Bücher mit dem Tag "enterprise"
41 Bücher
- Margaret Wander Bonanno
Star Trek, Die Sonde
(4)Aktuelle Rezension von: Papiertiger17Die erste Romanhälfte weiß durchaus mit einer guten Figurenzeichnung und der schönen „Flügel-Szene“ zu punkten, jedoch wird schon hier auffällig, was zum Problem des Werkes wird: die Autorin dehnt ihre Geschichte in die Länge. Es geht nur sehr gemächlich voran, und teils werden mit langen Logbucheinträgen und Perspektivwechseln bekannte Inhalte nochmals kurz wiederholt. So wird der soliden Handlungsidee jeder Spannungsaufbau genommen. Es liest sich zwar meist ganz nett und flüssig dahin, ohne aber wirklich packend zu werden. Immerhin ist es ein recht niveauvoll geschriebener Star-Trek-Roman. Fazit: kann man lesen, muss man aber nicht.
- William Shatner
Spock und ich
(15)Aktuelle Rezension von: fm_winkel𝕊ℙ𝕆ℂ𝕂 𝕌ℕ𝔻 𝕀ℂℍ
𝑀𝑒𝑖𝑛 𝐹𝑟𝑒𝑢𝑛𝑑 𝐿𝑒𝑜𝑛𝑎𝑟𝑑 𝑁𝑖𝑚𝑜𝑦
Heyne Verlag
Leonard Nimoy und William Shatner wurden durch ihre Rollen in Star Trek bekannt. Ersterer als Mr Spock, der ganz auf Logik und Verstand getrimmt ist und Emotionen nicht kennt. Star Trek prägt die Popkultur bis heute und spielt auch eine große Rolle in modernen Serien wie Big Bang Theory.
Shatner schrieb die (Auto-)Biografie ihrer über 50jährigen Freundschaft, beginnend bei ihrem Kennenlernen und dem Weg in die Schauspielerei. Dabei spielt die Serie natürlich eine riesige Rolle, denn dadurch hatten beide ihren Durchbruch. Diese tiefe Freundschaft und Untertrennlichk wird wird so bildhaft dargestellt - auch buchstäblich, denn im Mittelteil gibt es einige hochwertige Aufnahmen über die beiden über die Jahre hinweg, wo sie wahnsinnig sympathisch wirken.
Trotzdem hatten sie auch ihre Eigenheiten, besonders Nimoy, der irgendwann dem Alkoholismus verfiel. Diese Passagen haben mir teilweise wirklich das Herz gebrochen, ganz besonders dann aber der Teil, wo die beiden sich wegen einer Kleinigkeit verkrachen und Shatner seinen einst besten Freund vor dessen T0d nicht mehr wiedersieht, obwohl er sich darum bemüht. Sein Anschiedsbrief an Nimoy wurde abgedruckt und hat mir eine Träne entlockt, auch weil Shatner gar nicht weiß, ob Nimoy ihn am Ende noch gelesen hat.
Die Höhen und Tiefen dieser innigen Freundschaft und auch der Karriere werden emotional, spannend und mitreißend erzählt, es war zu keinem Zeitpunkt trocken oder langatmig. Selbst wenn man die Serie nicht kennt, ist es sicher richtig interessant zu sehen, wie die Filmbranche damals lief.
Das Buch ist unglaublich gut gelungen und ich kann es jedem empfehlen, der Star Trek mag oder sich für Hollywood der 1960er Jahre interessiert.
- J. M. Dillard
Bewußtseinsschatten. Star Trek
(7)Aktuelle Rezension von: einz1975Was für eine wundervolle Welt. Idyllisch, abgelegen, Sommersonne, erntereife Felder und ein leichter Duft von Blumen in der Luft. Na, wenn das nicht nach einem kleinen Paradies klingt. Genau hier hin hat es die Crew der Enterprise verschlagen. Sie sollen den Einwohnern des Planeten helfen. Es gab in letzter Zeit immer wieder Angriffe von Piraten, welcher weder identifiziert werden konnten, noch dass sie je einer wirklich zu Gesicht bekommen hat. Ein Schutzschild soll jetzt die Aritanianer schützen. Indessen ist auch Spock fasziniert von diesem Planeten und unternimmt auf eigene Faust einige Untersuchungen mit dem Tricorder. Dabei wird es immer später und als er sich nicht zur ausgemachten Zeit zurückmeldet, geht das eigentliche Abenteuer los.
Spock wird aufgefunden. Er ist schwer am Kopf verletzt, kann aber durch Dr. McCoy stabilisiert werden. Die Verletzungen am Hirn sind jedoch so schwer, dass McCoy nicht weiß, ob er den Vulkanier wirklich retten kann. Indessen greifen die Piraten erneut an und es gibt wieder viele Tote. Selbst das Schutzschild konnte nicht helfen. Haben sie etwa eine Technik entwickelt, mit der sie Energieschilde einfach so durchdringen können? Die Spannung steigt und die Fragen auch. Auf der anderen Seite weiß sich McCoy keinen Rat mehr und fordert einen Experten für Vulkanier an. Schon als er sie zum ersten Mal sieht, ist McCoy hin und weg, doch er wird nicht der Letzte sein, der ein Auge auf sie wirft, schließlich ist es die Enterprise und kein geringerer als Captain Kirk hat hier das Sagen.
Genau diesen Part der Story hätte die Autorin ruhig kürzer halten können. Es passieren noch einige seltsame Anschläge im Maschinenraum, Gefangene bringen sich selbst um und selbst der Vater von Spock gerät ins Visier. Was hat das alles mit den Aritanianern zu tun? An sich gar nichts, es geht vielmehr darum, was auf dem Planeten zu finden ist und wer hier welches Spiel spielt. Es ist sehr offensichtlich, dass ein Spion die Fäden zieht, nur erfährt man wirklich erst ganz zum Schluss auch warum. Der Name des Buchs lässt auch schon erahnen, dass die Rolle für Spock diesmal etwas größer ausfällt, auch wenn er viel weniger sagt. Die langen Passagen, in den über die Heilung geredet wird, sind zwar etwas fachlich, bringen aber ihn als Mischling noch einmal ins andere Licht.
Wie schwer es ist einzuschätzen, ob mehr Mensch oder mehr Vulkanier in ihm steckt. Sein Ausflug nach Hause bringt ihn auch noch einmal mit seiner Kindheit und Vergangenheit zusammen. Vielleicht wurde an einigen Ecken etwas zu typisch gehandelt und auch einige Dialoge zwischen McCoy und Spock oder dem Captain hat man sicher schon einmal so ähnlich gehört. Der Charme von Kirk ist unaufhaltsam, auch wenn endlich mal McCoy an der Reihe war sich zu verlieben. Kampfszenen gibt es nur sehr wenige, auch wenn es überraschend viele Tote gibt. Erstaunt war ich auch über die Hartnäckigkeit der Föderation. Denn selbst wenn ein Volk nicht will, dass es beschützt wird, auch wenn es seine Auslöschung bedeutet, lässt die Föderation einfach nicht locker. Herrscht hier etwa keine Selbstbestimmung mehr oder weiß der Geheimdienst mehr und ein alter Feind steckt hinter den Angriffen?
Fazit:
Wenn die Technik versagt... dann hilft vielleicht eine List. Mehr als einmal hat die Crew der Enterprise sich nicht nur auf Waffenfeuer verlassen. Manchmal sind es Verkleidungen, Täuschungen und Theater. Wenn jedoch jemand anderes dieses Spielt treibt, muss er erst einmal enttarnt werden. Die zweite Story um Spock fand ich persönlich etwas besser. Es gab viele kleine Nuancen der Psyche, die ihm erst verloren gingen, die er später aber wiedergefunden hat. Zusammenaddiert bekommt der Leser zwar eine sehr typische Star Treck Classic Folge, mit Spannung, Wissenschaft und technischem Geräten, zum anderen darf McCoy sein Herz verlieren und eine Spionagemission kann vereitelt werden. Ein Abenteuer für die Fans und auch heute noch zu empfehlen.
Matthias Göbel
Autorin: J. M. Dillard
Übersetzung: Andreas Brandhorst
EBook: 240 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Veröffentlichung: 25.02.2014
ISBN: 9783641114688 - Dayton Ward
Star Trek - Corps of Engineers 19: Fundamente 3
(2)Aktuelle Rezension von: startrekch
Die Crew der U.S.S. da Vinci versucht immer noch verzweifelt, das fremde Senuta-Schiff zu reparieren, dabei wird schnell klar, dass eine Reparatur wohl nicht mehr möglich ist.
Gestrandet auf der da Vinci haben die Senuta keine Ahnung wie sie wieder nachhause kommen können, da sie nicht wissen, wo ihre Heimat liegt.
Zeit also, dass Scotty der Crew der da Vinci wieder eine ähnliche Anekdote aus seinem Leben erzählt.
Diesmal spielt seine Geschichte viele Jahre nach seiner Zeit auf der Enterprise. Mit seinem langjährigen Freund al-Khaled begutachtet er ein neues, von den Kelvaner gebautes Antriebssystem, das den Warpantrieb in naher Zukunft ablösen könnte.
Wie nicht anders zu erwarten, geht der erste Testflug mächtig schief und das Schiff landet in fremden Territorium und sieht sich einer bisher unbekannten, nicht sehr erfreuten Spezies gegenüber.
Die Frage ist, kann ein Ingenieur einen friedlichen Erstkontakt herstellen?
Die Geschichte die Scotty da erzählt, hat eigentlich nicht wirklich viel mit der eigentlichen Handlung der da Vinci Crew zutun, aber sie ist eine nette kleine Anekdote die sich flüssig liest und mit Sympathischen Charakteren aufgewertet wird. Einzig der Erstkontakt mit den doch etwas Lachhaft Aggressiven Lutralier trübt das Bild und zieht die Geschichte ein wenig ins lächerliche.
Trotzdem, mit Band 3 erhält die Fundamente-Reihe einen würdigen Abschluss. - David Mack
Star Trek - The Original Series
(2)Aktuelle Rezension von: einz1975Wer vor fast zwanzig Jahren die Romanreihe „Star Trek: Vanguard“ gelesen hat, der wird sich nach diesem Roman gesehnt haben. Eine Raumstation, irgendwo am Rand der Föderation, die es mit einer der schrecklichsten außerirdischen Rasse zu tun bekommen hat, die Star Trek je sah. Die Shedai waren so mächtig, dass sie die halbe uns bekannte Galaxie versklavten. Ihr Genom ist heute noch brandgefährlich und doch gibt es Wissenschaftler, die nicht ihre Finger davon lassen können. Captain Kirk ist gerade erst von seiner Mission gegen den Planeten-Killer zurück, als er den Auftrag bekommt, einen verschollenen ehemaligen Wissenschaftler der Station Vanguard wiederzufinden. Den gleichen Auftrag bekommen auch der klingonische Captain Kang und Captain Nassir der Station Vanguard.
Was für ein Aufgebot und genau das stellt nicht nur den Autor auf die Probe, sondern auch den Leser. Allerdings ist David Mack mehr als geübt, seine Figuren gekonnt durch jede Situation zu bringen. Anfänglich wirkt alles wie eine klassische Rettungsoperation. Bis auf die Tatsache, dass man sich in der "Neutralen Zone" befindet und jeder Übertritt ein kriegerischer Akt bedeutet. Allein das wäre schon fast genug an Spannung. Wie wird Kirk dieses Dilemma überwinden und will sich Kang Lorbeeren verdienen? Der zweite Spannungsbogen beginnt auf dem Planeten. Hier kann man einen Spock erleben, welcher erneut seine Führungsqualitäten unter Beweis stellt.
