Bücher mit dem Tag "entstellung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "entstellung" gekennzeichnet haben.

64 Bücher

  1. Cover des Buches Cinder & Ella (ISBN: 9783846600702)
    Kelly Oram

    Cinder & Ella

     (1.361)
    Aktuelle Rezension von: ErzaFairy

    Das Buch ist sehr gut geschrieben und der Schreibstil hat sich flüssig lesen lassen.

    Mir hat an dem Buch besonders gefallen, dass Ella nicht das normale Mädchen von neben an ist. Durch einen kurzen Moment ist alles anders. Man kann sich in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen.

    Cinder ist wie jeder Berühmte Typ in einem Buch. Fast. Um einem Mädchen zu imponieren versucht er über seinen Vater hinweg zu handeln und zeigt damit Mitgefühl und auch Loyalität.

    Die Geschichte wird durch Missverständnisse geprägt, ohne die das Buch nur sehr kurz wäre. Aber genau die machen es ja interessant.

    Fazit: ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Romanze mit Hindernissen lesen will.

  2. Cover des Buches Die Chirurgin (ISBN: 9783442360673)
    Tess Gerritsen

    Die Chirurgin

     (1.953)
    Aktuelle Rezension von: Moina

    Ich bin eigentlich nur durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, da ich selbst im Pflegebereich arbeite.
    Ich finde dass Buch ist sehr realistisch und spannend geschrieben. Es sind keine langatmigen Stellen enthalten sondern fließt richtig.
    Für Thrillerfans bestens geeignet!!

  3. Cover des Buches Die Blutlinie (ISBN: 9783404169368)
    Cody McFadyen

    Die Blutlinie

     (4.517)
    Aktuelle Rezension von: _BooksLove_

    𝐈𝐧𝐡𝐚𝐥𝐭

    FBI Agentin Smoky Barrett ist völlig am Boden zerstört ! Ihre Tochter & ihr Mann wurden von einem Serienmörder aus dem Leben gerissen ... Sie selbst kam nur knapp mit dem Leben davon .. Nicht nur weil ihre Gedanken jeden Tag bei ihrer Familie sind , ihr Körper zeigt auch den schrecklichen Moment .. Narben entstellen ihren ganzen Körper & nach wie vor steht sie vor dem dunklen Abgrund ... Als wenn es nicht noch schlimmer kommen kann , erfährt sie das ihre beste Freundin brutal ermordet wurde & der Albtraum beginnt von vorne .... 

    .

    𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠

    Der Einstieg ins Buch fiel mir leider schwer .. Der Schreibstil von Cody ist gewöhnungsbedürftig , was daran liegt das viele Dinge unnötig in die Länge gezogen wurden & es mir so schwer fiel interessiert an der Story dran zu bleiben .. So ab der Mitte nahm die Story an Fahrt auf .. Ereignisse über Ereignisse, die Brutalität stieg & die Spannung war da 👍🏻 Mit dem Ende hab ich nicht gerechnet & hinterließ mich, sitzend mit offenem Mund & ohne Worte 😂 Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung

  4. Cover des Buches Der goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der goldene Handschuh

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Celii_love_books

    In diesem Buch geht es um den sehr bekannten Serienmörder Fritz Honka gen. Fiete, der 4 Frauen vergewaltigt, missbraucht und getötet hat. 

    Ist ein sehr krasses und krankes Buch. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. 

    Meine Altersempfehlung wäre ab 18 Jahren, weil es doch sehr detailliert geschrieben ist. 


  5. Cover des Buches Verwesung (ISBN: 9783499248665)
    Simon Beckett

    Verwesung

     (1.828)
    Aktuelle Rezension von: Jenny_Colditz

    In Band 4 der Robert Hunter Reihe weiß man direkt zu Anfang wie das Buch endet.
    Der Autor hält an seinem roten Faden fest, und dieser zieht sich durch jeden einzelnen seiner Romane.
    Somit ist die Spannung pfutsch. Man erwartet die "spannenden" Wendungen bereits und wird nicht mehr überrascht.
    Mittlerweile ist Robert Hunter aber auch fern ab von seiner anfänglichen Arbeit. Zu Beginn der Reihe hat man noch viel über den Beruf des Rechtsmediziners erfahren, interessante Details und neues dazu gelernt. Mittlerweile fühlt es sich so an, als wäre dies nur noch schmückendes Beiwerk und Robert wäre doch lieber Vollzeit Ermittler. Denn die Darstellungen sind fernab jeglicher Realität. Sehr schade, denn der Gedanke des Rechtsmediziners welcher Fälle löst war höchst spannend. Leider wurde es immer uninteressanter und der Beruf zweitranig. Ich hoffe auf eine Neuerung im Band 5.

  6. Cover des Buches Wunder (ISBN: 9783423086547)
    R. J. Palacio

    Wunder

     (1.059)
    Aktuelle Rezension von: Sabrysbluntbooks

    Süsse Geschichte, man begleitet August an seinen ersten Tagen an einer öffentlichen Schule und seinem ersten Jahr dort mit allen höhen und tiefen. 

    Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch lässt sich gut lesen. Das Buch wird aus verschiedenen Sichten geschrieben, was noch interessant war. Aus August Sicht, seiner Schwester und seiner Freunde und zum Schluss ergibt es eine schöne Geschichte, die wichtige Themen anspricht und ein wenig zum nachdenken anregt. 

    Für alle die eine spezielle Geschichte über einen aussergewöhnlichen Protagonisten lesen möchten

  7. Cover des Buches Das Schweigen der Lämmer (ISBN: 9783453432086)
    Thomas Harris

    Das Schweigen der Lämmer

     (864)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Das Buch ist ein absoluter Klassiker, der in keinem Haushalt fehlen darf.  Immer wieder spannend 

  8. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.534)
    Aktuelle Rezension von: SonjaDeborahEisele

    Gute Geschichte!

  9. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.258)
    Aktuelle Rezension von: Seitenwelt
    Es ist definitiv eines von Stephen Kings Monumentalwerken. Aber seien wir ehrlich, wäre es wirklich noch so gut, wenn es nur halb so lang wäre? Es ist gerade der für Stephen King übliche langsame, aber stetige Aufbau der Spannung, der dieses Buch ausmacht. Treibt er es damit auf die Spitze? Ja. Natürlich. Aber was soll ich sagen, er kann es eben. Das ist seine große Stärke und das merkt man in dem Buch ganz deutlich.
    Aber beginnen wir am Anfang. In diesem Buch geht es - ganz kurz gesagt - um eine Gruppe Kinder, die eine unbekannte Macht jagen, die Menschen umbringt, und die als Erwachsene zurückkehren, um ihre Taten zu vollenden. Und doch geht es um so viel mehr.
    Wir haben hier eine Gruppe Kinder, die sich mit Morden konfrontiert sehen. Allein das ist schon eine höchst sonderbare Konstellation, zumal diese Kinder nichts besonderes an sich haben. Sie sind einfach nur ganz normale Kinder. Wir lernen diese Kinder auf den vielen Seiten dieses Buches sehr gut kennen, ihre Sorgen, ihre Gedanken, ihre Freuden, aber vor allem ihre Ängste. Hier kommt nun auch schon das erste leider: Leider liegt der Fokus so stark auf den Kindern, dass die meisten andern Figuren eher blass bleiben. Sie verschwimmen im Hintergrund und viele Personen, die für die Kinder wichtig sein sollten, werden sogar nur erwähnt. Die Kinder werden in ihrer eigenen kleinen, kindlichen Blase dargestellt, und nur diese gemeinsame Welt wird gezeigt. Nun ja, andernfalls wäre das Buch vermutlich noch deutlich länger geworden. Und zwar unterscheiden sich die Kinder in ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten sehr stark, der Fokus liegt aber ganz klar auf Bill. Die anderen Kinder haben ihre Momente, aber Bill ist die treibende Kraft, derjenige, der wirklich aktiv wird, derjenige, der alles vorantreibt und die Gruppe zusammenhält. Er ist allerdings auch derjenige aus der Gruppe, den Es am stärksten beeinflusst hat. Schnell wird für die Kinder klar, dass es nicht nur um Rache geht, sondern auch um ihr eigenes Überleben.
    Trotz seiner Länge verliert das Buch nie seine Spannung. Es ist keines der Bücher, von denen man sich nicht losreißen kann, die einen nachts nicht mehr schlafen lassen. Aber diese ständige, leichte Steigerung der Spannung hält einen die ganze Zeit bei der Stange. Was mich stellenweise völlig aus dem Lesefluss gerissen hat, waren die Perspektivwechsel mitten in der Szene, denen ich nicht immer ganz leicht folgen konnte. Aber auch das ist man von Stephen King ja gewöhnt.
    Die Auflösung und der Hintergrund der ganzen Geschichte waren höchst seltsam, Stephen King typisch eben. Obwohl ich mir an der Stelle tatsächlich noch etwas Erklärung gewünscht hätte, warum das denn alles so war und was es damit auf sich hatte. Aber das bleibt nun meiner Fantasie und Interpretation überlassen.
    Wie bereits erwähnt ging es in dem Buch um den Kampf gegen ein unbekanntes mörderisches Monster. Aber es geht um so viel mehr - und das wird sogar in einem Dialog im Buch aufgegriffen. Es geht um Freundschaften, Pflichtgefühl und um Kindheitsängste, und wie sie uns bis ins Erwachsenenalter hinein begleiten können, vielleicht sogar für den Rest unseres Lebens. Letzteres hat mich ganz besonders fasziniert. Wir wissen zwar als Erwachsene, dass es da kein Monster im Schrank oder unter dem Bett gibt (oder was auch immer einem als Kind Angst gemacht hat), aber wenn man dann in eine Situation kommt, in der man daran erinnert wird und in der es wieder so real erscheint… ist die Angst dann wirklich weg? Sind wir dann wirklich die rational denkenden Erwachsenen? Oder kommt das Kinder in uns wieder hervor, wenn wir an usnere Kindheit erinnert werden, und mit ihm all die Ängste? Sind diese Ängste als Erwachsene nicht sogar schlimmer, weil sie nicht in unser gefestigtes Weltbild passen, aber dennoch so echt erscheinen, es aber vernünftigerweise gar nicht sein können? Diese Themen ziehen sich durch das ganze Buch. Es sind Ängste, die jeder einzelne von uns verstehen und nachvollziehen kann. Und gerade das macht dieses Buch so mächtig. Es ist keine abstrakte Angst, die hier geschaffen wird, sondern eine verdammt reale, die in uns schlummert, und die man weckt.

