Bücher mit dem Tag "elefanten"
49 Bücher
- Martin Suter
Elefant
(316)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Elefant von Martin Suter ist definitiv kein typisches Buch – und genau das macht es so besonders.
Der Einstieg war für mich erstmal etwas ungewohnt, vor allem wegen des Schreibstils. Ich musste mich erst daran gewöhnen, aber sobald ich drin war, hat mir der Anfang trotzdem gut gefallen und ich konnte mich auf die Geschichte einlassen.
Die Hauptfigur wirkt auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich – ein obdachloser Mann – aber genau das macht ihn irgendwie sympathisch. Trotz seiner Situation hat er etwas Warmes an sich, das man schnell spürt.
Die Grundidee mit dem Elefanten ist erstmal total absurd, aber gleichzeitig auch unglaublich schön. Gerade die Momente zwischen ihm und dem Elefanten sind mir besonders im Kopf geblieben – sie haben dem Buch eine ganz eigene, fast magische Atmosphäre gegeben.
Insgesamt ist die Geschichte eher ruhig erzählt, mit einzelnen spannenderen und auch leicht unbehaglichen Momenten. Trotzdem hatte ich beim Lesen durchgehend ein wohliges Gefühl, was ich gar nicht erwartet hätte.
Der Schreibstil bleibt besonders: gewöhnungsbedürftig, aber gleichzeitig auch sehr schön und passend zur Geschichte. Man muss sich darauf einlassen, dann funktioniert er richtig gut.
Das Tempo war insgesamt angenehm, auch wenn es kleine Längen gab. Aber das hat für mich nicht wirklich gestört, weil das Buch eher vom Gefühl lebt als von Spannung.
Was ich allerdings sagen muss:
Ich habe die Botschaft nicht komplett greifen können – und auch das Ende hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gefallen, einfach wegen der Stimmung und der besonderen Art der Geschichte.Es ist definitiv kein Buch, zu dem ich normalerweise greifen würde – aber gerade deshalb war es eine spannende Erfahrung.
- Sara Gruen
Wasser für die Elefanten
(935)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Jacob, 90 oder 93 Jahre alt, er weiß es selbst nicht so genau, lebt nach einem Hüftbruch im Altenheim und fühlt sich dort völlig fehl am Platz. Eines Tages gastiert ein Zirkus in der Nähe des Heims und er beginnt die Geschichte zu erzählen, die ihn damals als junger Mann selbst zum Zirkus geführt hat.
Amerika 1931: Jacobs Leben ist ein Scherbenhaufen. Kurz vor seinem Examen zum Tierarzt verunglücken seine Eltern. Und da die schwere Rezession auch bei ihnen nicht spurlos vorbei gegangen ist, hat die Bank auch schon das Elternhaus gepfändet. Während des Examens verlässt er die Uni und sein zielloser Weg führt zu Bahngleisen, an dem ein Zirkus vorbei fährt.
Er springt auf und kann dort anheuern – für wenig bis gar kein Geld. Die Atmosphäre und der rohe Überlebenskampf der Menschen und des Zirkus‘ faszinieren und stoßen ihn gleichermaßen ab. Trotz seiner Beteuerungen, eben noch kein richtiger Tierarzt zu sein, wird er als solcher eingestellt und kümmert sich fortan um die Tiere, die alle exotischen Bereiche abdecken.
Doch als er Marlena, eine Artistin auf Zirkuspferden, kennenlernt, ist es um ihn geschehen. Aber sie ist verheiratet, mit dem brutalen und despotischen August, dem Stallmeister. Trotz der Gefahr zieht es ihn magisch zu ihr hin und auch sie scheint ihm nicht abgeneigt.
Als August eines Tages einen scheinbar dummen Zirkus-Elefanten namens Rosie ergattern kann, steht nicht nur die Existenz des Zirkus auf dem Spiel. August scheint mehr und mehr die Kontrolle über sich zu verlieren und erkennt, das Jacob ein ernstzunehmender Nebenbuhler ist.
Mein Fazit:
Hätte ich den Film nicht gesehen, wäre ich nie auf die Idee gekommen, das Buch dazu zu lesen. Als es schließlich im Angebot war, schlug ich zu und ich bereue es nicht eine Sekunde.
Jacob, der zwischen zwei Zeitebenen wechselt, erzählt die Geschichte aus seiner Sicht und lässt dabei viel Humor und Selbstironie erkennen. Er ist inzwischen im Altersheim, seine Frau ist nach über 60 gemeinsamen Ehejahren verstorben und die fünf Kinder führen längst ihr eigenes Leben und haben Kinder und Enkelkinder. Sein Alltag im Heim ist trist und ohne besondere Höhepunkte. Er vermisst nicht nur die körperliche Vitalität, sondern auch das normale Essen. Als schließlich im Park des Heims ein Zirkus sein Zelt aufbaut, ist es jedoch um ihn geschehen. Er beginnt sich zu erinnern, wie seine Lebensreise mit dem Zirkus begann, in einer Zeit, als sein Leben völlig aus den Fugen geraten ist.
