Bücher mit dem Tag "entdeckungen"

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124 Bücher

  1. Cover des Buches Plötzlich Fee - Sommernacht (ISBN: 9783453528574)
    Julie Kagawa

    Plötzlich Fee - Sommernacht

     (2.355)
    Aktuelle Rezension von: Yoyomaus

    Zum Inhalt:

    Eiskalt, wunderschön und gefährlich - Julie Kagawas Feen ziehen dich in ihren Bann!
     Schon immer hatte Meghan das Gefühl, dass irgendetwas in ihrem Leben nicht stimmt. Aber als sie an ihrem sechzehnten Geburtstag einen geheimnisvollen Jungen entdeckt, der sie aus der Ferne beobachtet, und als ihr bester Freund sich auf einmal merkwürdig verhält, muss sie erkennen, dass offenbar ein besonderes Schicksal auf sie wartet. Doch nie hätte sie geahnt, was wirklich dahintersteckt: Sie ist die Tochter des sagenumwobenen Feenkönigs, und nun gerät sie zwischen die Fronten eines magischen Krieges. Ehe sie sichs versieht, verliebt sie sich in den jungen Ash - den dunklen, beinahe unmenschlich schönen Prinzen des Winterreiches. Er weckt in Meghan Gefühle, die sie beinahe vergessen lassen, dass er ihr Todfeind ist. Wie weit ist Meghan bereit zu gehen, um ihre Freunde, ihre Familie und ihre Liebe zu retten?

     

     

    Cover:

    Das Cover finde ich ja mal megaklasse gestaltet, auch wenn es an sich recht einfach ist. Wir sehen hier lediglich ein Auge, welches von bunt geschminkt ist und fantastisch bunte Wimpern hat. Die Farben gehen nahtlos auf den Rest des Covers über. Das war es. Einfach und doch so effektiv. Klasse. Auf jeden Fall ist das ein Eyecatcher im wahrsten Sinne des Wortes.

     

     

    Eigener Eindruck:

    Meghan lebt das Leben einer Außenseiterin. Ihr Vater verschwand auf tragische Weise und nun lebt sie mit ihrer Mutter, deren neuen Mann und ihrem kleinen Halbbruder in einem abgelegenen Haus, was ihr Spott und Häme einbringt. Einzig ihr bester Freund kann sie immer wieder aufbauen. Doch seit einiger Zeit benimmt er sich ihr gegenüber eigenartig, besonders, seit es kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag ist. Als Meghan auf dem Weg zur Schule plötzlich der Meinung ist einen Mann mitten in den sumpfigen Landen gesehen zu haben, wird ihr Freund noch eigenartiger. Und auch rund um sie geschehen immer mehr eigenartige Dinge. So scheint sich das Gesicht des Mädchens, welches sie immer gemobbt hat, immer mehr zu einer Schweineschnauze zu verändern. Doch kann das möglich sein? Als dann auch noch ihr Bruder von einem Mann im Schrank berichtet und einige Tage darauf wie ausgewechselt scheint, ist für Meghan klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Und sie soll recht behalten. Denn ihr Bruder wurde von Feen verschleppt und sein Platz durch einen Feenbastard eingenommen, der fortan die Familie terrorisiert. Meghan erkennt dies und bittet ihren Freund Robin um Hilfe, der sich ebenfalls als Fee Puck entpuppt und ihr eröffnet, dass es seine Aufgabe war, auf sie aufzupassen, da sie die Tochter von Feenkönig Oberon ist. Meghan geht das Risiko auf eine Reise ohne Rückkehr ein und reist mit Puck in die Welt der Feen, um dort ihren Bruder zu finden und nach Hause zu holen und das Geheimnis um das Verschwinden ihres Vaters könnte auch gelöst werden, wäre da nicht der attraktive Ash, welcher plötzlich Jagd auf sie und Puck macht…

     

    Die Geschichte von Meghan liest sich an ich sehr angenehm. Jedoch muss ich ehrlich gestehen, dass einige Passagen dann doch recht langweilig waren, welche jedoch durch spannende Zwischensequenzen wieder aufgewertet wurden. Es war interessant die Welt der Feen mit Meghan zu erkunden und mit ihr die Tücken der Feen und deren doch recht skurrile Gesetze kennen zu lernen. Schade fand ich, dass der Charakter der Meghan doch recht naiv war. Es ist halt ein Jugendroman und das merkt man leider auch. Meghan soll mutig und erwachsen wirken, aber irgendwie kommt das durch ihre teilweise wirklich dämliche Art nicht herüber. Ganz im Gegenteil, sie scheint sogar einen kleinen Hang dazu zu haben sich umbringen zu wollen. Und leider war auch diese so gehypte Beziehung zu dem Feenbengel Ash nicht so emotional nachvollziehbar, dass man sagen hätte können, dass das die Liebe schlechthin werden könnte. Warum er also sein Leben fast für sie opfert, das bleibt ein Geheimnis. Die superknisternden Momente, die so viele beschrieben haben, blieben schlichtweg aus. Und wenn ich die Geschichte so im Ganzen für mich betrachte, war sie vom Verlauf und von der Abhandlung dann doch eher so lala. Das Buch konnte mich nicht so packen. Vielleicht habe ich wegen den guten Bewertungen zu viel erwartet, ich weiß es nicht. Nun habe ich mir ja in einem Anfall von kleinem Wahnsinn wieder die ganze Reihe gekauft und bin mir nun gar nicht mehr so sicher, ob das denn eine gute Idee war. Sonderlich erpicht auf den nächsten Teil bin ich nicht. Schade irgendwie.

     

    Fazit:

    Warum das Buch beziehungsweise die Reihe so exzessiv gehyped wird, ist mir ein Rätsel. Zwar ist die Geschichte ganz nett zu lesen, aber wirklich vom Hocker gehauen hat sie mich nun auch nicht.

