Bücher mit dem Tag "erfahrung"
110 Bücher
- Mona Kasten
Trust Again
(2.371)Aktuelle Rezension von: Nardi_Da_VinciEs fiel mir wirklich leicht in die Story einzusteigen. Dawn bringt viele Eigenschaften mit, die ich an mir selbst entdecke und Spencer ist ehrlich ein Mann zum Verlieben. Er ist lustig, ironisch und neckt gerne, womit essentielle Punkte schon abgehakt sind. Dass er eine andere Seite besitzt, erfahren wir ziemlich schnell, jedoch dauert es ziemlich lange, bis wir herausfinden, was da konkret hinter steckt. Er hat gezeigt, dass jeder Mensch mehr als nur eine Seite hat und dass man schonmal tiefer schauen muss. Ich habe wirklich mitgelitten, als die beiden eine schwierige Phase durchgemacht haben und war sehr gespannt, wer, wie den anderen zurückgewinnen wird.
Auch der zweite Teil der Reihe ist absolut zu empfehlen.
- Hermann Hesse
Siddhartha
(959)Aktuelle Rezension von: Dirk_Walther1Die Sinnfrage wird für mich zu lieblich säuselnd und mit zu biblischem Duktus erörtert. Die "Erlösung" im eigenen Weg zu finden und alles als Ganzes zu sehen - nun gut, vielleicht hilft es, daran erinnert zu werden. Ziemlich schnell musste ich an "Der Alchimist", P. Coelho, denken,,der natürlich später entstanden ist, aber wir auch dort: für mich etwas zu viel gefühlige Wohlfühllebensphilosophie.
- Arthur Golden
Die Geisha
(2.949)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Geschichte steht das Fischermädchen Chiyo/Sayuri, das in den 1930er‑Jahren von ihrem Vater nach Kyoto verkauft wird und daraufhin die Gelegenheit erhält sich zur Geisha ausbilden zu lassen. Die Handlung erzählt von Sayuris Weg zur Geisha voller Intrigen, Rivalitäten, politischer Umbrüche und emotionaler Abhängigkeiten. Hierbei wird auch ein Fokus auf ihre Ausbildung gelegt und die Ausführungen spannen sich über Jahrzehnte, beginnend beim Vorkriegsjapan, über den Zweiten Weltkrieg bis in die Nachkriegszeit.
Sayuri und ihre persönliche Entwicklung, einhergehend mit dem gesellschaftlichen Wandel, stehen klar im Fokus und sind realitätsnah mit viel emotionaler Tiefe dargestellt, was durch die Ich-Perspektive optimal unterstützt wird. Relevante Nebenprotagonisten wie z.B. Hatsumoto, Nobu, Mameha oder der Direktor bereichern die Handlung und unterstützten die Entwicklung der Hauptprotagonistin sehr gut.
Wer historische Romane mit hoher emotionaler Tiefe vor einem interessanten kulturellen Hintergrund mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist detailreich, bildreich und unterstützt sowohl den Lesefluss als auch die dichte Atmosphäre des Buches sehr gut.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. - Lilly Lindner
Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
(521)Aktuelle Rezension von: trollchenWas felhlt, wenn ich verschwunden bin
Herausgeber ist Fischer Sauerländer, 2017 und hat 400 Seiten.
