Bücher mit dem Tag "ermittler"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ermittler" gekennzeichnet haben.

652 Bücher

  1. Cover des Buches Die Lieferung (ISBN: 9783499275173)
    Andreas Winkelmann

    Die Lieferung

     (271)
    Aktuelle Rezension von: Read-and-Create

    Die Story hat mir an sich gut gefallen - es gibt sogar eine parallele Lovestory – aber ich fand es sehr schade, dass die Spannung stellenweise gefehlt hat.

    Dass die Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt sind, hat wieder etwas Schwung und Spannung ins Buch gebracht. Das Buch wurde in 6 Abschnitte mit vielen kurzen Kapiteln unterteilt, die sich schnell und flüssig lesen lassen.

    Der Schreibstil ist, wie gewohnt, sehr angenehm und bildhaft. In die Charaktere konnte ich mich hineinversetzen, die Orte und das Geschehen konnte ich mir sehr gut vorstellen.

  2. Cover des Buches Mooresschwärze (ISBN: 9783944676067)
    Catherine Shepherd

    Mooresschwärze

     (226)
    Aktuelle Rezension von: ulliken

    Cover: Dunkle is schwarze Schatten umranden den weißen Innenraum, es sieht aus, als wandele eine junge Frau in weißem Nachthemd oder Abendkleid im Schnee in die Dunkelheit hinein. Fanz oben in großen weißen Lettern der Name der Autorin Cathrine Shepherd, ganz unten in Rot und ebenfalls in großen Lettern der Titel des Thrillers "Mooresschwärze".



    Julia Schwarz wurde wegen einer Tragödie um ihren kleinen Bruder Rechtsmedizinerin. Sie wird von Kommissar Florian Kessler zu einem Tatort im Moor bestellt. Es sieht so aus, als sei sie ertränkt worden. Doch das wird zuletzt die Autopsie zeigen. Aber daraus wird erstmal nichts, denn die Leiche kommt nicht in der Rechtsmedizin an. Wer hat ein Interesse an einer Leiche? Der Täter? Julia wird unruhig und sucht noch einmal die Gegend um den Tatort auf. Sie wird fündig, statt des verlorengegangenen Leichnams findet sie nahe eines Parkplatzes blutige Wäsche. Dann taucht eine weitere Leiche auf. Auffallend hierbei sind seltsame Tatoos auf den Leichen. Handelt es sich um einen Serientäter? Was bedeuten die Tatoos, die die einzige Gemeinsamkeit der Toten sind? Sind es tatsächlich Zeichen der Mayas?


    Dieser Thriller macht von Anfang an sehr neugierig. Man kann sich alles gut vorstellen. Die Autorin hat die Charaktere sehr gut herausgearbeitet. Kriminalkommissar Kessler und Julia Schwarz sind bereits ein eingespieltes Team, sie können sich aufeinander verlassen. Die Spannung steigt und wir ermitteln mit, bis sich die Ereignisse überschlagen und es auch für die Protagonisten sehr brenzlig wird.


    Die Autorin schreibt sehr authentisch und lässt sich gut lesen. Da wir auch andere Teilnehmer dieses Falls begleiten, aus deren Sicht berichtet wird, werden das Lesen und die Handlung nie langweilig.


    Der Thriller ist der erste der dritten Reihe (Julia Schwarz - Thriller) von Cathrine Shepherd. Er erscheint im Kafel Verlag. Er bekommt von mir 4 Sterne.

  3. Cover des Buches Love & Lies (ISBN: 9783453419162)
    Molly McAdams

    Love & Lies

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Lisasbuechereck
    Nach dem sehr, sehr offenen Ende vom ersten Teil, musste ich einfach weiter Lesen. Und zwar sofort. Wer die Bücher gelesen hat, versteht was ich meine. Band zwei knüpft nicht direkt an den ersten Teil an. Wir Springen noch mal ein Paar Wochen zurück in der Zeit und können erleben wie es kash und Rachel so ergangen ist. 
    Dann sind wir auch schon schnell an der Stelle wo Band Eins Endet. Und es geht ab meine Lieben. Dieser Teil ist echt Action geladen. Es war super Spannend und ich habe so gelitten. Es hat mir echt Angst gemacht. 
    Doch es war auch etwas Kurios. Es kommt der Zeitpunkt wo alles wieder „gut“ ist, doch es wird kompliziert. Irgendwie reagiert Kash auf einiges echt Komisch. Ja man kann ihn etwas verstehen, aber ich denke er reagiert etwas über. Was er zu viel reagiert, reagiert Rachel zu Wenig. Ja sie hat viel mitgemacht und ist Traumatisiert, aber trotzdem könnte etwas kommen von ihr. 
    Trotzdem war es im ganzen ein echt gutes Buch. Es konnte mich sehr gut unterhalten und ich bin froh die Bücher gelesen zu haben. Von mir bekommt auch Band zwei 4 Sterne. 
  4. Cover des Buches Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers (ISBN: 9783404180578)
    Nadine Matheson

    Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers

     (188)
    Aktuelle Rezension von: alaskabooklover

    Dieses Buch habe ich spontan gekauft und hab es auch durch Zufall entdeckt. Mir gefallen sehr die kurzen Kapitel. Ich mochte den Schreibstil sehr, da sich das Buch schnell und flüssig lesen ließ. Durch die brutalen und verstörenden Szenen die beschrieben wurden, habe ich leichte Paranoia bekommen und mich erschraken kleine Sachen, obwohl ich eigentlich nicht schreckhaft ist. Das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven, da alles sehr bildhaft beschrieben worden ist. Am Anfang war ich verwirrt, da ich gedacht habe, dass es eine Fortsetzung von einer Reihe ist, aber die ,,Vorgeschichte” wird erst später während der Story erzählt, sodass man nicht sofort weiß, was vor ein paar Monaten passiert ist. Für meinen Geschmack gab es zu viele Charaktere, wo man erst nachdenken muss wer wer ist. Den Plottwist fand ich jetzt nicht so überraschend, also er war schon gut gelungen, sondern ich hatte da meine Theorie, wer der Killer sein könnte, die dann wahr wurde. Ich mochte eigentlich alle Protagonisten, nur manchmal fand ich Henley zu stur, was ein bisschen genervt hat. Den Cliffhanger am Ende fand ich sehr fies, aber ich freue mich, wenn ich bald den zweiten Band lesen kann😁

