Bücher mit dem Tag "elternratgeber"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "elternratgeber" gekennzeichnet haben.

20 Bücher

  1. Cover des Buches Man bekommt ja so viel zurück – Leitfaden für verwirrte Mütter (ISBN: 9783499633850)
    Marlene Hellene

    Man bekommt ja so viel zurück – Leitfaden für verwirrte Mütter

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Talathiel
    „Liebe Freunde des gepflegten Beischlafs: Jetzt haben Sie noch Spaß, aber bald laufen Sie vielleicht schon mit Laternen durch den Regen. Ich bin eine von vielen Betroffenen. Ich bin genauso verzweifelt, genervt, wütend, müde, amüsiert und voller Liebe für meine Kinder. Den gezückten Zeigefinger lasse ich in der Tasche. Dafür erzähle ich ein paar Geschichten aus meinem Alltag und rufe auf diese Weise all den ebenso müden, entnervten, liebenden anderen Eltern-Menschen zu: Wir sitzen alle in einem Boot. Wir können nicht in Ruhe schlafen, essen oder auf Toilette gehen, also lasst uns wenigstens zusammen lachen!“ (Klappentext)

    Man bekommt ja so viel zurück, aber was bekommt man eigentlich zurück? Marlene Hellene berichtet mit viel Witz und einem Hang zur Selbstironie über ihr Leben als Mutter. Dabei berichtet sie realitätsnah, dass eben nicht alles so toll laufen muss, wie uns die Welt weismachen will, aber es ok ist, wenn mal eben nicht alles perfekt läuft. Die Geschichten aus Marlenes Alltag zeigen deutlich, wir Mütter sind auch nur Menschen. (Für die, die es nicht wussten: Ja, es stimmt!)
    Die Geschichten sind sehr erheiternd und ich musste ehrlich gesagt ziemlich oft lachen. Ratschläge möchte die Autorin im Grunde nicht geben, aber ab und zu gibt es doch mal einen nicht ganz so ernstgemeinten Tipp.

    „Haben Sie immer eine Stecknadel dabei, und bei Kommentaren zu der Ernährung Ihres Kindes führen Sie diese kurz und präzise in die Brustwarze ihres Gegenübers ein. Das sorgt für Ruhe und Seelenheil Ihrerseits.“ (S. 34)

    Wer also mal etwas abseits von Geschichten über das perfekte Familienleben lesen will, dem sei dieses Büchlein zu empfehlen, aber sicher auch ein nettes Geschenk für eine gestresste Mama oder einen gestressten Papa. Aufgrund des kleinen Formats lassen sich die 205 Seiten sehr schnell lesen und ist perfekt für mal eben zwischendurch.
    Einen kleinen Abzug gibt es dennoch, denn scheinbar sind nicht alle Geschichten neu und schon vorher auf dem Blog der Autorin erschienen. Das ist zu verschmerzen, amüsant sind diese Storys ja dennoch. Die Illustrationen von Till Hafenbrak geben dem Buch noch das gewisse Etwas.

    Die Alltagsgeschichten aus „Man bekommt ja so viel zurück – Leitfaden für verwirrte Mütter“ erheitern und zeigen realitätsnah, dass eben nicht alles immer so läuft, wie man es sich ausmalt. Aufgrund des kleinen Formats perfekt für zwischendurch und selbst im gestressten Mamaalltag lassen sich immer mal wieder schnell ein paar Zeilen lesen.
  2. Cover des Buches Mein Kind ist genau richtig, wie es ist (ISBN: 9783466346745)
    Heidemarie Brosche

    Mein Kind ist genau richtig, wie es ist

    (19)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck
    Viele Eltern hören von Lehrern, Erzieherinnen, Freunden oder anderen Familienmitgliedern: Ihr Kind sei zu laut oder zu leise, zu aufgedreht oder zu ernst, zu ruhig oder zu aggressiv – jedenfalls nicht so, wie es sein sollte.
    Heidemarie Brosche ermuntert Eltern, solche Zuschreibungen kritisch zu hinterfragen und mutig anders zu sehen. Ist ein Kind in den Augen seiner Lehrerin zum Beispiel zu langsam, kann das heißen, dass es ganz bei sich ist und nicht zu übereiltem Handeln neigt. Oder wird ein Kind als zu dominant und aggressiv beschrieben, kann die positive Seite Durchsetzungs- und Willensstärke sein.
    Ein Mutmachbuch für Eltern, das stärkt und Zuversicht schenkt.
    Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich fand es sehr interessant, die vielen Beispiele zu lesen, was aus den ehemals zu langsamen, zu ängstlichen, zu.... Kindern geworden ist. Als Eltern gerät man heute bei den vielen Untersuchungen beim Arzt, im Kindergarten oder in der Schule schnell in Versuchung zu denken, das mit dem eigenen Kind etwas nicht stimmt. Gerade beim ersten Kind, wenn man unsicher ist uä, kann so etwas schnell zu einer großen Sache werden. Besonders gut gefallen hat es mir dabei, dass sie in diesem Buch zahlreiche wissenschaftliche Studien und Publikationen zitiert (alles stets mit Fußnoten versehen) und im Anhang ein umfangreiches Literaturverzeichnis mit anbietet. Hier begegnen dem Leser viele bekannte Persönlichkeiten, wie beispielsweise Albert Einstein, Eckhard von Hirschhausen, Remo Largo, Jan-Uwe Rogge oder auch Jesper Juul. Hier merkt man deutlich, wie intensiv sich die Autorin mit dem Thema auseinandergesetzt hat und wie fundiert ihre Ausführungen sind.

  3. Cover des Buches Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn (ISBN: 9783407865045)
    Danielle Graf

    Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn

    (16)
    Aktuelle Rezension von: CherryFairy

    Inhalt

    Ratgeber für Kinder im Alter von 5-10 Jahren

    Auch als Hörbuch verfügbar 

    Meine Meinung 

    Vorab ich kenne bereits das Buch der Autorinnen für die Altersklasse 1-4 und habe es geliebt, es war für mich ein wahrer Augenöffner und es hat mir wirklich sehr geholfen!

    Nun zu diesem Buch der angegebenen Altersklasse 5-10, ich hatte oft das Gefühl die Autorinnen reden einfach nur Blödsinn, um das Buch mit Seiten zu füllen. Warum erläutere ich nun, angefangen davon das sie zum einen sehr häufig erwähnten wie gut ausgebildet sie doch in „Kinder verstehen und mit ihnen umgehen können“ sind, wird im nächsten Moment aber erzählt wie fahrlässig oder faul sie doch selbst sind. 

