Bücher mit dem Tag "elefanten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "elefanten" gekennzeichnet haben.

117 Bücher

  1. Cover des Buches Die Farben der Magie (ISBN: 9783492280624)
    Terry Pratchett

    Die Farben der Magie

     (902)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Der Magier Rincewind ist vom Pech verfolgt – erst wird er von einem geltungssüchtigen Zauberspruch befallen, dann verliert er seine Stelle an der Unsichtbaren Universität. Fortan verdingt er sich als Fremdenführer für den ersten Touristen auf der Scheibenwelt. Und natürlich geht auf der Reise so ziemlich alles schief …

    Mein erstes Buch aus der Scheibenwelt! Eine Reihe, die ich schon so lange endlich einmal anfangen wollte um zu sehen, wie sie mir gefällt. Und sie gefällt mir sehr gut!

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aber tatsächlich etwas schwerer. Der interessante Aufbau der Scheibenwelt wird erklärt, allerdings wird dabei auch mit vielen Namen um sich geworfen. Zusätzlich hatte ich vor allem auf den ersten Seiten das Gefühl, die Geschichte springt von einem Ort an den anderen und wieder weiter, immer hin und her - so schnell, dass ich manchmal gar nicht hinterher kam.

    Das legte sich jedoch zum Glück schnell (zumindest ein wenig - springen tut der Autor trotzdem noch sehr gerne, aber alles in für mich verständlichem Rahmen) und ich konnte in die Geschichte um Rincewind und Zweiblum, gefolgt von der Truhe auf ihren hunderten von Beinen, völlig versinken.

    Rincewind hat einen genialen trockenen Humor, ist eher ein Pessimist und Feigling - im Zusammenspiel mit dem immer fröhlichen und völlig naiven Zweiblum ist das eine absolut geniale Kombination, die mich mehr als einmal zum Schmunzeln oder Lachen gebracht hat. Da es eher aus Rincewinds Sicht geschrieben ist, bekommt man beim Lesen seine Gedanken zu etlichen Begebenheiten mit, die in so krassem Gegensatz zu Zweiblums Aussagen stehen - es ist herrlich! Vor allem, da sie in allen „schrecklichen“ Situationen eigentlich nur wegen dem Touristen landen. Von Kneipenschlägereien bist zu Helden will dieser nämlich alles sehen und das bringt für Rincewind, der sie dann wieder da rausholen muss, erhebliche Probleme. Was für uns lesende aber nur von Vorteil ist.

    Was mich allerdings wirklich erstaunt hat: Wie viele außerordentliche (und teils auch verrückte) Ideen in diesen schmalen Bändchen vereint wurden. Manche Erklärungen waren für mich zwar leider so abstrakt geschrieben, dass ich sie zweimal lesen musste, aber das tut meiner Begeisterung für diesen Auftakt keinen Abbruch.

    Einen einzigen und klitzekleinen Spoiler erlaube ich mir hier allerdings noch. Nur für den Fall, dass ihr das Buch jetzt auch lesen wollt: Wenn ihr bei der Hälfte merkt, es gefällt euch - dann holt euch gleich den zweiten Band. Das Buch endet mit einem wirklich fiesen Cliffhanger!

  2. Cover des Buches Die Brückenbauer (ISBN: 9783453410770)
    Jan Guillou

    Die Brückenbauer

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Als Adam und Eva, von der Schlange verführt, die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aßen, haben sie diese Frucht vermutlich zuvor geteilt. Jeder verzehrte eine Hälfte.
    Hatte der Mensch bis dahin, mit Gott verbunden, nur gut denken können, war er jetzt fähig, durch eine zweite Gehirnhälfte das Böse zu versprachlichen. Die Einschränkung des Bewusstseins durch die Sprache der linken Hemisphäre beeinflusste die rechte so sehr, dass die Menschen Gott aus dem Paradies vertrieben und die meisten Brücken zu ihm abbrachen.

    Bereits Ludwig Wittgenstein wusste: "Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt."

    Mein Dank an Jan Guillou ist groß, weil er die Sprache zurück in die emotionale Vielfalt der Bilder verwandelt und damit eine Brücke zwischen den beiden Gehirnhälften baut.

    So friert man oder einem wird schwindlig, wenn man den Brückenbau von Lauritz, dem ältesten der drei Brüder, in Norwegen verfolgt. Er leistet Übermenschliches für seine deutsche Freundin Ingeborg, deren adliger Vater die Verbindung zunächst nicht gutheißt. Die Trennung durch den Stand hebt Lauritz ebenfalls durch eine technische Brücke auf: Die Leidenschaft für den Schiffsbau und die Seefahrt wurde den drei Brüdern durch ihre Herkunft in die Wiege gelegt.

    Die Brücke zu Oscar, dem zweitältesten Bruder, ist sehr lang, erstreckt sich von Norwegen über Deutschland bis nach Deutsch-Ostafrika. Auch Oscar baut dort Eisenbahnbrücken, um Menschen miteinander zu verbinden, um die Menschen wieder mit der Natur zu versöhnen, um die Menschen Gott wieder näher zu bringen.

    Ein Brückenbau wird erst möglich, wenn man sich zuvor der Trennung bewusst wird und sie deutlich benennt.
    Besonders danke ich dem schwedischen Autor, dass er mir nicht nur die zauberhaften Bilder Ostafrikas gezeigt hat, sondern auch die Grausamkeiten der Kolonialzeit.
    Noch lange nach dem Lesen des Buchs habe ich mich mit den Kongogräuel beschäftigt.

    Die dritte große Brücke zu Sverre, dem jüngsten Bruder, wird im Roman "Die Brückenbauer" nur angedeutet, womit Jan Guillou die Spannung auf den zweiten Roman geschickt steigert.

    Meine, inzwischen verstorbene Freundin Susanne Oeltjen empfahl mir dieses Buch. Ihre Empfehlung ist die eine Seite, meine Rezension die andere. Die Brücke, die bis ins Jenseits reicht, ist die Liebe.

    Vera Seidl

  3. Cover des Buches Die bittere Gabe (ISBN: 9783492312219)
    Ellen Marie Wiseman

    Die bittere Gabe

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Ein Mädchen, das anders ist als die Kinder, die in den 1930er Jahren als „normal“ angesehen werden, vor aller Welt versteckt auf dem Dachboden einer großen Villa. Ihre Mutter, die sie an die Freakshow eines Zirkusses verkauft… Mehr als 20 Jahre später muss sich ein anderes Mädchen den Fragen ihrer Vergangenheit stellen und entdeckt unglaubliche Geheimnisse.

