Bücher mit dem Tag "ernährung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ernährung" gekennzeichnet haben.

520 Bücher

  1. Cover des Buches Darm mit Charme (ISBN: 9783548375892)
    Giulia Enders

    Darm mit Charme

    (879)
    Aktuelle Rezension von: Jana06

    Ich hatte dieses Buch schon eine ganze Weile in meinem Bücherregal zu stehen und ist mir vor kurzem wieder in die Hände gefallen.

    Es war Zeit und ich habe es quasi verschlungen.

    Die Erklärungen und die passenden Zeichnungen sind so schön und anschaulich. Es war für mich kein Problem in dieses Buch zu starten.

    Man lernt ganz nebenbei essentielle Infos über deinen eigenen Körper, die einen staunen lassen.

    Lest es unbedingt, es lohnt sich. 😉

  2. Cover des Buches Der Ernährungskompass (ISBN: 9783328109433)
    Bas Kast

    Der Ernährungskompass

    (186)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    In diesem Buch findet man eine sehr ausführliche Übersicht über Nahrungsmittel, die gesund sind und uns vor Krankheiten schützen, aber auch weniger gesunde Lebensmittel die uns auf Dauer krank machen. Man kann dieses ganze Wissen dann nutzen, um seine Ernährung umzustellen, was dann gar nicht wie eine Diät wirkt.  Der Ratgeber ist weder trocken noch fad, sondern aufschlussreich, motivierend und leicht lesbar. Es werden Themen wie zum Beispiel: Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, Proteine, Fette und diverse Diäten unter die Lupe genommen. 

    Wer dieses Buch liest, bekommt einen sehr informativen, detaillierten Überblick, basierend aus über tausend von Ernährungsstudien, was wirklich gesund ist und wie ich einfach meine Ernährung Schritt für Schritt umstellen kann. 

    Ich bin begeistert von diesem Buch.   Es war total spannend und lehrreich. Ich hatte einige Aha-Momente und auch einiges erfahren, was ich noch nicht wusste.  Ein Sachbuch für all jene, die sich so richtig mit dem Thema Ernährung auseinander setzten wollen. Dank des motivierenden Schreibstil, will man mit dem gelesenen Wissen gleich mal im Alltag loslegen.

  3. Cover des Buches Tiere essen (ISBN: 9783596512850)
    Jonathan Safran Foer

    Tiere essen

    (549)
    Aktuelle Rezension von: vanFrieden

    Jonathan Safran Foer schafft es in „Tiere essen“, ein Thema zu behandeln, das uns alle betrifft, auf eine Art, die gleichermaßen eindringlich wie zugänglich ist. Ich war besonders beeindruckt von seiner Fähigkeit, komplexe Fakten, persönliche Erfahrungen und ethische Fragen zu einem flüssigen, packenden Text zu verweben.

    Das Buch regt zum Nachdenken an – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch sorgfältig recherchierte Geschichten, Beispiele und Einsichten, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben. Es macht bewusst, wie eng unsere Essgewohnheiten mit Tierschutz, Umwelt und unserer eigenen Gesundheit verknüpft sind, und eröffnet gleichzeitig Raum für eigene Überlegungen und Entscheidungen.

    Für mich ist „Tiere essen“ nicht nur eine informative Lektüre, sondern auch ein Appell, den eigenen Konsum zu reflektieren und Verantwortung ernst zu nehmen – ohne dabei bevormundend zu wirken. Ein Buch, das sowohl Augen öffnet als auch Herzen berührt, und das ich jedem ans Herz legen würde, der sich für bewusste Ernährung, Nachhaltigkeit und ethischen Konsum interessiert.


  4. Cover des Buches Die Menschheit hat den Verstand verloren (ISBN: 9783548288697)
    Astrid Lindgren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Philiene

    Wer dieses Buch liest muss sich darüber im klaren sein, daß es sich hier um die Tagebucheinträge der Autorin handelt. Es hat nichts mit ihren späteren Werken zu tun und es ist auch kein Roman.


    Astrid Lindgren kennen wir alle als die Autorin von Pipi Langstrumpf und Michel , aber natürlich war sie auch ein Mensch der in seiner Zeit gelebt hat. Sie war eine junge Frau während des zweiten Weltkrieges.  Sie war Mutter und Ehefrau und sie hat ein Tagebuch während dieser Zeit geschrieben,.

    Das besondere daran ist das sie es aus Sicht einer Frau geschrieben hat, die nicht in Deutschland, Frankreich, Polen oder einem anderen Land gelebt hat in denen dieser Krieg furchtbar wütete. Sie war nicht von den Verfolgungen der Nazies betroffen und trotzdem hat sie einen nahen Eindruck der Zeit hinterlassen. Denn sie hat in dieser Zeit gelebt.


    Ich lese sehr gerne Bericht von Augenzeugen und finde Tagebücher aus der Zeit immer sehr interessant.  Und so ging es mir auch mit Astrid Lindgrens Tagebuch. Sie erzählt von dem was sie vom Krieg mitbekommt und wie ihre Familie diese Zeit erlebt hat. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

  5. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596714292)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

    (513)
    Aktuelle Rezension von: Marnie_Stapf

    Dieses Buch wurde mir empfohlen – und ich bin heute noch dankbar dafür. Schon beim Lesen hat es mich tief berührt. Besonders beeindruckt hat mich, dass der Roman lange vor der Corona-Pandemie geschrieben wurde und dennoch vieles beschreibt, was uns später tatsächlich begegnet ist. Das war an manchen Stellen fast erschreckend. Gleichzeitig erzählt das Buch auf wunderbare Weise von Menschlichkeit, Zusammenhalt und der Hoffnung, die selbst in schwierigen Zeiten entstehen kann. Genau diese zwischenmenschlichen Momente haben mich besonders bewegt. Für mich ist „Der Wal und das Ende der Welt“ eines dieser Bücher, die man nach dem Zuklappen nicht einfach wieder vergisst. Es hallt nach und regt noch lange zum Nachdenken an. Eine absolute Leseempfehlung.

