Bücher mit dem Tag "emanzipiert"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "emanzipiert" gekennzeichnet haben.

15 Bücher

  1. Cover des Buches Töchter des Feuers (ISBN: 9783442384129)
    Nora Roberts

    Töchter des Feuers

     (197)
    Aktuelle Rezension von: cat

    Die Handlung:

    Die eigenwilligem, temperamentvolle, einfache Glasbläserin Maggie Concannon, die auf dem Land lebt und gerne für sich ist, trifft auf den gut gekleideten, ordentlichen und immer arbeitenden Stadtmenschen und Galeriebesitzer Robert Sweeney, der sie als Künstlerin groß raus bringen möchte. Bald erwacht das Interesse der beiden zueinander. Streitigkeiten vorprogrammiert obwohl sie sich beide gut ergänzen und am Ende gibt es ein Happy End.


    Meine Meinung:

    Nora Roberts Schreibstil ist einfach und schlicht. Man kann der Story gut folgen und die Charaktere und Ihre Handlungen sind nachvollziehbar.

    Trotzdem fehlt mir ein bisschen was beim lesen. Ich finde die einzelnen Charaktere sowie Ihre Beziehungen untereinander, hätte man noch ein kleines bisschen tiefgründiger gestalten können (ein bisschen mehr Vergangenheit, ein bisschen mehr flirten und kennen lernen, ein bisschen mehr was die Charaktere denken)

    Ansonsten ist es eine schöne Liebesgeschichte für unterwegs, für die Ferienzeit oder einfach zwischendurch.

  2. Cover des Buches Das Geheimnis von Sittaford (ISBN: 9783596173686)
    Agatha Christie

    Das Geheimnis von Sittaford

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Walli_Gabs

    „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein ganz typischer Agatha-Christie-Krimi. Es ermitteln weder Miss Marple noch Hercule Poirot, ein übersinnliches Phänomen gibt Rätsel auf und eine scharfsinnige junge Frau will ihren Verlobten aus dem Gefängnis retten.

    Am Anfang steht wie so oft ein Mord: Captain Trevelyan, ein geiziger, alternder Junggeselle, wird tot aufgefunden. Die erbenden Verwandten scheinen allesamt ein Motiv zu haben – und fast alle zudem ein Alibi. Und dann ist da noch der merkwürdige Umstand, dass der Captain sein Herrenhaus im abgeschiedenen Sittaford während des Winters an eine Witwe und ihre Tochter vermietet und sich für kleines Geld in der nächstgelegenen Kleinstadt einquartiert hat.
    Inspektor Narracott versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Parallel ziehen Emily Trefusis, Verlobte des Hauptverdächtigen, und Charles Enderby, ein ambitionierter Journalist, Erkundigungen ein. Da die Anzahl von Dorfbewohnern und Familienmitgliedern nicht ganz klein ist, lässt sich dabei nur schwer miträtseln – ich hatte permanent den Eindruck, mindestens ein Drittel der Nebenfiguren nicht wirklich auf dem Schirm zu haben.

    Als solide Krimiunterhaltung geht „Das Geheimnis von Sittaford“ schon durch, aber ganz zufrieden war ich mit dem Leseerlebnis dennoch nicht. Freundschaftliche Beziehungen schildert Christie routiniert, aber ihre Liebespaare wirken meist etwas hölzern (was natürlich auch der Zeit geschuldet sein kann – dieser Krimi ist zum Beispiel von 1931). Oft treten sie erst zum Finale in Erscheinung, hier ist die verliebte Emily jedoch Hauptfigur. Doch so oft sie auch über ihren Verlobten spricht – was sie an ihm findet, bleibt ihr Geheimnis.
    Die Auflösung war mal wieder unvorhersehbar, aber in sich logisch. Die große Anzahl von Nebenschauplätzen und falschen Fährten war mir allerdings etwas viel und ich vermisste die üblichen Ermittler. „Das Geheimnis von Sittaford“ ist kein schlechter Krimi, aber von der Queen of Crime gibt es doch viele bessere.

  3. Cover des Buches Ein Fall von Liebe (ISBN: 9783960874690)
    Katherine Collins

    Ein Fall von Liebe

     (25)
    Aktuelle Rezension von: akinom1509

    Eine Liebe durch die Zeiten

    Katharinas Trip nach Schottland verläuft anders als geplant. Eigentlich will sie sich eine schöne Zeit mit ihrer Schwester machen, doch ein Sturz in die sagenumwobenen Fairy Pools in den Highlands reißt die junge Frau durch den Strudel der Zeit in die Vergangenheit.

