Bücher mit dem Tag "endzeitstimmung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "endzeitstimmung" gekennzeichnet haben.

13 Bücher

  1. Cover des Buches Das Reich der Vampire (ISBN: 9783596700400)
    Jay Kristoff

    Das Reich der Vampire

    (367)
    Aktuelle Rezension von: binesbuecherwelt

    Mit seinen 1024 Seiten ist "Das Reich der Vampire" ein richtiger Klopper und ich weiß, das Band 2 und 3 der Trilogie ähnlich vielen Seiten haben. Das hat mich auch lange abgeschreckt, das Buch zu lesen. Aber ich liebe Vampirgeschichten und ich hatte jetzt auch mal richtig Lust darauf, mich mit einem Buch länger als ein paar Tage zu beschäftigen.

    Es hat erst mal gut 300 Seiten gedauert, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Denn der Aufbau ist verwirrend und der Schreibstil sehr speziell, was aber einfach der Geschichte geschuldet ist. Ich weiß, dass Jay Kristoff auch anders schreiben kann. Er passt den Schreibstil gerne der Umgebung an, in der seine Hauptfiguren spielen. Und so gibt es hier seitenweise derbe Sprüche, die manchmal lustig waren, manchmal nervig. Vor allem fand ich, dass die derben Ausdrücke oft völlig fehl am Platz waren, an manchen Stellen hätte man sie gar nicht gebraucht. Aber das hat nun mal zum Buch dazu gehört. Ich hatte auch den Eindruck, umso länger das Buch, umso weniger wurde geflucht, aber vielleicht hatte ich mich auch einfach nur daran gewöhnt.

    Wenn man dann erst mal in die Geschichte reingekommen ist, sich an den Schreibstil gewöhnt hat und die Charaktere kennt, liest sich das Buch wie im Flug. Während ich die ersten 300 Seiten quasi im Schneckentempo gelesen habe um nichts wichtige zu verpassen, ging es bei den restlichen Seiten um einiges schneller. 

    Die Story spielt in drei Zeitebenen: Einmal Gabriel de Léon in der Gegenwart, der in Gefangenschafft sein Leben erzählt. Und das erzählt er wiederum in einer Vergangenheit, als er noch ein Junge war und in einer Zeit, die kurz vor seiner Gefangenschaft passierte. Alles ist aber so gut aufgeteilt, dass man nicht durcheinanderkommen kann. Und die Story hat sehr viel zu bieten: Sehr viel blutige Szenen, einiges an Action und immer wieder Spannung, Drama, Freundschaften und Liebe.

    Insgesamt ist es ein gutes Buch mit Höhen und Tiefen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich durchgehend gebannt war, aber ich habe mich trotzdem nie gelangweilt beim Lesen und es hat mich sehr gut unterhalten.

  2. Cover des Buches Am Ende aller Zeiten (ISBN: 9783596037056)
    Adrian J Walker

    Am Ende aller Zeiten

    (188)
    Aktuelle Rezension von: Punika-1

    Dystopien/Postapokalypse und ich wir sind dicke miteinander. Deswegen musste ich dieses Buch unbedingt haben. Es klang nach "the walking dead" nur ohne Zombies. In der Grundstory stimmte das auch. Allerdings fand ich es schade, dass es hier nur um England ging. Das hat es ein wenig unrealistisch für mich gemacht. Vom erzählen her, gibt es nur eine Hoffnung - ein Schiff. Wenn die ganze Welt untergegangen wäre, würde das ein Ziel sein, welches ich verstehe. Aber so denke ich mir, warum keine Hilfe von auswärts gekommen ist. Aber gut - vielleicht denke ich zu viel.


    Dennoch hatte das Buch durch das viele Rum laufen, bei dem Nichts passiert ist und durch regelmäßiges vergangenheits reflektieren seine Längen. Dennoch ein gutes Buch, bei dem man eine Entwicklung des Protas erleben kann, unterschiedliche Menschengruppen, die sich neue Systeme aufbauen (nicht unbedingt zum guten). Allerdings ist das Ende etwas offen geblieben, was ich sehr schade fand.

