Bücher mit dem Tag "erzählungen"
522 Bücher
- Anna Todd
After truth
(3.349)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Truth ist der zweite Band der After-Reihe und knüpft direkt an die Ereignisse aus dem ersten Teil an. Die Geschichte folgt weiterhin Tessa und Hardin, und deren Beziehung nach den Enthüllungen am Ende des ersten Bandes...
Wie schon im ersten Teil lässt sich auch dieser Band sehr flüssig lesen. Die Kapitel sind schön und spannend geschrieben, wodurch man schnell durch die Geschichte kommt. Besonders die emotionalen Momente zwischen Tessa und Hardin sind wieder sehr intensiv dargestellt, und man spürt deutlich ihre Gefühle - trotz und durch all die Probleme.
Allerdings setzt sich auch hier das starke Auf und Ab in ihrer Beziehung fort. Streit, Eifersucht und Missverständnisse spielen eine große Rolle und sorgen dafür, dass sich einige Situationen gefühlt „wiederholen“. Dadurch kann die Handlung stellenweise etwas frustrierend wirken, weil die beiden Charaktere scheinbar immer wieder in die gleichen Muster zurückfallen.
Andererseits hat es das Buch damit auch wieder geschafft, mich zu fesseln. Ich hatte oft das Bedürfnis weiterzulesen und sobald ich das Buch zur Hand genommen habe, hat es sich sehr flüssig und nervenaufreibend-gefühlvoll gelesen.
Auch entwickelt sich die Geschichte weiter: insbesondere erfährt man mehr über Hardins Charakter, was seine schwierige Art teilweise verständlicher macht.
Fazit:
After Truth bleibt emotional und interessant, auch wenn das ständige Hin und Her zwischen Tessa und Hardin manchmal etwas ermüdend sein kann. Dennoch ist es eine gute Fortsetzung, die die Charaktere weiter vertieft und neugierig auf die nächsten Teile macht.(Bewertung: 3,5-4 von 5 Sternen).
- Anna Todd
After passion
(4.907)Aktuelle Rezension von: NingrDieses Buch habe ich innerhalb einer Woche zu Ende gelesen, das ist aber auch schon ein paar Jahre her. Für Jugendliche und Erwachsene ist es auf jeden Fall empfehlenswert, man muss dieses Genre aber mögen. Die Verfilmung habe ich mir erst nach dem Lesen angeschaut, was vielleicht nicht gut war, da im Film, wie zu erwarten, manche Szenen aus dem Buch gefehlt haben.
- Anna Todd
After love
(2.709)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Love ist der dritte Band der After-Reihe und setzt die turbulente Beziehung zwischen Tessa und Hardin weiter fort. Auch diesmal knüpft die Geschichte direkt an die vorherigen Ereignisse an und begleitet die beiden durch neue Konflikte, emotionale Höhen und Rückschläge.
Wie schon in den vorherigen Teilen lässt sich das Buch sehr flüssig lesen. Anna Todd schafft es, die Kapitel so emotional zu gestalten, dass man weiterlesen möchte. Besonders die intensiven Gespräche und Gefühle zwischen Tessa und Hardin werden wieder sehr eindringlich dargestellt.
Trotzdem bleibt das ständige Hin und Her zwischen den beiden manchmal anstrengend. Einige Konflikte wirken erneut ähnlich zu vorherigen Situationen, wodurch sich manche Szenen etwas wiederholen.
Im Vergleich zum zweiten Band hat mir dieser Teil trotzdem etwas besser gefallen. Zwar gibt es immer noch viel Streit, Missverständnisse und impulsive Entscheidungen, doch die Geschichte wirkt stellenweise reifer. Vor allem Tessa entwickelt sich weiter und beginnt mehr für sich selbst einzustehen. Auch Hardins Vergangenheit und seine Gedanken werden noch stärker beleuchtet, wodurch sein Verhalten teilweise nachvollziehbarer wird.
