Bücher mit dem Tag "eltern-kind-beziehung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "eltern-kind-beziehung" gekennzeichnet haben.

59 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442756841)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

     (913)
    Aktuelle Rezension von: Dragonfly666

    Dieses Buch setzt sich mit einem sehr aktuellen und akuten Thema unserer Zeit auseinander. Das Bienensterben und vor allem: was wird die Menschheit tun, wenn es keine Bienen mehr gibt - wenn die Pflanzen nicht mehr bestäubt werden. 

    Erzählt wird in 3 verschiedenen Zeiten - von 3 verschiedene Leben, die doch am Ende in gewisser Weise miteinander zu tun haben.

    Ich hatte am Anfang etwas Mühe mit dem Buch, jedoch gegen Mitte war ich dann doch in der Story drin und fand dann schon, dass es sehr zum Nachdenken anregt. Definitiv ein ernstes Thema, was wir nicht unterschätzen sollten. Man kann der Story gut folgen, es gibt keine Plottlöcher und die Handlung und die Geschichte der einzelnen Personen klingt sinnig.

  2. Cover des Buches Willkommen in Night Vale (ISBN: 9783608961379)
    Joseph Fink

    Willkommen in Night Vale

     (135)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    Night Vale ist eine Kleinstadt wie jede andere…oder etwa doch nicht? Irgendwo mitten in der amerikanischen Wüste liegt das kleine Städtchen, in dem sich Zeit und Raum nicht so verhalten wie sie sollten, Menschen ihre Gestalt wandeln können und ein fünfköpfiger Drachen für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Über alle lokalen Ereignisse berichtet Moderator Cecil Palmer vom Radiosender Night Vale Community Radio. Er sah schon viele Praktikanten kommen und gehen, denn merkwürdigerweise verschwinden oder sterben die meisten von ihnen nach kurzer Zeit.

    In dem zum Podcast passenden Roman Welcome to Night Vale begleiten wir zwei Frauen. Jackie führt ein Pfandleihgeschäft und ist schon seit Jahrzehnten neunzehn Jahre alt. In letzter Zeit kann sie sich an vieles nicht mehr erinnern. Noch seltsamer als sonst wird es allerdings, als ihr ein Mann in einer braunen Jacke einen Zettel gibt, auf dem „King City“ steht. Was sie auch tut, sie kann den Zettel nicht loslassen – er kehrt immer wieder in ihre Hand zurück. Vielleicht sollte sie herausfinden, was es mit dem Zettel und dem Mann in der braunen Jacke auf sich hat.

    Die zweite Protagonistin, Diane, arbeitet in einem Büro, aus dem plötzlich Leute verschwinden. Oder haben sie überhaupt jemals dort gearbeitet? Bis auf Diane scheint sich niemand an ihren Kollegen erinnern zu können. Wie hieß er noch gleich? Evan? Als auch noch ihr Sohn Josh, ein pubertärer und dementsprechend launischer Gestaltwandler, darauf drängt, seinen Vater endlich kennenzulernen, treffen Diane und Jackie aufeinander. Die beiden scheinen mehr gemeinsam zu haben, als sie anfänglich glauben.

    In Zwischensequenzen, die immer wieder eingestreut werden, lauschen wir Cecils Sendung und verfolgen die örtlichen Nachrichten, die, so abstrus sie auf den ersten Blick scheinen, Hintergrundinformationen zur Geschichte liefern.

    Wer sich nach Night Vale begibt, muss sich vollkommen darauf einlassen. Der Schreibstil ist genau wie die Erzählsprache des Podcasts. Das ist wunderbar, denn so kann man den Roman komplett mit Cecils Stimme im Kopf lesen. Wer den Podcast nicht kennt, wird keine großen Schwierigkeiten haben, den Inhalt zu verstehen. Fans hingegen haben den Vorteil, viele Figuren und Schauplätze wiederzuerkennen und sich über kleine Details freuen zu können.

    Um sich mit dem Stil und dem Grad an Seltsamkeit vertraut zu machen und einzuschätzen, ob es euch gefallen könnte, empfehle ich, mal in den Podcast hereinzuhören. Alle Folgen findet ihr auch bei Youtube.

    In Night Vale klingeln Papphandys (und sind telefoniertüchtig), Vogelspinnen besuchen die High School (und machen dort ihren Abschluss) und jedes Mal, wenn Jackie und Diane versuchen, nach King City zu fahren, landen sie wieder in Night Vale. Anfangs wundert man sich vielleicht noch, gerade, wenn man nicht mit dem Podcast vertraut ist. Doch irgendwann nimmt man es einfach hin, ohne mit der Wimper zu zucken. Flamingos haben sechs Beine? Die Bücherei ist ein gefährlicher, tödlicher Ort? Völlig normal, so ist das nun mal in Night Vale.

