Bücher mit dem Tag "erlebnisse"
71 Bücher
- Jonathan Safran Foer
Extrem laut und unglaublich nah
(1.252)Aktuelle Rezension von: Johann_BaierNach 100 Seiten abgebrochen: die Hauptfigur ist ein 9-jähriger Junge, der altklug wie ein Erwachsener daherredet, der mehr weiß, als die meisten Erwachsenen, der aber gleichzeitig sich auf eine Suche begibt, die so unsinnig ist, dass kein 9-Jähriger das tun würde. Die ein 9-Jähriger in der Riesenstadt New York auch nicht durchführen könnte. Der Protagonist ist eine unrealistische Kunstfigur (ähnlich wie Günther-Grass-Oskar mit der Blechtrommel, der aus Protest aufhört zu wachsen). Mit einer unrealistischen Kunstfigur kann man nicht mitfühlen, sie ist kalt wie eine Science-Fiction-Comic-Figur. Sie erschien mir mehr wie ein abstraktes Fabelwesen, das mir irgendwelche Lebensweisheiten mitteilen soll, ich habe nur nicht verstanden welche.
Bei den unrealistischen (und schwer zu lesenden) Dialogen fragte ich mich: warum sind sie da, warum soll ich sie lesen? Dialoge werden in Romanen eingesetzt, um die Handlung voranzubringen, um die Personen zu charakterisieren, um eine Atmosphäre wiederzugeben, um Konflikte zwischen den Figuren aufzuzeigen – und sie hören auf, wenn diese Ziele erreicht sind. Die Dialoge in dem Roman von Foer dienen keinem dieser Ziele. Sie hören aber trotzdem nicht auf.
Das Buch war angekündigt als Geschichte eines Jungen, der seinen Vater beim 9/11-Anschlag verloren hat. Einen solchen Jungen lernt man aber nicht kennen. Man lernt aber nur eine unrealistische geschwätzige Kunstfigur kennen.
- Jenny Downham
Bevor ich sterbe
(1.921)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteTessa ist sechzehn Jahre alt und hat Leukämie. Leider gibt es keine Hoffnung mehr für sie. Nach vier Jahren Kampf, hat sie der Krebs besiegt. Doch bevor sie stirbt, will sie noch einmal so richtig leben. Sie schreibt eine Liste mit Dingen, die sie unbedingt machen will. Drogen, Alkohol, Sex, viel unterwegs sein, gegen ein Gesetz verstoßen u.v.m. .
Doch dann lernt Tessa Adam kennen. Verliebt sein stand nicht auf ihrer Liste! Ein tieftrauriges Buch über ein Mädchen, dass mitten im Leben steht und eigentlich keine Chance mehr hat. Regt sehr zum Nachdenken an und hat mich sehr berührt !!!
- Sophie Passmann
Alte weiße Männer
(163)Aktuelle Rezension von: phoenixfire8Sophie Passmann trifft verschiedene Personen und interviewt sie. Es geht um die Ansichten von "alten weißen Männern" auf Frauen und den Feminismus.
Ich hatte ein Buch erwartet, dass Meinungen von "alten weißen Männern" auslegt und als Beispiel nutzt, warum der Feminismus immer noch so wichtig ist. Oder auch Diskussionen, um den Feminismus auch dieser Gruppe nahezulegen.
Jedoch handelt es sich mehr um Interviews, die nicht richtig diskutiert und ausgelegt werden. Sophie Passmann gibt sich auf jeden Fall Mühe und stellt kluge Fragen, befasst sich aber nicht konkret mit den Aussagen.
Ich würde das Buch nicht wirklich empfehlen - außer man will nur Meinungen von Männern mit Macht lesen.
- Tony Hawks
Mit dem Kühlschrank durch Irland
(261)Aktuelle Rezension von: JourneyGirlEine verlorene Wette steht am Anfang des Buches. Und es ist eine wahre Begebengeit. Ich musste mir schon am Anfang den Bauch vor Lachen halten! Ich liebe Irland und war dort selbst schon mehrfach im Urlaub. Das Buch zeigt ein tolles Bild der herzlichen Iren. Ein Muss für alle Irland-Fans! Ich hab das Buch nach einigen Jahren nochmal gelesen, weil es so witzig ist. Aber am Besten einfach lesen und selbst herausfinden...
- Astrid Lindgren
Ronja Räubertochter
(1.176)Aktuelle Rezension von: Adele24Das Buch ist ein schönes Buch, was sich gut eignet für Kinder im alter von 9 Jahren. Es gibt manchmal ein paar gruselige Stellen. Deswegen würde ich es ab der 4 Klasse entfehlen.
Es war spannend. Ich habe das Buch in der 4 Klasse gelesen, da wir ein Theaterstück gespielt haben. es hat spaß gemacht die Redewendung der Räuber laut vorzulesen. es ist ein schönes Buch mit nervenkitzelnden stellen:)
- Jan Weiler
Munk
(62)Aktuelle Rezension von: Alexandra1102In "Munk" von Jan Weiler geht es um den Architekten Peter Munk, der nach einem Herzinfarkt sein Leben Revue passieren lässt. Die Frage, warum keine Frau an seinem Krankenhausbett steht, lässt ihn nicht locker. Auf Rat seines Psychologen geht er also chronologisch alle Partnerinnen seines Lebens durch und versucht zu ermitteln, woran es gescheitert ist...
