Bücher mit dem Tag "empathie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "empathie" gekennzeichnet haben.

158 Bücher

  1. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

     (979)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Er schafft es immer wieder mit seinem, wie ich finde, trockenen,  unromantischen Stil über seine kuriosen-skurilen Beschreibungen  einen in die Geschichte zu ziehen.  

    Ich möchte den Inhalt nicht widergeben, denn entweder liest man Irving oder halt nicht 😁

  2. Cover des Buches Scythe – Die Hüter des Todes (ISBN: 9783737356985)
    Neal Shusterman

    Scythe – Die Hüter des Todes

     (951)
    Aktuelle Rezension von: kaffeequeen98

    „Scythe – Die Hüter des Todes“ bildet den Auftakt der Scythe - Trilogie. Die Reihe sollte in folgender Reihenfolge gelesen werden: 1.) Die Hüter des Todes 2.) Der Zorn der Gerechten 3.) Das Vermächtnis der Ältesten.

    Scythe thematisiert eine Welt ohne einen natürlichen Tod. Die Scythe entscheiden, wer sterben soll und lesen diese Person nach (der tatsächliche unwiderrufliche Tod). Diese Scythe genießen aufgrund ihrer Aufgabe einen sehr hohen gesellschaftlichen Rang. Nicht jeder kann ein Scythe werden, denn zum Scythe wird man ausgebildet.

    Schnell wird deutlich, dass es verschiedene Scythe gibt. Die einen (die alten Scythe), lesen nach den Vorgaben nach und gestalten den Tod für die Betroffenen als schnellen Akt (die Menschen leiden nicht). Andere Scythe veranstalten wahrhafte Massaker. Die Menschen leiden Todesqualen und vor allem Todesängste während dieser Massennachlesen.

    Unsere Protagonisten Citra und Rowan sollen zu Scythe ausgebildet werden. Alles kommt jedoch anders als erwartet und die beiden müssen gegeneinander konkurrieren. Eine Geschichte zwischen Freundschaft, Liebe und Tod.

    Mir hat diese neue Thematik sehr gut gefallen. Ich habe zuvor noch kein Buch gelesen, welches den Tod in solch einer Form thematisiert hat. Shusterman hat es geschafft, etwas völlig neues zu schaffen.

    Zu den Protagonisten Citra und Rowan konnte ich bereits auf den ersten Seiten eine Beziehung aufbauen. So konnte ich mit den beiden leiden, lachen und eine spannende Geschichte erleben. Die Entwicklung der Beziehung der beiden untereinander hat mir dabei auch sehr gut gefallen.

    Die Spannungsbögen wurden ebenfalls passend gewählt. Durch Wendungen innerhalb der Story wurde ein hohes Maß an Spannung erzeugt. Zu keinem Zeitpunkt war die Geschichte langatmig. Ein sehr gelungener Auftakt dieser Trilogie.

    Von mir bekommt „Scythe – Die Hüter des Todes“ 4,5/5 Sternen.

  3. Cover des Buches Die Chroniken der Seelenwächter - Die Suche beginnt (ISBN: 9783958340008)
    Nicole Böhm

    Die Chroniken der Seelenwächter - Die Suche beginnt

     (348)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Jessamine ändert im Auftakt dieser Buchserie durch eine missglückte Geisterbeschwörung ihr ganzes Leben. Bisher lebte sie nach dem Verschwinden ihrer Mutter mit ihrem Vormund Ariadne und ihrem Schutzgeist Violet beschaulich in einem kleinen kanadischen Örtchen. Ja, sie hat einen Schutzgeist, weiß um diesen, und somit auch, dass es eine real exisiterende übersinnliche Welt geben muss. Doch was sie nun heraufbeschworen hat, bringt Ihre Welt ins Wanken. Plötzlich wird sie von Schattendämonen gejagt und von Seelenwächtern gerettet. Und einer davon weckt erst ihr Interesse und nimmt ihr danach fasst das Leben.

    Auf knapp 150 Seiten lernen wir mal eine neue Art nichtmenschlicher Wesen kennen, wofür der Autorin ein Lob für Ihre Kreativität gebührt. Keine Vampire und Geister nur am Rand. Dafür Seelenwächter: als Mensch geboren, zu etwas höherem geweiht.
    Das Buch ist ein Einstieg in eine Welt, die vielversprechendes bereitzuhalten scheint. Die Charaktrere sind alle erstmal nur "angerissen" und werden vermutlich in den Folgebänden tiefer ausgearbeitet. Insgesamt mal ein erfrischend neuer Ansatz im ewig selben Fantasy-Bereich. Gut genug, dass ich mir auch Band 2 im Anschluss noch vornehmen werde.

  4. Cover des Buches Die Liebe deines Lebens (ISBN: 9783596197293)
    Cecelia Ahern

    Die Liebe deines Lebens

     (784)
    Aktuelle Rezension von: Isis99

    Cover
    Perfekt für dieses Buch - anders kann ich es nicht ausdrücken!
    Die blauen Farbschattierungen haben eine hypnotisierende Wirkung und ziehen einen förmlich in die Story hinein, hierzu trägt auch der Nachthimmel mit dem strahlenden Halbmond bei, der das Ende einer Ära vermitteln könnte, aber auch die Hoffnung auf einen Neubeginn durch den nahenden Sonnenaufgang.
    Die hier abgebildete Halfpenny-Bridge ist nicht nur eine wahre Augenweide und eine der Sehenswürdigkeiten Irlands sondern sie hat im Rahmen dieser Handlung eine noch viel wichtigere Bedeutung - bei ihr schließt sich der Kreis ^^

    Handlung
    Zwei Personen. Fremde. Trotzdem haben sie eine Verbindung.
    Adam will seinem Leben ein Ende bereiten, weil sich alles entgegen seinen Vorstellung entwickelt und seine ganzen Pläne sich in Luft aufösen - er sieht keine Schönheit mehr im Leben! - deshalb will er sich von der Halfpenny-Bridge stürzen.
    Christine ist unglücklich verheiratet und befindet sich persönlich gerade in einem tiefen Loch - sie trifft Adam an diesem schicksalhaften Abend und kann ihn davon überzeugen, dass sie ihm innerhalb von 2 Wochen beweisen wird, dass das Leben auch schöne und bedeutungsvolle Momente aufweist, sonst wird Adam sein Vorhaben wiederholen...
    Aber in diesen 2 Wochen kommen sich die beiden immer näher und Christine kann ihr Herz nicht vollends vor Adams Charme verschließen, doch da ist auch noch seine Ex Maria im Spiel und die wollte Adam doch um jeden Preis wiederhaben?