Jacob ist noch jung, unerfahren und mit 23 Jahren noch eine männliche Jungfrau. Diese Tatsache bringt ihm im rauen Leben des Zirkus‘ so manche peinliche Situation, aber er lernt auf ziemlich brutale Art, was Freundschaft und Fürsorge füreinander bedeutet. Trotz aller Frotzeleien und der anstrengenden Arbeit entstehen tiefe Bindungen. Sein Herz jedoch hat er an Marlena verloren, der Frau des Stallmeisters. August ist unberechenbar und ein Mensch mit mindestens zwei Gesichtern. Sehr schnell merkt Jacob, das Marlena nicht wirklich glücklich mit diesem Mann ist, der so erheblich älter ist als sie. Trotz aller Gefühle halten sich Jacob und Marlena zurück, die nahende Katastrophe kann dennoch nicht aufgehalten werden, denn natürlich bleiben die Gefühle nicht unbemerkt.
Der Titel suggeriert, dass ein Elefant die Hauptrolle in dieser Geschichte spielt. Dem ist jedoch nicht so, was aber meiner Meinung nach auch nicht so schlimm ist. Denn eigentlich ist Marlena der heimliche Star dieser Geschichte. Auch wenn sie sich gelegentlich wie eine Diva aufführt (aber nur ein bisschen), so ist sie eine sympathische Figur, die es an der Seite ihres Mannes nicht leicht hat. Jacob ist zwar naiv und unerfahren, aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck und respektiert die Menschen. Und seine Liebe zu Tieren macht ihn für mich sehr sympathisch. Er schlägt sich durch, ignoriert die Armut und den Dreck und versucht seinem Leben einen Sinn zu geben.
Die Atmosphäre der damaligen Zeit, die Armut, Prohibition und die Abenteuer, die man mit dem Zirkus gelegentlich erlebte, wurde sehr gut eingefangen. Die sozialen Missstände wurden gut ausgearbeitet. Viele ertrugen ihre Situation nur mit Alkohol, was andererseits auch fatal war, denn durch die Prohibition wurde gepanschter Schnaps getrunken, was zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen konnte. Ein Teufelskreislaus, aus dem es vielfach keinen Ausweg gab.
Mich hat die Geschichte mitgenommen und bewegt. Beim Lesen hatte ich immer wieder die eine oder andere Szene aus dem Film im Sinn, aber vieles hatte ich auch wieder vergessen. Das Buch begeisterte mich von der ersten Seite und ließ mich ein paar Tage nicht wirklich los. Faszinierte fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung von mir.
- Gesa Neitzel
Frühstück mit Elefanten
(163)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch habe dieses Buch damals in einer Bibliothek entdeckt, als es mir persönlich nicht gut ging – und es war genau der Anker, den ich brauchte. Gesas mutiger Schritt von Berlin in den afrikanischen Busch hat mich tief berührt und inspiriert.
Es ist kein typischer Ratgeber, aber Gesas ehrlicher und bildhafter Schreibstil gibt einem das Gefühl, selbst mit ihr im Zelt zu liegen und den Löwen zu lauschen. Sie zeigt uns, dass man seine Instinkte wiederfinden kann, wenn man nur laut genug auf sein Herz hört. Seit diesem Buch lese ich absolut alles von ihr (auch unter ihrem Pseudonym Gisele Stein!) und wurde nie enttäuscht.
Mein Fazit: Ein lebensveränderndes Buch für alle, die das Gefühl haben, festzustecken und nach dem „echten Leben“ suchen. Danke, Gesa!
- Gesa Neitzel
The Wonderful Wild
(96)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerWas wir von der Natur lernen können – ein Buch über Achtsamkeit, Instinkte und das "Wilde" in uns selbst.
Dieses Buch ist etwas ruhiger und reflektierter als ihr Debüt "Frühstück mit Elefanten", aber es ist genau so lesenswert! Es geht weniger um die Action einer Safari und mehr um die Lektionen, die Tiere und Pflanzen für unseren modernen Alltag bereithalten.
Ein wunderschönes Buch, das mich daran erinnert hat, wie sehr wir die Verbindung zur Natur verloren haben. Es ist wie ein tiefes Durchatmen beim Lesen.
Gesa schafft es, komplexe biologische Wunder ganz einfach und inspirierend zu erklären. Nach diesem Buch sehe ich die Natur mit ganz anderen Augen.
- Jodi Picoult
Die Spuren meiner Mutter
(133)Aktuelle Rezension von: Elkes_LiteraturwolkeInhaltsangabe:
Die 13jährige Jenna Metcalf fahndet bereits seit Jahren nach ihrer Mutter Alice. Vor zehn Jahren wurde im Elefanten-Reservat in Boone, New Hampshire, eine Frau tot aufgefunden und Alice verschwand in der gleichen Nacht spurlos. Der Tod der Frau wurde als Unfalltod deklariert und zu den Akten gelegt.
Jenna sucht das Medium Serenity auf, in der Hoffnung, diese könne ihr sagen, ob ihre Mutter überhaupt noch lebt. Doch Serenity hat ihre Geisterführer verloren und seither tappt sie im Dunkeln.
Dann ist da noch Virgil, ein abgewrackter Ex-Polizist, dessen bester Freund Jack Daniels heißt. Der Todesfall im Reservat hat auch ihn nie ganz losgelassen und so lässt er sich eher widerwillig in die Ermittlungen ziehen, die Jenna und Serenity bereits anstellen.
Die Spuren führen sie immer wieder zum Tatort und schließlich nach Tennessee, wo ein ehemaliger Angestellter – und Alice‘ Geliebter – noch arbeiten soll. Aber der Wahrheit kommen sie nur durch einen Zufall auf die Spur …
Mein Fazit:
Ein Buch mit überraschenden Wendungen!