Liegt es eigentlich immer an einem selbst? Inwieweit kann man Beziehungen retten, wann ist der Zeitpunkt um auszusteigen und ist manchmal einfach der andere nicht die richtige Person?
Liebe ist keineswegs einfach. Dies wird in "Munk" wunderbar dargestellt. Es regt auch zum Nachdenken über das eigene Leben an. Im Endeffekt habe ich dann schon wirklich mitgefühlt mit dem Peter, überhaupt Penelope und Fanny haben mir ein kleines Loch ins Herz gerissen. Aber vermutlich ist auch die Realität so, gerade deswegen fand ich die Geschichten so schön dargestellt. Das Ende mit Claudia hat mich aus allen Wolken gerissen...
Unbedingt lesen!
- Hape Kerkeling
Ich bin dann mal weg
(434)Aktuelle Rezension von: lakitaIch glaube, Hape Kerkeling hat ein Gen, das ihn dazu befähigt, intuitiv zu spüren, was der Zuschauer und Leser und hier der Hörer erfahren möchte, denn seine sehr informative Beschreibung seines Jakobsweges bietet eine Mischung aus religiösen Momenten, teils esoterischen, aber auch jeder Menge alltäglichen, wie sie halt auf jeder längeren Wanderung auftauchen. Man liest nicht, wie er den Jakobsweg erwandert, sondern man geht mit ihm, man ist unmittelbar dabei, wenn es ihm perfekt geht, er Glücksmomente erlebt, aber auch, wenn er sich schindet, leidet, Pech mit dem Wetter hat und sich sein protestierender Körper meldet. Das alles schildert er so locker und teils humorig, dass man das Gefühl hat, man sitzt mit ihm gemütlich bei einer Tasse Kaffee und lässt sich von seinen Reiseerlebnissen brühwarm berichten. Gut gemacht!
- Jule Pieper
Die Reise deines Lebens 1 - Wien
(94)Aktuelle Rezension von: Sunshine_81"Die Reise deines Lebens-Wien" ist der erste Teil der Ratgeber Reihe von Jule Pieper.
Betty führt ein langweiliges Leben. Arbeit, Erschöpfung und soziale Einsamkeit.
Doch eines Tages ändert sich ihr Leben als sie mit dem Zug unterwegs ist und ihr Handy vergessen hat. Die Reise ihres Lebens beginnt...
Stück für Stück setzt sie ihr "Puzzle der Erkenntnisse" zusammen. Sie findet auf ihrem Weg Abenteuer, viele interessante Menschen und Themen, tiefgründige Gespräche über Wasser, Selbstverwirklichung, Selbstliebe und den Mut zu Veränderungen.
Am Anfang musste ich erst in den Schreibstil rein finden, doch am Ende wird Durchhalten belohnt. Die Geschichte hat mich angeregt, über das eigene Leben nachzudenken. Ich kann sie jedem empfehlen, der selbst gerade dabei ist neue Impulse zu suchen und nach Sinn sucht. - Petra Hartlieb
Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung
(76)Aktuelle Rezension von: nessaboWie schon den Vorgänger fand ich auch die später erschienene weihnachtliche Fortsetzung wirklich extrem gut zu lesen. Sicherlich liegt das auch an meiner eigenen Einzelhandelserfahrung, dank derer ich immer wieder über Parallelen schmunzeln musste.
Und wie gewohnt finden sich in dem Text sehr viele Liebesbekundungen an das solidarische Miteinander besonders im Kollegium, aber auch seitens der Kund*innen. Doch bei aller Unterhaltsamkeit habe ich wirklich einige Erzählungen aus dem Vorgänger wiedererkannt. Mit mehr Abstand zwischen beiden Büchern ist das vielleicht weniger ein Problem und ich finde es auch nicht grundsätzlich schlimm, aber ein wenig enttäuscht war ich darüber trotzdem.
Wer einen weihnachtlichen Einblick in den Buchhandel sucht und einfach mal unkompliziert abtauchen will, ist hier dennoch an der richtigen Adresse. - Patti Smith
M Train
(16)Aktuelle Rezension von: LarissaMariaPatti Smith schreibt Bücher, die in meinen Augen genau ihrem Naturell entsprechen.
Etwas sprunghaft im Stil, und auf eine sympathische Art sehr ichbezogen, beschreibt sie prägende Episoden und Begegnungen aus ihrem erlebnisreichen Leben.
Viele Passagen habe ich mehrfach gelesen, um zu verstehen ob es sich um eine Traumsequenz oder „real Erlebtes“ handelte. Wenig überraschend, weiß ich es noch immer nicht sicher. ;-)
Ich würde behaupten, wenn man P. Smith als Musikerin schätzt, hat man einen viel besseren Zugang zu ihren Büchern, als wenn man die Bücher ohne diesen Kontext betrachtet.
