Bücher mit dem Tag "elbe"
32 Bücher
- Cassandra Clare
City of Heavenly Fire
(1.626)Aktuelle Rezension von: tines_bookworld"Wir alle sind die Summe dessen, woran wir uns erinnern. In uns tragen wir die Hoffnungen und Ängste derjenigen, die uns lieben. Und solange die Liebe und die Erinnerungen in unserem Herzen lebendig bleiben, ist niemand jemals wahrhaftig vergessen und vergangen."
Vorab: Dieses Buch hat so unglaublich viele herzzerreißende Zitate und emotionale Szenen, dass ich nur einen Bruchteil davon hier in meiner Rezension erwähne. Einen großen Bruchteil zwar, aber dennoch nur ansatzweise. Be prepared.
"Ein Teil von dir ist noch immer dieser kleine Junge, der glaubt, dass lieben zerstören heißt. Aber du lernst dazu. Du lernst dazu." Jace betrachtete sie, als wäre sie der erste Stern, der jemals am Himmel erschienen war, ein Wunder auf dem Antlitz der Welt, das er kaum glauben konnte.
"City of Heavenly Fire" ist der letzte Band der Hauptreihe um die Shadowhunter und meines Erachtens nach der beste Teil. Der Anfang hat sich zwar minimal gezogen, aber als die Handlung dann Fahrt aufgenommen hat, habe ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen - und das sind immerhin 800 Seiten!
"Ich habe dich vom ersten Moment, in dem ich dich gesehen habe, rücksichtslos geliebt. Die Konsequenzen waren mir egal. Ich wollte dich mehr, als ein guter Mensch zu sein. Mehr als alles andere auf der Welt."
Es geht hier um den finalen Kampf gegen Sebastian und das gesamte Team ist an Bord. Die Spannung wurde wirklich kontinuierlich hochgehalten und konnte trotzdem ein ausführliches Finale schaffen, was noch einmal alles getoppt hat.
Manchmal träume ich von einem Jungen mit grünen Augen, einem Jungen, der nicht mit Dämonenblut vergiftet wurde, einem Jungen, der lachen und lieben und einfach nur menschlich sein konnte - das ist der Junge, den ich immer beweint habe, aber dieser Junge hat nie existiert.
Clares Schreibstil war hier ebenfalls allererste Sahne. Neben ihrem sehr bildlichen Schreibstil, der schon seit Beginn der Reihe brilliert hat, schafft sie es hier, sämtliche Facetten des menschlichen Daseins, der einzelnen Charaktere, einzufangen und ihre Komplexität darzustellen. Sämtliche Charaktere, selbst die kleinsten Neben-Nebencharaktere, haben alle ihre eigenen Motive und Beweggründe und Story.
"Mein ganzes Leben lang hat es mich das Dämonenblut gequält, aber ich habe es nicht gewusst. Ich habe den Unterschied nie gekannt. Nie zuvor habe ich mich so... leicht gefühlt", sagte er leise.
All diese Emotionen, die mit dieser Komplexität einhergehen, waren so roh und nahbar vermittelt, dass es mir mein eigenes Herz ebenfalls fast zerrissen hat. In keinem Band der Reihe lagen Hoffnung und Verlust, Trauer und Freude, Leid und Liebe so nah beieinander wie in diesem letzten Teil.
Irgendwann tauchte vor seinen Augen ein Gesicht auf und verharrte über ihm, mit Augen wie funkelnde Sterne am fahlen Himmel. Alecs Augen waren groß und blau und voller Qual. "Ach, mein Alec", meinte Magnus schließlich. "Ich hatte keine Ahnung, dass du so traurig warst."
Ich habe Charaktere ins Herz geschlossen, von denen ich das niemals vermutet hätte, und andere hatten trotz ihrer kurzen Screentime eine solche Wucht bei jedem ihrer Auftreten, dass ich unglaublich froh bin zu wissen, dass es noch mehr Bände aus dem Shadowhunter-Universum gibt, wo diese Charaktere ihren ganz eigenen Auftritt bekommen - Zachariah, um mal einen zu nennen.
"Frei dienen wir, weil wir freiwillig auch Ihn lieben, weil's in unserm Willen liegt zu lieben oder nicht, was unser Glück, was unser Fall ist."
Das Ende war ebenfalls rundherum perfekt. Alle wichtigen Charaktere waren da, viele Emotionen, viel Potenzial für weitere Geschichten.
"Heroes aren't always the ones who win," she said. "They're the ones who lose, sometimes. But they keep fighting, they keep coming back. They don't give up. That's what makes them heroes."
"City of Heavenly Fire" ist ein absolut perfekter Reihenabschluss, der noch einige Zeit nachhallen wird. Ich vergebe verdiente 5/5 Sterne. Ein wenig melancholisch bin ich durchaus, der Reihe nun den Rücken kehren zu müssen, aber das Universum der Shadowhunter hat noch viel mehr zu bieten und ich hoffe sehr, hier und da auf bekannte Charaktere zu treffen!
"Jeder hat das Potenzial, Außergewöhnliches zu leisten. Solange man eine Seele hat und einen freien Willen, kann man alles sein, alles tun, sich für alles entscheiden."
Folgend gibt es nun noch die verbleibenden Zitate und Szenen, die ich nicht mehr geschickt in meine Rezi einbauen konnte, die aber auch zu wertvoll für mich sind, um sie einfach unter den Tisch fallen zu lassen:
"Herondales." Zachariah's voice was a breath, half laughter, half pain. "I had almost forgotten. No other family does so much for love, or feels so much guilt for it. Don't carry the weight of the world on you, Jace. It's too heavy for even a Herondale to bear. "
Der gellende Schrei dauerte an, bis er schließlich verhallte und nur noch an ein kummervolles Schluchzen erinnerte, als würde das Universum weinen. "Lilith", wisperte Jonathan. "Sie weint um ihre toten Kinder, ihre Blutskinder. Sie weint um sie und um mich."
"Ich bin in dem Glauben aufgewachsen, dass ich immer perfekt sein müsse. Mir war nicht klar, dass Liebe auch vergeben bedeutet. Aber dann bist du in mein Leben gekommen und hast alles, woran ich glaubte, in seinen Grundfesten erschüttert. Und erst da habe ich begonnen, alles in einem anderen Licht zu sehen. Du hattest... so viel Liebe, so viel Vergebung und so viel Vertrauen. Und da dämmerte mir langsam, dass ich dieses Vertrauen vielleicht tatsächlich wert sein könnte. Dass ich nicht perfekt zu sein brauchte. Und dass es reichte, wenn ich mich bemühte und mich anstrengte."
Sharp are the arrows of a broken heart.
"If you never tell anyone the truth about yourself, eventually you start to forget. The love, the heartbreak, the joy, the despair, the things I did that were good, the things I did that were shameful--if I kept them all inside, my memories of them would start to disappear. And then I would disappear."
"There are memories that time does not erase... Forever does not make loss forgettable, only bearable."
- Dörte Hansen
Altes Land
(757)Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignifiedIn „Altes Land“ von Dörte Hansen geht es um Vera, die in jungen Jahren mit Ihrer Mutter aus Ostpreußen in das Alte Land bei Hamburg flüchtet. Vera wächst dort in einem alten Bauernhaus auf und fühlt sich unglaublich verwurzelt, aber doch nie wie angekommen in diesem Haus. In Dörte Hansen Roman erfahren wir wie Vera aufwächst, aber erhalten auch Einblicke in die Leben ihrer Nachbarn und Familienmitglieder. Das Leben für Vera nimmt noch einmal eine Wendung, als ihre Nichte bei ihr einzieht. Auch diese hat einige Erfahrungen in ihrem Leben machen müssen. Doch schweißt das die Beiden zusammen?
