Bücher mit dem Tag "enkel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "enkel" gekennzeichnet haben.

72 Bücher

  1. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520260)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

    (2.142)
    Aktuelle Rezension von: Randaleranke

    📖In "Die Insel der besonderen Kinder" von @ransomriggs geht es um Jacob, dessen Großvater ihm von seinen unglaublichen Entdeckungsreisen, Kindern mit besonderen Fähigkeiten und brutalen Monstern erzählt. Eines Tages wird Jacobs Großvater ermordet und Jacob findet heraus, dass all die Geschichten wahr sind.


    ❗Dieser Text kann Spoiler enthalten.


    ✅ Dieses Buch ist etwas für dich, wenn...

    - du eine Gruppe Jugendlicher beim Zusammenwachsen und einem lebensverändernden Abenteuer begleiten willst.

    - du daran glaubst, dass unter uns besondere Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und Monster leben.

    - du keine Lust auf viele komplizierte Fantasynamen hast, du aber auch nicht ganz darauf verzichten willst.


    ❌Dieses Buch ist nichts für dich, wenn...

    - du mit Tod und Gewalt in Büchern nicht gut umgehen kannst.

    - du ein schnelles Erzähltempo bevorzugst.

    - Inselsetting und Zeitreisen nicht dein Ding sind.


    ✨ Eigentlich bin ich kein Fan von entspanntem Erzähltempo, aber in diesem Buch ist mir das fast nicht aufgefallen. Als die Action dann anfing, habe ich lediglich im Nachhinein gedacht, dass ich doch schon einen ganz schön großen Teil des Buches gelesen hatte. Die Geschichte hat mich total gut mit seinen unterschiedlichen Atmosphären gecatched. Teilweise war es gruselig, actionreich, hat mich zum Weinen und auch zum Lachen gebracht, also aus meinen Augen eine wirklich gute Balance gehalten. Oft habe ich Jana auch geschrieben, dass ich mich gerade super wohl mit dem Buch fühle. Auch die Charaktere fand ich wirklich gut und abwechslungsreich, die Welt war toll gestaltet und das Ende hatte einen super fairen Cliffhanger, dafür dass es der erste Teil einer Buchreihe ist. Untermalt wurde die Geschichte noch von, meiner Meinung nach, sehr coolen und passenden alten schwarz-weiß Fotos.


    P.S. Das Buch ist der erste Teil einer Buchreihe.


  2. Cover des Buches Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück (ISBN: 9783944442402)
    Robert Scheer

    Pici: Erinnerungen an die Ghettos Carei und Satu Mare und die Konzentrationslager Auschwitz, Walldorf und Ravensbrück

    (42)
    Aktuelle Rezension von: parden
    EIN PERSÖNLICHES MAHNMAL...

    Robert Scheer liebte seine Großmutter. Dies ist an und für sich nichts Besonderes, doch eigentlich ist es ein Wunder, dass es den Autor überhaupt gibt. Denn eigentlich hätte seine Großmutter Pici nicht überleben, nicht heiraten und keine Familie gründen dürfen. Denn dies war der Plan von Hitler und seinen Schergen. Doch als einzige ihrer weitverzweigten jüdischen Familie überlebte Pici ("die Kleine") seinerzeit die Gräuel des Holocaust.


    "Die Weisen sagen, das Ziel des Lebens sei das Leben selbst. Dem folgend habe ich das Ziel erreicht. Denn ich lebe noch." (S. 56)


    Zum 90. Geburtstag seiner Großmutter beschloss Robert Scheer, diese nach ihren Erlebnissen zu befragen, damit ihr Zeugnis bewahrt bleibt. Und wo Pici jahrzehntelang geschwiegen hat, öffnete sie sich ihrem Enkel gegenüber und gab Auskunft über helle und dunkle Jahre ihrer Vergangenheit.

    Die ersten zwei Drittel des Buches erzählen von Picis Familie und ihrer Kindheit in Rumänien. Dort wohnte die Familie ungarischer Juden und lebte vom Holzhandel des Vaters. Arm, kinderreich, aber zufrieden, so wie viele andere Menschen der kleinen rumänischen Stadt auch. Als etwas langatmig habe ich diese Schilderungen zeitweise empfunden, aber andererseits als durchaus legitim - holte sich Pici auf diese Art noch einmal alle Mitglieder iher großen Familie in ihre Erinnerung zurück, alle in den Jahren des Holocaust ums Leben gekommen.

    Die schlimmen Erlebnisse Picis nach dem Verlust ihrer Heimat in den 40er Jahren nach der Machtergreifung Hitlers nehmen entsprechend etwa ein Drittel des Buches ein. Die Vertreibung ihrer Familie aus der kleinen rumänischen Stadt, die Erfahrungen im Ghetto, die Deportationen in verschiedene Konzentrationslager, die Kälte, die Hitze, der Hunger, die Unmenschlichkeit, die Angst, die Krankheiten, das Trauma, der Tod - Dinge, über die es sicher auch nach 70 Jahren noch schwerfallen dürfte zu sprechen.

    Was mich bei der Lektüre verblüffte, waren die großen Erinnerungslücken Picis, die viele schreckliche Erlebnisse und Details ausgeblendet zu haben scheint.


    "Und auch für die folgenden Zeiten gibt es solche kleinen Momente, die völlig in meinem Gedächtnis fehlen, aber nicht so, dass ich sie nach Jahren vergessen hatte, sondern so, als hätten sie nichts mit mir zu tun gehabt. Vielleicht, weil mein Verstand dies alles nicht nachvollziehen konnte und von sich wegschob..." (S. 90)


    Entsprechend rudimentär erscheinen denn auch teilweise die Erinnerungen, Spotlights der Schrecken, wobei die Schilderungen selbst nahezu nüchtern erscheinen. Dennoch kommt das Grauen beim Leser an, die Bilder lassen sich ncht verdrängen, die Unfassbarkeit der Erinnerungen bricht sich Bahn. Zahlreiche in den Text integrierte Fotos (viele aus dem Privatbesitz des Autors) unterstreichen das Geschriebene, geben dem Erzählten ein Gesicht und verankern das Grauen in der Realität.

    Der Schreibstil ist einfach, erinnert zeitweise an einen ungeübten Schulaufsatz. Doch vieles ist in wörtlicher Rede wiedergegeben und dokumentiert so eher das Gespräch zwischen dem Enkel und seiner Großmutter Pici als dass es literarisch aufgearbeitet ist. Dieses Stilmittel der wörtlichen Rede unterstreicht in meinen Augen die Authentizität der Erzählung.

