Bücher mit dem Tag "erzählen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "erzählen" gekennzeichnet haben.

28 Bücher

  1. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

    (420)
    Aktuelle Rezension von: mattder

    Es werden Gene in Erbgut von Pflanzen verändert, um eine größer Ernte zu haben . Gene von Menschen werden so verändert das Bad super mitgetanzt sind. Weihnachtlich ein spannendes Buch das aufzeigt was bald in der Gene Veränderung möglich ist. macht schon ein bis sich mulmiges Gefühl. Guter Page Turner.

  2. Cover des Buches Der Bücherdrache (ISBN: 9783328107118)
    Walter Moers

    Der Bücherdrache

    (251)
    Aktuelle Rezension von: Haerzlech

    Die Legende besagt, der Drache mit den vielen Namen bestehe aus Büchern, habe auf jede Frage eine Antwort und sei vom Orm durchströmt. Infolge einer Mutprobe macht sich Hildegunst Zwei als junger Buchling auf den Weg in den Ormsumpf, um den sagenumwobenen Drachen zu finden und ihm eine ganz bestimmte Frage zu stellen...

    Ich glaube, Walter Moers' Fantasiewelt liebt man entweder, oder man versteht sie nicht. Ich gehöre wohl zu letzteren. Nach den 13 1/2 Leben und der Stadt der träumenden Büchern wollte ich Moers mit dem Bücherdrachen nochmals eine Chance geben.
    Tatsächlich hat mir das Buch deutlich besser gefallen als die anderen beiden, die ich von ihm gelesen habe. Dies ist einerseits der Kürze zu verdanken: Durch die deutlich weniger lange Geschichte hatte ich keine Mühe, dem Roman zu folgen - in den anderen Zamonienromanen hat meine Vorstellungskraft jeweils mittendrin abgeschaltet, und ich konnte mir nichts mehr darunter vorstellen. Hier hatte ich hingegen keine Schwierigkeiten, mein Kopfkino aufrecht zu erhalten. 

    Was ich nicht verstehe, ist die Rahmenhandlung, die um das Abenteuer gesponnen wird. Da klar ist, dass die Geschichte längst abgeschlossen ist, nimmt es die gesamte Spannung weg, da ich ja weiss, dass alles gut enden wird. Die Unterbrüche in der Geschichte unterbrechen ausserdem auch jedes Mal wieder die aufgebaute Spannung, geben aber in meinen Augen nichts zur Geschichte hinzu.
    Ich glaube, ich hätte es präferiert, die Erzählung zu lesen, und den Kontext der Rahmenhandlung nur in einem Epilog zu haben. 


  3. Cover des Buches Unter der Haut (ISBN: 9783492238564)
    Gunnar Kaiser

    Unter der Haut

    (45)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Ein geheimnisvoller Mann, Josef Eisenstein, ist Mäzen und Verführer, nicht im sexuellen, sondern ideologischen Sinne. Eines jungen Mannes. Jonathan Rosen. Zusammen gabeln sie junge Mädels auf. Jonathan beschläft sie. Eisenstein ist Voyeur 

    Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an wie eine Klinge berührt, die leicht über meine Haut fährt mit einem gewissen Druck..... und mir über die mehr als 500 Seiten durchweg Gänsehaut verschafft. Die unterschwellige Spannung ist grandios in drei Erzählsträngen verflochten. 1969, die beiden ungleichen Männer lernen sich kennen und ein spezieller und für Jonathan unvergesslicher Sommer in New York nimmt seinen Lauf. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, als Josef Eisenstein geboren wird, und eine Kindheit einen Menschen prägt. Und dann 1990, als sich Jonathan auf den Weg macht, um die wahre Geschichte seines alten Freundes aus dem Sommer 1969 aufzudecken.
    Gunnar Kaiser schafft eine so unglaubliche Atmosphäre, die in den verschiedenen Erzählsträngen durch die spezifische Sprache der Zeit und auch im Buch durch die unterschiedlichen Schriften deutlich gemacht wird. 

    Absolut lesenswert

  4. Cover des Buches Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte (ISBN: 9783446286276)
    Rafik Schami

    Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Mein erstes Buch von Rafik Schami. Es ist ein Geschichtenband mit elf Erzählungen, die mich alle sehr gut unterhalten haben. 

    Mir gefiel der Schreib-/Erzählstil. Die Geschichten kamen mir alle irgendwie wertvoll und liebevoll erzählt vor mit viel Inhalt. 

    Ich möchte jetzt noch weitere Bücher von Rafik Schami lesen :) 

    21.08.2024

  5. Cover des Buches Eine Liebe, in Gedanken (ISBN: 9783442719778)
    Kristine Bilkau

    Eine Liebe, in Gedanken

    (109)
    Aktuelle Rezension von: EmmaWinter

    Die Ich-Erzählerin verliert ihre Mutter, nicht völlig unerwartet, denn Antonia hatte ein schwaches Herz. Vielleicht ein gebrochenes Herz? Den Tod der Mutter nimmt die Tochter zum Anlass, nach deren erster Liebe zu forschen. Edgar hieß der junge Mann, in den Antonia damals unsterblich verliebt war. Erzählungen und zahlreiche Postkarten und Briefe zeugen von dieser Liebe. Warum nur ist Antonia Mitte der 1960er Jahre nicht mit Edgar nach Hongkong gegangen?

    In leisen Tönen spüren wir gemeinsam mit der Tochter dieser Liebe nach. Die Autorin wechselt dabei immer wieder von der Gegenwart in die 1960er Jahre und zeigt auf, wie sich junge Menschen im Nachkriegsdeutschland ihre Freiheit und Liebe erkämpfen mussten. Welche Träume sie hatten und welche Enttäuschungen ihnen entgegenschlugen. Antonia konnte Edgar ihr Leben lang nicht vergessen und die Tochter fragt sich, wie wäre das Leben ihrer Mutter verlaufen, wenn die beiden ein Paar geblieben wären. (Haben wir uns nicht alle schon mal diese oder eine ähnliche Frage gestellt? Wie wäre mein Leben verlaufen, wenn ...?)

    Antonias Schicksal hat mich berührt, allerdings konnte ich ihre Liebe zu Edgar nicht so nachempfinden, wie ich es mir gewünscht hätte. Er erschien mir schlicht nicht liebenswert genug. Aber es war ja auch Antonias Liebe, wenn auch 50 Jahre nur in Gedanken.

  6. Cover des Buches Lass das Land erzählen (ISBN: 9783775160759)
    Assaf Zeevi

    Lass das Land erzählen

    (11)
    Aktuelle Rezension von: Andrea_Varga1

    Der Autor kennt das Land. Er nimmt uns an der Hand und nimmt uns mit zu den uns bekannten und weniger bekannten Orten, die uns aus der Bibel vertraut sind. Durch seine eigene Erfahrung und durch Hintergrundinformationen schenkt er uns einen sehr lebendigen Blick auf das biblische Israel. Ich lese die Bibel mit anderen Augen. 

  7. Cover des Buches Das Geheimnis der Schwimmerin (ISBN: 9783734106088)
    Erika Swyler

    Das Geheimnis der Schwimmerin

    (77)
    Aktuelle Rezension von: Tifereth

    Auch dieses Werk ist ein Buch, was schon sehr lange bei mir steht, aber ich bisher nicht danach gegriffen habe. Jetzt war es höchste Zeit, aber leider konnte die Geschichte nicht ganz so begeistern.

