Bücher mit dem Tag "elternschaft"
31 Bücher
- M. L. Stedman
The Light Between Oceans
(373)Aktuelle Rezension von: kapitelschlagEine tief bewegende Geschichte über Moral, Schuld, Liebe und die Grauzonen dazwischen. In poetischer Sprache erzählt die Autorin eine Geschichte, die mich nach dem Lesen noch lange nicht loslassen konnte. Ich habe so sehr mit den Protagonisten gelitten.
Stedmans Sprache ist atmosphärisch und feinfühlig. Die Einsamkeit des Leuchtturmlebens, die raue Natur und die emotionalen Spannungen werden eindrucksvoll geschildert. Besonders hervorzuheben ist die differenzierte Charakterzeichnung. Tom ist ein zutiefst moralischer Mann, gefangen zwischen Loyalität zu seiner Frau und seinem eigenen Gerechtigkeitsempfinden. Isabel wiederum ist eine komplexe Figur, deren Liebe zu dem Kind ebenso echt wie tragisch ist. Der Roman stellt keine einfachen Fragen – und gibt keine einfachen Antworten.
Wer Romane liebt, die das Herz ebenso fordern wie den Verstand, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können.
Herzzerreißend. Nachdenklich. Wunderschön erzählt. Unbedingt lesen !
- Nora Imlau
Bindung ohne Burnout
(23)Aktuelle Rezension von: LidenLeseempfehlung!
Datum: 14.09.2025
Das ist mein erstes Nora Imlau Buch (obwohl ich seit Tag 1 meine Kinder bedürfnisorientiert erziehe) und wird wahrscheinlich nicht mein letztes bleiben. Dieses Buch war wie eine Umarmung 🫂 einer guten Freundin, die ich unbedingt gebraucht habe. Es hat mir oftmals mein schlechtes Gewissen genommen, grad Eltern ohne familiären Background müssen manchmal unkonventionelle Wege gehen um nicht komplett auszubrennen oder um irgendwas zu schaffen. Und lieber das Kind ne halbe Stunde länger Fernsehen lassen und eine Tasse Kaffee/ Tee trinken und Power tanken als komplett entkräftet und gestresst zu schreien.
Danke für den Mutmacher !
- Juli Zeh
Neujahr
(392)Aktuelle Rezension von: Lesens_werte_ES ist immer anwesend. Manchmal nur im Hintergrund, aber bereit jederzeit auszubrechen. Und dann hat er ES nicht im Griff und ES beherrscht ihn. Eigentlich hätte es für Henning ein entspannter Neujahrsurlaub mit Theresa und den Kinder auf Lanzarote werden sollen. Aber unerwartet begegnet Henning dabei seinem Trauma.
Was wie eine gewöhnliche Beziehungskrise beginnt, entwickelt sich langsam zu mehr. Schon zu Beginn offenbart sich, dass Protagonist Henning psychische Probleme hat, ein unbewältigtes Trauma, aber er kennt den Ursprung nicht. Zielsicher erhöht Autorin Juli Zeh in ihrem, mit unter 200 Seiten eher kürzeren, Buch die Spannung. Was zunächst wie zwei unabhängige Geschichten erscheint, bietet am Ende den Schlüssel zu Hennings Problemen. Ohne große Dramatik und trotzdem tief emotional erfährt der Leser zu was Kindheitserinnerungen im Erwachsenenleben fähig sind. Einmal ein tolles Buch dieser großartigen Autorin. - Jan Weiler
Kühn hat zu tun
(104)Aktuelle Rezension von: Lilli33Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch (21. Mai 2016)
ISBN-13: 978-3499266829
Preis: 11,00 €
Spannender Krimi und mehr
Inhalt:
Kriminalhauptkommissar Martin Kühn, verheiratet mit Susanne, zwei Kinder, stolzer Besitzer eines Eigenheims, schwirrt der Kopf. In seiner Wohnsiedlung geht es drunter und drüber. Irgendwas stimmt mit dem Baugrund nicht, Neonazis bilden eine Bürgerwehr, ein kleines Mädchen ist verschwunden und hinter Kühns Garten liegt eine Leiche, aufs Übelste zugerichtet.
Meine Meinung:
Dies ist der Auftaktband der Reihe um den Münchner Polizisten Martin Kühn. Er hat mir in seiner Vielseitigkeit ausgesprochen gut gefallen. Dicht an der Seite des sympathischen, aber auch ein bisschen verschrobenen Protagonisten erleben wir einige turbulente Tage mit polizeilichen Ermittlungen, aber auch einigen privaten Problemen, wobei sich alles irgendwie vermischt.
Besonders Kühns innere Monologe vermögen zu fesseln und bringen auch die Ermittlungen voran. Was den Täter angeht, hatte ich zwar schon früh den richtigen Riecher, doch was genau dahintersteckt, hat mich letztendlich doch sehr überrascht und fasziniert.
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diesen tollen Kriminalroman.
Die Reihe:
1. Kühn hat zu tun
2. Kühn hat Ärger
3. Kühn hat Hunger
★★★★★
- Anette Hinrichs
Nordlicht - Die Spur des Mörders
(104)Aktuelle Rezension von: Blackfairy71Am Sockel des Idstedt-Löwen auf dem Alten Friedhof in Flensburg wird die Leiche des 73-jährigen Karl Bentien gefunden. Er wurde brutal zu Tode getreten und ausgeraubt. Ein zufälliges Opfer oder gezielter Mord? Der pensionierte Studienrat gehörte der dänischen Minderheit an, Medien und Behörden sehen nach dem Mordfall bereits das friedliche Zusammenleben im Grenzland in Gefahr. Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihr Kollege Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei stehen unter Hochdruck und müssen rasch Ergebnisse liefern. Dann stoßen sie im Keller des Toten auf eine versteckte Kammer mit brisantem Inhalt...
