Bücher mit dem Tag "erläuterungen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "erläuterungen" gekennzeichnet haben.

57 Bücher

  1. Cover des Buches Emilia Galotti (ISBN: 9783518188446)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Emilia Galotti

     (878)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Der Prinz hat ein Auge auf die bürgerliche Emilia Galotti geworfen, ohne zu ahnen, dass diese bereits vergeben ist. Dies erfährt er erst, als es schon fast zu spät ist. Es ist der Tag der Hochzeit zwischen Emilia und dem ihr Angetrauten. Doch auf dem Weg zur Eheschließung fallen die beiden einem vom Prinzen inszenierten Komplott zum Opfer und Emilia Galottis Zukünftiger stirbt. Als Emilias Vater davon erfährt, beschließt er, den Prinzen zu ermorden, richtet letztendlich aber seine eigene Tochter, um deren Ehre zu schützen. 

    Von vorne herein sei gesagt, dass ich ein großer Fan des bürgerlichen Trauerspiels bin, auch wenn diese meist im 21. Jahrhundert ihre Aktualität verloren haben. Das merkt man auch sehr stark bei diesem Werk von Lessing. Rückwirkend mag "Emilia Galotti" in seiner Entstehungszeit, den 1770er Jahren als politisches Mittel im Kampf gegen die übermächtige Herrschaft der Fürsten und die damaligen Ständekonventionen gut funktioniert haben. Allerdings hat ein junges Mädchen, dass freiwillig den Tod wählt, damit ihre Jungfräulichkeit und ihre Ehre geschützt bleiben, nicht mehr viel mit der Realität zu tun. Trotzdem ist und bleibt das Trauerspiel spannend. Tragik und das Bewusstsein darüber, dass mindestens eine:r der Protagonist:innen am Ende den Freitod wählen wird, drängen dazu weiterzulesen. Auch kann mich Lessing mit seiner Sprache überzeugen. Die Dialoge wirken keineswegs angestaubt und veraltet und machen beim Lesen immer noch Spaß. Kritik muss ich allerdings auch an den Protagonist:innen, allen voran Emilia Galotti, üben. Diese sind in meinen Augen wahrlich keine Sympathieträger:innen. Emilia war mir zu naiv und obwohl sie klug und intelligent gewirkt hatte, konnte ich ihr Handeln nicht immer nachvollziehen. Im Übrigen muss ich sagen, dass mich das Werk von den Figuren und der Handlung sehr stark an "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller erinnert. Der Vater, der meint alles besser zu wissen, die naive Tochter und der böse Handlanger, der am Ende alle Schuld in die Schuhe geschoben bekommt. 

    Wie dem auch sei, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann Lessings Werk von Herzen weiterempfehlen, da es einen anschaulichen Einblick in den Geist und das Denken des 18. Jahrhunderts gibt. 

  2. Cover des Buches Das Glasperlenspiel (ISBN: 9783518463574)
    Hermann Hesse

    Das Glasperlenspiel

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Mira123

    Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass ich dieses Buch beendet habe. Ursprünglich stand "Das Glasperlenspiel" auf der Liste mit Werken für meine Bachelorarbeit, es stellte sich aber schon bald heraus, dass dieses Buch so gar nicht da rein passt. Als ich deswegen die Anweisung bekam, diese Liste zu kürzen, war dieser Text der erste, den ich wegstrich.

