Bücher mit dem Tag "emons verlag"
55 Bücher
- Michaela Kastel
Worüber wir schweigen
(100)Aktuelle Rezension von: labelloprincessDas Cover von „Worüber wir schweigen“ hat mich sofort angesprochen. Es ist atmosphärisch gestaltet, wirkt geheimnisvoll und macht neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Allein optisch verspricht das Buch Spannung.
Der Schreibstil von Michaela Kastel ist insgesamt gelungen. Besonders positiv hervorzuheben sind die wechselnden Perspektiven sowie die Zeitsprünge, die der Geschichte Dynamik verleihen. Diese Erzählweise sorgt dafür, dass man aufmerksam bleibt und die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Dadurch wirkt der Roman lebendig und anspruchsvoll, was gut zum psychologischen Thema passt.
Inhaltlich ist die Grundidee der Handlung durchaus interessant und vielversprechend. Das Buch wird als Thriller betitelt, trifft dieses Genre meiner Meinung nach jedoch nur bedingt. Es handelt sich eher um einen Psychothriller, der stark auf innere Konflikte, verdrängte Erinnerungen und seelische Abgründe setzt. Leider leidet die Umsetzung etwas darunter: Die Handlung zieht sich stellenweise sehr in die Länge, ist oft zähflüssig und bietet nur wenig Action oder echte Spannungsspitzen. Wer einen klassischen, temporeichen Thriller erwartet, könnte hier enttäuscht werden.
Ein weiterer Kritikpunkt sind für mich die Charaktere. Fast alle Figuren wirken psychisch stark belastet oder gestört, was zwar zur Thematik passt, es aber schwierig macht, eine echte Bindung zu ihnen aufzubauen. Mir fehlte eine Figur, mit der ich wirklich mitfühlen oder sympathisieren konnte. Dadurch blieb die emotionale Nähe zur Geschichte eher gering, was sich negativ auf mein Leseerlebnis ausgewirkt hat.
Ein solides Buch für Leser, die psychologische Themen mögen und kein Problem mit ruhigem Erzähltempo haben – für Thriller-Fans aber eher nur bedingt empfehlenswert. Ich vergebe dafür 3 von 5 Sterne.
- Margrit Cantieni
1941. Liebe in herzlosen Zeiten
(24)Aktuelle Rezension von: ErikHuyoffVor kurzem habe ich auch "1941. Liebe in herzlosen Zeiten" von Margrit Cantieni gelesen. Das Buch ist 2023 in der Emons Verlag GmbH erschienen und als historischer Liebesroman einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.
Sommer 1941. Tausende polnische Soldaten werden auf der Flucht vor der deutschen Wehrmacht in der Schweiz interniert und von den Einheimischen als Helden gefeiert. Doch bald schon kippt die Stimmung, und die zuvor willkommenen Flüchtlinge werden zur vermeintlichen Bedrohung. So auch Marek, der im Arbeitslager auf die junge Sofia trifft. Es ist Liebe auf den ersten Blick, aber je länger der Krieg dauert, desto unerwünschter wird ihre Beziehung. Schaffen sie es, sich den Regeln der Gesellschaft zu widersetzen und ihr gemeinsames Glück zu finden?
"1941. Liebe in herzlosen Zeiten" ist mein erstes Buch der schweizerischen Autorin Margrit Cantieni - und diese Herkunft merkt man dem Buch auch an, das schweizerische Lektorat hat hier sicherlich auch dazu beigetragen. Denn das Buch ist gespickt mit schweizerischen Begriffen, auch außerhalb von Dialogen, und ignoriert teils die gängige deutsche Rechtschreibung, was bei mir als Leser durchaus für Irritationen sorgt.
Die Handlung ist durchaus abwechslungsreich und kurzweilig, allerdings auch etwas spannungsarm - was bei einem Buch, das größtenteils zur Zeit des zweiten Weltkriegs spielt, doch etwas verwundert. Teils gravierende Zeitsprünge und ein sehr antiklimaktisches Ende sorgen für ein doch sehr angenehmes aber auch etwas eintöniges Leseerlebnis. Dabei werden neben der Liebesgeschichte jedoch spannende historische Fakten über die Schweiz zu dieser Zeit vermittelt, die gerade hier doch eher unbekannt sind.
Das Setting ist gelungen. So entführt die Autorin den Leser nach Graubünden zur Zeit des zweiten Weltkrieges, insbesondere in das kleine Dorf Rodels, das seit 2015 keine eigene Gemeinde mehr ist, im Buch aber deutlich größer vorkommt als die weniger als 200 Einwohner, die das Dorf wohl zu dieser Zeit hatte - die Internierten nicht mitgezählt. Dabei gelingt es der Autorin gut, die damalige Stimmung und die Spannungen innerhalb der Gesellschaft einzufangen - und atmosphärisch für den Leser greifbar zu machen.
Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Hierbei überzeugen vor allem (wichtige) Nebenfiguren wie Leonora und der Lehrer Lorenz, während gerade Marek teils nicht wirklich nachvollziehbar handelt. Margrit Cantienis Schreibstil lässt sich dabei, trotz der Authentizität, leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anspringen.
Die Buchgestaltung ist ebenfalls solide. Lektorat und Korrektorat haben - im Wesentlichen - sauber gearbeitet, der Buchsatz ist simpel, aber fehlerfrei, auch wenn ich mir eine Karte von Graubünden zur Unterstützung noch gut hätte vorstellen können. Das Covermotiv ist etwas beliebig, aber schön anzusehen - und zieht sich toll über Buchrücken und Coverrückseite, sodass ein tolles Gesamtbild entsteht.
Mein Fazit? "1941. Liebe in herzlosen Zeiten" ist ein unterhaltsamer historischer Liebesroman, der eher unbekannte Aspekte des zweiten Weltkrieges in den Mittelpunkt rückt, dabei teils aber etwas ereignisarm daherkommt. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen - ab einem Lesealter von 14 Jahren.
- Peter Beck
Die Spur des Geldes
(51)Aktuelle Rezension von: trollchenSpur des Geldes
Herausgeber ist Emons Verlag; 1. Auflage (21. März 2019) und hat 432 Seiten.
Kurzinhalt: In einem Schacht beim Tegeler See wird ein grausam gefolterter Mitarbeiter der Berliner Wasserwerke gefunden. Schnell zeigt sich: Er war in dubiose Bankgeschäfte verwickelt. Tom Winter, wortkarger Sicherheitschef einer Schweizer Privatbank, folgt der Spur des Geldes und hört sich in den Wasserwerkenvon London, München und Zürich um. Der Fall führt ihn bis ins russische Krasnodar und ein gnadenloserWettlauf gegen die Zeit beginnt.
Meine Meinung: Es war nicht schlecht zu lesen, nur leider manchmal etwas langatmig und ohne roten Faden. Irgendwie kam es mir vor, als wenn der Autor nicht wusste, was Tom Winter nun finden soll. Er konnte sich nicht entscheiden. Und manchmal fand ich es komisch, dass er manchmal total taff war und dann wieder wie ein Anfänger gehandelt hat. Irgendwie unglaubwürdig. Das Ende war irgendwie vorhersehbar und relativ fade, so wie eigentlich das ganze Buch, es passierte selten etwas neues und es wurde sehr langatmig geschrieben. Es hätte ein tolles Buch werden können, wenn es zwischendurch mal etwas Spannung gehabt hätte. Aber ich wollte doch wissen, wie es weitergeht, deswegen habe ich es zu Ende gelesen. Es war aber auf alle Fälle spannend, was alles passieren kann, wenn man ins Trinkwasser etwas mischt, was leider heutzutage doch nicht mehr so abwegig ist.
