Bücher mit dem Tag "elke heidenreich"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "elke heidenreich" gekennzeichnet haben.

21 Bücher

  1. Cover des Buches Alles kein Zufall (ISBN: 9783446286016)
    Elke Heidenreich

    Alles kein Zufall

    (45)
    Aktuelle Rezension von: sansol

    Elke Heidenreich und den ihr eigenen, besonderen Schreibstil sollte man kennen und mögen - dann ist dies ein ganz tolles Buch. 

    In vielen kurzen Geschichten, manchmal sogar nur wenigen Sätzen kommt ihr Humor super zur Geltung. Teilweise sind es sehr persönliche, mal witzige oder aber nachdenkliche Geschichten, alle alphabetisch nach den jeweiligen Überschriften sortiert. 

    Ein besonderes Leseerlebnis für gemütliche Nachmittage oder Abende, nichts was man schnell hintereinander weg lesen sollte.

  2. Cover des Buches "Geschnitten oder am Stück?" (ISBN: 9783499239779)
    Elke Heidenreich

    "Geschnitten oder am Stück?"

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Elke Heidenreich hat einige Geschichten von Else Statmann hier aufgeschrieben...weil die Metzgersgattin immer im Dialekt spricht, kann man die Rechtschreibung schon mal gleich vergessen, man muss sich als Leser den Text gesprochen vorstellen.
    Heidenreichs normale Hausfrau plaudert hier munter drauf los über Politik, die Königshäuser, das Fernsehprogramm, Kindererziehung und Literatur. Wir erfahren z. B., was Goethe ass oder wir erfahren leider nicht, wovon Simmels "Liebe ist nur ein Wort" handelt. Die Geschichten sind aus den 70er und 80er Jahren und haben darum teilweise altmodische Themen wie Waldsterben, Kalter Krieg oder Sommerzeit. Was Weihnachtsbutter ist, habe ich nicht wirklich verstanden. Mein Lieblingsspruch: "Im Kappetalismus, da beutet der Mensch den Menschen aus, nä, un in Sozialismus is datt irgendwie umgekehrt oder so..."
    Ich finde die Figur der Else Stratmann genial.

  3. Cover des Buches Alte Liebe (ISBN: 9783596512027)
    Elke Heidenreich

    Alte Liebe

    (142)
    Aktuelle Rezension von: Sarita143

    Dialoge zwischen einen Ehepaar, das schon Jahrzehnte zusammenlebt. Das sich kennt, mal weniger mag und dann wieder zu einander findet. 

    Das Buch ist kurzweilig und mit vielen Dialogen durchzogen. Es gibt wenig Handlung, aber die Dialoge zwischen den beiden sind toll, voller Gefühl, Sarkasmus, liebevoll, mitreißend. Man erkennt die Vertrautheit, das in- und auswendig kennen nach so vielen Jahren des Zusammenseins. 

  4. Cover des Buches Hier geht’s lang! (ISBN: 9783961612055)
    Elke Heidenreich

    Hier geht’s lang!

    (64)
    Aktuelle Rezension von: raphael-edward

    Inhalt:

    In ihrem Buch "Hier geht's lang", beschreibt Elke Heidenreich welche Werke von Autorinnen sie in ihrem Leben, seid ihrer Kindheit las und wie sie von ihnen beeinflusst wurde. Wir erfahren Geschichten, wie das es einer Lehrerin gar nicht passte, dass ein sogenanntes Arbeiterkind Abitur macht und auch von ihrem Studium, wo Literatur von Autorinnen nicht zu finden war oder aus Sicht von Professoren nicht als erwähnenswert galt.

    Cover:

    Elke Heidenreich bei ihrer liebsten Beschäftigung, ein schönes geschmackvolles Cover.

    Mein Eindruck:

    Den Namen Elke Heidenreich habe ich natürlich schon gehört, es war trotz alledem mein erstes Buch von ihr und genau der richtige Einstieg.

    Man erfährt nicht nur etwas über das Leben von Elke Heidenreich, sondern auch über die Literaturlandschaft, besonders im Hinblick auf  Autorinnen.

    Fazit:

    Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert, besonders wenn man sich für die Literaturwelt und den Einfluss von Autorinnen und deren Stellenwert interessiert.

    Was mich bei diesem Buch traurig gemacht hat war, dass ich selbst in meiner Schulzeit in den 90er bis 2000er Jahren im Deutschunterricht, trotz Deutschlehrerinnen kein einziges Buch von Autorinnen vorgestellt bekommen habe. Nur im Englischunterricht hat ein Lehrer mit uns ein Werk einer Autorin gelesen und zwar Agatha Christie "and then there were none". Dieser Lehrer las mit jüngeren Schüler*innen auch "Harry Potter" von J. K. Rowling.