  5. Cover des Buches 10 Stunden tot (ISBN: 9783550200052)
    Stefan Ahnhem

    10 Stunden tot

     (197)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Fabian Risk riskiert für seine Arbeit als Mordermittler den Zusammenhalt seiner Familie und stürzt sich verbissen in einen neuen Fall, in dem ein Mörder scheinbar zufällig und ohne bestimmtes System in der schwedischen Küstenstadt Helsingborg sein Unwesen treibt. Risk hat kaum einen Ansatzpunkt, da der Mörder seine Taten nur aus reiner Lust am Töten verübt…

    Stefan Anhem hat mit „10 Stunden tot“ einen Romanzweiteiler verfasst, der in seiner Reihe um Kommissar Fabian Risk den Band vier und fünf markieren. Man sollte sich also vor dem Lesen bewusst sein, dass der Fall am Ende nicht aufgeklärt wird und viele Fragen offenbleiben. Vorkenntnisse aus den anderen Bänden sind zwar nicht zwingend notwendig, da sich die wichtigsten Zusammenhänge schnell erschließen oder einige kleine Erklärungen mitgeliefert werden. Dennoch: Kennt man die Probleme von Fabian Risk, insbesondere in seiner zerrütteten Ehe, kann man noch mehr mitfiebern, dieser Teil der Handlung erschießt sich dann besser. Schön ist, dass sich die Charaktere hier noch einmal weiterentwickeln können und neue Herausforderungen entstehen, was die Bindung zu ihnen noch einmal verstärkt. Sie sind gut beschrieben und bringen einen individuellen Charme mit ein.

    IM eigentlichen Fall vereinen sich gleich mehrere Handlungsstränge, die Idee des Würfelmörders ist nur ein Teil davon. Es ist etwas unübersichtlich, was nun im Fokus steht, was gerade ermittelt wird, was wozu gehört. Und das stört den Lesefluss leider etwas, der Roman wirkt dadurch recht ruckelig. Und dann – auch wenn klar ist, dass das Ende offen ist – bleibt doch ein etwas ratloses Gefühl zurück. Sehr positiv anzumerken ist allerdings, dass hier eben nicht nach Schema F erzählt wird, sondern ein sehr eigenständiger und innovativer Roman entstanden ist, die sich auch von den bisherigen Romanen um den schwedischen Ermittler unterscheiden und viele neue Stimmungen mit einbringen.

    Es ruckelt an einigen Stellen, der Erzählfluss will sich nicht so recht einstellen, immer hat man das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Dennoch ist „10 Stunden tot“ von Stefan Ahnhem voller interessanter Ideen, packenden Momenten, gelungenen Wendungen und einer gehörigen Portion Grausen, da die Taten sehr brutal verübt werden. Dass die Grenze zum guten Geschmack zwar – mal wieder – gestreift, aber nie überschritten wird, ist dem Autor ebenfalls positiv anzurechnen.   

  6. Cover des Buches Lotusblut (ISBN: 9783423215695)
    Judith Winter

    Lotusblut

     (147)
    Aktuelle Rezension von: Zahirah

    Der Thriller ist gut erdacht und kommt mit einigen unvorhersehbaren Wendungen daher. Der Autorin gelingt es die Spannung lange zu halten, da man als Leser nicht zu schnell auf den Mörder und seine Motivation schließen kann. Die Anlaufschwierigkeiten in ihrer Zusammenarbeit, die ja schon in Band 1 intensiv beleuchtet wurden, sind auch in diesem Serienteil noch nicht ausgeräumt. Das zeigt sich auch darin, dass beide jeweils allein ihren eigenen Ermittlungsansätzen folgen, was wiederum ihr Vorgesetzter gar nicht gern sieht. Aber allmählich merken die beiden so unterschiedlichen Charaktere, dass sie zusammenarbeiten müssen, wollen sie den Fall zum Abschluss bringen. Hat man den Vorgänger gelesen und erinnert sich an die Zickereien der Beiden, wirkt die hier beschriebene Weiterentwicklung durchaus überzeugend und glaubwürdig. Auch die Nebencharaktere passten mit ihren Persönlichkeiten gut in die Geschichte. Alles in allem eine gelungen Fortsetzung. Mich hat der Krimi gut unterhalten und ich kann 4 von 5 Sterne vergeben.

  7. Cover des Buches Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1) (ISBN: 9783548288918)
    Peter Gallert

    Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1)

     (163)
    Aktuelle Rezension von: Knipsi

    Ein ansprechendes Cover. Ein Mann steht auf einer Brücke. Durch das Gegenlicht sieht man ihn nur als Silhouette. Eine alte Metallbrücke sorgt für ein beklemmendes Gefühl. Mehrmals wird diese Brücke im Buch vorkommen. Auch nach dem Lesen weiß man nicht, wer die Person auf dem Cover sein soll, es wird mehrere Möglichkeiten der Interpretation geben. Der Titel ist kurz und prägnant. Die drei Wörter hallen lange nach. Schön ist der geprägte Druck. Dieser lässt das Taschenbuch gut in der Hand liegen.

    Schnell wird der Protagonist eingeführt. Die Anfangsszene ist überraschend und  überwältigte mich als Leser. Der Polizei-Seelsorger Martin Bauer ist ein toller Charakter. Und er handelt, wenn auch nicht so, wie man es sich vorstellt. Oft legt er sein Schicksal aggressiv in Gottes Hände. Der Tod eines Polizisten lässt ihn nicht los, zumal er ihn kurz vorher vom Suizid abhalten konnte. Die Verzweiflung in dessen zurückgelassener Familie ist greifbar. Besonders die des Teenagersohnes geht einem nahe. Er hat dadurch den vagen Halt der Familie verloren.

    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Bauer ist als Seelsorger bei der Polizei nicht beliebt und aufgrund seiner Vorgehensweise kann man seine Vorgesetzten teils verstehen. Die ihn begleitende Polizei-Kollegin hat einen schweren Stand, da hier die Karriere auf dem Spiel steht. Die eigene Familie macht ebenfalls Probleme. Die Beziehung kriselt, da die Tochter zu einem G-7-Gipfel unterwegs ist und ihm seine Frau diesbezüglich Vorwürfe macht. Die Hinterbliebenen des toten Polizisten wollen auch schnell vergessen und lehnen seine Hilfe ab oder entziehen sich dieser.

    Die Kapitel sind kurz. Die Handlung wird dadurch schnell und abwechslungsreich. Das ist den Erzählsträngen auch angemessen. Der Zeitdruck lastet auf Bauer. Er wird überall gebraucht und kann doch nicht alles richten. Die Sprache ist dem Genre entsprechend, Milieu- und Jugendsprache inklusive. Die Orte sind gut beschrieben. Ich konnte mich immer dort wiederfinden.