Mein Fazit: Man kann es lesen, zwischendurch wäre etwas Spannung gut gewesen und leider manchmal etwas langatmig zu lesen. Ich vergebe 4 gute Sterne und kann es trotzdem weiter empfehlen. Die Idee vom Buch ist gut.
- Robert Preis
Gottes Plagen
(17)Aktuelle Rezension von: peedee1463. Stjepan Tomašević, der letzte König von Bosnien, wird enthauptet. Vor seinem Tod hat er seine hochschwangere Frau Helena verraten, der es aber gelingt, mit einem kleinen Gefolge zu fliehen. Auf der Flucht kommen mehrere Begleiter ums Leben. Johannes, ein Pilger, steht ihr zur Seite; er will nach Graz des Heiligen Römischen Reichs, um die Menschen vor der Gefahr zu warnen. Nicht nur die Osmanen folgen ihnen, sondern auch Krankheiten und Plagen...
Erster Eindruck: Das Cover ist sehr ausdrucksstark und wirkt dreidimensional – gefällt mir sehr gut.
Für mich war es das erste Buch des Autors, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Recherchearbeiten für einen historischen Krimi stelle ich mir sehr aufwändig vor – hierfür meinen besten Dank. Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte, die auch die Entstehung des Grazer Gottesplagenbildes thematisieren soll.
Wem kann man überhaupt trauen? Einer ist im Moment dein Freund, aber im nächsten Moment steckt sein Schwert in dir! Wer ist Johannes wirklich? Ist er ein Mönch, Pilger, Ritter? Was hat es mit diesem geheimnisumwobenen Buch auf sich?
Haris kam mir vor wie Hulk: selbstverständlich nicht grün, aber riesig, stark und furchtlos – und mit einem weichen Herzen, trotz allem. Er will Johannes wiederfinden, um ihn zu töten (als „Dank“ dafür, dass Johannes ihn trotz Armverlust hat überleben lassen), aber ihm ist bewusst, dass Johannes nicht sein Feind ist, sondern zu einem Gefährten geworden ist.
Die Beschreibungen waren (leider) sehr plastisch und ich empfand nur schon die ersten 80 Seiten als sehr brutal – für mich an der Grenze des Erträglichen. Nach dem ersten Viertel des Buches, in dem Helena, Johannes und Haris auf der Flucht sind, habe ich mich gefragt, wie lange diese sich stets wiederholende Präsentation von brutaler Gewalt weitergehen würde. Das Gelesene hatte einige Längen, die mir in Kombination mit den grausamen Szenen zunehmend Mühe bereiteten – ich war nahe dran, aufzugeben. Aber da ich begeisterte Stimmen zu diesem Buch gehört hatte, wollte ich dranbleiben. Aber nach 234 von 576 Seiten war meine Schmerzgrenze erreicht und ich habe das Buch abgebrochen. Mir ist bewusst, dass das Mittelalter keine Zeit von Friede, Freude, Eierkuchen war, aber die Zurschaustellung der Gewalt (bis Seite 234) war mir zu brutal. Schade. - Monika Mansour
Der Himmel über den Alpen
(25)Aktuelle Rezension von: Maja_BlumAls Berner Oberländerin war ich sehr auf die Darstellung der Region gespannt und wurde gefesselt. War sehr schön so detailiert zu lesen.
Sunshin ist manchmal etwas anstrengend, aber perfekt wie sie ist.
Tony überraschte mich. Ich hatte Ihn anders eingeschätzt.
Durch die Hochs und Tiefs, sowie meiner Heimat liebe ich das Buch. Die Liebesgeschichte ist sehr spannent geschrieben.
Wirklich ein tolles Werk von Monika Mansour.
- Antonia Michaelis
Friedhofskind
(68)Aktuelle Rezension von: AleshaneeDas war wieder einfach nur WOW!
Die Autorin hat schon sehr viele Bücher geschrieben - und natürlich sind welche dabei, die jetzt nicht so ganz meinen Nerv treffen oder "einfach nur gut" sind - aber das hier hat mich schon wieder ganz schön an meinen Nerven gepackt - denn neben ihrem gewohnt genialen Schreibstil waren auch die Charaktere wieder großartig inszeniert, so dass man sie einerseits zu verstehen und mit ihnen mitzufühlen glaubt und andererseits zu undurchsichtig, als würde das Bild, dass man sich von ihnen macht, immer wieder wie Nebel zerfasern. Dazu die Geschichte um das ertrunkene Mädchen, die plötzlichen Todesfälle - und ein eingeschworenes Dorf auf einer Insel im Norden Deutschlands, die ihren Sündenbock gerne im Außenseiter suchen.
Siri Pechton ist 32 und reist in dieses namenlose Dorf, um die Fenster einer alten Kirche zu restaurieren bzw. neu zu entwerfen. Die erste Szene auf dem Friedhof, bei dem sie auf den Totengräber Lenz trifft, die Gerüchte im Dorf, das flüchtige Mädchen im blauen Kleid... die Autorin versteht es wunderbar, direkt die Atmosphäre aufzugreifen und sie immer tiefer wirken zu lassen. Eine surreale Atmosphäre, wie sie sehr oft in ihren Büchern vorkommt und mir vorgaukelt, wie alles sein soll und doch nicht ist.
Während Siri also die Fenster entwirft und währenddessen versucht, hinter die Geheimnisse zu kommen, die überall lauern, fühlt sich Lenz in seiner Einsamkeit bedrängt. Er ist ein Kind im Körper eines Erwachsenen, er ist der Totengräber und er spricht mit ihnen, heißt es. Dabei flüchtet er sich nur in die Vergangenheit, an etwas, das ihn lebendig fühlen lässt zwischen all den Gräbern, all den Vorurteilen und ängstlichen Blicken.
Anfangs scheint keine Annäherung möglich zu sein, doch Siri spürt die dunklen Schatten, die Lenz umgeben und möchte das Licht der Wahrheit ergründen, die dahinter lauern.
Sein Gesicht war nicht mehr so ... unschön. Nicht mehr so grob. Es war nicht schön, aber es war auch nicht mehr hässlich. Es war etwas, das man mögen konnte.
Zitat Seite 140
Ein wunderschönes Zitat, das für mich so viel aussagt! "Schönheit" liegt im Auge des Betrachters, wie auch viele andere Dinge. Aus welchem Blickwinkel man die Ereignisse betrachtet.
Einen Menschen, den man mag, findet man immer schön, denn man spürt seine Ausstrahlung, seine Gutmütigkeit, seine Freude, seine vielen positiven Eigenschaften - da verschwimmt das optische, denn es ist bedeutungslos.