    Neben den bereits erwähnten Fotos gibt es - vor allem in dem vielseitigen Anhang - auch zahlreiche Kopien von alten Briefen, Dokumenten und Listen, die die Erinnerungen Picis in Raum und Zeit des Holocaust verankern. Hier hätte ich mir eine bessere Qualität der Darstellung gewünscht, denn viele der genannten Quellen waren durch eine blasse und verschwommene Kopie für mich tatsächlich kaum leserlich, was ich wirklich bedauerlich fand.

    Robert Scheer hat mit diesem Buch nicht nur seiner geliebten Großmutter ein Denkmal gesetzt, sondern mit Picis Erinnerungen auch ein persönliches Mahnmal geschaffen. Ein Buch 'Gegen das Vergessen', das sehr persönliche Einblicke gewährt.


    © Parden
  3. Cover des Buches The Inheritance Games (ISBN: 9783570167830)
    Jennifer Lynn Barnes

    The Inheritance Games

    (803)
    Aktuelle Rezension von: meowmy_kampi

    Story:

    Avery hat es nicht leicht im Leben. Nachdem ihre Mutter verstorben ist, zieht sie zu ihrer Halbschwester und deren Freund, der davon nicht sonderlich begeistert ist. Als sie im Begriff ist, in ihr Auto zu ziehen, tritt Grayson Hawthorn in ihr Leben und eröffnet ihr, dass sie sofort mit ihm mitkommen soll, da ihre Anwesenheit bei der Testamentsverlesung seines verstorbenen Großvaters, der als der reichste Mann in Texas galt, notwendig sei. Avery weiß nicht warum, sie kennt den Mann nicht und hat auch noch nie etwas von ihm gehört. Allerdings wird sie neugierig und lädt in eine Welt voller Rätsel, Geheimnisse und netter Jungs ein.


    Meine Meinung:

    Super gut geschriebenes Buch. Der Plot ist schlüssig und wirkt durchdacht. Während des Lesens hatte ich nie das Gefühl, dass hier „Filler“ eingebaut sind, um alles in die Länge zu ziehen. Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet und verhalten sich entsprechend ihres Charakters. Während des Lesens bekommt man zwar den einen oder anderen Verdacht, aber wie letztendlich alles zusammenhängt, erfährt man erst gegen Ende. So mag ich das. Daher ganz klar: 5 ⭐️

  4. Cover des Buches Things We Never Got Over (Knockemout 1) (ISBN: 9783548069371)
    Lucy Score

    Things We Never Got Over (Knockemout 1)

    (325)
    Aktuelle Rezension von: suma

    Das Buch war sehr unterhaltsam und humorvoll. 

    Es war ein bisschen unrealistisch, aber leicht zu lesen, mit lustigen Wendungen. Die Beziehung zwischen Naomi und Waylay hat mir gut gefallen. 

    Der Schreibstil war allerdings sehr holprig, entweder er oder die Übersetzung war schlecht. Das ganze Buch war jetzt nicht so „anspruchsvoll“.

  5. Cover des Buches We Were Liars (ISBN: 9781524764586)
    E. Lockhart

    We Were Liars

    (360)
    Aktuelle Rezension von: Buecherfreak_M

    "WE WERE LIARS" 🤫🏝 5/5 Sterne - eine Rezension ohne Spoiler 

    Eine reiche Familie, ein Privatinsel-Paradies – und ein Sommer, der alles verändert.

    In We Were Liars verbringt Cadence Sinclair ihre Ferien wie jedes Jahr mit ihrer Familie. Doch nach einem tragischen Unfall ist nichts mehr wie zuvor, und Cadence versucht, die Wahrheit herauszufinden.

    * die Rezension bezieht sich auf die englische Version, zum deutschen Schreibstil oÄ kann ich also nichts sagen *

    Seit der ersten Seite hat mir das Buch total gefallen: die exklusive Privatinsel, die reichen Sinclairs und die scheinbar perfekte Fassade. Auch wenn die Story erst zur Mitte richtig catchy wird, hatte ich seit Anfang an Lust, weiter zu lesen. An keiner Stelle hat sich das Buch gezogen oder wurde langweilig. Die Wahrheit enthüllt sich erst Stück für Stück, wenn Cady sich an den Sommer erinnert, was das Lesen extrem fesselnd macht. Ich war emotional total dabei und das Ende war für mich ein echter Schock - damit hätte ich nie gerechnet! Im Nachhinein macht aber so vieles endlich Sinn und ich freue mich schon darauf, das Buch nochmal zu lesen und diesmal eine andere Sicht auf das Geschehen zu haben.

    Ich LIEBE den Schreibstil der Autorin. Wow. So ganz anders als der typische Erzählstil, aber es passt total zum Buch und zur Story. Richtig schön poetisch, teils fragmentarisch und sehr bildhaft. Das sorgt für eine ganz einzigartige Sprache und Stimmung, die mir unglaublich gut gefallen hat. Ich habe richtig mit Cady mitgefiebert, mitgelacht, mitgeweint.

    Eine ganz große Empfehlung von mir ♡ Ich habe lange kein so gutes Buch mehr gelesen! Den Hype hat es absolut verdient. 

  6. Cover des Buches Die Hexenholzkrone 1 (ISBN: 9783608984774)
    Tad Williams

    Die Hexenholzkrone 1

    (57)
    Aktuelle Rezension von: Rieka

    Es gibt so viele wundervolle Zitate in diesem Buch, dass es einem vorkommt, als halte man eines der großen weisen Werke aus Tiamaks Büchersammlung in Händen. 

    Es ist wieder sehr spannend, mit den politischen Entwicklungen und vielen neuen Charakteren. Am liebsten mag ich das Trio Prinz Morgan, Qina und Klein-Snenneq. Aber auch auf das Geheimnis von Jarnulf und Tanahaya bin ich sehr gespannt. 

    Schnell den nächsten Band schnappen und weiterlesen - nach diesem Cliffhanger am Ende.

  7. Cover des Buches Das erste Buch Opa (ISBN: 9783754917848)
    Bastian Litsek

    Das erste Buch Opa

    (19)
    Aktuelle Rezension von: Coesit

    "Das erste Buch Opa" von Bastian Litsek ist eine Sammlung ganz spezieller Kurzgeschichten, die von Opa Bimmel und seinem Enkel handeln, die zusammen wohnen. Tja, was soll man dazu sagen, zwei Single unter einem Dach und irgendwie ist das Chaos schon ein bisschen vorprogrammiert. Opa Bimmel ist im wohlverdienten Ruhestand, Enkel Bimmel verdient sein Geld vor allem mit dem Schreiben von Bedienungsanleitungen (und die haben es teilweise in sich...)