    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt: über Lilly ab dem Jahr 1931, über Julia im Jahr 1956.

    Der Erzählstil ist großartig, sehr flüssig und zieht sofort in Lesebann, so dass es kaum möglich ist das Buch aus der Hand zu legen. Ich habe beim Lesen das Drama, die Katastrophe mit jeder Seite geahnt und hatte bis zum letzten Kapitel einen Knoten im Bauch. Die Geschichte ist schrecklich, aber auch faszinierend und vor dem historischen Hintergrund sicher nah an der damaligen Realität. Triggerwarnung: besonders für alle Tierliebhaber gibt es einige sehr schmerzvolle Szenen.

    Der deutsche Titel ist etwas seltsam und trifft den Kern des Romans nicht besonders gut.

    Auch bleiben zum Schluss einige offene Fragen, die ich gern noch beantwortet hätte.

    Ein sehr bewegendes, aber auch bedrückendes Buch.

  4. Cover des Buches Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten (ISBN: 9783710605307)
    Angela Stöger

    Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Sigrid1

    Dieses Buch ist wirklich sehr interessant. Es gibt einen Einblick in die akustische Welt der Tiere. Ich habe viele überraschende Infos über Tiere und ihre Kommunikation erfahren. Es hat großen Spaß gemacht, diese vielen verschiedenen Dinge über Tiere zu erfahren. Es war eine richtige Reise in unbekannte Gebiete. Am schönsten war natürlich die akustische Wiedergabe von Tiergeräuschen anhand der QR-Codes. Es hat mich echt überrascht und ich konnte einige Leute mit den Tierstimmen in die Irre führen. Ich habe sie u.a. meinen Neffen vorgespielt und sie sollten dann erraten, was bzw. wen sie da hören. Und das war alles andere als einfach. Ich war wirklich über die Bandbreite der Geräusche erstaunt und wie abweichend sie von meinen Vorstellungen waren. Es ist ein interessantes Gebiet und da gibt es sicher noch viel zu erforschen.

    Der Aufbau des Buches ist sehr gut. Die Überschriften der einzelnen Kapitel erklären gut, worin es in diesem Abschnitt geht. Der gut lesbare und verständliche Text wird aufgelockert mit Bildern und natürlich den QR-Codes. Die anhängenden Literaturhinweise sind interessant, allerdings meist in englischer Sprache. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und mein Bild von einigen Dingen doch geändert. Es ist lehrreich, aber auf eine unterhaltsame Art und Weise. Man kann das Buch flüssig lesen und ich habe es immer mal wieder in die Hand genommen, um die Episoden nochmals zu lesen. Es ist unterhaltsam und ich finde, die Autorin hat das Sachwissen in einer unterhaltsamen Lektüre verpackt. 

    Ich kann das Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen und der Leser wird überrascht sein, von den vielen interessanten Fakten, die er dort neu erfährt.

  5. Cover des Buches Die weiße Massai (ISBN: 9783426788004)
    Corinne Hofmann

    Die weiße Massai

     (676)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Ganz ehrlich, als das Buch erschien, fand ich es nicht so toll und konnte es nicht so ganz nachvollziehen, wie man so blind vor Liebe sein kann. Wieder eine Afrika Gschichte und irgendwie war es doch auch toll zu lesen. Kann man so verliebt sein? Ja, heute kann ich es verstehen und seit ich Corinne Hofmann kennen lernen durfte, verstehe ich es noch mehr. Eine tougeh und sehr intelligente Frau, die einfach geliebt hat und deren Herz gerufen hat. Toll beschrieben und geschrieben und für mich jetzt auch absolut nachvollziehbar.

  6. Cover des Buches Wasser für die Elefanten (ISBN: 9783832164027)
    Sara Gruen

    Wasser für die Elefanten

     (924)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch

    Ich gehöre endlich auch zu den glücklichen Menschen, die dieses Zirkusbuch gelesen haben!

  7. Cover des Buches Der Elefantenflüsterer (ISBN: 9783868825244)
    Laurence Anthony

    Der Elefantenflüsterer

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Pfingstrose500

    Durch Zufall bin ich auf das Buch " Der Elefantenflüsterer " von Laurence Anthony gestoßen. 

    Da Elefanten für mich mit zu den faszinierendsten Tieren dieser Erde  zählen, weckte das Buch gleich großes Interesse bei mir.

    Laurence Anthony schildert auf rührende Art und Weise seine Geschichte über Thula Thula und seinem langen und steinigen Weg, eine Herde verhaltensauffälliger Elefanten in seinem Tierreservat aufzunehmen. 

    Mit viel Feingefühl gewinnt er langsam das Vertrauen der Elefanten, jedoch gibt es auch immer wieder Rückschläge. 

    Das gesamte Buch liest sich wie eine Reise durch Südafrika, man hat stets das Gefühl, dank der packenden Schilderungen, dass man mit vor Ort sei.

    Der Elefantenflüsterer hat mich oft zu Tränen gerührt, aber teilweise auch durch den Wortwitz von L. Anthony zum Schmunzeln gebracht.

    Wer Elefanten liebt, und mehr über diese liebevollen Dickhäuter erfahren möchte, für den ist dieses Buch ein wahres Geschenk. 

  8. Cover des Buches Die Elefantenhüterin (ISBN: B01K3A2WVQ)
    Julia Drosten

    Die Elefantenhüterin

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Jeys_Book_Lines

    Stell dir vor, du musst jemand sein, der du nicht bist... 

    Das Buch "Die Elefantenhüterin" vom Autorenduo Julia Drosten wurde anhand historischer Tatsachen geschrieben und ist wirklich ergreifend. Man merkt, dass die Autoren eine Recherchen-Reise unternommen haben, um alle wichtigen Informationen zusammenzutragen und glaubwürdig in die Geschichte mit einfließen zu lassen. Am Anfang jeden Kapitels gibt es zudem eine Internet Verlinkung, wo man weitere geschichtliche Informationen sammeln kann, das hat mir richtig gut gefallen.

    Der Schreibstil ist äußerst flüssig und verständlich gehalten, sodass ein guter Lesefluss entstehen kann.

    Die Handlung spielt um 1800 vor dem historischen Hintergrund Ceylons, dem heutigen Sri Lanka, einem Inselstaat im Indischen Ozean. Die Umgebung von Sri Lanka, den dort lebenden Menschen und deren Kultur ist äußerst gut gelungen. Ich wurde relativ schnell in diese exotische Welt hineingezogen, die wirklich ein Paradies hätte sein können. 