    Was das Buch – und auch den Podcast – so besonders macht, ist neben seinem herrlich merkwürdigen Grundcharakter der Humor. Welcome to Night Vale ist nicht Lachtränen-lustig, auch nicht einfältig-lustig. Joseph Fink und Jeffrey Cranor erzählen ihre Geschichten mit intelligentem Humor, der sich durch den kompletten Roman zieht, ohne, dass es jemals zu viel wird. Einige Rezensenten haben das Buch in dieser Hinsicht mit Douglas Adams‘ Werken, insbesondere Per Anhalter durch die Galaxis, verglichen.

    Die Handlung ist spannend, die Twists und am Ende zusammengeführten Fäden machen richtig Freude zu lesen, doch worin sowohl der Roman Welcome to Night Vale (Willkommen in Night Vale) als auch der gleichnamige Podcast brillieren, ist die mysteriöse, völlig bizarre und wundervoll unterhaltsame Atmosphäre. Joseph Fink und Jeffrey Cranor haben sie auch schriftlich fantastisch festgehalten. Night Vale ist ein spezieller Ort, und auch ein spezielles Buch, das es so nicht noch einmal gibt. Das, Freunde der Fantasy und Sciencefiction, ist skurriles, herrliches und originelles Storytelling!

  3. Cover des Buches Die Bestimmung des Bösen (ISBN: 9783453359345)
    Julia Corbin

    Die Bestimmung des Bösen

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Kat_Von_I

    In der Nähe des Rheinufers werden 2 drapierte Frauenleichen entdeckt.

    Alexis Hall leitet die Ermittlungen. Gemeinsam mit ihrem Team und der Kriminalbiologin Karen Hellstern ermittelt sie auf Hochtouren. Aber es tauchen immer weitere Leichen auf, schnell wird klar sie haben es hier mit einer Mordserie zu tun. Aber der Täter scheint sein Muster geändert zu haben.... 

    Der Schock könnte nicht größer sein, als Alexis 2 weitere weibliche Leichen sieht. Die toten Frauen sind geschmückt mit weißen Anemonen, und diese kennt Alexis nur zu gut....

    Aus ihrer eigenen Kindheit!

    Alexis hat alles daran gesetzt das ihre Vergangenheit und das große furchtbare Geheimnis nie ans Licht kommen....

    Jetzt holt sie ihre Vergangenheit ein und für Alexis konnte das ernsthafte und gefährliche Konsequenzen haben.....


    Mein Fazit:

    Julia Corbin hat einen super Krimi und damit auch einen tollen Auftakt zu einer grandiosen Reihe 

    erschaffen. Witzigerweise habe ich Band 2 & 3 nämlich schon vor Band 1 gelesen 🙈🤣Aber das tut jetzt nichts zur Sache...

    Das Buch war von Anfang an total fesselnd und spannend 🤩 Man darf sich nur nicht von den vielen biologischen Aspekten abschrecken lassen, ich dachte anfangs es wird zu trocken, aber die ganzen Hintergrundinformationen sind mega interessant und natürlich auch wichtig für die Ermittlungen. Das mag ich besonders an den Büchern der Autorin 😊

    Den Schreibstil mag ich ebenfalls sehr! Er ist flüssig, sehr detailreich und bildhaft. 

    Die Hauptcharaktere waren mir natürlich schon bekannt und sie sind auch in diesem 1. Buch allesamt greifbar, sympathisch und charismatisch.

    Die Autorin erzählt in Unterschiedlichen Abschnitten aus der Sicht von den Beteiligten in der Gegenwart, die Erzählungen wechseln aber auch in die Vergangenheit. Da geht es um den Täter und  Alexis. Das macht es noch interessanter und man erhält viele Hintergrundinformationen. 

    Es gibt einige Wendungen und immer neue Fährten die in die Irre führen, diese haben die Spannung konstant aufrecht erhalten 😊 

    Der Showdown und diese krassen Wendungen am Ende fand ich genial. Ich kam aus dem mitfiebern nicht mehr raus und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen 🤩

    Aber eins muss ich zugeben, mir war klar wer die Täter sind 😉

    Lag vielleicht daran das diverse kleine Erinnerungsfetzen zu Band 2 & 3 aufkamen 🤷🏼‍♀️ Kann ich mir aber nicht vorstellen, es liegt schon eine ganze Weile zurück als ich die Bücher gelesen habe 🤔

    Ist aber auch nicht wichtig denn, dass war ein Krimi genau nach meinem Geschmack 🤩

    Alles ist logisch und ergibt Sinn und es bleiben keine offenen Fragen am Ende 😊

    Ich kann für jeden Thrillerliebhaber eine absolute Leseempfehlung der gesamten Reihe aussprechen und vergebe die vollen 🌕🌕🌕🌕🌕 

