Bücher mit dem Tag "erzähler"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "erzähler" gekennzeichnet haben.

72 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

     (4.559)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Der Tod! -> erzählt die Geschichte der 9 jährigen Liesel während den Kriegsjahren in der Nähe von München. Ich habe das Buch kaum aus der Hand gelegt, so rührend die Geschichte und so erbarmungslos real. Absolut grossartig erzählt, unbedingt lesen! Unter anderen Preisen hat Markus Zusak mit diesem Buch den deutschen Jugendliteraturpreis 2009 erhalten.

  2. Cover des Buches Die Spiegelreisende - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast (ISBN: 9783458178262)
    Christelle Dabos

    Die Spiegelreisende - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast

     (375)
    Aktuelle Rezension von: ChrisModd

    Der zweite Teil profitiert von der guten Vorarbeit aus Teil 1 (Beschreibung der Welt, Fähigkeiten und Personen). Dadurch ist dieser Teil nicht so langatmig, sondern kann sich voll auf die packende Handlung konzentrieren.

    Die Protagonistin wächst im Laufe der Handlung über sich und über die an sie gestellten Erwartungen hinaus, was ich wirklich bemerkenswert fand, da sie mit ihren Ideen und Erkenntnissen manchmal auch den Leser überrschen konnte.

    Besonders gut an diesem Buch fand ich, dass dem Leser unterschwellig das Gefühl gegeben wurde, dass es noch viel mehr zu entdecken gab und die Hintergründe der Geschichte noch nicht erzählt wurden. Für jedes gelüftete Geheimnis, gab es zwei neue Andeutungen, die noch nicht aufgelöst wurden.

    Ich konnte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen.

  3. Cover des Buches Verbrechen (ISBN: 9783492272438)
    Ferdinand von Schirach

    Verbrechen

     (735)
    Aktuelle Rezension von: Shenjaliest

    Ferdinand von Schirach berichtet in „Verbrechen“ über wahre Geschichten aus seinem Beruf als Strafverteidiger.
    Schirach beleuchtet die Motive der Täter hinter dem Verbrechen und regt zum Nachdenken über Schuld und Gerechtigkeit an. Er schreibt sachlich und verständlich, er bleibt objektiv und doch entwickelt man Mitgefühl für die Täter.
    Ganz besonders bewegte mich die Geschichte, in der eine Frau ihren Bruder aus Liebe tötete.

  4. Cover des Buches Onkel Montagues Schauergeschichten 1 (ISBN: 9783841502834)
    Chris Priestley

    Onkel Montagues Schauergeschichten 1

     (202)
    Aktuelle Rezension von: Sunnyleinchen

    Inhalt: Nach Einbruch der Nacht wird es hier unheimlich ... Onkel Montague ist ein komischer alter Kauz. Er lebt mit seinem Diener Franz in einem düsteren Haus mit einem Garten, der an einen Friedhof erinnert. Edgar besucht Onkel Montague jeden Tag, obwohl der Weg durch einen unheimlichen Wald führt. Aber Onkel Montague ist einfach der beste Geschichtenerzähler! Bei flackerndem Kaminfeuer erzählt er so Gruseliges, dass Edgar eine herrliche Gänsehaut über den Rücken läuft. Aber woher kennt Onkel Montague all die Geschichten, und ist es wirklich nur Zufall, dass Gegenstände, die in den Geschichten vorkommen, in seinem Haus zu finden sind? 

    Dieses schmale Büchlein hat es wirklich in sich! Die vielen kleinen Schauergeschichten sind in eine große Erzählung eingebettet. Der Schreibstil liest sich wirklich flüssig. Die vereinzelten Zeichnungen haben einen ganz eigenen Charme und passen super zu den einzelnen Geschichten. Jede Story ist auf ihre Art und Weise spannend und hat einen richtigen Gruselfaktor. Aufgrund der Inhalte, kann ich mich der Altersempfehlung auf dem Buchrücken (ab 12) nicht anschließen, ich bin da eher bei 16/17.

  5. Cover des Buches Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär (ISBN: 9783328107682)
    Walter Moers

    Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär

     (2.175)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Wir begleiten einen blauen Bären auf seinen Abenteuern: Von der Nussschale, in der er als winziges Ding erwacht, über die Rettung durch eine Truppe Zwergpiraten (herrliche kleine Wesen, die mit Holzbeinen, Augenklappe, Schnurrbart und Piratenhut geboren werden und ihr Leben lang – wegen ihrer Größe vergeblich – versuchen, Schiffe zu kapern) hin zur Ausbildung zum Knoten-,  Heul-, Quasselmeister, Traumkomponisten und Lügengladiator. 

    Detailverliebt und voller Wortwitz ....

  6. Cover des Buches Frühstück bei Tiffany (ISBN: 9783036959344)
    Truman Capote

    Frühstück bei Tiffany

     (628)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    Die 18-jährige Holly Golightly wohnt in einem Apartment in New York und verdreht den Männern in der Stadt den Kopf. Doch was steckt hinter der selbstbewussten Frau, die eigentlich nur ihre Katze liebt? Aufgewachsen auf dem Dorf war ihr schon früh klar, dass sie am schnellsten an ihr Ziel kommt, wenn sie die Männer an der Nase herum führt. Diesen Klassiker musste ich unbedingt mal lesen (und den Film demnächst auch anschauen). Damals hat das Buch unfassbare 4,80 DM gekostet 😂 Das ist zudem mein erstes Buch von Capote. Prinzipiell mag ich den Schreibstil von ihm. Auch den Charakter Holly fande ich sehr gut dargestellt. Selbstsicher, ein kleines bisschen verrückt, melancholisch, unstet und doch so liebenswert. Leider hat das Buch mich nicht richtig gefangen genommen wie ich es erwartet hätte. In dieser Ausgabe waren noch drei Erzählungen dabei, die mir von mittelmäßig ("Eine Weihnachts-Erinnerung") bis sehr gut ("Das Blumenhaus" und "Die Diamanten-Gitarre") gefallen haben. PS: Audrey Hepburn war einfach eine wunderschöne Frau...