Kurzinhalt: »Warum isst du nicht mehr, April?«
April ist fort. Seit Wochen kämpft sie in einer Klinik gegen ihre Magersucht an. Und seit Wochen antwortet sie nicht auf die Briefe, die ihre Schwester Phoebe ihr schreibt. Wann wird April endlich wieder nach Hause kommen? Warum antwortet sie ihr nicht? Phoebe hat tausend Fragen. Doch ihre Eltern schweigen hilflos und geben Phoebe keine Möglichkeit, zu begreifen, was ihrer Schwester fehlt. Aber sie versteht, wie unendlich traurig April ist. Und so schreibt sie ihr Briefe. Wort für Wort in die Stille hinein, die April hinterlassen hat.Meine Meinung: Ich liebe die Bücher Autorin, dies sind einfach so emotional und mit so viel Herzschmerz geschrieben, dass man immer nah am Weinen ist. Diese Bücher muss man selbst lesen , um dies zu erahnen, wieviele gefühle hier drin stecken. Im grossen und ganzen geht es um Magersucht, ich kenne sehr vieel, die aus dieser schiene nicht mehr herauskommen, weil sie sie sich selbst gar nicht mehr richtig sehen und ihnen ist egal, was andere dazu sagen. Aber was bleibt wirklich von einem, wenn man so eine Krankheit hat und sie evtl. nicht besiegen kann? Ich kann es nur aus nächster Nähe sehen, wenn unsere Patienten es leider nicht so hinbekommen, wie es sein sollte. ( Ich arbeite in der Psychiatrie)
Mein Fazit: Einfach nur wow, herzerwärmend und super toll geschrieben. Jeder Satz ein Meisterwerk der Gefühle. Ich vergebe 5 top Sterne und kann das Buch jedem wärmstens empfehlen.
- Ferdinand von Schirach
Kaffee und Zigaretten
(185)Aktuelle Rezension von: my_waterdropWieder schön in die kleinen Welten des Alltags einzutauchen und dank Ferdinand von Schirach bleibt das Alltäglich an uns haften und begleitet uns, so dass wir noch eine ganze Weile länger über die Begebenheiten nachdenken.
Es ist ein kurzes Buch, das sich auch gut unterwegs lesen lässt. Doch es ist zu empfehlen sich bewusst auf die etwas düstere und deprimierende Stimmung einzulassen. Eine Lektüre für deren Konsum der Leser bewusst einen Zeitpunkt wählen muss. - Matt Haig
The Comfort Book – Gedanken, die mir Hoffnung machen
(218)Aktuelle Rezension von: i1arieIch lese sehr gerne die Bücher von Matt Haig und insofern habe ich mich besonders auf „The comfort Book“ gefreut.
Das Buch beinhaltet immer wieder kleine Kurzgeschichten oder Weisheiten für zwischendurch. Es erinnert sehr an Kalendersprüche aber auch nur vom Format. Die Sprüche sind für viele Momente zutreffend.
Ich selbst habe mir viel markiert und mit Post Its gearbeitet, um in Moment in welchen ich eine Weisheit brauche sie direkt zu finden.
Natürlich ist nicht jede Weisheit auf einen zutreffend und manche wiederholen sich auch von dem Inhalt aber dennoch ist viel in dem Buch, was man für sich selbst anwenden kann.
Ich würde dieses Buch jedem empfehlen. Es ist für jede Lebenslage und jeden Lebensabschnitt etwas dabei.
Man muss es nicht in einem durchlesen, man kann es auch weglegen und immer wieder reinschauen. Es ist die Zeit wert.
- Matt Haig
Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben
(298)Aktuelle Rezension von: sbalunziaEs handelt sich um ein autobiografisches Buch, in dem Matt Haig über seine Depressionserfahrung erzählt. Die Erzählung wechselt stetig zwischen verschiedenen Ebenen der Vergangenheit und der Gegenwart. Dabei geht es nicht nur um das Gefühlsleben und die Wandlung des Autors. Einige Kapitel enthalten Listen mit Gedanken und sogenannten „Kleinigkeiten", die ihm halfen, Posts von Internetnutzern, die Lesenden Orientierung bieten könnten und einige Fakten.
Alles in allem ist das Buch ein Erfahrungsbericht eines Betroffenen, der anderen Mut machen und unterstützen kann. Gerade bei solch individuellen Erkrankungen wie einer Depression gibt es keine universellen Symptome, Verläufe oder Therapien. Trotzdem kann das Buch Betroffenen helfen, sich weniger allein zu fühlen. Angehörige können zudem einen Einblick in ein Thema erhalten, über das man oft nicht gerne spricht oder für das man vielleicht keine Worte findet, um sich zu erklären.