"Die Spur des Mörders" ist der zweite Teil aus der Krimireihe "Nordlicht" von Anette Hinrichs. Dieses Mal geht es zwar um einen Toten in Deutschland, aber da dieser der dänischen Minderheit angehörte, ist auch die dänische Polizei an den Ermittlungen beteiligt.
Es stellt sich heraus, dass der Tote eine Verbindung zu einem Flüchtlingslager in Oksböl hat. Hierher kamen zum Ende des 2. Weltkrieges Zehntausende Menschen aus Ostpreußen, Pommern usw. auf der Flucht vor der Russischen Armee. Unter ihnen waren auch Tausende Kinder, die teils als Waisen im Lager endeten. Krankheit und Tod waren allgegenwärtig. Das Grausame daran beschreibt die Autorin in ihrem Nachwort: Der dänische Ärzteverband untersagte deutschen Flüchtlingskindern medizinische Hilfe. Es starben Siebentausend deutsche Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung und Infektionskrankheiten. Grund dafür war natürlich der Hass auf die Deutschen wegen der Besetzung Dänemarks, aber was können Kinder dafür?
So ist das Buch nicht einfach nur ein Krimi, sondern war für mich auch sehr lehrreich in Sachen deutsch-dänischer Geschichte., denn dieses Kapitel deutscher Flüchtlinge war mir bisher nicht bekannt.
Von diesem Aspekt abgesehen ist aber auch die gesamte Handlung wieder sehr spannend mit Überraschungen und Wendungen und einer Auflösung, die für mich überraschend kam. Bis dahin gibt es viele Verdächtige und das regt zum Miträtseln an.
Neben den beiden Hauptfiguren Vibeke und Rasmus gibt es auch ein Wiedersehen mit dem Team der Sondereinsatztruppe in Padborg: Sören, Jens, Pernille und Luis.
Besonders für Vibeke ist der Fall nicht leicht, denn sie ist wie Karl Bentien selbst in Heimen und Pflegefamilien aufgewachsen. Daher ist es ihr besonders wichtig, dem Toten Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Auch Rasmus hat aufgrund des Todes seines Sohnes Probleme mit dem sinnlosen Tod der vielen Flüchtlingskinder umzugehen.
Übrigens gibt es auf dem Gelände des ehemaligen Flüchtlingslagers inzwischen ein Museum und damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Aufarbeitung der dänisch-deutschen Vergangenheit. Und 15 Kilometer von Esbjerg findet man die Deutsche Kriegsgräberstätte Osböl, wo 121 deutsche Soldaten und 1675 Flüchtlinge begraben sind. Hier wurde als erstes Zeichen der Versöhnung im Jahr 1997 von deutschen und dänischen Jugendlichen ein Gingko-Baum gepflanzt.
- Susanne Mierau
Rundum geborgen
(5)Aktuelle Rezension von: evaflDieses Buch ist als kleiner Wegbegleiter für diejenigen gedacht, die einen auf dem Abenteuer der Elternschaft begleiten. Ein praktisches Geschenk also für künftige Großeltern, Tante und Onkel oder auch liebe Freunde der den baldigen Eltern. Es gibt praktische Tipps, wie man die werdenden Eltern bzw. frischgebackenen Eltern gut unterstützen kann und in Erziehungsangelegenheiten verstehen kann.
Nachdem ich bereits „Geborgen wachsen“ von Susanne Mierau gelesen habe, war ich auf „Rundum geborgen“ ziemlich gespannt. Sicher sollte man das Buch eher in einer Schwangerschaft lesen bzw. weitergeben, aber auch danach ist es definitiv lesenswert.
Der Schreibstil von Susanne Mierau war für mich gut verständlich, wenngleich manche Beschreibungen manchmal recht lang wirken. Ich kann mir vorstellen, dass sich hier eine ältere Generation etwas schwertut, einfach weil manches auch etwas wiederholend auf mich wirkte. Grundsätzlich ist aber alles gut zu verstehen und toll erläutert – gerade wenn es um die bedürfnisorientierte Erziehung/Elternschaft etc. geht.
Für mich war es interessant zu lesen, welche Tipps man den Personen rund um die junge Familie mitgibt. Diese waren wirklich toll, manche nicht für jeden relevant, wie das aber eben immer mal so der Fall ist. Hinsichtlich der künftigen Bindung vom Baby zu weiteren Bezugspersonen hätte ich mir noch ein paar mehr Punkte gewünscht, da ich es gerade hier schwierig finde wie man von Eltern auch Verständnis für die eigene Umgangsweise mit dem Baby bzw. Erziehung bekommt. (Bzw. warum man möchte, dass manches so gemacht wird.)
Dieses Buch ist ein tolles Geschenk für Familie und Freunde des künftigen kleinen Erdenbürgers. So bekommen diese Personen auch direkt ein paar Hilfestellungen wie man die junge Familie unterstützen kann und warum manches heute ggf. anders gemacht wird als früher. Mir hat das Buch grundsätzlich gut gefallen, für manches hätte ich mir weniger lange Erläuterungen gewünscht, bei anderen Punkten noch ein bisschen mehr an Tipps/Argumenten. Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.
- Jessica Lind
Kleine Monster
(220)Aktuelle Rezension von: AnneEEin Roman, der mitten in eine scheinbar intakte Familie hineinfragt, was wir eigentlich von unseren Kindern wissen – und was wir verdrängen. Jessica Lind gelingt es, Atmosphäre aufzubauen, ohne viel auszusprechen: Das Schweigen, die Schuldgefühle, die inneren Bilder der Protagonistin wirken lange nach.
Mich hat beeindruckt, wie fein die Autorin zeigt, dass es keine einfachen Antworten gibt – weder in Erziehung noch im Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Düster, fordernd, aber genau deswegen ein starkes Buch, das zum Nachdenken zwingt.
- Maria Sveland
Bitterfotze
(105)Aktuelle Rezension von: Ikopiko"Dieses Buch kann mehr für die Gleichberechtigung tun als alle Reden dieser Welt" verspricht der Klappentext des ersten Romans der jungen Schwedin Maria Sveland. Unter Gleichberechtigung verstehe ich jedoch nicht, dass nur die schlechte Seite der Männer aufgezeigt wird.