  7. Cover des Buches Die Stadt der Träumenden Bücher (ISBN: 9783328107514)
    Walter Moers

    Die Stadt der Träumenden Bücher

     (3.387)
    Aktuelle Rezension von: Marina_Leon

    Dieses Buch war mein erster von Walter Moers. Entsprechend erstaunt war ich über seinen schreibstil, seine unglaubliche Fantasie und die irre Welt, die er geschaffen hat. Nach dem Buch hielt es mich nicht mehr und ich las noch weitere Bücher von ihm. An "Die Stadt der träumenden Bücher" kommt bisher allerdings keines mehr heran.


  8. Cover des Buches Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (ISBN: 9783492272315)
    Dai Sijie

    Balzac und die kleine chinesische Schneiderin

     (407)
    Aktuelle Rezension von: Nadja_Kosney

    Der Autor Dai Sijie hat selbst die Kulturrevolution in den 1970er Jahren in China miterlebt und wurde selbst als Schüler aufs Land geschickt, um dort "umerzogen" zu werden. Da es in seinem Roman um zwei Schüler geht, denen dasselbe passiert, kann man davon ausgehen, dass der Autor hier viel seiner persönlichen Erfahrungen hat einfließen lassen.

    Trotz dieses ernsten Themas und dieser schwierigen Zeit, schafft Dai Sijie es die Geschichte mit einer gewissen Leichtigkeit zu erzählen, sodass ich nur durch die Seiten geflogen bin. 

    Wir begleiten in diesem Roman den Ich-Erzähler (ich meine sein Name wurde nicht erwähnt) und dessen Freund Luo. Beide sehen sich selbst nicht gerade als Intelektuelle, doch da ihre Eltern dem Regime unter Mao negativ aufgefallen sind, landen die beiden in einem ärmlichen Bergdorf und sollen dort von den regimetreuen Bauern "umerzogen" werden. Während wir die beiden Jungs in ihrem täglichen Leben und bei der harten Arbeit auf den Feldern begleiten, lernen wir mehr über die Kulturrevolution und ihre Auswirkungen für das Land China und dessen Bevölkerung. Einfach war es nicht, vor allem nicht für diejenigen, die selbstständig denken und offen leben wollten.

    Neben der Liebe und der Freundschaft spielt auch Literatur eine wichtige Rolle in diesem Roman, vor allem die westliche Literatur. Nach einigen Schwierigkeiten gelangen die beiden Freunde in den Besitz strengst verbotener westlicher Literatur (Bücher von Balzac, Dumas, etc.). Ins besondere unser Ich-Erzähler saugt den Inhalt dieser Bücher in sich auf und die Literatur schenkt ihm und seinem Freund ein wenig Hoffnung und Zuversicht, in ihrem trostlosen Dasein.


    Fazit:

    Balzac und die kleine chinesische Schneiderin ist ein wundervoller Roman, der eine mitreißende Story mit historischen sowie politischen Ereignissen verknüpft und dabei noch eine Verbindung zur Liebe für die Literatur, Freundschaft und Zusammenhalt schafft. Dies ist mein erstes Buch von Dai Sijie, wird aber nicht mein letztes von ihm sein.

  9. Cover des Buches Der Tod in Venedig (ISBN: 9783596904075)
    Thomas Mann

    Der Tod in Venedig

     (447)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Zur vollständigen Buchbesprechung geht es hier:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-3wa9m-f72663

    Vorsicht, Spoiler!

  10. Cover des Buches Die Erwählte (ISBN: 9783442266333)
    Torsten Fink

    Die Erwählte

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Xamaror

    Information zum Buch

    Klappentext: 

    Maru und Tasil haben die Hauptstadt der Akkesch erreicht, doch Nummurs Armee steht bereits vor den Toren. Wieder versucht Tasil, alle gegeneinander auszuspielen - aber diesmal hat er seinen Meister gefunden. Währenddessen forscht Maru nach, wie sie Utukku davon abhalten kann, tatsächlich alle Akkesch zu vernichten. Sie ahnt nicht, wie weit die Pläne des Daimon bereits fortgeschritten sind...  

    Das Buch besteht aus Drei Abschnitte, jeder Abschnitt beschreibt einen Tag. Das Cover wirkt wieder schlicht und einfach in grün gehalten.

    Die Hauptfiguren/Die Story *Spoiler-Warnung*

    Tasil und Maru Nehis sind in der Hauptstadt Ulbai angekommen und wohnen in einem kleinen Haus. Es ist wieder ein halbes Jahr vergangen. Maru hat sich mit dem Schreiber Temu angefreundet. Mit seiner Hilfe versucht Sie in den alten Aufzeichnungen herauszufinden wie Sie den Daimon Utukku vernichten kann und seinen Bann zu brechen, welchen Er auf Sie gelegt hat. 

    Tasil versucht den Kaidhan Luban-Etellu und Alldhar Nummur gegeneinander auszuspielen und den größten Schatz der Geschichte zu stehlen. 

