Bücher mit dem Tag "ernährung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ernährung" gekennzeichnet haben.

1.064 Bücher

  1. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783446253865)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

     (312)
    Aktuelle Rezension von: miah

    Inhalt:
    Vier Männer und vier Frauen werden für zwei Jahre in ein großes Terrarium gesperrt, um Leben in einem geschlossenen Ökosystem nachzubilden. Man erhofft sich wissenschaftliche Erkenntnisse für mögliche Missionen auf dem Mars. Doch wo Menschen sind, sind auch Emotionen, die die Mission schon bald auf eine harte Probe stellen wird.

    Meine Meinung:
    Dieses Buch wartet schon sehr lange darauf, von mir gelesen zu werden. Das Experiment hat mich neugierig gemacht, doch schnell musste ich feststellen, dass das große Ereignis aus dem Klappentext erst im zweiten Jahr nach dem Einschluss passieren würde und bis dahin noch sehr viele Seiten gelesen werden mussten.

    Ich hatte einige Schwierigkeiten, mich in die Handlung reinzufinden. Auf den ersten 100 Seiten ist die Auswahl noch nicht getroffen worden. Es gibt Einblicke in das bisherige Auswahlverfahren, aber so richtig mitfiebern, wer es am Ende schafft, konnte ich nicht. Dazu fehlte mir komplett die Bindung zu den Protagonisten. Sie waren mir lange fremd.

    Danach beginnt Jahr 1 nach dem Einschluss. Es geht um erste Anlaufschwierigkeiten, blinde Passagiere, die Eingewöhnung der Männer und Frauen mit den Umständen und erste menschliche Konflikte. Das Team muss erst zusammenfinden, auch wenn sie sich schon länger kennen.

    Die gesamte Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Dawn Chapman, Ramsay Roothoorp und Linda Ryu erzählt. Dawn und Ramsay sind drinnen. Linda wurde nicht ausgewählt, hofft aber auf einen Platz in Mission 3. Jeder dieser drei Protagonisten bekommt jeweils ein eigenes Kapitel, sodass manche Ereignisse aus mehreren Perspektiven erzählt werden. Der Erzählstil wirkt, als ob die Protagonisten eine Art Protokoll führen. Dabei wird der Leser stellenweise direkt angesprochen.

    Auch wenn man durch die wechselnde Perspektive einen guten Einblick über alle Ereignisse drinnen und draußen bekommt, fehlten mir die Emotionen. Weder Ramsay, noch Dawn oder Linda sind mir besonders nahe gekommen. Dawn konnte ich tatsächlich am wenigsten verstehen. Vor allem gegen Ende fand ich sie wahnsinnig und war ein wenig ensetzt, dass Mission Control ihr Verhalten auch noch unterstützte.

    Nach und nach entwickelte die Handlung eine Sogwirkung, doch so richtig gefesselt war ich leider nie. Am Ende wollte ich das Buch einfach nur noch beenden, weil ich wissen wollte, was mit Dawn passiert. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass das Buch dann einfach endet, ohne einen weiteren Ausblick auf die Zukunft.

    Am interessantesten waren die menschlichen Aspekte, d.h. die Beziehungen untereinander und die Gruppendynamik. Die wissenschaftlichen Hintergründe wurden zwar verständlich erklärt und waren bis zu einem gewissen Grad auch interessant, aber so richtig hat mich das nicht gefesselt.

    Jahr 2 nach dem Einschluss beginnt erst nach über der Hälfte des Buches. Erst in diesem Teil geschieht das Ereignis, das im Klappentext so groß angekündigt wurde. Das hat mich enttäuscht, weil sich der Klappentext so eher wie ein Spoiler anfühlt. Schließlich warte ich als Leser auf die im Klappentext angedeuteten Geschehnisse.

    Die Emotionen, die mit dem Ereignis einhergehen, sind nachvollziehbar, auf beiden Seiten. Zu Beginn hatte ich für Dawn noch Verständnis, aber gegen Ende der zwei Jahre fand ich sie ziemlich unverschämt. Ich würde mich nicht auf Dawns Seite stellen und kann alle Terranauten verstehen, die wütend auf sie sind. Am Ende war ich einfach froh, dass ich das Buch beendet hatte. Ich glaube, das war das erste und letzte Buch von T.C. Boyle, das ich gelesen habe.

  2. Cover des Buches Der Wal und das Ende der Welt (ISBN: 9783596523047)
    John Ironmonger

    Der Wal und das Ende der Welt

     (412)
    Aktuelle Rezension von: alaskabooklover

    Am Anfang des Buches hatte ich so meine Zweifel, weil irgendwie fand ich den Schreibstil komisch und ich habe so ,,stolpernd” gelesen. Aber nach ein paar Seiten bin ich in das Buch reingekommen und es hat sich wirklich gut lesen lassen. Man konnte sich alles gut vorstellen und was ich liebe (ich bin kein grooßer Fan von Großstädten) ist, dass das ganze in einem kleinen Dorf namens St. Piran gespielt hat und das Setting am Meer und generell das Dorf war ein Wohlfühlort. Alle Charaktere waren sympathisch, außer Polly, sie war ein bisschen verwirrend, denn in einem Moment was sie nett und im anderen dann nicht mehr so. Wegen Corona konnte man sich in das Geschehnis sehr gut hineinversetzen und auch in die Lage der Menschen😆 Die meisten Dorfbewohner wurden bei Namen genannt, was mich dann verwirrt hat, weil ich manchmal nicht wusste wer wer ist (erst als ich das Buch zu Ende gelesen habe, habe ich ein Personenverseichnis hinten entdeckt🙈🤦🏼‍♀️😂). Die Geschichte ist sehr originell und so spannend gestaltet, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Auch wenn die Inhaltsangabe hinten im Buch nicht soo vielversprechend klingt, ist das Buch richtig richtig gut und ich empfehle es wirklich zu lesen!

  3. Cover des Buches Elfenkuss (ISBN: 9783570401125)
    Aprilynne Pike

    Elfenkuss

     (1.044)
    Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregal

     Der Schreibstil ist flüssig. Der Spannungsbogen entwickelt sich langsam und an manchen Stellen hätte ich mir gerne etwas mehr Handlung gewünscht. Die Geschichte ist klassisch aufgebaut und es gab nur wenige Überraschungsmomente für mich. 


    Die Protagonistin Laurel ist mir von Anfang an sympathisch. Sie durchlebt eine schöne Entwicklung. An manchen Stellen ist sie etwas naiv. Aber das passt irgendwie zur Handlung und Geschichte. 


    Insgesamt eine süße Urban-Fantasy Geschichte für Zwischendurch. Ich würde das Buch eher jüngeren Leser*innen empfehlen. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sterne. 

  4. Cover des Buches Pinguinwetter (ISBN: 9783404166527)
    Britta Sabbag

    Pinguinwetter

     (409)
    Aktuelle Rezension von: Lesia

    Pinguine sind großartig. Pinguine auf dem Cover und im Titel sind auch toll. Aber da hört meine Begeisterung für dieses Buch schon fast auf.

    Wir beginnen mit einer typischen Wendesituation: Charlotte verliert ihren Job, als sie eigentlich glaubt, befördert zu werden. Von da an geht es erstmal nur bergab. Es gibt ein paar Männergeschichten, zwei Kinder, zwei Freundinnen, eine Verwechslung und eine etwas exzentrische Familie.