Mir hat „Altes Land“ an sich gut gefallen, nur fand ich es sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Man fühlt sich als Leser:in manchmal etwas allein gestellt, denn es werden von Anfang an sehr viele Personen genannt, die man erst einmal allein versuchen muss einzuordnen. Wir werden richtig in die Handlung reingeworfen und hat man den einen Teil sortiert, ist man schon wieder eine Zeitebene weiter. Doch wenn man hier erst einmal einen roten Faden gefunden hat, macht die Geschichte wirklich Spaß und hat einen Tiefgang, der einen wirklich in seinen Bann zieht. Im Laufe der Seiten werden dann noch weitere Figuren vorgestellt, die das Leben auf dem „Alten Land“ in humorvoller Weise einmal mehr veranschaulichen. Ich fand es insgesamt ein schönes Buch und auch jetzt, Tage nach dem Lesen, kann ich mich noch an Vera und ihre Nichte zurückerinnern und mit ihnen mitfühlen.
- Rebekka Frank
Stromlinien
(193)Aktuelle Rezension von: Kristina_EiseleDie ungleichen Zwillingsschwestern Enna und Jale sind die Elbmädchen. Auf ihrem Boot, der Sturmhöhe, tuckern sie über den Fluss, spielen in den Marschen und brauchen nichts außer einander. Sie zählen die Tage bis ihre Mutter aus dem Gefängnis entlassen wird. Warum sie zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, wissen sie nicht. Als der langersehnte Tag kommt, verschwindet Jale, die Mutter taucht nicht am Treffpunkt auf und ein Mann versinkt mit seinem Boot in der Elbe. Wer ist der Tote? Wo stecken Jale und Alea? Und wie hängen diese Dinge miteinander zusammen? Nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen - bis zur Kindheit des Urgroßvaters reichen die Verstrickungen der Vergangenheit, die das Schicksal der einzelnen Familienmitglieder bis hin zu Enna und Jale maßgeblich prägen.
Der Roman wird aus vielen verschiedenen Perspektiven und auf diversen Zeitebenen erzählt, die teilweise ziemlich verwirrend sein können. Mit der Zeit findet man sich jedoch zurecht. Ich habe bis zum Ende öfters gefragt, warum manche Nebenplots erzählt werden und welche Rolle sie spielen. Das verleiht dem Buch gewisse Längen, auch wenn der Spannungsbogen vorhanden ist.
Der Hauptplot ist in der Ich-Erzählung der 19-jährigen Jale geschrieben und war stilistisch eher ein bisschen wie eine Teenie-Romance. Das hat mich etwas irritiert. Dazu kamen starke Krimi-Elementen und eine Portion Gesellschaftskritik. Vielleicht will der Roman hier zu viel. Sehr gerne mochte ich die Fragmente, welche die Reise der Leiche durch die Elbe verfolgen, von der wir bis am Ende nicht erfahren, wer sie ist.
In der zweiten Hälfte des Buches jagt ein Plottwist des anderen. Ich entknote gerade noch die Enden der Geschichte in meinem Gehirn. Große Bewunderung für alle Autor:innen, die sich so etwas ausdenken können. Für meinen Geschmack war es too much. Verschlungen habe ich es trotzdem, denn ich musste wissen, wie es ausgeht. Ob ihr hieraus eine Leseempfehlung ableitet, würde ich jetzt einfach euch überlassen.
- Katharina Hagena
Flusslinien
(175)Aktuelle Rezension von: Meisje25Das Buch ist unaufgeregt geschrieben, und trotzdem fühlte ich mich durch die Charaktere abgeholt. Besonders berührt natürlich Margrit, die 102 Jahre alst ist und viele Dinge aus dem Leben ihrer Familie reflektiert. Außerdem ist da noch ihre Enkelin und Arthur, der Fahrdienste für die Leute im betreuten Wohnen übernimmt. Alle bringen ihr Gepäck mit, manche Geschichten die reflektiert werden sind einfach nur kurios, manche seltsam. Nicht alle erscheinen für das Buch relevant. Ich mochte die Charaktere sehr, ein wenig haben mir manchmal die Zusammenhänge gefehlt.
- Nicole Boyle Rodtnes
Die Töchter der Elfe. Schicksalstanz
(95)Aktuelle Rezension von: Marie_EIch habe dieses Buch richtig verschlungen und konnte es einfach nicht beiseite legen. Es war ausführlich und nicht zu viel. Vielleicht hätte man manche Sachen noch etwas ausbauen können, aber es hat so auch gut gepasst! Ich fand es sehr gut das die Autorin die Personen einfach mal mitten drinnen beschrieben hat, weil es gerade zur Situation passt!
Die 3 Schwestern sind keinen normalen Mädchen sie sind Halbelfen. Jede Elfe benötigt Energie und diese ziehen sie aus Menschen heraus, während sie tanzen. Doch die 3 werden immer älter und benötigen immer mehr Energie. So viele Zuschauer zu finden ist gar nicht mal so leicht! Und das 1. Problem taucht auf. Und als wäre das nicht genug verliebt sich Birke in Malte, den Neuen. Er will immer mehr wissen und wenn sie jetzt nicht bald etwas macht dann ist es aus. Man fühlt richtig mit mit Birke. Da ihr Elfenmagie immer stärker wird werden es immer mehr Probleme. Aber es weiß niemand die richtige Antwort darauf! Man hofft es wendet sivh alles zum Guten!
Ich habe die letzten Seiten gelesen und gehofft es ist noch nicht aus. Es darf noch nicht aus sein. Doch wie es immer so ist, hört das Buch einfach auf und man weiß nicht wie es weiter geht. Deswegen bin ich einfach nur gespannt wie es jetzt weiter geht und freue mich wenn der 2. Band dann geliefert wird!
- Terry Brooks
Die Shannara-Chroniken 3 - Das Lied der Elfen
(35)Aktuelle Rezension von: XamarorSpinkser seufzte. „Es ist ja nicht so, dass wir uns niemals wiedersehen, Junge. Was denn - denkst du ich beiße auch noch ins Gras? Dann überleg doch mal!
Mit „Das Lied der Elfen“ setzt Terry Brooks seine epische Shannara-Saga in eindrucksvoller Manier fort. Der Autor knüpft nahtlos an die bisherigen Ereignisse an und erweitert das bereits faszinierende Universum um neue Charaktere und Herausforderungen.
Brooks beweist einmal mehr sein Talent für ausführliche Beschreibungen, die es dem Leser ermöglichen, tief in die Welt von Shannara einzutauchen. Die Landschaften sind lebendig und detailreich gezeichnet, sodass man beim Lesen das Gefühl hat, inmitten von Elfenstädten und mystischen Wäldern zu wandeln. Seine Figuren sind vielschichtig und ihre Entwicklungen nachvollziehbar; ihre Konflikte und Beziehungen machen die Handlung fesselnd.
Die Handlung selbst bietet eine spannende Mischung aus Abenteuer, Intrigen und alten Mythen. Brooks schafft es, sowohl die ernsten als auch die leichteren Momente gekonnt auszugleichen, was die Lektüre besonders unterhaltsam macht. Während die Geschichte mit unvorhergesehenen Wendungen überrascht, bleibt sie gleichzeitig in einem vertrauten Rahmen.
Kritikpunkte sind jedoch zu finden. Manchmal kann die Welt von Shannara etwas überfrachtet wirken, mit vielen Charakteren und Storylines, die sich teils nur langsam entfalten. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass einige Beschreibungen zwar schön sind, aber gelegentlich die erzählte Handlung ausbremsen.
Insgesamt ist „Das Lied der Elfen“ eine gelungene Fortsetzung der Shannara-Chroniken. Terry Brooks hat erneut bewiesen, warum er ein Meister des Fantasy-Genres ist. Für Fans der Saga ist dieses Buch ein absolutes Muss. Ich gebe dem Buch vier Sterne und freue mich bereits auf die nächste Reise in die Welt von Shannara!
- Simone Buchholz
Knastpralinen
(45)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisDrei männliche Leichen, teilweise nur in Stücken, aber dafür hübsch verpackt, beschäftigen das Team um Staatsanwältin Chastity Riley in ihrem nunmehr zweiten Fall. Zwischen den Mordopfern scheint es einen Zusammenhang zu geben. Doch offenbart sich der erst ab Seite 170 (von 246). Diesmal dauert es lange und einige Alkoholexzesse bis bei Chas der sprichwörtliche Groschen fällt.