     

     

    Idee: 5/5

    Charaktere: 3/5

    Logik: 3/5

    Spannung: 4/5

    Emotionen: 3/5

     

     

    Gesamt: 3/5

     

    Daten:

    ISBN: 9783453528574

    Sprache: Deutsch

    Ausgabe: Flexibler Einband

    Umfang: 512 Seiten

    Verlag: Heyne

    Erscheinungsdatum: 10.11.2014

     

  2. Cover des Buches Plötzlich Fee 2 (ISBN: 9783453314450)
    Julie Kagawa

    Plötzlich Fee 2

     (1.555)
    Aktuelle Rezension von: Saruna

    Nach einem eher mittelmässigen Start, hatte ich keine grossen Erwartungen mehr an den zweiten Band der Plötzlich Fee Reihe.

    Aber wow, das ging schon mal viel besser los und wurde richtig nach meinem Geschmack! Auch wenn Meghan zeitweise immer noch nervt (wirklich!! Argh! An die Wand klatschen kann man die! Da ist ihr geliebter Ash tödlich verletzt, aber sie will lieber noch schnell ihrer Familie Hallo sagen nur um dann später die Heilerin zusammenzustauchen, als die sich weigert, weil KEINE ZEIT!) ich mochte die Teenieromanze sehr gerne, auch wenn mein Herz eher für Puck als für Ash schlägt. Grim und Ironhorse haben sich ebenfalls in mein Herz geschlichen und für einige Lacher gesorgt.

     

    Kurzum das Buch hat wirklich Spass gemacht zu lesen und ich freue mich nun (nein echt!) auf den dritten Band!

     

     

  3. Cover des Buches The Score – Mitten ins Herz (ISBN: 9783492309400)
    Elle Kennedy

    The Score – Mitten ins Herz

     (291)
    Aktuelle Rezension von: SarahWants2Read

    Worum geht es?: Allie Hayes steckt in einer Krise. Sie hat keinen Plan für die Zukunft und außerdem ein gebrochenes Herz. Zügelloser Sex ist sicher nicht die Lösung ihrer Probleme, aber dem unglaublichen Hockey-Star Dean Di Laurentis kann sie - zumindest in dieser Nacht - nicht widerstehen. Dean dagegen bekommt immer, was er will. Deshalb kann er es auch nicht fassen, dass Allie nach ihrer gemeinsamen Nacht nichts mehr von ihm wissen will. Dean findet, Allie muss um jeden Preis erobert werden. Aber weiß er wirklich, worauf er sich da einlässt? 

    Der Schreibstil: Der Schreibstil bleibt auf hohem Niveau. Auch hier fliegt man nur so durch die Seiten. Es hat leider hier am längsten gedauert, bis die Geschichte ins Rollen gekommen ist. Der Humor reißt es aber wieder raus. Ich sage nur die Badewannen-Scene ;-)

    Gefühl: Die Beziehung der Beiden ist sehr sexual. Ich hätte mir hier doch vielleicht ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht. 

    Die Hauptfiguren: Dean und Allie passen auf gutdeutsch wie Arsch auf Eimer. Man merkt gleich von Anfang an, dass die Beiden zusammenpassen. Allie bestärkt Dean in einigen Entscheidungen, ohne ihn zu etwas zu bedrängen. Einfach nur super!


    Endfazit: Die Reihe kann ich nach wie vor sehr empfehlen! Für meinen Geschmack was es doch ein wenig zu Erotik lastig. Ein bisschen mehr Tiefgang wäre hier nicht schlecht. Dean macht eine krasse Wendung in der Geschichte durch. Ich finde es toll wie er mit dem Thema Trauerbewältigung umgeht. Ich denke, dass kann sicherlich eine Hilfe für andere Leute sein, die in einer ähnlichen Situation stecken. Ein großen Minuspunkt muss ich an der Stelle jedoch erwähnen: Leider gibt es zum Ende des Buchs einen großen Spoiler für den letzten Band. Man kennt leider schon die Ausgangsituation für das letzte Buch, wodurch der Überraschungseffekt dahin ist. 

    Das Buch ist der mit Abstand witzigste Band der Reihe. Wer also einen humorvollen Liebesroman sucht, ist hier genau richtig.

  4. Cover des Buches Hectors Reise (ISBN: 9783492248280)
    François Lelord

    Hectors Reise

     (1.162)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Hector lebt ein ganz normales Leben mit seiner Freundin Clara in einer europäischen Hauptstadt. Er ist Psychiater, verdient relativ gut und kann sich eigentlich nicht beschweren. Neuerdings plagt ihn aber eine Sorge; er fühlt sich nach den Sitzungen mit seinen Patienten immer erschöpfter und unzufriedener. Noch dazu hat er das Gefühl seinen Patienten zwar helfen aber sie jedoch nicht glücklich machen zu können. Aber wenn er seinen Patienten zu ihrem Glück verhelfen möchte, muss er erst einmal wissen, was Glück überhaupt bedeutet. Also beschließt er sich auf Reisen zu begeben um dabei herauszufinden was Menschen in verschiedenen Ländern glücklich oder unglücklich macht. Dabei gerät er auch in die ein oder andere unvorhergesehene und sogar gefährliche Situation, aus der er aber immer wieder seine Lehren zum Glück ziehen kann und sie sich in seinem Glücksnotizbüchlein aufschreibt📖


    Nachdem ich neulich mal wieder zufällig einen kurzen Teil der Verfilmung gesehen und mich ganz gut unterhalten gefühlt hatte, dachte ich, vielleicht sollte ich doch endlich mal das Buch dazu lesen, welches seit gefühlten Ewigkeiten bereits im Regal steht. Und es hat sich doch auch gelohnt.

    Es war eine recht nette kurze Geschichte.

    Hector weiß, dass es für ihn eigentlich keinen triftigen Grund gibt bedrückt zu sein. Ja, er müsste eigentlich sogar permanent glücklich sein, denn es fehlt ihm im Grunde an nichts. Und dennoch ist das nicht der Fall und er möchte herausfinden wieso es ihm und auch seinen Patienten so ergeht. Seine Notizbucheinträge umschreiben den Weg zum Glück eigentlich ganz gut und regen auch einen selbst etwas an mal über sein eigenes Glück nachzudenken oder auch wie man ihm ein wenig auf die Sprünge helfen könnte. Seine Erlebnisse sind unterhaltsam und schön zu lesen. Es ist wirklich ein kurzweiliges Büchlein. Jedoch die Tatsache, dass er eigentlich eine feste Freundin Zuhause an seiner Seite weiß, die er offenbar auch liebt, aber während der Reise gleich zwei andere Frauen "näher kennenlernt" fand ich etwas befremdlich.