  4. Cover des Buches Was ich euch nicht erzählte (ISBN: 9783423145992)
    Celeste Ng

    Was ich euch nicht erzählte

     (331)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    In Celeste Ngs Romanen (ich habe zuerst "Kleine Feuer überall" gelesen und nun endlich auch ihr Debüt "Was ich euch nicht erzählte") wimmelt es von Problemfeldern. Dabei wird die Autorin beeindruckenderweise allen Themen gleichermaßen gerecht und schafft es zudem, das ganze in einen sehr eingänglichen, gut lesbaren Text umzusetzen. Hier beschäftigt sie sich u.a. mit  Rassismus, fehlender Kommunikation, Geschlechterrollen und übersteigerten Erwartungen an die eigenen Kinder – keine schönen Themen, aber so umgesetzt, dass es bei der Lektüre weder trübsinnig, noch leichtfertig wirkt.

  5. Cover des Buches Leinsee (ISBN: 9783257070149)
    Anne Reinecke

    Leinsee

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Maseli

    Karl ist auf der Zugfahrt nach Leinsee. Sein Vater hat sich das Leben genommen und seine Mutter liegt mit einem Hirntumor in der Klinik. Zuhause angekommen, muss er sich mit der neuen Situation zurechtfinden und lässt dabei seine Kindheit und das Leben seiner Eltern Ada und August Stiegenhauer, dem Glamourpaar der deutschen Kunstszene, in Zeitfenstern Revue passieren Und während er sich wieder einlebt und seine Mutter betreut, taucht Tanja im Kirschbaum auf.

    Es ist beileibe kein Liebesroman und doch sind es zwei besondere Liebesgeschichten, die Anne Reinecke mit frischem, flüssigem, modernen und zeitgemäßen Schreibstil erzählt. Die Geschichte bedeutet mir etwas, seit ich sie gelesen habe und ich habe deshalb das Buch gekauft, für meine persönliche Bibliothek.

  6. Cover des Buches Mutter ruft an (ISBN: 9783492300681)
    Bastian Bielendorfer

    Mutter ruft an

     (84)
    Aktuelle Rezension von: kattii

    Diese Buch hab ich im Tausch aus einer Bücherzelle. Es hatte mich schon lange gereizt und es traf dann auch die Erwartungen. Durch die kleinen, kurzen Kapitel ist es ein gutes Buch für Zwischendurch , wenn man ein paar Seiten lesen will und schmunzeln oder lachen möchte. Die Situationen, die Bastian Bielendorfer beschreibt kann man sich bildlich vorstellen und auch den "Wahnsinn" erahnen, der dahinter steckt :-) 

    Amüsant, gut zu lesen und eine Empfehlung für jeden, der auf kurze Unterhaltung zwischendurch steht.

  7. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453504073)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

     (1.910)
    Aktuelle Rezension von: Sarah31

    Ich habe dieses Buch als Teenager gelesen und bis heute kann ich sagen, dass es mit eines der besten Bücher ist.

    Die Spannung nimmt kein Ende und ich muss sagen das ich an so manchen Stellen Gänsehaut bekommen habe.

    Die Katze, was mit der Familie geschieht, der Friedhof einfach alles hinterlässt einen Schauer und zieht einen in seinen Bann.

    Ich habe damals auch den Film gesehen und kann sagen das beides gleich gut ist. Nicht wie bei vielen Dingen, Buch Klasse, Film schlecht..

    Absolut garnicht.

    Klare empfehlung meinerseits.



  8. Cover des Buches American Spy (ISBN: 9783608504644)
    Lauren Wilkinson

    American Spy

     (109)
    Aktuelle Rezension von: buecherhaii

    Das Cover hatte mich neugierig gemacht und der Klappentext ist auch sehr einladend und sagt viel aus. 


    Ohne zu Spoilern möchte ich hier mein Lese Erlebnis mit euch teilen: 


    Das Buch fing direkt super spannend an und die Spannung war bis zum Schluss oft durchgezogen. Es gab keine Momente wo ich das Buch nicht lesen wollte da mir selbst der Schreib Stil sehr zugesagt hatte. Die Personen und die Geschichte an sich wird gut dargestellt. Es sind keine schweren Wörter dabei und man kann die Sätze lesen und direkt sich vorstellen wie es wohl abgelaufen ist. 


    Das Buch hat mich nicht enttäuscht obwohl ich bei Beginn leichte Zweifel hatte das ich mir zu viel vorgestellt habe .. aber das Buch war genau richtig und es war sehr einladend es zu lesen.  


    Das einzige was mich halt bisschen verwirrt hatte am Anfang war das dieses Buch nicht chronologisch geschrieben wurde, nachdem ich mich aber reingefunden habe war dem Lese Erlebnis keine Grenzen mehr gesetzt. :D

  9. Cover des Buches Es wird keine Helden geben (ISBN: 9783841504029)
    Anna Seidl

    Es wird keine Helden geben

     (461)
    Aktuelle Rezension von: Warriorlove

    Es ist schwierig, Wörter dafür zu finden, doch Anna Seidl hat es geschafft und sie hat damit dieser Geschichte viel Tiefgang gegeben. Ein einschüchterndes Thema, dass die Zeit von Miriam in früher und heute unterteilt.