    Bei dem Klappentext erhofft man sich etwas anderes und man muss dem Buch wirklich lange Zeit geben um zu wirken und sich zu entfalten. Was sich so spannend anhört ist erst einmal alles andere als mitreißend. Es gibt unglaublich viele Längen und durch die Zeitsprünge wird man zwischendurch aus der Geschichte gerissen, dass man etwas braucht um wieder hineinzufinden. Erst im letzten Drittel wird es richtig spannend und mystisch, dass man dann doch mehr wissen möchte und ob sie den Fluch am Ende brechen können oder nicht. Der Schreibstil ist eigentlich sehr angenhem und auch die Charaktere sind sehr glaubwürdig umschrieben vom Leben, was nicht immer gut zu ihnen war. Man erwartet aber mehr. Einfach mehr von allem.

    Trotz allem eine nette Geschichte und mal etwas anderes aus meinem Bücherregal, aber kein Buch, was man unbedingt gelesen haben muss. Ich bin etwas enttäuscht.




  8. Cover des Buches Benno Bär. Mini-Bilderbuch. (ISBN: 9783769820409)
    Susanne Brandt

    Benno Bär. Mini-Bilderbuch.

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ

    „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor:

    „Benno Bär“  von Susanne Brandt und Margret Russer 

    Benno Bär freut sich auf sein warmes Zuhause, denn es hat stark geschneit und er war lange in der Kälte unterwegs. Als er vor seinem Baumhaus steht, stellt er fest, dass er seinen Haustürschlüssel verloren hat. Zum Glück kann Benno sich auf seine Freunde verlassen. Nach und nach kommen  Martha Maus, Hubert Hirsch und Kalle Kaninchen vorbei und helfen ihm doch noch ins Warme zu gelangen. 


    Fazit:

    Die schöne Geschichte von „Benno Bär“ und seinen Freunden, die es schon länger als Bilderbuch und Kamishibai-Karten gab, hat der „Don Bosco Verlag“ jetzt für die Erzählschiene herausgebracht.

    Das Begleitheft beinhaltet den original Bilderbuchtext und eine übersichtliche Regieanweisung. Alles ist sehr gut fotografisch dargestellt und erklärt. Das Geschichten-Set besteht aus Bögen mit fertig gestalteten Figuren, die gleich zum Einsatz kommen könnten. Ich laminiere meine Figuren immer noch ein und so können auch die Kinder mit den Figuren spielen, ohne dass diese zu schnell kaputtgehen.

    Susanne Brand erzählt eine schöne und ansprechende Wintergeschichte, in der liebenswerte Tiere die Akteure sind. Dabei steht das Thema „Freundschaft und Hilfsbereitschaft“ im Vordergrund. Es handelt sich um eine einfache und überschaubare Reihengeschichte die bereits von kleineren Kindern gut nacherzählt werden kann.

    Mit der Erzählschiene steht ein sehr kreatives Medium zur Verfügung und durch das agieren der einzelnen Spielfiguren findet ein lebhaftes kleines Theaterstück statt. Kindern wird so eine schöne Möglichkeit geboten, selbst zu Erzähler* innen zu werden und ganz nebenbei – also alltagsintegriert – findet intensive Sprachförderung statt.

    Die Illustratorin Margret Russer hat passend zur Geschichte, gekonnt und liebevoll und mit kräftigen Farben, die sehr aussagekräftigen Bilder entstehen lassen.


    „Benno Bär“ – eine sehr schöne Geschichte für die Erzählschiene!





    Hier geht es zur Rezension auf meinem Literaturblog:

    https://literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2021/11/06/benno-bar-auf-der-erzahlschiene/


     Besten Dank an den "Don Bosco Verlag" für das Rezensionsexemplar


  9. Cover des Buches Der 13. Stuhl (ISBN: 9783551560247)
    Dave Shelton

    Der 13. Stuhl

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Beschreibung

    Jack sieht in einem verlassenen Haus Kerzenlicht flackern und tritt neugierig ein. In einem Zimmer erwarten ihn zwölf Gestalten, eine jede sitzt vor einer brennenden Kerze. Nacheinander erzählen sie schauderhafte Geschichten von mysteriösen Ereignissen und dem Tod. Als nur noch eine Kerze übrig ist, ist Jack an der Reihe und begreift, welche Geschichte er allein im Dunkeln erzählen muss.

    Meine Meinung

    Dave Shelton verknüpft in seinem Buch »Der 13. Stuhl« dreizehn schauderhafte Kurzgeschichten mit einer rätselhaften Rahmenstory, die bis zuletzt den dunklen Mantel eines Geheimnisses um den Ausgang der Geschichte legt.

    Zusammen mit Jack saugt man die prickelnde Gruselatmosphäre des Raums mit den verschrobenen Persönlichkeiten in sich auf und schenkt den Erzählenden sein Gehör. Nachdem eine Geschichte verklungen ist, löscht der Vortragende sein Licht. Doch wo wird das alles hinführen, welche Geschichte wird Jack zu erzählen haben und was passiert, nachdem die letzte Kerzenflamme erloschen ist?

    »Der 13. Stuhl« ist die perfekte Lektüre für nebelverhangene Herbstabende und kann durch die in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten auch gemütlich auf mehrere Leseabschnitte aufgeteilt werden. Besonders gut gefallen hat mir, dass jede Geschichte für sich eine ganz eigene Persönlichkeit durchblicken lässt, egal ob süßes Mädchen, unsicher Junge oder der grobschlächtiger Holzfäller mit unverkennbarem Akzent. Dave Shelton ist es gelungen jeder Erzählung eine eigene Stimmfarbe zu verleihen, sodass man tatsächlich das Gefühl hat, mit all diesen Persönlichkeiten an einem Tisch zu sitzen.

    Durch die breite Palette der Geschichten, von Piraten über bissige Katzen, einer Expedition zur Antarktis bis zu einem ungewöhnlichen Haus, in dem die Seele eines Schriftstellers lebt, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Natürlich gab es aufgrund dieser Bandbreite für mich auch ein oder zwei Geschichten, die mich nicht ganz so stark gefangen nehmen konnten, aber im Ganzen betrachtet hatte ich ein wundervoll atmosphärisches Lesevergnügen mit diesem Buch.

    Fazit

    Schaurig-schöne Grusel-Geschichten die für einen perfekten Herbstabend auf dem Lesesessel einladen. Die einzelnen Erzählungen wurden zudem mit einer Mantelstory verknüpft, die zum mitfiebern und miträtseln lockt.

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    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 23.10.2020

  10. Cover des Buches Im Schattenspiel des Mörders (ISBN: 9783940877192)
    Sophia Münster

    Im Schattenspiel des Mörders

    (4)
    Aktuelle Rezension von: vormi
    Layla hat gerade erst ihren Vater nach 10 Jahren wiedergetroffen und freut sich schon darauf, ihrer besten Freundin davon zu erzählen, auch dass sie hofft, ihre Eltern könnten bald wieder zusammenkommen.
    Doch bald schon muss sie erkennen, dass ihr Vater-Tochter-Treffen nur der Auftakt zu den nächsten Ereignissen gewesen ist.
    Die Schatten der Vergangenheit holt Layla und ihre Mutter bald schon ein und sie stecken beide unfreiwillig muttendrin


    Ich bin mit dem Buch nicht so richtig warm geworden.
    Besonders die direkte Rede empfand ich teilweise als etwas hölzern, auch die Agitation der handelnden Personen untereinander, besonders wenn sich Freunde getroffen haben, also zB Layla mit ihrer Freundin Kira.
    Auch waren mir manche Entwicklungen zu schnell, zB neue Freundschaften, die sich entwickelt haben, die waren mir viel zu schnell viel zu intensiv. An manchen Stellen hätte es ein wenig ausführlicher sein können.