    Die Kurzgeschichten gehen von wirklich skurril und abgehoben, bis teilweise grenzwertig fahrradfahrerverachtend, aber im Allgemeinen doch recht lustig, wenn man nicht alles wortwörtlich nimmt und einfach mal fünfe gerade sein lässt. Grundsätzlich zieht sich ein roter Faden durch das Buch, der mal mehr, mal weniger zu erkennen ist. Doch passen die Geschichten zeitlich und auch inhaltlich gut zusammen.

    Fazit: "Das erste Buch Opa" ist eine Sammlung von unterhaltsamen Kurzgeschichten, die, wenn man sie nicht zu ernst nimmt und sie mit viel Augenzwinkern liest, einen wirklich gut unterhalten können. Mir haben sie zumindest einige sehr unterhaltsame Zeiten gebracht.

  8. Cover des Buches Miss Gladys und ihr Universum (ISBN: 9783548061047)
    David M. Barnett

    Miss Gladys und ihr Universum

    (217)
    Aktuelle Rezension von: buecher_t1na

    „Die Geschichte einer unglaublichen Freundschaft“ – das war es wirklich.
    Thomas Major ist auf dem Weg zum Mars, verwählt sich am Telefon und landet bei Miss Gladys. Miss Gladys kann sich nicht mehr alles merken, aber dass sie mit einem Astronauten telefoniert hat, weiß sie.
    Thomas muss immer wieder an Miss Gladys und ihre Familie denken, denn diese steckt in Schwierigkeiten. Die Familie besteht aus der alten, teilweise dementen Miss Gladys und ihren zwei Enkeln, Ellie und James. Ellie – selbst noch ein Teenager - muss die Verantwortung übernehmen, da der Vater im Gefängnis sitzt. Thomas fängt dann über Gespräche an, der Familie so gut es geht zu helfen.

    Das Buch war wirklich schön! Die aktuelle Situation wird beschrieben, aber dann gibt es auch immer wieder Kapitel, die erklären, wie Thomas zum Astronauten wurde. Man fiebert wirklich mit den Schwierigkeiten der Familie mit und fragt sich wie es ausgeht. Daneben gibt es auch Szenen von der lieben alten Miss Gladys, die einen einfach nur zum Lachen bringen. Das Buch hat sowohl Gefühl als auch Witz.
    1 Stern- Abzug, vielleicht war ich nicht ganz so konzentriert beim Lesen, aber die Kapitel springen teilweise in der Zeit, wie oben geschrieben, gibt es zwei Handlungsstränge und ich habe manchmal nicht gecheckt, wo wir jetzt sind.
    Aber ansonsten wirklich sehr schön :) 

  9. Cover des Buches Unsere Seelen bei Nacht (ISBN: 9783257261547)
    Kent Haruf

    Unsere Seelen bei Nacht

    (267)
    Aktuelle Rezension von: Abnuncha

    Und in den dunklen Nächten fällt die schwere Erde aus allen Sternen in die Einsamkeit. (Rilke) Unsere Seelen bei Nacht ist ein Titel der es genau trifft. In vielen kleinen Dörfchen würde so eine Geschichte sicherlich für viel Getuschel sorgen, dabei geht das keinen etwas an. Addie macht ihrem Nachbarn Louis ein ungewöhnliches Angebot, ob er die Nächte neben ihr verbringen könnte. Sie schläft nicht gerne alleine und würde ruhiger schlafen, wenn jemand neben ihr liegt, eine ungewöhnliche Bitte. Louis denkt drüber nach und lässt sich letztendlich auf das Abenteuer ein, etwas schüchtern macht er sich im Schlafanzug auf den Weg ins Nachbarhaus. Das Aufsehen im Städtchen bleibt nicht aus, wie kann man daran Anstoß nehmen, wenn jemand seiner Einsamkeit entfliehen möchte und mit jemandem Zeit verbringen will? Die beiden lassen sich zunächst einschüchtern, die Mitmenschen denken auch es geht um eine Beziehung, nein, es gibt auch keinen Sex, nein, eben ein da sein, ein spüren, ein nicht alleine sein und warum sollen sie das nicht genießen. Lassen sie sich am Ende unterkriegen, das gilt es in diesem Buch zu entdecken, ein ungewöhnliches Experiment entsteht, vielen Dank.

  10. Cover des Buches Neubeginn in Virgin River (ISBN: 9783365007815)
    Robyn Carr

    Neubeginn in Virgin River

    (240)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Eine Krankenschwester will einen Neubeginn und nimmt eine stelle in Virgin River an. Der Arzt ist alt und braucht hilfe. Die will er nicht an nehmen. Es entwickelt sich eine schöne Geschichte mit Herz schmerz. Aber auch Kriminalität. Na ja ist ein Frauen Roman macht trotzdem SPSS zu lesen. Wer die Serie kenn wird es lieben.

  11. Cover des Buches Der Zopf meiner Großmutter (ISBN: 9783462004564)
    Alina Bronsky

    Der Zopf meiner Großmutter

    (188)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Es ist lustig, es ist tragisch, es ist gemein und es ist lieb. So würde ich das Buch beschreiben.

    Ich habe mich köstlich amüsiert, obwohl vieles unbeantwortet blieb und das Ende mich aus dem Nichts überrascht hat. Ganz ehrlich: Das Ende ist richtig Kacke! Da hat es sich die Autorin einfach gemacht und das liegt vermutlich daran, dass das Buch wahrscheinlich sonst nie geendet hätte.

    Die Oma ist dabei die zentrale Figur, die völlig verrückt ist und ich immer noch nicht begreifen kann, wie ein Mensch so sein könnte. Fast schon wie meine eigene Oma. Aus irgendeinem Grund zieht der Enkel bei seinen Großeltern ein und die Oma erklärt ihn gleich für unheilbar krank, um ihn auf eine Diät zu setzen mit der Begründung, alles ändere könnte ihn töten.

    Natürlich glaubt das der Enkel und der Großvater ist zu feige, um ihn aufzuklären. Dabei hat der Opa andere Probleme: Er verliebt sich in seine Nachbarin und der Enkel kriegt es mit. Als es zu einem Seitensprung kommt, deckt ihn der Enkel mit aller Macht, wobei die Tochter des Seitensprungs fies zu dem Enkel ist. Das war echt gelungen.

    Mit viel Witz erzählt die Autorin die ganze Geschichte und ich habe gemerkt, wie ich beim Lesen mich kaum zurückhalten konnte. Auch wenn mir vor Müdigkeit die Augen zufielen, wollte ich nicht aufhören, und das sagt was aus.

