Bücher mit dem Tag "ernst des lebens"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ernst des lebens" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Sweet Filthy Boy - Weil du mir gehörst (ISBN: 9783956492525)
    Christina Lauren

    Sweet Filthy Boy - Weil du mir gehörst

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Mia will bevor der Ernst des Lebens anfängt noch mal mit ihren beiden besten Freundinnnen verreisen. Doch ihr Vegas Trip endet anders als gedacht. Plötzlich sitzt sie in einem Flieger nach Paris mit ihrem neuen Ehemann. Nach einigen Startschwierigkeiten, sind sie endlich glücklich bis Ansels großes Geheimnis rauskommt.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin kein großer Fan dieses Buches. Zum einen fand ich die Story stellenweise zu konstruiert, es gab zu viele Erotikszenen, aber viel zu wenig Handlung.

    Den Anfang fand ich noch unterhaltsam, aber ab dem Zeitpunkt wo die beiden in Paris ankamen, empfand ich die Geschichte immer haarsträubender. Als das Ende immer näher kam, war ich genervt und Ansels großes Geheimnis hat mich da auch nicht mehr gewundert, weil es so schön in dieses Drama passte.

    Leider empfand ich die beiden Charaktere als sehr blass, wobei mir Mia noch etwas näher war als Ansel.

    Das Ende hat mich dann wieder etwas versöhnt, das fand ich wieder gut. Vielleicht lag es ja auch daran, weil es wieder in den USA spielte.

  2. Cover des Buches Ich bin dann mal weg (ISBN: 9783492307116)
    Hape Kerkeling

    Ich bin dann mal weg

     (4.061)
    Aktuelle Rezension von: HubertM

    Wir, dass sind alle unsere Freunde  und die Familie haben es gern gelesen.

  3. Cover des Buches Der kleine Prinz. Faksimile in Geschenkbox (ISBN: 9783792000236)
    Antoine de Saint-Exupéry

    Der kleine Prinz. Faksimile in Geschenkbox

     (7.705)
    Aktuelle Rezension von: xx_yy

    Inhalt
    Das Buch erzählt die Geschichte des kleinen Prinzen, der von einem fremden Planeten stammt. Es wird erzählt, wie er diesen verlässt, um andere Planeten zu bereisen, und wie er letztendlich auf der Erde landet. Genauso wie die Eindrücke des kleinen Prinzen auf den fremden Planeten werden seine Meinungen zu den Leuten dort geschildert. Der kleine Prinz, der eine genaue Vorstellung vom richtigen Leben hat, findet schnell auf jedem Planeten Verhaltens- und Denkweisen, die für ihn unsinnig sind. Kritisch betrachtet er alles, was er auf seiner Reise erlebt, schafft es aber dennoch auch die wichtigen Dinge wie wahre Freundschaft zu finden.

    Meinung
    Das Buch war wirklich absolut bezaubernd. Durch die kindliche Art, mit der der Autor die Geschichte erzählt, ist das Buch nicht nur für Kinder sehr leicht verständlich, sondern auch die Kritik, die er an Erwachsenen und der Gesellschaft ausübt, nicht angreifend. Der Autor zeigt auf, wie sich die Menschen im Laufe ihres Lebens verändern, und wie man sich selbst aus der Sicht seines früheren Ichs betrachten und bewerten würde. Zudem schafft er es, dem Leser vor Augen zu führen, welche Werte ihm seit Beginn seines Lebens unheimlich wichtig sind, und welche er dennoch unter Umständen mit zunehmenden Alter vernachlässigt.

  4. Cover des Buches Sakrale Mädchen (ISBN: 9781533078353)
    Lexy v. Golden

    Sakrale Mädchen

     (42)
    Aktuelle Rezension von: FantasyBookFreak

    Es geht spannend weiter!

    Nachdem Dare auf Decharteau zurückgekehrt ist, unterbreitet sie Lazares drei Bedingungen, an die er sich halten soll, wenn er nicht möchte, dass sie wieder geht. 1. Er soll ihr jederzeit die Wahrheit sagen. 2. Lazares soll sie unter keine Manipulationen mehr außerhalb des Training stellen. 3. Sie will vorerst, dass keine weiteren Annäherungsversuche mehr stattfinden. Schließlich geht es darum, die Zeration zu gewinnen, die Dare und Lazares einiges abverlangen wird. Wird sich Lazares an Dares Regeln halten oder sie umgehen? Denn sie hat ihm keine Anweisungen zu geben. Und wird es Dare, mit Gefühlschaos in ihrem Herzen gelingen, die Zeration zu gewinnen?