- Jo Nesbø
Erlöser (Ein Harry-Hole-Krimi 6)
(278)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderHarry Hole hat mit seinen zahlreichen privaten Dämonen zu kämpfen, als ihm ein neuer Fall übermittelt wird. In Oslo ist überall schon Weihnachtsglanz, aber ein bestialischer Mörder treibt sein Unwesen. Der kroatische Auftragskiller hat quasi vor den Menschenmassen auf dem Weihnachtsmarkt einen Mann getötet, aber den Falschen. Von nun an versucht er seinen Fehler zu korrigieren und dabei geht er über Leichen. Harry Hole ist ihm dicht auf den Versen, aber die Hinweiße, Beweiße und Hintergründe werden immer verworrener. Was hat die norwegische Heilsarmee mit dem ganzen zu tun? Wer ist der Killer und wer sein wahres Opfer? Jo Nesbo schreibt atemlos spannend mit vielen Kniffen und Wendungen und er lässt seinen Kommissar Harry Hole durch alle Gefühlswelten streifen. Eiskalte Spannung!
- Anna Todd
Nothing less
(353)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Im zweiten Teil der Nothing-Dilogie spitzt sich Landons Gefühlsleben weiter zu – endgültig muss er sich zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Dakota und Nora, entscheiden. Anna Todd beschreibt gefühlvoll, wie aus Unsicherheit schließlich Klarheit wächst und wie neue Wege auch Mut und Verletzlichkeit erfordern. Neben den emotionalen Dreiecksbeziehungen überzeugen die Nebenfiguren, die Schauplätze in New York und der vertraute, leichte Stil – ein würdiger Abschluss, der einen als Leser voll zufrieden zurücklässt, besonders da auch bekannte After-Charaktere noch einmal wichtige Momente erleben dürfen
- Petra Hartlieb
Meine wundervolle Buchhandlung
(329)Aktuelle Rezension von: nessaboDieses Buch empfand ich als eine echte Umarmung - nicht nur als Buchliebende, sondern auch als Teehändlerin, der der unabhängige Einzelhandel am Herzen liegt. Diese Orte haben eine ganz besondere Wichtigkeit und sind innerhalb eines kapitalistischen Systems für mich langfristig die einzige Option, um diese Wirtschaftsform lebenswert zu gestalten.
Petra Hartlieb erzählt in ihrem Roman sehr flüssig und mit nüchternem Humor von ihrem Leben als Buchhändlerin - und von allem, was auf dem Weg dahin passierte. Als einzigen Kritikpunkt möchte ich anmerken, dass mir ihre Privilegiertheit ein wenig zu unreflektiert behandelt wurde. So gut vernetzt, dass der Bekanntenkreis mal eben eine fünfstellige Summe leihen kann oder so gut situiert, dass Kredite relativ problemlos vergeben werden, sind wohl nur wenige Menschen.
Abgesehen davon spricht Hartlieb aber über vielfältige Themen, schneidet die Problematik des großen A* deutlich an und gibt uns einen ehrlichen Einblick in den unabhängigen Einzelhandel - mit allen Absurditäten und Liebenswürdigkeiten. Ganz klar getragen wird die Geschichte nämlich auch von den Menschen der Buchhandlung. Ob Kund*in oder Händler*in - hier werden sicher viele eine sanfte Erinnerung daran erhalten, dass wir nun einmal soziale Wesen sind und Freundlichkeit sowie Hilfsbereitschaft von unermesslichem Wert. Wie in Hartliebs Buchhandlung ausgeholfen wird, kam mir manchmal fast unglaubwürdig vor, aber ich möchte sehr gern daran glauben, dass es dieses Maß an Unterstützung gibt.
Bei den Schilderungen zum Weihnachtsgeschäft haben mir direkt die Füße geschmerzt, aber diese Ambivalenz von Erschöpfung und großer Verbundenheit durch das gemeinsame Arbeiten und viele tolle Begegnungen trifft es für mich auf den Punkt. Ich habe die Geschichte also sehr genossen und wurde neben einigen Lachern auch einfach exzellent unterhalten.