  6. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783548075006)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

    (648)
    Aktuelle Rezension von: Frau_Stern_liest

    Zusammenfassung:

    Aufgrund dunkler Träume beschließt Yong-Hye, keine tierischen Produkte mehr zu essen. Auf Verständnis stößt sie damit in ihrer Familie jedoch nicht. Dabei geht es in diesem Roman weniger um Veganismus. Es geht um den Ausbruch aus gesellschaftlichen Erwartungen. 

    Persönliche Meinung:

    Bis 2008 gab es in Südkorea noch das streng patriarchalische Hoju-System, welches Frauen in ihren Rechten drastisch einschränkte. Wem die Übergriffigkeit der Männer in diesem Buch absurd und überzeichnet vorkommen, mag also irren.

    Yong-Hye hat jahrelang funktioniert. Gehorsam und freundlich hat sie ihren Mann umsorgt. Dem gefällt das nicht, dass von einem Tag auf den anderen kein Fleisch mehr auf dem Tisch steht. Er wendet sich an seine Schwiegereltern. Bei einem Aufeinandertreffen eskaliert die Situation und es folgen Übergriffigkeiten, die kaum auszuhalten sind. 

    Das Buch ist in drei Abschnitte geteilt. Teil 1 aus der Perspektive des Ehemannes, Teil 2 aus Sicht des lüsternden Schwagers und Teil 3 aus Sicht der Schwester. Yong-Hyes Gedanken können wir nur aus ihren Träumen (die in Kursivschrift zu lesen sind) und der Beobachtung anderer erahnen. 

    Han Kang hat einen sozialkritischen Roman geschaffen, der sich stilistisch von anderen abhebt und verstört zurück lässt. 

    Es tat mir in der Seele weh, der zerbrechlichen Yong-Hye dabei zuzusehen, wie sich verschiedene Männer an ihr bedienen. Emotional, körperlich, sexuell. 

    Die Mischung aus Zartheit und Brutalität macht dieses Buch aber zu etwas ganz besonderem, welches allerdings nicht für jeden geeignet ist.


  7. Cover des Buches Fettlogik überwinden (ISBN: 9783548376516)
    Nadja Hermann

    Fettlogik überwinden

    (98)
    Aktuelle Rezension von: Bettinaviolabarth

    Warum dieses Buch  noch auf dem Markt ist, zeigt leider nur, wie normalisiert essgestörte Verhaltensweisen ist unserer Gesellschaft weiterhin sind, denn dieses Buch ist nicht mehr als eine Anleitung zur Essstörung, in der eine Person, der aufgrund ihres Berufes fälschlicherweise Experise zugesprochen wird, ihren Weg zu einem schlanken Körper auf essgestörte und ungesunde Art beschreibt. Dieses Buch war ein Grund für meinen letzten Anorexie Rückfall und ist ein Zeugnis für unsere Fettfeindliche und Essstörungen normalisierende Gesellschaft.

  8. Cover des Buches OUTLIVE (ISBN: 9783548070438)
    Peter Attia

    OUTLIVE

    (74)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Das Buch beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie wir nicht nur länger, sondern vor allem gesünder leben können. Im Zentrum steht die Kritik an der heutigen Medizin, die Attia als „Medizin 2.0“ bezeichnet: ein System, das Krankheiten meist erst behandelt, wenn sie bereits ausgebrochen sind. Dem stellt er sein Konzept der „Medizin 3.0“ gegenüber, die präventiv ausgerichtet ist und Krankheiten möglichst schon vor ihrer Entstehung verhindern soll.
    Ein großer Teil des Buches widmet sich der Entstehung typischer altersbedingter Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Krebs oder Stoffwechselstörungen. Attia beschreibt detailliert, welche Faktoren diese begünstigen, und leitet daraus Strategien ab, um Risiken zu minimieren. Dazu gehören unter anderem eine starke Senkung des Cholesterinspiegels, eine konsequente Überwachung von Blutzuckerwerten sowie ein gezielter Muskelaufbau, um im Alter leistungsfähig zu bleiben und Stürzen vorzubeugen.
    Neben medizinischen und wissenschaftlichen Inhalten gibt Attia auch sehr persönliche Einblicke in sein Leben. Er berichtet offen über psychische Probleme, darunter Depressionen und Klinikaufenthalte, sowie über familiäre Krisen. Diese Passagen verleihen dem Buch eine emotionale Ebene und verdeutlichen, dass Gesundheit für ihn nicht nur körperlich, sondern auch mental zu verstehen ist.
    Darüber hinaus behandelt das Buch Themen wie Ernährung, Kalorienreduktion, verschiedene Diätformen sowie moderne Krebstherapien wie Chemotherapie und Immuntherapie. Attia spricht sich zudem für den Einsatz von Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen aus, um Gesundheitsrisiken frühzeitig zu erkennen und zu kontrollieren.

    Meinung:
    Outlive ist ein sehr informatives und in vielen Teilen faszinierendes Buch, das komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich erklärt. Besonders gelungen ist die Darstellung der Krankheitsentstehung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der reaktiven Ausrichtung unseres Gesundheitssystems. Der Ansatz, Gesundheit aktiv zu gestalten, statt nur Krankheiten zu behandeln, wirkt überzeugend und motivierend.
    Allerdings wirft das Buch auch einige kritische Fragen auf. Attias Empfehlungen setzen häufig einen hohen finanziellen und zeitlichen Einsatz voraus. Viele der vorgeschlagenen Untersuchungen und Maßnahmen werden nicht von Krankenkassen übernommen, sodass sie für viele Menschen schwer zugänglich sind.
    Zudem erscheint der Umgang mit Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln stellenweise zu undifferenziert. Zwar werden Risiken teilweise erwähnt, doch werden sie oft schnell relativiert oder durch alternative Präparate ersetzt. Gerade bei Medikamenten wie Statinen bleibt der Eindruck, dass mögliche Nebenwirkungen nicht ausreichend kritisch eingeordnet werden. Ähnliches gilt für Nahrungsergänzungsmittel, bei denen eine Überversorgung oder falsche Anwendung durchaus problematisch sein kann.
    Auch der sehr leistungsorientierte Ansatz – etwa beim Muskelaufbau oder der Optimierung körperlicher Werte – könnte für manche Leser eher abschreckend wirken. Nicht jeder möchte oder kann ein derart intensives Gesundheitsprogramm verfolgen.