    Als Leser verfolgt man die geschichtliche Entwicklung Ceylons, das Eindringen der Briten in diese fremde Welt und deren Gewaltausübung auf das gesamte Land. Ganz klar kristallisieren sich hier mitunter Macht, Profitgier, Betrug und Desinteresse für das Brauchtum der dortigen Menschen heraus.

    Die vielen fremdklingenden Namen, müssen für europäische Ohren seltsam klingen, ich habe mich aber keinesfalls daran gestört. Die Charaktere an sich waren markant und authentisch gehalten, die enge Bindung zwischen der Natur und den Menschen, hat mich sehr gerührt. Dazu der extreme Kontrast zu den Briten als Kolonialmacht, einer komplett anderen Weltanschauung und Religion, halten den Spannungsbogen weit oben.

    Bei mir wurden im Lauf der Geschichte die verschiedensten Emotionen hervorgerufen und ich fand es wirklich schön, dass mitunter auch Werte wie Mut, Glaube und Freundschaft so stark vertreten waren.

    Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: Die Liebesgeschichte ist für mich einfach zu plötzlich entstanden, hat aber zu wenig Raum eingenommen, um mich wirklich zu beeinflussen.

    Das Ende hingegen war für mich stimmig und  ließ mich ziemlich zufrieden zurück.

    Alles in allem eine sehr gut recherchierte Story, mit einigen wenigen Rechtschreibfehlern, die mich persönlich aber nicht abgehalten haben, die Geschichte zu genießen. Im Nachhinein wurde mein Horizont wieder um ein Stück erweitert und ich kann diesen farbenprächtigen Historienschmöker guten Gewissens weiterempfehlen! 

  9. Cover des Buches Der Hinterlistigen Zähmung: Liebesroman (ISBN: B07R29H9BS)
    Marit Bernson

    Der Hinterlistigen Zähmung: Liebesroman

     (21)
    Aktuelle Rezension von: buecherschildkroete

    Der Klappentext lässt auf einen harten Konkurrenzkampf zwischen zwei Kollegen schließen. Ich frage mich, warum Kate Luke den Auftrag abluchsen sollte. Und was wird der neue „Kunde“ alles von Kate verlangen. Ob es wirklich gut für alle drei ausgehen wird? Ich bin schon neugierig.

     

    Mir gefällt das Cover sehr. Die orangene Farbe, der rote Titel und das Paar passen sehr gut zusammen. Die Farbe hat etwas Warmes und Angenehmes an sich. Ich mag es, dass kein echtes Liebespaar auf dem Cover ist, sondern nur ein gezeichnetes. 

     

    Die Charaktere waren sehr gut beschrieben, wodurch man ihr Handeln auch sehr gut verstehen konnte. Die beiden Hauptcharaktere fand ich sehr nett und sympathisch, ebenso wie Hal. 

     

    Meine Meinung

    Das Buch „Der Hinterlistigen Zähmung“ von Marit Bernson hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, leicht und angenehm zu lesen. Man fliegt nur so über die Seiten und ist erstaunt darüber, dass man schon am Ende angelangt ist. Die Kurzgeschichte ist humorvoll, nachdenklich, aber auch gefühlvoll, spannend und spritzig. 

     

    Was gibt es Schlimmeres, als einen Kollegen, der seinem Chef in den Hintern kriecht und ständig versucht jemanden schlecht zu machen? Eine Assistentin, die in eben diesen Kollegen verliebt ist, aber für dich arbeitet. 

    Kate hatte keine schöne Kindheit und musste schon früh lernen sich durchzubeißen. Dies hat sich bis heute nicht geändert. In Ihrem Job ist sie die eiskalte Lady, die sich nichts gefallen lässt.  Doch ist sie wirklich so eiskalt oder steckt auch tief in Kates Inneren eine sensible Frau? 

     

    Der ständige Schlagabtausch zwischen Kate und Peter ist so toll, dass ich davon überhaupt 

    nicht genug bekommen konnte. 

     

    Peter ist es nicht gewohnt, nicht das zu bekommen, was er möchte. Diese Erfahrung musste er jedoch beim ersten Treffen mit Kate erleben. 

    Warum nur lässt Peter sich auf dieses Spiel von Luke ein. Womit hat Luke ihn in der Hand? Kann Peter seiner Menschenkenntnis trauen?

     

    Mein Fazit

    Mir hat diese Kurzgeschichte sehr gut gefallen und dadurch erhält sie von mir eine absolute Leseempfehlung. Wer abschalten möchte und eine humorvolle Geschichte lesen möchte, der muss zu diesem Buch greifen. Ich hätte noch gerne etwas weitergelesen. 

  10. Cover des Buches Elefanten sieht man nicht (ISBN: 9783551314581)
    Susan Kreller

    Elefanten sieht man nicht

     (89)
    Aktuelle Rezension von: beritjohh

    Häusliche Gewalt? Bei uns in der friedlichen Siedlung? Die gibt es nicht!

    Das denken zumindest die Bewohner einer Siedlung in Barenburg, wo Mascha jede Ferien ihre Großeltern besucht. Doch als sie auf dem Spielplatz in Kontakt mit Julia und Max kommt, glaubt sie schnell nicht mehr daran. Die beiden haben merkwürdig viele blaue Flecken, und haben oft Verletzungen. Auch bei wärmstem Wetter tragen sie immer lange Kleidung, und als Max dann auch noch auf dem Spielplatz austickt, muss Mascha etwas tun. Doch niemand glaubt ihr. Sie denkt sich einen Plan aus: Sie führt die beiden zu einem etwas abstehenden Haus an einem Feld, drumherum nur Wald. Dort quartiert sie die beiden mit Lebensmitteln und Spielzeug, alle paar Stunden kommt sie sie besuchen. Trotz Nachfragen sind Julia und Max anfangs noch nicht stutzig, bis Julia einen Fehler in Maschas Plan entdeckt- sie will raus! Währenddessen werden die Kinder schon überall von Polizei und Spürhunden gesucht, doch bislang sind sie weiterhin unentdeckt. Als die beiden dann schließlich nach mehreren Tagen entdeckt werden, ist die Polizei sofort bei Mascha und ihren Großeltern zuhause, doch sie schweigt, denn sie hat den beiden Kindern geschworen, nichts weiterzuerzählen. Als ein Arzt die Kinder einige Tage später untersucht, wird schnell klar, dass Mascha aus einem guten Grund die beiden Kinder versteckt hat.

