Bücher mit dem Tag "entwicklung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "entwicklung" gekennzeichnet haben.

269 Bücher

  1. Cover des Buches Das Kind in dir muss Heimat finden (ISBN: 9783424632828)
    Stefanie Stahl

    Das Kind in dir muss Heimat finden

    (276)
    Aktuelle Rezension von: Berit-PaulineLehr

    Also, als Psychogin sollte man nicht unbedingt auffordern sich selber zu therapieren, gerade nicht bei einer so tiefliegenden Problematik.

    Ansich ein guter Ratgeber um zu verstehen was schief gelaufen ist oder schief laufen kann. 

    Es gab tatsächlich auch ein paar denkanregungen aber nicht unbedingt im Positiven. Man steht mit seinem grübeln dann alleine da. Auch ein Paar dinge die durchaus triggern können. Seinem Inneren Kind ist damit nicht wirklich geholfen. 

  2. Cover des Buches SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit (ISBN: 9783328111245)
    Yuval Noah Harari

    SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit

    (409)
    Aktuelle Rezension von: Franz_J__Bingenheimer
    • Ein faszinierendes Buch, das die Geschichte der Menschheit völlig neu beleuchtet. Harari erklärt komplexe Themen so klar, dass man ständig ins Nachdenken kommt. Für alle, die verstehen wollen, wie wir wurden, was wir sind – absolut empfehlenswert! „Wer über sich und die Welt nachdenken will, sollte dieses Buch lesen.“
  3. Cover des Buches Die unendliche Geschichte (ISBN: 9783522203104)
    Michael Ende

    Die unendliche Geschichte

    (7.071)
    Aktuelle Rezension von: Hari_T_

    Klar 😊 Hier ist die Rezension mit einem passenden Titel:

    🌟 Eine Reise in die Welt der Fantasie – Rezension zu Die unendliche Geschichte

    Die unendliche Geschichte von Michael Ende ist ein faszinierender Fantasy-Roman, der Leser jeden Alters in eine magische Welt voller Abenteuer und tiefgründiger Botschaften entführt. Im Mittelpunkt steht der schüchterne Junge Bastian Balthasar Bux, der ein geheimnisvolles Buch entdeckt und schließlich selbst Teil der Geschichte wird.

    Besonders beeindruckend ist die fantasievolle Welt Phantásien, die mit außergewöhnlicher Kreativität beschrieben wird. Figuren wie Atréju oder der Glücksdrache Fuchur bleiben lange im Gedächtnis. Gleichzeitig behandelt das Buch wichtige Themen wie Mut, Selbstvertrauen und die Kraft der Fantasie.

    Ein zentrales Motiv ist das „Nichts“, das die Fantasiewelt bedroht. Es kann als Symbol für den Verlust von Fantasie und Hoffnung in der realen Welt verstanden werden und gibt der Geschichte eine tiefere Bedeutung.

    Der Schreibstil ist lebendig und bildhaft, sodass man sich leicht in die Handlung hineinversetzen kann. Besonders originell ist die Idee, dass Leser und Geschichte miteinander verschmelzen – das macht das Buch einzigartig.

    Insgesamt ist Die unendliche Geschichte ein zeitloses Werk, das nicht nur spannend ist, sondern auch zum nachdenken anregt.

  4. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442717415)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (1.085)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Ich muss gestehen, dass „Die Geschichte der Bienen“ schon über 4 Jahre bei mir im Schrank lag. Jetzt allerdings habe ich mich bereit für den Roman von Maja Lunde gefühlt.

    In dem Roman geht es vereinfacht gesagt um Bienen. Die Geschichte der Bienen wird von drei Generationen betrachten. Dem 1870er, dem 2007 und der 2098. Konkret der Vergangenheit, der Gegenwart und auch der Zukunft.

    Es geht um die Beginne der Bienen und der Imkerei. Das spielt vorwiegend in der Vergangenheit. Wie die Bienen nützlich sind und wie man als Menschen und Bevölkerung von ihnen profitiere kann.

    Die Gegenwart betrachtet das Absterben der Bienen durch Krankheiten. Diese sind ausgelöst durch den Klimawandel und haben Auswirkungen auf die Welt und Lebensmittel.

    Der letzte Abschnitt ist die Zukunft. Hier sind die Bienen schon gestorben und es gibt keine mehr. Die Gesellschaft muss die Pflanzen händisch bestäuben, um noch den Prozess am Laufen halten zu können.

    Es ist wirklich sehr spannend und zeigt die Tragweite der Bienen und auch die Folgen mit dem Verlust dieser. Wirklich eine sehr wichtige Lektüre, welche gelesen werden sollte.

    Auf dem Cover ist eine kleine süße Biene abgebildet. 

  5. Cover des Buches Feel Again (ISBN: 9783736304451)
    Mona Kasten

    Feel Again

    (1.938)
    Aktuelle Rezension von: kat_rEads

    „Es gibt niemanden, der besser für mich ist oder den ich mehr will als dich, Sawyer. Niemanden.“

    „Ich wollte ihn auf Repeat stellen, diesen wunderschönen Moment, und ihn wiederholen, bis es in meinem Kopf nur noch Platz für ihn gab. Denn ich fühlte alles. Und ich fürchtete mich kein bisschen“ 


    Isaac sollte nur ein Projekt sein - doch ihr Herz hat andere Pläne!