    Schottland, 1746. Mitten im Krieg mit den Engländern und dem Aufstand der rebellischen Jakobiter rettet der Highlander Finlay eine geheimnisvolle Frau vor einer Horde Halunken. Kann sich Katharina in der barbarischen Vergangenheit zurechtfinden – ohne ihr Leben auf dem Scheiterhaufen oder ihr Herz an ihren unverschämt attraktiven Retter Finlay zu verlieren?

    Vorab möchte ich mich recht herzlich für das kostenlose Rezensionsexemplar bedanken. Meine ehrliche Meinung wurde dadurch aber nicht beeinflusst.

    Meine Meinung:
    Die Geschichte an sich ist schön geschrieben. Ich habe mich ein wenig schwer getan mit Katharina , sie ist gewöhnungsbedürftig und Finlay tat mir hin und wieder leid. Katharina hat ziemlich lang gebraucht bis sie verstanden hat das in der Vergangenheit andere Regeln gelten. Im großen und ganzen ist es eine tolle Geschichte.

  4. Cover des Buches Charlottenburg. Die jungen Ärztinnen (ISBN: 9783426307519)
    Lena Wildenstein

    Charlottenburg. Die jungen Ärztinnen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie2812

    Immer wieder ein Wahnsinn zu lesen, wie schwierig es Frauen zu dieser Zeit gemacht wurde. 

    Drei junge Frauen, die ihren Traum wahrmachen wollen, eines Tages als Frauenärztin zu arbeiten. Eine jede aus einem anderen Grund, und jede mit einer anderen Vorgeschichte. 

    Jede Geschichte kann man mit leben und mit fühlen. 

    Ich kann das Buch nur empfehlen.

  5. Cover des Buches Winter (ISBN: 9780141340241)
    Marissa Meyer

    Winter

     (64)
    Aktuelle Rezension von: isas_bookworld

    Wie bereits bei den vorherigen Teilen der Reihe war der Schreibstil der Autorin sehr angenehm zu lesen, obwohl ich die Er-/ Sieg-Perspektive eigentlich eher weniger mag. Hier hat sie aber sehr gut zur Geschichte gepasst.

    Auch das Erzähltempo empfand ich als sehr angenehm, da das Buch zu keinem Zeitpunkt langatmig war, gleichzeitig aber alle wichtigen Details ausreichend erklärt wurden.


    Die Idee, bekannte Märchen in einem Sci-Fi-Setting neu zu inszenieren, fand ich, wie bereits in den Rezensionen zu den vorherigen Bänden gesagt, von Anfang an sehr interessant. Der Aufbau der Welt wird wieder verständlich erklärt und wirkt auch sehr durchdacht. durchdacht. Dieser Band spielt zum größten Teil auf Luna, was ich ziemlich spannend fand. Es war ziemlich interessant, zu erfahren, wie die Gesellschaft dort aufgebaut ist, wie die Infrastruktur funktioniert und die Menschen miteinander umgehen. Vor allem bei der Highsociety merkt man den Unterschied zu den Erdenbewohnern sehr, was die Geschichte aber sehr authentisch wirken lässt. Der Unterschied zu den äußerer Bereichen des Mondes warn dann doch sehr erschreckend, was aber sehr gut zur beschriebenen Welt gepasst hat.


    Das Buch beginnt ungefähr dort,wo der vorherige Band aufgehört hat, wodurch es direkt spannend weitergeht. Dabei begegnet man weiteren neuen Charakteren, die die Handlung und die Gruppendynamik unglaublich bereichern. Insgesamt ist die Geschichte deswegen sehr spannend und wirklich actionreich, wobei die Seiten nur noch so dahinfliegen. Diese Sogwirkung steigert sich gefühlt von Seite zu Seite immer mehr. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, weil die Geschichte mich einfach so gepackt hat. Man schließt die Charaktere wirklich schnell ins Herz, wobei man gar nicht anders kann als  mit ihnen mitzufiebern. Dabei begegnen sie immer wieder neuen Hindernissen, die einen den Atem anhalten lassen, weil die Situation oft aussichtslos wirken, was die Geschichte aber nur noch spannender macht, sodass ich gefühlt das ganze Buch über den Atem angehalten habe.