    Das Ruhrgebiet ist dem Untergang preisgegeben. Die Bewohner am Scheideweg. Der Tod trifft einen Teenager in seinen Grundfesten. Bauer versucht, was in seiner Macht steht, um ihm zu helfen. Dabei tritt er so manchem auf die Füße und stößt einigen vor den Kopf. Er selbst ist immer im Zwiespalt und muss auf seinen Glauben vertrauen.

    Ein tolles Buch. Es gehört wahrlich in die „Edition Kopfkino“.

  8. Cover des Buches Federspiel (ISBN: 9783426516560)
    Oliver Ménard

    Federspiel

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy2019
    Reporterin Christine ermittelt und bringt nicht nur sich dabei in Gefahr! Spannende Story!
  9. Cover des Buches Blutsommer (ISBN: 9783499257278)
    Rainer Löffler

    Blutsommer

     (416)
    Aktuelle Rezension von: hell666

    Der brillante Martin Abel wird nach Köln gerufen, um bei einem Fall zu helfen. Der Fallanalytiker bekommt Hannah Christ zur Seite gestellt, die von ihm lernen will. Mit seiner ruppigen und unkonventionellen Art macht Martin es den Leuten schwer ihn zu mögen. In Köln treibt der Metzger sein Unwesen, er verstümmelt seine Opfer und hinterlässt sie oft blutleer. Martin hat relativ schnell eine genauere Täterbeschreiung, doch durch einen Fehler eines Kollegen geht der Metzger ihnen durch die Lappen. Am Ende wird es für Martin und Hannah brenzlig, sie lernen den Metzger persönlich kennen. 

    ⚠️Vorsicht Spoiler! 

    Leider vorhersehbar, dass der Täter der Physiotherapeut war und auch, daß die Fleischbällchen aus Menschenfleisch sind. 

    Trotzdem gut geschrieben und lesenswert. 

  10. Cover des Buches Leuchtturmmord (ISBN: 9783746632063)
    Katharina Peters

    Leuchtturmmord

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Während Romy und ihr Team auf Rügen den Fall einer Frauenleiche am Leuchtturm auf der Halbinsel Zudar zu klären haben, und dafür deren gesamte frühere Jugendclique und alte Kameraden aus ihrer Zeit bei der Bundeswehr durchleuchten müssen, bekommen es Jan Riechter und sein Team, welches um die neue Kommissarin Olivia Durow ergänzt wird, mit mehreren toten jungen Männern zu tun, die scheinbar bei illegalen Boxkämpfen ihr Leben lassen mussten.
    Außerdem werden die Ermittlungen durch eine Kollegin der internen Ermittlung unterstützt.

    Im fünften Band werden die Teams also um zwei neue Gesichter ergänzt. So richtig was Neues konnte das Buch mir aber leider trotzdem nicht bieten. Inzwischen wirken die Fälle leider ein bisschen nach Schema F gestrickt. Zwei Fälle in zwei Kommissariaten, die letztlich, ineinander verknüpft, parallel gelöst werden können.
    Ja, es ist vielleicht das, was diese Reihe auszeichnet, aber ich würde mir inzwischen mal den ein oder anderen kleinen Nervenkitzel wünschen.
    Die Ermittlungen plätscherten für mein Empfinden einfach zu sehr vor sich hin. Auch wenn es mehrere Tatverdächtige gibt, der wirkliche Aha-Effekt am Ende war leider nicht da. 

    Ich werde die Reihe trotzdem weiter verfolgen. Bisher war dieser Band für mich aber eindeutig der Schwächste.

  11. Cover des Buches Die Mädchen von Strathclyde (ISBN: 9783959676656)
    Denzil Meyrick

    Die Mädchen von Strathclyde

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Angy93
    Glasgow, 1986: Constable Jim Daley ist in seinem zweiten Jahr als Streifenpolizist bei der Starthclyde Police. Von der traurigen Berühmtheit Glasgows als Mord-Hauptstadt Europas bekommt er nur wenig mit: Betrunkene Obdachlose, eingeschlagene Schaufenster und rachsüchtige Vorgesetzte bestimmen seinen Dienstalltag. Dies ändert sich schlagartig, als er eine tote Prostituierte auffindet und daraufhin mit DC Brian Scott einen Serienmörder jagt ...

    Nachdem ich mit dem dritten Teil dieser Reihe, dem Paten von Glasgow angefangen habe, wollte ich auch die anderen beiden Bücher lesen.
    Dieses Werk von Denzil Meyrick hat mir dabei gut gefallen. Man erlebt die Geschichte, wie Daley zur Kriminalpolizei kommt. Auch lernt man seine Vorgeschichte mit den Nebencharaktären kennen. 
    Die Geschichte bietet dabei noch einen spannenden Kriminalfall.
    Die Sprache ist einfach und gut verständlich.

  12. Cover des Buches Tausendschön (ISBN: 9783442375813)
    Kristina Ohlsson

    Tausendschön

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der Einstieg war eher langsam. Aber zum Glück hab ich durchgezogen, denn das Buch hat mich am Ende doch überrascht.

    Es sind so viele Fäden, die augenscheinlich zusammenhängen. Es geht um Flüchtlingsschmuggel, um eine Kirchengemeinde, Nazis und zerrüttete Familien.

    Aber all diese Dinge fließen so gleichmäßig an das Buch, gekonnt und nicht zu aufgesetzt.

    Das Buch ist aus verschiedenen Ansichten geschrieben, wobei einige Passagen natürlich wieder spannender gehalten werden als andere.

    Wie genau die Fäden zusammenhängen und wer hier wirklich wen täuscht, war am Ende wirklich sehr verblüffend. Diese ganze geplante Rache, diese ganze Wut, die in einer einzigen Person steckt, war sehr bedrückend.

  13. Cover des Buches Blutige Stille (ISBN: 9783596512669)
    Linda Castillo

    Blutige Stille

     (589)
    Aktuelle Rezension von: Aleksandra

    Klappentext: "Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?
    Spannungsgeladen und aufregend: Auch der zweite Thriller mit Polizeichefin Kate Burkholder ist Nervenkitzel pur. Ein Thriller, der Gänsehaut garantiert!"

    Nachdem ich den ersten Teil nur so verschlungen habe, traute ich mich an den zweiten Teil. Dieser war eindeutig besser. 

    Linda Castillo hat eine sehr angenehme und gemütliche Schreibweise. Beim Lesen ihrer Romane hat man das Gefühl, als würde man mitten in einer dicken Decke eintauchen und sich aber trotzdem voll im Geschehen befinden.