    Sprache
    Die Autorin hat eine einzigartige Schreibweise, die einem schon nach der ersten Seite unter die Haut geht und einen dazu antreibt immer weiterzulesen und gar nicht mehr aufzuhören. Die Worte sind voller Emotionen und vermitteln diese auf so intensive Weise dem Leser/der Leserin, dass man wirklich das Gefühl hat, man befindet sich selbst gerade in dieser Situation ^^ Die Story ist auch mit vielen Beschreibungen der Umgebung sowie des Gefühlslebens der Charaktere und ganz, ganz vielen Hintergrunddetails gespickt - man hat das Gefühl diese Personen schon ewig zu kennen und auch ihre nächsten Schritte vorhersagen zu können.

    Charaktere

    Adam
    Ein junger Mann, der alles und doch nichts hatte. Er hat sich ein Leben fernab von seinen familiären Pflichten aufgebaut und versucht seine eigenen Träume zu erfüllen und die große Liebe zu finden. Er hatte sein Glück gefunden, doch dann kam alles anders und er musste sich entscheiden, ob er sich dem stellt, aber Adam hat sich dagegen entschieden und wolllte alles hinter sich lassen - koste es was es wolle!
    Wie viel Schlechtes muss er erlebt haben, um den Entschluss zu fassen sein Leben endgültig zu beenden und alles was er aufgebaut hat im Stich zu lassen?!
    Ich habe ihn am Anfang wirklich nicht verstanden, aber im Laufe der Handlung habe ich ihn und seine Vergangenheit näher kennen gelernt und jetzt verstehe ich und finde seine Entscheidung immer noch nicht gut, weil er damit so viel aufgegeben hätte und er hat davor noch nicht mal einen Versuch unternommen, dass er sich von irgendjemanden (egal ob Spezialist oder Laie) helfen lässt!
    Doch Christine lässt er an sich heran und durch sie wird er ruhiger und kann sein Leben aus einem anderen Blickwinkel betrachten, sodass er sieht, dass es doch noch Hoffnung für ihn gibt ;)

    Christine
    Eine bewundernswerte Frau, die ganz klar eine soziale Ader hat, aber leider vergisst sie dabei oft auf sich selbst, doch sie schwört sich, dass damit jetzt Schluss ist! Und wirklich ihre erste Handlung ist, dass sie ihren Ehemann verlässt und dafür braucht man schon eine ganze Schippe Mut!
    Sie ist so herrlich naiv in Sachen Liebe, weil sie sie selbst noch nie gefühlt hat, aber bei Adam (einem Selbstmordgefährdeten) fühlt sie sich sicher und er bringt sie dazu das Leben zu genießen und nicht immer für alles ihre Ratgeber zu befragen, sondern es einfach zu tun.

    Maria
    Eine eher taffe und toughe Frau, die trotzdem ihre Spontanität und Lebenslust nicht verloren hat. Sie hat alles versucht, um Adam wieder auf die richtige Spur zu bringen, aber ich schätze, wenn man sich selbst nicht in einer ähnlichen Situation befindet, dann kann man der Person nicht wirklich helfen... Was sie daraufhin getan hat, wahr natürlich nicht zu rechtfertigen, aber sie hat eben auch nur nach Trost und einem Freund gesucht - das konnte Adam ihr in dem Moment eben nicht geben!

    Barry
    Ich konnte ihn von Anfang an nicht leiden, weil er ein richtiger Egoist und "ein Wolf im Schafspelz" ist - wie kann sich jemand nur so gravierend verändern?! Ja klar hat er ein Recht darauf, wütend und verletzt zu sein, aber bitte alles im gesitteten Rahmen - ein übler Zeitgenosse, denn man sicher nicht als Genossen haben will, denn Barry ist zu dem auch noch ziemlich besitzergreifend und lebt ganz nach dem Motto: "Wenn es mir schlecht geht, dann müssen alle anderen auch leiden!"

    Amalia
    Eine zarte und unscheinbare Frau, die sich in ihrem Leben noch nie etwas gegönnt und nur für ihre Mutter gelebt hat! Sie macht es sich aber auch selbst schwer, denn die Chance auf einen Neuanfang will sie verstreichen lassen und das nur, weil sie es sich selbst nicht zugesteht glücklich sein zu dürfen!
    Sie hat alles für die, die sie liebt, zurückgestellt, aber jetzt ist die Zeit des Loslassens gekommen. Hierbei wird ihr ihre langjährige Freundin Christine eine große Hilfe und auch Unterstützung sein - sie kennt sich ja schon mit solchen Fällen, die ihr Leben neu ordnen und strukturieren wollen, aus ;)

    Fazit
    Eine berührende Geschichte, die einem die schönen Seiten des Lebens durch traurige Erlebnisse zu verstehen gibt! Es gibt für alles eine Lösung, ganz gleich wie schlimm oder ausweglos die Situation auch scheinen mag - das Leben ist es wert, dass man es mit all seinen Facetten ganz gleich ob sie uns gefallen einfach so hinnimmt und es mit vollster Offenheit einfach lebt!
    !Vorsicht: Taschentücher immer in Reichweite haben!

  5. Cover des Buches Ich bin kein Serienkiller (ISBN: 9783492267717)
    Dan Wells

    Ich bin kein Serienkiller

     (654)
    Aktuelle Rezension von: Skully

    John Wayne Cleaver ist ein 15 jähriger Teenager aus dem kleinen Dorf Clayton County. Sein größtes Interesse sind Serienkiller und John hat Angst auch eines Tages zum Mörder zu werden, denn ein Monster ist in ihm, dass unbedingt raus möchte. Deswegen hat John sich Regeln aufgestellt, damit es nie soweit kommt. Er möchte einfach ein normaler Teenager sein. Als es immer mehr Morde in der kleinen Stadt gibt, nimmt John die Ermittlungen selbst auf und kommt dabei dem Serienkiller gefährlich nahe und muss immer mehr gegen das Monster ankämpfen, dass aus ihm heraus möchte. Denn John ist ein Soziopath.