Das gleiche spiegelt sich in in diesen Sätzen wider:
"Ich finde die Wahrheit heraus." Sie lauschte dem Satz nach. Er hörte sich gut an, wie aus einem Film, aber er stimmte gar nicht. Ich verwickle mich, wäre richtiger gewesen. Ich verstricke mich in Sichtweisen, denn die Wahrheit gibt es vielleicht gar nicht. Es ist eine Frage des Betrachters."
Zitat Seite 301
Ich denke, jeder kennt das Szenario, dass 10 Zeugen befragt werden, die alle das gleiche gesehen haben - und jeder erzählt es anders. Hier erzählen die Geschichte Siri und Lenz - und beide halten vieles zurück, ob aus Absicht, Unsicherheit oder versunkenen Erinnerungen... es ist ein gefährliches Spiel und beide wissen nicht, was sie dabei gewinnen können, oder verlieren.
Die beiden Protagonisten sind der Mittelpunkt der Geschichte und ihre Gefühle und Gedanken haben mich sehr berührt, manchmal auch erschreckt - aber vor allem hat mich fasziniert, wie Antonia Michaelis diese beiden in Szene setzt und mich beim Lesen immer wieder Zweifeln lässt.
Dazu die typischen Dorfbewohner, die viel Tratschen, aber wenn es darauf ankommt nicht wirklich den Mund aufbekommen. Schuldzuweisungen, Ängste, Isolation sind hier Themen und die immerwährende Suche nach Nähe, nach einem Menschen, der einen sieht, versteht und annimmt.
Die seltsamen Todesfälle spielen aber auch eine große Rolle, bei denen nie so recht klar wird, wie das alles zusammenhängen könnte bzw. wer nun tatsächlich dahintersteckt.
Der Schreibstil war für mich jedenfalls wieder ein absoluter Genuss, denn wie hier mit den Wörtern gespielt wird, wie sie eingesetzt werden, wie sie die Momente beschreiben, darin kann ich mich jedesmal bei ihr verlieren. Ich bin so gefangen in der Geschichte, dass ich alles um mich herum vergesse und das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Meine Begeisterung hat man jetzt hoffentlich heraus gelesen, denn ich hab hier wieder eine äußerst berührende und höchst spannende Geschichte nahezu inhaliert.
- Kerstin Fielstedde
Kamikatze
(44)Aktuelle Rezension von: Jessica-LangIch habe mir viel von der aktuellen Story erwartet die mich begleitet, aber ich werde nicht warm damit. Absolut gar nicht.
Kamikatze von Kerstin Fielstedde steht seit Jahren in meinem Regal...es war damals aufgrund des Covers ein Spontankauf.
Das Cover hat mich echt begeistert, der Klappentext wirkt interessant und einladend und nun knabbere ich bereits seit Wochen daran..ich bin auf Seite 41.
Jaaa.
Inhaltlich folgen wir unterschiedlichen Handlungspunkten. Wir lernen Indy kennen die sich in einer Kampfszene mitten in einem Gebäude befindet, umzingelt von dutzenden von Ratten. Sie kämpft gut, doch leider nicht gut genug und wird von den Ratten in den Untergrund gezerrt.
Ian ihr Bruder, der eigentlich sein Leben als Stubenkater lebt, muss nun handeln, sein Bauchgefühl sagt ihm etwas mit seiner Schwester stimmt nicht und er hat recht.
Er sucht Maxim auf ein norwegischer Waldkater der leicht in Indy verknallt ist und versucht so einen Trupp zusammenzubekommen um eine Rettungsaktion zu starten.
Der Sprachaufbau, der Schreibtsil sagt mir überhaupt nicht zu. Das Buch spielt in Deutschland, teilweise finden sich darin Sätze in sächsischem Dialekt, dann springen wir in den Gedankengang des anderen, finden uns wieder in einem weiteren Dialekt und so weiter und so fort.
Ich spreche auch einen Dialekt, daran liegts nicht, aber es stört den Lesefluss immens, immerwieder Zeilen wiederholen weil ich sie akustisch nicht verstanden habe ist demotivierend.
Was mich auch stört ist das es extrem, wirklich extrem unrealistisch ist. Ja klar, ich lese ein Buch in welchem es um Tiere geht die ermitteln und kämpfen, aber ab und an verstehe ich das warum und wieso nicht.
Ein Beispiel:
Ein Hund und ein Vogel sitzen bei Tisch und beratschlagen sich über Ermittlungen usw. dann läutet er ein Glöckchen woraufhin ein Mensch erscheint und Anhand der Abfolge des läutens erkennt der Mensch was der Hund zum Essen bestellen will (habe den Teil als Bild angefügt, ist kein Spoiler)
Irgendwie habe ich ganz was anderes erwartet, etwas spannenderes oder etwas das flüssiger zum lesen ist.
Für mich leider nur 3 von 5 Sternen
- Bettina Lausen
Das Geheimnis der Reformatorin
(20)Aktuelle Rezension von: NadyMeine Meinung:
Ich habe mich sehr auf den 2. Band der Reihe gefreut, da mich schon der 1. Band völlig eingenommen hat und von mir 5 Sterne erhielt.
Auch „Das Geheimnis der Reformatorin“ war genial. Ich war sofort wieder in der Geschichte um Jonata drin und habe die 366 Seiten mehr als genossen.
Über den Inhalt möchte ich gar nicht so viel schreiben, da es sich ja um den 2. Band der Reihe handelt.
Wir begleiten Jonata auf ihrem weiteren Weg, der sie wieder zurück in ihre Heimat führt. Durch einen Überbringer erfährt Jonata, dass ihr Vater umgebracht wurde. Natürlich möchte sie den Mörder finden, auch wenn sie Angst hat, von ihrem Bruder, der dort in einem Kloster lebt und nach Jonatas Leben trachtet, entdeckt zu werden.
Der Schreibstil war locker und leicht zu lesen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Inzwischen bin ich von Bettina Lausen so begeistert und freue mich auf viele weitere Romane aus ihrer Feder.
Von mir erhält auch dieser historische Roman 5/5 Sternen und ich kann diese Reihe wärmstens empfehlen.
Text © nadys-buecherwelt.de
- Carsten Sebastian Henn
Vino Furioso
(8)Aktuelle Rezension von: sansolDer achte und aktuell letzte Band aus der Julius Eichendorff Reihe um den immer wieder in Mordfällen ermittelnden Sterne-Koch von der Ahr.
Gut, ich kenne nicht jeden Band der Reihe, mir gefallen die überwiegend etwas überzogen dargestellten Charaktere und das Lokalkolorit der Ahr - die Details über den Wein und das Essen waren wie immer sehr informativ. Auch die Grundzüge der Story um den ermordeten Schlagerstar, Cousine Annemaries ungeahnte Talente und den Blitze-Jäger haben mich unterhalten die vielen skurrilen Ratschläge bzgl einer Schwangerschaft von Anna passen da ins Gesamtbild. Insgesamt ist alles aber schon arg übertrieben, was bei einer Reihe nicht unbedingt zu einer positiven Entwicklung beiträgt.