In der Zwischenzeit stößt Staatsanwältin Chastity Riley an die Grenzen des Rechtsstaates. Stalking, Vergewaltigung und alltägliche Gewalt gegen Frauen werden von den Behörden viel zu wenig verfolgt. Wenn die Täter dann doch ausgeforscht sind und vor Gericht gestellt werden, kommen sie mit lächerlichen Strafen davon. Da kann es schon passieren, dass die Staatsanwältin eher mit denjenigen sympathisiert, die das Recht in die eigenen Hände nehmen. Wie z.B. Carlas Freunde, die ihr nach ihrer brutalen Vergewaltigung, die Täter fein verschnürt in den Keller legen.
Liegt der Schlüssel zum Täter in diesem Zitat?
„Ich wünschte, solche Typen würden die Angst, die sie verbreiten, ein einziges Mal selbst erleben. Nur ein einzige verdammtes Mal. Ich wette, die würden sich in die Hosen scheißen. Vielleicht würde die sogar sterben vor Angst.“ (S. 180)
Ein stilistisch interessanter Kniff sind die Einschübe aus Sicht einer Frau, die von Männern verfolgt und sexuell missbraucht wird.
Fazit:
Ein etwas anderer Krimi rund um Chas Riley.
- Birgit Rabisch
Die vier Liebeszeiten
(58)Aktuelle Rezension von: PetzipetraSo wie das Jahr in ihre Jahreszeiten geteilt ist, genauso ist das Leben in Abschnitte geteilt. Sogar die Liebe hat ihre Höhen.... ihre Tiefen... ihre ruhigen Zeiten... Turbulenzen und wie wir wissen noch viel mehr.
Die Autorin lässt uns mit Rena und Haube genau diese Liebe die Alles überwindet und gemeinsam wächst erleben.Sie lässt uns träumen und regt zum Nachdenken an.Gibt Mut und Kraft zum weitermachen. - Susanne Ferolla
Die Wolfselbin - Die Schuld
(11)Aktuelle Rezension von: Angellika_BuenzelTitel: Die Wolfselbin Band 2
Autorin: Susanne Ferolla
Erschienen am : 08.03.2016
ISBN: 9783945298534
E-Buch Text 206 Seiten
Genre: Fantasy
Inhalt:
Der Schatten treibt sein Unwesen. Sein Meister sucht sich eine neue Marionette. Hurim, der Wolfselbenprinz, wird von seinem Vater verstoßen, weil er mit Hiöfe des Meisters Thorans Oberster wird, und damit seine Abstammung hintergeht.
Doch Hurim setzt sich zum Ziel sein Volk zu retten. Dafür möchte er gerecht herrschen. Schon nach kurzer Zeit stößt er bei einem Beamten auf einige Wolfselbensättel. Der Weg führt ihn geradewegs zu einem Dorf. Wo sich die Wege Hurims und Jerelins treffen. ...
Meine Meinung:
Der zweite Teil der Reihe hat mir gut gefallen. Er passt sich gut dem Ende des ersten Teils an. Erzählt jedoch seine eigene Geschichte mit neuen, gut gestalteten Charakteren. Der Schreibstil bleibt angenehm und es schleichen sich keine ellenlangen Beschreibungen der Umgebung ein.
Der Verlauf der Geschichte hat mir ebemfalls gut gefallen. Man kann den Charakteren gut folgen. Neben den Hauptpersonen werden auch einige weitere Figuren eingeführt, aus deren Blick man die Geschichte erzählt bekommt. Dies lockert das Buch auf, wodurch es spannend und angenehm bleibt.
Die Autorin:
Susanne Ferolla wurde am 1968 in Freiburg im Breisgau geboren. Die Diplom-Biologin verbrachte fast ein Jahrzehnt in der Pfalz, danach fünf Jahre in Oberösterreich. Ihr zweites Zuhause ist der Cilento in Süditalien. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und der Tochter im Markgräflerland. Seit 2008 begann sie ernsthaft mit dem Schreiben. Fantasy ist ihr Lieblingsgenre. Dieses Genre gibt ihr wie kein anderes die Möglichkeit, menschliche Abgründe darzustellen. (entnommen aus lovelybooks.de)
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http://libri-mundi.blogspot.de/2016/08/die-wolfselbin2-die-schuld-von-susanne.html - Katja Keweritsch
Agnes geht
(60)Aktuelle Rezension von: AtschiBIch hatte mich so auf das Buch gefreut und wurde leider enttäuscht. Gerade weil ich in Hamburg lebe und in Berlin groß geworden bin, hoffte ich zu diesem Buch eine besondere Bindung aufbauen zu können. Es liest sich leichter, wenn man die Orte an denen Agnes sich befindet auch noch kennt. Ich fand das Buch inhaltlich teilweise vorhersehbar und nicht spannend. Den Ansatz, über alte, immer noch vorhandene Rollenverteilung (Frau gibt Beruf und Karriere auf, um sich um Haushalt und Kinder zu kümmern, weil Mann mehr verdient) und den Ausbruch der Frau aus diesem „Einerlei“ zu schreiben fand ich eher gewöhnlich. Keweritsch fängt die Geschichte ganz gut an, wird aber im Laufe des Buches immer schwülstiger. Die Aussicht "juhu, ich kann mich aus diesem Rollenklischee befreien und die Welt ist wieder in Ordnung"-Szenerie war dann nichts mehr für mich. Ich habe mich überhaupt nicht aufs Weiterlesen gefreut und es dann doch abgebrochen.
- Heike Denzau
Schwarze Elbe
(23)Aktuelle Rezension von: ChiarraDie drei bisherigen Krimis der Autorin mit der Protagonistin Lyn Harms haben mir sehr gut gefallen.
Die "Schwarze Elbe" als vierter Fall fällt komplett aus der Reihe. Wer einen klassischen Krimi erwartet, wird hier vielleicht enttäuscht. Es handelt sich eher um einen spannenden Psychothriller oder eine spannende Geschichte um Liebe, insbesondere der bedingungslosen und manchmal zerstörerischen Liebe zu einem Kind. Und auch das schwierige Thema einer Leukämieerkrankung und die Folgen für die Erkrankten sowie deren Angehörige wurde sensibel in die Geschichte eingebaut. Leider geht jedoch die Ermittlungsarbeit komplett vor diesem Hintergrund unter, denn auch bei Lyn geht es fast nur um das Thema Liebe.
Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen, obwohl ich das eine oder andere Mal mich schon gefragt habe, ob die Handlung insbesondere am Ende des Buches realitätsnah ist. Hätte ich die ersten drei Bücher der Autorin nicht schon gelesen und somit einen Einblick in die Welt von Lyn Harms gehabt, würde ich dieses Buch sicherlich kritischer bewerten. Wie geschrieben habe ich das Buch gerne gelesen, aber es gehört nicht zu meinen Lieblingskrimis der Autorin und meinen gelesenen Krimis. Freue mich trotzdem auf die nächste Folge mit der Protagonistin Lyn Harms! Daher schwanke ich persönlich auch, ob ich bei der Bewertung 3 oder 4 Sterne geben soll.Gelesen und bewertet 11.06.2021
- Ivo Pala
Elbenthal-Chroniken - Sammelband
(10)Aktuelle Rezension von: Lily911
Das Hardcoverbuch "IVO PALAs Elbenthal-Chroniken" ist ein gemeinsames Shared-World-Projekt geschrieben von Ivo Pala, Maiko Kerner und Franziska Fröhlich, hat 208 Seiten, kostet 12,99€, auch als eBook für 7,99€ erhältlich und ist der 1. Sammelband zu Ivo Palas "Elbenthal-Chroniken".
Sie sind auch einzeln als eBooks für je 2,99€ erhältlich.
Die Handlung basiert auf der Grundlage von Ivo Pala's "Elbenthal-Saga" und erzählt neue Geschichten von den einzelnen Charakteren der Saga.