    Beispiele dazu:
    Ihr Sohn (1,5 Jahre)brachte selbstständig den Müll raus, auch wenn er gerade erst das Laufen gelernt hatte. 

    -> Finde ich an sich nicht schlimm, aber bei der Erwähnung, dass er zusätzlich zum Tragen viele Treppen dafür bewältigen musste und er das Laufen aber noch nicht lange beherrschte finde ich dies weniger geeignet, da ist ein böser Sturz nicht unrealistisch!

    Autorinnen Mutter: „Ich selbst kann nicht kochen“- ihre 4/5 jährige Tochter hingegen interessierte sich dafür, also schickte die Mutter sie zu einer Bekannten/Freundin die kochen kann und lernte da selbstständig zu kochen, ab da an kochte sie für die Familie ganze Menüs. Es wird explizit erwähnt das dieses kochen alleine und selbstständig passierte inklusiven allen echten und scharfen Werkzeugen dazu. Einzige Ausnahme vor Fett in der Pfanne hatte sie Angst. ( Es wird nicht erwähnt das die Mutter dabei blieb, später unten im Text dazu mehr).

    Mit 7 hatte die Tochter eine Kuchen- Backphase…und so geht es weiter, also wir reden hier von einem 4-7 Jahre alten Mädchen, auch wenn es Ausnahmen gibt die mit solchen Aufgaben schon klar kommen würden, finde ich es ehr anmaßend das als „selbstverständlich und Bedürfnisorientiert“ darzustellen, dem Kind alles alleine übernehmen zu lassen, besonders wenn es um scharfe Gegenstände, Backöfen , Herdplatten und Co. geht. Sowas sollte „kontrolliert“ ablaufen und nicht dargestellt werden, als ob das eine Kleinigkeit wäre und dabei nichts passieren könnte, nicht jedes Kind oder jedes Elternteil geht damit sicher und verantwortungsvoll um!

    Mit 6 Jahren wandte sich die Tochter dann dem nähen und bügeln zu , da im Haushalt (eigene Aussage der Autorin)aber bis dato nie gebügelt wurde, kaufte sie der Tochter ein kleines Bügeleisen für kleine Hände… also was macht die Autorin überhaupt im Haushalt alleine?

    Zumal sie selbst sagt das in ihrem Haushalt nicht gebügelt wurde, stellt sich mir da auch die Frage wie die Tochter dann überhaupt auf die Idee kommt selbst zu bügeln?

    Es gab auch eine Liste was Kinder in dem Alter 5-10 Jahren alles schon erledigen/ machen sollten bzw. können.

    Gut gemeinte Idee, allerdings ist es schon ein extremer Unterschied, ob dein Kind 5 oder 10 Jahre alt ist, dieses wurde bei der „was dein Kind alles kann Liste“ überhaupt nicht berücksichtigt und könnte für manche naiven Eltern gefährlich werden. Auf dieser Liste stand unter anderem zu Hause alleine bleiben, alleine Bus fahren….

    Es wird extrem verallgemeinert und in keinem Nebensatz erwähnt, dass man solche „Punkte“ erst ab einem gewissen Alter / Reife „testen“ kann und wie lange diese Strecken oder „alleine bleiben“ Situationen überhaupt stattfinden sollten.

    Ein Kind von 10 Jahren „könnte“ durchaus alleine bleiben, aber dieses ist absolut individuell und situationsbedingt und vom Kind abhängig. 

    Ein unter 10 jähriges Kind würde ich persönlich nie alleine zu Hause lassen… schon mal was von Aufsichtspflicht gehört ? Mal abgesehen davon das sich manche (ich nenne sie mal „nicht pflichtbewussten Menschen) dazu bestärkt fühlen, ihre Kinder aktiv alleine zu lassen oder zu viel Spielraum geben und das falsch interpretieren könnten?

    Ja man sollte annehmen die meisten Erwachsenen die dieses Buch lesen, sollten eine gewisse Reife oder gesunden Menschenverstand besitzen, aber wie man leider oft liest/sieht ist dies eben nicht der Fall, deshalb bin ich der Meinung besonders in einem „Ratgeberbuch“ muss sowas detaillierter erklärt werden und auch auf die Gefahren hingewiesen werden!

    Ansonsten würden manche nachher wirklich denken „oh mein Kind ist 5 und die Liste ist für 5-10 jährige, also dann schick ich mein Kind mal alleine Bus fahren oder lasse es stundenlang alleine zu Hause,der Ratgeber sagt das kann dein Kind!….“

    Für mich sind das fahrlässige Listen/ Empfehlungen!

    Genauso wie das Beispiel „meine Kinder dürfen im Bad ALLEINE im Waschbecken mit Streichhölzer und Feuerzeug rum experimentieren, solange Wasser in der Nähe ist und keine brennbaren Gegenstände->während sie in der Küche ist. 

    Feuer ist kein Spielzeug!!! Und hier wird es als normales ausprobieren dargestellt, also mein Kind soll egal in welchem Alter nicht mit Feuer! spielen! Einzige Bedingung hierzu bei der Autorin „die Eltern sind auch im Haus / Wohnung und es soll nichts sonst noch brennbares in der Nähe sein.

    Als Mutter einer 5 jährigen und neugeboren Tochter machen mich solche Aussagen einfach wütend. Da kann so viel passieren und hier werden Beispiele rausgehauen, wo ich nur mit dem Kopf schütteln konnte und ernsthaft dachte, ist das jetzt ein Scherz? Ich habe nichts gegen das ausprobieren, doch alle hier genannten Beispiele fanden immer alleine ohne Aufsicht statt und genau das kritisiere ich, genauso wie die Verallgemeinerungen 5 und 10 jährige bei solchen Beispielen in einem Topf zu werfen.

    Ein weiteres Thema welches ich sehr negativ empfand war, wie von Studien und Tierversuchen gesprochen wurde, zum einen waren diese weder besonders hilfreich noch bemerkte man eine Empathie oder Distanzierung solcher Experimente an Tieren bei den Autorinnen.

    Um ein letztes Beispiel zu geben welches ich für schlecht umsetzbar halte, dein Kind wird gemobbt bzw. ein Kind verhält sich immer aggressiv, als Lösung wird empfohlen zu einem „fremden Kind“ hinzugehen und es selbst versuchen zu therapieren indem man dem Kind zuhört und vieles hinterfragt. Im besten Fall sogar den Eltern des Verursachers zu helfen indem man sich in der Erziehung einmischt.

