Bücher mit dem Tag "erzählen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "erzählen" gekennzeichnet haben.

98 Bücher

  1. Cover des Buches Das Kind (ISBN: 9783426512173)
    Sebastian Fitzek

    Das Kind

     (2.352)
    Aktuelle Rezension von: Fili_S

    Inhalt

    Aufgrund des Klappentextes bin ich davon ausgegangen, dass durch ein Kind alte Morde aufgeklärt werden, auf schaurige Weise, wie man es von Fitzek kennt. Natürlich werden Erwartungen nicht immer erfüllt, jedoch ging es hier später nicht mehr wirklich um besagten Jungen, sondern viel mehr um ein anderes Kind.

    Also ein wenig weg vom eigentlichen Thema. 


    Spannung 

    Um ehrlich zu sein hat mir die Spannung ab und an wirklich gefehlt. Manchmal dachte ich, man hätte mehr draus machen können. Andererseits sind auch Spannungen auf anderer Art vorhanden. Also so ein Misch aus perfekt und geht so. Schwer zu beschreiben. 


    Allgemein 

    An sich ein recht gutes Buch, dem es jedoch hier und da an Spannung fehlt. Es ist nicht die Qualität, die man von Fitzek gewöhnt ist und inhaltlich weicht es schnell von den Erwartungen, ausgehend vom Klappentext, ab. Dennoch eine solide Basis und eine Geschichte, die es Wert ist, gelesen zu werden. Trifft halt auch meinen persönlichen Geschmack nicht unbedingt. 

  2. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426510575)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

     (2.051)
    Aktuelle Rezension von: phoenixfire8

    Jacobs Großvater hat ihm häufig Geschichten über Kinder mit besonderen Fähigkeiten erzählt und über Monster geredet, gegen die er immer kämpfen musste. Jacob glaubt schon lange nicht mehr an diese Erzählungen. Doch dann wird sein Großvater auf unheimliche Art ermordet und Jacob wird aus der langweiligen Welt gerissen, der er immer entfliehen wollte.

    Jacob ist ein sturer, aber netter Junge, der nicht wirklich einen Zukunftsplan hat. Sein einziger Wunsch ist es, nicht das Erbe seiner Familie antreten zu müssen. Doch wie er diesem Schicksal entkommen soll, ist ihm auch nicht klar. Mir kam er am Anfang wie ein typischer pubertierender Junge vor, der in den Geheimnissen seines Großvaters seinen Weg findet. Nach und nach bildet sich sein Charakter und er findet Lebensziele.

    Die Kinder sind großartig, eben besonders. Ich bin fasziniert auf welche Fähigkeiten der Autor gekommen ist, da es eben genau nicht die "häufig benutzten" Fähigkeiten sind.

    Bei den Monstern wird auch nicht auf ein Klischee zurückgegriffen, sondern eine gänzlich neue Kreatur ins Leben gerufen, die ein wenig Horror mit in die Reihe bringt.

    Ich bin begeistert von den "Fotos", die "real" sind und für den Roman zum Teil überarbeitet wurden. Es muss lange gedauert haben, diese zusammenzubringen. Der Autor hat sich bei dem Buch sehr viel Mühe gegeben.

    Auch das Cover unterstreicht den "Horror"-Anteil. Es sieht gruselig und mystisch aus und lässt erahnen, wie viele Geheimnisse sich in diesen Seiten verbergen. 


    Leider wurde ich jedoch manchmal in meinem Lesefluss unterbrochen. Es gibt Schachtelsätze oder Ausdrucksweisen, bei denen ich den Satz mehrmals lesen muss, um ihn verstehen zu können. Es kann auch sein, dass es an der Übersetzung liegt, aber es stört den Lesefluss.


    Ich habe erst den Film gesehen und dann die Reihe angefangen. Ich war gespannt, inwiefern sie sich voneinander unterscheiden. Mich stören häufig größere Unterschiede zwischen Film und Buch (siehe "Rubinrot"). Aber hier war dies nicht der Fall. Natürlich gibt es Unterschiede, aber ein Liebhaber von dem Film oder der Reihe wird auch das andere mögen, da die Unterschiede nicht entscheidend sind.



    Alles in allem ist es ein sehr spannender Fantasy-Mysterie Roman mit ein wenig Horror und Romantik. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen und bewundere die Arbeit, die der Autor in dieses Werk investiert hat.

  3. Cover des Buches Sturmherz (ISBN: 9783548288390)
    Corina Bomann

    Sturmherz

     (201)
    Aktuelle Rezension von: Leylascrap

    Alexa Petri, hatte überwiegend keine schöne Kindheit. Ihre Mutter hatte sich nach ihren 11 Lebensjahr mächtig verändert, was sie sich nie erklären konnte. Sie verhielt sich sehr herzlos ihrer Tochter gegenüber. 

    Doch dann ändert sich plötzlich alles alls ihre Mutter wegen eines Schlaganfalles im Krankenhaus kommt und im künstlichen Koma liegt, wird sie in die Pflicht gebeten. Sie muss sich um eine Verfügung kümmern usw. Das führt dazu, dass sie in die Vergangenheit ihrer Mutter taucht, die mit der Sturmflut im Jahre 1962 zusammenhängt und der ersten großen Liebe der Mutter. Durch ihn erfährt sie einiges, auch warum ihre Mutter plötzlich irgendwann so verändert hatte.