Inhalt:
Die Elbenthal-Saga ist noch lange nicht beendet. Jetzt neu im Dresdener Buchverlag gibt es die Elbenthal-Chroniken! Mit Laurin, Yrr, Raik und Lau'Ley gibt es neue spannende Abenteuer in ihrer Welt. Begleitet Laurin in Muspelheim, seid dabei wie sich Yrrs Urlaub gestaltet, erlebt wie Raik es schaffen will nach Hause zu kommen und zeitgleich einem Gott trotzt und seht Lau'Leys eigenes Abenteuer zu, das sie mit Yrr vollzieht.
Meine Meinung:
Vorab muss ich gestehen, dass ich bereits die ganzen Bücher über die Elbenthal-Saga kannte. Besonders der letzte Band konnte mich voll überzeugen mit der atemberaubenden Story und dem überraschendem Ende.
Umso mehr hat es mich gefreut, dass die Saga noch nicht zu Ende ist und weitere Geschichten über die einzelnen Charaktere erzählt werden.
Es gibt in dem Buch 4 Kurzgeschichten, angefangen mit Laurin, danach geht es weiter mit Yrr, dementsprechend folgt Raiks Geschichte bis am Ende Lau'Ley an der Reihe ist.
Was alle Geschichten gemeinsam haben ist, dass sie chronologisch im Anschluss an Band 3 der Elbenthal-Saga spielen, aber nur Kurzgeschichte 2 und 4 würde ich als in sich abgeschlossene Geschichten beschreiben.
Obwohl die Geschichten von 3 verschiedenen Autoren stammen, wurde alles in der Erzählperspektive geschrieben.
Zu den einzelenen Geschichten, Laurins Geschichte ist von Ivo Pala geschrieben und somit kommen nach und nach wieder das vertraute Gefühl des Schreibstils und der Erzählweise wieder. Voller Abenteuer und Gefahren versucht Laurin das Richtige zu tun, aber vor allem frei und unabhängig zu bleiben.
Von den Charakterzügen gefällt mir Laurin sehr gut, er ist das (mehr oder weniger) typische Beispiel für eine harte Schale mit einem weichen Kern. Er versucht nur seinen Platz da draußen zu finden, jedoch ist er immer zur Stelle, wenn man ihn braucht.
Yrr Geschichte spielt dann wiederum in der uns bekannten Menschenwelt (Midgard) statt in das in Spanien! Es werden häufig mal andere Züge von Yrr gezeigt, wohl Nebenwirkungen von Svenya. Trotzdem erkennt man an ihren Handlungen und Taten, dass das hier die Wächterin von Midgar ist. Maiko Kerner hat meiner Meinung nach Yrrs Charakter gut hinbekommen. Yuna als Elbenfreundin in Spanien finde ich auch super sympathisch, eine Frau, mit der man sich gerne unterhalten würde. Nur fand, war die Geschichte die schwächste, im Vergleich zu den anderen.
Dennoch ein ganz nettes Erlebnis und vielleicht interessant Yrrs weichere, exklusive Seite nur für uns zu sehen.
Und dann wäre da noch Raiks Geschichte, geschrieben von Franziska Fröhlich.
Obwohl es anfangs vielleicht Verwirrung erzeugt (zumal nicht mal unser Protagonist seinen Aufenthalsort erkennt) wird schon nach kurzer Zeit sein ganzes Potenzial aufgedeckt! Ein Gott, gedankenlesene Schmetterlinge und nicht zuletzt ein Seelenfreund, gebunden durch ein unsichtbares Band, bis zum Tode. Überraschungen legen sich und vermischen sich mit neuen Entdeckungen. Leider kommt das Ende mit einem Cliffhänger, aber umso größer wird die Freude beim Erscheinen des nächsten Bandes sein.
Und somit sind wir bei der letzten Geschichte angekommen, Lau'Leys Geschichte von Ivo Pala.
Ein wie ich finde gelungener Abschluss und damit meine ich nicht nur das in sich abgeschlossene Ende. Die Story bietet Überraschung, Spannung und man darf sich auf ein Wiedersehen mit Yrr freuen, die beiden geben ein gutes Team ab. Und wo kann ein Abenteuer besser stattfinden, als an einem alten, versunkenen und mysteriösen Ort... Mehr dazu sage ich nicht, einfach selber lesen.
Mein Fazit:
Alles in allem fand ich die vier Kurzgeschichten super geschrieben. Eigentlich bin ich nicht so der Fan von zu kurz geschriebenen Geschichten, aber auch ich kann bestätigen, dass die Autoren ihr allerbesten verrichtet haben, um uns, eine möglichst "packende und kurzweilige, spannende Unterhaltung" zu bieten!
Hierbei waren meine Favoriten die erste Geschichte mit Laurin und die dritte Geschichte um Raik.
Ganz klar kann ich den ganzen Band empfehlen, besonders an alle Menschen da draußen, die schon die ganze Elbenthal-Saga verschlungen haben und nicht genug davon bekommen haben. Aber man kann auch die Kurzgeschichten ohne Hintergrundwissen lesen, nur sollte man sich auf eventuelle Spoiler gefasst machen.
Meine Bewertung: 4,5 Sterne - Horst Ewert
Entlang der Ufer
(1)Aktuelle Rezension von: ManderleyZunächst erstmal möchte ich meine Hochachtung vor der Lyrik und vor dem Lyriker zum Ausdruck bringen. Ich bin nebenberuflich auch Musiker und selbst das Schreiben von Songtexten ist für mich eine schier unüberwindbare Hürde.
Lyrik ist derzeit nicht gerade ein "Verkaufsschlager". Umso schöner ist es zu sehen, dass es doch noch Lyriker gibt und Verlage, die Lyrik veröffentlichen.
"Entlang der Ufer" ist eine Sammlung sehr persönlicher Gedichte des Autors Horst Ewert. So beschreibt er seine Kindheit und Jugend, die er in Stralsund verbrachte sowie die Stationen seines Lebens, die sich über die Jahre immer wieder an einem großen Fluss wiederfinden: an Rhein, Elbe und Donau. Daher leitet sich auch der Titel der Lyriksammlung ab. Aber auch aktuelle Themen behandelt der Autor mit Scharfsinn, Witz und Romantik, wobei er die deutsche Sprache als Instrument sehr gezielt und mit sehr viel Können einsetzt.
Zwei kleine Kritikpunkte hätte ich allerdings: Das Buch ist thematisch geordnet. Eine gezielte "Unordnung" wäre für das Durchlesen spannender gewesen. Zudem ist das Cover ist recht simpel gestaltet und eher unauffällig.
Aber das soll dem Ganzen keinen Abbruch tun: Horst Ewert's Lyrikband ist eine lohnenswerte Lesereise ... entlang der Ufer!
- Nicole Brausendorf
Die einzige Art, Spaghetti zu essen
(52)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerAllgemein würde ich dem Roman 3/5 Sternen geben aus folgendem Grund:
Das Buch lässt sich leicht lesen, man findet schnell in die Geschichte und in die Situation der Protagonistin Liv ein. Der Roman behandelt Themen, wie Selbstakzeptanz, körperliche Beeinträchtigung(Blindheit), sowie Sexualität. Jugendliche können sich mit vielen Bereichen gut identifizieren. Demnach ist es passend für die Zielgruppe. Die Autorin hat die Geschichte relativ spannend geschrieben und auch die emotionalen Teile sehr echt rübergebracht.
Dennoch gibt es auch einige Punkte, die mir fehlen, oder die ich gerne anmerken würde.
Zum Einen ist es das kurzzeitige beenden der einiger Szenen. Man erhofft sich mehr über einige Textstellen zu erfahren im nächste Abschnitt, der jedoch mit einer ganz anderen Situation wieder beginnt. Beispielsweise ist wird ein Treffen zwischen den Protagonisten im oberen Abschnitt beschrieben und ab der Hälfte wird von einem Treffen zwischen „Liv“und „Nessi“ berichtet, indem „Liv“ erzählt wie schön es war. Mir fehlen also an einigen Stellen das Textstellen mehr ausgeschmückt, dafür andere Teile deutlich verkürzt werden.