    Mir hat am Buch gefallen einmal die Sicht eines 15 jährigen Soziopathen kennen zu lernen und finde, dass der Autor John als Hauptcharakter sehr gut dargestellt hat. Zu erfahren wie er denkt und fühlt hat mich schnell ans Buch gefesselt. Auch zu erfahren wie er Beziehungen zu anderen Menschen "versucht" aufzubauen und zu sehen wie er die Beziehungen pflegt passt sehr zum soziopathischen Muster. So kann man auch seine Motive, Gedanken und Emotionen nachempfinden, da er sehr gut beschrieben wird. 

    Vor allem seine Sicht von Liebe und Empfindungen für ein anderes Mädchen und auch nahestehenden aus der Sicht eines Soziopathen, fand ich sehr gut gelungen und interessant.

    Die Story an sich fand ich eine sehr gute Idee, da für mich persönlich ein kleiner Überraschungsmoment dabei war, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Auch durch die vielen Morde und den Ermittlungen von John konnte immer gut die Spannung gehalten werden.

    Als kleines Manko.. 

    ich fand es an manchen Stellen wiederholend, wie sehr ein Monster in ihm ruht, aber das konnte man trotzdem recht gut weg lesen. Deswegen trotzdem 5 von 5 Sternen. Ich bin gespannt auf den zweiten Band.

    Ich kann jedem das Buch empfehlen, der:

    • auf Thriller steht ( Blut, gute Beschreibungen von Tatorten etc.)
    • es mal aus einer anderen Perspektive betrachten möchte
    • auf Überraschungsmomente steht (zumindest empfand ich es so) 
    • mit einem Soziopathen zusammen einen Serienkiller fangen möchte
    • gerne Buchreihen liest ( denn es gibt mehrere Teile dazu)
    • nicht so gern Romantik mag  




  6. Cover des Buches Wer die Nachtigall stört ... (ISBN: 9783499271571)
    Harper Lee

    Wer die Nachtigall stört ...

     (911)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    Diese Geschichte handelt von zwei Geschwistern, Scout und Jem, die in der Kleinstadt Maycomb County der 1930er Jahre aufwachsen. Wir begleiten die Kinder aus Scouts Perspektive durch die Abenteuer ihrer Kindheit. Zunächst wirkt alles sehr idyllisch, doch schnell wird klar, Rassismus und Fremdenhass sind in dieser Nachbarschaft Alltag. Der Vater der beiden, Atticus Finch, ist Rechtsanwalt und übernimmt den Fall des angeklagten schwarzen Farmarbeiters, Tom Robinson, und wird dann ebenfalls das Ziel von Anfeindungen der Nachbarschaft.

    Zuerst habe ich mich schwergetan, in die Geschichte reinzufinden. Ich wusste mit den Informationen auf den ersten Seiten einfach nichts anzufangen. Aber irgendwann war ich in die Welt der kleinen Scout eingetaucht und bin auch hin und weg von dieser erstaunlichen Persönlichkeit.

    Das Herzstück des Buches ist die Gerichtsverhandlung.
    Atticus hat für die Zeit, in der er lebt, sehr fortschrittliche Ansichten und vertritt einen schwarzen Mann gegen zwei Weiße, deren Aussagen grundsätzlich mehr Gewicht bekommen, als die eines Schwarzen. Seine Verteidigung und sein abschließendes Plädoyer sind beeindruckend, wenn man die Zeit der Szenerie berücksichtigt. Aber bisher hat noch kein Richter zugunsten eines Schwarzen entschieden, wenn ein Weißer der Gegenpart war... Man hofft, dass es dieses Mal anders ist.
     Es wird Gleichheit und Gerechtigkeit gefordert mit Worten und Aussagen, die (andere) Ungleichheiten direkt wieder reproduzieren. Dieses Buch zeigt eindrucksvoll, in welchen gesellschaftlich genormten Strukturen wir auch mit den besten Absichten, Gerechtigkeit und Gleichheit zu erreichen, verfangen sind.

    Gegen gesellschaftliche Normen zu verstoßen, in diesem Fall gegen gelebten und vollkommen anerkannten Rassismus anzugehen, wird niemals ohne Folgen bleiben und so müssen wir mit Scout wüste Beschimpfungen und Bedrohungen aushalten. Kein Vergleich zu dem, was von Rassismus Betroffene auszuhalten haben...

    Ganz nebenbei werden noch andere Normen gebrochen, wie die, das Mädchen sich damenhaft zu verhalten haben und das zeigen sie unter anderem im Tragen von Kleidern. Scout sieht das ganz anders. Sie findet Kleider unpraktisch und außerdem prügelt sie sich gerne, wenn Argumente sie nicht mehr weiterbringen. Ihr Vater, Atticus, ermutigt sie darin, sie selbst zu sein, aber doch innerhalb dem, was sich gehört. Der Balanceakt zwischen dem, was sich gehört und fortschrittlichem Denken finde ich gut gelungen.

    Hier wird sehr viel scheinbar Selbstverständliches hinterfragt und Kritik daran geübt. An Rassismus, an Gesetzen, am Rechtssystem, an unhinterfragten Werten und Normen. Bei der Thematik Sexismus und Geschlechteridealen ist aus heutige Sicht noch Luft nach oben ^^ aber man darf auch nicht zu streng sein. Scheint mir schon sehr fortschrittlichen zu sein für die Zeit.

    Manchmal fand ich es schwer zu lesen, nicht weil die Sprache zu anspruchsvoll wäre, sondern weil die Autorin sich der Sprache der damaligen Zeit bedient und die findet noch nichts Schlimmes an den unangemessenen Ausdrücken, die heute als eindeutig rassistisch und unterdrückend erkannt werden. Aber das unangenehme Gefühl, das damit erzeugt wird, zumindest bei mir, finde ich wichtig und richtig und sorgt auch für Authentizität.

    Hat mir gut gefallen, kann verstehen, dass das Buch so beliebt ist 😊

  7. Cover des Buches Leopardenblut (ISBN: 9783802581526)
    Nalini Singh

    Leopardenblut

     (1.102)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Sasha ist eine Mediale und als solche hat sie keine Gefühle.... Eigentlich. Doch Sasha fühlt jede Menge und als sie auf den Gestaltwandler Lucas trifft bröckelt ihre Fassade und bringt sie in tödliche Gefahr.
    Der Auftakt der Reihe hat mir richtig gut gefallen.
    Ich konnte mich sehr gut in Sasha hineinversetzen und ich empfand sie als sehr echt.
    Die Handlung war so spannend, aber auch sexy und witzig, aber vor allem hat sie mich neugierig auf die weiteren Teile der Reihe gemacht.
    Mehr gibt es nicht zu sagen, denn eine gute Geschichte ist eine gute Geschichte.