  3. Cover des Buches Chlorophyll (ISBN: 9783745040753)
    M. J. Herberth

    Chlorophyll

    (24)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Die Story klingt plausibel unterstützt durch etliche wissenschaftliche Erläuterungen.
    Spannend und unterhaltsam geschrieben.
    Der Ausgang bleibt offen, Happy End unwahrscheinlich.
    Empfehlung!

  4. Cover des Buches Die Brut - Sie sind da (ISBN: 9783596035533)
    Ezekiel Boone

    Die Brut - Sie sind da

    (239)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell. Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören. In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben. In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich. In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht. Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien. Nervenzerrende Spannung – Sie werden das Atmen vergessen!

    Der Schreibstil ist meistens gut, manchmal aber nicht ganz so konsistent und ein bisschen seltsam. Man findet aber sehr gut ins Buch. Es werden sehr viele verschiedene Perspektiven und Charaktere geschrieben. Nur von einigen wenigen verfolgt man die weitere Geschichte, alles andere ist ein bisschen lückenfüllend. Die eine oder andere solche Szene mag durchaus sinnvoll sein, hier fand ich es aber ein bisschen zu überbordend und verwirrend. 

    Die Beschreibung der Spinnen, wie sie sich bewegen und schlüpfen und auch fressen ist sehr detailliert und ganz bestimmt nichts für schwache Nerven. Die Spinnen verbreiten sich immer schneller, so wird die Geschichte immer rasanter. 

    Viel mehr passiert dann aber eigentlich auch nicht, es ist eher der Aufbau zur Hauptgeschichte, die wohl in Teil zwei stattfinden wird. Somit wirkt dieser Teil manchmal ein bisschen langatmig. 

    Guter Start, nichts für schwache Nerven. 

  5. Cover des Buches Die Träne des Phönix (ISBN: B07PW971LM)
    C. J. Knittel

    Die Träne des Phönix

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Annabell-

    Nicht ganz mein Geschmack, aber trotzdem ein tolles und spannendes Buch                                                                                                                                                                                                                                                            

  6. Cover des Buches Wir zwei in fremden Galaxien (ISBN: 9783846600412)
    Kate Ling

    Wir zwei in fremden Galaxien

    (125)
    Aktuelle Rezension von: ems

    !!! Spoiler !!!

    Allgemein bin ich sehr zufrieden mit dem Buch & das Ende :) Ich kann die Kritik verstehen, aber mir hat vieles gefallen.

    Das Konzept fand ich total interessant & wenn man mal drüber nachdenkt gar nicht sooo abwegig. Das Worldbuilding hat mir, so weit es eben auf einem Raumschiff geht, ganz gut gefallen. 

    Was mir aber am meisten gefallen hat & ich auch als relevatesten empfinde, sind die Charaktere. Wir haben sehr viele unterschiedliche Persönlichkeiten, die aber letzendlich doch alle das Gleiche ausstrahlen. Viele versuchen sich das Leben auf dem Schiff schön einzureden, andere sind einfach deprimiert. Aber unsere Protagonistin, Seren, nicht. Sie wehrt sich aktiv gegen das System, vielleicht nicht direkt, aber sie scheut nicht, dass zu sagen, was sie denkt. Ich mochte Seren, ich fand sie sehr relatable für eine Teenagerin. 

    Dom auf der anderen Seite ist durch & durch ein optimist & scheint ehrliche Freude in den kleinen Dingen im Leben zu finden. Umso mehr schade fand ich dann seine Vergangenheit (dass er mal gewaltätig war). Es passte meiner Meinung nach überhaupt nicht. 

    Die Liebe zwsichen den beiden fand ich so schön. Am Anfang mag es vielleicht ein wenig oberfläch gewesen sein, aber mit der Zeit wurde es so intensiv, dass ich es kaum aushielt. Vor allem als Dom & Seren ihre Liebe offen gestanden haben & daraufhin getrennt wurden. 