    Das Herz bleibt unter anderem deswegen allerdings auch nicht verschont, die Emotionen fahren Achterbahn. Im Laufe der Geschichte war ich wütend, verängstigt, habe mehrfach (fast) geweint, mit den Protagonisten gehofft und mit ihnen gelacht. Ich habe mich gefühlt als wäre ich Teil der Gruppe und hatte deswegen auch einfach all the feels, was besonders auf das Ende zutrifft, welches mich wirklich zu Tränen gerührt hat.


    Dass liegt vor allem aber auch an den Protagonisten und Charakteren.

    Cinder, Kai, Scarlet, Wolf, Cress, Thorne und Iko sind natürlich weiterhin mit dabei. Weiterhin sind sie dabei wirklich alle wundervolle Charaktere, die man eigentlich nur ins Herz schließen kann. 

    Neu dazu kommt Winter, Prinzessin von Luna, Stieftochter von Levana und die Schönste im ganzen Land - Ehm,auf dem Mond. Und das, obwohl sie ihre Gabe nie wieder verwenden will. Deswegen hat sie allerdings des Öfteren Halluzinationen, weshalb Scarlet sie liebevoll Crazy nennt. Davon abgesehen ist sie einfach unglaublich liebenswürdig, liebevoll und stark. Ich kann durchaus nachvollziehen, weshalb das Volk sie so liebt, da sie wirklich ein unglaublich guter Mensch ist.

    Jacin ist der einzige, der Winter bei ihren Halluzinationen helfen kann. Er ist ihr bester Freund, ihr Leibwächter und immer für sie da. Er ist sehr beschützend, auf den ersten Blick aber nicht direkt ein Held, was Winter aber natürlich anders sieht.

    Alles in allem sind die Charaktere allesamt sehr vielschichtig und tiefgründig, weshalb man ihre Beweggründe sehr gut verstehen kann. Das gilt sogar irgendwie für Levana, weshalb ich nur umso mehr Lust habe, ihre Geschichte "Fairest" zu lesen.

    Allgemein ist auch die Gruppendynamik wirklich wundervoll, ich liebe die einzelnen Pärchen und die ganzen Charaktere sind mir wirklich ans Herz gewachsen.


    Alles in allem hat mir das Finale der Reihe wirklich unglaublich hat gefallen, weshalb ich froh bin, dass es die Zusatzbücher gibt, wodurch ich mich zum Glück noch nicht von der Welt und den Charakteren verabschieden muss. Deshalb bekommt das ich von mir auch 5 Sterne.


  6. Cover des Buches Dämon, Dämon an der Wand (ISBN: 9783404206605)
    Jim C. Hines

    Dämon, Dämon an der Wand

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Wortmagie

    Den Tod kann man nicht austricksen. Keine Zauberkraft der Welt kann ihn aufhalten. Doch daran möchte Prinzessin Ermillina Curtana von Allessandria, kurz Schnee genannt, nicht glauben. Schließlich ist sie die Spezialistin für Spiegelmagie ihrer Majestät Königin Beatrice von Lorindar. Sie versucht sich an einem wagemutigen Experiment – und überschätzt sich. In einem kolossalen Fehlschlag zerbricht sie den Zauberspiegel ihrer Mutter, das einzige, was sie auf ihrer Flucht aus Allessandria mit sich nahm. All die Jahre konnte Schnee nie herausfinden, woher seine Macht stammte. Jetzt weiß sie es. In dem Spiegel war ein Dämon gefangen, der nun frei ist. Zuerst unbemerkt ergreift er von Schnee Besitz und erweckt das Dunkle in allen, die die Spiegelscherben berühren. Nur einer ist immun gegen die Kräfte des Dämons: Danielles Sohn Jakob. Neugierig geworden entführt Schnee den 2-jährigen Prinzen und verschleppt ihn nach Allessandria, Quelle und Ziel ihres Zorns. Danielle und Talia bleibt nichts anderes übrig, als ihr zu folgen und sich auf eine aberwitzige Jagd einzulassen, die sie eigentlich nicht gewinnen können. Der Dämon in Schnees Körper ist ihnen stets einen Schritt voraus. Können sie Schnee und Jakob gleichermaßen aus seinem Griff befreien und so auch Allessandria vor der Auslöschung bewahren?