  5. Cover des Buches Rudernde Hunde (ISBN: 9783446242616)
    Elke Heidenreich

    Rudernde Hunde

    (81)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Es handelt sich um kurzweilige Alltags-Geschichten, die gut unterhalten ohne jedoch viel Tiefgang aufzuweisen. Amüsant geschrieben zaubern sie dem Leser immer mal wieder ein Lächeln aufs Gesicht oder stimmen handkehrum nachdenklich. Gefallen hat mir die Anfangs- und End-Geschichten-Idee, die den Kreis schliesst und das Buch wunderbar abrundet.

  6. Cover des Buches Kolonien der Liebe (ISBN: 9783499240546)
    Elke Heidenreich

    Kolonien der Liebe

    (51)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Dies ist nun die 2. Kurzgeschichtensammlung über die Liebe, die ich von Elke Heidenreich gelesen habe. Auch diese hat mir gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wieder sehr gut und die Geschichten liessen sich sehr flüssig lesen. Es gab was zum schmunzeln und nachdenken. Eine gute Mischung. 

    Manche Geschichten konnten  mich sehr begeistern manche weniger. Daher 4 Sterne von mir und eine Leseempfehlung. So eine Sammlung ist immer mal schön zu lesen für zwischendurch. 

  7. Cover des Buches Nero Corleone (ISBN: 9783844531428)
    Elke Heidenreich

    Nero Corleone

    (34)
    Aktuelle Rezension von: Stolli

    Nero Corleone von Elke Heidenreich, mein erstes Buch von Ihr, kenne Sie eigentlich nur als Else Stratmann, Inhalt wie immer im Link, mein Fazit:


    Schon die die schönen Bilder von Quint Buchholz sind ein Highlight aber dann die Geschichte vom liebenswerten Kater mit dem Löwenherz der am Ende schweren Herzens seine geliebten Menschen ziehen lassen muss um in der Heimat mit der kleinen Grigiolina glücklich zu sein, man kann das Büchlein einfach nicht aus der Hand nehmen, ich bin hin und weg.


  8. Cover des Buches Böse Weihnachten (ISBN: 9783423202121)
    Lutz-Werner Wolff

    Böse Weihnachten

    (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Altern (ISBN: B0D1VTXVQZ)
    Elke Heidenreich

    Altern

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Kat.Ja

    Alle wollen alt werden, niemand will alt sein.
    Der Widerspruch ist absurd, das Leiden daran real.
    Wie lernen wir, so gut wie möglich damit zurechtzukommen?
    Geht das, alt werden und ein erfülltes Leben führen?
    Elke Heidenreich hat sich mit dem Altwerden beschäftigt. Herausgekommen ist dabei ein Buch, wie nur sie es schreiben kann.
    Persönlich, ehrlich, doch nie gnadenlos, mit einem Wort: lebensklug.
    Sie denkt über ihr eigenes Leben nach, und das heißt vor allem, über ihre Beziehungen zu anderen Menschen.
    Im Alter trägt man die Konsequenzen für alles, was man getan hat.
    Aber mit ihm kommt auch Gelassenheit, und man begreift: "Das meiste ist vollkommen unwichtig. Man sollte einfach atmen und dankbar sein."

    An Elke Heidenreich scheiden sich die Geister.
    Über sich selbst sagt sie "Ich bin keine nette Alte".
    Aber auch: "Ich will wach sein, aufmerksam. Ich will Zeuge der Welt sein - aber nicht mehr für alles zuständig".
    Den letzten Satz unterschreibe ich.
    Wie will ICH mit 80 sein?
    Dieses vom Umfang her eher kleine Buch, hat einen großen Inhalt.
    Elke Heidenreich erzählt mit ruhiger Stimme und viel Gelassenheit ihre Sicht auf das älter werden, über das Alter generell und - ja, auch über den Tod.
    Sie tut dies mit großer Ehrlichkeit und nie beschönigend, dabei teils witzig, teils ironisch, stellenweise noch immer kämpferisch, stets respektvoll.
    Einzelne kurze Einflechtungen ihres eigenes Leben sind verblüffend selbstkritisch, aber nie bitter oder zornig, schon gar nicht klagend. Viel eher reflektierend und akzeptierend.
    Ich bin nicht mit allem einverstanden, das meiste jedoch spricht mir aus der Seele.
    Gespickt mit vielen klugen Zitaten hört (oder liest) sich dieses Buch wie eine Anleitung für einen Weg zu dem, was man wohl altersweise nennt.
    Ja, so will ich mit 80 sein: Gelassen, zufrieden, dankbar - und nicht mehr für alles zuständig.