    Cover:
    Das Cover wirkt sehr spirituell, nun steht im Buch, dass Attia das Cover so wollte und sein Weg ist nun auch spirituell bzw. hat es diese Einflüsse. Es passt zum Inhalt allerdings hätte es den Menschen noch mehr in den Fokus rücken können oder zumindest die eigene Kraft.

    Fazit:
    Outlive bietet einen spannenden und tiefgehenden Einblick in moderne Ansätze der Präventivmedizin und regt dazu an, das eigene Gesundheitsverhalten zu überdenken. Das Buch eignet sich besonders für Leser, die bereit sind, sich intensiv mit ihrem Körper auseinanderzusetzen und aktiv in ihre Gesundheit zu investieren (Zeit und Geld). Gleichzeitig sollte man die Empfehlungen kritisch hinterfragen und nicht unreflektiert übernehmen. Viele Ansätze sind ambitioniert, kostenintensiv oder wissenschaftlich nicht eindeutig abgesichert. Als Denkanstoß und Informationsquelle ist das Buch jedoch sehr wertvoll – insbesondere, wenn man sich fragt, wie man nicht nur länger, sondern auch besser leben kann. Daher vergebe ich 4 Sterne.

  9. Cover des Buches Darm mit Charme (ISBN: 9783957131782)
    Giulia Enders

    Darm mit Charme

    (92)
    Aktuelle Rezension von: Sunsy

    Dieses Thema ist faszinierend und wirklich wichtig für uns alle, denn wenn der Darm gesund ist, fühlt sich der ganze Mensch gut. Die Autorin bringt uns alles rund um den Darm so routiniert, einfühlsam und plastisch, oft sogar recht witzig zu Gehör, dass es wirklich Freude macht, zuzuhören.

    Ich befasse mich ja schon länger mit dem Thema, habe auch einem Kongress per Internet beigewohnt, bei dem ich viel gelernt habe und auch gleich das nötige Equipment bestellen konnte, um selbst fermentieren zu können. Vieles habe ich ausprobiert und bin bei drei Dingen hängen geblieben: selbstgemachtem Joghurt mit lebenden Kulturen, Kombucha und Kimchi. 

    Mir hat das Hörbuch wirklich ausgezeichnet gefallen, vieles kommt so auch viel verständlicher rüber, als wenn man auf einem Kongress den Wissenschaftlern zuhört. Die Autorin liest selbst und so gut, als würde sie nichts anderes tun, als Hörbücher einzulesen. Klasse, wirklich!

    Meine Bewertung: 10/10 Punkte.


    https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/05/gehort-darm-mit-charme-giulia-enders.html

  10. Cover des Buches How Not to Diet (ISBN: 9783431070118)
    Michael Greger

    How Not to Diet

    (32)
    Aktuelle Rezension von: YvSa

    Selten ein Buch gelesen, dass gleichzeit unterhaltsam war und so viel Fakten vermittelt hat.
    Er schafft es irgendwie die ganzen Studien verständlich zu vermitteln, ohne dass man sich langweilt.
    Ich habe viele Bücher über Ernährung gelesen, aber aus diesem hier konnte das meiste mitnehmen.
    Ich empfehle es immer wieder Freunden und Bekannten, die eine Diät versuchen.

  11. Cover des Buches Vegan-Klischee ade! (ISBN: 9783955751951)
    Niko Rittenau

    Vegan-Klischee ade!

    (26)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚die Quintessenz ist, dass zwar jede vollwertige rein pflanzliche Ernährung automatisch eine vegane Ernährung ist, aber nicht jede vegane Ernährung auch eine vollwertige rein pflanzliche Ernährung darstellt‘ (Seite 19)

    Niko Rittenau setzt sich in seinem Buch initial mit der Frage auseinander, was Ernährungsgesellschaften über vegane Ernährung sagen.

    Danach befasst es sich mit Protein, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12, Vitamin B2, Vitamin D, Eisen, Kalzium, Zink, Selen und Jod sowie stellt die fünf wichtigsten Lebensmittelgruppen der veganen Ernährung vor (Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Nüsse und Samen).

    Am Ende seines Buches geht Rittenau auf die Sojakontroverse ein.

    Ich lebe seit 14 Jahren vegetarisch und fast genauso lang ‚so vegan wie möglich‘, d.h. ich verzichte auf fast alles Tierische, esse aber selten Käse und Schokolade. Ich habe mich in den letzten Jahren immer mal mit ernährungsspezifischen Themen befasst, in den letzten Jahren aber zugegebenermaßen eher weniger.

    Das Buch ist eine echte Fundgrube an Wissen, und mein Anspruch war eigentlich, das Buch komplett von vorn bis hinten zu lesen. Dies fand ich aber eher etwas ermüdend und für mich zu detailliert, so dass ich irgendwann quer gelesen habe.

    Vor allem die Tabellen mit dem Gehalt bestimmter Vitamine, Spurenelemente etc. in pflanzlichen Lebensmitteln sowie die Zusammenfassungen am Ende der einzelnen Kapitel fand ich sehr gelungen und hilfreich, und wenn ich darüber mehr wissen wollte, habe ich in den jeweiligen Abschnitten genauer nachgelesen. Diese Art des Lesens funktioniert bei diesem Buch sehr gut, weil Rittenau sein Buch sehr klar gegliedert und übersichtlich aufgebaut hat. Auf diese Weise kann man entweder schnelle Antworten auf Fragen zur veganen Ernährung bekommen oder (für die Geduldigeren unter uns) ganz genau erfahren, wieso Rittenau welche Antwort gibt.

    Mich hat das Buch inspiriert, wieder mehr auf bestimmte Lebensmittel zu achten, meine Ernährung etwas genauer zu planen, bestimmte Lebensmittel bewusst in meine Mahlzeiten aufzunehmen.