    Setzen wir dieses Beispiel mal in die Realität um, dein Kind wird im Kindergarten oder Schule gemobbt. Der Mobber fühlt sich zu Hause missverstanden und lässt deshalb den Frust an anderen aus bzw. kann seine eigenen Gefühle nicht reflektieren. Dann sollst du als Fremder auf das Kind und deren Eltern zu gehen und das Kind in seinen „guten“ Seiten bestärken und am besten den Eltern sanft erklären was sie falsch machen.

    Nun die Realität: Das Mobberkind lässt sich von einem fremden erst recht nichts sagen und die Eltern werden sicherlich es als sehr anmaßend empfinden, wenn jemand fremdes dazu kommt, Erziehertipps gibt oder dein Kind für dich erziehen will…

    Mein Fazit 
    Ich schreibe selten sehr lange Rezis, aber hier finde ich die guten Bewertungen nicht nachvollziehbar, viele Beispiele waren für mich einfach unlogisch oder fahrlässig. Ich bekam ein völlig neues Bild der Autorinnen, aus wow wie hilfreich ist jetzt ein „ist das deren ernst“ geworden?

    Dennoch gebe ich den anderen Büchern noch eine Chance, denn Geschwisterkinder und Babys möchte ich noch lesen in der Hoffnung dort wieder sinnvolle Tipps zu bekommen.

    Im Gesamten war dieser Teil eine riesen Enttäuschung. 

  4. Cover des Buches So viel Freude, so viel Wut (ISBN: 9783328105374)
    Nora Imlau

    So viel Freude, so viel Wut

    (24)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Ich beschäftige mich im Moment mit Neurodiversität und was so im weitesten Sinne dazugehören könnte und bin gleichzeitig über den Begriff Gefühlsstark sehr oft gestolpert, sodass ich einmal wissen wollte, was sich genau dahinter verbirgt und andererseits wissen wollte, wo gehört es zu und wovon grenzt es sich ab (SPOILER).

    Das fand ich gut:

    Den Begriff Gefühlsstark an sich mag ich sehr, da er gebraucht werden kann für jedes Gefühl, dass stärker auftritt und es alle Gefühle zusammenfasst, sodass keine bestimmten Gefühle in den Fokus gestellt werden. Ich finde, es ist auch Situationsabhängig brauchbar, dass jemand jetzt grade Gefühlsstark ist. 

    Ich Buch bin ich über den Begriff Bedürfnisstark und liebesbedürftig gestolpert, was ich auch so viel besser finde als High-Need Baby, Schreibaby oder eben Kinder, die sehr lange sehr viel von den Eltern brauchen. Es wird auch hier nichts in den Fokus gestellt. Beides sind eher Oberbegriffe. 

    Sehr gut fand ich die Erklärung der Grundbedürfnisse, da diese häufig nicht bekannt sind. 

    Ich mochte es sehr, dass auf Eltern eingegangen wird, einerseits wie sie sich fühlen, und andererseits wie sie sich um sich kümmern können. Auch gut find ich, dass Geschwisterkinder einbezogen werden, vor allem wenn mehrere Kinder Gefühlsstark sind. 

    Auch habe ich festgestellt, dass einiges für mich selbstverständlich ist und ich viele beschriebene Situationen als alltägliche Situationen mit meinen Kindern einordne. Ich habe alle meine Kinder wiedergefunden. 


    Das fand ich nicht so gut:

    Was ich jetzt unter diesem Punkt schreibe, hat nicht alles direkt etwas mit Buch und dessen Inhalt zu tun. Ich möchte dazu sagen, dass ich einerseits Kinder habe, die Diagnosen bekommen haben und für uns sind die Diagnosen richtige Offenbarungen und erleichtern uns das ganze Leben. Und ich selbst, stecke jetzt darin, herauszufinden, was mit mir los ist. Ich seh das alles eher aus der Brille, dass bis ins Erwachsenenalter etwas nicht erkannte wurde, was aber das ganze Leben negativ geprägt hat.

    Gefühlsstark wird als Gegenbezeichnung für alle die negativen Labels und Diagnosen bezeichnet, es gibt kein Test, es ist keine Diagnose, sondern wenn man sein Kind darin wiederfindet, wird es das sein. An anderer Stelle kommt noch, dass wenn man mehr vermutet, dies auch abklären lassen sollte. Ich verstehe die Negativbehaftung mancher Verwendungen, und finde es persönlich schwierig, Gefühlsstark als den alles umfassenden Begriff zu sehen, da dann Kinder durchrutschen und es eben nicht einfach nur ein Label oder eine Diagnose ist, sondern da steht ja was hinter, da laufen Dinge im Körper anders ab als bei Menschen ohne das (was ich aus eigener Erfahrung weiß, dass diese Vorgänge gar nicht erklärt werden und eben gar nicht klar ist, was die Diagnose in ihrer Gesamtheit bedeutet), und so kann es das ganze Leben beeinflussen, auch kommen mit Diagnosen Vorteile und Ausgleiche in Betrachtung, die wiederum Situationen erleichtern können. 

    Auch tu ich mich dem, wie sich Gefühlsstärke zeigt, schwierig, und da geht es mir bei der Hochsensibilität ähnlich, denn am Ende kann bei all den Symptomen gar nicht klar gesagt werden, was steckt noch alles mit drin (weil unerkannt), und was gehört gar nicht dazu, sondern zu etwas anderem.


    Fazit: Es steckt unendlich viel Input im Umgang mit Kindern drin, was für mich eher den generellen Umgang mit Kindern ausmacht. Viele Situationen kommen auch bei nicht Gefühlsstarken Kindern immer mal wieder vor, wenn auch evtl. nicht in der stärke, so ist vieles sehr hilfreich. Der Fokus liegt nicht alleine aufs "betroffene" Kinder.

    Ich finde den Begriff eher als eine Charakterfacette einzuordnen und finde, wenn Eltern in den ganzen Beschreibungen ihr Kind wiederfinden, dass eine weitere Abklärung sinnvoll ist.


    Bleiben oder Weg? Es steht weiter in meinem Regal :)

  5. Cover des Buches artgerecht - Das andere Kleinkinderbuch (ISBN: 9783466310968)
    Nicola Schmidt

    artgerecht - Das andere Kleinkinderbuch

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Chillysbuchwelt


    Was für ein wertvolles Buch! 🧡
    „Artgerecht – Das andere Kleinkinderbuch“ hat mich nicht nur inhaltlich absolut überzeugt, sondern auch emotional berührt.