    Die anderen Chraktere fand ich persönlich nicht alle sympathisch, aber sie haben definitiv eine wichtige Rolle in der Geschichte gespielt. 

    Das Ende war eine reine Achterbahnfahrt der Gefühle, ich bin froh wie es ausgegangen ist :) 

    Den zweiten Teil werde ich mir definitiv holen, obwohl ich da ehrlich gesagt nicht so hohe Erwartungen habe xD Ich fand es schön, dass sie frei waren, das Überleben schien mir persönlich gar nicht die Priorität zu sein. Deswegen weiß ich nicht wie ich mich gegenüber dem zweitem Band fühlen soll, aber ich werde es mal ausprobieren :)

  7. Cover des Buches Hier ist es schön (ISBN: 9783518427941)
    Annika Scheffel

    Hier ist es schön

    (55)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi

    Ja, wer weiß, so könnte die nähere Zukunft aussehen. Annika Scheffel malt hier mit viel Zynismus ein sehr beklemmendes Bild.

    Auf einer übel zerstörten Erde klammert sich der Rest der Menschheit an den Traum vom Erschließen eines neuen Planeten. Dazu wird in einer umfangreichen Fernsehshow, ein Paar ausgewählt, das diesen neuen Planeten besiedeln soll. Sam und Irma sind die Auserwählten und bereiten sich schon seit zehn Jahren vor. Während Nahrung knapp wird und die Lebensbedingungen immer härter, glaubt man mit nahezu religiöser Inbrunst an ein zukünftiges Leben an einem anderen Ort und bewundert Sam und Irma. In Rückblenden erfährt man, wie die beiden dazu gekommen sind.

    So richtig erklärt wird hier nichts. Man weiß nicht genau, wo wir uns überhaupt befinden, wer Initiator dieser kruden Show ist, wie und wo sie mit zwei Menschen eine neue Welt aufbauen wollen und ob das ihr Ernst ist. Auch Sams Herkunft stellt ein Geheimnis dar.

    Das Buch lädt zum Rätseln ein und hält sehr geschickt den Leser hin. Man kommt auf fiese Ideen verschiedenster Gestalt, hofft, dass man nur eine üble Fantasie hat, bekommt an keiner Stelle Gewissheit und weiß doch, dass man in Abgründe sehen würde, wenn man sehen könnte.

    Diese Zukunftsvision ist originell, finster und erschreckend plausibel. Wenn man mal guckt, was es jetzt schon alles an schrägen Realityshows gibt, ist so etwas die logische Konsequenz, Brot und Spiele der Zukunft.

    Das Ende zerfasert ein bisschen, trotzdem bin ich insgesamt beeindruckt. Tolles Buch.

  8. Cover des Buches Vom Ende an (ISBN: 9783406705076)
    Megan Hunter

    Vom Ende an

    (83)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    In den Nachrichten wird vor Naturkatastrophen gewarnt. Ihr Ort wird sehr bald von Überschwemmungen betroffen sein. Das Gebiet soll großflächig evakuiert werden. Und mitten in diesem Chaos kriegt sie ihr Kind. Nun muss sie als frisch gebackene Mutter mit Mann und Säugling flüchten. Eine poetisch erzählte Geschichte über das Mutter-Werden, Flucht und Sicherheit.

    Nachdem ich „Die Harpyie“ von der Autorin mit Begeisterung gelesen hatte, wollte ich unbedingt mehr von ihr lesen. Dieses Buch hat mich direkt angesprochen.

    Eine frisch gebackene Mutter, die sich mit Mann und Säugling durch eine oder vielmehr durch mehrere Katastrophen kämpfen muss.

    In diesen wenigen Zeilen auf den wenigen Seiten steckt so viel Inhalt. Ich weiß gar nicht, wie die Autorin das macht. Es steckt so viel zwischen den Zeilen. Es ist das, was nicht gesagt wird, aber auch, wie es gesagt wird. Megan Hunter ist eine Künstlerin mit Worten. Ich wollte keines davon verpassen. Sie braucht nicht viel, um trotzdem deutliche und lebendige Bilder hervorzurufen.