  8. Cover des Buches Colors of Life - Lavendelmond (ISBN: B00SZU0ET4)
    Mella Dumont

    Colors of Life - Lavendelmond

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Tini_Tintenfisch

    Der zweite Teil geht super spannend weiter. Neben der Liebesgeschichte kommen nämlich auch die Intrigen nicht zu kurz. Ich fande es mal wieder super kurzweilig zu lesen und freue mich jetzt gleich den 3. Teil anzufangen. 

  9. Cover des Buches Deine Seele in mir (ISBN: 9783426512609)
    Susanna Ernst

    Deine Seele in mir

     (457)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Deine Seele in mir - Susanna Ernst  

    ⭐️ Rezension ⭐️

    ACHTUNG! 

    Könnte teilweise Spoiler enthalten


    Zu Beginn : Ich habe das Buch nach knapp 150 Seiten abgebrochen. 


    Darum geht es : 

    Die beiden Kinder Matt und Amy sind die besten Freunde, als Matt mit ansehen muss, wie Amy  vergewaltigt und getötet wird. Er selbst bleibt mit einigen Verletzungen und einem Trauma zurück.

    Als er Mitte Zwanzig als Masseur arbeitet lernt er die 21 jährige Autistin Julie kennen. Schnell merkt er, dass hinter ihrer Behinderung mehr steckt und erkennt in ihr immer mehr die Gestalt seiner geliebten Amy...


    Schreibstil / Verständnis : 

    Der Schreibstil von Susanna Ernst ist sehr flüssig und verständlich. Den Charakter von Matt beschreibt sie sehr ausführlich und legt besonderen Wert auf die Gefühle, die er im Laufe der Geschichte erlebt. 

    Besonderes Merkmal ihres Schreibstils ist für mich daher die Empathie, die sie versucht, vom Leser auf Matt zu übertragen. Für meinen Geschmack nicht immer gelungen. ( Siehe unten ) 


    So hat es mir gefallen : 

    Zu Beginn muss ich gestehen, dass ich durch den Klappentext eine komplett andere Handlung erwartet habe und somit mit komplett falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. 

    Ich dachte, dass Matt und Amy anfangs Jugendliche oder bereits junge Erwachsene sind, die einer Beziehung angehören und Amy durch einen Unfall stirbt. Dann trifft Matt auf eine andere Frau, die vom Charakter ähnlich ist wie Amy und mit der Zeit muss er lernen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, damit er mit ihr glücklich werden kann. 

    Jedoch wurde ich dann erstmals aufgeklärt, dass die beiden Personen Kinder sind und „nur“ Freunde. Im Klappentext klang das für mich eher nach einer Liebesbeziehung, die durch einen Unfall auseinandergerissen wird. Auch der Rest der Handlung ist komplett anders als erwartet und erinnert mich eher an paranormale Filme. 


    Ich habe mich schwer getan damit, dass Matt durch seine Visionen vieles über die Menschen herausfindet, die er massiert. Er legt Hand an und sieht direkt Einblicke aus dem Leben des Patienten. Das hatte für mich einen Hauch von Fantasy und passte nicht in das gesamte Bild der Handlung. Dass die Geschichte nicht nah an der Realität ist, wird sicherlich jeder unterschreiben. Das finde ich auch nicht schlimm, sondern es hebt sich eher von der Masse ab, indem der Leser trotz der recht emotionalen Geschichte merkt, dass das ganze überspitzt ist. 

    Allerdings hat mein Verständnis bei bestimmten Szenen aufgehört, die dann wirklich zu viel des Guten waren. 

    Ich hätte es besser gefunden, wenn Matt mit seinen Patienten über ihre Gedanken gesprochen- und durch die Erzählungen dann die dazu passenden Bilder in seinem Kopf erzeugt hätte. 

    Eine gewisse Glaubwürdigkeit sollte bei dieser an sich schönen Geschichte schon herrschen. 


    Für mich war es sehr schwer, eine Bindung zum Buch aufzubauen. Die so traurige Geschichte hätte eigentlich von Anfang an wirklich herzzerreißend sein können, wenn die Vorgeschichte von Matt und Amy aus der Kindheit deutlich beschrieben worden wäre. 

    Was macht ihre Freundschaft so besonders? Was fesselt Matt so sehr an Amy? Was haben sie zusammen erlebt? Das sind Aspekte, die dem Leser einfach die gesamte Bindung viel deutlicher vor Augen führen. So wusste ich nur, dass sie befreundet waren und Amy gestorben ist. Somit war es für mich extrem schwer, diese besondere Bindung so viele Jahre später zu spüren, weil von dieser Bindung einfach nie wirklich die Rede war. Zwischendurch bekommt man immer kleine Einblicke in die Freundschaft von früher, das reicht mir persönlich aber nicht. 


    Besonders „amüsant“ fand ich die Situation relativ am Anfang, in der Matt klar wird, dass Amy wirklich in Julie steckt und er es ihren Eltern erzählt. 

    Ihre Eltern sind zwar etwas schockiert, reagieren auf eine solche Neuigkeit aber sehr sehr entspannt und nennen ihre Tochter ab sofort sogar „Amy“. 

    Entschuldigung, aber da fehlen mir wirklich die Worte. Mir ist bewusst, dass in Büchern nicht immer alles Sinn ergibt, das mag ich daran auch. Aber in Bezug zu dieser Geschichte macht dieser ganze Hokuspokus einfach 0 Sinn und verleitet eher dazu, zu lachen als emotional zu werden. Das war der erste Moment wo ich dachte, dass das Buch definitiv nicht zu meinen Lieblingsbüchern gehören wird. 


    Für mich stand eigentlich ab dem Moment fest, in dem ich gemerkt habe, dass das Buch einfach vollkommener Hokuspokus ist, dass ich es nicht zu Ende lesen werde. Das ist einfach nichts für mich. 


    Mein Fazit / Empfehlung / Sterne 

    Das Buch ist für mich einfach nur unnötiger Hokuspokus. Der Leser geht mit vollkommen falschen Erwartungen an das Buch heran und kann meiner Meinung nach nur enttäuscht werden! 