Dabei gleicht es einer Liebeserklärung an die sanftesten Dickhäuter, die auf der Erde wohnen, nämlich den Elefanten. Sie sind den Menschen ähnlicher, als man denkt, das wird mit diesem Buch klar. Hauptsächlich geht es um Trauer. Wie sehr sich dieses Thema wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht, wird zum Ende deutlich – mehr als deutlich.
Alice ist Forscherin und hat in Afrika die Dickhäuter studiert, als sie Thomas kennen lernt. Eine folgenschwere Nacht unterm afrikanischen Himmel führt sie schließlich nach New Hampshire, wo er ein Reservat für misshandelte Elefanten mit drei Angestellten leitet. Was er ihr jedoch verschweigt: Er leidet an der Bipolar II-Störung. Diese Krankheit belastet die junge Familie immer wieder aufs Neue, denn er ist dann zuweilen auch aggressiv.
Jenna, die bei ihrer Großmutter aufwächst und kaum soziale Kontakte in der Schule hat, durchkämt tagtäglich das Internet nach vermissten Personen. Sie kennt nahezu alle Portale zu diesem Thema, denn sie kann einfach nicht glauben, dass ihre Mutter sie zurück lassen konnte. An der Theorie stimmt etwas nicht und sie sucht die Wahrsagerin Serenity und den alkoholkranken Ex-Polizisten Virgil auf, um endlich die Wahrheit über ihre Mutter heraus zu finden.
Und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, die eigentlich direkt vor ihren Augen lag und doch sich so verschleiert hat, dass man da einfach nicht drauf kommt.
Die vier Hauptfiguren –Jenna, Alice, Serenity und Virgil- haben so ihre Probleme mit der Gesellschaft. Irgendwie haben sie alle so ihren eigenen Zwist und wirken daher als verschrobene Charaktere. Allerdings macht sie das auch liebenswert. Ihre Geschichten haben sie zu Figuren mit Ecken und Kanten gemacht und machten sie für mich emotional sehr greifbar. Die Geschichten über die afrikanischen Elefanten waren oftmals sehr bewegend und brachten mir die Dickhäuter näher. Natürlich durften auch die Geschichten der Wilderer nicht fehlen, was mich teilweise auch fassungslos zurück ließ.
Manchmal schien es, dass die Autorin irgendwie abschweifte. Während des Lesens hatte ich das eine oder andere Mal das Gefühl. Aber das änderte sich schlagartig, als die Auflösung des Falls näher rückte. Was vorher vielleicht überflüssig erschien, wurde nun ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Das Ende war sehr bewegend und berührte mich ganz tief im Herzen.
Zwischendurch kommt schon das Gefühl auf, dass die Autorin etwas abschweifte. Andersherum hat sie sehr viel Energie in die emotionale Entwicklung ihrer Figuren investiert und somit wieder ein vielschichtiges Drama geschrieben, dass ich es nur mit fünf Sternen bewerten kann.
- Gaea Schoeters
Das Geschenk
(249)Aktuelle Rezension von: ManfredLiestGaea Schoeters’ Das Geschenk hat mich nach meinem eher verhaltenen Eindruck von Die Trophäe dennoch neugierig gemacht. Und tatsächlich: Das Buch zeigt eindrücklich, wie politische Machtspiele funktionieren und wie hilflos Akteure in ihren eigenen Strukturen gefangen sind.
Trotzdem bleibt der Roman für mich hinter seinem Potenzial zurück. Viele Figuren und Situationen wirken überzeichnet, manche Klischees zu bemüht. Vor allem aber fehlt dem Text ein erzählerischer Höhepunkt – die Handlung plätschert solide dahin, ohne je wirklich zu packen.
Unterm Strich ein ordentliches Buch, aber die Autorin und ich werden wohl keine literarischen Freunde.
- Angela Stöger
Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten
(29)Aktuelle Rezension von: SeitenfresserinDen Tieren lauschen u. versuchen sie zu verstehen. Bioakustik und Lautkommunikation heißen dafür die "Zauberworte". Mit viel Geduld u. viel Technik erforschen die Autorin Angela Stöger und ihre Kollegen, was Tiere zu sagen haben sich untereinander, als auch uns Menschen. Dabei werden immer wieder verblüffende Entdeckungen gemacht. Dies wird auch in der Zukunft der Fall sein. Denn nur ein kleiner Bruchteil ist bisher erforscht. Wer hätte gedacht, dass ein Elefant menschliche Worte nachahmen kann oder, dass Geparden "zwitschern"? Ein wunderbares Buch, was einem die "Sprachen" der Tiere und was diese damit ausdrücken wollen, auf verständliche Art u. Weise näher bringt. Es ist auch ein interaktives Buch. Denn, die darin enthaltenen QR-Codes führen einen zu den Lauten verschiedenster Tierarten. Ich hätte nicht gedacht, dass kleine noch blinde u. nackte Pandababys so schreien. Die Erklärung dafür ist logisch, weil... Nein, nein dies dann bitte doch selber lesen.
- Angela Stöger
Elefanten
(25)Aktuelle Rezension von: KerstinThIn diesem Sachbuch geht es, wie der Titel verlauten lässt, um Elefanten. Wie leben sie zusammen, wie kommunizieren sie, wie sieht es eigentlich mit dem Verwandtschaftsverhältnis zwischen asiatischen und afrikanischen Elefanten aus.