Fazit:
After Love bleibt emotional und dramatisch. Auch wenn sich manche Konflikte wiederholen, konnte mich die Geschichte durch die intensive Atmosphäre und die Weiterentwicklung der Charaktere stärker überzeugen als Band 2 (auch wenn die ganze Reihe kein Highlight für mich wird). Für Fans der Reihe ist auch dieser Teil lesenswert.
- Anne Frank
Gesamtausgabe
(2.729)Aktuelle Rezension von: AukjeAnne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.
Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.
- Pascal Mercier
Nachtzug nach Lissabon
(1.390)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Handlung steht der introvertierte Altphilologe Raimund Gregorius dessen Alltag aus Ritualen, Büchern und seiner Tätigkeit als Lehrer besteht. Ein zufälliges Treffen mit einer geheimnisvollen Frau auf dem Weg zur Schule und ein portugiesisches Buch voller existenzieller Gedanken, die er zufällig in einer Buchhandlung entdeckt, reißen ihn aus dieser Ordnung heraus und er begibt sich auf die Spuren des Autors ebendieses Buches, was ihn nach Lissabon führt. Die Handlung liest sich wie eine Reise durch Lissabon mit seinen Stationen, die einzeln für sich eine weitere neue Facette sowohl des Autos Prado als auch Gregorius‘ freilegen. Hierbei wechseln sich Passagen mit Schilderungen Nahestehender Prados über ebendiesen, Passagen seines Buches und innerer Empfindungen und Gedanken Gregorius‘ ab. Die stille und langsame Handlung lebt vor allem von der Atmosphäre, den inneren Bewegungen und den Begegnungen.
Bei den Protagonisten stehen sowohl Gregorius als auch Prado klar im Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung, die die beiden im Verlauf des Buches vollziehen. Aber auch relevante Nebenprotagonisten erleben eine nachvollziehbare und schöne Entwicklung, die der Geschichte eine zusätzliche Facette und Tiefe verleiht. Wer stille und tiefgründige Romane mit philosophischem Tiefgang und existenziellen Fragestellungen mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist philosophisch, klar und teils anspruchsvoll, was gut zur Handlung passt.
Minuspunkte: Das bereits erwähnte langsame Handlungstempo war an einigen Stellen sehr zäh und der philosophische Einschlag war mancherorts ein wenig zu anspruchsvoll.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Anna Todd
After forever
(2.396)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Forever ist der vierte und für die „Grundreihe“ abschließende Teil der After-Reihe von Anna Todd. Im Mittelpunkt stehen weiterhin Tessa Young und Hardin Scott, deren Beziehung bereits in den vorherigen Bänden von zahlreichen Streitigkeiten, Trennungen und Versöhnungen geprägt war.
Auch in diesem Band gibt es mit den beiden wieder jede Menge Drama, Emotionen und natürlich einige Momente, bei denen man sich einfach nur denkt: Warum seid ihr eigentlich so?
Besonders interessant ist dabei, je weiter man liest, aber die Entwicklung der beiden Hauptfiguren.
Tessa ist selbstbewusster geworden, erkennt zunehmend, dass sie Hardin nicht einfach verändern kann und versucht, ihr eigenes Leben und ihre Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren.
Hardin hat mit seiner Vergangenheit und seinen familiären Problemen zu kämpfen und muss lernen, Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen und seine Wut und Eifersucht besser zu kontrollieren.
Dadurch wirkt die Beziehung der beiden im letzten Band etwas reifer als zuvor. Schön fand ich auch, dass man merkt, wie sie mit der Zeit immer mehr versuchen, an sich selbst und an ihrer Beziehung zu arbeiten.
Allerdings hat das Buch auch einige Schwächen. Wie bereits in den vorherigen Teilen kommt es sehr häufig zu Streitigkeiten und Drama zwischen Tessa und Hardin. Dadurch kann die Handlung stellenweise etwas vorhersehbar wirken (und so hatte das Buch für mich auch einige Längen und zwischendurch hat sich die Geschichte etwas gezogen). Trotzdem wollte ich natürlich wissen, wie es mit den beiden ausgeht.