Taktische Spielereien im All und knallharte Aktion auf am Boden. Ich muss gestehen, dass ich selten David Mack so langanhaltend in Bewegung erlebt habe. Diesmal geht es seitenweise richtig zur Sache. Eine Phaser-Salve löst die nächste ab und das Ergebnis kann man sich immer bildlich vorstellen. Der Story-Verlauf bekommt auch für alle, die nicht Vanguard gelesen haben, so viele Informationen, dass sie sich gut vorstellen können, was hier wirklich auf dem Spiel steht. Denn vielleicht haben die erwähnten Aliens ja etwas damit zu tun und das wäre wirklich mehr als verheerend. Nicht nur für die Sternenflotte, sondern für alle Völker, egal in welchem Quadranten sie zu Hause sind.
Als Leser bekommt man aber auch einige Atempausen. An diesen Stellen werde die wirklichen Gründe für die Suche offenbart. Vor allem aber die Hintergründe der Gefährlichkeit des Genoms der Shedai stechen dabei heraus. Interessant fand ich auch, wie Kirk sich diesmal sehr zurückgezogen hat. Er denkt viel über den Vorfall mit dem Planeten-Killer nach und den Verlust seines Freundes Decker. Allein damit bekommt der Star Trek Fan einen wundervoll verknüpften Zusammenhang zu bereits bekannten Erlebnissen der Enterprise. Neben Spock, glänzen diesmal auch Sulu und Scotty. Denn was der eine mit Kampfeswillen erledigt, löst der andere mit Geschick. Wenn ich ehrlich bin, könnte es von mir aus von hier an ruhig weitergehen und egal aus welcher Sicht, denn „Star Trek: Vanguard“ hat sicher noch unendlich viele Abenteuer, die erzählt werden sollten.
Fazit:
Unendliche Weiten, unendliche Schrecken... Es gab schon so einige bösartige Aliens, welche das Star Trek Universum bedroht haben. Die Shedai zählen eindeutig zu den Wesen, welchen man nicht begegnen möchte. Föderation und Klingonen, sind zu dieser Zeit noch keine Freunde und doch gibt es Situationen, wo diese Feindschaft vielleicht doch eher in den Hintergrund rücken sollte. Captain Krik und seine Crew sind mehr als hoch motiviert, die Klingonen freuen sich auf das Sto'Vo'Kor und eine Geheimoperation, die für abgeschlossen galt, rückt endlich wieder ins Rampenlicht. David Mack bringt den Leser diesmal auf ein wahres Schlachtfeld und hat auch noch einige taktische Zutaten hinzugetan. Klingt nach einem Spannungsrausch und der kann sich wie gewohnt sehen lassen. Star Trek: Vanguard is back - Thank you David Mack!
Matthias Göbel
Autor: David Mack
Übersetzung: René Ulmer
Taschenbuch: 456 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 06.11.2023
ISBN: 9783986663384
- Dayton Ward
Star Trek: Coda: Book 1: Moments Asunder
(4)Aktuelle Rezension von: SoerenWesley Crusher hat seine normale menschliche Existenz aufgegeben, um als Reisender durch Zeit und Raum zu wandeln. Bei einem dieser Trips bemerkt er, dass die Zeit selbst aus den Fugen geraten zu sein scheint. Als er plötzlich angegriffen wird, kann er sich mit letzter Not zu seiner Mutter Beverly Crusher und deren Mann Jean-Luc Picard retten. Letzterer ist der Captain der Enterprise und macht sich mit seiner Crew sofort daran, dass Zeit-Problem zu untersuchen. Dabei stellen sie fest, dass die Apokalypse droht und buchstäblich die Zeit knapp wird. Doch nicht nur ihnen fällt das Problem auf. Auch andere Raumschiff-Besatzungen bemerken es und versuchen zunächst unabhängig voneinander, die Ursache herauszufinden.
Trotz dieser dramatischen Prämisse gestaltet sich der Einstieg in die Geschichte etwas spannend und auch zwischendurch gibt es immer wieder mal „Hänger“, in denen die Handlung nur schleppend vorankommt. Generell scheint der Roman hauptsächlich für Trekkies gedacht zu sein. Wer nicht alle Serien kennt, könnte hier bei mancher Figur oder Situation verwirrt sein. Es wird zwar einiges erklärt, aber ein umfangreiches Grundwissen dürfte dennoch von Vorteil sein.
Die ungekürzte Hörbuchfassung hat eine Dauer von reichlich 14 Stunden und wird von Friedhelm Ptok gelesen. Er macht seine Sache eigentlich gut, klingt aber viel zu nasal, so als hätte er die ganze Zeit über mit Schnupfen zu kämpfen gehabt. - John Vornholt
Star Trek – Zeit des Wandels 1
(3)Aktuelle Rezension von: einz1975Nachdem die bisherige Zeitlinie der Star Trek Romane beendet wurde, fing John Vornholt bereits vor zwanzig Jahren an eine Lücke zu füllen, welche bisher noch nicht erzählt wurde. Denn was geschah alles vor der Schlacht gegen Shinzon? Die Enterprise befindet sich aktuell im Rashanar-Sektor. Ein schrecklicher Schauplatz des Dominion-Kriegs. Hier befinden sich hunderte Raumschiffswracks von allen Spezies, die sich damals gegen das Dominion gestellt haben. Wäre das nicht schon genug, haben sich durch die Zerstörung so vieler Schiffe überall in dieser Region gefährliche Anomalien gebildet. Ein mehr als gefährlicher Ort und genau hier soll Captain Picard mit seiner Mannschaft helfen, die Toten der Schiffe zu bergen, um sie in ihre Heimat zurückzubringen.
Das Chaos, welcher hier herrscht und auch die geisterhafte Stimmung der zerstörten Schiffe und der vielen Toten werden mehr als einmal deutlich und präzise beschrieben. Die ersten Ausflüge der Crew sind ziemlich beklemmend und man kann sich das Ausmaß an Zerstörung gut vorstellen. Wie für Star Trek üblich, wird auch eine neue Alien-Rasse vorgestellt - Die Ontailianer. Ein frisches Mitglied der Föderation, welches in dieser Region einem heiligen Ritual nachgeht. Doch was machen sie hier wirklich? Es sind nicht die einzigen Aliens, die sich hier aktiv die Zeit vertreiben. Eine andere, recht diebische Gesellschaft, macht Jagd auf fette Beute, denn einige der Schiffe bringen selbst in diesem Zustand unglaublich viel Geld.
Als Leser folgen wir einem interessanten Katz- und Maus-Spielchen. Verstecken, gefunden werden, wieder verstecken und irgendwann hat einer gewonnen. Das Picard sich mehr als einmal so hinters Licht führen lässt, ist schon etwas verwunderlich. Die Androssi scheinen so geschickt, dass wohl selbst Kirk oder jeder andere Captain der Flotte sich ihnen hätte geschlagen geben müssen. Damit ist die Aufgabe für die Enterprise mehr als herausfordernd. Die schnellen Szenenwechsel helfen ungemein der Unterhaltung, auch wenn sie nicht immer notwendig wären. Dennoch schnürt sich die eigentliche Falle immer mehr zusammen und endet in einer furchtbaren Entscheidung, welche Catain Picards Zukunft in der Sternenflotte gefährdet.
Damit aber noch nicht genug, denn es wird eine Bedrohung entdeckt, welche wohl für den Ausgang dieser Schlacht verantwortlich ist. Sollten die Mitglieder der Enterprise recht haben, dann ist jeder in höchster Gefahr. Vornholt blickt auch hin und wieder zur Serie zurück und lässt einige Erdinnungen mit einfließen. Dafür gibt es einen Bonuspunkt. Die kleinteiligen Dialoge und die üblichen Inhalte sind zwar etwas austauschbar, bringen aber das Next Generation Feeling zurück. Data und Geordi La Forge haben genauso ihren großartigen Auftritt, wie Beverly und Wesley Crusher. Richtig gelesen, wir erleben ein Wiedersehen mit Wes und erfahren außerdem, was er die letzten Jahre so gemacht hat.
Fazit:
Das Schicksal findet seinen Weg... Das Catain Picard mit schwierigen Situationen umgehen kann, hat er schon mehr als einmal bewiesen. Diesmal jedoch gibt es einige Ereignisse, welche so gar nicht zu dem Picard passen, den man sonst kennt. Hinzu kommt eine brandgefährliche Region, in der die die Crew stets in höchster Gefahr schwebt. Die Plünderer und anderen Aliens machen die Aufgabe nicht leicht, im Gegenteil, alles wird am Ende noch viel schlimmer. John Vornholt kann den Leser gut abholen. Besonders der Fan von The Next Generation findet direkten Anschluss. Für mich ein gelungener Start in die Roman-Reihe Star Trek - Zeit des Wandels.
Matthias Göbel
Autor: John Vornholt
Übersetzung: Björn Sülter
Taschenbuch: 311 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 06.11.2023
ISBN: 9783986661625
- Rudy Josephs
Star Trek - The Next Generation: Q sind herzlich ausgeladen
(2)Aktuelle Rezension von: startrekchGeschichten mit Q sind in der Regel immer Spassig, so auch hier.
Picard und Crusher möchten heimlich, still und leise ihre eigene Hochzeit feiern. Logisch dass Q da auch noch ein Wörtchen mitzureden hat, oder?
So entwickelt sich das eBook ziemlich bald in eine spassige, aber nicht weniger spannende Geschichte, an der Indiana Jones bestimmt auch seine Freude gehabt hätte.
Leider wurde das Schlusskapitel dann zu schnell beendet, dass der Abschluss nicht zum Intro passte. Ich hatte das Gefühl, dass da noch ein Kapitel fehlt. Vielleicht durfte es einfach nicht mehr Seiten geben?
Auch sind diesmal wieder einige gemeine Schreibfehler mit dabei, die das Gesamtbild etwas trüben.
Q sind herzlich ausgeladen ist eine tolle kleine Q Geschichte die etwas zu abrupt endet.
Ich hoffe, wir werden Q noch öfters zu Lesen bekommen. - Ben Robinson
Star Trek The Next Generation Illustriertes Handbuch
(2)Aktuelle Rezension von: einz1975Als die Serie Star Trek: The Next Generation an den Start ging, gab es nicht nur eine Menge neuer Figuren in der Crew, es gab zusätzlich ein komplett neues Raumschiff - Die U.S.S. Enterprise NCC-1701-D. Dabei erfährt man als Leser gleich zu Anfang, welche Varianten es von der Enterprise insgesamt bisher gab. Es gibt Informationen, welcher Kommandant sie führte oder zu welcher Klasse sie gehört. Schon auf den nächsten Seiten darf man viel tiefer in das Raumschiff schauen. Hier gibt es einen Zeitstrahl über die Konstruktionsgeschichte des Raumschiffes. Dabei wird von der Idee, zum Gerüst, bis hin zur Fertigstellung unter die Lupe genommen. Satte 20 Jahre hat es gedauert, bis die D-Version fertiggestellt wurde. Um sich von der Außenansicht zurechtzufinden, gibt es mehrere Schemata, welche genauestens zeigen, wo sich was oder wer befindet.
