Bücher mit dem Tag "ermittlerduo"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ermittlerduo" gekennzeichnet haben.

92 Bücher

  1. Cover des Buches Erbarmen (ISBN: 9783423212625)
    Jussi Adler-Olsen

    Erbarmen

    (4.225)
    Aktuelle Rezension von: Sabrrina

    Carl Mørck soll nach seinem Wiedereinstieg in den Polizeidienst, nachdem er bei einem Einsatz zwei Kollegen verloren hat, ein neues Sonderdezernat leiten: Sonderdezernat Q. Als One-Man-Show soll er sich um alte, ungelöste Fälle kümmern. Einer davon ist das Verschwinden der aufstrebenden Politikerin Merete Lynggaard, die vor fünf Jahren spurlos verschwand. Dabei verwickelt Carl mehr oder weniger unfreiwillig seinen neuen Assistenten Assad in die Ermittlungen.

    Toll, toll, toll! Ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass ich mit Jussi Adler-Olsen einen neuen Thrillerautor und mit dem Sonderdezernat Q eine neue Reihe für mich entdeckt habe. Ich suche immer wieder nach Krimis und Thrillern mit einem guten Ermittler oder Ermittlerteam und bin dabei auch schon auf einige Flauten gestoßen. Hier aber definitiv nicht! Carl Mørck ist ein sehr authentischer Ermittler, dem ich unglaublich gerne gefolgt bin. Das Buch ist dabei nicht unbedingt ein klassischer Pageturner, bei dem permanent etwas passiert oder die Spannung durchgehend auf die Spitze getrieben wird. Trotzdem hat für mich einfach alles zusammengepasst. Der Fall ist komplex, es gibt politische Verstrickungen, Geheimnisse und natürlich hat ein Cold Case noch einmal seinen ganz eigenen Reiz.

    Besonders gut fand ich, dass die Ermittlungen wirklich nachvollziehbar aufgebaut sind. Carl kann durchaus gegen Regeln verstoßen, die er als Polizist eigentlich befolgen müsste, aber seine Entscheidungen bleiben nicht ohne Konsequenzen. Dadurch hatte ich nie das Gefühl, dass der Fall nur deshalb vorankommt, weil der Ermittler einfach alles machen darf, was für die Handlung gerade praktisch ist. Auch die persönliche Ebene rund um Carl hat für mich genau die richtige Dosis bekommen. Sie gibt ihm als Ermittler mehr Tiefe, ohne den eigentlichen Fall zu überschatten. Gleichzeitig bin ich jetzt natürlich neugierig, wie sich das neu entstandene Team weiterentwickelt. Vor allem auf Assad bin ich gespannt. Er ist ein ziemlich ungewöhnlicher Assistent und wurde für mich überhaupt nicht platt in die Geschichte eingebaut. Ich möchte definitiv noch mehr über ihn erfahren und bin gespannt, was hinter dieser Figur steckt.

    Für mich ein richtig gelungener Auftakt, der definitiv Lust auf die nächsten Fälle macht.

  2. Cover des Buches Der Kruzifix-Killer (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 1) (ISBN: 9783548068374)
    Chris Carter

    Der Kruzifix-Killer (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 1)

    (1.572)
    Aktuelle Rezension von: Holla_Die_Waldfee

    Der Kruzifix-Killer“ ist der Auftakt der Hunter-und-Garcia-Reihe und hat mich direkt von der ersten Seite an gepackt. Im Mittelpunkt steht der Profiler Robert Hunter, der gemeinsam mit seinem neuen Partner Carlos Garcia einen grausamen Serienmörder jagt. Der Killer hinterlässt ein Kreuz als Markenzeichen und scheint den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein.

    Der Thriller ist packend ab der ersten Seite und durchgehend spannend. Die Handlung wird stetig vorangetrieben und entwickelt ein richtig rasantes Tempo. Durch Wendungen, diverse Mini-Cliffhanger an den Kapitelenden und die kurzen, spannenden Abschnitte wollte ich ständig wissen, wie es weitergeht. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf. Die Auflösung am Schluss kam für mich komplett unerwartet. So liebe ich es!

    Sehr gut gefallen hat mir auch der flüssige und sehr bildhafte Schreibstil. Ich konnte mir die Schauplätze, die Ermittlungen und vor allem die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen. Gleichzeitig lernt man Robert Hunter und Carlos Garcia im Laufe der Geschichte immer besser kennen. Auch Hunters Vergangenheit und seine Persönlichkeit geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.

    Was man allerdings mögen muss, sind die sehr detaillierten Beschreibungen der Morde. Carter hält sich dabei definitiv nicht zurück und beschreibt das Grauen äußerst anschaulich und teilweise wirklich brutal. Für mich hat das die beklemmende Atmosphäre des Thrillers noch verstärkt, allerdings ist das wahrscheinlich nicht für Thriller-Neulinge oder Leser mit schwachen Nerven geeignet.

    „Der Kruzifix-Killer“ war mein erstes Buch von Chris Carter – und definitiv nicht mein letztes. Der Auftakt hat mich so überzeugt, dass ich die Hunter-und-Garcia-Reihe auf jeden Fall weiterlesen werde.


    Mein Fazit: Ein rasanter, düsterer und äußerst brutaler Thriller, der mich von Anfang bis Ende fesseln konnte. Für Fans von nervenaufreibenden Thrillern, die mit sehr bildlicher/grausamer Darstellung klarkommen, gibt es von mir eine glasklare Empfehlung!

  3. Cover des Buches Fünf (ISBN: 9783499257568)
    Ursula Poznanski

    Fünf

    (1.266)
    Aktuelle Rezension von: Nadine21

    Eine Frau wird tot auf einer Kuhweide gefunden. Auf ihren Fußsohlen sind Koordinaten. Dort angekommen, finden die Ermittler Beatrice Kaspary und Florin Wenninger die eingeschweißte Hand eines Menschen. Kurze Zeit später wird erneut eine Leiche gefunden. Wie hängen Menschen, die sich scheinbar nicht gekannt haben, zusammen? Und können die Ermittler den "Owner" stoppen ehe es weitere Tote gibt? Beatrice Kaspary gerät selbst in das Visier des Täters, woher kennt er ihre Vorgeschichte?