    Meine Meinung

    „Sakrale Mädchen“ ist der zweite Teil der Gefallene Mädchen Reihe von Lexy v. Golden. Band 1 konnte mich ja schon von der Reihe, den Charakteren und der Autorin überzeugen. Die Geschichte um Dare und Lazares hat mich einfach nicht mehr los gelassen, deswegen musste ich Band 2 gleich hinterher lesen.

    Band 2 schließt nahtlos an Band 1 an und man bekommt das Ende von Band 1 nochmal erzählt, aber aus Lazares Sicht. Bei diesesm Buch sind die Seiten nur so dahin gefolgen. Der Spannungsbogen steigt mit jeder Seite die man liest und man kommt einfach nicht mehr davon los, weil man wissen will, ob Dare die Zeration überleben wird und wie die Zeration überhaupt aussehen wird. Dieser Punkt hat mich am meisten angefixt, was sich die Autorin, denn da wieder ausgedacht hat. Und ich kann ganz ehrlich sagen, sie hat mich nicht enttäuscht. Man konnte mit Dare mitfühlen, da man als Leser auch irgendwann nicht mehr wusste, was real ist und was eine Manipulation. Das Ende war wieder sehr offen und endet wirklich mitten in der Handlung.

    Die Beziehung zwischen Dare und Lazares entwickelt sich in diesem Buch weiter und Dare ist nicht mehr ganz so verängstigt und hilflos. Sie weiß wie wertvoll sie ist und lässt sich auch nicht mehr alles so gefallen. Was wieder zu einigen witzigen Situaitonen führt.

    Außerdem gewährt einem die Autorin auch einen weiteren Blick in die Welt, die sie ihr geschaffen hat. Ich bin ganz fasziniert von diesem dystopischen Paris und allem drum herum. Es ist auf jeden Fall mal etwas komplett anderes.

    Der Schreibstil hat mir auch wie schon in Band 1 super gut gefallen. Er zieht einen direkt in die Geschichte hinein. Die Autorin hat auch einfach ein Talent, diese Finsternis und Eleganz die diese Vampirwelt mit sich bringt, super gut herüber zu bringen.

    Fazit

    Ein genialer zweiter Teil, der dem ersten in nichts nachsteht. Ich bin bekomme einfach nicht genau von Dare, Lazares und allem anderen. Ich freue mich sehr auf Band 3 und bin gespannt, wie es mit der Zeration weitergeht. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

  5. Cover des Buches Ausgeliehen (ISBN: 9783548611341)
    Rebecca Makkai

    Ausgeliehen

     (67)
    Aktuelle Rezension von: badwoman

    Lucy, Biblithekarin in Hannibal, führt ein ruhiges, um nicht zu sagen langweiliges Leben, so wie sie es eigentlich nie wollte. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Morgens Ian, einen 10-jährigen Jungen, der Stammkunde in ihrer Bücherei ist, an ihrem Arbeitsplatz vorfindet. Ians Familie ist tiefreligiös (oder einem Sektenguru verfallen?), seine Mutter möchte die Bücher, die Ian ausleiht, "zensieren". Lucy ist damit natürlich nicht einverstanden und verhilft Ian ab und zu doch zu den von ihm bevorzugten Büchern. Nun ist Ian also von zu Hause weggelaufen und überredet Lucy zu einem Roadtrip, der immer abenteuerlicher wird. Wie kann diese Geschichte für alle gut ausgehen?

    Diese besondere Geschichte ist leider so unrealistisch, dass sie mich nicht wirklich fesseln konnte. Manche Passagen, besonders die etwas humorvolleren, waren ganz nett zu lesen, aber im Großen und Ganzen hatte ich immer im Hinterkopf: "Warum macht Lucy das?" Als Leser möchte man ihr nur dringend raten, dass sie dieses Kind auf dem schnellsten Weg nach Hause bringt. Dazu werden noch einige Problemthemen angeschnitten, z.B. religiöse Fanatiker, Russenafia, Homosexualität, aber nichts davon wird wirklich eingehender behandelt.

