Bücher mit dem Tag "emanzipation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "emanzipation" gekennzeichnet haben.

964 Bücher

  1. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.856)
    Aktuelle Rezension von: Stauni

    Flüssig hintereinander weg zu lesen, mit schrägem Humor, aber wohl doch eher für jüngere Leser. 

  2. Cover des Buches Vielleicht mag ich dich morgen (ISBN: 9783426516478)
    Mhairi McFarlane

    Vielleicht mag ich dich morgen

     (700)
    Aktuelle Rezension von: nadine_1209

    Als ich hörte, dass Mhairi McFarlane einen neuen Roman veröffentlichen sollte, war ich hellauf begeistert. Viele ihrer vorherigen Romane hatten mir richtig gut gefallen.

    Ehrlich gesagt war es schon kein gutes Vorzeichen, dass ich sehr lange brauchte um "Vielleicht mag ich dich morgen" durchzulesen. Irgendwie kam ich nicht wirklich in die Geschichte hinein, da mir diese doch ziemlich weit hergeholt schien. Aber zunächst zum Inhalt:

    Anna hatte keine schöne Schulzeit: Sie war der Inbegriff eines Mobbing-Opfers in der Schule, denn sie war füllig, nicht gerade hübsch und schüchtern. Insgeheim schwärmte sie jedoch wie jedes Mädchen für den den hübschesten Jungen der Schule: James. Aber auch von ihm wurde sie maßlos enttäuscht und vorgeführt. 16 Jahre später hat sich Anna zu einer hübschen, selbstbewussten und beruflich erfolgreichen Frau gemausert. Von ihrem damaligen Ich ist nichts übrig geblieben, außer ein paar düstere Gedanken im Hinterkopf an die Vergangenheit. Als ein Klassentreffen stattfinden soll, sieht Anna dies als Chance für sich, mit dem Kapitel der Jugend abzuschließen. Und siehe da: James sieht immer noch genauso gut aus, wie in jungen Jahren. Allerdings erkennt niemand aus der Runde, wer Anna wirklich ist, da sie nicht ansatzweise mehr so aussieht wie damals.

    Wie es der Zufall so will, laufen sich Anna und James kurze Zeit später beruflich über den Weg und müssen zusammen an einem Projekt arbeiten. Gar nicht so leicht für Anna, denn auf der einen Seite ist James sympathisch, gutaussehend und charmant, auf der anderen Seite weiß sie, dass er einer der Menschen war, der ihr in der Schulzeit das Leben zur Hölle gemacht haben. Doch ehe sie sich versieht, sind die Schmetterlinge wieder da....soll sie James verzeihen? Und überhaupt: Soll sie James überhaupt sagen, wer sie wirklich ist?

    Wie eingangs erwähnt, fand ich die Idee hinter der Geschichte etwas weit hergeholt. Natürlich verändert man sich binnen 16 Jahren ungemein, gerade wenn man viel annimmt, aber die Tatsache, dass niemand Anna ansatzweise erkannt hat, wirft doch Fragen bei mir auf. Dass Anna plötzlich auch noch mit James zusammen arbeiten muss, ist ebenfalls ein sehr großer Zufall.

    Die Geschichte entwickelt sich im Verlauf meiner Meinung nach nicht interessant genug. Es geht Kapitel um Kapitel darum, dass Anna James insgeheim liebt, er aber vergeben ist oder es nicht zur Annäherung kommt, weil Anna wieder zweifelt. Auch der Geschichtszweig um Annas Schwester macht die Story meiner Meinung nach nicht interessanter.

    Ich liebe die Bücher der Autorin normalerweise total - dieses konnte mich jedoch weder vom Humor, noch von der Story an sich vom Hocker reißen.

  3. Cover des Buches Wenn's einfach wär, würd's jeder machen (ISBN: 9783404176908)
    Petra Hülsmann

    Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

     (393)
    Aktuelle Rezension von: Zisa

    Durch Lovelybooks bin ich auf die Autorin aufmerksam geworden. Damals gab es eine Leserunde, bei der ich leider kein Glück hatte.

    Kurzerhand habe ich mir Hummeln im Herzen selbst gekauft und alle Werke die danach erschienen sind auch.
    Und nun bin ich leider bei dem -hoffentlich vorerst- letzten Buch angekommen.

    Was soll ich sagen, ich bin ein riesen Fan von Petra Hülsmann geworden.

    Wie auch bei den anderen Büchern hat auch dieses viel Charme, Kitsch und Witz in der genau richtigen Dosis.

    Doch um was geht es in dem Buch?

    Die Musiklehrerin Annika wird von ihrer Traumschule in eine Albtraumschule im absoluten Problemviertel versetzt. Wie man sich gut vorstellen kann, haben die Schüler dort weniger mit Hausaufgaben zu tun, sondern interessieren sich mehr für Youtube. Um schnell wieder zurück an ihre alte Schule zu kommen, gründet sie eine Musical-AG. Jedoch sind ihre Schüler nicht wirklich talentiert. Aber wenns einfach einfach wär, würds jeder machen.
    Annika wendet sich an ihre erste große Liebe Tristan, der inzwischen Regisseur ist. Doch von da an geht das Chaos erst richtig los.

    Was mir sehr an diesen Büchern gefällt, dass man einige Charaktere in den verschiedenen Büchern wieder findet. Knut mit seinem Hamburger Slang darf dabei auch hier nicht fehlen. Auch wenn mir der Schluss mit der Musical-AG etwas langezogen vorkam, fiebert man mit allen Protagonisten mit. Gewinnt die Musical-AG den ersten Platz? Darf Annika wieder an ihre alte Schule? Gibt es ein Happy End für Annika in der Liebe?

    Für mich ist das Buch eine klare Leseempfehlung und hoffe, dass es bald weitere gibt.

  4. Cover des Buches Eleanor & Park (ISBN: 9783423626392)
    Rainbow Rowell

    Eleanor & Park

     (1.157)
    Aktuelle Rezension von: ReadAndTravel

    Als Eleanor und Park sich zum ersten Mal im Schulbus treffen, kann von Zuneigung keine Rede sein. Dass sie sich gar ineinander verlieben, scheint unmöglich. Doch ihre Annäherung gehört zum Intensivsten, was man über die erste Liebe lesen kann. Anfangs vorsichtig und zaghaft tauschen Eleanor und Park Comics, Musik und Meinungen aus, und sie werden ein Liebespaar. Eines, das man nicht vergisst.