    Nun stellt ihr euch sicher die Frage, warum ich so lange darauf gewartet habe, diesen Text zu rezensieren? Ganz einfach: Ich konnte mit diesem Buch einfach gar nichts anfangen. Und wenn das bei Klassikern vorkommt, dann überlege ich mir immer lieber zweimal, ob ich das Buch rezensieren soll oder doch lieber nicht. Jetzt habe ich mich aber doch dafür entschieden, der Vollständigkeit halber. Hesse gehört zu den Autoren, die meiner Meinung nach total überbewertet werden. Bitte versteht mich nicht falsch: Ich weiß, dass viele Leute Hesse sehr gerne mögen und seine Texte für wertvoll halten und auch ich finde nicht jeden seiner Texte schlecht. "Unterm Rad" war zum Beispiel eine der spannendsten Klassenlektüren, die ich in meiner Schulkarriere gelesen habe. Aber wenn ich für den Kanon verantwortlich wäre, dann hätte Hesse eine viel geringere Bedeutung. Mein Problem mit ihm ist nämlich Folgendes: Er schafft es einfach nicht, Spannung zu erzeugen. Sein Schreibstil plätschert einfach so dahin und es passiert einfach nichts. Gar nichts. Und selbst wenn in ihren Texten nichts passiert, schaffen es manche Autor:innen noch mit ihrem Schreibstil, genug Spannung zu erzeugen, damit ich dabei bleibe. In "Warten auf Godot" gibt es ja auch keine besondere Handlung und trotzdem habe ich das Drama innerhalb kürzester Zeit durchgesuchtet. Hesse hat das zumindest hier nicht geschafft. Und deswegen war mir auch nach mehreren hundert Seiten noch egal, was denn jetzt mit seiner Hauptfigur und seiner Welt passiert.

    Seine Hauptfigur war für mich das nächste Problem. Der Typ ist so unglaublich blass beschrieben! Er hat keine Ecken und Kanten, nichts, was ihn besonders macht. Ja, er ist belesener als seine Altersgenossen und intelligenter, aber er hat keine Fehler, keine Tiefe, nichts. Der Typ ist ein Heiliger und ihr wisst alle, was ich von Buchfiguren dieser Art halte. Er existiert einfach nur, lernt, wird erwachsen und wird Meister des "Glasperlenspiels", das in meiner Vorstellung das langweiligste Spiel aller Zeiten sein muss, was unter anderem daran liegt, dass Hesse es nicht schafft, mir zu erklären, was es denn damit eigentlich auf sich hat und warum es für die Menschen dieser Welt eine so große Bedeutung hat. Es tut mir leid, dass ich diesen Text so harsch beurteilen muss, aber mir gibt dieser Text einfach nichts.

    Mein Fazit? Hat es meiner Meinung nach nicht verdient, auch heute noch so gefeiert zu werden. Mich konnte dieser Text zumindest nicht überzeugen.

  3. Cover des Buches Tonio Kröger/ Mario und der Zauberer (ISBN: 9783596213818)
    Thomas Mann

    Tonio Kröger/ Mario und der Zauberer

     (170)
    Aktuelle Rezension von: EliasWittekind
    "Tonio Kröger" ist weniger intellektuell und sentimentaler als Thomas Manns andere Bücher. Sein Herz hängt an diesem Buch. Meines auch!
  4. Cover des Buches Die Räuber (ISBN: 9783150000151)
    Friedrich Schiller

    Die Räuber

     (650)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Diessner

    Direkt zu Beginn spinnt sich eine Intrige um den Helden des Stücks. Als Liebling seines Vaters, dem Grafen von Moor, ist Karl in sein Studium vertieft. Doch durch einen Brief aus der Feder seines Bruders Franz erfährt er von seiner Enterbung. Tief erschüttert gründet er mit seinen Kommilitonen eine Räuberbande, versucht dabei aber stets auf dem rechten Weg zu bleiben.

    Die Geschichte vereint verschieden Epochen. Karl steht für den Sturm und Drang und ist entsprechend sehr emotional und doch verantwortungsbewusst. So führt er seine Räuberbande mit Bedacht und steht ständig zwischen Recht und Unrecht. Franz dagegen trägt Elemente der Aufklärung und wehrt sich beständig gegen alles Göttliche – wird auf Grundlage dessen jedoch verrückt. Amalia – die Geliebte Kalr’s - verkörpert die Empfindsamkeit. Auffallend ist, dass sie sich nicht von den Machenschaften Franzens täuschen lässt und stets treu bleibt.