    An den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen. Die Geschichte fängt an mit "Es war einmal..." und in dem Stil geht sie auch weiter. Das erinnerte mich etwas an naive Malerei oder eine Märchenerzählung für Erwachsene. Es ist alles recht oberflächlich, geht nicht wirklich in die Tiefe. Es liest sich ziemlich schnell weg.

    Trotz des einfachen Erzählstils ist es eine ganz nette Geschichte, die einen für ein paar Stunden gut unterhält und doch auch etwas zum Nachdenken über sein eigenes Glück bringt.

  5. Cover des Buches Godspeed - Die Suche (ISBN: 9783841502520)
    Beth Revis

    Godspeed - Die Suche

     (555)
    Aktuelle Rezension von: jujumaus

    Nachdem es ewig her war, dass ich den ersten Teil der Reihe gelesen habe, habe ich mich kaum noch getraut, den zweiten Teil zu beginnen. Ich konnte mich zwar noch an das Ende des ersten Teils ("Die Reise beginnt") erinnern, weil das sehr markant und ein riesen Cliffhanger war, aber der Rest war mir nicht mehr so geläufig.

    Bereits nach den ersten Seiten war ich aber wieder voll drin und da die Autorin sowieso auf zu viele Namen verzichtet, waren die Charaktere auch schnell wieder parat. Zwar wurde das ein oder andere Wissen aus Teil eins vorausgesetzt, aber das war überschaubar.

    Was mir auch wieder gefallen hat, waren die kurzen knackigen Kapitel, die jeweils aus der Perspektive zweier Protagonisten (Amy und Junior) geschrieben sind und sich abwechseln. Dadurch, dass die beiden so unterschiedlich sind und so unterschiedliche Stellungen auf der Godspeed beziehen (Amy ist von der Sol-Erde und möchte wieder auf einem Planeten leben und Junior ist auf der Godspeed geboren und soll diese anführen), sind beim Lesen durch allein die zwei Personen fast alle wichtigen Perspektiven abgedeckt.

    Letztendlich ist dieses Buch für mich aber leider nur ein Zwischenbuch zwischen dem ersten und dem letzten Teil dieser Trilogie. Außer einer Meuterei und vielen Lösungsansätzen dagegen passiert hier nicht viel. Dagegen hat das Buch aber einen schönen roten Faden, nämlich hat Orion Hinweise für Amy auf der Godspeed hinterlassen, die sie zu einem großen Geheimnis und zu einer großen Entscheidung führen sollen. Diese „Schnitzeljagd“ hat mir sehr gut gefallen und mich am Lesen gehalten.

    Insgesamt bekommt das Buch von mir 3 von 5 Sterne, weil die Grundidee einfach toll ist und es auch schön geschrieben ist. Letztendlich arbeitet es aber nur auf Teil 3 hin.

  6. Cover des Buches Obsession (ISBN: 9783499248863)
    Simon Beckett

    Obsession

     (1.175)
    Aktuelle Rezension von: JasMin

    Klappentext übernommen:

    Als seine Frau plötzlich stirbt, ist Ben am Boden zerstört. Allein Sarahs autistischer Sohn Jacob spendet ihm Trost. Aber während er die Schränke der Toten ausräumt, macht Ben eine grausame Entdeckung: Jacob war gar nicht Sarahs Kind. Offenbar hat sie den Jungen entführt, als der noch ein Baby war. Fassungslos macht sich Ben auf die Suche nach Jacobs leiblichen Eltern – und gerät in einen Strudel tödlicher Obsessionen. 

    Ich habe das Buch auf Seite 246 von 414 Seiten abgebrochen.

    Der Klappentext hat mich durchaus angesprochen, leider wurde die Geschichte nach den ersten 50 Seiten überhaupt nicht mehr spannend und nahm, m.E., auch nicht mehr wirklich Fahrt auf. Ab diesem Punkt klärt sich, ob der Junge entführt wurde oder nicht. Später werden nur Lückenfüller genutzt um die Obsessionen von Ben dem Leser halbwegs anschaulich zu erklären. Leider hat mich das Buch dann überhaupt nicht mehr interessiert, da ich auch nicht das Gefühl hatte, einen Thriller zu lesen, sondern ein erweitertes Familiendrama.

    Der Schreibstil ist durchaus angenehm zu lesen - das war´s dann aber auch schon.

    Leider überhaupt nicht vergleichbar mit der David-Hunter-Reihe, die ich bisher verschlungen und auch als sehr gut empfunden habe.

    Ein Unterschied, wie Tag und Nacht - aber immerhin sieht man daran, dass auch ein Simon Beckett zunächst "üben" musste, um richtig gute Bücher schreiben zu können.

  7. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783833309403)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (887)
    Aktuelle Rezension von: jannehanne

    Nach einer völlig desaströsen Scheidung und einer schmerzhaften Liebesbeziehung genießt die Autorin in Italien vor allem die Sprache und die kulinarischen Genüsse, findet später in einem indischen Ashram ihren Zugang zu Gott und letztendlich auf Bali die Liebe. Es ist eine Geschichte über die langsame Heilung einer verletzten Seele. Die Autorin schreibt unterhaltsam, aber gedanklich auch sehr anregend. Insbesondere die Passagen über Yoga fand ich, die ansonsten mit Spiritualität nicht unbedingt auf Du und Du lebt, spannend und habe ich zum Teil mehrmals gelesen. 

  8. Cover des Buches Kinder des Judas (ISBN: 9783426637685)
    Markus Heitz

    Kinder des Judas

     (679)
    Aktuelle Rezension von: Michelly

    Die "Kinder des Judas" ist der Auftakt einer Vampir-Trilogie und alle drei Bücher gehören zum "Pakt der Dunkelheit". Die Kinder des Judas wird meines Wissens offiziell als Band 3 gehandelt des Paktes der Dunkelheit, ich habe allerdings die anderen Bände vorher nicht gelesen und ich hatte keine Probleme die Geschichte zu verstehen.