  10. Cover des Buches Frauen und Leidenschaften (ISBN: 9783837142044)
    Elke Heidenreich

    Frauen und Leidenschaften

    (16)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    Frauen und Leidenschaften: Wer könnte darüber besser berichten als Elke Heidenreich. Schlummern doch in ihrer Brust so einige Leidenschaften, die sie – sehr zur Freude ihres Publikums – regelmäßig aus dem besagten Schlummer erweckt und ans Licht der Öffentlichkeit bringt. Ihre wohl größte Leidenschaft ist das Schreiben, und so hat sie zu einigen Veröffentlichungen für/von/mit/über Frauen schon einige Vor- und Nachworte verfasst.

    Anlässlich ihres 75. Geburtstags vor drei Jahren nahm sie diese Texte nochmals zur Hand, entstaubte sie und las sie erstmals ein (eine weitere ihrer Leidenschaften). Denn diese Texte sind viel zu schade, um in Büchern oder Anthologien in Vergessenheit zu geraten, da es sich zudem um Themen handelt, die sie (O.-Ton!) „leidenschaftlich bewegen“. Sie ist eine Frau, die viel liest, viel schreibt, gerne am Meer lustwandelt, sich Rosen schenken lässt und ihr Leben mit einem Mops teilt (…hin und wieder durchaus auch mit einem Mann, aber der bessere Lebensbegleiter bleibt der Hund!).

    Und schon sind wir mitten drin im Geschlechter-Clinch. Zu jedem Thema verdeutlicht die Autorin uns äußerst überzeugend, dass Frauen und Männer aufgrund ihrer unterschiedlichen Programmierung rein genetisch nicht zusammen passen können (Diese Tatsache war mir als schwuler Mann durchaus schon seit geraumer Zeit bewusst). Und so kontert sie gegenüber den Dichtern und Denkern, Seebären, Rosenkavalieren und Hundehaltern unter all den Männern auf der Welt höchst unterhaltsam und kurzweilig. In ihren eleganten Ausführungen lässt sie Sprüche, Zitate und Anekdoten einer Vielzahl an Literat*innen einfließen, die ich mir leider nicht ansatzweise merken konnte und mir darum – ungewöhnlich für ein Hörbuch – eine Anlage mit Quellenverweise gewünscht hätte. Hängen geblieben ist mir (wie könnte es auch anders sein) ihr Zitat von Erich Kästners „Marktanalyse“, das – schon im Jahre 1949 veröffentlicht – so herrlich genüsslich die akademische Hochnäsigkeit mancher Männer ad absurdum führt:

    Der Kunde zur Gemüsefrau: „Was lesen Sie denn da, meine Liebe? Ein Buch von Ernst Jünger?“
    Die Gemüsefrau zum Kunden: „Nein, ein Buch von Gottfried Benn. Jüngers kristallinische Luzidität ist mir etwas zu prätentiös. Benns zerebrale Magie gibt mir mehr.“

    Sollte hier nun der Eindruck entstehen, dass die Autorin bei ihren Ausführungen die Männer nicht allzu gut wegkommen lässt, dann kann ich versichern „Ja, es stimmt!“, aber bei jedem Seitenhieb auf das angeblich starke Geschlecht ist ein schelmisches Augenzwinkern ebenso wahrnehmbar.

    Mit diesem Hörbuch beweist Elke Heidenreich abermals, dass sie eine brillante Vorleserin ist, die mit Intelligenz, Humor und (Selbst-)Ironie zu begeistern weiß. Zu gerne würde ich sie wieder einmal bei einer Live-Lesung hören und sehen: ein Erlebnis, das bisher eine ungetrübte Freude bei mir hinterließ. Bis es endlich soweit ist, erfreue ich mich weiter an diesem Plädoyer für die starken, talentierten und selbstbewussten Frauen dieser Welt…!

  11. Cover des Buches Erika oder Der verborgene Sinn des Lebens (ISBN: B007A311Z8)
    Elke Heidenreich

    Erika oder Der verborgene Sinn des Lebens

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Veronika ist ausgelaugt und so kommt die Einladung von ihrem Exmann, ihn über Weihnachten in Italien zu besuchen gerade recht. Und kurz vor der Abreise will sie ihm nur eine Kleinigkeit kaufen und entdeckt im Geschäft ein lebensgroßes Plüschschwein, welches sie Erika tauft. Und zusammen begeben sie sich auf eine erstaunliche Reise.

