Bücher mit dem Tag "englische bücher"
8 Bücher
- George R. R. Martin
A Clash of Kings
(286)Aktuelle Rezension von: Nicolai_LevinWie man’s macht, ist’s verkehrt: Im zweiten Band der Westeros-Saga hat George Martin vieles von dem, was ich am ersten Band bemäkelt habe, besser gemacht, und ich bin immer noch nicht so restlos zufrieden …
Worum geht’s? Nach dem Tod von König Robert Baratheon, regiert sein vermeintlicher Sohn Joff, der aber tatsächlich die Frucht der inzestuösen Beziehung von Königin Cersei mit ihrem Zwillingsbruder Jaime ist. Roberts Brüder Renly und Stannis erheben daher als legitime Erben Anspruch auf den Eisernen Thron, und die edelmütigen Starks ernennen den jungen Robb zum „König des Nordens“, zwar ohne Ambitionen darauf, alle Lande untertan zu machen, aber doch unabhängig und nicht bereit, das Knie vor den Lannisters zu beugen. Auch auf den Inseln im Westen erhebt sich der Lord zum König, während der letzte Spross der alten Dynastie, Daenerys, mit dem Klan ihres verstorbenen Mannes und drei Drachenbabys und einer ungewissen Zukunft durch die Wüsten des Ostens stolpert.
Positiv ist schon mal anzumerken, dass einige der Figuren an Profil und Tiefe gewinnen, und ich weit weniger als im ersten Band das Gefühl hatte, stumpfe Schachfiguren hin- und hergeschoben zu sehen. Catelyn Stark hat mir gefallen und auch der Schmuggler Davos, der neu im Reigen der Perspektivträger ist. Im kleinwüchsigen Tyrion Lannister hat George Martin erkennbar seinen Lieblingscharakter geschaffen, der witzig, klug, genussvoll und doch edelmütig sein darf. Auch die spirituelle Seite seiner Welt ergründen wir dieses Mal etwas tiefer; die schamanisch anmutende Waldreligion alter Zeit, der etablierte „Septen“-Glaube, der sehr schön ausgeführt und lebendig geschildert ist, bis hin zu einem durchaus glaubhaften Kirchenlied. Und dann die rebellische monotheistische Religion um den Herrn des Lichts, die Stannis aus Storm’s End mitbringt. Das fand ich unterhaltsam und richtig clever konzipiert und ausgeführt. Hier blitzt es mal auf, dass gute Fantasy uns eben mehr erzählt über den Menschen an sich als nur unterhaltendes Abenteuer. Schreibtheoretisch kann man sagen: Weltenbau machen und ökonomisch rüberbringen - das ist der fette Pluspunkt dieses Bandes.
Dafür - ich geniere mich fast, es zu sagen - fand ich die abenteuerhafte Handlung zwischenrein einfach nur zäh zu lesen. An einigen Stellen ist die Szenerie unangenehm überfrachtet - im ersten Drittel werden reichlich Schlachtpläne und Kriegstaktiken erörtert, und alle möglichen Namen von potentiellen Verbündeten und Gegnern in den Raum geworfen, denen man noch nicht begegnet ist und die einen (also: mich) ziemlich verwirren. Dann erscheinen uns jede Menge extensiver Traumsequenzen - offen gestanden, nicht so meins. Auch die seitenlange Parade an Ehrungen nach der Schlacht von King’s Landing, wo jeder Hauptmann seine Erwähnung kriegt, fand ich ermüdend. Erst ab der Hälfte des Buches kommt Schwung in die Handlung, auch wenn einzelne Perspektiven schon vorher actionreiche Szenen bieten konnten. Und Seeschlachten sind leider in Büchern immer öd zu lesen, da fehlt einfach die visuelle Pracht der Drei- und Viermaster mit ihren prallen Segeln und den geschnitzten Steuerrädern und Galionsfiguren, die das in Filmen herausreißt.