    Im Nachwort zu „Dämon, Dämon an der Wand“ schreibt Jim C. Hines, dass ihm dieser letzte Band seiner Reihe sehr schwer fiel, weil er es als schwierig empfand, eine Reihe zum Abschluss zu bringen, die sich mit den Leben von Märchenfiguren nach dem „glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ beschäftigt. Ich finde, er hat diese Herausforderung gut gemeistert. Tatsächlich halte ich „Dämon, Dämon an der Wand“ für den besten Band der gesamten Reihe Die Todesengel. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass Rahmenbedingungen und Handlung im Gleichgewicht sind und sich zu einer tollen Geschichte zusammenfügen. Hines gestaltete den Spannungsbogen straffer und gleichmäßiger, wodurch er meine Aufmerksamkeit dieses Mal auch durch die Entwicklung seiner Geschichte fesseln konnte und nicht nur durch seine grandiosen Charaktere. Obwohl Schnee die Protagonistin dieses Bandes ist, steht nicht ihre Biografie als Schneewittchen im Vordergrund, wie ich erwartet hatte. Stattdessen wagte sich Hines an eine überraschende, spannende und erstaunlich naheliegende Kombination aus „Schneewittchen“ und „Die Schneekönigin“. Mir ist zuvor nie aufgefallen, wie viele Parallelen diese beiden Märchen aufweisen. Glas und Eis, Scherben und Spiegel. Es passt einfach zusammen, als wären „Schneewittchen“ und „Die Schneekönigin“ zwei Teile derselben Geschichte. Mich begeistert diese Idee hemmungslos, weil ich selbst niemals darauf gekommen wäre. Diese dann auch noch glaubhaft und logisch umzusetzen, sodass die Verbindung zweier alter Märchen Sinn ergibt, zeugt durchaus von Talent. Ich war mir in den vorangegangenen Bänden nicht immer sicher, ob Jim C. Hines wirklich ein Händchen für die Konstruktion einer überzeugenden Handlung hat, doch in „Dämon, Dämon an der Wand“ hat er mich definitiv beeindruckt. Er vermittelte mir eine immense Emotionalität, die mir zeigte, wie sehr er seine Figuren liebt. Er hat nicht krampfhaft versucht, einen künstlichen Abschluss für seine Reihe zu erzwingen, sondern ließ die Prinzessinnen einfach dorthin gehen, wo sie hin wollten. Selbst, wenn ihre Reise sie nicht an das Ziel brachte, das er sich für sie wünschte. Dieses Vertrauen erfordert viel Mut; ich denke, es war überhaupt nur durch die besondere Beziehung zwischen Hines und seinen Figuren möglich. Von Anfang an ging es in seiner Reihe darum, sie Verantwortung übernehmen und ihr Leben selbst gestalten zu lassen – es ist nur richtig und konsequent, ihnen auch zuzugestehen, den Abschluss ihrer Geschichte selbst zu wählen. Ich empfand Hines daher als eine Art Sprachrohr für Danielle, Talia und Schnee; es wirkte, als dokumentiere er nur, was diese drei großartigen Frauen zu erzählen haben.

    Die Todesengel ist eine tolle Reihe und „Dämon, Dämon an der Wand“ ist ein würdiger Abschluss. Trotz dessen hoffe ich, dass dieses Finale nur ein vorläufiges Ende darstellt. Ich wünsche mir wirklich, dass Jim C. Hines noch einmal zu der wahnsinnig tollen Idee seiner Reihe zurückkehrt und weiteren Märchenfiguren seine Stimme leiht. Es gäbe noch so viele, die die Chance verdienen, ihre Geschichten selbst weiterzuschreiben, nachdem der Beginn ihrer Biografien von anderen gestaltet wurde. Ich liebe die alten Märchen, mit denen ich aufgewachsen bin, doch mir ist auch bewusst, dass sie hauptsächlich klischeehafte, stereotype Charaktere abbilden. Speziell die Rolle von Märchenprinzessinnen ist häufig extrem begrenzt und kippt dadurch ins Unrealistische. Wer behauptet denn, dass Prinzessinnen stets nur Fräulein in Not sind und keine emanzipierten, selbstbestimmten Frauen mit individuellen Wünschen, Träumen, Hoffnungen, Sorgen, Ängsten und einer gehörigen Portion Kampfeswillen sein können? Obwohl Jim C. Hines sicher nicht der hellste Stern am Autor_innen-Himmel ist, weiß ich es einfach unheimlich zu schätzen, dass er sich für eine starke weibliche Stimme in der Literatur einsetzt und bin ihm dafür sehr dankbar. Es ist erstaunlich, dass er in diesem Punkt sogar vielen weiblichen Autorinnen weit voraus ist. Ginge es nach mir, gäbe es in der gesamten Literatur nur noch ähnlich realistische, lebendige Protagonistinnen wie Danielle, Talia und Schnee.