    Trotz des schlechten Endes habe ich das Buch gern gelesen. Ich bin den Figuren gerne gefolgt, ich habe mitgefiebert, ich habe gehofft, gelitten, war traurig und glücklich! Das schaffen nicht viele Bücher.

  12. Cover des Buches Memento Monstrum (Bd. 1) (ISBN: 9783649630104)
    Jochen Till

    Memento Monstrum (Bd. 1)

    (61)
    Aktuelle Rezension von: Alice9

    Inhalt

    Vlad soll auf seine drei Enkel aufpassen, da seine Frau und seine Tochter zusammen einen Trip nach Paris machen. Er hat kein gutes Gefühl dabei, da er nicht weiß, wie er mit ihnen umgehen soll und Angst hat, dass etwas passiert. Doch letztlich bleibt ihm keine Wahl. Als seine Enkelin ein altes Fotoalbum findet, finden die vier doch schnell einen Draht zueinander und Vlad beginnt von seiner Vergangenheit zu erzählen.


    Meine Meinung

    Vor allem dieses wunderschöne Cover hat meine Aufmerksamkeit auf das Buch gezogen. Die Figuren sehen einfach niedlich aus und generell wirkt die Gestaltung sehr edel und passend für eine Vampirgeschichte. Daher war meine Neugier sofort geweckt und ich musste mir das Buch zulegen – auch wenn ich nicht ganz zu der Zielgruppe gehöre.


    Die Geschichte ist mindestens genauso niedlich und wunderschön, wie das Buch selbst. Mit viel Liebe zum Detail und einer ganz eigenen Vorstellung von der Erzählung Draculas und Van Helsings wird hier dem jungen Leser eine berührende Geschichte mit einer tollen Botschaft nahe gebracht. 

    Auch für mich als Erwachsene war die Geschichte einfach nur einzigartig und es war toll, die ganz neue Erzählung zu entdecken. Vor allem, wenn man die Geschichte von Dracula und Van Helsing kennt, war es hier sehr unterhaltsam, diese ganz neue und kindgerechte Version einmal zu lesen. 

    Damit einhergehend fand ich es auch spannend, wie noch weitere bekannte Fabelwesen oder Romanfiguren hier Eingang in die Geschichte gefunden haben und in die Erzählung von Vlad eingebaut wurden.

    Die Themen Freundschaft und Vorurteile werden hier angesprochen und den jungen Lesern auf eine sehr charmante und nachvollziehbare Art und Weise nahe gebracht. 


    Schön fand ich auch die Gestaltung der Figuren. Vlad hat hier nichts mehr von dem grausamen Vampir Dracula, sondern er ist ein sehr liebenswürdiger und einfühlsamer, kleiner Blutsauger, mit einer ganz besonderen und einzigartigen Geschichte. 


    Auch wenn die Geschichte natürlich recht kurz ist, baut man sehr schnell eine Beziehung zu den Figuren auf, was vor allem an den wunderschönen Illustrationen liegt. Diese sind ein absoluter Hingucker und stellen eine tolle Ergänzung zu der Geschichte dar. 

    Ebenso konnte mich der Schreibstil überzeugen. Die Geschichte ließ sich einfach und flüssig lesen, sodass sie auch für junge Leser:innen leicht zu folgen ist.

    Trotz der wenigen Worte, wird eine schöne heimelige Atmosphäre rüber gebracht und auch die Gefühle waren präsent. Die Geschichte war natürlich jetzt nicht überladen mit Emotionen, sondern kindgerecht wurden einem Gefühle zum Thema Freundschaft und Familie näher gebracht, sodass dahingehend auch eine gute Beziehung zu der Geschichte und den Figuren aufgebaut werden konnte.


    Insgesamt also ein wunderschöner und überzeugender erster Band mit liebenswerten Figuren.

  13. Cover des Buches Das Glück so leise (ISBN: 9783453360730)
    Leonie Lastella

    Das Glück so leise

    (48)
    Aktuelle Rezension von: Blueberry87

    Samuel ist ein ehrgeiziger Werbemanager in Hamburg. Er hat alles, was er sich wünscht: einen guten Job, eine schöne Wohnung und eine erfolgreiche Karriere. Doch dann verliert er seinen Job durch einen Fehler, den er nicht begangen hat. Seine Freundin verlässt ihn und er ist pleite. In seiner Verzweiflung sucht Samuel seine Großmutter Henriette auf, die auf einem Gut in Norddeutschland lebt. Henriette ist eine exzentrische Frau, die eine Agentur für die Erfüllung von Wünschen betreibt. Sie bietet Samuel an, ihm zu helfen, wenn er ihr bei der Erfüllung der Wünsche ihrer Kunden hilft. Auf dem Gut lernt Samuel Lillan kennen, eine junge Frau, die seit ihrer Jugend gehörlos ist. Lillan lebt mit ihrer kleinen Tochter Ida auf dem Gut. Samuel und Lillan sind sich von Anfang an unsympathisch. Doch im Laufe der Zeit lernen sie sich besser kennen und verlieben sich ineinander.

    Samuel ist ein sympathischer, aber auch arroganter und egoistischer Mann. Er ist sich seiner eigenen Stärken bewusst und hat ein hohes Anspruchsdenken. Doch als er seine Existenzgrundlage verliert, muss er erkennen, dass er nicht so stark ist, wie er dachte. Lillan ist eine selbstbewusste und starke Frau. Sie hat sich mit ihrer Gehörlosigkeit arrangiert und lebt ein erfülltes Leben. Sie ist eine liebevolle Mutter und eine gute Freundin. 

    Die Liebesgeschichte zwischen Samuel und Lillan ist ein zentrales Thema des Romans. Die beiden Protagonisten sind sich auf den ersten Blick unsympathisch. Doch im Laufe der Zeit lernen sie sich besser kennen und verlieben sich ineinander. Ihre Liebe ist eine besondere Liebe, die über die Barrieren der Sprache und der Kultur hinwegwächst. 

    Die Freundschaft zwischen Lillan und ihrer Freundin Pia ist ebenfalls ein wichtiges Thema des Romans. Pia ist Lillans einzige Freundin und sie ist immer für sie da. Sie unterstützt Lillan in schwierigen Zeiten und hilft ihr, ihr Selbstvertrauen zu stärken.

    Die Beziehung zwischen Samuel und seiner Großmutter Henriette istwunderbar herausgearbeitet. Henriette ist eine eigenwillige Frau, aber sie liebt ihren Enkel sehr. Sie ist es, die Samuel hilft, seine Lebenskrise zu überwinden und zu sich selbst zu finden. 