    Die Geschichte ist sehr echt und man kann sich super hinein versetzen. Man landet sowohl in der Zeit der Sturmflut mit all seinen Folgen und das ganze drum herum, so wie wenn ein Familienmitglied eine Verfügung benötigt und was zu tun ist. Hervorragend geschrieben und wirklich sehr ergreifend. Ich kann die Autorin wärmstens weiter empfehlen. 

  4. Cover des Buches Der verborgene Garten (ISBN: 9783453354760)
    Kate Morton

    Der verborgene Garten

     (1.183)
    Aktuelle Rezension von: buchstaben_worte_buecher

    Eines meiner liebsten Büchern ist "Der verborgene Garten" von Kate Morton aus dem Diana Verlag. 

    Es handelt dabei von der jungen Australierin Cassandra, die nach dem Tad ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt - ein Cottage, von dem sie noch  nie etwas gehört hat - ein Cottage das von einem verwunschenen Garten umgeben ist und das an ein geheimnisvolles Anwesen, Blackhurst Manor, grenzt. Der Frage, was hat dieses Haus mit ihrer Großmutter und auch mit ihr selber zu tun, versucht Cassandra auf den Grund zu gehen. Dabei muss sie in die Vergangenheit eintauchen zu zwei Freundinnen, die sich ein folgenschweres Versprechen gaben. Was geschah wirklich vor hundert Jahren auf Blackhurst Manor?

    Es ist ein wunderbares Familiendrama mit einem verwunschenem Garten, einer adlingen Famliie, einem dunklen Geheimnis. Es handelt von Liebe, Freundschaft, Eifersucht, Verlust und Verrat. 

    Kate Morton schreibt sehr ausführlich und bildlich. Gleichzeitig ist es aber nicht langatmig. Es ist wie ein Film, der sich vor dem inneren Auge abspielt. Vor allem die Atmosphäre ist großartig eingefangen. Sie ist geheimnisvoll, mysteriös, sogar etwas unheimlich. Sie erinnert an die Stimmung in den Klassikern Jane Eyre oder Sturmhöhe von den Brontë-Schwestern. 

    Da es auf drei Zeitebenen spielt, wirkt es am Anfang etwas verwirrend, bis man die Charaktere und die Umgebung kenenn gelernt hat. Aber das Durchhalten lohnt sich, denn es ist wirklich wundervoll. 

    Wer die Bücher von Lucinda Riley mag, der wird dieses Buch lieben. Es ist eine absolute Leseempfehlung!

  5. Cover des Buches Tintenwelt 3. Tintentod (ISBN: 9783791504766)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 3. Tintentod

     (2.810)
    Aktuelle Rezension von: Wilma_Mueller

    Ich habe das Buch schon vor einer ganzen Weile gelesen und ich finde es immer noch atemberaubend. Besonders wie in diesem Finale die Buchtitel eingebaut wurden, ist einfach genial. Außerdem hat es Cornelia Funke geschafft eine wundervolle, vielschichtige Welt Stück für Stück aufzubauen, sodass man als Leser nicht ins kalte Wasser geschmissen wird sondern alles in Ruhe erkunden kann, auch wenn einen die Spannung durchaus zwingt schnell weiter zu lesen. Alles in allem kann ich die ganze Trilogie einfach nur weiterempfehlen.

  6. Cover des Buches Mängelexemplar (ISBN: 9783596511891)
    Sarah Kuttner

    Mängelexemplar

     (1.197)
    Aktuelle Rezension von: Hexenlady70

    Leseeindruck zu

    Mängelexemplar von Sarah Kuttner


    Ich habe gerade das Buch welches in der ich Perspektive geschrieben ist beendet. 

    Ich sortiere gerade noch meine Gefühle und Gedanken. 


    Erstmal vorweg, das Buch ist in seinem sehr flapsigen Schreibstil geschrieben. Voll gepackt mit ganz viel Selbstironie und etwas Situationskomik.


    Ich mochte das Buch sehr. Ganz viel von mir spiegelt sich in diesem Buch wieder. Ganz viele Gefühle und Emotionen sind mir nicht unbekannt. Es wird quasi Karo durch die Erkrankung begleitet. Und da ich selber betroffene bin kann ich sagen das das Buch sehr authentisch ist.

    Ich denke dieses Buch spiegelt die Komplexität einer Depression sehr gut wieder. 

    Jemanden der bisher noch keine Erfahrung mit der Thematik hatte, kann mit dem Buch vielleicht im Ansatz verstehen was in einem Menschen mit Depressionen vorgeht. Wer zum Beispiel Angehörige hat die erkrankt sind, dafür finde ich es einen tollen Roman. 


    Ich gebe dem Buch volle 5 von 5 Sternen und würde mir wünschen das noch ganz viele Menschen dieses wie ich finde sehr besondere Buch lesen.


    Klapptext:

    Die Psyche ist so viel komplizierter als eine schöne glatte Fraktur des Schädels.«

    Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, selbstironisch und liebenswert. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da. Als auch die cleversten Selbsttäuschungen nicht mehr helfen, tritt sie verzweifelt und mit wütendem Humor ihrer Depression entgegen.

    Dem Wahnwitz unserer Gegenwart gibt Sarah Kuttner eine Stimme. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt sie von der Verlorenheit, die manches Leben heute aushalten muss.