Verpackt werden diese oberflächlichen Vorwürfe in der Geschichte Saras, die sich eine Auszeit von Familie und Alltag nimmt und allein nach Teneriffa fliegt. Auf ihrer Reise liest sie "Angst vorm Fliegen" von Erica Jong. Sie beneidet Erica um ihr ausschweifendes Leben in den 70er Jahren.
Sara selbst ist in den 80er Jahren aufgewachsen und sieht auch darin eine Ursache, dass die Frauen ihres Alters bitterfotzig sind. Eine Bitterfotze ist verbiestert, spießig, aggresiv und lustlos.
Auf über 270 Seiten zergeht Sara in Selbstmitleid. Sie ist gefrustet, weil sie ihr Leben als Mutter nicht erfüllt. Ich habe sie manches Mal fragen wollen, warum sie ihr Leben dann nicht selbst in die Hand nimmt und etwas ändert. Nur jammern nützt nichts. - Hannah Lothrop
Das Stillbuch
(44)Aktuelle Rezension von: thrill.tastic"Das Stillbuch" von Hannah Lothrop begleitet seit Jahrzehnten werdende Mütter und gilt als das Standardwerk zum Thema Stillen – zurecht. Obwohl die Autorin mittlerweile verstorben ist, wird das Buch immer auf dem neusten Kenntnisstand der Stillberatung gehalten.
Ein großartiges Buch, das ganz klar die Message transportiert: Stillen ist etwas Wunderbares! Wir bekommen hier nicht nur einen sachlichen Ratgeber, sondern auch viele warmherzige Botschaften, die Eltern darin bestärken sollen, auf sich selbst zu vertrauen. Den richtigen Mittelweg zwischen Ratschlägen und der eigenen Intuition zu finden, ist nicht immer einfach. Die Autorin spricht einem Mut zu, selbstbewusst den eigenen Weg zu finden.
Für mich war eigentlich von Beginn an klar: Ich möchte versuchen, zu stillen. Was das genau bedeutet, das wusste ich nicht, denn mir fehlt ein kinderreiches Umfeld und somit die Möglichkeit, mir vorab erste Eindrücke zu verschaffen.
Ich bin sehr froh, dieses Buch bereits vor der Entbindung gelesen zu haben. Nun weiß ich viel besser, was ich schon beim Vorgespräch im Krankenhaus, aber auch während und nach der Geburt beachten sollte, um den bestmöglichen Start in ein gutes Stillverhältnis zum Kind zu bekommen.
Selbst wenn nicht alles "optimal" verläuft, wird man ermutigt, sich nicht so einfach vom Stillwunsch abbringen zu lassen. Man erhält Hilfestellung für verschiedenste Probleme. Gleichzeitig wird einem aber auch vermittelt, dass es in Ordnung ist, nicht voll oder nur kurze Zeit oder gar nicht zu stillen. Am Wichtigsten ist und bleibt das Wohlbefinden von Mutter und Kind. Zwang hat da keinen Platz.
Wenn euer Baby schon da ist, möchte ich euch "Das Stillbuch" trotzdem ans Herz legen.
Die Themenvielfalt reicht von der Einstimmung auf das Kind über die Geburt bis hin zu Bonding, der ersten Beikost und dem Abstillen. Ich werde dieses Buch mit Sicherheit noch oft zu Rate ziehen, um mir beispielsweise die Anlegetechniken noch einmal anzusehen oder mir Tipps für die erste feste Nahrung zu holen etc.
Für Freunde von natürlichen Helfern bei Unruhe oder leichten Beschwerden findet man am Ende des Buches Informationen über Homöopathie, die Bach-Blüten-Therapie und Aromatherapie.
Da das Buch ohnehin schon auf 400 prall gefüllte Seiten kommt, wurde der Anlang mit Hilfsadressen, weiterführender empfohlener Literatur und Bezugsquellen digitalisiert und kann auf der Internetseite des Kösel-Verlags eingesehen werden.
Man neigt während der Schwangerschaft, besonders, wenn es das erste Kind ist, leicht dazu, zu viel zu lesen und sich verrückt zu machen. Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass "Das Stillbuch" eine lohnende Lektüre ist, die Ängste abbaut und sich nicht umsonst schon seit so vielen Jahren bewährt hat. Ganz viel Liebe von mir und eine klare Lese-Empfehlung für alle baldigen oder frisch gebackenen Eltern!
- Emma Scott
Forever Right Now
(178)Aktuelle Rezension von: hellotigerlilyIch muss sagen, ich lese/höre sehr gerne die Bücher von Emma Scott, aber diese Geschichte konnte mich einfach nicht überzeugen. Sie war zwar ganz nett für zwischendurch, aber ehrlich gesagt war ich dann auch froh als sie zu Ende war 😅.
--- Achtung, diese Rezension kann Spoiler enthalten! ---
Wir begleiten in diesem Teil Darlene, die schon aus Band 1, damals noch als Nebencharakter, bekannt ist. Ich war etwas voreingenommen, da mir Darlene in Band 1 nicht gerade sympathisch war. Allerdings fand ich sie nun in Band 2 wesentlich angenehmer.
Sie ist mittlerweile clean und wagt einen Neuanfang in San Francisco, wo sie sich als Tänzerin beweisen möchte. Relativ zu Beginn lernen wir auch Max kennen, der Darlene unter die Arme greift. Dieser wird wirklich nur nebensächlich erwähnt, wird von Darlene aber bald als ihr bester Freund bezeichnet. Das fand ich ziemlich merkwürdig und konnte ich nicht nachvollziehen, da sie in NewYork doch ihren jahrelangen besten Freund Beckett zurückgelassen und ihn nun auch einfach "ausgetauscht" hat? Das gefiel mir irgendwie nicht, aber ich habe gesehen, dass Max wohl der letze Band dieser Reihe gewidmet ist und daher musste er wohl oder übel der beste Freund von Darlene werden. Wann das passiert ist kann ich jedoch nicht wirklich verstehen.Darlene lernt Sawyer kennen, der alleinerziehnder Vater und Jura-Student ist. Auch hier hatte ich einige Fragezeichen im Kopf. Zu Beginn des Buches war die Rede davon, dass er mit 100(!) seiner engsten Freunde Party gefeiert hat. Der einzige mit dem er jedoch Zeit verbringt ist Jackson. Fand ich recht widersprüchlich.