    Am Ende bleibt leider unklar, welche Konsequenzen es für die Eltern, besonders den Vater geben wird, und was mit den Kindern geschieht. Schade darum! Auch schade ist, dass es teils sehr monoton, und ohne viele Gefühle geschrieben ist, deswegen noch ausbaufähig.

  11. Cover des Buches Die Spuren meiner Mutter (ISBN: 9783328101451)
    Jodi Picoult

    Die Spuren meiner Mutter

     (120)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Ich mag sehr gerne die Romane der Autorin. Sie schreibt immer über gesellschaftskritische Themen, jedoch hat mich dieses Buch leider enttäuscht. Ich konnte mit dem Thema, die Gabe eines Mediums, nicht viel anfangen. Jedoch war die Rahmengeschichte sehr interessant. Elefanten spielen hier eine große Rolle und darüber wurde super recherchiert. Es war sehr lehrreich. Der Schluss hat mir dann leider nicht so gefallen und war ein bisschen verschleiert. 

  12. Cover des Buches Abenteuer Artenschutz (ISBN: 9783890295404)
    Hannah Emde

    Abenteuer Artenschutz

     (10)
    Aktuelle Rezension von: BuechermonsterBlog

    Schon im Alter von sieben Jahren war für Hannah Emde klar, dass sie eines Tages einmal „Tiereztin“ werden und sich gegen „Tierkweler“ einsetzen würde – so schrieb sie es nämlich als junges Mädchen in ihr Freundebuch. Etwas mehr als zwei Jahrzehnte später ist aus der kleinen Hannah nicht nur eine erwachsene Frau geworden, sondern die derzeit vielleicht bekannteste Tierärztin Deutschlands. Nicht nur dass sie mit dem hier rezensierten Werk „Abenteuer Artenschutz“ bereits einen Sachbuch-Bestseller geschrieben und im Alter von 25 Jahren ihre eigene Tierschutzorganisation gründete, hat sie seit Anfang des Jahres 2022 auch noch ihre eigene Dokuserie im NDR: „Hannah goes wild“.

    Nebelparder statt Hauskatze, wilder Ara statt Wellensittich

    Wie der Titel dieses Buches nahelegt sind Emdes Patienten aber im Regelfall keine Kätzchen, Schoßhunde und Wellensittiche in einer kleinen Tierarztpraxis oder Pferde, Kühe und Schafe auf dem nächstgelegenen Bauernhof, denn derlei alltägliche Haustiere waren für Hannah schon zu Beginn ihres Studiums an der Tierärztlichen Hochschule Hannover etwas zu gewöhnlich – zu diesem Zeitpunkt hatte sie nämlich bereits einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst auf den Philippinen hinter sich und die Bekanntschaft mit weitaus exotischeren Tierarten gemacht.

    Vom Tierarztstudium in die Dschungel der Erde

    In „Abenteuer Artenschutz“ erzählt die Tierärztin in fünf Abschnitten, wie es zu ihrer Leidenschaft für den Tierschutz gekommen ist, wo überall auf der Welt sie bereits im Einsatz war und gibt im letzten Teil des Buches auch einen kleinen Einblick in ihre aktivistischen Tätigkeiten und ermuntert ihr Publikum zum Mitwirken. Sie führt die Leser:innen in kurzweiligen Reiseberichten u.a. zu den Lemuren auf Madagaskar, Orang-Utans und Zwergelefanten auf Borneo, Bullenhaien in Costa Rica oder Papageien in Guatemala und bringt einem anschaulich unfassbar aufregende und vielfältige Lebensräume und Tierarten näher, die für die meisten vermutlich ein Leben lang unerreichbar bleiben werden und die man höchstens aus Dokumentarfilmen oder dem heimatlichen Zoo kennt.

    Begeisternd statt belehrend

    Sehr angenehm ist dabei, dass die Autorin zu keiner Zeit belehrend oder besserwisserisch daherkommt, sondern ganz im Gegenteil meistens wirkt wie die aufgeregte junge Studentin, die hier gerade ihrer absoluten Leidenschaft nachgeht und sich mit jedem Tag im Dschungel einen Lebenstraum erfüllt. Ihre Demut gegenüber der überwältigen Natur ist auf jeder Seite spürbar, ebenso wie ihr Respekt vor gleichgesinnten Einheimischen, Ärzten und Tierschützern, die teilweise ihr ganzes Leben dem Erhalt bedrohter Tierarten gewidmet haben. Zugleich ist es absolut beeindruckend, mit welcher Neugier, welcher Unbekümmertheit und auch welchem Mut sich Hannah Emde von einem Abenteuer ins nächste stürzt und kaum Berührungsängste zu haben scheint – nicht einmal so richtig wenn es um Spinnen geht, die sie laut eigener Aussage eigentlich überhaupt nicht leiden kann. Wer vielleicht selbst in der Schulzeit noch vor einem Auslandsjahr zurückgeschreckt ist und sich lieber im gewohnten Umfeld weiterentwickelt hat, der wird mit Staunen verfolgen, mit welcher Zielstrebigkeit, Geschwindigkeit und vor allem Begeisterung die damals noch angehende Tierärztin immer neue Erfahrungen sucht und Wissen regelrecht aufsaugt.

    Faszinierend, aufweckend und ungemein unterhaltsam

    Allerdings erlebt man die Autorin nicht nur bei den paradiesischen Seiten ihrer Arbeit, sondern ist auch dabei wenn schier endlos scheinender Regen im Dschungel aufs Gemüt drückt oder nach Wochen fernab der Zivilisation der Lagerkoller zuschlägt, und muss ebenso miterleben, wie das Paradies immer weiter bröckelt und vom Klimawandel oder schädlicher Landwirtschaft massivst bedroht wird. Allerdings findet Hannah Emde hier eine ausgewogene Mischung aus Aufklärung und Warnung und lässt einen nach rund 300 Seiten nicht deprimiert und hoffnungslos zurück, sondern entfacht bei ihrem Publikum viel mehr das Feuer, auch selbst etwas zu tun, um die beeindruckende Natur und Artenvielfalt dieses Planeten zu erhalten – und wenn es auch nur der Verzicht auf zerstörerisch angebaute Bananen und Ananas ist, deren monotone Plantagen die Abenteurerin ebenfalls mit eigenen Augen erlebt. Das alles macht „Abenteuer Artenschutz“ zu einem faszinierenden, aufweckenden und obendrein auch einfach ungemein unterhaltsamen Buch, das man nicht nur Tierliebhabern wärmstens ans Herz legen kann.