  7. Cover des Buches Zeit deines Lebens (ISBN: 9783596511860)
    Cecelia Ahern

    Zeit deines Lebens

     (1.141)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Das Cover ist diesmal wieder schlicht gehalten. In einem schönen rot.

    Der Schreibstil ist so schön flüssig und man kommt gut in die Geschichte hinein. Die Charaktere sind so schön beschrieben. Lou gefiel mir am Anfang erst nicht, wurde aber dann in der Geschichte mir immer sympathischer. Lou's Familie gefällt mir in der ganzen Geschichte.

    Ich war richtig gefesselt bei dem Buch. Ruckzuck war ich bei der Hälfte des Buches und dann ganz schnell am Ende.

    Die Details sind so schön beschrieben, dass man sich alle Orte und Menschen sehr gut vorstellen kann.

    Ich hatte mir schon gedacht, dass Lou sich verändert und das er wahrscheinlich sterben wird. War richtig schön die Geschichte, sie schreibt einfach klasse Bücher.

    Richtig klasse Buch.

  8. Cover des Buches Biss zum Ende der Nacht (ISBN: 9783551316639)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Ende der Nacht

     (6.146)
    Aktuelle Rezension von: Hausi

    Nun habe ich auch den 4. Teil dieser Reihe gelesen. Da ich die Filme vor ein paar Jahren schon einmal gesehen habe, wusste ich noch ungefähr, was passiert, jedoch war es zu keinem Zeitpunkt im Buch langweilig oder langatmig. Ich habe Bella, Edward und die ganzen Cullens sehr ins Herz geschlossen und war wirklich jedes Mal gespannt weiterzulesen. Außerdem mochte ich auch den Wechsel der Sichtweise zwischen Bella und Jacob. Ein wirklich gelungener Abschlussteil, mit etwas mehr Spannung als im 3. Teil!

  9. Cover des Buches Biss zum Abendrot (ISBN: 9783551316622)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Abendrot

     (6.967)
    Aktuelle Rezension von: Cora_Jeffries

    Nachdem mit der zweite Teil nicht so gefallen hätte, war die Neugierde sehr groß, wie es jetzt weiter geht.

    Edward ist jetzt wieder im Rennen. Aber der Pakt zwischen den Werwölfen und Vampire besteht trotzdem noch. Bella kann sich nicht entscheiden ... Edward oder Jacob?

    Ich mag beide, und kann Bella vollkommen verstehen, dass sie sich nicht entscheiden will oder kann. Gar nicht so einfach, wenn neugeborene Vampire nach Forks kommen und kaum Zeit mehr übrig bleibt.

    Dieser Teil konnte mich wiederum fesseln, wobei der zweite an vielen Stellen schwächelt. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig und lässt alles drumherum vergessen.

  10. Cover des Buches Wenn du vergisst (ISBN: 9783958820289)
    Heidrun Wagner

    Wenn du vergisst

     (121)
    Aktuelle Rezension von: Christinagirl

    Ein Mädchen wacht auf dem Boden in der Natur auf und weiß nicht wo sie ist. Dann wird sie von einem jungen Mann ins Krankenhaus gebracht. Auch dort kann sie sich an nichts erinnern. Sie weiß nicht, wer sie ist, wo sie wohnt, nicht einmal wie sie aussieht, gar nichts.                                                   Dann hilft ihr ein Krankenpfleger und sie freundet sich mit ihm an. Im Krankenhaus bekommt sie eine komische Karte, mit einem komischen Spruch und sie weiß nicht, was sie damit machen soll. Nach einer Weile holen sie ihre Eltern vom Krankenhaus ab. Auch an ihre "angeblichen" Eltern kann sie sich nicht erinnern. An ihr Zimmer kann sie sich auch nicht erinnern, Sie hat das Gfühl, dass etwas hier nicht stimmt. Aber was?               Was wissen ihre Eltern und wollen es ihr nicht verraten? Was wissen die beiden jungen Männer?

    Das Buch ist sehr bildlich und lehaft geschrieben. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

  11. Cover des Buches Flawed – Wie perfekt willst du sein? (ISBN: 9783839815199)
    Cecelia Ahern

    Flawed – Wie perfekt willst du sein?

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Cover / Artwork / Aufbau des E-Books
    Das Cover hatte mich eigentlich nicht so umgehauen, aber als ich gelesen hatte, dass das Werk aus der Feder von Cecelia Ahern geschrieben wurde, war ich plötzlich interessiert. War sie nicht die Autorin mit den berühmten Titel "P.S. I Love You" zum Beispiel? Das Cover passte jetzt so gar in mein Bild von Ahern - und schon war ich interessiert. Das Hörbuch ist für Jugendliche und Erwachsene geeignet, aus der Sicht der 17 jährigen Celestine North erzählt und wird von Merete Brettschneider gelesen, die vielleicht dem ein oder anderen durch ihre Interpretationen einiger Jennifer Armentrout Büchern bekannt geworden ist. Sie hat eine wirklich eindringliche und sehr überzeugende Stimme und schafft es, dem plot schon nach wenigen Sätzen ihren Stempel aufzusetzen.
    Es handelt sich um den ersten Teil der gleichnamigen Reihe " Flawed".

