Bücher mit dem Tag "emanzipation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "emanzipation" gekennzeichnet haben.

441 Bücher

  1. Cover des Buches Caraval (ISBN: 9783492708210)
    Stephanie Garber

    Caraval

    (1.152)
    Aktuelle Rezension von: queeni

    Worum geht es?

    Scarlett und ihre Schwester Tella legen auf der Insel Trisda. Dort werden sie tyrannisiert und kontrolliert von ihrem Vater. Eines Tages erhaltende Schwestern die Chance am legendäre Spiel Caravan teilzunehmen. Gemeinsam mit Julian fliehen sie von ihrem Vater und lassen die Insel hinter sich. Auf der Privatinsel des mysteriösen Spielmasters Legend ist jedoch nichts wie es scheint. Alles ist nur Teil des Spiels, alles ist nur Illusion, oder etwa doch nicht? Scarlett muss sich dem stellen und herausfinden, was ist real und was nicht? Und wie kann sie das Spiel gewinnen ohne dabei verrückt zu werden? 


    - Achtung Spoiler möglich - 

    Caraval ist für mich ein absolutes Highlight. Ich war gefesselt von dieser Geschichte rund um die Geschwister und Julian. Ich hab gelacht und gelitten mit ihnen und auch ich habe mich an der Nase rumführen lassen. Bis zum Schluss war ich von den Illusionen geblendet und habe mich täusche lassen. Dieses Buch hat mich so unglaublich gut unterhalten, ich konnte es so schwer aus der Hand legen. Ich war am Ende sogar richtig traurig, dass es vorbei war. Der Magievibe, das Magische und die farbefrohe Erzählweise fand ich wirklich so schön. Dass es am Ende im nächsten Teil um andere Personen geht, hat mich etwas enttäuscht, muss ich ehrlich sein und ich bin sehr gespannt ob Teil zwei dann überhaupt an Teil eins rankommen kann. 

  2. Cover des Buches Der Report der Magd (ISBN: 9783492303279)
    Margaret Atwood

    Der Report der Magd

    (863)
    Aktuelle Rezension von: Tabg

    Obwohl dieses Buch bereits in den 80ern geschrieben wurde, fühlt es sich erschreckend real an. Es ist kaum zu ertragen, wie ein Staat Frauen nach und nach ihre Würde, ihre Rechte und ihre Freiheit nimmt. Frauen werden nicht mehr als Menschen gesehen, sondern nur noch als Mittel zum Zweck – als Gebärmaschinen.


    Die Mägde leben in ständiger Angst, ohne Stimme, ohne Selbstbestimmung. Doch auch die Ehefrauen sind Gefangene dieses grausamen Systems. Niemand ist wirklich frei. Jeder wird kontrolliert, überwacht und benutzt.


    Diese Geschichte ist zutiefst traurig, wütend machend und bewegend zugleich. Sie lässt einen nicht los und zwingt zum Nachdenken über unsere Welt – heute mehr denn je.


  3. Cover des Buches Jane Eyre (ISBN: 9783966375146)
    Charlotte Brontë

    Jane Eyre

    (1.411)
    Aktuelle Rezension von: calidocreates

    Jane Eyre beeindruckt mit gesellschaftskritischen Botschaften und einer mutigen Protagonistin, die sich gegen die Konventionen ihrer Zeit stellt, konnte mich aber nicht komplett abholen. Dennoch verdient das Werk Anerkennung für seine kritische Auseinandersetzung mit sozialen Ungerechtigkeiten und der Rolle der Frau in einer patriarchalen Gesellschaft. Ein guter Roman, der jedoch nicht zu den persönlichen Favoriten zählt.

  4. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499013218)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

    (2.977)
    Aktuelle Rezension von: Feather

    Ich habe schon länger gehört, dass viele Leute Tschick einmal im Leben gelesen haben und es auch inspirierend genug ist, dass man es gerne als Schullektüre nimmt. Für mich unverständlich.

    Das ganze Buch hat sich leider gezogen und gezogen und das lag vor allem an den Charakteren. Ich habe nichts gegen Figuren, die herausstechen und anders sind, aber Tschick ist wirklich ein Negativbeispiel, wenn es um die Einführung solcher Charaktere geht. Ich konnte mich nicht mit ihnen anfreunden und sie haben mich ab einem bestimmten Punkt nur noch genervt mit ihren völlig hirnrissigen Entscheidungen.

    Dass diese Entscheidungen dann immer zu vollkommen wirren Nebenplots wurden, war auch keine Besserung und so hatte ich das Gefühl in einem nicht enden wollenden Traum gefangen zu sein, wo nichts irgendeinen Sinn ergab.

    Den Schreibstil habe ich als zäh und relativ einfach empfunden und er hat in Kombination mit Figuren und Plot nichts Positives beitragen können. Für mich leider ein absoluter Flop und das Buch würde ich nicht empfehlen.

  5. Cover des Buches Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe) (ISBN: 9783492076005)
    Bonnie Garmus

    Eine Frage der Chemie (Schmuckausgabe)

    (741)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    So eine spannende, intensive, emotionale und starke Geschichte.
    Elisabeth Zott wurde so gut beschrieben, dass ich dachte, es wären wahre Begebenheiten und Elisabeth Zott hätte gelebt. Meine Recherche zeigte, dass Elisabeth Zott ausgedacht war. Eine perfekte Charakterentwicklung also.
     In der Zeit um 1961 hätte es Elisabeth als Frau, die nicht ganz so weiblich ist, manchmal etwas verrückte Ideen hat und eine absolute Liebe für die Chemie und die Wissenschaft hat, bestimmt nicht so einfach im Leben gehabt, was perfekt in diesem Buch dargestellt wird. Sie stellt aber auch eine starke, eher aus Versehen feministische Persönlichkeit dar. Eine starke, interessante Protagonistin. Die anderen Charaktere fand ich ebenfalls sehr gut dargestellt. Besonders ihr Hund Halb 7 und ihre Tochter Mad haben mir sehr gefallen. 

    Es war so emotional, dass ich teilweise beim Hören Rotz und Wasser heulen musste, mit Elisabeth Wut empfunden habe und ihre kämpferische Natur nachempfinden konnte.

    Das Hörbuch an sich ist auch sehr gut produziert und perfekt von Luise Helm eingesprochen worden. 

    Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. 

  6. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518473863)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

    (681)
    Aktuelle Rezension von: Zams

    Ich bin unglaublich beeindruckt von Elena Ferrantes Art, Charaktere zu schreiben, außerdem ein großes Lob an die Arbeit der Übersetzerin, die es mir ermöglicht hat, das Buch in dieser Qualität zu lesen.