    Nein, dieses Buch hat mich nicht in seinen Bann gezogen, leider, denn der Klappentext war recht vielversprechend.

  6. Cover des Buches Der Krieg der Enzyklopädisten (ISBN: 9783827012166)
    Christopher Gerald Robinson

    Der Krieg der Enzyklopädisten

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Eine echte Nikolausüberraschung habe ich für Euch mit dem Buch von Gavin Ford Kovite und Christopher Gerald Robinson mit ihrem Erstlingswerk „Der Krieg der Enzyklopädisten“. Für mich war dieses Geschenk einer Freundin eine wahre Freude. Man merkt den Autoren an, dass sie sich Zeit genommen haben, um ihren Roman zu schreiben. Ganze fünf Jahre brauchten sie, schrieben abwechselnd die Kapitel, jeder hat sein Alter ego mit hinein verwoben. Freunde, Familie und Experten halfen mit, ein regelrechtes Kunstwerk zu schaffen.

    Das Wort Krieg bekommt hier in mehrfacher Hinsicht eine Bedeutung. Zunächst einmal erleben wir einen der Freunde, Montauk, in Bagdad. Ein Soldat ist er, mittleren Ranges, muss Männer führen, Entscheidungen treffen, schwitzen, stinken, seine Wut beherrschen. Er ist der Alter ego von Kovite, der in Bagdad zwischen 2004 und 2005 eine Infanterie-Einheit geführt hat.

    Der andere Freund ist Corderoy, ein angehender Universitätsprofessor für Literatur, dem allerdings das Geld fürs Studium ausgegangen ist und nun als Testobjekt von fragwürdigen medizinischen Studien zumindest die Miete zahlen will. Er ist im Krieg mit sich selbst, seiner Umwelt, den Frauen und seinem besten Freund Montauk.

    Selbstverständlich gibt es sie auch, die Frauen. Da ist zunächst Mani, eine Künstlerin, die mit ihren Eltern dem Krieg in ihrem eigenen Land entflohen ist und sich treiben lässt. Zunächst die Freundin von Corderoy, wird sie zur Kriegsbraut von Montauk. Tricia ist die egozentrische Mitbewohnerin von Corderoy, die unbedingt etwas aus ihrem doch sehr verwöhnten Leben machen möchte und als Kriegsberichterstatterin nach Bagdad möchte. Natürlich trifft sie noch in der Heimat auf Montauk und diesen später wieder im Irak.

    Alle vier Protagonisten sind in den Zwanzigern, also keine Teenies mehr und trotzdem noch nicht wirklich angekommen im Leben. Doch mit jedem Schritt, mit jeder Erfahrung reifen sie, zweifeln sie, wird ihnen bewusst: jede Entscheidung die sie treffen hat Konsequenzen. Und: man trifft sich meist mehrmals im Leben.

    Warum aber nun dieser Titel? Die beiden Freunde feiern gerne Mottopartys und nennen sich die Enzyklopädisten. Und machen sich zunächst einen Spaß daraus einen Artikel in Wikipedia zu veröffentlichen, den sie beide immer wieder aktualisieren. Denn: prüft ja eh keiner nach, was da so steht. Mit der Zeit, als beide getrennte Wege gehen, dient dieser Artikel als toter Briefkasten. Hier tauschen sie ihre Gefühle und Gedanken aus, ohne Telefon, ohne E-Mail oder sonstige Kommunikationsmittel. Einfach nur genial diese Idee. Immer wieder kann sich die Leserschaft die überarbeiteten Seiten betrachten.

    Dem einen Freund begleiten wir bei seinem ergebnislosen Weg aus dem Studium hin zum Versuchskaninchen und seinen Abenteuern mit der Frauenwelt, nebst nicht Anbaggerungsversuchen zu seiner Mitbewohnerin. Dem anderen bei seinem Soldatenleben, seinen Kameraden und den Menschen, die er dort kennenlernt. Dessen Frustration, die Wut, die er nicht ausleben darf, Hitze, Anschläge, Mordopfer, Autobomben; all das bekommen wir eiskalt serviert.

    Die Liebe zum Detail, zu der künstlerischen Entwicklung von Mani, und Tricia, der nichts lieber ist, als der Wahrheit auf die Spur zu kommen, das nimmt man den Autoren ab. Der Roman wirkt selbst  wie ein gelungenes Experiment mit seinen Wikipedia-Artikeln und seinen Verhör-Protokollen zu einem Mord in Bagdad. Danach ist man selbst wütend wie Montauk, der erkennen muss, dass er leider so absolut kein Verbrechen aufklären kann.