    Markus Heitz liefert uns hier einen soliden Vampir-Roman mit viel Spannung, Action und Blutvergießen. Mitunter sind die Szenen recht brutal, aber nicht niveaulos oder billig. Ein hochwertiger Vampirroman ohne den bekannten Kitsch, abwechslungsreich und mit einigen Tempowechseln in der Geschichte. Es gibt einen ordentlichen Spannungsbogen, was die Geschichte sehr kurzweilig macht.

    Die Protagonistin Sia ist sehr gut dargestellt, kann ich das Wort "authentisch" benutzen, obwohl sie eine Vampirin ist? Mir gefällt die Figur ausgesprochen gut, eine mitunter brutale Kämpferin mit sehr schön ausgearbeiteten menschlichen Zügen und überraschend viel Herzwärme. Auch die Figuren um Sia herum sind gut ausgearbeitet und gestalten so eine abwechslungsreiche und fesselnde Geschichte. Der Schreibstil ist locker und flüssig.

    Ich hatte bisher noch keines der Bücher von Markus Heitz gelesen, war aber so begeistert, das ich mir gleich Band 2 und 3 der Trilogie gekauft habe. Wer Vampire mag, dem kann ich den Roman nur ans Herz legen.

  9. Cover des Buches Die Physiker (ISBN: 9783257208375)
    Friedrich Dürrenmatt

    Die Physiker

     (3.760)
    Aktuelle Rezension von: Dagi_KnoHa

    Friedrich Dürrenmatts Komödie "Die Physiker" war für mich höchst unterhaltsam. Die grotesken Charaktere sind zwar sehr komplex und wechseln ständig ihre Namen, dennoch ist es so klar gezeichnet, dass man immer mitkommt.

    Aber es ist bei all der Tragik nicht nur lustig. Es kommen viele existenzielle Fragen aufs Tapet, die einen zum Nachdenken anregen. So sind die Insassen einer Irrenanstalt womöglich gar nicht jene, die dorthin gehören, sondern eher jene, die sich um sie kümmern. Oder vielleicht sogar alle zusammen? 

    Die Frage nach wissenschaftlichen Errungenschaften, der Verantwortung gegenüber Gesellschaft und der Menschheit sowie ein eventuell falscher Altruismus führen so zu einer Gewaltspirale, die nicht nur aus Mord besteht, sondern auch institutionelle Gewaltausübung durch Machtdemonstration beinhaltet. 

    Dieses Drama ist eigentlich jedem zu empfehlen. Mit seinen gut 80 Seiten ist es in einem Zug zu lesen.

  10. Cover des Buches Pharos (ISBN: 9781502410801)
    Laura Labas

    Pharos

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Michaela_Ehrmann

    Nun habe ich endlich auch mit der Unwandelbaren Reihe angefangen und wie ich es bereits erwartet hatte ist Pharos, der erste Teil, einfach super! 

    Wie bei den restlichen Büchern der Autorin war der Schreibstil flüssig, mitreißend und schön zu lesen. 

    Die Geschichte ist sehr Fantasievoll und einfach mal was anderes und macht direkt Lust auf mehr.  

    Die Charaktere gefallen mir gut, sie reagieren und agieren nachvollziehbar und überzeugend. 

    Die Geschichte um Reyna, ihre Familie und Freunde und im ganz speziellen um ihr gut gehütetes Geheimnis ist spannend und mitreißend. 

    Für mich ein absolutes Lese Highlight und eine Empfehlung für jeden Fantasy fan!

  11. Cover des Buches Die Wellenläufer (ISBN: 9783453533202)
    Kai Meyer

    Die Wellenläufer

     (708)
    Aktuelle Rezension von: Weisewahrheit

    PRO:

    + es passiert dauernd etwas

    + Zunächst gute Charaktergestaltung, die…

     


    CONTRA:

    - …leider nach etwa 100 Seiten völlig abnimmt und eindimensional oder wenig glaubhaft

    - lächerliche, comichafte Nebencharaktere ohne Hintergrund (Hundemenschen, sprechende Risesenwürmer)

    - Fehlerhafte oder schlecht erzählte Passagen

    - uninspirierte Zusammenführung von schablonenhaften Piraten- und Fantasyelementen

    - Action, aber keine wirkliche Spannung

    - unreflektierter Rassismus von bösen Völkern

     


    Worldbuilding: 1,5

    Handlung: 2

    Charaktere: 1,5

    Schreibstil: 2

    Abwechslung: 3

    Gesamt: 2 Sterne

  12. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.387)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Buchbesprechung geht es hier: 

    https://www.podbean.com/media/share/pb-mg5c6-faaa43

    Vorsicht, Spoiler!

  13. Cover des Buches Glühende Dunkelheit (ISBN: 9783442376490)
    Gail Carriger

    Glühende Dunkelheit

     (192)
    Aktuelle Rezension von: Walking_in_the_Clouds

    Auf einer Londoner Soiree hat sich Miss Alexia Tarabotti – zur Zeit Königin Victorias mit Mitte zwanzig ein spätes Mädchen – wie üblich in die Bibliothek zurückgezogen, als ein halb verhungerter Vampir entgegen der Etikette versucht, ihr Blut zu saugen. Ungewöhnlicherweise weiß er nicht, dass sie eine Außernatürliche ist. Nur vor anderen Menschen kann sie verbergen, dass sie seelenlos ist, wodurch sie den Unnatürlichen, etwa Vampiren und Werwölfen, bei Körperkontakt ihre Fähigkeiten nimmt. Aus Versehen ersticht sie ihren Angreifer mit ihrem Sonnenschirm, woraufhin Lord Conall Maccon, der Earl of Woolsey, erscheint. Der schottischstämmige Alphawerwolf ist Leiter des Amts zur Kontrolle aller nichtmenschlichen Einwohner. Alexia kam ihm schon öfters in die Quere und auch jetzt versucht sie herauszufinden, was es mit dem Verschwinden alter und dem Auftauchen unzivilisierter neuer Unnatürlicher auf sich hat. Lord Maccon schwankt derweil, ob er sie lieber zurechtweisen oder küssen will.