4,5 ⭐️
- Martin Pistorius
Als ich unsichtbar war
(154)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin sehr bewegendes Buch mit einem Tatsachenbericht der ernst und wichtig ist.
Wie ein Junge krank wird und glauben das er nichts mehr mitbekommt aber es bekommt alles mit, kann sich aber nicht verständlich machen. Da vergehen so Jahre, in dem wir bekommen, wie er sich langsam wieder zurück kämpft ins Leben.
Ich fand das ganze sehr interessant und sehr Bewegend. Unglaublich...
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- Heather Morris
Der Tätowierer von Auschwitz
(268)Aktuelle Rezension von: JosefineEin Buch dass man gelesen haben muss. Es lässt mich sprachlos zurück. Ein Buch, das man schwer in Worte fassen kann. Das Naachwort und die Ergänzungen der Autorin am Ende machen es umso wertvoller.
Szenen aus diesem Buch brennen sich ein; das Fußballspiel der Häftlinge gegen die SS, während Asche aus den Krematorien auf sie herabregnet. Lales Begegnungen mit Mengele. So viele andere Kleinigkeiten, zwischen all dem stehen Gita und Lale und ihre Liebe zueinander.
Unbedingt lesenswer! - Kyra Groh
The Iced Caramel Coffee Agreement
(318)Aktuelle Rezension von: RominaaThe Iced Caramel Coffee Agreement hat mich völlig unerwartet zu einem meiner Jahreshighlights gemacht. Dabei bin ich eigentlich überhaupt kein Konzertmensch und Musik spielt in meinem Alltag eher nebenbei eine Rolle – trotzdem hat mich Kyra Groh mit dieser Geschichte komplett abgeholt.
Besonders geliebt habe ich die Kleinstadtatmosphäre und die Figuren. Ich wollte dieses Buch irgendwann eigentlich gar nicht mehr beenden, weil ich einfach noch länger in dieser Welt bleiben wollte. ☕💛
Der Humor ist allerdings wirklich sehr präsent. Gefühlt wartet in jedem Absatz ein Spruch, ein Witz oder eine schlagfertige Bemerkung. Stellenweise war mir das sogar etwas zu viel und ich brauchte zwischendurch kleine Lesepausen. Trotzdem hat das meiner Begeisterung für die Geschichte am Ende keinen Abbruch getan.
Jetzt freue ich mich umso mehr auf die Fortsetzung – vor allem, weil ich die zukünftige Protagonistin momentan noch unglaublich anstrengend finde. 😅 Gerade deshalb bin ich wahnsinnig gespannt darauf, wie sie sich entwickeln wird.
Ein unerwartetes Jahreshighlight, dessen Welt ich am liebsten noch gar nicht verlassen hätte.
- Gesa Neitzel
Frühstück mit Elefanten
(167)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIch habe dieses Buch damals in einer Bibliothek entdeckt, als es mir persönlich nicht gut ging – und es war genau der Anker, den ich brauchte. Gesas mutiger Schritt von Berlin in den afrikanischen Busch hat mich tief berührt und inspiriert.
Es ist kein typischer Ratgeber, aber Gesas ehrlicher und bildhafter Schreibstil gibt einem das Gefühl, selbst mit ihr im Zelt zu liegen und den Löwen zu lauschen. Sie zeigt uns, dass man seine Instinkte wiederfinden kann, wenn man nur laut genug auf sein Herz hört. Seit diesem Buch lese ich absolut alles von ihr (auch unter ihrem Pseudonym Gisele Stein!) und wurde nie enttäuscht.
Mein Fazit: Ein lebensveränderndes Buch für alle, die das Gefühl haben, festzustecken und nach dem „echten Leben“ suchen. Danke, Gesa!