    Ich hab mich gefühlt, als stünde ich mit den Mädchen in den heißen Straßen Neapels, ich verstand ihre Beweggründe und die historische sowie gesellschaftliche Situation der Charaktere, alles machte Sinn und zog mich in den Bann dieses Buches, ich kanns kaum erwarten, den Rest der Serie in die Finger zu kriegen.

  7. Cover des Buches Eleanor & Park (ISBN: 9783423626392)
    Rainbow Rowell

    Eleanor & Park

    (1.181)
    Aktuelle Rezension von: bibliophilara

    Mit ein bisschen Verspätung ist endlich der Frühling auch meteorologisch bei uns angekommen, und das heißt auch immer: Zeit für Frühlingsgefühle! Deswegen hatte ich Lust auf eine luftig-leichte Liebesgeschichte. Vor einigen Jahren habe ich in meiner Lieblingsbuchhandlung einen Jugendroman gekauft, der genau das bietet, wonach ich gerade gesucht habe. „Eleanor & Park“ ist der Debütroman von Rainbow Rowell aus dem Jahr 2015, der schnell Erfolge verbuchen konnte. 2016 wurde das Buch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, und auch der Gott der Jugendliteratur selbst, John Green, äußerte sich in so hohen Tönen über „Eleanor & Park“, dass diese prompt auf das Cover gedruckt wurden: „Dieser großartige Roman erinnert mich nicht nur daran, wie es ist, jung und verliebt in ein Mädchen zu sein, sondern auch daran, wie es ist, jung und verliebt in ein Buch zu sein.“ Eine Lobeshymne von John Green ist quasi ein Ritterschlag. Inzwischen wird Rainbow Rowell aber auch oft mit Green in einem Atemzug genannt, und ist häufig die empfohlene Alternative für jene, die die überschaubaren Werke von Green schon kennen und lieben. 

    Der 16-jährige Park Sheridan lebt im Jahr 1986 mit seinem US-amerikanischen Vater, seiner koreanischen Mutter und seinem jüngeren Bruder Josh in Omaha im US-amerikanischen Bundesstaat Nebraska. Er fährt mit dem Schulbus zur Schule, wo Jeder seinen festen Sitzplatz hat. Der Platz neben ihm war bisher frei, worüber er ganz froh war. Nun gibt es jedoch ein neues Mädchen in seinem Jahrgang, das gezwungenermaßen den freien Platz einnimmt. Dass das der Beginn einer Liebesgeschichte ist, kann sich Park beim besten Willen nicht vorstellen.
    Nachdem die gleichaltrige Eleanor Douglas nach einem Jahr Reißaus wieder in die prekären Verhältnisse ihres Elternhauses zurückkehrt, muss sie dadurch auch die Schule wechseln. Schon am ersten Schultag bekommt sie die Ablehnung ihrer Mitschüler deutlich zu spüren und landet notgedrungen neben einem kleinen, schmächtigen Jungen im Schulbus. Dass dieser Junge Park heißt und dass die Beiden mehr gemeinsam haben, als sie denkt, ahnt auch sie noch nicht. 

    „Er versuchte nicht mehr, sie zurückzuholen.“, ist der erste Satz des Prologs, welcher ein klassisches Beispiel für eine epische Vorausdeutung ist, also hier am Anfang des Romans steht, aber eine Vorwegnahme des Ausgangs der Geschichte ist. Mit insgesamt annähernd 450 Seiten und 58 Kapiteln sind letztere recht kurz gehalten. Park und Eleanor wechseln sich als personale Erzähler im Präteritum ab, manchmal auch innerhalb der Kapitel. Der Handlungszeitraum beginnt im August 1986 und spielt etwa bis zum Ende des Schuljahres 1987.

    Als Erstes lernt der Leser den männlichen Protagonisten Park Sheridan kennen. Er ist ein verhältnismäßig kleiner, schlanker Junge mit grünen Augen, den seine Mitschüler aufgrund seiner koreanischen Mutter als Asiaten bezeichnen. Gelegentlich hat er mit Rassismus zu tun, so wird seine Mutter von einem Schüler fälschlicherweise als Chinesin bezeichnet oder es wird ihm nachgesagt aus dem Dschungel zu kommen, weil die Szenerie in einem Film über den Vietnamkrieg im Dschungel spielte. Sogar Parks Bruder Josh ist inzwischen größer als er, weshalb er Schwierigkeiten hat, gegen ihn im Taekwondo anzukommen. Auch in der Schule gegen den Rüpel Steve hat Park es deshalb nicht leicht, weshalb er eher ein zurückhaltender und schüchterner Schüler ist, der gerne Musik hört oder mit seinem Freund Cal abhängt.

    Eleanor Douglas hat dagegen einen ganz anderen Hintergrund. Sie lebt seit Kurzem wieder bei ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und ihren vier jüngeren Geschwistern, beziehungsweise Halbgeschwistern, in einem sehr kleinen Haus, sodass sie sich ihr Zimmer mit all ihren Geschwistern teilen muss. Das Zimmer ist klein und so beengt, dass nicht einmal jeder ein Bett für sich alleine hat. Das einzige Badezimmer hat keine Tür, weshalb ein behelfsmäßiges Laken über den Türrahmen gespannt wurde. Eleanors Verhältnis zu ihrem Stiefvater ist sehr schlecht, da dieser aggressiv und gewalttätig ist. Eleanor hat dunkelbraune Augen, einen roten Lockenschopf und Sommersprossen. Sie ist ein durchschnittlich großes, aber pummeliges Mädchen, das aufgrund der finanziellen Not ihrer Familie kaum Kleidung besitzt. Mit zu großen Hemden, geflickten oder löchrigen Hosen oder einer Krawatte, mit der sie sich die Haare zusammen bindet, fällt sie unfreiwilligerweise auf wie ein bunter Hund. Als 16-Jährige ist sie gerade mitten in der Pubertät, hat aber zuhause keinerlei Rückzugsorte oder Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentfaltung. In der Schule ist sie den Schikanen ihrer Mitschülerinnen ausgeliefert. Kurzum, Eleanor ist eine bemitleidenswerte Figur. Dennoch fiel es mir zwischendurch schwer, mit ihr zu sympathisieren. Vermutlich aufgrund ihrer sozialen Herkunft igelt sie sich stark ein und wirkt gerade auf Unbekannte abweisend und widersprüchlich. Dies ist zwar der Tatsache verschuldet, dass sie auf sich alleine gestellt ist und kaum Rückhalt aus ihrem familiären Umfeld bekommt, es macht sie jedoch auch zu einem zwiespältigen Charakter.