    Die Geschichte war mir etwas zu unausgewogen.
    Sie war mir zu schnell erzählt. Ich hätte mir manchmal etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht.
    Personen tauchen aus dem Nichts auf oder verschwinden, bevor der Les er einen Bezug zu ihnen hersteklen kann.
    Eines der wenigen Bücher, dass mal nicht zu weit und langatmig ausholt, sondern zu schnell durch die Geschichte huscht und sich zu wenig Zeit zur Entwickling der Story nimmt.
    Selten genug, der Autorin zu raten, lieber ein paar Seiten länger zu brauchen. Bei den meisten Büchern würde ich zum Rotstift raten.
  11. Cover des Buches So groß wie deine Träume (ISBN: 9783839815328)
    Viola Shipman

    So groß wie deine Träume

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Kikis_Buecherkiste

    Ich hatte das Print auf meinem SuB liegen und habe es auch zig Mal angefangen zu lesen, aber immer wieder zur Seite gelegt, weil ich einfach nicht rein kam. Dann hab ich es mit dem Hörbuch versucht, weil mich die Geschichte einfach gereizt hat. 


    Es war einfach herrlich und ich bin froh, mir das Hörbuch angehört zu haben. Die Geschichte wird mit so viel Gefühl erzählt, das ich ziemlich bald mit den dreien litt, mich mit ihnen freute oder neben Matties Bett stand und den Tränen nahe war. 


    Die Charaktere waren mir alle sympathisch und auch in meinen Augen authentisch in ihrem Handeln. Es gab ein "Gänsehaut-Feeling" nach dem anderen und am Ende auch feuchte Augen. Ein Buch, das viel zu lange auf meinem SuB lag und ich definitiv viel früher hätte befreien sollen.

  12. Cover des Buches Sturmherz (ISBN: 9783548067261)
    Corina Bomann

    Sturmherz

    (212)
    Aktuelle Rezension von: SonjasBookWorld

    Klappentext:

    Alexa Petri hat schon seit vielen Jahren ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Cornelia. Doch nun liegt sie im Koma und Alexa muss die Vormundschaft übernehmen. Sie findet einen Brief, der Cornelia in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt: als leidenschaftliche junge Frau im Hamburg der frühen sechziger Jahre. Und als Leidtragende der schweren Sturmflutkatastrophe. Als ein alter Freund von Cornelia auftaucht, ergreift Alexa die Chance, sich vom Leben ihrer Mutter erzählen zu lassen, die sie schließlich auch verstehen und lieben lernt. 

    Meinung: 

    Die Geschichte wird auf zwei Zeit-Ebenen erzählt und springt daher zwischen Alexas aktuellen Sorgen um ihre Mutter Cornelia und deren Erlebnissen in ihrer Jugend. 

    Der spannende Schreibstil hat mich durch die Seiten fliegen lassen. Ich wollte immer weiterlesen, welch großes Geheimnis bzw. welche Erlebnisse hinter all dem stecken, was zum heutigen Verhältnis von Mutter und Tochter geführt hat. 

    Es ist eine dramatische Geschichte, die mich berührt, aber trotzdem auch zu Unverständnis gegenüber der Mutter geführt hat. Die große Sturmflutkatastrophe hat es tatsächlich gegeben, was es umso ergreifender macht. 

    Es ist eine Geschichte über dramatische Ereignisse, über die große Liebe, über ein Schicksal mit dem man hadert und nie wirklich zurecht kommt. 

    Fazit: 4,5/5 Sternen

    Ich gebe sehr gerne eine Lese-Empfehlung!

  13. Cover des Buches Das brauch ich alles noch! (ISBN: 9783864292231)
    Petra Postert

    Das brauch ich alles noch!

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Literaturwerkstatt-kreativ
    Es ist Waschtag. Jim und sein Vater sortieren Wäsche. Doch in Jim`s Hosentaschen findet sich so allerlei. Ein rostiger Schlüssel, ein Knopf und ein Stein. Jim`s Papa will alles wegwerfen. Doch bei jedem Stück ruft Jim lauthals „Nein“ ! „Das brauch ich alles noch !“ Denn dahinter verbergen sich die abenteuerlichsten Geschichten. Und so kommen Sohn und Vater ins erzählen. Der Schlüssel gehört zu einem geheimnisvollen Koffer, der Knopf einem Kapitän und der Stein einem Riesen. Zum Schluss findet Papa noch eine Büroklammer in Jim´s Hosentasche. Welche Geschichte wohl dahinter steckt ?

    Eine starke Geschichte von Petra Postert geschrieben und mit sehr liebevollen, ausdrucksstarken Zeichnungen von Jens Rassmus illustriert.

    Fazit:

    Phantasie und Kreativität sind gefragt. Das Buch regt Kinder wunderbar zum eigenen Geschichten erzählen an. Petra Postert und Jens Rassmus ist zusammen ein wunderbares Bilderbuch gelungen. Ich hoffe es wird nicht das letzte sein.


  14. Cover des Buches Männer aktiv (ISBN: 9783746068732)
    Anja Stroot

    Männer aktiv

    (13)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Das Buch „Männer aktiv – Lieblingsthemen zum Erinnern und Erzählen für die Altenpflege oder Kurzaktivierung hat Autorin Anja Stroot in Ringbuchform angelegt. Das verhindert beim Umschlagen der Seiten das zurückblättern, was mir persönlich sehr gut gefällt. Die beschichteten Seiten lassen sich bei Bedarf leicht abwischen.

    Nachdem ich mir das umfangreiche Inhaltsverzeichnis angeschaut, mir die Anwendungshinweise und Hinweise zur Sicherheit angeschaut habe, bekomme ich gleich die erste Anregung zum Betrachten einer Doppelseite und zum Gesprächseinstieg in Form einer Eisen- oder Straßenbahn. Die Bilder sind immer auf der linken Seite angeordnet.

    Auf der rechten Seite beginnt es mit einem kleinen Rein, den ich satzweise auch noch verlängern kann, bei dem der Mann errät, wobei es bei dem kommenden Gespräch gehen könnte. Ich bekomme verschiedene Gesprächsimpulse und Fragen, die gestellt werden können; Ideen zur Aktivierung – was wir gemeinsam mit verschiedenen Utensilien, die besorgt oder von daheim mitgebracht werden, erarbeiten können. 

    Bei den 28 Themen ist vom Angeln über Baumschnitt, Berge erklimmen oder wandern, Bier, Bogenschießen, Brettspiele, Briefmarken oder Münzeln sammeln, Camping, zelten oder Wohnwagen, Eisenbahn, Fahrrad fahren, Gartenarbeit, Gesichtsrasur oder Bärte, Golf oder Minigolf, Grillen, Hausbau, Heimwerken, Holz hacken, Karten spielen, Krawatte binden, musizieren, Rasenmäher, rauchen, Schallplatten oder Kassetten, Schiff oder Boot fahren, Spaziergang mit Hund, der Traumfrau bis zum Wintersport bestimmt für jeden Mann etwas dabei mit dem man ihn aus der Reserve locken kann. Und wenn es um Fußball oder um Autos geht, ist doch jeder Mann zu einem Gespräch bereit. Mit persönlichen Momenten kann man die Gespräche auch gut auflockern oder weiter voran treiben. Bestimmt findet man im Internet auch Lieder, die allseits bekannt sind und die man auf die verschiedenen Themen anwenden und singen kann. 