    Sawyer Dixon ist jung, tough und eine Außenseiterin. Schon früh musste sie lernen, dass nicht alle einen mögen und das Leben hart sein kann. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie bis auf ihre Schwester Riley niemanden an sich heran. Doch als sie Isaac Grant auf einer Party kennenlernt, ändert sich das. Isaac schreit nach außen Nerd mit seiner Brille, seinen merkwürdigen Klamotten und seiner schüchternen, unbeholfenen Art.
    Also genau das Gegenteil von Sawyer.
    Isaac ist es leid, immer Körbe zu kriegen und Sawyer braucht unbedingt ein gutes Projekt für ihren Fotokurs - da liegt ein Deal zwischen beiden doch nahe: Sawyer verwandelt Isaac zu einem Bad Boy, dafür darf sie seine Entwicklung als ihr Fotoprojekt für ihr Studium nutzen. 

    Doch womit die toughe Sawyer nicht gerechnet hat, waren das Kribbeln in ihr und die intensiven Gefühle, die sich zwischen ihr und Isaac entwickeln. 


    Wo soll ich nur anfangen?

    Ich muss beichten, „Feel Again“ ist das erste Buch von Mona Kasten, das ich gelesen habe. Und jetzt im Nachhinein frage ich mich, wie ich so lange ohne sie konnte! 

    Ich wusste schon beim Lesen: ich brauche die anderen Bände der Again-Reihe🥰😍

    Ich habe schon mega viel gutes von dieser Reihe und natürlich auch von Mona Kasten gehört, aber irgendwie bin ich noch nie dazugekommen, ein Buch von ihr zu lesen. Aber das wird sich von nun an ändern! 


    Auf den ersten Seiten war ich noch etwas skeptisch Sawyer gegenüber, aber das hat sich schnell gelegt. Ihr Vergangenheit hat sie stark geprägt, weshalb sie so rebellisch drauf ist. Aber das ändert sich, sobald sie Isaac näher kennenlernt.

    Isaac ist von Anfang an einfach zum Gernhaben. Er wirkt sehr unbeholfen und unsicher, aber die Geschichte zeigt, er kann auch anders. Eigentlich braucht er nur jemanden, der ihn so nimmt, wie er ist und ihm etwas Selbstsicherheit gibt. 

    Er ist einfach soo liebenswert, was sich in seinem Verhalten Sawyer gegenüber aber vor allem auch seinen Geschwistern und seiner Familie gegenüber zeigt. Isaac geht so süß mit seinen kleinen Geschwistern um und zeigt sich dort ganz anders als anfangs zu erwarten. 

    Die beiden sind zwar so unterschiedlich, ergänzen sich aber dafür perfekt. Sie heilen einander und helfen sich gegenseitig, sich selbst zu finden und zu akzeptieren.
    Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden sehr! 

    Ich glaube bisher hatte ich bei noch keinem Buch so viele Tränen in den Augen. Ich habe gefühlt das halbe Buch durchgeweint.
    Die Geschichte hat so viel Tiefgang, damit hatte ich nicht gerechnet. Nicht nur Sawyers Kindheit sondern auch Isaacs Vergangenheit haben mich echt getroffen. Es gab so viel Gefühl, entweder mir wurde ganz warm ums Herz oder ich hatte Tränen in den Augen. Die Figuren und ihre Geschichte ist mit so viel Herz und Gefühl formuliert und hatte doch so viel Teifgang, ich kam gar nicht klar…🥹

    Mir fehlen ein bisschen die Worte, um meinen gesamten Eindruck von diesem unglaublichen Buch zu verfassen, aber ich kann sagen, das ist auf jeden Fall ein absolutes Highlight für mich😍
    Ich habe mir den Epilog extra noch einen Tag aufgehoben, damit ich länger in diesem Buch verweilen kann! 🥰

    Ich kenne zwar die anderen Bände der Reihe noch nicht, aber das wird sich schleunigst ändern und ich sage nachdem ich dieses Buch gelesen habe: Die Again-Reihe ist eine klares Muss und „Feel Again“ bekommt eine eindeutige Leseempfehlung von mir! 💗💕


  6. Cover des Buches Flawed – Wie perfekt willst du sein? (ISBN: 9783596033836)
    Cecelia Ahern

    Flawed – Wie perfekt willst du sein?

    (1.199)
    Aktuelle Rezension von: Books_of_san

    Mir hat der erste Teil dieser Dystopie sehr gefallen und ich freue mich auf Band zwei. Das System, welches hier geschildert wurde, ist gut durchdacht und die ganzen politischen Intrigen machen es umso spannender und unvorhersehbarer. Man hat jeden wegen irgendetwas im Verdacht und fragt sich welche Überraschung nun als nächstes folgt. Absolute Leseempfehlung!

  7. Cover des Buches Love Letters to the Dead (ISBN: 9783570311295)
    Ava Dellaira

    Love Letters to the Dead

    (1.011)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Ich fand das Buch im Bücherschrank und hatte keine Erwartungen daran. Dieses Jugendbuch hatte ein sehr interessantes Thema und war gefühlvoll geschrieben. Der Schreibstil war sehr flüssig und gut zu lesen. 

    Mich hat es berührt. Doch es gab immer mal kleine Längen. Daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung. 


  8. Cover des Buches Meine geniale Freundin (ISBN: 9783518473863)
    Elena Ferrante

    Meine geniale Freundin

    (689)
    Aktuelle Rezension von: Egata

    Eines meiner Lieblingsbücher. Die Inhaltsangabe klingt wenig aufregend. Elena und ihre Freundin Lila wachsen im Neapel in der Nachkriegszeit auf, zwischen Mafia und Familienfehden. Aus der Sicht des Kindes und der Jugendlichen erzählt Elena von Höhen und Tiefen des täglichen Lebens, vom Erwachsenwerden und der Armut, aus der sie versucht herauszukommen, indem sie um gute Bildung kämpft. Die Autorin wechselt öfter die Perspektive und erzählt scheinbare Kleinigkeiten so spannend, dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich hatte es mir geliehen, aber dann sofort den Folgeband gekauft, auch, weil so viele Fragen offen blieben. 