Von der Brücke, zu den Frachträumen oder zum Quartier des Captains, endlich kann einmal in Ruhe nachvollziehen, von wo nach wo die Figuren gehen mussten, um ans Ziel zu kommen. Etwas genauer und mit einigen Erklärungen geht es auch zum Herz des Raumschiffes – Der Maschinenraum. Dabei wird nicht nur sein Aufbau erklärt und in einer Skizze präsentiert, vielmehr geht es um die einzelnen Komponenten, welche das Schiff antreiben und lenken. Die Tischkonsolen und die Motoranzeigen haben bisher sicher nicht alle ohne Fragen verstanden. Die Chance auf Erklärungen findet ihr hier. Das gleiche gilt für den Warp-Antrieb. Wie funktioniert er, wie schnell ist man damit unterwegs und was ist der Unterschied zum Impulsantrieb? Natürlich darf auch nicht der Blick über die Schulter von Captain Picard fehlen. Neben seinem Kommandositz gibt es kleine Steuerkonsolen. Bisher hatte wohl keiner die Gelegenheit, einen so detaillierten Blick darauf zu werden.
Es folgen noch weiter Konsolen, wie Navigation, Sicherheit, OPS und Kommunikation. Viel interessanter fand ich jedoch den Turbolift, gefolgt von den verschiedenen Waffen des Schiffs. Ob Phaser oder Torpedos, alles bekommt einige Seiten mit Details, über die man vielleicht so noch nicht nachgedacht hat. Wobei mir ein paar mehr Abbildungen aus der Serie gefehlt haben. Der Transporterraum und die unterschiedlichen Shuttles runden die Bewegungsfreiheit der Crew ab und Zehn Vorne oder das Holodeck bekommen auch ihren kurzen Auftritt. Nett fand ich noch die näher beleuchteten einzelnen Gerätschaften wie Trikorder, Hypospray oder die Handphaser und sogar zu den Uniformen wurde kurz etwas gesagt. Wie man sieht, gibt es kaum einen Bereich, der ausgelassen wurde. Neben einigen Originalbilder aus der Serie gibt es auch Computer-Grafiken und Zeichnungen der Räume und Gegenstände der U.S.S. Enterprise NCC-1701-D.
Fazit:
Wahrlich eine neue Generation! Der Wandel von der Classic-Serie zur Next Generation hat damals anfänglich die Fans gespalten. Doch rückblickend, war die Serie in vielen Bereichen bahnbrechend. Ob Style, Science Fiction, Technik und Design. Erstmals wurde nicht nur hingenommen, dass alles so ist wie es ist, sondern es wurde sich Gedanken darüber gemacht, wie all die Technik wirklich funktionieren könnte und wie sie entsprechend aussehen würde. Die abgebildeten Illustrationen bringen schöne Details hervor, die während der Folgen der Serie untergegangen sind. Ein paar mehr Originalbilder wären noch schön gewesen, dafür gibt es massig an Input, so dass dieses Handbuch über die U.S.S. Enterprise NCC-1701-D das Schiff so real erscheinen lässt, als ob man morgen damit ein Flug buchen könnte. Ein schönes Geschenk für den Star-Trek-Fan, der auch mal hinter die Technik der Enterprise schauen will.
Matthias Göbel
Redaktion: Ben Robinson, Jenny Cole, Tim Gaskill, Tim Leng, Marcus Riley, Mark Wright
Projektmanagement: Joe Bourne
Illustrationen: Ian Fullwood, Rob Garrard, Peter Harper, Stuart Wagland
Übersetzung: Björn Sülter, Claudia Kern
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 24.09.2021
ISBN: 9783966584142
- John Jackson Miller
Star Trek TNG 12
(2)Aktuelle Rezension von: einz1975Star Trek – Next Generation 12: Jagd
Admiral William T. Riker hat in seiner Laufbahn bei der Sternenflotte schon das ein oder andere Abenteuer erlebt, doch diesmal steht er im absoluten Mittelpunkt des Geschehens. Der Anfang klingt recht entspannt. Eine Friedenskonferenz wird einberufen, bei der alle aktuellen Mächte des Quadranten anwesend sind. Doch eine wirklich echte Übereinkunft scheint nicht getroffen geworden zu sein. Dennoch hat der Admiral anscheint eine Mission, welche er nun aufnimmt. Au der anderen Seite haben wir noch einen romulanischen Senator, welcher sich auch endlich aus seinen eigenen Schatten erheben will.
Die Mission führt Riker zur Aventine. Das schnellste Schiff der Flotte sollte hierfür genau das richtige sein. Sie begeben sich zu einer Kommunikationseinrichtung, denn hier soll ein schrecklicher Virus seinen Ursprung haben. Mit einem kurzen, aber gewaltigen Schlag wird sie außer Gefecht gesetzt. Doch scheint dies nicht das letzte Ziel zu sein. Immer mehr Stationen werden angegriffen und nicht nur von Riker, sondern auch von allen anderen Teilnehmern dieser geheimen Konferenz. Als Leser erfahren wir erst etwa nach zwei Drittel des Buches was wirklich dahinter steckt. Nur so viel kann ich sagen, wir sehen einmal mehr alte Bekannte wieder.
Autor John Jackson Miller könnte einigen von euch auch anderweitig bekannt sein. Eigentlich ist er Comicbuch Autor und das eher für Star Wars, als für dieses Universum. Um so schöner, dass er hier hergefunden hat und mit seiner Geschichte uns noch einmal einige schöne Erinnerungen an eine alte Folge der Next Generation zurückbringt. Dennoch benötigt seine Geschichte ordentlich Fahrt, welche sie nicht immer bekommt. Ein paar der Stationen und Angriffe hätte man sich ruhig verkneifen können, da sie nicht zwingend das Drama der Geschichte vorantreibt oder inhaltlich uns wirklich mehr preisgibt. Dafür hat er sich sehr ausgiebig mit den uns bekannten Figuren auseinandergesetzt.
Riker hat weiterhin sein verschmitzten Humor, Picard bleibt seinen Freunden treu und politisch wie taktisch ein Ass, Dax ist dank ihrer Erfahrung aller Wirte ein Captain der sein Schiff nie aufgeben wird und Diana kann ihrem Mann ein kleines unausgesprochenes Geheimnis anvertrauen. Das der Frieden das ein oder andere Mal auf der Kippe stand haben wir schon oft erlebt, doch diesmal gab es nicht nur einen, sondern gleich alle die daran beteiligt waren ihn zu vernichten. Ob der Admiral oder sogar die Föderation Schaden genommen haben, könnt ihr jedoch selbst herausfinden.
Fazit:
Glaube nicht immer was du siehst und hinterfrage auch mal die Anweisungen deiner Vorgesetzten. So in etwa die Moral der Geschichte, welche uns Autor John Jackson Miller präsentiert. Eine gelungenes Abenteuer mit Riker und Picard, welches am Ende keinen Sieger, aber viele neue Erkenntnisse hervorruft. Als Debüt im Star Trek Universum hat er vieles richtig gemacht und dank der gut gewählten Charaktere kann man auch über manch trockene Passage schnell hinweggesehen.
Matthias
Autor: John Jackson Miller
Taschenbuch: 430
Verlag: Cross Cult
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 15.03.2017
ISBN: 9783959811781 - John Vornholt
Star Trek – Zeit des Wandels 2
(2)Aktuelle Rezension von: einz1975Im ersten Teil zu „Star Trek - Zeit des Wandels“ haben wir den Rashanar-Sektor kennengelernt. Hier tobte eine der fürchterlichsten Schlachten des Dominon Krieges. Captain Picard und die Enterprise-Crew wurde hier hergeschickt, um bei der Bergung der Leichen zu helfen. Schon bei der Ankunft in diesem unwirklichen Friedhof gab es so viele Ungereimtheiten und ein Geheimnis, welches zu einer Bedrohung für den gesamten Quadraten werden könnte. Picard verlor sein Kommando und wurde vor Gericht gestellt. Er ist sich jedoch keiner Schuld bewusst und so wird er mit Hilfe eines alten Freundes, doch noch einmal auf eine Gnaden-Mission in diesen Sektor zurückgeschickt, um seine Unschuld zu beweisen.
Wesley Crusher der als Reisender seinen Weg durch die Galaxie gefunden hat, tritt nach langer Abwesenheit endlich wieder in Erscheinung. Sein Auftritt kommt nicht von ungefähr, denn sein Auftauchen bringt alles erst richtig ins Rollen. Man lernt einiges über die Fähigkeiten der Reisenden und auch was der Sinn ihrer Existenz ist. Wesley konnte während seiner Ausbildung einen kurzen Moment in die Zukunft schauen und was er gesehen hat, versucht er jetzt ungeschehen zu machen. Die Enterprise ist indessen zurück am Ort des Schreckens und versucht es diesmal inoffiziell, was am Ende allerdings einen ähnlichen Ausgang wie zuvor zum Ergebnis hat.
John Vornholt hat die Geschichte diesmal ein wenig in die Länge gezogen. Die Ereignisse brauchen doch eine ganze Weile, eh sie zünden, auch wenn am Ende doch alles zusammenkommt und einen schrecklichen Verlust hervorbringen. Die Verhandlungen und Interaktionen mit den Plünderern hätten deutlich kürzer gehalten werden können. Dafür gibt es einen kleinen Einblick in das Leben der Ontailianer. Hier hätte der Autor ruhig länger ausholen können. Die Crew der Enterprise taucht diesmal nicht so deutlich auf wie noch in Band eins. Sie sind lediglich Begleitfiguren, was der Geschichte in Summe zwar nicht schadet, nur dem Fan bleibt weniger von seinen Lieblingen.
Die Spannungskurven der Geschichte sind diesmal eher auf das Ende zugerichtet. Man erwartet ständig mehr über die Bedrohung zu erfahren und muss doch lange warten, bis kleine Details preisgegeben werden. Der Tod spielt nicht nur in der Vergangenheit eine große Bedeutung für diese Region, auch in der Gegenwart verändert er das Leben aller. Damit ist nicht nur der geheimnisvolle Dämon gemeint, auch das kurze Zwischenspiel von Liebe und Tod liegen diesmal so dicht beieinander, wie das Umblättern von einer zur nächsten Buchseite. Eine gute Idee und zeigt, dass Star Trek mehr als nur Action und Weltraumschlachten zu bieten hat.
Fazit:
Das Leben endet, die Liebe bleibt! Der Werdegang des Wesley Crusher war bisher nicht von vielen glücklichen Momenten geprägt. Doch mit der Möglichkeit als Reisender sein Leben zu entdecken, eröffneten sich Perspektiven, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Das er irgendwann zurück zu Captain Picard und der Enterprise kommt, war mehr als absehbar, nur der Grund musste gefunden werden. John Vornholt nimmt den Leser aus dem ersten Band nahtlos mit zurück zum Ort des Grauens. Nicht ganz so stark wie zuvor und doch dreht er zum Ende hin noch einmal kräftig auf. Er lässt Tod und Liebe gegeneinander antreten und am Ende bleibt, was immer bleiben sollte. Vielleicht wirklich der Beginn, des Endes der alten Star Trek - The Next Generation Crew.
Matthias Göbel
Autor: John Vornholt
Übersetzung: Björn Sülter
Taschenbuch: 287 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 06.11.2023
ISBN: 9783986661649
- Andy Mangels
Star Trek - Enterprise 1
(17)Aktuelle Rezension von: TrekkieDie dritte Staffel von „Enterprise“ ist nicht nur erzählerisch die schwächste, sondern aufgrund vieler negativer Elemente mit Abstand die unbeliebteste der gesamten Serie. Man denke nur an die Anwendung von Folter oder die kaltblütige Ermordung des Klons von Trip Tucker. Einen Roman ausgerechnet in diesem Zeitrahmen anzusiedeln, scheint daher nicht die beste Idee.