Meiner Meinung nach sind die intimem Momente zwischen den Hauptdarstellern zu oft ins Detail gegangen. Ab der Hälfte des Buches gab es sehr viele dieser Stellen, die gerne gegen gemeinsame Aktivitäten oder ernste Gespräche ersetzt werden können, da es ja kein Erotik-Roman ist,sondern eine Liebesgeschichte. Ich find auch, dass zu viele Themenbereiche angesprochen werden in dem Roman.
-Sexualität
-Identitätsfindung
-Körperliche Beeinträchtigung
-Krankheitsbilder, wie Depressionen oder Herzinfarkt
-Streit/Auseinandersetzungen mit den Eltern
-ungewollte Schwangerschaften
-Beziehungen
Es wäre schön, wenn das ganze etwas entzerrt worden wäre und nicht so viel auf einmal. Teilweise war es so schwierig der Geschichte zu folgen, da sehr viel gleichzeitig passiert ist.
Man kann es gut innerhalb eines paar Tagen lesen, aber anderen würde ich es nicht unbedingt als „Die Sommerlektüre“ weiterempfehlen. Eher als kurze Pause zwischendurch.
- Sabine Schulter
Mederia
(65)Aktuelle Rezension von: YoyomausWas würdest du tun, wenn deine Heimat zerstört wird?
Was würdest du tun, wenn du alles hinter dir lassen musst?
Was würdest du tun, wenn du oft mehr Angst als Mut hast?
Was würdest du tun, wenn plötzlich alle Hoffnungen auf dir liegen?
Du springst über deinen Schatten.
Du findest starke Verbündete.
Und du entfesselst die Macht in dir!
„Es hat begonnen“, sagte David neben Lana. „Unser Plan hat nicht funktioniert.“
Seine Stimme zitterte, was Lana jede Hoffnung nahm und ihr Inneres zu Eis erstarren ließ.
(Die Stadt Ignis Fatuus wird durch die Schattenwesen angegriffen – Lana und ihr Bruder David)
Zum Inhalt:
Die Person, die das eigene Leben am meisten verändern wird, nennen die Dämonen von Mederia Schicksal. Jeder von ihnen besitzt eines und doch wird gerade Gray, dem Kronprinzen der Dämonen, prophezeit, dass sich um sein Schicksal herum sogar die ganze Welt verändern wird. Die Erinnerungen an sie werden jedoch aus Grays Gedanken gelöscht, als der Hass zwischen dem Norden und Süden Mederias in einem alles verzehrenden Krieg gipfelt, der sein Volk fast vollständig vernichtet. Voller Wut und dem Willen, diesen Krieg zu beenden, stürzt sich Gray in den Kampf und rettet eher aus Zufall der jungen Bardin Lana das Leben. Jener Frau, in deren Händen das Schicksal Mederias liegen wird.
„Das ist nicht unbedingt der richtige Ort, um zu reden“, begann er und wandte sich wieder ihr zu. „Warum bist du noch hier? In der Stadt ist es nirgendwo mehr sicher.“
(Die Stadt Ignis Fatuus wird durch die Schattenwesen angegriffen – Gray zu Lana)
In der Welt von Mederia leben die verschiedenen Völker im Einklang miteinander. Doch als sich im Süden Mederias Schattenwesen erheben, müssen neue Helden geformt werden, die sich dieser übermächtigen und bösartigen Armee entgegen stellen. Bereits in jungen Jahren durfte der Dämonenprinz Gray einen Blick auf sein Schicksal werfen. Doch mit der Zeit und der kompletten Zerstörung seiner Heimat, der Marmorfeste, verblassten diese Erinnerungen. Als sich der Dämonenprinz auf den Weg macht, um andere Städte vor der Gefahr der Schattenwesen aus dem Süden zu warnen, trifft er inmitten eines Angriffs auf die Stadt Ignis Fatuus auf die junge Bardin Lana, in welcher er sofort sein Schicksal wieder erkennt. Er verhilft der jungen Frau zur Flucht und rettet ihr somit das Leben. Denn durch eine Magieentladung während des Angriff auf die Stadt sind die Schattenwesen auf ihr magisches Potential aufmerksam geworden und wollen dieses für ihre finsteren Zwecke missbrauchen. Gemeinsam brechen die beiden nach Norden zu den Elben auf, um diese und auch die umliegenden menschlichen Siedlungen vor der Armee zu warnen. Unterwegs lernen die beiden sich immer besser kennen. Und obwohl Lana erkennen kann, dass Gray lieber bei den Überlebenden seines Volkes in Tetra wäre, begleitet er sie immer weiter und wird für sie stets zum Fels in der Brandung, wenn die Dinge sie zu überfordern scheinen. Auf ihrer Reise schließen sich den beiden Freunden bald weitere Weggefährten an. Doch auch deren Kräfte sind begrenzt und die Übermacht aus dem Süden rückt immer näher. Ein Wunder muss geschehen, doch gerade, als Lana alle Hoffnung schon aufgeben will, geschieht etwas, womit niemand gerechnet hat.
Lana sah hinab, wo der felsige Gang nach einigen Metern in der Dunkelheit versank. „Ich hoffe das ist wirklich eine gute Idee. So wie du schon sagtest, kann es auch sein, dass sie uns einfach auffrisst.“ - „“Wir werden es herausfinden müssen. Jetzt umzukehren wäre mehr als Verschwendung.“
(Lana und Gray auf ihrer gemeinsamen Reise)
Die Geschichte von Lana und Gray ist der Auftakt einer Trilogie, die noch sehr viel Spannung und auch Wunder verspricht. Sabine Schulter hat es wieder einmal geschafft mich innerhalb weniger Minuten restlos zu fesseln und mich in eine völlig neue Welt zu entführen. Die Schreibweise der Autorin besticht nur durch den guten Lesefluss, sondern vor allem durch Feingefühl wenn es um Emotionen und Details geht. Die Freundschaft, die sich zwischen den beiden Protagonisten, aber auch zu ihren Weggefährten entwickelt ist einfach phänomenal und man könnte glatt neidisch auf diese wunderbare Beziehung werden. Man fiebert mit den Charakteren mit, man kann sich super in sie hinein versetzen und man bangt stets darum, dass alle dieses Abenteuer heil überstehen.
Da es sich hier um einen High-Fantasy-Roman handelt, begegnen wir in diesem Roman den fantastischsten Wesen.
Wir haben hier zum einen die Ignis, zu deren Volk die Bardin Lana gehört. Diese Rasse kann sich der göttlichen Magie bedienen, jedoch zeigt sich das Magietalent bei den Ignis stets unterschiedlich stark, sodass jeder Ignis seine ganz eigenen Fähigkeiten hat. Was die Ignis jedoch alle gemeinsam haben ist, dass sie in ihrem Körper ein Irrlicht beherbergen können und ich muss sagen, dass mir Lanas Irrlicht – Sinsa – wirklich sehr, sehr gut gefallen hat. Nicht nur, dass er sehr nützlich in der Dunkelheit ist, er ist auch ein sehr guter Freund von Lana, der immer ein offenes Ohr für sie hat.
Dann haben wir da noch die Dämonen, zu denen Prinz Gray gehört. Sie ähneln Menschen, haben aber spitze Krallen und spitze Zähne. Wenn sie rasend sind glühen ihre Augen rot und sie sind sehr geschickt in der Kriegskunst. Außerdem ist es den Dämonen durch Flügel möglich zu fliegen. Die Dämonen können sich keiner Magie bedienen, machen dies jedoch durch ihre Geschicklichkeit im Kampf wieder wett.
Dann gibt es da noch die Elben, ein stolzes Volk, welches sich geschickt im Kampf erweist. Sie sind mehr für sich, sind aber am Handel zwischen den Völkern und dem Weltgeschehen interessiert.
Außerdem gibt es noch die Menschen, welche sich der Magie bedienen können, sonst aber eher wirklich menschlich sind. Auch haben wir in dem Roman Drachen, welche wahrscheinlich die höchste Konzentration an Magie haben und sehr stark, aber dafür fast ausgestorben sind.