- Celeste Ng
Kleine Feuer überall
(46)Aktuelle Rezension von: JorokaHinter manch schicker Hausfassade und Bewohnern mit demonstrativ symbolisch vor sich her getragener moralischer Monstranz verbirgt sich eine Scheinheiligkeit, die vor allem eigenes Versagen kaschieren soll. Der Finger zeigt immer auf die anderen. Selbst ist man gut situiert, sozial engagiert und gefühlt selbstverantwortungsbefreit.
Mia und und ihre 15jährige Pearl lassen sich ausgerechnet in dieser gutbürgerlichen Umgebung nieder nach vielen Jahren des Umherziehens, schnellem Zeltbraus und Kontaktabbrüchen. Doch dem Schein nach, haben Sie nun Anschluss an eine Familie gefunden, die ihnen eine neue Heimat bieten möchte und sie zunächst mit offenen Armen empfängt.
Doch auch Mia hat eine zum Teil unrühmliche Vergangenheit, die sie wieder einholt, obwohl sie eigentlich moralisch nicht so verwerflich gehandelt hat. Der Stein kommt ins Rollen, als ihre asiatische Arbeitskollegin ihr kleines Baby aus Überforderung vor einer Feuerwache ablegt und sie zu deren 1jährigen Geburtstag eingeladen wird. Denn die zukünftigen Adoptiveltern sind auch obengenannter Schicht zuzurechnen und mit der Wohnungsgeberin eng befreundet.
Es brauchte nicht lange, um von dieser außergewöhnlichen Geschichte gefangen zu werden. Zum Schluss hin konnte ich gar nicht mehr aufhören weiter zu hören. Britta Steffenhagen verleiht mit ihrer unbeschwerten und sehr jugendlich klingenden Stimme dem Hörbuch eine gewisse Leichtigkeit und Frische, trotz zum Teil schwerer Themen.
Es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit über 11 Stunden Laufzeit.
Fazit: packender als die meisten Krimis und Thriller, absolut empfehlenswert, 5 Sterne mit *
- Thomas Melle
Die Welt im Rücken
(84)Aktuelle Rezension von: FaiditDie Berliner Zeitung schrieb in ihrer Rezension über dieses Buch, dass es u. a. zugleich "irre" komisch wäre. Ich konnte keine Komik in der Beschreibung des Lebens von Thomas Melle finden und der Autor empfand sicherlich auch nicht so während seiner Paranoia und Psychose in den manischen Phasen oder während den darauf folgenden Depressionen. Seine Manie kostete den Autor beinahe seine Existenz und die Depression über sein Verhalten in den manischen Phasen und dessen Folgen brachte ihn an den Abgrund der Lebensmüdigkeit.
Die Beschreibung des Lebens vom Thomas Melle, seiner übersteigerten Sinneswahrnehmungen, Unruhezustände, sein Irren durch diese Welt und seiner tiefen Traurigkeit, ist für einen emphatischen Leser mitunter kaum erträglich, doch zum Verstehen der Krankheit unumgänglich. "In Wahrheit sind Irre meist Opfer, die sich im Leben nicht mehr zurechtfinden, hospitalisiert oder obdachlos werden, als verknotete Nervenbündel durch die Gegend wanken und vielleicht noch vergewaltigt oder ermordet werden, selbst jedoch eher selten vergewaltigen oder morden. Oder sie sind durchschnittliche, weder hoch- noch minderbegabte Menschen, die einfach krank sind und damit zu kämpfen haben. Es ist nicht alles 'Abgrund'. Die Leute gruseln sich einfach zu gerne", so der Autor treffend in diesem Buch, das er in Selbstreflexion mit einer schonungslosen Ehrlichkeit schrieb. Doch dieses Buch ist ebenfalls nicht gruselig. Es ist einfach nur erschütternd und unglaublich wertvoll für das Verstehen dieser psychischen Krankheit..