    Lesenswert, auch wenn es ab und an einige Längen hat.
    Ich würde lügen, dass ich mich gut in Miriam hinein versetzen konnte. Manchmal war ihr handeln merkwürdig, aber wer bin ich, zu sagen, ob das realistisch ist.

  10. Cover des Buches 180 Grad Meer (ISBN: 9783596035762)
    Sarah Kuttner

    180 Grad Meer

     (149)
    Aktuelle Rezension von: subbi

    Inhaltangabe des S. Fischer Verlags:

    "Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
    Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat."

    Sarah Kuttner schafft es (wieder), wie nur wenige Autor*innen, das Gefühlsleben ihrer Protagonistin Jule ehrlich und schonunglos darzustellen. Ich konnte mich dadurch super in Jule hineinversetzen. Gleichzeitig hat das Buch viele humorvolle oder eher tragikomische Momente, sodass sich beim Lesen keine "Schwere" entwickelt. Diese Balance fand ich sehr gut.



  11. Cover des Buches Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Bühnenfassung) (Harry Potter) (ISBN: 9783551318367)
    Joanne K. Rowling

    Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Bühnenfassung) (Harry Potter)

     (1.923)
    Aktuelle Rezension von: Leoh

    Die Geschichte spielt 19 Jahre danach. Harry, Ginny, Hermine und Ron sind inzwischen Erwachsen und haben selber Kinder, die nach Hogwarts gehen. Man erfährt viel über die einzelnen Charaktere, was sie nach der Schlacht um Hogwarts geworden sind oder machen Bsp. Hermine ist Zauberministerin und Neville Professor für Kräuterkunde in Hogwarts. Es baut sich auch eine Spannung auf mit vielen überschneiden Wendungen.

    Der Schreibstills als Skript ist interessant und Mal was anderes. Zudem làsst sich diese Art des Schreibstills schnell und einfach lesen und es ist einfach die Handlungen der einzelnen Personen zu verstehen. Zumal es für ein Theaterstück geschrieben wurde.

    Für alle Harry Potter Fans empfehlenswert!

  12. Cover des Buches Die Reise der Amy Snow (ISBN: 9783548289809)
    Tracy Rees

    Die Reise der Amy Snow

     (277)
    Aktuelle Rezension von: Schmoekerente

    Die Idee der Geschichte klang super. Eine Schatzsuche durch das viktorianische England und eine Suche nach der eigenen Herkunft. Bis Seite 278 habe ich durchgehalten. Dann habe ich aufgegeben. Sowas langweilig und langatmiges habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Daher kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen.

  13. Cover des Buches Kühn hat zu tun (ISBN: 9783499266829)
    Jan Weiler

    Kühn hat zu tun

     (92)
    Aktuelle Rezension von: Yolande
    Jan Weiler wurde am 8. Oktober 1967 in Düsseldorf geboren. Er besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete ab 1994 beim SZ-Magazin, zunächst als redaktuer, später als Chefredakteur.
    2003 schrieb er ein Buch über die Lebensgeschichte seines italienischen Schwiegervaters. Mit "Maria, ihm schmeckt's nicht" wurde er deutschlandweit bekannt und ist seither als Vorleser seiner Werke in verschiedenen Städtetouren zu sehen. Außederdem schreibt er Kolumnen für die Zeitschrift "stern" und die "Welt am Sonntag".
    Jan Weiler lebt mit seiner Familie in der Nähe des Starnberger Sees.
    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Lovelybooks).
    Ehemann, Vater, Freund, Polizist, Nachbar – und umfassend überfordert. 
    Martin Kühn ist 44, verheiratet und hat zwei Kinder. Er wohnt auf der Weberhöhe, einer Neubausiedlung nahe München. Früher stand dort eine Munitionsfabrik, aber was es damit auf sich hatte, weiß Kühn nicht so genau. Es gibt ohnehin viel, was er nicht weiß: Zum Beispiel, warum von seinem Gehalt als Polizist ein verschwindend geringer Betrag zum Leben bleibt. Ob er sich ohne Scham ein Rendezvous mit seiner rothaarigen Nachbarin vorstellen darf. Warum er jeden Mörder zum Sprechen bewegen kann, aber sein Sohn nicht mal zwei Sätze mit ihm wechselt. Welches Geheimnis er vor sich selber verbirgt. Und vor allem, warum sein Kopf immer so voll ist. 
    Da wird ein alter Mann erstochen aufgefunden, gleich hinter Kühns Garten in der Böschung. Und plötzlich hat Kühn sehr viel zu tun.