    Der Auftakt zu Gail Carrigers Serie über Blaustrumpf Alexia Tarabotti, ein paranormaler historischer Liebesroman mit einem Schuss Steampunk, begeistert auf ganzer Linie. Schon durch die Sprache entführt die Autorin ihre Leser in ein unorthodoxes 19. Jahrhundert, was auch in der Übersetzung fabelhaft erhalten bleibt. Ihre alternative Welt ist wohl durchdacht und ausgeschmückt mit originellen Ideen, die von großer Kreativität zeugen. Die Story ist geheimnisvoll und mit Überraschungen gespickt. Das Herzstück sind jedoch die wunderbaren, größtenteils schrulligen Figuren bis in die kleinste Nebenrolle. Alexia und Lord Maccon tauschen in schöner Regelmäßigkeit ironische Spitzen aus, aber auch andere werden von dem feinsinnigen Humor, der den Grundton des Romans bestimmt, nicht verschont. Zwischen der herben alten Jungfer und dem charismatischen raubeinigen Ermittler knistert es gewaltig. Ihre spritzige Amour fou ist das Sahnehäubchen dieses kongenialen Lesevergnügens. (TD)

  14. Cover des Buches Creepers (ISBN: 9783426509739)
    David Morrell

    Creepers

     (522)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Ein Roman von dem Mann, der Rambo ins Leben rief … Da liegt die Vermutung nahe, dass „Creepers“ ein blutiges Actionspektakel wird. Aber das ist nicht ganz richtig. Ja, es gibt einiges an Action, und ja, es fließt auch Blut.

    Aber der Thriller lebt auch von Tempo und Spannung. Ständig passiert etwas und schnell entwickelt sich ein richtiger Pageturner. Dabei sind die Charaktere sympathisch und lassen einen mitfiebern. Vor allem Frank Balenger macht richtig viel Spaß, denn der Reporter hat einiges mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint. Zudem kreiert Morrell einige überraschende und unerwartete Wendungen, die absolut keine Langeweile aufkommen lassen.

    Auch die Atmosphäre ist gut getroffen. Der dunkle, halb verfallene Hotelbau, der Adrenalinkick der Abenteurer, der in Angst umschlägt, die Gefahren, die im Dunkeln lauern … wie Morrell diese Elemente beschreibt, ist nicht unbedingt gruselig, aber dafür richtig spannend und kurzweilig, so dass der Roman einen regelrechten Sog entwickelt.

  15. Cover des Buches Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser (ISBN: 9783785574096)
    Thomas Thiemeyer

    Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser

     (277)
    Aktuelle Rezension von: verena_voss

    Ausgelesen! 5/5🌟

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    Autor: @tthiemeyer 

    Titel: Chroniken der Weltensucher "Die Stadt der Regenfresser" (1. Band)

    Verlag: @loewe.verlag

    Selten: 448 Seiten (ET 2012)

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    Wunderbar, gelungener Auftakt!

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    Was für ein toller Auftakt dieses Abenteuer-Romans "Die Stadt der Regenfresser" von Thomas Thiemeyer aus dem Loewe Verlag. 

    Mit 448 Seiten ist dieses Jugendbuch (12 - 15 Jahre) kein Schmöker für Zwischendurch, doch man fliegt regelrecht mit dem Forscher Humboldt und seinen Gefährten durch die Geschichte. 

    Das Cover, egal ob mit oder ohne Schutzumschlag, ist ein Augenschmauß. Wunderschön illustriert, macht es ordentlich was her. 

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    Wir reisen mit C. Friedrich Donhauser "Humboldt', Oskar, einem kleinen sehr sympathischen Straßendieb, Charlotte  seine Nichte und Eliza, über den Globus, nach Südamerika, in die Anden. 

    Dort ist ein bekannter Fotograf verschollen und mehrere geheimnisvolle Fotoplatten des Vermissten, aufgetaucht. Der Inhalt lässt auf eine große Entdeckung schließen und das Forscherteam macht sich sofort auf die Reise. Doch sie sind nicht die einzigen, die eine Sensation wittern. Alte Rivalen sind ebenfalls auf dem Weg in die Hochebenen und versuchen alles um Humboldt aufzuhalten. 

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    Thomas Thiemeyers Werk, ist fantastisch ausgearbeitet. Starke Charaktere, rasante Handlungen, wunderschöne Schauplätze und ein glaubhaft, erzählter Schreibstil, machen dieses spannende Abenteuer zu etwas ganz besonderem. 

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    Ich freue mich, diese Bücher meinen Kindern weiterzugeben und mit ihnen die folgenden Bände der Weltensucher zu entdecken. 

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    Eine ganz große Leseempfehlung!!

    Danke Thomas, für diese wahnsinnig tolle Geschichte! 📚🙏🥰



  16. Cover des Buches Meteor (ISBN: 9783404175048)
    Dan Brown

    Meteor

     (1.767)
    Aktuelle Rezension von: BuecherwurmNZ

    Eines vorweg: Ich bin kein Fan von Brown-Büchern, da ich zwei Bücher mit dem Protagonisten Robert Langdon gelesen habe, von Browns ausschweifendem Schreibstil genervt war und das Gefühl hatte, nun alle Bücher von Brown zu kennen. Daher habe ich beschlossen, keine Bücher mehr von dem Autor zu lesen. Bei Meteor habe ich eine Ausnahme gemacht, da ich gerne Bücher lese, die in der Arktis spielen und Wissenschaftsthriller gerne mag. Das Buch hat mir viel besser gefallen als die Langdon-Geschichten, denn dieser ist in diesem Buch zum Glück nicht dabei gewesen.

    Die Geschichte dreht sich hier nicht voranging um die Wissenschaft, wie ich erwartet habe, sondern fast ausschließlich um Politik. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven der verschiedenen Akteure wie dem Präsidenten, seinem Konkurrenten im Wahlkampf und Rachel erzählt. Hauptsächlich befindet sich der Leser in Rachels Perspektive. Leider bleiben die Charaktere bis auf sie sehr blass. Zu Beginn reist die sympathische Rachel in die Arktis, um den sensationellen Fund erfolgreich zu präsentieren. Nach und nach kommen Hinweise auf, dass wohl nicht alles so sein könnte, wie es scheint. Es gibt Intrigen, unfairen Wahlkampf und harte Politik. 