    Es liegt eine Schwere auf diesem Buch, transportiert nur durch die Gedanken der Protagonistin. Wir sind nie wirklich Teil des Geschehens, nur Teil ihrer Gedanken. Man lernt sonst niemanden näher kennen. Man bekommt nicht mal Namen. Nur Buchstaben. Am Anfang etwas befremdlich, aber man gewöhnt sich dran und es passt zum Gesamtbild.

    Die Autorin erzählt erschreckende, traurige oder schockierende Dinge mit einer Nüchternheit, die dem Ganzen den Schrecken nicht nehmen, im Gegenteil.

    Trotz der emotionalen Distanz im Schreibstil, konnte ich sogar ein bisschen mitfiebern. Ich habe mir für die Protagonistin ein happy end gewünscht. Wie auch immer das aussehen kann...

    Begleitet wird ihre Geschichte von einer Erzählung, die nebenherläuft. Es scheint dieselbe Geschichte zu sein, nur irgendwie auf einer Metaebene. Ganz dahinter bin ich aber nicht gekommen.

    Es ist eine schöne kurze Geschichte, die vorallem mit ihrem außergewöhnlichen Schreibstil begeistert. Ich mochte das Buch sehr gerne.

  9. Cover des Buches ... und die Welt dreht sich weiter (ISBN: 9781521318553)
  10. Cover des Buches Die Kriegerin (ISBN: 9783351051075)
    Helene Bukowski

    Die Kriegerin

    (123)
    Aktuelle Rezension von: rainybooks

    Ich denke nicht für jeden wird das Buch etwas sein.

    Lisbeth ist keine Sympathieträgerin und Ihre Entscheidungen sind auf den ersten Blick nicht immer nachvollziehbar. Es ist eine Geschichte die man Zeit einräumen muss, dann wird man hinter ihrer stoischen Fassade die Zerbrechlichkeit spüren.

    Die nüchterne, fast kühle Sprache machte die Geschichte für mich besonders eindringlich. Man spürt Lisbeths emotionale Abstumpfung, ihren verzweifelten Versuch, das Erlebte zu verdrängen und alles und jeden von sich zu schieben.

    Gleichzeitig brodelt unter der Oberfläche eine unausweichliche Spannung, die sich am Ende entlädt.

    4 * da ich mit dem Ende nicht ganz zufrieden war.

  11. Cover des Buches Das dünne Pferd (ISBN: 9783257073133)
    Stefanie vor Schulte

    Das dünne Pferd

    (15)
    Aktuelle Rezension von: S_Malt

    Ich hatte von der Autorin DER JUNGE MIT DEM SCHWARZEN HAHN gelesen, was ich als wunderbares Märchen für Erwachsene empfunden habe.

    Den zweiten Roman SCHLANGEN IM GARTEN habe ich irgendwie verpasst, er ist aber jetzt - nach DAS DÜNNE PFERD - auf meiner Wunschliste hinterlegt.


    Für mich war das vorliegende Buch ein weiteres Highlight des Jahres. Eine wunderbare Dystopie, gemischt mit Western-Vibes; teilweise kamen mir Bilder in den Kopf, wie ich sie aus Roman von Stephen King kenne - insbesondere aus GLAS. Ich war sofort in der Welt, wie die Autorin sie geschaffen hat.


    Worum geht es? Die Welt hat einen Punkt erreicht, an dem alles zusammenbricht. Moral wird nur noch sehr klein geschrieben, die Menschen gehen miteinander nicht mehr so um, wie man es gemeinhin erwartet. 

    Und zu alldem geschieht etwas zwischen Kindern und Eltern; die Kinder entwickeln lebensbedrohende Allergien gegen Erwachsene - und die Eltern vergessen ihre Kinder und deren Existenz schlicht. Sie bringen sie ins Krankenhaus, besuchen sie noch ein paar Mal und wissen zunächst nicht mehr, wie sie heißen und dann, dass es sie überhaupt gibt.