    Der Auftakt der Reihe ist vielversprechend mit ein wenig Luft nach oben. Es war mir teilweise ein wenig zu viel abseits der Morde los. Die Ermittlerin hat auch als geschiedene Mutter einige Baustellen zu meistern. Doch das hat teilweise etwas von den Fällen abgelenkt. Lange habe ich auch gerätselt, wer der Täter sein kann und was sein Motiv ist. Die Komponente "Geocaching" mit all den geläufigen Abkürzungen und Erklärungen war für mich sehr gut eingebaut und macht direkt Lust es selbst noch einmal auszuprobieren. 

    Das Ende war für mich traurig und absolut schlüssig. Ich freue mich auf die weiteren Bände der Reihe (Blinde Vögel habe ich vor einiger Zeit schon einmal gelesen)

  4. Cover des Buches 1793 (ISBN: 9783492317931)
    Niklas Natt och Dag

    1793

    (443)
    Aktuelle Rezension von: Meinbuecherregal

    1793 von Niklas Natt och Dag aus dem Piper Verlag

    ▪️

    Krimi im historischen Stockholm

    .

    Es werden menschliche Überreste gefunden. Zwei Männer schließen sich zusammen und ermitteln.

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    Es gibt Wendungen und unerwartete Erkenntnisse. Es gibt parallel Geschichten. Und alles spielt in einer düsteren, harten Zeit in Stockholm.

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    Dieses Buch berichtet schonungslos von der damaligen Zeit und dem brutalen Mord.

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    Hier ist nichts cosy und fröhlich.

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    Alle Protagonisten erleben Unglück und Schicksalsschläge.

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    Dieses Buch hat mich abgestoßen und überrascht. Genervt und gefesselt. Es war aber auch trübsinnig und dadurch anstrengend.

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    Ich denke diese spezielle Art muss man mögen. Ich muss das nicht noch einmal lesen.

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    Das Buch hat aber gar nichts anderes versprochen und nur, weil ich düstere Krimis nicht mehr mag, werde ich dieses Buch nicht schlecht beurteilen.

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    Die ganzen Straßennamen und örtlichen Hinweise waren mir zu viel und hätten dezenter sein können.

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    Ich vergebe 4 Sterne ⭐️ 

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  5. Cover des Buches Todesurteil (ISBN: 9783442498222)
    Andreas Gruber

    Todesurteil

    (672)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Das ist das zweite Buch aus der Reihe um Marten S. Sneijder und Sabine Nemez, und ich muss sagen: Ich bin positiv überrascht.


    Am Anfang hatte ich tatsächlich leichte Schwierigkeiten, weil ich die Zusammensetzung der Geschichte nicht ganz verstanden habe. Der Einstieg beginnt mit der Entführung, und man begleitet Martin und Sabine die ganze Zeit durch eine Nebenhandlung – oder man denkt zumindest, es wäre eine. Andreas Gruber schafft es aber auf wirklich clevere Weise, die Stränge miteinander zu verbinden. Das Ergebnis ist ein großartiger Plot-Twist.


    Hut ab dafür. 


    Anfangs fand ich das Buch etwas langatmig, und auch später gibt es Passagen, die sich so anfühlen. Gruber hat für mich keinen reißerischen, spannungsgeladenen Schreibstil, sondern eher einen ruhigen, ergebnisorientierten. Aber das Dranbleiben wurde belohnt. Der Einfallsreichtum ist wirklich beeindruckend – mal abgesehen von der erschreckenden Anzahl der Opfer.


    Allerdings muss man berücksichtigen, dass es sich um einen Serienmörder handelt, der kein Serienmörder im herkömmlichen Sinne ist. Er ist ein Meister der Manipulation, der andere als Täter nutzt, um seine perfiden Gedanken auszuleben. Dabei sieht er sich selbst als eine Art Vollstrecker der Gerechtigkeit. Ohne Schuldeingeständnis natürlich – aber so ist es meistens, besser gesagt immer, bei Psychopathen. Sie leben in ihrer eigenen Welt, und dieses Buch bringt das sehr gut zur Geltung.


    Ich werde langsam warm mit Andreas Gruber und habe noch sechs Bände aus der Reihe vor mir. Wenn sie genauso clevere Elemente enthalten wie Todesurteil oder eine tiefere Botschaft wie Todesfrist, bin ich wahrscheinlich dankbarer dafür, die Reihe geschenkt bekommen zu haben, als ich anfangs dachte.


    Wie in den meisten meiner Rezensionen vermeide ich bewusst Spoiler dazu, wer der Täter war.


    Für mich ist es ein Vier-Sterne-Buch. Da Thriller eigentlich nicht mein Genre sind – zumindest nicht diese Art von Thriller – würde ein Fan der Reihe es wahrscheinlich mit fünf Sternen bewerten. Eine klare Empfehlung.

  6. Cover des Buches Der Kastanienmann (ISBN: 9783442492367)
    Søren Sveistrup

    Der Kastanienmann

    (339)
    Aktuelle Rezension von: katiandbooks

    Auf einem Spielplatz in Kopenhagen wird die verstümmelte Leiche einer Frau gefunden, darüber hängt ein gebasteltes Kastanienmännchen, auf dem die Fingerabdrücke eines vor einem Jahr ermordeten Mädchens haften. Könnte es sein, dass das Mädchen, dessen Leiche nie gefunden werden konnte, doch noch lebt? Naia Thulin, die eigentlich so schnell wie möglich die Mordkommission verlassen will, und der von Europol geschasste Mark Hess sehen zunächst keine Verbindung und gehen von einer Beziehungstat aus. Doch dann wird eine weitere Frau ermordet. Am Tatort: ein Kastanienmann.