  7. Cover des Buches Das dunkle Netz der Lügen (ISBN: 9783499253775)
    Silvia Kaffke

    Das dunkle Netz der Lügen

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Lina, du hast Robert doch schon einmal geholfen, einen Mordfall aufzuklären. Bitte, benutze deinen Verstand. Hilf ihm, den wahren Mörder zu finden.«

     

    Ruhrort, im März 1861. Lina Borghoff führt einen kleinen, aber feinen Modesalon. Mit ihrem Mann Robert, einem Polizeikommissar, führt sie eine glückliche Ehe. Lina hat sich einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet, alle Damen der feinen Gesellschaft lassen bei ihr Kleider fertigen. Und es gibt nicht wenige sehr reiche Familien in Ruhrort, bei denen standesgemäße Feste gefeiert werden.

     

    Das Entsetzen ist folglich groß, als eine Einbruchsserie die Stadt überzieht, bei der zielsicher die Villen der Reichen geplündert werden. Robert und seine Kollegen haben alle Hände voll zu tun, zumal sie zeitgleich noch zwei brutale Morde aufklären müssen. Richtig schlimm wird es jedoch, als der Verdacht aufkommt, dass Linas Salon irgendwie in die Verbrechen verstrickt und einer von Linas ältesten Freunden des Mordes verdächtig ist…

     

    Es ist eisigkalt in diesem März und im Gegensatz zur feinen Gesellschaft, bei der sich die Welt um Protz und Bälle dreht, ist ein anderer, sehr großer Teil der Gesellschaft bitterarm und kämpft ständig ums nackte Überleben.

    Große Unterschiede gibt es zudem quer durch alle Schichten hindurch zwischen Mann und Frau. Bei den Schilderungen, was alles schicklich ist und was nicht, standen mir die Haare zu Berge. Und erst recht bei dem Punkt, dass ein Mann das Recht hat, seine Frau zu züchtigen und von ihr Gehorsam einzufordern.

     

    Vor diesem Hintergrund fällt Linas Charakter besonders auf. Sie ist eine selbstbewusste und intelligente Frau, sie ist emanzipiert, hat ihren eigenen Kopf und während fast alle Frauen von ihren Männern abhängig sind, verdient sie nicht selten mehr Geld als ihr Robert. Gleichzeitig hält sie sich nicht für etwas Besseres, ist hilfreich, offen… kurz: ein durch und durch sympathischer Charakter. Und ob ihr Robert seine Ermittlungen ohne ihre Hilfe hätte erfolgreich abschließen können? Mir scheint nicht.

     

    Wie schon der Vorgängerband zeigt auch dieser ein großartiges Bild der damaligen Zeit, die wirklich nur für die Menschen eine gute alte Zeit war, die über viel Geld und Stand verfügten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, alles Wichtige zu früheren Ereignissen wird kurz erklärt. Ich habe gebannt die Schicksale der Protagonisten verfolgt und konnte die spannende Handlung genießen. Falls die Autorin sich noch mal zu einem dritten Band erschließen sollte, wäre ich gerne wieder dabei.

     

    Fazit: Das war keine gute alte Zeit, in der dieser spannende historische Krimi spielt. Sehr gelungen!

  8. Cover des Buches Die Waldgräfin (ISBN: 9783641212605)
    Dagmar Trodler

    Die Waldgräfin

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28
    Einen Blick auf das Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Das Buch ist der Auftaktband zur sogenannten "Eifelgräfin-Trilogie" und gleichzeitig der Debütroman der Autorin. In Anbetracht dessen kann man sagen - ein gelungenes Debüt!