  10. Cover des Buches Kind 44 (ISBN: 9783442481859)
    Tom Rob Smith

    Kind 44

     (748)
    Aktuelle Rezension von: Nimmie_Aimee

    In der Sowjetunion unter der Macht von Stalin gibt es offiziell keine Verbrechen. Und die Verbrechen die Begangen werden, werden als Unfall deklariert. So auch in Moskau 1953 als der Sohn von dem besten Freund des Geheimdienstoffiziers Leo Demidow tot aufgefunden wird. Der Obduktionsbericht ist deutlich, es kann kein Unfall gewesen sein. Nach und nach tauchen weitere Morde auf, die nicht als solche Ausgewiesen werden und Leo beginnt zu ermitteln. Damit stellt er sich aber dem Regime entgegen und gerät so selbst in Gefahr.

    Ein super tolles Buch! Ein packender Thriller, der einen nicht loslässt. Es lässt sich sehr gut lesen, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann. Die Geschichte ist grausam und brutal über die Ermordung von Kindern. Die Zeit in der Sowjetunion wird gut und glaubhaft dargestellt. Man kann sich gut vorstellen wie es dort wohl tatsächlich gewesen ist.

    Eine absolute Leseempfehlung!

    Es gibt auch einen Film dazu, den ich nach dem Buch gesehen habe. Mir hat er gut gefallen, tolle Schauspieler (Tom Hardy, Noomi Rapace, Gary Oldman) und das schreckliche Verbrechen wird gut umgesetzt. Man sollte das Buch aber vorher gelesen haben, da sonst einige Sachen die wichtig sind nicht deutlich genug rüberkommen. Der Film allein ist also etwas schwer verständlich. Aber in Kombination mit dem Buch ist er gut.

    Kind 44 ist der erste Teil (meines Wissens) einer Trilogie. Die anderen Bände habe ich noch nicht gelesen, freue mich aber schon drauf, denn ich bin gespannt wie es weitergeht. Man kann das Buch aber auch gut alleinstehend lesen.

  11. Cover des Buches Phantom (ISBN: 9783442461035)
    Patricia Cornwell

    Phantom

     (142)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Ich war dadurch, das ich die Reihenfolge der Bände vertauscht hatte, gespoilert worden, aber der Roman hat mir dennoch gut gefallen. Der Spannungsbogen hat mich überrascht und wirklich bis zum Ende durchgehalten (trotz Spoiler), allerdings hat mich der Fall an sich nicht besonders gefesselt und die Personen sind diesmal oberflächlicher behandelt worden als sonst, was ich schade fand.
  12. Cover des Buches Todesherz (ISBN: 9783426525326)
    Karen Rose

    Todesherz

     (265)
    Aktuelle Rezension von: Ghosttowner

    "Why dont we do it in the road?" - fragte einst Beatle John Lennon. Lucy und J.D. tun es. In einer dunklen Nebengasse. Das ist  bei Rose  die obligatorische Sexszene. wie in jedem ihrer Bücher. Außer dem diesmal gewählten Ort ist der Rest zu den anderen Romanen sehr identisch. Was danach folgt ist diesmal irgendwie recht spannungsarm und stellenweise sehr konstruiert. Obwohl die Grundidee nicht übel ,  erschöpft sich die Handlung in einer Aneinanderreihung von oftmals unglaubwürdigen Inhaltsplots.

    Fürwahr, nicht gerade ein "Highlight" aus der Karen Rosenschen Feder.

  13. Cover des Buches Wüstenblume (ISBN: 9783426789858)
    Waris Dirie

    Wüstenblume

     (1.524)
    Aktuelle Rezension von: Schokoladenteddy

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich vor einigen Jahren in der Schule das erste Mal von diesem Buch und Waris Dirie hörte. Seitdem wollte ich mehr über ihre Geschichte erfahren - und kann nur sagen, dass es sich definitiv gelohnt hat, dieses Buch zu lesen. Waris' Geschichte bewegt, regt zum Nachdenken an und rüttelt auf, wie es kaum eine andere (Auto-)Biographie schafft.