  9. Cover des Buches Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (ISBN: 9783596033744)
    Rachel Joyce

    Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

    (1.385)
    Aktuelle Rezension von: Herzenswege

    Die Handlung beginnt sanft und ohne besondere Spannung, schafft es aber einem rasch in ihren Bann zu ziehen. Harold läuft einfach los quer durch England, um ? Wegzulaufen - oder eine Kranke zu retten? Oder? Die Autorin führt den Leser, die Leserin wunderbar sensibel in die Innenwelten der Hauptpersonen Harold und Maureen und lässt uns miterleben wie Harold während seiner Reise seine eigene Geschichte und sein Leben reflektiert und sich entscheidende Fragen zum Leben stellt. Die täglichen Herausforderungen eines Lebens alleine auf der Straße, die Kontakte zu anderen Menschen und die Naturerlebnisse vermitteln eine ganz besondere Atmosphäre welche den Leser, die Leserin Harolds Gefühle, Tragik, Hilflosigkeit aber auch Mut, neue Hoffnung sowie Freude und Liebe miterleben lassen.

    Mich hat das buch beeindruckt und berührt - 5 Sterne

     

  10. Cover des Buches Origin (ISBN: 9783404177141)
    Dan Brown

    Origin

    (629)
    Aktuelle Rezension von: Mitterwallner


    Das Thema der Geschichte, wo wir Menschen herkommen und wo wir hingehen ist hochaktuell. Ein bekannter Wissenschaftler wird kurz vor der Enthüllung seiner bahnbrechenden Erkenntnis zum Ursprung ermordet. Es deutet sich schon früh an, dass die katholische Kirche etwas gegen seine Pläne gehabt haben könnte. Der Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion ist auch in dieser Geschichte dominierend.

    Wie vom Autor gewohnt, rasant spannend, ohne Unterbrechung. Den einzelnen Figuren wird gekonnt Leben eingehaucht, was sie gleich authentisch macht.


    Ein klassischer Dan Brown – gerne das nächste Buch!

  11. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783328100454)
    Arthur Golden

    Die Geisha

    (2.948)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Geschichte steht das Fischermädchen Chiyo/Sayuri, das in den 1930er‑Jahren von ihrem Vater nach Kyoto verkauft wird und daraufhin die Gelegenheit erhält sich zur Geisha ausbilden zu lassen. Die Handlung erzählt von Sayuris Weg zur Geisha voller Intrigen, Rivalitäten, politischer Umbrüche und emotionaler Abhängigkeiten. Hierbei wird auch ein Fokus auf ihre Ausbildung gelegt und die Ausführungen spannen sich über Jahrzehnte, beginnend beim Vorkriegsjapan, über den Zweiten Weltkrieg bis in die Nachkriegszeit.
    Sayuri und ihre persönliche Entwicklung, einhergehend mit dem gesellschaftlichen Wandel, stehen klar im Fokus und sind realitätsnah mit viel emotionaler Tiefe dargestellt, was durch die Ich-Perspektive optimal unterstützt wird. Relevante Nebenprotagonisten wie z.B. Hatsumoto, Nobu, Mameha oder der Direktor bereichern die Handlung und unterstützten die Entwicklung der Hauptprotagonistin sehr gut.
    Wer historische Romane mit hoher emotionaler Tiefe vor einem interessanten kulturellen Hintergrund mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist detailreich, bildreich und unterstützt sowohl den Lesefluss als auch die dichte Atmosphäre des Buches sehr gut.
    Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.

  12. Cover des Buches Fire & Frost, Band 2: Vom Feuer geküsst (ISBN: 9783473585717)
    Elly Blake

    Fire & Frost, Band 2: Vom Feuer geküsst

    (266)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Im Norden fiel der Frost einst sacht,
    der Thron zerbrach in kalter Nacht.
    Arcus und Ruby, Hand in Hand,
    befreiten etwas – ungeplant.

    Der Minax, dunkel, wild, entfacht,
    hat sich nun frei den Weg erdacht.
    In Tempesien treibt er sein Spiel,
    sein Ende scheint das große Ziel.

    Doch nur durch seinesgleichen Macht
    wird dieses Wesen umgebracht.
    Ein zweiter lebt im Feuerreich,
    dorthin führt Rubys Weg sogleich.

    Nach Sudesien sie mutig reist,
    wo Glut und Blut das Land umkreist.
    Die Firebloods, voll Kraft und Zorn,
    doch auch Gefahren, neu geborn.

    Die Welt, so reich an Mythos, Klang,
    erzählt vom Anfang – alt und lang.
    Hier zeigt sich Fantasie so klar,
    wie schöpferisch die Reise war.

    Doch manches wirkte allzu schlicht,
    vorhersehbar in mancher Sicht.
    Dass Ruby mehr als Feuer trägt,
    hat früh sich leise schon geregt.

    Ein neuer Name: Kai tritt ein,
    bringt frischen Wind ins Herz hinein.
    Sympathisch, ja – das ist gewiss,
    doch fehlt der Funke, der ihn riss.