- Nestor T. Kolee
Der Junge, der auf einem Esel ritt: Das Leben ist keine Reise
(75)Aktuelle Rezension von: itwt69Leider hat mich die Geschichte gar nicht gepackt - weder habe ich etwas Neues erfahren, noch bin ich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens voran gekommen - wobei ich diesen Weg auch gar nicht bewusst eingeschlagen habe. 2,5 🌟
- Patrik Svensson
Das Evangelium der Aale
(114)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDies ist eins der wirklich sehr wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe.
Wer gefühlt alles über Aale wissen möchte, für den ist das Buch bestimmt super und der Autor hat garantiert wirklich viel Arbeit in dieses Buch gesteckt, aber ich konnte damit leider gar nichts anfangen.
Leider hatte ich eher das Gefühl ein trockenes Fachbuch zu lesen.
- Axel Brauns
Buntschatten und Fledermäuse
(172)Aktuelle Rezension von: beccarisDie letzten Seiten möchte man am liebsten möglichst lange hinauszögern, um nicht Abschied nehmen zu müssen von diesem wunderbaren Buch. Es hat mich gefesselt, berührt, traurig gemacht, aber vor allem auch sehr erheitert. Mit den wunderbaren Beschreibungen aus seiner andersartigen Welt gewinnt man dieses einzigartige und freundliche Wesen einfach lieb. Jemandem, dem der Zugang zur Gefühlswelt der genannten Buntschatten (die sympathischen Menschen) und der Fledermäuse (die unsympathischen) weitestgehend rätselhaft erscheint, und dem es trotz grosser Kommunikations-Schwierigkeiten bis hin zur völligen Sprachlosigkeit dennoch gelingt, auf unübertreffliche Weise die eigene, differente Perspektive so herrlich zu beschreiben, der verdient grosse Hochachtung.
Mit viel Humor, Aufrichtigkeit und ganz eigenen Wortschöpfungen vermag Axel Brauns einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern! Danke für dieses grossartige Lese-Erlebnis und den wunderbaren Einblick in eine andere Welt. - Katrin Koppold
Hoffnung auf Kirschblüten
(137)Aktuelle Rezension von: ReaderButterflynach 100 Seiten abgebrochen.
Anfangs fand ich das Buch noch total witzig, mit dem Engel der bayrisch spricht und der Geschichte der Protagonistin. Auch dass es ein bisschen dauert bis sie in Paris ankommt fand ich okay. Doch nach und nach hat mich immer mehr genervt.
Es ging gar nicht mehr um ihre Suche nach dem Schloss. Stattdessen wurde mit Klischees um sich geworfen. Ich konnte keine 5 Seiten lesen ohne dass es hies "er ist künster, also schwul", " seine nägel sind gefärbt, er muss schwul sein." oder "Er trifft sich mit jemanden Namens Lou, das muss sein Freund sein".
Wäre es nur 1, 2 mal gewesen hätte ich ein Auge zudrücken können. Da sich diese Aussagen dann so gehäuft haben, konnte ich das Buch nicht mehr geniessen und habe es abgebrochen.
- Jean Sasson
Ich, Prinzessin aus dem Hause Al Saud
(129)Aktuelle Rezension von: makamaSultana ist als Prinzessin geboren, sie gehört einem mächtigen Königshaus an, aber Freiheit hat sie nicht, in einem Land in dem Mädchen nichts sind und nur männliche Nachkommen zählen.
Sultana berichtet vom Leben hinter dem saudischen Vorhang...
von einem Leben in unerermesslichen Reichtum, aber ohne wirkliche Liebe, vom Vater verachtet, sie ist ja nur eine von vielen Töchtern.
Sultana, der Name ist ein Pseudonym, denn ihren wirklichen Namen darf sie nicht nennen, wird 1956 als 10. Tochter geboren, die Familie gehört zur saudischen Königsfamilie.
Sie berichtet davon, dass Mädchen und Frauen keine Rechte haben, sie dürfen nur tiefverschleiert und nie allein das Haus verlassen....