- Kai Bliesener
Hotel Silber – neue Zeit, alte Schuld
(37)Aktuelle Rezension von: Chattys_BuecherblogPaul Kramer steht vor einer neuen Herausforderung: den Aufbau der Kriminalpolizei in Stuttgart, die im berüchtigten Hotel Silber untergebracht ist. Dieses einstige Symbol des Schreckens und der Folterlager aus der Zeit des Nationalsozialismus wird zum Schauplatz seiner Ermittlungen. Doch die Erinnerungen an seine eigenen Leiden sind noch frisch, und die Gespenster der Vergangenheit greifen nach ihm.
Als er den Fall einer vermissten Frau übernimmt, die einst in diesen Mauern festgehalten wurde, wird die Situation zunehmend brenzlig. Kramers Kollegen scheinen von den Idealen der Vergangenheit nicht loszukommen und stehen ihm eher feindlich gegenüber. Wem kann er noch vertrauen, wenn die Schatten der Geschichte noch immer über Stuttgart liegen?
Der Roman bietet einen eindringlichen Blick auf die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte und beleuchtet die Schwierigkeiten, eine neue Ordnung zu schaffen, während alte Gespenster in Machtpositionen verweilen. Die Beschreibungen der Gräueltaten im Hotel Silber lassen einem das Blut in den Adern gefrieren; sie sind so realistisch, dass man beim Lesen Gänsehaut verspürt.
Die Charaktere sind facettenreich, vom Opfer bis zum Täter, und zeigen die Abgründe der menschlichen Seele in jener Zeit. Die gekonnte Mischung aus packender Erzählweise und tiefgründiger Recherche macht diesen Kriminalroman nicht nur zu einem spannenden Lesevergnügen, sondern regt auch zum Nachdenken über Schuld und Verantwortung an. Ein absolutes Muss für alle, die sich für die dunkle Vergangenheit Deutschlands interessieren!
- Ingo Bartsch
Ein Mord – drei Tote
(17)Aktuelle Rezension von: ErikHuyoffVor kurzem habe ich "Ein Mord - drei Tote" von Ingo Bartsch gelesen. Das Buch ist 2023 bei GRAFIT in der Emons Verlag GmbH erschienen und als (regionaler) Kriminalroman einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.
Adam Götzki vom BKA in Berlin ist psychisch am Ende. Um beruflich wieder auf die Beine zu kommen, soll er für eine Weile beim LKA im beschaulichen Mainz arbeiten, wo ihn gleich der erste Fall erwartet: Eine Influencerin liegt erschlagen in ihrer Wohnung. Die Staatsanwaltschaft klagt den erstbesten Verdächtigen an, doch Götzki sucht weiter nach Antworten. Schnell wird ihm klar, dass die schillernde Influencerin ein Doppelleben geführt hat. Als er der Spur folgen will, wird er von seinem Vorgesetzten zurückgepfiffen. Aber die unheilvollen Ereignisse, die sich in Gang gesetzt haben, sind nicht mehr aufzuhalten.
"Ein Mord - drei Tote" ist der erste Roman um Adam Götzki - vielleicht der Beginn einer Reihe? Dabei lässt sich das Buch - obwohl als psychologischer Kriminalroman betitelt - gar nicht so einfach einem Genre zuordnen. Aufgrund des sehr starken regionalen Bezugs - Wein, Hand- und Spundekäs spielen eine zentrale Rolle - würde ich das Buch durchaus als Regionalkrimi einordnen. Allerdings ist die Bandbreite der behandelten Themen nahezu endlos, sodass man hier durchaus auch Elemente eines (Polit-)Thrillers findet - um nur noch eine der Möglichkeiten zu benennen.
Die Handlung ist vielschichtig, abwechslungsreich und durchaus spannend, hat aber an einigen Stellen auch kleinere Längen. Gerade das Ende vermag mich jedoch nicht ganz zu überzeugen, wird der Fall doch zwar spannend, aber sehr rasch und unerwartet aufgelöst - unnötiger Cliffhanger inklusive. Auch die immer stärker und abstruser eskalierenden Handlungsspiralen sind nicht in jedem Fall nachvollziehbar - manchmal wäre etwas weniger dann doch mehr gewesen.
Das regionale Setting kann hingegen gänzlich überzeugen. So entführt der Autor den Leser nach Mainz in eine Stadt voll lokalem Flair, das einiges zum Gelingen des Romans beiträgt. Weitreichender als der geografische Ausflug nach Mainz sind jedoch die thematischen Streifzüge durch die Bereiche politischer Extremismus und Terrorismus, organisierte Kriminalität, Korruption und Vetternwirtschaft, psychische Erkrankungen, Migration und Clanstrukturen - eine Bandbreite, die fast zu groß für einen doch eher kurzen Roman ist.
Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig angelegt haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Hierbei überzeugen insbesondere Nebenfiguren wie Maja, Sam und Ali, während gerade Adam jedoch etwas eindimensional verbleibt und dafür sorgt, dass man als Leser sich viel mehr um ihn sorgt, als mit ihm mitzufiebern - die Lösung des Falles habe ich ihm zumindest nicht gegönnt. Der Schreibstil von Ingo Bartsch hingegen ist durchaus leicht und flüssig zu lesen und lässt das Kopfkino sofort anspringen.
Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben ordentlich gearbeitet, insgesamt ist das Buch aber eher schlicht und unauffällig - Highlights in der Ausstattung sucht man hier vergebens. Auch das Cover ist zwar durchaus gelungen und bietet Assoziationsmöglichkeiten, im Zusammenspiel mit Coverrückseite und Buchrücken ist das Gesamtprodukt dennoch sehr eintönig und eher kein Eyecatcher.
Mein Fazit? "Ein Mord - drei Tote" ist ein Kriminalroman mit tollem Setting und spannender Handlung, die jedoch teils etwas eskaliert und einen Ermittler hat, mit dem man schwerlich warm wird. Für Leser des Genres dennoch bedenkenlos zu empfehlen - ab einem Lesealter von 16 Jahren.
- Heike Denzau
Das Haus am Moor
(21)Aktuelle Rezension von: LesezeichenfeeSpannender Krimi mit starken Figuren und kleinen Härten
Der Emons Verlag hat ein schönes Buch von Heike Denzau veröffentlicht: Das Haus am Moor. Eine Entführungsgeschichte, die einen mitreißt – vor allem, weil es um einen Jungen geht und zusätzlich ein älteres Mädchen aus dem Heim hineingezogen wird: Jana und Theo. Nele, Janas Freundin, wird dagegen Opfer eines brutalen Verbrechens, was die Geschichte düsterer macht, als man es vielleicht erwartet.
Das Haus steht zwar im Moor, aber echte Moor‑Atmosphäre entsteht kaum. Es ist eher die Einsamkeit des abgelegenen Einzelhauses, die die Spannung trägt. Der Titel passt deshalb nur bedingt, auch wenn er neugierig macht.
Die Handlung bleibt durchweg spannend, weil der Leser immer wieder auf falsche Fährten geführt wird. Ich hatte zwar eine Ahnung, aber sicher war ich mir nie – ein gutes Zeichen für einen Krimi. Das Buch hätte allerdings ein paar Seiten weniger vertragen, denn manche Passagen wirken etwas gestreckt.
Die Brutalität einer der Entführerinnen fand ich schade, aber sie erhöht natürlich die Dramatik. Froh war ich, dass meine beiden Lieblingsfiguren Jana und Theo verschont geblieben sind.