    Ich mochte die Geschichte und auch die Message dahinter sehr, auch wenn sie für mich noch etwas deutlicher hätte sein können.

  12. Cover des Buches "Mit oder ohne Knochen?" (ISBN: 9783499239977)
    Elke Heidenreich

    "Mit oder ohne Knochen?"

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Das ist der dritte Band von Else Stratmann, der Metzgersgattin bzw. da nicht mehr, weil sie die Metzgerei verkauft haben und sich zur Ruhe setzen. Immer das ganze Tiereschlachten war ja nichts auf Dauer. Aber in diesem Buch lästert sie noch mal schön ab über die Bundeswehr, Tschernobyl, die deutsche Post, den Bundestag, Schweinezucht und Prominente. Die Geschichten sind noch witziger als die ersten. Beim Politischen fällt mir auf, dass man damals noch politische Witze machen durfte, über Nazis, Islam, die Grünen und Amerikaner, ohne dass man gekündigt wurde. Im Gegenteil, offenbar haben die Menschen in den 80ern darüber noch lachen können.
    Ich denke, dass Elke Heidenreich auf diese Weise heute keine Karriere mehr anfangen könnte.  Ich bewundere Elke Heidenreich für diese freche Schnauze. Zum Anhören von der Autorin dargestellt natürlich noch genailer als geschrieben. Als krönender Abschluss das Nibelungenlied unter der Rubrik "Mord und Totschlag".
  13. Cover des Buches Best of also ... (ISBN: 9783499332166)
    Elke Heidenreich

    Best of also ...

    (3)
    Aktuelle Rezension von: wollsoeckchen88
    Klappentext: "Waren die Missgeschicke nicht alle Winke des Himmels?" Seit 1983 hat Elke Heidenreich in der "Brigitte" die großen Zeitläufe und die kleinen Alltagsdinge kommentiert. Nachdenklich, kritisch und amüsant hat sie dabei Situationen beschrieben, in denen wir uns alle wiederfinden konnten. Dieser Band versammelt ihre schönsten Kolumnen aus den Jahren 1996 - 2000. Meinung: So finden sich in dem Büchlein denn Kolumnen zu verschiedensten Themen, sei es der Badeanzugkauf, der Unterschied zwischen Mann und Frau oder das Verhalten von Menschen an Briefkästen. Stets schafft es Frau Heidenreich die Dinge mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu betrachten, schreibt klug und witzig zugleich. So macht das Lesen Spaß und das Büchlein, das sich auch zum Zwischendurchlesen im Wartezimmer oder in der S-Bahn eignet, hat man schnell durch und wünscht sich bald, es wäre länger.
  14. Cover des Buches Der Welt den Rücken (ISBN: 9783596296125)
    Elke Heidenreich

    Der Welt den Rücken

    (103)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Dieser Kurzgeschichtenband fand ich im Bücherschrank und hatte keinerlei Erwartungen. Bisher hatte ich noch nie etwas von Elke Heidenreich gelesen. 

    Diese Kurzgeschichten handeln um die Liebe. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut und konnte mich fesseln. Die Geschichten hatten Tiefgang und brachten mich zum Nachdenken. Sie haben mich gut unterhalten und brachten mich auch zum schmunzeln. Es gab auch immer mal Bezüge zu politischen Ereignissen, was mir auch gefallen hat. Eine gelungene Mischung wie ich finde. 

    Es gab Kurzgeschichten wie die 1. und letzte, die mich sehr begeistert haben. Und auch welche, die nicht so meinen Geschmack gezroffen har. Daher 4 Sterne von mir und eine Leseempfehlung. 

    Von Elke Heidenreich werde ich auf jeden Fall noch mehr lesen und freue mich, dass ich sie für mich entdeckt habe. 

  15. Cover des Buches Männer in Kamelhaarmänteln (ISBN: 9783596523184)
    Elke Heidenreich

    Männer in Kamelhaarmänteln

    (74)
    Aktuelle Rezension von: Schmuck_Guggerin

    Das Buch mit kurzen Texten von Elke Heidenreich ist in fünf nach Farben bezeichnete Kapitel eingeteilt. Alle Texte sind in der uns gewohnten, lockeren Sprache der Autorin abgefasst. Man könnte denken, sie säße mit uns im gleichen Raum und begänne zu erzählen.

    Es sind die ganz alltäglichen Situationen rund um das, was wir uns selbst als Kleidung aussuchen.

    Dabei werden auch Fragen angesprochen, die über das Kleidungsstück hinaus gehen.Was passt zu mir? Was ist gerade modern? Es werden Wünsche nach einem Textil, das man unbedingt haben muss, auch wenn es scheinbar nicht zu einem passt, formuliert. 