    Wir schreiben das Jahr 2021. Ganz Kopenhagen hat keine Ahnung von Polizeiarbeit. Ganz Kopenhagen? Nein! Ein einzelner Polizist namens Mark Hess macht mal ab und zu die Augen auf und sieht offensichtliche Dinge. Doch leider hat er es mit einem Haufen Volltrotteln zu tun.


    Ja, da war dann am Schluss der Ärger über diese geballte Dummheit größer als die Spannung, die ich eigentlich trotz der Länge des Buches wirklich gut fand. Schon ganz am Anfang kommt man aus einer gewissen Oh-krass-Stimmung gar nicht raus, und auch die Kombi aus zwei Ermittler*innen, von denen keiner Bock auf Mordkommission hat, mochte ich sehr. Ich kam gut durch, und im Buddyread habe ich mich selbst nach weit über der Hälfte zu dem Kommentar hinreißen lassen: „Ich finde das Buch überhaupt nicht schlecht, aber ich glaube, dass der Autor teilweise absolut keine Ahnung hat.“

     

    Eins der Probleme war nämlich das, dass ich tatsächlich das Gefühl hatte, man hätte wohl ein bis zwei Dinge besser recherchieren können und/oder einfach logischer denken können. Wenn man nämlich einmal bemerkt hat, wie dumm die ganze Kopenhagener Polizei durch diese Ermittlungen walzt, dann fällt einem auch alles andere auf: sie sehen sich das Foto einer Frau an, auf der sie 26 Jahre alt ist. Mittlerweile sind die Haare länger und „das Gesicht älter“. Turns out: jetzt ist sie gerade mal 28. Also, sorry. Wer sieht denn bitte mit 28 so merklich älter aus wie mit 26? Oder das zentrale Thema Kastanien: sieht man da nicht mit einem Blick, ob so eine Kastanie frisch oder vom letzten Jahr ist? Die Kopenhagener Polizei jedenfalls nicht.

     

    Nicht mal Mark Hess. Der ist ansonsten noch der Fähigste seiner Zunft, aber keiner will ihm zuhören. Schlimmer noch: die haben alle mal ganz gepflegt Gegenteiltag. Absolut alles, jedes kleine Bisschen, auch der letzte Zipfel deutet auf Lieschen Müller als Täterin hin? Prima, dann muss es wohl Max Mustermann gewesen sein! Und davon sind sie nicht einmal überzeugt, nicht zweimal, sondern die ganze Zeit über. Das Argument? Meistens ein trotziges: „Nö, das haben wir jetzt so beschlossen, das bleibt jetzt so.“

     

    Fazit: Eigentlich ist es gut. Eigentlich ist es trotz der Länge wirklich spannend. Und auch, wenn ich mit dem nüchternen Schreibstil von den Skandinavier*innen eigentlich noch nie einen Vertrag hatte, liest es sich sehr gut. Aber es tut mir leid, aber die haben in diesem Kopenhagen einfach allesamt ihren Beruf verfehlt. Und das nervt wie Hulle. Von mir bekommt „Der Kastanienmann“ leider nur 2,5**.

  7. Cover des Buches Die Lieferung (ISBN: 9783499021336)
    Andreas Winkelmann

    Die Lieferung

    (307)
    Aktuelle Rezension von: Kirsten_Ateeq

    Sehr, sehr spannend, mit vielen falschen Fährten und einem tollen Ende. Auch das sich die Beziehung und ihre Weiterentwickelt, von Kerner&Oswald durch das Buch zieht hat mir gut gefallen. Bin schon sooooooo gespannt auf den nächsten Teil. Der erste Teil war nämlich auch sehr gut. Ich habe beide als Hörbuch gehört.

  8. Cover des Buches Todesmärchen (ISBN: 9783442498239)
    Andreas Gruber

    Todesmärchen

    (606)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Ich muss sagen: Nachdem ich nun den dritten Teil der Todes-Reihe gelesen habe, erkenne ich langsam ein Muster bei Andreas Gruber. Ich weiß natürlich nicht, wie es sich in den anderen fünf Bänden verhält, aber hier bin ich der Sache relativ schnell auf die Schliche gekommen.


    Natürlich tauchen wir wieder tief in die Psychologie des Menschen ein. Wie schon im vorherigen Werk ist der eigentliche Kopf hinter den Morden nicht derjenige, der sich selbst die Hände schmutzig macht, sondern jemand, der seine Lakaien und Anhänger für sich arbeiten lässt. Andreas Gruber zeigt dabei unglaublich gut, wie leicht Menschen zum Bösen verführt werden können. Das Erschreckende an solchen Ideen ist für mich immer, wie nah sie an der Realität sind.


    Was die Geschichte selbst angeht, ist sie durchaus originell aufgebaut. Die Morde werden so inszeniert, dass sie auf der Vergangenheit von Maarten S. Sneijder aufbauen, der in diesem Buch gewissermaßen den Stoff für die Verbrechen liefert. Er und der eigentliche Täter haben eine gemeinsame Vorgeschichte, die den Fall maßgeblich prägt.


    Auch hier lesen wir wieder zwei parallele Handlungsstränge, die am Ende zu einem Ganzen verschmelzen. Dieses Muster konnte ich bereits in Todesurteil erkennen, weshalb ich gespannt bin, ob es sich auch in den übrigen Büchern der Reihe fortsetzt. Gerade aufgrund dieser Erzählstruktur bin ich dem Kern der Geschichte allerdings recht früh auf die Spur gekommen.


    Man muss allerdings sagen, dass es bei Andreas Gruber – zumindest meinem Empfinden nach – nicht immer diese klassische Auflösung gibt, bei der am Ende der Mörder gefasst wird und alles wieder in Ordnung ist. Stattdessen beschäftigt er sich mit deutlich tiefergehenden Aspekten, und genau das schätze ich an ihm als Thrillerautor. Hier geht es nicht einfach nur darum, dass jemand Menschen ermordet und anschließend verhaftet wird. Vielmehr geht es um die menschlichen Abgründe, um die Frage, was Menschen antreibt, welche Einflüsse sie prägen und wie ihr Umfeld sie beeinflusst.