Fazit:
Insgesamt ein emotionaler Abschluss einer sehr turbulenten Reihe – mit viel Drama, Liebe, Schmerz und ganz viel Tessa & Hardin.
(3,5 von 5 Sternen).
- Jorge Bucay
Komm, ich erzähl dir eine Geschichte
(336)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannBekanntlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Ähnliches gilt wohl für gute Geschichten – zumindest, wenn diese, wie hier geschehen, gut, das heißt passend, erzählt werden. Passend im Sinne von erhellend bzw. auf den Punkt bringend. Es sind allesamt Geschichte mit einem „Aha-Effekt“ (oder: so habe ich das ja noch gar nicht gesehen), eingebettet in einen therapeutischen Prozess. Und in diesem Sinne sowohl erklärend als auch zielführend eingesetzt.
Geschichten bewegen die Menschen seit Genrationen. Man könnte auch sagen: Menschen haben sich mit ihren Geschichten zu dem entwickelt, was sie heute sind. Diese Geschichten erfüllen einen gewissen Qualitätsanspruch, sonst wären sie nicht immer wieder (weiter-)erzählt worden.
Es sind Geschichten, die die menschlichen Tiefen ausloten, zum Nachdenken und teilweise auch zum Schmunzeln anregen. Mit anderen Worten: Sie sind emotionsgeladen sowohl im Sinne von Nachhaltigkeit (wie könnte man die Geschichte des an einen kleinen Pflock festgebundenen Elefanten jemals wieder vergessen?) als auch im Sinne von Wirksamkeit. Man wird nicht umhinkommen, seine eigene Geschichte in diesen „Märchen aus aller Welt, Sufi-Gleichnissen, Zen-Weisheiten, antiken Sagen [sowie] selbst-Erfundenes“ einzubinden.
Dabei wechseln meist kürzere Dialoge zwischen dem Therapeuten Jorge (wahlweise „der Dicke“) und seinem Patienten/Klienten, dem Studenten Demian, und einer dazu passenden Geschichte ab. Unterstützt wird dieser Prozess durch eine oft zweifelnde Nachdenklichkeit der hilfesuchenden Person. Dieses Wechselspiel ist von einer enormen Intensität, der man sich kaum entziehen kann: “‘Eine Fabel, ein Märchen oder eine Anekdote‘ bekräftigte Jorge, ‚kann man sich hundertmal besser merken als tausend theoretische Erklärungen, psychoanalytische Interpretationen oder formale Lösungsvorschläge.“
Sichtbar wird allerdings auch, wie wichtig ein gutes Therapeuten-Klienten/Patienten-Verhältnis für einen gelingenden therapeutischen Prozess ist: „Der Dicke lächelte und setzte die Miene des verständnisvollen Großvaters auf, die ich bisweilen als ‚wie blöd bist du eigentlich, mein Lieber‘ interpretierte und ansonsten wie eine riesige Umarmung empfand, die besagte, ‚ich bin ja da‘ oder ‚alles ist gut‘.“
Man kann dieses Buch nur weiterempfehlen, nicht nur wegen der hier erzählten Geschichten, sondern auch wegen der besonderen Beziehungsgestaltung zwischen dem Therapeuten und dem Klienten, die man sich ähnlich auch im nicht-therapeutischen Rahmen wünschen würde.
(3.7.2021)
- Neil Gaiman
American Gods
(390)Aktuelle Rezension von: Silja_C_Hoppe🖋️ In "American Gods" folgen wir Shadow, der verfrüht aus dem Gefängnis entlassen wurde, weil seine Frau bei einem Autounfall starb. Direkt auf dem Heimweg bekommt er ein Jobangebot, das in seiner Merkwürdigkeit nur von dem Mann übertroffen wird, der es ihm anbietet. Daraus entwickelt sich eine abgefahrene Abenteuergeschichte, die es in sich hat.