    Viele Fehlentscheidungen gestehen das Autorenteam diesen vier jungen Menschen zu. Wie sie nun, in Zeiten von Fake News und Verschwörungstheorien, wohl agieren würden? Für mich war dieser Roman ein Gewinn; eine perfekte Sozialstudie über junge Menschen nach dem verheerenden Attentat in Amerika. Absolut Empfehlenswert. Erwähnen will ich auch die Übersetzer Gerhard Falkner und Nora Matocza, ebenfalls wie das Autorenteam ein Tandem, das bereits viele Werke gemeinsam übersetzt hat.

  7. Cover des Buches Hufeland, Ecke Bötzow (ISBN: 9783550050312)
    Lea Streisand

    Hufeland, Ecke Bötzow

     (5)
    Aktuelle Rezension von: KerstinTh

    Franzi ist ein wahres DDR-Kind. Ihre Eltern kämen gegen das Regime, doch Franzi ist Feuer und Flamme von den Pionieren und der gesamten Struktur der DDR. Doch dann fällt die Mauer und plötzlich sind sie auch Westdeutsche. Wird Franzi damit klarkommen?


    Dieser Roman begleitete ein kleines Mädchen durch ihre Kindheit und Jugend. Die Kindheit verbringt sie in der gutbehüteten DDR mit den Pionieren und ihre Jugend im sozusagen Wilden Westen. Somit spielt dieser Roman in den 80 und 90er Jahren. Stellenweise fühlte ich mich selbst zurückversetzt und vieles kam mir aus meiner eigenen Kindheit sehr bekannt vor. Lea Streisand ist es wirklich wunderbar gelungen Franzi Leben einzuhauchen. Franzi ist ein sehr sympathisches Mädchen, das total authentisch rüberkommt. Gerne würde man selbst in der Hufelandstraße, Ecke Bötzow wohnen. Dieser Roman zeigt hervorragend, wie unterschiedlich Kinder und Erwachsene die DDR und den Westen wahrgenommen haben.

    Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich flog nur so über die Seiten. Die Geschichte ist wirklich sehr lebendig – zum einen Dank der Charaktere und zum anderen aufgrund der vielen Geschehnisse. Die Charaktere sind alle toll umgesetzt und sehr verschieden. Es wurde einige Typen bedient. Vielleicht waren es sogar zu unterschiedliche Menschen, aber dadurch bekam man als Leser sehr viele Blickwinkel auf die damaligen politischen Geschehnisse.


    Dieses Buch gibt einen wunderbaren Einblick in eine Kindheit zum Ende der DDR und zeigt auf, wie es für ein Kind war den Mauerfall und die Wiedervereinigung mitzuerleben. Ich habe dieses Buch verschlungen, deshalb vergebe ich gerne volle fünf von fünf Sterne.

  8. Cover des Buches Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy (ISBN: 9783741299056)
    Harald Schmidt

    Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Daniela_Weigel

    Der 33 jährige Finanzbeamte Alfred lebt ein sehr ruhiges Leben mit seinem Teddy Bienchen. Mit Frauen hatte er bisher keinen näheren Kontakt. Hat ihn doch seine Mama immer vor Frauen gewarnt.

    Doch dann zieht eine neue Nachbarin ein und stellt sein komplette Leben auf den Kopf.

    Humorvoll erzählt er die Geschichte von Alfred, ein liebenswerter Mann der durch die Erziehung seiner Mutter leider etwas Weltfremd ist. Zusammen mit Verena und Pfarrer Hollerberg reisen Alfred und Bienchen in ferne Länder. Dort lernen sie Menschen kennen, mit denen das Leben es nicht gut gemeint hat.

    Eindrucksvoll erzählt der Autor wie in manchen Ländern von der Großindustrie mit den Einheimischen umgegangen wird. Er zeigt auf das oftmals immer noch nur das Geld die Welt regiert. Das hat mich doch nachdenklich zurück gelassen.

    Diese Geschichte hat mich sehr berührt, denn sie zeigt was durch Liebe, Freundschaft und vertrauen alles möglich ist. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und waren mir sehr sympathisch.