    Empfehlen kann ich es nur Lesern, die zuvor den Klappentext nicht gelesen- und keine Probleme mit unlogischen, realitätsfernen Handlungen haben. 



    Von mir nur 1 Stern, ich habe mehr erwartet. ⭐️

  10. Cover des Buches Die gute Tochter (ISBN: 9783959671101)
    Karin Slaughter

    Die gute Tochter

     (201)
    Aktuelle Rezension von: Stephs_littlelibrary

    Unglaublich spannend erzählt Slaughter diese Geschichte von Charlie und Sam. 

    Als Töchter eines berüchtigen Strafverteidigers waren sie immerzu Ausgestoßene, bis es in den blutigen Geschehnissen vor 28 Jahren, als sie nicht nur ihre Mutter verloren, endete. Charlie, nun selbst Anwältin, wird jäh von der Vergangenheit eingeholt, als sie erneut Zeugin einer Bluttat wird. Karin Slaughter schafft es, ihren Figuren eine psychologische Tiefe zu verschaffen wie kaum ein anderer. 

    Kraftvoll und empathisch hat Karin mir das Herz gebrochen, während sie mich mit dieser Geschichte von Schuld und Leid bis zur letzten Seite gefesselt hat.

  11. Cover des Buches Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden (ISBN: 9783442475636)
    Myra McEntire

    Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden

     (448)
    Aktuelle Rezension von: nojules

    Ich habe das Buch bereits vor ein paar Jahren gelesen und war hin und weg. Die Geschichte von Emerson und Michael ist so herzzerreißend und spannend! Sie ergänzen sich und gehören einfach zusammen. Die Autorin hat dies sehr schön rübergebracht.

    Bücher über Zeitreisen oder Zeitreisende sind einfach unglaublich. Und zu diesen tollen Büchern gehört auch Hourglass.

    Der Schluss ist einfach so emotional! Man muss gegen Ende hin auch die ein oder andere Träne verdrücken. Ich kann dieses Buch nur empfehlen! 

  12. Cover des Buches Das hier ist Wasser / This is water (ISBN: 9783462044188)
    David Foster Wallace

    Das hier ist Wasser / This is water

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda
    Wie schreibe ich eine Rezension über ein Buch, das so schön an Sinn und Worten ist, dass es (meiner Meinung nach) wirklich jeder lesen sollte? Ich meine so wirklich. Jeder.
    Es dauert auch nicht lang, höchstens, für Langsamleser, ein Stündchen.

    Dieses Buch beinhaltet eine Rede, die ein Autor, Mathematiker, Künstler, Professor ... schlicht Lebenskünstler vor Studienabsolventen hielt. Das sie in ein Buch gepackt und in viele Sprachen übersetzt wurde, sagt schon einiges aus.

    In kurzen prägnanten Sätzen, gespickt mit Alltagshumor und fern von moralinsaurem Getue, geht es um Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber.
    Der Autor ruft dazu auf die Fähigkeit des Denkens wirklich zu nutzen, egal wie anstrengend es ist. Dem Alltag nicht die vollkommene Macht über sich zu geben und auszubrechen aus den Widrigkeiten des Lebens, für die man die anderen verantwortlich macht (Staus, Schlangen an der Kasse, Unfreundlichkeit)
    Es geht darum, das Leben zu nutzen und sich jeden Tag aufs neue bewusst zu machen, eine Wahl zu haben.

    Ich nehme mir vor, dieses Buch einmal im Jahr zu lesen. Am besten an Neujahr, wenn das Gefühl etwas Neues zu beginnen am Stärksten ist ;-P


    Fazit:
    Investiert die Zeit und lasst euch inspirieren.
  13. Cover des Buches Colors of Life - Himbeermond (ISBN: B00M4M3ROI)
    Mella Dumont

    Colors of Life - Himbeermond

     (348)
    Aktuelle Rezension von: Rajet

    Der Schreibstil ist flüssig locker und modern.

    Das Cover ist ganz in der Farbe Himbeerrosa gehalten, in großer Schrift ist dies auch darauf zu lesen vor einem vollen Mond. In der linken Ecke ist ein Fluss mit einer Brücke schemenhaft dargestellt. Passt sehr gut zum Romaninhalt

    Der Klappentext mach neugierig auf einen Urban Fantasy Roman.

    Fazit:

    Die Bücher von der Autorin sind mir schon öfter ins Auge gefallen und ich habe schon ihren Zeitreiseroman „Als die Zeit von Himmel fiel“ begeistert gelesen. Nun sind die 6 Bände von Colors of Life durch ein Gewinnspiel bei mir gelandet und Band ein gelesen. Schon der Prolog wirft uns mit in ein spannendes Geschehen, den die Protagonistin steckt in einer lebensbedrohlichen Situation. Man fühlt direkt ihre Aufregung und Angst – vielversprechend.

    Der Roman schildert die Ereignisse hauptsächlich aus der Sicht Linas, als Studentin neu an der Universität von Trier. Ein spannende und historischer Handlungsort – liegt er doch mal in Deutschland und nicht in Amerika oder so. 

    Im Roman spielen Farben und Gefühle eine sehr große Rolle – sogar der Mond bekommt eine Farbe „Himbeer“. Im Roman geht es um die großen Gefühle wie:
    Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Hilfsbereitschaft und die negativen Varianten: Hass, Misstrauen, Verrat.

    Alles in die Geschichte von Lina eingebunden, eine junge Frau, die auf einmal merkt, dass nichts so ist wie es scheint, dass sie ein großes Geheimnis umgibt und die Menschen, die sie mag und liebt ihr ganz viel verheimlicht haben. Wem kann sie da noch Vertrauen. Und wenn sie selbst den eigenen Gefühlen nicht mehr trauen kann, ständig in der Angst manipuliert zu werden, wer kann ihr helfen?

    Der Fantasy Anteil findet sich in Geheimbünden, einer dunklen Vergangenheit, mächtiger Kräfte und besondere Fähigkeiten wieder.

    Ein gelungener Roman, für Jugendliche bis 99, sympathische Protagonisten, ein toller Handlungsort. Und es geht ja noch in 5 Bänden weiter – verdiente 5 Sterne dafür.