Aus diesem Grund lese ich ihre Werke immer wieder sehr gerne und freue mich auf "Bread of Angels"
- Andreas Wassner
Der kleine Prinz wird erwachsen
(32)Aktuelle Rezension von: MariannevAIn meinem Leben hat mich der kleine Prinz immer mal wieder ein Stück weit begleitet: In der Schulzeit mehr ungewollt und mühsam, weil auch ich mich durch die französische Version von Antoine de Saint-Exupéry „kämpfen“ musste und viel mehr Bahnhof als sonst was verstand. Später lernte ich durch verschiedene deutsche Auszüge das Saint-Exupéry-Ausgabe Werk mehr und mehr zu schätzen.
Als ich dann durch ein paar wirklich bewegende und herzliche Begegnungen direkt beim erwachsenen Prinzen von Andreas Wassner gelandet bin, fing ich sofort Feuer!Was er mit seinem Buch geschaffen hat ist wirklich lesens-, lebens-, nachdenkens- und liebenswert und steht dem von Saint-Exupéry aus meiner Sicht in nichts nach!
Mir fielen als erstes die angenehme Haptik durch den hochwertigen Papiereinband und die wunderschönen Illustrationen auf - echt gekonnt umgesetzt!Dann habe ich angefangen zu lesen...und legte das Buch nicht mehr aus der Hand!Mir gefallen die direkten Bezüge zu unserem Leben, die kritische Beleuchtung unseres Handelns, die tiefgründigen Gedankengänge, die interessanten Fragen und möglichen Antworten und auch der Schreibstil sagt mir zu. Ich finde das ist ein Buch das man gerne immer wieder in die Hand nimmt und darin jedes Mal wieder etwas Neues für sich entdeckt.
Für mich ist dieses Buch ein wahrer Schatz und ein wertvoller Lebensbegleiter, den ich auch gerne meinen mir wichtigen Menschen verschenke.
Ich habe mich schwer getan, diese Rezension zu schreiben, weil ich nicht wusste wie ich die Gefühle und Gedanken, die das Buch bei mir bewegten in Buchstabenform bringen kann. Darin ist Andreas Wassner definitiv begabter als ich :-)
Danke Andreas Wassner, dass Du dem Prinzen in Deinem Werk weiteres Leben und uns damit diese Bereicherung in Buchform ermöglicht hast!
- Wladimir Kaminer
Russendisko
(534)Aktuelle Rezension von: StolliRussendisko von Wladimir Kaminer, die Musik kann ich nicht ertragen, da bin ich mal gespannt auf das Buch, nun es ist sehr unterhaltsam, selten ein Buch so schnell “verputzt“.
Der übliche lockere Schreibstil von H. Kamine, viele Episoden allerdings sicher sehr übertrieben dargestellt aber im Grunde wundert man sich über nichts.
- Christian Eisert
Kim und Struppi
(58)Aktuelle Rezension von: sydneysider47
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
auf folgendes Buch wurde ich durch eine Rezension bei der Verbraucherplattform Ciao.de aufmerksam:
Kim & Struppi – Ferien in Nordkorea
von
Christian Eisert.
Das Buch wurde dort sehr positiv und ansprechend vorgestellt, so dass ich es unbedingt lesen musste.
Es ist jetzt nicht so, dass ich Ferien in Nordkorea machen will. Nein, Nordkorea ist eines der Länder, in denen ich nicht gewesen sein muss. Aber darüber lesen kann ich ja.
Eine Reise durch Nordkorea – darum geht es in dem Buch:
Christian Eisert und seine Bekannte Thanh machen eine Urlaubsreise nach Nordkorea. Sie dürfen nicht angeben, dass sie Journalisten sind, sonst würden sie das Einreisevisum nicht bekommen. Also gibt Christian an, dass er Lehrer für Dramatik sei. Thanh ist als „Sandra Schäfer“ unterwegs und als Dolmetscherin.
In Nordkorea bekommen sie zwei Reiseleiter zur Seite gestellt, die sehr gut deutsch sprechen. Herr Chung und Herr Rym. Diese Herren können ihnen viel zu ihrem Land sagen – und sie sagen das, was sie sagen dürfen. So ist beispielsweise Rauchen überall erlaubt.
In einem Bus bringt der Fahrer Herr Pak Christian und Thanh sowie Chung und Rym an viele Orte in Nordkorea. Beispielsweise zum großen Triumphbogen in Pjöngjang oder zu einem Museum, in dem viele Geschenke, die die Staatschefs Nordkoreas aus anderen Ländern bekommen haben. Auch der „ausländische Buchshop“ wird angesteuert. Hier findet man viele Veröffentlichungen der Staatschefs Kim in vielen Sprachen. Aber auch Postkarten und Fotobücher.
Es ist wichtig, dass auch Touristen den verstorbenen und lebenden Führern Nordkoreas Respekt zollen. So wird es beispielsweise gern gesehen, wenn man sich vor Bildern dieser Führer verneigt und auch im Gästehaus kund tut, dass eine Sehenswürdigkeit besonders gut ist, weil einer der Führer diese irgendwie beeinflusst hat.