    Auch dieses Mal gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Figuren, darunter: Alldhar Nummur, Abeq Mahas, Fakyn, Umati und der Geschichten Erzähler Biredh.   

    Der Schreibstil

    Am Schreibstil hat sich nichts geändert, der Autor schreibt flüssig und in einer gut verständlichen Sprache. Die Charaktere werden gut beschrieben und die Namen sind leserlich. 

    Fazit

    Ich persönlich fand das dritte Buch am schwächsten. Zwar ist die Geschichte spannend erzählt, jedoch kommt auf uns nicht wirklich was Neues zu. Dieselbe Leier mit Intrigen und gegeneinander ausspielen. Ich fand das Ende sehr schnell erzählt und es sind viele Fragen offengeblieben. Trotzdem ist das Buch gut zu Empfehlen.  


     

  11. Cover des Buches Die Schlacht um Wörter und Blut (ISBN: 9783551583567)
    Traci Chee

    Die Schlacht um Wörter und Blut

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Booknaerrisch

    Der Rote Krieg, Serakeen, Tanin, die Wache... Die Gefahren, die Archer und Sefia bedrohen sind mannigfaltig und absolut tödlich. Und eigentlich wäre da ja auch noch die scheinbar unlösbare Aufgabe, Frey und Aljan zu befreien - oder die schlimmste Entscheidung von allen: sollen die beiden sich selbst retten und dabei alle anderen riskieren oder sollen sie den anderen helfen und dabei Archers Tod riskieren, wie prophezeit?

    Ein letztes Mal durften wir Sefia, Archer, Käpt´n Lee, die Blutritzer und viele altbekannte Gesichter bei ihrem Abenteuer in Kelanna begleiten. Und ein weiteres Mal bin ich absolut davon begeistert, wie man wunderschöne Dinge wie Hoffnung, Liebe, Magie und Zauber mit so viel Schrecklichem kombinieren kann. Gewalt, Hass, Intrigen und Rache führen zu Verlust und Tod - und dennoch bleibt für mich der „schöne Aspekt“ nachhaltig im Gefühl. Die zauberhafte Welt, die Traci Chee in ihrer Trilogie erschaffen hat, die von Emotionen und Wärme durchsetzt, die Kälte und das Böse aufwiegt, hat mich wieder fesseln und verzaubern können. Einfach faszinierend!

    Zusätzlich zu den menschlichen Problematiken, ist in diesem Finale das Buch ein weiterer fesselnder Gegner. Wird Sefia es schaffen, allen Gefahren zu trotzen, dem Buch zu widerstehen und so die Prophezeiung zu schlagen? Lassen sich Buch und somit das Schicksal eventuell überlisten und somit alles zum Guten wenden? Oder führt jeder Versuch dem Schicksal auszuweichen gar unweigerlich dazu, ihm mehr und mehr zu entsprechen? Eine interessante Überlegung, die zum Nachdenken anregt und bestimmt auch nachhallen wird.

    Etwas weniger hat mir der diesmalige Aufbau gefallen. Gefühlt bestand dieses Finale für mich aus knapp 600 Seiten Kampf - auf dem einen oder anderen Schiff, Schauplatz oder sonstigem Szenario - das führte mich zu einem Gefühl von Wiederholungen und der ein oder anderen Länge - das hätte ich kürzer oder abwechslungsreicher besser gefunden.

    Alles in allem war „die Schlacht um Wörter und Blut“ für mich ein passender und würdiger Abschluss, auf den ich mich sehr gefreut habe. Ok, ein bisschen weniger Verlust hätte mir besser gefallen, aber nun gut, so war das Ganze effektiv glaubwürdiger - auch, wenn es mich das ein oder andere Tränchen gekostet hat ;)

  12. Cover des Buches Der Prozeß (ISBN: 9783899195880)
    Franz Kafka

    Der Prozeß

     (999)
    Aktuelle Rezension von: lilr

    Ich habe selten ein Buch gelesen, was mich derart in den Bann gerissen hat, wie dieser Klassiker von Franz Kafka! Ab dem ersten Kapitel wird man in die Gefühlswelt des Protagonisten Josef K. gerissen und fühlt am eigenen Leib die Verzweiflung, die Angst und das Elend die von dem Prozess ausgehen. Zeitweise musste ich das Buch beiseitelegen weil mich das Schicksal und die Wirrungen derart mitgenommen haben. Aber genau das ist die Meisterleistung Kafkas! Jeder neue Handlungsstrang überrascht mit neuen grotesken Elementen, die das Buch absolut "kafkaesk" machen. Ich empfehle einen Lektüreschlüssel für alle diejenigen, die das Buch ganz erschließen möchten, denn sowohl philosophisch, politisch, religionskritisch als auch autobiografisch überließ Kafka nichts dem Zufall. Ein Muss für alle Literaturfans! 

  13. Cover des Buches Erzähler der Nacht (ISBN: 9783407789877)
    Rafik Schami

    Erzähler der Nacht

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Nesa8486

    Rafik Schami schafft es, einige kleine Märchen zauberhaft zu erzählen. Ich habe jede Geschichte und jede Seite genossen. Der Schreibstil klar und flüssig und wie schon erwähnt leicht ins Märchenhafte, was ich aber total mag. Ich kann's definitiv nur empfehlen.

  14. Cover des Buches Rumo & die Wunder im Dunkeln (ISBN: 9783328601906)
    Walter Moers

    Rumo & die Wunder im Dunkeln

     (1.114)
    Aktuelle Rezension von: Eva-Marie_Kwade

    Im Buch begleitet man den Wolpertinger Rumo auf seinem Lebensweg. 