    Ich habe hier sehr viel Neues erfahren und bereits Bekanntes wiederholt, zudem habe ich ein gutes Gefühl, dass ich dem Gelesenen Glauben schenken kann, weil Rittenau sehr genau und sehr ausführlich recherchiert zu haben scheint.

  12. Cover des Buches Weizenwampe (ISBN: 9783442173587)
    William Davis

    Weizenwampe

    (57)
    Aktuelle Rezension von: Taehti
    Wer viel Weizen ist, nimmt zu. Klar - Kohlenhydrate.
    Dass Weizen hochgezüchtet und verändert ist, das weiß auch so ziemlich jeder.
    In diesem Buch werden von einem amerikanischen Arzt die Folgen vom Weizenkonsum aufgedeckt. Ob und was davon ein Leser mitnimmt, ist einem selbst überlassen.
    Fakt ist auf jeden Fall, dass er mit der Aussage nicht ganz unrecht hat: Weizen wurde die letzten Jahrzehnte verändert und es gibt immer mehr Intoleranzen. 
    Für uns wird Weizen/Gluten zukünftig noch eingeschränkter auf dem Speiseplan stehen - ganz verzichten wird wohl eher weniger funktionieren. Zwar nicht aufgrund des Buches, aber aufgrund der Probleme in der Familie.
    Abzug der Sterne gibt es, da es sehr sehr wissenschaftlich gehalten ist und ich irgendwann auch die Seiten mit den Abhandlungen überblättert habe. Eine kurze Info darüber ist gut, zu viel ist aber auch hier nicht gut. V.a., weil man sich vorher echt gut mit Biologie und Chemie auseinandersetzen müsste.

    Aber vielleicht hilft das Buch auch ein wenig zum Umdenken!
  13. Cover des Buches Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke (ISBN: 9783710608131)
    Manuela Macedonia

    Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Hom

    In diesem Buch wird dem Leser tiefergehendes Wissen im Bezug auf Bewegung und die guten Auswirkungen auf das Gehirn nähergebracht. Es sind zahlreiche interessante Studien enthalten und Erzählungen aus dem Leben und den eigenen Erfahrungen der Autorin. Dieses Buch ist mit zahlreichen Bildern gestaltet. Mich motiviert dieses Buch mich noch etwas mehr zu bewegen im Alltag. 

  14. Cover des Buches Genial ernährt! (ISBN: 9783426448601)
    Dr. med. Yael Adler

    Genial ernährt!

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Bücher über unsere Ernährung sind offensichtlich ein Dauerbrenner. Doch fördern sie tatsächlich auch immer bislang Ungehörtes, sensationell Neues zutage. Meistens nicht. Auch in diesem Buch gibt es, bis auf wenige Ausnahmen, kaum etwas Neues über dieses wichtige Thema zu lesen. Allerdings so gut zubereitet, wie in diesem Buch und gleichzeitig so fundiert, die ernährungsphysiologischen Grundlagen werden dabei nicht ausgespart (Skizzen veranschaulichen das Geschriebene), findet man das Thema selten präsentiert. Dabei ist es bei aller Sachlichkeit vielfach auch unterhaltsam, wie das folgende Beispiel zeigen mag: „Es ist allerdings nicht möglich, dem Körper die Entscheidung abzunehmen, wo das zugeführte Kollagen nach der Zerlegung im Dünndarm weiterverwendet wird. Man hofft, dass es dabei auch in der einen oder anderen Augenfalte ankommt, es kann allerdings ebenso gut auch in der Gesäßfalte landen ….“ Ebenso gibt es zahlreiche Informationen, die unter der Rubrik „nice to know“ laufen könnten: „Das Fruktose, die in getrockneten Datteln und auch Feigen reichlich vorhanden ist, zu einer Fettleber führen kann, wussten übrigens schon die alten Ägypter: Sie fütterten Enten und Gänse mit den getrockneten Früchten, um ihre Version der Foie Gras herzustellen.“

    Es geht also bunt zu in diesem Buch, mindestens genauso bunt wie auf einem gesunden Salatteller. Auch hier sind die einzelnen Kapitel gut präsentiert und nicht durch zu viel „Lustigkeitssauce“ überwürzt. Alles scheint an seinem Platz und daher kann man auch im Buch hin und her blättern je nach Bedarf. Nur die einführenden Kapitel lohnt es vorab zu lesen, um mit einem gesunden Grundlagenwissen in die verschiedenen Themen eintauchen zu können. Absolut notwendig ist dies allerdings nicht. Stattdessen sollte ein Blatt Papier sowie ein Stift bereitliegen, damit man die einzukaufenden Lebensmittel, man will ja schließlich stante pede den Ratschlägen folgen, auch tatsächlich ab sofort zur Verfügung hat. Und zum guten Schluss werden die wichtigsten „Zutaten“ in Listen bzw. Tabellen zusammengefasst. Dabei geht es um die „‘hausgemachten‘ Aminosäuren“, also die der Körper selbst herstellen kann, und in welchen Lebensmitteln diese vorkommen. In einer weiteren Tabelle werden die Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Anti-Aging-Supplemente vorgestellt. Allein diese beiden Tabellen sind ihr Geld wert. Und wer das Buch schließlich komplett, ich hätte fast gesagt, inhaliert hat, der wird sogar das Vergnügen gehabt haben, vorn an der Forschungsfront geschnuppert zu haben: „In den Lehrbüchern wurden bislang immer zwei Hauptwege beschrieben, wie unser Körper Energie gewinnt: Einer läuft mit und einer ohne Sauerstoff.  Aktuell ändert sich unser wissenschaftliches Weltbild jedoch, und ich kann Ihnen gleich vier Wege erklären. Vor allem Weg Nummer drei ist bahnbrechend und so noch nicht in Lehrbüchern nachzulesen. Konkret geht es um die ‚Aerobe‘ Vergärung nach dem Vorbild von Krebszellen. Wenn das nicht Grund genug ist, zu diesem Buch zu greifen, dann weiß ich auch nicht …

    (20.6.2026)

  15. Cover des Buches Wir sind das Klima! (ISBN: 9783462053210)
    Jonathan Safran Foer

    Wir sind das Klima!

