Bücher mit dem Tag "emanzipation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "emanzipation" gekennzeichnet haben.

925 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.772)
    Aktuelle Rezension von: Juko

    Wenn ich bei den ersten 30-50 Seiten eine Rezension geschrieben hätte, wäre sie nicht so neutral ausgefallen wie jetzt. Für ein etwas mehr als 200 Seiten langes Buch ist ein Viertel ohne interessanten Inhalt schon viel zu viel. Doch irgendwann wurde die Geschichte rund um die beiden frischen Teenager interessanter und man hat mitgefühlt. Das ist der wahrscheinlich schönste Punkt, man hat die Freiheit mit den beiden Jungs beim Lesen verspürt. Dennoch gab es zu viele langen, unnötigen Passagen, die das Buch eher verschlechterten als verbesserten und alles kam sehr stereotypisch rüber. Außerdem hätte ich mir ein um einiges interessanteres Ende gewünscht.

  2. Cover des Buches Vielleicht mag ich dich morgen (ISBN: 9783426516478)
    Mhairi McFarlane

    Vielleicht mag ich dich morgen

     (672)
    Aktuelle Rezension von: Janines_world

    Auch beim zweiten Lesen habe ich das Buch wieder verschlungen und geliebt 🥰 ! Es ist zum einen witzig, zum anderen aber auch ernst. Das Thema Mobbing und vor allem die langfristigen Auswirkungen auf die gehänselte Person werden hier behandelt, was in meinen Augen, leider auch heute noch ein wichtiges Thema darstellt. Ich finde die Beschreibungen der innerlichen Konflikte von Anna gut beschrieben, da sie so einen kleinen Eindruck vermitteln, wie schwer es sein muss, aus diesen Bahnen wieder auszubrechen und nicht durchgängig an sich oder an den Taten von Anderen zu zweifeln. So konnte ich mit der Hauptprotagonisten Anna gut mitfühlen und ihre Achterbahn an Gefühlen stets nachempfinden. Auch ihre Handlungen wurde für mich so komplett nachvollziehbar. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, sodass ich seit dem ersten Satz voll und ganz in die Geschichte eintauchen konnte. Somit klare Leseempfehlung!☺️

  3. Cover des Buches Wenn's einfach wär, würd's jeder machen (ISBN: 9783404176908)
    Petra Hülsmann

    Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

     (369)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    Diesen Satz fand und finde ich einfach nur herrlich!

    Die Musiklehrern Annika fällt aus allen Wolken: hatte sie sich doch so bequem eingerichtet in ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort – und nun muss sie an eine Albtraumschule in einem Problem Bezirk! Womit habe ich das verdient, fragt sie sich und schwelgt in Selbstmitleid.

    Auch die erste Zeit macht sie nur Dienst nach Vorschrift und interessiert sich wenig für die Kids in dieser Schule. Bis sie die Chance sieht, an ihre Schule zurückkehren zu können: in dem sie sich einbringt und was auf die Beine stellt. Hier in diesem Fall: eine Musical-AG, mit der sie einen Preis gewinnen möchte. Und Tristan, ihre allererste große – unerfüllte – Liebe soll ihr dabei helfen. ..

    Also der Anfang hat mich oft genervt, denn so wie Anni – so wird sie von ihren Freunden genannt – in ihrem Selbstmitleid versinkt, nur noch jammert und dem vorher bequemen Leben hinter her trauert, ist nicht ganz einfach zu verkraften. Am liebsten würde man sie schütteln und rütteln….dabei ist schon klar, dass sie hier etwas – vor allen – verbirgt, was vor Jahren passiert ist. Das erfährt der Leser dann so nach und nach.

    Ihr Beginn an dieser Schule ist ebenfalls ziemlich klischeehaft – man kann sich aber die Jugendlichen gut vorstellen, denn so oder so ähnlich hat man das in Filmen etc. schon oft gesehen. Aber dann wird es doch interessant und viele der Problem-Kids habe ich in mein Herz geschlossen.

    Der Schreibstil ist locker und humorvoll, aber auch mit ernsthaften Tönen dazwischen. Denn Mobbing ist nun mal nicht nur auf Problem Bezirke beschränkt. Und Klassenunterschiede wird es immer geben….

    Aber mir hat das Buch doch sehr gut gefallen, selbst wenn ich manchmal die Augen verdrehte ob mancher Dinge.

  4. Cover des Buches Eleanor & Park (ISBN: 9783423626392)
    Rainbow Rowell

    Eleanor & Park

     (1.134)
    Aktuelle Rezension von: Sophie_book_lover

    Hey!!

    "Eleanor and Park" von Rainbow Rowell ist bestimmt eines der süßesten Bücher, die ich seit langem gelesen habe! 

    Genauso mag ich eine Romanze in Büchern! Sie soll langsam und behutsam entstehen, mit  richtigen Bindungen, Spaß und Unabhängigkeit. 


    Diese Teenage-Liebesgeschichte hat mich einfach verzaubert, besonders weil sie sich so unglaublich real angefühlt hat! Denn natürlich ist man unsicher oder streitet manchmal...


    ACHTUNG SPOILER!!

    Am Ende habe ich wortwörtlich "Rotz und Wasser" geheult! Ihre Geschichte hat mich von Anfang an emotional komplett mitgenommen und ich weiß, dass viele mit dem Ende unzufrieden sind, aber meiner Meinung nach, ist das unbegründet. Wie hat Rainbow Rowell so schön gesagt? 16-year olds don't get Happy Endings, they get beginnings."

    Ich bin mir zumindest ganz sicher, dass es Hoffnung für die beiden gibt! Ich finde Eleanor hätte sich schon viel früher melden sollen, aber hey! Besser spät, als nie. Ich werde wohl niemals damit aufhören mich zu fragen, was die drei kleinen Worte auf der Karte sind...