  13. Cover des Buches Das Dschungelbuch (ISBN: 9783791500928)
    Rudyard Kipling

    Das Dschungelbuch

     (185)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Das Dschungelbuch von Rudyard Kipling

    Inhalt: Jeder kennt die Geschichte des Jungen Mowgli, der von dem Tiger Shir Khan als Säugling verschleppt wird und im indischen Dschungel bei einer Wolfsfamilie aufwächst. Mit Hilfe seiner Freunde, Baloo, dem Bären, Bagheera, dem Panther, und der Schlange Kaa, lernt Mowgli die Gesetze des Dschungels kennen. Schließlich naht der Tag der Abrechnung mit Shir Khan.

    Meinung: Jeder kennt die Geschichte vom Dschungelbuch. In diesem Buch wird sie richtig gut erzählt, schöner wie von Disney.

    Die Geschichte ist schön flüssig geschrieben worden, man kommt super gut in die Geschichte hinein. Für kleinere Kinder richtig gut geschrieben. Ersteller könnten die Geschichte auch selber lesen.

    Einfach super.

  14. Cover des Buches Die Kinder der Elefantenhüter (ISBN: 9783446235526)
    Peter Hoeg

    Die Kinder der Elefantenhüter

     (31)
    Aktuelle Rezension von: FlorianTietgen
    Ich hatte lange nichts von Hoeg gelesen. Auch seine Entwicklungsphase in der spirituellen Suche ist an mir vorbeigegangen. Jetzt sah ich dieses Buch in einer Brückebibliothek und wurde neugierig.
    Und ich habe es gern gelesen. Der in der Selbstwahrnehmung bescheidene vierzehnjährige Icherzähler haut manchmal ganz schon auf den Putz, der Erzählstil trifft dessen pubertäre Ambivalenz aus Unsicherheit und Überschätzung gut. Und bei den Vergleichen musste ich manchmal lauthals lachen. Die etwas unstrukturierte Erzählweise, die manchmal vom Hundertsten ins Tausendste vom Weg abzukommen scheint, findet immer rechtzeitig zurück auf den Weg und nebenbei fließt immer wieder Kritik an religiöser Verblendung ein.
    Es geht um Kinder, deren Eltern vermisst werden, das jüngste, der Icherzähler ist vierzehn Jahre alt. Und weil sie ihre Eltern kennen und die Kirchen und Behören zu erpicht daran sind, die Kinder abseits vom GEschehen fast einzusperren, machen die sich nicht nur Gedanken und Sorgen, sondern auch zum Teil rabiat auf die Suche. Auch, um die Eltern vor Dummheiten zu bewahren.
    Der multireligiöse Kongress, das geplante Sprengstoffattentat darauf und der geplante Raub der religiösen Exponate, das alles spielt eine Rolle, doch das alles ist nur Ausdruck und Ergebnis der Elefanten, der ungestillten Sehn- und Sinnsüchte in den Menschen.
    Und das fand ich das wirklich Besondere an diesem Buch. Die Hauptidentifikation ist für mich nicht der Icherzähler, mit dem ich leiden und lachen und fiebern kann, nicht dessen Schwester Tilte, dessen Bruder Hans und dessen Hund Basker. Die Hauptidentifikation sind all die Menschen, die ihm begegnen - bis hin zu seinen Eltern - und die mit ihren Elefanten das ganze äußere und innere Chaos verursachen und bedienen.
    In deren Schwäche, deren Fehlentscheidungen, deren Suche und deren verzweifelter Energie, die im Buch immer von außen betrachtet wird, finde ich mich wieder. Peter, der Icherzähler, hat also eine Geschichte über mich als Leser erzählt, denn liest man nicht auch genau auf dieser Suche, die Elefanten zu stillen?
    Ich weiß nicht, ob es anderen mit dem Buch auch so ging. Ich vermute, dass auch der Icherzähler Elefanten hat, selbst, wenn er sich als "nur ein Fußballer" beschreibt und froh ist, "keine Elefanten zu haben".
    Ich weiß auch nicht, ob es anderen Lesern mit diesem Buch ähnlich ging oder Herr Hoeg das dabei im Sinn hatte, ich habe es beim Lesen so empfunden.
  15. Cover des Buches Frühstück mit Elefanten (ISBN: 9783548377346)
    Gesa Neitzel

    Frühstück mit Elefanten

     (145)
    Aktuelle Rezension von: Frechdachs

    Vorweg möchte ich noch schicken, dass ich bereits vor dem Buch durch Zufall (im Nachinein gesehen vielleicht eher eine glückliche Fügung oder war es auch bei mir die Bestimmung - ich weiß es nicht) auf Gesas damaligen Blog „Bedouin Writer“ gestoßen bin. Und irgendwie hat mich Gesa schon damals mit ihren Geschichten erreicht und in den Bann gezogen. Sehnsüchtig verfolgte ich ihre Zeit in Afrika via den Blogpostings und war schon sehr gespannt auf das angekündigte Buchprojekt  "Frühstück mit Elefanten: Als Rangerin in Afrika" .

    Nicht mehr zufrieden mit ihrem Haupstadt-Alltag fasst Gesa Neitzel, eine Fernsehredakteurin aus Berlin, den mutigen Entschluss für mehrere Monate nach Afrika zu gehen, um eine Ausbildung zur Rangerin zu machen. Auf diese abenteuerliche Reise nimmt sie den Leser in ihrem Buch mit.

    Das vorliegende Buch ist mehr als ein purer Reisebericht in die wilden Teile des südlichen Afrikas und auch keine bloße Beschreibung der Ausbildungsinhalte zum Safari-Guide. Bitte nicht falsch verstehen, man lernt viel über die Flora und Fauna des wilden Afrikas im Süden, erhält intensive Einblicke in die Ausbildung zum Safari-Ranger und welche Fähigkeiten Safari-Guides mitbringen müssen, um die Gäste sicher durch die Wildnis zu geleiten.

    Eine sehr wichtige Fähigkeit davon ist das Tracking - das Spuren-/Fährtenlesen in der Natur. Welche wilden Tiere sind gerade rund um das Camp oder in der freien Wildnis unterwegs. Gesa sucht meiner Meinung nach gerade im wilden Afrika mitten im Safari-Guide-Kurs nach ihrer eigenen Spur. Sie will wieder „auf Spur kommen“ und damit ihre eigentliche Bestimmung im Leben finden. Sie will bewusst nicht wie in Berlin im komfortablen aber stressigen täglichen Hamsterrad („und täglich grüßt das Murmeltier“) nur noch funktionieren und mehr oder weniger zufrieden vor sich hinleben. Gesa nimmt den Leser mit auf diese spannende, nachdenkliche und auch amüsante Reise zu sich selbst. Ich selbst fühlte mich sehr schnell mit ihr im Geiste verbunden und tauchte mit ihr gemeinsam tief in die Wildnis und ihre Erlebnisse ein.