    Wie alle Werke von Schiller ist die Sprache teilweise schwer zu begreifen. Zwar finde ich, dass man den Inhalt des Buches gut versteht, viele Passagen sind jedoch gehoben und verworren formuliert. So wird klar, dass vor allem die Räuber über eine umfassende Bildung verfügen, was die Dialoge zeitweise wirklich amüsant werden lassen. Immerhin unterhalten sich Kriminelle sonst eher schlicht und mit grobem Vokabular.

    Auch die Handlung ist rund und wird zum Schluss vollends aufgeklärt. Ungewöhnlich ist in diesem Zusammenhang, dass der Held einem Happy End gegenüber steht welches durch Pflichtbewusstsein zerschlagen wird. So endet die Handlung dennoch tragisch und Karl verliert alles kurz Gewonnene. Sein eigener ehrenvoller Tod wird dagegen nur angekündigt – bleibt jedoch offen.

  5. Cover des Buches Frank. Das Tagebuch der Anne Frank (ISBN: 9783804417519)
    Walburga Freund-Spork

    Frank. Das Tagebuch der Anne Frank

     (125)
    Aktuelle Rezension von: spagetti
    Es sind Kriegszeiten. Die Juden werden deportiert. Es handelt sich um die Geschichte einer wohlhabenden jüdischen Familie.
    Otto Frank, der zwei Firmen in Amsterdam besitzt, die sich in einem Gebäude befinden,  versteckt seine ganze Familie im Hinterhaus dieses GEbäudes.

    Von nun an versorgen die Büroangestellten die Versteckten mit Lebensmitteln, Kleidung, Büchern und Zeitungen.

    Tagsüber laufen die Geschäfte weiter in diesem Gebäude.
    Für die 8 Eingesperrten heisst es, sehr ruhig sich verhalten den ganzen Tag über. Nachts können sie sich ein bisschen bewegen, müssen aber in ihren engen Räumen bleiben, sie können das Haus nie verlassen.

    Denn es gibt nur einige eingeweihte Angestellten, nicht alle wissen um den Versteck ihres Chefs mit seiner ganzen Familie.   

    Es ist ein schwenkbarer Schrank, eigens zu diesem Zweck gezimmert, der den Zugang zu diesem Hinterhaus verbirgt.

    Anne Frank, die Tochter hält in einem Tagebuch die Erlebnisse während der ganzen Gefangenschaft fest. Zwei Jahre lang dauert die Gefangenschaft und endet nicht mit einem Happy End.

    Die Untergetauchten werden verraten und kommen in ein Konzentrationslager. Alle sterben, ausser Otto Frank.

    Fazit: Ich habe Anne Franks Haus letztes Jahr  in Amsterdam besichtigen können. Es ist ein Must, das Buch zu lesen und sich das Haus anzusehen. Man kann sich dann noch besser vorstellen, wie diese Gefangenschaft aussah.   (immer sehr lange Warteschlangen).  

     
  6. Cover des Buches Die Kunst des Liebens (ISBN: 9783548377513)
    Erich Fromm

    Die Kunst des Liebens

     (250)
    Aktuelle Rezension von: lesebegierig

    „Trotz unserer tiefen Sehnsucht nach Liebe halten wir doch fast alles andere für wichtiger als diese: Erfolg, Prestige, Geld und Macht. Unsere gesamte Energie verwenden wir darauf, zu lernen, wie wir diese Ziele erreichen, und wir bemühen uns so gut wie überhaupt nicht darum, die Kunst des Liebens zu erlernen.“-Erich Fromm in „Die Kunst des Liebens“

    In meinen Lernpausen lese ich gerade „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm. Ich bin schon fast fertig und ich bin jetzt bereits begeistert von diesem Buch. In seinem Werk diskutiert Erich Fromm die Liebe in allen ihren Aspekten und Formen, die weit über ihre romantische Vorstellung hinausgehen und beleuchtet die Praxis der Liebe. Zudem wirft er einen kritischen Blick auf die Möglichkeit zu Lieben in der westlichen kapitalistischen Gesellschaft, ein Thema, das nach über 60 Jahren kaum an Aktualität verloren hat. Erich Fromm bringt komplexe Gedanken in einer gut verständlichen und anschaulichen Sprache auf den Punkt. Das Buch regt mich sehr zum Nachdenken an und ich komme beinahe dem Markieren und Unterstreichen der vielen tollen Textstellen nicht mehr hinterher. Sehr lesenswert!