    Ewig lange stand dieses Buch auf meiner Wunschliste. Jetzt endlich habe ich es gelesen und ich kann denn damaligen Hype um dieses Buch kann ich absolut nachvollziehen. Ich habe es geliebt. Die Leichtigkeit der Worte und die Leichtigkeit der Liebe zwischen den beiden. Ich habe jede Seite geliebt und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Die beiden Charaktere waren so einzigartig und wundervoll. Man fühlte sich direkt auch verliebt. Das Ende hat mich ein bisschen traurig gemacht. Das Buch war ein absolutes Highlight. Es bekommt 5/5 Sterne. 

  5. Cover des Buches The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission (ISBN: 9783499002656)
    Lyssa Kay Adams

    The Secret Book Club – Die Liebesroman-Mission

     (382)
    Aktuelle Rezension von: Lili-Marie

    Der erste Band hat mir damals sehr gut gefallen und ich war gespannt auf den zweiten und wie es mit dem Buchclub weitergeht. So ganz packen konnte mich dieser zweite Teil aber leider nicht.

    Der Schreibstil ist, wie auch im ersten Teil, sehr locker und flüssig zu lesen. Auch den Humor finde ich klasse und musste oft vor mich hin schmunzeln. Die Rahmenhandlung finde ich sehr interessant allerdings konnte mich das alles nicht so packen, wie ich mir das vorgestellt habe. Das lag vor allem an Liv. Mit ihr hatte ich so meine Schwierigkeiten und ich kann nicht mal genau sagen wieso. Ich bin einfach nicht mit ihr warm geworden. Mack dagegen mochte ich sehr gerne. Aber auch die Liebesbeziehung konnte mich nicht erreichen. Ich habe es schlichtweg nicht gespürt.

    Das Buch ist daher für mich schwächer als der erste Band aber ich bin dennoch sehr neugierig auf Band 3 und hoffe, dass er mir etwas besser gefallen wird als dieser.

  6. Cover des Buches Die Schokoladenvilla (ISBN: 9783328103226)
    Maria Nikolai

    Die Schokoladenvilla

     (231)
    Aktuelle Rezension von: schmoekerstunde

    Ein sehr berührender Roman. Obwohl die Handlung einigermassen vorhersehbar ist, verläuft die Geschichte spannend. Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen und man fiebert geradezu mit den vielen Charakteren und ihren Lebensumständen mit.

    Ein nettes Detail: am Ende des Buches gibt es einen Überblick über die mitwirkenden und über historische Personen sowie ein Glossar über die damalige Mode und den historischen Hintergrund.

    Ein schöner und lesenswerter erster Band einer Trilogie.

  7. Cover des Buches Die Teerose (ISBN: 9783492242585)
    Jennifer Donnelly

    Die Teerose

     (911)
    Aktuelle Rezension von: Solodze

    Die Teerose wurde mir vor vielen Jahren von meinem Opa zum Geburtstag geschenkt. Das Buch hat kein catchy Cover und klang beim Lesen des Klappentextes auch nicht nach Potenzial zum nächsten Lieblingsbuch. Ich wurde total überrascht. Die Autorin hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, der einen von Beginn an mitnimmt. Die Charaktere sind alle greifbar und ich habe stets mitgelitten. Ich war super begeistert und habe das Buch vielen Freundinnen empfohlen. Auch noch viele jahre nachdem ich es gelesen habe, denke ich oft daran zurück wie toll ich das Buch fand. Es gehört nach wie vor zu meinen Favoriten.

  8. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783596522668)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

     (717)
    Aktuelle Rezension von: pileofmagic

    In <<Der Zopf>> wird die Geschichte von drei mutigen Frauen erzählt und allein die Widmung <<aux femmes courageuse>> (Den mutigen Frauen) hat mich bereits emotional gestimmt.

    Smita wird zuerst vorgestellt, sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tocher, Lalita, in Indien. Das Kastensystem bestimmte ihr Leben und sie weiß, dass es auch das ihrer Tochter bestimmen wird, denn sie muss die Exkremente der anderen Bewohner einsammeln. Dafür gibt es keine Handschuhe oder richtige Werkzeuge, es ist nach dem Glauben eine Strafe für Fehlverhalten im vergangenen Leben. Ihre Mutter hatte die Arbeit als <<Scavenger>> ebenfalls ausgeführt  und auch Lalita wird es müssen. Also entscheidet sie sich mit ihrer Tochter zu fliehen.

    Giulia lebt auf Sizilien. Ihr Vater hat eine Fabrik, in welcher Perücken hergestellt werden und beide arbeiten im Familienunternehmen. Nachdem ihr Vater einen Unfall hatte, ist es ihre Aufgabe sich um die Firma zu kümmern und dabei wird deutlich, dass die Zukunft der Fabrik auf dem Spiel steht.

    Sarahs Geschichte hat mich unglaublich berührt: Top-Anwältin, Karrierefrau & Familienmensch. Irgendwie kriegt sie alles auf die Reihe, bis sie ihre Krebsdiagnose bekommt, aber sie kämpft: um Gleichberechtigung gegenüber männlichen Kollegen, für ihre Kinder und für sich selbst. Für und um ihr Leben. 


    Alle drei Erzählstränge fließen ineinander. Drei Frauen, die unglaublich stark sind, geografisch so weit voneinander getrennt und doch stärker verbunden, als man auf den ersten Blick glaubt.

    <<La Tresse>> überzeugt mit Verletzlichkeit und so viel Emotion. Das Lesen hat mir unglaublich gut gefallen, denn es war eine Ehre dabei sein zu dürfen, während Smita, Giulia und Sarah ihre ganz persönliche Reise bestreiten und Kämpfe führen.

  9. Cover des Buches Die Liebe im Ernstfall (ISBN: 9783257070538)
    Daniela Krien

    Die Liebe im Ernstfall

     (238)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    "Liebe ist kein Gefühl.

    Liebe ist keine Romantik.

    Liebe ist eine Tat.

    Man muss die Liebe vom Ernstfall aus betrachten."