    Insgesamt fand ich es großartig, dass Rowell versucht neben der ersten großen Liebe auch noch ernste Themen wie Armut, Alkoholismus, Rassismus, häusliche Gewalt und Mobbing unterzubringen. Allgemein gelingt dies auch sehr gut, allerdings gibt es gerade in puncto Armut einen Aspekt, den ich Rowell nicht abkaufen kann. Dass Eleanor mit erschreckender Mittellosigkeit groß wird, wird regelmäßig deutlich. Sie besitzt keine Jacke und das Essen, das ihre Mutter kocht, besteht häufig aus Resten wie Reis und Ei oder belegtem Toastbrot, während ihr Stiefvater ein Steak aufgetischt bekommt. Im zwölften Kapitel erzählt Eleanor aber, dass es in ihrem Haushalt „kein Telefon, keine Waschmaschine, keine Zahnbürste“ gäbe. Eleanor müsse sich deswegen die Zähne mit Salz schrubben. Aber ganz ehrlich, es kann einfach nicht sein, dass vom Haushaltsgeld eine siebenköpfige Familie plus ein Hund und eine Katze durchgefüttert werden können, wobei der Stiefvater sogar noch sein Steak erhält, während für Zahnbürsten, die schätzungsweise ein Dollar das Stück kosten, kein Geld übrig ist. Vielleicht wollte Rowell auf Teufel komm raus die Armut dieser Menschen darstellen, hat dabei aber den Realitätsbezug verloren. Oder wer auch immer in der Familie Douglas für die Ausgaben verantwortlich ist, kann nicht haushalten, und macht die Familie ärmer als sie ist.

    Rowell verwendet eine einfache Sprache, die sich an den Jugendslang anbiedert und nicht vor Umgangssprache wie „Wichser“, „Schlampe“ oder „Arschloch“ zurückschreckt. Gleichzeitig beweist sie aber auch, dass eine schlichte Sprache nicht gleich ein schlichter Stil bedeutet. Der Schreibstil ist zwischendurch humorvoll, aber vor allem die zarten Annäherungsversuche zwischen Eleanor und Park sind zauberhaft fein, kreativ und doch so unverkennbar, dass sich jeder Leser darin wiederfinden kann. Die aufkeimenden Emotionen zwischen den beiden Jugendlichen sind so wunderschön, ohne jemals kitschig oder klischeehaft zu werden. Auch das Tempo ist sehr gut gewählt, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Dennoch blitzt gelegentlich durch, dass dies Rowells Debütroman ist, da es stilistisch noch nicht ganz ausgefeilt ist und ich leider einen fachlichen Fehler gefunden habe. In Kapitel 42 erzählt Eleanor: „seine Augen waren so grün, dass sie Kohlensäure in Sauerstoff hätten umwandeln können.“ Moment mal, Kohlensäure? Worauf Eleanor hier anspielt, ist höchstwahrscheinlich die Photosynthese, Stichwort „grün“. Dabei wird aber, wie man im Biologieunterricht lernt, Kohlenstoffdioxid (CO2) in Sauerstoff (O2) umgewandelt. Kohlensäure dagegen hat die Summenformel H2CO3 und spielt bei der Photosynthese überhaupt keine Rolle. Vielleicht ist dieser Fehler auch erst bei der Übersetzung entstanden. Jedenfalls ist es schade, dass jemand hier nicht einfach noch einmal nachgeschlagen hat.

    Etwas, das quasi die Quintessenz von „Eleanor & Park“ ist, sind die zahllosen subkulturellen Anspielungen an die 1970er und 80er-Jahre. Seien es Comics, Musik, Filme oder gar Literatur und Lyrik. Während der gemeinsamen Busfahrt haben Eleanor und Park fast täglich Zeit sich über gemeinsame Interessen auszutauschen. Viele der Referenzen waren mir bekannt, seien es Bands wie „Joy Division“, „The Beatles“, „U2“ oder Comics wie „Batman“, „Fantastic Four“ oder „Watchmen“. Andere Anspielungen waren mir dagegen gar nicht bekannt, weil ich erstens ein Kind der 1990er bin und zweitens die US-amerikanische Subkultur doch manchmal Unterschiede zu der Mitteleuropas aufweist. So musste ich erst einmal recherchieren, was es mit „XTC“, „Skinny Puppy“ oder „Echo & The Bunnymen“ auf sich hat. Einerseits finde ich es ganz cool, beim Lesen nebenbei noch dazuzulernen, andererseits waren die unbekannten Referenzen manchmal zu viel des Guten, weil ich das Buch immer wieder zur Seite legen musste, um zu recherchieren, damit ich den Hintergrund der Geschichte besser verstehe, auch wenn das den Lesefluss oft unterbrochen hat.

    Das Ende ist im Grunde genommen wie das gesamte Buch. Es folgt nicht dem klassischen Handlungsstrang und so wird auch der Abschluss nicht den Erwartungen jener Leser gerecht, die ein 08/15-Ende suchen. Doch gerade wegen seiner Bittersüße hat sich „Eleanor & Park“ einen Platz in meinem Herzen erschlichen. 

    „Eleanor & Park“ von Rainbow Rowell ist eine wirklich liebenswürdige Geschichte über die erste große Liebe zweier 16-Jähriger im Jahr 1986. Sie hebt sich in vielerlei Hinsicht von typischen Liebesromanen für Jugendliche ab und ist eine schöne Frühlingslektüre. Mir wird das Jugendbuch zwar in positiver Erinnerung bleiben, es ist aber nicht ganz makellos. Eleanor ist als Protagonistin manchmal schwierig, der Stil ist noch nicht perfekt und die vielen Referenzen sind für Jugendliche heutzutage wahrscheinlich nicht mehr verständlich. Auch, dass Eleanor anfangs keine Zahnbürste hat, oder der fachliche Fehler bezüglich der Photosynthese, sind relativ kleine Kritikpunkte, die in ihrer Summe aber ins Gewicht fallen. Deshalb kann ich „Eleanor & Park“ aus dem Jahr 2015 nicht mehr als drei von fünf Federn geben. Doch gerade für die Zielgruppe, Jugendliche zwischen 14-18 Jahren, ist dieser Liebesroman aus vielen Gründen empfehlenswert.

  8. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596520701)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

    (1.271)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    Nachdem ich „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini vor längerer Zeit gelesen und geliebt habe, wollte ich natürlich unbedingt auch das nachfolgende Buch „ Tausend strahlende Sonnen“ des Autor‘s lesen.


    Wie erwartet, ist das Buch keine leichte Kost. Deshalb stand es wahrscheinlich auch so lange Zeit ungelesen im Regal.

    Es geht um 2 starke Frauen, die in ihrem Leben so unendlich viel Furchtbares erleben müssen und trotzdem immer weiter machen. Da ist zunächst einmal Mariam, die als uneheliches Kind schon einen schweren Start ins Leben hat. Sie wird zwangsverheiratet mit Raschid, einem 30 Jahre älteren Schuster. Alleine schon diese furchtbare Ehe und die Machtlosigkeit der afghanischen Frauen in dieser patriarchalischen Gesellschaft machen wütend und traurig. 