    Inhalt
    Flawed - zu deutsch fehlerhaft - spielt in einer utopischen Gesellschaft, in der die  Regierungsorganisation "Die GIlde" die Wahrung gewisser moralischer Grundsätze gewährleisten soll. Ursprünglich nur für eine Übergangszeit eingesetzt, hat sich die GIlde als festes und scheinbar autarkes Instrument entwickelt. Celestine liebt ihr Leben und steht voll und ganz hinter den Prinzipien der Gilde, bis sie in eine Situation gerät und eine Entscheidung trifft. Richtung und Falsch, Schwarz und Weiß, Gut und Böse - alles gerät plötzlich ins Wanken und bedroht alles, was ihr lieb und teuer ist.

    Fazit
    Ich hatte nicht viel erwartet. Da ich krank geschrieben und arge Schlafprobleme hatte, wollte ich mir etwas halbwegs seichtes aufs Ohr setzen, damit ich irgendwann zumindest eindösen kann. Das Buch beginnt wie erwartet und präsentiert eine Gesellschaft, in die unsere Protagonistin vollständig integriert ist, jedoch im Laufe der Handlung immer mehr an Halt verliert. Zunächst habe ich auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel erwartet, doch die Autorin schafft es ganz wunderbar, die Geschichte von Seite zu Seite spannender zu gestalten. Vermutlich ist das Buch in erster Linie für jüngere Erwachsene ausgerichtet, aber auch mich konnte die Geschichte fesseln und ich werde mir auch den nächsten Teil zulegen.
  12. Cover des Buches Die dreizehnte Geschichte (ISBN: 9783453405493)
    Diane Setterfield

    Die dreizehnte Geschichte

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Margaret Lea lebt ein eher zurückgezogenes Leben. Die junge Frau betreibt gemeinsam mit ihrem Vater ein Antiquariat, liebt Bücher - vor allem über tote Menschen - und schreibt gelegentlich Biografien. Als sie eines Tages einen Brief der Bestseller-Autorin Vida Winter erhält, ist sie daher zunächst verunsichert: Warum soll gerade sie eine Biografie über die sagenumwobene Autorin schreiben? Doch dann packt sie die Neugierde und sie macht sich auf zu dem geheimnisvollen Anwesen von Vida Winter in den Mooren Englands...


    Ihr liebt Geschichten über Bücher, könnt euch in düsteren Familiendramen verlieren und habt einen Faible für atmosphärische Settings? Dann seid ihr hier genau richtig - denn "Die dreizehnte Geschichte" wartet mit allem davon auf! Diane Setterfields Roman, übersetzt von Anke Kreutzer, war für mich das perfekte Buch für dunkle Lesestunden im Herbst, er passt aber auch ganz wunderbar in den Winter.


    Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrer langsamen und düsteren Erzählweise absolut in ihren Bann zu schlagen. Es gibt sozusagen eine Geschichte in der Geschichte, denn Vida Winter erzählt Margaret Lea zum ersten Mal von ihrer Vergangenheit auf dem Familiensitz der Angelfields, von der Zwillingsschwester Emmeline und den anderen Bewohner*innen des Anwesens. Dieser Erzählstrang war teilweise so spannend, dass ich das Buch nur sehr, sehr wiederwillig aus der Hand legen konnte. Aber auch Margarets Leben und Handeln steckt voller Wendungen und schauriger Ereignisse.


    Besonders gut haben mir hier zwei Dinge gefallen. Einerseits waren die verschiedenen Settings wirklich klasse: Ein Antiquariat, ein herrschaftlicher Familiensitz, ein verwunschener Garten, hauseigene Bibliotheken, eine Kapelle - da ging mir als Liebhaberin von Schauerromanen wirklich das Herz auf. Zum Anderen habe ich es auch so sehr gemocht, dass im Buch so viele Anspielungen auf Klassiker gemacht wurden. Ich habe jetzt riesige Lust, beispielsweise "Jane Eyre" zu lesen - besser kann es nicht laufen.


    "Die dreizehnte Geschichte" ist geheimnisvoll, gespenstisch, stimmungsvoll und vor allem: lesenswert! Leider gibt es das Buch im Handel wohl nicht mehr zu kaufen (schändlich!), gebraucht ist es aber für wenig Geld fast auf allen gängigen Portalen zu erstehen. Lasst euch diesen besonderen Roman von Diane Setterfield auf keinen Fall entgehen!

  13. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.534)
    Aktuelle Rezension von: Lady_of_Roses

    Ich bin fasziniert, dass das ganze nur mit einer E-Mail begann... Doch schnell haben Emma und Leo mehr von dem Schreiben erwartet bzw. sich mitnehmen lassen in die Anonymität und ihre Gefühle frei heraus gelassen. 

    Ich konnte kaum aufhören das Buch zu lesen und bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung... Die es ja zum Glück schon gibt. :) 

  14. Cover des Buches HELIX - Sie werden uns ersetzen (ISBN: 9783734105579)
    Marc Elsberg

    HELIX - Sie werden uns ersetzen

     (364)
    Aktuelle Rezension von: AlienaR

    Inhalt:

    Der amerikanische Außenminister stirbt bei einer Sicherheitskonferenz in München, bei der Obduktion findet sich ein sonderbares Zeichen auf seinem Herz. An verschiedenen Orten auf der Welt tauchen ohne erkennbaren Schöpfer offenbar perfektionierte Pflanzen auf. Eine hochbegabte, 15-jährige Studentin verschwindet spurlos. Und Helen und Greg, die verzweifelt versuchen, ein Kind zu bekommen, wird von der Kinderwunschklinik ein ganz besonderes Angebot gemacht. Wie hängen all diese Ereignisse miteinander zusammen?