    Zuerst entdeckt er das Kämpfen für sich und befreit damit seine Freunde und andere Lebewesen von den Teufelsfelsen. Danach wird er von seinem neuen Freund Smeik ein Stück seines Weges begleitet, bis Rumo den "Silbernen Faden" entdeckt. Dieser führt ihn nach Wolperting, eine Stadt nur für Wolpertinger. Dort geht er zu Schule und lernt Rala, eine wunderschöne Wolpertingerin kennen. Sie ist sein silberner Faden. Um ihr seine Liebe zu beweisen, möchte er ihr eine selbstgemachte Schatulle aus dem gefährlichen Nurnenwald schenken. Nach seinem "Ausflug" dorthin sind jedoch alle Wolpertinger verschwunden. Rumo fackelt nicht lange und will seine neuen Freunde wieder finden und befreien. Auf dem Weg nach Hel, die Hauptstadt von Untenwelt erlebt er wieder eine Menge spannender Dinge und kann letzendlich seine Freunde (auch Smeik, der zufällig auch gekiddnaped wurde) aus den Fängen vom irren König Gaunab befreien. Natürlich befreit er auch seine Rala. In Wolperting zurück kommt es zu einem tollen Happy End.

    Ich fand es so schön Rumo zu begleiten und musste so manches Mal schmunzeln, dass Rumo zum Beispiel nicht wusste, dass es auch weibliche Geschöpfe gibt :) Manchmal ist es jedoch recht schwer die Zamonien-Bücher von Walter Moers zu lesen, da der Schreibstil ein wenig "gewöhnungsbedürftig" ist. 

    Die Handlung war sehr spannend. Manchmal konnte ich lachen und manches mal war es sehr herzzereißend. 

    Die Charaktere fand ich alle genial und vom Autor gut ausgearbeitet und beschrieben. 

    Das Buch würde ich jedem empfehlen, der mal wieder in eine fantastische, außergewöhnliche Welt abtauchen möchte. Jedoch darf man nicht außer Acht lassen, dass dies kein Kinderbuch ist.

  15. Cover des Buches Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte (ISBN: 9783423141581)
    Rafik Schami

    Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Kindheit ist mehr als Ort und Zeit. Sie ist ein Gefühl, eine Lebenseinstellung. Sie ist ein Spiel und eine Philosophie. Kindheit, das sind Träume, Geschehnisse und Geschichten, die uns prägten und prägen.«

     

    Schon einige Bücher von Rafik Schami wohnen dauerhaft in meinem Bücherregal. Ich mag seine Art zu erzählen, die Leichtigkeit, mit der er sprachlich Kulturen miteinander verknüpft.

    Dieses Buch reizte mich, weil es laut Klappentext als sein persönlichstes Buch beschrieben wurde. Und wenn all das, was hier zu lesen ist, wahr ist, dann ist es auch wirklich sehr persönlich.

     

    Der Leser unternimmt mit Schami einen ausgiebigen Ausflug in dessen Kindheit. Man durchstreift mit dem kleinen Rafik die Gassen Damaskus, sieht das bunte Treiben vor sich, riecht die vielfältigen Düfte und hört allüberall Geschichten. Schamis Kindheit scheint damit bis zum Rand angefüllt gewesen zu sein. Sein geliebter Großvater erzählte sie, Nachbarn, der Friseur. Spätabends saß der kleine Junge vor dem Radio und lauschte den Geschichten von Scheherasad – und natürlich begann er auch früh, selber zu erzählen. Sehr klug von ihm, hatte ihm doch der Großvater gesagt, dass ein Mann, der keine Geschichten erzählen kann, Gefahr läuft, von seiner Frau auf dem Markt verkauft zu werden…

     

    Nun, Schami wird diesem Schicksal sicher nicht entgegensehen müssen. Er wurde ein wirklich großer Erzähler, für seine vielen Auftritte ist er in 30 Jahren so viele Kilometer gefahren, dass es neunmal um die Erde reichen würde. Mit diesem Buch blickt er auf seine Anfänge zurück, ergründet, weshalb er Erzähler wurde, welche Kindheitserlebnisse dabei prägend waren. Wie so oft ist alles in Episoden geschildert, die auf irgendeine Weise miteinander verwoben sind. Diese Abschnitte, die sein Leben in Damaskus schilderten, die Kindheitserlebnisse und alles rund um den wundervollen Großvater mit der schier unendlichen Fantasie, habe ich sehr gerne gelesen.

    In einigen Abschnitten wurde es für mein Empfinden aber zu theoretisch, zu sprachwissenschaftlich. Das konnte mich nicht im gleichen Maß fesseln. Ich habe, wie meist bei Büchern mit Geschichten, jede einzeln bewertet und daraus einen Schnitt gebildet, dieser liegt bei 4,3 Sternen.

     

    Fazit: Persönliche Geschichten und Erinnerungen, meist sehr schön, in einigen Fällen für mein Empfinden zu theoretisch.