    Darum geht's in »Wüstenblume«:

    »Wüstenblume ist die faszinierende wahre Geschichte eines somalischen Mädchens, das als Kind durch die Hölle ging und später als internationales Top-Model Karriere machte. Es ist die Geschichte einer Befreiung, die Mut macht, für seine Träume zu kämpfen.Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt - ein Traum. Und ein Alptraum, denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. Im Alter von 13 Jahren flüchtet sie vor der Zwangsverheiratung mit einem Mann, der ihr Grossvater hätte sein können. In London wird sie schließlich als Model entdeckt - der Beginn einer märchenhaften Karriere. In Wüstenblume erzählt sie ihre Geschichte. Heute kämpft Waris Dirie mit ihrer Desert Flower Foundation gegen die Genitalverstümmelung, der heute noch täglich 600 Mädchen zum Opfer fallen sowie für die Rechte der afrikanischen Frauen.« 

    Original-Klappentext


    Meine Meinung:

    Gleich zu Beginn des Buches steht Waris - und auch wir Leser*innen - einem Löwen gegenüber. Was für ein Einstieg! Meine Neugier war gleich geweckt und wurde während weiten Teilen des Buches aufrechterhalten. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, was mich aber nicht störte, da auf diese Weise eine gewisse Nähe zu allen möglichen Leser*innen geschaffen wird.

    Die Ereignisse in Waris' Leben werden mehr oder weniger chronologisch beschrieben - manchmal wird etwas vorweggegriffen, manchmal eine Rückblende erzählt. Es bereitete mir jedoch keine Mühe, den Überblick über die zeitlichen Ereignisse zu halten. Ich fand es eher schwierig, die vielen Personen auseinanderzuhalten und richtig zuzuordnen. Teilweise werden Namen nur einmal erwähnt, weshalb auf eine genaue Nennung dieser Namen hätte verzichtet werden können. Das ist aber eher ein Detail.

    Waris als Person lernen wir natürlich sehr gut kennen. Ich finde sie als Persönlichkeit beeindruckend - es wird schnell deutlich, dass sie recht eigensinnig, aber auch ein familienbezogener Mensch ist und dass sie bereit ist, für ihre Ziele zu kämpfen. Damit war sie mir sehr sympathisch. Es gab nur wenige Szenen, in denen sie mir etwas naiv erschien, was aber auch mit ihrem kulturellen Hintergrund zusammenhängen könnte.

    Die verschiedenen Szenen des Buches werden sehr anschaulich beschrieben. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, das Ereignis mit Waris gemeinsam zu erleben, was mir sehr gefiel. Die Autorin behandelt dabei nicht nur ein Thema, sondern viele verschiedene: die Kultur und das Leben in Somalia und in Europa bzw. in den USA, das Verlassen der Heimat, das Sich-Zurechtfinden in einer neuen Heimat, behördliche Barrieren, die Karriere als Top-Model, die Arbeit als Botschafterin, etc. Das bekannteste Thema ist vermutlich die Beschneidung der Mädchen, die auch ein ganzes Kapitel im Buch einnimmt. Viele Szenen sind in meinen Augen sehr bewegend, ein paar erschreckend und andere wiederum witzig - und bilden damit eine gute Balance.


    Fazit:

    »Wüstenblume« ist ein bewegendes Buch über ein Nomadenmädchen aus Somalia, das sich zu einer starken Frau, einem gefragten Model und Botschafterin entwickelt. Einige Szenen waren sehr aufrüttelnd, diese werde ich bestimmt nicht vergessen. Da ich der Meinung bin, dass mehr über solche wichtigen Themen wie die Beschneidung von Mädchen in afrikanischen Ländern geredet werden sollte, empfehle ich dieses Buch gerne mit fünf Sternen weiter. Nicht geeignet für junge Leser*innen unter 14 Jahren.

  14. Cover des Buches Das Inferno (ISBN: 9783453675827)
    Richard Laymon

    Das Inferno

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Meeehlie
    Los Angeles wird von einem Erdbeben erschüttert. Danach beginnt das Grauen!

    Viele Menschen werden infolge des Erbbebens getötet und auch viele Häuser zerstört - daraufhin werden die größten Spinner und Psychopaten tätig.

    Wir begleiten mehrere Gruppen, welche zu ihren Familien zurückkehren möchten und erleben dabei jede Menge bizarre und gestörte Sachen.

    Nur um mal ein kurzes Beispiel zu geben: Ein völlig verstörte und aggressive Katze geht auf mehrere Menschen los und versucht diese wirklich zu töten!! Dann auch noch Menschen, welche sich unter den Autos verstecken und nach Leute, welche vorbeigehen, auf diese losgehen, auf diese mit Messern einhacken und noch mehr... Gruselig!

    Ich muss sagen, es war eine sehr bizarre Geschichte, welche man hier liest, doch wenn man darüber hinwegsieht, ist es ein typischer Richard Laymon. Ein grausig, gruseliger und spannender Teil!

    Es ist nicht für jeden etwas, doch wer auf solch unglaubwürdige - What the f*** - Geschichten steht, sollte diesen Band unbedingt lesen.
  15. Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)
    Bret Easton Ellis

    American Psycho

     (402)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Es ist Jahre her, dass ich „American Psycho“ gelesen habe. Trotzdem ist mir der Roman noch ziemlich gut in Erinnerung geblieben – vielleicht mehr, als mir lieb ist. Normalerweise breche ich Bücher nicht ab, aber hier war ich mehrmals kurz davor gewesen.

    Und nach dem Lesen habe ich zumindest verstanden, warum das Buch auf dem Index landete. Normalerweise finde ich diese Form der Bevormundung blöd. Aber wenn’s denn sein muss – packt eine FSK-Zahl drauf und fertig. Warum das in Sonderfällen nicht auch bei Büchern machen? Aber ich schweife ab.