    Ein Spiel zu dritt, das spannend klingt,
    doch hier nicht ganz zum Leben springt.
    Denn Glauben braucht es, fein gewoben,
    statt lose Fäden, kaum erhoben.

    Und Arcus, einst so stark, so nah,
    tritt hier zu selten wirklich da.
    Ein Schatten nur von alter Glut –
    das schmerzt beim Lesen, tut nicht gut.

    So bleibt ein Band mit Licht und Glanz,
    doch nicht ganz frei von Dissonanz.
    Ein Feuer, das zwar weiterglüht,
    doch nicht durchgehend hell erblüht.

  13. Cover des Buches The Darkest Gold – Die Kämpferin (ISBN: 9783499011535)
    Raven Kennedy

    The Darkest Gold – Die Kämpferin

    (167)
    Aktuelle Rezension von: Nefina

    Ich glaube, ich war selten so zwiegespalten bei einem Buch und gleichzeitig so invested.

    Der Anfang?
    Es passiert ewig nichts, fühlt sich super nach Übergangsband an ,viel Verarbeitung, viel Vergangenheit, wenig „Plot geht voran“.

    ABER.

    Und das ist ein großes aber.

    Ich liebe diese Reihe mittlerweile einfach zu sehr, um mich davon wirklich stören zu lassen.

    Glow ist weniger Action und mehr Schmerz, Heilung und Charaktertiefe.
    Vor allem Slades Vergangenheit? Hat mich komplett gebrochen.
    Und Auren ihre Entwicklung? So ruhig, so verletzlich, aber gleichzeitig so stark.

    Ich mochte total, dass sich hier Zeit genommen wurde.
    Auch wenn es sich zwischendurch gezogen hat, hat es sich irgendwie richtig angefühlt.

    Und dann kommt dieses Ende und reißt dich einfach komplett aus dem Leben.
    Plötzlich ist alles wieder Chaos, Angst und „WAS ZUR HÖLLE PASSIERT JETZT??“

    Fazit:
    Ja, es ist ein langsamer Band.
    Ja, es fühlt sich stellenweise wie ein Übergang an.
    Aber die Emotionen, die Charakterentwicklung und dieses Ende haben mich trotzdem komplett abgeholt.

    Und seien wir ehrlich:
    Ich bin längst viel zu tief drin, um jetzt noch auszusteigen 😭🖤

  14. Cover des Buches The Book of Life - Das Buch der Nacht (ISBN: 9783764533366)
    Deborah Harkness

    The Book of Life - Das Buch der Nacht

    (339)
    Aktuelle Rezension von: Simply_Another_Bookaholic

    Nach ihrer gefährlichen Zeitreise ins London der elisabethanischen Ära kehren Diana Bishop und Matthew Clairmont in die Gegenwart zurück. Doch anstatt zur Ruhe zu kommen, werden sie sofort mit neuen Gefahren und alten Feinden konfrontiert. In Sept-Tours, dem Stammsitz von Matthews Familie, finden sie zwar Verbündete und vertraute Gesichter wieder, müssen jedoch auch einen schmerzhaften Verlust verkraften, der vor allem Diana tief erschüttert.

    Während im Hintergrund dunkle Mächte agieren, schafft es Autorin Deborah Harkness es immer deutlicher zu machen, dass das Rätsel um das geheimnisvolle Manuskript Ashmole 782 noch längst nicht vollständig gelöst ist. Um die Zukunft der magischen Welt zu sichern, müssen Diana und Matthew die fehlenden Seiten finden und deren wahre Bedeutung entschlüsseln. Dabei geraten sie in einen gefährlichen Strudel aus Intrigen, Machtkämpfen und uralten Geheimnissen.

    Ich habe "The Book of Life" als emotionalen Band erlebt. Die Handlung ist spannend, vielschichtig und bringt zahlreiche Entwicklungen mit sich. Besonders gefallen hat mir, wie die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verwoben und viele Fragen endlich klarer werden.

    Die Charakterentwicklung von Diana und Matthew wirkt authentisch und tiefgehend, ihre Beziehung gewinnt spürbar an Reife. Gleichzeitig bleibt die Geschichte voller Dynamik, Magie und überraschender Wendungen. 

    Für mich ist dieses Buch ein starkes Bindeglied innerhalb der Reihe, das neugierig auf alles macht, was noch folgen wird.

  15. Cover des Buches Oje, ich wachse! (ISBN: 9783442178230)
    Hetty van de Rijt

    Oje, ich wachse!

    (96)
    Aktuelle Rezension von: DerKleinesz

    'Oje, ich wachse' wurde uns von unserer Hebamme empfohlen, vorher kannten wir dieses Buch gar nicht. Vorab kann ich schon mal sagen, dass wir froh sind, ihrer Empfehlung nachgekommen zu sein.

    Nach einer kurzen Einleitung werden in mehreren Kapiteln auf die geistigen Sprünge eines Babys eingegangen. Dabei wird beschrieben, welche Schwierigkeiten und Merkmale der Sprung mit sich bringt und wann der Sprung zu erwarten ist. Auch an praktischen Tipps mangelt es nicht.
    Am besten hat mir gefallen, dass in jedem Kapitel eine Checkliste verfügbar ist, welche zu welchen Aktionen das Baby nach dem Sprung imstande sein könnte. Anhand dieser Liste konnten wir genau beobachten, dass unser Baby tatsächlich nach einer schwierigen Phase die eine oder andere Fähigkeit neu erworben hat.