    Laila wächst dagegen in Kabul bei einer liebevollen Familie auf, doch Krieg und Bombardierungen erschüttern auch ihr Leben. Die Wege der beiden Frauen kreuzen sich, als Leila mit 14 Jahren ihre Eltern durch einen Bombenanschlag verliert. Nachbar Raschid nimmt Laila zwar auf, aber das hat einen Preis. Mariam muss sie als Zweitfrau ertragen und macht Laila das Leben zunächst zusätzlich schwer. Nach anfänglicher Feindschaft raufen sich die beiden Frauen dann aber zusammen und entwickeln  eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft. 

    Während ein Regime zum Nächsten wechselt,  wird die Situation für die Frauen in  Afghanistan immer schlimmer. Wir verfolgen etwa 30 Jahre der geschichtlichen Entwicklung des Landes, beginnend in den 80er Jahren bis zu den Anschlägen vom 11.September mit der anschließenden Intervention der USA in Afghanistan. Es ist unfassbar, was die Menschen haben aushalten müssen, insbesondere über das Schicksal der Frauen zu lesen, war manchmal kaum auszuhalten.

    Khaled Hosseini ist ein hervorragender Geschichtenerzähler, dem es gelingt die afghanische Geschichte aus Sicht zweier Frauen in einer frauenfeindlichen Welt zu erzählen, die aber nie aufgeben und ihr Schicksal irgendwann in die eigene Hand nehmen.

    Großartig!

  9. Cover des Buches QualityLand (QualityLand 1) (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (QualityLand 1)

    (879)
    Aktuelle Rezension von: Christoph_Schade

    „QualityLand“ fühlt sich an wie ein Spiegel, den man uns viel zu lange nicht vorhalten wollte, und plötzlich steht er da, poliert bis zur Perfektion und gnadenlos ehrlich. Marc-Uwe Kling beschreibt eine Zukunft, die so überzogen wirkt, dass man lachen muss, und gleichzeitig so nah an unserem Alltag klebt, dass das Lachen im Hals stecken bleibt. Die digital optimierte Welt, in der Algorithmen alles besser wissen sollen als wir selbst, zieht einen sofort hinein, weil sie eben nicht nur Zukunft ist, sondern ein logisch weitergedachter Kommentar auf unsere Gegenwart.

    Kling schreibt pointiert, komisch, hellwach, und zwischen den satirischen Spitzen leuchtet eine fast tragische Wahrheit auf: dass wir längst in einer Vorversion von QualityLand leben und uns kaum fragen, welche Entscheidungen wir abgegeben haben – freiwillig, bequem, fast beiläufig. Sein Humor funktioniert wie ein Tranquilizer, der uns erlaubt, Dinge auszuhalten, die eigentlich weh tun müssten.

    Ein Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch entlarvt; der zeigt, wie dünn die Grenze ist zwischen digitalem Komfort und dem Verlust von Selbstbestimmung. Und genau deshalb wirkt er noch lange nach, auch wenn das Buch längst zugeklappt ist.

  10. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

    (948)
    Aktuelle Rezension von: Meazostro

    Hermann Hesse schätze ich sehr, als Mensch aber auch als Autor. Es überrascht mich dabei immer wieder aufs neue, wie er seinen Schreibstiel den inhaltlichen Gegebenheiten eines Buches anpasst, ohne dabei etwas von seiner einfachen und stringenten Sprache einzubüßen, die sich sehr flüssig lesen lässt. Siddharta ist nur ein kleines Büchlein, aber das weltweit erfolgreichste und bekannteste Werk von Hesse, worin er seine eigene Auseinandersetzung mit den buddhistischen Lehren verarbeitet und aus westlicher Perspektive einen Lebensweg auf der Suche nach Erleuchtung und dem Sinn des Lebens nachzeichnet. Eine durchgehende Thematik bleibt dabei auch die eigene Erfahrungswelt von Siddharta, dem Hauptcharakter, der sich in verschiedene Situationen begibt um nicht in der Theorie zu verbleiben und seine eigenen Lehren aus der Praxis zu ziehen. Dabei zeigt er sich als allzu menschlich, indem er immer wieder in Sackgassen gerät oder Fehler aus der Vergangenheit wiederholt die er selbst zuvor verurteilte. Dies weißt wiederum auf Hesses eigene Verarbeitung der buddhistischen Lehre hin, da er damit den klassischen Erleuchtungsweg konterkarikiert. Was sich philosophisch hochtrabend anmutet ist die Idee, die aufgrund des inhaltlichen Fokussierens der Erlebniswelt sprachlich treffend auf eine poetische Erzählweise setzt und welche zum Prüfstein der Geschichte wird. So gilt Siddharta gemeinhin als Hesses "schönstes" Werk.
    Gerade das war mir aber zu wenig, vielleicht hatte ich aufgrund des ihm vorauseilenden Rufes eine zu hohe Erwartung an das Buch. Aber die bloße Ästhetik kann mich nicht davon überzeugen, dass Siddharta ein besonders kluger, reflektierter oder besonnener Mann wäre, wenn er erst nach dem jahrelangen verharren in eine Situation mal über seine eigene Stellung darin nachdenkt. Ich würde sagen, wenn dass kleine Büchlein das Leben des Siddharta in seinen größten Teilen darstellt, hat der Mann recht wenig gedacht und recht wenig erlebt. Als ein Erfahrungsreicher Weiser präsentiert er sich jedoch den anderen Charakteren, was ihn für mich über fast die gesamte Strecke zum absoluten Unsymphat gemacht hat. So kam leider auch von der weltlichen Schönheit und der glaubhaften Erfahrungsreise dann doch recht wenig bei mir an. Froh über die Anregungen sei der, der in dem Werk Hesses mehr finden kann als ich, denn es ist zumindest theoretisch ein Meilenstein deutscher Literatur.

  11. Cover des Buches Vielleicht mag ich dich morgen (ISBN: 9783426516478)
    Mhairi McFarlane

    Vielleicht mag ich dich morgen

    (732)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover ist modern, verspielt und transportiert sofort die leichte Romantik und den britischen Charme, der auch die Geschichte prägt – ein echter Hingucker, der perfekt zum Ton des Romans passt.

    Die Protagonistin ist herrlich authentisch, schlagfertig und emotional greifbar, während der männliche Gegenpart mit Tiefe, Wärme und genau der richtigen Portion Zurückhaltung überzeugt; ihre Dynamik wirkt natürlich und entwickelt sich glaubwürdig und berührend.

    Die Nebenfiguren sind liebevoll ausgearbeitet, bringen Humor, Konflikte und Herz in die Geschichte und geben der Handlung zusätzliche Tiefe, ohne jemals von der Hauptstory abzulenken.