Das Buch ist mit einigen Bildern ausgestattet. Sowie Links zu weiteren Informationen, Videos und Bildern. Schön fand ich, dass das Buch in einfacher und verständlicher Sprache geschrieben wurde. Teilweise wurde mir zu viel wiederholt und ich dachte, hmm, das war doch vorher schon Thema. Gut jedoch ist, dass das Buch aus mehreren Kapiteln besteht, die immer ein Thema abvespern. So könnte man sich auch nur über ein Thema informieren und dann dieses Kapitel lesen. Beim Lesen merkt man der Autorin an, wie sehr sie Elefanten liebt und von diesen Tieren fasziniert ist. Auch welche Bindung sie zu den einzelnen Exemplaren aufgebaut hat.
Ich vergebe drei von fünf Sterne.
- Jodi Picoult
Leaving Time
(12)Aktuelle Rezension von: SonnenBlumeEs ist zehn Jahr her, seit Jennas Mutter Alice spurlos verschwunden ist, aber sie hat nie aufgehört sich zu fragen, ob sie noch lebt. Sie ist verzweifelt und sich bewusst, dass niemand auf eine Dreizehnjährige hören wird, weshalb sie sich dubiose Hilfe durch eine Wahrsagerin und einen schmierigen Privatdetektiv holt, der - wie sich herausstellt - die Umstände damals als Polizist untersuchte. Was damals passierte wurde als tragischer Unfall abgehakt und wie sich herausstellte, wurde Jennas Mutter nie als vermisst gemeldet.
Mit ihren beiden Begleitern beginnt sie eine Suche, die die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits scheinbar verschwimmen lässt und mich als Leser öfter als einmal zum Zweifeln brachte, ob es nicht doch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als ich mir eingestehen möchte.Man soll in Rezensionen ja nicht fluchen, aber WTF!!!!! So einen Plottwist hatte ich schon lange nicht mehr und schon gar keinen, der mich so dermaßen kalt erwischt hat. Jodi Picoult schafft es immer wieder ihre Geschichten so emotional und tiefschürfend zu erzählen, hat aber gleichzeitig doch das Talent, ihre Bücher wie Krimis enden zu lassen. Mir fehlen zu dieser neuen Richtung, in die die Geschichte plötzlich ging, ehrlich gesagt die Worte.
Aber was soll ich sonst sagen? Wie gewohnt sind die Charaktere sehr liebevoll und detailliert ausgearbeitet und gut ausbalanciert. Man leidet mit Jenna mit, vermisst ihre Mutter ebenso aus ganzem Herzen wie sie. Virgil ist als Privatdetektiv wohl das Sinnbild, das man sich von so jemandem vorstellt. Gescheiterter Polizist, der aber doch nicht ganz von der Ermittlungsarbeit ablassen kann. Und Serenity ist ein Medium, das offensichtlich eine Blockade zur anderen Seite hat.
Die Geschichte wird mit relativ wenigen Charakteren erzählt und ich war mir schon recht sicher, wie alles ausgehen würde, bis mich diese horrende 180 Grad-Drehung aus den Socken haute.
Es gab nur eine Sache, mit der ich mich lange schwer tat und diese war Jennas Großmutter. Bereits relativ früh wird erwähnt, dass Alice Mutter an Krebs starb, gleichzeitig zieht sie nach Alice Verschwinden aber ihre Enkelin Jenna auf. Um ehrlich zu sein habe ich das nicht weiter hinterfragt, im Nachhinein betrachtet hätte mich aber diese Sache allein schon auf genau die richtige Fährte bringen können. Aber vertraut mir - ich glaube darauf kann man gar nicht kommen! - Laurence Anthony
Der Elefantenflüsterer
(27)Aktuelle Rezension von: Pfingstrose500Durch Zufall bin ich auf das Buch " Der Elefantenflüsterer " von Laurence Anthony gestoßen.
Da Elefanten für mich mit zu den faszinierendsten Tieren dieser Erde zählen, weckte das Buch gleich großes Interesse bei mir.
Laurence Anthony schildert auf rührende Art und Weise seine Geschichte über Thula Thula und seinem langen und steinigen Weg, eine Herde verhaltensauffälliger Elefanten in seinem Tierreservat aufzunehmen.
Mit viel Feingefühl gewinnt er langsam das Vertrauen der Elefanten, jedoch gibt es auch immer wieder Rückschläge.
Das gesamte Buch liest sich wie eine Reise durch Südafrika, man hat stets das Gefühl, dank der packenden Schilderungen, dass man mit vor Ort sei.
Der Elefantenflüsterer hat mich oft zu Tränen gerührt, aber teilweise auch durch den Wortwitz von L. Anthony zum Schmunzeln gebracht.
Wer Elefanten liebt, und mehr über diese liebevollen Dickhäuter erfahren möchte, für den ist dieses Buch ein wahres Geschenk.
- Stephanie Schneider
Tambo, der kleine Elefant
(2)Aktuelle Rezension von: GelincikDas Buch 'Tambo, der kleine Elefant' von Stephanie Schneider erzählt die Geschichte von einem kleinen Elefanten, der nicht mehr klein sein möchte. Trotz allen Versuchen wir er als kleiner Elefant angesehen, bis er eine Schwester bekommt. Erst dann lernt Tambo es kennen, was es heißt endlich groß zu sein.
Die Illustrationen sind von den Farben her eher schlicht. Obwohl ich bei Kinderbüchern eher auf grelle Farben stehe, passen hier die Farben schon gut zur Geschichte selbst. Auch meine Tochter findet diese schön trotz den 'tristen' Farben.
Beim Lesen haben wir ziemlich viel über große und kleine Menschen/Tiere gesprochen. Dies ist wirklich ein Thema, was Kinder beschäftigt. Wann werden sie eigentlich als groß angesehen?!