    - Daniela Krien, "Die Liebe im Ernstfall"


    Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinde - fünf Frauen, fünf Lebenslinien, die sich an bestimmten Punkten kreuzen, manche nur kurz, manche für immer. Jede der Fünf erlebte als Kind und Jugendliche den Fall der Mauer und die darauf folgende vermeintliche Freiheit. Doch die Grenzen bestehen fort, in den Köpfen, in den Beziehungen, in Freundinnenschaften und Familienbanden. Jede erlebt die Liebe auf ihre eigene Art - die Liebe zum Partner, die freundschaftliche Liebe, die Liebe zu den Kindern, die Liebe zu den Eltern und die Liebe zwischen Geschwistern.


    Daniela Krien fängt all diese Facetten der Liebe in ihrem Buch "Die Liebe im Ernstfall" ein, sie schreibt von Freude und Schmerz, von Verlust und Heilung, von der Kraft, die in der Liebe steckt und von der Zerstörung, die sie anrichten kann. Wie gewohnt in Kriens Werken nehmen auch Ost- und Westdeutschland eine tragende Rolle ein, Ansichten prallen aufeinander und gestalten Beziehungen sowohl interessanter, als auch komplizierter. Mir hat auch dieser Roman wieder sehr gut gefallen, jede der fünf Frauen hat mich in ihren Bann geschlagen, jede konnte ich verstehen und mit jeder habe ich mitgefühlt. Durch die Teilung der Geschichte durch fünf nimmt man als Leser*in immer wieder andere Perspektiven ein und schaut aus einem veränderten Blickwinkel auf bereits gelesene Abschnitte - das hat mir besonders zugesagt.


    An ihr Debüt "Irgendwann werden wir uns alles erzählen" und ihren Erzählband "Muldental" kam dieses Buch für mich zwar nicht ganz heran - mir hat an manchen Ecken etwas gefehlt, ich hätte mir noch ein paar mehr Blickwinkel auf die Liebe gewünscht - trotzdem hat mich Daniela Krien wieder einmal ungemein gefesselt und gerade mit ihrem Stil für sich eingenommen. Definitiv eine meiner liebsten Autorinnen!

  10. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499631863)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

     (221)
    Aktuelle Rezension von: flower2

    Lange habe ich mit mir gerungen das Buch zu lesen. Aber es lohnt sich tatsächlich.

    Magarete hat sich wirklich hingesetzt und recherchiert geschichtlich und akutell, über den Feminismus und Gender.

    Das Frauenunterdrückung immer noch aktuell ist und dass manche nicht von sich raus können und feststecken.

    Interessant war für mich besonders, dass die ganzen Teenager-Zeitschriften auf den ersten Hinblick Tipps geben. Aber tatsächlich sind es nur Vorbilder und sexismus.

    Auch ein guter Einblick, warum die Frauenbewegung zunahm und wieder klein gehalten wurde und ein ständiges auf und ab. Bzw. wann die Frauenbewegung anfing.

    Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen, direkt, frech, teilweise zu tiefgründig, wurde aber kurz darauf wieder gut gemacht.

    Das Buch kann ich jeden weiter empfehlen, der mehr über Feminismus, Gender und Gleichberechtigung wissen will.


  11. Cover des Buches Die Schlange von Essex (ISBN: 9783847900306)
    Sarah Perry

    Die Schlange von Essex

     (152)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Sarah Perry hat mit „Die Schlange von Essex“ ein interessantes Buch geschrieben, dass leider etwas hinter meinen Erwartungen zurückblieb. Der Schreibstil ist außergewöhnlich. Die Autorin schreibt sehr bildhaft, leicht poetisch und mit Liebe zum Detail, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch ist der Roman zwar etwas anspruchsvoller zu lesen, aber gerade der Stil hat für mich bei dem Buch viel gerettet, einfach, weil er mal anders ist.

  12. Cover des Buches Das Haus in der Nebelgasse (ISBN: 9783453358850)
    Susanne Goga

    Das Haus in der Nebelgasse

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Fenny

    Mich hatte das Cover zuerst überzeugt, somit griff ich zum Buch. Es fängt die Stimmung, die auch in dem Werk von Frau Goga weitergeführt wird, hervorragend auf.

    Mathilda Gray, eine junge, fortschrittlich denkende Lehrerin arbeitet 1900 in einem Mädcheninternat. Doch die gesellschaftlichen Zwänge fordern einen Drahtseilakt von ihr, will sie doch die ihr anvertrauten Mädchen fortschrittlich und selbstbestimmt erziehen. Nach den Ferien kommt aber gerade eine ihrer vielversprechendsten Schülerinnen nicht zurück, sondern unternimmt wegen schwacher Gesundheit mit ihrem Vormund eine Reise in den Süden Europas. Bald schon schreiben die Zeitungen von einer möglichen Verlobung. Mathilda ahnt, dass das nicht sein kann. Und eine Postkarte der Schülerin eröffnet ihr ein jahrhundertealtes Geheimnis zur Familiengeschichte den Ancrofts und Clelands und zur Zeit der großen Pest in London.

    Um dieses Rätsel zu lösen sucht Mathilda die Hilfe ihrer vorwitzigen Vermieterin, die Groschenromane um eine Abenteurerin schreibt, sowie eines Antiquitätenhändlers und eines Universitätsprofessors. Diese Menschen eröffnen ihr einen ganz neuen Blick auf das alte London! Und eine Stadt unter der Stadt, sowie die zahlreichen darin verborgenen Geheimnisse. Dabei geht es insbesondere um ein Haus, das real existent ist. Das fand ich an diesem Roman so faszinierend. Auch gefiel es mir wirklich gut, die hervorragend recherchierten Einblicke in die Geschichte der Stadt zu bekommen, die auch schon Menschen um 1900 erforschten. 

    Einziger negativer Punkt: Der Anfang ist sehr, sehr zäh. Ich habe wirklich eine Zeit gebraucht, um in den Roman reinzukommen. Das erste Drittel, in dem sich nicht wirklich erschließt, was kommt und was die Begebenheiten der Vergangenheit mit der potentiellen Hochzeit der Schülerin zu tun haben, war wenig spannungsgeladen und zwang nur durch die wirklich gut gestalteten Nebencharaktere zum weiterlesen. Doch dann nahm die Geschichte endlich Fahrt auf und ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Auch Mathilda Gray wuchs mir sehr ans Herz, wie auch ihre Vermieterin. Da ich eine Schwäche für gut geschriebene Nebencharaktere habe, war dieses Buch für mich dahingehend ein Lesevergnügen. Schade war nur, dass der Handlungsstrang um den Antiquar nicht fortgesetzt wurde. Doch das konnte das pikante Geheimnis des Universitätsprofessors wieder wettmachen.