Die meisten werden schon, kaum dass ihre Monatsblutung eingesetzt hat verheiratet - häufig auch mit Männern, die ihre Großväter sein können....
und die können mit ihren Frauen machen was sie wollen - eine Scheidung aus Sciht der Frau ist kaum möglich - hingegen kann sie der Mann schon wegen Nichtigkeiten verstoßen.....
Sulatanas Schwester muss das bitter erfahren...
Sultana hat da etwas mehr Glück.....
Junge Frauen und Mädchen werden wegen geringster moralischer Vergehen aufs härteste bestraft ---- Junge Männer kommen ungeschoren davon......
Das Buch ist bereits Anfang der 90iger Jahre erschienen, also schon recht alt, trotudem glaube ich, dass es nach wie vor doch recht aktuell ist.
Für Frauen und Mädchen hat sich in dem Land seit dem nicht wirklich viel verändert.
Sie sind immer noch von ihren Männern, Söhnen oder Brüdern abhängig und dürfen kein eigenständiges Leben führen.
Das musste ich vor einigen Jahren erfahren.... Stefan Bauer, der ein Jahr in Riad als ParaMedic gearbeitet hat, hat in seinem Buch "Der mit dem Scheich tanzt" davon berichtet.
Sehr interessant fand ich auch den Anhgang, mit Auszügen aus dem Koran, den Begriffserklärungen, das Nachwort und die geschichtliche Chronologie.....
Vom mir gibt es 4 Sterne für dieses Buch.
- Alison Bechdel
Fun Home
(45)Aktuelle Rezension von: dominonaIch fand den Stil des Comics sehr interessant und auch das Thema ist eher ungewöhnlich. Es ist eine Suche nach der Vergangenheit und sich selbst in ihr hin zu Identität und Verständnis für familiäre Verwicklungen.
Im späteren Verlauf hat mich der Comic leider verloren, weil es mir zu sehr um Nebensächlichkeiten ging, aber die Zeit war nicht verschwendet. - Nora Krug
Heimat
(46)Aktuelle Rezension von: PantoffeltierDie deutschstämmige New Yorker Illustratorin und Autorin Nora Krug erkundet in diesem Album ihre Wurzeln. Nora, die mit einem Juden verheiratet ist, fragt sich vor allem, wie sich ihre Großeltern/Verwandten im zweiten Weltkrieg verhalten haben.
Dabei ist ein ganz persönliches Werk entstanden, in dem sie von schönen Kindheitserinnerungen, von Scham und Schuldgefühlen erzählt. Und manchmal bleiben auch einfach Lücken dort, wo sich Spuren verlaufen. Besonders die Aufmachung hat mich überzeugt. Es entstehen Collagen aus Notizen, Fotos, Dokumenten, Zeichnungen. Man hat das Gefühl in einer Art Tagebuch zu blättern.
Für mich gab es keine großen Erkenntnisse darüber, wie sich Deutsche im Nationalsozialismus verhalten haben, aber mir gefiel der sehr persönliche Ansatz der Autorin. Man versteht schon sehr gut ihre Zweifel und Scham und warum sie ihre Familiengeschichte erkunden möchte, bzw. davor auch teilweise zurückschreckte.
Eine sehr schöne, persönliche Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte der Autorin und den Schuldgefühlen einer nach dem Krieg geborenen.
- Erling Kagge
Stille
(89)Aktuelle Rezension von: vobabooksErling Kogge teilt in diesem Buch seine 33 Antworten darauf, was Stille ist. Hierfür betrachtet er beispielsweise sein eigenes Leben, die Gesellschaft, philosophische Überlegungen etc.
Ich habe das Lesen des Büchleins als sehr angenehm und beruhigend empfunden. Die Gedankengänge fand ich sehr interessant, ich habe es echt im Lesefluss durchgelesen. Und mich gefragt: Was bedeutet Stille für mich?
Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen und habe direkt nach anderen Büchern des Autors geguckt.