Eine wesentliche schreibtechnische Erkenntnis nehme ich von A Clash of Kings mit: Acht parallele Perspektiven mögen acht spannende und temporeiche Einzelgeschichten erzählen, wenn sich das nicht erkennbar einem gemeinschaftlichen Höhepunkt entgegenarbeitet, liest es sich bei aller Spannung im Detail in Summe doch mühsam und man hüpft eher unbefriedigt von Kapitel zu Kapitel. Das wird verschärft dadurch, dass die Handlung diesmal nicht nur von acht Perspektiven berichtet wird, sondern auch an acht unterschiedlichen Schauplätzen stattfindet, während sie sich im ersten Band wesentlich auf Winterfell und King’s Landing konzentrieren durfte. So kommt beim Lesen irgendwie der Eindruck auf, als habe man eine zerfledderte Sammlung von Abenteuergeschichten vor sich, die (zumindest in diesem Band) zu keinem Großen und Ganzen finden wollen.
- James Clear
Atomic Habits
(29)Aktuelle Rezension von: niks_tagebuchAtomic Habits ist ein praxisnahes und motivierendes Buch über die Kraft kleiner Gewohnheiten und wie sie unser Leben grundlegend verändern können. James Clear zeigt, dass es nicht auf große, dramatische Veränderungen ankommt – sondern auf kleine, kontinuierliche Schritte in die richtige Richtung.
Der zentrale Gedanke: "Du wirst nicht dein Ziel, du wirst dein System." Statt sich nur auf Ziele zu fixieren, sollten wir die täglichen Gewohnheiten und Prozesse optimieren, die uns dorthin führen. Besonders einprägsam ist sein Konzept der 4 Schritte zur Verhaltensänderung: Hinweis, Verlangen, Reaktion und Belohnung. Diese Struktur hilft, gute Gewohnheiten aufzubauen und schlechte zu durchbrechen.
- Lois Lowry
The Giver
(161)Aktuelle Rezension von: PhilippaI read the novel “The Giver” by Lois Lowry in my english class and was really thrilled by the story. The book is about a twelve year old boy called Jonas who seems to live a perfect life in his community. This illusion shatters after his selection at the Ceremony of Twelve, an annual ceremony where the twelve year olds get their assignments. Through his training as the new Receiver of memory he finds out shocking things about the past and the real conditions in the world he lives in until he has to decide: Should he change everything or behave like the generations before?
I absolutely enjoyed reading this novel. It is very well written and has a fascinating dystopian setting. You can easily identify yourself with Jonas and experience with him the difficulties he has to face during the storyline. It makes you questioning your own life and realise how lucky we are to be able to decide things on our own. The only reason I didn’t rate it 5/5 is because although I really enjoyed reading it, it isn’t going to be one of my favourites and a book you can read again and again.
In my opinion everyone should give it a try. - Becky Albertalli
The Upside of Unrequited
(69)Aktuelle Rezension von: MottelchenDas Buch habe ich im Februar aus einem riesigen und richtig tollen Buchantiquariat mitgenommen, der Laden war echt ein Traum - verwinkelt, schmal, hohe, vollgestopfte Bücherregale und gestapelte Bücher auf dem Boden, Tischen und Treppenstufen.
Gelesen habe ich die Geschichte dann auch innerhalb weniger Tage, die euch auf jeden Fall „all the feels“ geben wird.
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In diesem Buch geht es um Charaktere mit verschiedenen, meist viel zu selten repräsentierten, Körpertypen, -formen, etc.. Die Protagonistin Molly ist, wie sehr häufig üblich in Jugendbüchern, kein gerstenschlankes Supermodel. Außerdem leidet sie unter Angstzuständen und Panikattacken, welche sie mit Hilfe diverser Medikamente im Griff hält. Ihre Zwillingsschwester Cassie, ist, zumindest was das Äußere betrifft, das absolute Gegenteil von Molly. Außerdem interessiert sich Cassie, entgegen ihrer Schwester, nicht für Jungs, sondern für Mädchen. Auch die Familie nimmt einen großen Punkt ein und hat so viel Wärme übertragen, dass ich mich gefühlt habe, als säße ich mit ihnen zusammen am Esstisch.