Auch, dass er zu Beginn noch die Nächte mit stundenlangem Lernen verbrachte und plötzlich davon keine Rede mehr war, da er ja ein photografisches Gedächtnis hat, fand ich ziemlich unglaubwürdig. Zumal es gerade zum Ende hin um seine größte Prüfung des gesamten Studiums ging.
Auch als es um das Abschluss-Gutachten bei Richter Miller ging, konnte ich nur mit den Augen rollen. Als ob er ihn einstellt nur weil er eine sentimentale pseudo-tiefgründige Rede schwingt, wenn ein anderer Kandidat ein präzise rechtlich ausgearbeitetes Gutachten mitbringt 😅. Hat mich an einen typischen Hollywood-Film erinnert, aber leider nicht im positiven Sinn.Olivia fand ich recht süß, aber ihre Darstellung war mehr als nur realitätsfern und irgendwann nervig. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich ein 1-jähriges Kind ständig so benimmt wie die Autorin es beschrieben hat. Das würde wohl beinahe einem Wunder gleichen.
Auch Olivias Großeltern fand ich irgendwie sehr merkwürdig und ehrlich gesagt unsympathisch. Dass der gesamte Sorgerechtsstreit fallen gelassen wurde nur weil Darlene (mehr oder weniger) zufällig 2 Sätze mit ihnen gesprochen hat fand ich so an den Haaren herbeigezogen. Und dann auch noch, dass sie Sawyer und seiner Tocher einfach mal so mit monatlich 5.000$ (!) unterstützen wollen - Also bitte...als ob! 🤣
Das Ende des Buchs war an Kitsch leider nicht mehr zu übertreffen. Es war mir wie auch schon bei Band 1 deeeeeutlich zu viel des Guten! Und ich wusste, dass es 100%ig noch einen Antrag geben würde, so wie auch in Band 1. Ich bin wirklich ein Fan von Emma Scott, aber diese Reihe konnte mich bislang noch nicht so richtig überzeugen. Band 1 noch eher, aber Band 2 fand ich deutlich schwächer. Ich fands cute, dass Zelda und Beckett dann doch noch einen kleinen Auftritt hatten am Ende. Schade, dass man von ihnen ansonsten so gar nicht mitgekriegt hat, dabei waren sie doch so enge Freunde von Darlene, oder wollte sie durch ihren Neuanfang auch die beiden erst einmal ausschließen?
--- Spoiler Ende---
Ich muss sagen, dass ich jetzt auch erst einmal genug von der Reihe habe. Wenn ich mir nicht schon den dritten Band gekauft hätte, wüsste ich nicht ob ich ihn überhaupt noch lesen würde. Aber so werde ich ihm wohl auch noch eine Chance geben. Aber momentan brauch ich erst mal etwas anderes zum Lesen... Schade!
- Carolin Kebekus
8000 Arten, als Mutter zu versagen
(14)Aktuelle Rezension von: CoffeeToGoCarolin Kebekus bringt die Zerrissenheit der Mutter unglaublich ehrlich und sehr sympathisch rüber, mit genau der richtigen Prise Humor.
Obwohl ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe, hätte es für meinen Geschmack ab und zu ruhig etwas tiefer gehen können. Die Themen werden eher oberflächlich behandelt und oftmals bekam ich das Gefühl, eher ihre Comedy-Aufführung in Textform in der Hand zu halten.
Es ist deswegen keinesfalls schlecht, hinterlässt aber auch keinen bleibenden Eindruck.
Auf Grund der kurzen Kapitel und der großen Schrift, ist es eine kurzweilige, aber sehr unterhaltsame Angelegenheit. - Ines Geipel
Tochter des Diktators
(5)Aktuelle Rezension von: FrauGoldmann_BuecherVor ein paar Wochen erschien im Klett-Cotta Verlag ein Buch, das nahezu still und leise, am Büchergeschehen vorbei, in den Handel kam. Leider!
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es war eine besondere Lektüre, weil sie außerhalb der Thementrends lag, die in diesem Jahr den Buchmarkt prägen, und doch wieder nicht: auch hier spielt das politische Europa eine Rolle! Auch in diesem Buch suchen die Helden nach ihrer Heimat und Identität. Was macht das Buch also so besonders? Das ist auf jeden Fall die dokumentarische Erzählweise, die Fakten und Fiktion sehr abgestimmt und literarisch miteinander verbindet. Es sind die Umrisse einer politischen Nachkriegsentwicklung, die nicht freidlich abgelaufen ist. Es sind die Leben der Menschen, die von diesen politischen Unruhen beeinflusst wurden.
Zum Inhalt:
Ines Geipel beschreibt in "Tochter des Diktators" die Liebe zwischen Beate Ulbricht - Tochter von Walter und Lotte Ulbricht - und dem italienischen Kommunisten Ivano Matteoli. Sie sind beide um die 20 Jahre jung, als sie sich -1961- beim Studium in Leningrad kennenlernen und verlieben. Es ist eine sehr innige Liebe - sehr ungewöhnlich für zwei so junge Menschen. Es ist auch eine Liebe, die nie richtig frei ausgelebt werden kann. Alle Versuche des jungen Paares, sich dem Druck der prominenten Polit-Eltern und ihrer Macht zu widersetzen, sind nicht geglückt. Verbote, Alkoholismus und häusliche Gewalt, Entmüdigung, werden Beates Leben nach der Zwangsscheidung von Ivano, prägen. Ivanos biografischer Werdegang bleibt so gut wie unbeachtet, aber auch er, wird in seinem Leben nicht mehr zur Ruhe kommen. Getrennt, vergessen, ausgelöscht kommen sie beide zu Tode - Beate in Ost-Berlin 1991, Ivano in Rom 2007 - beide erschlagen.