    Browns Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und nicht immer ganz zu verstehen. Er schreibt sehr kompliziert und hochgestochen. In normalen Situationsbeschreibungen kommen auch Wörter vor, die man bzw. ich zumindest noch nie gehört habe und mir auch nichts darunter vorstellen kann. Teilweise hatte ich den Verdacht, der Übersetzer hätte sie erfunden. Aber nein, das ist wohl beabsichtigt. Statt einfach „kehlig“ zu verwenden, schreibt er „guttural“ und „nachgerade“ statt „allmählich“.

    Ein Thriller ist Meteor für mich nicht. Zwar kommt mal ein wenig Spannung auf, aber halten kann sie sich nicht. Richtig spannend wird es erst gegen Ende.

    Fazit:

    Insgesamt habe ich Rachel gerne begleitet. Allerdings dreht es sich hier eher um Politik als Wissenschaft und richtig spannend wird es erst zum Schluss.

  17. Cover des Buches Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen (ISBN: 9783446241657)
    Jacqueline Kelly

    Calpurnias (r)evolutionäre Entdeckungen

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Nadezhda

    Die Geschichte von Calpurnia Tate hat mir sehr gut gefallen, da sie auf ruhige und kindgerechte Weise das Leben und die leider meist recht einseitigen Perspektiven eines Mädchens im ländlichen Texas des Jahres 1899 zeigt und somit einen schönen Gegenpol zu den aktuell oft sehr rasant erzählten und fantasylastigen Kinderbüchern darstellt. Calpurnia findet Magie ganz woanders: Im Laboratorium ihres Großvaters, unterm Mikroskop, in der Lektüre von Darwins skandalösen Schriften, beim leidenschaftlichen Beobachten der Natur... Nur bedauerlicherweise nicht im Produzieren von Stricksocken, Mustertüchern und Apfelkuchen, wie ihre Mutter es gern sähe. Auch ihr Vater und ihre sechs Brüder beäugen Calpurnias spezielle Interessen mit einigem Argwohn und versuchen immer mal wieder, sie an den ihr zugedachten Platz in der Gesellschaft zu lotsen.

    Wie die naturwissenschaftlich interessierte Elfdreivierteljährige mit den Ansprüchen ihrer Familie und der damaligen Gesellschaft hadert und es schließlich schafft, sich von ihnen zu lösen, ist feinfühlig und anschaulich erzählt. So kann heutigen Kindern ohne pädagogischen Zeigefinger klarwerden, dass Chancengleichheit im Blick auf Bildung und selbstbestimmte Lebensentwürfe einst hart erkämpft wurde und auch im 21. Jahrhundert noch nicht immer eine Selbstverständlichkeit darstellt. Und sie bekommen vielleicht ebenfalls Lust, das Leben in einem Wassertropfen vergrößert auf einem Objektträger zu betrachten oder sich die Grashüpfer und Zaunwinden beim nächsten Besuch einer Wiese genauer anzugucken.

    Besonders hervorheben möchte ich noch das wunderschöne Cover der deutschen Ausgabe, das mich ein bisschen an Albrecht Dürers Wiesenausschnitte, aber noch viel mehr an die Krabbelviehzeug-Zeichnungen von Maria Sibylla Merian erinnert.

    Der Verlag empfiehlt die Altersspanne 12-14 Jahre; ich würde eher 10-12 Jahre vorschlagen. Aber auch für mich als Erwachsene war das Buch angenehm zu lesen und ich freue mich schon sehr auf den 2. Band, den ich mir nach der Lektüre des 1. Bandes direkt auf den Reader gezogen habe.

  18. Cover des Buches Die geliehene Schuld (ISBN: 9783453360396)
    Claire Winter

    Die geliehene Schuld

     (149)
    Aktuelle Rezension von: graphida

    Ellen Sandbergs Roman Die Schweigende beschreibt eine alltägliche Familiengeschichte des Nachkriegsdeutschlands, so scheint es zumindest. Eine junge Frau verliebt sich, heiratet, wird Mutter und stößt an die eigene Grenze. Sie kann ihnen drei Töchtern die Liebe und Wärme die sie sich wünschen nicht entgegenbringen. Die Töchter rätseln, finden sich aber schließlich mehr oder weniger damit ist 'Mutter ist halt so'. Sie kann keine Berührung zulassen, Nähe ist nur schwer zu ertragen, ebenso wie geschlossene Türen. 

     

    Als der Vater stirbt und eine seiner Töchter ein versprechen abnimmt, beginnt ein spannender Roman, der die Schatten der Vergangenheit wieder lebendig werden lässt, für die Mutter Karin ebenso wie für die Leserin. Nein, es folgt nicht der Rückblick auf die uns allen bekannte dunkle Zeit der deutschen Geschichte, es folgt ein Blick hinter die Kulissen der damaligen Erziehungsheime.

    Unter dem Deckmantel der christlichen Fürsorge, Jahrzehnte gedeckt durch die Institution Kirche hatten Nonnen und Erzieher freie Hand und konnten ungestraft Kinder misshandeln und psychisch zerstören. Sie haben unendlich viel Leid verursacht und jungen Menschen Verletzungen  zugefügt, die nur selten heilen durften.

     

    Was macht eine solche Geschichte mit einem Menschen und welche Auswirkungen hat das Erbe für die Kinder und Kindeskinder ? Wenn wir unserer eigenen Geschichte nachspüren, werden wir auf dunkle Schatten treffen, sei es durch getragene oder verleugnete Verantwortung. Nur wenn wir diesen, wie auch immer gelagerten Schatten begegnen wird das Erbe für nachfolgende Generationen nicht mehr weitergegeben. Vieles ist uns als Folgegeneration nicht bekannt oder nicht bewusst, dennoch sind es die kleinen und grossen Belastungen, unbekannterweise, die uns prägen und zu dem machen, was wir sind.

     

    Ich denke, die Kirche, egal welcher Konfession auch immer, tut gut daran dieses dunkle Kapitel aufzuarbeiten, auch wenn sie viele der Betroffenen nicht mehr erreichen wird. Jahrzehntelanger Missbrauch, psychische und physische Gewalt werden auch heute noch unter den heiligen Teppich gekehrt. Es gäbe so viel zu tun, wenn die Verantwortlichen endlich beginnen würden ihr eigenes Haus in Ordnung zu bringen.