    Durch die Vielfalt der Themen sind auch einige Seiten dabei, bei denen sich Frauen bestimmt angesprochen fühlen.

    Die Schrift ist angenehm groß und gut zu lesen.

    Ich habe sehr gerne in diesem Buch geblättert und nehme die Vorschläge, auch wenn ich nicht in der Altenpflege arbeite, sehr gerne an. Ich gehöre ja auch schon zum älteren Semester und die Männer in meinem Umfeld werden immer älter. Da kann ich die Tipps des Buches bestimmt hier und da mal anwenden. 


    Ein tolles Buch um das Gedächtnis und die Sinne zu aktivieren und zu trainieren, nicht nur für die spezielle Alten- und Demenzpflege für Männer, die in unserer Gesellschaft immer noch zu kurz zu kommen scheinen. Für meinen Vater, meinen Onkel und auch meinen Schwiegervater hätte ich dieses Buch sehr gut brauchen können.

  15. Cover des Buches Die Reise (ISBN: 9783836957847)
    Aaron Becker

    Die Reise

    (10)
    Aktuelle Rezension von: kinderbuchschatz

    Originaltitel: Journey

    Titel: Die Reise

    Von: @storybreathing 

    Verlag: @gerstenbergverlag 

    Seitenanzahl: 40

    Empfohlenes Alter: 5-7 Jahre

    Preis: 15€

    ISBN: 978-3836957847


    Inhalt: Es scheint ein grauer, langweiliger Tag zu werden. Doch dann malt ein Mädchen mit roter Kreide eine Tür in die Wand, durch die es in eine Fantasiewelt gelangt. Hier warten funkelnde Lampionwälder, majestätische Städte mit goldenen Kuppeln und sonderbare Flugapparate. Staunend begibt sich das Mädchen auf eine Reise voller Wunder und Gefahren und wird für ihren Mut belohnt. 


    Meine Meinung: Genau wie das Mädchen sich auf Fantasiereise begibt, wird auch die Fantasie des Betrachters angeregt, da das Buch ohne Text auskommt. Ich mag die Botschaft dahinter, dass es mal Langweile braucht, um die Kreativität zu fördern, aber auch die ausdrucksstarken Illustrationen. Augenmerk ist natürlich der rote Stift, mit dem das Mädchen auf jeder Seite andere Wunder vollbringt. Und auch vom Schluß sind wir ganz verzaubert. 


    Fazit: Ein atemberaubendes #silentbook , das unsere Fantasie beflügelt und eine schöne Botschaft vermittelt. 


  16. Cover des Buches Gebrauchsanweisung fürs Lesen (ISBN: 9783492277174)
    Felicitas von Lovenberg

    Gebrauchsanweisung fürs Lesen

    (46)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Eigentlich erwartet man von einer "Gebrauchsanweisung fürs Lesen" Tipps dazu, wie man ein Buch hält und wie man umblättert, aber von diesen allerersten Lesefähigkeiten geht die Autorin offenbar aus. "Felicitas" heißt (wahrscheinlich) "die Glückliche", und ebenso fühlt sich die Autorin, wenn sie in die Nähe von Büchern kommt. Bücher haben sie immer begleitet und haben ihr imaginäre Freunde geschenkt. Dieses Buch klärt darüber auf, wie unser Gehirn positiv durch Lesen und Vorlesen bekommen beeinflußt wird, die verschiedenen Lieblingsleseorte werden erkundet genauso wie die Frage, ob man eher zu Klassikern oder zu moderneren Sachen greifen sollte. Bücher können einem Freunde fürs Leben sein und schaffen mit den Romanfiguren, die man nie mehr vergißt. Ich frage mich nur, wo in Münster am Prinzipalmarkt die Buchhandlung Thiele ist, vermutlich gibt es die nicht mehr. You run open doors in with such a book at me, möchte man sagen, aber so ganz versponnen bin ich trotz alles Buchliebe nicht.  

  17. Cover des Buches Erzählende Affen (ISBN: 9783863525156)
    Samira El Ouassil

    Erzählende Affen

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar


    «Wir entdecken überall Geschichten, weil wir überall welche finden wollen, beziehungsweise finden müssen, selbst wenn es sich um abstrakte Formen handelt. Unser Gehirn sucht nicht nur nach Geschichten – es ist regelrecht süchtig nach ihnen.»


    In diesem Sachbuch werden, banal gesagt, die Erkenntnisse der Erzähltheorie erörtert. Angefangen mit Lagerfeuergeschichten, Stammesgeschichten, Mythen und Märchen bis hin zur Ilias, Odyssee, über Herr der Ringe und Harry Potter, über die PR bis zum Gaming. Es geht auch um Selbstdarstellung auf Instagram usw. Wir alle wachsen mit Heldengeschichten und Märchen auf. Die Elemente der Heldenreise von Joseph Campbell «The Hero with a Thousand Faces» von 1945 sind der Grundstock. Jede Menge Bücher, Filme und TV-Serien werden nun als Beispiel benannt. Um die Heldenreise kurz zusammenzufassen: Ein Mensch wie du und ich (meistes; hin und wieder wird gleich der Held gerufen) wird in eine Situation gebracht, in der er sich finsteren Mächten (den Antagonisten) entgegenstellen muss – und er wird am Ende siegen. Meistens hat er sich die Rolle nicht selbst gewählt, sondern will lediglich in Ruhe sein Leben verbringen. James Bond oder Supermann sind Helden, deren Lebensziel es ist für das Recht zu kämpfen, als solche zu Beginn gleich als Held identifizierbar. El Ouassil und Friedemann Karig erklären anhand der Heldenreise unsere Erzählstruktur von Anbeginn, die «Geschichte der Menschheit … auch als Summe unserer geteilten Geschichten» als tiefverwurzelte Narrative. Durch Anstrengung und Furchtlosigkeit kann ein Held alles erreichen, die Welt retten, Denkstrukturen durchbrechen, Menschen, Kulturen zusammenführen. Wir alle kennen die kollektiven Geschichten, die die Menschheit fasziniert, die weitererzählt werden, die uns glauben lassen, alles wird am Ende gut ausgehen, die Trost in dunklen Zeiten spenden, die uns helfen, uns zu orientieren, die Welt zu verstehen, uns helfen, das Gute vom Schlechten zu identifizieren, die Moral schärfen, uns in fantastische Welten katapultieren. 


    «Wer bestimmt, wer wann und wo mehr Recht auf die Validität seiner Geschichte hat? Konflikte vermeintlich kultureller Art sind oftmals narrative Konflikte, da Kultur selbst eine Erzählung ist von dem, was gut und wahr und schön ist – oder eben nicht.»


    Diese Strukturen kann man natürlich auch mit gefährlichen Narrativen füllen, politisch, rassistisch, religiös usw. Was erzählt wird, wird zunächst geglaubt, wenn es gut verpackt ist durch Sprachpolitik und Framing. «Und je mehr Menschen sich auf bestimmte Erzählungen einigen, desto mehr verfestigen sich auch die darin eingebetteten Narrative.» Und so landen wir bei Lügen, Fakenews, Propaganda, Kriminalität. PR, Werbung, Politik – alles funktioniert nach dem Storytelling – eine gute Geschichte erzählen, um bei Zuhörern anzukommen. Einer macht sich selbst zum angeblichen Volkshelden, erklärt eine andere Gruppe zum Antagonisten, zum Feind, zum «Untermenschen», zur Gefahr usw. – die Geschichte zeigt genügend Beispiele, wie es funktioniert. Die anderen sind an allem Schuld, wenn es bei einem selbst nicht funktioniert. Ein gutes Storytelling kann ganze Völker aufhetzen.