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Ein wenig widersprüchlich war, dass Molly glaubt, nur dann glücklich zu werden und sein, wenn sie einen festen Freund hat. Ich kann das nachvollziehen, denn wenn alle um einen herum Beziehungen führen, fühlt man sich doch manchmal etwas allein. Allerdings war das nur ein kleines Manko, ansonsten ist die Geschichte durch und durch realitätsnah und ich bin wirklich durch die Seiten geflogen.
- Elise Kova
Air Awakens (Air Awakens Series 1)
(12)Aktuelle Rezension von: ariadneDas Buch hatte ich schon gefühlt ewig auf meinem SuB und teilweise auch wegen des anbetungswürdigen Covers! Großes Kompliment an die Künstlerin!
Elise Kova ist eine Autorin, auf die ich schon länger ein Auge geworfen habe und werde auch sicher noch weitere Bücher von ihr lesen. Mit Air Awakens ist ihr ein gutes Debut für eine Jugendbuch-Fantasy gelungen und bin gespannt, wohin die Reise von Vhalla noch hingehen wird. Es gibt viel Potenzial, besonders was die Elementarmagie angeht, auszuschöpfen.
Das Buch ist wirklich flüssig zu lesen, hab es fast in einem Rutsch durchgelesen. Der Sucht-Faktor ist auf jeden Fall vorhanden.
Ich hätte dem Buch auf jeden Fall 4 Sterne gegeben, wenn es nicht die übelsten Tipp- und Grammatikfehler gäbe!! Also wirklich, bei zwei KorrekturleserInnen (laut Nachwort) kann ich nicht verstehen, warum so viele Fehler bis zum Schluss noch vorhanden waren. Ich hoffe zumindest in anderen Ausgaben wurde das behoben. Besonders der Beginn der Story hat so manche Mängel (auch logische und einfach Lücken), dass es echt ein Wunder war, dass ich nicht abgebrochen habe, wäre das so weiter gegangen. Aber zum Glück konnte die Autorin mich dennoch lange genug fesseln.
- Julius Heinicke
Kuvaka Ukama - Building Bridges
(1)Aktuelle Rezension von: kalliopepaperbacksBridges connect two entities divided by a gap. Flora Veit-Wild has been a traveler of worlds, in the flesh and in the mind. Her insistence on the emphatic modernity of African literatures have influenced academics and artists from all walks of life, as well as shaping her own research, that includes topics such as surrealism, codeswitching, “new orality”, discourses of body, gender, sexuality, madness and violence, questions of cultural translation and the history of scholarship. This volume compiles a variety of scholarly, literary and artistic contributions from her friends and colleagues in Germany, Zimbabwe and other countries. Our connections to others are bridges of the metaphorical kind, crossing the chasms of intersubjective differences – Building Bridges can be translated into Shona as kuvaka ukama, literally “building relations”. The various contributions to this volume reflect on how Flora has reached out and formed relations and alliances with a great variety of people. She has strongly influenced many upcoming scholars and has contributed immensely to the development of the studies of African literatures, especially here in Berlin, Germany. - Eve Z Nyemba
Look Within - Aus voller Seele
(4)Aktuelle Rezension von: catlyDie Gedichte in dem Buch stammen von Eve Zvichanzi Nyemba, einer Autorin aus Simbabwe. Ihre Intention dahinter ist, die Situation der Frauen in Afrika und ihre Gefühle wie Leid, Schmerz oder auch Hoffnung zu beschreiben. Ihre Gedichte handeln sowohl von Leid und Unterdrückung, als auch von der Forderung, Afrika als einen Kontinent des Fortschritts und der Hoffnung anzuerkennen. Auch Liebe, welche jedoch erneut oft die patriarchalische Unterdrückung widerspiegelt und in vielen Gedichten außerdem mit Leid und Enttäuschung verbunden ist, spielt eine Rolle. Auch zum Besinnen auf sich selbst und sein Innerstes, aus dem man Kraft und Hoffnung schöpfen sollte, ruft sie auf - Look within.