Auf der gegnerischen Seite findet man die Schattenwesen. Es sind Wesen, welche aus Blutopfern geschaffen wurden und nicht so leicht zu besiegen sind. Sie erinnern an einen wallenden Nebel und wo sie sind, scheint es kein entrinnen mehr zu geben. Sie sind seelenlos und folgen nur den Befehlen ihrer Meister. In diesem Falle handelt es bei diesem um die Heeresführerin Cyanea, eine Banshee.
Durch die Vielfalt der Wesen hat der Leser immer wieder neue Dinge, die er entdecken kann und die Geschichte wird trotz der detaillierten Ausführungen einfach nicht langweilig. Eher wird man noch neugieriger auf das, was die Helden der Geschichte in den anderen Bänden noch erwarten wird.
Lana als Protagonistin ist mir persönlich sehr ans Herz gewachsen. Man muss sie einfach lieben, man kann einfach nicht anders. Sie steht als Bardin mit beiden Beinen fest im Leben und schreckt nicht davor zurück ihre Gefühle und Meinungen offen zu zeigen. Oft wirkt sie in ihrer Art unsicher, doch immer wieder schafft sie es, neuen Mut zu schöpfen und tapfer ihrem Schicksal ins Auge zu blicken. Sie wächst dabei über sich selbst hinaus und muss oft lernen, dass sie doch mehr schaffen kann, als sie sich selbst zutraut. Dass sie ein sehr einfühlsamer und harmonieliebender Mensch ist, bemerkt man immer wieder daran, dass sie Leid für andere vermeiden möchte und stets mit sich hadert, wenn sie kämpfen soll. Doch wenn es darauf ankommt ist sie zur Stelle.
Gray als ihr Begleiter ist ihr Ruhepol. Bei ihm kann sie immer wieder Kraft schöpfen. Er hilft ihr bei wichtigen Entscheidungen und versucht sie stets in die richtigen Bahnen zu lenken. Dass er in Lana sein Schicksal gefunden hat, muss er geheim halten, doch versucht er immer wieder ihr Probleme abzunehmen und ihr so ihr Los zu vereinfachen. Oft ist er hin und her gerissen, weil er sich grämt, dass er sein Volk so lang allein lassen muss. Doch er weiß, dass er und auch Lana eine Aufgabe zu erfüllen hat, die keinen Aufschub duldet. In schwachen Momenten lässt Gray seiner Wut freien Lauf, doch dies geschieht meist nur, wenn er sein Schicksal vor der Gefahr aus dem Süden retten muss.
Zu den beiden Protagonisten gesellen sich bald die unterschiedlichsten Wegbegleiter dazu. So haben wir unter anderem den Elbenprinz Tesha, der in Lana und Gray wahre Freunde findet und mit ihnen zusammen an seinen Aufgaben wächst. Er wirkt noch sehr kindlich, doch weiß er genau, wie er mit Gefahren umzugehen hat. Richtig ins Herz geschlossen habe ich auch die Elbin Kimire, welche die Freunde als Führerin durch die Berge begleitet und besonders zu Lana eine ganz besondere Freundschaft aufbaut. Sie ist schlau und zeigt sich stets kämpferisch, wenn es darauf ankommt. Trotzdem hat sie einen sehr ruhigen Charakter und war für mich in jeder Situation einfach nur faszinierend. Auch Mihana, die Wächterin, fand ich sehr gut ausgearbeitet. Durch ihren kriegerischen und rauen Charakter konnte ich sie am Anfang nicht leiden, doch auch bei ihr war das Eis recht schnell geschmolzen. Getreu dem Motto harte Schale, weicher Kern, macht sie Lana zu Beginn das Leben schwer, doch nach und nach knüpfen auch die beiden eine zarte Freundschaft, aus der meiner Meinung nach auch noch etwas ganz Großes werden kann.
Auf der Gegenseite haben wir die Banshee Cyanea, welche skrupellos scheint. Doch wenn man sich in die Geschichte hinein gefuchst hat, erkennt man schnell, dass Cyanea nur so handelt, weil sie kaum eine andere Wahl hatte. Dass ihre Schwester Yanis ihr immer wieder Steine in den Weg legt, zeugt davon, dass die Banshee eigentlich kein so bösartiges Volk sein können, wie man zuerst glaubt. Allein durch Fueno, den Anführer des Heeres aus dem Süden ist Cyanea das, was sie eben ist. Eigentlich schreckhaft und darauf bedacht am Leben zu bleiben. Fueno kommt als grausamer Herrscher daher, der aber auch nur Befehle entgegen nimmt. Er ist ein aufbrausender, grausamer Kerl, der vor nichts zurück schreckt und dem jedes Mittel recht ist, um seine perfiden Pläne zu verwirklichen. Diese Vielfalt der Charaktere macht das Buch zu einem wahren Lesevergnügen.
„Was hast du getan?“, fragte sie mit bebender Stimme.
„Ich habe dir das Leben gerettet“, versuchte er zu erklären […]
„Ich habe dich aber nicht darum gebeten!“, schrie sie ihn an und eine Träne rann ihr über das Gesicht. […] Die Qual in ihren Augen verletzte Gray tief.
(Lana und Gray auf ihrer gemeinsamen Reise)
Empfehlen möchte ich das Buch allen, die gute und detailreiche Fantasygeschichten mögen. Das Buch ist spannend, emotional, aber vor allem entführt es bildgewaltig in eine völlig neue Welt, die man eigentlich gar nicht mehr verlassen möchte. Wer sich gut in Romane hinein versetzen kann, der wird hier definitiv seinen Spaß haben – ich habe sogar gefroren, als die Szenen im Schnee beschrieben wurden. Wer andere Romane von Sabine Schulter kennt und sie mochte, der wird diese Trilogie einfach lieben!
Idee: 5/5
Details: 5/5
Charaktere: 5/5
Logik: 5/5
Emotionen: 5/5
Gesamt: 5/5
- Format: Kindle Edition
- Dateigröße: 3885 KB
- Seitenzahl der Print-Ausgabe: 353 Seiten
- Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
- Sprache: Deutsch
- ASIN: B01J1A5L76
- Nicole Weis
Elbe 511
(3)Aktuelle Rezension von: Lia48„Wenn Heimat ein Gefühl ist, dann wohnt sie in unseren Herzen. Wenn Heimat ein Ort ist, dann ist es der, den unser Herz uns zeigt.“
INHALT:
Die Autorin schreibt von ihrem Vater Wolfgang, der zu Beginn des 2. Weltkriegs in Schlesien geboren und in der DDR aufgewachsen ist.
Im Mittelpunkt der Erzählung stehen die Jahre 1959 bis 1964:Aus reiner Abenteuerlust und dem Wunsch nach Freiheit und einem besseren Leben geht Wolfgang noch vor dem Mauerbau in den Westen.
Seine Heimat jedoch, das muss er zugeben, befindet sich trotz der ärmlichen Verhältnisse, im Osten bei der Mutter und seinen Geschwistern. So kehrt er als einer der wenigen 1960 wieder in die DDR zurück.
Doch er wird von einem Freund denunziert – die Stasi hat es auf ihn abgesehen. In der Untersuchungshaft erfährt er körperliche Misshandlungen. Schlafverbot, ununterbrochen brennendes Licht, kaum zu essen sowie soziale Isolation, geben ihm den Rest. Ab sofort ist er nicht mehr Wolfgang, sondern nur noch eine Nummer.
Er wird wegen angeblicher Spionage, zu vier Jahren Haft verurteilt.
Fast vier Jahre blickt er nur noch auf Mauern, sehnt sich nach der Mutter und möchte endlich wieder den freien Himmel sehen, den Wind spüren und auch den Regen auf der Haut.Nach seiner Entlassung muss er bald feststellen, dass er in der DDR auch weiterhin kein freier Mann sein kann. Dass er das Leben im Gefängnis nicht einfach abstreifen kann. Er benötigt für alles eine Erlaubnis, muss sich regelmäßig bei der Polizei melden und darf auch seine Mutter nicht einfach so besuchen.
„Es blieb an ihm haften, und die Vorurteile begleiteten ihn wie eine unsichtbare Fußfessel, die ihn am Leben hinderte.“
Für Wolfgang steht fest, dass er erneut fliehen muss. Diesmal schwimmend über die Elbe. Ob ihm das gelingen kann?