    Die beiden Krankenschwestern Aria und Marion sind die einzigen Erwachsenen, die sich noch um die Kinder kümmern, ja kümmern können.

    Eines Tages wird die Situation jedoch bedrohlich - sie müssen die Kinder wegschaffen.


    »Die Einrichtung ist seit Tagen unbewacht, der Parkplatz davor ohne Menschen, und also wagen sie es.«


    Sie fahren zu einem Haus, welches Aria gekauft hat. Unterwegs treffen sie die verletzte Prostituierte Hayden, die in Aria eine besondere Saite zum Klingen bringt; diese ist vor einem irren Serienmörder verletzt worden, der auch später noch eine Rolle spielen wird. 


    »Aber die Verrückten, die sind auch an sonnigen Tagen unterwegs. Merk dir das, Schulman«


    Aria möchte, dass Hayden bei ihnen bleibt - doch diese hat noch etwas zu erledigen und verspricht, nachzukommen; dieses Versprechen hält sie und wird eine wesentliche Rolle in der Geschichte spielen.


    Schließlich schaffen sie es, die Kinder in das Haus zu bringen und sich dort mit ihnen ein Leben einzurichten. 


    »Die Kinder waren Stück für Stück zu einem Mysterium in der Mitte der Gesellschaft geworden, bis man sie aus der Mitte genommen und an den Rand geschoben hatte…«


    Doch die Menschen vor Ort sind nicht gerade hilfsbereit, sie sind geradezu feindselig - insbesondere die Männer.  


    »Und derjenige, der die Tomate geworfen hat, bekommt von seiner Frau ein Seufzen zu hören. Was willst du?, fragt er gestisch, und die Frau zeigt auf den halb fertigen Salat.«


    Und dann ist da noch der Rancher Imre Brandt, Morphiumsüchtig, innerlich zerrissen und von seinen Cowboys verachtet und gefürchtet.

    Und dann steht plötzlich ein dünnes Pferd am Strand, unterhalb des Abhanges - und Aria ist klar, dass es die einzige Aufgabe, die einzige Lösung all ihrer Probleme sein kann, dieses Pferd den Abhang hinaufzubringen.

    Ein schier unmögliches Unterfangen - doch plötzlich erhält sie Hilfe!


    »Den Mann, der so tut, als wäre er einer von ihnen, während er sich wünscht, er wäre einer von jenen im Mäusekasten.«


    Die Story wird in mehreren Zeit- und Handlungssträngen erzählt, die gekonnt zusammenfinden. Es werden zunächst viele Fragen aufgeworfen und nicht alle klären sich zu 100 Prozent - was mich absolut nicht gestört hat. Dafür gibt es plötzlich Antworten auf Fragen, gar nicht so offensichtlich waren, durch ihre Antworten aber absolut wichtig! 

    Für mich persönlich der wohl größte und sehr beeindruckende Twist: Was hat es mit Alex auf sich?!


    »Alex schlägt die Augen auf, und Aria umarmt ihn voller Glück. Auf einmal Stille. Der Regen lässt nach…«


    Ich möchte nicht mehr vorwegnehmen. Wer Dystopien mag, die in einer wirklich wunderbaren Sprache geschrieben sind und verschiedenste Themen, wie Mißhandlung, Emanzipation, Schwäche, Gewalt, Hoffnung, Freundschaft und Liebe behandeln, dem kann ich nur empfehlen, dieses tolle Buch zu lesen. 