    Ich kann das Buch wirklich empfehlen. Ich hatte Spaß daran, sobald ich das erste zähe Drittel überstanden hatte. Und ich kann nur sagen: Durchhalten lohnt sich. Teilweise war das Ende recht vorhersehbar, dennoch blieb es spannend und wirklich gut und für die beschriebene Zeit authentisch gestaltet.

  13. Cover des Buches Olga (ISBN: 9783257070156)
    Bernhard Schlink

    Olga

     (203)
    Aktuelle Rezension von: lostinbooks

    Leider musste ich das Buch bei der Hälfte abbrechen. Mir persönlich hat das Buch gar nicht gefallen. Es war sehr langweilig und es ist nichts passiert.

    Die Charaktere wurden nur oberflächlich angekratzt, so dass es mir unmöglich war eine Bindung zu den Protagonisten herzustellen. 

    Die Zeitsprünge waren teilweise sehr schnell und unerklärt. Teilweise wusste man nicht in welchem Jahr man sich befand und Charaktere waren plötzlich wieder da, die Kapitel davor weg waren.
    Leider eine Enttäuschung, obwohl die Thematik sehr viel Potential hatte. 

  14. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (991)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Mit "Gottes Werk und Teufels Beitrag" ist John Irving ein Mammutwerk gelungen. Den Personen wird so viel Leben eingehaucht, dass man meinen könnte sie schon ewig zu kennen. Irving baut ungewöhnliche Spannung auf. Nicht wie man sie sonst gewohnt ist, sondern man möchte unbedingt wissen, wie Homer die anstehenden Situationen meistert und man wünscht ihm dabei immer nur das Beste. Unbedingt Lesen!                            

  15. Cover des Buches QualityLand (dunkle Edition) (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (dunkle Edition)

     (754)
    Aktuelle Rezension von: Los_Libros

    Die Handlung des Buches spielt in einer futuristischen Welt, die vielleicht gar nicht so weit von unserer eigenen entfernt ist.

    Marc-Uwe Kling beschreibt eine Welt, die bspw. jeden Wunsch der dort lebenden Menschen kennt und mit sofortiger Wirkung erfüllt. Man lacht zwar über all die verrückten Einfälle, zugleich ist da aber immer dieser Gedanke im Hinterkopf, ob so etwas tatsächlich möglich wäre. Wären wir Menschen mit der umfassenden Überwachung einverstanden, oder ist das möglicherweise bereits ohne unser Wissen geschehen?

    Dieses Buch ist ein Feuerwerk aus absurden Dialogen, skurillen Ideen und abwegigen Plot-Twists. QualityLand war für mich ein großer Spaß und ich würde es eindeutig weiterempfehlen!


  16. Cover des Buches Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung (Sophia 1) (ISBN: 9783864931161)
    Corina Bomann

    Die Farben der Schönheit – Sophias Hoffnung (Sophia 1)

     (252)
    Aktuelle Rezension von: annilittle


    In „Die Farben“ der Schönheit geht es um die junge Chemiestudentin Sophia, die sich auf eine Affäre mit ihrem Dozenten einlässt und ungewollt schwanger wird. Als ihre Eltern dies herausfinden, verstoßen sie sie, ihre einzige Tochter, und Sophia flüchtet kurzer Hand zu ihrer besten Freundin Henny, Tänzerin in einem Berliner Nachtclubetablissement. Als diese die Chance bekommt, in Paris gemeinsam mit Josephine Baker aufzutreten, entschließt sich Sophia, ihre Freundin zu begleiten, damit sie und ihr ungeborenes Kind in der französischen Hauptstadt neu anfangen können. Doch es kommt alles ganz anders, als sie und Henny es sich ausgemalt haben…
    Der Klappentext gibt noch weitere Informationen, aber da dort auch Dinge gelistet sind, die erst ab Seite 300 geschehen, belasse ich es dabei, da ich es nicht mag, wenn dort bereits so weit vorausgeschaut wird.

    Das Cover und den Titel finde ich sehr ansprechend und passend gestaltet. Der Untertitel gibt bereits einen ersten Hinweis darauf, was in dem Roman eines der Hauptthemen sein wird. Das Rosa finde ich auch sehr schön gewählt, wobei es Helena wahrscheinlich hassen würde :D

    Corinna Bomann hat einen sehr angenehmen Schreibstil und das finde ich gerade bei historischen Romanen, die auch gerne mal 1000 Seiten umfassen sehr wichtig. Die Beschreibungen waren für mich sehr lebhaft und ich konnte mir alle Orte vor meinem inneren Auge vorstellen.

    Die Handlung beginnt im Jahre 1926 und dort liefen natürlich viele Dinge anders als heute. Ich denke, dass heutzutage eine ungeplante Schwangerschaft an vielen Orten nicht mehr so ein großes Problem ist, wie es das bei Sophia war, wofür ich als junge Frau sehr dankbar bin. Dementsprechend hatte ich aber auch manchmal etwas Probleme mit unseren Protagonist:innen, da ich sehr viel aufgeklärter und emanzipierter aufgewachsen bin und daher gewisse Dinge auch nicht immer so gut nachvollziehen konnte.