„Bereits das Rufen über die Elbe konnte als Verbrechen ausgelegt werden.“
MEINUNG:
Ich tu mich schwer darin, persönliche Geschichten zu bewerten. Diese ist zwar als Roman deklariert, da ein paar wenige Dinge dazu erfunden wurden, wie im Nachwort erklärt wird. Trotzdem war es für mich eher ein Erfahrungsbericht – aber ein interessanter.Das lag zu einem an den vielen Orts- und Zeitangaben, die es mir auf den ersten Seiten auch etwas schwer gemacht haben, hineinzufinden.
Vor allem wirkten die Erzählungen über Wolfgang jedoch ausgesprochen kühl und distanziert.
Sicherlich passt dies auch dazu, wie abgestumpft man in Gefangenschaft usw. werden kann. „Wolfgangs Herz lag in einem Gefrierschrank, zusammen mit denen der anderen Häftlinge.“
Und trotzdem blieb mir seine Figur zu fern. Ich hätte mir wahrscheinlich seine Erlebnisse aus der Ich-Perspektive betrachtet gewünscht. Das hätte etwas mehr Mitgefühl auslösen und die Distanz verringern können.
Auf der anderen Seite wirkten seine detailreichen Beobachtungen (z. B. die Gefängnismauern) manchmal sehr authentisch. Davon hätte ich gerne noch viel mehr gehabt.
Vor allem gegen Ende gab es auch ein paar Kapitel über die Autorin selbst. Diese fand ich richtig klasse, ihre Gefühle und Gedanken kamen bei mir an. Vor allem kurz vor dem Schluss wurde es hier richtig emotional.
Das hätte ich mir auch bei den Kapiteln über den Vater sehr gewünscht.Außerdem hätte mir eine durchgehend chronologische Reihenfolge wohl etwas besser gefallen. Aber da sind die Vorlieben unterschiedlich.
Super, dass es vorne eine kurze Chronologie vom Leben des Vaters gibt, die fand ich immer wieder hilfreich!FAZIT: Wer einen Roman sucht, der könnte bei dem Buch etwas enttäuscht werden. Dafür empfand ich die Erzählweise überwiegend zu sachlich und zu distanziert. Deshalb wurden meine Erwartungen hier etwas enttäuscht.
Wer aber einen Einblick in ein interessantes Stück Zeitgeschichte mit einem persönlichen Schicksal erhalten möchte, dem kann ich das Buch ans Herz legen!(TW: Sterben/ Tod; körperliche & psychische Misshandlungen)
- Fiona Limar
Böser Ort
(11)Aktuelle Rezension von: Jeanette_LubeDieses Buch erschien 2017 und beinhaltet 343 Seiten.
Es gibt ihn, diesen Ort, von dem niemand ahnt, wo er sich befindet. Denn die Frauen, die ihn zu Gesicht bekamen, haben ihn nicht lebend verlassen. Junge Frauen, die in Schleswig-Holstein unterwegs waren, verschwinden spurlos. Eine von ihnen wird jedoch tot und grauenhaft verstümmelt aufgefunden. Die Beamten der Mordkommission sind sich schon bald sicher, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben. Sie fragen sich, wie es ihm gelingt, sich der Frauen unbemerkt zu bemächtigen. Wo nur lebt er seine Fantasien an ihnen ungestört aus? Der Täter bleibt für die Ermittler ein Phantom. In der Bevölkerung macht ein Gerücht die Runde. Ist es möglich, dass der Mörder, der vor fünfzehn Jahren eine Zwölfjährige auf brutale Weise tötete, zurückgekehrt ist? Wieso konnte dieser Mord eigentlich nie aufgeklärt werden? Sogar in den Reihen der Polizei wird vermutet, dass absichtlich etwas vertuscht wurde. Sarah Sandring, die junge Polizistin, steht vor einer erneuten Bewährungsprobe.
Wieder ein unglaublich toller Thriller von einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen Fiona Limar! Er ist zwar schon aus dem Jahr 2017, hat mich aber total in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat einen echt tollen Schreibstil, sodass es mir jedes Mal aufs Neue gelingt, dass ich sofort mitten ins Geschehen hineinkatapultiert werde und das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann. Einfach nur genial. Ein perfider Täter treibt sein Unwesen und die Polizei hat keine Ahnung, was hier wirklich los ist. Warum verschwinden nur ständig junge Frauen und was steckt dahinter? Nein, das verrate ich euch nicht. Lest dieses Buch und ihr werdet es erfahren. Wow, was für ein besonderer Thriller, der mir absolute Gänsehautmomente bescherte. Ich versuchte echt mitzuermitteln, aber auf diese Lösung wäre ich nicht gekommen. Das verdanke ich dem absolut tollen Schreibstil und dem Geschick der Autorin Fiona Limar, mich auf solch falsche Fährten zu locken und immer wieder auf Irrwege zu schicken. Ich hatte mal wieder Schnappatmung und auch der Täter kam ab und zu zu Wort. Dennoch hatte ich keine Ahnung, wer es sein könnte…. Spannender geht es kaum. Einfach wow! Wer außerordentliche Thriller mag und die Autorin Fiona Limar noch nicht kennt, hat echt etwas verpasst. Immer wieder ein wahres Lesevergnügen für mich als Thriller-Fan. Ich empfehle euch dieses Buch. Aber schließt vor dem Lesen dieses Buches lieber die Türen ab, falls ihr allein zu Hause seid. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, aber gruselig von der ersten bis zur letzten Seite. Mich hat die Autorin Fiona Limar wieder begeistert, fasziniert und mich komplett überzeugt. Obwohl, das braucht sie gar nicht. Das hat sie schon längst mit anderen Büchern bei mir geschafft. Ich muss unbedingt noch alle anderen Bücher von ihr lesen. Für mich sind ihre Bücher ein Garant für thrillige Lesemomente!
- Jens Eisel
Hafenlichter
(9)Aktuelle Rezension von: HoldenKurzgeschichten von den Menschen, die man sonst nicht sieht in der glänzenden Metropole, warmherzig und häufig mit einem Schuß Optimismus am Ende. Genau hingeschaut, manchmal fragt man sich., ob man auch an der Stelle der einen oder anderen Figur sein könnte, wenn manches im Leben anders gekommen wäre. Mit gelungenen Auslassungen an wichtigen Stellen, so daß sich der Leser das Ende der Geschichten zusammenreimen muß. "Hamburg meine Perle lala..."
- Gabriella Engelmann
Wildrosensommer
(105)Aktuelle Rezension von: Mo_Na2In der Geschichte geht es um Aurelia, die mit ihren beiden Töchtern Luisa und Molly in München lebt. Der Vater der beiden, Nic, war depressiv und ist vor über zwei Jahren verschwunden. Aurelia trauert ihm nach und klammert sich an jeden möglichen Strohhalm, um ihn zu finden. Das führt sie durch eine glückliche Fügung vor die Tore Hamburgs. Dort startet sie mit beiden Teenagern auf einem Hausboot in ein neues Leben......
Es geht um Familie, Mut, Neues wagen, loslassen, Freundschaft und Liebe.
Aurelia befasst sich mit Auren und Naturheilkunde. Damit konnte sie schon einigen Menschen helfen. Ich fand das ganz spannend und hätte mir das ein oder andere Rezept am Ende gewünscht. Ich kann mir aber vorstellen, das esoterische Themen andere Leser stören könnte.
Die Story an sich ist rund, verständlich und gut zu lesen. Am Ende ging es mir etwas schnell. Ich hätte mir ein weiteres Kapitel in der Zukunft gewünscht,....
Fazit: ein schöner Sommerroman - Tad Williams
Das Herz der verlorenen Dinge
(123)Aktuelle Rezension von: SunnySue"Wir sind grimmige Wesen, wir Menschen. Wir opfern unser Leben, auch wenn es noch so kurz und kostbar ist, der Rache - nein, der gerechten Vergeltung. Kein Wunder, dass uns die Unsterblichen fürchten."