Dokumentarische Erzählung:
Ines Geipel gelingt mit dieser kurzen Erzählung eine dokumentarische Aufzeichnung politischer Ereignissen der Nachkriegszeit, die heute kaum noch erinnert werden. Auf knapp 200 Seiten und mit einzelnen Fotografien ausgestattet, nährt sich die Autorin sehr zaghaft, zwei jungen Menschen, die sich einfach nur ineinander verliebt haben und zur falschen Zeit am falschen Ort eingefunden haben.
Für die Erzählung konzipiert die Autorin, die Erzählerin Anni Paoli, eine Kunststudentin „… die Letzte, die Einzige von uns, die noch weiß.“ Anni weiß tatsächlich viel. Sie ist die Chronistin, die investigative Freundin Ivanos. Im Auftrag der Autorin Ines Geipel, zieht Anni einen zeitlichen und geopolitischen Bogen: Vom toskanischen Dorf Cigoli bis nach Paris, Leningrad und Ost-Berlin, vom Jahr 1945 bis zum Jahr 2007. In einigen Rückblenden berichtet sie über die Unruhen in Italien und Frankreich, umreißt den Mauerbau, die angespannte politische Lage zwischen Ost und West. An einer Stelle im Buch heißt es etwa: "Nachkriegszeit ist Vorkriegszeit!" Der Handlungsverlauf findet in einzelnen Kapiteln statt, die außergwöhnliche Titel tragen: " Anni, was ist denn? Komm doch!" oder "Im von der Sonne abgewandten Teil des Mondes", zum Ende "Jede Epoche hat ihre Hafenarbeiter" und am Ende "Alles sehr kontinental"! Dabei beschreibt sie insbesondere das Schicksal der Menschen in Cigoli, aber auch die Studentenbewegungen in Paris, und sie bleibt immer auf den Spuren Ivanos. Über Beate Ulbricht selbst, kann die Erzählerin Anni nur zitieren. Beas Leben als Adoptivtochter - „das erste Staatskind der DDR“ - der Ulbrichts, einer mächtigen politischen Familie, wird nur aus Annahmen, aus Berichten Dritter rekonstruiert.
„Und sie, unterbrach ich ihn, was ist eigentlich mit ihr? Wir rauchten beide. Ivano sagte: Ich weiß bisher nur, was sie über sich selbst erzählt hat. Dass sie letztlich auch eine Maria ist. Sie hieß anfangs Maria Pestunowa und ist zwei Jahre jünger als wir. Jemand hat ihr später erzählt, dass sie die Tochter einer ukrainischen Zwangsarbeiterin ist, die kaum zehn Wochen nach ihrer Geburt bei einem Bombenangriff in Leipzig ums Leben kam. Einen Vater hat es nicht gegeben, zumindest konnte sie nichts über ihn in Erfahrung bringen. Ein älterer Mann fand sie zwischen den Trümmern und gab sie beim Leipziger Jugendamt ab. Von dort wurde sie in ein Dresdner Waisenhaus gesteckt.“ (Auszug aus: Ines, Geipel. „Tochter des Diktators.“ Klett-Cotta, 2017. iBooks.)
Ines Geipel lässt Anni zum Ende des Buches hin, in Bezug auf Beates Leben, viel recherchieren. Sie spürt Nachbarn und Bekannte von Beate in Berlin nach, sie spricht mit vielen Zeitgenossen von Ivano in Cigoli. So sagt Anni an einigen Stellen im Buch: "so könnte es gewesen sein", wenn sie Beas Gespräche mit den Adoptiveltern Ulbricht nacherzählen möchte …Die Ulbrichts werden als machtliebende und mächtige Eltern beschrieben. Sie erscheinen nur als "Eltern" auf. Warum sie Beate letztendlich wirklich adoptiert haben bleibt unklar. Zu banal wäre es zu behaupten, sie wollten ein Vorzeigekind. Oder doch! Liebe und Zuneigung hat Beate von den Ulbrichts niemals bekommen. Umso mehr verwundert die tiefe Abneigung und Abweisung Ivanos. Letztendlich war Bea ihren Adoptiveltern völlig gleichgültig, Walter Ulbricht bedachte sie nicht einmal im Testament. Lotte Ulbricht nahm ihr die Kinder weg und setzte sie unter ihre Vormundschaft, erbden durfte aber keiner. Und immer wieder fragte ich mich beim Lesen, warum all die Mühe? Schlichter Machtwahn!?
Ines Geipel hat die Archive in Cigoli, Moskau und Berlin aufgesucht und die STASI Unterlagen über Beate Matteoli eingesehen. Sie hat Gespräche in Cigoli und Berlin geführt – Beate Matteoli wohnte zum Schluss in Berlin-Pankow - und hat auf eine sehr gute, sehr nahegehende Art und Weise die tragische Lebens- und Liebesgeschichte von Bea und Ivano nachgezeichnet. Aber es bleiben viele Fragen offen!
Mein Eindruck: Kein einfach zu lesendes Buch. Am Anfang sind die Zeitsprünge, die zeitlich versetzte Handlungsentwicklung, etwas unübersichtlich. Das ist aber umso lesenswerter, je mehr die beiden Protagonisten in den Mittelpunkt der Handlung rücken, je mehr die Ulbrichts in die literarische Betrachtung geraten. Nicht immer muss und kann man die Meinung der Autorin teilen – war die DDR wirklich ein Gefängnis, ist Walter Ulbricht ein Diktator gewesen? ...Besonders beeindruckt hat mich diese Kombination aus Fakten und Fiktion, aus Chronik und Literatur, die Ines Geipel hier wunderbar zusamenbringt. Die Auseinandersetzung mit dem Buch ist ein wichtiger Aspekt - mit diesem Buch kann man sich lange auseinandersetzen, immer wieder nachlesen und es fallen Formulierungen auf, die beim ersten Lesen überlesen wurden.