    Sophia mochte ich eigentlich gerne. Sie ist eine kluge, zielstrebige Frau, der die Liebe zum Verhängnis wurde. Über den Dozenten will ich hier gar nichts schreiben, um ehrlich zu sein, habe ich seinen Namen auch schon wieder vergessen, aber da ich kein gutes Haar an ihm lassen würde, lasse ich ihn einfach ganz außen vor.
    In den meisten Situationen habe ich mit Sophia mitgefiebert oder mitgelitten, oft habe ich sie auch für ihre Stärke bewundert. Ab und zu fand ich ihre leichte Dickköpfigkeit dann aber doch auch etwas anstrengend.
    Henny war für mich ein schwieriger Charakter. Anfangs ist sie Sophia eine gute Freundin, doch dann wird sie zunehmend egoistischer und rücksichtsloser, was einer Schwangeren gegenüber nicht mehr gerechtfertigt war.
    Ray fand ich hingegen total klasse: Ehrlich, offen und lustig.
    Helena Rubinstein fand ich sehr beeindruckend, manchmal etwas harsch, aber doch immer gut zu Sophia. Im Gegensatz zur Elisabeth Arden wusste ich bei ihr allerdings nicht, dass sie eine historische Persönlichkeit ist, das hat mir dann noch besser gefallen. Ich bin bei historischen Romanen immer Fan davon, wenn fiktive Charaktere in real historische Kontexte gesetzt werden, sodass diese theoretisch auch damals hätten leben können.

    Abgesehen davon, dass ich ab und an ein wenig genervt war, habe ich noch zwei weitere Kritikpunkte, die letztendlich dafür verantwortlich waren, dass ich das Buch mit vier Sternen bewertet habe: 1. Die Liebesgeschichte. Ich mochte den Love-Interest einfach nicht und noch weniger sein Verhalten gegenüber Sophia. Ich hoffe, dass sie in den Folgebänden auf jemand anderes treffen wird. 2. Das Ende. Kurz vor Schluss gab es noch eine Wendung, mit der ich einerseits nicht gerechnet habe und die ich andererseits auch nicht so toll finde, da ich befürchte, dass sich so der Fokus verschieben wird, dabei fand ich den gerade interessant und hoffe, weiterhin über die Pionirinnen der Kosmetik zu erfahren.

    Fazit: Ein gelungener Auftakt mit ein paar Längen, der viel verspricht und Lust auf die Folgebände macht.


    4/5
  17. Cover des Buches Das Land der verlorenen Träume (ISBN: 9783453267282)
    Caragh O'Brien

    Das Land der verlorenen Träume

     (554)
    Aktuelle Rezension von: Kitty_Catina

    Mit beinahe fünfhundert Seiten war dieser zweite Band der Reihe eines der dickeren Bücher für mich im Juli und doch muss ich sagen, dass ich ziemlich schnell durch die Geschichte hindurch gekommen bin, schneller sogar noch als durch Band eins und dennoch konnte es nicht ganz an diesen heranreichen. Weshalb, erfahrt ihr jetzt.


    Wie schon im Vorgängerband, so ist auch hier der Schreibstil wieder hervorragend, angenehm, flüssig und schnell zu lesen. Er ist bildlich und machte die Geschichte sowie die Charaktere vor meinen Augen lebendig. Er konnte mich absolut packen und mitreißen.


    Dennoch blieb auch hier wieder das Problem, dass sich die Geschichte stückchenweise ein bisschen gezogen hat, nur eben leider auch offensichtlich. So gab es einige Szenen, die meiner Meinung nach hätten gekürzt werden können. Und auch das Thema in diesem Buch ist irgendwie komisch, schon irgendwie angepasst an den ersten Band der Reihe, aber dennoch ganz anders. Zwar ging es wieder um die Kinder und vielerlei biologische Probleme, aber muss es denn immer darum gehen, zumal sich für mich nur zu einem bestimmten Teil ein Zusammenhang zum ersten Band ergeben hat. Und dennoch muss ich zugeben, dass die Geschichte einfach das gewisse Etwas hat. An sich hat sie auch Sinn ergeben, war spannend, teilweise sogar richtig emotional. Ebenso gab es einige interessante und unerwartete Wendungen, die mich echt überrascht haben, die vom Ideenreichtum der Autorin zeugen und echt gut geschrieben waren. Doch dann gab es noch die Liebesgeschichte, die mich diesmal beinahe irre gemacht hat. So richtig wurde mir nicht klar, wer denn nun eigentlich und warum. Aber das war ja noch irgendwie okay, schließlich hat man es hier mit einer sechzehnjährigen Protagonistin zu tun, die sich erst einmal finden muss. Allerdings konnte ich die Beziehung zwischen ihr und Leon nach einer bestimmten Szene einfach nicht mehr ernst nehmen.


    Trotzdem muss ich sagen, dass die Charaktere in diesem Band wieder richtig gut und lebendig geschrieben waren. Vor allem Gaia ist mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen und ich habe sie auch hier wieder super gern begleitet, habe mich über ihre persönliche Entwicklung gefreut und freue mich auch darauf, sie im dritten Band weiter zu begleiten. Leon war mir ein bisschen suspekt, kam mir ein bisschen wie eine teils ungerechte und egozentrische Memme vor. Dafür gab es mit Will und Peter zwei sehr interessante junge Männer, die ich wirklich mochte. Doch auch ansonsten wurden viele neue Charaktere in diesem Band eingeführt, die sehr interessant daher kamen.


    Insgesamt muss ich sagen, dass ich die Geschichte schon mag und ich auch gut durch diesen Band hindurch gekommen bin. Er war unterhaltsam, spannend und interessant konzipiert, hatte aber dennoch hier und da ein paar Mängel, die ich nicht verzeihen kann. 

  18. Cover des Buches Was ich euch nicht erzählte (ISBN: 9783423145992)
    Celeste Ng

    Was ich euch nicht erzählte

     (344)
    Aktuelle Rezension von: Forti

    In Celeste Ngs Romanen (ich habe zuerst "Kleine Feuer überall" gelesen und nun endlich auch ihr Debüt "Was ich euch nicht erzählte") wimmelt es von Problemfeldern. Dabei wird die Autorin beeindruckenderweise allen Themen gleichermaßen gerecht und schafft es zudem, das ganze in einen sehr eingänglichen, gut lesbaren Text umzusetzen. Hier beschäftigt sie sich u.a. mit  Rassismus, fehlender Kommunikation, Geschlechterrollen und übersteigerten Erwartungen an die eigenen Kinder – keine schönen Themen, aber so umgesetzt, dass es bei der Lektüre weder trübsinnig, noch leichtfertig wirkt.

  19. Cover des Buches Elbleuchten (ISBN: 9783499003448)
    Miriam Georg

    Elbleuchten

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Elisa53

    Selten hat mich ein historischer Roman so gefesselt wie dieser.