Da Elefanten unsere Lieblingstiere sind, ist dieses Buch definitiv wie für uns gemacht und passt sogar super zur Kinderzimmereinrichtung. Schön anzusehen und zu lesen.
Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.
- Susanne Gernhäuser
Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 73 - Tiere der Welt
(27)Aktuelle Rezension von: holdesschafDie meisten Bände aus der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum? junior" gefallen uns super und sind genau richtig für meine 2-jährige Tochter, die sich gerade für so ziemlich alles interessiert und neugierig blättert. Mit steigendem Alter hört sie auch gern beim Vorlesen des Textes zu. In diesem 73. Band der Reihe geht es um ein Thema, das alle Kinder spannend finden: Die Tiere der Welt. Hier geht es vor allem um Tiere, die nicht in unserer Region heimisch sind. Anhand von Fragen, wie Kinder sie stellen könnten, werden verschiedene Regionen der Erde erkundet und auf richtig großen Illustrationen eine Vielzahl an Tieren gezeigt. Bei jedem Tier steht auch gleich der Name dabei. Im Text werden einzelne herausgegriffen und ihr Verhalten, ihr Aussehen, ihr Lebensraum oder ihre Kinderstube näher erklärt. Der Text bleibt kindgerecht und hat so keine zu hohe Informationsdichte, damit die Kleinsten nicht überfordert werden. Es macht richtig Spaß die beschriebenen Szenen dann auch auf den Bilder zu suchen und anzusehen. So verstehen Kinder den Text gleich noch viel besser und der Wortschatz wird nach un nach erweitert. Bald kennen die Kinder nicht nur die verschiedenen Regionen wie Regenwald (Südamerika), Arktis, Antarktis, afrikanische Savanne, den Norden, den Pazifik, die australische Steppe und die Regenwälder Asiens, sondern auch die unterschiedlichsten Tiere, die dort leben.
Das Buch bietet große Anreize zur Beschäftigung. Da sind natürlich auf der einen Seite die bekannten und beliebten Klappen, unter denen sich immer wieder interessante Veränderungen und lustige Details verstecken, auf der andern Seite gibt es Fragen im Text, die die Kinder zur näheren Beschäftigung mit den Seiten und zum genauen Hinsehen bei den Bildern einladen. Besonders gut gefallen mir die Fehlerbilder auf der letzten Seite, die das Gelesene noch einmal rekapitulieren. Es ist interessant, wie viel sich gerade die Kleinsten schon merken können. Meine einzige klitzekleine Kritik ist, dass sich auf den Bildern manchmal unnatürlich viele Tiere befinden. Das ist eben nicht ganz realitätsnah, dafür aber ein wuseliger Spaß für die Kids. Daher 4,5 Sterne
- Katharina E. Volk
Der schlaue kleine Elefant (Deutsch-Englisch)
(2)Aktuelle Rezension von: KinderbuchliebhaberWie steht ihr zu Elefanten?
Ich finde sie ganz faszinierend und total niedlich! 🐘
Daher liebe ich Kinderbücher, die von Elefanten handeln, besonders.
🐘🐘🐘
Der schlaue kleine Elefant
An einem Elefantensonntag kann es schonmal ziemlich langweilig werden.
Um den Sonntag ein wenig lebendiger werden zu lassen, beschließen der leiseste, größte, lauteste und der schnellste Elefant einen Wettbewerb zu veranstalten.
Den sogenannten "Rüsselknotenwettbewerb".
Der leiseste Elefant hat wirklich großes Pech, denn sein Rüssel ist viel zu kurz, um ihn zu Knoten.
Wer wird den Wettbewerb wohl am Ende gewinnen?
Das findet ihr am besten selbst raus.
Es lohnt sich sehr!!!
Ein wundervolles Buch, das auf Deutsch und Englisch vorgelesen werden kann.
Eine amüsante und lehrreiche Geschichte für Kindern ab ca. drei Jahren.
Einfühlsam, realistisch und sehr kindgerecht werden Spielsituationen geschildert, die super als Gesprächsgrundlage für eventuelle Konflikte dienen.
Die Illustrationen sind wunderschön und spiegeln die Geschehnisse sehr gut wieder.
Sie strahlen Freude, Spiel, Spaß und Wärme aus, was hier alle begeistert hat.
Die Gefühle der Elefanten kommen sehr gut rüber, was die Geschichte lebendig werden lässt.
Hier wurde sehr viel Liebe reingesteckt - Das Buch hat Potenzial zum Lieblingsbuch.
Für Kindergärten und besonders für bilinguale Kindergärten eignet sich das Buch perfekt.
Auch für Erstleser ist das Buch durchaus anwendbar.
Das Sahnehäubchen des Buches :
Eine beiliegende CD, die die Geschichte auf beiden Sprachen erzählt! 💿
Ich empfehle das Buch von ganzem Herzen! 💕
Kinderbuchliebhaber
- Sonja Meierjürgen
WAS IST WAS Erstes Lesen easy! Echt schlaue Tiere
(1)Aktuelle Rezension von: Lissi_FilibusterWir haben schon viele Bücher aus der Reihe "WAS IST WAS Erstes Lesen" gelesen und dieses hier ist besonders spannend und interessant!
Wie immer werden wir von einem Tier durch das Buch begleitet, dem Kranken Kalle, der nach jedem Abschnitt zu einem kleinen Lesequiz auffordert. Mein Sohn liebt diese kleinen Rätsel, die sich immer auf den vorangegangenen Text beziehen.