  14. Cover des Buches Ein untadeliger Mann (ISBN: 9783446249240)
    Jane Gardam

    Ein untadeliger Mann

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Erster Teil einer Romantrilogie (2. "Eine treue Frau"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Ein untadeliger Mann" setzt den Fokus auf den inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  15. Cover des Buches Alles still auf einmal (ISBN: 9783423262170)
    Rhiannon Navin

    Alles still auf einmal

     (61)
    Aktuelle Rezension von: marilovesbooks2020

    Geschichte:

    In dem Buch nimmt uns der kleine Zach mit auf seine Erlebnisse, denn an seiner Schule gab es einen Amoklauf, der für einige tödlich endete – leider auch für seinen Bruder. Wie geht es der Familie nach diesem tragischen Unglück? Wie gehen alle mit dem Verlust und der Situation um? Werden die Mitglieder dieser Familie wieder glücklich? Und kann so eine Tat überhaupt vergeben werden? 

    Zach’s Mommy verliert sich in Trauer, Wut, Unglück und Schuldsuche und vernachlässigt dabei ihren kleinen Sohn vollkommen. Der kleine Zach bleibt in vielen Situationen allein mit seiner Trauer um seinen Bruder und auch mit der Verarbeitung des Amoklaufes, den er miterleben musste. Durch seine kindliche „Brille“ lässt er uns teilhaben an seiner Herangehensweise an Überlegungen und seinen ambivalenten Gefühlen zum Tod seines Bruders. Der Vater spielt für mich eine gute Rolle in dieser Geschichte, denn er nimmt sich der Gefühle des kleinen Zach mehr an als die Mutter.

    Ich habe zwar keine Kinder, aber das Verhalten von Zach’s Mommy in der Geschichte ihm gegenüber, hat das eine oder andere Mal meine Nerven schon strapaziert.

    Fazit:
    Erzählt wird die Geschichte aus der kindlichen Perspektive von Zach, was meinem Leseempfinden null Abbruch getan hat. Unglaublich ergreifend, mitfühlend und mit kindlicher Ehrlichkeit wird aus der Sicht eines Kindes geschrieben. Aus Sicht eines Erwachsenen hätte diese Geschichte nie so gut (wenn auch traurig) sein können, da wir „Großen“ im Allgemeinen ja schon sehr kopflastig sind. Die Geschichte macht klar, dass auch die kleinsten von uns Betroffene sein können. Zach hat für mich klar ein Stück seine kindliche Unbeschwertheit verloren, die man Kindern im Allgemeinen ja immer zuspricht – so nach dem Motto „was werden die denn schon für Probleme haben“. In dieser Geschichte kommt glasklar heraus, dass Eltern in ihrer eigenen Verletztheit und Trauer auf die kleinen vergessen (können). Durch Zach’s Beobachtungsgabe und seiner uneigennützigen Sichtweise auf die Geschehnisse geht diese Geschichte erst so unter die Haut. Ein sehr bewegendes Buch, das mich zutiefst berührt hat, auch aufgrund dessen wie feinfühlig, klug, stark und liebevoll dieser kleine Junge ist.
    Von mir eine klare Leseempfehlung und eines meiner Lesehighlights 2020! 5/5 Sternen

  16. Cover des Buches Psycho? Logisch! (ISBN: 9783453601796)
    Volker Kitz

    Psycho? Logisch!

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Astrid73

    Psychologie für den Alltag. Phänomenal erklärt. Wann kommen endlich weitere Bücher?? Habe jedes Kapitel sehr genossen

  17. Cover des Buches Der Anschlag (ISBN: 9783837111071)
    Stephen King

    Der Anschlag

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Panobbi

    (Hörbuch-)Empfehlung: Kings - Der Anschlag. Ich mag Kings -non Horror- ja für die Welten, die er baut. Bei King ist es ja eher immer die Reise, als das Ende. Hierbei finde ich das reine Ende toll. Die Auflösung eines der Grundthemen lahm. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass mich das letzte Viertel langsam verliert. War dieses Mal nicht der Fall. Und die ohne Auflösung angenehm knapp gehalten.

  18. Cover des Buches Do Androids Dream of Electric Sheep? (ISBN: 9780575116764)
    Philip K. Dick

    Do Androids Dream of Electric Sheep?

     (41)
    Aktuelle Rezension von: sabisteb

    3. Januar 1992, San Francisco (in einigen Ausgaben teils nach 2021 verschoben). Nach einem Atomkrieg (?) (World war terminus), so genau wird das nicht klar, es gibt auf jeden Fall radioaktiven Fallout, ist die Erde nicht mehr wirklich bewohnbar. Die meisten Tiere sind ausgestorben und viele Bewohner in Kolonien auf dem Mars ausgewandert. Die auf der Erde verbliebenen Bewohner müssen sich regelmäßigen Test ihrer Zeugungsfähigkeit und Intelligenz entziehen, denn die Radioaktivität wirkt sich auch negativ auf den IQ aus. Solche Chickenbrains werden sozial degradiert und zu Menschen zweiter Klasse, die auch nicht mehr auswandern dürfen.

    Emigranten, die sich für ein Leben auf dem Mars entscheiden, bekommen als Anreiz einen Androiden geschenkt, der ihnen Schutz und Diener ist, eine elektrischer Sklave. Einige dieser humanoiden Sklaven, denen man das Recht auf Menschlichkeit abspricht, und die ohnehin nur eine Lebenserwartung von wenigen Jahren haben, weil man das Problem der Zellregeneration noch nicht im Griff hat, streben auch nach Selbstverwirklichung und Freiheit und flüchten auf die Erde. Dort werden sie (warum auch immer, das wird nicht wirklich kar), als Bedrohung angesehen und von Kopfgeldjägern, die mit der Polizei zusammenarbeiten, heimlich, nach einem psychologischen Test, zur Strecke gebracht.

    Rick Deckard ist ein solcher Kopfgeldjäger. Nachdem sein Vorgesetzter verletzt im Krankenhaus liegt, bekommt er dessen Liste, um sie abzuarbeiten. Nach und nach jedoch kommen Deckard Bedenken.

     

    Die meisten kennen wohl den Film „Blade Runner“, der auf diesem Buch basiert. Ich würde sagen, einer der Fälle, wo der Film besser ist, als das Buch, denn diese Geschichte ist doch ein wenig wirr, es fehlt ihr die wirkliche Botschaft. Der Autor hat zu viel gewollt und davon kaum etwas umgesetzt bekommen.