    Eine Geschichte der es an nichts fehlt, die einen zum nachdenken anregt, und einem zeigt jeder Mensch ist einmalig und man sollte ihn genau so nehmen wie er ist.

    Absolute Leseempfehlung




    Von mir gibt es 10 Herzen 

  9. Cover des Buches Der Ernst des Lebens: Der Ernst des Lebens (ISBN: 9783522458399)
    Sabine Jörg

    Der Ernst des Lebens: Der Ernst des Lebens

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Anonymperson

    Es wurde dunkel übergroß entworfen. 'Die richtigen Farbkombinationen unterstützen die Erkennung von Objekten stärker, solche, die von der Realität abweichen, dienen eher der Symbolisierung. 

    Letztes Bild ändert sich nicht nur der Inhalt drastisch, sondern auch die Farbe der Bilder modifizieren sich ins positive. Der Hintergrund wird jetzt in hellem, warmem Farben beleuchtet.

  10. Cover des Buches Kaito (ISBN: 9783426625859)
    Hans Kruppa

    Kaito

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Millie geht zur Schule (ISBN: 9783841500830)
    Dagmar Chidolue

    Millie geht zur Schule

     (13)
    Aktuelle Rezension von: parden
    FÜR SCHULANFÄNGER NICHT EMPFEHLENSWERT!

    Endlich: Millie darf zur Schule gehen! Wurde aber auch Zeit, schließlich kann sie sogar schon Zahlen lesen. Ist ja auch pickepackeleicht: Die Dreien sehen nämlich aus wie Mäuseohren und die Zweien wie Eiernudeln! Aber das Wichtigste für echte Schulkinder sind die Zahnlücken, sagt Mama. Mindestens eine muss man haben, wenn man in die Schule kommt. Gerade noch rechtzeitig verliert Millie dann tatsächlich einen Zahn! Klar, dass so am ersten Schultag gar nichts mehr schiefgehen kann – bis auf die Sache mit der Schultüte ohne Süßigkeiten...

    Ich habe durchaus schon Bücher gelesen, die sich an Schulanfänger wenden oder an die Kinder, die es bald werden. Als solches würde ich dieses Buch auch verstehen, aber ich habe hier ehrlich gesagt so einige Male mit den Ohren geschlackert.

    Was würde ich von solch einem Buch erwarten? Einen Hauptcharakter im entsprechenden Alter, das Kind aufgeregt vor der Schule und dem, was auf es zukommen mag, die ersten Erlebnisse, Unsicherheiten, ein allmähliches Hineinkommen in die neuen Abläufe. Dabei würde ich erwarten, dass die Geschichten Mut machen, die Eltern unterstützend zur Seite stehen und das Kind allmählich reifer wird. Ich würde erwarten, dass der Spaß betont wird und dass Wert gelegt wird auf einen adäquaten und netten Umgang miteinander.

    Was aber bekommt man hier? Ja, mit Millie bekommt man ein sechsjähriges und durchaus aufgewecktes Mädchen, das gerne quatscht und sich darauf freut, mit einer Kindergartenfreundin bald in die Schule zu gehen. Ich fand es auch nicht schlimm, dass es Millie schwerfiel, bei der Begrüßungsrede der Direktorin still zu sitzen - allerdings hätte hier doch wohl eine Ermahnung ausreichen sollen, damit Millie versteht, dass sie sich nun ruhiger verhalten soll. Stattdessen quatscht sie ständig mit ihrer Freundin, lässt deren Schultüte platzen und grüßt ihre hinten sitzende Mutter laut quer durch die Halle.

    Ich fand es zwar etwas befremdlich, dass Millie sich - auch in anderen Situationen - zuweilen schwer tat, sich angemessen zu verhalten, aber gut, solche Kinder gibt es schließlich auch. Was ich dagegen richtig schlimm fand, war das oftmals nicht akzeptable Vokabular, das sich hier immer wieder findet. Millie will anderen Kindern in bestimmten Situationen eine reinhauen, fragt ihren Vater, ob er 'blöd' sei, schätzt die Lehrerin wegen ihrer Kuhaugen ('Muhmuh-Lehrerin'), sieht, wie ihr Vater fast auf die Schnauze fliegt, ist betrübt als ihre Mutter kotzen muss usw. Was bitte haben solche Begriffe in einem Kinderbuch zu suchen?