    Auch die Figur Hannah spielt dabei eine interessante Rolle. Obwohl mich Gruber in Bezug auf sie zeitweise etwas auf Glatteis geführt hat, erscheint vieles im Nachhinein doch recht offensichtlich.


    Das ist allerdings wirklich nur als konstruktive Kritik gemeint – nicht, dass mir jetzt noch eingefleischte Andreas-Gruber-Fans aufs Dach steigen.


    Alles in allem ist Todesmärchen für mich ein gelungenes Buch. Immer wieder hört man, wie wichtig es sei, die Reihe in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, da spätere Bände Ereignisse aus den vorherigen aufgreifen und man sich sonst ungewollt spoilern könnte.


    Das fand ich besonders amüsant, weil ich mir tatsächlich das letzte Buch der Reihe bereits selbst gekauft hatte. Als ich davon einem Kollegen erzählte, hat er mich regelrecht ermahnt, die Reihe von Anfang an zu lesen – und tatsächlich so tief in die Tasche gegriffen, dass er mir die sieben vorherigen Bände geschenkt hat. An dieser Stelle also noch einmal vielen Dank, auch wenn er auf dieser Plattform leider nicht vertreten ist.


    Daher empfehle ich das Buch durchaus weiter. Allerdings sollte man meiner Meinung nach den vollen Lesegenuss mitnehmen und wirklich beim ersten Band beginnen.


    Von mir gibt es vier Sterne. Für Fans dieses Genres entspricht das vermutlich eher einer Bewertung von fünf Sternen, da Thriller normalerweise nicht zu meinen bevorzugten Genres gehören.

  9. Cover des Buches Der Vollstrecker (ISBN: 9783945386903)
    Chris Carter

    Der Vollstrecker

    (1.022)
    Aktuelle Rezension von: Holla_Die_Waldfee

    Band zwei der Reihe startet für mich direkt von null auf hundert. Schon zu Beginn passiert so Einiges, dass ich sofort wissen wollte, wie es weitergeht. Chris Carter schafft es auch hier wieder, von Anfang an Spannung aufzubauen und ein hohes Erzähltempo beizubehalten.

    Besonders gut gefallen mir die sehr kurzen Kapitel. Ich persönlich mag kurze Kapitel unheimlich gerne, und hier haben sie zusätzlich dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte. Durchgehend passiert etwas, sodass keine Längen entstehen.

    Allerdings sollte man bei diesem Thriller wirklich nicht zimperlich sein. Einige Szenen werden sehr grausam, blutig und detailliert beschrieben. Teilweise empfand ich das schon ziemlich heftig – definitiv nichts für schwache Nerven.

    Mit den beschriebenen Visionen konnte ich dagegen nicht ganz so viel anfangen. Sie waren für mich eher ein kleiner Schwachpunkt, haben meinen Lesefluss aber insgesamt kaum gestört.

    Alles in allem ist Der Vollstrecker für mich ein sehr guter zweiter Band. Die Spannung, das hohe Tempo und die kurzen Kapitel haben mich wieder überzeugt. Trotzdem hat mich die Geschichte nicht ganz so gepackt wie der erste Teil. Für mich daher ein starker Thriller, auch wenn Band eins für mich bisher die Nase vorn hat.

    4,5 🌟 

  10. Cover des Buches Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe (ISBN: 9783596522552)
    Arno Strobel

    Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe

    (345)
    Aktuelle Rezension von: Argonia

    Der Einstieg war etwas langwierig, aber es war trotzdem leicht weiterzulesen.

    Mir hat gut gefallen, dass die Lesezeit überschaubar war. Dies ging allerdings zulasten des Story-Aufbaus: Manche Handlungsstränge waren sehr kurz und knapp gehalten, und die Ermittlungen wirkten teilweise etwas unrealistisch. Nicht ganz passend fand ich zudem die Tatvorgänge des Mörders. Während die allgemeinen Handlungen im Buch überwiegend „harmlos“ wirkten, waren die Beschreibungen seiner Taten zu extrem.

    Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ebenfalls positiv fand ich das Ende, das sich nicht über mehrere Kapitel gezogen, sondern in einem Strang Fahrt aufgenommen hat.

    Ich werde direkt den zweiten Teil lesen .

  11. Cover des Buches Anonym (ISBN: 9783499270925)
    Ursula Poznanski

    Anonym

    (470)
    Aktuelle Rezension von: Heimelina

    Anonym hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Seiten sind nur so geflogen. Gestartet ist man direkt ins Geschehen und hat damit auch zeitgleich die beiden Ermittler kennengelernt, die ihre ganz eigene Dynamik und Ermittlungstechniken haben. 

    Der Thriller war sehr rasant, unvorhersehbar und dabei düster und grauenvoll. Die Idee der Geschichte war unfassbar gut und sehr spannend. Wer steht als nächstes auf der Todes-Liste? Wer kann dich vielleicht so wenig leiden, dass er dich tot sehen will und dich nominiert? Wer stimmt für deinen Tod in der Abstimmung? Alles ist anonym, sodass keine Konsequenzen für die Nominierenden und Wähler folgen... Das Ganze ist sehr gesellschaftskritisch und brutal. Gerade in der heutigen Zeit, wo viele die Anonymität des Internets schamlos ausnutzen. 

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat Arno Strobel aus der Ich-Perspektive von Daniel Buchholz und Ursula Poznanski aus der Ich-Perspektive von Nina Salomon geschrieben. Eine Kombination, die wirklich ihren Reiz hat und wo man beim Lesen gar nicht gemerkt hat, dass zwei Autoren daran gearbeitet haben, weil der Schreibstil sehr harmonisch gewirkt hat.