Im Zentrum stehen die Konflikte zwischen dem Sternenflottenpersonal und der MACO-Spezialeinheit, welche stark an die Reibereien zwischen der Sternenflotten-Crew und den Maquis-Mitgliedern auf der U.S.S. Voyager erinnern. Im direkten Vergleich ist die Situation sogar noch schlimmer, da der Maquis wenigstens aus Föderationsbürgern mit ähnlichen Idealen besteht, während die MACOs abgebrühte Militärtypen sind. Sie sehen sich selbst als Haie und bezeichnen die Crew der Enterprise NX-01 abwertend als „Zierfische“.
Der Konflikt wird exemplarisch zwischen Ensign Mayweather und Corporal Chang geschildert, die sich eine Kabine teilen müssen. Chang ist ein Ordnungsfanatiker, der Mayweather in den Wahnsinn treibt, indem er immer wieder dessen Sachen durcheinander bringt. Der MACO scheint dabei zu vergessen, dass er nur Gast ist. Es ist zwar vorhersehbar, dass die beiden am Ende der aktuellen Mission mehr Respekt voreinander haben, aber sich ein Bett teilen zu müssen wird wohl nie eine Basis für eine tiefere Freundschaft sein.
Die besagte Mission ist zu einem Zeitpunkt angesiedelt, zu dem die Enterprise noch kaum eine Spur von den Xindi hat und lediglich Hinweisen folgt. Diese führen Captain Archers Außenteam nach Kaletoo, einem Wüstenplaneten, der stark an Tatooine aus „Star Wars“ erinnert. Für derartige Assoziationen sorgt nicht nur das Klima und das doppelte „oo“ im Namen, sondern auch der erste Alien, auf den Archer, Reed, Hayes und die anderen treffen.
Der Inhaber der Landeplattform wird als schneckenartige Kreatur mit einem ein Meter breiten Mund beschrieben. Der Name Grakka scheint zudem eine Mischung aus den Hutten Grappa und Grakkus zu sein. Er führt das Außenteam auf die Spur eines Schmugglers namens Trahve, der mit den Xindi verkehrt. Diesen treffen sie natürlich in der örtlichen Cantina. Hat es „Star Trek“ wirklich so sehr nötig, von der Konkurrenz zu klauen?
Zumindest geht es in diesem Roman deutlich rauer zu als in „Star Wars“. Archer, Reed, Major Hayes und zwei weitere MACOS entführen Trahve kurzerhand mit dessen eigenem Raumschiff. Übrigens die Helkez Torvo und nicht etwa der rasende Falke. Geheimverstecke gibt es an Bord aber dennoch, nur auf den Wookiee-Copiloten haben die Autoren glücklicherweise verzichtet.
Um an den Standort einer Xindi-Raffinerie zu kommen, lässt Archer den Schmuggler von den MACOs foltern, womit er Reeds Unmut auf sich zieht. In einer Rückblende wird geschildert, wie Reed als Schüler selbst gemobbt und verprügelt wurde, weshalb er einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat. Allerdings passt es irgendwie nicht, dass er 2138 noch ein Kind gewesen sein soll. Dann wäre er zum Stapellauf der Enterprise im Jahr 2151 erst 25 Jahre alt gewesen, während der Schauspieler zum Serienstart schon 39 war. Die Autoren können offensichtlich nicht rechnen.
Doch zurück zur Haupthandlung, die wieder einmal durch Folter glänzt. Selbige ist dann obendrein noch überflüssig, da Trahve Captain Archer ohnehin in eine Falle locken sollte. Aus dieser glaubt der Captain nur entfliehen zu können, indem er die Helkez Torvo sprengt und damit Trahves Lebensgrundlage zerstört. Auch das stellt sich als überflüssig heraus, da Mayweather längst mit einem zweiten MACO-Team die Spur eines Xindi-Schiffes zur Raffinerie aufgenommen und selbige mit Sprengsätzen versehen hat. Aber hey, doppelt gesprengt hält besser!
Allerdings läuft erst mal einiges schief. So bleiben Mayweather und drei MACOs an der Außenhülle des Depots haften. Die Xindi haben offenbar ihre Anwesenheit bemerkt. Nur fällt denen wirklich nichts Besseres ein als ein Haftfeld? Irgendwie schaffen es die Helden natürlich doch zu entkommen, was in etwa so glaubwürdig ist wie die Beschreibung der Shuttle Pods.
Diese bieten nicht nur neben fünf Personen auch fünf Raumanzügen plus Sprengausrüstung Platz, sondern haben neuerdings sogar eine Luftschleuse. Eine Andockschleuse haben sie in der Serie tatsächlich, aber keine Luftschleuse, die noch dazu einem kompletten Außenteam Platz bietet. Wenn es nach dem Roman geht, hat die Enterprise NX-01 völlig neue Shuttles erhalten, die anscheinend mindestens doppelt so groß wie jene in der Serie sind.
Mit den alten Shuttle Pods aus der Serie wäre es jedenfalls nicht möglich gewesen, Archers Team mitten im Weltraum aufzunehmen, ohne das Shuttle, welches der Helkez Torvo gefolgt ist, einer tödlichen Dekompression auszusetzen. Unnötig zu erwähnen, dass der Weltraumspaziergang ohne Raumanzug viel zu glimpflich ausgeht. Archer, Reed und die MACOs haben weder Erfrierungen noch Verstrahlungen und es gibt nur eine Verletzung durch die weggesprengte Ausstiegsluke des gekaperten Schiffs. Die zahlreichen Asteroiden und Staubteilchen der Trümmerwolke, in welcher die Xindi-Raffinerie liegt, machen dagegen einen großen Bogen um die ungeschützten Vakuumspaziergänger.
Zwei Tote gibt es dennoch zu beklagen. Von Mayweathers Team opfert sich ein junger MACO, um seine schwangere Kollegin Guitierrez zu retten, welche aus unerfindlichen Gründen sterben will. Sie befürchtet zwar, wegen ihrer ungewollten Schwangerschaft unehrenhaft entlassen zu werden, aber deswegen gleich auf eine Selbstmordmission zu gehen, ist doch eine etwas drastische Reaktion. Auf Kaletoo stirbt derweil ein Crewmitglied der Enterprise bei einem Feuergefecht. Beides unnötige Tode, während die absurdesten Manöver glatt laufen.
Die Xindi selbst kommen nur ganz kurz zu Beginn und Ende des Romans zu Wort. Im Rat herrscht Uneinigkeit über die Verfahrensweise mit den irdischen Eindringlingen. Da Degras Falle mit der Raffinerie jedoch gescheitert ist, stellt sich die Frage, warum die Xindi die Enterprise nicht einfach angreifen und vernichten? Mit den 7 Millionen Opfern beim ersten Angriff auf die Erde hatten sie weniger Skrupel, warum also jetzt mit einer so kleinen Raumschiffbesatzung?
Das Argument, ein Angriff könnte die Menschen auf die Spur zur Heimatwelt oder der Waffe der Xindi bringen, ist jedenfalls nicht stichhaltig. Die Xindi-Flotte ist einem einzelnen Erdenschiff in jedem Fall überlegen und Tote können nichts mehr herausfinden und ans Sternenflottenkommando verraten. Wenn die Xindi sich wirklich von der Menschheit bedroht fühlen und ohnehin vorhaben, sie auszurotten, sollten sie kurzen Prozess machen.
Zu guter Letzt ist die Handlung noch in einen Rahmen eingebunden, der im Jahr 2238 spielt. Dort trifft der untergetauchte Trip Tucker als alter Mann am Mahnmal der Xindi-Opfer auf den jungen James T. Kirk und dessen Familie, was sicherlich eine nette Hommage ist. Das Mahnmal selbst verdeutlicht allerdings, wie sehr der Xindi-Handlungsbogen den Kanon zerreißt, zu dem „Enterprise“ erst in der vierten Staffel zurückgefunden hat.
Die Opfer des romulanisch-irdischen Krieges, welcher mehrere Jahre andauert, verblassen gegen die Opfer des Xindi-Angriffs von nur einem Tag zu einer unbedeutenden Fußnote der Geschichte. Das ist in etwa so, als würde man 9/11 gegenüber dem 2. Weltkrieg als weitaus schlimmeres Ereignis bewerten und natürlich hat auch die Xindi-Waffe die USA getroffen. So viel Pathos ist einfach nur ärgerlich. Im Fazit also ein Roman, den man genauso wie die 3. Staffel „Enterprise“ lieber vergessen möchte. Zumindest geht es aber danach mit der Serie aufwärts.
- John Vornholt
Start Trek, The Next Generation, Der Test
(4)Aktuelle Rezension von: einz1975Da Deep Space Nine und The Next Generation einen kurzen Moment zeitgleich liefen, führte dazu, dass einige Figuren später weiter aktiv waren. Ro Laren ist ein solcher Charakter, welche hier in diesem Roman, als „Die Architektin“ auftritt. Als Anführerin einer kleinen Widerstandszelle des Maquis, versucht sie mit allen Mitteln an Waffen und Schiffe der Sternenflotte zu gelangen. Ihr aktueller Plan war recht erfolgreich. Ihre Mannschaft konnte sogar die Enterprise überlisten und der neue Plan sieht noch viel umfangreicher aus. Captain Picard indessen ist sich immer noch schmerzlich bewusst, wie schwer der Verlust von Ro Laren wiegt. Eine gute Offizierin, so fehlgeleitet und dann ihre Flucht unter seiner Aufsicht...
Kommen wir zum aktuellen Geschehen. Eigentlich möchte die Enterprise Crew während der anstehenden Reparaturarbeiten ein wenig Urlaub machen. Doch schnell wird daraus nichts. Pircard wird von Admiral Nechayev beauftragt, den Prototypen einer Untertassensektion zu testen. Dieser ist in der Lage, automatisch auf einem Planeten zu laden. Mit einer kleinen Crew wird nun eine Simulation durchgeführt, die auch im Realen passieren könnte. Doch wie es schon vorauszuahnen war, geht dabei einiges schief. Ich muss gestehen, dass ich Picard nicht für so gutgläubig gehalten hätte, aber hier zeigt er mehr als einmal, dass auch er nicht immer unfehlbar ist.
Der Maquis greift in das Geschehen ein und wir erleben eine sehr klassische Abfolge von Situationen. Hier eine Geisel, da ein Fluchtversuch, dann wieder eine Sabotage am Schiff und so weiter. Vieles kennt man schon und auch die jeweils dazu begleitende Action ist nicht sonderlich neu erzählt. Als dann auch noch die Cardassianern auftauchen, ist das Feeling zwar komplett, aber dennoch wirkt alles etwas zu sehr konstruiert. Hinzukommt, dass Ro Laren auch nicht wirklich etwas mit den Ereignissen zu tun hat. Als Auftraggeberin, okay, jedoch bleibt sie viel zu sehr im Hintergrund. Riker und Geordi haben indessen den einfallsreichsten Part für sich gepachtet.
Sie bewegen sich gekonnt durch das Schiff und bringen den Maquis mehr als einmal in Bedrängnis. Ein weiterer seltsamer Punkt ist die grundlegende Idee, warum dieses Schiff entführt werden soll. Ein Massaker an den Cardassianern soll verübt werden. Die Vernichtung einer ganzen Kolonie! Und für was? Für Rache? Gleiches mit Gleichem vergelten? Ist das der Weg des Maquis? Seit er aufgetaucht ist, hat man in mehr als einer Folge oft Sympathie mit den Mitgliedern, doch bei diesem Unterfangen, würden sie eher zu Mördern werden, als dass sie sich von der Unterdrückung der Cardassianer befreien würden.