    Miriam Georg landete mit ihrem Debütroman Ende 2020 sofort auf die Bestsellerlisten und schrieb sich in die Herzen ihrer Leser. Inzwischen liegt auch schon Band 2- Elbstürme - vor sowie der 1. Band einer neuen Reihe um die damalige Auswanderungsstadt Hamburg von wo aus die Schiffe nach Amerika abfuhren.

    In Elbleuchten wird die Geschichte die reichen Reederfamilie Hansen im Jahre 1886 erzählt. Die jüngste Tochter Lily will sich so gar nicht mit den Konventionen dieser Zeit anfreunden und sucht sich immer wieder Wege, um aus der Enge der Villa in der Bellevue auszubrechen.

    Dabei lernt sie durch Zufall Jo, einen Hafenarbeiter, kennen, der im Gängeviertel lebt. Das Gängeviertel ist das Armenhaus Hamburgs. Die Menschen vegetieren dort vor sich hin, leben in bitterster Armut und können von ihrer Arbeit nicht leben. Raub, Drogenhandel und Prostitution sind an der Tagesordnung.

    Durch Jo lernt Lily dieses Viertel und die unsäglichen Zustände dort kennen. Und wie sollte es anders sein, die zwei verlieben sich. Eine Liebe, die natürlich nicht sein darf.

    Ein toller Schmöker, mit Liebe, Intrigen, Familientragödien, aber auch über Mut, Frauenrechte, Bildung, Anfänge der Gewerkschaften usw.

    Miriam Georg hat für dieses Buch umfangreich recherchiert, so dass sich diese Geschichte 1886 in Hamburg tatsächlich so zugetragen haben könnte, auch wenn Lily und Jo nur der Fantasie der Autorin entsprungen sind.

    Ich freue mich sehr auf die weiteren Bücher und würde am liebsten 6 von 5 Sternen für diesen Roman vergeben. 😉



     

  20. Cover des Buches Miss Bensons Reise (ISBN: 9783810522337)
    Rachel Joyce

    Miss Bensons Reise

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Schroeder

    Tatsächlich mein erstes Buch von Rachel Joyce, gelesen dank Netgalleyde (Teile auch gehört mit Deezer).

    Mir war im Vorfeld nichts zu dem Buch bekannt, außer dass es länger auf den Bestsellerlisten war und ich habe es ohne jede Vorkenntnisse/Informationen gelesen.

    Das Buch ist ziemlich speziell. Es sammelt die absolut extremsten Klischees für die meisten der handelnden Personen, biegt und bricht sie, spart auch nicht mit lapidar erzählten Gewalttaten und kleinen Wundern. Die beiden Hauptpersonen sind eine Ansammlung von Klischee, verpfuschten Lebensentwürfen und dem Versuch nahezu gänzlich unvorbereitet etwas zu schaffen, was jedem anderen misslungen ist. Das Drama, das sich im Hintergrund aufbaut, löst gleichzeitig das Problem der ausweglosen Situation und verhindert das schmerzlich erhoffte HappyEnd. Ja, den Showdown nehme ich persönlich übel und der Epilog nebst dem Interview mit den Hauptpersonen kann nur ein Stückweit entschädigen.

    Wer es schafft nicht in den Klischees hängen zu bleiben, sich nicht an über weite Strecken unsympathischen Helden abzuarbeiten und notfalls auf ein HappyEnd verzichten kann - kann hier viel über Käfer lernen und über Freundschaft.

    #Netgalleyde #MissBensonsReise #RachelJoyce #KathrinliebtLesen #Rezension #Bookstagram 

  21. Cover des Buches Spinster Girls – Was ist schon normal? (ISBN: 9783423717977)
    Holly Bourne

    Spinster Girls – Was ist schon normal?

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Alanas_buecher

    💛 Was ist schon normal? 💛


    Dieses Buch war definitiv ein spontan Kauf, weil ich das Cover so schön fand 😍

    Aber das Buch konnte mich echt begeistern! 

    In dem Buch geht es um Evie, die aus gesundheitlichen Gründen Tabletten nehmen muss, ihre beste Freundin weiß von ihrer Krankheit... doch ihre beste Freundin hat nur noch Zeit für ihren Freund. Also lernt Evie neue Freunde kennen, doch die wissen nichts von der Krankheit... wie werden ihre neue Freunde wohl darauf reagieren? 

    Evie versucht ein normales Leben zu führen, so normal wie es halt für sie möglich ist. Doch das fällt ihr nicht immer leicht, da alte Verhaltensmuster wieder auftreten die nichts Gutes verheißen. 

    Das Buch ist in Evies Sicht geschrieben, deshalb hat man direkt eine sehr gute Verbindung zum Charakter und man kann auch sehr gut ihre Gedanken nachvollziehen. Zudem fand ich die "Kapitel" Übersicht sehr angenehm, da vieles auch aus Einträgen bestand die mich an ein Tagebuch erinnernten. Zudem gibt es im Buch dann auch jeweils "Kapitel" die so eine Backstory erzählen, also beispielsweise, warum ihr Lieblingsfilm denn jetzt Edward mit den Scherenhänden ist nachdem sie es ein Kapitel vorher erwähnt hat. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön geschrieben, allerdings wäre eine Triggerwarnung ganz angebracht, da das Buch ein sehr sensibles Thema Anspricht. Ich finde das Buch auch sehr gut für etwas jüngere, die noch keine wirklichen Berührungspunkte mit Feminismus hatten, da das Buch auch viele feministische Themen anspricht, von denen die oder der andere bisher vielleicht noch nichts gehört hat. Also, wenn ich nicht wisst was Misogyn heißt, oder was benevolenter Sexismus ist dann ist das Buch genau das Richtige! 

    Insgesamt kann ich das Buch für zwischendurch sehr empfehlen 💛 

  22. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (ISBN: 9783492071093)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie

     (173)
    Aktuelle Rezension von: KarenAydin

    Worum geht es in dem Roman? Es geht in dem Roman um Elizabeth Zott, die in den 1960er Jahren nach ihrem Chemiestudium in einer außerehelichen Beziehung schwanger wird und eine Kochsendung moderiert, in der Kochen mit Chemie verbunden wird.

     

     

    Achtung es folgen Spoiler!