Nordkorea ist nicht billig (für vier Tassen Tee zahlen die Reisenden beispielsweise einmal acht Euro) – vor allem muss man wissen, dass man sich kein Geld aus einer Bank mit einer Geldkarte holen kann. Man muss das Geld, das man in Nordkorea ausgeben will, bereits bei sich haben. Man kann an einigen Orten mit dem Euro bezahlen.
Christian und Thanh reisen durch Nordkorea, sehen viel und erleben viel. Sie sind immer darauf bedacht, nichts falsch zu machen. Denn man weiß ja nicht, ob es irgendwo Abhöranlagen gibt.
Meine Meinung:
Das Buch hat mich sofort mitgerissen. Ich konnte mir alles lebhaft vorstellen – ich fühlte mich beim Lesen oft so, als wäre ich selbst in Nordkorea (um wenig später erleichtert festzustellen, dass ich es nicht war). Es gibt viele Dialoge und gute Landschafts- und Situationsbeschreibungen. Auch lässt der Autor immer wieder historische Informationen mit einfließen. So wusste ich beispielsweise nie genau, wie der Koreakrieg ablief und warum er überhaupt passierte. Das Buch hat mir hier wertvolle Informationen gegeben.
Man leidet und denkt mit den Reisenden mit – und man wundert sich oft. Warum haben beispielsweise viele Hochhäuser in Nordkorea keine Heizung und keine Aufzüge?
Dass Menschen, die in Nordkorea eine Bibel besitzen, das mit dem Leben bezahlen müssen, wusste ich bereits. Dabei war Pjöngjang einst eine Stadt, in der es viele Christen gab.
Herr Eisert kann solche Informationen sachlich erzählen – lässt aber auch humorvolle Momente in dem Buch zu, wenn es um das geht, was Thanh und er während ihrer Reise erleben. Und genau das macht dieses Buch gut und leicht lesbar.
Ich vergebe fünf Bewertungssterne und empfehle dieses Buch weiter.
- Johannes Klaus
The Travel Episodes
(14)Aktuelle Rezension von: WanderingBookwormIronischerweise bekam ich dieses Buch geschenkt, als eine Reise für mich endete. Meine erste große Reise, die in mir das unauslöschliche Fernweh ausgelöst hat. Als ich Anfang 2020 mit gebrochenem Weltenbummler-Herzen von Corona wieder nach Hause geschickt wurde, habe ich dieses Buch bekommen. Auf der ersten Seite steht "Willkommen zurück", und ich begann, meine Reise zumindest auf dem Papier fortzusetzen. Es wurde zum ersten Buch, in dem ich besonders schöne Sätze farbig markierte. Sätze, die von Fernweh, Begegnungen, Abenteuern und manchmal auch von Heimweh erzählten. Ich habe es sehr genossen, durch die verschiedenen Geschichten hinweg mit den verschiedensten Menschen zu reisen. Jeder Autor und jede Autorin hatte eine ganz eigene Sicht auf die Dinge, hat neue Perspektiven aufgezeigt und auf Dinge hingewiesen, die ich mir für zukünftige Reisen merken werde, um ebenso offen für das Unbekannte zu werden, wie diese Menschen.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es bietet Inspiration für Reisende, ein kleines Fenster für die, die Reisen wollen, aber nicht können, und einen Schubs für die, die sich nicht trauen. Auch nach drei Jahren nach wie vor einer meiner Lieblinge im Regal.
- Sophie Seeberg
Der Maik-Tylor verträgt kein Bio
(26)Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfeeIch liebe ,liebe,liebe die Bücher von Frau Seeberg. Man merkt ihr ganz genau an, dass sie ihren Beruf sehr mag und Menschen gegenüber immer fair und hilfsbereit ist. Auch hatte ich im Buch nie den Eindruck als sei irgendeine Geschichte despektierlich oder gar bösartig gemeint.
Der Schreibstil ist klasse und hat einen enormen Wiedererkennungswert. Jede Geschiche ist so perfekt aufbereitet und erzählt, dass die Gratwanderung zwischen Fremdschämen, Heulen und Wut und heimlichem Gekicher auf die jeweils vorgestellten Personen absolut gelungen ist.
Bitte bitte liebe Frau Seeberg mehr davon. - Nick Martin
Die geilste Lücke im Lebenslauf – Die dunkle Seite
(30)Aktuelle Rezension von: CoffeeToGoNach seinem ersten Buch "die geilste Lücke im Lebenslauf" kommt hier der passende Gegenspieler, seine negativen Erfahrungen auf seinen Reisen.
Zwar fand ich die Geschichten größtenteils auch unterhaltsam, doch der erste Band hat mir deutlich besser gefallen.
Einige Geschichten lassen einen sprachlos zurück, aber viele habe ich einfach achselzuckend zur Kenntnis genommen und direkt mit der nächsten weiter gemacht.
Die vielen Fotos haben mir hingegen wieder sehr gut gefallen.
Macht sich als Duo zusammen echt gut im Regal, ist jedoch kein must-have.