     

    »Dort, unter den Zuhörern sitzend, begriff ich die filigrane Beziehung zwischen dem mündlichen Erzähler und seinem Publikum. Ich spürte als Zuhörer den Respekt, den er mir entgegenbrachte. Ich konnte es noch nicht erklären, aber Liebe bedarf keiner wissenschaftlichen Erklärung.
    Die erzählten Worte trugen mich auf ihren Flügeln zu fernen Kontinenten und fremden Völkern. Und wenn die Erzählung zu Ende war, kehrte ich immer wie benommen nach Hause zurück und träumte davon, eines Tages Erzähler zu werden.«

  16. Cover des Buches Hüter der Worte (ISBN: 9783426511114)
    Diana Menschig

    Hüter der Worte

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Buchstern

    Dieses Buch ist einfach Wow! Ich hab mich als ich es gesehen habe, direkt in das mega Cover verguckt. Die Geschichte um Tom Schäfer einem Worthüter hat mich fast von Seite 1 an total begeistern können. Am Anfang hab ich etwas gebraucht um ins Buch zukommen. Aber dann könnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Manchmal musste ich schmunzeln oder rätseln oder aber ich war verärgert weil es wieder woanders weiter ging. Aber das hat dieses besondere Buch für mich ausgemacht. Die Charaktere um Tom, Mellie & Laryon sind in ihren Eigenarten gut herausgearbeitet worden & teilweise wirken sie dabei noch sehr sympathisch. Man muss der Geschichte am Anfang eine Chance geben, dann bekommt man auch eine richtig gute Unterhaltung. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, leicht & locker.

  17. Cover des Buches Tintenwelt 1. Tintenherz (ISBN: 9783751300742)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 1. Tintenherz

     (10.684)
    Aktuelle Rezension von: Maza_e_Keqe

    Meggie lebt bei ihrem Vater Mo. Er restauriert Bücher und beide lieben das Lesen. Als in einer stürmischen Nacht ein seltsamer Fremder auftaucht, flüchten Mo und Meggie überstürzt nach Italien. Doch Mo hütet seit neun Jahren ein Geheimnis, das ihn nun endgültig einholt und auch Meggie in Gefahr bringt.

    Anfangs ahnte ich nicht, in welche Richtung die Geschichte sich entwickeln würde. Daher verfolgte ich die Handlung mit mäßigem Interesse und grundsätzlichem Misstrauen allen Protagonisten gegenüber, abgesehen von Meggie, denn die wusste ja auch von nichts. Als klarer wurde, was neun Jahre zuvor geschehen war, flachte mein Interesse so stark ab, dass ich mich nur schwer zum Weiterlesen bewegen konnte. Die Geschichte zog sich entsetzlich in die Länge…… Erst auf den letzten ca. 100 Seiten wurde es wieder spannend.

    Obwohl es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt, kann das Buch als in sich abgeschlossen gelesen werden. Ich bin sehr froh darüber, mir keine Folgebände in diesem Schreibstil antun zu müssen. Die Geschichte ist ungewöhnlich und auch interessant, wird aber durch zwischenzeitliche Längen sehr anstrengend zu lesen.

  18. Cover des Buches Riesen sind nur große Menschen (ISBN: 9783946120292)
    Frauchiger René

    Riesen sind nur große Menschen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: FerrAbbs

    Ein Roman in dem die Protagonisten mit dem Erzähler interagieren und man mindestens zwei Figuren einfach ulkig finden muss. Die metaphorische Ebene war sehr breit gefächert. Man lernt unterschiedliche Personen und Menschengruppen kennen und wird zwischendurch von Satire und Tragödie umstellt. Geschichtliche und fantastische Elemente geben sich hier die Hand um den Leser zu unterhalten und zu rütteln. Jeder kann sich oder Personen des Umfeldes hier erkennen... Erkennen tut man auch gesellschaftliche Probleme und Schubladen zwischen Stadt und Land. Was anfangs wie ein Satire-Comedy-Werk wirkte wurde schnell zu einer Verfolgungsjagd und übernatürlichen Begegnungen. Wer hätte gedacht, dass eine Reise durch den Magen so lange dauern könnte? Für einen Debütroman sehr interessant, anders und nachwirkend.

  19. Cover des Buches Tintenwelt 2. Tintenblut (ISBN: 9783751300759)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 2. Tintenblut

     (3.413)
    Aktuelle Rezension von: Silver_Nele

    Ich habe dieses Buch schon einmal vor einem Jahr angefangen und dann unbeendet liegen lassen, weil es mich einfach nicht packen konnte. Irgendwann habe ich mich dann aufgerafft und es noch einmal angefangen und ich bin ehrlich, ich verstehe warum mein Vergangenheits-Ich das getan hat

    Der Anfang ist eigentlich ganz gut. man kommt schön rein und es ließt ich schnell weg. Vor allem die Stellen mit Basta haben sich sehr schnell lese lassen, das wahrscheinlich aber nur weil (Vorsicht, Unpopular Opinion) er mein Lieblingscharakter ist. 

    Zu anderen Charakteren habe ich leider kaum eine Bindung. Mo, Resa, Meggie, Farid und Staubfinger; sie lassen mich alle kalt. Deswegen weiß ich auch nicht ob ich weiter lesen will, da mein einziger Lieblingscharakter nun ja nicht mehr wirklich vorkommen kann. 

    Was mir auch aufgefallen ist, dass die Autorin viele Vergleiche benutzt. Das ist zwar ein gutes stilistisches Mittel, aber es wurde zu viel benutzt.

    Mit Teil 1 konnte Tintenblut definitiv nicht mithalten. Mal schauen, ob ich mich noch weiter in der reihe vorarbeite. Bald soll a "Die Farbe der Rache" kommen.