Fazit:
Der fehlerhafte Test! Die Enterprise ist und bleibt ein Aushängeschild. Die Besten der Besten sind hier vereint und keiner ist bekannter als Captain Picard. Dennoch sind sie nicht unfehlbar. Mehr als einmal bringt der Maquis sie hier ins Schwitzen. Picard wirkt diesmal ein wenig eingerostet, dafür sind Riker und Geordi hellwach. Die Story bricht an einigen Stellen leider etwas auseinander. Ob Abfolge der Ereignisse oder die zeitweise sehr einfallslosen Ideen der Beteiligten. Star Trek Feeling kommt dennoch sehr gut auf, nicht nur wegen der Cardassianer, vielmehr der typische Episoden-Charakter bringt gewohnte Kost ins Haus und als Fan wird man satt, auch wenn nicht sonderlich überrascht.
Matthias Göbel
Autor: John Vornholt
Übersetzung: Harald Pusch
Taschenbuch: 280 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Veröffentlichung: 25.02.2014
ISBN: 9783641117061 - Dayton Ward
Star Trek - Coda
(2)Aktuelle Rezension von: einz1975Was im ersten Teil schon für Schrecken und Entsetzen gesorgt hat, wird in Teil zwei noch einmal auf eine neue Ebene gehoben. Der Gegner ist bekannt und auch seine Taten, die Frage ist nur noch, wie kann man ihn aufhalten? Genau hier greift Jean-Luc Picard auf seine größte Hoffnung zurück und wendet sich an den Rat der Föderation. Bei diesem Namen und nachdem was alles passiert ist, sollte man meinen, dass es nur ein kurzes Gespräch wird, aber weit gefehlt. Die Sternenflotte wird sich nicht daran beteiligen, noch mehr Chaos zu entfachen. Sie wollen abwarten und maximal die möglichen neuen Ziele der Devidianer beschützen. Picard kann es nicht glauben und auch jeder Leser kann es nicht fassen, dass angesichts dieser Bedrohung die Regierung die Hände in den Schoß legt. Keine Frage, sie müssen handeln, egal welche Konsequenzen es haben wird.
Damit geht dieser Band los und es folgt eine Jagd, obwohl sie selbst auf der Jagd sind. Riker verfolgt Picard und will ihn und seine Abtrünnigen zur Strecke bringen. Dabei ist er beeinflusst von Geistern längst verlorener Zeitlinien. Ein Zustand, den auch Worf sehr gut kennt und damit auch alle Star Trek Zeitlinien einen kurzen Auftritt haben, gibt es ein Wiedersehen mit dem wohl bekanntesten Vulkanier der Geschichte. Picard und Wesley Crusher sind sich schnell einig, dass sie ohne weitere Hilfe nicht weiterkommen. Genau hier flechtet der Autor noch weitere Charaktere mit ein, welche für viele bereits Geschichte sind. Es kommen Data und Lal hinzu. Der Androide hat sich im Lauf seines neuen Lebens viel Wissen angeeignet und weiß bereits um den Zustand der Vernichtung der Zeiten. Bisher hatte er nicht das Bedürfnis sich einzumischen, doch jetzt...
Eine weitere Crew wartet bereits auf ihren Auftritt, auch wenn dieser etwas kürzer ist. Deep Space Nine darf sich noch einmal zeigen und wir erleben all ihr Charaktere wieder. Einige davon werden noch in Teil drei eine Rolle spielen, andere werden hier ihr Ende finden. Da das Wurmloch um Bajor ebenfalls ein Zeitphänomen ist, war es nur eine Frage wann die Devidianer hier auftauchen. Schlussendlich passiert es und ein erbarmungsloser Kampf nimmt seinen Lauf. Die taktischen und technischen Ideen, mit den hier hantiert wird, klingen wie immer typisch für das Franchise, jedoch gibt es diesmal auch Niederlagen ohne zweite Chancen. So etwas liest man nicht dann doch nicht allzu oft bei Star Trek. James Swallow hat versucht, jeder Figur ein klein wenig Raum zu lassen. Er berichtet, was in den letzten Jahren passiert ist und treibt damit die Hintergrundinformationen voran, für alle, die nicht alle Ausgaben der neuen Bücher gelesen haben.
Vielleicht an manchen Stellen etwas zu viel, aber wer sich auskennt, der weiß sofort, wann und wovon die Rede ist. Sehr gefühlvoll und gelungen fand ich den Einstieg und die Verabschiedung gefallener Mitglieder, welche in Band eins ihr Leben lassen mussten. Genau das hat mir manchmal gefehlt, wenn es bei großen Kämpfen oder Krisen Opfer gab. Beeindruckend fad ich auch zu sehen, dass all die Charaktere aus den verschiedenen Serien von Star Trek so gut miteinander harmoniert und funktioniert haben. Classic, Next Generation, Voyager, DS9 und selbst die Serie mit Archer findet eine kleine Erwähnung. Durch die ständige Gefahr entweder aufgehalten zu werden durch Riker oder durch die Devidianer getötet zu werden, liest sich diesmal alles etwas hektischer. Wie schon zuvor empfehle ich auch hier das Nachwort zu lesen, denn es zeigt noch einmal, wie innig die drei Autoren mit Star Trek verbunden sind und wie eng Freude und Schmerz beim Schreiben beieinanderlagen.
Fazit:
Keine Zukunft ohne Vergangenheit! Es ist immer schwer sich von etwas liebgewonnen zu verabschieden, besonders wenn man weiß, dass man es nicht verhindern kann. Genau hier greift der Autor seinen Figuren unter die Arme und lässt sie das machen, was sie man besten können – unterhalten. Star Trek glänzte damals in den Serien und Filmen durch gut ausbalancierte Charaktere. Das wurde in den Büchern nach Star Trek: Nemesis fortgeführt und endet nun in der Coda-Trilogie. James Swallow führt dabei ein unglaubliches Ensemble an Figuren an, welche Fans kennen und lieben. Ihre Taten sind die Grundlage für ihre Legendenbildung und dieses Abenteuer der Höhepunkt von allem, was sie je erlebt haben. Es wird traurig, spannend und beängstigend zugleich. Eine der besten Star-Trek-Roman-Triologien, die ich bisher gelesen habe.
Matthias Göbel
Autor: James Swallow
Übersetzung: Katrin Aust
Taschenbuch: 442 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 07.11.2022
ISBN: 9783966589581 - Dayton Ward
Star Trek – Zeit des Wandels 3
(2)Aktuelle Rezension von: einz1975Es gab die Zeit, in der die Vulkanier den Menschen genau auf die Finger geschaut haben. Richtig, Captain Archer und seine Crew der Enterprise hatten damals einen recht schwierigen Start in die Gemeinschaft der galaktischen Völker. Zur selben Zeit schickten die Dokaalan einen Hilferuf ins All, denn ihr Planet drohte unterzugehen. Unerklärliche Beben rissen die Erde auf und es war nur eine Frage der Zeit, bis das Unvermeidliche eintreten wird. Damals ist man davon ausgegangen, dass Hilfe nicht rechtzeitig eintreffen wird und als eine zweite Sonde zweihundert Jahre später gefunden wird, darf sich Captain Picard und seine Crew der Enterprise dieser Nachricht widmen, mit dem Wissen, dass sie wohl keine Überlebenden finden werden, oder vielleicht doch?
Nach den ersten beiden Bänden spürte man schon, dass irgendetwas mit Picard nicht stimmt. Er wirkt müde und kommt nicht mehr an seine alte Stärke heran. Dennoch will er diese Mission, welche sich eher wie eine Degradierung anfühlt, ohne zu zögern absolvieren. Es wird im Vorfeld viel gemunkelt, was man hier vorfinden würde und ja, es ist natürlich zu vermuten, dass es irgendwie doch Überlebende gab. Doch so einfach wie es sich anhört, war es für die Dokaalaner nicht. Sie haben sich ins All zurückgezogen und leben fortan auf riesigen Asteroiden. Als Leser folgen wir einem Tagebuch eines der Ratsmitglieder und sind sozusagen direkt dabei, als alles endet und das neue Leben beginnt.
Leider sind die Sprünge in diesen Einträgen etwas zu wahllos, hier hätten die Autoren ruhig etwas länger verweilen können. Denn schon mit dem ersten Scann werden unterschiedliche Signale empfangen, unter anderem auch ein erneutes Notsignal. Nicht gerade einfallsreich, um die Spannung zu heben, aber so kommt die Geschichte ein wenig in Fahrt. Diese Rettungsmission wird hingegen sehr gut und vor allem detailliert erklärt. Allein schon das manövrieren der riesigen Enterprise zwischen den vielen Asteroiden stellt eine Herausforderung dar. So hätte die aktuelle Aufgabe einfach enden können und man hätte sich ganz wie in einer typischen Episode seiner Star Trek Helden gefühlt und doch wollten die beiden Autoren mehr.
Recht abgrubt, kommt es noch einmal zu einem Wandel der Story, welcher erneut eher nur das anreißt, worum es in den nächsten Bänden gehen wird. Dadurch fühlt sich dieser Geschichte irgendwie unfertig an. Man wird zwar behutsam in die neue Story eingeführt, lässt jedoch so viele Fragen offen, dass man mit zu vielen Rätseln allein gelassen wird. Eine gewisse Methode, um dranzubleiben, jedoch sind mir schlüssige Story lieber. Anfänglich ist Picard noch sehr im Vordergrund, überlässt später den anderen Figuren das Spielfeld komplett. Hier glänzt einmal mehr der auf dem Cover verewigte Geordi La Forge. Wie ein geschmiertes Zahnradwerk spulen sich die technischen Anweisungen und Aufgaben ab und als Leser fühlt man sich schon fast selbst wie ein Mitglied der Crew.
Fazit:
Hilfe - Unerwünscht? Nicht immer kann man nachvollziehen, warum Hilfe oft auch als Bedrohung gesehen werden könnte. Neben Picard, der sich nicht wirklich von Deanna Troi helfen lassen will, scheint es auch hier bei diesem Volk eine Gegenbewegung zu geben. Doch bevor der Leser darauf aufmerksam gemacht wird, gibt es eine langsam zusammengesetzte Rettungsmission. So zahlreich wie die Asteroiden in dieser Region formen sich die Bruchstücke der Story. Die Wendung zum Ende kommt für mich zu spät und lässt den Leser viel zu sehr lange Dunklen. Das Star Trek Feeling an sich ist vorhanden, nur fehlt diesmal der feinfühlige Spannungsbogen. Als Sprungbrett für Zeit des Wandels 4 eine unablässige Grundvoraussetzung, nur leider nicht so stark wie die Bände zuvor.
Matthias Göbel
Autor: Dayton Ward, Kevin Dilmore
Übersetzung: Björn Sülter
Taschenbuch: 334 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 11.12.2023
ISBN: 9783986661663 - Dean Wesley Smith
Die Ringe von Tautee. Star Trek Classic, Nr. 93.
(5)Aktuelle Rezension von: Papiertiger17Die Geschichte beginnt ganz vielversprechend, die Figuren und die Stimmung der Serie sind recht gut getroffen, doch je weiter man liest, desto größer werden die Qualitätsunterschiede, durch die man sich lesen muss. In der ersten Hälfte des Romans gibt es eine handvoll Abschnitte, die wie niedrigstes Groschenromanniveau daherkommen. Danach mehren sich unglaubwürdige Handlungskonstrukte, wie z.B. der für mich nicht nachvollziehbare Streit um die Auslegung der Hauptdirektive (was wohl Spannung schaffen soll) oder der unverständliche Neid des Captains der Farragut gegenüber Kirks Karriereerfolge. Im Finale übertreiben es die beiden Autoren dann erheblich: Kirk betreibt Menschenrettung im Stile einer Extremsportart und technische Fehlfunktionen treten auf, wann immer es den beiden Schriftstellern gerade gelegen kommt. Der Showdown erhält dadurch fast parodistische Züge. Schade. Dass es Smith und Rusch wesentlich besser können, haben beide mit dem Voyager-Roman „Die Flucht“ bewiesen. „Die Ringe von Tautee“ ist nur etwas für wirklich hartgesottene TOS-Fans, die jeden Roman der Serie einmal gelesen haben wollen. Alle anderen sollten tunlichst die Finger davon lassen.