    Ganz liebe Grüße, Sophie! @book_lover080808

  5. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492242585)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (892)
    Aktuelle Rezension von: bingereading

    "Die Teerose" von Jennifer Donelly gehört zu der Sorte Buch, die man am liebesten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Charaktere sind sehr nahbar und man fühlt mit ihnen. Obwohl das Buch ziemlich dick ist, gab es keinen Moment, an dem ich mich gelangweilt hätte. Mehrere Handlungsstränge wurden gekonnt miteinander verwoben und am Ende wird klar, dass sie alle zusammenhängen. Der Krimianteil des Buches war sehr spannend, doch für meinen Geschmack etwas zu blutrünstig. Die Liebesgeschichte würden manche Leute wohl als kitschig bezeichnen, doch ich fand sie wunderschön, auch wenn es mich manchmal genervt hat, dass die Protagonisten sich ständig verpassen und es durch Missverständnisse dutzende fehlgeschlagene Versuche der Versöhnung zwischen den beiden gab. 

    Das Einzige, was mich am Buch wirklich etwas gestört hat, war, dass teilweise Fehler bei den Namen der Personen gemacht wurden. So hieß Joe zu Beginn des Buches mit vollem Namen noch Joseph, während er am Ende Jonathan ist. Das ist zwar eine Kleinigkeit, die für die Handlung nicht weiter schlimm war, sollte aber meiner Meinung nach nicht passieren dürfen. Auch wirken alle Hauptfiguren für das Ende des 19. Jahrhunderts sehr modern und die Frauen sehr emanzipiert. Einige kleine Details finde ich auch historisch fragwürdig, beispielsweise, dass ein Londoner Straßengangster in den 1890ern ein Telefon hat. Für Leser, die auf so etwas Wert legen, ist "Die Teerose" vielleicht eine kleine Enttäuschung.

    Dennoch finde ich, dass "Die Teerose" ein wirklich gutes Buch ist, in dem man dank der guten Beschreibungen der Szenerie und der Personen leicht versinken und ein bisschen der Realität entfliehen kann.


  6. Cover des Buches Die Schokoladenvilla (ISBN: 9783328103226)
    Maria Nikolai

    Die Schokoladenvilla

     (206)
    Aktuelle Rezension von: VanCa

    Inhalt:
    Das Buch erzählt die Geschichte von Judith Rothmann und ihrer Familie. Die Familie besteht aus Wilhelm Rothmann (Oberhaupt der Familie, Schokoladenfabrikant), Helene Rothmann (abwesende Ehefrau und Mutter, die sich zur "Erholung" am Gardasee befindet) Judith Rothmann (Hauptprotagonistin, emanzipiert und ehrgeizig), sowie Karl und Anton Rothmann (Zwillingsbrüder, frech und unterhaltsam). Hinzu kommt noch eine Schar von loyalen Angestellten die tagtäglich das Leben in der Schokoladenvilla meistern.
    Judith hat eine starke Leidenschaft für das Familienunternehmen und möchte die Firma eines Tages leiten. Sie engagiert sich schon jetzt in der Schokoladenfabrik und hat allerlei Ideen für die Zukunft. Ihr Vater hat aber ganz andere Pläne und möchte sie vorteilhaft verheiraten. Nicht zuletzt aufgrund eigener Schwierigkeiten treibt er seinen Plan unbarmherzig voran.
    Doch Wilhelm Rothmann hat die Rechnung ohne seine Tochter gemacht, die sich ein Leben mit dem Ihr bestimmten Mann so gar nicht vorstellen mag. Viel lieber beschäftigt sie sich mit Neuerungen in der Fabrik und erhält dabei charmante Unterstützung von Victor Rheinberger. Eine kleine Nebenhandlung bietet die Mutter von Judith die sich am Gardasee befindet um ihre Seele auszukurieren und ganz nebenbei ein neues Leben plant.

    persönliche Meinung:
    Zugegeben am Anfang hat es mich nicht so richtig gepackt. Der Erzählstil ist ausschweifend und sehr detailliert. Es dauert etwas bis man in die Handlung kommt aber gerade durch die detailverliebte Beschreibung jeder Kleinigkeit wird die Geschichte lebhaft. Als ich über diesen Punkt hinaus war habe ich die Geschichte wahnsinnig gerne gelesen. Es kommen sehr viele verschiedene Personen vor. Man kann sie jedoch gut voneinander unterscheiden und kommt während der Kapitel, die sich teilweise an ganz unterschiedlichen Orten abspielen, nicht durcheinander. Die Schauplätze sind lebhaft und die Personen, sowie ihr Verhalten glaubwürdig. Man kann richtig mitfühlen. Ich würde die Schokoladenvilla nicht als spannendes Buch beschreiben. Das muss es aber meiner Meinung nach auch nicht sein. Judiths Weg ist interessant, mit Höhen und Tiefen gespickt. Ein solider Auftakt für die Trilogie. Ich werde die Fortsetzungen definitiv lesen.

  7. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783827013842)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

     (660)
    Aktuelle Rezension von: Kagali

    Ich habe tatsächlich im letzten Jahr mich an dem Roman Der Report der Magd versucht. Zu meiner Schande konnte es mich jedoch nicht abholen und ich brach das Buch nach ca. der Hälfte ab. Das wurmte mich, wo der Roman doch so gelobt und als literarische Größe angepriesen wurde. Als ich dann in der Bibliothek die Graphic Novel entdeckte wollte ich es nochmal mit dem Stoff versuchen und siehe da, es hat gefunkt.

    Ein zugänglicheres Medium
    Was mich beim Lesen des Romans am meisten gestört hatte, war die Zähigkeit mancher Passagen. Es kam nicht selten vor, dass seitenlang nichts passierte und man als Leser stattdessen Desfreds ewig langen inneren Monologen “lauschte”. Da diese sich in ihren Gedanken des öfters wiederholte, waren diese Monologe für mich nach einiger Zeit eher ermüdend, als interessant.
    Die Graphic Novel hingegen ist da deutlich gestraffter. Der Band umfasst den gesamten Roman, klar, dass es da Kürzungen gibt, dennoch kann man nicht sagen, dass wirklich was verloren ging, denn die Art und Weise, wie der Roman als Comic adaptiert wurde, ist wirklich sehr gut gemacht. Alle wichtigen Handlungselemente und Szenen sind da und auch die Hintergründe zu Entstehung von Gilead werden erläutert, sodass auch Leser, die den Roman nicht kennen, problemlos der Novel folgen können.