Mit "Das Herz der verlorenen Dinge" kehrte Tad Williams nach 20 Jahren wieder nach Osten Art zurück. Und damit kam er den vielen Bitten und dem Drängen von Freunden und Fans nach. Diese Novelle ist ein Zwischenband, der die erste Reihe Osten Ards mit der neuen Reihe verbindet. Im Kern beschäftigt sich dieses Buch mit der Frage, was eigentlich nach dem Krieg gegen den Sturmkönig geschehen ist.
"Das Böse ist in dem, was Sterbliche ... und Unsterbliche ... tun. Der Ort selbst ist nur ein Ort."
Der Krieg ist zu Ende. Der Sturmkönig vernichtend geschlagen. Die noch lebenden Nornen sammeln sich, um sich in den Norden zurückzuziehen. Doch sie werden verfolgt und gejagt von einer Übermacht an menschlichen Kämpfern, die nur ein Ziel haben: Alle Nornen auszulöschen! Keiner dieser Teufel darf überleben. Inmitten der Menschen befindet sich auch eine Sitha namens Ayaminu, die Herzog Isgrimnur mit Rat zur Seite steht. Doch welche Pläne verfolgt sie wirklich?
"Wir ziehen uns zurück. Wir verstecken uns. Wir werden immer weniger. Irgendwann wird es uns nicht mehr geben, außer in alten Geschichten. Und das werden nicht unsere Geschichten sein."
Von den Nornen haben wir in der Osten Ard Reihe nicht allzu viel erfahren. Wir wissen, dass sie und die Sithi ein und dasselbe Volk sind, welches sich jedoch wegen Unstimmigkeiten entzweit hat. Die Nornen sind der düstere Part: Mysteriös, mit mächtigen Zauberkräften und gnadenlos. Daher hat mir nun ganz besonders gefallen, dass wir auch die verletzliche Seite der Nornen zu sehen bekommen. Zu sehen, dass sie Ängste haben, ihre Kinder schützen wollen und letztlich ja auch nur das Recht haben möchten zu leben. Plötzlich bekommen sie eine Seele. Vertrieben aus ihren alten Landen, trauern sie dem Verlorenen Garten nach.
Tad Williams ist ein wirklich großartiger, begnadeter Geschichtenerzähler! Sein Gespür für den Weltenbau, seine unglaublich authentischen Figuren und die epischen Schlachten sprechen da für sich. Was mir bei ihm immer wieder auffällt ist der intensive Einblick, den er uns in seine Figuren gibt. Wir können ihnen ins Herz schauen. Lernen ihre Beweggründe kennen und bekommen ihre Stärken und Schwächen vor Augen geführt. Gerade das und das Zusammenspiel der Figuren mit- und gegeneinander, machen diese Reihe für mich so besonders.
Im Bereich High Fantasy sind Tad Williams Osten Ard Bücher definitiv ein Must Read! - Tanja Heitmann
Das Haus am Fluss
(28)Aktuelle Rezension von: ArmilleeIch mag Geschichten, die parallel in der Vergangenheit und Gegenwart erzählt werden. Und ich mag Geschichten an und um der Elbe / Hamburg.
Hier war mir die Romanfigur Marie zu überspannt. Ich fand lange keinen Zugang zu ihren Handlungen, hysterischen Gedanken und verstand ihre Gefühle der Angst nicht. Erst im letzten Drittel des Buches wurde mir als Leser erklärt, warum sie so war, wie sie war.
Auch ihr Sohn war für seine 10 Jahre etwas zu altklug.
Ich habe einige Bücher gelesen, die im hier + jetzt handeln und auch im II. Weltkrieg. Die Nazis, das Unrecht, die Gewalt und Verfolgung...das alles ist nicht neu.
Schön fand ich den Werdegang von Mina und der meist romantischen, unglücklichen Liebe. Auch wie sie sich im späteren Verlauf mit ihrer Stiefmutter arrangierte und beide Frauen nach dem Krieg zusammen wuchsen.
Sehr gut erklärt wurde die Gesellschaftsschicht und die familiären Gepflogenheiten vor dem Krieg und die Unterschiede zu arm und reich.
Alles in Allem ein Buch, das lesenswert ist. - Tim Pieper
Die Mündung
(54)Aktuelle Rezension von: Vampir989Klapptext:
Kommissarin Lena Funk nimmt sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel. Fernab der Erinnerungen, fernab des Schmerzes. Doch in einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter freigespült. Offenbar brutal ermordet. In seiner Jackentasche findet Lena eine Handvoll Schmuckstücke. Und nicht irgendwelche: Es sind die Trophäen des Gezeitenmörders – jenes Mannes, dem auch ihre Schwester zum Opfer fiel. Endlich gibt es eine Spur, endlich eine Chance auf Gerechtigkeit. Aber je tiefer Lena in den Fall eintaucht, desto gefährlicher wird er. Jemand beobachtet sie. Jemand spielt mit ihr. Und die Wahrheit, die sie enthüllt, ist weitaus grausamer, als sie je befürchtet hatte.
Meine Meinung:
Ich habe schon viele Bücher von Tim Pieper gelesen und war immer total begeistert.Deshalb hatte ich auch große Erwartungen an diese Lektüre.Und ich wurde nicht enttäuscht.Wieder einmal hat mir der Autor in den Bann gezogen.
Der Schreibstiol ist leicht,locker und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.Auch die relativ kurzen Kapitel haben dazu beigetragen das sich die Lektüre sehr angenehm lesen lies.
Ich habe die Kommisarin Lena Funk kennen gelernt.Natürlich blieb ich eine Weile bei ihr und begleitete sie bei ihren Ermittlungen.
Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.
Viele Szenen wurden sehr detaliert dargestellt und so war ich meist mitten im Geschehen dabei.durch die fesselnde und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Es gab so viele aufregende und mitreissende Erlebnisse und ich durfte hautnah dabei sein.Unvorhersehbare Wendungen liesen keine Langeweile aufkommen.Die Spannung zog sich duch die gesamte Handlung.Ich habe einfach mitgerätselt,mitgefiebert und mitgebangt.Viel zu schnell war ich am Ende angelangt.
Das Cover ist auch gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Handlung.
Wieder einmal hatte ich seh lesenswerte Stunden mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne.
- Sabine Nagel
Irgendwie dazwischen oder: Das mit Percy
(40)Aktuelle Rezension von: Stephanie_DomaschkeWas für ein wundervolles Buch! Und dabei war es ein totaler Spontankauf und mein erstes "Coming of Age"-Roman. Mich hat das Thema des legasthenischen Jungen, der neu in eine Klasse kommt und dort auf ein Mädchen trifft, das sein ganz eigenes Päckchen zu tragen hat, einfach angesprochen. Es klang nach einer ungewöhnlichen Geschichte und das war sie auch. Herrliche abgerundet wurde das Ganze durch das Nordseeflair, in welches ich mich sofort verliebt habe.
Die beiden Hauptcharaktere, Percy und Manu, waren mir auf Anhieb sympathisch, sodass ich mit beiden gleichermaßen mitgefiebert habe. Ihre aufblühende Freundschaft und alles, was sich daraus entwickelt, wurde so gefühlvoll erzählt, dass mir manchmal einfach nur das Herz übergelaufen ist. Ich vermelde vier vollgeheulte Taschentücher am Ende des Leseabends.Ich mag stille Charaktere mit Ecken und Kanten. Genau das ist Percy. Jungs wie er sind in der Literatur einfach viel zu selten vertreten. Dabei geben sie einer Geschichte so viel Tiefgang und zeugen, dass eben nicht alle Jungs gleich sind. Das finde ich so wichtig.
Schade fand ich, dass die Geschichte um Manu und Percy so schnell zu Ende war. Ich war regelrecht empört, als ich plötzlich am Ende des Buches ankam. Damit hatte ich nicht mal ansatzweise gerechnet. Es gäbe noch so viel zu erzählen und ich hätte die beiden Teenager gerne noch ein Stück weiter auf ihrem Weg begleitet. Ein Teil von mir hofft auf eine Fortsetzung, aber ich fürchte, das ist so nicht gedacht. Schade.