    Kate Burkholder wird mir immer sympathischer, langsam baue ich auch eine Beziehung zu ihr auf und kann so einiges nachempfinden. Im zweiten Teil kommt sie mir menschlicher vor. Tomassetti's Entwicklung in diesem Buch begeistert mich. Er befindet sich auf der Suche nach sich selbst sowie der Akzeptanz einer neuen Liebe. Wundervoll in Szene gesetzt, aber so zart und so wenig dramatisch, dass die Liebesgeschichte der zwei Cops nur als Schatten dargestellt wird. So hat der zweite Fall Zeit und Raum sich zu entfalten.

    In diesem Buch werden weitere Geheimnisse und Lebensgewohnheiten der Amish-Familien dargestellt. Immer wieder bin ich verwundert und überrascht, wie zB. von der gesichtslosen Puppe. 

    Der Fall selbst ist spannend aufgebaut. Man vermutet den Täter, allerdings wird man am Ende trotzdem überrascht. Die Gedanken, wie ungeschützt und ahnungslos die Jugendlichen und die Kinder der Amish-Gemeinde sind, erschrecken mich oft. 

    Das Buch hat mich sehr bewegt und einen weiteren Gedankenkarussell entfacht.

    Diese Buchreihe von Linda Castillo ist nicht nur eine Krimi/Thriller-Reihe. Sie ist vielmehr.

    Empfehlen würde ich gerne die Reihe jedem, der gerne gemütlich liest, mit viel Spannung, wenig Romanze, dafür aber mit einem Blick hinter den Kulissen der geheimnisvolle Amish-Gemeinde.

  14. Cover des Buches Und morgen du (Ein Fabian-Risk-Krimi 1) (ISBN: 9783548612904)
    Stefan Ahnhem

    Und morgen du (Ein Fabian-Risk-Krimi 1)

     (219)
    Aktuelle Rezension von: Kate_books_munich90

    Ich hab mir richtig Zeit gelassen diese Reihe zu beginnen. Hab auch schon alle daheim. 


    Erstmal zum Cover. Für mich persönlich nichts spektakuläres, es wäre mir also nicht wegen dem Cover aufgefallen. Der Klappentext hat aber richtig gut geklungen und ich dachte mir, der Fabian Risk könnte einer meiner Lieblingsermittler werden. Das Cover hat meiner Meinung nach auch absolut nichts mit dem Inhalt zu tun. Aber das ist eine andere Geschichte. 


    Der Inhalt, also ich hatte mir anfangs echt mehr erhofft. Es hat so vor sich hingeplätschert und es hat mich nicht gepackt. Es war nicht so, das ich es nicht aus der Hand legen konnte. Der Protagonist ist mir recht sympathisch, allerdings muss er unbedingt an seiner Rolle als Vater arbeiten. 

    Es wurde lange zeit nicht spannend, ich dachte schon, das Buch wird eines der Bücher wo ich denke, hoffentlich ist es bald zuende. Es war nicht schlecht, so ist es nicht. Aber es war auch nicht der Kracher. Ein Thriller, den man einfach so mal liest. 

    Zur Mitte hin wurde es etwas besser und zum Ende hat es richtig fahrt aufgenommen. Es wurde besser und besser und dann konnte ich es wirklich nicht aus der Hand legen. 

    Ich hoffe ja das er sich von Teil zu Teil steigern wird. 

    Für den Anfang ein solider Thriller, der ruhig früher etwas spannender hätte sein können. 


  15. Cover des Buches Verdammnis (ISBN: 9783453438217)
    Stieg Larsson

    Verdammnis

     (2.559)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Die Zeitschrift "Millennium" arbeitet mit einem jungen Journalisten und seiner Freundin zusammen. Sie schreibt eine Doktorarbeit über die Hintermänner von Mädchenhandel und er will ein Buch darüber veröffentlichen, in dem auch einige hochstehende Männer entblöst und an den Pranger gestellt werden. Aber wie weit die Kreise wirklich gehen, ahnt keiner. Und dann gibt es Verwicklungen, in denen Mikael Blomkvists frühere Freundin Lisbeth Salander eine Rolle zu spielen scheint. Und obwohl alles dagegen spricht, glaubt Mikael an ihre Unschuld. Aber kann er ihr helfen, wenn die ganze Polizei auf der Jagd nach ihr ist? Sie spricht nicht mit ihm und als sie endlich Kontakt aufnimmt, schreibt sie nur ein einziges Wort : Zala.

    Nachdem ich bei Band eins anfangs etwas Schwierigkeiten hatte, reinzukommen, war ich jetzt mit der Ausführlichkeit des Autors und den Figuren vertraut und war sofort mittendrin. Ich habe auch dieses Buch regelrecht verschlungen und konnte es nicht weglegen. Die Story ist so spannend und geheimnisvoll und man fiebert sehr mit Lisbeth mit. Auch ihr schrecklicher Betreuer, der sie vergewaltigt hatte, taucht wieder auf. Ich kann diese Reihe nur empfehlen. Was für spannende Thriller ! Schade, dass der Autor gestorben ist, bevor er die restlichen 7 Bände fertig hatte, die er geplant hat. Die Buch endet auch hochspannend. Ich bin froh, dass ich Band 3 hier habe, denn ich will unbedingt wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Darum schreibe ich auch jetzt nicht weiter, sondern lese gleich weiter. 

  16. Cover des Buches Grabesgrün (ISBN: B00BYUHBIE)
    Tana French

    Grabesgrün

     (611)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays

    Im fiktiven Dubliner Vorort Knocknaree ereignete sich im Sommer 1984 eine schreckliche Tat: Drei Kinder, die im Wald spielen waren, werden vermisst. Eines der Kinder findet die Polizei völlig verängstigt im Wald, mit blutigen Schuhen und ohne jede Erinnerung daran, was sich zugetragen hat.

    Zwanzig Jahre später ist dieses Kind Ermittler bei der Dubliner Mordkommission. Seinen Namen hat er zu Rob Ryan geändert, denn seine Kindheit hält er geheim. Nur seine engste Kollegin und beste Freundin Cassie Maddox weiß Bescheid. Doch dann werden die beiden zur Leiche eines kleinen Mädchens in Knocknaree gerufen und Detective Ryan wird nicht nur mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern auch mit der Frage, ob die beiden Fälle zusammenhängen.