    Ich habe vor einiger Zeit Jan Weilers Buch "Im Reich der Pubertiere" gelesen. Der humorvolle Schreibstil hat mir gut gefallen und deshalb habe ich einen Krimi in ähnlichem Stil erwartet. Leider wurde ich in dieser Hinsicht enttäuscht, im Gegenteil, ich fand es sogar ziemlich deprimierend. Ein Kommissar in einer Lebenskrise ist ja per se nichts Schlechtes, aber mir war es streckenweise zu arg. Seinen Humor empfand ich als Sarkasmus. 
    Die Krimihandlung trat ein wenig in den Hintergrund, war aber auch ziemlich konstruiert und abgedreht. Auch das Mordmotiv war mir zu weit hergeholt. 

    Fazit: Das Buch konnte mich nicht überzeugen, zu deprimierend. Ich fand es sehr enttäuschend.

  14. Cover des Buches Herr Lehmann (ISBN: 9783442461288)
    Sven Regener

    Herr Lehmann

     (1.204)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich lese selten lustige Bücher und schaue ungern Komödien; mich kann man nur mit intelligentem Wortwitz und dem Spiel mit der Sprache aus der Reserve locken. Und das ist Sven Regener mit diesem Buch gelungen. "Herr Lehmann" ist herrlich witzig, häufig "um die Ecke gedacht" und voller Sätze, die so klug konstruiert sind, dass es Spaß macht, sie mehrmals zu lesen. Es handelt sich insgesamt eher um einen Lebensausschnitt, der dargestellt wird; große Entwicklungen und Ereignisse darf man als Leser also nicht erwarten. Vielmehr stellt Regener den Alltag seines Protagonisten dar, dessen Suche nach Sinn und Ziel, seine "Abnabelung" vom Elternhaus usw. Ich finde, dies alles las sich wirklich flüssig und ich habe Lust bekommen, mehr von Regener zu lesen.

  15. Cover des Buches Die Wahrheit meines Vaters (ISBN: 9783492263160)
    Jodi Picoult

    Die Wahrheit meines Vaters

     (384)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie
    Das Coverbild finde ich angenehm.
    Der Schreibstil ist gut, sodass man schnell in dem Buch voran kommt. Ich habe das Buch bereits einmal gelesen, es hat allerdings etwas gedauert, bis ich das beim letzten Mal festgestellt habe :-D
    Kommt bei mir ja echt sehr selten vor!
    Delia ist ein angenehmer Charakter und recht gut gelungen.
    Die Geschichte ist solide und man kann sie gut lesen. Es gab für mich keine großen Höhepunkte oder Tiefpunkte. 
    Ich hätte allerdings etwas mehr Emotionen und Spannung erwartet.

    Daher bekommt das Buch von mir nur durchschnittliche 3 Sterne.


  16. Cover des Buches Ein schönes Paar (ISBN: 9783895611568)
    Gert Loschütz

    Ein schönes Paar

     (33)
    Aktuelle Rezension von: gst
    Die Liebe zwischen Herta und Georg, die einmal wunderbar romantisch begann, zerbrach an der rauen Wirklichkeit. Die Flucht vom Osten in den Westen war daran nicht unbeteiligt – meint Philipp, der Sohn der beiden. Er ist heute Fotograf und erzählt die Geschichte seiner Eltern, die sich kurz nach dem zweiten Weltkrieg in der DDR kennenlernten und später in die BRD auswanderten. Doch die Träume, die sie hatten, zerplatzten wie Seifenblasen.

    Gerd Loschütz beginnt seinen Roman mit dem Tod von Philipps Vater Georg. All die Dinge, die der Sohn im Nachlass fand, zeigen, dass die zerbrochene Gemeinschaft der Eheleute doch nicht die Verbundenheit miteinander zerstören konnten. Die Kamera, die im hintersten Winkel des Schrankes auftauchte, hatte dabei eine ganz besondere Bedeutung, die dem Leser erst nach und nach bewusst wird.

    Der Autor erzählt emotionslos, wie ein Berichterstatter. Trotzdem gelang es ihm, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen. Sie handelt vom Leben, von Enttäuschungen und davon, wie jeder für sich versucht, die Probleme mehr oder weniger gut zu meistern. Interessant fand ich, wie der Sohn sein Privatleben konträr zu den Eltern gestaltet. Während sie sich trennten, hält er die Freundschaft zu einer ehemaligen Liebesbeziehung auch nach deren Ende aufrecht.

  17. Cover des Buches Juliet, Naked (ISBN: 9783462042450)
    Nick Hornby

    Juliet, Naked

     (221)
    Aktuelle Rezension von: meisterschund

    Einer meiner liebsten Hornbys und auch die Verfilmung kann ich nur empfehlen.
    Ich war schon wirklich gleich vom Anfang sehr begeistert:
    Juliet und ihr Freund machen eine Fanreise nach Amerika, wo ihr Freund seinem Idol Tucker Crowe näherkommen will und möglichst alle verfügbaren Infos herausfinden möchte.