  12. Cover des Buches Sieben minus eins (ISBN: 9783492311816)
    Arne Dahl

    Sieben minus eins

    (264)
    Aktuelle Rezension von: Kirschkompott

    Sieben Minus Eins ist ein Schwedenkrimi und der gelungene Auftakt zur Berger und Blom Reihe von Arne Dahl. Ich habe zu vor noch kein Buch des Autors gelesen und hatte daher auch weder positive noch negative Erwartungen an das Buch. Jetzt nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich sagen dass es mich begeistert hat und ich froh bin es entdeckt zu haben. Es ist durchgehend spannend und unterhaltsam, sogar so sehr dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen beenden konnte. Fazit: Ich vergebe gerne vier verdiente Sterne für das Buch und kann es mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

  13. Cover des Buches Todesspur (ISBN: 9783442494484)
    Andreas Gruber

    Todesspur

    (126)
    Aktuelle Rezension von: Karandi


    Am Ende hatte ich also doch recht behalten und Andreas Gruber greift die Methodik der ersten Bände wieder auf. Das war zwar trotzdem unterhaltsam und deshalb gibt es von mir auch vier Sterne, aber für mich fühlt es sich ein wenig wie ein “Back to Basics” an.


    Es werden zwei Handlungsstränge erzählt, die später zusammenlaufen. Eine Protagonistin agiert dabei als Schlüsselfigur und hat etwas sehr Mysteriöses an sich. Sie verfolgt ihre ganz eigenen Interessen, aber man weiß nie so genau, ob sie Freund oder Feind ist – vielleicht sogar eine Terroristin. Das lässt sich lange Zeit nicht eindeutig sagen.


    Generell geht es um eine neue RAF-Gruppe, die Terroranschläge plant und verübt. Außerdem lernen wir einen Doktor kennen, der praktisch der Kopf hinter den Psychopathen ist und psychisch labile Menschen dazu bringt, seine Morde für ihn auszuführen. Im Grunde also ein allseits bekanntes Schema.


    Dass dies nicht der letzte Band der Reihe sein kann, wird mit dem Ende des Buches ebenfalls deutlich. Wir haben hier nicht das klassische Räuber-und-Gendarm-Prinzip, bei dem am Ende der Bösewicht gefasst wird. Stattdessen endet die Geschichte eher wie ein Cliffhanger und für mich nicht wie ein würdiger Abschluss einer so langen Reihe.


    Von daher hat mich die Information, die mir gestern eine Buchfreundin zukommen ließ, auch nicht überrascht: Es wird noch einen weiteren und gleichzeitig letzten Teil geben, der in zwei Bücher aufgeteilt wird. Da ich die Reihe nun bis zum vorerst letzten Band durchgezogen habe, werde ich natürlich auch dort zugreifen, sobald die Bücher erscheinen.


    Zu Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder gibt es diesmal gar nicht so viel Neues zu sagen. Sabine ist mittlerweile eine äußerst kompetente Ermittlerin, die sich über die vergangenen Bände hinweg enorm weiterentwickelt hat. Und Maarten ist sich seinem Charakter treu geblieben, was ich bei ihm tatsächlich sehr schätze. Besonders gefällt mir, dass er sich in die Köpfe der Psychopathen hineinversetzen kann. Er versteht Psychologie, weiß, wie Menschen denken, die außerhalb gesellschaftlicher Normen agieren, und kann sein Gegenüber hervorragend lesen. Das macht ihn zu einer unglaublich wichtigen Figur der Reihe und ist letztendlich auch immer der Schlüssel dazu, die Bösewichte zur Strecke zu bringen.


    Ich bin mir sicher, dass der letzte Teil ein großes Finale bereithalten wird, und bin tatsächlich sehr gespannt darauf. Natürlich kann ich dieses Buch empfehlen. Wenn man die sieben Bände davor bereits gelesen hat, erübrigt sich diese Empfehlung wahrscheinlich ohnehin, denn dann ist man sowieso längst im Sneijder-Universum angekommen. Mir hat das Buch auf jeden Fall Spaß gemacht und ich freue mich darauf, wenn der letzte Band erscheint.

  14. Cover des Buches Totenweg (ISBN: 9783404178131)
    Romy Fölck

    Totenweg

    (323)
    Aktuelle Rezension von: Dopsche

    Man lernt hier Frida über die ersten 70% des Buches kennen,mit vielen Rückblenden. Das muss man mögen.

    Der Fall selbst ist spannend auch wenn schbell klar ist das der erste Täterder prästiert wird niccht der Täter war.

    Ich hatte Probleme mit einigen der Giiguren warm zu eerden. Das drehte sich jedoch sm Ende des Buches, so das ich wohl such Bluthaus kaufen werde .


  15. Cover des Buches Grabkammer (ISBN: 9783734106859)
    Tess Gerritsen

    Grabkammer

    (662)
    Aktuelle Rezension von: Gute_Nacht

    Inhalt 

    In einem Bostoner Museum wird im Keller eine Mumie entdeckt. Als die Museumsleitung sie untersuchen lässt, kommt Grausames zutage: Die Mumie ist nicht annähernd so alt wie angenommen und in ihrem Bein steckt eine Pistolenkugel. Sie wird nicht die letzte Leiche sein, die nach allen Regeln der antiken Bestattungskunst konserviert wurde. Ein perverser Mörder scheint seine Opfer für die Ewigkeit erhalten zu wollen. 

    Fazit 

    Solider und spannender Krimi, der etwas schwächelt.

  16. Cover des Buches Blutzeuge (ISBN: 9783734100482)
    Tess Gerritsen

    Blutzeuge

    (245)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Klose

    Ich bin einfach ein Fan von Tess Gerritsen und es müsste viel passieren, dass ich keiner mehr bin. Mir gefällt der Schreibstil unfassbar gut und er hat mich auch dieses Mal wieder gepackt. Die Geschichte war zwar gruselig und grausam, aber das hat es nur noch spannender gemacht und war nicht "zu viel". Eine absolute Empfehlung!

  17. Cover des Buches Gray (ISBN: 9783442488315)
    Leonie Swann

    Gray

    (121)
    Aktuelle Rezension von: FineAnders

    In "Gray" von Leonie Swann ermitteln der Dozent Augustus Huff und der "im Stich gelassene" Graupapagei "Gray" warum ein Student nachts von der Kirche fällt.