    Die Protagonistin versinkt im Wesentlichen im Selbstmitleid und es passiert nicht viel. Die Handlungsweisen der Charaktere waren für mich größtenteils nicht nachvollziehbar und die Charaktere hatten wenig Tiefe. Die Szenen mit den Kindern konnten waren stellenweise ganz witzig, und die Pinguinanekdoten haben mir gefallen. Der Schluss, der einen schönen Bogen zum Titel zieht, hat mir gefallen. Aber das war es leider auch schon. Besonders lustig fand ich das Buch tatsächlich gar nicht, offenbar habe ich einen anderen Humor. Ich kann das Buch eher nicht weiterempfehlen. Schade.

  5. Cover des Buches Eat, Pray, Love (ISBN: 9783833309403)
    Elizabeth Gilbert

    Eat, Pray, Love

     (896)
    Aktuelle Rezension von: FranziDieBuechertante

    Den Film habe ich vor acht Jahren gesehen, ein paar Jahre hatte ich das Buch auf englisch zuhause, bis ich entschieden habe, dass ich es auf englisch nicht lesen werde, und nun hab ich es endlich auf deutsch gelesen (SPOILER).

    Das fand ich gut:

    Elizabeth Gilbert praktiziert Yoga und meditiert, was ich beides auch sehr gerne tue. In diesem Buch spiegelt es sich dadurch wieder, dass es insgesamt 108 Geschichten gibt, so viel, wie es Perlen an der indischen Gebetskette Mala gibt. Da sie drei Länder bereist hat, sind diese schön aufgeteilt in je 36 Geschichten pro Land. Das lässt beides mein Herz höher schlagen und das Buch hatte mich schon ein bisschen, bevor ich überhaupt angefangen hatte zu lesen. Ich hatte allerdings etwas Sorge, da sie es als Geschichten betitelte, dass es eigenständige Kurzgeschichten sind. Dies hat sich nicht bewahrheitet, es ist trotzdem ein fließend zu lesender Roman. 

    Die einzelnen Teile waren unterschiedlich stark. Im Vergleich hat mir Italien am besten gefallen. Sehr schön wird die Vorgeschichte eingebunden, denn ihre Reise begann schon vorher hie und da im Alltag. Dabei geht es nicht nur ums Reisen selbst, sondern wir lernen viel über sie selbst kennen. Das spiegelt sie reflektiert und ehrlich. Im Teil von Indien und auch von Indonesien gibt es sehr viel Yogawissen und Spiritualität, was mir sehr gefiel. Egal in welchen Teil, man lernt einfach sehr viel über das jeweilige Land. 


    Das fand ich nicht so gut: 

    Vor allem Indien ist zweitweise sehr anstrengend. Sie geht durch viele Tiefen, das macht es aber wiederum authentisch, denn für sie war das sicherlich auch anstrengend. Was ich insgesamt auch anstrengend fand, war, dass jedes Mal, wenn sie neue Leute kennenlernt, ihre gesamte Lebensgeschichte über mehrere Seiten erzählt wird. Das machte das Lesen zeitweise zäh und passte nicht so richtig in die Geschichte. 


    Fazit: Dieser Roman hat manche zähen Stellen, dennoch find ich das Wissen, was in ihm steckt, sehr wertvoll und die Geschichte insgesamt gut. 


    Behalten oder weg? Auf jeden Fall bleibt das Buch. Ich werde es bestimmt immer mal wieder rausnehmen zum nachschlagen/nachschauen. 

  6. Cover des Buches Alles Tofu, oder was? (ISBN: 9783746631288)
    Ellen Berg

    Alles Tofu, oder was?

     (158)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Dana ist so eine richtige Veganerin. Da geht sonst gar nichts. Ihr Freund mag aber dann doch lieber ein Schnitzel, als Rofu-Alten-Ragout. 

     

    Es kommt, wie es kommen muss, Paul verlässt sie. Doch nicht nur der Schlag trifft Dana, nein, sie ist auch noch dabei, ihre Wohnung und ihr Bistro zu verlieren. Sie soll gekündigt werden, damit das Gebäude renoviert und neu vermietet werden kann. 

     

    Und dann schlägt auch noch Danas Vater bei ihr auf und richtet sich in ihrer Wohnung heimisch ein. 

     

    „Alles Tofu oder was?“ ist ein Roman aus der Feder der Autorin Ellen Berg. 

     

    Das Cover und den Inhalt fand ich humorvoll. Deswegen griff ich zu dem Buch. 

     

    Ich muss sagen, richtig gelesen habe ich das Werk nicht. Ich habe es dann mehr überflogen. Witzig fand ich die Reaktionen anderer Personen Dana gegenüber. Auch Paul fand ich gut und sympathisch. 

     

    Dana und ihre ganze Bagage gingen mir allerdings gehörig auf den Senkel. Es kann ja jeder gerne leben, wie er mag. Kein Problem. Aber wenn derjenige dann jeden ständig mit seiner Lebensweise auf den Zeiger geht, geht es einfach zu weit. Wenn nur seine Lebensweise die ultimative Lebensweise ist und jeder genauso leben muss wie diese Person, finde ich das grauenhaft. Vor allen Dingen, wenn die Person das ständig erwähnt und jedem aufdrücken will. 

     

    Dazu finde ich, sollte man Kinder nicht seine vegane, zuckerfreie Öko-Lebensweise aufdrücken, wenn das Kind mal nach einem Stückchen Wurst verlangt. Bei allem soll man auf das Wohl des Kindes achten, nur bei solch einer Einstellung nicht. Genau mein Humor, oder eben nicht. 

     

    Ganz hört es bei mir auf, wenn solche Leute ihre Tiere vegan ernähren wollen. Dann sollen sie bitte schön ihren Hund, Katze etc. abgeben und andere Menschen nach ihnen sehen lassen. Das geht bei mir schon dreimal nicht. 

     

    Und was sich Dana so leistet, geht auch nicht. Mag ja sein, dass sie ihre Wohnung und das Bistro retten will, aber bitte nicht mit solchen Mitteln. Soll das wirklich lustig sein?

     

    Dazu hat mich auch nicht interessiert, wie der Koch ständig Essen zubereitet, was er da rein macht und und und … 

     

    Und nein, ich empfand das Buch nicht als „ironischen Spaß“. Ich hab sehr schrägen und schwarzen Humor, hier fand ich wirklich nur lustig, wie Paul reagiert hat. 

     

    Fertig geblättert und schnell gelesen habe ich nur, weil ich wissen wollte, wie Paul und diverse andere Personen auf Dana und ihr Tun reagieren. 

     

    Schade, ich hatte mir von dem Buch echt mehr versprochen. Null Sterne geht leider nicht, also gibt es noch einen Stern für Paul halt. Schade finde ich auch, wie hier Veganer vorgeführt werden. Das Klischee ist echt absolut übertrieben und geht bei vielen an der Realität vorbei. Wobei manche halt auch echt so sind, aber das ist eine andere Sache. 