  20. Cover des Buches Schwert und Harfe (ISBN: 9783426631652)
    Frank Delaney

    Schwert und Harfe

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Lumi
    Irland in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Als eines Abends ein wandernder Geschichtenerzähler vor der Tür der Familie O'Mara auftaucht, kann noch niemand ahnen, dass dieses Zusammentreffen das Leben des Neunjährigen Ronan für immer verändern wird. Doch als die Familie und die Nachbarn sich im Haus der Familie versammeln um dem Geschichtenerzähler zu lauschen, kennt die Begeisterung des Jungen bald keine Grenzen mehr. Er ist restlos fasziniert von dem alten, wettergegerbten Mann, der die Zuhörer mit seinen Geschichten tief in die irische Geschichte entführt. Er erzählt von der Entstehung Irlands, der Erbauung von Newgrange und natürlich vom heiligen Patrick. Die ganze Zeit hat Ronan dabei das Gefühl, der alte Mann würde all diese Geschichten ganz speziell für ihn erzählen. Doch bevor er mehr über den Geschichtenerzähler in Erfahrung bringen kann, wird dieser von seiner Mutter fortgejagt. Ronan ist entsetzt und keiner vermag es, ihn zu trösten. Entgegen der Hoffnungen seiner Mutter vergisst er den Vorfall nicht, sondern widmet ab diesem Tag all seine Zeit der Suche nach dem verschwundenen Geschichtenerzähler. Seine gesamte Schulzeit hindurch strebt er entschlossen nach diesem Ziel, lernt dabei viel über die irische Geschichte und zieht schließlich gemeinsam mit seiner geliebten Tante zum Geschichtsstudium nach Dublin. Der Geschichtenerzähler bleibt in all dieser Zeit unauffindbar, und da ist auch noch etwas anderes, was Ronan keine Ruhe lässt. Es scheint, seine ganze Familie habe sich gegen ihn verschworen, um etwas sehr Wichtiges vor ihm geheim zu halten. Um endlich die Antwort auf all seine Fragen zu finden, begibt Ronan sich eines Tages in die Fußstapfen des Geschichtenerzählers und findet dabei mehr, als er jemals geahnt hatte...

    "Schwert und Harfe - Die große Irland Saga" hat man in Deutschland als Titel für Frank Delaneys im Original schlicht als "Ireland" benanntes Buch ausgewählt. Keine sehr glückliche Wahl, lässt es doch im ersten Momentan historische Liebesromane im Stile von Diana Gabaldon denken. Nichts könnte dem Inhalt dieses Buches ferner liegen. Wenn man im Zusammenhang mit Delaneys Buch von Liebe sprechen möchte, dann sicher nicht von fleischlicher Liebe. Vielmehr geht es hier um die Liebe zu Irland, seiner Geschichte und ganz besonders auch seinen Geschichten.

    Die Form ist dabei relativ ungewöhnlich: Die Geschichte um Ronan O'Mara und seine Familie wird immer wieder unterbrochen durch Geschichten aus Irlands Historie und Mythologie, Legenden, Erzählungen und geschichtlichen Begebenheiten, wie sie Ronan auf die eine oder andere Weise - meist vom reisenden Geschichtenerzähler - zugetragen werden. Ronans Familiengeschichte mit ihren vielen Geheimnissen bildet dabei die Rahmenhandlung, die das Ganze zusammenhält und zu einem Roman macht. Die Geschichten hingegen bieten spannende Einblicke in die Vergangenheit und Erzähltradition Irlands. Beides zusammen hat sich für mich zu einem der spannendsten und inspirierendsten Romane verbunden, die mir in der letzten Zeit untergekommen sind.

    In "Schwert und Harfe" verbinden sich eine spannende Familiengeschichte und teils uralte irische Erzählungen zu einem faszinierenden Panorama der irischen Geschichte. Von Prähistorischen Stätten, mittelalterlichen Fehden bis zur irischen Unabhängigkeit und den Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland wird dabei alles abgedeckt. Historische Fakten werden durch die gewählte Form der mündlichen Geschichtenüberlieferung ganz nebenbei vermittelt. Ein großartiges Buch!
  21. Cover des Buches Ich wollte nur Geschichten erzählen (ISBN: 9783945398654)
    Rafik Schami

    Ich wollte nur Geschichten erzählen

     (12)
    Aktuelle Rezension von: SigiLovesBooks
    Rafik Schami vergleicht das Leben mit einem Mosaikgemälde - "und je näher man kommt, umso sichtbarer werden die Bruchlinien der einzelnen Steine..." heißt es folgerichtig, was sich durchaus in jedes gelebte Leben übertragen lässt. Und genau um diese Bruchstellen in dem Leben des sehr bekannten und (nicht nur von mir) sehr geschätzten Autors Rafik Schami geht es hier:

    Das Buch mit stark autobiografischen Bezügen zeigt viele "Lebensbrüche" auf und auch, wie der Autor damit umzugehen lernte (dazu passt das Zitat am Buchende ganz besonders gut, wie auch zur arabischen Kulter, die mir persönlich recht bekannt ist und die ich in vielen Dingen bewundere,: "Mit zwei Kamelen namens Geduld und Humor kannst Du jede Wüste überqueren".