    Nicola Schmidt schreibt einfühlsam, verständlich und auf Augenhöhe.
    Es geht nicht um „perfekt sein“, sondern um echtes Verstehen.
    Ich hatte beim Lesen nie das Gefühl, verurteilt zu werden, nur weil ich gewisse Dinge vielleicht bisher nicht so gemacht habe, wie es „ideal“ wäre.
    Stattdessen hatte ich ganz oft den Gedanken: „Ah, das ergibt Sinn!“ oder „So habe ich das noch nie betrachtet.“

    Was ich besonders stark finde:
    Das Buch erklärt nicht nur, was man anders machen könnte, sondern vor allem warum – und das mit vielen Beispielen aus dem Alltag.
    Dadurch wird alles greifbar und logisch.
    Man versteht die Hintergründe der kindlichen Entwicklung, wie Gefühle entstehen und warum bestimmte Reaktionen ganz normal sind.
    Auch wenn ich nach dem Lesen garantiert nicht alles immer so umsetzen werde – einfach, weil ich auch mal überfordert bin und nicht in jeder Situation daran denken kann –, weiß ich, dass ich in vielen Momenten auf das Gelernte zurückgreifen werde.
    So gut ich eben kann.
    Und ganz sicher werde ich in den kommenden Jahren noch öfter zu diesem Buch greifen.
    Es ist definitiv eines dieser Bücher, dass man immer wieder zur Hand nimmt. 📘

    Ich fand viele Abschnitte unglaublich interessant und gleichzeitig bestärkend. 💛
    Es geht um das liebevolle Begleiten von Gefühlen, das Verstehen von Entwicklungsschritten und vor allem darum, dass wir als Eltern eben auch lernen dürfen – gemeinsam mit unseren Kindern.

    Ein Herzensbuch, das ich jedem empfehlen würde, der mit kleinen Kindern lebt oder arbeitet.
    Nicht belehrend, sondern bestärkend.
    Nicht perfektionistisch, sondern menschlich.
    Und dabei unglaublich hilfreich. 🙌 👣


    Ich danke dem Kösel Verlag von Herzen für das  Rezensionsexemplar


  6. Cover des Buches Kinder denken einfach anders (ISBN: 9783466311712)
    Elisabeth Rose

    Kinder denken einfach anders

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaub

    Was für ein passender Titel. Die Psychologin Elisabeth Rose zeigt in diesem Werk 20 interessante & spannende Erkenntnisse aus der Entwicklungsforschung. Anfangs hatte ich etwas Probleme mich auf dieses Buch einzulassen, aber dann hat es mich doch gepackt. Vielleicht ist es mir vom Aufbau etwas zu klassisch, mit zu vielen Fachwörtern. Eines kann ich sagen, es ist spannend durch die Entwicklungsgeschichte zu gehen und dennoch immer wieder etwas Neues zu lernen. Den ein oder anderen Namen kenne ich natürlich aus der Entwicklungspsychologie. In diesem Buch gibt es Informationen über Forschungsstudien, deren Abläufe und Funktionen. Zudem werden auch biologische Fakten beleuchtet. Es geht z.B. um den Spracherwerb, soziale Referenzen, klassisches & operantes Konditionieren. Die Autorin weist im Schlusswort darauf hin, das man Studien immer kritisch betrachten sollte. Mein Satz zum Schluss, greift einfach noch einmal den Titel auf: "Kinder denken einfach anders." Bedenken Sie dies oder lesen Sie dieses Sachbuch. ;)

  7. Cover des Buches Prachtexemplar oder Nervensäge (ISBN: 9783800076253)
    Ingrid Buschmann

    Prachtexemplar oder Nervensäge

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Lagoona

     
    "Prachtexemplar oder Nervensäge - Die ersten Jahre entscheiden" - so lautet der vielversprechende Titel von Erziehungsexpertin Ingrid Buschmann.


    Der Erziehungsratgeber ist im Ueberreuter Verlag erschienen und umfasst 160 Seiten mit 10 Kapiteln, die unterteilt sind in die einzelnen Altersgruppen vom Neugeborenen bis hin zu den ersten Schuljahren. Dabei geht es um Themen, wie Förderung, Überforderung, Lernbereitschaft,, Zufriedenheit & Selbstsicherheit, Strafe, Beziehung zu Geschwistern, Vorbereitung auf die Schulzeit, und auch den Schulstart.
     
    Die "richtige" Erziehung unserer Kinder liegt meinem Mann und mir sehr am Herzen und so haben wir den Erziehungsratgeber beide gelesen und uns in interessanten Gesprächen über die einzelnen Kapitel ausgetauscht. Da unsere Kinder noch sehr klein sind, waren für uns eher die ersten Kapitel wichtig, dennoch konnten
    wir auch schon einige Anregungen für später mitnehmen.
     
    Die meisten Themen werden anhand von Beispielen erklärt, was wir sehr anschaulich fanden.
     
    Folgende Punkte nehmen wir mit:
     
    1. Unbeaufsichtigtes Spielen ist von enormer Wichtigkeit. Die Kinder können sich selbst Ziele vornehmen und bei Erreichen Stolz sein
    und Erfolg kennenlernen. Diese Gefühle treiben Kinder im Leben stetig voran.
     
     
    2. Scham und Niederlage stellen im Kindesalter ein hohes Risiko da
        und sollten vermieden werden.
     
    3.Lob und Anerkennung bringen letztendlich mehr als Strafen und   können das Kind stärken.Jedoch muss für hier ein gesundes Mittelmass gefunden werden.Das Kind sollte nicht mit Lob überschüttet werden, damit es etwas Besonderes bleibt.
      Man sollte dem Kind auch genau erklären, was es gut gemacht hat.

    4. Strafen hingegen sollten wohldosiert und nie  körperlich sein.
        Nur in den notwendigsten Fällen sollten Strafen angewandt werden, z. B. wenn das Kind sich in eigene Gefahr begiebt, wobei es vorher sehr genau daraufhinwieesen wurde. Wichtig ist dabei, dass das Kind erkennen muss, dass es einen Fehler begangen hat und somit nicht auf die Eltern wütend sein muss.
     
     
    5. Man sollte seinem Kind die Möglichkeit geben Erlerntes stets anzuwenden, auch wenn es für die Eltern vielleicht zeitlich eng oder auch mal etwas anstrengend wird.Hilft man dennoch immer wieder, so könnte dies bei den Kindern dazu führen, dass sie im späteren Leben immer auf Hilfe angewiesen sind, also nicht selbstständig genug werden.