    (40)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Jonathan Safran Foers „Wir sind das Klima“ hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Die Grundidee, den Klimawandel stärker über unser eigenes Verhalten – vor allem Ernährung – zu denken, fand ich spannend. Besonders die Passagen zur pflanzlichen Ernährung waren für mich die stärksten im Buch: verständlich, eindringlich und definitiv zum Nachdenken anregend.

    Gleichzeitig war das Lesen stellenweise ziemlich zäh. Foers sehr persönlicher, teils abschweifender Stil hat es mir nicht immer leicht gemacht, dranzubleiben. Ich hatte auch erwartet, mehr über konkrete klimapolitische Maßnahmen zu erfahren. Stattdessen lag der Fokus stark auf individuellem Konsum, was mir etwas zu einseitig war.

    Außerdem merkt man dem Buch an, dass nicht mehr alles ganz aktuell ist. Trotzdem nimmt man einige Denkanstöße mit – auch wenn nicht alles überzeugt. Dennoch eine gute Lektüre zum Thema pflanzliche Ernährung und Klimawandel.

    Optisch hat das Buch einen Apfel auf dem roten Cover und die Weltkugel als Symbol für den Klimawandel abgebildet.

  16. Cover des Buches Epidemie (ISBN: 9783038802013)
    Åsa Ericsdotter

    Epidemie

    (50)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    "Und wie sollte man den Menschen gegenüber treten? Ich bin Schwede. Es tut mir Leid.

    Mein erstes Buch von Asa Ericksdotter und ich war vollauf begeistert. Die Story ist spannend und erschreckend. Die waren Ausmaße der Fettepidemie rieseln anfangs ganz langsam auf den Leser ein und der Horror und die Spannung bauen sich von Seite zu Seite immer mehr auf. Ein wirklich gutes Buch. 

  17. Cover des Buches Wein ist gesund (ISBN: 9783426658840)
    Hans-Ulrich Grimm

    Wein ist gesund

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ja, ist vieles dran an unserem Essen - Oder besser gesagt drinnen! Das Buch gibt zahlreiche Einblicke in unsere Esskultur! ...hmm lecker! :D

  18. Cover des Buches Herbstmagie (ISBN: 9783453425941)
    Nora Roberts

    Herbstmagie

    (350)
    Aktuelle Rezension von: liebesleser

     

    Dieser Roman enthält keine Geschichte, sondern über 400 Seiten reines Geplänkel. Die ganz wenigen Handlungselemente entstammen den Vorgängerromanen und werden hier nur aufgegriffen, ohne dass sie groß zur weiteren Entwicklung beitragen. Eher liefern sie dankbares Seitenfüllmaterial, indem sie von den Protagonisten nochmals besprochen werden. So wird z.B. das unerwünschte Auftauchen Lindas, der Mutter einer der Hauptpersonen, dreimal wiedergekäut, wobei dem Leser längst Bekanntes mehrmals erneut beschrieben wird.

    Die Liebesgeschichte zwischen Laurel und Del, die im Mittelpunkt des Romans steht, plätschert so dahin. Man kommt zusammen, erst ohne Sex, dann mit (Roberts streut wie üblich wohldosiert ein paar erotische Szenen ein), versteht sich gut (auch das Auftauchen des griechischen Verehrers sorgt nicht für Gefühlschaos und Eifersucht; er verschwindet einfach wieder von der Bildfläche), muss nur gegen Ende ein klärendes Gespräch führen, aber wenn dann die richtigen Liebesschwüre plus Ring kommen, ist wieder großes Glückskino angesagt.

    Back- und Dekofans mögen an den minutiösen Beschreibungen von Laurels Produkten und ihrer Arbeit ihre Freude haben, mir war das einfach zu viel – und es wirkte mit all seinen Superlativen einfach übertrieben, wie auch überhaupt die Einsätze dieser Hochzeits-Taskforce mit Headsets und Codes fast wie eine Parodie auf den amerikanischen Optimierungswahn wirken, aber wohl ernst gemeint sind: schöne, perfekte, hard working people, und alle passen so gut zusammen.

    Überhaupt diese Idee: vier tolle Kerle, vier Traumfrauen, alle sind von vornherein ein „Stamm“ und kommen über die Länge von vier Romanen 1:1 zusammen. Irgendwann weicht der Gedanke, wie schön das sein könnte, der Banalität, und man ist nur noch genervt. Wenn die Protagonisten selbst angesichts dieses Matchings überrascht wirken und sich gegenseitig mit Lobhudeleien nur so zuschütten, verdreht man als Leser/in nur noch genervt die Augen.

    Und schließlich der Titel: es ist Sommer in diesem Buch, wo ist der Herbst? Der Originaltitel heißt „Savor the Moment“, aber für den deutschsprachigen Raum soll es halt eine „Jahreszeitentetralogie“ sein, da war nun mal der Herbst dran. Fazit: eine Mogelpackung auf ganzer Linie.

     

     

     

  19. Cover des Buches Schmerzfrei und beweglich bis ins hohe Alter (ISBN: 9783442393947)
    Petra Bracht

    Schmerzfrei und beweglich bis ins hohe Alter

    (17)
    Aktuelle Rezension von: Hilou81

    Zum Inhalt:

    Die Schmerzspezialisten Dr. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht arbeiten schon seit vielen Jahren an ihrem erfolgreichen Selbsthilfesystem, das effektiv bei diversen Schmerzzuständen hilft. Hierzu stellen sie drei Techniken der Schmerzbehandlung vor und geben gezielt Hilfestellung bei Engpassdehnungen, Faszien-Rollmassage und Osteopressur. Dabei dienen die im Buch umfangreich zusammengefassten Übungsanleitungen dazu, ein ganz persönliches Übungsprogramm für den eigenen Schmerzzustand zu entwickeln. 