Auf jeden Fall ein hochinteressantes Buch, welches gerne auch über meinen Buch-Shop käuflich zu erwerben ist!
Ines Geipel, Tochter des Diktators
Roman
Klett-Cotta Verlag
ISBN 978-3-608-98311-1
ca. 198 Seiten, gebunden
€ 20,00
- Marlene Hellene
Ich liebe MEINE KINDER machen mich fertig
(4)Aktuelle Rezension von: Linker_MopsIch liebe die Bücher von Marlene Hellene. Sie nimmt kein Blatt vor dem Mund, schreibt sehr witzig und zeigt einen echten, authentischen und ehrlichen Blick in den Mama-Alltag. Auch ihr neuestes Werk ist lesenswert. Wobei dieses weniger aus dem Alltag berichtet, sondern eher eine politische Schrift.
Die Autorin zeigt auf, woran es in unserer Gesellschaft gerade krankt - an dem gesellschaftlichen Druck, dem Mütter auf verschiedenen Ebenen ausgesetzt sind, und wie Politik Familien einfach vergisst. Das macht sie wie immer mit einem ehrlichen Schreibstil, wo auch mal der eine oder andere Kraftausdruck fällt. Aber da merkt man auch gut den Frust, den die Autorin beim Schreiben hatte und das wiederum macht es alles nahbar und authentisch.
Insgesamt war das Plädoyer Mütter mehr positiv zu sehen sowie zu unterstützen und weniger kritisch zu betrachten, schon gut. Aber ich hatte mir doch ein wenig mehr Witz erwartet. Ja, an der einen oder anderen Stelle musste ich lachen, aber halt nicht durchweg. Und da war ich halt anderes von der Autorin gewöhnt.
Mein Fazit: Gute und lesenswerte Streitschrift.
- Laura Vogt
Was uns betrifft
(1)Aktuelle Rezension von: Luna♡Rezension
Was uns betrifft - von Laura Vogt
Verlag: Zytglogge
- Familie - Kinder - Geburt - postnatale Depressionen - Liebe - die Bedeutung des Eltern seins - Partnerschaft - Mutterschaft - Umgang mit dem Verlassenwerden des Vaters
♡Rahel
hat einen liebevollen Ehemann und zwei Kinder. Das Familienleben könnte perfekt sein.
Doch nach der Geburt des 2. Kindes leidet Rahel an postnatalen Depressionen und muss sich selbst erst einmal wieder finden.
Das Leben mit zwei Kindern, dem Haushalt und den vielen Ansprüchen und Erwartungen ist nicht einfach gerecht zu werden.
Als plötzlich Rahels Schwester Fenna und ihre Mutter Verena als Besuch vor der Tür stehen, führen die drei Frauen tiefgründige Gespräche und wachsen wieder zusammen. Probleme aus der Kindheit werden geklärt und Rahel findet eine Lösung wieder ein Stück Freiheit für sich selbst zu gewinnen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Das Buchcover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Es passt sehr gut zur Geschichte.
An den Schreibstil der Autorin musste ich mich zunächst gewöhnen, da die direkte Rede nicht in Anführungszeichen gesetzt wurde.
Nach den ersten zwei Kapiteln habe ich dann gut in die Geschichte hineingefunden.
Die Protagonistin Rahel war mir sofort sehr sympathisch, ich konnte ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen.
Aber auch die Gedanken, Überlegungen und Emotionen ihrer Schwester Fenna konnte ich ebenfalls sehr nachempfinden.
Wenn man selbst Mutter ist, kann man sich in die Gefühlswelt der Charaktere dieser Geschichte besser hineinversetzen.
So gerne man Mama ist und alles für seine Kinder tun würde: es hat auch Schattenseiten.
Und diese wurden in der Geschichte sehr gut dargestellt und beschrieben.
Am besten haben mir die Gespräche zwischen Rahel und Fenna gefallen. Sie waren tiefgründig, unverblümt und ehrlich.
Es gab eine Wendung im Buch, die mich verwirrt hat, sich dann aber doch noch zum Guten hin auflösen konnte.
Diese Wendung hat das Buch sehr spannend gemacht und ich habe mich als Leserin gefragt, wie es wäre wenn Rahel wirklich ginge und ihre Familie verlässt.
Was wäre wenn es mal die Frau wäre, die die Familie verlässt und nicht der Mann?
Das Buch lässt viel Spielraum für Interpretationen.
Ich nehme aus dieser Geschichte mit, dass es in Ordnung ist wenn man als Mutter auch mal Zeit für sich selbst braucht. Es ist in Ordnung sich mit dem Mann abzuwechseln und auch mal alleine weg zu fahren. Es ist wichtig miteinander zu reden statt zu schweigen und es ist wichtig gemeinsam Lösungen zu finden.
Mütter müssen sich selbst, ihre Hobbys und ihren Beruf nicht aufgeben und sich nicht selbst verlieren.
Es muss einen Weg geben das Familienleben und sein eigenes Privatleben unter einen Hut zu bringen. Wichtig um das zu schaffen ist jedoch, dass man miteinander redet.
Ich fand es schön zu lesen, wie Boris hinter Rahel stand und immer sein Bestes gab ihr zu helfen und ihr schließlich beweisen konnte, dass er blieb.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mir viele Gedanken zu dieser Geschichte gemacht.
Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne und empfehle es gerne weiter. - Guadalupe Nettel
Die Tochter
(16)Aktuelle Rezension von: Susi180Meine Meinung:
Ab dem ersten Absatz war klar, das wird mein Buch. Die Thematik war mir so vertraut und ich konnte mich sehr gut mit der Protagonistin identifizieren. Die Autorin hat eine sehr schöne Erzählstimme. Emotional, nah und ehrlich.