  7. Cover des Buches Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (ISBN: 9783100483430)
    Thomas Sprecher

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

     (291)
    Aktuelle Rezension von: Nickmeh

    Es fängt spannend an, wie man es bei Romanen von Mann gewohnt ist. 

    Er erzählt die Geschichte eines Jungen namens Felix Krull, der schon früh für sich entdeckt, wie man durch Lügereien, im Leben etwas erreichen kann. Vor allem der Anfang (bis hin zur Mitte) ist interessant: Felix wird in wohlhabenden Verhältnisse groß, da sein Vater sich aber verspekuliert, todkrank wird und letztlich früh verstirbt, muss er mit seiner Mutter nach Frankfurt ziehen, die in der Nähe des hiesigen Bahnhofsviertels, eine kleine Pension eröffnet. Nach einer Weile wird Felix Hotelpage in einem renommierten Pariser Hotel. Er kommt mit seiner eleganten und redegewandten Art gut bei den Gästen an. Mich als Leser hat immer seine Sensibilität in Bezug auf Natur und Tierwelt imponiert, was vielleicht verwundert, wenn man bedenkt, wie lügnerisch, betrügerisch und kaltschnäuzig Felix zuweilen ist.


    Nach einer Zeit macht er dann eine Weltreise, unter einer falschen Identität. Ihm führt es zuerst nach Lissabon. Nur von dieser Station bekommen wir etwas mit. Der Roman endet abrupt wie zusammenhanglos. Vom Ende bin ich daher wirklich enttäuscht.

  8. Cover des Buches Der magische Steinkreis (ISBN: 9783442373147)
    Diana Gabaldon

    Der magische Steinkreis

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Vor einigen Jahren erschien bereits das Begleitbuch zur Serie um dem Schotten Jamie und Claire, der Zeitreisenden. Da sich seitdem eine Menge getan hat, wurde dieser Begleitband nun nochmals neu überarbeitet, aktualisiert und erweitert.
    Wer dieses Begleitbuch bis dato noch nicht gelesen haben sollte, den dürfte hier ein echter Leckerbissen erwarten, denn man findet einige sehr interessante Dinge um die Serie und die Autorin von denen ich nur einige aufzählen möchte, darin, wie etwa:

    1. Ausführliche Inhaltsangaben der einzelnen erschienenen Teile; besonders wichtig, um schnell wieder in die Story zu kommen, wenn seitdem ein wenig Zeit vergangen ist oder einfach für die Leser, die nicht mehr genau wissen, welche Person Auslöser einer bestimmten Begebenheit war.

    2. Diana Gabaldon äußert sich auf ihre ganz besondere humorvolle Art und Weise zum Thema Entwicklung von Romancharakteren.

    3. Stammbäume (für mich immer sehr wichtig, um schnell herausfinden zu können, wer nochmal mit wem verwandt war)

    4. Ausführliches Glossar & Anmerkungen zur gälischen Sprache. Ebenfalls recht interessant und rundet dieses Begleitbuch sehr gut ab.

    5. Ein ebenfalls sehr wichtiger Punkt ist die Hintergrundrecherche. Die Autorin gibt hier kleine Tipps und berichtet über ihre Erfahrungen

    6. Welche Theorie hat Diana Gabaldon zum Thema Zeitreise?

    7. Leserfragen die die Autorin beantwortet. Sehr informativ und auch humorvoll geschrieben. Ein Highlight in diesem Buch!

    Und noch viele weitere Extras mehr, die das Buch zu einem wichtigen Begleiter machen, wenn man die Highlandsaga liest oder sein Wissen einfach wieder auffrischen möchte. Besonders begeistert war ich von dem stets humorvoll gehaltenen Unterton der Autorin, der mehr aus "Der magische Steinkreis" macht, als ein nüchternes Nachschlagewerk- sondern eine interessante Ergänzung zur Serie bietet!