    «Man benötigt weiterhin einen Journalismus, der das Problem verständlich macht und dessen Tragweite vermittelt, aber man braucht ebenso eine konstruktive, lösungsorientierte Berichterstattung, um Verhaltensänderung zu inspirieren.»


    Unsere Zivilisation und Kultur basiert auf unseren Geschichten. Es gibt ziemlich viele Erzählungen, Mythen und Märchen, die auf der ganzen Welt sind, egal welche Kultur sie erzählt, die im Prinzip die gleiche Grundgeschichte erzählen. Ein Held wird erst gerufen oder muss sich stellen, wenn die Gesellschaft bedroht wird, wenn sowieso alles verloren scheint. Dann muss einer es wagen, sich für alle ins Zeug zu scheißen. Wir bezeichnen gefallene Soldaten als Helden und mancher wird heute als Held bezeichnet, weil er früh ins Gras biss, und nicht mehr zeigen konnte, ob er wirklich einer geworden wäre. Laut Forschern spalteten sich die Menschen von den Tieren ab, als sie begannen, Lügengeschichten zu erzählen, was wahrscheinlich mit der Sprachentwicklung zur gleichen Zeit passierte. Unsere Stammesgeschichten zeigen selbstverständlich auch ein Macht- und Geschlechterverhältnis. Die Frau spielt eine untergebene Rolle. Wenn die Geschichten es erzählen, wird es so richtig sein. Es hat lange gebraucht, um eine Wendung zu erzwingen. Ebenso: «Macht euch die Erde untertan», alles Narrative, die wir durchbrechen müssen. Und der moderne Roman zeigt, dass eine Geschichte auch ohne Helden – Heldengeschichte – funktionieren kann.


    «Um zu verstehen, inwiefern Geschichten ein wirkmächtiges Instrument der Menschheit waren, muss man begreifen, dass der Mensch Geschichten genutzt hat, nicht nur um sich zu unterhalten, um Affekte zu evozieren, sondern auch um Informationen zu verbreiten und früher – um das Lagerfeuer herum – wurden Geschichten genutzt, um überlebensnotwendige Informationen und Botschaften auf niedrigschwellige Art und Weise schnell zu multiplizieren.»


    Das Buch ist in die zwölf Kapitel einer Heldenreise gegliedert. Im letzten Teil geht es um die Richtung der Erzählung, die immer gleich bleibt. Die Autoren sagen, Journalisten berichten falsch zum Thema Klima, Klima-Aktivistinnen reden von Verboten, machen uns alle zu Antagonisten. Hier geht es aber um die Verantwortung des Einzelnen, etwas besser zu machen, sich zu verändern. Verhaltensänderung erreichen wir nur, wenn wir unser heutiges Verhalten als beschämend und ehrlos begriffen. Mit Verboten klappt es nicht. Die Klimakatastrophe kann nicht von einem Heldenteam aufgehalten werden – es gibt auch keinen einzelnen Antagonisten, eine Gruppe böser Buben, die Heldenreise funktioniert nicht zu diesem Thema. Ach ja  – wer sagt schon Katastrophe? Das Narrativ ist Klimawandel. Die Autoren raten: «Jedes abgeschaltete Kohlekraftwerk, jedes neu gebaute Windrad muss zu einem gefeierten Meilenstein auf der Heldenreise der Vernünftigen werden.» Gesellschaften verändern sich über die Geschichten, die man ihnen erzählt. Das kann man positiv nutzen, die Welt, die Gesellschaft zu verbessern, oder manipulativ, um Kriege zu führen, um Gesellschaftsschichten zu auszustoßen, um Regierungen zu stürzen. Wahrheit und Lüge zu unterscheiden, ein wichtiges Thema im Storytelling. Das Internet mit seinen vielschichtigen Möglichkeiten zeigt: «... wo laut diverser Untersuchungen die Wut das Gefühl ist, das am meisten geteilt wird.» Wut und Hass verbreiten, den Emotionen freien Lauf lassen. Zu erklären ist eine Möglichkeit, dies zu stoppen, die bei den Wutschnaubenden meist aber nicht ankommt – von anderer Seite wird das Feuer minütlich angeheizt. Hier funktionieren die Stammesgeschichten nicht mehr.


    «Das Wort Klimawandel, so harmlos es klingt, ist eine Erfindung der US-amerikanischen Republikaner, die versucht haben, dass die Vorstellung, das Konzept wir unseren eigenen Lebensraum zerstören, dass wir unsere eigene Atmosphäre erhitzen, bis der Planet brennt, in ein Wort zu gießen, was weniger bedrohlich klingt, quasi: natürlich. Ein Klimawandel und nicht eine Klima-Erhitzung oder Welt-Zerstörung»


    Soziologie und Kulturtheorie, Rhetorik von der Stammesgeschichte bis zum Storytelling im Marketing, im Selbstmarketing bis zu Instagram und TikTok, einschließlich populistischer Lügen und Verschwörungsmythen. Ein feines Buch das sich mit kollektiven Geschichten und deren Auswirkung auf die menschliche Psyche beschäftigt. Leider ist der Sprecher des Hörbuchs, Sebastian Dunkelberg, nicht der englischen Sprache mächtig. In diesem Sachbuch kommen eine Menge allgemeiner Anglizismen vor, die man eigentlich kennen sollte. Bei der falschen Aussprache dieser Worte klingelte es in meinen Ohren bis hin zum Zahnschmerz. Das ist wirklich ätzend. Und ganz ehrlich, ich finde, das Buch ist als Papierwerk sowieso wertvoller. Ich werde es mir holen. Es gibt kluge Gedanken, die ich gern nochmal nachschlagen mag, und es beinhaltet sehr viel Information, die gelesen besser verarbeitet werden kann. Ein Buch, in dem man auf Papier gut markieren kann und den Rand vollschreiben. 


    «Wir müssen viel stärker in den Fokus rücken und eindrücklich davon erzählen, was wir als Menschen, als Gesellschaft, als Eltern von Kindern und Kindeskindern gewinnen können. Und zwar nicht nur eine gewisse Stabilität und das Überleben unserer Spezies, sondern auch so etwas wie Banales, wie bessere Luft, saubere Flüsse, gesünderes Essen. Momentan steht sehr stark im Fokus, was schlechter werden könnte oder schlechter wird. Wir könnten aber auch davon erzählen, in welcher Welt wir eigentlich leben wollen und worüber wir uns freuen würden. In 20 oder 30 Jahren.»


    Samira El Ouassil, geboren 1984 in München, ist eine deutsche Autorin, Schauspielerin, Musikerin und Politikerin (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative). Seit September 2018 schreibt sie für das Onlineportal «Übermedien» die Kolumne «Wochenschau».Seit 2019 moderiert sie zusammen mit Christiane Stenger den philosophischen Audible-Podcast «Sag niemals Nietzsche». Seit 2020 schreibt sie eine Online-Kolumne beim «Spiegel». Zusammen mit Friedemann Karig moderiert sie seit 2020 den Podcast «Piratensender Powerplay». El Ouassil ist Sängerin der Band Kummer und Mitglied im Verein Mensa.