    6. Kommunikation ist enorm wichtig.
        Man sollte möglichst viel mit dem Kind kommunizieren. Kinder sollten möglichst früh lernen sich sprachlich auszudrücken , da sie Gefühle, wie Z.B. Wut unter Umständen sonst mit physicher Gewalt zum Ausdruck bringen.Dies könnte grade im späteren Leben enorme Nachteile mit sich bringen.
     
     
    Alles in Allem fanden wir die einzelnen Themen gut und informativ. Für mich hätten einige Punkte jedoch noch etwas
    mehr vertieft werden könne, da die meisten Themen leider nur oberflächlich kurz angerissen wurden.
     
    Unser Fazit:
     
    Bei der Sternchenvergabe haben wir ein Weilchen diskutiert, denn mein Mann ist sehr begeistert von dem Buch,
    ich hätte mir mehr Tiefgründigkeit besonders für die Themen im Kleinkindalter gewünscht.
    Wir haben uns daher auf eine Gesamtwertung von 4 Sternen geeinigt und freuen uns über die neuen Erkenntnisse, die wir aus "Prachtexemplar oder Nervensäge" ziehen konnten, jeder für sich & gemeinsam für unsere kleinen Prachtexemplare
  8. Cover des Buches Ups, ich darf auch Nein sagen (ISBN: 9783842617865)
    Inke Hummel

    Ups, ich darf auch Nein sagen

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Die_Sonne

    An sich finde ich das Buch gut. Die Geschichte fanden meine Kinder interessant, auch wenn sie nicht solche Begeisterungsstürme ausgelöst haben wie manch andere Bücher, so haben sie doch zum Nachdenken angeregt. Wir haben zwischen den Kapiteln immer recht lange Pausen gemacht. Einmal aus dem Grund, dass die Kinder nicht nach dem Buch verlangt haben, aber auch, weil ich erst mal die Zeit finden musste die Elternseiten die zu den Geschichten gehören jeweils zu lesen. Ich habe die Gesprächsanregungen mal mehr mal weniger genutzt. Ich glaube mir wäre es lieber gewesen, wenn die Anregungen in Kästen zwischen der Geschichte gestanden hätten, dann hätte ich sie besser einsetzen können. Vom Thema her fand ich es aber sehr wichtig.

  9. Cover des Buches Die Trotzphase ist kein Ponyhof (ISBN: 9783432101347)
    Christina Tropper

    Die Trotzphase ist kein Ponyhof

    (5)
    Aktuelle Rezension von: camilla1303
    „Die Trotzphase ist kein Ponyhof“ von Christina Tropper und Alexander Smutni-Tropper ist mit dem Untertitel „Der Eltern Survival-Guide“ 2017 im TRIAS Verlag erschienen. Wie alle Erziehungsratgeber aus dem TRIAS Verlag handelt es sich auch hier wieder um ein handliches Buch mit gut lesbarer Schrift und farblichen Akzenten im Text, so dass das Wichtigste bzw. die Kernaussage immer sofort hervorsticht.

    Vielleicht bin ich etwas voreingenommen an das Buch gegangen, lese ich doch den Eltern-Blog (einerschreitimmer.com) von Christina Tropper schon seit meiner ersten Schwangerschaft und bin ohnehin großer Anhänger der „Erziehungsratgeber“ aus der Georg Thieme Verlag KG. Meine Erwartungen wurden jedoch nicht enttäuscht. Die beiden Zwillings-Eltern schaffen es auf humorvolle Weise die nervenaufreibende Trotzphase zu beschreiben und geben dabei wertvolle Tipps, wie man sie ohne Aufenthalt in der Psychiatrie übersteht. Das Buch liefert viele Tipps und Erfahrungsberichte und vermittelt den leidgeprüften Eltern eins: Wir sind nicht alleine! Außerdem werden Eltern immer wieder darauf hingewiesen, dass die Zeit der Trotzphase auch für die Trotzköpfe nicht einfach ist und sie selbst oft ihre Gefühle nicht richtig zuordnen können.

    Der Tobsuchtsanfall im Supermarkt, Schreikonzerte beim Zähneputzen und dann noch das große Drama, dass man den Kakao im falschen Becher serviert… Möglichkeiten für einen Trotzanfall gibt es in der Autonomiephase der Kleinkinder genug. Da Alexander Psychologie studiert hat und als Pädagoge arbeitet, hat er ein fundamentiertes Wissen über den Trotzanfall an sich. Christina die als Journalistin nicht nur für diverse Elternmagazine schreibt, sondern auch selbst einen Eltern-Blog führt, hat das fundamentierte Wissen zusammen mit Erfahrungsberichten aus dem eigenen Familienalltag und Überlebens-Tipps für andere Eltern liebevoll aufgeschrieben, immer mit einem guten Stück Humor und Selbstironie.

    „Die Trotzphase ist kein Ponyhof“ ist ein Mutmacher von Eltern für Eltern, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Vielen herzlichen Dank für dieses Buch, das mich sicher auch den nächsten Trotzanfall überstehen lässt.

  10. Cover des Buches Kannst du gähnen wie Hyänen? (ISBN: 9783466346578)
    Monica Sweeney

    Kannst du gähnen wie Hyänen?

    (7)
    Aktuelle Rezension von: KeksTrommel

    In dem Buch "kannst du gähnen wie die Hyänen" begleitet man verschiedene Tierk8nder ins Bett und gähnt um die Wette. 

    Das Buch soll Eltern helfen, Kinder beim Einschlafen zu begleiten. Gähnen macht müde lautet die Botschaft des Buches. 

    Jedoch kommt das meiner Meinung nach auch ein wenig aufs Kind ein. Das Kind kann genauso gut rumalbern, daß ein Panda ganz anders gähnt und albern ermuntern eher. Wenn man es jedoch ruhig beim Kuscheln vorluest und das, Kind zumindest schon mal ein wenig müde ist und beim Lesen gut zuhört und ruhig bleibt, kann es sehr wohl helfen. 

    Ich empfehle das Buch Eltern, deren Kinder schon gut und ruhig beim Lesen zuhören als Einschlafbegleitung. 