  12. Cover des Buches MUC - Die verborgene Stadt (ISBN: 9783426517574)
    Anna Mocikat

    MUC - Die verborgene Stadt

    (30)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Sie müssen sich mit dem „Propheten“, dem Anführer der Oberstadt verbünden, um militärisch gegen den neu aufgetauchten Gegner zu bestehen. Der neue große Feind kommt aus „Utilitas“ einer großen Stadt im Norden. Die wenigen noch gebildeten Menschen aus der Hochstadt kennen diese Stadt noch unter ihrem alten Namen; Frankfurt am Main. Wie überall sonst haben auch hier nur Rothaarige das Große Sterben überlebt. Im Gegensatz zu MUC hat sich hier jedoch keine Zwei-Klassen-Gesellschaft entwickelt, sondern nur eine poltische Strömung hat die Zeit überdauert, die des sogennanten Utilitarismus, ein autoritär geführtes Militärregime. Einer der wichtigsten Vertreter Utilitas ist Falk, den wir bereits aus dem ersten Teil der MUC-Reihe kennen. Er wurde als Spion in die Stadt eingeschleust, um mögliche Schwachstellen in deren Stadtverteidigung auszukundschaften. Da ein Großteil der Bevölkerung MUCs vom Wissensstand her in eine Art Mittelalter zurückgefallen ist und weder lesen noch schreiben können, glauben Maja und Falk an eine schnelle und ressourcenschonende Invasion. Maja ist die militärische Oberbefehlshaberin aus Utiltias, Falk ein ranghoher Offizier des Sicherheitsappartes „AIS“ aus der freindlichen Stadt. Da die Bewohner des Hades jedoch von der geplanten Invasion vorzeitig erfahren, suchen sie verzweifelt nach Hilfe. Die Wissenschaftler der Oberstadt unter der Leitung von Linus berichten von einer verborgenen Stadt etwa 40 Kilometer im Westen gelegen. Diese war der einstige Flughafen von München. Da jedoch in der Nähe ein Kernkraftwerk ist, sind große Teile der Umgebung kontaminiert. Da nach dem großen Sterben niemand mehr da war, der diese zukünftig warten konnte, sind alle Gegenden um Kernkraftwerke radioaktiv verstrahlt. Dennoch riskieren Pia, Elias der Sohn des Propheten und der sanftmütige Untergrundkämpfer Sam die verborgene Stadt zu finden und, wenn irgend möglich, um Hilfe zu bitten. Jede angebotene List im Kampf geben Utilitas kann helfen das Überleben MUCs zu sichern. Eine lebensgefährliche Reise außerhalb MUCs beginnt, denn die Strahlung ist bei Weitem nicht die einzige Gefahr, die auf sie lauert. Die Fortsetzung des Endzeithrillers MUC ist, wie auch der erste Teil, ein absolutes Lesevergnügen. Sehr schnell und flüssig zu lesen. Toll!



  13. Cover des Buches Doppelwelt (ISBN: B07Q1H54YM)
    Dominik A. Meier

    Doppelwelt

    (10)
    Aktuelle Rezension von: IanCushing

    Es gibt Selfpublisher, deren Namen mir häufig begegnen und die sich in meinem Kopf bereits als "Marke" etabliert haben, bevor ich auch nur einen Satz von ihnen gelesen habe. Was lag da also näher, dass ich mir endlich mal ein Buch von Dominik A. Meier besorge?
    Da ich persönlich nicht zwingend ein "Reihenfan" bin, habe ich mir Doppelwelt ausgesucht und das war eine gute Entscheidung.

    Die Idee zur Geschichte ist hervorragend: Der Atomunfall von Tschernobyl öffnet ein Tor in eine Parallelwelt, genannt die Doppelwelt. Dort gab es zwar auch den GAU, aber ansonsten hatte sich diese Welt anders entwickelt, als in der "normalen". Dieser Ansatz ist extrem spannend, wird aber (leider) nur am Rande behandelt. Aber es gibt ja Bücher und TV-Serien, die sich mit alternativen Geschichtsverläufen beschäftigen, wenn man Interesse hat … 

    Die kranke Anastasija zieht sich in die Sperrzone von Prypjat zurück, um in Ruhe zu sterben. Allerdings hat sie die Rechnung ohne das Schicksal gemacht, denn aufgrund einer Genanomalie ist sie der einzige Mensch, der das Tor zur Doppelwelt öffnen und mit den "Wanderern" genannten Wesen kommunizieren kann. Zwischen den beiden Welten existiert allerdings noch die feindliche "Zwischenwelt", die die Reisenden abfängt und ihnen das Leben schwer und Sterben leicht macht. 