Wenn man seichte Reiseunterhaltung sucht, die man getrost auch wochenlang unterbrechen kann, ist man hier genau richtig. - Anja Flieda Fritzsche
Oma, die Nachtcreme ist für 30-Jährige!
(53)Aktuelle Rezension von: KirschkompottDas Cover zum Buch Oma, die Nachtcreme ist für 30-jährige von Anja Flieda Fritzsche gefällt mir sehr gut, es zeigt die Autorin mit ihrer Oma Maria. Das Buch selber habe ich sehr gerne gelesen und darin geht es zum großen Teil um die Oma Maria die über 100 Jahre alt ist. Ich fand es besonders schön zu lesen wie gut sich Oma und Enkelin verstehen, welchen tollen Humor Oma Maria hat und wie man auch im hohen Alter glücklich Leben kann. Dieses Buch würde ich ohne zu zögern weiter empfehlen und vergebe daher auch gerne 5 Sterne.
- Ferdinand von Schirach
Kaffee und Zigaretten
(19)Aktuelle Rezension von: wortfegerLauschen, lauschen ... ich mochte gar nicht mehr aufhören. In unzähligen Episoden erzählt Ferdinand von Schirach mitten aus dem Leben, von nebenan oder von solchen, die rausgefallen sind: intelligent, berührend, vielschichtig. Was bleibt, wenn nichts mehr da ist? Wenn Kunst absurd wird oder Glücksmomente vorbeiziehen, und zu spät als solche erkannt werden? Gekonnt gelesen von Lars Eidinger ein echter Hörgenuss.
- Gunnar Engel
Follower: Wie Gott dein Leben verändert, wenn du ihn lässt
(11)Aktuelle Rezension von: SeelensplitterMeine Meinung zum christlichen Sachbuch:
Follower
Wie Gott dein Leben verändert, wenn du ihn lässt
Inhalt in meinen Worten:
Wer bist du ohne Gott?
Was für eine blöde Frage denkst du vielleicht, doch diese Frage soll euch eher anregen darüber nachzudenken wer ihr mit Gott sein könnt, wie ihr im nahe kommen könnt, gerade dann, wenn es euch vielleicht gar nicht so toll geht. Euer Glaube vielleicht erloschen ist, durch die Umstände eures Lebens, oder weil ihr einfach mit ihm nichts mehr anfangen wollt, dann solltet ihr nicht weglaufen, sondern dieses Buch bewusst zur Hand nehmen, und solltet ihr eigentlich gut mit Gott unterwegs sein, alle Regeln die es gibt halten und zudem noch euer Geld spendet für wohltätige Zwecke, dann sollte dieses Buch erst recht für euch sein, denn es geht nicht nur um Gesetze halten, es geht vor allem auch um diese Frage:
Langt dir Jesus?
Eine simple drei Worte Frage und doch kann diese etwas bewirken wenn ihr euch darauf einlasst.
Wollt ihr mehr erfahren? Dann lest dieses Buch.
Wie ich das Gelesene empfinde:
Gunnar redet nicht nur kaltes Blabla, sondern er erlebte und lebte das, wovon er schreibt. Er selbst hatte eine schlimme Krankheit, und musste in einem Quarantänezimmer mit nur einer Bibel seine nächsten Stunden überstehen, und lernte das Beten. Als er aus dem Krankenhaus kam, ist er auf einen Berg gestiegen, als Nordlicht sind ihm eigentlich die Berge fremd, und doch werden sie ihm vertraut und er lernt, das er auch auf dem Berg nur mit Gebet und Gott weiter kommt. Und all das verarbeitet er auch in seinem Buch. Erzählt aber auch anders aus seinem Leben, warum er jedoch Pastor wurde, das blieb mir leider auf der Strecke blieben, dafür erzählt er von seinem Sohn und seiner Frau ein wenig.
Das alles verfasst er zu seinem Buch mit vielen Impulsen zu Gott indem er auch biblische Personen zu Wort kommen lässt und diese einfach nur sagten: Hier bin ich Herr. Und genau das ist das, was auch heute von uns gefordert wird, keine Gesetze erfüllen sondern wirklich nah an das Herz von Jesus und die Frage ob mir nur Jesus langt, fand ich knifflig, denn diese konnte ich leider nicht mit Ja direkt beantworten. Doch es ist ein Weg, und das zeigt Gunnar in diesem Buch zusätzlich auf, das es ein Weg ist.
Der Sprachgebrauch:
Ich hatte das Gefühl Gunnar schreibt wie sein Schnabel gewachsen ist und das gerade heraus und auf Augenhöhe, das schätzte ich an diesem Buch.
Spannung:
Der Punkt ist etwas schwer zu beantworten, da es ja kein Roman ist, aber es ist ein Buch das mit meinem Herzen und Kopf etwas machte, es forderte mich heraus nachzudenken, vielleicht sogar in dem ein oder anderen Punkt umzudenken. Zudem fand ich es interessant, welche biblische Menschen er wählte um mir seine Welt zu zeigen.