    Und da gab es so einige im Leben und auch im Schaffen von excellenter arabischer Literatur, die mir ebenfalls wohlbekannt ist und die mein Leben seit über 20 Jahren begleiten: Ob es Jugendbücher sind oder Romane für Erwachsene, gar Märchen, die er in den westlichen Kulturkreis einbrachte: Alle Bücher sind keineswegs unpolitisch, wie ihm diverse Gegner vorwerfen....
    Mit 25 Jahren musste der gebürtige Damaszener seine Heimat Syrien verlassen und kam 1971 mit einem naturwissenschaftlichen Studienabschluss - und einem Papierschatz - in seiner Wahlheimat Deutschland an. Ein Bruch, der Jahre dauerte, ihn zu bewältigen: Er wendete der Wissenschaft den Rücken zu und entschied sich für die Literatur, sehr zum Glück seiner Leser! Da er Bücher in seiner "Gastsprache" deutsch schreiben wollte - und auch schrieb; dazu auch mündlich seine Geschichten erzählen wollte, arbeitete er sehr hart an der Umsetzung dieses Vorhabens - das ihn letztendlich zum Erfolg führte und zu 36 Büchern, die fast alle in viele andere Sprachen übersetzt wurden: Dennoch lässt der große Erzähler Rafik Schami, der sein literarisches Kulturgut wie kein anderer Schriftsteller auf den europäischen Büchermarkt transportieren konnte, nicht aus, dass es immer auch Menschen gab, die ihm schaden wollten. Ihm seinen Erfolg nicht gönnten, was bis heute so ist, auch wenn nun einige der Bücher endlich auch auf Arabisch erscheinen. 

    Bis dato hatte er das Gefühl, praktisch zweimal ins Exil gegangen zu sein: Seine Heimat Syrien zu verlassen, die er nicht mehr gefahrlos betreten kann - und auch sein arabisches "Sprachhaus", da er nicht in arabischen Verlagen veröffentlichen durfte. Es geht um viele Themen, die Rafik Schami seither bewegen und zu denen er ganz klar Stellung bezieht: So macht er sehr klar den Unterschied deutlich zwischen Literatur, die in einer Diktatur wie eben z.B. Syrien erscheint und Literatur, die in einem freien Land wie unserem publiziert wird. Hier ist er unnachgiebig und ließ sich nie beugen: Mehr noch, er versteht die Exilliteratur als "Brückenbauer und Entwicklungshelferin", die sie m.E. auch tatsächlich ist: Durch sie kann man lernen, andere Kulturkreise zu betreten, Menschen und auch Sichtweisen anderer Kulturen besser zu verstehen. Ja, es ist dadurch möglich, in "Büchern zu verreisen".

    Dieses Attribut kann ich vollumfänglich auf Rafik Schami anwenden, da er durch seine Arbeit, für die ich ihm großen Respekt zolle und die ich wundervoll finde, ein Vermittler der Kulturen ist. Er zeigt offen seine Abneigung gegen Sippen, die sich über eine lange Zeit an der Macht halten und mit Geheimdiensten brutal gegen das eigene Volk, das mitunter eine andere Meinung hat, vorgeht und ist dankbar dafür, dass er in einem freien Land wie Deutschland seine Bücher verlegen kann - und sein Publikum hat: Besonders schätzt er das freie Erzählen vor Publikum, das er in einer sehr lebendigen und zauberhaften Weise beherrscht (ich habe ihn vor vielen Jahren live erleben dürfen). Abschließend gibt Rafik Schami noch Tipps an junge AutorInnen, die man auch als LeserIn nur gut finden kann und Hinweise, wie er mit Literatur "umgeht" und was gute Literatur für ihn ausmacht. So hat er nach vielen Jahren sicherlich "Heimat" (die man durchaus mitnehmen kann und die nicht festgenagelt ist an Orte, Menschen oder Ideologien) in seinem Schreiben gefunden und steht heute ganz berechtigt zu seinem Erfolg (der nicht so schlimm ist wie sein Ruf, "wenn man die Bestie unter Kontrolle hält") - so Rafik Schami.
    Als größtes Glück sieht er die Freiheit des Wortes - und ist dankbar, dass er diese hier im Lande zum Ausdruck bringen kann.
    Dem kann ich mich nur anschließen, da ich sehr froh bin, seine Bücher lesen zu können und "Der Erzähler der Nacht" z.B. zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zu zählen!

    Die "Anmerkungen für Neugierige", die dieses literarische Selbstportrait sehr informativ abrunden, sollten von jedem interessierten Leser ebenfalls gelesen werden; denn besonders der letzte Satz - die "Experten" (Literaten) betreffend, die seine Bücher abwerten, da sie zu unpolitisch seien, führen sich letzten Endes selbst zum Absurdum und entlarven sich selbst.

    Fazit:

    Ein faszinierendes, sehr ehrliches, kritisches und auch selbstkritisches Selbstportrait, das mich sehr berührt hat; in dem die Schreibfreude durch die Seiten dringt wie in jedem Buch des Autors, der Humor und das Herzblut, mit dem er stets seine Geschichten schreibt - und sie frei erzählt!
    Ein "choukran" an Rafik Schami, dass er in diesem aufschlussreichen Buch, das durchaus autobiografische Züge aufweist, aber auch aus dem Blickwinkel des Exilliteraten seinen LeserInnen viele Fragen beantwortet, die sich jene (ich zumindest) ganz besonders nach dem Jahre 2011 stellten!

  22. Cover des Buches Der Märchenerzähler (ISBN: 9783893533985)
    Antonia Michaelis

    Der Märchenerzähler

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Gekkou

    Über den Inhalt ist hier bereits schon das meiste verfasst worden.


    Ich selbst fand sie Handlungen von Anna teilweise sehr unverständlich und irrational. Trotzdem hat mich der Schreibstil der Autorin in den Bann gezogen.


    Gerade das Märchen, welches Abel seiner kleinen Schwester erzählt, finde ich toll. Es sollte als Kinderbuch verfasst werden.


    Auf die Musik im Hörbuch musste ich mich erst einlassen. Dann aber fand ich sie schön. Es sind zum Teil sehr emotionale Klavierstücke.


    Was ein wenig nervt, sind die englischen Texte, zitiert aus irgendwelchen Liedern. Nicht jeder spricht Englisch und versteht diese Worte.