    Dieser Debütroman von Tana French besticht durch seine atmosphärische Erzählweise und einem gut gesponnen Plot. Mit einem scharfen Auge und wunderbar präziser Sprache lässt die Autorin die Schauplätze und die Figuren des Romans vor dem Auge des Lesers lebendig werden. Die Charaktere sind vielschichtig und differenziert, ihre Handlungen und Motive nachvollziehbar. Besonders interessant fand ich die beiden Hauptfiguren Rob Ryan und Cassie Maddox, weil sie keine 0815-Standardermittler sind. Beide quälen sich mit Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit und suchen Zuflucht in einer innigen Freundschaft. Doch der neue Fall stellt nicht nur ihre kriminalistischen Fähigkeiten auf die Probe, sondern auch ihre Beziehung. Der Fall selbst ist komplex, die Autorin präsentiert einige mögliche Tathergänge, die durch intensive Ermittlungen und Verhöre durchgespielt werden, aber zunächst keine Lösung offenbaren. Dadurch zieht sich die Aufklärung des Mordes ziemlich in die Länge, die Spannung baut sich eher gemächlich auf. Dennoch empfand ich die Geschichte als fesselnd, weil ich als Leser mehr über die Figuren und vor allem über das Verschwinden der Kinder vor zwanzig Jahren erfahren wollte. Die Enthüllung des Täters ergibt sich dann logisch aus den gestreuten Indizien und war für mich überzeugend.  

     

    FAZIT: „Grabesgrün“ ist ein wunderbar geschriebener Kriminalroman, der sich besonders durch seine vielschichtigen Figuren auszeichnet. Leser die den Nervenkitzel suchen könnten enttäuscht sein, da die Ermittlungen nur langsam voranschreiten. Aber all denjenigen die gerne einmal einen andersartigen Spannungsroman mit komplexen Charakteren (mit dunkler Vergangenheit) lesen möchten, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.

     

  17. Cover des Buches Blake (ISBN: 9783453439412)
    Jack Heath

    Blake

     (130)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Timothy Blake arbeitet für das FBI, steht aber auf keiner Gehaltsliste. Er hat eine dunkle Begierde, die er regelmäßig befriedigen muss, um nicht durchzudrehen. Sein korrupter Chef weiß davon und würde wohl eigentlich nicht darauf eingehen, wenn nicht Blake etwas über ihn wüsste. Blake bekommt einen neuen Fall und eine neue Agentin Reese Thistle an die Seite gestellt. Ein Junge namens Cameron Hall wurde entführt und die Lösegeldübergabe geht komplett schief. In einem gestohlenen Wagen finden sie eine Niere und Blake, der sein Geheimnis hüten muss, wird immer mehr in die Geschichte hineingezogen und gerät alsbald unter Verdacht.

     

    Was mir richtig gut an dem Buch gefunden habe, war der Protagonist Timothy Blake. Auch das hier die Ich-Perspektive gewählt wurde, war in diesem Fall sehr passend, denn so konnte man noch viel tiefer in die kranke Welt von Blake eintauchen. Er ist eine spannende Figur mit einer schrecklichen, wie auch tragischen Vergangenheit. Hier hat sich mal wieder gezeigt, dass die Gesellschaft komplett versagt hat (in dem Fall die Gesellschaft von der USA, da es in Houston spielt). Seine Vergangenheit wurde auch immer wieder clever in die Geschichte mit eingebunden. Da hat sich Blake an etwas erinnert, zack kam eine Szene aus seiner Vergangenheit, die die Puzzlestücke von Blake weiter zusammengesetzt hat.

    Bei dem Buch kann man wirklich von einem Thriller reden, mit Horrorelementen. Blake hat es geschafft, eine an sich harmlose Situation in eine gefährliche zu drehen. Seine dunkle Begierde ist natürlich ständig präsent und wer Ekel, Blut und kranke Gedanken nicht mag, für denjenigen ist dieses Buch nichts, denn es zieht sich durch.

    Blake ist demnach auch nicht gerade der sympathischste Protagonist, weil einige seiner Handlungen verachtenswert sind. Und auch wenn man eine schwere Kindheit hatte und das anschließende erwachsene Leben auch nicht gerade dazu beitrug die Welt zu mögen, ist das keine Entschuldigung. Dennoch zeigt der Autor immer wieder, dass Blake nicht abgrundtief böse ist oder ein schlechter Mensch an sich.

    Blake ist sehr intelligent, denn er kann schnell Schlüsse ziehen und Verbindungen sehen, auf die Andere wohl nur mit weiteren Hinweisen gekommen wären. Es zeigt mal wieder, dass Intelligenz nichts mit einem Schulabschluss zu tun hat. Auch bemerkt er, dass es die Agentin Thistle es gut mit ihm meint und ihn wirklich zu mögen scheint. Immer wieder kommt auf, dass sich Blake anscheinend minderwertig fühlt, dass seine Armut viel mehr über ihn aussagt, als der Rest an ihm. Sie ist offen und stört sich nicht daran, allerdings kennt sie auch nicht sein dunkles Geheimnis. Blake beginnt sie auch zu mögen und schließlich sie vor sich selbst zu schützen. Denn auch wenn er bei Verbrechern keine Reue zeigt, seine dunkle Begierde auszuleben, möchte er das bei „guten“ Menschen nicht tun.

    Rundum, Blake ist einfach eine interessante Person über die ich sogar gern noch mehr lesen würde. Er hat mich fasziniert.

     

    Was mich hingegen gar nicht fasziniert hat, ist der Fall, an dem Blake und Thistle gearbeitet haben. Der war irgendwie so verworren und so seltsam. Als Blake plötzlich vom Entführer selbst entführt hat, war schon eine komische Szene und wo ich mir dachte, dass das der Entführer doch extra macht. Es wurde auch immer seltsamer und dann die Auflösung am Ende… herrjemine. Was war denn das? Ich muss ehrlich sagen, dass ich damit nicht gerechnet habe und der Überraschungseffekt war da, aber ich fand das so merkwürdig.

    Und dadurch da mich dieser Fall, der ja eigentlich die Hauptstory darstellte, nicht richtig gepackt hat, fand ich das Buch auch stellenweise schleppend und in solchen Augenblicken habe ich dann wieder auf eine Szene aus Blakes Vergangenheit gehofft.