    Zudem gelingt es Reneé Nault ganz hervorragend mit ihren Zeichnungen zu erzählen. Was Atwood auf mehreren Seiten wortgewaltig ausdrückt, gelingt es Rault in ihren Bildern auszudrücken. Sie braucht gar nicht so viele Sprechblasen und Textboxen, da viele ihrer Zeichnungen selbst erzählend sind. Ebenso gut eingefangen ist auch die Atmosphäre des Romans. Rault benutzt für die verschiedenen Zeitebenen unterschiedliche Farbgestaltungen. So ist die Vergangenheit, vor der Entstehung Gileads in sanften frohen Farben gestaltet, während die Gegenwart in Gilead grau und trist ist, nur durchbrochen von den grellen Farben, die die Frauen in ihre Rollen zwingen. Besonders das Rot der Mägde sticht immer wieder heraus, wirkt dabei aber nicht fröhlich, sondern eher anklagend und bedrohlich, wie Blut.

    Alles in allem empfindet man beim Lesen der Graphic Novel ähnliche Gefühle, wie beim Lesen des Romans: Bedrückung, Wut, das Gefühl der Ungerechtigkeit, der Leere und der Ohnmacht. AN manchen Stellen ist die Graphic Novel fast sogar noch eindringlicher, als der Roman, wenn visualisiert wird, was im Roman nur angedeutet wurde.

    Fazit:

    Wer, wie ich, mit dem Roman nicht ganz warm wurde, sollte unbedingt zu dieser Graphic Novel Adaption greifen, denn Desfreds Geschichte ist eine, die erzählt werden muss! Sie ist bedrückend und beklemmend, weil sie erschreckend real ist, diese Botschaft transportiert auch diese Adaption sehr ausdrücklich. Der Roman wird hier auf exzellente Weise in ein neues Medium übertragen und durch dieses ergänzt, ohne seine Atmosphäre und seinen Kern zu verlieren. Ich kann die Graphic Novel daher ohne Bedenken sowohl an Kenner des Romans, als auch an Neueinsteiger in Desfreds Geschichte uneingeschränkt empfehlen.


    Folge mir ;)

    Diese und andere Rezensionen (mit zusätzlichem Coververgleich Deutsch/Original) findet ihr auch auf meinem Blog Miss PageTurner


  8. Cover des Buches Das Haus in der Nebelgasse (ISBN: 9783453358850)
    Susanne Goga

    Das Haus in der Nebelgasse

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Lese-Krissi

    Aufmachung des Buches
    Am linken Coverrand sieht man eine Frau, die am Ufer der Themse steht. Im Hintergrund sieht man im Nebeldunst den Palace of Westminster. Mir gefällt das Cover sehr gut.

    Inhalt
    London 1900: Die junge und unabhängige Lehrerin Matilda Gray unterrichtet an einer Mädchenschule.  Nach den Sommerferien taucht ihre Schülerin Laura nicht mehr in der Schule auf, weil sie aufgrund einer Krankheit mit ihrem Vormund durch Italien und Griechenland reist. Matilda traut der ganzen Sache nicht, auch weil Laura ihr vor den Ferien ein Geheimnis anvertraut hat. Als Matilda dann eine Postkarte von Laura erhält, entdeckt sie darauf eine geheime Botschaft, die sie zu einem Kästchen mit rätselhaftem Inhalt führt. Schon bald befindet Matilda sich in einem mysteriösen Abenteuer, indem sie auch mehr über London und die Pest um 1665 erfährt. Hilfe erhält sie von dem Historiker Stephen Fleming. In welchem Zusammenhang steht Lauras Verschwinden und dem über 200 Jahre alten Kästchen? Matilda und Stephen dringen immer mehr in eine dunkle Familiengeschichte ein. 

    Meine Meinung
    Bei „Das Haus in der Nebelgasse“ handelt es sich nicht nur um einen historischen Roman sondern meiner Ansicht nach auch gleichzeitig um einen Krimi. Dies macht die Geschichte interessant. Susanne Goga hat mit ihrem tollen Schreib- und Erzählstil mir angenehme Lesestunden bereitet. 

    Ich finde, die Autorin hat sich sehr gut mit den Gegebenheiten in London um 1900 und die dort herrschende Pest um 1665 auseinander gesetzt. Sogar den Burenkrieg erwähnt sie dadurch, dass Matildas Bruder als Soldat in Afrika dient. Durch den Roman habe ich dankenswerterweise noch neues historisches Wissen dazu erhalten.
     Auch über London und den unterirdischen Flüssen erhält man interessante Informationen, die mir gar nicht so bewusst waren.

    Durch die Protagonistin Matilda Gray erfahren wir als Leser, welche Stellung die Frauen um 1900 in der Gesellschaft hatten. Entweder sie wurden zu braven Ehefrauen erzogen oder sie machten „Karriere“ und blieben unabhängig. Matilda ist zu Beginn der Handlung ein Paradebeispiel für letzteres. Sie ist Lehrerin, ledig und hat ein Zimmer bei einer älteren Dame. In der Gesellschaft dieser Zeit ist es noch nicht gut vorstellbar, dass man gleichzeitig liiert sein könnte. Susanne Goga bringt diesen Aspekt gut herüber. 

    Die Handlung wird spannend, als Matildas Schülerin Laura nicht mehr auftaucht. Durch eine geheimnisvolle Botschaft findet die Lehrerin sich bald auf einem Abenteuer durch London. Ich habe als Leserin mitgerätselt, was all die Entdeckungen, die Matilda in Laufe der Zeit macht, für Bedeutungen haben. Was zum Beispiel heißt „das Haus unter dem Haus“? Das wird man erfahren, wenn man den Roman liest. 