  9. Cover des Buches König Arthurs Untergang (ISBN: 9783608960501)
    John R. R. Tolkien

    König Arthurs Untergang

     (12)
    Aktuelle Rezension von: quatspreche
    Als ich erfuhr, dass Tolkiens unvollendete Werk über Arthur doch erscheinen soll, war ich sofort begeistert. Ich erwarb die originale Fassung, welche mir viel Freude bereitete. Doch ein alt-nordischer Stabreim ist nicht einfach zu lesen, auch wenn Tolkien sich die Mühe machte und auf neu-englisch schrieb. Als dann dieses Jahr bei Klett-Cotta die Übersetzung erschien musste ich auch diese haben.

    Geschichten über König Arthur und sein Leben existieren fast wie Sand am Meer. Vom Kinderbuch, über Comics, Graphic Novels, Romane und Filme – kaum ein Medium wurde noch nicht davon überschwemmt. Er ist ein Wahrzeichen des christlichen Glaubens, wahrer der britischen Traditionen und Kriegsheld. Die Forschung diskutiert immer noch darüber, ob er wirklich existiert hat, welche Legenden der Wahrheit entsprechen und wie er richtig dargestellt werden sollte.

    Es gibt verschiedene Quellen aus dem Frühmittelalter, die mit dem Konflikt der Briten und Angelsachsen zusammen hängt. Es gibt den Artusroman aus dem französischen, deutschen und angelsächsischen Hochmittelalter. Über die Jahrhunderte wuchs aus einer Legende ein ganzes Genre der Literatur. Arthurs Hof wurde zu einer Konstanten, auf die viele mittelalterliche Dichter zurück griffen. Chrétien de Troyes, Hartmann von Aue und Wolfram von Eschenbach sind die bekanntesten Autoren von arthurischen Gralromane.

    Wieso schrieb Tolkien, der als Vater der Fantasy-Romane gilt, über König Arthur? Und warum gerade über dessen Untergang? Ganz einfach: Alle Romane und Geschichten über Arthur sind Fantasy-Geschichten. Und doch trauen sich nur die ganze großen Autoren (oder die, die sich dafür halten) an dieses Thema heran. Es gehört eine große Menge Mut und Recherche dazu, denn fast jeder, der gerne Fantasy ließt, hat schon einmal einen Artusroman in der Hand gehabt (in der einen oder anderen Weise).
    Tolkien konzentrierte sich auf Arthurs Untergang, weil einer der wichtigsten Teile der Geschichte ist. Da es kein Grab gibt (zumindest nicht in den Ergebnissen der Forschung), formte sich ein spezieller Gedanke. Arthur muss in eine andere Sphäre aufgestiegen sein, anders konnte sein außergewöhnliches Leben nicht enden. Die beliebteste Version beinhaltet die nicht existierende Insel Avalon und die Anderswelt.

    Direkt vor Arthurs Tod fand eine entscheidende Schlacht am bisher nicht lokalisierten Mons Bodum statt. Dort soll Arthur gegen seinen unehelichen Sohn/Erzfeind/Gegenspieler Mordred die letzte Schlacht schlagen. Die beiden Protagonisten treten in den verschiedenen Geschichten aus unterschiedlichen Gründen gegen einander an. Egal welche Beweggründe zu einem Aufeinandertreffen führte, Arthur stirbt zum Schluss.

    Leider konnte Tolkien zu seinem Stabreim-Werk das Ende nicht mehr verfassen. Und trotzdem ist das Buch absolut lesenswert. Es ist gefüllt mit unglaublich schöner Dichtkunst. Was ist ein Stabreim, fragt ihr euch? Das ist ein Stilmittel, welches überwiegend in der germanischen Dichtung verwendet wurde. Er wurde vom dänischen stavrim abgeleitet und schon in der Edda von Snorri Sturluson (1178-1241) verwendet. Tolkien hatte eine besondere Vorliebe für mittelalterliche Dichtung und verarbeitete viele seiner Eindrücke in seinen Werken.