    Was ich auch schlimm fand, waren die Erlebnisse, die Millies erste Schultage prägten. Schon in der zweiten Woche verstellt ihr z.B. ein Viertklässler jeden Tag den Zugang durch die Schulpforte. Millie will nicht weinen, weil er sie einfach nicht durchlässt, sondern läuft statt dessen über die Straße in ihren alten Kindergarten und geht dementsprechend erst später in ihre Klasse. Die Lehrerin ist natürlich nicht begeistert, aber Millie erzählt ihr nicht was los war, erzählt auch den Eltern später nichts. Als sich das einige Tage lang wiederholt, ist die Lehererin entsprechend sauer, schreibt auch etwas ins 'Muttiheft' (was für ein Begriff!) und erwartet die Unterschrift der Eltern.

    Millie beschließt daraufhin - wieder einmal - zu lügen und behauptet am nächsten Tag, sie hätte schulfrei. Millie plant schon die nächsten Tage - einmal will sie die Schulzeit in ihrem alten Kindergarten absitzen und behaupten, sie hätte frei, einmal bei einer Nachbarin und dann erstmal Wochenende... Durch Zufall fällt das Lügengebäude in sich zusammen, und erst da erzählt Millie ihrer Mutter, was eigentlich los ist. Nachdem sich das Problem kapitellang zuspitzen konnte, wird es erst recht spät durch Millies Vater gelöst - viel zu beängstigend für Kinder in dem Alter.

    Was auch keinen Mut macht, ist die Tatsache, dass Millie durch ihr ständiges Zuspätkommen immer etwas von der Stunde verpasst und sie sich deshalb mit den Hausaufgaben schwer tut. Das Topflappenhäkeln (Erstklässler in der zweiten Woche, ist klar...) gelingt Millie auch irgendwie so gar nicht, und sie ist einfach nur frustriert. Erst als ihre Mutter irgendwann zufällig merkt was los ist und mit ihr übt, geht es plötzlich besser - aber auch da ist bis zur Lösung schon viel Zeit vergangen, und das ungute Gefühl für die Situation zieht sich durch. Überhaupt wird schon vor dem ersten Schultag von verschiedenen Erwachsenen betont, dass jetzt 'der Ernst des Lebens' beginne. Sollten Kinder nicht erst einmal mit freudiger Zuversicht in die Schule gehen?!

    Für mich ist dieses Buch für Schulanfänger eindeutig nach hinten losgegangen. Weshalb es dazu auch viele positive Stimmen gibt, erklärt sich mir ehrlich gesagt nicht... Von mir gibt es hier definitiv keine Empfehlung!


    © Parden
  12. Cover des Buches Millie geht zur Schule (ISBN: 9783731311188)
    Dagmar Chidolue

    Millie geht zur Schule

     (1)
    Aktuelle Rezension von: parden
    FÜR SCHULANFÄNGER NICHT EMPFEHLENSWERT!

    Endlich: Millie darf zur Schule gehen! Wurde aber auch Zeit, schließlich kann sie sogar schon Zahlen lesen. Ist ja auch pickepackeleicht: Die Dreien sehen nämlich aus wie Mäuseohren und die Zweien wie Eiernudeln! Aber das Wichtigste für echte Schulkinder sind die Zahnlücken, sagt Mama. Mindestens eine muss man haben, wenn man in die Schule kommt. Gerade noch rechtzeitig verliert Millie dann tatsächlich einen Zahn! Klar, dass so am ersten Schultag gar nichts mehr schiefgehen kann – bis auf die Sache mit der Schultüte ohne Süßigkeiten...

    Ich habe durchaus schon Bücher gelesen, die sich an Schulanfänger wenden oder an die Kinder, die es bald werden. Als solches würde ich dieses Buch auch verstehen, aber ich habe hier ehrlich gesagt so einige Male mit den Ohren geschlackert.

    Was würde ich von solch einem Buch erwarten? Einen Hauptcharakter im entsprechenden Alter, das Kind aufgeregt vor der Schule und dem, was auf es zukommen mag, die ersten Erlebnisse, Unsicherheiten, ein allmähliches Hineinkommen in die neuen Abläufe. Dabei würde ich erwarten, dass die Geschichten Mut machen, die Eltern unterstützend zur Seite stehen und das Kind allmählich reifer wird. Ich würde erwarten, dass der Spaß betont wird und dass Wert gelegt wird auf einen adäquaten und netten Umgang miteinander.