Der Schreibstil ist solide, gut lesbar und ohne große Schwächen.
Fazit: Ein spannender Krimi mit starken Figuren, kleinen Längen und einem Titel, der atmosphärisch mehr verspricht, als er liefert. 4 Sterne.
- Elke Pistor
Makrönchen, Mord & Mandelduft
(28)Aktuelle Rezension von: buecher_t1na..oder auch nicht?
Ich gebe zu, es ist ein wenig länger her seit ich das Buch gelesen habe. Und bisher hatte ich keine Rezension geschrieben, ich glaube, weil ich auch nicht wusste, was ich schreiben soll.
Das Buch war tatsächlich hier auf meiner Merkliste und ich habe das Buch von meinem damaligen Chef zu Weihnachten bekommen - er wusste, gar nicht, dass ich das wollte. Er hat tatsächlich selbst recherchiert.
Das Cover ist wirklich auch ganz toll und wie andere schreiben sind die Rezepte am Ende des Buches auch wirklich klasse. Ich liebe sowas ja, wenn es Extras im Buch gibt, Rezepte oder vorne eine Playlist etc.
Aber ich glaube, das Buch war mir zu zäh und anstrengend. Ich hatte auch mit dem Namen Annemie selbst Schwierigkeiten, weil ich den Namen so nicht kannte - ich habe immer Annemarie gelesen.
Farid war mir ganz sympathisch aber das war's dann größtenteils glaube ich auch. Mir kam das Buch auch sehr zäh vor und wie eine andere Rezension auch schreibt, spannend war es nicht wirklich. Kann man lesen, muss man aber nicht... - Sylvie Gühmann
Hamburg. Unterwegs mit deinen Lieblingsmenschen
(13)Aktuelle Rezension von: Corneliapoetsch"Hamburg. Unterwegs mit deinen Lieblingsmenschen" ist ein außergewöhnlicher, wunderschön Reiseführer.
Sylvie Gühmann nimmt uns mit Hamburg nicht nur zu entdecken, sondern auch zu erleben. Egal ob für Kurztrips oder Urlaube , dass Buch stellt viele abwechslungsreiche Ausflugsideen vor. Selbst Hamburger finden in diesem Reiseführer sicher viele Inspirationen um ihre Stadt besser kennenzulernen. Über 100 Aktivitäten/Ausflugsziele werden vorgestellt. Der Schreibstil ist authentisch, flüssig und locker. Die Autorin gibt immer die genaue Adresse und die Haltestelle (ÖPNV) an. Ein besonders Highlight ist, dass alle Ziele mit tollen Fotos präsentiert werden. Ich hätte ich mir noch eine Karte gewünscht.
Fazit: "Hamburg. Unterwegs mit deinen Lieblingsmenschen" ist ein authentischer und wunderschön illustrierter Stadtführer. Ich kann das Buch zu 100% weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne.
- Lucie Flebbe
Bad Business. Deal mit dem Tod
(33)Aktuelle Rezension von: schillerbuchDiesen Krimi las ist für meine Jurytätigkeit bei den Stuttgarter Kriminächten und bedanke mich beim Grafit Verlag, der mir ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat. Laut Verlag zeigt die Autorin in diesem Buch schonungslos die Auswüchse von Privatisierungs- und Effizienzwahn im Gesundheitssektor auf. Das fand ich ein interessantes Thema und ich war gespannt, was mich erwartet.
De Verlag beschreibt den Inhalt so: „Mieke Jentsch macht ihren Job als stellvertretende Klinikverantwortliche schon deutlich zu lange. Als ihr Vorgesetzter unerwartet Suizid begeht, rückt sie in die Chefposition auf und wird beauftragt, Kliniken an einen Medizinkonzern zu verkaufen. Ist der Milliardendeal die Chance, ihre Fähigkeiten endlich unter Beweis zu stellen? Doch je tiefer Mieke in die Materie vordringt, desto größer werden ihre Zweifel daran, dass ihr Vorgänger freiwillig aus dem Leben gegangen ist. Als sie das Opfer mehrerer Anschläge wird, beginnt sie zu ahnen, dass sie längst zur Schachfigur in einem tödlichen Spiel geworden ist . . .“ (© Grafit Verlag)
Das Buch ist wirklich spannend, obwohl ich mir schwer tat mit dem Aufbau: Lucie Flebbe erzählt aus mehreren Perspektiven und es dauerte relativ lange, bis ich in die Geschichte reingekommen bin, zumal die einzelnen Abschnitte oft sehr kurz waren. Vor allem das hat mich auch nicht so ganz überzeugen können, es hat bei mir nicht für Spannung gesorgt, sonder eher für eine gewisse Mühsal beim Lesen. Im Laufe des Romans setzte sich langsam ein Bild zusammen und auch die beiden Hauptpersonen Mieke und der eigenwillige Coach Mo gewinnen immer mehr an Tiefe. Das ist es, was mich letztendlich dann auch bei der Stange gehalten hat.
Mieke ist eine ehrgeizige junge Frau, die unbedingt Karriere machen möchte, die aber auch merkt, dass ihr die dafür notwendige Skrupellosigkeit fehlt. Als sie vom Abteilungsleiter für unfähig erklärt und in ein Coaching geschickt wird, bringt sie das an ihre Grenzen. Denn es handelt sich hier keineswegs um eine normales Coching, sondern Mo arbeitet mit Pferden, die sofort spüren, ob ein Mensch die natürliche Autoritärt ausstrahlt, die eine Führungskraft, die nach oben will, haben sollte. Als sie dann unerwartet doch in die Chefposition vorrückt, stellt Mieke das nicht nur als Führungskraft, vor eine große Herausforderung, sondern sie sieht auch ihre Werte in Frage gestellt. Hat der Abteilungsleiter sie nicht nur deshalb befördert, weil sie ihrem Vorgänger inhaltlich zugearbeitet hat, sondern auch gerade deshalb, weil er glaubt, dass sie widerstandslos dem Verkauf der Reha-Klinken der Rentenversicherung an einen privaten Klinikkonzern vorbereiten und durchführen wird? Als sie Sanna aus dem Betriebsrat kennenlernt, sieht sie den Verkauf immer kritischer. Und als sie mehrfach in lebensgefährliche Situationen gerät, aus denen Mo ihr heraushelfen kann, beginnen beide, nachzuforschen, wer hinter den Anschlägen stecken könnte.
Dazu gibt es eine ganze Reihe von Nebenfiguren, deren Rolle zu Beginn völlig unklar ist, die aber im Laufe der Handlung an Kontur gewinnen bis sich am Ende des Buches ein Gesamtbild ergibt.
Man merkt dem Buch an, dass sich Lucie Flebbe intensiv mit dem Thema beschäftigt ist – ein Thema, das ihr als ausgebildeter Physiotherapeutin sicher auch nahe liegt. Über die Privatisierung der Kliniken, die alle unter einem enormen Kostendruck stehen und deshalb zu fragwürdigen Mitteln greifen, kann man zu Zeit regelmäßig in der Zeitung lesen und in diesem Thriller zeigt die Autorin tatsächlich die Auswüchse von Privatierungs- und Effizienzwahn auf, unter dem Personal und Patient:innen zu leiden haben. Durch die vielen Handlungsfäden jedoch hatte ich das Gefühl, dass sie insgesamt etwas zu viel hineingepackt hat. Dass eine der Pflegerinnen aus Afghanistan stammt und verzweifelt versucht, ihre kleine Tochter und Schwester nachzuholen, war mir dann einfach zu viel, denn auch das ist ein hoch komplexes Thema, das es wert wäre, in einem eigenen Roman gewürdigt zu werden. Trotzdem gewann der Thriller nach dem ersten Drittel immer mehr an Fahrt und es gibt am Schluss einige wirklich überraschende Wendungen.