Es geht um Mutterschaft. Zwei Freundinnen die ein Pakt schließen. Doch eine bricht dieses und was das mit der Freundschaft macht, wird hier geschildert. Beide Frauen haben im Laufe der Geschichte unterschiedliche Ansichten. Ich konnte beide sehr gut verstehen. Eine radikale Entscheidung und eine hoffnungsvolle Entwicklung.
Es geht aber auch um Ängste, Schuld, Machtlosigkeit, Trauer und noch so viel mehr. Das Buch hat mich emotional total abgeholt. Ich konnte das alles, diese Zerrissenheit so gut verstehen. Das Buch hat ganz viel mit mir gemacht. Ich war traurig, ich war wütend und ich war hoffnungslos. Ich konnte es wirklich nicht aus der Hand legen. Wollte unbedingt bei beiden Frauen bleiben. Hätte sie am liebsten Umarmt. So nah gehen einem die Charaktere.
Das Buch wirft auch die Frage auf „Was ist Mutterschaft eigentlich?“ Sie ist eben nicht nur schön und harmonisch. Sondern auch anstrengend, kräftezehrend, Grenzen überschreitend. Ein Thema wo ich mich so gut identifizieren konnte.Ungewollter Kinderwunsch und unerfüllter Kinderwunsch, zwei Gegensätze die doch so viel gemeinsam haben.
Das Buch ist in zwei Teilen erzählt aber mit einer Perspektive. Es hat mich mitgerissen, berührt und sehr bewegt. Ein tolles Buch. Tolle Umsetzung dieser Thematik. Es gibt kein richtig oder falsch. Und es gibt eben verschiedene Lebensmodelle. Es hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Am Ende kommt alles so, wie es soll.
- Mario D. Richardt
»Papa, jetzt bist du Prinzessin!«
(13)Aktuelle Rezension von: Avocado1"Papa, jetzt bist du Prinzessin! Aus dem turbulenten Alltag eines Vaters" von Mario D. Richardt ist ein unterhaltsames und liebevoll geschriebenes Buch, das die Höhen und Tiefen des Familienalltags aus der Perspektive eines Vaters schildert. Richardt nimmt uns mit auf eine humorvolle Reise durch die Welt eines modernen Papas, der sich mit charmantem Witz und viel Herz den Herausforderungen des Elterndaseins stellt.
Was dieses Buch besonders auszeichnet, ist die authentische und ehrliche Darstellung der kleinen und großen Momente, die das Leben als Vater so einzigartig machen. Richardt beschreibt auf amüsante Weise die alltäglichen Erlebnisse und manchmal auch die kleinen Katastrophen, die mit dem Aufwachsen der Kinder einhergehen. Sein lockerer Schreibstil macht das Lesen zu einem wahren Vergnügen, während man sich immer wieder selbst oder bekannte Situationen wiedererkennt.
Die Erzählungen sind voll von Wärme und Herzlichkeit, was zeigt, wie sehr Richardt seine Rolle als Vater liebt, trotz der manchmal unvorhersehbaren und chaotischen Momente. Besonders berührend sind die Geschichten, in denen er die tiefe Bindung und die besonderen Augenblicke zwischen ihm und seinen Kindern einfängt.
Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass einige Anekdoten sich in ihrer Struktur wiederholen können, was gelegentlich das Gefühl vermittelt, ähnliche Geschichten bereits gelesen zu haben. Trotzdem bleibt das Buch durchweg unterhaltsam und bietet viele Lacher und berührende Momente.
Insgesamt ist „Papa, jetzt bist du Prinzessin!“ ein wunderbares Buch für alle Eltern – und besonders für Väter –, die sich in den turbulenten Geschichten von Mario D. Richardt wiederfinden werden. Es ist ein warmherziges, lustiges und zugleich nachdenkliches Werk, das den Alltag mit Kindern in all seinen Facetten feiert. Vier Sterne für ein echtes Lesevergnügen!
- Anne Nina Simoens
Babypedia
(11)Aktuelle Rezension von: Alice9Inhalt
Dieses Buch enthält wichtige Informationen rund um die Schwangerschaft und die ersten Monate mit Baby. Es gibt Checklisten und viele Informationen zu Themen wie Elterngeld, Elternzeit, Krankenhausaufenthalt und auch zum Thema Versicherungen fürs Kind.
Meine Meinung
Für mich war das Buch einfach Gold wert während der Schwangerschaft. Ich habe daraus viele wichtige Informationen erhalten, vor allem was das Bürokratische für die ersten Wochen nach der Geburt angeht. Es gibt gleich zu Anfang eine Liste mit allen Dingen, die man erledigen muss, sobald das Kind auf der Welt ist. Das war eine wirklich gute Übersicht und hilft einem, an alles zu denken. Gerade während einer Schwangerschaft hat man auch andere Dinge im Kopf, als sich mit so etwas zu beschäftigen. Da war es wirklich hilfreich, diese Zusammenfassung inklusive detaillierten Informationen zu erhalten. Gerade das Thema Elterngeld ist gar nicht so einfach, doch dieses Buch hat einem durch den Dschungel geholfen.
Auch Themen wie Hebammen, die Geburt an sich und alles was sonst noch mit einem frisch geborenen Kind zu tun hat, wird hier thematisiert. Zudem hält das Buch Hinweise auf weiterführende Literatur parat, sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig.
Wenn man sich nicht groß mit verschiedenen Informationsquellen auseinandersetzen möchte, ist dieses Buch einfach die beste Alternative. Auch die Checkliste für die Kliniktasche war hilfreich.