- Greg Cox
Star Trek - Legacies 1
(2)Aktuelle Rezension von: einz1975Anlässlich zum 50jährigen Jubiläum von Star Trek, erschien bereits vor fünf Jahren die Star Trek – Legacies Trilogie, welche nun endlich auch nach Deutschland gekommen ist. Dabei begeben wir uns zurück in die Zeit, als Kirk noch Captain der Enterprise war. Wobei die Geschichte noch viel weiter zurückreicht, denn vor 18 Jahren war die Enterprise unter Captain Robert April auf dem Planeten Usilde. Hier lebte seit Jahrzehnten ein noch nicht all zu weit entwickeltes Volk friedlich vor sich hin. Sonden der Föderation haben damals nichts Besonderes entdecken können, doch scheint sich hier einiges arg verändert zu haben.
Eine seltsame Festung, mit fremdartiger Technologie tauchte plötzlich auf und schon haben wir ein Geheimnis, welches einer Untersuchung bedarf. Captain April schickt die damals noch junge Offizierin Una mit einem Team auf den Planeten, was schließlich Folgen hatte. Interessant, wie hier Greg Cox das Thema der „Obersten Direktive“ umgeht und dennoch versucht, den ungehobelten Charme der damaligen Enterprise aufrechtzuerhalten. Denn wie es zu erwarten war, da sind sie wieder - Klingonen. Wie passt das alles nun zusammen? Es ist bei dieser Mission etwas passiert, was Una unbedingt rückgängig machen will und dafür war ein Abstecher auf der Kirk-Enterprise unabdingbar.
Rundum endet der Roman allerdings wie er begonnen hat. Es wird etwas gestohlen und Kirk holt es sich hoffentlich wieder. Der Ablauf der Geschichte liest sich daher nicht an allen Stellen ungewöhnlich spannend, vielmehr fühlt man sich an Szenen aus der Serie erinnert, welche hier noch einmal aufgekocht werden. Immerhin in einem neuen Gewand und der Planet Usilde hat einige neue Wesen und eine erstaunliche Technologie zu bieten. Diese Entdeckungen sind sehr typisch für Star Trek, aber genau das, was man als Fan auch lesen will. Cox hat sich einiges ausgedacht, um nicht wieder nur eine humanoide Lebensform zu erschaffen und nur so viel... diesmal wird es etwas schleimiger.
Spock und McCoy haben sich auch wieder furchtbar lieb, so dass man im Endeffekt klassischer die erste Ausgabe der Sondergeschichte gar nicht beginnen könnte. Selbst das Zusammenspiel der Sternenflottenvorschriften und den damaligen Geschehnissen, fügt sich zusammen. Nur das Warum, des so lange gehüteten Geheimnis, ist etwas zu einfach erzählt. Denn wenn schon fremde Technologie von einem Captain zum anderen weitergegeben wird, warum behält sie nicht einfach der, der sie zu seiner Obhut bekommen hat? Geheimnisse habe noch nie gut getan und es wurde auch wirklich Zeit, dass dieses endet.
Fazit:
Klassisch, praktisch, gut! Greg Cox will gar nicht die große Revolution, sondern nimmt den Leser auf eine entspannte und gewohnte Star Trek Reise mit. Es gibt Verfolgungsjagden, Kampfeinlagen, Rätsel, Aliens und ein Objekt, welches nach so vielen Jahren, so viel Ärger anrichtet. Schön zu sehen, dass es den Autoren immer noch gelingt, die Original-Crew der Enterprise in gut konstruierte Abenteuer zu stürzen. Ein Fest für alle Star-Trek-TOS-Fans!
Matthias GöbelAutor: Greg Cox
Übersetzung: Helga Parmiter
Taschenbuch: 394 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 16.12.2020
Erstveröffentlichung: 2020
ISBN: 9783966583251 - Kevin Dilmore
Star Trek – Zeit des Wandels 4
(1)Aktuelle Rezension von: einz1975Noch immer befindet sich die Enterprise bei den Dokaalan, welche vor zweihundert Jahren ihre Heimatwelt verloren haben und fortan auf Asteroiden leben. Sie haben ein Projekt ins Leben gerufen, um einen nahegelegenen Planeten bewohnbar zu machen. Seit vielen Jahrzehnten formen sie die Atmosphäre, dennoch kommen sie nur sehr langsam voran. Hinzu kommen immer wieder seltsame Explosionen und Unfälle auf den Asteroiden-Kolonien. Steckt vielleicht eine Gegenbewegung der eigenen Bevölkerung dahinter? Zunächst sind wir als Leser und diesmal Riker als Captain dabei, erneut eine Rettungsmission in Angriff zunehmen. Es ist nicht so, dass sich dadurch die Mission anders anfühlt. Dennoch ist auch diesmal jede Sekunde wertvoll, um Leben zu retten. Da der Einstieg doch sehr dem Vorgänger gleicht, kommt man schnell zurück ins Geschehen und findet sich sofort zurecht.
Ich hatte gehofft, dass die Autoren diesmal etwas kompakter schreiben, was jedoch nicht der Fall ist. Gern wird länger bei Routineaufgaben verweilt und schon mehrfach erlebtes, wird auch beim x-ten Mal nicht interessanter. Der Spannungsbogen fällt daher anfänglich recht flach aus und bekommt viele Bilder von Zerstörung und Tod. Die bleiben beim Leser hängen und man freut sich, sobald doch noch die eigentliche Hintergrundstory langsam zum Vorschein kommt. Denn diese Sabotage, bleibt nicht die letzte und mehr und mehr erfährt man, wer wirklich dahinter steckt. Ich musste schon ein wenig in meinem Gedächtnis schürfen, um die angesprochene Spezies auch wiederzuerkennen, aber wenn man erst einmal darauf gestoßen wird, kommt der Aha-Effekt.
Jetzt werden auch einige seltsame Begegnungen und Gespräche aus Band drei logisch. Die Crew der Enterprise hat wahrlich alle Hände voll zu tun, dass sie nicht in die Knie gezwungen wird. Sehr listig und mit scharfem Verstand steht die Sternenflotte hier vor einem ernstzunehmenden Gegner. Die Dokaalan hingegen scheinen sich manchmal schon fast ihrem Schicksal zu ergeben. Selbst als ihre lange Terraforming-Arbeit durch ein katastrophales Experiment von Data zunichtegemacht wird, sind sie zwar traurig, aber fast ohne große Emotionen. Genau das hat mir auch diesmal bei Picard und Co gefehlt. Sie agieren in ihren typischen Mustern, aber für sich selbst holen sie nichts aus den jeweiligen Situationen.
Ob kämpfen oder helfen, es scheint alles irgendwie gleich zu sein. Einzig Beverly und Data finden in der Tragik auch für sich gewissen Punkte, welche beide später noch beeinflussen werden. Erstaunt war ich, dass nach dem letzten Zusammentreffen der Enterprise mit dieser Spezies, nicht an einer Erkennungs-Technik geschraubt wurde, damit so etwas nicht noch einmal passiert. Denn selbst wenn die Föderation keine Tarntechnologie benutzt, wie sie funktioniert, wissen sie auf jeden Fall. Das Ende wirkt etwas abrupt und dabei hätten die Autoren gerade hier noch einmal mehr auf die Seite der Dokaalan schalten können oder aber die Einsätze der Crew besser darstellen können. Wo am Anfang lang um den heißen Brei herumgeschlichen wurde, schließt alles mit einem kurzen aber runden Dessert.
Fazit:
Die offensichtliche Tragödie der Unsichtbaren! In Zeiten der Not greift man immer nach dem ersten Strohhalm, der einem zur Verfügung steht. Wenn sich später herausstellt, dass dies nicht der richtige Weg war, muss man das Beste aus seiner Situation machen. Die Dokaalan haben viel Leid in ihrer Entwicklung erlebt. Die aktuelle Konstellation spitzt sich unaufhaltsam zu und Picard war diesmal zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Alle Tiefschläge der letzten Zeit sind langsam vergessen und eine Verschwörung, gegen ein schon geschundenes Volk, wird endlich aufgedeckt. Dayton Ward und Kevin Dilmore nehmen sich für meinen Geschmack viel zu viel Zeit, um auf den Punkt zu kommen. Erst im letzten Drittel kriegen sie die Kurve. Die Crew macht diesmal auch einige Flüchtigkeitsfehler, was Leben kostet. Die Dokaalan werden Picard und die Enterprise sicherlich nie vergessen, als Leser bleibt einem die Genugtuung dabei gewesen zu sein, als die Wahrheit offenbart wird.
Matthias Göbel
Autoren: Dayton Ward, Kevin Dilmore
Übersetzung: Björn Sülter
Taschenbuch: 356 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 02.01.2024
ISBN: 9783986664145 - William Shatner
Leonard: My Fifty-Year Friendship with a Remarkable Man
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintIm Februar 2015 verstarb der Schauspieler, Fotograf, Poet, Regisseur, Autor und Musiker Leonard Nimoy mit 83 Jahren an der Lungenerkrankung COPD.
1966 erschuf er eine der legendärsten Serienfiguren der TV-Geschichte: Mr. Spock, seines Zeichens erster Wissenschaftsoffizier an Bord des "Raumschiffs Enterprise".
79 Folgen lang bestritt er an der Seite von William Shatner (Captain Kirk) spannende und teilweise auch philosophische Abenteuer in den unendlichen Weiten des Alls. Obwohl sich Shatner und Nimoy auch schon zuvor beruflich begegnet waren, bildete sich erst während der Drehzeit eine zuerst lockere Freundschaft, die sich nach Beendigung der Serie und während der Conventions und Kinofilme vertiefte und für Beide solider Grundpfeiler ihres Daseins wurde.
Shatner erzählt mit seiner angenehmen Stimme vom schweren und von Entbehrungen gekennzeichneten Beginn Nimoy's Schauspielkarriere und sehr, sehr viel von den gemeinsamen Erlebnissen und Entwicklungen, die das Phänomen "Star Trek" bis zum heutigen Tag für die beiden Schauspieler schuf. Immer wieder fließen bei der Schilderung von Nimoy's bewegtem Leben (Typecasting, Alkoholprobleme, 2 Ehen, Entfremdung der Kinder, Erfolge als Regisseur und Fotograf, Erkrankung) auch Stationen von Shatner's eigenem Leben und Karriere ein (ebenfalls Alkoholprobleme, Ego, mehrere Ehen, mysteriöser Tod einer Ehefrau) - das macht diese Biographie doppelt wertvoll: Hier werden zwei Biographien erzählt, die für sich allein schon ihr Geld wert sind.
Bis zum Schluß war Nimoy auf der Leinwand präsent, war ein Unterstützer der Künste, schrieb zwei sehr erfolgreiche Biographien (beide von mir rezensiert: "I'm not Spock", "I Am Spock") und schaffte es gegen Ende seines Lebens, den Weg zurück zu engen Familienbanden zu finden. Während all der Jahrzehnte begleitete ihn William Shatner und vermag während der Lesung Vertrautheit, Nähe und Respekt zu vermitteln.