    Ich war erst etwas skeptisch diesem Roman gegenüber. Ich hab schon Glennkill und Garou von der Autorin gelesen, wegen der Schafe, und von einem Papagei hab ich mir nicht viel versprochen. Aber ich muss sagen: ein Papagei-Krimi ist genauso unterhaltsam wie ein Schafkrimi.

    Gray wird wunderbar einfühlsam und sympathisch dargestellt. Er ist ein total liebenswürdiger Charakter. Mir gefällt, wie es rüberkommt, dass auch Tiere Bindungen eingehen und Gefühle haben. Und so fühlt man während der Geschichte nicht nur mit dem nerdigen Augustus Huff mit, sondern auch mit dem Papagei.

    Der Roman liest sich leicht dahin und ist sehr spannend. Die Kletterszenen haben mich nicht ganz so angesprochen, aber es passte zur Story.

    Sehr empfehlenswerter Krimi, nicht nur für Tierliebhaber!

  18. Cover des Buches Zorn - Wie du mir (ISBN: 9783596036080)
    Stephan Ludwig

    Zorn - Wie du mir

    (98)
    Aktuelle Rezension von: Alexa_Koser

    Zum Buch: Während sich Kommissar Zorn in eine Liebelei mit der Staatsanwältin Frieda Borck stürzt, wird eine Leiche am Flussufer gefunden. Festgebunden an einen Baum mit einem Zimmermannsnagel im Oberschenkel. Während der Ermittlungen stoßen sie auf eine Telefonnummer, die zuletzt vom Handy des Toten aus angerufen wurde. Und die ist Zorn nur zu bekannt… für ihn beginnt der größte Albtraum seines Lebens!

    Meine Meinung: Hier habe ich erst ein paar Kapitel gebraucht, um in der Geschichte anzukommen, aber dann war irgendwann der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen! Mir fiel hier nur der Einstieg ein wenig schwer. Aber die Story selber ist wieder unheimlich spannend, sehr ausgeklügelt und gut gewürzt mit dem Humor von Zorn, der eigentlich gar nicht lustig sein will. Aber auch die Plänkeleien zwischen Zorn und Schröder fand ich wieder herrlich erfrischend! Zorns Sohn Edgar hat eigentlich zwei Väter… 

    Da der Verdächtige Zorn sehr nahesteht, wird er von den Ermittlungen mehr oder weniger ausgeschlossen. Und da merkt man dann, dass es auch für Zorn Situationen gibt, in denen er nicht lockerlässt! Er will es vielleicht nicht hören, aber ich finde, er ist sehr wohl ein guter Polizist! Zumindest hat er einen guten Instinkt. Wenn er den öfter mit Tatendrang verbinden würde, wäre er super in seinem Job! Aber gut, dafür gibt es ja auch noch Schröder! Am Ende kostet dieser Fall Zorn nicht nur viele Nerven…

    Mein Fazit: Auch dieser Band birgt wieder einen spannenden Plot und auch hier gibt es wieder die leisen Töne, die ich auch sehr gerne mag. Gelungener sechster Teil, ich freue mich schon auf den nächsten!  

  19. Cover des Buches Invisible (ISBN: 9783499291579)
    Ursula Poznanski

    Invisible

    (253)
    Aktuelle Rezension von: Heimelina

    Band 2 fand ich nicht ganz so stark wie Band 1, da es hier teilweise mehr um die persönlichen Geschichten der Ermittler, als um den Fall an sich ging. Dabei waren die persönlichen Geschichten letztendlich durchaus wichtig für die Erzählung und Charakterentwicklung, dennoch bin ich mit einer anderen Erwartungshaltung an das Buch gegangen und hätte mir etwas mehr Fokus auf den Fall gewünscht. Für mich kam der Fall dadurch nicht so richtig in Gange, die Ermittler tappten auch bis fast zum Schluss im Dunklen. Am Ende ergibt aber alles Sinn, sodass sich ein Dranbleiben definitiv lohnt!

    Der Fall hatte es wieder einmal in sich. Alleine der Start, wie ein Arzt einem Patienten, scheinbar aus einer Laune heraus, während des OPs ins offene Herz sticht, dabei gar nicht er selbst ist und den Patienten damit umbringt, hat mich wieder einmal schockiert. Dabei kannte der Arzt das Opfer nicht. Das zieht sich durch alle Täter-Opfer-Beziehungen in dem Buch. Menschen werden extrem gewaltsam ermordet, aber es gibt kein Motiv, außer grenzenlosen Hass. Schnell zeigt sich, dass die Täter von einer unbekannten, dritten Person zu dem Mord manipuliert werden. 

    Man begibt sich in diesem Buch in die Abgründe der Psyche und es wird gezeigt, wie leicht sich Menschen heutzutage manipulieren lassen. Dabei wird ein aktuelles Thema und reales Problem aufgriffen und kritisiert. Denn wir werden mit der Nutzung der sozialen Medien/im Internet ALLE jeden Tag manipuliert. Wie weit kann diese Manipulation gehen? Kann mehr als unser Kaufverhalten beeinflusst werden? Ein sehr spannendes Thema wie ich finde, welches zum Nachdenken anregt.

    Von mir eine Empfehlung!

  20. Cover des Buches Schwarzvogel (ISBN: 9783423263689)
    Frida Skybäck

    Schwarzvogel

    (179)
    Aktuelle Rezension von: tigerbea

    Eine Frau läuft auf einen gefrorenen See und bricht ein. Fredrika Storm, die gerade erst in ihre Heimat zurückgekehrt ist, wird zusammen mit ihrem Kollegen Henry Calment mit diesem Fall betraut. Zeugin des Falles ist ausgerechnet ihre Großmutter. Fredrika muß feststellen, daß der Fall weit in ihrer Familiengeschichte wurzelt und sie sich entscheiden muß, ob sie wirklich gegen ihre eigene Familie ermitteln will.. 