    Mhairi McFarlanes humorvoller, kluger Schreibstil trifft auf ein lebendiges, britisches Setting, das der Geschichte Charme, Wärme und emotionale Erdung verleiht.

    Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!

  12. Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)
    Donna W. Cross

    Die Päpstin

    (4.398)
    Aktuelle Rezension von: Marceline

    Zur historischen Genauigkeit: Mir ist bewusst, dass nicht alles so war, wie in dem Buch. Ich betrachte es eher als eine sehr gute und inspirierende Geschichte einer starken Frau, von ihrer Geburt bis zu ihrem Tod. Dabei geht es mir gar nicht darum, ob die Welt in der Vergangenheit wirklich so ar***ig gegen Frauen war, sondern

    dass es in diesem Buch so ist. In diesem Buch, dass in einer fiktiven Vergangenheit spielt, ist die ganze Welt gegen eine gelehrte Frau. Und in dieser Welt ist Johanna eine unglaublich beeindruckende Frau mit einem unglaublich beeindruckenden Leben.
    mich liebe ihre Geschichte, ich liebe ihre Gedankengänge, ich liebe ihre Schlagfertigkeit und ich liebe ihre Liebe zum Wissen.
    Eine Geschichte, die mich im Herzen berührt und die ich immer wieder gerne lese. 

  13. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783150204085)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

    (407)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Im südenglischen Landgut Netherfield führt die Familie Bennet ein beschauliches Leben. Betrübnis bereitet nur, dass sich bisher noch keine der fünf Töchter verheiratet hat. Da kommt es sehr gelegen, dass in der Nachbarschaft ein Mann mit ansehnlichem Äußeren und ebenso ansehnlichem Einkommen einzieht. Während dieser von allen wohl aufgenommen wird, findet sein stolzer, fast schon arrogant auftretender Freund Mr. Darcy nur wenig Beliebtheit. Auch Elizabeth, die zweitälteste der Bennet‑Töchter, weist ihn zuerst ab, kommt aber nicht umhin, sich näher für seine Person zu interessieren.


    Der erste Satz von „Stolz und Vorurteil“ gehört zu meinen absoluten Lieblingsbuchanfängen!
    Egal, wie oft ich dieses Buch schon gelesen habe, der erste Satz schafft es jedes Mal aufs Neue mich zu amüsieren und mich in die richtige Stimmung für diese Geschichte zu bringen.
    Aber nicht nur der Anfang gehört zu meinen Lieblingen, das Buch, seine Geschichte und seine Figuren ebenfalls.
    Ich liebe wie sich die Handlung und die Gefühle aufbauen, wie sie entblößt werden und sich drehen und wandeln, die ganzen Verwicklungen und alles mit im Grunde so wenigen Schauplätzen und Figuren und dennoch habe ich das Gefühl so einen guten Ein- und Überblick über die englische Gesellschaft dieser Zeit zu bekommen, welche all diese Strukturen hervorgebracht und begünstigt hat.
    Jane Austen hatte wirklich eine ganz besondere Beobachtungsgabe und konnte diese auch noch so wunderbar spitzfindig zu Papier bringen.
    Außerdem liebe ich es auch, dass am Ende eben nicht alles wundervoll und perfekt ist. Wickham kommt nach all seinen Taten viel zu gut davon und ist auch noch mit Darcy verwandt und auch Lady Catherine hat keine größeren Konsequenzen zu ertragen und muss sich so auch nicht ändern und dennoch ist dieses Ende für mich einfach wunderbar.
    Teilweise weil es eben noch einmal all diese eher unschönen Punkte anspricht und nicht verschweigt, vor allem aber weil ich nicht nur den Ausblick auf das Eheleben von Elizabeth und Darcy mag, sondern weil auch all die verschiedenen Beziehungen (z.B. von Elizabeth und Georgiana) kurz und doch ausreichend beleuchtet werden, um mich eben vollkommen von einem Happy End zu überzeugen.


    Fazit: Egal, wie häufig ich dieses Buch schon gelesen habe, habe ich dennoch bei jedem erneuten Lesen wieder meinen Spaß an Handlung und Figuren und entdecke machmal sogar noch neue Aspekte und dieses Mal dann auch noch in so einem hübschen Gewand; wirklich kein Vergleich zu meiner alten abgegriffenen Taschenbuchausgabe! (Ich kann mich wirklich nicht entscheiden, welches der Cover aus diesem Schuber mein Favorit ist.)

  14. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499014635)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

    (272)
    Aktuelle Rezension von: zwischenkapitelnundkaffee

    Meinung: Das Buch besteht aus wissenschaftlichen Informationen (am Ende gibt es seitenweise Quellenangaben) und persönlichen Erfahrungen der Autorin zu Feminismus und Patriarchat – wie ich finde eine sehr gelungene Mischung. Besonders interessant fand ich die Geschichte des Feminismus, denn bisher hatte ich nicht wirklich eine Ahnung, wie es früher war bzw "begonnen" hat.
    Die Autorin schreibt auf eine sehr klare Art, packend, interessant, direkt, wütend und mit Humor. Obwohl es ein ernstes Thema ist, bin ich durch die Seiten geflogen wie bei einem Roman. Die Fußnoten haben mich immer besonders gefreut, in ihnen steckte oft der meiste Humor und die spannendsten Fakten.
    Das Buch beginnt mit der Kindheit der Autorin und ihren damals sehr fixen Vorstellungen wie eine Frau zu sein hat, geprägt durch die Gesellschaft und später vor allem durch Zeitschriften wie die Bravo. Und geht bis ins Erwachsenenleben, in dem sie sich erstmal so gar nicht als Feministin sieht, bis sie erkennt, dass Gleichberechtigung wohl nicht von alleine kommen wird.
    Rollenbilder, die uns schon als Kinder beigebracht werden, beeinflusste Berufswahl, geschlechtliche Ungerechtigkeiten, Gewalterfahrungen, Sex, Liebe, mangelnder Aufklärungsunterricht – das sind nur ein paar der Themen, die Margarete Stokowski hier anspricht.

    Fazit: Ich kann das Buch jeder Person empfehlen, es ist absolut bereichernd! Es macht wütend und lässt verzweifeln aber es regt auch zum Denken und zum Mut haben an.

  15. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783103973518)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

    (880)
    Aktuelle Rezension von: christina19

    Inhalt:

    Smita lebt mit ihrer Familie in Badlapur. Sie ist eine Dalit, eine sogenannte „Unberührbare“. Geboren in der niedrigsten Kaste Indiens hatte sie nie die Chance, eine Schule zu besuchen und einer gerechten Arbeit nachzugehen. Nun setzt sie alles daran, dass ihre Tochter Lesen und Schreiben lernt und somit ein besseres Leben führen darf.

    Giulia erhält derweil in Palermo die Nachricht, dass ihr Vater einen schweren Unfall hatte. Während sie um sein Leben bangt, steht sie vor der Aufgabe, an seiner Stelle die Perückenfabrik ihrer Familie zu leiten.