    Friedemann Karig, geboren 1982, studierte Medienwissenschaften, Politik, Soziologie und VWL und schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, das SZ-Magazin, Die Zeit und jetzt. Er moderierte das für den Grimme-Preis nominierte Format «Jäger&Sammler» von «funk», dem jungen Online-Angebot von ARD und ZDF. Mit Samira El Ouassil betreibt er den Podcast «Piratensender Powerplay». Dschungel war sein literarisches Debüt, zuvor erschien 2017 sein Buch «Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie». Das von ihm 2021 zusammen mit Samira El Ouassil verfasste Buch Erzählende Affen wurde zum Bestseller und für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert. Karig lebt in Berlin und in München. 


  18. Cover des Buches Wenn du vergisst (ISBN: 9783958820289)
    Heidrun Wagner

    Wenn du vergisst

    (123)
    Aktuelle Rezension von: Christinagirl

    Ein Mädchen wacht auf dem Boden in der Natur auf und weiß nicht wo sie ist. Dann wird sie von einem jungen Mann ins Krankenhaus gebracht. Auch dort kann sie sich an nichts erinnern. Sie weiß nicht, wer sie ist, wo sie wohnt, nicht einmal wie sie aussieht, gar nichts.                                                   Dann hilft ihr ein Krankenpfleger und sie freundet sich mit ihm an. Im Krankenhaus bekommt sie eine komische Karte, mit einem komischen Spruch und sie weiß nicht, was sie damit machen soll. Nach einer Weile holen sie ihre Eltern vom Krankenhaus ab. Auch an ihre "angeblichen" Eltern kann sie sich nicht erinnern. An ihr Zimmer kann sie sich auch nicht erinnern, Sie hat das Gfühl, dass etwas hier nicht stimmt. Aber was?               Was wissen ihre Eltern und wollen es ihr nicht verraten? Was wissen die beiden jungen Männer?

    Das Buch ist sehr bildlich und lehaft geschrieben. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

  19. Cover des Buches Flawed – Wie perfekt willst du sein? (ISBN: 9783839815199)
    Cecelia Ahern

    Flawed – Wie perfekt willst du sein?

    (104)
    Aktuelle Rezension von: TWDFanST

    Inhalt 

    Celestine ist 17 und lebt in einer perfekten Welt.  Ihr Leben ist ebenfalls perfekt. Doch das alles ändert sich durch eine unbedacht Handlung. Celestine landet im Gefängnis und muss sich einem Richter stellen. Verliert sie, wird sie als fehlerhaft gebrandmarkt - und damit zum Menschen 2. Klasse...


    Bewertung 

    "Flawed" ist der erste Teil eines Zweiteilers von Cecelia Ahern. Und ich muss sagen, dass mich diese Geschichte wirklich positiv überrascht hat. Bis jetzt hat es noch kein Buch von Cecelia Ahern jemals geschafft, von mir mehr als 3 Sterne zu bekommen. Mit dieser Dystopie hat sie es erstmals geschafft. Die Autorin hat es geschafft, eine interessante Welt zu schaffen, die zwar frei erfunden ist, aber irgendwie trotzdem in der Realität begründet. Schließlich schließen wir auch oft diejenigen aus, die nicht in unser Bild passen. "Flawed" ist zwar eigentlich mehr ein Jugendbuch, kann aber auch ohne Probleme von Erwachsenen gelesen bzw. gehört werden. Ich habe es - nicht zuletzt dank der Lesung von Merete Brettschneider - verschlungen und mir danach auch den zweiten Teil bestellt. 4 Sterne von mir.

  20. Cover des Buches Putzfrau bei den Beatles (ISBN: 9783946086314)
    Birgit Rabisch

    Putzfrau bei den Beatles

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Bsirbich_Goethe

    Vier altgewordene Beatles-Epigonen haben sich in die Villa „Yellow Submarine“ zurückgezogen, um am  Jugendtraum vom anderen, besseren Leben festzuhalten. Jana arbeitet als Putzfrau bei den „Beatles“ und möchte Schriftstellerin werden. Eines Tages taucht der zwölfjährige Leander auf und behauptet, „Pauls“ Enkel zu sein. Nach dem Tod seiner Eltern ist er vor den christlich-fundamentalistischen Großeltern mütterlicherseits geflohen und sucht nun ein neues Zuhause.

    Sie alle wünschen sich ein Leben ohne autoritäre Zwänge. Das ist sympathisch. Allerdings träumen die vier älteren Herren nur davon. Jana dagegen überlegt, welchen Stoff sie literarisch bearbeiten könnte und vor allem wie. Sie schlägt sich mit einer Schreibblockade herum. Der Ausreißer Leander hat tatsächlich mit seinem bisherigen Leben gebrochen; seine Ankunft bringt die Geschichte(n) in Gang und wirbelt den Alltag der Oldies ausgesprochen komödiantisch durcheinander. Wird es ihm gelingen auf Dauer bei den „Beatles“ zu leben?

    Literarisch ist interessant, dass viel übers Schreiben nachgedacht wird. Im zentralen Kapitel überwindet die angehende Autorin Jana ihre Blockade und schreibt ihren Debüt-Roman, die Geschichte der vier „Beatles“ und Leanders. Wir lesen also einen Roman, in dem sie den Roman schreibt, den wir gerade lesen.

    Besonders witzig: Sie beschließt, eine Liebesgeschichte einzubauen. „Johns Sohn Richard wird aus den USA herüberkommen, um seinen Vater im Krankenhaus zu besuchen. Richard, ein junger Mann, na, sagen wir ein Mittdreißiger, in den sich die Ich-Erzählerin verlieben wird! Denn das fehlt meinem Roman bisher doch: (…) die erotische Liebe.“ Und Leander soll in einer dramatischen Aktion von der Polizei abgeholt werden und… Die Geschichte, die wir lesen, kommt ohne erotische Liebe und Polizeikrimi-Action aus und ist trotzdem kein bisschen langweilig. Wer selbst schreibt, kennt den Effekt: Die Autorin denkt sich etwas aus, und während man den Text in den PC tippt, entwickelt er sich auf seine eigene Weise.

    Birgit Rabisch ist ein ebenso unterhaltsames wie intelligentes Buch gelungen. Lesen!

  21. Cover des Buches Der Fuchs und die verlorenen Buchstaben (ISBN: 9783957286468)
    Pamela Zagarenski

    Der Fuchs und die verlorenen Buchstaben

    (6)
    Aktuelle Rezension von: MoMe

    Anlässlich von 20. Jahre Kinderbuch beim Knesebeck Verlag erschienen die vier beliebtesten Titel in einer Mini-Auflage und „Der Fuchs und die verlorenen Buchstaben“ gehörte dazu. Ich mag die Größe, da das Buch in jede Handtasche passt und unterwegs für viel Unterhaltung sorgen kann.
    Denn diese zauberhafte Geschichte ist genau das: Ein Türöffner für die eigene Kreativität.

    Die Rahmenhandlung wird schnell erklärt, dabei webt sich sofort ein märchenhafter Zauber um die Bestandteile dieser wundervollen Geschichte. Auf den ersten Blick geht es um ein süßes Mädchen, welches sich ein ganz besonderes Märchenbuch von ihrer Lehrerin ausleiht. Doch auf dem Weg nach Hause verliert es unbemerkt all die schönen Buchstaben, die doch die Märchen erzählen. Übrig bleibt ein reichbebildertes Buch. Gemeinsam mit dem Mädchen entdecken die Lesenden die ganzen zauberhaften und mit vor Details wimmelnden Illustrationen. Und noch etwas anderes geschieht. Ähnlich wie das Mädchen werden auch wir vom passiven Leser zum aktiven Geschichtenerzähler. Es braucht Mut und ein bisschen Zuversicht, doch dann perlen die eigenen Fantasien nur so hervor und ergeben eigene kreative Geschichten. Dies alles ermöglichen pro Doppelseite kurze Sätze, die einen Vorschlag machen, wie die Erzählung des jeweiligen Bildes wohl weitergehen könnte.