    "Schwarzvogel" ist der erste Fall für Fredrika Storm. Ein absolut gelungener Serienauftakt! Fredrika war mir von Beginn an sympathisch. Man erfährt nach und nach, warum sie aus Stockholm in ihre Heimat zurückgekehrt ist. Ihre Zweifel an sich selbst und ihre Gewissensprobleme in Bezug auf die Ermittlungen in ihrer Familie sind absolut menschlich dargestellt und man kann diese gut nachvollziehen. Dadurch bekommt man eine gute Verbindung zu Fredrika. Auch ihr Kollege Henry Calment ist sehr sympathisch, obwohl sein Charakter geheimnisvoll ist. Er ist reich, genießt dies durchaus, gibt sich aber als normal arbeitender Mensch. Sein Privatleben jedoch bleibt voller Geheimnisse. Ebenso gut dargestellt werden die Mitglieder der Familie Storm. Hier hat jeder sein Eigenleben voller Geheimnisse. Langweilig wird es zu keinem Zeitpunkt und man hat viele Rätsel zu lösen und Spuren zu verfolgen. Erst ganz zum Schluß kommt Licht ins Dunkel und man erhält eine überraschende Lösung. Frida Skybäck hat einen sehr tollen Schreibstil. Sie beschreibt bildhaft, ohne jedoch dabei ausschweifend zu werden. Dadurch sieht man alles gut vor sich, bekommt ein klares Bild von Handlungsorten, Charakteren und Beweggründe, die durchaus ans Herz gehen. Mich hat dieses Buch auf der ganzen Linie überzeugt!

  21. Cover des Buches Krähenmutter (ISBN: 9783492309653)
    Catherine Shepherd

    Krähenmutter

    (182)
    Aktuelle Rezension von: Ellen784

    Dieser „Thriller“ war für mich im eigentlichen Sinne gar kein richtiger Thriller. Es war ein nettes Buch, das man gut lesen konnte, allerdings auch nichts Außergewöhnliches. Besonders packend oder spannend fand ich die Geschichte nicht – teilweise würde ich sogar sagen, dass es mir etwas an Spannung gefehlt hat.

    Insgesamt war es okay und ließ sich durch den angenehmen Schreibstil gut lesen. Die Story selbst war für mich allerdings zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Meins war’s nicht unbedingt. 


  22. Cover des Buches Gray (ISBN: 9783844526349)
    Leonie Swann

    Gray

    (47)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt

    An der berühmten Universität Cambridge stürzt ein Student in den Tod. War es ein tragischer Unfall oder gar ein Mord? Dr. Augustus Huff, Professor an der Uni, ist von Letzterem überzeugt. Als er sich im Zimmer des Toten umsieht trifft er dort auf den Graupapagei Gray. Der Vogel kann sprechen, ist wirklich schlau und wurde von seinem Besitzer überall mit hingenommen. Für Huff ist klar: Gray weiß, was geschehen ist...


    Bewertung 

    Das Wichtigste zuerst: Papagei Gray ist der Hit. Dem Vogel dabei zuzuhören, wie er alle möglichen Dinge anstellt, ist enorm witzig. Gerade in seinem Fall macht es so viel mehr Spaß, dem Sprecher dabei zuzuhören, wie er Gray eine Stimme verleiht.  Der Fall ist dagegen jetzt nichts Besonderes, muss er aber auch nicht. Es geht hier schließlich nicht darum, einen kniffligen Fall zu lösen, sondern eher um das Zusammenspiel von Huff und Gray. Was geschehen sein muss, ist relativ schnell klar, aber ich habe trotzdem gerne weiter zugehört. Auf jeden Fall ist dieses Hörbuch eine Empfehlubg, wenn man generell Tier-Krimis und vor allem "Glennkill" möchte.

  23. Cover des Buches Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2) (ISBN: 9783548070490)
    Marc Raabe

    Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2)

    (259)
    Aktuelle Rezension von: hardysauer

    Mein zweites Buch von Marc Raabe. "Die Dämmerung" legt fulminant los: Der bizarre Mord an einer Frau der Berliner High Society, makaber mit einem Hirschgeweih inszeniert, zieht sofort mitten ins Geschehen. Die Ermittlerin Nele Tschaikowski und der eigenwillige Sonderermittler Art Mayer übernehmen den brisanten Fall unter enormem Druck. 

    Auf den ersten gut 230 Seiten (E-Book) überzeugt der Thriller mit starkem Tempo, dichter Atmosphäre und einer durchweg fesselnden Dynamik. Ein absolutes Glanzstück sind die packenden Rückblenden rund um Bo, die eine enorme emotionale Tiefe und Sogwirkung entfalten.

    Einen  Dämpfer erhält der Lesefluss im Mittelteil der Ermittlung: Die Wendung rund um die psychologische Praxis wirkt wie ein klassisches Deus-ex-Machina-Konstrukt. Dass die Ermittlerin, die selbst Klientin in der Praxis ist, rein aufgrund des diskreten Umgangs dort die Akte einer Verdächtigen vermutet und ein angeblich ausgeklügeltes Aktensystem blitzschnell knackt, ist eine etwas zu bequeme Abkürzung. Immerhin ist die Handlung in Berlin verortet, wo es über 3.000 psychologische Praxen gibt!

    Auch zum Finale hin verliert die Geschichte nach dem furiosen Start ein wenig an Zugkraft – sei es, weil dem Plot auf den letzten Metern etwas die Luft ausgeht oder weil die finale Auflösung im Vergleich zum starken Aufbau etwas holpriger wirkt. Vielleicht aber auch nur, weil für mich die besagte aufgedrängte Spur der Spannungskiller war.

    Dank des herausragenden Bo-Strangs, der düsteren Inszenierung und Raabes mitreißendem Erzählstil bleibt das Buch dennoch ein lohnenswerter Thriller, der über weite Strecken erstklassig unterhält. Ich hoffe sehr, dass die nächsten Fälle, die ich von Art Mayer zwischen die Finger bekomme wieder intelligenter und glaubwürdiger aufgelöst werden.