    Während des Lesens hatte ich extrem widersprüchliche Gefühle. Es gibt ellenlange Beschreibungen völlig nichtiger Dinge, zum Beispiel das Aussehen von Visitenkarten – ob deren Farbe Elfenbein oder Eierschale ist, welche Schriftart verwendet wurde und so weiter. Es wird debattiert, in welches angesagte Restaurant man essen gehen soll, Bateman spricht viel über seine Lieblingsmusik und bestimmte LPs. Man verfolgt seitenweise seine Körperpflege und die Wahl seiner Kleidung. Kapitalismus ist ein durchgängig wichtiges Thema des Romans.

    Die scheinbar beliebigen Belanglosigkeiten plätschern so vor sich hin – und wechseln sich dann mit Batemans sadistischen Neigungen, seinen Sexorgien und seinen immer brutaler ausfallenden bestialischen Morden ab. Ich glaube, als das Buch damals erschien, war es ziemlich schockierend zu lesen, aber ebenso glaube ich, dass es auch heute noch schockiert. Denn in jeder Zeile schwingt eine grauenhafte Gleichgültigkeit mit, die Bateman als Erzähler suggeriert.

    „American Psycho“ kennt kaum Tabus, um seinen Protagonisten in all seinen Facetten darzustellen. Seine Sexualität, seine egomanischen Züge, seine Langeweile vom Leben, seine Gewaltbereitschaft, sein Drang zu töten – schonungslos stürzt Ellis seine Leser von seitenlanger Monotonie in Gewaltexplosionen und umgekehrt.

    Dabei ist der Roman nicht im klassischen Sinne spannend. Hier und da musste ich mich regelrecht durchquälen, weil einfach nichts passiert ist – nur um einige Seiten später eine neue brutale Aktion zu lesen. Insofern hat „American Psycho“ viele unterschiedliche Empfindungen in mir ausgelöst, von gelangweilt über schockiert und angeekelt bis hin zu beeindruckt.

  16. Cover des Buches Flucht (ISBN: 9783442471645)
    Patricia Cornwell

    Flucht

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Schnattchenx3

    Patricia Cornwells - Flucht ist vormals als als ein Mord für Kay Scarpetta veröffentlicht worden. Die Erstausgabe erschien 1990 in Englisch und 1992 in Deutsch. Damit ist dieses Buch nun mehr als 25 Jahre alt. Dies ist bezüglich der beschriebenen Techniken durchaus zu spüren, was jedoch kein Nachteil ist. 

    Um Dr. Kay Scarpetta handelt es ich um den Chief Medical Examiner in Richmond, Virgina. In einer Welt, die von Männern dominiert ist, ist Kay eine Ausnahme, die immer wieder auf Herausforderungen und Schwierigkeiten trifft.

    Diese Geschichte beginnt mit Briefen des Opfers, Beryl Madison, die ihren Tod bereits vorher sieht. Während sie sich auf der Insel Key West zum schreiben ihres Buches versteckt, schreibt sie auch an die unbekannte Person M. Nach dem Prolog startet der Fall nicht direkt am Tatort mit dem Fund der Leiche, sondern im Leichenschauhaus. Dem Leser wird anschaulich die Verletzungen und Todesumstände von Beryl dargelegt. Diese Stelle ist immer besonders wichtig und charakterisiert die Kriminalromane von Patricia Cornwell: der Mittelpunkt ist eine Chief Medical Examinerin, die mti den Opftern leidet und persönliches Interesse hat den Opfern Gerechtigkeit zu zuführen. 

    Aufgrund diesen persönlichen Hintergrunds ist es auch nicht überraschend, dass uns auf den gemeinsamen Weg mit Kay weitere persönliche Beziehungen und Konflikte begegnen. Zum einen gibt es Marino, ihr Partner der bei der Polizei, der für sich alleine schon ein Konflikt in sich darstellen kann. Durch die verschiedenen Ansichten reiben sich Kay und er immer wieder. Jedoch werden durch ihre kleinen Auseinandersetzungen neue Ermittlungsansätze geboren. In diesem Band taucht auch auf einmal Kays Jugendliebe Mark wieder auf. Das wirft sie aus der Bahn, insbesondere nachdem er irgendwie Teil des Falls wird. Kann Sie ihn trauen?

    Bis zum Schluss bleibt es ein Rätsel, warum Beryl den Mörder in ihr Haus gelassen hat - & warum weitere Personen sterben müssen. 

    In allem ein Buch voller Irrungen und Wirrungen, wo auf den ersten Blick nicht alles so ist wie es scheint.

  17. Cover des Buches Schnee, der auf Zedern fällt (ISBN: 9783455651430)
    David Guterson

    Schnee, der auf Zedern fällt

     (241)
    Aktuelle Rezension von: Dini94

    Zu Beginn des Buches befindet sich der Leser in einer Gerichtsverhandlung. Der japanischstämmige Amerikaner Kabou Minamoto wird wegen Mordes an einen amerikanischen Bürger angeklagt. Der Einzige der ihm eventuell helfen könnte, wäre der einarmiger Journalist namens Ishmael Chamber. Dieser jedoch befindet sich in Zwiespalt, denn seine Jugendliebe ist jetzt Kabou´s Frau.