    Der Clou ist natürlich dass dieser mittlerweile völlig abgefuckt ist und sich dann auch noch in Juliet verliebt.

  18. Cover des Buches Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (ISBN: 9783596509577)
    Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

     (741)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Moses ist ein 11-jähriger Junge, der mit seinem alleinerziehenden Vater in der Rue Bleue, Paris lebt. Da er nur wenig Geld von seinem Vater bekommt, stiehlt er in dem Gemischtwarenladen von Monsieur Ibrahim immer mal wieder etwas. Doch der "Araber an der Ecke" nimmt es dem kleinen Jungen nicht übel, sonst nimmt in unter seine Fittiche und bringt ihm die wichtigen Dingen des Lebens bei - vorallem das Lächeln. Das Buch ist sehr kurzweilig und liebevoll geschrieben. Es zaubert dem Leser ein Lächeln ins Gesicht und macht warm ums Herz. Obwohl man im ersten Moment denken könnte, dass es um die Unterschiede zwischen den Menschen geht (alt/ jung,  Jude/ Moslem, etc.), geht es eigentlich mehr darum, dass man menschliche Wärme und ein Lächeln seinen Mitmenschen entgegen bringen sollte. Auch wenn ich nicht ganz nachvollziehen kann wie ein 11- jähriger in den Puff gehen kann und darf🤣

  19. Cover des Buches Charlie und die Schokoladenfabrik (ISBN: 9783499217722)
    Roald Dahl

    Charlie und die Schokoladenfabrik

     (193)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Jagusch

    Ich hätte mir keinen besseren Start in das neue Lesejahr vorstellen können als eins meiner Roald Dahl Bücher. Ich habe mir sowieso für den Januar vorgenommen, meine Roald Dahl Bücher zu lesen, die hier noch ungelesen liegen. Da habe ich einiges zu tun.

    Ich liebe die Geschichte einfach. Ich liebe die Idee von dieser fantastischen Fabrik, all den Dingen die man dort sehen und auch erleben kann. Und ich liebe Charlie und die ganze Familie Bucket.

  20. Cover des Buches Der Duft des Sommers (ISBN: 9783442474936)
    Joyce Maynard

    Der Duft des Sommers

     (63)
    Aktuelle Rezension von: j125
    Inhalt:
    Henry ist 13 Jahre alt, als der gesuchte Schwerverbrecher Frank Chambers über das Feiertagswochenende des Labour Day bei ihm und seiner Mutter unterschlüpft. Sein Leben dreht sich um typische Teenagerprobleme, wie die neue Familie seines Vaters und die Entdeckung seiner eigenen Sexualität. Doch an diesem Wochenende ändert sich für ihn und seine eigenwillige und isolierte Mutter alles. Mit Frank scheinen sie plötzlich eine richtige Familie zu sein…

    Meine Meinung:

    Am Anfang hatte ich die Befürchtung, dass Buch könnte mir nicht gefallen. Die wörtliche Rede wird nicht in Anführungszeichen gesetzt, was ich überhaupt nicht mag, weil ich das immer sehr schwierig zu lesen finde. Nach einer Weile gewöhnt man sich jedoch daran und kann dann auch bei Dialogen gut unterscheiden, wer wann spricht.

    Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, auch wenn daran wenig überraschend war. Irgendwie war durch den Klappentext schon klar, worum es in dem Buch geht. Lediglich über das Ende war ich mir nicht sicher, ob Frank nun gefasst wird oder nicht. Es ist aber auch gar nicht nötig, dass die Geschichte Überraschungen bereithält. Der Schreibstil ist sehr einnehmend, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Ich kann gar nicht viele Worte über das Buch verlieren, man sollte es einfach selbst lesen und entdecken.

    Fazit:
    Eine schöne Liebesgeschichte, die vor allem durch den fesselnden Schreibstil überzeugt.

    Verfilmung:

    "Der Duft des Sommers" wurde 2013 unter dem Titel "Labor Day" mit Josh Brolin und Kate Winslet in den Hauptrollen verfilmt.
  21. Cover des Buches Daniel is different (ISBN: 9783734854026)
    Wesley King

    Daniel is different

     (79)
    Aktuelle Rezension von: StrassenPrinzessin

    „ Fantasie-Daniel war schon mitten in seinem Abenteuer. Der reale Daniel hingegen war weiterhin damit beschäftigt, seine Schritte zu zählen und sich in den Schlaf zu heulen.
    Manchmal wünsche ich mir wirklich, der Fantasie-Daniel zu sein … Ich mag ihn lieber.“ (S. 122)

    Obwohl im direkten Vergleich mir das Buch rund um Sara besser gefallen hat, weil die Entwicklung einfach viel größer war, zählt auch dieses Buch rund um Daniel zu meinen Aprilhighlights.