    Das Buch gab uns mehr Selbstsicherheit, in den schwierigen Phasen mit dem Baby gut zurechtzukommen. Dies war so wertvoll für uns, dass wir es nicht bereut haben, das Buch gekauft zu haben, auch wenn das Buch in meinen Augen einige Schwächen hat.

    Eine der Schwächen des Buches sind die Wiederholungen der Eigenschaften der schwierigen Phase. Denn um Grunde besteht sie darin, dass im Gehirn des Babys umstrukturiert wird, die Welt des Babys auf den Kopf gestellt wird und es deshalb mehr zu Mama und Papa will, wo es geborgen ist. Dies wird meines Erachtens zu oft wiederholt.
    Des Weiteren erweckt die Checkliste zu hohe Erwartungen, was das Kind nach jedem Sprung können sollte, auch wenn im Buch betont wird, dass es auch in OK ist, dass das Baby die betroffenen Aktionen erst später ausführen kann.

    Insgesamt ist es ein gutes Sachbuch, welches über das Verhalten eines Babys in den ersten Monate aufklärt.

  16. Cover des Buches Der Junge muss an die frische Luft (ISBN: 9783492312394)
    Hape Kerkeling

    Der Junge muss an die frische Luft

    (390)
    Aktuelle Rezension von: SeverusNyssen

    Der Junge muss an die frische Luft“ ist nicht einfach nur eine Autobiografie, sondern eine liebevoll erzählte Erinnerung an die prägenden Jahre des jungen Hape Kerkeling. Von der ersten Seite an nimmt er seine Leser*innen mit in die Welt des Ruhrgebiets der 1970er-Jahre – eine Welt voller Currywurstbuden, Nachbarschaftsleben, rauer, aber herzlicher Menschen und einer Familie, die ebenso Halt wie Bruchstellen bereithält.


    Besonders beeindruckend ist, wie Kerkeling es schafft, kindliche Perspektive und erwachsene Reflexion miteinander zu verweben. Man liest von seiner frühen Begabung für Humor und Imitation, von ersten kleinen Auftritten vor der Familie, und spürt zugleich die Schattenseiten seiner Kindheit: die Depression und den viel zu frühen Tod seiner Mutter, die Leere, die dieses Ereignis hinterlässt, und die Suche nach einem Platz im Leben. Trotz dieser Schwere verliert das Buch nie seinen leichten Ton – es gibt immer wieder Szenen, die zum Schmunzeln bringen, weil sie mit feinem Humor und Selbstironie geschildert sind.


    Das Faszinierende ist, dass Kerkeling weder verklärend noch bitter schreibt. Er blickt ehrlich zurück, ohne zu urteilen. Gerade dadurch entsteht eine Nähe, die berührt: Man fühlt mit dem kleinen Hans-Peter, wenn er in der Enge der Wohnung nach Luft schnappt, aber auch, wenn er durch seine Fantasie ganze Wohnzimmer in Bühnen verwandelt.


    „Der Junge muss an die frische Luft“ ist ein Buch, das zeigt, wie aus Schmerz Kreativität wachsen kann, wie Humor zum Überlebensmittel wird und wie Erinnerungen – so traurig sie auch sein mögen – getragen sind von Liebe und Dankbarkeit. Es ist ein sehr persönliches Werk, das nicht nur Fans von Hape Kerkeling anspricht, sondern alle, die Geschichten über Kindheit, Verlust und die Kraft des Humors schätzen.


  17. Cover des Buches Krieger des Feuers (ISBN: 9783641074777)
    Brandon Sanderson

    Krieger des Feuers

    (232)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Ein Jahr ist vergangen, seit Kelsiers Diebesbande den obersten Herrscher gestürzt haben und damit die Skaa im letzten Reich aus ihrer Unterdrückung befreit haben. Elant Wager ist der neue König und Vin, die mächtigste Nebelgeborene des Landes, an seiner Seite. Elant steht eine große Aufgabe bevor, denn Luthadel wird gleich von zwei Armeen belagert. Einen Adligen aus dem westlichen Dominium und von seinem Vater Straff Wager. Beide wollen die Stadt erobern, denn es hat sich herumgesprochen, dass die Stadt einen großen Vorrat an Atium bewahrt, das mächtigste Metall, was es gibt.

    Vin sieht eine weitere Gefahr. Seit dem Tod des obersten Herrschers verändert sich der Nebel und sie befürchtet, dass der Dunkelgrund zurückkehrt, welcher der oberste Herrscher vor so vielen Jahren eigentlich besiegt hatte.

     

    Wie schon der erste Band erwartet dem Leser hier auch eine epische, fantastische Reise. Der Schreibstil des Autors hat mich direkt wieder eingezogen und die bildhaften Beschreibungen lassen die Welt vor meinem inneren Auge entstehen. Man trifft auf liebgewonnen Figuren wieder. Nur hat mir eine Figur schmerzlich gefehlt. Kelsier empfand ich als so gute Figur im ersten Band und habe so gern aus seiner Sicht gelesen. Ich fand es sogar schade, dass er weniger Anteil als Vin hatte. Und irgendwie habe ich ihn im zweiten Band sehr vermisst, wenn er auch zu Legende geworden ist und somit irgendwie auch weitergelebt hat. Denn sein Name und sein Andenken werden oft erwähnt.

     

    Die beiden Hauptperspektivenfiguren waren hier Vin und Elant. Aus Vins Sicht habe ich wieder gerne gelesen, auch wenn ich sie ab und an etwas schwierig fand. Sie hat oft an sich gezweifelt und sich immer wieder gesagt, dass sie nicht gut genug für Elant ist. Dazu kam, dass sie einen anderen Nebelgebornen kennengelernt hat, der ihre eine andere Sichtweise eröffnet hat, als in der sie gerade lebt. Sie hat sich gegen seine Ansichten gewährt, aber er hat immer weitere seinen Stachel in sie getrieben.