    Der Klapptext deutet auf eine spannende Geschichte, jedoch wird der Leser sehr oft in die Vergangenheit zurück versetzt. Der Autor versucht mit den vielen Rücksprüngen, die damalige angespannte Situation zwischen Amerikaner und japanischstämmigen Amerikaner darzustellen.

    Das Gerichtsverfahren und die Mordaufklärung sind eher nebensächlich. Der Mordvorgang klärt sich auf die restlichen 100 Seiten. Tut mir Leid für den Spoiler. 

    Ja, es ist ein historischer Roman und ja, die Grundidee ist gelungen aber der Inhalt könnte etwas anders verpackt bzw. erzählt werden. Wem langwierige Lebensgeschichten gefallen, wird dieses Buch mögen.

  18. Cover des Buches Gesang der Toten (ISBN: 9783548263298)
    Stephen King

    Gesang der Toten

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    · • ● Inhalt eigene Worte ● • ·

    In diesem Buch befinden sich 9 unheimlich Kurzgeschichte von niemand geringeren als Stephen King.

    · • ● Schreibstil & Aufbau ● • ·

    ~ Erzähler Perspektive ~

    ● Kapitel ● 

    Das Buch ist in neun Kapitel eingeteilt. Mit 282 Seiten haben die Kapitel eine gute länge und sind nicht all zu kurz. Eine passende Überschrift ist über den jeweiligen Kapitel zu finden. Ansonsten ist das Innere ebenfalls schlicht gestaltet.

    ● Schreibstil ● 

    Der Schreibstil ist bereits hier typisch Stephen King. Die Geschichte beginnt vermeintlich ruhig und nimmt dann schnell an Fahrt auf, meist mit einem unerwarteten Ende. Der Schreibstil ist wie gewohnt fesselnd.

    ● Charaktere ● 

    Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und sind fest in der Geschichte integriert. Auch die Charaktereigenschaften werden durch den Schreibstil und die Beschreibungen gerade zu greifbar.

    · • ● Mein Fazit & Bewertung ● • ·

    Die Kurzgeschichten tragen die typische Stephen King Handschrift, welche mir wie gewohnt sehr zusagt. Die Ideen bzw. Geschichten sind außergewöhnlich, mit einer kleinen Prise Verrücktheit. Einfach King einzigartig. Einige Kurzgeschichte wurden sogar schon damals (ab 1982) verfilmt und zwar in der sogenannten "Creepshow". Auch diese Serie ist, wie das Buch, schon älter und ich habe bereits damals die verrückten Geschichten geliebt. Die Original VHS Kassetten dazu habe ich damals unendlich oft geschaut und auch heute liebe ich sie immer noch. Die Kurzgeschichte sind deshalb so toll, weil man schnell das typische Stephen King Ergebnis hat und dann gleich neun Mal, in kürzester Zeit. Ich bin schon, seit dem ich denke kann, eingefleischter Stephen King Fan. Dieses ältere Werk von ihm kann ich wieder klar empfehlen. 5/5🕷.

  19. Cover des Buches Auf der Spur des Bösen (ISBN: 9783548373256)
    Axel Petermann

    Auf der Spur des Bösen

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    · • ● Inhalt eigene Worte ● • · 

    In dem Buch berichtet Axel Petermann ausführlich über reale Vorfälle. Er analysiert die Täter und erstellte an Hand dessen Vergangenheit, Gegenwart und Handeln ein Profil. Mit diesem kann dann der Täterkreis eingegrenzt werden. Die Vorfälle reichen von extrem bis hin zu widerwärtig. 

    · • ● Schreibstil ● • · 

    Ich-Erzähler Perspektive

    Axel Petermann drückt sich sehr gewählt aus und man merkt dadurch schnell, dass er ein kluger Kopf ist. Ich persönlich finde den Schreibstil sehr ansprechend und er ist leicht zu lesen. Es befinden sich außerdem sehr viele Erläuterungen und Informationen in dem Buch.

    Zitat:

    Petermann, Axel: Auf der Spur des Bösen-Ein Profiler berichtet,

    1.Aufl., Ullstein,

    Berlin 2010.

    (Seite 165)

    "Letztendlich tödlich war die festgestellte Arterienverletzung, denn durch sie hatte Tom Howe fast die Hälfte seines im Körper zirkulierenden Blutes verloren. [...] Die spätere Untersuchung in der Ballistik, wie die waffentechnische Abteilung heißt, identifizierte das Projektil als ein Wadcutter-Bleigeschoss mit einem Durchmesser von 8,8 mm und einem Gewicht von 9,38 Gramm."