    Meine Leseerfahrung:

    Ich bin bereits vor einigen Jahren zufällig zu den Übungen von Liebscher & Bracht gekommen, als ich im Internet nach einer guten Methode gegen Nackenverspannungen gesucht habe. Da bei Youtube bereits sehr viele hilfreiche Videos des Paares existieren, habe ich mir diese bei meiner Schmerzbewältigung neben der Physiotherapie zu Hilfe genommen. Bereits die ersten Anwendungen haben zu mehr Entspannung geführt, so dass ich am Ball geblieben bin. 


    Dieses Buch fasst hervorragend alle Punkte zum Thema Schmerzen zusammen: Wie Schmerzen entstehen, was Entzündungen damit zu tun haben, was man generell dagegen machen kann und sogar welche Ernährungsweise bei der Schmerzbekämpfung Linderung verschafft. Erst wenn man genau die Ursachen bzw. Auslöser versteht, kann man auch den Weg der Schmerzbekämpfung effektiv angehen. 


    Das Konzept von Liebscher & Bracht ist bereits bekannt. Was auch dafür spricht, sich mit ihren Methoden zu befassen, ist die Übersichtlichkeit der Übungsanleitungen, was auch hervorragend aus dem vorliegenden Buch hervorgeht. Es werden zunächst 12 Schmerzbereiche des Körpers zusammengefasst und genau erklärt, wie dort diese Schmerzen entstehen und was dabei konkret empfohlen wird. Im zweiten Drittel des Buches kann man sodann die passenden Übungsanleitungen finden und ausprobieren. Da ich bereits seit langer Zeit auch das Faszien-Rollmassagenset von Liebscher & Bracht zu Hause habe und einige Übungen regelmäßig praktiziere, war der Einstieg für mich persönlich sehr einfach. Die Übungen sind tatsächlich sehr gut bebildert. Wenn es dennoch Schwierigkeiten geben sollte, kann man sich die Übungen auch im Internet anschauen. 


    Mittlerweile lebe ich mit einem zweifachen Bandscheibenvorfall, der mir von Zeit zu Zeit den Alltag erschwert. Dank der Übungen von Liebscher & Bracht bleibe ich jedoch gut in Bewegung und habe für mich einen guten Weg der Schmerzlinderung gefunden. 


    Fazit:

    Das beste Selbst-Hilfe-Buch in Sachen Schmerzen, das mich vor Schlimmerem bewahrt und mir durch den Alltag hilft. Liebscher & Bracht sind für mich die erste Adresse, bevor man zu riskanten Operationen und zur dauerhaften Schmerzmitteleinnahme greift. 

  20. Cover des Buches Der Vitamin- und Nährstoffkompass (ISBN: 9783570105825)
    Bas Kast

    Der Vitamin- und Nährstoffkompass

    (8)
    Aktuelle Rezension von: ninaschi

    Bas Kast muss man in der Ernährungswelt eigentlich nicht mehr vorstellen. Der Ernährungskompass war ein Bestseller, hat unzählige Menschen für Ernährung begeistert und gleichzeitig viel Kritik aus der Fachwelt auf sich gezogen. Mit seinem neuen Buch wagt er sich nun an das nächste Mammutthema: Nahrungsergänzungsmittel. Wieder mit dem Anspruch, die wissenschaftliche Literatur für Laien verständlich zusammenzufassen und daraus praktische Empfehlungen abzuleiten.

    Der Einstieg hat mich tatsächlich positiv überrascht. Kast betont gleich zu Beginn, dass Supplemente nur eine Ergänzung sein können und Gesundheit vorrangig abhängig von Genetik, Schlaf, Bewegung, Ernährung und anderen Lebensstilfaktoren ist.

    Auch die Stärke des Buches zeigt sich schnell. Kast kann komplizierte Biochemie und Ernährungsphysiologie in eine Sprache übersetzen, die die meisten Laien verstehen können. Wer schon immer wissen wollte, welche Aufgaben Magnesium, Vitamin B12 oder Omega-3-Fettsäuren überhaupt im Körper erfüllen, bekommt einen leicht verständlichen Einstieg. Das macht Spaß zu lesen.

    Leider beginnt genau dort für mich auch das eigentliche Problem des Buches. Immer wieder arbeitet sich Kast durch einzelne Studien oder Grundlagenforschung und endet anschließend mit einer persönlichen Empfehlung. Beim Magnesium L-Threonat etwa beschreibt er ausführlich Tierexperimente und erste spannende Daten und kommt schließlich zu dem Schluss, Menschen mit erhöhtem Alzheimer-Risiko könnten zumindest darüber nachdenken, es zu supplementieren. Beim Pilz Lion's Mane passiert etwas Ähnliches: Er erklärt selbst, dass die Forschung noch ganz am Anfang steht, verweist auf In-vitro-Studien, Tiermodelle und kleine Humanstudien und empfiehlt Demenzpatienten trotzdem, eine Einnahme in Erwägung zu ziehen. Genau an diesem Punkt steigt für mich der Journalist aus der Rolle des Erklärers aus und in die eines Ratgebers ein. Und das halte ich für problematisch. Denn natürlich kann man Studien lesen. Die eigentliche Herausforderung liegt aber nicht darin, einzelne Publikationen spannend zu finden, sondern sie in den Gesamtkontext der Forschung einzuordnen. Genau deshalb gibt es Gesundheitsbehörden und Fachgesellschaften wie die DGE oder die EFSA. Dort bewerten Expertengremien über Jahre hinweg die gesamte Evidenzlage und formulieren daraus Handlungsempfehlungen. Warum sollte die persönliche Einschätzung eines einzelnen Wissenschaftsjournalisten belastbarer sein als dieser wissenschaftliche Konsens?

    Besonders aufgefallen ist mir, dass Kast häufig einzelne beeindruckende Zahlen nennt – etwa eine um 32 Prozent reduzierte Gesamtsterblichkeit – ohne sie wirklich einzuordnen. Relative oder absolute Risiken? Klinische Relevanz? Konfidenzintervalle? Solche statistischen Fragen bleiben meist außen vor. Gleichzeitig weist er zwar darauf hin, dass manche Studien "nur assoziativ" seien, schiebt aber oft direkt ein "aber immerhin" hinterher und baut darauf seine Argumentation auf. Das wirkt auf mich inkonsequent.