     

     

     

     

     

     

    Jede Bewertung hängt natürlich immer von der sehr individuellen Lesererwartung ab. Und dies sind meine sehr subjektiven, persönlichen Gedanken zu dem Buch, an das ich vermutlich mit falschen Erwartungen herangetreten bin. Das Buch wurde überall als feministisches Meisterwerk gefeiert. Was ich also erwartet habe? Die Geschichte einer toughen, hochbegabten Naturwissenschaftlerin, die sich durch Qualität und Leistung durchsetzen kann, um an die akademische Spitze zu klettern, deren Forschungen möglicherweise sogar gestohlen werden, die es schafft, allen Mut zu machen, die selbst einen ungewöhnlichen Lebensweg gehen möchten.

    Was das Buch stattdessen ist? Eine flache Erzählung über eine unsympathische Frau, in der die Chemie in meinem Fall nicht nur zwischen Autorin und Leserin nicht stimmt, sondern auch nur in mikroskopisch kleinen Dosen dargereicht wird, die so spannend sind wie das Auswendiglernen des Periodensystems.

    Elizabeth Zott studiert Chemie in den USA in den 1960er Jahren. Über das Studium erfahren wir ebenso wenig wie über ihren familiären Hintergrund (später wird enthüllt, dass ihr Bruder Suizid beging, da er aufgrund seiner Homosexualität von ihrem religiösen Vater nicht akzeptiert wurde. Eine winzige Zutat in dem sonst sehr heteronormativen Roman). Sie ist eine Außenseiterin. Natürlich liegt das nicht an ihrer harsch-hölzernen und humorlosen Art, sondern daran, dass alle Männer ausnahmslos der Auffassung sind, dass eine Frau in den Naturwissenschaften nichts zu suchen haben. Nun könnte man meinen, dass es spannend wird.

    Kurz vor ihrem Abschluss korrigiert sie am späten Abend einige Ergebnisse im Labor (um was es sich genau handelt, weiß man nicht, irgendwie stimmt wohl die Temperatur nicht) und wird prompt vergewaltigt. Huch. Da kann sich die Autorin nicht entscheiden, ob sie gern ein Drama, einen Schicksalsroman oder (wie im Rest des Romans) leichte Frauenlektüre schreiben möchte. Der Polizist nimmt ihre Aussage nicht auf, niemand glaubt ihr -und dem Leser könnte auch der Gedanke kommen, dass hier die Geschichte leicht unglaubwürdig wird, denn Elizabeth steckt das locker weg und den Abschluss auch in ihre Tasche, da diese Tat irgendwie auf keiner Ebene Konsequenzen hat und auch sowieso nicht wieder erwähnt wird. 

    Dann kommt das, was man von einem Frauenroman erwartet (und ich nenne den Roman bewusst einen Frauenroman, feministisch ist er ganz sicher nicht): Als sie eines Tages Bechergläser im Labor eines naturwissenschaftlichen Ausnahmetalents namens Calvin Evans entwendet, ist der Grundstein für die unvermeidliche Liebesgeschichte gelegt. Den Heiratsantrag lehnt sie ab, Romantik ist (gottseidank aber) auch nicht im Spiel.

    Die Chemie zwischen ihnen stimmte also, aber genau - wo bleibt die Chemie (die irgendwo zwischen den Ruderbänken verloren ging)? Und womit befasst sich Elizabeth eigentlich genau?

    Mit Abiogenese. Als ich das las, schossen meine Brauen durch den Haaransatz. Wirklich? Sie beschäftigt sich natürlich mit der Entstehung von Leben. Ein in der Chemie umstrittenes, theoretisches und höchst spekulatives Thema. Was sollte eine Frau auch sonst tun?  Apropos Leben. Zufällig, wie es das Schicksal so will, ist sie schwanger, als ihr Freund durch einen Unfall stirbt. Fortan fristet sie ihr Dasein als alleinerziehende Mutter eines illegitimen Kindes, unterstützt von der Nachbarin Harriet Sloane, die immer die Gelegenheit nutzt, um ihrem entsetzlichen Mann zu entfliehen. Natürlich, denn die Männer sind bis auf den naiven Calvin und einen Reverend Wakely, der wach genug ist, seinen Platz zu kennen, allesamt Arschlöcher. Ach nein, da gibt es ja noch den unbekannten Spender. Doch dazu später.  

    Ob die Tochter in der (Vor-)Schule gemobbt wird, weil sie ein illegitimes Kind ist oder einfach, weil sie mit vier Jahren Forschungsliteratur liest und die Formel zur Äquivalent von Masse und Energie in den Sand schreibt, wird irgendwie auch nicht deutlich. Habe ich schon erwähnt, dass zwischendurch auch immer wieder ein denkender Hund die Situation aus seiner Sicht bewertet? Falls nicht, habe ich wohl erfolglos versucht, dies zu verdrängen.

    Wo bleibt die Chemie? Ach so, sie kocht Kaffee im Erlenmeyer-Kolben.

    Ansonsten ist die beste Mutter aller Zeiten, die sich hingebungsvoll der Erziehung und Bildung der Tochter widmet, die natürlich kein Wunderkind ist. Es ist alles eine Frage der Beschäftigung mit dem Kind – und der richtigen Ernährung. Während der völlig vertrottelte alleinerziehende Vater einer Mitschülerin von Mad seiner Tochter versehentlich Tacker und Champagnertrüffel zum Essen einpackt, kocht sie gesund und nachhaltig und nahrhaft. So ist das, wenn Männer versuchen, Kinder zu erziehen. Hat der Mann überhaupt eine Funktion? Natürlich, er arbeitet bei einem Sender und bietet ihr an, eine Kochsendung zu moderieren. Die hölzerne Heldin wird hier also von einem Mann aus der finanziellen Misere gerettet. Kochen ist Chemie. Ah, hier kommt die Chemie also ins Spiel?

    Ja, sie weigert sich Salz zu NaCl zu sagen und Wasser zu H20. Ansonsten erfahre ich eigentlich recht wenig über Kochen und Chemie. Stattdessen erfahre ich, dass es wichtig ist, gesunde und ausgewogene Mahlzeiten zu kochen, dass verarbeitetes Essen giftig ist (eine Suppendose fliegt vor laufender Kamera in den Müll, weil sie den Sinn von Sponsoring nicht begreifen kann und auch keine sinnvollen Gegenvorschläge macht, ihre Haltung ist insgesamt ablehnend, aber unkonstruktiv), natürlich ist sie eine Ikone des Clean Eating lange vor der Zeit. Wie alle Frauen.