    Mir gefällt, dass Matilda Hilfe durch den Historiker Stephen Fleming erhält. Er wirkt sehr sympathisch, aber auch er hat seine Geheimnisse von denen man erst spät erfährt. Hier musste ich zunächst etwas schlucken und wollte nicht in Stephens Haut stecken.

    Es passiert viel in dem Roman und Matilda und Stephen müssen nicht nur das Rätsel um Laura entschlüsseln sondern kommen noch einem Mord auf die Spur. Das Buch bleibt spannend bis zum Schluss.

    Zum Schluss möchte ich die Vermieterin von Matilda nicht unerwähnt lassen. Mrs Westlakes Charakter heitert die Geschichte außerdem auf. Sie ist Autorin aus Leidenschaft und lässt Laura immer wieder gerne teilhaben an dem was sie gerade schreibt. Ich mochte die Szenen, wenn Laura Zeit mit Mrs Westlake verbringt.

    Mein Fazit
    „Das Haus in der Nebelgasse“ hat mir spannende Lesestunden bereitet und ich habe mehr über die Geschichte in London um 1900, aber auch um 1665 erfahren. Das Buch wurde nicht langweilig. Deshalb kann ich dem Roman ohne Abzug 5 Sterne erteilen.

  9. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.050)
    Aktuelle Rezension von: juniverse

    Das Ehepaar Bennet wurde mit fünf Töchtern gesegnet. Doch leider überzeugt weder die Größe des Vermögens noch das Ansehen der Familie, sodass bislang keine der Töchter verheiratet wurde. Als der wohlhabende Mr Bingley in die Gegend zieht, scheint das bald ein Ende zu nehmen, denn er zeigt Interesse an der ältesten Tochter Jane. Mr Bingley wird von seinem besten Freund, dem unfreundlichen Mr Darcy begleitet, der keinen Hehl aus seiner Abneigung gegenüber den Bennets macht. Als Mr Bingley bald darauf abreist, wird er angeblich niemals wieder nach Hertfordshire zurückkommen. Doch das will die eigensinnige Elizabeth Bennet nicht auf sich sitzen lassen, es recht nicht, wenn das Glück ihrer Schwester auf dem Spiel steht… 

    Stolz und Vorurteil“ ist ein Roman von Jane Austen

    Dieser Roman erinnert, vor allem zu Beginn, eher an eine Charakterstudie als an eine Liebeskomödie. Es wird sehr viel auf die Auswirkungen von Bildung, Wohlstand und Erziehung auf das Verhalten eingegangen. Der Titel passt gut zum Buchinhalt, denn Stolz und Vorurteile wurden oft thematisiert.

    Die Protagonistin Elizabeth ist humorvoll und impulsiv. Ihre ehrliche und direkte Art wirkt oft rechthaberisch. Doch weil sie sehr selbstreflektiert ist, entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte stark weiter. 

    Zu Beginn konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, was so viele Leute an Mr Darcy finden. Aber obwohl ich nicht gerade mit Herzklopfen an ihn denken muss, hat er doch eine positive Entwicklung durchgemacht. Vor Allem die Verliebtheit der Protagonisten sind sehr authentisch dargestellt. 

    Meine Lieblingsfigur ist Mr Bennet, er ist sehr geistreich und ironisch, ich glaube ich würde mich gut mit ihm verstehen. 

    Ich habe zuvor noch nie ein Buch von Jane Austen gelesen und hatte etwas Sorge, das der Schreibstil zu antiquiert sein würde. Aber ich habe mich mit der Übersetzung von Helga Schulz ziemlich gut zurechtgefunden. Ab und zu gab es Lücken im Text und nach einiger Recherche fand ich heraus, dass es sich dabei um ein Stilmittel handelt, das die Spannung erhöhen soll. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ich dadurch besser im Lesefluss geblieben bin. 

    Am Anfang habe ich mir mit den Namen schwergetan, zum Beispiel weil nicht immer klar war, welche der Schwestern Miss Bennet ist. Außerdem wurden nicht alle Figuren ausreichend vorgestellt. 

    Die Autorin hat sich beim Erzählen der Geschichte Zeit gelassen. Ich würde den Schreibstil als sehr passiv beschreiben, da er durchgehend in der dritten Person geschrieben ist. Trotzdem ist das Buch an einigen Stellen durchaus lustig, wenn man die Ironie versteht. 

    Ich denke, dass Jane Austen für ihre Zeit schon sehr weit war, was Feminismus und Emanzipation angeht, trotzdem musste ich an manchen Stellen mit den Augen rollen. 

    Es hat ein bisschen Überwindung gekostet, mit dem Lesen anzufangen, aber als ich einmal drin war, hat mochte ich die Geschichte und die Charaktere gerne. Deswegen kann ich mir gut vorstellen, weitere Bücher von Jane Austen zu lesen. 

  10. Cover des Buches Die Liebe im Ernstfall (ISBN: 9783257070538)
    Daniela Krien

    Die Liebe im Ernstfall

     (211)
    Aktuelle Rezension von: wildergemuesegarten

    Ein Roman, der eigentlich aus 5 Kurzgeschichten besteht. 5 ganz unterschiedliche Frauen, 5 ganz unterschiedliche Lebensgeschichten - mehr oder weniger eng miteinander verwoben. Kriens Roman besticht durch eine klare Sprache, oftmals nüchtern, nicht wertend, dennoch entstehen sehr gut gezeichnete Charaktere. Mit manchen Frauen fühlt man sich mehr, mit anderen weniger verbunden, aber dennoch schafft es Krien, dass man sich in alle Frauen einfühlen kann. Jede kämpft auf ihre Weise im Leben um ihren Platz. Es ist kein Gute-Laune-Roman, aber auch kein Roman, der bedrückt. Es könnten die Geschichten von tausenden Frauen sein und dennoch ist das Buch nie langweilig. Im Gegenteil, man kommt in einen Fluss und möchte weiterlesen. So ein wenig sehe ich Parallelen zu Elizabeth Strouts Roman "Mit Blick aufs Meer", welcher auch lose miteinander verwobenen Kurzgeschichten versammelt, wobei Krien "ihre" Frauen länger begleitet. Und dennoch lassen die Geschichten durch ihre offenen Enden viel Raum für die eigene Gedanken - oft, wie im richtigen Leben.


    Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen. Im Nachwort erzählt Krien, dass die Vorliebe ihrer Tochter Clara für Happyends nicht ohne Einfluss geblieben ist. Dafür bin ich an dieser Stelle sehr dankbar. Auch wenn keine Geschichte wirklich mit einem Happyend endet, haben sie dennoch versöhnliche Anklänge.  

  11. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (136)
    Aktuelle Rezension von: katis_readings

    Eine verwitwete Frau, ein verhaltensauffälliger Sohn und eine sehr treue und loyale Haushälterin - diese drei zieht es nach dem Tod ihres Mannes an den Küstenort Aldwinter. Lang genug hat sie die Ketten der Ehe ertragen und ist nun Willens ihren eigenen Interessen, der Naturwissenschaft ,nachzugehen. Denn,Cora Seaborne ist, für damalige Verhältnisse, keine gewöhnliche denkende Frau.

    Was Cora noch nicht weiß? In Aldwinter treibt eine geheimnisvolle Schlange ihr Unwesen. Mysteriöse Phänomene werden zur Tagesordnung und scheuchen die sowieso schon leicht abergläubigen Bewohner auf. Der Pfarrer des Dorfes plädiert an den Glauben und die göttliche Kraft. Cora hingegen, eine Vertreterin der Wissenschaft, kommt mit den Ansichten des Pfarrers nicht überrein. Diskusionen und tiefsinnige Gespräche sind vorprogrammiert. Doch trotz aller Meinungsverschiedenheiten fühlen die beiden eine Verbindung.

    Diese Begegnung, gepaart mit dem Verlust ihres Mannes und dann ist da auch noch ein unbekanntes Wesen....Wo soll das nur hinführen?

    Nicht nur die Atmospähre des 19Jh. und des englischen Landlebens werden hier großgeschrieben, nein, auch die Charakteristik dieses Jahrhunderts hat hat die Autorin wunderbar in Szene gesetzt:

    Die Aufklärung der Aberglaubens durch die aufflammende Wissenschaft.

    Umdenken und Umstrukturierung seitens der Politik.

    All dies hat die Autorin in diesem Roman aufgegriffen und auf wunderbare natürliche Art und Weise mit einfließen lassen. Dieses Buch ist demnach nicht nur ein äußerst bildgebender roman, nein, hier lernt man auch noch etwas über die Geschichte. Solche Aspekte liebe an Büchern. Was auch und vor allem herausstach, war die Gegenüberstellung von Aberglauben und Wissenschaft durch die Charaktere. Tolle und auch tiefsinnige Diskussionen.

    Für mich, die sowieso schon eine Faszination für diese Zeit hat, ein toller Roman.

    Da werden definitiv noch Bücher von Sarah Perry folgen. Spätestens mit 'Malmoth' im Herbst.

  12. Cover des Buches Olga (ISBN: 9783257070156)
    Bernhard Schlink

    Olga

     (196)
    Aktuelle Rezension von: Das_literarische_Parkett

    Eine große Überraschung in der letzten Woche war für mich Bernhard Schlinks Roman Olga, der von der Lebensgeschichte einer Frau erzählt, die in bescheidenen Verhältnissen um die Jahrhundertwende aufwächst und deren Leben geprägt ist von ihrer innigen Beziehung zu ihrem Geliebten Herbert und ihrem inneren Widerstand gegen seine zeitgeistigen Lebensvorstellungen.
    Olga ist eine bedächtige, auf den ersten Blick unscheinbare Frau, die den Weg durch ihr von Schicksalsschlägen gezeichnetes Leben ganz mühelos findet und im Gegensatz zum aufgewühlten Zeitgeist und den Söhnen der Weltkriege zwischen Richtig und Falsch unterscheiden kann.
    Bernhard Schlink gelingt es seine Figuren trotz oder gerade wegen seiner distanzierten und unaufgeregt ruhigen Sprache in warme und lebendige Piktogramme zu verwandeln.
    Dieser Minimalismus an Adjektiven und Beschreibungen führt zu einer unverschleierten Sicht auf Olga, den Waldrand, an dem sich Herbert und Olga das erste Mal Leben lieben und auf die Nähmaschine, die einer gealterten Frau mit ganz wolkenlosen Augen sicher in den faltigen Händen liegt.
    Das Leben von Olga geht stets weiter, umrandet ist es vom Zeitgeschehen, das tragisch und sinnlos daherkommt, mit den Unglücken des Alltags, Krankheit und dem Vergessen. Aber Olga ist nicht gleichgültig, sondern sie hat eine Seele, die ganz fest verankert in ihrem Kern ist und eine Perspektive, die das Große verabscheut und das Kleine wertschätzt und trotzdem nicht puristisch und spießbürgerlich urteilt.
    Als ich Olga gelesen habe , war es in mir ganz still und friedsam - so friedsam und gleichmütig, wie sich der Lauf der Jahreszeiten Olgas Alltagsleben wiederholt. Olga ist betroffen von ihrer Umwelt, aber verliert sich nicht im Weltgeschehen und in den naiv anmutenden Irrungen ihrer Mitmenschen. In dieser Schlichtheit liegt etwas unglaublich ergreifendes und in der Narration des Simplen etwas ganz Tiefes.
    Es gibt wohl wenige Schriftsteller, die treffender als Bernhard Schlink den richtigen Ton für so eine Lebensgeschichte getroffen hätten und die mit einer vorsichtigen Stimme, die von gereiften Erfahrungen zeugt, vom Lauf des Lebens erzählen.