    Der Schreibstil der Autorin ist wirklich aussergewöhnlich: Sehr gefühlvoll, blumig und sehr bildgewaltig. Sie vermag es mit ihrer Sprache starke Gefühle zu erzeugen und intensive Einblicke in die Lebenswelt des 11. Jahrhunderts zu erzeugen. Weniger gefallen haben mir die zahlreichen Einschübe in lateinischer, hebräischer und altnordischer Sprache. Diese haben den Lesefluss immer wieder gehemmt und gestört, auch wenn die Autorin selbst sagt, dass diese Einschübe für die Handlung nicht Wesentlich seien und diese auch im Glossar übersetzt werden.

    Die Handlung selbst ist spannend und bietet schöne Einblicke in das damalige Leben. Allerdings wird der Spannungsbogen doch oft durch deutliche Längen unterbrochen.

    Die Protagonisten sind gut gezeichnet. Beide sind in ihrem Wesen aber sehr zwiegespalten. Die weibliche Hauptfigur ist zwar eine für ihre Zeit sehr aufgeschlossene, starke Frau, die aber immer wieder von Gewissenszweifeln - insbesondere religiöser Natur - geplagt wird. Ungewöhnlich: Die Autorin schreibt aus Sicht dieser Hauptfigur in Ich-Form! 

    Die männliche Hauptfigur ist zwar ein harter Mann, hat aber auch einen weichen Kern. 

    Beide entwickeln sich im Laufe der Geschichte, wobei das hin und her zwischen den beiden Charakterseiten etwas zu breit ausgewalzt wird, Überhaupt nimmt der religiöse Aspekt (sowohl der christlichen, als auch der nordischen) einen sehr breiten Raum ein. Selbstverständlich hat zu damaliger Zeit die Religion einen sehr dominanten Einfluss auf das Leben gehabt; im Buch war es mir dann aber doch etwas zu überbetont.

    Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen und mich teilweise ob der schönen Schreibweise sogar fasziniert. Da konnten mich auch die vorhandenen Längen nicht übermäßig stören. Ich werde auch die beiden Folgebände lesen.

  9. Cover des Buches Moll Flanders. Roman (ISBN: 9783730604120)
    Daniel Defoe

    Moll Flanders. Roman

     (1)
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  10. Cover des Buches Von Paul zu Pedro (ISBN: 9783717540748)
    Franziska zu Reventlow

    Von Paul zu Pedro

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Frau zu sein bedarf es wenig (ISBN: 9783596110575)
    Hera Lind

    Frau zu sein bedarf es wenig

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Ich kam hier nicht klar mit der Romanfigur. Witz und Ironie sind ja ganz schön zu lesen, aber es war sowas von überkandidelt und überzogen heftig in der Art der Wortwahl, dass für mich kein Verständnis mit dieser Schwangeren aufkam. Völlig unverständliche Handlungen, die überhaupt nicht witzig waren. Lieblos...würde ich sagen.

    Kurzer Ausschnitt:"Die Schwester griff berherzt meinen rechten Busen, riß ihn aus dem Nachthemd und stopfte ihn dem unschulgigen Kind in den Mund."  "Da!" rief sie. "Trink"

    Ausserdem knuffte sie das Baby, allerhand Griffe und Knüffe kamen dazu und sie ohrfeigte es freundlich. (?)

    Als die Protagonistin ihn dann noch als 'kleinen Penner' titulierte, war mein Maß voll. So einen Mist zieh ich mir nicht rein.

    Eine Geschichte voller Respektlosigkeiten, die an das Vormittagsprogramm im Schrei.- und Assi-Tv erinnern.

  12. Cover des Buches Ein Mann für jede Tonart (ISBN: 9783596247509)
    Hera Lind

    Ein Mann für jede Tonart

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Zeitschnecke
    Eine Sängerin schlägt sich mit Konzerten und Aushilfsjobs in diversen Hinterdörfern durch die Weihnachtszeit. Mit von der Partie: ein Kritiker ein Arzt und Tante Lilli. Die beiden Dur die andere Moll. Der Kritiker fährt auf fast jedes Konzert mit und verliebt sich das bei Hals über Kopf in sie. Endlich mal ein Licht am Ende des dunklen Ehe-Tunnels. Der Arzt, ein Internist der manchmal auch Theaterarzt ist und eine Weiterbildung zum Psychologen gemacht hat, steckt auch in einer schwierigen Ehe und kann mit ihr das Leben wieder genießen und schöpft neuen Mut. Tante Lilli bei der sie aufgewachsen ist, ist immer noch in brenzligen Situationen in ihrem Ohr und versucht jede Situation deeskalierend zu lösen. Dabei ist sie sehr rational und behält einen kühlen Kopf.
    Hera Lind versteht es Alltagsgeschichten mit gewissem Charme und Witz zu schreiben. Man kann ohne Schwierigkeiten sich die Situationen vor Augen führen und denkt man wäre ein "Zaungast". Keine Situatuation, kein Charakter ist zu abgehoben. Und Köln als Bestandteil der Geschichte ist dazu sehr, sehr passend. 
  13. Cover des Buches Dolley (ISBN: 055356949X)
    Rita Mae Brown