     

    Meine Meinung:

    Marc Elsberg widmet sich in HELIX einem hochaktuellen Thema, welches auch 5 Jahre nach Ersterscheinung des Buches nicht an Relevanz verloren, sondern eher zugenommen hat – Genmanipulation. Was ist möglich, was nicht? Was ist ethisch überhaupt vertretbar? Elsberg entwirft ein spannendes Szenario von (nicht nur im geistigen Sinne) hochbegabten Kindern, die selbst ihren „Schöpfern“ hochgradig überlegen sind. Hier punktet der Thriller: die realistisch erscheinende Veränderung und potenzielle Bedrohung der Menschheit löst beim Leser Beklemmung, Sorge, eventuell gar Furcht aus; zugleich sind die endlosen Möglichkeiten sehr spannend, man befindet sich in einem emotionalen Zwiespalt.

    Die Charaktere hingegen bleiben ein wenig blass, was auch am Aufbau des Buches liegt. Elsberg schildert viele verschiedene Handlungsstränge in überwiegend sehr kurzen Kapiteln, erzählt aus der Perspektive zahlreicher Personen. So entwickelt sich kaum eine enge Bindung zu den Charakteren; nur Helen und Jessica verfolgt man durch das ganze Buch. Wer Lesefreude also hauptsächlich aus Charakterentwicklung zieht, wird mit diesem Buch wohl nicht glücklich.

     

    Fazit:

    Ein spannender Thriller, der insbesondere durch seine Aktualität punktet. In Bezug auf die Charaktere hätte ich mir jedoch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Dennoch bleibt ein fesselndes Leseerlebnis zurück, das auch über die letzte Seite hinaus beschäftigt.

  15. Cover des Buches Unter der Haut (ISBN: 9783827013750)
    Gunnar Kaiser

    Unter der Haut

     (41)
    Aktuelle Rezension von: lesenstattglotzen

    Gunnar Kaisers Debütroman beginnt in New York 1969. Der eher nachlässige Student der Literaturwissenschaften Jonathan lernt den geheimnisvollen Lebemann Josef Eisenstein (beide deutscher Abstammung) kennen. Eisenstein nimmt sich des unerfahrenen jungen Mannes an und führt ihn von einer amourösen Eroberung zur nächsten. In Eisensteins Wohnung soll Jonathan sich dann mit den Mädchen paaren und seinem Meister hinterher jedes pikante Detail beschreiben. Ansonsten rauchen sie, trinken Portwein und hören Wagner in der mit Bücher vollgestellten Lasterhöhle.

    In Buch Zwei wird die Kindheit und Jugend des Josef Eisenstein erzählt und wir erfahren hier wie er dunkle Neigungen und eine unstillbare Gier nach wertvollen und seltenen Büchern entwickelt.


    Die Protagonisten des Jahres 1969 wirken leider etwas zu eindimensional und überzeichnet.

    Im Jahr 1969, in dem es den beiden Protagonisten nur um Triebbefriedingung zu gehen scheint, ist der Student Jonathan der formbare Klumpen Ton in den Händen des älteren Mannes. Aufkeimender Ungehorsam wird wiederholt dadurch bestraft, dass Eisenstein sich rar macht und den Jungen eine gewisse Zeit nicht mehr zu sich in die Wohnung lässt. Jonathans anfänglicher Ärger darüber verwandelt sich allzu schnell in Verzweiflung und lässt ihn jeden Halt verlieren. Auf der Suche nach seinem Meister irrt er durch die Stadt und legt sich schließlich schluchzend in Embryonalhaltung auf die Fußmatte seines Meisters. Man möchte den Jungen einen rückratlosen Waschlappen schimpfen.


    Der Eisenstein von 1969 scheint nur ziellos durch die Stadt zu schlendern und rauchend, trinkend und vor allem belehrend auf seiner Couch zu lungern, wenn er nicht grade die jungen Leute in seinem Wohnzimmer beim Liebesakt beobachtet. Zwischendurch straft er seinen Adlatus durch geheimnisvolle Abwesenheit. Ein schmieriger Typ, der nicht so richtig zusammenzubringen ist mit dem jungen Eisenstein im Berlin der Dreißiger Jahre, der es in der Kunst des Buchbinders und Gerbers zur Meisterschaft bringt und schuftet, an sich arbeitet und in die exklusive Welt der Buchliebhaber drängt.


    Die Sprache und Erzählweise erinnern an die Thomas Manns. Ich persönlich finde das schön und angenehm zu lesen. Dem einen oder anderen modernen Leser mag das vielleicht ein wenig zu blumig sein. Man könnte vermuten, dass dem Autor ein wenig zu sehr an der äußeren Form gelegen ist — ganz wie Eisenstein, der über die kostbaren Einbände der begehrten Bücher in Ekstase gerät, dem der Inhalt aber fast einerlei ist, sei es Hitlers Mein Kampf oder Ovids Kunst der Liebe.


    Fazit: Die Leidenschaft für alte, seltene Bücher bringt der Autor gut rüber. Auch die Entwicklung des jungen Eisenstein und dessen ambivalentes Ringen mit seinen Leidenschaften und Neigungen, sowie seine Lehrzeit in den schönen Handwerkskünsten ist glaubhaft und einfühlsam geschildert. Man fühlt auch die Liebe des Autors für die Schönheit der deutschen Sprache. 
Für die ansonsten aber flache und chauvinistische Handlung, in der es vornehmlich um die Triebbefriedigung geht, und die allzu überzeichneten Charaktere im New York des Jahres 1969 ziehe ich zwei Sterne ab.