    In Montreal hat sich Sarah einen Namen als erfolgreiche Anwältin in einer großen Kanzlei gemacht. Als sie eine unerwartete Diagnose erhält, sieht sie ihre Karriere in Gefahr. Sie versucht daher, ihre Erkrankung geheim zu halten, was jedoch nicht lange gut geht. …

    Drei Frauen und ihre Leben auf unterschiedlichen Kontinenten, die nach und nach zart miteinander verflochten werden – wie ein prachtvoller Zopf.

     

    Meine Meinung:

    In ihrem Roman „Der Zopf“, der als Bestseller mittlerweile sogar verfilmt wurde, erzählt Laetitia Colombani die Geschichten dreier starker Frauen. Dazu nimmt sie ihre Leser und Leserinnen mit auf eine Reise in ganz unterschiedliche Länder unserer Erde. Mit Smita, Giulia und Sarah geht es nach Indien, Italien und Kanada. Die Leben der drei Hauptfiguren werden zunächst unabhängig voneinander beschrieben, wobei die Autorin kapitelweise zwischen den Orten wechselt. Die Abschnitte zu Smita fand ich von Beginn an sehr fesselnd. Auch Giulias Geschichte war recht spannend, wohingegen mich die Ereignisse um Sarah anfangs nicht einnehmen konnten.

    Im Verlauf des Romans wird recht schnell deutlich, dass alle drei ihr Päckchen zu tragen haben: Sei es die Stellung in der Gesellschaft, die drohende Schließung des traditionellen Familienunternehmens oder eine ernste Erkrankung und der damit verbundene Karriereknick. Jede der Frauen kämpft für sich um Erfolg, Gerechtigkeit und Freiheit und stellt damit Mut, Stärke und Durchsetzungsvermögen unter Beweis.

    Die Schicksale von Smita, Giulia und Sarah sind miteinander verflochten. Auch wenn die Art ihrer Verbindung erst gegen Ende des Romans aufgelöst wird, war sie für mich schon ab etwa der Hälfte des Buches absehbar, was dem Ganzen leider die Spannung genommen hat.

    Der Erzählweise konnte ich leicht folgen, was zum Einen daran lag, dass die Anzahl an Figuren trotz der drei Handlungsstränge recht übersichtlich war. Zum Anderen hing dies aber auch damit zusammen, dass es für meinen Geschmack insgesamt einfach zu wenig Handlung gab. Gerne wäre ich an manchen Stellen noch tiefer in die Geschichte eingetaucht oder hätte die Frauen noch weiter auf ihrem Weg begleitet. So empfand ich „Der Zopf“ trotz der schweren Schicksalsschläge, die alle drei Frauen ereilten, als eher seichte Literatur für zwischendurch.

  16. Cover des Buches Wie ein Leuchten in tiefer Nacht (ISBN: 9783499005213)
    Jojo Moyes

    Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

    (281)
    Aktuelle Rezension von: Reisebaeren

    Im Roman „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ geht es um die Engländerin Alice, die nach Amerika kommt, um dort ein neues Leben zu beginnen. Statt der erhofften Liebesromanze gestaltet sich das Zusammenleben mit ihrem Ehemann jedoch äußerst schwierig. Schließlich schließt sich Alice einer besonderen Bücherei an, die Bücher mit Pferden zu den Menschen nach Hause bringt. Aus dieser Tätigkeit entwickeln sich wunderbare Freundschaften – sowohl zu der Leiterin der Bücherei als auch zu den anderen Frauen, die dort mitarbeiten.

    Wie man es von Jojo Moyes kennt, ist die Geschichte sehr gut und flüssig zu lesen und insgesamt äußerst fesselnd. Der einzige kleine Wermutstropfen für mich war das Ende, das ich als etwas zu dramatisch und in seinem Abschluss auch ein wenig zu schnell empfunden habe. Abgesehen davon ist es jedoch ein sehr schönes und absolut lesenswertes Buch. Besonders die relativ unbekannte Geschichte der Packhorse Library fand ich sehr spannend.

  17. Cover des Buches Bittere Wunden (ISBN: 9783365008584)
    Karin Slaughter

    Bittere Wunden

    (231)
    Aktuelle Rezension von: Skye-reads-books

    Mal wieder ein eher harter Roman von Karin Slaughter, der die vorhergehenden Teile leider etwas unterbietet und ab der Mitte auch zunehmend in der Spannung und Erzählweise nachlässt. Dennoch lernt man nochmal einiges über die Protagonist*innen und vor allem auch über Will, Amanda und Faiths Mutter.

    Atlanta wird von einem Verbrechen heimgesucht, welches in den Ermittelnden die Geister der Vergangenheit weckt. Denn ausgerechnet ein Mörder, der ein ebensolches Täter*innenprofil erfüllen würde, ist frisch aus dem Gefängnis entlassen worden. Und hierbei handelt es sich um niemand geringeren als Will Trents Vater. Dass diese Kombination ein Pulverfass seinesgleichen ist, sollte unter diesen Umständen klar sein und bietet hier Raum für Konflikte und die Möglichkeit, die bekannten Personen nochmals aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

    Ich habe bereits eigentlich alles gesagt, was es von meiner Seite aus zu sagen gibt. Für mich ist hier ein bisschen zu viel Brutalität bei ein bisschen zu wenig Inhalt auf zu vielen Seiten. Auch wenn es sehr spannend gestartet hat. Aber irgendwann ist die Spannungskurve dann den berühmten Bach hinunter gegangen. Schade.

  18. Cover des Buches Frida Kahlo und die Farben des Lebens (ISBN: 9783746635910)
    Caroline Bernard

    Frida Kahlo und die Farben des Lebens

    (193)
    Aktuelle Rezension von: käutzchen

    Dies ist mein zweiter Roman über die Künstlerin Frida Kahlo.. hauptsächlich fing ich mit den ersten Roman weil die Frau meines Vaters sie verehrt , jetzt nach den Buch muss ich sagen das ich sie verstehe , jetzt bin ich auch von Frida Kahlo fasziniert und werde zukünftig noch einiges über die Künstlerin lesen wollen , was der Frau meines Vaters sehr freuen wird weil sie danach die Bücher von mir bekommen wird . 

    Bei diesen Buch kam mir Frida sehr nah vor , ich habe vor allem ihre leiden , sei es von ihren dramatischen Unfall , das auf und ab ihrer grossen Liebe Diego miterlebt ..was sie doch für eine starke Frau sie wahr und vieles mit ihren Bildern ausgedrückt hatte ..

    Ich kann aber nicht nur Frida Kahlo Fans das Buch ans Herz legen , es ist interessant geschrieben und zieht einen im Sog , vorallen da die Autorin des Buches versucht hat den Roman so authentisch wie möglich zu machen von Frida 's leben .. 