    Dolley

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Bewohnte Frau (ISBN: 9783423217415)
    Gioconda Belli

    Bewohnte Frau

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Feigenbalsamico

    Dieses Buch hat alles, was es für einen Lesemarathon auf dem Sofa braucht – Verfolgungsjagden, Spionage, politischen Widerstand und eine Liebesgeschichte. Es liest sich quasi in einem lang angehaltenem Atemzug :)
    .
    In „Bewohnte Frau“ erzählt Gioconda Belli die Geschichte Lavinia, die sich dem nicaraguanischen Widerstand der 1970er Jahre anschließt. Es erzählt auch die Geschichte von Itzà, die im 16. Jahrhundert gegen die spanischen Konquistadoren kämpft. Ihre Verbindung entsteht über einen Baum, der in Lavinias Garten wächst.
    Es geht auch darum, wie Vertrauen entstehen kann zwischen Menschen, die sich eigentlich kaum kennen. Wie Freundschaften entstehen zwischen Menschen, die einander nur beim Decknamen nennen. Darum, was man bereit ist aufzugeben, und darum, was man nicht aufgeben sollte, weil man es manchmal doch noch braucht.
    .
    Die Geschichte ist der Biographie von @giocondabelli sehr ähnlich; in „Die Verteidigung des Glücks“ berichtet sie von ihrer eigenen Zeit im Widerstand. Beide sind in der deutschen Version beim @dtv_verlag erschienen.
    #revolution #widerstand #autobiographie #buchtipp #coronaferien  #staythefuckhome



  15. Cover des Buches Das Magdalena-Evangelium (ISBN: 9783732571833)
    Kathleen McGowan

    Das Magdalena-Evangelium

     (206)
    Aktuelle Rezension von: AdelheidS

    Maureen Paschal ist Journalistin die sich zum Ziel gesetzt hat die Frauen der Geschichte ins rechte Licht zu rücken. Sie doziert zudem an Schulen und forscht in verschiedenen Ländern. Sie hat ein erfolgreiches Buch geschrieben über Frauen wie Maria Magdalena. Und von dieser hat Maureen auch Visionen deren Inhalt sie nur mit ihrem ältesten Freund Peter teilt - einem geweihten Priester. Bald schon wird Maureen weiter in diese Visionen eintauchen und viele neue Menschen und Geheimnisse aufdecken. Denn es soll ein bisher verschollenes Evangelium nach Maria Magdalena geben das schon viele gesucht haben aber nur eine Auserwählte kann es finden. Wird Maureen diese Frau sein?......

    Cover: Der Rote Umhang ist sehr symbolbezogen und passt daher gut. 

    Meine Meinung zum Buch: Auf meiner Hardcoverausgabe ist das Buch als Roman angepriesen und so hat er für mich auch die fast perfekten 5 Sterne verdient. Auf manchen Ausgaben werden die Bücher (Dies ist der erste Band von vieren die in sich abgeschlossen sind) als Thriller angepriesen. Zwar hat das Buch schon einige spannende Momente aber so richtig Thriller - eher nicht. Die Autorin konnte mir Geschichte hier wirklich nahe bringen und konnte auch ein gutes Gefühl von Glauben vermitteln, der nicht in Neid und Ungunst sondern in Vergebung und Liebe gelebt werden soll. Man ist fast verleitet zu denken, ja so kann es gewesen sein. Warum auch nicht? Ich fände es sehr zeitgemäß auch die Frau in die Christliche Welt mehr einzubinden. Die Zeitsprünge in das Leben Jesus haben mich sehr fasziniert und die Verbindung zu den Geschehen in der Jetztzeit ist auf jeden Fall gegeben. Symbolträchtig und trotz manch grausamer Szene gibt das Buch ein gutes Gefühl.

    Fazit: Glaubensroman/krimi der sehr gut geschrieben ist. 

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