Empfehlung:
Ein Buch das nicht trocken daher kriecht, sondern das mir mit Lebendigkeit zeigt, wohin mich der Glaube führen kann wenn ich mich darauf einlasse. Egal ob man schon lange im christlichen Glauben unterwegs ist oder erst zu Gott gefunden hat, dieses Buch bietet jedem etwas. Ich hätte mir nur gewünscht, das Gunnar noch etwas mehr davon berichtet warum er Pfarrer wurde.
Bewertung:
Dem Buch gebe ich vier Sterne, es wären fast fünf Sterne, dafür fehlte mir aber irgendwie noch ein bisschen mehr Pfiff. Und vor allem die Frage beantwortet, warum ist er Pfarrer geworden und was mit seinem Freund, von dem er berichtet, noch weiter geht.
- Claudia Durastanti
Die Fremde
(40)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDieses Buch hat eine sehr interessante Schreibweise: die Kindheit und Jugend der Protagonistin und der Eltern werden parallel erzählt und verglichen. Fokus scheint hier das Unausweichliche zu sein, von eigenen Fehleinschätzungen, die Unklarheiten wie man lieben kann und sollte bis hin zum Umgang mit eigenen Behinderungen und Gehörlosigkeit. Ist man selbstbestimmt wenn man rebellisch ist wie die Welt um einen herum? Wer bestimmt eigentlich wer oder was wir sind? Die Beschreibungen wechseln zwischen Ekel und Harmonie. Über das Lügen, dem Gefühl dass Rebellion immer mit illegalen Inhalten zu tun haben müssten und die Fertigkeit selbstständig und doch ungeliebt zu sein. "Früher oder später sind wir alle behindert."
- Hédi Fried
Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden
(27)Aktuelle Rezension von: Kat_Von_IHédi Fried hat den Holocaust überlebt.
1944 wurde sie nach Auschwitz deportiert und ist eine der wenigen Überlebenden Augenzeugen, die ihre Geschichte und das erlebte noch erzählen können.
Und das hat sie sich zur Lebensaufgabe gemacht! Hédi Fried hält an Schulen und Universitäten Vorträge über ihre Erlebnisse.
Sie versucht auf jede gestellte Frage eine Antwort zu geben. Auch auf die, auf die es eigentlich keine Antworten gibt....
Hédi's Erzählungen im Buch sind berührend, ehrlich, schockierend, schmerzhaft, klug aber auch sehr lehrreich und weise.
Als Leser bekommt man einen sehr guten Eindruck davon, was der Holocaust für die betroffenen tatsächlich bedeutete.....
Hédi erzählt von dem Tag an dem sich ihr Leben radikal änderte, dem Tag als sie ihre Eltern das letzte Mal sah, von der Zeit in Gefangenschaft und ihrem Leben nach der Befreiung.
Meiner Meinung nach ist dieses Buch absolute Pflichtlektüre für jedermann!!!⠀
Denn es hält vor Augen, dass solche Geschehnisse leider wieder passieren könnten.....
Das Buch soll das Geschehene in Erinnerung halten damit niemand vergisst, dass solche furchtbaren und grauenhaften Taten nie wieder passieren dürfen!!!
Zum Abschluss noch 2 wichtige Zitate aus dem Buch:
"𝔻𝕒𝕤, 𝕨𝕒𝕤 𝕕𝕒𝕞𝕒𝕝𝕤 𝕘𝕖𝕤𝕔𝕙𝕖𝕙𝕖𝕟 𝕚𝕤𝕥, 𝕜𝕒𝕟𝕟 𝕝𝕖𝕚𝕕𝕖𝕣 𝕨𝕚𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕘𝕖𝕤𝕔𝕙𝕖𝕙𝕖𝕟, 𝕨𝕖𝕟𝕟 𝕒𝕦𝕔𝕙 𝕧𝕚𝕖𝕝𝕝𝕖𝕚𝕔𝕙𝕥 𝕟𝕚𝕔𝕙𝕥 𝕒𝕦𝕗 𝕕𝕚𝕖𝕤𝕖𝕝𝕓𝕖 𝕎𝕖𝕚𝕤𝕖. 𝕌𝕞 𝕫𝕦 𝕧𝕖𝕣𝕙𝕚𝕟𝕕𝕖𝕣𝕟, 𝕕𝕒𝕤𝕤 𝕕𝕖𝕣 ℍ𝕠𝕝𝕠𝕔𝕒𝕦𝕤𝕥 𝕤𝕚𝕔𝕙 𝕨𝕚𝕖𝕕𝕖𝕣𝕙𝕠𝕝𝕥, 𝕚𝕤𝕥 𝕖𝕤 𝕨𝕚𝕔𝕙𝕥𝕚𝕘, 𝕤𝕚𝕔𝕙 𝕫𝕦 𝕖𝕣𝕚𝕟𝕟𝕖𝕣𝕟; 𝕕𝕒𝕤 𝕍𝕖𝕣𝕘𝕒𝕟𝕘𝕖𝕟𝕖 𝕡𝕣ä𝕘𝕥 𝕕𝕚𝕖 𝔾𝕖𝕘𝕖𝕟𝕨𝕒𝕣𝕥 𝕦𝕟𝕕 𝕨𝕚𝕣𝕗𝕥 𝕤𝕖𝕚𝕟𝕖𝕟 𝕊𝕔𝕙𝕒𝕥𝕥𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗 𝕕𝕚𝕖 ℤ𝕦𝕜𝕦𝕟𝕗𝕥."
