißt -in meiner Erinnerung- doch; "...Und ich liebe Umarmungen!" Aber das ist jetzt schon sehr kniefieselig hingeschaut und vielleicht durfte Jen Calonita dieses Zitat auch nicht verwenden (Copyright und so)

    Besonders beeindruckend fand ich, wie der Autor die Geschichte aufgebaut hat. Nichts passierte 'einfach nur so' sondern hatte seinen Grund. Es war alles sehr durchdacht und so wirkte die Geschichte sehr flüssig und schlüssig. 

    Das ganze Buch ist für mich ein 6/5 Sterne-Buch! 🤍  Schade, dass es noch nicht so bekannt ist 😔 (für mich war es ein Glücksgriff im Buchladen und ich hatte davor noch nie davon gehört...)

    Also; Lest es! Ich werde noch die weiteren Bände verschlingen 🤍🤗

  16. Cover des Buches Der Urzeit auf der Spur. Abenteuer Erdgeschichte. Die Suche nach den Zeugnissen vergangenen Lebens (ISBN: 9783440052440)
  17. Cover des Buches Niani (ISBN: 9783944359359)
    I.G. Nikolov

    Niani

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Irgendwo, auf einem weit entfernten Mond lebt der Stamm der Uhala. Hier haben die Frauen die Hosen an und bestimmen, wie gelebt wird. Niani, ein junger Krieger des Stammes, hat davon die Nase gestrichen voll. Als er dann auch noch Eleani, die zukünftige Herrscherin des Stammes begleiten und beschützen soll, könnte sein Verhalten nicht ambivalenter sein. Einerseits hasst er diese Frau aus ganzem Herzen, andererseits schwört er, sie zu beschützen.

    Und je mehr Seiten ich umblätterte, desto größer wurde meine Faszination für das Buch. Es mag an einigen Stellen vielleicht ein wenig langatmig sein, doch die Autorin lässt diese winterliche Welt ... diesen winterlichen Mond vor dem inneren Auge des Lesers entstehen, so gut ist alles beschrieben und ausgeschrieben worden. Außerdem lernt man eine völlig fremde Kultur kennen, die ihren eigenen Regeln und Lebensweisen folgt und mit den unwirtlichen Lebensbedingungen zu kämpfen hat.

    Unterwegs werden Entscheidungen getroffen, Gefühle kultiviert und allerlei nicht freundlich gesinnten Lebewesen getrotzt. Es wird spannend, gefühlvoll und man fiebert unweigerlich mit der Gruppe rund um Niani und Eleani mit. 

    Pluspunkte gibt es für die massiven Charakterentwicklungen, denn kein Charakter denkt und handelt am Ende wie noch zu Anfang. Gerade Niani reift auf dieser Reise heran, erkennt seinen Platz in der Welt und beginnt, viele Begebenheiten zu verstehen, die ihm vorher nicht in den Kram passten.

  18. Cover des Buches Das magische Baumhaus 7 - Im Reich der Mammuts (ISBN: 9783732004430)
    Mary Pope Osborne

    Das magische Baumhaus 7 - Im Reich der Mammuts

    (28)
    Aktuelle Rezension von: UnkreativeKreative

    Das tolle an der Reihe ist, dass historische Gegebenheiten kindgerecht verpackt werden, so wie hier die Eiszeit und das Leben mit den Mammuts. Auch Höhlenmalereien werden erklärt und anschaulich dargestellt.

    Für mich ist dieser Band einer der Besten der Reihe, weil ich ihn in sich sehr stimmig finde, wenn auch ein bisschen absurd durch die Schwimmkleidung in der Eiszeit - aber das stört natürlich weniger die Kinder ;)

  19. Cover des Buches Der Hund und sein Mensch (ISBN: 9783446267794)
    Josef H. Reichholf

    Der Hund und sein Mensch

    (34)
    Aktuelle Rezension von: tigerbea

    In seinem neuesten Buch beschäftigt sich der Evolutionsbiologe Josef H. Reichholf mit unserem besten Freund - dem Hund. Das Buch "Der Hund und sein Mensch" ist in drei Abschnitt unterteilt. Zunächst beschäftigt sich der Autor in Teil 1 mit der Frage, wie aus Wölfen Hunde wurden. Hier beginnt Reichholf in der Steinzeit, beschreibt, wie Tiere und Menschen bereits damals miteinander kommuniziert haben. Er schildert, wie sich Wölfe entzweit haben. Eine Form blieb wild, eine andere schloss sich dem Menschen an und bildete den Grundstein für die heutigen Haushunde. In Teil 2 geht es um Reichholfs eigenen Hund Branko, den Alltag mit ihm, Erlebnisse und Erfahrungen. Teil 3 behandelt ein ganz besonderes Thema - den Unterschied in den Beziehungen zwischen Menschen und Hunden sowie Menschen und Katzen. Obwohl beide Haustiere den gleichen Weg der Domestikation eingeschlagen haben, blieben ihre Charaktere unterschiedlich. All diese Themen behandelt der Autor auf unbeschreiblich gute und verständliche Weise. Er vermittelt sein Wissen auf unterhaltsame Art, der Leser kann dem Thema und den Ausführungen sehr gut folgen. Josef H. Reichholf nimmt den Leser mit, bringt ihm den Hund näher. Wer einen Hund an seiner Seite hat, wird hier so manches Aha!-Erlebnis haben. Aber auch für (Noch-)Nicht-Hundebesitzer ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Leicht verständlich geschrieben, wird auch er hier einen Einblick in die Hundeseele erhalten. 

    Dieses wunderbare Buch erhält von mir eine absolute Empfehlung für jeden, der sich mit dem besten Freund des Menschen beschäftigt und einfach mehr über ihn wissen möchte!

  20. Cover des Buches Berlin Geologie (ISBN: 9783957230027)
    Dr. Norbert W. F. Meier

    Berlin Geologie

    (8)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus

    Die ersten Seiten aus dem Buch haben mich begeistert. Humorvoll leidet der Autor in das Thema Geologie ein und bringt den Leser dieses Thema sehr nah. Die ersten Kapitel waren eine gute Wiederholung, da man einiges schon in der Schule gehört hat.  

    Das Buch lässt sich einfach lesen, die fremdartigen Begriffe sind kein Problem, denn damit wird man nicht erschlagen.

    Auf jeder Seite sind Grafiken, Bilder und schematische Darstellungen sowie Fotos von Gesteinen, was so den Text stark auflockert und zum Abspeichern der neuen Informationen hilft. Des Weiteren sind wichtige Begriffe rot, dick markiert. So das man bei einer Suche, schnell findet was man sucht.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es begleitet den Neuling gut in das Thema ein.

    Jetzt weiß ich auch, aus welchen Gestein die wichtigen Gebäude in Berlin sind ;-)

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