    Und trotz dem fehlenden Ende ist dieses Werk wundervoll poetisch und voll großer Bilder. Es ist schade um die Passagen, die nicht fertig gestellt werden konnten. Und ich bin Christopher Tolkien dankbar, dass er die Arbeiten seines Vaters uns zugänglich macht.

    Hier geht es zum Originalbreitrag: König Arthurs Untergang
  10. Cover des Buches 40 Tage mit Dietrich Bonhoeffer (ISBN: 9783765509926)
    Sandro Göpfert

    40 Tage mit Dietrich Bonhoeffer

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Lealein1906
    "40 Tage mit Dietrich Bonhoeffer" ist ein wunderbares Buch für die Fastenzeit, um sich auf Ostern vorzubereiten. Das was man als Adventskalender für die Weihnachtszeit kennt ist dieses Buch für die Vorosterzeit. Ich faste sehr gerne und bin froh, dass ich jetzt dieses Buch auch für das seelische Fasten gefunden habe.
    In dem Buch gibt es 40 Bonhoeffer-Texte zu den unterschiedlichsten Themen: Arbeiten, Dankbarkeit, Taufe, Not, Morgen, Abschied...
    Was mich am meisten an dem Buch überzeugt hat, ist der Aufbau. Zunächst gibt es den kurzen Bonhoeffer-Text. Da dieser meist gar nicht so leicht zu verstehen ist, empfiehlt es sich, den Text öfter zu lesen. Anschließend gibt es einen kurzen passenden Bibelvers dazu. Als nächstes lädt eine Bank dazu ein, in kurzer Stille über das Gelesene nachzudenken, auf ein paar leeren Linien kann man auch seine Gedanken aufschreiben. Dann gibt es eine Erläuterung zum Text vom Autor Sandro Göpfert, der wirklich sehr schöne Interpretationen zu den Texten geschrieben hat. Im Anschluss kann man bei ein paar Fragen nocheinmal über das Gelesene reflektieren. Und was mich besonders angesprochen hat sind danach noch die Impulse für ein kurzes Dankgebet, das einfach nochmal verdeutlicht, was Bonhoeffer uns sagen und zeigen will und was Gott dabei für eine Rolle spielt.
    Dieses Buch wird mich von nun an sicher in jeder Fastenzeit begleiten und innerlich weiterbringen.
  11. Cover des Buches Nachschrift zum "Namen der Rose" (ISBN: 9783423105521)
    Umberto Eco

    Nachschrift zum "Namen der Rose"

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Shannon

    "Der Name der Rose" ist ein Klassiker, der die Lesewege von ernsthaften Lesern früher oder später wohl kreuzt. Doch - wie ist er entstanden?

    Mich hat der Weg zu diesem Büchlein durch die Frage nach dem Buchtitel geführt. Nach der Lektüre des Romans wollte ich mich im Internet über die Deutung des Titels schlau machen und so kam ich auf diesen kleinen, aber sehr feinen, Band in dem uns Eco etwas hinter die Kulissen - und auch in seine vielfältige Gedankenwelt blicken lässt - ein echter Gewinn!

    Ich habe mir nicht allzu viel erwartet - der Preis ist - weil nur mehr antiquarisch erhältlich - auch nicht allzu hoch. Doch ich habe mich von Anfang an köstlich amüsiert. Eco ist ein Freund von Interpretationen - nicht nur beim Titel. 

    "Der Autor müßte das Zeitliche segnen, nachdem er geschrieben hat. Damit er die Eigenbewegung des Textes nicht stört."

    Es sind Aussagen wie diese, die das Büchlein so lesenswert machen. Dies und die Abbildung vieler im Roman beschriebener Portale, Bilder, etc. Für den Leser von "Der Name der Rose" eine empfehlenswerte, erhellende Zusatzlektüre und ein amüsanter Zeitvertreib noch dazu.