    Der Autor beschreibt eine Welt im Niedergang. Es leben selbst in den ehemaligen Großstädten kaum noch Menschen. Haustiere sind zu Statussymbolen geworden, und man verschuldet sich über beide Ohren, um eine Ziege sein eigen zu nennen. Wer nicht so viel Geld hat, legt sich eine elektrisches Tier (ein Andoidentier sozusagen zu). Die Religion dieser Zeit nennt sich Mercerism, man verschmilzt empathisch mit einem gewissen Mercer und allen Menschen, die gerade zu ihm in Kontakt treten. Empathie ist es, die den Menschen vom Androiden unterscheidet.

    Beschrieben wird ein Tag im Leben des Rick Deckard. Gegen Ende des Tages ist er so übermüdet, dass er religiöse Visionen bekommt und in Wahnvorstellungen versinkt.

    Eine weitere Figur ist das Chickenbrain John Isidore, der anscheinend mal die Psi-Fähigkeit hatte, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Damit ist auch klar, dass der Leser sich in der Welt von Erinnerungsmechanismus und Minority Report befindet. In dieser Welt haben die Menschen nach einem nuklearen Krieg verschiedene Psi Fähigkeiten entwickelt, die auch von den Machthabern gesucht und benutzt bzw. missbraucht werden. Die Fähigkeit John Isidores wurde aus seinem hirn ausgebrannt (warum auch immer). Diese Suche nach Psi Fähigkeiten mag aus heutiger Sicht bizarr sein, damals war das Sozialkritik, denn die Regierungen der UDSSR und USA führten tatsächlich Experimente in diese Richtung durch und hofften Psi begabte Menschen zu finden und benutzen zu können.

     

    Für seine Zeit, 1968, war das Buch revolutionär. Die Computer waren in ihren Kinderschuhen, KIs ein Konzept, mit dem die meisten Leser damals wohl eher überfordert waren, da das Konzept seiner Zeit viel zu weit voraus war. Einige gute Ideen werden hier bereits angeschnitten, die heute zur Allgemeinbildung gehören: Künstliche Intelligenz versus Menschlichkeit und Empathie und das Lebensrecht von KIs. Aus heutiger Sicht jedoch, ist das Problem nur angeschnitten und nicht zu Ende gedacht, es ist eher ein erstes visionäres Gedankenexperiment, das von der Zeit überholt wurde. Heute stellt sich eher die Frage, ob der Homo economicus in unserer neoliberalen Welt noch genug Empathie aufbringen würde, den Voigt-Kampff Empatie Test zu bestehen.

     

    Rein als Sci-Fi Roman, würde ich dem Buch nur 3 Sterne geben. Da es aber für die 1960 Jahre seiner Zeit um mindestens 30 Jahre voraus war und somit wirklich visionäre Sci-Fi war/ist, gibt es 4 Sterne.

     

  19. Cover des Buches Gehirnflüsterer (ISBN: 9783423248693)
    Kevin Dutton

    Gehirnflüsterer

     (18)
    Aktuelle Rezension von: YourGrace
    Kevin Dutton ist ein Genie - Er schreibt für alle Leser gut verständlich und interessant, auch wenn man sich in dem Gebiet nicht gut auskennt. Wie kann es sein, dass wir tagtäglich ohne es zu merken manipuliert werden? Was sind die Schlüsselreize, die die eine oder andere bestimmte Empfindung oder Reaktion im Unterbewusstsein auslösen? Wie kann man andere dazu bringen, genau das zu tun, was man will? Wie kann man SICH SELBST beeinflussen? 
    All das steht in diesem Buch. Mit interessanten Beispielen und Geschichten aus dem eigenen Leben erläutert Kevin die menschliche Psyche - es ist interessant herauszufinden, wie man selbst tickt...und wie man seine eigenen Schwächen austricksen kann.
  20. Cover des Buches Der Joker (ISBN: 9783570402979)
    Markus Zusak

    Der Joker

     (1.320)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Dem breiten Lesepublikum wird dem Autor Markus Zuzak hauptsächlich von seinem Roman „Die Bücherdiebin“ kennen, mit dem er im Jahr 2008 weltweit die Bestsellerlisten erobert hat. Aber auch das restliche Portfolio kann sich sehen lassen und mit „Der Joker“ erzählt er uns eine solide Geschichte rund um das Erwachsenwerden von Ed. Den Anfang hat Zuzak nicht gerade einfach gestaltet, den Ed wirkt stellenweise nicht sehr authentisch. Achtung: Beim nächsten Absatz gehe ich ein wenig auf die Rahmenhandlung ein, spoilere daher ein wenig, die im Klappentext kaum angeführt ist.

    Ed ist zuerst eine Geisel bei einem Banküberfall und bekommt nach dieser Episode drei Spielkarten in seinen Briefkasten geschmissen und nur durch ein paar kryptische Hinweise beginnt er andere Menschen zu stalken. So ungefähr die Rahmenhandlung, die mir ehrlicherweise nicht sehr gut gefallen hat. Hier kristallisieren sich die Schwächen raus. Ed und andere Figuren wirken hier nicht authentisch. Die Details sind nicht sehr ausgefeilt. Das Ende wirkt abgerissen. Ganz so, als ob dem Schriftsteller zum Ende hin die Muse oder die Lust am Erzählen abhandengekommen ist.

    Die einzelnen Geschichten, rund um die Menschen und was Sie mit Eds Gefühlswelt anstellen hat mir dann doch sehr gut gefallen. Es lohnt sich daher an Ed und der ungewöhnlichen Geschichte mit den Spielkarten dranzubleiben, der geneigte Leser von Jugendromanen und Coming-of-Age Erzählungen wird auch „Der Joker“ mögen. Der Roman erschien bereits 2002 auf Englisch und hat einige Preise, darunter im Jahr 2007 den deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen. Wer nun Interesse an Coming-of-Age Erzählungen hat, dem kann ich von Benjamin Alire Sáenz „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ wärmstens empfehlen!