    Von ihm gab es auch ein paar Abschnitte aus seiner Perspektive. Ich fand ihn recht interessant, aber bei weiten nicht so wie Kelsier. Dafür war mir der Typ dann doch zu seltsam.

    Mit Elant konnte ich ja im ersten Band weniger anfangen, wenn ich ihn auch nicht schlecht fand. Es war hier ganz interessant zu erfahren, wie er sich als König macht. Denn man hat deutlich seine Entwicklung miterlebt, wie er anfangs eigentlich wenig für dieses Amt geeignet war, aber dann durch Hilfe und inneren Wachstum darin aufgegangen ist. Durch seine Perspektive kann ich ihn inzwischen besser verstehen und konnte deshalb auch mehr mit ihm anfangen. Manchmal habe ich über seine idealistischen Ansichten zwar die Augen verdreht, aber das gehört zu seiner Figur und er weiß es selbst.

    Als dritte wichtige Perspektivenfigur ist Sazed aufgetreten – der Bewahrer aus Terrisien. Er hat in dem Buch auch eine immer wichtigere Rolle eingenommen. Anfangs fand ich seine Perspektive ziemlich langweilig, weil er sich erneut mit der Prophezeiung um dem Helden aller Zeiten beschäftigt hat. Es fühlte sich wiederholend, langwierig und nicht sonderlich gehaltvoll an. Zumal man ja immer vor dem Kapitel einen kurzen Ausschnitt in Kursiv von einem früheren Bewahrer hatte, der über den damaligen Helden gesprochen hat. Nicht nur, dass ich die Texte verwirrend fand, fand ich sie auch sehr wiederholend. Die haben mich mehr gestört, alles andere. Und dann kam noch Saze mit seinen Studien dazu… es wurde erst spannend, als man gemerkt hatte, dass irgendwas mit dem Nebel nicht stimmt und dies noch einmal einen ganz neuen Plot herausgekommen ist.

     

    Demensprechend muss ich erneut als Kritikpunkt anbringen, dass ich es manchmal etwas langatmig fand. Es gab Abschnitte, wo gefühlt nicht viel passiert ist oder die sich sogar wiederholt haben.

    Ich fand zum Beispiel den Handlungsstrang mit dem Verräter, der in Form eines Kandras unter die Mannschaft sich gemischt hat, spannend. Aber einerseits wurde das nur halbherzig verfolgt und führte auch zu wenigen Ergebnissen. Als dann schließlich herauskam, wer es war, war das einerseits zwar ziemlich gerissen vom Autor gemacht, aber trotzdem nicht umhauend. Irgendwie musste es am Ende darauf hinauslaufen. Ich hätte mir gewünscht, dass etwas mehr und Konkreteres in die Richtung passiert. Vin hat zwar versucht einige auszuschließen und ermittelt, indem sie mit diesen redet, aber so wirklich etwas dabei rausgekommen, ist nicht.

     

    Fazit: Das Ende macht auf jeden Fall neugierig, wie es nun weitergeht. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber es kein Highlightgefühl in mir ausgelöst. Irgendwie fehlt mir der letzte Funke dazu. Ich mag die Geschichte sehr, besonders die Figuren, die Idee mit der Magie und den Schreibstil, aber es überzeugt mich nicht komplett. 4 Sterne.

  18. Cover des Buches The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot. (ISBN: 9783328103271)
    JP Delaney

    The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.

    (386)
    Aktuelle Rezension von: Gin_a

    hab das buch im urlaub gelesen und es war schon fesselnd und eine interessante idee. auch die abwechslung zwischen der vorherigen und der jetzigen frau und auch, dass beide charaktere eine gewisse tiefe besitzen. jedoch war es teilweise ein wenig zu lang, und ohne die gänsefüßchen bei den rückblicken war mein lesefluss ein wenig unterbrochen.

    die idee, eines hauses mit system, minimalismus und alles war jedoch interessant und ich denk auch nach dem beenden das buches teilweise darüber nach- natürlichen nur bis zu einem gewissen grad, aber was brauchen wir eigentlich wirklich? was ist unverzichtbar?

    naja, ob ich das buch empfehlen würde, weiß ich dennoch nicht. Da gibt es doch spannendere Bücher, mit einem angenehmeren Lesefluss und Schreibstil. Schlecht war es jedoch auch nicht, deshalb 3 Sterne.

  19. Cover des Buches Spiel der Zeit (ISBN: 9783453471344)
    Jeffrey Archer

    Spiel der Zeit

    (504)
    Aktuelle Rezension von: Universum_der_Woerter

    Der Auftaktband Spiel der Zeit aus Jeffrey Archers Clifton-Saga entführt den Leser in das England des frühen 20. Jahrhunderts und beginnt mit der Geschichte von Harry Clifton. Harry wächst ohne Vater auf, lebt mit seiner Mutter Maisie und den Großeltern bei seinem Onkel – in einfachen Verhältnissen und ohne große Perspektiven. Doch Harry besitzt ein außergewöhnliches Talent: Seine einzigartige Gesangsstimme verschafft ihm ein Stipendium für eine Eliteschule.