Mein Fazit: Spannende Krimikost mit einem interessenten Thema, allerdings mit kleinen Einschränkungen was den Aufbau und die thematische Überfrachtung anbelangt. Trotzdem lesenswert!
- Leon Sachs
Mein ist die Macht
(27)Aktuelle Rezension von: reading_bumble_bee>>Darüber das alles zeigen sollte, wie weltoffen der Islam ist. Ulbricht wurde schlecht bei dem Gedanken. Noch schlechter wurde ihm aber bei dem Gedanken, dass das ach so tolerante Deutschland dieses Märchen schluckte<<
KÖLN. Während der Rat der Religionen an einem Friedensvertrag arbeitet wird die Zentralmoschee in Köln bei einem Anschlag komplett zerstört. Gefährdet der Terroranschlag die Verhandlungen? Die Tochter des US-Präsidenten möchte bei der Unterzeichnung des Vertrages dabei sein. Dazu kommt es jedoch nicht, da es Hinweise auf ein Attentat auf die First-Daughter gibt. Verdächtigt wird der französische Rabbiner Fabrice. Seine Frau Esther, Nichte Natalie Villeneuve und ihr Mann Alexander Kauffmann versuchen verzweifelt seine Unschuld zu beweisen.
Zu Begin habe ich das Buch mehrmals weggelegt, da ich den Anfang ziemlich langweilig fand. Wenn man sich jedoch vorarbeitet gewinnt der Thriller etwas mehr an Spannung.
Brillant fand ich die Hauptcharaktere. Man konnte sie sich gut vorstellen. Ebenso intelligent werden die Ursachen der Gewalt zwischen den Religionen beschrieben. Ich ziehe nur einen Stern ab, wegen der Spannung.
- Andreas J. Schulte
Hildegard von Bingen und das Siegel des Königs
(32)Aktuelle Rezension von: -sabine-Mir ist das Buch aufgefallen, weil es auf der Shortlist für den Litertaturpreis „Goldener HOMER“ stand und mich der Klappentext neugierig gemacht hat - leider hat das Buch den Preis nciht gewonnen; mich aber hat es überzeugt!
Die Geschichte spielt Mitte des 12. Jahrhunderts – Hildegard von Bingen steht dem Kloster in Rupertsberg vor. Die junge Elisabeth von Greich wird von ihrem Bruder in das Kloster gebracht – schnell ist klar, dass Elisabeth klug und gebildet ist, so dass Hildegard ihr besondere Aufgaben zukommen lässt. Als sie ins Kloster Disibodenberg eingeladen wird, um den Verhandlungen zur Thronfolge beizuwohnen, nimmt sie Elisabeth mit – und wird dort zu einer großen Hilfe, als sich ein Unfall als Mord entpuppt und der Mörder frei im Kloster herumläuft.
Das Buch wird als historischer Kriminalroman gehandelt, man sollt aber wissen, dass der Krimi-Aspekt erst spät dazukommt und es lange Zeit um Elisabeth und ihr Einleben im Kloster geht. Ich fand das sehr interessant, und war daher nicht enttäuscht – und interessant ist auch, dass nicht Hildegard von Bingen im Mittelpunkt steht, sondern die junge Elisabeth. Aus ihrer Sicht wird die Geschichte erzählt, erst ihre Ankunft im neu gegründeten Kloster, dann das Leben dort, ihre Sicht der Dinge, aber auch ihr Empfinden den Mitschwestern gegenüber und ihr Zusammenwirken mit Hildegard. Dabei sind die einzelnen Figuren sehr schön gezeichnet – selbst die Nebenfiguren haben eine eigene Geschichte und sind so sehr nahbar. Elisabeth ist eine gewitzte junge Frau, die nicht nur blitzgescheit ist, sondern auch verschiedene Sprache spricht, im politischen Geschehen informiert war und sich sogar körperlich zu verteidigen weiß. Sie ist sehr sympathisch, und ich habe sie gerne begleitet – auch wenn mir die genannten Punkte ein wenig zu viel des Guten waren. Auch Hildegard ist eine sympathische Frau, die auch hier im Buch eine unglaubliche Würde ausstrahlt und Präsenz zeigt – einfach nur, weil sie da ist. Am Rande werden auch ihre Heilkünste eingeflochten, im Mittelpunkt stehen aber ihr Wirken als Vorsteherin des Klosters und im letzten Drittel dann die Vorkommnisse und Todesfälle im Kloster Disibodenberg.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und hat mich direkt in die Zeit hineingezogen – es sind so tolle Beschreibungen, dass ich alles genau vor Augen hatte, ohne dass es aber langatmig war oder zu ausführlich. Spannend wird es dann in der zweiten Hälfte – hier spitzt sich die Situation langsam zu, und ich war mit Elisabeth ganz hibbelig, wie sich alles auflösen wird.
Andreas J. Schulte hat schon viele, vor allem regionale, Krimis geschrieben – von mir aus kann er gerne noch weitere historische Romane schreiben, denn ich habe das Buch sehr gerne gelesen und fand die Mischung aus Fiktion und wahren Gegebenheiten sehr gelungen. Auch für Einsteiger ins historische Genre empfehle ich das Buch gerne weiter!
- Marcel Huwyler
Frau Morgenstern und die Offenbarung
(32)Aktuelle Rezension von: Frau_BWer glaubt, dass Pensionärinnen nur stricken und im Garten arbeiten, hat die Rechnung ohne Violetta Morgenstern gemacht. In „Frau Morgenstern und die Offenbarung“ führt uns Marcel Huwyler erneut in die Welt der ehemaligen Lehrerin, die ihren Ruhestand mit einer sehr speziellen Nebentätigkeit füllt: dem professionellen Aussortieren von Menschen, die die Welt nicht braucht. Was mich an diesem Band besonders fasziniert hat, ist die Mischung aus tiefschwarzem Humor und einer fast schon poetischen Eleganz in der Grausamkeit.
Huwyler versteht es meisterhaft, die Balance zwischen einem spannenden Kriminalfall und der psychologischen Tiefe seiner Figuren zu halten. Frau Morgenstern ist keine klassische Heldin – sie ist eigenwillig, streng und moralisch auf einem ganz eigenen Pfad unterwegs. Besonders die Dynamik zwischen ihr und ihrem Partner, dem Lebemann Miguel Schlunegger, gibt der Geschichte eine wunderbare Leichtigkeit, ohne die Ernsthaftigkeit der „Offenbarung“ zu verlieren. Die Jagd nach Gerechtigkeit führt diesmal in Abgründe, die weit über das Persönliche hinausgehen.