  21. Cover des Buches So ruhet in Frieden (ISBN: 9783404159130)
    John Ajvide Lindqvist

    So ruhet in Frieden

     (95)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    „So ruhet in frieden“ von John Ajvide Lindqvist - Nach einer extremen Hitzewelle legt sich ein elektrisches Feld über Stockholm. Die Menschen leiden unter mörderischen Kopfschmerzen, ein Chaos droht. Doch plötzlich ist alles wieder vorbei und doch hat sich alles verändert... Es heißt, die Toten seien erwacht... - ...und wieder einmal hat Lindqvist eine Geschichte erzählt, die sich unglaublich anhört und doch beim Lesen nahezu real schien und mich in einen kaum zu stoppenden Lesesog gezogen hat! Gemeinsam mit meiner lieben Lailani bin ich hier wieder in tiefste Abgründe eingetaucht und muss sagen, dass es für mich bisher tatsächlich das spannendste Buch des Autors war! Als Kritikpunkt muss ich jedoch auch anmerken, dass hier am Ende einfach ein bisschen zu viel gewollt wurde, was die ganze Geschichte für mich ein bisschen ins Lächerliche gezogen hat. Schade … aber bis auf das Ende war es wirklich ein tolles und unheimlich spannendes und echt furchteinflößendes Buch!

  22. Cover des Buches Hot Mama (ISBN: 9783492280389)
    Jennifer Estep

    Hot Mama

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Chronikskind

    Es ist schon wieder ein ganzes Weilchen her, dass ich den ersten Band gelesen habe und an wirklich viel konnte ich mich auch nicht erinnern. In der Hinsicht ist es gut, dass die Bände jeweils unterschiedliche Protagonistinnen haben und somit nur indirekt aufeinander aufbauen. Ein paar Sachen wurden zum vergangenen Band rückblickend erzählt, aber so richtig konnte ich mich trotzdem nicht erinnern.

    Am Anfang hatte ich ein bisschen Mühe, in die Handlung reinzufinden. Was nicht am Stil lag, der gefällt mir nach wie vor wirklich gut und lässt sich flüssig lesen. Es lag vor allem an der Protagonistin, deren Art mir überhaupt nicht zugesagt hat. Sie ist so der Typ von 'Ich kann alles', 'Ich bin perfekt' und alle anderen, die ebenso wie sie auf Mode stehen, können ja gar nichts und wollen immer nur ihre Vorzüge präsentieren. Reden wir nicht davon, dass sie das selbst auch permanent tut. So richtig bin ich mit Fiona einfach nicht warm geworden.

    Die anderen Charaktere fand ich okay, aber so richtig umgehauen hat mich da auch niemand. Teils waren sie mir einfach zu wenig präsent, um einen tieferen Eindruck zu hinterlassen.

    Die Handlung fand ich okay. Mit der Zeit hat sie sich besser gelesen, vor allem als endlich auch für die Charaktere klar war, wer sich hinter welchem Kostüm versteckt. Dann kam die Handlung auch voran, wobei sich richtige Spannung bei mir auch nicht so wirklich einstellen wollte. An einigen Stellen hätte man durchaus mehr Kniffe einbauen können - vieles hat sich doch mit ein bisschen nachdenken schon ergeben. Wo es sich zwischendurch auch mal ein bisschen gezogen hat, ging es am Ende holter die polter - da hätte man sich durchaus noch ein bisschen mehr Zeit lassen können.

    Was meinen Lesefluss ein bisschen gestört hat, ist die einseitige Sicht. Es gibt nur die von Fiona, für die Handlung wäre es aber sicher spannender gewesen, noch eine weitere zu haben. Ob nun vom Love Interest oder von den Bösewichten - das wäre mir tatsächlich egal gewesen. Aber es hätte ein wenig mehr Spannung reingebracht.

    Mein Fazit
     Der Einstieg ist mir ein bisschen schwer gefallen - zum einen, weil ich mich an kaum was aus Band 1 erinnern kann, und zum anderen, weil Fiona es mir doch schwer gemacht hat. Mit ihrer Art bin ich nicht so richtig klargekommen. Die Handlung fand ich okay, hätte mir aber an vielen Stellen einfach noch ein paar mehr Kniffe gewünscht. Und eine andere Sichtweise, die hätte sicher mehr Pep ins Ganze gebracht.

  23. Cover des Buches Diana (ISBN: 9783426301586)
    Tina Brown

    Diana

     (27)
    Aktuelle Rezension von: TabiEm

    Das Leben von Diana Spencer von der Geburt bis zum Tod - und noch darüber hinaus über die Tage nach ihrem Tod; so genau und ausführlich, dass man das Gefühl hat, wirklich jeden Moment im Leben von Lady Di zu kennen. 

    Ich lese viele Biografien, und muss sagen: Die hier finde ich wirklich gelungen. Sehr amüsant, manchmal etwas bissig geschrieben, aber auch nicht zu schnoddrig - man merkt, dass die Autorin nicht nur sehr genau recherchiert hat, sondern Diana auch persönlich kannte, ebenso wie Leute aus ihrem Umfeld. Fazit: Absolut empfehlenswert.

  24. Cover des Buches Sinking Ships (ISBN: 9783958625372)
    Tami Fischer

    Sinking Ships

     (55)
    Aktuelle Rezension von: MerleRedbird

    Ich fand es schön, dass ich Carla und Mitchell schon aus Burning Bridges kannte und bereits etwas über ihre Beziehung wusste. Das hat sie mir direkt sympathischer gemacht. Sie nähern sich hier ganz langsam an - ganz anders als Ella und Ches.

    Wie die Autorin selbst angemerkt hat: die Bücher, die Charaktere, die Stories sind komplett unterschiedlich.

    Ich mochte die kurzen Einschübe der spanischen Kultur. Und: die Sprecherin hat Carla ohne Akzent gelesen - in BB hatte Carla einen spanischen Akzent und das hat mich beim Hören doch gestört. In den Szenen wo betont wird, dass Carlas Akzent rauskommt, da kam ein Akzent raus, und das fand ich gut gelöst!

    Klar, vieles war vorhersehbar. Aber ich wurde gut unterhalten. Ich mochte den Humor, und ich mag diesen roten Faden des Wassers.

    Bei Burning Bridges habe ich keine Ahnung, warum das Buch Burning Bridges heißt. Aber hier? Natürlich muss der Titel etwas maritimes sein. Mitch liebt das Wasser, für Carla ist es der Todesfeind. Und irgendwie ist Wasser ja auch der Ausganspunkt ihrer Beziehung. Finde ich schön.


    So, und jetzt freu ich mich auf Lenny, Daisy, Creed und das Nachtleben in Fletcher!

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