Das Buch ist einfach, verständlich und übersichtlich aufgebaut. In knackigen Absätzen werden einem die Themen nahe gebracht und erläutert. Gerade beim Elterngeld werden auch Rechenbeispiele gemacht, sodass man auch hier gut folgen konnte, obwohl das ganze ziemlich kompliziert ist. Ich hatte auf jeden Fall das Gefühl mich damit gut aufgehoben und vorbereitet zu fühlen und auch, dass das Buch wirklich alles abdeckt, was man wissen muss. Gut fand ich auch dass am Ende eines jeden Kapitels eben die angesprochen angesprochenen Links zu weiterführenden Quellen dargelegt wurden. Vor allem beim Elterngeld gab es einen Hinweis auf eine kostenlose Broschüre, die ebenfalls noch weitergeholfen hat.
Insgesamt also ein wirklich hilfreiches Buch für jede Schwangere die bestens auf die kommenden Monate vorbereitet sein und zeitsparend an Informationen gelangen möchte.
- Katja Kullmann
Generation Ally
(31)Aktuelle Rezension von: HoldenKK schreibt über die damals sehr beliebte Serie auf Vox, aber in erster Linie geht es um das Aufwachsen ihrer Mädchen- und Frauengeneration, denen die Frauenquote immer zu spießig und einengend war und die so frei und ungebunden waren, daß sie ihren Besitz jederzeit eintüten konnten und am nächsten Tag ins Ausland hätten ziehen können. Erstaunlicherweise geht es in dem Buch um eher wenig um Ally (und ich habe die Serie damals sehr gern gesehen, s. letzter Satz des Buches), aber es stecken viele Wahrheiten drin, so daß man sich auch als Mann angesprochen fühlen Konnte (ich bilde mir allerdings ein, nicht so hilflos-kükenmäßig zu sein wie die beschriebenen y-Chromosom-Träger). In der am Ende beschriebenen "Luderliga" fehlte natürlich noch "Oberluder" Micaela Schäfer, und man würde dafür BRENNEN, eine aktualisiert Fortsetzung zu lesen.
- Sabine Bode
Kinder sind ein Geschenk, aber ein Wellness-Gutschein hätt's auch getan
(2)Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannikaIch bin eine späte Mutter und meine Freundinnen und ich machen uns gerne lustig über all die über engagierten Super-Eltern.
Ich bin kein Fan von Baby-was-auch-immer und unsere Geburtstage haben mit Blindekuh und Topf schlagen stattgefunden. Ja, wir hatten Motto Geburtstage (Prinzessin, Indianer, Detektiv) ohne Animateur in den eigenen vier Wänden.
Frau Bode ist lustig, aber man kann Satire auch so weit treiben, das es weh tut.
Hier bekommt jeder sein Fett ab: Bio-Öko-Eltern, Aktiv-Eltern, Heli-Eltern, Erzieher, Lehrer, Bademeister, Animateure, Ratgeber und natürlich die verzogenen Kinder. Alles wird bis zur Schmerzgrenze ausgereizt, wobei Frauen über wiegend als Trullas bezeichnet und Männer Versicherungsvertreter oder Bänker mit Hackfresse sind.
Normalerweise macht es Spaß hier die Menschen um einen herum zu identifizieren, Schenkelklopfer und das Kenne-ich-auch-Nicken, aber diese Wutrede lässt mich ehrlich sprachlos. Vielleicht hätte Frau Bode in einen Wellnessgutschein und Verhütung investieren sollen. - Bettina Schuler
Karl, das Kind ist weg!
(3)Aktuelle Rezension von: Linker_Mops"Karl, das Kind ist weg" - Der Titel verspricht Chaos-Geschichten von Eltern. Und zum Teil wird diese Erwartungen auch erfüllt. Da wird panisch nach dem Baby gesucht, bis man es friedlich schlafend im Elternbett findet oder die Tochter lässt nach einem halben Haarschnitt wissen, dass sie nun genug hat.
Insgesamt 19 Geschichten aus der Elternschaft - von der Geburt eines Babys bis zum Pubertier - versammelt dieser Sammelband. Sie sind alle sehr kurzweilig geschrieben und entlockt auch das eine oder andere Schmunzeln. In etlichen Dingen erinnert man sich auch an seine eigene Jugendzeit. Von mir gibt es aber nur vier Punkte, weil doch ein Teil der Geschichten sehr vorhersehbar sind. Wenn die Mutter die Tochter auffordert sich die Pille verschreiben zu lassen, nur dann darf sie aufs Festival - das ist eine Story die man schon des öfteren gesehen bzw. gehört hat. Mehr "chaotische" Erzählungen wären schöner gewesen.
Aber für Zwischendurch ist das Buch auf alle Fälle zu empfehlen. - Jana Heinicke
Aus dem Bauch heraus
(8)Aktuelle Rezension von: Lotta_LiestJana Heinicke schreibt in diesem Buch über Mutterschaft, das Mutter werden, aber auch über Partnerschaft mit Kind. Sie zeigt den Spagat zwischen gesellschaftlichem Anspruch an Frauen, die Mutter werden und dem dazugehörigen Druck, an dem nicht nur die Autorin zu zerbrechen droht. Die Fragen nach eigener Verwirklichung, Verständnis und angeblichen Urinstinkten werden aufgeworfen und mit dem sehr persönlichen Blick der Autorin ausgeleuchtet. Dadurch, dass diese private Perspektive schonungslos dargelegt wird, ist dieses Buch auch sehr politisch. An einigen Stellen merkt man, dass die Autorin vor allem durch ihr Mutterwerden zum Feminismus gefunden hat, trotzdem oder gerade deshalb ist diese Perspektive so wichtig und sollte nicht nur von Müttern gelesen werden.
Als weiteren Aspekt finde ich die Diskussion ihrer Rollenverteilung als Eltern sehr spannend und denke, dass das Buch einen Beitrag zur Diskussion von gleichberechtigter Elternschaft liefert.
Alles in allem eine kurzweilige Lektüre, die sehr empathisch die Perspektive wahrscheinlich vieler junger Mütter darlegt, die gesellschaftlich mehr diskutiert und umgedacht werden sollte.