     

  7. Cover des Buches Fettlogik überwinden (ISBN: 9783548376516)
    Nadja Hermann

    Fettlogik überwinden

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht so ganz genau, wieso ich überhaupt der Meinung war, dass es eine gute Idee sei, dieses Buch zu kaufen. Doch eine Kurzschlussreaktion und 9,99€ später war es dann auf meinem E-Reader und jetzt "musste" ich es natürlich auch lesen.
    Anfangs dachte ich noch, dass mir das Buch eigentlich ganz gut gefällt. Ich fand es gut, dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt und voll und ganz hinter ihrer Meinung steht. Das Problem an der ganzen Sache ist jedoch, dass ich denke, dass dieses Buch in den falschen Händen der Einstieg in eine oder die Verschlimmerung einer bereits vorhandenen Essstörung sein kann. Dieses Buch hatte so viele problematische Aspekte, dass ich gar nicht so genau weiß, wo ich anfangen soll.
    Vielleicht sollte ich vorweg erwähnen, dass die Autorin selbst von 150kg auf 63kg abgenommen hat. Diese Tatsache wird einem in diesem Buch auf so ziemlich jeder Seite um die Ohren gehauen. Wie sie das geschafft hat? Nun, sie hat das erste halbe Jahr ihre Kalorienzufuhr auf ganze 500 Kalorien am Tag gedrosselt, da sie verletzt an das Sofa gebunden war und auch danach hat sie absolut fanatisch genau Kalorien gezählt. Nach Aussagen der Autorin ist es aber ganz und gar nicht problematisch, so wenig zu essen, denn wenn man nur seine Vitamintabletten nimmt, dann entstehen auch keine Mängel. Da sind dann bei mir das erste Mal die Alarmglocken losgegangen. Ich bin nicht der Meinung, dass NahrungsERGÄNZUNGSmittel jemals anstatt von Nahrung eingenommen werden sollten. Weiterhin, so sagt Frau Hermann, ist es auch gar nicht schlimm, seine Kalorien so weit runterzuschrauben, denn den allseits gefürchteten "Hungerstoffwechsel" gäbe es nämlich gar nicht. Da ich keine Wissenschaftlerin oder Ernährungsberaterin bin, möchte ich mir dazu jetzt mal kein Urteil erlauben. Was ich jedoch einfach nicht glauben kann, ist, dass es für den Körper, der nunmal Energie braucht, damit er all seine lebenswichtigen Funktionen ausführen kann, gesund sein soll, so wenig zu essen.
    Ein weiterer Aspekt, den ich als sehr problematisch empfunden habe, sind ihre ständigen Ausschweifungen darüber, wie furchtbar ungesund Übergewicht sei. Laut Hermann sind ein paar Kilo Übergewicht ein ziemlich sicheres Todesurteil. Und auch ihre Kommentare über Übergewicht fand ich teilweise wirklich sehr grenzwertig. Ihre zusammenfassende Aussage ist ungefähr so: "Dicke Menschen sind dick, weil sie einfach faul und undiszipliniert sind und weil sie all diese vielen Ausreden haben, die ich in diesem Buch hier gerade entlarve.". Wie gesagt, wirklich grenzwertig. Und auch ihre ewigen Schimpftiraden auf die ach so verwerfliche "Fat Acceptance"-Bewegung sind unfassbar nervig. Worauf sie hingegen so gut wie gar nicht eingeht, sind die Gefahren des Untergewichts. Wo sie doch so sehr den Fokus auf "Gesundheit" in diesem Buch legt, finde ich das sehr fragwürdig. Aber wahrscheinlich hat sie das einfach nicht als erwähnenswert empfunden, denn ihrer Aussage nach werden die Menschen ja sowieso alle immer dicker.
    Eine weitere Sache, die mich unglaublich genervt hat, ist ihre Fixierung auf den BMI. Während überall gerade darüber diskutiert wird, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, den BMI zu verwenden, steht und fällt bei ihr alles mit diesem Konzept. Normaler BMI = gesund, minimal drüber = verfasst schon mal euer Testament.
    Was ich auch noch erwähnen muss, ist, dass die Autorin einen Doktor in Psychologie hat. Das macht die ganze Sache für mich noch schlimmer. Sie müsste wissen, wie schmal der Grad zwischen Diät und Essstörung sein kann - natürlich immer in Kombination mit noch weiteren Faktoren, die bei den Betroffenen vor sich gehen, aber zahlreiche Studien haben gezeigt, dass eine Diät ein guter Prädiktor für eine Essstörung ist. Ihre Aussage dazu? "So manch eine Magersüchtige könnte davon profitieren, einmal ernsthaft Kalorien zu zählen, um eventuelle irrationale Ängste abzubauen.". Genau. Denn Magersüchtige oder Menschen mit einer anderweitigen Essstörung haben ja vorher noch nicht "ernsthaft" genug ihre Kalorien gezählt. Und das ist nur eine von vielen fragwürdigen Aussagen der Autorin zum Thema Essstörung. Genau so fand ich es sehr verwunderlich, dass sie ja überhaupt nicht nachvollziehen konnte, dass sich Menschen in ihrer Umgebung Sorgen gemacht haben, dass sie selbst eine Essstörung entwickeln könnte. Die sind ja alle nur neidisch und einfach schon so von der "Verfettung der Gesellschaft" (nicht ihre Aussage, ich wollte nur mal ihren Standpunkt abkürzen) manipuliert, dass sie gar nicht mehr wissen, wie ein gesunder Mensch eigentlich aussieht. Jap, als Beweis dafür hat sie sogar auf ein Projekt einer Frau verwiesen, die eigentlich mit Bildern zeigen wollte, wie unterschiedlich verschiedene BMI-Bereiche aussehen können, und hat es dann so für sich verdreht, dass sie damit zeigen wollte, wie sehr wir Adipositas in der heutigen Gesellschaft "verharmlosen" und "normalisieren".
    Es gibt noch einige Dinge, die ich an diesem Buch kritisieren könnte, aber ich denke, ich habe die wichtigsten Dinge zusammengefasst. Ich möchte hiermit keinesfalls die Autorin persönlich angreifen, doch ich bin einfach der Meinung, dass über dieses Buch wirklich mal gesprochen werden müsste. Was ich gut fand ist die Tatsache, dass jede ihrer Aussage mit einer Studie unterlegt war. Nimmt man sich jedoch die Zeit und durchforstet das Internet nach Studien zu diesen Themen, dann wird einem schnell klar, dass es immer auch noch andere Studien gibt und hier ein wenig das herausgepickt wurde, was ihrem Vorhaben nützt. Ich möchte insgesamt auch keine wissenschaftlichen Fakten diskutieren, denn ich bin, wie bereits erwähnt, keine Ernährungswissenschaftlerin. Es geht mir einzig und allein um die Art und Weise, wie dieses Buch geschrieben ist. Ich finde es respektlos und teilweise sogar diskriminierend gegenüber Menschen mit Übergewicht. Ich kann es nicht fassen, was in diesem Buch für Aussagen über das Körpergewicht anderer Menschen getroffen wird (und das alles noch unterlegt mit teilweise wirklich geschmacklosen Comics der Autorin). Ich finde es erstmal schon problematisch genug, ein Buch zu veröffentlichen, in dem man ganz viele angebliche Aussagen von Menschen mit "Gewichtsproblemen" als Ausreden entlarven will. Mag sein, dass die Autorin so über ihre eigene Gewichtsreise sprechen kann, ich finde es jedoch sehr anmaßend, das einfach so auf alle Menschen zu verallgemeinern. Jeder Mensch ist anders. Jeder Mensch hat andere Faktoren, die sein Leben beeinflussen, und kämpft mit seinen eigenen Problemen. Und nicht nur das, auch jeder Körper ist anders. Wir sind alle so unterschiedlich, doch laut der Autorin müssten wir uns alle nur ein wenig anstrengen, dann sind wir alle gleich und glücklich und gesund in dem von ihr so als gesund angepriesenen BMI-Bereich. (Falls es euch interessiert: In letzter Zeit wurden einige Studien zum Thema "Health at every Size" durchgeführt, schaut sie euch gerne mal an!)

    Fazit:
    Ich denke, dass dieses Buch mit Vorsicht zu genießen ist. In einer Welt, in der so viele Menschen eh schon unglücklich im ewigen Diät-Teufelskreis feststecken und sich selbst die Schuld daran geben, dass sie diese Diäten nicht durchhalten, obwohl das Problem eigentlich bei der Diät an sich liegt, finde ich so ein Buch einfach nur gefährlich und teilweise sogar etwas menschenverachtend. Ich kann es wirklich nicht weiterempfehlen.