    -Daniel is different- spielt zeitlich nach -Sara, auf der Suche nach Normal-, erschien aber tatsächlich zuerst. Die zeitliche Reihenfolge ergibt für mich allerdings mehr Sinn, deshalb würde ich jedem zukünftigen Leser* immer zuerst zu Sara raten, bevor es dann mit Daniel weiter geht.

    Daniel leidet unter (Angst)Zwangsgedanken, die oft zu spontanen und auch regelmäßig bestehenden Zwangshandlungen führen. Als wäre das an sich nicht schon anstrengend genug, versucht er dies auch relativ erfolgreich geheim zu halten. Vor seinen Freunden, seinem Schwarm und sogar vor seiner Familie.
    Daniel ist zwar nicht beliebt, aber er wird toleriert und leidet nicht unter dem Außenseiter Schicksal, welches Sara getroffen hat, die als einzige Daniels Ticks, oder wie er es nennt: Zaps, erkennt.

    Ich habe mich gefreut, wieder von Sara zu lesen, auch wenn sie nochmal einen unglaublichen Entwicklungssprung gemacht hat. Stellenweise habe ich ihren Charakter gar nicht mehr richtig wiedererkannt, weil sie plötzlich mit sich selbst viel mehr zurecht kommt und das auch nach außen transportiert, obwohl sie nach wie vor Probleme hat.
    Daniel hingegen steht noch völlig am Anfang. Er weiß nicht, was mit ihm los ist. Weiß nicht, dass er damit nicht allein ist. Weiß nicht, wem er sich anvertrauen kann.

    Es gibt einiges herauszufinden und nebenbei braucht Sara Hilfe bei einer Mordermittlung, einige Football Spiele müssen gemeistert werden und ein angefangenes Buch will endlich beendet werden.

    Zum Ende kann und will ich natürlich nichts sagen, ABER ich fand es nicht ganz so stimmig, wie bei Sara bzw. zu kurz ohne Folgeband.

    Der Schreibstil hingegen ist auch hier wieder perfekt für Jugendliche und natürlich alle anderen Leser*innen. Jede Figur ist authentisch gezeichnet und die Kapitellänge optimal, auch wenn ich wiedermal das Buch auf einen ritt verschlungen habe.
    Auch das Cover finde ich schön und vor allem passend!

    Wesley King hat 2 wunderbare Bücher geschaffen und ich würde mich über weitere Mega freuen!

  22. Cover des Buches Unser allerbestes Jahr (ISBN: 9783596511747)
    David Gilmour

    Unser allerbestes Jahr

     (288)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G
    Jesse, Davids Sohn, möchte nicht mehr zur Schule gehen. Doch das ist für David eigentlich nicht in Ordnung, denn mit 16 Jahren gibt es noch so viel zu lernen. Deshalb beschließt er, seinem Sohn einen Deal vorzuschlagen. Jesse darf die Schule für ein Jahr pausieren, wenn er wöchentlich drei Filme ansieht, die sein Vater für ihn auswählt. Dafür bekommt er allerdings freie Kost und Logis. Ab jetzt haben beide sehr viel Zeit für Gespräche und sich näher mit wichtigen Themen auseinander zu setzen.

    David Gilmour erzählt hier eine wahre Geschichte, denn ihm erging es mit seinem Sohn so. Der Autor hat einen sehr guten Schreibstil und mich hat sein Handeln beeindruckt, denn nicht jeder besitzt die Stärke, sich auf so intesive Art und Weise mit seinem pubertierenden Kind zu befassen.
  23. Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783939716617)
    Heinz Strunk

    Fleisch ist mein Gemüse

     (434)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Laut den vorliegenden Rezensionen habe ich mir dieses Buch schenken lassen, weil ich es mir interessant und witzig vorstellte.

    Leider war es für mich nur zäh und langweilig. Es passiert ganz selten, dass ich ein Buch abbreche. „Fleisch ist mein Gemüse“ hier ist allerdings so eines. Ab der Hälfte habe ich seitenweise weiter geblättert, etwas gelesen, und wieder viele Seiten übersprungen. Die letzten paar Seiten habe ich wieder gelesen und nicht das Gefühl gehabt, dass mir etwas entgangen ist.

    Grundsätzlich erzählt der Autor ständig das Gleiche. Und das nicht einmal überzeugend witzig. Von einem Tanzabend zum nächsten, Alkohol, Glückspiel, keine Frauen, Gesicht mit Pickel, Mutter der es gesundheitlich immer schlechter geht, bis sie am Ende stirbt, Tagesablauf zum Kaputtmachen. Tja, das war es dann auch schon. 

    Wird das ganze Buch dafür verwendet zu beschreiben wie es bei dieser einen Tanzkapelle ablief, so war das Ende im Schnellverfahren erzählt. Innerhalb einiger Seiten trennt er sich von der Gruppe, Mutter stirbt, er zieht um und aus. 