  12. Cover des Buches Bücher (ISBN: 9783453872721)
    Christiane Zschirnt

    Bücher

     (29)
    Aktuelle Rezension von: ralf_boldt
    Schon wieder ein Werk, das sich mit dem Kanon der zu lesenden Bücher auseinandersetzt, wird mancher stöhnen, ob der langen und staubigen Listen in anderen Werken. Christiane Zschirnt überrascht aber und räumt mit dem Vorurteil auf, dass solche Bücher mit erhobenen Zeigefinger versuchen, immer dieselben „klassischen“ Werke auflisten müssen. Die Überraschung beginnt schon damit, dass das Buch nicht chronologisch vorgeht, sondern nach Themengebieten wie „Liebe“, „Politik“, „Frauen“ oder auch „Trivialklassiker“. Es werden natürlich Standardwerke und –autoren der Literatur gelistet, doch eben auch die eine oder andere Überraschung. Bei den „Kultbüchern“ erscheint neben „Der Fänger im Roggen“, „Steppenwolf“ und „Die Leiden des jungen Werthers“ auch „Generation X“ von Douglas Coupland. Die Autorin gibt dabei immer zu bedenken, dass ein Kultbuch vielleicht nur in einer bestimmten Zeit Kult ist. Als SF-Fan freue ich mich besonders über das Kapitel „Utopie: Cyberworld“. Man mag sich zwar streiten können, was hier hinein gehört, aber schon die Tatsache an sich ist lobenswert. Die Autorin spannt den Bogen in diesem Kapitel kompetent von Mores „Utopia“, über „Die Zeitmaschine“, „1984“ zu William Gibsons „Neuromancer“.
    Das Buch beschreibt in den Kapiteln kurz die Bücher selbst, kommentiert sie und ordnet sie ein. Gerade letzteres ist für den Leser sehr hilfreich, wenn er dieses Buch für seine Leseentscheidung zur Hand nimmt. Damit ist „Alles, was man lesen muss“ viel wertvoller als jene Werke, die nur stumpfsinnig auflisten, was dem deutschen Bildungsbürger wichtig erscheint. In diesem Buch wird bewertet und dies auf unaufdringliche Weise. Dies gelingt der Autorin sehr gut und macht das Buch lesenswert.
  13. Cover des Buches Don Carlos, Infant von Spanien (ISBN: 9783849565107)
    Friedrich Schiller

    Don Carlos, Infant von Spanien

     (294)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Diessner

    Das Buch findest aus der Zeit des "Sturm und Drang" heraus im 16Jhd. statt und fußt auf dem tatsächlich existierenden Don Carlos von Spanien. Dieser galt als zurückgeblieben und wurde tatsächlich vom Vater Phillipp II. niederträchtigst behandelt. Ein realer Hintergrund der Alles umso tragischer werden lässt. Dennoch behandelt das Buch diverse sich unterscheidende Aspekte. 

    So ist in der Fiktion der emotionale Held Calos verliebt in die Frau, die zu seiner Stiefmutter wird. Ein unglücklicher Umstand der Calos' Gefühle aus der Bahn wirft und das Verhalten zu seinem Vater stört. Ein grimmiger Mann der vorrangig König ist und sich so weder liebevoll noch empathisch verhält. Das Stück ist aufgrund dessen direkt zu Beginn hochemotional - die Hauptfigur weiß weder ein noch aus und wird lediglich von wahrer, selbstloser Freundschaft aufgefangen - die im Sinne der Norm nicht existieren dürfte. Verkörpert wird diese von Marguis von Posa (dem kein gleichnamiges Original zu Grunde liegt) -  ein Vasall Carlos' und wie ich finde der heimliche Held, da er für seine Überzeugung Alles opfert.

    Das komplette Stück behandelt den Spagat zwischen Etikette und Leidenschaft. So kann es als eine Kritik an gesellschaftlichen Normen gesehen werden - die das Individuum mit Macht in ungewollte Muster drängt, Liebe und Freundschaft verbieten und unmoralische Taten rechtfertigen. Oder schlicht das tatsächlich Menschliche verbietet.