  8. Cover des Buches Die dunkle Seite des Mondes (ISBN: 9783257233018)
    Martin Suter

    Die dunkle Seite des Mondes

     (687)
    Aktuelle Rezension von: berlinerkatze

    Ich bin schon durch die eher kühle Anwaltsatmosphäre holprig in die Geschichte gestartet, konnte von Anfang an auch keinen Bezug zu den Protagonisten finden. Generell war mir das Buch zu wald- und anwaltslastig, die Themen werden sehr detailliert geschildert. Zwischenzeitlich fand ich es deswegen etwas zäh, wobei mir der Spannungsbogen gegen Ende etwas besser gefallen hat. Insgesamt ließ sich das Buch sprachlich gesehen angenehm lesen und wird mir dank des unkonventionellen Themas auch in Erinnerung bleiben.

  9. Cover des Buches Wohlfühlgewicht (ISBN: 9783426675823)
    Mareike Awe

    Wohlfühlgewicht

     (106)
    Aktuelle Rezension von: aspecialkate

    Die Autorin Mareike Awe hat mit ihrem Buch "Wohlfühlgewicht" einen Motivations-, Veränderungs- und Ernährungsratgeber der besonderen Art geschrieben. Diäten, Jojo-Effekt, emotionales Essen... Wir kennen ihn alle, den Gewichtskampf, der einen in den Wahnsinn treiben kann. Damit ist nun Schluss, denn die Autorin ist Ärztin und ein Profi in Sachen Ernährung und holt einem aus dem Teufelskreis der Ess- und Ernährungsfallen.

    Besonders motivierend und spannend erklärt, schafft Awe mit ihrem Konzept des intuitiven Essens Klarheit, Bewusstsein, Motivation und Abnehmerfolge. Authentisch und ehrlich offenbart sie ihre eigenen Essprobleme und ihre Motivation hinter dem Konzept. Diäten sollte man schnell vergessen, denn es geht vielmehr um das Wohlfühl-Ich im eigenen Körper. Es geht um langfristige Ziele, Prinzipien der intuitiven Ernährung und eine einfache Umsetzung im Alltag.

    Das Konzept ist nicht nur eine Ernährungs- sondern auch eine Lebensumstellung und die Einstellung zu dem Ganzen ist sehr bedeutsam. Besonders begeistert hat mich das Kapitel, in dem es um den emotionalen Hunger geht. Die Übungen und hilfreichen Ratschläge sind alltagstauglich und praktisch umsetzbar. Auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Körperbild, Akzeptanz, Selbstkritik und Selbstliebe motivieren und stärken einem bei der Umsetzung. Wer zum Buch einen Begleiter benötigt, der kann zusätzlich an Mareike Awe`s selbst entwickelten intueat Programm teilnehmen. Dies ist vor allem hilfreich, wenn man den Austausch mit Gleichgesinnten schätzt und Inhalte mehr vertiefen möchte.

    Fazit: Ein motivierender, lebensverändernder Ernährungsratgeber mit viel Selbstliebe und Wertschätzung dem eigenen Körper gegenüber.

  10. Cover des Buches Darm mit Charme (ISBN: 9783868043679)
    Giulia Enders

    Darm mit Charme

     (79)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    In diesem tollen Sachbuch werden medizinisches Fachwissen und neueste wissenschaftliche Studien klar verständlich und immer auch mit einer Prise Humor an den interessierten Laien weitergegeben.

    Nach der Lektüre werde ich meinem Darm mit Sicherheit mehr Aufmerksamkeit schenken, denn die Autorin hat mich überzeugt, dass dieses faszinierende Organ mehr kann, als  Nahrung weiterzubewegen und für die Ausscheidung von nicht Verwertbarem zu sorgen.

    Das Hörbuch wird sehr charmant von der jungen Autorin selbst gelesen. Ich werde mir aber zusätzlich noch das Buch ins Regal stellen, da man dieses Sachbuch sicher immer mal wieder gerne zur Hand nimmt, um etwas nachzuschlagen.

    Sehr empfehlenswert!

  11. Cover des Buches Die Menschheit hat den Verstand verloren (ISBN: 9783548288697)
    Astrid Lindgren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Ein paar Worte der Einleitung... 

    Ich finde es immer etwas schwierig, Bücher zu bewerten, die als solche nie geplant waren. Bücher, die im Grunde Quellen darstellen. Bücher, die eigene Gedanken wiederspiegeln. Bücher, die bestimmte Ereignisse dokumentieren. Bücher, also Tagebücher, deren Inhalt nicht für eine breite Öffentlichkeit gedacht war. Tagebücher spiegeln unsere Gedanken, innersten Ängste, unsere Freude, unseren Zwiespalt wieder und zeigen ein sehr persönliches Bild von einer Person, die man vermeintlich zu kennen scheint, die sich aber in solchen persönlichen Aufzeichnungen, durchaus anders darstellt, als man vermutet. 

    Das führt mich zu Astrid Lindgrens Tagebüchern aus den Kriegsjahren 1939 bis 1945. Wir lernen eine Lindgren kennen, die noch keine Autorin ist. Eine junge Frau mit Kindern, einem Ehemann, die sich durch die Kriegsjahre schlägt und so genau - wie es für sie möglich war - versucht zu verstehen, zu begreifen und zu dokumentieren. Wir lesen von den uns allseits bekannten Kriegsereignissen: dem Überfall auf Polen, den Russlandfeldzug, Mussolini Treiben in Italien, Rommels Kampagne in Afrika, den (manchmal längst vergessenen) Akteuren anderer Länder und von noch viel mehr. Lindgrens Tagebuch besticht zunächst durch eine gewisse Distanz zu diesen Ereignissen - was nicht verwundert - denn Schweden war nun einmal nie in den Krieg direkt involviert. Daher betrachtet Lindgren zwar genau, doch manchmal auch etwas unkritisch, ohne aber jemals ihr privilegiertes Leben in Stockholm zu vergessen.

    Besonders was die Rolle Russlands und Deutschlands angeht, ist sie stets zerrissen. Denn die Angst vor dem bolschewistischen Übergriff wiegt beinahe schwerer als jene vor den Nationalsozialisten und Schergen Hitlers. Das mutet aus heutiger Sicht merkwürdig an, war aber eben europäische Realität jener Zeit. Auch spannend und leider mal wieder bestätigt, wird klar, dass die Vernichtung der Juden und die Existenz von Konzentrationslagern eben kein Geheimnis war. Da Zeitungen immer wieder davon berichteten und Lindgren dieses in ihren Aufzeichnungen auch dokumentiert. Hinzu kommt dass sie einen anderen Zugriff auf Informationen hatte, weil sie in einer Briefkontrollstelle arbeitete und Briefe fremder Menschen lesen konnte, die nochmal ein sehr eindringliches Bild des Krieges zeichnen. Das nimmt Lindgren über die Jahre auch zunehmend mit. 

    Daneben werden aber auch persönliche Probleme deutlicher - die zwar selten direkt benannt werden - aber dennoch einen Blick auf den Mensch Lindgren erhaschen lassen.

    Einzige Kritik, sofern man ein Tagebuch kritisieren kann, ist der Aufbau. Mit Faksimiles wurden einige Seiten aus den Originaltagebücher wiedergegeben, deren Transkription und Übersetzung auf den folgenden Seiten erfolgte und für die es wiederum Querverweise im eigentliche Tagebuchtext gibt. Das ist zwar verständlich, doch ich fand den Aufbau etwas unsäglich, da man immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen wurde. Eine fortlaufende Reihung mit Faksimiles oder ein originalgetreue Nachbildung des Tagebuchs wären da sicher praktischer gewesen. Dafür gibt es einen Stern Abzug.

    Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, lest dieses und andere Tagebücher jener Zeit, um nicht zu vergessen.

    Fazit: Lesenswert!


  12. Cover des Buches Tiere essen (ISBN: 9783596512850)
    Jonathan Safran Foer

    Tiere essen

     (526)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Grausam, was wir Tieren antun. Die geschilderten Zustände der Massentierhaltung sind entsetzlich. Vieles weiß man schon, aber auch, wenn man weiß, dass es den Tieren schlecht geht, ist man schockiert über die Details. Ich habe über ein Jahr gebraucht, um dieses Buch zu lesen und konnte es nur Häppchenweise verdauen. Immer wieder mußte ich es weglegen und eine Pause machen, weil die Grausamkeiten unerträglich waren.

    Das Buch ist nicht von einem Fanatiker geschrieben, sondern von jemandem, der erst nach und nach aufhörte Tiere zu essen und Stück für Stück sein Handeln hinterfragte. Dass er nach all seiner Recherche nun keine Tiere mehr essen mag ist mehr als verständlich. In dem Buch schildert er unsere Traditionen und Gebräuche bzgl. unseres Eßverhaltens, spricht mit vielen Farmern und Fachleuten, deckt Zusammenhänge auf, nennt Zahlen und schildert Mißstände. Erschreckend ist, dass nicht nur die Massentierhaltung per se schrecklich für die Tiere ist (Enger Raum, keine Bewegungsfreiheit, Antibiotika, Überzüchtung, dass die Tiere ein leben lang Schmerzen haben, nie draußen, den Müttern entrissen, Zwangsbefruchtung, Kastration bei vollem Bewußtsein usw.), sondern auch, dass viele Mitarbeiter so verroht sind, dass Schläge, Stromstöße und regelrechte Folter und Spaß an der Quälerei (ein Mitarbeiter schildert, wie er einem Schwein  eine Scheibe der Nase abschneidet und als das Tier wie von Sinnen ist, noch Salz auf die Wunde reibt. Und da er noch Salz übrig hat, es dem Tier auch noch in den After drückt. ) nicht die Ausnahmen sind, sondern dieser Sadismus zum Alltag gehört.

    Der Autor schildert die Haltung, den schrecklichen Transport und auch die Schlachtung. Wenn wir hören, dass manche Tiere noch lebendig ins Brühbad kommen oder bei vollem Bewußtsein gehäutet werden, denken wir, dass es sich um wenige Ausnahmen handelt. Hier erfahren wir, dass dies ständig der Fall ist. Im Buch wird über Rinder, Schweine, Hühner und Puten sowie Fische geschrieben und jedesmal liest man von unvorstellbaren Praktiken und Details, die man nie wissen wollte, die aber für alle diese Tiere grausige Realität sind. Da kann man Fleischkonsum kaum noch mit seinem Gewissen vereinbaren.

    Der Autor will nicht predigen, er fordert uns nicht auf, vegan zu werden und ich finde, nach all seinen Recherchen ist er viel zu tolerant, aber er klärt auf und nennt die Dinge beim Namen, ohne zu beschönigen. Er schildert aber nicht nur das Leid der Tiere und nennt Zahlen und Statistiken, er zeigt auch die Folgen des Fleischkonsums auf, sowohl für unsere Gesundheit als auch für die Umwelt und das Klima. Es ist wirklich erschreckend, was für ein Schaden angerichtet wird, über Grundwasserverseuchung und Klimawandel bis zu Pandemien, die er lange vor Corona vorhersagt.

    Es ist ein wichtiges Buch, sehr ausführlich wird Fleischkonsum von allen Seiten beleuchtet und es ist jedem selbst überlassen, ob er daraus Konsequenzen zieht. Es ist aber auch ein Buch, was stellenweise unerträglich zu lesen ist, weil wir so viel unerträgliches Leid über die Tiere bringen, indem wir einfach weiter Fleisch essen. Jeder, der der Umwelt zuliebe oder um gesünder zu leben auf Fleisch verzichten will, aber noch etwas zögert, sollte dieses Buch lesen. Mein Fazit ist, es ist alles noch viel schlimmer, als wir uns vorstellen können. In jeder Hinsicht.

  13. Cover des Buches Die Vegetarierin (ISBN: 9783746637600)
    Han Kang

    Die Vegetarierin

     (409)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    In einer der Rezensionen, die ich vor dem Kauf von „Die Vegetarierin“ gelesen habe, wurde das Wort „kafkaesk“ verwendet – und das war einer der Gründe, warum ich neugierig geworden bin. Ich war zu Studienzeiten kein riesiger Kafka-Fan, aber einige Werke von ihm mochte ich sehr gerne, weil sie sich so angenehm aus der Masse an Hochliteratur abgehoben haben. Und nach dem Lesen von Han Kangs Roman weiß ich nun auch, dass der Begriff recht gut passt. Hier vermischen sich Realismus und Surrealismus, gewürzt mit einer Portion Psychologie. Und auch die für Kafka so typische Entfremdung ist zu finden, etwa wenn Yong-hye davon träumt, eine Pflanze zu werden, und sie diesem Idealzustand durch die Arbeit ihres Schwagers ein Stück näher kommt.

    Wie in der Einleitung schon erwähnt, geht es nur vordergründig um den Vegetarismus; er ist vielmehr ein Symbol. Denn was wirklich im Mittelpunkt von Han Kangs Werk steht, ist die Rolle der Frau in der koreanischen Gesellschaft. Gepresst in ein System, das keine Abweichungen erlaubt, soll sich Yong-hye allem unterordnen: den allgemeingültigen Normen, ihrem Vater, ihrem Ehemann. Sie wählt einen anderen Weg, muss dafür Ablehnung und Schmerz erfahren und ist doch in den Momenten am glücklichsten, wenn sie sich selbst treu bleibt.

    Der Roman ist aus drei Perspektiven erzählt. Im ersten Teil kommt Yong-hyes Ehemann zu Wort, der die Veränderungen an seiner Frau beschreibt und kommentiert. Der zweite Teil ist aus Sicht von Yong-hyes Schwager erzählt, der eine sexuelle Obsession für die Protagonistin hat. Yong-hyes Schwester erzählt den dritten Teil. Die nüchterne Sprache ist Geschmackssache; ich mochte diesen Stil gerne, er war schnörkellos und geradlinig, was gut zu der befremdlichen Atmosphäre gepasst hat. Auch die Figuren waren interessant konzipiert, vor allem Yong-hye und ihre Schwester In-hye.

    Emotional hat mich „Die Vegetarierin“ nur zu Beginn packen können, als Yong-hyes Entwicklung beginnt und sie sich zunächst weigert, tierische Produkte zu essen. Nahezu ihre gesamte Familie hat mit diesem Umstand zu kämpfen, Yong-hye wird angefeindet und erfährt körperliche Gewalt. Und je stärker sie sich verändert, desto ratloser reagiert ihr Umfeld. Der Wechsel zum Schwager als Erzähler hat mich allerdings nicht abgeholt. Seine Besessenheit von Yong-hye gibt der Story noch mal eine neue Richtung, hat mich aber auch von der Protagonistin entfernt. Erst als In-hye als Schwester zu Wort kommt, habe ich wieder besser in die Geschichte gefunden. Am Ende hatte ich ein bisschen das Gefühl, dass noch nicht alles Wichtige gesagt war, was mich nicht gestört, aber irgendwie einen unfertigen Eindruck hinterlassen hat.