    Ich habe sehr oft in ihren Texten Situationen aus früheren Jahren wieder gelesen. Genau darin, nämlich sich an Vergangenes zu erinnern, liegt für mich ein Teil des Wertes dieses Buches. 

    Elke Heidenreich schreibt in einer Lockerheit, in der auch totgeglaubte Kleidungsstücke wieder zu ihrem Recht kommen.

    Das Buch ist sehr unterhaltsam, ließ mich manchmal lächeln, aber auf alle Fälle weiß ich nun, dass Kleidung oft auch Wahrheiten über Menschen erzählen kann.

  16. Cover des Buches Aves | Vögel. Charakterköpfe (ISBN: 9783862181339)
    Tom Krausz

    Aves | Vögel. Charakterköpfe

    (5)
    Aktuelle Rezension von: ursheinzaerni

       Vögel begleiten uns zeitlebens, vom Klapperstorch als Symbol für die Geburt eines Kindes bis zum Waldkauz als Totenvogel, der, gemäß Volksglauben, auffallend oft zur Stelle ist, wenn ein Mensch    im Sterben liegt. Vögel markieren mit ihrem Gesang den Tagesbeginn und das Ende des Tages. Der archaische Flug der Wildgänse markiert Jahr für Jahr das Ende des Sommers und des Winters. Jedesmal    wieder ist es ein bewegendes Ereignis, die Rufe der Zugvögel zu vernehmen und ihre V-Formation am Himmel zu sehen. Vögel sind Sehnsuchtsbild und Projektionsfläche des Menschen, Gegenstand    zahlreicher Texte, Mythen, Bilder und Lieder. Sie sind allgegenwärtig mit ihren Stimmen und Rufen, dem Rauschen ihres Gefieders — und ihrer Schönheit, die uns staunen lässt. Die österreichische    Autorin Marlen Haushofer verfasste am 26. Februar des Jahres 1970, wenige Wochen vor ihrem Tod, einen letzten Text, der als so etwas wie ihr „literarisches Testament“ gilt, und in dem die Vögel    eine besondere Erwähnung finden:

       

       „Und was ist die Seele? Wahrscheinlich hast Du nie eine gehabt, nur Verstand, und der war nicht bedenkend der Gefühle. Oder war da manchmal noch etwas anderes? Für Augenblicke? Beim Anblick von    Glockenblumen oder Katzenaugen und des Kummers um einen Menschen, oder gewisse Steine, Bäume und Statuen; der Schwalben über der großen Stadt Rom.“

       

       Im Kinderbuch-Klassiker „Der geheime Garten“ von Frances Hodgson Burnett wird ein Rotkehlchen zum wichtigsten Begleiter der einsamen Protagonistin, führt sie zu einem verrosteten Schlüssel und    zum geheimen Garten. Die Spatzen von Paris — „Tschibedi-Tschip, Tschibedi-Tschip-Tschip-Tschip“ — schauen in alle Fenster der Stadt und erzählen sich am Eiffelturm, „was man gesehen hat“. In der    eigenen Erinnerung zeigen sich Orte eng mit der Anwesenheit von Vögeln verknüpft.

       

       Der in Hamburg geborene Fotograf und Filmemacher Tom Krausz spürt in seinem Buch „Aves Vögel Charakterköpfe“, 2020 im Dölling und Galitz Verlag erschienen, im Dialog mit Texten von Elke    Heidenreich und Urs Heinz Aerni jener spezifischen Gruppe der Wirbeltiere nach, deren Vertreter als gemeinsame Merkmale unter anderem Flügel, eine aus Federn bestehende Körperbedeckung und einen    Schnabel aufweisen. Seine so bemerkenswerten wie berührenden Fotoporträts in Schwarz-Weiß zeigen in subjektiver Auswahl 65 Vogelarten: würdevoll und skeptisch, kämpferisch und verletzlich    erscheinende Gesichter. Das Buch, das einen Essay des Literaturwissenschaftlers Dietmar Schmidt zur Physiognomie sowie des Weiteren biologische Zusatzinformationen zu den gezeigten Vogelarten    enthält, führt Bild und Text zu einem Gesamtkunstwerk zusammen.