  11. Cover des Buches Wie Kinder trauern (ISBN: 9783466371747)
    Florian Rauch

    Wie Kinder trauern

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Lesensundspielenddurchsleben

    Ich habe schon viele Trauerbücher aufgrund meines Berufes gelesen. Dadurch kannte ich einiges an Inhalten aus dem Buch, aber selbst für mich waren noch neue Bilder und Ideen dabei. Was mir besonders gefallen hat und meiner Meinung das Buch auch besonders macht, war:
    - Die kompakte Form – klare Überschriften, verständliche Ausführungen, Zusammenfassungen in blau
    - Entwicklungspsychologie am Anfang fürs Verstehen, dann aber auch viele Ideen und Rituale zum Begleiten (das Boot hat mir am besten gefallen und beim Handabdruck musste ich selbst fast heulen; das mit dem Erinnerungsbuch finde ich auch immer schön=)
    - Der Abschnitt: „Was Große brauchen, um für ihr Kind stark zu sein“
    - Konkrete Hilfestellungen für besonders herausfordernde Situationen (z. Bsp. Suizid)
    - Rituale nicht nur für die Trauerarbeit, sondern auch für die Zeit des Sterbens

    Für mich ist das Buch ein guter Begleiter für Eltern und Pädagog*innen, den ich gerne weiterempfehle!

  12. Cover des Buches Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen (ISBN: 9783404608720)
    Johann König

    Kinder sind was Wunderbares, das muss man sich nur IMMER WIEDER sagen

    (26)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Manchmal muss es was lustiges sein. Und da mir die Geschichten und Sprüche von Johann König über Kinder und Familie gefallen, dachte ich mir, dass mir sein Buch Kinder sind was wunderbares auch gefallen könnte (SPOILER).

    Meine Meinung: 

    Das Buch von Johann König schaut mit Humor und Ironie auf das Leben mit Kindern. Dabei ist es an der tatsächlichen Familie und deren Erlebnisse von König orientiert. Geschrieben ist es im Tagebuchstil und wenn auch über ca. ein Jahr chronologisch nochmal thematisch in einzelne Kapitel unterteilt. Außerdem gibt es ein paar Runninggags. Vieles kam mir sehr bekannt vor und ich hab viel gelacht bzw. geschmunzelt. 


    Fazit: 

    Im Laufe des Buches wiederholt sich manches und wird dadurch mit der Zeit langweilig. Es ist ein super Buch für zwischendurch, ich würde es allerdings nicht am Stück lesen, sondern mit Pausen. Mich hat auch das zweite Buch von Johann König interessiert, weiß aber noch nicht, ob ich das lesen werde. 


    Bleiben oder Weg? Erst mal bleibt es bei mir.  

  13. Cover des Buches Bindung – eine sichere Basis fürs Leben (ISBN: 9783466310814)
    Fabienne Becker-Stoll

    Bindung – eine sichere Basis fürs Leben

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Amber144
    Das Cover ist wunderschön gewählt und unterstützt den Titel. Gerade der Satz "Das große Elternbuch für die ersten 6 Jahre" macht neugierig auf den Inhalt. Im Klappentext werden schon verschiedene Inhalte aufgeführt, die das Buch beinhaltet.

    Die Kapitel finde ich sehr gut aufgeteilt. Es ist nach Alter in verschiedene Abschnitte sortiert und somit kann man auch kurz zu dem Inhalt springen, die einen interessieren. Man sollte, auch wenn man schon ältere Kinder hat, ruhig die ersten Kapitel lesen. Ich finde es baut alles aufeinander auf. Man kann die Kapitel aber auch einzeln lesen.

    In den Texten sind auch Beispiele enthalten, dies finde ich sehr gut gewählt. Manchmal finde ich die Sprache sehr umständlich. Dies ist mir aber nur vereinzelt aufgefallen und hat mich nur kurzfristig gestört.

    Das Buch hat mich immer wieder zum Nachdenken gebracht und das habe ich sehr geschätzt.

    Insgesamt ist es sehr umfangreich und deckt wie ich finde alles wichtige ab.
    Immer wieder wird auf die unterschiedliche Art der Bindung in den verschiedenen Altern eingegangen.

    Für mich ein wirklich gutes Buch um die Bindung in den verschiendenen Altersstufen zu verstehen.
    Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
  14. Cover des Buches Henry mit den Superkräften (ISBN: 9783981657111)
    Petra Neumann.

    Henry mit den Superkräften

    (7)
    Aktuelle Rezension von: JennyDisson
    Tausend Dank für dieses großartige Buch, meine Tochter liebt es.
  15. Cover des Buches Mein Kind ist autistisch (ISBN: 9783842617650)
    Britta Zytariuk

    Mein Kind ist autistisch

    (2)
    Aktuelle Rezension von: CarolineChristen

    Ich las das Buch als kompletter Laie. Autismus kannte ich (wenn das denn zählt?) nur aus Klischeerollen wie Sheldon Cooper oder Monk. Das hinter der Diagnose Autismus aber viel mehr steckt, weiß ich dank dieses Ratgebers inzwischen.

    Die Kapitel sind so aufgebaut, dass man super zu den relevanten Themen springen kann (wenn man z.B. kein Kindergartenkind mehr hat, sondern die Diagnose erst im Jugendalter kam). Sogar die anstrengenden Themen rund um Formulare und Behördengänge sind so beschrieben, dass man das Gefühl hat, nicht allein zu sein. Generell ist mir beim Lesen der sympathische Schreibton positiv aufgefallen. Immer mal wieder nennt die Autorin Beispiele aus ihrem eigenen Umfeld - das beruhigt, sorgt für den ein oder anderen Schmunzler oder für einen Aha-Effekt. An keiner Stelle wird mit erhobenem Zeigefinger ein "Du musst!" an den Lesenden adressiert. Es sind immer mutmachende Impulse, begleitet von den wirklich tollen Checklisten, in denen man mit seinem eigenen Kind ins Gespräch kommen kann.

    Fazit: Perfekt für Eltern oder Großeltern, die nach der Diagnose Autismus nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Der Ratgeber nimmt einen an die Hand und geht Schritt für Schritt alle Etappen und To-Dos durch.

  16. Cover des Buches Die tun nicht nichts, die liegen da und wachsen (ISBN: 9783843610193)
    Elisabeth Raffauf

    Die tun nicht nichts, die liegen da und wachsen

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Susanne_J._Beisteiner

    Siehe auch mein Video auf Youtube

    Dieses Buch hat mich deshalb sofort angesprochen weil ich beim Lesen des Titels lachen und an meine älteste Tochter, die gerade 13 wird, denken musste. Es geht um die verwirrende, herausfordernde Zeit der Pubertät, und wie Eltern mit schwierigen Situationen besser zurecht kommen können.