Irgendwie jedoch lassen Shatner's Worte aber auch Zweifel aufkommen, wenn man sein Leben und sein Verhältnis zu all den mit "Star Trek" verbundenen Menschen näher betrachtet. Arroganz und Überheblichkeit werden dort und da immer wieder in verschiedenen Quellen angeführt und Shatner's Abwesenheit bei der Beerdigung seines "engsten Freundes" sorgte auch für Spekulationen. Während Nimoy immer wieder zu Gastauftritten in den "Trek"-Serien/Filmen gebeten wurde, geschah dies nie mit Shatner... Gerüchten nach soll er nun als ältester noch lebender Star der Original-Serie 2017 bei der NEUEN "Star Trek"-Serie "Discovery" einen Gastauftritt haben... Waren immer andere Ursachen, die eine Rückkehr Kirk's verhinderten, schuld daran oder vielleicht doch der schwierige Umgang mit dem Star?
Doch dies ist ein kleines Manko und fällt nur auf, wenn man sich mit den Leben und Karrieren rund um "Star Trek" intensiv auseinander setzt. Sonst ist dieses Hörbuch ein kurzweiliger und sehr informativer Quell über den "faszinierenden" Mister Leonard Nimoy - erzählt von einem nicht minder uninteressanten Schauspieler namens Bill Shatner.
Live long and prosper - LLAP!
- William Leisner
Star Trek - The Original Series
(5)Aktuelle Rezension von: Papiertiger17Schade: Die Figuren sind gut getroffen, die Atmosphäre der Serie auch, aber leider liest es sich auf den ersten einhundert Seiten sehr gemächlich und unaufgeregt dahin – da hilft auch nicht das etwas besser gelungene zweite Kapitel. Nach dieser gepflegten Langeweile hatte ich keine Lust mehr auf die restlichen 172 Seiten.
- Christopher L. Bennett
Star Trek - Rise of the Federation 1
(7)Aktuelle Rezension von: einz1975Captain, oder besser gesagt Admiral Archer ist zurück mit einer Geschichte weit vor Kirk und noch weiter vor Picard. Doch was diese frühen Helden schon alles erleben, ist wirklich beeindruckend. Neben Archer, welcher nur noch politisch eingreifen muss, gibt es alle anderen bekannten Figuren der Serie, welche sich wieder ordentlich ins Zeug legen, um uns doch noch von ihrem Können zu überzeugen. Da haben wir z.B. Reed, welcher dank seines alten Captains befördert wird und sich mit seinem eigenen Schiff auf eine Entdeckungsreise begibt. T´Pol hingegen ist Captain der Enterprise und kann zumindest Dr. Phlox und Sato bei sich behalten. Sie untersuchen unter anderem geheimnisvolle Angriffe auf Schiffe und Außenposten. Keiner weiß wer diese Angreifer sind..
Doch damit nicht genug, es gibt noch eine dritte Geschichte. Diese handelt ausschließlich von Politik und die Erkenntnis, dass man manchmal weniger bekommt, aber am Ende mehr erreicht. Die Einzelstorys laufen am Ende zwar nicht zusammen, haben aber einen doch recht gleichen Tenor, denn es soll der Kampf so gut es geht vermieden werden, vielmehr Wissenschaft und Kommunikation stehen im Vordergrund. Was dem Roman in Summe auch recht gut steht, abgesehen von kleineren Kampfeinlagen. Dabei geht es gegen ein Volk welches nur die „Stummen“ genannt wird. Hier helfen, eher nicht überraschend, die außergewöhnlichen vulkanischen Fähigkeiten einer Gedankenverschmelzung.
Ach ja, wir haben auch noch unseren Spion bei Sektion 31. Trip ist ganz der Alte und gelangt an Informationen, welche sonst keiner hätte organisieren können. Das sich diesmal nicht alle zur selben Zeit und am selben Ort befinden, macht die Sache auf der einen Seite umfangreich, aber auf der anderen zerreißt man damit auch manch frisch aufgebaute Spannung. Da haben wir zum einen Archer und Trip, wie sie zusammen einige herausfinden, doch plötzlich landet man wieder bei Reed und muss miterleben wie er mit seiner Besatzung fast das zeitliche segnet. Bereitet euch also darauf vor, viel hin und her zu springen. Immerhin sind die Absätze schön kurz gehalten und man kommt nie wirklich aus dem Lesefluss, nur schade dass man über manch neues Volk oder Wesen so wenig erfährt.
Was mir an dieser Enterprise schon immer gefallen hat waren zum Teil die unbekannten, aber für Fans, alten Gesichter. Planeten, Namen, Völker oder Technik, alles kennt man und lernt es doch gerade erst kennen. Die staunenden Augen, wenn man plötzlich schneller als mit Warp 5 fliegen kann oder das ein Transporter vielleicht doch nicht die beste Möglichkeit ist zu reisen, all das findet noch einmal aus einem völlig neuen Blickwinkel statt. Das die Föderation nur mit Frieden Stärke beweisen kann, ist nach dem gerade erst gewonnenen romulanischen Krieg logisch, auch dass die Völker sich erst richtig kennen lernen müssen und nur zusammen ans Ziel kommen ist ebenfalls nur verständlich, aber warum haben wir Menschen das nicht schon früher auf unserer eigenen Erde erkannt?
Fazit:
Star Trek - Enterprise, schön dass es dich wieder gibt und ich freue mich mehr von dir und deiner Mannschaft zu erfahren. Ich wünsche dir weiterhin allzeit gute Fahrt, ein waches Auge auf fremde Welten, neue Lebensformen und selbst wenn sie noch so unwirklich erscheinen, begegne ihnen mit Ehrfurcht und Frieden. Christopher L. Bennett schenkt uns einen kleinen Einblick in eine Zeit, bevor man sich auf die Stärke der Föderation verlassen konnte und zeigt wie schon damals Intrigen und Machtspielchen an der Tagesordnung waren, um das Kartenhaus zusammenfallen zu lassen.
Matthias
Autor: Christopher L. Bennett
Taschenbuch: 380
Verlag: Cross Cult
Sprache: Deutsch
Erscheinungsdatum: 02.05.2017
ISBN: 978-3-95981-188-0 - Robert Greenberger
Star Trek – Zeit des Wandels 5
(1)Aktuelle Rezension von: einz1975Mit dem fünften Band befinden wir uns etwa in der Mitte der Reihe „Zeit des Wandels“. Die Enterprise und insbesondere Captain Picard stehen immer noch im Abseits. Erschwerend kommt hinzu, dass immer mehr Besatzungsmitglieder das Schiff verlassen wollen, da sie um ihren Ruf fürchten. Allmählich scheint sich jedoch bei den Admirälen etwas zu bewegen und es gibt endlich eine echte Mission statt nur Patrouillenaufgaben. Der Planet Delta Sigma IV, bewohnt von den Bader und den Dorset, ist ein Mitglied der Föderation. Seit Jahrzehnten herrschte dort Frieden und Ruhe – bis jetzt. Ein Mord ist geschehen und kein Geringerer als Kyle Riker, der Vater von Commander William Riker, soll darin verwickelt sein.
Anfangs wird ausführlich auf die lang zurückliegenden Streitigkeiten zwischen Riker und seinem Vater eingegangen. Das ist wichtig, damit die Leser die verfahrene Situation besser verstehen können. Gleichzeitig befindet sich der Planet in einer plötzlichen Umbruchstimmung. Über all die Jahre gab es dort nicht einmal Diebstähle und nun ist ein Mord geschehen. Die Bewohner haben die Föderation um Hilfe gebeten, weil ein Gas auf dem Planeten ihre Gene verändert und sie von Generation zu Generation immer früher sterben lässt. Die Synthese eines Heilmittels stellte für die Wissenschaftler kein großes Problem dar, doch irgendetwas ging schief.
Wie man sich denken kann, bleibt es nicht bei diesem einen Mord. Merkwürdig ist auch, dass Rikers Vater unauffindbar ist. Haben die Bewohner doch recht und er ist direkt in die Sache verwickelt? Robert Greenberger nimmt sich viel Zeit, um das eigentliche Problem ausführlich darzustellen. Es wirkt fast einschläfernd, doch die Geschichte hat unerklärlicherweise eine fesselnde Wirkung. Ein Grund dafür sind die gut entwickelten Figuren. So hat Geordi La Forge eine ganz eigene kleine Story und beleuchtet die Probleme, die die Sternenflotte nach dem langen Krieg gegen das Dominion plagen. Auch Beverly und Deanna haben ihre eigenen Handlungsstränge. Nur Picard bleibt für meinen Geschmack diesmal zu sehr im Hintergrund, was angesichts seiner Situation doch äußerst überraschend ist.
Diesmal steht Riker ganz vorn in der Geschichte. Er lässt sich nicht von der Vergangenheit beirren, denn er weiß, dass er sie nicht ändern kann. Der Zwist mit seinem Vater schwelt schon lange und keiner von beiden war bereit nachzugeben. Die Suche nach seinem Vater dient als roter Faden, während die Welt der Bader und Dorset allmählich in Flammen aufgeht. Damit konnte anfänglich keiner rechnen. Das aus einer einzigen Gewalttat so viel Chaos entsteht, erinnert unweigerlich an einige andere Folgen und Geschichten aus Star Trek. Das Geheimnis bleibt jedoch wohlbehütet bis zu Ende. Noch ein wichtiger Hinweis - Das Buch dient als Einführung und die Auflösung wird erst in Teil sechs folgen. Das ist zwar etwas schade, aber dennoch spannend genug, dass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht.
Fazit:
Die Kinder eines Menschen sind sein Spiegelbild! In Star Trek gibt es viele Geschichten über Väter und Söhne. Commander Riker trägt seit vielen Jahren eine schwere Last mit sich herum und es wird Zeit, damit abzuschließen. Für mich ist dies ein gelungener Auftakt zur Vergangenheitsbewältigung. Gleichzeitig zeigt die Geschichte der beiden Rassen von Delta Sigma IV eine Parallele zu diesem privaten Schicksal. Die Crew der Enterprise wirkt anfangs sehr abgeklärt und die Story liest sich bis ins letzte Drittel ruhig und anschaulich. Doch dann kommt es zum Umbruch. Die Spannung steigt und das offene Ende weckt die Vorfreude auf den nächsten Band.
Matthias Göbel
Autor: Robert Greenberger
Übersetzung: Björn Sülter
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 05.02.2024
ISBN: 9783986664305
- Diane Carey
Star Trek: Der Verräter: Roman
(1)Aktuelle Rezension von: einz1975Noch kann Commander Piper kaum glauben, dass sie schon in wenigen Tagen ihr eigenes Kommando übernehmen soll. Doch bevor dieser Karriereschritt Wirklichkeit wird, muss sie zunächst die Nachwirkungen der sogenannten Schlachtschiffkrise verarbeiten und sich einem eher ungewöhnlichen Abenteuer stellen. Gemeinsam mit Captain Kirk begibt sie sich auf einen Segeltörn über den Ozean. Für Piper, die mit Sternenschiffen deutlich vertrauter ist als mit Wind, Wellen und Segeln, wird dieser Ausflug schnell zur Herausforderung. Schließlich wirkt ein hölzernes Segelschiff im 23. Jahrhundert beinahe wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit. Die Reise nimmt jedoch abrupt ein Ende, als ein Sicherheitstrupp Captain Kirk festsetzt. Einer seiner Wissenschaftsoffiziere, der Vulkanier Sarda, steht unter Verdacht, geheime Transwarp-Technologie gestohlen zu haben. Gemeinsam mit der ehrgeizigen und skrupellosen Wissenschaftlerin Ursula Mornay befindet er sich auf der Flucht. Piper bleibt keine Wahl: Sie macht sich auf die Suche nach den Flüchtigen, denn die neue Technologie besitzt ein derart gewaltiges Potential, dass sie unter keinen Umständen in die falschen Hände geraten darf.