In diesem Band werden besonders schlaue Tiere wie Kraken, Delfine oder auch Rabenvögel vorgestellt. Die Fotos sind wirklich klasse und helfen das Gelesene besser zu verstehen.
Der Text ist für Kinder ab der 1. Klasse super verständlich und mit etwas Übung auch schon selbstständig lesbar. Die Wortwahl ist möglichst einfach gehalten und die Sätze meist sehr kurz, was für Erstleser*innen gerade am Anfang sehr wichtig ist. Auch die Einteilung in mehrere kurze Kapitel ist klasse für das Lesenlernen, da man leicht Stellen zum pausieren finden kann.
Auch zum Vorlesen oder ersten gemeinsamen Lesen ist das Buch wunderbar geeignet.
- Thilo Winter
Die Herde
(36)Aktuelle Rezension von: BirvIn dem Öko-Thriller " Die Herde" beschreibt der Autor Thilo Winter eindringlich die Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt wenn der Mensch massiv in die Natur eindringt und sie verändert.
Alles beginnt als in China eine Herde wilder Elefanten sich auf einen Marsch quer durch eine Provinz begibt und dabei auch menschliche Ansiedlungen zerstört.
Keiner kann sich erklären was die Tiere zu diesem Verhalten bringt aber die chinesische Regierung will die Tiere stoppen und gibt sie zum Abschuss frei.
Peter Danielsson, ein schwedischer Zoologe, ist zufällig dort in der Nähe anwesend um die Errichtung eines gigantischen Staudammes, der Drachenmauer, zu verhindern.
Gemeinsam mit Sui, der Verantwortlichen des Bauprojektes, begibt sich Peter auf die Verfolgung der Herde um sie vor den Jägern zu retten.
Zeitgleich aber passieren in mehreren Orten weltweit ähnliche Szenarien: Tierhorden rotten sich an bestimmten Orten zusammen und lassen sich von den Menschen nicht vertreiben. Was bringt sie dazu?
Der packende Schreibstil von Thilo Winter entführt den Leser in ferne Länder wie China und Mexiko. Durch die kurzen Kapitel und die verschiedenen Handlungsstränge bleibt die Geschichte durchgängig spannend.
Im Laufe der Geschichte werden die parallelen Geschehnisse so miteinander verknüpft dass sich dem Leser am Ende eine eindrucksvolle Auflösung bietet.
Die Protagonisten sind allesamt sehr gut beschrieben und man entwickelt als Leser sehr schnell Sympathien aber auch Antipathien mit den einzelnen.
Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert, die vertikale Schrift passt sehr gut zu Winters bislang erschienenen Romanen.
Zum guten Schluss fügt der Autor noch ein erklärendes Nachwort an, indem einige wirklich geschehene Szenarien erklärt werden.
Ich fand diesen Roman sehr ansprechend und werde auch die anderen Bücher des Autoren demnächst lesen !
Vielen Dank an den Lübbe-Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar!
- Julia Drosten
Die Elefantenhüterin
(19)Aktuelle Rezension von: Jeys_Book_LinesStell dir vor, du musst jemand sein, der du nicht bist...
Das Buch "Die Elefantenhüterin" vom Autorenduo Julia Drosten wurde anhand historischer Tatsachen geschrieben und ist wirklich ergreifend. Man merkt, dass die Autoren eine Recherchen-Reise unternommen haben, um alle wichtigen Informationen zusammenzutragen und glaubwürdig in die Geschichte mit einfließen zu lassen. Am Anfang jeden Kapitels gibt es zudem eine Internet Verlinkung, wo man weitere geschichtliche Informationen sammeln kann, das hat mir richtig gut gefallen.
Der Schreibstil ist äußerst flüssig und verständlich gehalten, sodass ein guter Lesefluss entstehen kann.
Die Handlung spielt um 1800 vor dem historischen Hintergrund Ceylons, dem heutigen Sri Lanka, einem Inselstaat im Indischen Ozean. Die Umgebung von Sri Lanka, den dort lebenden Menschen und deren Kultur ist äußerst gut gelungen. Ich wurde relativ schnell in diese exotische Welt hineingezogen, die wirklich ein Paradies hätte sein können.
Als Leser verfolgt man die geschichtliche Entwicklung Ceylons, das Eindringen der Briten in diese fremde Welt und deren Gewaltausübung auf das gesamte Land. Ganz klar kristallisieren sich hier mitunter Macht, Profitgier, Betrug und Desinteresse für das Brauchtum der dortigen Menschen heraus.
Die vielen fremdklingenden Namen, müssen für europäische Ohren seltsam klingen, ich habe mich aber keinesfalls daran gestört. Die Charaktere an sich waren markant und authentisch gehalten, die enge Bindung zwischen der Natur und den Menschen, hat mich sehr gerührt. Dazu der extreme Kontrast zu den Briten als Kolonialmacht, einer komplett anderen Weltanschauung und Religion, halten den Spannungsbogen weit oben.
Bei mir wurden im Lauf der Geschichte die verschiedensten Emotionen hervorgerufen und ich fand es wirklich schön, dass mitunter auch Werte wie Mut, Glaube und Freundschaft so stark vertreten waren.
Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: Die Liebesgeschichte ist für mich einfach zu plötzlich entstanden, hat aber zu wenig Raum eingenommen, um mich wirklich zu beeinflussen.
Das Ende hingegen war für mich stimmig und ließ mich ziemlich zufrieden zurück.