    Sie trifft während ihres gesamten Trips allerlei verschiedene Charaktere und liebenswürdige Menschen wie z.B. Biff, Dorothy, Sam - nein nicht den Trapper namens Hawkens aus Winnetou ;-), Chris, den Herero Old Mattias, Wolfgang, Vaughn und Alan um nur einige hier zu nennen. Gerade diese unterschiedlichen Begegnungen lassen Gesa weiter wachsen und aufblühen aber immer wieder auch erneut zweifeln und mit sich selbst hadern. Sie stellt sich schließlich mutig und manchmal auch mit einigen Selbstzweifeln täglich den neuen Herausforderungen im Busch von Afrika. Wer schon immer wissen wollte, wie es sich anfühlt im Zelt oder unter freiem Himmel in der Wildnis weitab der Zivilisation zu leben und zu schlafen bekommt in diesem Buch Eindrücke aus erster Hand und damit voll auf seine Kosten. Gesa begegnet dabei den unterschiedlichsten wilden Tieren, so z.B. Auge in Auge mit dem Löwen Mburri in der Wildnis, einem röchelnden Leoparden am/im Zeltcamp, mehrere Elefantenbullen auf Stippvisite im Camp (und wieso um Himmels Willen will der Elefant in die Camptoilette?), verdächtige Löwenspuren im Zeltlager etc. - egal ob gewollt oder auch manchmal ungewollt. Ob wirklich der Pangolin der größte fliegende Vogel der Welt ist verrate ich hier aber jetzt nicht. ;-)

    Alles in allem ist es ein wirklich gelungenes Buchdebüt von Gesa Neitzel, in dem sie über einen bloßen Reisebericht hinaus viel mehr Facetten und Tiefgang bietet und uns tiefe Einblicke in die Reise zu sich selbst gewährt. Immer wieder entdeckte ich mich auch ein wenig selbst in diesem Buch, sobald ich zwischen den Zeilen gelesen habe und auch das Gelesene mal etwas habe wirken lassen. Es weckte während dem Lesen ganz verschiedenste starke Emotionen in mir. Nach der alten Volksweisheit ist ja jeder seines eigenen Glückes Schmied und so verstehe ich auch dieses Buch. Es hilft, die Blickrichtung bewusst zu ändern und sich selbst aufzurütteln (raus aus dem Autopilotenmodus) und zeigt den Mut und individuellen Weg der Autorin auf, wie sie durch die Reise ihre eigene Bestimmung fand und wieder auf Spur kam. Ich hoffe es folgen weitere spannende Bücher von Gesa Neitzel.

    © Frechdachs 2022 - Keine Chance den Copycats!

  16. Cover des Buches The Wonderful Wild (ISBN: 9783548063706)
    Gesa Neitzel

    The Wonderful Wild

     (88)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Ich finde man merkt sofort, dass hier jemand aus dem Herzen und mit besonderem Blick auf die Welt schreibt. Mit diesem Buch schafft Gesa es, dass man wieder einen Zugang zu seiner eigenen Natur bekommt - der eigenen inneren Stimme, oder wie sie es nennt: Dem Elefanten in uns. Sie versucht ein besonderes Verständnis für die Fülle und Klugheit der Natur zu vermitteln.


    Aber für mich ist es ein negativer Punkt, dass das Buch rein gar nichts mit dem Ersten gemein hat. Es gibt keinerlei Spannung, nur viel Esoterik. Eine Enttäuschung pur für die jenigen, welche eine Fortsetzung des Erlebten erhofft haben und den tollen schreibstiel des ersten Buches mochten.