    Trotzdem habe ich Respekt für die Leistung des Autors und danke ihm für spannende und unterhaltende Stunden

  16. Cover des Buches 3096 Tage (ISBN: 9783548375076)
    Natascha Kampusch

    3096 Tage

     (743)
    Aktuelle Rezension von: Sanylein

    Es geht um die wahre Geschichte die Natascha Kampusch wiederfahren ist. Mit 10 jahren wird sie auf ihrem Schulweg entführt. Sie wird im Kellerverlies gefangen gehalten. Etwas über 8 Jahre später gelang Natascha dann endlich die Flucht.

    Erstmal möchte ich sagen, ich bewerte keinesfalls ihre Geschichte oder sie selber. Das steht weder mir noch anderen zu. Ich kann mich auch sehr gut an den Tag erinnern, wo das ganze in den Nachrichten kam. Ich glaube ich hab auch sogut wie alle Interviews und Dokus über sie gesehen. Das was dieser Frau passiert ist, ist einfach schrecklich und berührt mich jedes mal wenn ich davon höre.
    Was ich an diesem Buch aber trotzdem bemängle ist das es eigentlich viel zu kurz ist. Dadurch fehlt eigentlich ganz viel Inhalt. Im Buch geht man kauf auf das emotionale ein. Wenn man die Geschichte von ihr nicht mitbekommen hat, wird man vielleicht vieles nicht verstehen und vielleicht auch nicht genauso nachfühlen können.

    Das Natascha den Mut aufgebracht das dieses Buch (und später auch weitere Bücher) zu veröffentlichen find ich klasse. Das zeigt unglaublich viel stärke.

    Jeder der sich für Vermisstenfälle interessiert sollte das Buch lesen. Vielleicht sollten auch gerade die Personen die sie kritisieren das Buch lesen. Vielleicht würde das ihnen mal vor Augen führen was sie eigentlich alles erleben musste!

  17. Cover des Buches Der 13. Stuhl (ISBN: 9783551560247)
    Dave Shelton

    Der 13. Stuhl

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Belladonna

    Beschreibung

    Jack sieht in einem verlassenen Haus Kerzenlicht flackern und tritt neugierig ein. In einem Zimmer erwarten ihn zwölf Gestalten, eine jede sitzt vor einer brennenden Kerze. Nacheinander erzählen sie schauderhafte Geschichten von mysteriösen Ereignissen und dem Tod. Als nur noch eine Kerze übrig ist, ist Jack an der Reihe und begreift, welche Geschichte er allein im Dunkeln erzählen muss.

    Meine Meinung

    Dave Shelton verknüpft in seinem Buch »Der 13. Stuhl« dreizehn schauderhafte Kurzgeschichten mit einer rätselhaften Rahmenstory, die bis zuletzt den dunklen Mantel eines Geheimnisses um den Ausgang der Geschichte legt.

    Zusammen mit Jack saugt man die prickelnde Gruselatmosphäre des Raums mit den verschrobenen Persönlichkeiten in sich auf und schenkt den Erzählenden sein Gehör. Nachdem eine Geschichte verklungen ist, löscht der Vortragende sein Licht. Doch wo wird das alles hinführen, welche Geschichte wird Jack zu erzählen haben und was passiert, nachdem die letzte Kerzenflamme erloschen ist?

    »Der 13. Stuhl« ist die perfekte Lektüre für nebelverhangene Herbstabende und kann durch die in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten auch gemütlich auf mehrere Leseabschnitte aufgeteilt werden. Besonders gut gefallen hat mir, dass jede Geschichte für sich eine ganz eigene Persönlichkeit durchblicken lässt, egal ob süßes Mädchen, unsicher Junge oder der grobschlächtiger Holzfäller mit unverkennbarem Akzent. Dave Shelton ist es gelungen jeder Erzählung eine eigene Stimmfarbe zu verleihen, sodass man tatsächlich das Gefühl hat, mit all diesen Persönlichkeiten an einem Tisch zu sitzen.

    Durch die breite Palette der Geschichten, von Piraten über bissige Katzen, einer Expedition zur Antarktis bis zu einem ungewöhnlichen Haus, in dem die Seele eines Schriftstellers lebt, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Natürlich gab es aufgrund dieser Bandbreite für mich auch ein oder zwei Geschichten, die mich nicht ganz so stark gefangen nehmen konnten, aber im Ganzen betrachtet hatte ich ein wundervoll atmosphärisches Lesevergnügen mit diesem Buch.

    Fazit

    Schaurig-schöne Grusel-Geschichten die für einen perfekten Herbstabend auf dem Lesesessel einladen. Die einzelnen Erzählungen wurden zudem mit einer Mantelstory verknüpft, die zum mitfiebern und miträtseln lockt.

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    © Bellas Wonderworld; Rezension vom 23.10.2020

  18. Cover des Buches Die Apothekerin (ISBN: 9783257238969)
    Ingrid Noll

    Die Apothekerin

     (452)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Humorvoll erzählt die Protagonistin ihre Lebensgeschichte voller schlechter Männer und noch viel schlechteren Entscheidungen im Hinblick auf diese. Locker, luftiger Plot mir viel Einblick in die Wirren menschlicher Psyche. 