       

       „Sie sehen uns an“

       Noch nie, schreibt Elke Heidenreich in ihrem einleitenden Text, habe sie in so viele faszinierende Vogelgesichter geblickt wie in diesem Buch: Wir sehen „sprechende Gesichter, Charakterköpfe:    Rechtsanwälte, Mafiosi, Hausfrauen, Charmeure, Betrüger und Naive — wie im richtigen (Menschen-)Leben —, wir sehen den Punk und den strengen Gelehrten“. Die fotografischen Arbeiten von Tom Krausz    lassen uns, so Heidenreich, die Individualität jedes einzelnen dieser Tiere begreifen: „Sie sehen uns an“. „Auge in Auge“, betitelt denn auch Krausz seine einführenden Worte: Ein Mensch und ein    Vogel stehen sich gegenüber. Die Faszination für Vogelgesichter sei der ausschlaggebende Impuls für den Beginn dieses Buchprojekts gewesen, bemerkt der Fotograf. Schon des Öfteren hatte er Vögel    in freier Wildbahn fotografiert und wusste, dass es dabei um „Geduld, Ruhe und immer wieder auch um Glück“ bei den Aufnahmen geht. Jedoch die Konzentration auf klassische Schwarz-Weiß-Porträts    als Profil, Halbprofil, Frontalaufnahme oder Brustbild sei zunächst ungewohnt für ihn gewesen. Nach anfänglichen mittelmäßigen Erfolgen habe er sich für ein neues Objektiv entschieden, ein    längeres Teleobjektiv, was wiederum neue Probleme mit sich gebracht habe: Man müsse die Vögel im richtigen Licht antreffen, um sehr kurze Belichtungszeiten zu ermöglichen. Mit dem neuen Objektiv    konnte Krausz den Vögeln „endlich in die Augen schauen. Plötzlich und begeistert erkannte ich unruhige Blicke, die müden Augen eines Watvogels, die hellwache Jägeriris, ich sah Neugierde, Stolz,    aber auch Misstrauen.“ Für die meisten Vögel, die ja mithilfe ihrer außerordentlichen Sehkraft leben und überleben, sei er genauso im Fokus gewesen wie sie für ihn: Eine interessante Umkehr der    Perspektive, die den Schauenden selbst zum Angeschauten, den Beobachter zum Beobachteten macht, und zu Empathie führt. Manche Vögel hätten ihre Mätzchen gemacht, berichtet Krausz, wenn die Kamera    auf sie gerichtet war, wie zum Beispiel der Kea oder „die immer zu Späßen aufgelegten Tukane und Papageien“. Einige der Aufnahmen entstanden auf Reisen in Neuseeland, Galapagos und Schottland,    die meisten jedoch im Weltvogelpark Walsrode und im Vogelpark Niendorf an der Ostsee. Im eigenen Garten fotografierte Krausz Elster, Sperling, Meise und Co. Seine Absicht sei es, mit seinen    „Charakterköpfen“ zu vermitteln, welche erstaunliche Vielfalt die Vogelwelt — die artenreichste Klasse der Landwirbeltiere — aufweise. Viele der abgebildeten Vögel sind als eigene Art vom    Aussterben bedroht. Im Buch wird in den Informationen zu jedem Vogel angegeben, welchen Status die IUCN (International Union for Conservation of Nature) der jeweiligen Vogelart zuordnet. Darüber    hinaus unterliegen viele Arten Gefährdungen, die oft nur in regionalen „Roten Listen“ verzeichnet sind.

       

       „Grauwerte von Farben“

       Dietmar Schmidt geht in seinem Kurzessay „Der erste und der letzte Blick“ auf Begriff und Geschichte der Physiognomik ein und stellt die Frage, inwiefern ein physiognomischer Blick noch    zeitgemäß, ob eine Wahrnehmung, die von einem reduzierten, aus Zusammenhängen herausgelösten Bild ausgehe, dem heute geforderten (ganzheitlichen) ökologischen Denken angemessen sei. Die    Fotografien von Tom Krausz würden von einer eindrucksvollen ästhetischen Entscheidung geprägt: „Sie sind in Schwarz-Weiß. Sie zeigen die Grauwerte von Farben, nicht ihre Buntheit“. Zusätzlich zur    besonderen Fokussierung der Porträtfotografie (ihrer Ausblendung von Umgebungen, ja, von Teilen des Körpers) führe dies zu einer weiteren spürbaren Konzentration: „Wenn wir ehrlich sind, bleibt    uns nichts als die Physiognomie. Unsere Tierliebe gilt heute den Individuen“.

       Die porträtierten Vögel werden nach Luft-, Wasser-, Lauf- sowie Ansitz- und Lauerjägern kategorisiert, des Weiteren nach Aasfressern, Wassersuchern, Baumsammlern und/oder Bodensammlern.