Für mich ist dieser Teil der Reihe ein absolutes Highlight, weil er zeigt, dass Rache auch eine Form von Kunst sein kann, wenn sie mit so viel Stil und Verstand ausgeführt wird wie hier. Der Schreibstil ist präzise, voller Wortwitz und schafft eine Atmosphäre, der man sich schwer entziehen kann. Wer intelligente Krimis mit einer Prise Boshaftigkeit und einer unvergesslichen Hauptfigur sucht, wird dieses Buch lieben.
- Uli Aechtner
Poyais. Ein Land, das es nie gab
(33)Aktuelle Rezension von: Jeanette_LubeDieses Buch erschien 2026 in der Emons Verlag GmbH und beinhaltet 422 Seiten.
„Das erfundene Paradies“
Im Jahr 1822 stechen zwei Schiffe voller hoffnungsfroher Siedler in See. Ihr Ziel ist Poyais, ein neu gegründeter Staat in Mittelamerika. Dieser verspricht Auswanderern Reichtum und Freiheit. Doch leider ist das angebliche Paradies eine Lüge, denn Poyais existiert nicht. Der Hochstapler Gregor MacGregor hat dieses Land skrupellos erfunden und führt mit glänzenden Versprechen Hunderte in die Irre. Auch Julie, die Kaufmannstochter, begibt sich mit ihrem Geliebten auf die gefährliche Reise und strandet in einer Katastrophe. Sie steht in der unerbittlichen Hitze der Karibik bald vor der größten Herausforderung ihres Lebens und es bleibt die Frage, ob sie sich und andere retten kann? Hier wurde der perfideste Schwindel des 19. Jahrhunderts erstmals in einem Roman erzählt.
Ich liebe die Bücher der Autorin Uli Aechtner und so war ich natürlich total gespannt, was mich wohl hier erwartet. Tja, was soll ich sagen: ein Abenteuerroman, der es in sich hat! Hier hat nämlich ein Mensch ein wirklich böses Spiel gespielt. Viele Menschen haben ihm geglaubt, als er von Poyais erzählte, ein Land, in dem das Paradies auf sie warten wird. Die Siedler haben ihr Hab und Gut verkauft, nur um mit einem Schiff in ein Land zu reisen, das so viel verspricht. Auch Julia begibt sich auf diese abenteuerliche Reise und muss leider Erfahrungen machen, mit denen sie keinesfalls gerechnet hat und auf die sie auch nicht vorbereitet war. Was für ein Gauner, dieser Gregor MacGregor! Viele Menschen waren zusammengepfercht auf zwei Schiffen und ich erlebte mit ihnen gemeinsam die Höhen und Tiefen dieser Reise. Teilweise konnte ich es kaum aushalten, was hier beschrieben wurde. Und man kann es kaum glauben, diesen Schwindel hat es tatsächlich gegeben. Bewundernswert, dass die Autorin Uli Aechtner sich damit auseinandersetzt und einen wirklich spannenden, aufregenden, fesselnden und packenden Roman dazu geschrieben hat. Es gibt hier zwei Erzählstränge und ich habe mit den Menschen gelitten, gehofft und gebangt. Einige mussten auch ihr Leben lassen und das nur wegen eines großen Traums! Was für viel Leid und Elend diese Menschen ertragen mussten. Ich hatte tolle Lesestunden und empfehle dieses Buch sehr gern weiter. Mich konnte die Autorin Uli Aechtner wieder einmal begeistern, faszinieren und komplett überzeugen. Ein echtes Lesehighlight, das mich fassungslos und sprachlos machte!
- Inès Keerl
Die Löwin vom Tafelberg. Catharina Ustings' kühner Weg in die Freiheit
(42)Aktuelle Rezension von: cybergirllKlappentext:
1662: Um einer Zwangsheirat zu entgehen, begibt sich die junge Catharina Ustings von Lübeck aus auf eine abenteuerliche Reise. Als Mann verkleidet, versteckt sie sich auf einem Schiff der Vereinigten Ostindischen Kompanie und gelangt ans Kap der Guten Hoffnung. Doch in der brutalen Männerwelt der ersten Siedlungsjahre Kapstadts muss sie ihren Kampf um Freiheit und Selbstbestimmung fortsetzen, an der Seite starker Frauen wie Krotoa, die als Urmutter Südafrikas und Begründerin der Sprache Afrikaans gilt, aber auch getragen von der Liebe.
„Die Löwin vom Tafelberg-Catharina Ustings kühner Weg in die Freiheit“ von Inès Keerl, ist der 1. Band der Reihe Catharina Ustings.
Nachdem ich den 2. Band „Die Frauen vom Tafelberg“ schon gelesen habe, musste ich unbedingt wissen, wie alles begann.
Catharina Ustings war mir, da ich ja den 2. Band schon gelesen habe bekannt. Catharina flieht in diesem Band vor eine Zwangsheirat. Sie begibt sich heimlich, als Mann verkleidet auf ein Schiff und kommt am Kap der Guten Hoffnung an. Doch auch hier landet Catharina in einer Männerwelt. Sie lernt Krota kennen, eine starke Frau, die als Urmutter Südafrikas gilt. Mit Krota an der Seite kämpft Catharina für ihre Freiheit und ihre Selbstbestimmung.
Catharina Ustings hat mir auf Anhieb gefallen. Sie ist eine mutige und starke Frau, die nichts anderes will als ihr Recht auf Selbstbestimmung. Ein fast unmöglicher Wunsch in dieser von Männern beherrschten Zeit. So grenzt das, was Catharina erleben muss, schon an Brutalität.
Krotoa, ist eine südafrikanische Ureinwohnerin und die Begründerin der Sprache Afrikaans. Ich finde Krotoa bereichert die Geschichte sehr. Ich bin froh, dass ich diese Frau kennenlernen durfte.
Inès Keerl beschreibt die Handlungsorte sehr anschaulich. Vor allem die ersten Siedlungsjahre Südafrikas, fand ich interessant.
Die Charaktere, die zum großen Teil historisch belegt sind, werden authentisch durch die Geschichte geführt.
Die fiktiven Personen sind gekonnt in die Geschichte integriert.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, gut verständlich und fesselnd.
Ich konnte das Buch nach wenigen Seiten kaum noch aus der Hand legen.
Inès Keerl webt in dieser Geschichte Realität und Fiktion so fein zusammen, dass ein großes Ganzes entsteht, was nicht mehr zu trennen ist.
„Die Löwin vom Tafelberg-Catharina Ustings kühner Weg in die Freiheit“
ist die Art von historischem Roman, die ich besonders liebe. Ich habe die Geschichte mit großer Freude gelesen und werde sie bestimmt lange im Gedächtnis behalten.
- Josef Rauch
Heiliger Bastard
(18)Aktuelle Rezension von: SmbergeInhalt:
Hobbydetektiv Emil Bär und Privatermittler Phillipp Marlein besuchen gemeinsam eine Buße-Seminar im Kloster Andechs. Doch in der ersten Nach im Kloster wird in das Kloster eingebrochen und bedeutende Reliquien werden gestohlen.
Kurze Zeit später wird ein Pfarren tot aufgefunden und Bär bekommt den Auftrag in diesem Fall zu ermitteln. Marlein bekommt den Auftrag, die Reliquien wieder zu beschaffen.