Diane Carey gelingt es bereits auf den ersten Seiten, eine ungewöhnliche Atmosphäre aufzubauen. Statt sofort auf Raumschlachten und Phasergefechte zu setzen, lässt sie den Leser zunächst Seeluft schnuppern. Wind, Wasser und nautische Fachbegriffe prägen den Einstieg und verleihen dem Roman einen erfrischend anderen Ton. Kirk, McCoy und Scotty sind zwar mit von der Partie, bleiben diesmal jedoch bewusst im Hintergrund. Carey richtet den Fokus klar auf Commander Piper. Diese Entscheidung funktioniert überraschend gut, denn Piper trägt den Roman problemlos und entwickelt sich zu einer sympathischen Identifikationsfigur. Die Handlung orientiert sich stark an klassischen Elementen der alten Star Trek-Serie. Verfolgungsjagden, Tarnungen, Kneipenschlägereien, Intrigen und Kämpfe im All gehören selbstverständlich dazu. Das sorgt zwar für ein angenehm nostalgisches Gefühl, wirkt stellenweise jedoch etwas zu vertraut. Manche Dialoge dienen eher dazu, bereits bekannte Informationen erneut zu betonen, anstatt die Handlung wirklich voranzubringen. Dennoch bleibt die Geschichte durch ihr hohes Tempo jederzeit unterhaltsam. Besonders interessant ist, dass Piper eben nicht das Kommando über ein gigantisches Flaggschiff übernimmt. Stattdessen rückt ein deutlich kleineres Schiff mit minimalistischer Besatzung in den Mittelpunkt. Gerade dieser reduzierte Rahmen verleiht dem Roman Charme und hebt ihn angenehm von den üblichen Enterprise-Abenteuern ab.
Weniger gelungen sind allerdings manche Namensgebungen, die teilweise unfreiwillig komisch oder unpassend wirken. Die Suche nach Sarda führt schließlich auf einen abgelegenen Planeten, wo Piper und ihre Begleiter undercover ermitteln müssen. Dass dort auch Klingonen und Romulaner auftauchen, lässt bereits früh ahnen, dass eine friedliche Lösung kaum möglich sein wird. Erwartungsgemäß eskaliert die Situation in einer Bar, ein Szenario, das man aus Star Trek nur allzu gut kennt. Hier verschenkt Carey etwas Potential, da sie lieber auf vertraute Muster setzt, anstatt kreativere Wege einzuschlagen. Interessant ist dagegen der Blick in Pipers Vergangenheit. In kleinen Rückblenden wird ihre Freundschaft zum Vulkanier Sarda vertieft, wodurch dessen Motivation vielleicht etwas nachvollziehbarer wird. Gleichzeitig interpretiert Carey die vulkanische Kultur und Erziehung teilweise sehr frei. Einige dieser Ideen wirken spannend, andere wiederum stehen eher im Widerspruch zu etablierten Darstellungen aus anderen Romanen oder der Serie selbst.
Mit Ursula Mornay präsentiert der Roman leider eine recht stereotype Gegenspielerin. Sie entspricht dem klassischen Bild der überheblichen Wissenschaftlerin, die ihre Pläne ausführlich erklärt und letztlich an ihrer eigenen Selbstüberschätzung scheitert. Gerade hier hätte man sich eine vielschichtigere Antagonistin gewünscht. Auch die faszinierende Transwarp-Technologie bleibt letztlich eher vage umrissen. Zwar wird ihr enormes Potential mehrfach betont, technische Details oder tiefere Erklärungen bleiben jedoch Mangelware. Technikfans dürften sich hier deutlich mehr Substanz wünschen. Trotz dieser Schwächen überzeugt der Roman durch sein konstant hohes Erzähltempo. Es passiert beinahe ununterbrochen etwas, wodurch kaum Leerlauf entsteht. Besonders der ausgedehnte Schlusskonflikt bietet zahlreiche Wendungen und sorgt für Spannung bis zum Ende. Gleichzeitig lässt Carey die Geschichte offen genug ausklingen, um Commander Piper weitere Abenteuer zu ermöglichen. Umso bedauerlicher ist es, dass diese Figur später keine große Rolle mehr spielen durfte, denn das Potential dafür wäre definitiv vorhanden gewesen.
Fazit:
Während in „Das Schlachtschiff“ noch eine groß angelegte Verschwörung innerhalb der Sternenflotte im Mittelpunkt stand, konzentriert sich „Der Verräter“ auf die Jagd nach gestohlener Transwarp-Technologie. Obwohl diese Technik noch unausgereift ist, besitzt sie genug strategische Bedeutung, um einen interstellaren Krieg auslösen zu können. Commander Piper erhält erneut die Gelegenheit, sich als loyale und fähige Sternenflottenoffizierin zu beweisen und meistert diese Aufgabe mit Bravour. Besonders positiv fällt auf, dass Kirk und die klassische Enterprise-Crew diesmal bewusst Nebenfiguren bleiben. Dadurch erhält der Roman eine angenehm frische Perspektive und zeigt, dass Star Trek auch ohne den permanenten Fokus auf Kirk funktionieren kann. Gleichzeitig leidet die Geschichte darunter, dass sie sich oft zu stark an bekannten Mustern orientiert. Viele Situationen wirken wie bewusst eingesetzter Fanservice und weniger wie eigenständige Ideen. Dennoch bleibt „Der Verräter“ ein unterhaltsamer und solide geschriebener Classic-Star-Trek-Roman mit hohem Tempo, sympathischer Hauptfigur und einer gelungenen Mischung aus Abenteuer, Intrigen und Science Fiction.
Matthias Göbel
Autorin: Diane Carey
Übersetzung: Andreas Brandhorst
Taschenbuch: 280 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Veröffentlichung: 25.02.2014
Erstveröffentlichung: 1986
ISBN: 9783641114732
- Paula M. Block
Star Trek Kostüme
(5)Aktuelle Rezension von: Frank1Klappentext:
Von
den klassischen Uniformen der Sternenflotte und den provozierend
gewagten Outfits aus der ersten Serie Raumschiff Enterprise über die
fließenden Roben der Vulkanier und die extravagante Ferengi-Mode bis
hin zur eindrucksvollen Hochzeitsgarderobe der Klingonen – Star
Trek: Kostüme zeigt auf Grundlage des gesamten Franchise (inklusive
aller zwölf Filme und sechs Fernsehserien), wie entscheidend diese
Designs in den letzten fünf Jahrzehnten dabei mitgewirkt haben, Fans
in entfernte Welten und fremde Zivilisation zu entführen. Dabei
erkunden die Autoren die Entstehung einiger der eindrucksvollsten
Gewänder der Galaxie und verdeutlichen, wie der fremdartige Stil der
Kleidung im Laufe der Jahre immer extravaganter wurde.
Das
Buch beinhaltet exklusive Fotografien, Standaufnahmen aus der Saga,
seltene Concept Arts und viele weitere beeindruckende Bilder. Darüber
hinaus befasst sich Star Trek: Kostüme auch mit jenen
außergewöhnlichen Menschen, die das Star-Trek-Universum zum Leben
erweckt haben, darunter der erste Kostümbildner William Ware Theiss
und seine Nachfolger Robert Fletcher, Robert Blackman und jüngst
Michael Kaplan. Zahlreiche Interviewpartner, wie etwa J. J. Abrams,
LeVar Burton, Jonathan Frakes und Ronald D. Moore gewähren darüber
hinaus Einblicke in die Entstehungsprozesse der abgebildeten Kostüme.
Eine
fesselnde Hommage an die großartige Designkunst der
Star-Trek-Kostüme.
Rezension:
Dieser reich
bebilderte Prachtband führt den Betrachter durch die Welt der
Star-Trek-Kostüme in den mittlerweile 5 Jahrzehnten dieses
Franchise. Neben Originalentwürfen und fertigen Kostümen bekommt
man letztere auch in zahlreichen Szenen- oder Set-Bildern dargeboten.
Ergänzt werden die Abbildungen durch teils ausführliche Kommentare
der Designer, Regisseure und Schauspieler.
Überraschend
ist es für den Laien, die Hintergründe mancher Kostüme zu
erfahren. Auch die Materialwahl ist teilweise zumindest als kurios zu
bezeichnen, auch wenn die jeweiligen Entstehungsgeschichten so manche
Eigentümlichkeit erklären. Das reicht bis hin zu Kostümen, die auf
Bildschirm beziehungsweise Leinwand gut aussehen, aus diversen
Gründen aber keinesfalls alltagstauglich wären. Wen wundert es da,
dass die Schauspieler nicht immer glücklich mit den
Trageeigenschaften ihrer ‚Dienstkleidung‘ waren und mit ihren
Beschwerden teilweise nachträgliche Abänderungen durchsetzten.
Auch erfährt
der mit seinem Lieblingsfranchise gealterte Trekkie endlich, wieso
sich die Uniformen teilweise von Staffel zu Staffel und von Film zu
Film änderten. Der Grund lag meist ganz einfach darin, dass es einen
neuen Chefdesigner gab, der eine andere Vorstellung als sein
Vorgänger hatte, wie es ‚richtig aussehen‘ muss. Hätten die
Produzenten hier nicht aus Kostengründen bremsend eingegriffen,
wären uns wohl noch erheblich mehr Uniform-Varianten präsentiert
worden. Doch die Star-Fleet-Uniformen sind natürlich bei weitem
nicht die einzigen Kostüme. Bei den verschiedenen Zivilkleidungen
und den Aufmachungen der unterschiedlichen außerirdischen Kulturen
konnten sich die Kostüm-Designer so richtig austoben. Erst beim
Betrachten der Bilder, die teilweise Detailansichten zeigen, werden
den meisten Fans Einzelheiten auffallen, die beim Ansehen der Serien
und Filme wohl kaum jemandem aufgefallen sind. Wenn man dann bedenkt,
dass den Designern oft nur wenige Tage zwischen Erhalt des Drehbuchs
und dem Aufnahmetermin, an dem das Kostüm einsatzfähig sein musste,
blieb, kann man sich nur wundern, zumal es ja teilweise ganze Gruppen
neuer Aliens waren, die pro Folge eingekleidet werden mussten.
Während TOS,
TNG und sie Filme jedoch ausführlich gewürdigt werden, kommen die
anderen Serien (DS9, VOY und ENT) unter der Sammelbezeichnung „Die
Spin-off-Serien“ leider etwas zu kurz. Auch hier werden zwar
diverse besondere Kostüme gezeigt und kommentiert, bei den
zahlreichen, nur in der jeweiligen Serie in Erscheinung tretenden
Kulturen hätte ich einen etwas größeren Rahmen jedoch für
angemessen gehalten.
Beim Blick auf
des Rückcover überfiel mich zuerst Entsetzen, sind dort doch die ß
und Umlaute Amok gelaufen. So wurde aus „fließenden“
beispielsweise „flieḶenden“, aus „Kostüme“ „Kostūme“.
Zum Glück betrifft das aber wirklich nur das Rückcover, im Inneren
ist alles, wie es sein soll.
Hintergrundliteratur
zu Star Trek gibt es natürlich reichlich. Trotzdem dürfte dieses
Buch zu diesem Spezialthema für viele Trekkies als Ergänzung des
Bücherschranks praktisch unverzichtbar sein.
Fazit:
Für wahre
Trekkies dürfte diese Kostümkunde zum 50. Franchise-Jubileum
einfach ein Muss sein.
Alle
meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center:
www.rezicenter.blog
Dem
Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf
Facebook folgen.