  24. Cover des Buches Schwüre, die wir brechen (ISBN: 9783462007077)
    Voosen | Danielsson

    Schwüre, die wir brechen

    (190)
    Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303

    „Schwüre, die wir brechen“ ist der zweite Teil der „Ein Fall für Svea Karhuu und Jon Nordh“-Krimiserie von Roman Voosen/Kerstin Signe Danielsson. Ich hatte den ersten Teil „Tode, die wir sterben“ schon gelesen und er hatte mir sehr gut gefallen. Dieses Buch fand ich um einiges schwächer, aber trotzdem gut zu lesen. 

    Aber von vorn.

    Das Ermittler-Duo Jon Nordh und Svea Karhuu hat sich inzwischen zusammengerauft. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres ersten gemeinsamen Falls (nachzulesen in „Tode, die wir sterben“) kann man den kauzigen Witwer und alleinerziehenden Vater und die strafversetzte Kollegin, die seinerzeit die Polizeischule als Jahrgangsbeste abgeschlossen hat, als Team betrachten. Neben ihrem aufreibenden Job haben beide nach wie vor mit privaten Problemen zu kämpfen. Der Fall, mit dem sie es dieses Mal zu tun haben, hat es in sich. Er fängt damit an, dass in einem Boot auf einem Malmöer Kanal eine männliche Leiche gefunden wird. Das an sich ist noch nicht spektakulär, schließlich sind die beiden Ermittler bei der Mordkommission. Allerdings wurde dem Opfer das Herz entfernt, dazu wurde dem Mann der eigene Kopf abgetrennt und ihm stattdessen ein Krokodilkopf angenäht. Jon wird von Svea und der Chefin Nora Mellander dazu gedrängt, die Ermittlungen aufzunehmen. Letztere ködert ihn damit, dass er dann endlich die Ermittlungsakte zu dem Unfall bekommt, bei dem seine Frau vor geraumer Zeit zusammen mit seinem ehemaligen Partner Calle ums Leben gekommen ist. Und während die Ermittler noch eher plan- und ziellos arbeiten, wird eine zweite Leiche gefunden, dieser wurde der Kopf eines Falken angenäht. Auffällig an dieser Leiche ist aber auch, dass sie über und über mit Zeichen bedeckt war, die an ägyptische Hieroglyphen erinnern. Wegen dieses Fundes schauen sich die Ermittler den ersten Mord noch einmal genauer an, Überraschung: Auch im Umfeld des ersten Opfers sind solche Zeichen zu finden. Ist es tatsächlich ein Serienmörder, der in Malmö sein Unwesen treibt? Und falls ja, was ist sein Motiv?

    Nachdem ich „Tode, die wir sterben“ mit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich mich auf die Lektüre von „Schwüre, die wir brechen“ sehr gefreut. Hundertprozentig überzeugt hat mich das Buch allerdings nicht. Zwar fand ich es sehr spannend und auch stilistisch gut zu lesen, die Idee hinter dem Buch hat mich aber nicht wirklich abgeholt. Die ägyptischen Zeichen waren für mich bis zuletzt ein eher überflüssiges Element, ohne das das Buch vermutlich auch sehr gut ausgekommen wäre. Ja, es wird am Schluss geklärt, was hinter allem steckt, aber auch diese Erklärung finde ich ein wenig mager. 

    Abgesehen davon ist das Buch gut geschrieben. Es ist spannend und sprachlich bodenständig, aber das Konzept ist nicht ganz so stimmig wie im ersten Band der Reihe. Auch da dauerte es lang, bis klarwurde, wie der Prolog und die eingeschobenen Kapitel zum „großen Ganzen“ des Buchs passen, aber bei „Schwüre, die wir brechen“, dauert es meiner Meinung nach zu lang und mit jedem Exkurs zu einem ominösen Peter wurde meine Verwirrung größer und damit leider auch meine Frustration. Die „Ausflüge“ sind zwar interessant, vor allem sein Leben in der chilenischen Colonia Dignidad, aber was sie im Endeffekt zum Krimi beitragen, bleibt für mich zu lange unklar.  

    Die Ausarbeitung der Charaktere finde ich hingegen wirklich gut. Svea Karhuu und Jon Nordh fand ich im ersten Teil schon sehr gut beschrieben, die beiden baut das Autoren-Duo weiter aus. Jon versucht immer noch Kinder, die privaten Ermittlungen zum Unfalltod seiner Frau und seine Arbeit unter einen Hut zu bekommen, was ihm eher schlecht als recht gelingt. Svea hat ebenfalls eine private Ermittlung am Laufen, sie wird anonym bedroht und versucht mithilfe ihre Vaters herauszufinden, von wem. Leider verrennen sich beide in ihren privaten Ermittlungen und sehen vieles (zumindest für die Leserschaft) Offensichtliches nicht. Interessant finde ich aber bei beiden, dass sie sich als Ermittlerduo zusammengefunden haben und sich eher auf Augenhöhe begegnen. Selbst die Kollegen Wallgren und Stöcker (in Anlehnung an Walldorf und Stattler „die Muppets“ genannt) werden von ihnen mehr mit Wohlwollen bedacht als im ersten Teil der Reihe, wobei mich Wallgrens zwanghaftes Kichern in den unpassendsten Augenblicken gründlich nervt. 

    Insgesamt ist es für mich ein solider Krimi, dem allerdings das Skandinavische fehlt, er könnte meiner Meinung nach genauso gut in Wanne-Eickel spielen. Der Spannungsbogen sieht ein bisschen wie eine Sinuskurve aus, manchmal sehr hoch und manchmal ist er nicht vorhanden. Alles in allem würde ich sagen, dass das Autoren-Duo die Geschichte ein wenig überladen hat, was der Spannung abträglich war. Die ägyptische Komponente, der wirklich grausame Mörder, die Erfahrungen von Peter in der Colonia Dignidad UND dann noch die privaten Baustellen der Ermittler – das alles zusammen war einfach ein bisschen zu viel und der Schluss ein bisschen unbefriedigend. Deshalb kommt das Buch für mich über ein „solide“ und „unterhaltsam“ nicht hinaus und bekommt von mir 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4.

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