    Fazit:

    Letzten Endes mochte ich „Die Vegetarierin“, seine diffus surrealistische Stimmung und den nüchternen Stil gerne. Yong-hye als Protagonistin, die nie selbst zu Wort kommt, war eine spannende Figur, die man nach und nach bruchstückhaft aufdeckt und kennenlernt. Der Mittelteil hat für mich einen Bruch dargestellt, mit dem ich nicht so viel anfangen konnte, und ich hatte das Gefühl, dass noch nicht alles Wichtige gesagt war. Dennoch war es für mich ein schöner Abstecher in die koreanische Literatur.

  14. Cover des Buches Für immer zuckerfrei (ISBN: 9783431039979)
    Anastasia Zampounidis

    Für immer zuckerfrei

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Jukebook_juliet

    Es ist schon irgendwie witzig, dass ich, ausgerechnet ICH, ein Buch über zuckerfreie Ernährung empfehle. Aber so ist es.

    Ich habe mir das Buch schon vor einiger Zeit zu Gemüte geführt, aber ich musste natürlich erstmal testen und probieren und außerdem: die Ernährung so einfach umstellen ging für mich auch nicht von jetzt auf gleich. Aber nun habe ich es weitestgehend geschafft und meine Gesundheit (insbesondere die Haut) dankt es mir.

    Ich habe schon seit ein paar Wochen keinen Heißhunger mehr und wenn ich jetzt an etwas „Süsses“ denke, dann ist es Melone, Kaki oder Dattel 😁

    Ob ich gänzlich von (Industrie-)Zucker loskomme, kann ich jetzt noch nicht sagen. Zu gerne esse ich meine Lieblingsschokolade. Aber ich würde mir wünschen, dass auch das irgendwann vergeht. Zumindest kaufe ich sie mir nicht mehr von alleine 😊

    Es gibt noch das ein oder andere Rezeptbuch von Anastasia, das ich mir unbedingt zulegen will. In ‚Für immer zuckerfrei‘ gibt es auch schon ein paar Rezepte zum Nachlesen und ich habe die meisten auch bereits getestet. Bald ist der Bananenschokokuchen dran 💪🏼🤓

  15. Cover des Buches Unsere grüne Kraft - das Heilwissen der Familie Storl (ISBN: 9783833868719)
    Christine Storl

    Unsere grüne Kraft - das Heilwissen der Familie Storl

     (53)
    Aktuelle Rezension von: ElaineLinde

    Ein wunderbares Buch. Aufwendig bebildert, gut verständliche Wissenvermittlung zu den gängisten Heilkrätern und Co, dazu erfährt man noch einiges über den Lebensweg von Christine und Wolf-Dieter Storl.

  16. Cover des Buches Weizenwampe (ISBN: 9783442173587)
    William Davis

    Weizenwampe

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Taehti
    Wer viel Weizen ist, nimmt zu. Klar - Kohlenhydrate.
    Dass Weizen hochgezüchtet und verändert ist, das weiß auch so ziemlich jeder.
    In diesem Buch werden von einem amerikanischen Arzt die Folgen vom Weizenkonsum aufgedeckt. Ob und was davon ein Leser mitnimmt, ist einem selbst überlassen.
    Fakt ist auf jeden Fall, dass er mit der Aussage nicht ganz unrecht hat: Weizen wurde die letzten Jahrzehnte verändert und es gibt immer mehr Intoleranzen. 
    Für uns wird Weizen/Gluten zukünftig noch eingeschränkter auf dem Speiseplan stehen - ganz verzichten wird wohl eher weniger funktionieren. Zwar nicht aufgrund des Buches, aber aufgrund der Probleme in der Familie.
    Abzug der Sterne gibt es, da es sehr sehr wissenschaftlich gehalten ist und ich irgendwann auch die Seiten mit den Abhandlungen überblättert habe. Eine kurze Info darüber ist gut, zu viel ist aber auch hier nicht gut. V.a., weil man sich vorher echt gut mit Biologie und Chemie auseinandersetzen müsste.

    Aber vielleicht hilft das Buch auch ein wenig zum Umdenken!
  17. Cover des Buches Leda & Silas - Regenbogenzeit (ISBN: 9783646601923)
    Julia K. Stein

    Leda & Silas - Regenbogenzeit

     (47)
    Aktuelle Rezension von: laraundluca

    Inhalt:

    **Wenn sich hinter einem idyllischen Sommerflirt ein dunkles Geheimnis verbirgt…** Maisfelder bis zum Horizont und kein Hochhaus weit und breit. Ihre Sommermonate bei einem Schlachthauspraktikum mitten im Nirgendwo Deutschlands zu verbringen, hätte die 17-jährige Leda unter normalen Umständen niemals in Erwägung gezogen. Doch genau hier ist ihre Mutter vor einem Jahr ums Leben gekommen und Leda ahnt, dass sich hinter der Idylle ein düsteres Geheimnis verbirgt. Erst als sie dem jungen Amerikaner Silas über den Weg läuft, bekommt der Sommer einen Hauch flirrender Romantik. Aber auch der attraktive Silas trägt ein Geheimnis mit sich und zwar ein nicht weniger dunkles als Ledas…

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil ist jugendlich, einfach und ruhig, etwas langatmig, aber flüssig und schnell zu lesen.

    Die Handlung war sehr ruhig, ist zeitweise etwas zu sehr dahingeplätschert. Die Story nahm einfach nicht an Fahrt auf, die Dinge hätten weitaus interessanter ausgebaut werden können um Tempo in die Handlung zu bringen. Erst zum Schluss kam etwas Spannung und Action in einem kurzen Showdown.

    Das Setting, die Umgebung, in der die Geschichte spielt ist sehr ungewöhnlich, durchaus interessant aber für mich auch sehr gewöhnungsbedürftig. Im Schlachthof bleibt dem Leser nichts erspart, es wird nichts beschönigt von der Schlachtung. Dennoch fand ich die Thematik sehr interessant.

    Die Charaktere sind mir leider nicht so nah gekommen, wie ich es mir erhofft hatte. Sie blieben sehr distanziert, unnahbar und waren etwas blass gezeichnet. Silas hätte durchaus das Potential gehabt mich zu packen. Er hätte ein sehr geheimnisvoller und interessanter Charakter sein können. Aber er war zu sehr durchschaubar.

    Eine nette Geschichte, der leider das gewisse Etwas gefehlt hat. Eine interessante Thematik, ein  spannender und außergewöhnlicher Schauplatz, doch die etwas langatmige und ruhige Umsetzung und die Charaktere konnten  mich nicht ganz fesseln.

    Fazit:

    Interessante Thematik, die Umsetzung ist leider nicht ganz so gut gelungen.

     

  18. Cover des Buches Herzblut (ISBN: 9783426511831)
    Volker Klüpfel und Michael Kobr

    Herzblut

     (269)
    Aktuelle Rezension von: Norbert_H

    Ich geb‘s ja zu, dass ich die Kluftinger-Krimis einfach gut finde. Es ist nicht so ansrengend geschrieben, humorvoll. mit den Sorgen und Nöten der jeweiligen Charakteren gespickt, und es gibt noch einen Kriminalfall dazu, der es dieses Mal in sich hat.

    Zur Geschichte:

    Kluftinger ist sich sicher: Bei einem anonymen Handyanruf, der ihn ausgerechnet während einer Pressekonferenzen seines Chefs erreicht, wird er Zeuge eines Mordes. Dies komme nur von den „Alpträumen von zu viel Schweinsbraten“ behaupten die Kollegen süffisant, und so ermittelt Kluftinger auf eigene Faust und findet am vermeintlichen Tatort jede Menge Blut, aber keine Leiche. 