  19. Cover des Buches Die Einsamkeit der Primzahlen (ISBN: 9783499291289)
    Paolo Giordano

    Die Einsamkeit der Primzahlen

    (817)
    Aktuelle Rezension von: Caroffl

    Die Protagonist:innen sind in ruhiger, nuancierter Weise beschrieben. Allerdings habe ich 100% stimmiges Bild von den Protagonist:innen bekommen und noch weniger zu ihrer Beziehung. Verbringen sie gerne Zeit miteinander? Was teilen sie? Was mögen sie aneinander? Was nicht?
    Ich habe mit beiden mitgelitten, wenn Kränkungen der Mitschüler:innen, Familienmitgliedern etc beschrieben wurden. Dass Selbstverletzung und Selbstabwertung thematisiert wird, finde ich mehr als angemessen. Das sind schließlich weit verbreitete Phänomene. 

    Die Schreibweise würde ich als eher distanziert beschreiben. Der Vorteil dessen ist, dass viel Raum für die eigene Vorstellung gelassen wird. Der Stil ist angenehm unprätentiös und reduziert.

  20. Cover des Buches Iron Flowers – Die Rebellinnen (ISBN: 9783733504212)
    Tracy Banghart

    Iron Flowers – Die Rebellinnen

    (465)
    Aktuelle Rezension von: Butta

    Ich habe das Hörbuch nur durch Zufall entdeckt muss aber sagen ich war positiv überrascht und es trifft sehr meinen Geschmack. Für so ein Jugendbuch hat es einige Schichten und ist sehr feministisch, was ich toll fand. Natürlich könnte es noch mehr Tiefe und world building haben und natürlich erinnert es an einige Bücher von dieser Zeit. Nichts desto trotz finde ich dass es seinen Job gut macht, ich war wirklich investiert in die Story und super gespannt sich wenn ich den einen Twist geahnt habe. Mir gefiel die ganze Idee die Umsetzung bisher und auch die Sprecher waren gut. Bin auf dem 2ten Teil gespannt 

  21. Cover des Buches Die Unbändigen (ISBN: 9783365005446)
    Emilia Hart

    Die Unbändigen

    (213)
    Aktuelle Rezension von: schnaeppchenjaegerin

    Kate flieht vor ihrem gewalttätigen Partner in das Cottage, das sie von ihrer Großtante Violet geerbt hat, die sie kaum kannte. In den alten Gemäuern erahnt sie Geheimnisse und als sie im Ort Gerüchte wahrnimmt, fühlt sie sich bestärkt, die Geschichte ihrer Familie zu ergründen.
    Knapp 80 Jahre zuvor ist die sechzehnjährige Violet in den gesellschaftlichen Konventionen gefangen, sehnt sich nach der Freiheit in der Natur und der Bildung, die ihrem Bruder Graham zuteil wird. Gleichzeitig vermisst sie ihre Mutter, die vor ihrem Tod dem Wahnsinn verfallen sein soll. Während sie mehr über ihre Mutter herauszufinden versucht, lernt sie ihren Cousin kennen und wird von bisher unbekannten Gefühlen überwältigt, wobei sich ihre Unerfahrenheit rächt.
    Über 300 Jahre früher wird Altha beschuldigt, am Tod eines Milchbauers Schuld zu sein, der von seiner eigenen Kuhherde niedergetrampelt wurde. Als Tochter einer Heilerin soll wegen ihren magischen Fähigkeiten für den Gewaltexzess verantwortlich sein. Altha droht als Hexe der Tod durch Erhängen.

    "Die Unbändigen" wird abwechselnd aus den Perspektiven der drei Frauen erzählt, die über die Jahrhunderte getrennt familiär miteinander verbunden sind.
    Die Stimmung ist melancholisch und düster und man kann sich gut in die unterschiedlichen Zeiten und damit verknüpften Lebenssituationen der Protagonistinnen hineinversetzen. Zudem berührt jedes Schicksal auf seine Weise, denn allen Frauen wird Ungerechtigkeit zuteil. Falsche Verdächtigungen, Unterdrückung, Missbrauch sowie Gewalt gegen Frauen sind zentrale Themen des Romans.

    Altha, Violet und Kate sind einsam, fühlen sich eng mit der Natur verbunden und schöpfen Kraft aus ihr. In ihren persönlichen Kämpfen gegen patriarchale Strukturen, für ihre Unabhängigkeit und Freiheit finden sie zu innerer Stärke und Mut zur Veränderung.
    Die Darstellung des Männlichen als widerwärtig und böse ist dabei einseitig und ermüdend. In allen drei Handlungssträngen wiederholt sich das, was Männern ihren Frauen antun.

    Die Entwicklung der Frauen ist nicht wirklich überraschend und wird allein auf die Loslösung von Männerfiguren reduziert. Bis auf die Liebe zur Natur ist bei keiner von ihnen eine Persönlichkeit zu erkennen, noch gibt es ausgeprägte Beziehungen zu anderen Personen (Frauen), die der Geschichte etwas mehr Facettenreichtum verleihen hätten können.

    Spannung entwickelt sich erst in den letzten Kapiteln, als auch die magische Gabe der Weywards samt der Verknüpfung der Ahninnen zum Vorschein kommt und jeweils zum Befreiungsschlag ausgeholt wird. Mehr Variation der drei etwas einseitig gestalteten Handlungsstränge hätte der Geschichte dennoch gut getan. Zudem erscheint fragwürdig, ob ein einsiedlerisches Leben an der Seite von Insekten und Vögeln tatsächlich so erstrebenswert ist, wie es hier propagiert wird. 

  22. Cover des Buches Die Geschichte des verlorenen Kindes (ISBN: 9783518469545)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte des verlorenen Kindes

    (238)
    Aktuelle Rezension von: Unser_BücherGarten

    Nachdem mich Band 3 etwas enttäuscht hat, war ich auf Band 4 sehr gespannt. Wird mich das vierte Band wieder so packen, wie Band 1&2? Wie endet die Neapolitanische Saga? 

    Inhalt:

    Band 4 spielt in den 1980er Jahre und endet 2007. Elena ist aus Liebe nach Neapel zurückgekehrt. Doch nach und nach muss sie feststellen, dass Nino doch nicht so ist, wie sie ihn sich vorgestellt hat. Sie fällt ins Bodenlose und muss sich nun mit drei Kindern alleine durchschlagen. Lila ist eine erfolgreiche Unternehmerin. Lila und Elena bekommen zeitgleich zwei Töchter und verbringen sehr viel Zeit miteinander. 