  13. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (983)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  14. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

     (591)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Smita will den Status als Unberührbare in Indien nicht hinnehmen. Ihre Tochter hat eine andere Zukunft als Ausgestossene der Gesellschaft verdient. Smita muss eine weitreichende Entscheidung treffen. Zur gleichen Zeit steht Giulia in Sizilien auch einem lebensverändernden Schritt. Sie muss ihr Familienunternehmen retten. Sarah steht in Kanada vor dem Ziel ihrer beruflichen Karriere, doch dann erfährt sie, dass das Leben anderes mit ihr geplant hat.

    Laetitia Colombani erzählt die Geschichte von drei Frauen, die rund um den Globus unabhängig voneinander leben und doch wie ein Zopf verpflochten ist. Mich hat besonders die Situation von Smita bewegt. Unter welchen Bedingungen Frauen in gewissen Länder leben und leiden müssen, ist einfach nur schrecklich.

    Den Schreibstil der Autorin finde ich nach wie vor etwas eigen, da sie keine direkte Rede nutzt. Aber sie schaffte es mich so auf den Lebensweg jeder einzelnen Frau mitzunehmen, so dass mich das kaum mehr störte.

    Mein Fazit: Ein schlichter Roman der aus dem Leben erzählt, aber das Herz bewegt. 5 Sterne.

  15. Cover des Buches Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung (ISBN: 9783864931161)
    Corina Bomann

    Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung

     (233)
    Aktuelle Rezension von: Mrs. Dalloway

    Ich liebe historische Romane dieser Art, daher hat mich das Cover auch direkt angesprochen. Ich fand den Teil, der in Berlin und Paris spielte auch großartig. Auch Madame Rubinstein fand ich interessant, da ich noch keinen Roman gelesen hatte, in dem diese Figur vorkommt. Als Sophia dann aber in den USA angekommen ist, sprich im zweiten Teil des Buches, habe ich das Interesse verloren. Spannend wurde es erst wieder, als ihr Liebhaber von ihrem Geheimnis erfährt und das geschieht wirklich erst auf den letzten Seiten.

  16. Cover des Buches Das Land der verlorenen Träume (ISBN: 9783453267282)
    Caragh O'Brien

    Das Land der verlorenen Träume

     (551)
    Aktuelle Rezension von: readingflower

    Inhalt:

    Gaia ist, gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester Maya, auf der Flucht und begibt sich ins Ödland in der Hoffnung, ihre Großmutter und den toten Wald zu finden, von der sie immer erzählt hat. Kurz bevor Maya und sie im Ödland sterben, werden sie von einem Fremden entdeckt, der sie nach Sylum bringt. Sylum ist eine Stadt im Ödland, in der die Frauen stark in der Unterzahl und an der Macht sind. Gaias Großmutter war hier einst die Herrscherin. Da Gaia eine Hebamme ist und sie und ihre Schwester weiblichen Geschlechts, wird sie zunächst mit offenen Armen empfangen und von den Männern begehrt. Doch mit der Zeit wird ihr klar, dass sich einige Dinge dort ändern müssen, damit sie nicht alle sterben werden ...


    Meine Meinung:

    Ich bin heilfroh, dass ich den zweiten Teil auch noch gelesen habe! Der erste war ja schon gut, aber der zweite hat für mich nochmal die Krone drauf gesetzt. 

    Die neue Welt, in der der Roman spielt, ist sehr gut durchdacht und aufgebaut. Ich finde die Charaktere sehr interessant und konnte mich vor allem für Gaias Liebesleben begeistern, ohne zu viel vorweg zu nehmen. 

    Gaia macht eine tolle Entwicklung durch und es ist spannend, sie dabei zu begleiten. 

    Der Schreibstil ist auch hier wieder sehr angenehm. Die Geschichte liest sich leicht weg.


    Ich bin rundum begeistert und bin gespannt, ob der dritte Teil mit dem zweiten mithalten kann!

  17. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499631863)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Saysway

    Ich bin ehrlich, ich habe zuvor schon etwas von Feminismus gehört und konnte sicher auch etwas dazu sagen, aber richtig Ahnung hatte ich davon nicht.
    Dieses Buch ist Aufklärung, die Wahrheit und leider auch harte Fakten, die wir vielleicht nicht hören wollen, aber müssen.
    Der Schreibstil ist klasse, lässt sich flüssig und lädt zum Nachdenken ein. Ich habe das Buch in die Hand genommen und es verschlungen. Das Buch deckt Probleme auf von denen wir denken, wir hätten sie eigentlich schon hinter uns gelassen. Alltagssituationen werden geschildert und haben einen bestimmten Effekt: Oh, das stimmt, so habe ich darüber noch gar nicht nachgedacht.
    Außerdem bekommt man viele Anreize über andere Bücher, welche passend zum Thema sind.
    Das Buch war wirklich große Klasse und gerade auch "Anfängern" im Thema Feminismus, kann ich dieses Buch ans Herz legen.

    Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
    Viele Grüße 

    Saysway.