"𝔻𝕖𝕣 𝕊𝕚𝕟𝕟 𝕕𝕚𝕖𝕤𝕖𝕤 𝔹𝕦𝕔𝕙𝕖𝕤 𝕚𝕤𝕥, 𝕦𝕟𝕤 𝕫𝕦 𝕝𝕖𝕙𝕣𝕖𝕟, 𝕕𝕚𝕖 𝔽𝕖𝕙𝕝𝕖𝕣 𝕕𝕖𝕣 𝔾𝕖𝕤𝕔𝕙𝕚𝕔𝕙𝕥𝕖 𝕫𝕦 𝕧𝕖𝕣𝕞𝕖𝕚𝕕𝕖𝕟. 𝕀𝕔𝕙 𝕙𝕠𝕗𝕗𝕖, 𝕖𝕤 𝕙𝕒𝕥 𝕕𝕒𝕤 ℙ𝕠𝕥𝕖𝕟𝕥𝕚𝕒𝕝, 𝕛𝕖𝕕𝕖𝕟 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕣 𝕖𝕣𝕜𝕖𝕟𝕟𝕖𝕟 𝕫𝕦 𝕝𝕒𝕤𝕤𝕖𝕟, 𝕕𝕒𝕤𝕤 𝕨𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕕𝕚𝕖 ℝ𝕠𝕝𝕝𝕖 𝕕𝕖𝕤 𝕋ä𝕥𝕖𝕣𝕤 𝕟𝕠𝕔𝕙 𝕕𝕚𝕖 𝕕𝕖𝕤 𝕡𝕒𝕤𝕤𝕚𝕧𝕖𝕟 ℤ𝕦𝕤𝕔𝕙𝕒𝕦𝕖𝕣𝕤 𝕦𝕟𝕤 𝕧𝕠𝕣𝕙𝕖𝕣𝕓𝕖𝕤𝕥𝕚𝕞𝕞𝕥 𝕚𝕤𝕥. 𝕎𝕚𝕣 𝕒𝕝𝕤 𝕀𝕟𝕕𝕚𝕧𝕚𝕕𝕦𝕦𝕞 𝕙𝕒𝕓𝕖𝕟 𝕖𝕚𝕟𝕖𝕟 𝕖𝕚𝕘𝕖𝕟𝕖𝕟 𝕎𝕚𝕝𝕝𝕖𝕟 𝕦𝕟𝕕 𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕍𝕖𝕣𝕒𝕟𝕥𝕨𝕠𝕣𝕥𝕦𝕟𝕘 𝕦𝕟𝕕 𝕟𝕦𝕣 𝕚𝕟𝕕𝕖𝕞 𝕨𝕚𝕣 𝕕𝕚𝕖𝕤𝕖 𝕍𝕖𝕣𝕒𝕟𝕥𝕨𝕠𝕣𝕥𝕦𝕟𝕘 ü𝕓𝕖𝕣𝕟𝕖𝕙𝕞𝕖𝕟, 𝕜ö𝕟𝕟𝕖𝕟 𝕨𝕚𝕣 𝕧𝕖𝕣𝕞𝕖𝕚𝕕𝕖𝕟, 𝕕𝕒𝕤𝕤 𝕕𝕚𝕖 𝔾𝕖𝕤𝕔𝕙𝕚𝕔𝕙𝕥𝕖 𝕤𝕚𝕔𝕙 𝕨𝕚𝕖𝕕𝕖𝕣𝕙𝕠𝕝𝕥."
- Barbara Degen
Das Sechskleeblatt
(1)Aktuelle Rezension von: KarinJInhalt (Buchauszug): gedacht für Mädchen 12-16 Jahre
Sechs lebensfrohe Mädel - von allen „Sechsklee“ genannt - erleben zum Abschluß ihres Schulbesuches etwas Besonderes. Fräulein Treumann, ihre geliebte Lehrerin, regt sie dazu an, und das Geld verdanken sie einem glücklichen Einfall. So unternehmen Hanni, Eva, Lore, Anneliese, Ilse und Gudrun - jede für sich - einen Tagesausflug, um später bei Fräulein Treumann zu hören, wem von ihnen das schönste Erlebnis beschert worden war. Doch es kommt noch besser: sie müssen ihre Erlebnisse bei der Entlassungsfeier vor Eltern und Schülern berichten! Und siehe da, - es erweist sich, daß die sechs Mädel trotz ihrer 14 Jahre recht verstehen, was ihnen das Leben an jenem Ausflugstage zu zeigen hatte. Sechs jugendfrische Mädel begleiten wir ein Stückchen auf ihrem Lebensweg und nehmen teil an ihren Sorgen, an ihrem Glück. Wir erleben Mädchenschicksale - bald heiter, bald ernst - als Spiegelbild der weiten, bunten Welt, in der sie alle stehen wie du und ich.