    Meinung:

    Leider konnte mich Band 4 nicht so fesseln wie Band 1&2. Es ist zwar immer noch schön flüssig geschrieben, aber es war stellenweise sehr langatmig und etwas Kürze hätte dem Buch gut getan. Gut fand ich auch hier, wie Ferrante die italienische Geschichte und Gesellschaft in den Roman einbindet. Wir erleben, wie sich alle Protagonisten entwickeln und welches Ende sie haben. Nicht alle Fragen werden beantwortet, vieles bleibt offen. Aber dass empfinde ich gar nicht so schlimm. Es passt zu den Protagonisten. Gerade der Schluss lässt viel Spielraum für die verschiedensten Interpretationen. Es ist ein Buch, dass nachwirkt und zum Nachdenken anregt. 

    Fazit:

    Auch wenn Band 4  seine Längen hatte, ist es lesenswert und ein gelungener Abschluss der Neapolitanischen Saga. Es war für mich sehr interessant diese Freundschaft 60 Jahre zu begleiten und nebenbei etwas über die italienische Geschichte und Kultur zu erfahren. Wer Bücher über Lebensgeschichten mag, die über Jahrzehnte gehen und gleichzeitig Geschichte und Kultur einbeziehen, wird mit dieser Reihe seine Freude haben. 

    Man muss die Buchreihe insgesamt betrachten und hierfür war das 4. Band passend. Es hat die meisten Erzählstränge zu Ende erzählt. Die offenen Stellen, sind bewusst so geblieben. Vermutlich, um den Leser Freiraum für eigene Interpretationen zu geben. Die Saga hat mir sehr gut gefallen und berührt. 


  23. Cover des Buches Wenn's einfach wär, würd's jeder machen (ISBN: 9783404191970)
    Petra Hülsmann

    Wenn's einfach wär, würd's jeder machen

    (420)
    Aktuelle Rezension von: Kaesekuchen

    „Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen“ erzählt die Geschichte von Annika, einer engagierten Deutschlehrerin, die plötzlich aus ihrer Komfortzone gerissen wird und an eine Problemschule versetzt wird. Was zunächst wie ein Albtraum wirkt, entwickelt sich zu einer turbulenten, aber auch herzerwärmenden Reise voller Humor, Chaos und ein bisschen Romantik.

    Besonders gefallen hat mir der lockere, witzige Ton des Buches. Die Mischung aus „Fack ju Göhte“-Charme und „Glee“-Vibes sorgt für viele unterhaltsame Momente, gerade wenn Annika mit ihrer wenig talentierten Musical-AG kämpft. Die romantischen Szenen sind gefühlvoll geschrieben und laden zum Mitfiebern ein. Auch wenn die Schule voller Klischees steckt, bleibt die Geschichte sympathisch und berührt immer wieder mit kleinen, ehrlichen Momenten. Als Lehrkraft erkennt man sich in manchen Situationen wieder und kann über die Überzeichnung schmunzeln. Auch der Schreibstil und allgemein die Figuren konnten mich sehr überzeugen. Gerade die Figuren sind alle so echt und verschroben gezeichnet, dass man sie einfach nur liebhaben muss. Sogar das Liebesdreieck, was irgendwann aufgebaut wird, war aushaltbar, obwohl ich das sonst eigentlich gar nicht mag. 

    Weniger überzeugt hat mich der Einstieg: Die ersten hundert Seiten ziehen sich etwas, da passiert einfach zu wenig. Sobald die Handlung aber Fahrt aufnimmt, fiebert man richtig mit und möchte wissen, wie Annika sich schlägt.

    Fazit:
    Ein schönes, unterhaltsames Buch, das besonders Fans von „Fack ju Göhte“ und „Glee“ gefallen dürfte. Trotz kleiner Längen zu Beginn eine klare Empfehlung.

  24. Cover des Buches Liebe brennt ewig (ISBN: 9783733503185)
    Rhiannon Thomas

    Liebe brennt ewig

    (132)
    Aktuelle Rezension von: Roksana

    In einem Königreich vor langer Zeit wurde eine wunderschöne Prinzessin namens Aurora geboren. Das Königspaar lud alle wichtigen Persönlichkeiten zu einem Ball zu Ehren der jungen Prinzessin ein. Doch eine wichtige Person, die Hexe Celestine haben sie nicht eingeladen, denn Celestine wurde von allen gefürchtet ... Wutentbrannt über die Verschmähung belegte Celestine Aurora mit einem Fluch...sie soll sich noch vor ihrem 18. Geburtstag mit einer Spindel in den Finger stechen und anschließend in einen langen, magischen Schlaf verfallen. Doch sie könne von einem Kuss der wahren Liebe wiederauferweckt werden. Oder etwa nicht? 

    100 Jahre später erwacht Aurora als Prinz Rodric sie wachküsst. Sie ist verwirrt, erschrocken und zugleich total verängstigt und versteht nicht wie sie 100 Jahre geschlafen haben sollte, während ihre Eltern schon lange gestorben sind. Die Prinzessin leidet ganz eindeutig unter dem Posttraumatischen Belastungssyndrom ihr wird aber keine Zeit gegeben sich an ihr neues Schicksal zu gewöhnen. Sie soll Prinz Rodric heiraten, ihre wahre Liebe und ihrem Volk somit Wohlstand bringen...doch warum liebt sie Rodric nicht? Warum hängt ihr Herz an Prinz Finnegan aus Vanhelm? Wie kann Aurora Liebe und das Wohl ihres Volkes unter einen Hut bringen, und will sie das überhaupt? Zudem entdeckt sie magische Kräfte in ihrem Inneren, die mit den majestätischen Drachen aus Vanhelm in Verbindung zu stehen scheinen. Das alles verkompliziert die Sache nur noch mehr...


    Die Geschichte von Aurora, Rodric und Finnegan finde ich wirklich interessant. Was ich allerdings absolut nicht nachvollziehen konnte, war die Geschichte um Tristan, den Rebellen, der meiner Meinung nach nur als Lückenfüller galt und nicht wirklich wichtig für die Geschichte an sich war. Aurora nervt nach einer Weile wirklich, weil sie von allem keine Ahnung zu haben scheint. Nicht Mal ihre eigenen Gefühle möchte sie sich eingestehen. Bis zu einem gewissen Punkt ist das alles ja nachvollziehbar aber sie möchte den König stürzen und auf alle Fragen antwortet sie stets mit "Ich weiß es nicht / Ich weiß nicht". Die Protagonistin habe ich nicht gemocht. Aber Rodric und Finnegan scheinen ganz tolle Charaktere zu sein. Distel, die Sängerin wurde meiner Meinung nach zu wenig vorgestellt. Sie ist zwar interessant aber schal und gar nicht tiefgründig. 

    Aufgrund der mangelnden Tiefgründigkeit der Charaktere, aber aufgrund des guten Schreibstils bekommt das Buch gerade noch so 4 Sterne (eher 3,5)🌟🌟🌟,🌟

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