Sie sind in zweifacher Form nebeneinander abgedruckt. Einerseits findet sich der englische Originaltext, andererseits auch die deutsche Übersetzung. Mir persönlich haben die Originaltexte besser gefallen, da durch sie das Gefühl des jeweiligen Gedichts finde ich besser vermittelt werden konnte. Allerdings waren die deutschen Übersetzungen bei Vokabelschwächen durchaus hilfreich. ;) Also alles in allem eine gelungene Gegenüberstellung!
Die Gedichte selbst sind meist in einfacher Sprache verfasst, was aber ihrer Aussagekraft und Schönheit keinen Abbruch tut - ganz im Gegenteil! Sie haben mich teilweise sehr berührt und konnten starke Bilder und Emotionen in mir wecken.
FAZIT: Wunderschöne Literatur von einer starken Frau, die der Welt so einiges zu sagen hat! Für Lyrikliebhaber und an afrikanischer Gesellschaft Interessierten, sowie Leser die ein teilweise feministischer Touch nicht stört ein gelungenes und einzigartiges Lesevergnügen! - M. R. Carey
Fellside
(2)Aktuelle Rezension von: britsbookworldIch habe gerade eben das Buch "Fellside" von M.R. Carey beendet und der Autor ist für mich kein Unbekannter. Ich habe von ihm bereits das Buch " The Girl With All The Gifts" gelesen und dieses Buch fand ich wirklich großartig. Bei dem Buch allerdings (andere Thematik) hat es der Autor nicht geschafft, mich komplett zu überzeugen.
Das Buch startet mit einem starken Auftakt. Spannung ist wirklich direkt vorhanden. Es geht um Jess Moulson. SIe wird eines Tages im Krankenhaus wach, hat Verbrennungen überall, muss sehr oft operiert werden, da ihr halbes Gesicht entstellt ist. Doch womit sie nicht rechnet: sie wurde verhaftet. Dank einer Überdosis, soll sie einen Brand gelegt haben und dabei starb ein Kind. Alex Bleech, gerade einmal neun Jahre alt. Jess kann sich an nichts erinnern und als auch ihr Ex Freund bestätigt, dass sie das Feuer gelegt hat, kann und will sie mit dieser Schuld, dieser Last nicht mehr leben.
Sie wird nach Fellside gebracht. Ein Gefängnis in Yorkshire und soll dort den Rest ihres Lebens verbringen. Doch sie beschließt sich selbst zu töten, für das, was sie Alex angetan hat und dies geht am besten, wenn man einfach nichts mehr isst. Somit tritt sie in einen Hungerstreik und erhofft sich baldige Erlösung....
Bis eines Tages aber etwas anders ist, denn Jess hört Stimmen, und eine ganz deutlich. Die Stimme von Alex. Der auf einmal auch wieder vor ihr steht und sie dazu zwingt, sich mit den Ereignissen auseinanderzusetzen. Ob sie das nun möchte, oder nicht.
Bis dahin, war das Buch wirklich wirklich gut. Das Problem war einfach von den 486 Seiten, sind die ersten 100 richtig spannend, und die letzten 150 auch echt gut, was die Handlung betrifft. Aber der Mittelteil? Da plätschert die ganze Geschichte wirklich vor sich hin. Es geht einfach nicht wirklich voran und man weiß als Leser gar nicht, ob Jess nun aus ihrem alten Leben ein Ende machen will. oder ob sie doch wieder leben möchte um ihre Schuld auf ewig mit sich rumzutragen.
Neben der Hauptstory gibt es noch eine ganz eigene Dynamik der Nebenfiguren. Es geht um Drogen, um Androhungen, Bestechung und ein ziemliches Wirrwarr der Insassen untereinander. Dies hätte interessant sein können, war aber für die eigentliche Story oftmals zu weit hergeholt, bzw. es wurde zu sehr von der Hauptstory abgelenkt.
Ich würde das Buch, wenn ich ehrlich sein soll nicht weiterempfehlen. Man kann es zwar gut lesen, da der Schreibstil von Carey wirklich super ist, aber am Inhalt scheitert es dann leider.