    · • ● Mein Fazit ● • · 

    Die Tatsache, dass er versucht alle Täter, nach deren Verurteilungen, im Gefängnis zu besuchen und auch die Opfer, teilweise, später besucht, verstärkt die Sympathie zu dem Autor. Daran merkt man, dass ihm die Opfer/Täter nicht egal sind und es lässt ihn ebenfalls sehr menschlich erscheinen. Auch seine Beschreibungen und die Vorgehensweise ist sehr gut durchdacht und ausführlich dargestellt. Für mich ein sehr interessantes Buch und ein professioneller, sympathischer Autor.  

     • ● Bewertung ● • · 

    Ich möchte hier eigentlich keine Bewertung abgeben, da diese realen Vorfälle keiner Unterhaltung dienen sollen oder nach Spannung abgegrenzt werden können.

    Deshalb wie immer, für die Recherche der Autoren und in Respekt vor den Opfern, fünf Sterne.

  20. Cover des Buches Washington Black (ISBN: 9783847900597)
    Esi Edugyan

    Washington Black

     (82)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>“Oh, aber das ist gar kein Grab, Kind“, raunte er. „Es ist ein Eingang, ein Übergang. Der Weg in die Zukunft. Hab keine Angst. Wir alle müssen hinabsteigen, bevor wir aufsteigen können.“<<
    „Washington Black“ von Esi Edugyan – ein Buch, zu dem es mir so so schwer fällt die richtigen Worte zu finden, die all das ausdrücken, was in mir tobt! Diese Geschichte ist nahezu poetisch erzählt, mit wundervollen Bildern, aber auch mit gewaltigen Bildern, auf die ich so nicht vorbeireitet war. Die Autorin schafft eine Atmosphäre, die so greifbar und schwer ist, dass es für mich kaum möglich war, mich dem Buch und dieser wortkräftigen, gewaltigen, einfühlsamen, ehrlichen Geschichte zu entziehen. Es ist nicht nur die Geschichte eines Sklavenjungen, letztlich spinnen sich hier so einige Fäden und führen zum großen Ganzen. Was bleibt und ist, und zwar von Beginn an, ist ein tiefer schwerer Schmerz, der mich sehr bewegt hat und sicher noch lange lange nachhallen wird...
    Für mich ist dieses Buch ganz klar eines meiner Lebens-Lese-Highlights🌟

  21. Cover des Buches Fleisch ist mein Gemüse (ISBN: 9783939716617)
    Heinz Strunk

    Fleisch ist mein Gemüse

     (433)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Laut den vorliegenden Rezensionen habe ich mir dieses Buch schenken lassen, weil ich es mir interessant und witzig vorstellte.

    Leider war es für mich nur zäh und langweilig. Es passiert ganz selten, dass ich ein Buch abbreche. „Fleisch ist mein Gemüse“ hier ist allerdings so eines. Ab der Hälfte habe ich seitenweise weiter geblättert, etwas gelesen, und wieder viele Seiten übersprungen. Die letzten paar Seiten habe ich wieder gelesen und nicht das Gefühl gehabt, dass mir etwas entgangen ist.

    Grundsätzlich erzählt der Autor ständig das Gleiche. Und das nicht einmal überzeugend witzig. Von einem Tanzabend zum nächsten, Alkohol, Glückspiel, keine Frauen, Gesicht mit Pickel, Mutter der es gesundheitlich immer schlechter geht, bis sie am Ende stirbt, Tagesablauf zum Kaputtmachen. Tja, das war es dann auch schon. 

    Wird das ganze Buch dafür verwendet zu beschreiben wie es bei dieser einen Tanzkapelle ablief, so war das Ende im Schnellverfahren erzählt. Innerhalb einiger Seiten trennt er sich von der Gruppe, Mutter stirbt, er zieht um und aus. 

    Dazu passt noch nicht einmal das Cover. Schade, für mich enttäuschend.

                                                                                                   

  22. Cover des Buches Mitternachtsfalken (ISBN: 9783404153237)
    Ken Follett

    Mitternachtsfalken

     (226)
    Aktuelle Rezension von: Lio-nara

    Die MI6 Agentin Hermia Mount bildet im besetzten Dänemark eine Untergrundbewegung namens Mitternachtsfalken. Diese übermitteln auf unterschiedlichen Wegen geheime Informationen an die Briten.

    Zunächst durch Zufall bekommt Harald Olufsen den Standort der neuen Radarstation des Feindes mit. Diese fängt die Fliegerangriffe der Briten ab und fügt diesen großen Schaden zu. Harald erfährt, dass einige seiner Freunde und dann auch sein Bruder Mitglieder der Mitternachtsfalken sind. Er versucht, diese zu unterstützen und zeichnet die Einzelheiten der Radarstation zur Übergabe an die Briten auf.

    Jedoch wird die Untergrundbewegung aufgedeckt und die dänische Polizei, die zum Teil mit dem Feind sympathisiert, verfolgt die Mitglieder mit äußerster Härte.

    Als Harald als einziger noch übrig ist, versucht er gemeinsam mit seiner Freundin Karen, die Pläne zu überbringen. Heimlich reparieren sie das Flugzeug von Karens Familie, um von Dänemark nach England zu kommen. Eine Truppe der deutschen Besatzung nimmt das Haus von Karens Eltern in Beschlag und erschwert die Reparatur und gefährdet die Operation. Harald und Karen gelingt es jedoch, den Deutschen Benzin für das Flugzeug zu stehlen und im letzten Moment können sie mit dem Flugzeug fliehen.