    Das Buch fand ich sehr spannend, da bis zum Schluss nicht klar ist, wer hier "Gut" und wer "Böse" ist. Leider hat dieses Buch kein Happy End. Nicht im klassischen Sinn.

  23. Cover des Buches Salvador und der Club der unerhörten Wünsche (ISBN: 9783442743452)
    Alberto Torres Blandina

    Salvador und der Club der unerhörten Wünsche

     (68)
    Aktuelle Rezension von: buchstabentraeume

    Das Buch gliedert sich in 19 Kapitel und einen Epilog. Berichtet wird aus der Sicht des Ich-Erzählers Salvador, der sich jeweils mit einem imaginärem Gesprächspartner unterhält. Salvador arbeitet seit 20 Jahren am Flughafen und hat sich während dieser Zeit zu einem wahren Menschenkenner entwickelt. So erkennt er zum Beispiel auf Anhieb, wer in welches Land unterwegs ist und kann zudem nützliche Tipps für die Urlaubsreise geben.

    Das Buch ist ein einziger Monolog, allein die Adressaten wechseln von Kapitel zu Kapitel. Redepausen, die von Zeit zu Zeit entstehen, werden stilistisch durch drei Punkte am Satzende dargestellt.

    Es sind sehr kuriose Geschichten, die Salvador zu erzählen hat, doch sie lenken ab vom täglichen Dasein als Flughafenfeger. Und auch die Reisenden, denen Salvador seine Zeit widmet, können für kurze Zeit ihrem alltäglichen Leben entfliehen.

    Leider konnte mich der Autor mit diesem Buch jedoch nicht überzeugen. Gestört hat mich, dass das Buch eher eine Sammlung an Kurzgeschichten ist, als ein wirklicher Roman. Zwar begegnet uns Salvador in jedem Kapitel und stellt somit den roten Faden dar, der sich durch das Buch zieht. Aber für mich konnte dennoch kein wahrer Lesefluss aufkommen.

    Der Autor bemüht sich um einen ironischen, teil sarkastischen, und heiteren Schreibstil. Bei mir kamen diese Bemühungen aber nicht sonderlich erfolgreich an. Ich habe mich nicht gut unterhalten gefühlt und so hatte das Buch doch viel zu viele Längen.

    Sehr gelungen finde ich dagegen die Gestaltung des Buches: Farblich sind Schutzumschlag, Buchumschlag und Lesebändchen sehr gut aufeinander abgestimmt und vermitteln mit ihren sonnigen Gelb- und Orangetönen Urlaubsstimmung. Dazu finden sich witzige Zeichnungen, die die Erzählung abrunden und gelungen untermalen.

    Insgesamt würde ich dem Buch 2 von 5 Sternen geben. Es konnte mich leider nicht sonderlich gut unterhalten und hatte meiner Meinung nach auch zu viele Längen. Schade, denn die Grundidee fand ich doch sehr vielversprechend.

  24. Cover des Buches Das Königshaus der Monster (ISBN: 9783492267502)
    Jonathan Barnes

    Das Königshaus der Monster

     (30)
    Aktuelle Rezension von: SnowRoss
    Eines Tages sind meine Eltern mit zwei Büchern nach Hause gekommen, die sie billig irgendwo kaufen konnten. Eines davon war dieses
    Obwohl ich anfangs skeptisch war, weil ich von dem Buch noch nie etwas gehört habe, und Bücher, die man für gewöhnlich in solchen „aussortierten, billig Buchstapeln“ findet, oft fürchterlich schlecht sind, hat mich das Buch positiv überrascht.

    Ich mochte einzigartige Handlung – der Protagonist Henry Lamb ist ein ehemaliger Kinderstar und arbeitet nun als Archivar. Sein Großvater war der Macher der Sendung, in der er mitgespielt hat.
    Und der Tod seines Großvaters bringt die Handlung ins Rollen.
    Vor vielen Jahren hat Königin Victoria von Großbritannien ihr Land an einen Dämonen verkauft – und nun läuft der Vertrag aus und der Dämon holt sich, was ihm versprochen wurde.
    Henry muss nun einen Weg finden, dies aufzuhalten. Einen Weg, den sein Großvater bereits kannte.
    Auf seiner Reise trifft Henry auf eine ganze Reihe merkwürdiger Gestalten – darunter auf zwei Mörder, die in Schuluniformen herumrennen, namens Boon und Hawker.

    Der Roman ist absolut skurril und bizarr. Die Figuren sind einmalig und sonderbar. (Einer davon ist eine Parodie von Prince Charles und ich musste lachen, als er zum ersten Mal auftauchte!) Die Handlung ist unglaublich vielschichtig und das Ende rundet alles wundervoll ab und erklärt und greift Dinge auf, die vor vielen, vielen Zeiten kurz angeschnitten oder nur erwähnt wurden. Einige Stellen machen den Roman aber nicht für jüngere Leser geeignet.
    Es ist wirklich schade, dass dieser Roman kaum Aufmerksamkeit bekommt, da er erfrischend anders ist.

    Anmerkung: Dies ist der zweite Teil einer Dilogie. Der erste Teil heißt im Deutschen „Das Albtraumreich des Edward Moon“ und spielt im Viktorianischen Zeitalter zu den Anfängen des Fluchs! Ich wusste das selber nicht, als ich „Das Königshaus der Monster“ gelesen habe, habe es nur im Nachhinein erfahren. Das hat mein Leseverständnis aber nicht wirklich beeinträchtigt, weswegen man den Roman auch einzelnd lesen kann.

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