    Der Roman handelt auch von der Selbstfindung. Samuel muss erkennen, dass er nicht so perfekt ist, wie er dachte. Er muss lernen, mit seinen Fehlern zu leben und sich selbst zu akzeptieren. Lillan muss lernen, ihre Gehörlosigkeit nicht als Behinderung, sondern als Chance zu sehen. 

    Fazit:

    "Das Glück so leise ist" ein einfühlsamer, berührender und tiefgründiger Roman, der die Leser mitnimmt auf eine Reise der Liebe, der Freundschaft und der Selbstfindung. 

  14. Cover des Buches Rascha und die Tür zum Himmel (ISBN: 9783779506645)
    Julia Willmann

    Rascha und die Tür zum Himmel

    (10)
    Aktuelle Rezension von: JDaizy

    "Das war die allergrößte Veränderung: Ima fehlte bei uns zuhause. Sie war im Spittel, und dahin hatte sie das Leuchten mitgenommen, das immer um sie herum war. Ihre warmen Hände auch. Und das Ofenschlupfer-Wunder. "


    Manchmal findet man Bücher, die man gar nicht sucht. Oder Bücher finden uns. So war es bei mir und "Rascha und die Tür zum Himmel". Vom Verlag als Kinderbuch ab 9 Jahre angegeben, sehe ich es eher als All Ager. Denn Rascha trägt so einige wertvolle Erfahrungen im Gepäck. 


    Es geht um den jungen Rafael und seine Oma, die er über alles liebt. Um die Geburt seiner kleinen Schwester Leni und den Abschied der Großmutter. Um die Fastnacht. Und darum, wie Abschiede das Leben durcheinander würfeln. Das Leben ... denn genau das ist es. Kein klassisches Buch über Verluste, Trauer und Abschied nehmen, sondern eine Geschichte, die das Leben feiert. 

    Mit wunderschönen Illustrationen von Jens Rassmus und Oma Imas Ofenschlupfer-Rezept am Ende des Buches.


    Es gibt so viele zu Herzen gehende Anregungen im Buch zu entdecken: Menschen, die wir so innig lieben, dass wir uns ein Leben ohne sie nicht vorstellen mögen. Die Kraft von Worten, gebündelt in Imas Felsbrockensätzen. Das in jedem Abschied auch ein Neuanfang liegt, wenn man genauer hinschaut oder hinhört. Und das doofe Typen manchmal zu besten Freunden werden können. Nicht nur zur Fastnacht.


    Rascha und seine Oma muss man einfach ins Herz schließen. Und es ist für mich nicht verwunderlich, dass dieses Buch mit dem Amanda-Neumayer-Stipendium gefördert wurde. 


    Fazit:

    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung. Selten lagen Lachen und Weinen so nah beieinander. Die Geschichte hat mich wirklich berührt und beseelt zurückgelassen. Mögen noch viele weitere folgen.

  15. Cover des Buches Omama (ISBN: 9783552072015)
    Lisa Eckhart

    Omama

    (95)
    Aktuelle Rezension von: awogfli

    Einige von Euch kennen möglicherweise die polarisierende österreichische Kabarettistin Lisa Eckart, die mit ihrem bissigen, verkopften, in überheblicher Attitüde präsentierten Programm schon einige Male für einen veritablen Skandal verantwortlich war. Im Jahr 2000 hat sie ein Buch über ihre Großmutter geschrieben. Da ich Bücher von Skandalnudeln und anderen krawallgebürsteten AutorInnen immer erst lese, wenn der Hype und die Kritik abgeebbt sind, um mir abseits des Getöses dann völlig unbeeinflusst eine Meinung zu bilden, ging ich nun zwei Jahre später völlig entspannt und naiv unwissend an diese Aufgabe und war sehr neugierig.

    Was soll ich sagen, der Roman ist wie die Kabarett-Kunstfigur: intellektuell etwas verschwurbelt, das Lesepublikum mit subtilen Grauslichkeiten im Stakkato schockierend, bissig, bösartig und sprachlich ansprechend, zusammenfassend sehr österreichisch. Lediglich in der Dramaturgie ist noch gehörig Luft nach oben, aber das ist eben auch der Unterschied zwischen dem szenischen Kabarett und der Belletristik in Form eines Romans. Da sollte sie in Folgewerken noch einiges aufholen.

    Es geht also um die Omama der Autorin von der Jugend bis in die heutige Zeit, und eines ist mir schon im Prolog aufgefallen, schriftlich fabulieren kann die Eckart durchaus. Köstlichst dieser bis in die Absurdität getriebene Kampf von zwei Großmüttern (väterlicherseits und mütterlicherseits) um die Enkelin:


    Nach der Niederkunft entspinnt sich deswegen stets ein grausames Ringen um die Vorherrschaft. Bereits im Kreißsaal raufen die beiden um das frisch geworfene Menschlein wie welke Weiber um den Brautstrauß. Wer darf es als erste halten? Das erschöpfte Muttertier liegt fernab des Kreidekreises und muss ohnmächtig mit ansehen wie sich zwei todgeweihte Damen auf das junge Leben stürzen und es zu zerreißen drohen. […]
    An Feiertagen wird der Enkel in Präsente eingemauert und mit Backwerk vollgestopft, bis die überspannte Haut transparent wird. […]  Der Biorhythmus eines Kindes erholt sich schwer von den Wochenenden, an denen es so sehr verwöhnt wird, dass es bereits an Missbrauch grenzt. Zumal Großmütter bevorzugt auf kulinarische Kriegsführung setzen.


    Nach der Einleitung beginnt die Geschichte mit der schweren Jugend der Großmutter gleich nach dem zweiten Weltkrieg, als die Russen in der Steiermark einmarschieren: das Dorf im Nirgendwo, die ländliche Gesellschaft, die recht gefühlskalten und gewaltbereiten Eltern, die wunderschöne Schwester und die nicht akzeptierte, hässliche, aber sehr kluge Großmutter.

    Schon in dieser Phase treibt Eckart manchmal ihre Erzählweise ein bisschen auf die Spitze, indem sie ihr Werk auf hyperintellektuell bürstet und sich in ihren eigenen Fremdwort-Satzkonstrukten verschwurbelt. Manchmal wird auch absichtlich Verwirrung zwischen den beiden Schwestern gestiftet, indem sie einfach nicht genau benannt werden. Zudem wendet sie eine Nuance zu viele Abschweifungen an, die ich mitunter nicht im Vergaloppieren der Erzählkunst, sondern im gewollten, Intellektualisieren verorte. Mehrere österreichische Eigenheiten, Bezüge und Wörter, beziehungsweise Wortremixe werden eingeführt, was mich vermuten lässt, dass der Roman möglicherweise nicht immer ganz so gut für den deutschen Markt geeignet ist und zumindest eine Affinität zu Österreich erfordert.