    Andere Figuren blieben relativ blass oder unsympathisch. Blake hat eben einen Großteil der Geschichte ausgemacht, was bei dem Titel auch nicht anders zu erwarten war. Einzig Thistle hat noch eine große Rolle gespielt und man hat sie auch ganz gut kennengelernt. Ihr Männergeschmack geht auf jeden Fall in die Richtung aufregend. Typen, die etwas Geheimnisvolles an sich haben wie Blake, ziehen sie an, andere langweilen sie mit der Zeit. Ehrlich gesagt, so ganz konnte ich das nicht nachvollziehen, obwohl Blake einen gewissen Witz schon hat und darauf kann man durchaus stehen, aber ich hätte tatsächlich gern noch etwas mehr von ihr erfahren. Sie schien mir auch eine interessante Person zu sein.

    Schreibstil fand ich in Ordnung. Die gewählte Perspektive war wie gesagt sehr passend und man war sehr nah an Blake dran und das Buch ließ sich gut lesen, aber es war jetzt nicht so ein packender Stil, dass ich deswegen ein weiteres Buch vom Autor kaufen würde.

     

    Fazit: Der Protagonist war für mich eine 1 mit Sternchen. Ich fand ihn einfach sehr faszinierend und spannend. Die Geschichte an sich konnte mich aber nur wenig überzeugen und das Ende, wer nun der Täter war, lässt mich stirnrunzelnd zurück. Von mir gibt es 3 Wortkompasse.

  18. Cover des Buches Das Dorf der Lügen (ISBN: 9783492304733)
    Barbara Wendelken

    Das Dorf der Lügen

     (89)
    Aktuelle Rezension von: lisbethsalander2102

    Dies ist der erste Band einer Krimireihe, die in einem fiktiven ostfriesischen Dorf namens Martinsfehn spielt. Die erst vor kurzem gestartete blutjunge Beamtin Viktoria Engel erschießt bei einem Polizeieinsatz, der sie gemeinsam mit ihrem Kollegen zu einem einsamen Hof gerufen hat, versehentlich den ebenfalls jungen Sohn des Pfarrers, Rouven Kramer. Das Ganze war eine Verkettung von unglücklichen Umständen, deshalb versucht Engel mit ihrem Kollegen, mit dem sie nebenbei bemerkt auch noch eine Affäre hat, den Sachverhalt zu vertuschen, da sie natürlich berufliche Nachteile durch den fatalen Fehler  befürchtet.  Dass das nicht gut gehen kann, ist dem Leser von vornherein klar, und so nimmt das Drama seinen Lauf. Die Jugend im Dorf ahnt, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, organisiert Proteste, und wenige Tage später geht Viktoria Engels Wohnung in Flammen auf, wie durch ein Wunder war sie selbst nicht zu Hause. Die Kripo vor Ort ermittelt, allen voran der sympathische langjährige und erfahrene Dienstleiter Renke Nordmann, der sich als einer der wenigen von der jungen noch dazu bildhübschen Polizistin Engel nicht den Kopf verdrehen lässt. Oft glaubte ich als Leser zu wissen, wie alles zusammen hängt, durch kleine Details ändert sich dann die Handlungsrichtung, und man wird wieder auf eine neue Fährte gelockt, die Autorin hält die Spannung bis zum Schluss. 

    Fazit: ein unaufgeregter Lokalkrimi mit fantastisch und unglaublich authentisch gezeichneten Charakteren, der mir durch den sehr angenehmen und spannenden Schreibstil der Autorin kurzweilige Leseunterhaltung geboten hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil der Reihe!

  19. Cover des Buches Das Hexenmädchen (ISBN: 9783442484287)
    Max Bentow

    Das Hexenmädchen

     (278)
    Aktuelle Rezension von: Nika0301

    "Als ich neulich bei Ihnen war, sprach sie von einer Hexe." - "Das sind Kinderphantasien". (Bentow, Das Hexenmädchen, S. 262).

    Wir lernen zwei kleine Mädchen, Jule und Sophie kennen, beide berichten von dem wahrgewordenen Albtraum, dass sie von einer Hexe, wie aus Hänsel&Gretel, heimgesucht wurden, bevor sie verschwinden. Gleichzeitig werden grauenvoll hingerichtet Opfer in ihren Wohnungen aufgefunden.

    Vom Anfang bis zum Ende war dieses Buch die pure Spannung. Mich selbst hat die "Hexe" 🧙🏽immer wieder geschockt, ebenso wie das, was die Opfer erleiden mussten. Die Auflösung hat mich noch einmal komplett umgehauen, damit war niemals zu rechnen.

    Die gesamte Handlung und der Schreibstil sind sehr angenehm und passen zur Atmosphäre des Buches 🌌. Die Protagonisten sind sehr nahbar, ich konnte mich in alle sehr gut hinein versetzten.

    Ich finde den Bezug zu dem Kindermärchen so gelungen! Denn was ihr hier lest, ist definitiv kein Märchen, sondern der Stoff, aus dem Albträume gemacht sind. ✨

    4/5🌟

    Ich werden jetzt ganz bald mit der Reihe weitermachen, zwischen diesem und dem Vorgänger lang definitiv zu viel Zeit.

  20. Cover des Buches Die geheime Mission des Kardinals (ISBN: 9783446263796)
    Rafik Schami

    Die geheime Mission des Kardinals

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Arius

    Rafik Schamis Erzählung ist nur vordergründig ein Krimi. ... Zwischen den Zeilen analysiert der Autor die Mechanismen von Diktatur und wie ein System die Menschen verändert. Die Handlung ist zweigeteilt. Einerseits ermittelt die Hauptperson, Kommissar Barudi gemeinsam mit seinem italienischen Kollegen Mancini. Unterbrochen wird die Handlung immer wieder durch Tagebucheinträge des syrischen Kommissars. Hier blüht der Autor auf und lässt sein aufgeklärtes Alter Ego in Tagebuchnotizen und Dialogen Kritik am autoritären Islam üben ebenso wie am Pakt der Alawiten mit der Macht und an der Überheblichkeit des römischen Klerus.

    Wir erfahren, wie hochkomplex und explosiv die politische Situation 2010 war. Das Jahr ind er die Handlung spielt.  Der aufrechte, kurz vor der Pensionierung stehende Kommissar verrät in seinem Tagebuch, was öffentlich nicht gesagt werden darf. 

    Kommissar Barudi, ein Christ, soll kurz vor seiner Pensionierung den brutalen Mord an einem italienischen Kardinal aufklären. Dazu muss er erst einmal wichtige Verbündete finden, um in einem Land mit nahezu allmächtigem, raffiniertem Geheimdienst überhaupt ermitteln zu dürfen. Das gelingt ihm, indem er die Botschaften Italiens und des Vatikans mit ins Boot holt. Bald gilt die Aufklärung der Tat als Staatsaktion, schließlich braucht Syrien gute Beziehungen nach Westen. Berlusconis Italien schickt zur Verstärkung (und Absicherung) einen eigenen Kommissar nach Damaskus, den perfekt Arabisch sprechenden Marco Mancini.