       

       Fakten mit Humor

       Die Texte von Heidenreich und Aerni — des Schweizer Journalisten, Autors und Kulturvermittlers, der zudem bei „BirdLife“ ausgebildeter Feldornithologe ist und über sich sagt: „Immer schon spürte    ich in mir eine ornithologische Affinität, keinen blassen Schimmer, woher. Als Bub schlich ich fernglasbewehrt über Wiesen und durch Felder, während meine Kumpels die Mopeds frisierten“ — treten    in Dialog mit den jeweiligen Vogelgesichtern, greifen auf literarische Bezüge bis hin zu Mittelalter und Minnesang zurück und zeigen die durchgängige und vielgestaltige Präsenz der Vögel im Leben    der Menschen auf. Viel Wissenswertes ist zu erfahren, beispielsweise, warum der Tukan es schafft, mit seinem Riesenschnabel, der doch immerhin mehr als ein Drittel seiner gesamten Körperlänge    beträgt, nicht nach vorne zu kippen: Der Grund hierfür ist, dass der Schnabel fast nichts wiegt, er ist „federleicht, leichter als Kork, äußerst stabil, und Flugzeugbauer denken über so ein    Wundermaterial bereits nach für ihre Konstruktionen“. Die Texte verbinden Fakten mit Humor und nachdenklicheren Tönen, sind getragen von Sympathie, ja Liebe zu ihrem Gegenstand, nähern sich ihm    mal strategisch, mal assoziativ ihrem Thema an.

       

       „Die stille Größe der Schleiereule“

       In der Betrachtung der Tierporträts kann man sich verlieren: Man taucht tief ein in diese Gesichter und in das, was sie erzählen mögen, schlüpft imaginär in das gefiederte Gegenüber, führt ein    Zwiegespräch mit diesem: Was gibt es zu berichten? Was wurde erlebt? Wovon erzählen diese Augen, dieser Kopf, dieser Schnabel? Tom Krausz lässt uns ganz nah herankommen an diese Tiere, die doch    so flüchtig sind und sich einfach in die Lüfte erheben können. Zu jedem Vogel findet sich ein ganzseitiges Porträt in Form eines großformatigen Fotos, immer auf der rechten Buchseite. Links die    Fakten: Spezifische Merkmale, Vorkommen, Lebensweise, Rote-Liste-Status (IUCN). Herrlich der wache und klare, aufmerksame Kopf des Turmfalken; der schräggelegte Kopf und das clowneske Gebaren des    Krauskopfarassari; die Erhabenheit des Lannerfalken sowie seine unfassbar schöne Gefiederzeichnung; der kritisch-eindringliche, so weise wie fesselnde Blick des Weißkopfseeadlers; die stille    Größe der Schleiereule und ihr herzförmiges, helles Gesicht. Imposant das gestrenge Antlitz des Sunda-Fischuhus; die Gefieder-Fülle des Rosaflamingos, aus der ein Auge aufblitzt und uns direkt    ansieht; der nonchalante Gesichtsausdruck des Schuhschnabels. Fantastisch der entzückende Federkragen des gefährdeten Kea, um dessen Muster, wie Heidenreich bemerkt, „ihn selbst Coco Chanel    beneiden würde“; äußerst attraktiv der Kopfschmuck von Blauem Pfau (nur seine Federn, nur die Pfauenfedern, erfahren wir im Begleittext, dürfen als Lesezeichen in den Koran gelegt werden),    Fächertaube (potenziell gefährdet) und Kronenkranich (gefährdet).

       

       „Balanceakt zwischen Information und Genuss“

       „Aves Vögel Charakterköpfe“ ist ein so schönes wie beeindruckendes, so unterhaltsames wie informatives, so kurzweiliges wie nachdenklich stimmendes Buch. Es wurde nominiert für den „Black &    White Spider Award 2020“, stand auf der Shortlist beim „Deutschen Fotobuchpreis 2021“ sowie auf der Hotlist von Bayerns „Beste Independent Bücher“ (2020). In sich ausgewogen, meistert es    bravourös den schwierigen Balanceakt von Information-Genießen-Schauen-Verweilen-Aufmerksamkeit und Bewusstsein schaffen. Nie kommt es belehrend daher, immer aber persönlich und nahbar.

       

       Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, den Spuren jener so faszinierenden wie flatterhaften gefiederten Wesen weiter zu folgen, dem sei die aktuelle Ausstellung „Für die Vögel“ des MGKSiegen ans    Herz gelegt, die sich — noch bis zum 9.11.2025 — der kulturellen Relevanz von Vögeln in künstlerischen Erzählräumen der Gegenwart widmet und die Bedeutung der Vögel in verschiedenen Kontexten    thematisiert; zudem der Bildband „Vögel“ des Londoner Fotografen Tim Flach, erschienen im Knesebeck Verlag; schließlich ein Vogelspaziergang „mit Geschichten drum herum“ in Begleitung von Urs Heinz Aerni.