    Harry ist eine bemerkenswerte Figur. Zielstrebig, wissbegierig und klug kämpft er sich Schritt für Schritt aus seiner schwierigen Herkunft heraus. Besonders spannend ist die Erzählweise des Buches: Zunächst erlebt man die Handlung aus Harrys Ich-Perspektive, was eine direkte Nähe zu ihm schafft. Später wechselt die Erzählform jedoch, was anfangs etwas irritierend wirkt, sich im weiteren Verlauf aber als geschicktes Mittel entpuppt.


    Denn nach und nach kommen weitere Figuren zu Wort, darunter auch Maisie Clifton, Harrys Mutter. Durch diese verschiedenen Perspektiven verknüpfen sich die Handlungsstränge kunstvoll miteinander. Die Geschichten überschneiden sich, ergänzen sich und lassen so ein vielschichtiges Bild entstehen.


    Besonders beeindruckend ist der Aufbau des Romans: Die Erzählstränge sind so geschickt miteinander verwoben, dass man als Leser stets wissen möchte, wie es weitergeht. Der Roman lebt von seinen Figuren, ihren Träumen und Herausforderungen – und von der Art, wie ihre Geschichten ineinandergreifen.


    Ein gelungener Start einer Familiensaga, die Lust auf mehr macht.

  20. Cover des Buches Dunkelgrün fast schwarz (ISBN: 9783328104841)
    Mareike Fallwickl

    Dunkelgrün fast schwarz

    (347)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    Der Debütroman „Dunkelgrün fast schwarz“ von Mareike Fallwickl erschien 2018 im Frankfurter Verlagsanstalt Verlag. Auf knapp 480 Seiten thematisiert sie Themen wie Freundschaft, Abhängigkeit, erste Liebe und wie schnell die Grenze zwischen Hingabe und Selbstaufgabe verschwimmen kann. Es war ist mein erstes Buch der Autorin, obwohl ich ihr schon länger auf Instagram folge. Genau deshalb hatte ich bestimmte Erwartungen: eine moderne, feministische Stimme, schwere Themen und das alles in ihrer unverwechselbaren Sprache. Dass mich der Roman dann sofort packen würde, hatte ich trotzdem nicht erwartet.

    Im Zentrum steht die Freundschaft zwischen Moritz, Raffael und Johanna. Die Geschichte springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Jugend und späterem Wiedersehen. Parallel dazu wird die Geschichte von Moritz Mutter Marie erzählt. Gerade die Lebensrealitäten der Frauenfiguren werden dabei so eindringlich erzählt, dass man sie lange im Gedächtnis behält. Erzählt werden die Kapitel wechselnd aus der Perspektive von Moritz, Johanna und Marie, wodurch die Figuren eine besondere emotionale Tiefe bekommen. Raffael dagegen bleibt einem beim Lesen immer etwas fremd und wirkt fast geheimnisvoll.

    Was mich schon nach wenigen Seiten komplett abgeholt hat, war die Sprache. Mareike Fallwickl schreibt ungeschönt und legt den Finger direkt in die Wunde.

    „Irgendwann wirst du erkennen, dass manche Menschen nur leuchten, indem sie andere ins Dunkle schubsen.“

    Manche Sätze wirken beiläufig und bleiben einem trotzdem im Kopf.

    „Die Stille ist wie Gelee, das in die Ohren rinnt und sie verschließt.“

    Dazu kommen die österreichischen Begriffe und regionalen Eigenheiten, die den Roman realistisch wirken lassen. Die Sprache trägt die isolierte Atmosphäre des Bergdorfs, die Enge und Schwere, die über der ganzen Geschichte liegt.

    Besonders beeindruckt hat mich aber die Darstellung der widersprüchlichen Freundschaft zwischen den Figuren. Beim Lesen war ich gleichzeitig wütend, verzweifelt und fassungslos. Warum reagiert Moritz so spät? Warum hilft Marie nicht konsequenter? Warum lässt Johanna sich so behandeln? Diese Fragen haben mich permanent begleitet – und genau darin liegt für mich die Stärke des Romans. Er zwingt einen dazu, über die eigenen Grenzen nachzudenken. Darüber, was man selbst in Freundschaften oder Beziehungen entschuldigt, relativiert oder viel zu lange hinnimmt, obwohl längst klar ist, dass etwas zerstörerisch geworden ist und einem nur noch wehtut. 

    Dabei hilft auch, dass sich der Roman auf wenige zentrale Figuren konzentriert. So bekommen alle ihre Charaktere den Raum, den sie brauchen, um greifbar zu wirken. Selbst Nebenfiguren, wie Raffaels Mutter, hinterlassen Spuren. Man merkt außerdem in jedem Detail, dass die Autorin die beschriebene Gegend kennt und liebt.

    Trotz meiner Begeisterung hatte ich zwei Kritikpunkte. Zunächst die Länge des Romans. Mit knapp 500 Seiten fühlt sich die Geschichte an einigen Stellen sehr lang an und ich glaube, dass man auch mit 100 Seiten weniger denselben emotionalen Effekt hätte erzielen können. Manche Passagen ziehen sich etwas und ich habe bemerkt, dass ich nicht mehr jedes Wort aufmerksam gelesen habe.

    Das Ende hat mich leider ebenfalls zwiegespalten zurückgelassen. Die Aussprache zwischen den Figuren wirkte klischeehafter als der restliche Roman. Nach all der emotionalen Härte fühlt sich das Ende fast zu versöhnlich an, auf jeden Fall weniger mutig. Vielleicht hat die Autorin Moritz auch nur ein rundes Ende nach all‘ seinem Schmerz gegönnt. Aber auch Raffaels plötzliche Wandlung gegenüber Johanna habe ich nur schwer schlucken können.