    Auch seine Darstellung wissenschaftlicher Kontroversen fand ich teilweise schwierig. Wenn große Fachgesellschaften auf der einen Seite stehen und einzelne bekannte Ärztinnen oder Ärzte mit großer Social-Media-Reichweite auf der anderen, entsteht im Buch manchmal der Eindruck zweier gleichwertiger Lager. Dabei beruhen die Leitlinien dieser Fachgesellschaften längst auf genau den Studien, die Kast ebenfalls zitiert. Sie kommen lediglich zu einer anderen Gesamtabwägung.

    Dabei möchte ich ihm gar nicht absprechen, dass er den Anspruch hat sorgfältig zu arbeiten. Im Gegenteil: Positiv fand ich, dass er frühere Aussagen korrigiert. Wer Der Ernährungskompass gelesen hat, erinnert sich vielleicht an die damalige positive Darstellung von Rotwein. Diese Empfehlung nimmt Kast inzwischen ausdrücklich zurück. Diese Bereitschaft, die eigene Meinung anhand neuer Daten zu ändern, rechne ich ihm hoch an.

    Trotzdem bleibt bei mir am Ende das Gefühl, dass dieses Buch eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Nicht, weil Nahrungsergänzung unwichtig ist, sondern weil die eigentliche Arbeit längst getan wurde: von Fachgesellschaften, Leitlinienkommissionen und Wissenschaftlerinnen, die nichts anderes tun, als genau diese Evidenz zu bewerten. Kast fasst Studien verständlich zusammen, wählt aber am Ende doch wieder selbst aus, welche ihn persönlich überzeugen und welche Empfehlung daraus entstehen soll.

    Die Pointe kam für mich ganz zum Schluss. Kast verweist auf seine Website, auf der er die Forschungslage künftig aktuell halten möchte. Dort wartet dann vor allem eines: sein eigenes Produkt. Ein Multivitaminpräparat. Project Slowager. Natürlich science based. Irgendwie passt das erstaunlich gut zu diesem Buch.

  21. Cover des Buches The Wonderful Wild (ISBN: 9783548063706)
    Gesa Neitzel

    The Wonderful Wild

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Was wir von der Natur lernen können – ein Buch über Achtsamkeit, Instinkte und das "Wilde" in uns selbst.

    Dieses Buch ist etwas ruhiger und reflektierter als ihr Debüt "Frühstück mit Elefanten", aber es ist genau so lesenswert! Es geht weniger um die Action einer Safari und mehr um die Lektionen, die Tiere und Pflanzen für unseren modernen Alltag bereithalten.

    Ein wunderschönes Buch, das mich daran erinnert hat, wie sehr wir die Verbindung zur Natur verloren haben. Es ist wie ein tiefes Durchatmen beim Lesen.

    Gesa schafft es, komplexe biologische Wunder ganz einfach und inspirierend zu erklären. Nach diesem Buch sehe ich die Natur mit ganz anderen Augen.

  22. Cover des Buches Kompass für die Seele (ISBN: 9783328112006)
    Bas Kast

    Kompass für die Seele

    (32)
    Aktuelle Rezension von: AnneMF

    Krisen, Stress und Zukunftsängste: Es ist derzeit nicht gut um unser psychisches Wohlbefinden bestellt. In diesem Buch "Kompass für die Seele" geht der Autor der Frage nach, was wir selbst tun können, um wieder die innere Balance zu finden. Als Anleitung stellt er uns 10 alltagstaugliche Strategien vor, die man leicht anwenden kann. Was hilft uns gegen Alltagsstress, chronische Erschöpfung und depressive Verstimmung? Wie können  wir Körper und Geist gesund halten? Der Seele neue Kraft geben?


    Dass Sport die beste Stressmedizin ist, war mir nicht neu. Ich habe es selbst erlebt, wenn ich länger laufe, verliert alles negative an Kraft. Die eigenen Gefühle bekommt man auch besser in den Griff. Es gibt aber noch sehr viel mehr, wie wir Körper und Geist gesund halten. Wie regelmäßiges Fasten, Meditation und der besondere Wirkstoff Wald  weniger aggressiv macht. Unser Ego kann unter einem Sternenhimmel gewaltig schrumpfen. Das hört sich eigentlich einfach an, aber in diesem Buch finden wir die beste Orientierungshilfe für unser Wohlbefinden. Was bei allen Anwendungen unser Körper durchlebt, von körperlichen - sinnlichen - Strategien bis zur menschlichen Psyche im engeren Stil. Die Frage, woher die Stimme im Kopf kommt. 


    Voraussetzung für pauschalisierte  Aussagen wird von Bas Kast gut nachvollziehbar erläutert. Wenn es zu viel in medizinische Details geht, fühle ich mich als Leserin trotzdem nicht überreizt von Fachbegriffen, die Thematik ist sehr verständlich formuliert. Besonders gut hat mir das Thema Meditation gefallen in einer Spielart, wie man auf Tuchfühlung mit dem eigenen Körper gehen kann.  Das Gespür für Depressionen schützen zu können. Was für viele die spirituellste Erfahrung ihres Lebens sein kann.


    Ein guter verwertbarer Ratgeber, den ich sehr gerne weiterempfehle. Die flotte und doch  empathische Schreibweise  des Autors bietet viele Vorteile, die praktischen Methoden im Buch umzusetzen.  Kapitel 10 mit der Droge Ecstasy hat mir nicht so gut gefallen, aber das muss jeder für sich selbst herausfinden. 


    Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch.