    Auch wenn der Plot in Form eines Kriminalromans daherkommt, handelt es sich in erster Linie um einen Roman über das Leben in Damaskus. Rafik Schami lässt es sich nicht nehmen, Syriens Kultur und Lebensweise einfließen zu lassen. Den Gewürzmarkt, der beim Lesen den Geruch von Koriander und Kardamon entwickelt. Der Geschmack der Nachtigallennester, ein Pistaziengebäck, das Leben der verschiedenen Religionen zueinander und die christliche Religion als Minderheit im Land, die ärmlichen Marktgassen, wo keine Touristen hinkommen und vieles mehr. 

    Kommissar Barudi selbst, ist ein melancholischer, unangepasster Typ, der nie in die Partei der Machthaber eingetreten war und daher nie aufstieg, aber er ist damit zufrieden. Er mischt sich politisch nie ein, das würde bedeuten, entweder das Lied der herrschenden zu singen oder im Gefängnis zu verfaulen. So kann er wenigstens gute Polizeiarbeit leisten.

    Kurz vor seinem Ruhestand muss Kommissar Barudi einen brisanten Fall lösen: In einem Fass mit Olivenöl, das an die italienische Botschaft in Damaskus geliefert wurde, befindet sich die Leiche eines italienischen Kardinals, der auf einer geheimen Mission in Syrien unterwegs war. Verdächtige gibt es mehr als genug: 'einfache' Kriminelle, Islamisten, der Geheimdienst, Widersacher in den eigenen Reihen. Und wem kann man vertrauen? Der Geheimdienst hat seine Ohren überall.

    Ein weiteres Thema des Buches behandelt den Aberglauben und die Religion und wie diese Menschen dazu bringen können, die unglaublichsten Dinge zu tun und zu ertragen. Und dies nicht nur im positiven Sinne. Wer nun denkt: 'Na klar, diese zurückgebliebenen Bewohner entfernt liegender Bergdörfer, kein Wunder, dass die Alles glauben.', der irrt. Hierzu ein schöner Satz, weshalb der Aberglaube auch in übersättigten Gesellschaften gedeiht (wenn auch in anderer Form): "Weil die Menschen dort durch nichts mehr Befriedigung finden. Unerträgliche Leere breitet sich in ihrer Seele aus. Deshalb suchen die Menschen in fernen Welten oder Sphären Befriedigung." 

    Das hört sich nun vielleicht Alles ziemlich trist an - ist es aber überhaupt nicht. Rafik Schami schreibt sehr unterhaltsam, wenn auch für meinen Geschmack gelegentlich etwas weitschweifig, was aber wohl den orientalischen Gegebenheiten entspricht. Zudem kommt auch der Humor nicht zu kurz, denn trotz des allgegenwärtigen Geheimdienstes können sich Barudi sowie sein Freund, der Chef der Spurensicherung, ihre spitzen Kommentare nicht verkneifen und der hinzugezogene italienische Kollege hält sich ebenfalls nicht zurück.

    Wer klare, stringente Handlungen mag, tut sich mit diesem Buch vermutlich keinen Gefallen. Denn der Autor nutzt bei jeder Gelegenheit die Chance etwas zu erzählen, was mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun hat. Und so erfährt der Leser irgendwie nebenbei die Lebensläufe fast aller Beteiligten und etliche weitere Anekdoten. Mir hat es gefallen.

  21. Cover des Buches Beim Leben meiner Tochter (ISBN: 9783746631936)
    Michel Bussi

    Beim Leben meiner Tochter

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Miamou
    Nach „Das Mädchen mit den blauen Augen“ war „Beim Leben meiner Tochter“ nun der zweite Roman, den ich von Michel Bussi gelesen habe. Und obwohl das Lesen des ersteren schon etwas her ist, konnte ich mich bei Bussi gleich wieder finden…er hat einen enormen Wiedererkennungswert in seinem Schreibstil und natürlich auch wie er seine Geschichte aufbaut.

    Worum geht’s? Die Familie Ballion macht Urlaub auf der Insel La Reunion, als plötzlich die Mutter, Liane, auf spurlose Weise verschwindet. Der Vater Martial und die Tochter Sopha sind plötzlich auf sich allein gestellt und finden ich in einer Verfolgungsjagd wieder. Denn sehr schnell wir Marital als Mörder von Liane dargestellt und obwohl er immer wieder beteuert, es nicht gewesen zu sein, spricht das Beweismaterial ganz anders. Als die Polizei dann unerwartet auf eine Geschichte aus der Vergangenheit stößt, werden die Karten nochmal neu gemischt.

    Bussi fackelt nicht lange herum und lässt den Leser gleich von der ersten Zeile weg in die Handlung hineinstürzen. Der verzweifelte Marital sucht seine Frau auf dem Hotelzimmer und kann sie nirgends finden. Als die Polizei, die nach einer Vermisstenanzeige, das Zimmer auf den Kopf stellt und dabei Blutspuren findet, wird es für Martial eng. Er flüchtet, gemeinsam mit seiner Tochter und versucht auf der kleinen Insel unterzutauchen. Dies gelingt ihn zunächst erstaunlich gut, aber nur deswegen, weil sich die Polizei zunächst uneinig ist, wie sie arbeiten soll. So plätschert die Handlung in der ersten Hälfte des Buches ein wenig dahin. Sie läuft nach einem gewissen Schema ab: Marital flüchtet mit seiner Tochter von einem Ort zum nächsten und die Polizei sucht ihn, ohne in Frage zu stellen, ob ihr Verdacht gerechtfertigt ist. Die beiden ermittelnden Beamten könnten unterschiedlicher gar nicht sein. Aja ist sehr aktiv und sehr auf ihre Karriere bedacht, während ihr Kollege Christos eher eine ruhige Kugel schiebt. Er ist dann aber derjenige, der Licht in die ganzen Ermittlungen bringt und nachzuforschen beginnt, was in der Vergangenheit passiert ist und ob Martial wirklich so ein kaltblütiger Mörder ist, wie von allen zunächst angenommen wird.