    Des Öfteren haut die Autorin dann aber auch wieder extrem grandiose Analysen raus.


    Diese Leute sind roh, das waren sie schon immer. Ich habe es im Krieg erlebt. Aber ich dachte, sie hätten gelernt. Kurz hatte es tatsächlich den Anschein. Schnell aber sind sie von Neuem verroht. Und diese Verrohung ist noch weitaus gefährlicher als die urstämmige Rohheit. Sie haben von der Vernunft gekostet und sie wieder ausgespuckt, weil sie ihnen nicht geschmeckt hat.
    Ich vermisse die Zeiten, als man nur um Fakten stritt. Als es nur um Wahr und Falsch und nicht um Gut und Böse ging. […] Es gab den Klugen und den Dummen. Dem Dummen wurde Einhalt geboten, indem man Lexika zur Hand nahm und sie ihm um die Ohren schlug. Der Dumme wurde widerlegt und nicht überzeugt. Weil im Recht zu sein, noch mehr als reine Ansichtssache war. Damals bestand die Streitkraft des Zänkers maßgeblich aus seinem Wissen, manchmal sogar aus seinem Verstand, niemals aber aus seinem Gefühl. Der, welcher die Welt nur fühlt, doch weder etwas denkt und weiß, ist zum Streiten gar nicht fähig. Er zieht schon siegreich in die Schlacht. Deshalb trägt er gar keine Waffen. Er kommt nur, um dem Feind zu künden, dass er bereits gewonnen hat.


    Ein bisschen robuster Humor und der Hang zu schweinisch grauslichen Szenen sind unbedingt erforderlich, um das Buch genießen zu können. Es wird bis zur Besinnungslosigkeit gesoffen, gespieben (gekotzt), ein stinkendes Wettex (Putztuch) von der zukünftigen Schwiegermutter durch die Gastwirtschaft geworfen, von den Männern überall hingebrunzt (uriniert), lapidare Gewalt angewendet, ordinär gesprochen, beziehungsweise gestritten, sexuell tatsächlich sehr freizügig agiert und so weiter. Also LeserInnen, die sich sehr oft durch primitive ländliche Rustikalität sofort getriggert fühlen, sollten sowieso die Finger von diesem Roman lassen.

    Die Geschichte der Großmutter bis zur Heirat hat mir bis auf ein paar Einschränkungen gefallen, ich war überrascht, dass ich das Buch so gut fand. Ihr wisst, ich bin ja ein österreichisches, schlichtes Gemüt, zuerst aus dem Proletariat stammend und anschließend auf Land aufwachsend, das sich irgendwann zur Akademikerin hochgearbeitet hat, und deshalb hat mir der derbe, aber stark intellektualisierte Humor ausnehmend gut gefallen. Irgendwie erinnerte mich die Omama in den ersten beiden Teilen frappant an einen meiner Lieblingsschriftsteller: Reinhold P. Gruber: Aus dem Leben Hödlmosers, der möglicherweise sogar das Vorbild für diesen Roman war, denn alle Steirer und Restösterreicher, die Steirer verstehen wollen, haben diesen Roman früher gelesen.

    Leider entgleitet im dritten Teil, als die Gegenwart zwischen Großmutter und Enkelin thematisiert wird, der Plot und die chronologisch erzählenswerte Handlung vollends. In der Vergangenheit gibt es trotz der Abschweifungen noch so etwas wie eine interessante Geschichte mitzuteilen, aber nun nehmen die inflationären, philosophisch intellektuellen Exkurse, die irrelevanten, teilweise bis an Slapstick grenzenden Szenen derart überhand, dass sie die Geschichte zerstören.

    Großmutters nebenberuflichen Aktivitäten bei ihren Fahrten nach Ungarn und die Kreuzfahrt mit der Enkelin Eckard sind regelrecht absurd, beleuchten lediglich herbeigeschriebene, erfundene Konflikte und nicht wirklich die tatsächliche Beziehung zwischen den beiden. Fast mag man meinen, die Autorin scheut sich davor, ihre echte Verbundenheit zur Omama darzulegen, um sie unter dem Deckmantel: „Es ist kompliziert – eine Hassliebe“ zu verstecken und irgendwelche Gruselgeschichten zu erfinden, damit sie vor der Leserschaft emotional nicht die Hosen runterlassen muss. Der ganze dritte Teil ist derart szenisch zerhackt, dass er mir einfach nicht mehr gefallen hat. Solche Gedankensprünge mögen sehr gut ins Kabarett passen, für einen Roman sind sie gänzlich ungeeignet. Hier wurde meiner Meinung nach auf der Beziehungsebene sehr viel Potenzial verschwendet, da die Verbindung der beiden Protagonistinnen viel zu flach beschrieben wurde. So unnahbar wie die Kabarettistin auf der Bühne wirkt, so drückt sie sich auch in ihrem Erstling vor eigenen Gefühlen.

    Fazit: Trotz aller Kritikpunkte hat mir der Roman recht gut gefallen, für ein Debüt war er sogar richtig gut, wenn er für mich auch ein paar Schwächen in der Dramaturgie und Figurenentwicklung aufwies. Ich gebe meine Leseempfehlung mit mehreren Einschränkungen, die ich bereits in obigen Absätzen genau dargelegt habe. Wer das Kabarett von Lisa Eckart mag, wird wahrscheinlich auch Gefallen an der Geschichte finden. 3,5 Sterne wohlwollend aufgerundet auf 4

  16. Cover des Buches Kurschatten (ISBN: 9783492312462)
    Gisa Pauly

    Kurschatten

    (56)
    Aktuelle Rezension von: Muschel

    Diese Reihe zu lesen macht einfach nur Spaß.

  17. Cover des Buches Leona (ISBN: 9783453420601)
    Jenny Rogneby

    Leona

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Leona ist in Stockholm bei der Polizei tätig und bekommt einen neuen Fall. Es wurde eine Bank überfallen, aber von einem kleinen Mädchen! Was ist da los? Und wer hat das Tonband besprochen, dass das Mädchen abgespielt hat? Leona beginnt zu ermitteln und muss sich gegen neidische Kollegen, den all zu strengen Chef und vor allem, gegen ihre eigenen Dämonen durch setzen. Immer mehr dringt der Fall in ihr Leben ein und dann steckt sie mitten drin und muss sich entscheiden.
    Ein großartiges Debut. Jenny Rogneby macht Hoffnung auf viele weitere Topp Thriller!
    Mir als Malta Fan, hat besonders der Urlaub dort gefallen .