    Die Vielfältigkeit der Illustrationen ist erstaunlich. Bei den ein oder anderen Zeichnungen musste ich an Bühnenbilder eines Kasperletheaters denken. Liebevoll gestaltete Schauplätze, die nicht immer architektonisch korrekt waren, aber einen tollen Überblick gewährten. Dann ähnelten manche Illustrationen Collagen, die sich aus allerlei Farben und Mustern zusammensetzten und märchenhafte Gestalten und Orte erschufen. Die Zeichnungen webten ihre eigene Magie, luden zum Betrachten, Träumen und Entdecken ein, förderten nebenbei die Kreativität und die Lust, eigene Geschichten zu erzählen.
    Das Mädchen fällt durch ihr auffälliges Jäckchen und der dazugehörigen Kapuze auf, während der schlaue Fuchs zwar ein treuer Begleiter auf jeder Seite ist, doch öfter mal mit dem Hintergrund zu verschmelzen scheint. Dabei ist doch der Fuchs nicht aus den Augen zu lassen, hat er möglicherweise etwas mit den verlorenen Buchstaben zu tun?

    Für Kinder ab 5 Jahren ist das Buch meiner Meinung nach nur in Begleitung eines Erwachsenen empfehlenswert. Der Aufbau der Geschichte ist komplex und könnte ohne ein wenig Führung überfordernd wirken. Zudem könnte die kleine Schrift Leseanfängern schwerfallen.
    Für ältere Kinder bietet „Der Fuchs und die verlorenen Buchstaben“ jedoch ein wahrer Quell an Möglichkeiten, eigene Geschichten zu erfinden und sie in die Welt zu tragen.

    Mir persönlich hat „Der Fuchs und die verlorenen Buchstaben“ sehr gut gefallen. Die Gesamtkomposition aus Text und Illustration war wirklich gut gelungen. Außerdem mochte ich es sehr, wie dazu ermuntert wurde, sich selbst Geschichten auszudenken. Denn in der eigenen Vorstellungskraft gibt es keine Regeln und damit auch kein richtig oder falsch.

    Fazit:
    Eine wunderschöne Liebeserklärung an die Macht der eigenen Vorstellungskraft und die Magie, Buchstaben zu spannenden Geschichten zu verweben. 

  22. Cover des Buches Ich wollte nur Geschichten erzählen (ISBN: 9783869743028)
    Rafik Schami

    Ich wollte nur Geschichten erzählen

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    Das Hörbuch gibt es im Programm des neuen Hörbuchanbieters, also beschloss ich, auf diesem Weg, den Autor Rafik Schami etwas näher kennenzulernen. Immer wieder mal tauchte bei mir die Idee auf, etwas von ihm zu lesen.

    Das Buch besteht aus kurzen und manchmal etwas längeren Essays, in denen er aus seinem Leben erzählt, wie und warum er in den 70-ger Jahren nach Deutschland kam, wie und warum er ein Schriftsteller wurde. Er philosophiert aber auch zu den aktuellen Themen unserer Zeit, z.B. was es bedeutet, ein Flüchtling zu sein, einer Minderheit anzugehören, wie die Autoren, wie Araber insg. im Exil leben usw. Ratschläge für angehende Autoren gibt er auch.

    Es war interessant, seine Meinung zu erfahren: Was er über die Wüste sagt, über arabische Autoren jeglichen Couleurs, welche Kämpfe es da gibt auf der ideologischen Front.

    Aber viele Sympathiepunkte konnten seine Einstellung und Darbietung bei mir nicht erzielen. Vor meinem inneren Auge stand das Bild eines alten Grantlers, der schon fast mit diebischer Freude die Zustände hier und dort kritisiert und das Kritisieren an sich als eine seiner wichtigsten Aufgaben ansieht. Dabei stellt er selbst wie einen heldenhaften Moralapostel hin, zu dem die Leser aufschauen dürfen. Wenn man aber genauer hinhört, kommen da noch ganz andere Dinge zutage.

    Bei seinen Ratschlägen tauchte bei mir der Begriff Weltfremdheit auf. Vllt hört sich da alles so hochmoralisch und rund an. Aber wenn man diesen Ratschlägen folgen würde, wäre man ganz schön fehlgeleitet. Und viele Leser um ihre Lieblingsgeschichten betrogen. Hör dir das an und mach das Gegenteil, passt sehr gut zu seinen Ratschlägen.

    Was er über die russische Literatur der sowjetischen Periode sagt, ist ein sehr bekannter Spruch eines lokalen Satirikers, der gut zwanzig Jahre zuvor in die Welt gesetzt wurde, als es so schwer in Mode war, alles, was in der Zeit passierte, bitterböse zu kritisieren. Wie so viele Sprüche dieser Art, hört er sich vllt griffig an und als Laie ist man zu schnell dabei, dem auch Glauben zu schenken. Der Inhalt stimmt aber herzlich wenig. Der Spruch ist nur gut, um beim Publikum, das keine Ahnung hat, Eindruck zu schinden. Der werte Autor gibt später zu, dass er sehr selektiv liest und nur einige Werke sowjetischer Autoren gelesen hat. Und dies sieht er als eine ausreichende Grundlage an, Urteil über die gesamte sowjetische Literatur in einem Satz abzugeben. Wie gesagt, der Spruch stammt nicht mal von ihm, was er nicht zugibt. Damit steht er in meinen Augen „sehr glaubwürdig“ und „sehr sympathisch“ da.

    Bei manchen weiteren Stellen, wie bei seinen Ratschlägen und noch einigen anderen, war mir, dass genau das die Priorität Nr.1 war: Diese Lügen, die zwar Lügen sind, aber einen relativ hohen Unterhaltungswert, zumindest in den Augen des Autors, besitzen, an die Leser zu tragen, frei nach dem Motto: Die beste Lüge ist die, die auch ein Quäntchen Wahrheit besitzt.

    Überhaupt in Sachen Lügen und Wahrheit: Der werte Autor bemüht sich redlich, sich vor den Lesern als Wahrheitsverkünder hinzustellen. Wenn dies eine Art Biographie sein soll, wofür sie manche Leser auch halten, dann ist dieses Werk eine Lüge, und dies nach der eigenen Definition des Autors. An einer Stelle sagt er, dass man den Autobiographien nicht trauen soll, denn sie können nur Lügen sein. Also bitte, der werte Autor hat sich damit schön ins Abseits befördert. Man kommt auch selbst dahinter, wenn man einfach genauer hinschaut.

    Tja, meine Pläne, etwas von Schami zu lesen, rücken somit in weitere Ferne.

    Wolfgang Berger hat sehr gut gelesen. Seine Stimme und die Art vorzutragen passen zum Inhalt sehr gut. Ich musste trotzdem Pausen anlegen, wegen des Inhalts, aber der Sprecher kann nichts dafür.

    Hörbuch, 4 Stunden und 3 Minuten, ungekürzt.