    Dazu passt noch nicht einmal das Cover. Schade, für mich enttäuschend.

                                                                                                   

  24. Cover des Buches Chuzpe (ISBN: 9783518468166)
    Lily Brett

    Chuzpe

     (143)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Derzeit lebt Ruth alleine in ihrem New Yorker Loft, ihr Mann Garth ist beruflich ein halbes Jahr in Australien, ihre drei Kinder sind erwachsen und bereits aus dem Haus. Ruth betreibt ein Schreibbüro und verfasst Grußkarten und Briefe für gut betuchte Leute. Das Geschäft läuft gut, so gut, dass sie davon auch ein Appartement und sämtliche Kosten für ihren 87jährigen Vater Edek bezahlen kann. Dafür macht er sich im Büro mehr oder weniger nützlich, so lange, bis eines Tages Zofia und Walentyna vor der Tür stehen, zwei Polinnen, die Edek und Ruth von einer Urlaubsreise kennen. Die beiden Damen haben ihren Aufenthalt bei der Green-Card-Lotterie gewonnen und Edek hat deren Umzug heimlich, ohne Wissen Ruths, vorbereitet. Die 69jährige Zofia, eine warmherzige, lebensbejahende Frau, hat es Edek besonders angetan, seine Lebensgeister erwachen wieder. Die drei ziehen gemeinsam in eine Wohnung und schmieden Zukunftspläne. Sie wollen ein Restaurant eröffnen, in dem ausschließlich polnische Fleischbällchen serviert werden. Davon ist Ruth gar nicht angetan – schließlich soll sie alles bezahlen …

    „Chuzpe“ ist der deutsche Titel des Romans „You Gotta Have Balls“ der in New York lebenden Schriftstellerin Lily Brett. Das Wort kommt lt. Wikipedia aus dem hebräischen und wird übersetzt mit „Frechheit, Anmaßung, Dreistigkeit, Unverschämtheit“, es bedeutet somit die negative Bewertung für jemanden, der die Grenzen von Höflichkeit oder Anstand aus egoistischen Motiven überschreitet.

    Damit ist schon sehr viel gesagt über die Protagonisten des Buches. Ruth, deren Leben und Gefühle wohl im Mittelpunkt der Handlung stehen sollen, war mir durchweg unsympathisch. Zweifellos liebt sie ihren Vater, ist aber nicht in der Lage, ein vernünftiges Gespräch mit ihm zu führen. Sie ärgert sich über seine Geldausgaben, spricht ihn aber nie darauf an. Stets ist sie mit irgendetwas unzufrieden, alles widert sie an und missfällt ihr, jedoch ändert sie nichts an diesem Zustand. Beinahe täglich ruft sie ihren Mann in Australien an, nur um ihm wieder etwas vorzujammern.

    Nicht viel sympathischer ist Edek, Ruths Vater. Die Autorin sieht ihn als liebenswerten alten Exzentriker den jeder großartig findet, doch sein selbstsüchtiges und egoistisches Handeln sprechen dagegen. Edek selbst hat kein Geld, gibt aber Ruths Geld mit vollen Händen aus und erzählt jedem, wie reich seine Tochter wäre und wie viel Geld sie mit ihren Karten und dem Schreiben von Briefen verdienen würde.

    Angenehm hingegen empfand ich das Auftreten der beiden Polinnen Zofia und Walentyna, obwohl die Autorin sie manchmal in schlechtem Licht erscheinen lässt. Die beiden haben das Herz am rechten Fleck, können organisieren, improvisieren und zupacken, und jammern nie über Stress oder zu viel Arbeit.

    Anfangs zieht sich die Geschichte sehr in die Länge. Ruths Befindlichkeiten werden so oft erwähnt, bis es langweilt. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, Fragen, Antworten und teilweise ganze Sätze werden wiederholt, was die Lesefreude nicht unbedingt steigert. Ruth will eine Frauengruppe gründen, doch das misslingt gründlich. Es treffen sich nur drei „Damen“, die sich dann über fünf Buchseiten nur über Samenbanken, Penisse und Spermien unterhalten. Selbstverständlich wird alles doppelt und dreifach erzählt. Etwa nach einem Drittel des Buches, nach Ankunft der polnischen Damen, nimmt die Story endlich etwas an Fahrt auf und wird manchmal sogar witzig. Leider wird das Geschehen aber gegen Ende zu mehr und mehr unwahrscheinlich, ja beinahe albern. Da erscheinen z. B. Luciano Pavarotti nebst Gattin zum Klopse essen, eine Hochzeit wird geplant, bei der Steven Spielberg sein Kommen zugesagt hat. Am Ende des Buches findet man noch einige Rezepte über Klopse, wie sie in dem plötzlich so beliebten Lokal serviert werden.

    Fazit: Trotz einiger Längen insgesamt doch lesenswert.

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