    Die Sprache ich freilich ab und an etwas geschwollen und muss ggf. ein zweites Mal gelesen werden. Dennoch ist der Sinn und Hintergrund einfach zu fassen. So sind auch die Handlungen der Figuren zu jeder Zeit nachvollziehbar, außer es handelt sich um einen Komplott. - Eine Sache die wie ich finde besonders gut gelungen ist, da man gleichzeitig mit der Hauptfigur an Anderen zu zweifeln beginnt.

    Wer also auf tragische Helden aus dem typisch leidenschaftlichen Sturm und Drang steht kommt bei diesem Stück voll auf seine Kosten und wird nicht eine Sekunde enttäuscht werden.

  14. Cover des Buches King. Carrie (ISBN: 9783804416550)
    Thomas Möbius

    King. Carrie

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung? (ISBN: 9783462042214)
    Markus Verbeet

    Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung?

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Xirxe
    Nachdem Wissensquiz sowohl im Fernsehen, online wie auch als App der große Renner sind, darf die gedruckte Ausgabe ja wohl nicht fehlen. 149 Seiten hat dieses Buch und gerade mal eine Frage mehr als Inhalt - das ist doch etwas mager. Man hätte gut das Doppelte unterbringen können ohne dass die Lesbarkeit oder die Inhalte der Antworten darunter gelitten hätten. Statt dessen gibt es allgemeingültige Aussagen zum Thema Wissen (Ältere Teilnehmende schnitten besser ab als jüngere - wie überraschend) sowie zwei Interviews mit einem 'Wer-wird-Millionär'-Gewinner und dem Moderator Günther Jauch, was ich persönlich lieber durch zusätzliche Fragen ersetzt gesehen hätte.
    Der Frageteil ist aufgegliedert in die fünf Abschnitte Politik, Geschichte, Wirtschaft, Kultur und Naturwissenschaften zu jeweils 30 Fragen, die entweder frei oder durch Auswahl beantwortet werden sollen. Vom Zeitraum her werden sowohl historische Ereignisse wie auch aktuelles Geschehen abgefragt, was das Buch vermutlich schneller altern lässt. Denn nicht alles Aktuelle ist es wert, auch nach vier oder fünf Jahren noch gewusst zu werden beziehungsweise hat sich einfach mittlerweile geändert (Zum Beispiel: Wie heisst der Chef der Europäischen Zentralbank? Jean-Claude Trichet). Ob es zur Allgemeinbildung dazugehört, berühmte Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wirtschaft usw. auf einem Bild zu erkennen, sei dahingestellt. Doch immerhin werden durch die Fotografien das Layout des Fragenkatalogs aufgelockert.
    Das Ergebnis ergibt sicherlich keine verlässliche Aussage über den eigenen Stand der Allgemeinbildung. Aber wie auch beim Quizduell ist das gemeinsame 'Abarbeiten' der Fragen ein netter Zeitvertreib - und man erfährt durchaus auch ein paar interessante wissenswerte (?) Dinge.
  16. Cover des Buches Lektüreschlüssel zu Georg Büchner: Dantons Tod (ISBN: 9783150153444)
  17. Cover des Buches Erläuterungen und Dokumente zu Friedrich Hölderlin: Hyperion (ISBN: 9783150160084)
  18. Cover des Buches York Notes on George Bernard Shaw's "Saint Joan" (ISBN: 9780582424562)
  19. Cover des Buches English G Grammatik / Grammatik (ISBN: 9783464003725)
  20. Cover des Buches Erläuterungen und Dokumente zu Friedrich Dürrenmatt: Der Besuch der alten Dame (ISBN: 9783150081303)
  21. Cover des Buches Erläuterungen und Dokumente zu Heinrich von Kleist: Die Marquise von O... (ISBN: 9783150081969)
  22. Cover des Buches Erläuterungen und Dokumente zu Franz Kafka: Das Urteil (ISBN: 9783150160015)
  23. Cover des Buches Erläuterungen und Dokumente zu Hermann Hesse: Unterm Rad (ISBN: 9783150082003)
  24. Cover des Buches Der Atomkonflikt (ISBN: 9783499174209)
    Lutz Mez

    Der Atomkonflikt

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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