    Ellen Sandberg, alias Inge Löhnig ist ein bewegendes Buch gelungen, schwer verdaulich und wichtig zugleich, eine klare Leseempfehlung.

  19. Cover des Buches Das Wesen der Dinge und der Liebe (ISBN: 9783833309892)
    Elizabeth Gilbert

    Das Wesen der Dinge und der Liebe

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Krystyna_Sierova

    Einmal meine Mutter hat mich angerufen und sagte - schnell du muss unbedingt das neue Buch von Elizabeth Gilbert lesen! Es so interessant, da gibt es so viel über Geschichte und damalige Abenteuere und Wissenschaftler!
    Meine Mutter war mit dem Buch begeistert und ich auch. Aber nur am Anfang...

    Was die Autorin wirklich gut kann, ist eine Atmosphäre zu schaffen und die Landschaft zu setzen. Als ich das Buch angefangen zu lesen, dachte ich mir - was von ein traumhaftes Kindheit hat Alma, ich würde gerne ihre Schwester sein!

    Wie ich immer sage, aber dann passiert das Leben mit alle Drama und Schicksale. Das buch ist trotzdem sehr interessant und lässt mich bis jetzt nicht los, ich denke ab und zu darüber und würde gerne wieder in diese besondere Zeiten eintauchen.

    Was ist auch wichtig, hinter Buch steckt viel Forschungsarbeit, die Elizabeth Gilbert gemacht um Roman echt realistisch zu beschreiben, es ist schon echte Historische Roman.

  20. Cover des Buches Vom anderen Ende der Welt (ISBN: 9783423214513)
    Liv Winterberg

    Vom anderen Ende der Welt

     (177)
    Aktuelle Rezension von: Lese_Lisel

    Die Reise der Mary Linley, die als erste Frau die Welt umsegelt, wird von Liv Winterberg gekonnt verpackt, fesselt und reisst mit. Winterberg beschreibt sehr lebendig, ihre Schilderungen sind klar, farbig und eindrücklich. Sehr gut gefallen hat mir auch der Perspektiven- und Ortswechsel. Die Handlung und die Figuren werden wie in einem inneren Film zum Leben erweckt. Das Buch ist kurzweilig und äusserst informativ. Ein bereichernder Lesegenuss, nicht zuletzt Dank des tollen Schreibstils der Autorin.

    Störend war für mich aber eine Tatsache, die man im Nachwort erfährt. Wer also nichts über das Nachwort wissen möchte, soll hier nicht weiter lesen.
    Im Nachwort erklärt Winterberg nämlich, dass sie sich von Jeanne Baret, die als erste Frau die Welt umsegelt hat, inspirieren liess. Wieso hat sie dann nicht gleich einen Biografischen Roman geschrieben? Wieso mach sie aus der Französin eine Engländerin? Es wäre doch wunderbar gewesen, diese aussergewöhnliche Frau bekannt zu machen, anstatt ihr eine fiktive Figur vor die Nase zu setzten. Ich nehme an, Winterberg wollte das Buch mit der Liebesgeschichte zwischen Carl und Mary aufpeppen. Denn Jeanne Baret war – im Gegensatz zu Mary Linley – bereits liiert zu den Zeitpunkt, als sie an Bord ging, und zwar mit dem ebenfalls mitreisenden Botaniker Commerson. Folglich fasste sie den Entschluss, als Mann mit zu reisen, nicht alleine, und mindestens eine Person an Bord war eingeweiht. So nimmt man zumindest an. Und mir erscheint das auch plausibler als Winterbergs Variante. Da spielt wohl feministisches Wunschdenken mit: Ein neunzehnjähriges Mädchen verkleidet sich als Mann und begibt sich auf eine Forschungsreise – wunderbar romantisch, aber nicht so glaubwürdig wie es in Realität war. Schade.

    Aber wie gesagt, ich vermute, die Autorin wollte die romantische Liebesgesichte der als Mann verkleideten Frau, die sich in ihren vorgesetzten verliebt, unbedingt in ihren Roman packen. Gerade aber diese Liebesgeschichte gehört für mich aber nicht zu den Glanzstücken des Romans. Er wäre gut ohne ausgekommen – bzw. die Beziehung zwischen Baret und Commerson und eventuelle Liebschaften, die man in einer Romanbiografie ja einfliessen lassen kann, hätten genügen Stoff gegeben. Carl ist nämlich eine der Figuren, die seltsam blass bleiben. Auch die Gefühle zwischen den beiden erscheinen mir nicht gut herausgearbeitet und gehen einem irgendwie nicht besonders unter die Haut.
    Über die Tahitianer und die Forschungsarbeit von Carl und Linley hätte für meinen Geschmack auch noch ein wenig mehr drin sein können! Trotz dem aber ein sehr empfehlenswerter Schmöker. 

  21. Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783492259750)
    Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit

     (433)
    Aktuelle Rezension von: suse9

    Ich kann kein Buch lesen, das „Die Entdeckung der Langsamkeit“ heißt. Für mich zählen Bewegung, Tatendrang, Emotionalität. Gefühle kann ich nie zurückhalten. Sie sprudeln aus mir heraus, meine Reaktionen sind immer unmittelbar. Deshalb ist der Roman von Sten Nadolny nichts für mich, wenn da nicht, ja wenn nicht dieses Cover mit dem tollen Bild von Turner gewesen wäre und wenn man mir das Buch nicht ans Herz gelegt hätte.   

     

    Im Mittelpunkt steht Entdecker John Franklin und sein Kampf gegen die Schnelligkeit. Der Roman beschreibt sein Leben und wie er es schafft, sich mit seiner Langsamkeit in einer ungeduldigen Welt zu behaupten. Mir hat er unglaublich gut gefallen. Die Worte Nadolnys haben mich komplett verzaubert. Einige Formulierungen versetzten mich in Erstaunen. Oft blätterte ich zurück und wiederholte ein paar Seiten, nur um noch einmal den Gedanken folgen zu können.

     

    Johns Traum ist die Seefahrt und nach einigen Anstrengungen erfüllt er ihn sich. Anfangs muss er mit der Kriegsmarine vorlieb nehmen und erlebt dort den Schrecken von Seeschlachten. Ich habe schon einige gute Bücher aus dieser Zeit gelesen, die das Leben auf einem Schiff und die Gefechte zum Thema hatten. Nadolny lässt uns an der Seite John Franklins einen vollkommen anderen Blickwinkel einnehmen, der fasziniert. Auf jegliche Effekthascherei wird verzichtet und lässt dadurch Grausamkeiten noch mehr zu Tage treten.