Meine Bewertung:Das Buch kam 1958 heraus und man merkt es sprachlich deutlich an der teils ungewohnten Satzstellung oder an Wörtern, die man nicht mehr so oft verwendet. Gestört hat es mich nicht wirklich und ich fand sogar ein paar Formulierungen, die ich mochte. Der Ton jedoch erscheint mir etwas fremd. Das wirkt alles so übertrieben. "Mädchenschicksale" - so hätte ich die Erlebnisse nicht beschrieben, denn keines der Mädchen erlebt etwas, man als Schicksal verstehen würde. Als jemand auf die Idee kommt, die Lehrerin solle den Spartopf zählen, ist das "ein großartiger Einfall", der die Gruppe in helle Begeisterung versetzt, und die Lehrerin erklärt dies zu einem "feierlichen Anlaß", der entsprechend begangen sein möchte. Für mich ist das nicht nachzufühlen; die Figuren geraten mir zu schnell und zu intensiv ins Gefühl. Ich mochte zudem die Geschlechterrollen nicht. Die Mädchen leiden unter den starken Jungen, die großmäulig sind und Streiche spielen. Die Jungen werden jedoch für dumm erklärt, woraus die Mädchen Genugtuung ziehen. Blöder Geschlechterkampf und blöde Stereotype. Oder dass das Alter so einen großen Unterschied macht, dass die Abschlussklasse von den Jüngeren wie Stars bewundert und beneidet werden. Manche Dinge sind einfach schlecht gealtert, wie das, dass man als Erwachsener ein Mädchen, von dem man aus Versehen angerempelt wurde, festhalten durfte. Zu Beginn steht die Idee, sich selbst zu verbessern. Die mochte ich bereits nicht. Teils komplexes, unerwünschtes Verhalten sollte durch Geldstrafen abtrainiert werden. Wie das ablief, darüber breitet sich der Mantel des Schweigens. Dass es nicht einfach war, sieht man nur an der Menge Geld, die zusammenkam. Was zunächst als Belohnung gedacht war, verkommt am Ende zu einem Wettbewerb. Und wer zuviel von "seinem" Geld verbraucht hat, muss sich schämen. Über die Ungerechtigkeit, dass man nach einer unbekannten Regel bewertet wird, ereifert sich ausgerechnet die, die etwas von dem Geld für sich ausgegeben hatte, als ob sie eine Ausrede bräuchte. Für die sechs Ausflüge hat sich Barbara Degen allerdings viel überlegt. Das waren sehr verschiedene Erlebnisse und ich fand die Schilderung lebhaft und anschaulich, wenn auch die zu ziehende Lehre jeweils dick aufgetragen. Diese sechs Kapitel machen den größten Teil des Buchs aus und ich gebe ihm daher insgesamt drei Sterne.
- Maria Blumencron
Auf Wiedersehen, Tibet
(6)Aktuelle Rezension von: martina400Inhalt:
Maria Blumencron ist Journalistin und möchte ein Problem der Flüchtlingshelfer von Tibet nach Nepal aufdecken und ins Bewusstsein der Menschen bringen. Sie möchte die beschwerliche Reise über den 6000 m Hohen Grenzpass filmen. Für viele ist die Flucht auch der Weg in den Tod. Der Grad zwischen dem Weg in die Freiheit und dem Sterben im Gletscher ist sehr schmal. Trotzdem macht sich Maria mit einer Gruppe von Flüchtlingen auf den Weg und erfährt am eigenen Leib, wie gefährlich diese Flucht ist.Cover:
Das Cover spricht den Leser direkt an. Das warmherzige Lächeln eines Mädchens und deren funkelnde Augen erwärmen das Herz. Im Gegensatz dazu sieht man im unteren Teil des Covers eine kleine Gruppe, die sich durch das endlose Weiß des Himalyas kämpft. Diese beiden Gegensätze lassen darauf schließen, dass das Buch von Persönlichkeit, Stress, Herzenswärme und Verzweiflung erzählt.Meine persönliche Meinung:
Ich wusste bislang nichts von dieser Flüchtlingsroute und war gespannt, was mich erwartet. Sehr persönlich erzählt Maria von sich, Kehlsang dem Flüchtlingshelfer und dem Leben in Tibet. In ihren Erzählungen springt sie oft hin und her und wechselt die Perspektiven, dass es dem Leser nicht immer einfach ist zu folgen. Teilweise gelingt es ihr ein Bild von dem Leben in Tibet zu vermitteln, der Angst auf der Flucht und der Arbeit der Flüchtlingshelfer. Oft kommt es mir aber so vor, als würde sie sich in ihren Erinnerungen verzetteln und ich verlor manchmal den roten Faden. Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema Flüchtlinge und Schlepper berührend. Maria Blumencron gelang es von dieser Reise und ihren Tücken zu berichten, konnte aber nicht alle Emotionen transportieren.Fazit:
Eine Fluchtbericht, an den man in Europa nicht denkt . gefangen in Schnee und Eis.