    Meine drei Kinder werden jetzt - eins nach dem anderen - in die Pubertät kommen, und ich habe das Gefühl, dass mich als Mutter diese aufwühlende Zeit der Veränderung nochmal ganz neu und anders fordern wird, als bisher. Mein Bedürfnis, mich schon im Vorhinein durch Tipps aus einem Ratgeber zu stärken und vorzubereiten, hat also auch etwas damit zu tun, dass ich unsicher bin, wie ich mich verhalten soll und was die Kinder bestmöglich in ihrer Entwicklung unterstützen könnte.

    Elisabeth Raffauf ist Diplom-Psychologin und in unterschiedlichen Beratungsstellen für Eltern und Jugendliche tätig. Aus ihrer Erfahrung weiß sie, wie verloren sich viele Eltern in der Zeit der Pubertät fühlen. Ich finde es sehr gut, dass sie direkt zu Beginn darauf hinweist, dass niemand von uns Erwachsenen selbst perfekte Eltern hatte, und dennoch aus den meisten von uns so halbwegs was geworden ist. Also so gefährlich oder heikel oder wahnsinnig schwierig ist es gar nicht, die Pubertät gut zu überstehen und sich zu einem gesunden Erwachsenen zu entwickeln.


    Wie sie schon in der Einleitung erklärt, möchte die Autorin in diesem Ratgeber die Aufmerksamkeit der Eltern auf ihre eigenen Erlebnisse während der Pubertät  und ihre eigene Beziehung zu den Eltern von damals lenken und liefert dazu viele Erfahrungsberichte. Diese waren zwar teilweise informativ, aber manche Berichte waren mir einfach zu lange und zu detailreich, so genau wollte ich das alles gar nicht wissen. Aber sie haben auch gezeigt, dass es viele unterschiedliche Strategien für diverse Situationen gibt.


    Der Ratgeber befasst sich einerseits mit Themen, die die Jugendlichen stark bewegen, andererseits mit Problemen, mit denen die Eltern zu kämpfen haben.

    Für die Jugendlichen sind das vor allem Mobbing, Medienkonsum, Alkohol und Drogen, Weltschmerz im Allgemeinen, aber auch Liebeskummer im Speziellen und damit verbundene erste sexuelle Erfahrungen. Freunde sind natürlich auch sehr wichtig, sowie auch Schuldruck eine große Rolle spielen kann.

    Die Eltern beschäftigt, wie sie Grenzen setzen können, was sie tun sollen, wenn ihre Kinder sie respektlos behandeln und immerzu lügen, oder wie sie die ewigen Streitereien beenden können. Ganz wichtig ist auch die Frage, wie Eltern das Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Vertrauen finden können.


    Die Autorin versucht, dem Leser ins Bewusstsein zu rufen, das Ziel der Pubertät nicht aus den Augen verlieren, nämlich, dass sich die Jugendlichen von heute morgen in junge Erwachsene entwickeln, die Verantwortung übernehmen und eigene Entscheidungen treffen können. Darum ist das Loslassen ganz entscheidend.


    Elisabeth Raffauf hält sich mit konkreten Tipps sehr zurück, sie betont auch, dass jede Eltern-Kind-Beziehung anders ist und die beteiligten selbst herausfinden müssen, was zu ihnen und ihrer Familie passt.

    Ein paar Eckpfeiler, nach denen wir uns richten können, liefert sie uns aber doch, nämlich durch die 3 roten und grünen Vs.

    Die drei roten Vs sollten Eltern nach Möglichkeit vermeiden, da sie die Kontaktkiller zwischen Eltern und Jugendlichen sind. Je öfter es die Eltern schaffen, sich an die grünen Vs zu halten, umso eher werden sie die Beziehung zu ihren Kindern aufrecht erhalten und dadurch auch ihre Elternrolle besser wahrnehmen können.


    Mein Fazit:

    Nachdem ich diesen Ratgeber gelesen habe, schaue ich wieder optimistischer in die Zukunft. Elisabeth Raffauf hat mir die Angst vor dieser herausfordernden, neuartigen Zeit mit meinen größer werdenden Kindern etwas genommen und ich habe jetzt die Zuversicht, dass wir das schon schaffen werden!


    Die Erfahrungsberichte waren teilweise zu lange und detailreich, aber ich habe sehr viel aus dem Ratgeber mitgenommen und werde mich im Praktizieren der grünen Vs üben, so gut ich kann!


    Viel Spaß beim Selberlesen!


    Geschrieben von Susanne!

    Ich hoffe, meine Rezension war hilfreich und Euch wird das Buch gefallen.

    Die Inhalte sind meine persönliche Meinung zu diesem Buch.

    Ich habe keine Gegenleistungen für diesen Text erhalten.

  17. Cover des Buches Töffel und Bruno trauern auf ihre Art (ISBN: 9783985952212)
    Corinna Stremme

    Töffel und Bruno trauern auf ihre Art

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Mario_Schumacher

    Trauer ist ein schweres Thema – besonders für Kinder. Wie geht man damit um, wenn ein geliebter Mensch krank wird oder stirbt? "Töffel & Bruno trauern auf ihre Art" ist mehr als nur eine Erzählung – es ist ein behutsames, liebevolles und Mut machendes Kinder-Fachbuch, das Familien und Fachkräfte unterstützt.

    Eine herzerwärmende Geschichte mit Tiefgang

    Die Autorin Corinna Stremme erzählt mit viel Feingefühl die Geschichte von Bruno, der sich mit der schweren Krankheit seiner Schwester Emma auseinandersetzen muss. Während seine Eltern in ihrer eigenen Trauer versinken, fragt sich Bruno, ob es noch erlaubt ist, glücklich zu sein. "Vergiss im Traurig-Sein dein Glück bloß nicht!" – dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und ist nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ein wertvoller Appell.

    Begleitet wird Bruno von seiner Hamster-Freundin Töffel und Abraham Uhu, die ihm helfen, seine Gefühle zu verstehen. Die Erzählung schafft es, kindliche Emotionen authentisch einzufangen und zeigt, dass Trauer nicht bedeutet, auf Freude verzichten zu müssen.