  23. Cover des Buches Metaphysik der Röhren (ISBN: 9783257233995)
    Amélie Nothomb

    Metaphysik der Röhren

    (106)
    Aktuelle Rezension von: killmonotony

    Dieses kleine Buch war mein erstes von Amélie Nothomb, und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht! Bisher hatte ich nur Gutes über die Autorin und ihre (vielen!) Bücher gehört und dachte, dass es womöglich nichts für mich sein könnte, aber ich wurde positiv überrascht. Die ersten drei Jahre ihres Lebens beschreibt Nothomb in einer wunderbaren, leichten Art und Weise, voller Witz und Erstaunlichkeiten. Ihre ersten zwei Jahre verbringt sie als göttliche Röhre, einzig und allein den Nahrungsaufnahme- und Verdauungstätigkeiten gewidmet, verschwendet keine Bewegung, keinen Laut an die Außenwelt, bis sie von einer Köstlichkeit namens Schokolade ins Leben gerufen wird. Plötzlich ist sie da, richtig da, ihr Bewusstsein kommt zu Tage, das Leben nimmt Gestalt an und es gibt plötzlich einen Sinn:

    „Ohne mich ist diese Schokolade gar nichts. Aber in meinen Mund gesteckt, wird sie Freude. Sie braucht mich.“

    Mit dieser Erkenntnis beginnt sie, sich zu regen und aus ihrer Starre herauszukommen. Sie beginnt ihre kleine Welt, ihr Zuhause, zu erkunden, und legt eine Gedankenfülle an den Tag, die mich teilweise an die „Hallo Mister Gott, hier spricht Anna“-Romane erinnert hat. Sie beginnt Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, wenn auch zunächst nicht so, wie sie eigentlich sind; Bei ihrem ersten Strandausflug hat sie Angst vor dem Wasser, aber das Wasser natürlich auch, es wagt sich immer ein paar Stücke vor, nur um sich dann wieder ängstlich zurückzuziehen. 

    Die komplette Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.wordpress.com

  24. Cover des Buches Butter (ISBN: 9783746640716)
    Asako Yuzuki

    Butter

    (206)
    Aktuelle Rezension von: Miriam310

    Zunächst einmal war das Buch ziemlich lang. Mir gefiel zwar der Erzählton, aber nach dem ende, frage ich mich immer wieder: Warum war es eigentlich so lang? Ich könnte zwar nicht genau sagen, warum oder was man hätte kürzen sollen – es wirkte einfach irgendwie ausufernd.


    Ich hatte das Buch nicht als Thriller oder primär als Kriminalgeschichte beworben bekommen, im Gegensatz zu anderen Rezensenten war ich daher auch nicht enttäuscht. Was den Slogan „Eine Geschichte über Essen und Mord“ angeht: Ich bin mir nicht sicher, ob ich dem „Mord“-Teil zustimmen würde – angesichts dessen, wie wenig dieser Aspekt tatsächlich im Mittelpunkt stand.

    Das Erzähltempo war interessant, und bis kurz vor Schluss kam ich gut damit zurecht; doch der letzte Abschnitt wirkte irgendwie gehetzt – oder zumindest nicht im selben Rhythmus erzählt wie der Rest des Romans. Rikos Reaktion am Ende, im Vergleich zu den drei Tagen, die wir zuvor mit ihrer Freundin auf deren eigener Mission verbracht hatten, wirkte seltsam oberflächlich abgehandelt.

    Ehrlich gesagt haben mich die ganzen Themen rund ums Gewicht nicht allzu sehr gestört. Es ist zwar schon extrem – vor allem die Vorstellung, dass jemand mit 55 kg als übergewichtig gilt, dass jeder dazu einen Kommentar abgeben muss; das ist schon ziemlich insane. Ich folg einiges an kpop, daher war mir diese spezielle Sichtweise bereits vertraut: dass man selbst bei einem völlig normalen Gewicht als übergewichtig gilt und dies als persönliches sowie moralisches Versagen bei der Selbstdisziplin gewertet wird falls nicht. Da ich diese Mentalität schon oft erlebt habe, war ich nicht sonderlich schockiert, ihr im Buch so häufig zu begegnen.

    Mir gefielen etliche Passagen, die Rikos Gedankenwelt offenbarten – besonders zu Beginn. Auch die Art und Weise, wie sie in meiner Vorstellung von ihrer zuvor so progressiven Haltung abwich, sobald sie unter Kajiis Einfluss geriet, fand ich interessant. Doch angesichts einiger wirklich wichtiger Themen vermisse ich irgendwie eine echte Auflösung oder jemand der irgendwo damit ankommt. Die Spannung zwischen Kajiis Lebensweise und ihrer eigenen Ansichten war faszinierend, wurde aber irgendwie abrupt abgebrochen, bevor sie zu einem wirklichen Schluss kommen konnte. Wie viele andere Dialoge hätten auch diese Gespräche – etwa über die Vater-Tochter-Beziehungen, die sich so unterschiedlich und doch so gleich gestalten – noch tiefer ergründet werden können. Es fühlte sich ein wenig frustrierend an, dass man hier nicht „bis zum Ende“ ging; es wirkte etwas unvollständig, auch wenn man gleichzeitig spürte, wie umfangreich der Roman insgesamt ist.

    Gegen Ende hin – ich würde sagen, vor allem in den letzten 15 Prozent des Buches, war ich bei einigen Szenen sogar etwas verwirrt, da mir die Motivationen bestimmter Charaktere unklar war oder ich nicht ganz nachvollziehen konnte, wie sie zu ihrer jeweiligen Denkweise kommen. Bei Reiko dachte ich weiß wer sie ist, dann ändert sie ihre meinung so hart, dass ich nix mehr weiß.

    Es ist mir fast ein wenig peinlich, aber ich übersehe „Queer Vibes“ oft, besonders zwischen Frauen in Büchern. Ich habe schon Sachen gelesen un dann wenn später gewisse szenen genannt weden erst dann gedacht: „Oh, jetzt sehe ich es auch!“ Das war hier jedoch ganz und gar nicht der Fall; bestimmte Zitate und Stimmungen waren schon sehr früh erkennbar – selbst für mich. Riko lässt Sprüche los, bei denen ich nur dachte: „Mädel, dir ist schon klar was das heißt, oder?“

    Dennoch finde ich die Grundidee und die Dialoge interessant, und ich habe die Lektüre des Buches größtenteils genossen. Allerdings wurde es meiner Meinung nach ziemlich falsch vermarktet; „Essen und Obsession“ wäre als Beschreibung weitaus treffender gewesen.

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