  19. Cover des Buches Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (ISBN: 9783492272315)
    Dai Sijie

    Balzac und die kleine chinesische Schneiderin

     (406)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    China zur Zeit von Maos Kulturrevolution: Ein namenloser Ich-Erzähler und sein bester Freund Luo werden zur Umerziehung in ein Bergdorf geschickt. Dorthin ist kein Fortschritt gedrungen und die beiden sehnen sich nach etwas Abwechslung von ihrer tumben Plackerei. Sie vermuten, dass ein anderer Umerzogener einen Koffer voller verbotener westlicher Literatur versteckt und wollen diesen nun unbedingt in ihren Besitz bringen. Durch die Werke von Balzac, Dumas und anderen verschaffen sie sich nicht nur selbst etwas Fantasie und Freiheit, sondern auch der Kleinen Schneiderin, in die Luo verliebt ist, mit ungeahnten Folgen.


    Über die sogenannte „Kulturrevolution“ in China und die „Umerziehung“ von Intellektuellen und ihren Familien, die durch harte, bäuerliche Arbeit über einige Jahre erreicht werden sollte, hatte ich bisher nur ein paar vage Informationen aufgeschnappt. Von den Erfahrungen der beiden jungen Männer zu lesen, war daher höchst interessant.


    Durch die Klassiker aus dem Koffer können sie wieder Hoffnung schöpfen, träumen und ihre Fantasie walten lassen. Die Geschichten schenken ihnen Freiheit, zumindest im Geiste. Doch nicht nur ihnen, auch den anderen Bergbewohnern, denen sie diese Geschichten erzählen und die dafür offen sind, das heißt nicht zu stark verankert in der kommunistischen Ideologie Maos. So emanzipiert sich auch die junge Frau, die als Tochter eines Schneiders sonst wohl nicht aus den Bergen weggekommen wäre. Neugier und Verstand werden niemals unterdrückt werden können. Diese Botschaft und der Bezug zur Literatur gefiel mir außerordentlich gut!


    Nur das Ende war mir zu abrupt und ließ für meinen Geschmack zu viele Fragen offen. Ohne zu spoilern kann ich hier kaum eine nennen, doch hätte es mich zum Beispiel interessiert, wie es für die beiden in der Umerziehung weiterging und wie lange sie noch in dem Bergdorf bleiben mussten. Fünfzig Seiten mehr hätten es ruhig noch sein dürfen.


    So vergebe ich für „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ 4 Sterne.

  20. Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783937793092)
    John Irving

    Das Hotel New Hampshire

     (722)
    Aktuelle Rezension von: PeWe

    "Das Hotel New Hampshire" (1981) ist ein Roman von John Irving, der die skurrile und schräge Geschichte einer US-amerikanischen Familie im gesellschaftlichen und politischen Umfeld der 1940er bis 1960er Jahre erzählt.

    Zum Inhalt:
    Der Ich-Erzähler, John Berry, der mittlere von fünf Geschwistern, erzählt die Geschichte seiner Familie aus seiner Sicht. Die Familie macht einige schlimme Erfahrungen, erlebt Unglück und Tragödien, aber auch viel Liebe, Glück und Zusammenhalt. Es ist eine Geschichte des Wachsens, des Erwachsenwerdens und des Über-sich-Hinauswachsens. Und auch die Geschichte derer, die dabei verloren gehen.
    Dabei müssen sie sich nicht nur mit den eigenen sondern auch mit politischen und gesellschaftlichen Spannungsfeldern auseinandersetzen.
    Und bei all dem spielen eigensinnige Bären, Klasse-Hotels und Freud eine herausragende Rolle.

    Persönliche Einschätzung:
    Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und gut lesbar mit teils ausgefeilten Formulierungen, aber gerade in der ersten Hälfte des Romans durchzogen von einer Masse an vulgären Begriffen und Schimpfwörtern sowie abgehackten Dialogen.
    Der Einstieg ist etwas schwierig, da die ersten Seiten überladen sind von Informationen zu den verschiedenen Personen und der Familiengeschichte. Später folgen einige langatmige Passagen ohne richtiges Geschehen. In der zweiten Hälfte des Romans ändert sich das völlig bis hin zu einem großartigen Schluss.
    Anfangs ist das schwer einzuordnen, später wird klar, dass sich Schreibstil und Dynamik der Geschichte mit den Personen mitentwickeln. Die stilistischen und inhaltlichen Extreme machen den Wachstumsprozess umso deutlicher.
    John Irving hat einen ganz eigenen, ausgefallenen Stil.

    Nachdem ich das Buch zu Beginn ganz in Ordnung fand, dann zur Mitte hin aufgeben wollte, gefiel es mir in der zweiten Hälfte von Seite zu Seite immer besser – ganz so wie sich eben alles in diesem Buch entwickelt.

    Fazit: Ein gutes Buch, lesenswert, aber stellenweise etwas zu vulgär und langatmig. (3,5 von 5 Sternen)

    ---

    (1) Zitat aus dem Buch

  21. Cover des Buches Erzähler der Nacht (ISBN: 9783407789877)
    Rafik Schami

    Erzähler der Nacht

     (180)
    Aktuelle Rezension von: Nesa8486

    Rafik Schami schafft es, einige kleine Märchen zauberhaft zu erzählen. Ich habe jede Geschichte und jede Seite genossen. Der Schreibstil klar und flüssig und wie schon erwähnt leicht ins Märchenhafte, was ich aber total mag. Ich kann's definitiv nur empfehlen.