     

    Der Leser folgt dem Polarforscher durch alle Bereiche seines Lebens, die Forschungsreisen, privaten Gedanken und Gefühle sowie verschiedene Begegnungen mit bedeutenden Persönlichkeiten. Viel habe ich während des Lesens nachgeschlagen, interessante Dinge erfahren. Dabei kam niemals Langeweile auf, obwohl mich die Wissenschaft nicht vordergründig bewegt. Am Ende des Romans erhielt ich allerdings den Eindruck, dass Sten Nadolny selbst die Langsamkeit ein bisschen verlor. Die letzte Etappe im Leben John Franklins wirkte auf mich nur angerissen, fast schon gehetzt. Das mildert meine Begeisterung für den Roman aber nicht.

  22. Cover des Buches Die Muschelmagier (ISBN: 9783453533219)
    Kai Meyer

    Die Muschelmagier

     (513)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Dies ist der zweite Teil der Reihe. Wegen kreuzen sich und die Gruppe trennt sich. Neue Charaktere werden auf den Plan gerufen. Man kommt dem Geheimnis um die Quappen ein wenig mehr auf die Spur.

    Genau wie der erste Teil hat dieses Buch das Problem das es den Charakteren etwas an Tiefe fehlt. Auch den neuen Charakteren fehlt es an Tiefe, leider. Die Charaktere entwickeln sich leider in eine vorhersehbare Richtung. Teilweise finde ich die Entscheidungen, vor allem vom Jolly, etwas seltsam. Ich frage mich ob dies einfach an meinem Alter liegt.
    Die neue Stadt auf dem Seestern wirkt zu Anfang der phantasievoll, die Idee finde ich schön. Die Umgebung ist sehr kreativ aufgebaut. Auch die anderen Orte an denen das Buch spielt können überzeugen.

    Alles in allem würde ich das Buch wieder nur bedingt empfehlen. Für jüngere Leser, oder Erwachsene die leichte, schnelle Kost lesen wollen ist das Buch geeignet. Zumindest meiner Meinung nach.

  23. Cover des Buches Die Wasserweber (ISBN: 9783453533226)
    Kai Meyer

    Die Wasserweber

     (477)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    Der Kampf gegen den Mahlstrom beginnt. Sowohl auf Aelenium als auch auf dem Meeresgrund.

    Die Geschichte hatte von Anfang an sehr viel Potenzial. Leider war das Buch sehr langatmig geschrieben. Viele Stellen hätten gekürzt werden können da sie nicht wirklich was für die Geschichte bewirkten.
    Die Geschichte an sich ist fantasievoll. Leider kam nicht viel Spannung auf,  das hätte definitiv anders sein können.

    Die Charaktere haben mich leider alle nicht so gepackt. Dies ist schade da sie drei Bände Zeit hatten sich zu entwickeln. 

    Man kann das Buch gut lesen da der Schreibstil sehr flüssig ist.
    Für ein junges Publikum mag das richtige sein, ältere können diese Trilogie ruhig auslassen und eher zu anderem greifen.

  24. Cover des Buches Die Siedler von Catan (ISBN: 9783404153961)
    Rebecca Gablé

    Die Siedler von Catan

     (435)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Die beiden Ziehbrüder Candamir und Osmund leben in einem Dorf an der Küste Norwegens. Es ist ein karges und entbehrliches Leben und die Bewohner des Dorfes leben von ihren mageren Schafherden und dem, was sie im Meer fangen. Doch eines Tages fällt das Dorf einem blutigen Überfall benachbarter Wikingerstämme zum Opfer, der dann schließlich dass Fass zum Überlaufen bringt. Die Dorfgemeinschaft beschließt ihre bisherige Heimat zu verlassen, und sich mit ihren Drachenbooten auf die Suche nach einem neuen Land zu machen, wo sie in Ruhe und ohne Entbehrungen siedeln können. Auf dem gefährlichen Weg in die neue Heimat geraten die Boote der Siedler jedoch in einen schweren Sturm und die Fluten der Meere drohen diese zu verschlingen. Doch schließlich, nachdem sie den Sturm überstanden haben, werden sie schließlich an den Ufern der sagenumwobenen Insel Catan angespült. 

    "Die Siedler von Catan" war mein erstes Buch von Rebecca Gablé und der Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann geschlagen. Er ist angenehm und einfach, ohne platt zu werden, aber auch unglaublich bunt und fruchtig und untermalt die Geschehnisse wunderbar. Auch mangelte es die ganze Geschichte über nicht an Spannung. Der Spannungsbogen baute sich immer wieder auf, bis er dann in einzelnen Geschehnissen entladen wurde. So kommt man flott durch das Buch. Die Protagonisten sind meiner Meinung nach sehr schön ausgearbeitet. Sie sind sehr abwechslungs- und facettenreich und wirken nicht unauthentisch. Besonders Candamir und Osmund waren mir sehr sympathisch. Auch wenn das Buch jetzt nicht sehr viele historische Hintergründe hat, war die Geschichte sehr abwechslungsreich und umfangreich. Auch fand der frühe Konflikt zwischen dem frühen Christentum und den damaligen heidnischen Naturreligionen Eingang in die Handlung, was mich sehr interessierte. Ein wenig überraschen konnte mich schließlich das Ende. Zwar erwartete ich kein klassisches Friede-Freunde-Kokosnuss-Ende, doch das Ende, wie es nun wirklich ist, kam für mich persönlich unerwartete, was aber nicht minder positiv ist. 

    Letztendlich ist das Buch einer der besten historischen Romane die ich je gelesen habe und konnte mich für Rebecca Gablé begeistern. Das Buch ist eine wirklich große Empfehlung an alle Leserinnen und Leser von historischen Romanen, auch wenn die Geschichte etwas unkonventionell ist. Ich bin heute noch überrascht, wie gut es die Autorin schaffte, nach der Idee des Brettspiels einen so wunderbaren Roman zu schreiben. 

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