    Auf ihren Reisen begegnet Anastasija verschiedenen Menschen, sie findet Freunde, Liebe und Zuneigung, wo sie nichts anderes als den Tod erwartet und gesucht hatte. Leider wird sie auch von Menschen enttäuscht und es ist beinahe herzzerreißend, wie sehr sie darunter leidet, wenn sie das innere Wesen eines Menschen erkennt, dieser sich aber einem unmenschlichen System unterordnet, ohne der Mensch zu sein, der er sein will. Doch gleichzeitig verweigert sie auch Vergebung und kann hart gegen diesen Menschen sein. Geschickt wird in der Doppelwelt mit Hoffnung und Enttäuschung, Mut und Resignation gespielt.

    Mit ihrer Art geht Anastasija, genannt "Schwalbe", ihren Weggefährten gerne mal auf die Nerven. Ihre Stimmungsschwankungen haben auch mich manchmal mit den Augen rollen lassen, denn zwischen "selbstmitleidig in der Ecke hocken" und "das Leben für die Lieben riskieren" liegen manches Mal nur zwei Zeilen. Sie verkörpert auch perfekt den Typus des starken Menschen, der sich selbst für schwach hält und der mit Hilfe ihrer Freunde jedes Mal über sich hinauswächst.
    Aber mag ich die Protagonistin, denn sie ist eine sensible Seele und ein guter Mensch. Und da gute Menschen nun mal häufiger an sich und der Welt zweifeln, als die Idioten der Welt, bin ich ganz auf ihrer Seite. 

    Der Fokus der Geschichte liegt natürlich auf der Protagonistin und auch wenn vielleicht ein oder zwei Mal zu oft ähnliche innere Vorgänge ausführlich beschrieben werden und einem manche Unterhaltungen irgendwann bekannt vorkommen, liegt es an Dominik A. Meiers Schreibstil, dass ich es dennoch durchweg genießen konnte.

    Ich mag das Setting und die Gedanken, die Dominik A. Meier in mir beim Lesen der Geschichte auslöst. Besonders schön fand ich die Begegnung mit den Wanderern. Ohne zu viel von der Story zu verraten: andersartige Wesen, die nicht aus unserer Welt stammen, ängstigen die Menschen und man sieht sie als Feind; doch ist nichts, wie es scheint. Die Menschen sind den Wesen genau so fremd und sie wollen von uns lernen … aber was lernt man schon von den Menschen? 

    Dominik A. Meier hat ein packendes Mystery-Drama erschaffen, das sich gekonnt aus Fakt und Fiktion zusammensetzt und Fragen des Lebens aufwirft, die ich nach der abendlichen Lektüre durchaus nachklingen lassen habe.
    Sein Schreibstil trifft meinen Nerv und ich habe mich jeden Abend darauf gefreut, in die Doppelwelt zu reisen und das ist für mich immer ein Indikator, dass es ein (für mich) gutes Buch ist. 

    Dominik ist Selfpublisher und in der breiten Masse gibt es oftmals noch immer Ressentiments dieser noblen Gattung gegenüber. Auf den Sinn und Unsinn dieser These gehe ich jetzt nicht weiter ein, denn würden sich diese Leute Doppelwelt anschauen, würden sie sehen, wie perfekt man ein Buch als Selfpublisher umsetzen kann. Die Geschichte ist packend, unterhaltsam und regt zum Nachdenken über die menschliche Natur an; mir sind in dem gesamten Buch ein oder zwei Vertipper aufgefallen und damit erreicht Dominik definitiv Verlagsstandard. Dazu kommt noch der gut lesbare Buchsatz, ein professionelles Cover und fertig ist ein Buch, welches mich nicht nur inhaltlich zu überzeugen weiß. Die Umsetzung ist also in meinen Augen absolut makellos und es sollte mich wundern, wenn es das letzte Buch gewesen sein soll, welches ich von ihm gelesen habe. 

    Einsteigern in die Welten von Dominik A. Meier kann ich Doppelwelt also definitiv empfehlen.

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