  17. Cover des Buches Der Zirkusbrand (ISBN: 9783644025516)
    Stewart O′Nan

    Der Zirkusbrand

     (15)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Durch einen Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen. Eigentlich hatte ich nach einem Hotelbrand gesucht, über den ich mal gelesen hatte. Stattdessen fand ich einen langen Bericht zu dem verheerenden Zirkusfeuer in Hartford 1944. Den Artikel hatte man im Rahmen der Veröffentlichung von „Der Zirkusbrand“ von Stewart O‘Nan gebracht und weil mich die Geschichte gleichermaßen schockierte und bewegte, beschloss ich das Buch auf meine Liste zu setzen.
    „Der Zirkusbrand“ ist kein Roman, sondern ein Sachbuch. Dennoch ließt es sich zuweilen wie einer, wenn Zeugen und Opfer des Brandes detailliert von den Geschehnissen und Nachwirkungen jenen Tages berichten. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass der Autor normalerweise Romane schreibt, sich aber in diesem Fall nicht dafür entschieden hat. Der Grund? „Weil die Wahrheit oft seltsamer ist als jeder Roman.“ so wie er es im Vorwort schreibt. Und das stimmt. Lässt man das Grauen des Feuers beiseite, bleiben immer noch genug Ungereimtheiten und Rätsel, die bis heute nicht gelöst wurden. Wer braucht da schon einen Roman.
    Natürlich habe ich mich vor dem Kauf gefragt, warum ich das eigentlich lesen will. Immerhin geht es hier um ein tragisches Unglück, dem vor allem viele Kinder zum Opfer gefallen sind. Wer will das schon bis ins kleinste Detail lesen? Letztendlich ist es doch aber die Frage nach dem Warum, die uns dazu antreibt, solche Bücher zu lesen. Außerdem haben mich die lobenden Kritiken davon überzeugt, dass der Autor hier mit dem nötigen Feingefühl vorgegangen ist und so war ich doch sehr gespannt auf das als „Meisterwerk“ betitelte Buch.
    Aber schon gleich am Anfang rutschte mir das Herz in die Hose, als es zunächst um einen Brand ging, der sich zwei Jahr zuvor im selben Zirkus ereignete und einen Großteil der Tiere betraf. Allein davon zu lesen, hat mir schon das Herz gebrochen. Ein Ereignis was jedoch wichtig war war, für das was noch kommen sollte.
    Der Tag rund um den titelgebenden Brand wird aus so vielen Sichtweisen und in so vielen noch so kleinen, scheinbar unbedeutenden Details beschrieben, dass man förmlich in die Geschichte hineingezogen wird. Plötzlich ist man mittendrin, an diesem heißen Junitag. Man spürt die Hitze, riecht die stickige Zirkusluft, hört die fröhliche Musik. Und während man fast ein Teil des unbeschwerten Publikums ist, das doch nur einen schönen Nachmittag mit seinen Kindern und Enkelkindern verbringen wollte, wird man dieses schrecklich beklemmende Gefühl nicht los. Denn man weiß ja schon, was passieren wird. Wie das alles enden wird. Ich habe schon viele Bücher gelesen, deren Autoren Orte und Gefühle fantastisch beschreiben konnten, doch keinem ist es bisher so gut gelungen wie Stewart O‘Nan. In dem Fall ist es natürlich geradezu unheimlich wie sich der Ort des Vergnügens in eine Hölle auf Erden verwandelt und ja, auch die Momente in dem brennenden Zelt wo mehr und mehr die Panik Überhand nimmt, wird brutal realistisch wiedergegeben. Die längste Zeit, in der ich das Buch am Stück gelesen habe, betrug 1 ½ Stunden und ich habe mich den ganzen restlichen Tag mies gefühlt. Ich empfehle daher allen sensibleren Personen, sich das Buch gut einzuteilen, weil es arg auf das Gemüt schlagen kann. Das betrifft vor allem die Passagen, in denen es direkt um den Brand und die Tage danach geht. Wenn sich das Grauen in schlimmen Verletzungen und bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Menschen widerspiegelt, wird einem erst einmal richtig klar, was so ein Feuer alles anrichten kann und wie vielfältig die Formen von Verwundeten sein können.
    Das Buch begleitet nach dem Brand Retter, Überlebende und Hinterbliebene, sowie die Ermittler, die das ganze aufklären sollen. Man erhält einen wahnsinnig echten und emotionalen Einblick aus ganz verschiedenen Perspektiven und staunt, wie unterschiedlich und ja, auch tapfer die mit am schwersten Betroffenen mit der Situation umgehen. Bis Mitte der 90er Jahre behandelt das Buch die Nachwirkungen des Brandes, der bis heute nicht vergessen ist. Zumindest in Hartford oder vielleicht noch in Connecticut und Amerika im Ganzen. Im Rest der Welt scheint das Unglück nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen zu haben. Nicht mal einen deutschen Wikipedia Artikel gibt es dazu. Deswegen finde ich diese schonungslose Zusammenfassung als Buch umso wichtiger. Natürlich gab es gerade zu der damaligen Zeit noch viel schwerere Unglücke mit mehr Toten. Der Krieg, Tote bei Theater- oder Schulbränden mit weitaus größeren Opferzahlen als 167, die im Vergleich zu den Tausenden Besuchern an jenen Tag vergleichsweise gering wirken. Wie kann es sein, dass uns eine Tragödie wie ein Zirkusbrand näher geht. Vielleicht, weil man im Krieg mit vielen Toten rechnet. Aber bei einem Zirkusbesuch? An einem Ort des Vergnügens wirkt ein solches Unglück umso tragischer.
    So schlimm es teilweise zu lesen war, so hinterließen die letzten Seiten bei mir trotzdem ein wenig Abschiedsschmerz, wie man es manchmal von Büchern kennt. Man hat die Beteiligten durch Vorfreude, Schmerz und Genesung, insgesamt durch sehr emotionale Momente begleitet, dass man bestürzt auf das Jahr 1944 zurückblickt. 76 Jahre. Das ist schon so lange her, dass viele der Überlebenden bereits tot sind, deren Schicksale einen so bewegt haben.
     Für mich ist „Der Zirkusbrand“ ein beeindruckendes Werk der Literatur. Etwas ganz anderes, als das was ich sonst lese. Ein Buch, wo man von Anfang an weiß, dass es kein Happy End gibt und das einem doch immer wieder zum weiterlesen antreibt. Sicher würde ich das Buch irgendwann auch noch einmal lesen, aber es ist nun mal nichts, was man sich ständig zu Gemüte führen kann. Auf jeden Fall werde ich mir die Romane des Autors jetzt mal genauer ansehen, ohne dessen Schreibstil es mit Sicherheit kein so gutes Buch geworden wäre.

  18. Cover des Buches Kikis wilde Welt - Ein Wunsch mit Elefantenohren (ISBN: 9783401600482)
    Katja Henkel

    Kikis wilde Welt - Ein Wunsch mit Elefantenohren

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Leylascrap
    Im Hotel der Weltrekorde gibt es wieder einiges zu Erleben. Kiki, Louis und Nick verbringen wieder viel Zeit mit einander und staunen über die neuen Weltrekorde, die angegangen werden. 
    Doch diesmal hat die fröhliche Kiki weniger zu lachen und erlebt Höhen und Tiefen. 

    Seit dabei, wenn Kikis Leben sich verändert und was es auslöst. 


    Der zweite Teil ist auch gut geschrieben und macht Spaß zu lesen, jedoch hat uns der erste Teil weit aus mehr gefallen. Aber der zweite Teil ist auf seine Art auch sehr gut. 
    Die Kinder hatten auf jeden Fall wieder viel Freude an der Geschichte.
  19. Cover des Buches Hannibal (ISBN: 9783453145832)
    Gisbert Haefs

    Hannibal

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Nidor_PL
    Ein wirklich schickes Buch. Der Protagonist ist ein Kaufmann, der in der Antike in Quart Hadasht lebt und ein naher Freund von dem Vater Hannibals ist und natürlich dann auch von Hannibal selbst, die im Krieg zwischen dem Römischen Imperium und der Oikumene eine entscheidende Rolle spielen. Am Anfang muss man sich wirklich durchbeißen und probieren so viel, wie möglich zu behalten, aber nach ca. 100 Seiten hat es einen endlich gefesselt. Der Konflikt wird sehr spannend erzählt und die Liebesgeschichten sind meiner Meinung nach genug ausgeweitet. Alles in allem muss man es weiterempfehlen.
  20. Cover des Buches Glücksfisch: Weißt du, was die Tiere machen? Kleiner Elefant (Tier-Buch mit Schiebern und Klappen) (ISBN: 9783737359412)
    Fhiona Galloway

    Glücksfisch: Weißt du, was die Tiere machen? Kleiner Elefant (Tier-Buch mit Schiebern und Klappen)

     (23)
    Aktuelle Rezension von: April1985

    Als wir die Glücksfisch-Büchlein in der Buchhandlung entdeckt haben,  mussten wir sie einfach mitnehmen. Die süßen und fröhlichen Illustrationen haben es meiner Tochter und mir einfach angetan.