    Da überschlagen sich die Ereignisse: Mehrere brutale Mordfälle, anscheinend ohne Zusammenhang, erschüttern das Allgäu. Als dann doch noch der Großteil des abgängigen Toten auftaucht und Kluftinger endlich herausfindet, was all die Verbrechen verbindet, ist es fast schon zu spät …
    Dabei steht er auch privat unter Druck: Seit Tagen leidet er unter heftigem Herzstechen und befürchtet sofort das Schlimmste. Eine demütigende Untersuchung bei Erzfeind Doktor Langhammer scheint das zu bestätigen. Doch der Kommissar ist entschlossen, das Ruder noch einmal herumzureißen. Aber ob fleisch- und kässpatzenarme Ernährung und ein Yogakurs da die richtigen Mittel sind?

    (Quelle; Amazon.de)

    Wieder einmal begeistert mich die Art und Weise, wie der Krimi geschrieben ist. Ja mit der Zeit kennt man die Charaktere , die einem ans Herz gewachsen sind, mit all ihren Ecken, Kanten und auch Sorgen und Nöten. Sei es im Beruf oder privater Natur. und in beiden Fällen hat unser Kommissar Kluftinger dieses mal mehr als genug davon mit sich herumzuschleppen.

    Humorvoll bis ernst beschreiben die Autoren, wie sich das Team von der Kripo Kempten so langsam und spannend dem Finale nähert. Wieder gespickt von Wendungen, die ich so nicht erwartet habe.
    Und dieses Mal mit einem starken Show-down, spannend bis zum Schluss.

    Wer einen leichten, humorvollen aber dennoch verstrickten Regionalkrimi sucht, ist hier goldrichtig. Vor allem, dass im Anhang befindliche Wörterbuch “Allgäuerisch-Deutsch, Deutsch -allgäuerisch“ ist sehr lesenswert.

    Eine klare Leseempfehlung.

  19. Cover des Buches Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke (ISBN: 9783710602603)
    Manuela Macedonia

    Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke

     (25)
    Aktuelle Rezension von: katze267

    In ihrem Buch „ Beweg dich !und dein Gehirn sagt Danke“ erläutert uns Frau Dr. Manuela Macedonia wie wichtig richtige (aerobe) regelmäßige Bewegung für unser Gehirn und damit für viele Bereiche unseres Leben ist. Detailgenau erläutert sie die komplexen Vorgänge im Gehirn, macht deutlich, welche Auswirkungen mangelnde Bewegung auf viele Aspekte unseres Denkens haben kann. Steigerung von Konzentration, Gedächtnisleistung, ja die Verzögerung von Demenz und Alzheimer sind dabei u.a. wichtige Aspekte, aber es gibt noch viele andere.

    Sie führt nicht nur schnell einsichtige Beispiele aus ihrem eigenen Leben an sonder zitiert auch eine Fülle von Studien und Untersuchungen, die dies eindrucksvoll belegen (das Quellenverzeichnis umfasst fast 8 sehr klein gedruckte Seiten).

    Immer wieder werden auch Zeichnungen zum besseren Verständnis eingefügt.

    Leider ist da die Farbwahl nicht optimal. Dir Gelbton, der im Text sehr schön und deutlich wichtige Textstellen markiert , auch in Zeichnungen Bereiche kennzeichnet, ist als Einzelzeichnung nur sehr schwer erkennbar, insbesondere bei Lampenlicht.

    Der Schreibstil ist schon sehr wissenschaftlich orientiert, trotz des eher lockeren Titels.Auch wenn er immer wieder durch persönliche Beispiele aufgelockert wird, stehen sehr komplexe Beschreibungen von Hirnfunktionen unter Verwendung der entsprechenden Fachterminologie doch im Vordergrund. Forschungsergebnisse und Studien belegen diese Fakten.

    Insgesamt fand ich das Buch sehr interessant zu lesen, aber deutlich anspruchsvoller als mich der Titel vermuten ließ

    Etwas vermisst habe ich ein Glossar, da die Fachterminologie (wie Hippocampos, Glia, etc) mir nicht so vertraut ist und ich in späteren Kapiteln gerne nochmal in den Eingangskapiteln eingeführte Begriffe nachgesehen hätte.

    Die einleuchtenden Argumente haben mich jedoch überzeugt, mich auf jeden Fall mehr zu bewegen.

  20. Cover des Buches Essen gut, alles gut (ISBN: 9783462054323)
    Heike Niemeier

    Essen gut, alles gut

     (107)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Darf es ein Snack zwischendurch sein? Wie bleiben wir trotz stressigem Berufsleben gesund? Und was haben Eiweiße, Kohlenhydrate, Fette und Ballaststoffe damit zu tun? Dr. Heike Niemeier zeigt uns, dass auch bei der Ernährung die inneren Werte zählen, dass Verbote und Verzicht der falsche Weg sind, und dass kleine Änderungen eine große Wirkung haben können. Unterhaltsam, anschaulich und fundiert erzählt uns die erfahrene Ernährungswissenschaftlerin alles, was wir wissen müssen über das, was in den Einkaufswagen, auf den Tisch und in den Magen kommt. In Geschichten aus ihrem Leben, ihrer Praxis und der Forschung zeigt sie uns, dass wir mit Kalorienzählen weder schlank noch glücklich werden – dass wir es mit der richtigen Erkenntnis aber sein könnten. Früher lernten wir, den Teller leer zu essen, damit die Sonne scheint, heute sagen uns Werbung, Zeitschriften und unser schlechtes Gewissen, was gut ist – obwohl das doch unser Bauch am besten weiß!

    Der Schreibstil hat mir gut gefallen, es ist ein Sachbuch und trotzdem wird die Materie nicht so trocken rübergebracht, wie erwartet. Der Stil ist vorwiegend locker und humorvoll, was zum Weiterlesen anregt.

    Vieles in dem Buch kennt man auf die eine oder andere Weise bereits, es wird aber interessant und oftmals mit Anekdoten erzählt, wodurch der Inhalt nicht langweilig wird. Ebenfalls werden diverse «Tatsachen» von einer anderen Seite beleuchtet und so teilweise widerlegt bzw. aufdatiert.

    Es werden viele hilfreiche Tipps und Tricks aufgezeigt, beispielsweise anhand von «Essperimenten» an den Enden der Kapitel. Dabei wird jeweils darauf geachtet, dass die Ziele nicht zu hoch gesteckt sind, bzw. in kleinere Meilensteine aufgeteilt werden, so dass sie auch erreichbar sind.

    Die an mancher Gelegenheit eingestreuten Rezepte sind grundsätzlich eine gute Idee, für meine Ernährungsweise jedoch eher weniger brauchbar.

    Die Illustrationen sind schön und gut gewählt, jedoch kann nicht jede gleich gut gelesen werden.

    Im grossen und ganzen ein gutes Buch, mit vielen interessanten Tipps für eine bessere Ernährung.

  21. Cover des Buches Die Reenergize-Formel (ISBN: 9782919808175)
    Dr. Simone Janßen

    Die Reenergize-Formel

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Bleistiftmine

    Dieses Mal nur eine Kurz-Rezi:

    Mit diesem Ratgeber sollen Lösungsvorschläge für allgemeine Lebensprobleme gegeben werden, vor allem in Bezug auf fehlende Energie.

    Zwischenzeitlich habe ich überlegt, das Buch abzubrechen, weil es mir dann doch zu biologisch tiefgründig wurde. Leider habe ich in Bezug auf Biologie auch kein Talent dafür, mir die Namen von Hormonen, Organen und deren Aufgaben zu merken, daher fand ich es auch schwierig, zuzuordnen, warum ein bestimmtes Hormon (o.ä.) für etwas anderes auch zuständig ist.