💬 Ich habe tatsächlich die Serie vor dem Buch geguckt. Aber nur eine Staffel, danach habe ich das Projekt aus den Augen verloren. Durch einen Tiktokfilter wurde es mir wieder vorgeschlagen. Ich habe direkt den Directors Cut gelesen, also Neil Gaimans ungekürzte Fassung.
♥️ Vor allem mochte ich American Gods für die ulkigen Szenen zwischen den Kapiteln. Die haben mich teilweise sogar zu Tränen gerührt. Mir kommt es so vor, als hätte Neil Gaiman wirklich eingängig recherchiert. Ich liebe den Schreibstil und die vielen Charaktere und die ganzen ulkigen Ideen, die darin stecken.
🙇♂️ Ach, die Auflösung war mir irgendwie zu platt. Ich hätte mir mehr erhofft, wenn ich auch glaube, dass darin nicht die wahre Stärke von "American Gods" liegt. Und ich glaube, dass die Kürzungen vielleicht doch ganz sinnvoll wahren. Hier und da war es mir etwas zu lang. Wer kennt das nicht. :D
⭐ 5 Sterne für mich, da meine Kritikpunkte keinen ganzen Punkt Abzug rechtfertigen. - Christian Handel
Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln
(159)Aktuelle Rezension von: jess_nixxSehr viele, zum Teil sehr unterschiedliche Geschichten. Ein paar wenige ähneln sich aber tatsächlich auch etwas. Auch die Längen der Märchen unterscheiden sich sehr. Manche haben 5 Seiten, andere erscheinen dagegen, als wollten sie niemals enden.
Die meisten sind echt toll geschrieben und haben wirklich Spaß gemacht. Schön finde ich, dass vor jeder Geschichte eine kurze Info zum/zur Autor/in und was er/sie schon veröffentlicht hat gibt.
Aber wie soll es anders sein bei so einer Menge an Erzählungen? Natürlich gab es auch welche, die mir nicht zu hundert Prozent zugesagt haben. Aber es gibt hier nur eine einzige Geschichte, die ich weder vom Schreibstil, noch vom Inhalt her mochte. Ich finde, dies ist ein richtig guter Schnitt!
Im großen Ganzen ist dies also eine gute, märchenhafte Sammlung, die ich sehr empfehlen kann.
- Ferdinand von Schirach
Verbrechen
(779)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowSchirach braucht keine Spannung im herkömmlichen Sinne. Er braucht nur einen Fall und die Stille danach. „Verbrechen" ist kein Thriller – es ist ein Buch über die erschreckende Normalität des Außergewöhnlichen. Jede Geschichte endet dort, wo die meisten Autoren erst anfangen würden. Das ist seine Stärke.
- Alexandra Flint
Christmas Kisses. Ein Adventskalender.
(110)Aktuelle Rezension von: VinnyIch hatte mich wirklich auf den Buchadventkalender gefreut. So richtig überzeugen konnte er mich aber nicht.
In einigen Geschichten kam für mich keine wirkliche Weihnachtsstimmung auf und mit Fantasy habe ich auch nicht wirklich gerechnet.
Andere Geschichten waren dagegen herzerwärmend und ich hätte bei einigen Geschichten noch gerne mehr gelesen.
Alles im allen war der Buchadventskalender ein netter Zeitvertreib.
- Jennifer Benkau
December Dreams. Ein Adventskalender
(231)Aktuelle Rezension von: MissionbooksDas war also mein erstes Adventskalenderbuch!
Mir hat es gut gefallen, weil ich jeden/jeden zweiten Tag von einer anderen Autorin eine Geschichte lesen konnte und und teilweise sogar bekannt Protagonist*innen weidertreffen konnte! (Zum Beispiel bei den Kapiteln von Stella Tack ;)
Mein einziger Kritikpunkt war hier, dass die Kapitel teilweise sehr kurz waren und dahre manchmal zusammenhanglos.