    Was aber bekommt man hier? Ja, mit Millie bekommt man ein sechsjähriges und durchaus aufgewecktes Mädchen, das gerne quatscht und sich darauf freut, mit einer Kindergartenfreundin bald in die Schule zu gehen. Ich fand es auch nicht schlimm, dass es Millie schwerfiel, bei der Begrüßungsrede der Direktorin still zu sitzen - allerdings hätte hier doch wohl eine Ermahnung ausreichen sollen, damit Millie versteht, dass sie sich nun ruhiger verhalten soll. Stattdessen quatscht sie ständig mit ihrer Freundin, lässt deren Schultüte platzen und grüßt ihre hinten sitzende Mutter laut quer durch die Halle.

    Ich fand es zwar etwas befremdlich, dass Millie sich - auch in anderen Situationen - zuweilen schwer tat, sich angemessen zu verhalten, aber gut, solche Kinder gibt es schließlich auch. Was ich dagegen richtig schlimm fand, war das oftmals nicht akzeptable Vokabular, das sich hier immer wieder findet. Millie will anderen Kindern in bestimmten Situationen eine reinhauen, fragt ihren Vater, ob er 'blöd' sei, schätzt die Lehrerin wegen ihrer Kuhaugen ('Muhmuh-Lehrerin'), sieht, wie ihr Vater fast auf die Schnauze fliegt, ist betrübt als ihre Mutter kotzen muss usw. Was bitte haben solche Begriffe in einem Kinderbuch zu suchen?

    Was ich auch schlimm fand, waren die Erlebnisse, die Millies erste Schultage prägten. Schon in der zweiten Woche verstellt ihr z.B. ein Viertklässler jeden Tag den Zugang durch die Schulpforte. Millie will nicht weinen, weil er sie einfach nicht durchlässt, sondern läuft statt dessen über die Straße in ihren alten Kindergarten und geht dementsprechend erst später in ihre Klasse. Die Lehrerin ist natürlich nicht begeistert, aber Millie erzählt ihr nicht was los war, erzählt auch den Eltern später nichts. Als sich das einige Tage lang wiederholt, ist die Lehererin entsprechend sauer, schreibt auch etwas ins 'Muttiheft' (was für ein Begriff!) und erwartet die Unterschrift der Eltern.

    Millie beschließt daraufhin - wieder einmal - zu lügen und behauptet am nächsten Tag, sie hätte schulfrei. Millie plant schon die nächsten Tage - einmal will sie die Schulzeit in ihrem alten Kindergarten absitzen und behaupten, sie hätte frei, einmal bei einer Nachbarin und dann erstmal Wochenende... Durch Zufall fällt das Lügengebäude in sich zusammen, und erst da erzählt Millie ihrer Mutter, was eigentlich los ist. Nachdem sich das Problem kapitellang zuspitzen konnte, wird es erst recht spät durch Millies Vater gelöst - viel zu beängstigend für Kinder in dem Alter.

    Was auch keinen Mut macht, ist die Tatsache, dass Millie durch ihr ständiges Zuspätkommen immer etwas von der Stunde verpasst und sie sich deshalb mit den Hausaufgaben schwer tut. Das Topflappenhäkeln (Erstklässler in der zweiten Woche, ist klar...) gelingt Millie auch irgendwie so gar nicht, und sie ist einfach nur frustriert. Erst als ihre Mutter irgendwann zufällig merkt was los ist und mit ihr übt, geht es plötzlich besser - aber auch da ist bis zur Lösung schon viel Zeit vergangen, und das ungute Gefühl für die Situation zieht sich durch. Überhaupt wird schon vor dem ersten Schultag von verschiedenen Erwachsenen betont, dass jetzt 'der Ernst des Lebens' beginne. Sollten Kinder nicht erst einmal mit freudiger Zuversicht in die Schule gehen?!

    Anna Carlsson liest den Text (2 Stunden und 17 Minuten) angenehm betont und kindgerecht. Eine freundliche Stimme zu einem durchaus nicht immer freundlichen und netten Buch...

    Für mich ist dieses Buch für Schulanfänger eindeutig nach hinten losgegangen. Weshalb es dazu auch viele positive Stimmen gibt, erklärt sich mir ehrlich gesagt nicht... Von mir gibt es hier definitiv keine Empfehlung!


    © Parden
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