    Was mir gut gefallen hat, war der Humor, mit dem einige Fakten verständlicher rübergebracht wurden und die abschließende Zusammenfassung am Ende der Kapitel.

    Leider waren es auch sehr viele Informationen auf einmal, sodass ich mir teilweise die Handlung merken konnte, aber nicht mehr weiß, was die genau bringen soll.

  22. Cover des Buches Darm mit Charme (ISBN: 9783548375892)
    Giulia Enders

    Darm mit Charme

     (799)
    Aktuelle Rezension von: käutzchen

    Alles schon der Buchtitel machte mich neugierig... " Darm mit Charme".  Unser Darm soll Charm haben ??? Naja bis vor kurzen hatte der Darm bei mir überhaupt keinen Charm ... Nach den Lesen des Buches auf jeden Fall... Selbst für Laie wie mich erzählt die Autorin einiges Wissenwertes über den darm , vieles hat mich erstaunt , der Darm sollte auf jeden Fall mehr bei uns ins Licht gerückt werden was der Darm alles so leistet ... Ich werde meinen Darm auf jeden Fall mit einigen Augen sehen und bin stolz was er doch für gute Arbeit leistet !!!! Die Autorin erzählt zb was bei einer Verstopfung oder bei Durchfall passiert ... Es ist ja schon ein Thema worüber man nicht so beim Kaffeeklatsch mit der Nachbarin bespricht... Witzig beschrieben ist die kleine Lektüre zum Kot , wo einiges Wissenwertes über die Bestandteile, die Farbe und die Konsistenz erfährt... Die lustigen Illustrationen von der Schwester der Autorin werten das Buch auf ... Beim letzten Drittel des Buches wahr es mir zu langatmig...trotz allen wahr es ein Interessantes Buch wo ich einiges Wissenwertes erfahren habe , man sieht dann seinen Darm mit anderen Augen .... 

  23. Cover des Buches Wir sind das Klima! (ISBN: 9783462053210)
    Jonathan Safran Foer

    Wir sind das Klima!

     (26)
    Aktuelle Rezension von: Justine_Wintz

    Dieses Buch hat mich nochmal wachgerüttelt. Es erinnert daran, dass jeder von uns etwas gegen den Klimawandel tun kann. Wir kommen nicht um eine Veränderung unserer Denk- und Lebensweise drum herum. Neue Möglichkeiten und Gewohnheiten sollten in Betracht gezogen werden. Bei jedem von uns.

    Mit diesem Buch bekommen wir den Spiegel vorgehalten. Dabei zeigt sich der Autor selbst nicht als besseren Menschen. Auch ihm fällt es schwer auf tierische Produkte zu verzichten. Er verlangt auch keineswegs, dass jeder ab sofort vegan leben muss. Das einzige, was er bewirken möchte ist, dass wir wieder bewusster konsumieren.

    Es kann so einfach sein und die Lösung für unser Problem beginnt bei unserer täglichen Entscheidung darüber, was wir essen.

    Als mögliche Lösung, für das Problem des Klimawandels empfiehlt er: Keine tierischen Produkte vor dem Abendessen. Das kann sich doch jeder ganz leicht merken und es spart jährlich 1,3 Tonnen CO2.

    Also los verändere mit uns die Welt!

  24. Cover des Buches Skinny Bitch (ISBN: 9783442170395)
    Rory Freedman

    Skinny Bitch

     (94)
    Aktuelle Rezension von: bibifashionable

    Der Titels des Buches lässt vermuten, dass es sich hierbei um eine Lektüre geht die einem dazu bewegt seinen inneren Schweinehund zu bekämpfen und sich mehr um seinen Körper "sorgt". Wobei im Verlauf des Lesens herauskommt, dass es sich eher auf zweiteres beläuft.

    In den ersten Kapiteln werden einem sämtliche Fakten zu den verschiedensten Lebensmittelgruppen und auch zu den verschiedensten Nährstoffen unterbreitet, das finde ich grundsätzlich auch nicht schlecht, auch wenn diese Punkte vermutlich jeder bereits 10mal in irgendwelchen Ratgebern oder ähnlichem nachgelesen hat. Immer wieder schwingt in diesen Kapiteln schon das Thema Veganismus mit.

    Ab zirka der Hälfte des Buches erfährt man eine Wendung die nichts mehr mit den Themen Schlanksein, Abnahmen oder ähnliches zu tun hat. Die Autorinnen richtigen sich klar und deutlich gegen den Verzehr von tierischen Produkten und auch die damit verbundene Massentierhaltung ausgesprochen. Diese Punkte werden mit sehr bildlich vermittelt, was für viele bestimmt sehr abschreckend wirkt.

    Da sich im ersten Teil also deutlich gegen verschiedene Nährstoffe und im zweiten Teil gegen tierische Produkte ausgesprochen wir bleibt nur mehr eines übrigen: Veganismus! Genau diese Art der Ernährung möchte durch die Lektüre verbreitet und dem Leser eingebläut werden.


    Ich weiß, dass dieses Buch bereits vor Jahren erschienen ist und einen wahren Hype erlebt hat. Damals hat mich der Hype kalt gelassen, denn lesen war zu der Zeit für mich absolut uninteressant und auch mit dem Thema Ernährung habe ich mich nicht befasst. Nun aber befasse ich mich wohl mit mit meinem eigenen Wohlbefinden und auch damit wie ich mich ernähre und genau deshalb bin ich auf diese Lektüre gestoßen.

    Erwartet habe ich mir eine Art Denkanstoß um mich noch bewusster auf meine Ernährung zu konzentrieren und auch endlich einen Anstoß zu haben meinen faulen Hintern in die Höhe zu bekommen um endlich fitter werden. Habe ich diesen bekommen? Die Antwort ist ein klares NEIN!

    Kurz gefasst handelt es sich hier um ein Buch, dass einem den Veganismus aufdrängt. Man soll Veganer, der im besten Fall all sein Obst, Gemüse und Co. selbst anpflanzt, werden, denn nur das ist die einzig wahre und richtige Möglichkeit um schlank zu bleiben.

    Ich bin zum Glück kein Mensch der auf diese Art Manipulation, anders kann ich es leider nicht beschreiben, anspringt, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es viele gibt die sehr empfänglich für so etwas sind und sich leiten lassen.

    Ich muss zwar zugeben, dass ich die Art wie das Buch geschrieben ist, die Deutlichkeit in der etwas vermittelt wird, nicht schlecht finde, im Gegenteil es hat mir sehr gut gefallen. Was mir aber nicht gefallen hat, dass es für die Autorinnen nur diesen einen Weg gibt um eine Skinny Bitch zu sein und einem diesem aufdrängen. Ebenso wird immer wieder Soja als Alternative zu Fleisch und anderen Lebensmitteln beworben obwohl man mittlerweile weiß, dass Soja absolut keine Alternative sein kann, da es mit unzähligen Hormonen und ähnlichem versetzt ist. Es gibt noch ein paar weitere Punkte beidenen sich die Meinungen der Autorinnen und mir scheiden und ich bin zu einem Entschluss gekommen - ich bin und bleibe Omnivore, mache daraus auch kein Geheimnis, denn ganz ehrlich? - Ich verspeise lieber genüsslich ein leckeres Schnitzel, vom Bauern meines Vertrauens, mit Kartoffeln und Salat, aus dem eigenen Garten, als mir den Veganismus, wie in diesem Buch beschrieben, aufschwatzen zu lassen. Da verzichte ich gut und gerne darauf eine Skinny Bitch zu sein.

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