  18. Cover des Buches Alligatoren (ISBN: 9783959673594)
    Deb Spera

    Alligatoren

    (141)
    Aktuelle Rezension von: NinaReads

    Alligatoren von Deb Spera hat mich von der ersten Seite an völlig begeistert. Das Buch erzählt starke Frauengeschichten, die geschickt miteinander verwoben werden und dabei sowohl emotional als auch inhaltlich überzeugen. Jede Figur ist einzigartig gezeichnet, facettenreich und authentisch – man spürt ihre Motivationen, Stärken und Schwächen auf jeder Seite.

    Besonders beeindruckend ist, wie clever Spera die verschiedenen Geschichten miteinander verbindet. Die Handlung entwickelt sich dynamisch, voller Überraschungen, Spannung und tiefgründiger Momente. Gleichzeitig schafft die Autorin eine emotionale Tiefe, die die Figuren lebendig werden lässt und einen starken Bezug zum Geschehen herstellt.

    In Summe ist Alligatoren ein meisterhaft erzähltes, kraftvolles Werk voller faszinierender Frauenfiguren und intelligenter Verknüpfungen – ein Buch, das man einfach lieben muss.

  19. Cover des Buches Wut ist ein Geschenk. Das Vermächtnis meines Großvaters Mahatma Gandhi (ISBN: 9783742402028)
    Arun Gandhi

    Wut ist ein Geschenk. Das Vermächtnis meines Großvaters Mahatma Gandhi

    (13)
    Aktuelle Rezension von: black_horse
    Arun Ghandi ist ein Enkel des berühmten Mahatma Ghandi, der sich schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit gewaltfreiem Widerstand gegen Kriege, soziale Ungerechtigkeiten und (Rassen-)Hass einsetzte.

    In diesem Buch berichtet er über seine Erinnerungen an seinen Großvater, dessen Überzeugungen und Lehren, die ihn in seiner persönlichen Entwicklung geprägt haben.
    Sehr persönlich und doch absolut allgemeingültig überträgt er Ghandis Werte in die heutige Zeit von Smartphone und Trump. Denn sie sind genauso aktuell wie eh und je.

    Wie kann man Wut sinnvoll kanalisieren? Warum neiden wir? Warum ist gewaltfreie Kindererziehung so wichtig? Wie zeigt man Liebe statt Hass oder Angst?

    Es hat mich sehr beeindruckt und mitgenommen, an dieser engen Beziehung zwischen Großvater und Enkel teilzuhaben und den so wichtigen Erkenntnissen Ghandis zu lauschen. Es gab so viele bemerkenswerte, wichtige Sätze, die leider im Hörbuchformat ganz schnell verklungen sind. Ich werde auf jeden Fall das Buch kaufen, um Details nochmal nachzulesen.

    Ein großartiges Buch, das ein Appell an alle Menschen ist, friedlicher,  gewaltfrei und füreinander offen zusammenzuleben und Wut sinnvoll zu nutzen. Es sollte Pflichtlektüre in Schulen werden, das ist anschauliche politische Bildung!
  20. Cover des Buches Die Frauen der Rosenvilla (ISBN: 9783453471313)
    Teresa Simon

    Die Frauen der Rosenvilla

    (266)
    Aktuelle Rezension von: Yvihh85

    Die Geschichte ist eine schöne Sommerromanze mit viel Schokolade und etwas historischem Anteil über Dresden und ihre Bewohner.

    Ich fand die Frauen der Geschichte gut geschrieben und es blieb bis zum Schluss spannend.

    Die Geschichte der Schokolade in den 1930 hätte für mich noch weiter ausgeführt werden können bzw die Geschichte der Schokolade im Allgemeinen 

  21. Cover des Buches Ehrenwort (ISBN: 9783257240955)
    Ingrid Noll

    Ehrenwort

    (113)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Pecunia non olet‘ (Seite 6)

    Max kümmert sich nach Oma Ilses Tod um Opa Willy, der ihm dafür immer wieder Geld zusteckt. Geld, das Max dringend braucht, so dass er sich bald auch eigenhändig am Tresor des Opas bedient, denn ein gewisser Falko erpresst ihn schon seit einer halben Ewigkeit und verlangt monatlich eine bestimmte Summe von Max.

    Als der Opa nach einem Sturz operiert werden muss und ein Lungenödem entwickelt, nimmt ihn Max kurzerhand bei sich auf. Max’ Eltern, in deren Haus Max lebt, sind allerdings wenig begeistert und gar nicht gut auf ihren (Schwieger-) Vater zu sprechen.

    Eigentlich liegt der Opa im Sterben, aber er berappelt sich wieder, so dass sein Sohn Harald überlegt, etwas nachzuhelfen und so den ungebetenen Gast (endgültig) los zu werden.

    Ingrid Noll zu lesen ist für mich immer eine kleine Reise in meine alte Heimat, gibt mir ein wohliges Gefühl, macht mir ein wenig Heimweh, erzeugt Sehnsucht und lässt Erinnerungen an meine Zeit im Rhein-Neckar-Kreis aufkommen.

    Wie immer bei Noll ist auch ‚Ehrenwort‘ ein bitterböses Buch, ist unterhaltsam und perfekte Unterhaltung.

    Mir hat diese Geschichte um das Mehrgenerationenhaus sehr gut gefallen, und ich freue mich schon auf das nächste Buch von Noll.

  22. Cover des Buches Opapi-Opapa - Volle Kraft voraus! (Opapi-Opapa, Bd. 2) (ISBN: 9783219119381)
    Paul McCartney

    Opapi-Opapa - Volle Kraft voraus! (Opapi-Opapa, Bd. 2)

    (5)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Mein Sohn und ich sind immer wieder auf der Suche nach schönen Bilderbücher und hier hatten wir beide unseren Spaß!

    Das Buch dreht sich um Opapi-Opapa und die Krawaffels, die sich mit dem magischen Kompass und ihrem U-Boot in neue Abenteuer stürzen. Diesmal sind sie auf der Suche nach Omami-Omama, die abenteuerlustiger ist als sie alle. Wo werden sie Omama wohl finden? In Indien oder in den Tiefen der Ozeane? Wie immer, wenn Opapa und die Krawaffels unterwegs sind, wird es richtig aufregend! Und am Ende fallen alle müde in die Betten, auch Opapa. Über diese Schnarchnasen kann Omama nur schmunzeln.