  18. Cover des Buches QualityLand (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand

     (702)
    Aktuelle Rezension von: fioella

    QualityLand- das Land, indem alles anders ist! Peter Arbeitsloser lebt in QualityLand und ist der Protagonist des Romans. Mit seinem digitalen Assistenten Niemand, lebt Peter in den Tag.  „Manchmal bildet er sich soagar ein, dass Niemand ihn mag“. Niemand sucht Peters Partner, Freunde, bestellt Peters Essen und weist ihn auf gefahren hin. Und das alles, anhand von Algorithmen. In QualityLand sind die Menschen in Level unterteilt. Von 2-99. Leviel werden anhand von vielen verschiedenen Kriterien zusammengestellt. Peter ist ein Nutzloser geworden (Level 2-9), nachdem seine Ex Freundin, ihn verlassen hat. Ihr QualityPad hat sie benachrichtig, dass es einen besseren Mann als Peter für sie gibt. Peter Arbeitsloser ist Maschinenverschrotter. Er bekommt alle Maschinen, welche defekt sind und muss sie verschrotten (aufgrund des Konsumschutzmittelgesetzes, welches besagt, dass Maschinen anstatt repariert zu werden, verschrottet werden müssen). „Denn Maschinen machen keine Fehler“. Unten in Peters Keller versammeln sich die Maschinen, welche bei ihm weiterleben dürfen, da er sie nicht verschrottet, sondern ihnen ein neues Leben schenkt.  Als Peter eines Tages wieder mit einer Lieferdrohne ein unbestelltes Paket bekommt -ihm wird das geschickt, was der Algorithmus meint, was er gerade am liebsten will- ist er kurz davor auszurasten. Es ist ein Geschenk, welches er sich nicht mal im Schlaf gewünscht hätte. Aufgrund seiner Wut, fängt Peter an Widerstand gegen das System in QualityLand zu leisten. Erst passiv und dann aktiv. Mit seinen Freunden aus dem Keller und seiner neuen Bekannten, Kiki Unbekannt, beginnt er eine Reise und eine Wandlung, von seiner Sicht, zu unternehmen. Er wird selbstbewusst, kommt aus sich heraus und hakt nach. Wie das Ende aber ausgeht, und ob er das ungewollte Geschenk an den Geschäftsleiter von TheShop zurückgeben kann, werde ich hier nicht verraten...:)

    Es ist schon zu sehen, dass es in diesem Buch Personen gibt, welche aus der Reihe tanzen und ihr eigenes Dine machen (alle Menschen haben sich an die Algorithmen angepasst, doch ein paar leisten Widerstand).

    Den kritische, pessimistische Zukunftsblick, bewundere ich an diesem Buch sehr. Die Ironie, welche Marc Uwe Kling immer verwendet, wird auch hier deutlich. Mir hat gefallen, dass auch andere Themen, wie zum Beispiel Sexistmus und häusliche Gewalt aufgegriffen wurden. Das Buch ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen! Da auch in diesem Buch mit viel Humor gespielt wird und es interessant ist, in die mögliche Zukunft zu blicken.

  19. Cover des Buches Töchter des Mondes - Cate (ISBN: 9783863960247)
    Jessica Spotswood

    Töchter des Mondes - Cate

     (334)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Das ist eine Geschichte in drei Bänden voller Magie und einfach nur toll geschrieben . 

    Im ersten Band geht es um Cate die älteste der drei Schwestern, die verzweifelt versucht ihre beiden Schwestern zu beschützen . Alle drei  haben natürlich ihre eigenen Charaktere , mal schwierig und auch auf Anhieb total liebenswert. Maura ist teilweise etwas anstrengend und ich hätte sie am liebsten manchmal echt geschüttelt,  und Tess muss man einfach nur lieb haben . 

    Ein paar kleine Ecken und Kanten  gibt es zwar in den Büchern,  trotz allem ist es eine Reihe die riesen Spaß gemacht hat .

  20. Cover des Buches Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt (ISBN: 9783570310991)
    Nicola Yoon

    Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

     (1.170)
    Aktuelle Rezension von: finja472

    Dieses Buch beschäftigt sich mit Maddy, die an einem schweren Immundefekt leidet und somit, seit sie ein Baby ist, nicht das Haus verlassen kann. Daher sieht jeder Tag in ihrem Leben gleich aus, bis eines Tages eine neue Familie in das Nachbarhaus zieht. Die Gefühle zwischen ihr und dem neuen Nachbarn Olly sind so groß, dass Maddy auf einmal mehr von ihrem Leben und der Welt will...


    Einzigartig war der Schreibstil dieses Buches, der schon Grund genug ist es zu lesen. Denn die Statistiken, Illustrationen oder die Worterklärungen geben versteckte Hinweise auf Madelines Gedanken, Gefühle und ihr Leben. 

    Besonders gut hat mir auch die Beschreibung der Veränderung von Maddy gefallen und ihr Wunsch das Leben leben zu können. Ich hatte das Gefühl, sie zu verstehen und konnte ihre Taten nachvollziehen.

    Auch der plötzliche Wandel der Handlung ist sehr gelungen, denn er kam sehr überraschend und hat nochmal eine neue Spannung aufgebaut.

    Zu kritisieren gäbe es nur, dass das Ende sehr plötzlich kam und noch viele Fragen offen geblieben sind.


    Insgesamt ein sehr schönes, aber auch berührendes Buch, das sich auf alle Fälle lohnt zu lesen.


    Bewertung: 4/5 ⭐

  21. Cover des Buches Die Wunderfrauen: Alles, was das Herz begehrt (ISBN: 9783596700325)
    Stephanie Schuster

    Die Wunderfrauen: Alles, was das Herz begehrt

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Magda

    „Die Wunderfrauen: Alles, was das Herz begehrt“ ist das erste Buch aus der Wunderfrauen-Trilogie von Stephanie Schuster.

    Die Geschichte fängt im Jahr 1953 an. Die Menschen haben Hoffnung auf ein besseres, sicheres Leben: Normalität, Wohlstand und Beschäftigung. 

    Solche Hoffnungen und Wünsche haben in dem Roman auch die vier Wunderfrauen: Luise Dahlmann, Helga Knaup, Annabel von Thaler und Marie Wagner. Jede von ihnen träumt von einer besseren Zukunft für sich selbst und ihre Familie und jede von ihnen arbeitet hart dafür.

    Luise Dahlmann, eine Bauerntochter will einen eigenen Laden, in dem sie ihrer Kundschaft, alles, was das Herz begehrt, anbieten kann. Helga Knaup, eine Fabrikantentochter verlässt ihre reiche Familie und beginnt eine Ausbildung als Krankenschwester. Annabel von Thaler, mit einem angesehenen Frauenarzt verheiratet, kämpft um die Liebe und Anerkennung ihres Mannes und das Glück ihrer kleinen Familie. Marie Wagner, die ihren Familiengut in Schlesien verlassen musste, versucht in Bayern ihre neue Heimat zu finden. 