Alles in allem eine sehr gut recherchierte Story, mit einigen wenigen Rechtschreibfehlern, die mich persönlich aber nicht abgehalten haben, die Geschichte zu genießen. Im Nachhinein wurde mein Horizont wieder um ein Stück erweitert und ich kann diesen farbenprächtigen Historienschmöker guten Gewissens weiterempfehlen!
- Kate DiCamillo
Der Elefant des Magiers
(10)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderEigentlich soll Peter altes Brot und Fisch kaufen. Der Waisenjunge ist aber abgelenkt, denn auf dem Marktplatz steht das Zelt einer Wahrsagerin. Eine Frage brennt ihm auf der Seele. Lebt seine Schwester noch? Das Geld reicht genau für die Frage und so wagt er es. Adele lebt und Vilna Lutz schimpft Peter aus und leugnet, dass Adele noch lebt. Er will ihn weiter als Soldat ausbilden, aber Peter ahnt, da stimmt was nicht. Am gleichen Tag erzählt man sich von einem Elefant den ein Zauberer durch das Operndach krachen hat lassen. Er soll der Schlüssel für Peter und Adele sein und es gibt viele Weggefährten und Freunde. Kate DiCamillo hat mal wieder ein grandioses Kinderbuch verfasst. Sehr spannend, magisch, hoffnungsvoll und mit ganz vielen liebenswerten Figuren. Die Illustrationen von Yoko Tanaka sind einfach wunderbar.
- Christine Denis-Huot
Elefanten
(5)Aktuelle Rezension von: annlu*Elefanten sind eigenartige und intelligente Geschöpfe, die uns im Denken und Sozialverhalten sehr ähneln.*
Schon seit Jahrhunderten faszinieren Elefanten den Menschen – was sich nicht immer positiv auf die Tiere ausgewirkt hat. Dort, wo sie noch frei leben, zeigen sie ihr komplexes Sozialleben. Dieser Bildband verbindet Informationen zu den größten Landtieren mit beeindruckenden Fotografien.
Das Kapitel „Der Fluch des Elfenbeins“ führt in das Thema ein und geht nicht nur auf den Elfenbeinhandel sondern auf die Geschichte der Beziehungen zwischen Menschen und Elefanten ein. Schon hier gibt es die entsprechenden Bilder, sodass historische Gemälde ebenso wie andere Kunstgegenstände, die die Dickhäuter thematisieren, betrachtet werden können.
Danach wird ein Portrait der Tiere geschaffen, das mit ausführlichen Informationen einhergeht. So wird auf die Evolution des Elefanten, seine Lebensweise, seine Ernährung aber auch auf die matriarchalische Struktur seiner Gruppen und das Fortpflanzungsverhalten eingegangen. Der dazu passende Text wechselt von Sachinformationen zu Reportagen, die die Autoren beim Beobachten der Tiere begleiten und ausgewählte Momente daraus beschreiben.
Alle Seiten des Buches zieren passende Bilder. Während manche in Kleinformat die Textseiten auflockern wird anderen mehr Platz eingeräumt, sodass sich in jedem Kapitel den Erklärungen einige Seiten mit Bildern anschließen, die zum jeweiligen Thema passen.
Fazit: Ein sehr schöner Bildband, der ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Texten und Fotografien bietet und ein umfassendes Bild der Dickhäuter zeigt.
- Barbara Voigt
Mein Patenkind heisst Jumbo
(1)Aktuelle Rezension von: Igelmanu66»Das Elefantenbaby scheint höchstens drei Wochen alt zu sein, aber wie viele Stunden voller Lebensangst hat es schon hinter sich? Seine Herde muss in Panik davongestürmt sein vor einer der bewaffneten Wilderer- Banden, die zu dieser Zeit in Kenia unter den Elefanten wüten wie die Berserker. In dem ganzen Durcheinander fiel das verschreckte Elefantenkind in einen tiefen Graben – unter der unbarmherzigen Sonne dem Tod bald näher als dem Leben.«
Erwachsene Elefanten sind große und starke Tiere, denen eigentlich nur der Mensch gefährlich werden kann. Elefantenbabys hingegen sind hilflos und auf ihre Mutter angewiesen, die ihnen die einzige für ihr empfindliches Verdauungssystem geeignete Ernährung gibt, die sie regelmäßig einstaubt und eine Unterstellmöglichkeit bietet, um die zarte Haut vor dem Verbrennen durch die Sonne zu bewahren und die sie vor Raubtieren schützt. Ein Elefantenbaby, dessen Mutter getötet wurde, ist selber zum Tode verurteilt.
Daphne Sheldrick ist in Kenia aufgewachsen und schon als Mädchen begann sie damit, Wildtier-Waisen zu versorgen. Sie zog zahlreiche Antilopen, Zebras, Dikdiks, Büffel und sogar Nashörner groß und entließ sie wieder in die Freiheit. Natürlich wollte sie auch Elefantenbabys retten – aber das gestaltete sich enorm schwierig.
Dieses Buch erzählt ihre Geschichte, wobei die kleinen Rüsselträger von Anfang bis Ende im Mittelpunkt stehen. Der Leser erfährt von den Schwierigkeiten, einem Elefantenbaby die Mutter zu ersetzen und den meist schwer traumatisierten Kleinen neuen Lebensmut zu geben. Und schließlich sollen die Elis nicht zu Zootieren werden, sondern frei und wild bleiben. Nicht leicht, aber es funktioniert.