    Ach so, zwischendurch stellt eine hochbegabte Quasi-Medizinerin aus dem Publikum, die allerdings Hausfrau ist, eine so komplexe Frage, dass Elizabeth ihr rät, sofort Medizin zu studieren. Wie sie das finanziert? Das ist ebenso unklar, wie Elizabeth eigener finanzieller Hintergrund - die Autorin scheint da genauso naiv wie die Protagonistin - und vergisst, dass Chancen und Möglichkeiten zu einem großen Teil eben vom Geld abhängen.  

    Als sie die Kochsendung hinwirft, bekommt sie keinen Job. Doch, dann schon. Wodurch? Durch Forschungen, Publikationen, harte Arbeit? Oh nein, natürlich nicht. Mir schwante das Ende schon nach der Hälfte des Buches und am Ende musste ich tatsächlich zu einem Taschentuch greifen. Um meine Lachtränen aufzufangen, da hier noch einmal die gesamte Klischeekiste ausgepackt wurde.

     

    Ist es ein Roman über eine starke Frau? Nein, im Grunde forscht sie zu Beginn renitent an einem wirtschaftlich nicht rentablen Thema, über das wir herrlich wenig erfahren, wird schwanger und muss zweimal finanziell gerettet werden. Dass ihre Forschungen überhaupt gefördert wurden, lag an... nein... das Ende werde ich hier nicht verraten. 

    Was macht sie stark? Sie will nicht. Will nicht über was anderes forschen. Will nicht heiraten. Will nicht anerkennen, dass Fernsehen auch kommerzielle Aspekte hat. Konstruktiv ist was anderes. 

    Eine Heldin wird nicht zu einer guten Heldin, weil alle anderen um sie herum böse, schwach oder vertrottelt sind. 

    Ist der Roman literarisch ansprechend?  Ja, er ist flott geschrieben, keine Frage. Die Erzählperspektive ist unausgegoren und beliebig, der Plot unglaubwürdig, die Dialoge flach, die Figuren reine Karikaturen, der einzige Philosoph der Hund, mit dem ich allerdings auch nicht warm wurde.

     

     

  23. Cover des Buches Die Teehändlerin (ISBN: 9783596706037)
    Susanne Popp

    Die Teehändlerin

     (176)
    Aktuelle Rezension von: Leiraya

    Tee trinke ich spätestens seit meiner Zeit in England sehr gerne. Der Name Ronnefeldt war mir jedoch bis zur Lektüre der beiden bisher erschienen Bänder der Ronnefeldt-Saga kein Begriff. Umso mehr freut es mich, durch die Bücher mehr von der Firma und ihren Anfängen erfahren zu haben.

    Der erste Band dreht sich hauptsächlich um Friedrike Ronnefeldt, der Frau von Tobias Ronnefeldt, der in Frankfurt einen kleinen Teeladen betreibt. Die Geschichte beginnt 1838 als Tobias zu einer langen Reise nach China aufbricht, um mehr über den Teeanbau zu erfahren. Dass dieser ein damals gut gehütetes Geheimnis war, war mir nicht bewusst und ich fand die Schilderungen der Reise daher sehr interessant. Auch dass Tobias Tee in Deutschland anbauen wollte, ist mit heutigem Wissen zwar amüsant, war auf der anderen Seite aber spannend, um die damalige Denkweise besser nachvollziehen zu können. In Tobias' Abwesenheit gelingt es Friederike, den Teeladen nach ihren Ideen zu gestalten. Auch das fand ich im Hinblick auf die Rolle der Frau sehr erhellend, zeigt es doch, wie schwierig es auch von rechtlich-formaler Seite es für Frauen damals war, sich zu verwirklichen. 

    Insgesamt hat mich der Roman sehr angenehm unterhalten und mir neue Einblicke in das Leben zur damaligen Zeit gegeben. Susanne Popps Schreibstil hat dazu auch maßgeblich beigetragen. Wer historische Romane mag, hat sicher Freude an der Ronnefeldt-Saga. Mir hat persönlich der erste Band besser gefallen als der zweite, der hauptsächlich die Kinder von Friederike und Tobias im Fokus hat. Ein prima Roman zur Unterhaltung und um ein wenig über Tee sowie deutsche Geschichte zu erfahren.

  24. Cover des Buches Die Winterrose (ISBN: 9783492252812)
    Jennifer Donnelly

    Die Winterrose

     (488)
    Aktuelle Rezension von: liebesleser

    Was Dramatik, Spannung, Emotion und Leidenschaft angeht, hat Donnelly hier alle Register gezogen. Ich würde diesen Roman definitiv als Meisterwerk der gehobenen Unterhaltungsliteratur bezeichnen. Die Story zieht einen von der ersten Seite an in ihren Bann und lässt einen über 800 Seiten nicht mehr los. Mehrere Erzählstränge werden nach und nach ineinander verwoben, jeder für sich schon voller überraschender Wendungen und Entwicklungen. Sie laufen auf ein großartiges Finale hinaus, erschütternd, mitreißend, aufwühlend. Glücklich, ja, aber mit Narben, Verlust und auch bitteren Erkenntnissen.
    Das Buch lebt von der Handlung und ihrem Fortschreiten. Die zahlreichen Figuren werden aufgrund ihrer Erlebnisse und Aktionen lebendig und fühlbar, lange Beschreibungen sind gar nicht nötig. Dasselbe gilt auch für den historischen Hintergrund, dem London Anfang des 20. Jahrhunderts, das vor allem von zwei Seiten beleuchtet wird, die in der Person India Jones‘ aufeinander treffen: die Welt der Oberschicht und die Armut der Massen in den Elendsvierteln. In diesen Welten und zwischen diesen Welten entfaltet sich die Handlung, in die auch Politik, Kriminalität und Handel hineinspielen: es gibt Verbrechen und Intrigen, Familienstrukturen voller Konfliktpotenzial und Tragik, es gibt Kampf, Aufopferung und nicht zuletzt Liebe - Zutaten, die höchsten Lesegenuss bieten.

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