    Die vier Frauen sind sehr unterschiedlich, kommen aus verschiedenen Verhältnissen, verfolgen unterschiedliche Ziele. Aber eins haben sie gemeinsam: sie wollen aktiv werden, ihr Schicksal in eigene Hände nehmen, eigenes Geld verdienen, lieben und geliebt werden. Ihre Lebenswege sind sehr interessant, genauso wie die Bilder der fünfziger Jahre, die Stephanie Schuster meisterhaft vermittelt. 

    „Alles, was das Herz begehrt“ ist eine sehr unterhaltsame Lektüre, die man unbedingt lesen sollte. 

  22. Cover des Buches Was ich euch nicht erzählte (ISBN: 9783423145992)
    Celeste Ng

    Was ich euch nicht erzählte

     (318)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Das Buch hat mich wütend auf einige Figuren gemacht, was erstmal gut ist, denn es bleibt im Kopf. Wenn man jetzt weiß, dass das hier das erste Buch der Autorin ist, steigt der Respekt. 

    Ich mochte die teils zurückhaltende, aber dennoch emotionale Schilderung. Nur der eine oder andere Stereotyp war mir dann doch zu viel. 

    Auch ist mir ein Punkt am Ende nicht klar geworden, aber da würde ich zu viel vorwegnehmen. 

    Es ist auf jeden Fall ein Buch, das bleibt und zum Nachdenken und darüber diskutieren anregt. Bedächtigen, ruhigen Lesern, die gerne tief eintauchen, wie zum Beispiel bei Joel Dicker, kann ich es nur empfehlen. 

  23. Cover des Buches Spinster Girls – Was ist schon normal? (ISBN: 9783423717977)
    Holly Bourne

    Spinster Girls – Was ist schon normal?

     (166)
    Aktuelle Rezension von: biscoteria85

    „Spinster Girls“ ist weit weg von dem normalen Jugendbuch. Aber „was ist schon normal“ ist der passende Titel zum Buch. Denn was ist es denn? Die 16-jährige Evie weiß von sich, dass sie es nicht ist. Denn bei ihr wurde eine generalisierte Angststörung und eine Zwangsstörung diagnostiziert. Diese sind so weit vorrangeschritten, dass sie zeitweise in der geschlossenen Anstalt verbracht hat.

    So verlässt sie diese nach langer Zeit, ist recht dünn geworden und schafft es mit ihrer Therapeutin langsam wieder Fuß zu fassen. Die neue Schule ist ein neuer Start, da kaum jemand dort von der Diagnose weiß. So auch nicht die Mädchen Lottie und Amber welche sie auf einer Party kennen lernt.

    Beide haben ebenfalls mit ihren Geistern zu kämpfen. Amber die groß, schlank und rothaarig ist findet keinen Jungen der sich an sie ran traut. Daher ist ihr Selbstbewusstsein stark angeknackst. Auch die Probleme zu Hause spielen da mit rein. Lottie springt mit jedem Jungen ins Bett, bei dem sie das Gefühl hat mehr für diesen zu empfinden, um dann wieder fallen gelassen zu werden. Sie möchte einfach nur geliebt werden und das Gefühl erhalten wertvoll zu sein.

    So beginnt für Evie die Zeit gut. Sie lernt einen Jungen kennen, geht mit diesen aus. Es geht schief. Sie lernt die Mädels kennen und lernt den nächsten kennen. Die Tabletten werden weniger und sie fühlt sich befreiter. Doch dann verläuft nicht alles wie es soll und sie versucht zwanghaft normal zu sein. Die Mädels sollen ihren Krieg in ihrem Kopf nicht mitbekommen und so kommen die Ängste und Zwänge wieder.

    Wir begleiten Evie zu ihren Terminen bei der Therapeutin, lesen in ihrem Genesungstagebuch mit, welches ihr eine Leitlinie geben soll. Wir erlenen ihre Up and Downs. Ihre Fortschritte und ihre Misserfolge. Wir erleben wie kompliziert und extrem vielschichtig ihre Erkrankungen sind und wie sehr diese sie und ihr direktes Umfeld beeinflussen.

    Viele Rezensenten verstehen nicht, dass sie Ekel vor Dreck empfindet, vor Umarmungen, aber das Küssen ihr kein Problem bereitet. Leute es ist eine psychische Erkrankung – keine mathematische Lösung mit nur einer Gleichung wo immer nur ein Ergebnis richtig sein kann. Sie empfindet Freude, Verliebtsein, sie vergisst in diesem Augenblick alles um sich herum, also warum soll sie sich ekeln? Auch sie hat Hormone in sich, sie empfindet Freude. Viele sollten sich gerade nach diesem Buch mal hinsetzen und sich mit der Thematik stärker befassen.

    Ich für meine 30+ fand dieses Buch wirklich gut. Es ist ein Jugendbuch, aber mit einer Thematik die man auch im Erwachsenenalter erleben kann. Seis selbst oder bei anderen. Die Hilfe durch Familie, Freunde und Therapeuten sind so wichtig und die Erkrankungen werden in meinen Augen sehr gut dargestellt.

    Die Geschichte ist trotz der schweren und vielleicht sogar belastenden Thematik sehr locker und leicht geschrieben. Die Mädels haben Humor und als Leser muss man schonmal hier und da grinsen. Einmal musste ich sogar laut lachen (gut das ich gerade nicht in der Bahn gelesen habe). Aber es ist lohnenswert und es hat Spaß gemacht es zu lesen.

    Ich empfehle daher dieses Buch und werde auch die Folgebücher noch lesen. Wenn auch nicht direkt, aber die Charaktere und die Umsetzung der Thematik sind es auf jeden Fall wert.

  24. Cover des Buches Die Winterrose (ISBN: 9783492252812)
    Jennifer Donnelly

    Die Winterrose

     (482)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Die Buecher von Jennifer Donnelly sind wahre Pageturner. Der zweite Teil der Rosentrilogie hat mich mitgerissen, genau wie der erste. Spannung, Dramatik, Abenteuer und Gefuehl, alles dabei. Die Geschichte von India und Sid ist unglaublich dramatisch. Es passiert sehr viel Spannendes. Ich freue mich jetzt auf den dritten Band. 

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