Der Verein „Rettet die Elefanten Afrikas e.V.“ unterstützt seit über 25 Jahren die Arbeit von Daphne Sheldrick und den Keepern, die sich um die kleinen Elis kümmern, bis sie mit etwa acht oder neun Jahren groß genug sind, um sich aus der Waisen-Familie zu verabschieden und sich einer wilden Herde anzuschließen. Die Arbeit wird ausschließlich über Spenden und Sponsoren finanziert, weshalb für die Baby-Elefanten nicht nur die Hilfe vor Ort zählt, sondern auch das Vorhandensein von Pateneltern.
Das Buch schildert den Alltag der Keeper mit ihren vierbeinigen Schützlingen. Viele wundervolle Fotos lassen das Herz eines jeden Tierfreundes höherschlagen, die dazu gehörenden Berichte sind einfach schön und abwechselnd ergreifend, beeindruckend oder lustig. Die Berichte stellen aber nur einen Teil des Buchs dar, es gibt auch viele Sachinfos rund um die gesamte Thematik.
Das Buch entstand bereits 1995, was für den Leser in drei Punkten wichtig ist. Erstens: Die kleinen vorgestellten Elis sind mittlerweile natürlich nicht mehr klein, wer die sehr informative Webseite des Vereins aufsucht, wird mit Berichten über die aktuell betreuten Babys versorgt. Zweitens und von sehr viel größerer Bedeutung: Im Buch konnte man noch nicht wissen, ob das Projekt langfristig erfolgreich sein wird. Diese Frage kann man mittlerweile getrost mit einem „Ja“ beantworten. Und drittens: Man hoffte damals, dass sich die bedrohliche Situation der Elefanten nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen von 1990 in der Zukunft verbessern würde. Leider ist das nicht eingetreten, die Zahl der noch in Afrika lebenden Elefanten sank allein von 2007 bis 2014 um rund 30 % und seitdem jährlich um etwa 8 %. Hauptursache ist nach wie vor die Wilderei. Diese Zahlen machen die Arbeit Daphnes und der Keeper umso wichtiger.
Fazit: Informativ und berührend. Dieses Buch lässt keinen Tierfreund kalt.
»Elefanten strahlen einen solchen Frieden aus, zeigen so ein soziales Verhalten, dass man sofort anfängt, über sich selbst nachzudenken.«
P.S. Mein Patenkind heißt übrigens Tagwa.
- Gaea Schoeters
Das Geschenk
(15)Aktuelle Rezension von: CasaplancaAuf "Das Geschenk" von Gaea Schoeters habe ich mich schon sehr gefreut, weil mich der vorige Roman der Autorin wirklich sehr beeindruckt hat. Dieser hier bot auch sehr viel Potential, mir war er aber einfach zu kurz, ich hätte es gerne noch etwas ausführlicher gehabt.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und abwechselnd gelesen, es war gut eingesprochen von Johann von Bülow.
Es gibt Elefanten in Deutschland, 20 000 Stück, geschenkt vom Präsidenten von Botswana. Es ist ein politisches Statement gegen Entscheidungen der deutschen Regierung zum Einfuhrverbot von Jagdtrophäen.
Das Buch hat trotz ernstem Thema sehr viel schwarzen Humor und Sarkasmus, das ist köstlich zu lesen. Hier geht es um Konsequenzen von Entscheidungen, hauptsächlich von Entscheidungen, die über andere getroffen werden, ohne dessen Umstände zu berücksichtigen. Solche Entscheidungen fallen täglich, im Großen wie im Kleinen. Hier wird es richtig groß.
Hier wird viel aus der Sicht der Mächtigen geschrieben, es öffnet schon die Augen. Ganz vieles erkennt man aus unserer realen Politik wieder und es ist schon erschreckend nahe an der Wirklichkeit, ich meine die Aktionen und Reaktionen. Der Text ist pointiert und gibt so viel Stoff zum nachdenken, ein Buch, dass ich wirklich jedem empfehlen kann. Sanfte Riesen
(2)Aktuelle Rezension von: Kristall86Elefanten - große, graue Riesen.
Sie sollen nicht nur sehr intelligent sein und ein phänomenales Gedächtnis haben, sondern auch einen ganz besonderen Familieninstinkt besitzen. Im Buch „Sanfte Riesen“ dürfen wir Leser ganz nah an diese Tiere ran ohne sie dabei in ihrem Lebensraum zu stören. Der Fotograf Art Wolfes hat sein ganzes Können und seine ganze Lust in diese Aufnahmen gesetzt. Er zeigt sehr gefühlvoll und einmalig ein Tier voller Anmut und Eleganz. Als Leser wird man regelrecht still und lässt wirklich jedes Bild auf sich wirken. Wolfes zeigt nicht nur asiatische sondern auch die afrikanischen Vertreter und fest steht, er hat ein Meisterwerk mit diesem Buch geschaffen. Er zeigt Tiere mit Anmut, Sanftheit und graziler Eleganz. Er zeigt Leid und Liebe, Angst und Glück und einen Familiensinn der ganz besonderen Art im Tierreich.
Zur Optik und Haptik: Dieses Buch hat nicht nur einen gewaltigen Protagonisten, sondern auch eine imposante Größe. Es wirkt als Coffee-table-Book und das auch ganz zurecht. Man brauch einfach große Bilder für so ein gewaltiges Tier.
Dieses Buch ist eine wunderschöne Hommage an einen wahrlich sanften Riesen - 5 von 5 Sternen!