    Mit einer großen Schippe Glück und den letzten Kräften überbringen sie den Briten die Pläne. Hermia Mount kann diese der Regierung überbringen und das Blatt für die britischen Flieger wenden.

    Fazit: Ken Follett gelingt es, eine Masse an historischer Information in einen flüssigen und lockeren Roman zu verpacken. Besonders positiv für mich ist, dass es keine übertrieben emotionale Liebesgeschichte mit Geschichte gefüllt wurde, sondern alles sehr realistisch und trotzdem schön zu lesen ist.


  23. Cover des Buches Fratze (ISBN: 9783442542772)
    Chuck Palahniuk

    Fratze

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Gallert-Oktaeder
    „Fratze“ von Chuck Palahniuk, der vor allem als Autor der „Fight Club“-Buchvorlage bekannt wurde. Es ist das erste Buch, dass ich von dem Autor gelesen habe und es ist in jeder Hinsicht ein Extrem.

    Die Erzählstruktur ist extrem: Die Kapitel sind von Dutzenden Rück- und Vorblenden und Einschüben gezeichnet, der Schauplatz des Geschehens wechselt oft dreimal auf einer einzigen Seite.

    Die Sprache ist plastisch und extrem:

    „Den größten Teil meines bisherigen Erwachsenenlebens habe ich damit zugebracht, für einen Haufen Kohle die Stunde auf weißem Hintergrundpapier zu stehen, in Kleidern und Schuhen, mit frisierten Haaren und irgendeinem berühmtem Modefotographen vor mir, der mir erzählt, wie ich mich fühlen soll.
    Indem er mir zuschreit: Gib mir Lust, Baby.
    Blitz.
    Gib mir Hass.
    Blitz.
    Gib mir gleichgültiges existenzialistisches Ennui.
    Blitz.
    Gib mir ungezügelten Intellektualismus als Bewältigungsmechanismus.
    Blitz.“

    (Diese Stelle ist tatsächlich noch vergleichsweise harmlos, ich musste nun etwas aus der Amazon-Leseprobe nehmen, da ich das Buch nicht zur Hand habe. Man kann sich aber denken, in welche Richtung es geht.)

    Die Handlung ist extrem, in einem Ausmaß in dem die Grenze zur Glaubwürdigkeit des ganzen Geschehens sehr stark strapaziert wird und viele Szenen geradezu grotesk auf einen wirken. Nichtsdestotrotz ist das Geschehen, dass sich ein wenig wie ein entarteter Tarantinostreifen gestaltet faszinierend. Das ganze Buch ist ein Mosaik, dass zu Beginn in tausenden Scherben vor einem liegt und sich zum Schluss ineinanderfügt. Dabei driftet Chuck Palahniuk nie ins Völlig Absurde ab, sondern beschreibt mit so viel Detail und Fachwissen, dass man selbst die eigenartigsten Szenen und Wendungen, in gewisser Hinsicht nachvollziehen kann. Die Figuren, ihre Ideen und ihre Handlungen regen auch nach dem Beenden des Buches  zum Nachdenken an, was für mich persönlich immer ein Anzeichen für ein gutes Buch ist.

    Insgesamt war „Fratze“ für mich eine lohnenswerte Erfahrung. Ein paar Kürzungen und eine bessere Übersetzung hätten dem Buch meiner Meinung nach an einigen Stellen gut getan, sonst habe ich nichts zu bemängeln. Es ist ein Buch, dass man nicht so schnell vergisst.
    Danke Vater. Danke Gott.
  24. Cover des Buches Die letzten Kinder von Schewenborn (ISBN: 9783473476954)
    Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn

     (358)
    Aktuelle Rezension von: feliSS

    Als ich das Buch gelesen hatte, war ich wie in einem Trance. Es war Abends, kurz vor Mitternacht, ich war müde, aber wollte nicht schlafen. Ich wollte das Buch zu ende lesen! Als ich dann fertig war (übrigens, ich hatte deswegen schon paarmal Tränen vergossen), hatte ich das Gefühl, ich habe das so erlebt. Das war ganz komisch. Ich war so mitgerissen, es war so gut beschrieben, und die Schicksale gingen mir so ans Herz, dass ich das Gefühl hatte ich war dabei. Erst paar Minuten später habe ich realisiert, dass ich nicht dabei war, und das in dieser Form nicht passiert ist. (In Deutschland gab es noch keine Atombombe, nur in Russland und Japan, deshalb ist die Familie, die das erlebt, nur erfunden.) Trotzdem fühlte sich das wirklich echt an!! Nur ein kleiner Hinweis: Es sollten die richtigen Personen lesen. Wenn jemand sehr stark sensibel ist oder es hasst, von anderer Menschen leid zu erfahren, oder deswegen Albträume bekommen könnte, sollte er es lieber nicht lesen. Und ich finde das ehrlich gesagt auch nicht passend für einen Schulunterricht. Nicht jeder Schüler ist psychisch stark, dass er das ohne weiteres lesen könnte. 

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