  23. Cover des Buches Kamishibai (ISBN: 4260179510397)

    Kamishibai

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Einsetzbar:  Zuhause, in Kindergärten, Freizeit- und Senioreneinrichtungen und überall wo erzählt wird             Im Ursprung kommt das Kamishibai Erzähltheater aus der Japanischen Geschichte. Kamishibai setzt sich aus den Wörtern "kami"- Papier und   "shibai- Schauspiel/Theater zusammen.
    Kamishibai  heute ist ein einzigartiges Konzept aus dem Don Bosco Verlag und besteht aus einem Holz Theater und Geschichten die auf Bildkarten dargestellt sind.
    Wie alle Titel sind auch diese Erzähltheaterkarten absolut gut durchdacht und praxiserprobt. Kaum ein Kindergarten der damit noch nicht arbeitet. Aber auch zuhause bietet er ( grade wenn man mehrere Kinder hat) beste Möglichkeiten eine Geschichte zu erzählen. Extra für die Bildkarten gibt es einen Holzständer in Form eines ausklappbaren Theaters aber auch ohne diesen Ständer lassen sich die großformatigen Bilder (Din A3) sehr gut zusammen betrachten. Entweder man hält sie vor sich hin oder legt sie z.B. auf den Boden. Wir haben es meist so gemacht, dass wir Stationen an der Wand gestaltet haben. Dies lockert das Betrachten ein wenig auf und legt den Fokus für den Moment  ( wie beim Theaterformat)jedoch nur auf das eine Bild. Wir bewahren die Erzählbilder in einer für Architekten gefertigten Präsentationsmappe auf. Jede Mappe ist mit großen Sichthüllen versehen. Jeweils ein Bild kommt in eine Hülle. So hat man eine Art Bilderbuch, das man auch zum erzählen nutzen könnte. Sie sehen die Kamishibai Erzählkarten bieten unendlich viele Möglichkeiten. Eine Geschichte besteht aus etwa 12 Bildern ( das variiert etwas je Geschichte). Vielen Geschichten haben  eine kleine Textvorlage und einige wenige auch noch eine CD dabei. Welche das im einzelnen sind werde ich bei meiner genauen Vorstellung der Titel erwähnen.

    Neben den Bildkarten gibt es zahlreiche Bücher die erklären wie und zu welchen Themen die Erzähltheaterkarten eingesetzt werden können. Wie immer alles sehr gut erklärt, wunderbar ausgearbeitet und absolut Kita erprobt.

    Das ausklappbare Theater
    Das Kamishibai Erzähltheater wird aus Bikenholz Multiplexplatten hergestellt. Mit einer Breite von ca. 45 cm und einer Länge von 31,5 cm ist es groß genug Bilder bis zu einer Größe von DIN A 3 einzustecken. Die Erzähltheaterkarten des Don Bosco Verlags sind genau in diesem Format DINA3 gehalten. Da der Schlitz sehr tief ist besteht die Möglichkeit auch laminierte Bilder einzulegen.
    Das Holztheater kostet 79,-€ und wird unter anderem in einer Don Bosco Behinderten Werkstatt gefertigt

    Rechts und links der Bildfläche sind ausklappbare Flügelseiten, die so die Optik eines Theaters vermitteln. Die Türen gehen auf, das Theater kann beginnen!
    Leider haben wir in der Bücherei noch kein solches Theater zur Verfügung ich konntes es mir jedoch schon des Öfteren bei Bildungsmessen ansehen. Es ist ein absoluter Hingucker. Auch wenn es zahlreiche weitere Möglichkeiten gibt die großformatigen Bildkarten zu präsentieren, ist diese Form im Erzähltheater einfach die attraktivste und für die Kinder eindrucksvollste Art. Die Anschaffung lohnt sich bestimmt auch in Haushalten mit mehreren Kindern. Nicht zuletzt werden die Kinder darüber hinaus mit Sicherheit dazu animiert eigene Geschichten zu gestalten. Hier empfiehlt es sich die selbst gemachten Bilder entweder zu laminieren oder auf Pappe aufzuziehen damit sie besser im Rahmen halt finden.
    Auf der Internetseite des Verlages gibt es zudem zahlreiche Anregungen und ein Video mit der "Geschichtenbaumeisterin" Helga Gruschka.



    Der Einsatz des Kamishibai Erzähltheaters und Erzähltheaterkarten ist ein idealer Weg zur Sprachförderung. Es schult Ausdruck, Wortschatz und den Umgang mit Stimme dazu regt es zum erfinden und gestalten eigener Geschichten an.




  24. Cover des Buches Weil es sagbar ist (ISBN: 9783596196852)
    Carolin Emcke

    Weil es sagbar ist

    (9)
    Aktuelle Rezension von: WinfriedStanzick


     

     

    Seit über einem Jahrzehnt kenne ich Carolin Emcke als eine engagierte und unerschrockene, kritische Journalistin, die unter anderem für die ZEIT aus den Krisen- und Katastrophengebieten dieser Welt berichtet. Aus ihren oft verzweifelten Artikeln, die nicht selten unglaubliche Menschenschicksale dokumentieren, spricht immer wieder die Überzeugung, dass es nicht nur möglich, sondern auch nötig ist, das Leid anderer Menschen zu erzählen, ihr Leid öffentlich zu machen. Es gibt nichts Unbeschreibliches.

     

    Dennoch ist es oft schwer, Menschen, die schwer traumatisiert wurden aus ihrem Schweigen herauszuhelfen: "Verzweiflung und Schmerz legen sich wie eine Schale um die betroffenen Personen und schließen sie ein. So vergrößert sich der Radius der Gewalt, weitet sich aus und beschädigt. Erlittene Gewalt nistet sich ein, sie lagert sich ab, lässt ‚erstarren’, artikuliert sich in Gesten, Bewegungen, Wortfetzen oder im Schweigen." 

     

    Dieses Schweigen der Opfer, aus welchen Gründen auch immer, wird, so betont Carolin Emcke immer wieder, zu einem Teil des Verbrechens, das an ihnen begangen wurde. Die Täter kalkulieren es sozusagen ein.

    "Darin aber, in dem Schweigen der Opfer von extremem Unrecht und Gewalt, liegt die perfideste Kunst solcher Verbrechen: seine eigenen Spuren zu verwischen. Denn wenn sich strukturelle und physische Gewalt einschreibt in ihre Opfer, wenn sie die physische und psychische Integrität einer Person verletzt, wenn extremes Unrecht und Gewalt die erzählerische Kompetenz angreift, dann bleibt sie unbemerkt und wirkt fort."

     

    In ihrem Essay, in dem sie sich immer wieder auf eine Notiz von Anna Achmatowa aus dem Jahr 1957 bezieht, denkt Carolin Emcke nach über Zeugenschaft und Gerechtigkeit, denn „es ist sagbar“. Zeugenschaft, recht begriffen, will den Opfern ihre Menschlichkeit zurückgeben, indem sie sie von ihrem Schicksal erzählen lässt, wie gebrochen auch immer. Es ist so etwas wie ein „Erzählen trotz allem“, das aber nicht allein die Würde der Opfer im Blick hat: "Es ist auch unsere Identität, die der Ungeprügelten, der Verschonten, der nächsten Generation, der Kinder und Enkel, die wir die Geschichten der Täter und Opfer, auch die unerzählten, geerbt haben, die sich in einem solchen Gespräch erst beweisen muss. Wer wir individuell und als Gesellschaft sein wollen, wer wir sein können, zeigt sich auch darin, ob wir eine solche vielstimmige, unfertige und zeitoffene Erzählung ermöglichen."

     

    Ein beeindruckendes Zeugnis eines kritischen Journalismus, wie wir ihn heute oft so schmerzlich vermissen.

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