  22. Cover des Buches So groß wie deine Träume (ISBN: 9783839815328)
    Viola Shipman

    So groß wie deine Träume

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Kikis_Buecherkiste

    Ich hatte das Print auf meinem SuB liegen und habe es auch zig Mal angefangen zu lesen, aber immer wieder zur Seite gelegt, weil ich einfach nicht rein kam. Dann hab ich es mit dem Hörbuch versucht, weil mich die Geschichte einfach gereizt hat. 


    Es war einfach herrlich und ich bin froh, mir das Hörbuch angehört zu haben. Die Geschichte wird mit so viel Gefühl erzählt, das ich ziemlich bald mit den dreien litt, mich mit ihnen freute oder neben Matties Bett stand und den Tränen nahe war. 


    Die Charaktere waren mir alle sympathisch und auch in meinen Augen authentisch in ihrem Handeln. Es gab ein "Gänsehaut-Feeling" nach dem anderen und am Ende auch feuchte Augen. Ein Buch, das viel zu lange auf meinem SuB lag und ich definitiv viel früher hätte befreien sollen.

  23. Cover des Buches Das Labyrinth der Wörter (ISBN: 9783455001945)
    Marie-Sabine Roger

    Das Labyrinth der Wörter

     (620)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Eine ältere belesene Dame und ein gefühlvoller jünger Mann mit nicht so viel Wissen - ein ungleiches Paar.  Dennoch erfahren sie,  was sie verbindet, auf eine niedliche humorvolle Weise. Die alte Dame war mir sehr sympathisch. 

    So kann es im Leben kommen...Zufälle und Begegnungen, von denen man sich inspirieren lässt und nie vergisst.

  24. Cover des Buches Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte (ISBN: 9783423141581)
    Rafik Schami

    Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Kindheit ist mehr als Ort und Zeit. Sie ist ein Gefühl, eine Lebenseinstellung. Sie ist ein Spiel und eine Philosophie. Kindheit, das sind Träume, Geschehnisse und Geschichten, die uns prägten und prägen.«

     

    Schon einige Bücher von Rafik Schami wohnen dauerhaft in meinem Bücherregal. Ich mag seine Art zu erzählen, die Leichtigkeit, mit der er sprachlich Kulturen miteinander verknüpft.

    Dieses Buch reizte mich, weil es laut Klappentext als sein persönlichstes Buch beschrieben wurde. Und wenn all das, was hier zu lesen ist, wahr ist, dann ist es auch wirklich sehr persönlich.

     

    Der Leser unternimmt mit Schami einen ausgiebigen Ausflug in dessen Kindheit. Man durchstreift mit dem kleinen Rafik die Gassen Damaskus, sieht das bunte Treiben vor sich, riecht die vielfältigen Düfte und hört allüberall Geschichten. Schamis Kindheit scheint damit bis zum Rand angefüllt gewesen zu sein. Sein geliebter Großvater erzählte sie, Nachbarn, der Friseur. Spätabends saß der kleine Junge vor dem Radio und lauschte den Geschichten von Scheherasad – und natürlich begann er auch früh, selber zu erzählen. Sehr klug von ihm, hatte ihm doch der Großvater gesagt, dass ein Mann, der keine Geschichten erzählen kann, Gefahr läuft, von seiner Frau auf dem Markt verkauft zu werden…

     

    Nun, Schami wird diesem Schicksal sicher nicht entgegensehen müssen. Er wurde ein wirklich großer Erzähler, für seine vielen Auftritte ist er in 30 Jahren so viele Kilometer gefahren, dass es neunmal um die Erde reichen würde. Mit diesem Buch blickt er auf seine Anfänge zurück, ergründet, weshalb er Erzähler wurde, welche Kindheitserlebnisse dabei prägend waren. Wie so oft ist alles in Episoden geschildert, die auf irgendeine Weise miteinander verwoben sind. Diese Abschnitte, die sein Leben in Damaskus schilderten, die Kindheitserlebnisse und alles rund um den wundervollen Großvater mit der schier unendlichen Fantasie, habe ich sehr gerne gelesen.

    In einigen Abschnitten wurde es für mein Empfinden aber zu theoretisch, zu sprachwissenschaftlich. Das konnte mich nicht im gleichen Maß fesseln. Ich habe, wie meist bei Büchern mit Geschichten, jede einzeln bewertet und daraus einen Schnitt gebildet, dieser liegt bei 4,3 Sternen.

     

    Fazit: Persönliche Geschichten und Erinnerungen, meist sehr schön, in einigen Fällen für mein Empfinden zu theoretisch.

     

    »Dort, unter den Zuhörern sitzend, begriff ich die filigrane Beziehung zwischen dem mündlichen Erzähler und seinem Publikum. Ich spürte als Zuhörer den Respekt, den er mir entgegenbrachte. Ich konnte es noch nicht erklären, aber Liebe bedarf keiner wissenschaftlichen Erklärung.
    Die erzählten Worte trugen mich auf ihren Flügeln zu fernen Kontinenten und fremden Völkern. Und wenn die Erzählung zu Ende war, kehrte ich immer wie benommen nach Hause zurück und träumte davon, eines Tages Erzähler zu werden.«

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