    Der Zeitrahmen der Handlung beschränkt sich auf zwei Tage, die es aber in sich haben. Es wird entführt, getötet und geflüchtet. Dabei erzählt Bussi die Geschichte in parallelen Handlungssträngen und springt auf in den Erzählformen hin und her. Zum einem gibt es diesen auktorialen Erzähler, dann gibt es aber immer wieder Auszüge, die aus der Sicht der 6 – jährigen Sopha erzählt werden. Zwischendurch gibt es ein Kapitel das abwechselnd in der Ich – Perspektive von Martial und dessen Exfrau erzählt werden. Speziell Sophas Sicht ist nicht immer ganz stimmig, da eine sechsjährige wohl kaum so analysiert denken wird, schon gar nicht, wenn sie sich in der Ausnahmesituation einer Flucht befindet. Während des Lesens war sie also vor meinem Auge immer älter, als sie nun tatsächlich war. Auch zu den vielen anderen handelnden Personen konnte ich leider nicht wirklich in Beziehung treten. Besonders die Polizisten wirkten sehr schablonenhaft und da man bei Marital bis zu den letzten Kapiteln nicht wusste, ob er nun schuldig ist oder nicht konnte man auch mit ihm nicht wirklich Mitleid empfinden.

    Bussi baut die Handlung speziell in der zweiten Hälfte des Buches (wo es dann erst so richtig losgeht) sehr komplex auf. Immer wieder wirft er neue Momente hinein, die im Grunde alles auf den Kopf stellen. Trotzdem bleibt dieses Alles sehr undurchschaubar. Bis zum Ende weiß man nicht so recht, wo das Ganze hingehen soll. Meine Empfehlung ist daher, sollte man sich entscheiden, dieses Buch zu lesen, dass man es möglichst zeitnah tut. Die Ermittlungen und deren Ergebnisse werden dann durchaus komplex mit vielen losen Enden, die sich erst in den letzten Kapiteln zu einem Ganzen zusammensetzen. Meiner Meinung nach hätte Bussi da schon um einiges früher damit beginnen können, damit in der zweiten Hälfte des Romans nicht dieser Eindruck des Gedrängten entsteht.

    Alles in Allem würde ich sagen, dass man das Buch ruhig lesen kann, allerdings mit dem notwendigen Durchhaltevermögen, da sich für mich erst nach der ersten Hälfte des Buches wirklich Spannung aufbaute, dann aber so gewaltig, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass Michel Bussi es um Einiges besser kann, weswegen ich mich auf weitere Roman von ihm freue.
  22. Cover des Buches Die Kinder (ISBN: 9783453270947)
    Wulf Dorn

    Die Kinder

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Tobie

    Klappentext:

    Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen.


    Das Buch besteht vorwiegend aus dem Gespräch zwischen Robert Winter und Laura Schrader, die nach und nach erzählt wie es zu dem obigen Sachverhalt kam. Das Gespräch findet in einer psychatrischen Abteilung statt. Ich finde es schwierig etwas vom Inhalt zu schreiben ohne zu spoilern. Der Titel sagt aber schon einiges aus und man kann sich nach kurzer Zeit vorstellen, in welche Richtung das Ganze geht. Das nimmt dem Buch aber nichts von seiner Spannung - im Gegenteil!

    Nach den ersten 30 Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und nach der Hälfte musst ich an einigen Stellen kurz innehalten und hatte Angst weiterzulesen - so gruselig war es. Die Atmosphäre wird hier ganz langsam und behutsam aufgebaut und ehe man sich versieht ist man mitten drin. Als ich das Buch am zweiten Tag beendet hatte, war ich immer noch in dieser bedrückenden Stimmung gefangen. Kinder sind unheimlich ;-)

    Ich finde, dass die Bezeichnung als Thriller nicht ausreichend ist. Für mich geht das schon in Richtung Mystery und Horror. Aber zumindest Letzteres ist wahrscheinlich auch Ansichtssache. Wie der Autor am Ende selbst schreibt, ist es für ihn ein Ausflug in ein neues Genre, was ihm auch hervorragend gelungen ist. Ich freu mich aber trotzdem darauf bald wieder einen seiner Psychothriller zu lesen. 

    Fakt ist: Ich brauche jetzt erst einmal was ganz Seichtes. Am besten ein Bilderbuch mit Bienen, Blumen und Sonnenschein.


  23. Cover des Buches Vergebung (ISBN: 9783453438224)
    Stieg Larsson

    Vergebung

     (2.320)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Teil 2 endet ja ein wenig mit einem Cliffhanger und Teil 3 ist wirklich eine Fortsetzung, die eher wie ein Nachwort von Teil 2 ist. (Teil 1 kann man unabhängig lesen, aber Teil 3 macht ohne den zweiten Teil keinen Sinn). Es ist auch spannend, aber die ersten beiden Bücher sind besser. Hier geht es - von der Gerichtsverhandlung auf den letzten 150 Seiten (von 850 Seiten) abgesehen - hauptsächlich um die Hintergründe und den schwedischen Staatsschutz. Daher ist es meiner Meinung nach nicht ganz so gut wie die beiden Vorgänger, sondern teilweise etwas trocken. Dennoch fiebert man wieder mit Lisbeth, Mickael und Erika mit und kann das Buch kaum weglegen. Schade, dass es die geplanten anderen Teile nicht mehr geben wird, aber so ist es auch eine runde Sache. Ich werde Lisbeth vermissen.

  24. Cover des Buches Auf zerbrochenem Glas (ISBN: 9781503901155)
    Alexander Hartung

    Auf zerbrochenem Glas

     (97)
    Aktuelle Rezension von: LisaH

    Ich bin Thriller Fan und habe schon einige Bücher des Autors gelesen. „Auf zerbrochenem Glas“ ist wie immer ein gelungenes Werk und ich freue mich auf die nächsten Teile der Serie. Dennoch gibt es kleine Abzüge wegen den Charakteren.

    Die Handlung nimmt von Anfang an Fahrt auf. Nik Pohl begibt sich von einer waghalsigen Situation in die nächste, sodass die Spannung durchgehend hoch blieb. Die Wendung am Ende hätte ich so nicht erwartet, hat mir jedoch sehr gut gefallen.

    Einige Fragezeichen bleiben mir bei den Charakteren. Nik wirkt etwas naiv auf mich, lässt sich direkt auf die Erpressung von Jon ein und lässt alles mit sich machen. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Reflexion von ihm gewünscht. Auch über Jon hätte ich gerne von Anfang an mehr erfahren. Er hätte ein interessanter Charakter werden können, spielt auch während des ganzen Buches eine Rolle, trotzdem fehlt die Tiefe.

    Trotz allem gefällt mir dieses Buch gut und es ist ein leichter Thriller für zwischendurch. 

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