    In diesem Teil der Reihe erfährst du spielerisch Wissenswertes über das Leben der Elefanten. Der kleine Elefant nimmt dich mit zum Wasserloch, zu seiner Familie und in den Dschungel. Meine fast 3-jährige Tochter ist begeistert. Der Text ist sehr ansprechend und altersgerecht gehalten. Das wichtigste aber: er überfordert nicht. Ein Glücklichsein, eine Drehscheibe und einige Klappen regen die Neugierde der Kinder an. Es hätten allerdings ruhig ein paar mehr interaktive Elemente geben können.

    Fazit:

    'Kleiner Elefant' aus der Glücksfisch-Reihe 'Weißt du, was die Tiere machen?' ist ein unglaublich süß gestaltetes, lehrreiches und qualitativ hochwertiges Pappbilderbuch für Kinder ab 2 Jahren. Ich kann es sehr empfehlen.

  21. Cover des Buches Küss mich, Engel (ISBN: 9783641107505)
    Susan Elizabeth Phillips

    Küss mich, Engel

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah


    Es ist eine typische Susan Elizabeth Phillips – Geschichte. Man kann wunderbar dem Alltag entfliehen. Man leidet, fiebert und freut sich mit den Figuren. Das das Ganze  ein vorherbestimmtes Ende hat ist doch völlig egal, wenn man so super unterhalten wird. Aber zurück zum Anfang, worum geht es: An dem angeblich schönsten Tag im Leben einer Frau, ihrem Hochzeitstag, hat Daisy Devereaux noch genau zwei Möglichkeiten: Entweder geht sie ins Gefängnis - oder sie heiratet den mysteriösen Unbekannten, den ihr Vater für sie ausgewählt hat. Alex Markov - ein Mann, der, wie Daisy sehr bald feststellt, gefährlich humorlos und beinahe tödlich attraktiv ist. Alex „entführt“ Daisy in seinen Wanderzirkus und bald schon balancieren sie beide auf dem gefährlichen Drahtseil der Liebe - ohne Netz und doppelten Boden. 

    Der Schreibstil ist wie immer bei SEP leicht und locker. Es ist ein stimmiger Frauenroman der einfach Spaß macht und für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Man ahnt zwar schon am Anfang wie der Roman enden wird, aber der Weg dorthin ist witzig und gefühlvoll erzählt. Ich kann gar nicht anders als eine Leseempfehlung auszusprechen und 5 von 5 Sterne zu vergeben.

  22. Cover des Buches Hector und das Wunder der Freundschaft (ISBN: 9783492303118)
    François Lelord

    Hector und das Wunder der Freundschaft

     (93)
    Aktuelle Rezension von: oliviasbuecher
    Auch in diesem Buch geht Hector einer Frage nach, die uns alle umtreibt: Was ist Freundschaft? Wann ist man ein guter Freund. Das Buch liefert interessante Ansätze, die einen so manche Beziehung überdenken lassen.
  23. Cover des Buches Alle sterben, auch die Löffelstöre (ISBN: 9783492975780)
    Kathrin Aehnlich

    Alle sterben, auch die Löffelstöre

     (108)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    "Wahre Freundschaft ist eine langsam wachsende Pflanze" - George Washington

    Es ist manchmal erstaunlich, wann einem Bücher in die Finger geraten, die gerade zu der Stimmung passen, in der man sich befindet. Das Buch endet mit einer Beerdigung.

    Genau wie die Protagonistin Skarlet zu einer Beerdigung gehen muss, werde auch ich diese Woche noch einer Trauerfeier beiwohnen. Auch meine Verstorbene verstarb viel zu jung an einer Krebserkrankung.

    Skarlet trägt ihren besten Freund Paul zu Grabe. Ihm ist es nicht vergönnt seinen kleinen Sohn aufwachsen zu sehen. Wer jetzt aber denkt, was für eine traurige Geschichte, das will ich nicht lesen, dem kann ich nur empfehlen, es ist nicht so wie man es erwartet.

    Kathrin Aehnlich schafft es in ihrem Buch den Leser in eine Kindheitsgeschichte der ehemaligen DDR mitzunehmen. Mit lockerem und auch mit humorvollen Geschichten, die die beiden
    seit ihrer Kindheit erlebt haben, macht es dennoch Spaß diese mitzuerleben. Sie beschreibt das Leben, wie so manch ein Kind und späterer Jugendlicher es erlebt hat. Die strenge und verhasste Kindergärtnerin Tante Edeltraut. Das Elternhaus, wo sich jeder etwas anderes gewünscht hätte. Aber ganz wichtig ist die innige Freundschaft, die Skarlet und Paul verband. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Ausgerechnet der Hypochonder Paul muss so schwer krank werden. Skarlet weiß nicht, wie sie den Verlust verarbeiten wird.  

    Nun wollte er auch noch, das Skarlet eine Grabrede hält. Beim Rückblick wird Skarlet klar, in was für einer Spießbürgerlichen Welt sie aufgewachsen ist und wie sie immer dagegen rebelliert hat. Den knauserigen Vater, der alles protokolliert hat. Sie wollte alles anders machen. Da findet man sich als Leserin wieder. Klasse, wie die Autorin dieses ernste Thema mit Humor erzählt hat. Man bekommt auch mal wieder ein Gefühl dafür, das wir alle einmal diese Welt verlassen müssen. Der eine früher, der andere später.
  24. Cover des Buches Das Lied der Elephanten (ISBN: 9783764573522)
    Wilbur Smith

    Das Lied der Elephanten

     (5)
    Aktuelle Rezension von: LeserinsuchtLeser
    Weil ich dieses Buch für ein absolutes Meisterwerk halte fühle ich mich dazu berufen, nun (auch wenn es schon etwas her ist) meine Empfehlung auszusprechen.
    Dieser Roman über Elfenbeinhandel und Wilderei wurde 1998 von Wilbur Smith verfasst und hat auch heute nicht ein Stück seiner Aktualität verloren. Im Gegenteil: Im Zeichen des Klimawandels, der Ausbeutung der Natur inkl. der Meere ist er heute aktueller denn je und es lohnt sich wirklich dieses Buch zu lesen.
    Eingebettet ist dieses Thema in eine spannende Hetzjagd um Dr. Daniel Armstrong, ein bekannter britischer Tierschützer, der zwischen alle Fronten gerät und schließlich auch um sein Leben bangen muss.
    Unbedingt lesen!

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