    Der Text war in sehr kindgerechten Sprache verfasst. Schwierige Wörter oder lange Sätze gab es hier nicht. Dennoch ist das Buch fantasievoll und humorvoll geschrieben worden.  

    Besonders gut gefallen haben uns die tollen Illustrationen auf jeder Seite. Schön bunt und mit viel Fantasie unterstützen sie den gelesenen Text sehr gut und verinnerlichen das Gelesene nochmals.

    Fazit: schönes Bilderbuch mit bunten Illustrationen

  23. Cover des Buches Gangsta-Oma (ISBN: 9783499217951)
    David Walliams

    Gangsta-Oma

    (57)
    Aktuelle Rezension von: LeseHexe87

    Ben hasst Freitagabende. Dann muss er immer zu seiner langweiligen Oma, weil seine Eltern im "Stars auf dem Parkett"-Fieber andere Prioritäten haben als ihn. Und überhaupt, Ben scheint den Erwartungen seiner Eltern, die ihn unbedingt zu einer Profi-Tänzer-Karriere überreden wollen, einfach nicht gerecht zu werden. Aber Ben hat andere Stärken und Talente, die er gemeinsam mit seiner vielleicht doch gar nicht so langweiligen Oma entdeckt.

    Mein Mann hat das Buch auf Basis zahlreicher sehr positiver Rezensionen für unseren derzeit 9-jährigen Sohn gekauft, ich habe ihm das Buch dann abends vorgelesen.

    Die Story hat ihn direkt angesprochen. Die lustige (und für Erwachsene teils durchaus absurde) Geschichte um Ben und seine Oma, die nach Kohl riecht, kam für meinen Sohn genau richtig daher, für mich persönlich an einigen Stellen etwas "drüber". Das schmälert jedoch nicht, dass wir beim Lesen sehr viel Spaß hatten und dass die zunehmende Spannungskurve zahlreiche Male ein "Bitte noch ein Kapitel!!!" zur Folge hatte. Die Handlung ist gleichermaßen lustig wie spannend, zum Ende wird es, für mich als Erwachsene sehr überraschend sehr nachdenklich und traurig. Meinen Sohn hat das nicht gestört, ich persönlich empfand es als irritierend bis unpassend.

    Achtung, ich gehe im nachfolgenden Abschnitt genauer auf diesen Teil des Buches ein, es folgen daher Spoiler!

    :SPOILER: :SPOILER: :SPOILER:

    Bens Oma löst zum Ende der Geschichte, die bis dahin von sehr fantasiereichen kriminalistischen Geniestreichen und einigen Familienthemen geprägt war, auf, dass sie an Krebs erkrankt ist. Es dauert nur wenige Seiten, auf denen Ben zuerst mit Tempo 180 in einen Schock verfällt, seine Oma stirbt wenige Monate später und das Thema Verlust und Trauer sind plötzlich im Fokus der Geschichte. Das war für meinen erwachsenen Verstand doch ein bisschen zu viel thematische Kehrtwende. Zumal es sicher für einige Kinder, die zwar gerne Kinder-Krimis lesen, ein Thema sein könnte, das nicht nur überraschend kommt, sondern auch (zu) sehr unter die Haut geht.

    :SPOILER: :SPOILER: :SPOILER:

    Insgesamt gebe ich dem Buch daher eine gute, jedoch aufgrund der genannten Punkte keine sehr gute Bewertung. Wenn ihr neugierig geworden seid, lest das Buch einfach selbst und bildet euch eure Meinung :-)

  24. Cover des Buches Der Buchstaben-Fresser (ISBN: 9783789112256)
    Paul Maar

    Der Buchstaben-Fresser

    (45)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein Klassiker von Paul Maar, erschienen in der Reihe „Sonne, Mond und Sterne“ vom Oetinger-Verlag, ist das Kinderbuch „Der Buchstaben-Fresser“, in dem den jungen Lesern auf amüsante Art und Weise deutlich gemacht wird, was Buchstaben im Wort für eine Funktion erfüllen. Ihr Austausch oder ihre Tilgung kann nämlich Wortbedeutungen verändern. 

    Ausgangspunkt der Handlung ist das Finden eines großen, hellblauen Eis durch Claudia, auf dessen Schale viele kleine Buchstaben sind. Als sie ihren Eltern davon erzählen will, findet sie kein Gehör und es kommt zu erstaunlichen Ereignissen, nachdem sie nur noch die Schalen im Keller findet. Plötzlich sitzt ihr Klassenzimmer im Keller, dann sind es Schuhe, die im Keller verstreut herumliegen. Erst Herr Dill, ein Nachbar, kann Claudia und ihren Eltern dabei helfen, herauszufinden, was hinter den merkwürdigen Vorkommnissen steckt: Das Ei stammt von einem Buchstaben-Fresser, der jeden Tag mindestens einen Buchstaben aus den Wörtern der Umgebung herausbeißt. Herr Dill macht sich nun daran, den Buchstaben-Fresser wieder einzufangen. 

    Was positiv an diesem Kinderbuch hervorzuheben ist, ist der Umstand, dass es Neugier erregt. Denn zu Beginn ist unklar, was es mit dem Ei auf sich hat und warum Claudia mit absurden Situationen konfrontiert wird. Die jungen Leser wollen herausfinden, was dahintersteckt und wie es weitergeht. Hinzu kommt, dass die Ereignisse Erstaunen, Verwunderung und auch ein Schmunzeln bewirken, z.B. als das Schaf von der Polizei abgeholt wird. Das hat mir und meinen beiden Töchtern gut gefallen. Die Auflösung durch Herrn Dill schafft auf kreative und spielerische Art und Weise eine Sensibilität der jungen Zuhörer/innen und Selbstleser/innen für die Funktion von Buchstaben im Wort. Dies ist gerade für Erstklässler/innen interessant. Die Idee des Autors bietet auch einen Anknüpfungspunkt für weitere Gedankenspiele, die man mit alphabetisierten Kindern anstellen kann. Zudem kann man beim Lesen mit den Kindern rätseln, welcher Buchstabe durch den Buchstaben-Fresser wohl getilgt oder ausgetauscht wurde.

     

    Fazit: Ein kreativ und durchdacht gestaltetes Kinderbuch, geeignet für Kinder ab 6 Jahren, das die jungen Zuhörer/innen und Leser/innen für die Funktion von Buchstaben im Wort sensibilisiert.

     

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