Meine Meinung:
Marlein und Bär sind ein sehr ungewöhnliches Ermittlerpaar, ergeben aber zusammen ein unschlagbares Team. Das Buch ist immer im Wechsel geschrieben, mal aus der Sicht Marleins mal aus der Sicht von Bär. Mich hat dieser Wechsel anfangs etwas irritiert, da ich immer wieder den Überblick verloren habe, wer jetzt grade die handelnde Person ist. Nachdem ich die beiden Protagonisten aber besser kennengelernt haben, war immer klar wer grade dran ist.
Der Krimi ist spannend und gut aufgebaut. Bis zum überraschenden und dramatischen Ende hatte ich keine Idee, was hier wohl die Hintergründe der Tat sind und wer der Schuldige ist.
Bär und Marlein sind sehr unkonventionelle Persönlichkeiten, die einen gewissen Spaß in die ansonsten doch sehr ernste Handlung bringen.
Mutig finde ich die Hintergrundgeschichte hinter dem Krimi. Die Rolle Josefs als Vater von Jesus wird hier aufgenommen und die Frage, in welcher Beziehung er zu Jesus steht. Mir hat das Thema gut gefallen, aber ich könnte mir vorstellen das es für gläubige Menschen schwer ist, dieses Thema in einem Krimi wiederzufinden. Ich kann mir schon vorstellen, dass einige Leser den Umgang mit diesem Thema schwierig, wenn nicht sogar unpassend finden.
Mir hat dieser Hintergrund der Handlung aber sehr gut gefallen, lässt sich doch hieran sehr gut den Konflikt zwischen Glauben und Wissenschaft darstellen und genau das passiert in diesem spannenden Buch.
Dieses Buch ist eine Leseempfehlung, ein spannender Krimi, interessante Charaktere und eine gute Story, aber man muss eine gewisse Toleranz in Glaubensdingen mitbringen.
- Josef Rauch
Fromme Sünde
(19)Aktuelle Rezension von: our-red-carpet-of-booksVor ganz vielen Jahren habe ich einige Bücher von Dan Brown gelesen. Ich war total begeistert von der Idee Verschwörungstheorien, Geschichte, Vergangenes mit der Gegenwart und Zukünftigen zu verbinden und daraus einen spannenden Thriller zu entwickeln.
Als ich den Klappentext von "Fromme Sünde" las, klingelte mir der obige Gedanke sofort in den Ohren und ich musste dieses Buch lesen.
Ich kann Euch verraten, dass ich absolut begeistert war von der Umsetzung und der Art des Buches.
Das Buch ist in zwei verschiedenen Perspektiven erzählt.
Zum Einen aus der Perspektive des Autors Klüngelbein und des Privatermittlers Marlein. In diesen Abschnitten lesen wir insbesondere die Theorie, die Klüngelbein aufgestellt hat und welche Verschwörung er damit begründet. Diese Kapitel waren ausgesprochen spannend, da Sie sich sehr gut in den Kriminalfall herum einwebten.
Im Kapitel mit unseren lieben Bär treffen wir dann auf eine urbayrische Dorfgemeinde, mit schrulligen aber dennoch liebenswerten Charakteren. Wir treffen auf eine eingeschworene Dorfgemeinschaft und auf trockenen bayrischen Humor. Zudem ist es an Bär einen Kriminalfall zu lösen, der besonders im letzten drittel des Buches zum absoluten Page Turner wird.
Ich hatte sehr große Freude beim Lesen und bin sehr begeistert, wie der Autor dieses Buch umgesetzt und gestaltet hat.
"Fromme Sünde" ist ein Band einer Reihe. Ich habe den Band außerhalb der Reihe gelesen und hatte überhaupt keine Schwierigkeiten die Geschichte zu lesen. Der Autor hat sehr clever Hinweise auf die Vorgänger gestreut, sodass ich als Leser absolutes Interesse an den weiteren Bänden der Reihe gewonnen habe und diese unbedingt lesen möchte!
Wer ein Freund von Dan Brown ist und trockenen bayrischen Humor sowie liebenswerte, schrullige Charaktere liebt, ist in diesem Buch genau richtig aufgehoben!
- Ralf Nestmeyer
Die Toten vom Mont Ventoux
(19)Aktuelle Rezension von: BauernfreundEin Provence Krimi, in dem vor allem das Radfahren eine wichtige Rolle spielt. Für Menschen, die nicht so interessiert an der Tour de France sind, sicher etwas langatmig in den Beschreibungen zu dem Thema: wer hat wann gewonnen, wichtige Ereignisse.
Der Kriminalfall fängt sehr spannend an. Auf dem Mont Ventoux werden mehrere Tote gefunden. Auch die Ermittlung beginnt gut. Dann aber verliert der Krimi an Fahrt, als der Malbec von dem Fall abgezogen wird. Genau wie er verliert auch der Leser die Lust daran. Die Auflösung wirkt am Ende nebensächlich, mehr "Kommissar Zufall" und etwas schnell.
Gut als Reiseführer gerade für die Tour de France Begeisterten, als Krimi eher weniger. Hier fehlt es noch an ein paar Elementen, die einen guten Krimi ausmachen.
Daher leider nur 3 Sterne. - Natascha Keferböck
Im Flachgau wartet der Tod
(33)Aktuelle Rezension von: AdrenalinchenRaphael Aigner, Dorfpolizist aus Koppelried, ermittelt zwischen Weihnachten und Neujahr wieder in einem Mordfall. Man könnte fast sagen in eigener Sache, denn das Mordopfer ist niemand geringeres als seine Jahrzehnte lang verschollene Mutter. Sein Spezl Buchinger ist natürlich wieder mit von der Partie und leitet die Ermittlungen. Es wird immer spannender und diesmal scheint sogar die Kirche ihre Finger im Spiel zu haben. Bald haben die Ermittler mehrere Verdächtige…
Fazit:
Das Cover versprüht rustikalen Charm im unverwechselbaren Emons-Stil.
Der zweite Band um Raphael Aigner steht dem Ersten um fast nichts nach. Man kann die Bücher aber auch unabhängig von einander lesen, da die Handlungen in sich abgeschlossen sind.
Es hat großen Spaß gemacht die urigen Dorfbewohner mit ihren vielen verschieden Charakteren wieder zu treffen. Einige sind mir schon richtig ans Herz gewachsen. Mit viel Witz und Spannung kann man wunderbar in den Provinzkrimi eintauchen.
Die Dialoge sind auch hier wieder richtig toll und authentisch geschrieben. Das bisschen Englisch wurde nicht übersetzt, was für mich kein Problem darstellt, könnte mir aber vorstellen, für andere potentielle Leser vielleicht schon. Am Ende des Buches gibt es ein Glossar für die, die die österreichischen Begriffe nicht verstehen, da würde ich die englischen Sätze aber auch übersetzen.
Die Handlung ist stimmig und gut nachvollziehbar mit einigen flotten Wendungen. Ich mochte ungern aufhören beim lesen.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen und gebe 4,5 von 5 Sternen.
Es kostet als Taschenbuch 13,00 € und erschien 2021.
Rezensionsexemplar, dies beeinflusst meine Meinung jedoch nicht.