       


       Katja Hachenberg wurde in Rheinland-Pfalz geboren, studierte Germanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften an der Universität Siegen, wirkte u. a. als Wissenschaftliche Mitarbeiterin    an der Universität Kassel und promovierte im Fachgebiet „Literatur und Medien“. Nach beruflichen Stationen in Kassel und Karlsruhe, lebt sie heute in der Region Westerwald-Siegen in    Rheinland-Pfalz. Sie veröffentlichte mehrere Bücher u. a. „Welt ohne Inventar“ zusammen mit Reinhard Voss (2017), „Yellow room“ (2014), „Der Berg der Vergessenheit“ (2013). 

  17. Cover des Buches Der Welt den Rücken (ISBN: 9783036911151)
  18. Cover des Buches Ab morgen wird alles anders (ISBN: 9783837139686)
    Elke Heidenreich

    Ab morgen wird alles anders

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Durga108

    Elke Heidenreich ist eine Meisterin darin, das Alltägliche mit scharfem Witz und tiefgründiger Ironie zu durchleuchten. In ihrem Buch Ab morgen wird alles anders sammelt sie ihre Kolumnen, die über 17 Jahre in der Zeitschrift Brigitte erschienen sind, und macht daraus eine brillante Mischung aus Humor, Lebensweisheit und Gesellschaftskritik.

    Ich mag Elke Heidenreichs Stimme sehr, das Tempo und die Lebendigkeit, mir der sie liest. Sie bringt mich zum Lachen und zum Nachdenken. Elke Heidenreich schafft es, das Leben in all seinen Facetten humorvoll und ehrlich zu reflektieren.

    Wer Lust auf kluge, humorvolle und tiefgründige Texte hat, wird mit dieser Lesung eine wunderbare Zeit erleben. 

  19. Cover des Buches Nero Corleone kehrt zurück (ISBN: 9783423625715)
    Elke Heidenreich

    Nero Corleone kehrt zurück

    (74)
    Aktuelle Rezension von: Stolli

    Nero Corleone kehrt zurück von Elke Heidenreich ist mein zweites Buch nach Nero Corleone von Ihr, kenne Sie eigentlich nur als Else Stratmann, Inhalt wie immer im Link, mein Fazit:


    Auch hier fallen wieder die schönen Bilder von Quint Buchholz auf, etwas überraschend war die "Nebenrolle" von Nero und dafür Isolde und Elsa als Hauptdarsteller aber das Wichtigste, der jetzt große freche Nero ist wieder zurück und die Geschichte war sehr schön.

  20. Cover des Buches Erika (ISBN: 9783499235139)
    Elke Heidenreich

    Erika

    (133)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Betty weiß vor den Feiertagen noch nicht so recht was machen. Als ihr Ex-Freund Franz anruft und sie nach Lugano einlädt, sagt sie zu. Mitten ins Getümmel stürzt sich Betty und kauft im KaDeWe ein großes rosa Plüschschwein. Sie nennt es Erika und wird im Kaufhaus, auf der Straße und kurz darauf am Flughafen beäugt und bestaunt. Diese Erika schaut sie so treu an und sie wird angesprochen und kommt ins Grübeln und Nachdenken und vielleicht wird der 24.Dezember dieses Jahr doch noch ganz anders als geplant für Betty und Erika.

    Elke Heidenreich ist eine wunderbar warme Weihnachtsgeschichte gelungen mit bezaubernden Bildern von Michael Sowa.

  21. Cover des Buches Frauengeschichten (ISBN: 9783579086590)
    Hubertus Meyer-Burckhardt

    Frauengeschichten

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Meyer-Burckhardts Buch zu seiner NDR-Info-Sendung gleichen Namens über für ihn "starke Frauen". Ob man aber wirklich meint, von Ina Müller oder Barbara Schöneberger noch nicht alles zu wissen, muß jeder selbst entscheiden. Natürlich sind alle Ehemänner und ehemalige Theaterregisseure wunderbar, alle Frauen sind ganz wunderbar altruistisch veranlagt und kollegial gegenüber anderen künstlerisch Schaffenden. Aber wie sich manche dieser Gesprächspartnerinnen durch Lebenskrisen geboxt haben und auch Schwächemomente kennen, relativiert doch die eigenen Probleme, die jeder mit sich rumträgt. 

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