    Mehr als eine Geschichte – Ein Fachbuch für Familien und Fachkräfte

    Das Buch geht über die Erzählung hinaus: Es enthält hilfreiche Strategien für Eltern, Gefühlskarten für den Einsatz in Kita, Schule oder Therapie und wertvolle Tipps von Experten, darunter die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Mirja Rößner. Besonders wichtig ist der Perspektivwechsel: Kinder trauern anders als Erwachsene, und genau das macht die Geschichte so wertvoll.

    Die liebevollen Illustrationen von Britta Bolle verleihen der Erzählung eine ganz besondere Wärme. Ihre Bilder fangen Emotionen ein, ohne bedrückend zu wirken – ein wichtiger Aspekt, um Kinder in diesem sensiblen Thema zu begleiten.

    Fazit

    "Töffel & Bruno trauern auf ihre Art" ist eine einfühlsame, kindgerechte und wunderschön illustrierte Geschichte, die weit über eine bloße Erzählung hinausgeht. Sie bietet nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen eine neue Perspektive auf Trauer und zeigt, wie wichtig es ist, über Gefühle zu sprechen. Ein Buch, das unter die Haut geht – und Mut macht.

  18. Cover des Buches Ups, ich bin schüchtern (ISBN: 9783842617711)
    Inke Hummel

    Ups, ich bin schüchtern

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Familyrocks

    Inke hat einen Perspektivwechsel ermöglicht, der Eltern begeistert – insbesondere diejenigen, die mit ihrem schüchternen Kind an ihre Grenzen stoßen und dabei das Positive am Schüchternsein aus dem Blick verlieren. Durch die alltagsnahe Geschichte finden betroffene Kinder und ihre Eltern leicht wieder ins Gespräch und nehmen inspirierende, frische Ideen mit nach Hause.

  19. Cover des Buches Erziehung zur Vielfalt (ISBN: 9783466311668)
    Nkechi Madubuko

    Erziehung zur Vielfalt

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Lesensundspielenddurchsleben

    Wenn ihr auf der Suche seid nach einem Sachbuch für Eltern und pädagogische Fachkräfte, wenn es um Vielfalt in vielen Facetten geht, kann ich euch dieses Buch sehr ans Herz legen. Das Buch vereint Sachwissen mit guten Reflexionsmöglichkeiten (etwa Gedankenexperimenten oder einer Blume der Vielfalt,  wo man seine eigenen blinden Flecken finden soll) und neuen Impulsen, etwa welche Elemente in einer Erziehung zur Vielfalt notwendig sind. Dabei ist der Begriff Vielfalt auch super erklärt,  ebenso wie viele Begrifflichkeiten rund um dieses Thema. Mir gefielen vor allem die vielen Buchenpfehlungen und die Öffnung des Themas für so viele Aspekte von Vielfalt. Es geht neben antirassistischer Erziehung nämlich auch um Themen wie Armut, Migrationshintergrund, Familiengormen, interreligiöse Erziehung,  unterschiedliche Lebenssituationen. Ich fand das Buch sehr spannend und lehrreich!

  20. Cover des Buches Ein Kind mit Autismus zu begleiten, ist auch eine Reise zu sich selbst (ISBN: 9783741224584)
    Silke Bauerfeind

    Ein Kind mit Autismus zu begleiten, ist auch eine Reise zu sich selbst

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Vibie

    Silke Bauerfeind ist Mutter eines nichtsprechenden Sohnes mit Autismus  und seine Art ist für mich selbst schon eine besondere und außergewöhnliche Art des Autismus und auch wenn ich es persönlich in der Kombi außergewöhnlich und selten finde eben doch auch eine Form des Autismus! Für Mich ist sie in erster Linie eine Frau und Mutter die weis wovon sie spricht und was sie vermittelt.

    Denn endlich ist sie jemand der aus persönlicher Sicht ohne großen Fachjargon erzählt,Infos und Tipps gibt und das nicht nur in ihren Büchern für Autisten und nicht Autisten,sowie auch für  deren Angehörige,Eltern wie auch für Freunde oder einfach welche die sich für die Thematik interessieren. Interessante Beiträge wie auch von anderen Eltern und Interviews rundum das Thema aber auch breit gefächert  findet man auf ihrer Facebookseite wie auch auf ihren Blog. Informativ  ist das Buch allemale und vor allem ungezwungen ehrlich mit auch ganz viel Herz!

    Vieles ist aus dem Leben der Autorin bzw. aus den Zusammenleben mit Ihrem Sohn  und ihre Elternbeiträge finde ich selbst sehr spannend und geben eine Vielzahl Besonderheiten preis, denn Autismus ist nicht gleich Autismus! 

    Für mich persönlich ist es ein Tagebuch und Notizbuch in einem und natürlich ein Hilfs,Begleit- und Informationswerk was einfach genau das alles beinhaltet was ich mir selbst als Single Mutter einer frühkindlich autistischen Tochter  wünsche! Zeilen wenn ich sie lese die mich sichtlich berühren und mich zum weinen bringen, denn das was ich dort lese ist ein großer Teil meiner Welt wie ich sie selbst auch erlebe und lebe und das mit Meiner Besonderen Tochter zusammen. Die für mich schönsten Seiten in den Buch die soviel Gefühl und Ausdruckskraft und genau das wiederspiegeln was ich selbst denke und fühle und genau auch so einiges Zustimmen kann sind die Seiten  am Schluss des Buches,denn die sind mein Highlight- die Seiten: "Unkommentierte Antworten aus dem Fragebogen"; das sind Persönliche Antworten die von Herzen kommen von Eltern die ihre persönlich, schönen und wichtigen Dinge aus dem eigenen Leben/Alltag als kurzes Statement  erzählen.  💕🎁




    Ich hatte mich schon vor dem Buch mit "unseren persönlichen Autismus Berater" über Ellas Blog und Ihre Bücher unterhalten, und es war ein schöner Austausch. Er selber hatte sich daraufhin dann doch bei den Kursen angemeldet und nun reden wir wenn wir es nicht vergessen immer wieder drüber,nächstes mal muss ich ihm doch glatt mal fragen ob er zwischenzeitlich auch mal die Bücher gelesen hat und was er davon hält?! 😊


    Ich jedenfalls bin mehr als glücklich und zufrieden nun endlich so ein Werk an der Hand und für die kommende Zeit als Begleitung zu haben,denn dies Buch ist was völlig anderes und vielleicht auch genau  DAS was andere Eltern und Angehörige in Sachen Autismus suchen,anstelle von dieser Standard Lektüre die immer so fachmännisch daherkommt und manch einer dies einfach nicht versteht oder einfach sich nicht damit persönlich angesprochen fühlt! 




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