    Dunkelgrün fast schwarz ist ein eindringlicher Roman über toxische Dynamiken, Selbstzerstörung, Sehnsucht und die Frage, warum Menschen so oft bei denen bleiben, die ihnen wehtun. Vor allem aber ist es ein sprachlich beeindruckender Roman. Ich gebe 4,5 von 5 Sternen. Definitiv nicht mein letztes Buch von Mareike Fallwickl.

  21. Cover des Buches Was ich liebte (ISBN: 9783644002692)
    Siri Hustvedt

    Was ich liebte

    (338)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Der Ich-Erzähler Leo Hertzberg nimmt uns mit in seine Welt, in sein gelebtes Leben als Sohn jüdischer Emigranten in New York. Er ist unterdessen in die Jahre gekommen und sucht ein spätes Glück mit seiner jüngeren Frau Erica. Diese scheint mit der Geburt des gemeinsamen Sohnes Matthew perfekt. Die beiden leben Tür an Tür mit Bill, einem Künstler und Freud von Leo und seiner Frau Lucille, die fast gleichzeitig Eltern eines Sohnes, Mark werden. Sie beiden kleinen Familien stehen sich nahe und die beiden Jungs wachsen quasi wie Geschwister auf. Später übernimmt Violet dann die Rolle der Ersatz-Mutter von Mark. Die Kinder wachsen heran, das Leben geht seinen Weg, bis Mark bei einem Unglücksfall kurz vor Beginn der Pubertät ums Leben kommt. Das verkraftet die Beziehung zwischen Leo und Erica nicht. Fortan lebt Leo alleine und übernimmt mehr und mehr die Rolle des väterlichen Freundes für Mark und des Ansprechpartners in diesbezüglichen Fragen für Violet. Über ein großes Stück geht es dann im Fokus um Mark und seinen Sorgen erregenden Lebenswandel. Bill stirbt und Leo schlüpft noch ein Stück mehr in die Vaterrolle. Doch alles hilft wenig, denn Mark driftet mehr und mehr vom geradlinigen Weg ab ..

    Mit fast 500 Seiten ein fast episch zu nennendes Werk. Zu Beginn etwas holprig einzulesen, doch wenn man dann den Zugang zu der Geschichte gefunden hat, hält einem der Verlauf ganz gut bei der Stange. Wir begleiten den Protagonisten ein paar Jahrzehnte durch sein Leben und nehmen teil an seinem Schicksal. Eine Geschichte von Liebe, Freundschaft, Eltern-Kind-Beziehung und dem nahezu unerschütterlichen Willen, die Hoffnung nicht gänzlich zu verlieren.

    Sehr ausführlich werden die Kunstwerke von Bill geschildert. Ob es diese wohl tatsächlich gibt? Oder sind sie gänzlich der Phantasie von Frau Hustvedt entsprungen?


  22. Cover des Buches Der geheime Garten (ISBN: 9783825176334)
    Frances Hodgson Burnett

    Der geheime Garten

    (546)
    Aktuelle Rezension von: Kaci

    Diese Ausgabe ist einfach ein Traum. Die MinaLima Edition von Der geheime Garten ist ein kleines Kunstwerk für sich – wunderschön illustriert, liebevoll gestaltet und voller Details, die beim Entdecken richtig Spaß machen. Jede Seite fühlt sich besonders an.

    Auch die Geschichte selbst hat mich wieder total verzaubert. Sie ist hoffnungsvoll, warm und zeitlos schön. Trotz ihres Alters lässt sie sich flüssig und angenehm lesen und transportiert eine wundervolle Botschaft über Freundschaft, Heilung und Neubeginn.

    Für mich eine perfekte Kombination aus einer großartigen Geschichte und einer außergewöhnlich schönen Buchgestaltung – ein Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt. 🌿✨

  23. Cover des Buches Die Geschichte eines neuen Namens (ISBN: 9783518469521)
    Elena Ferrante

    Die Geschichte eines neuen Namens

    (374)
    Aktuelle Rezension von: Egata

    Dies ist der zweite Teil der Neapolitanischen Saga. Die Freundinnen sind nun sechzehn. Beide gehen unterschiedliche Wege, bleiben aber stets in Kontakt. Während Lila vergewaltigt wird und unglückliche Jahre verbringt, konzentriert sich Elena auf Schule und Studium, ist aber dennoch nicht zufrieden. Die Autorin schildert die schwierige finanzielle Situation, das Leben mit der so selbstverständlichen Gewalt und den Kampf der beiden jungen Frauen, das Beste daraus zu machen. Das ist wieder einfühlsam und fesselnd erzählt.

  24. Cover des Buches Eleanor Oliphant Is Completely Fine (deutsche Ausgabe) (ISBN: 9783404015108)
    Gail Honeyman

    Eleanor Oliphant Is Completely Fine (deutsche Ausgabe)

    (393)
    Aktuelle Rezension von: Seelion_Gerit

    „Eleanor Oliphant“ ist kein Liebesroman im klassischen Sinne – was man anhand von Cover und Beschreibung zunächst vermuten könnte. Stattdessen erzählt das Buch die Geschichte einer ungewöhnlichen, introvertierten Frau, die sich langsam aus ihrer selbstgewählten Isolation löst. Obwohl meine Erwartungen daher in eine andere Richtung gingen, hat mich die einfühlsame und stellenweise humorvolle Figurenentwicklung dennoch positiv überrascht. Lesenswert – aber eben weniger romantisch, als der erste Eindruck vermuten lässt.

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