Ansonsten habe ich das Buch gerne gelesen und kann es allen empfehlen, die täglich eine kleine Portion Weihnachtsstimmung lesen wollen.
- Samira El Ouassil
Erzählende Affen
(26)Aktuelle Rezension von: Elenchen_hWir Menschen lieben Geschichten. Wir erzählen sie über uns selbst und andere, sie begegnen uns - natürlich - im Kino, im Fernsehen und in Büchern, aber auch in dem, was unsere Gesellschaft zusammenhält und spaltet. Die beiden Geisteswissenschaftler*innen Samira El Ouassil und Friedemann Karig widmen sich in ihrem Sachbuch "Erzählende Affen" der komplexen Frage, wie Geschichten unser Leben und unsere Gesellschaft prägen. Dabei geben sie in der ersten Hälfte des Buches viel Grundwissen zu modernen Literaturtheorien an die Hand und spezialisieren sich insbesondere auf die Heldenreise, die - wie ich lernen durfte - auf fast alle unsere Geschichten anwendbar ist. Beispiele für die Heldenreise geben sie zuhauf, von antiken Epen wie "Illias" und die "Odyssee" bis hin zu den modernen Sagen wie "Harry Potter" oder "Der Held der Ringe" ist alles dabei, leider spoilern die beiden auch gerne einmal die Enden der Geschichten. In der zweiten Hälfte von "Erzählende Affen" geht es um aktuelle Narrative der Politik, Klimakrise und Gesellschaft - und wie sie anders erzählt werden könnten, um Veränderungen anzustoßen. Ich fand Karigs und El Ouassils Thesen durchaus spannend und habe auch viel aus ihrem Sachbuch mitnehmen können, allerdings leidet das Buch für mich unter seiner Ausführlichkeit. Die zahlreichen Fußnoten und Exkurse haben meinen Lesefluss sehr gehemmt, auch sprachlich habe ich "Erzählende Affen" als viel zu akademisch und schwer zugänglich empfunden. Zudem hatte ich am Ende des Buchs das Gefühl, dass trotz der Seitenstärke und Themenfülle die nötige Tiefe verloren gegangen ist. Von mir gibt es daher nur eine Empfehlung, wenn ihr euch besonders für das Thema Macht von Geschichten interessiert.
- Marina Keegan
Das Gegenteil von Einsamkeit
(180)Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeowIch bin mir sicher, vor Jahren schon einmal über dieses Buch gestolpert zu sein, das vor allem aufgrund des tragischen Schicksals seiner Autorin Bekanntheit erlangte.
Marina Keegan war eine 22-jährige Yale Absolventin, die nur wenige Tage nach ihrem Abschluss bei einem Autounfall ums Leben kam. Ihr aufgewecktes Wesen ist ihren Lehrern, Kommilitonen, Freunden und Familie in guter Erinnerung geblieben, genau wie ihre Geschichten und Essays.
Eine Sammlung davon findet sich in diesem Buch. Laut Einleitung, damit man sich nicht an sie erinnert, weil sie tot ist, sondern weil sie gut war.
Nun, ich kam leider nicht umhin, immer wieder daran zu denken, dass Marina tot und wie furchtbar ungerecht das Leben doch ist. Es kann doch nicht sein, dass wir nur diese eine Chance haben und wenn was schief geht, war es das für uns.
Die Texte erzählen von einer jungen Frau, die Pläne und bestimmt eine tollen Zukunft vor sich hatte. Trotzdem muss man sich fragen, ob diese Sammlung auch so in den Himmel gehoben worden wäre, wenn Marina nicht gestorben wäre. Tatsächlich wird auch erwähnt, dass sie die Texte nie so ohne den letzten Schliff herausgebracht hätte.
Das Buch teilt sich in ihre Abschlussrede, 9 Kurzgeschichten und 9 Essays auf.
Gerade die Rede hinterlässt ein melancholisches Gefühl, spricht Marina doch davon, dass sie noch so jung sind und so viel Zeit haben...
Den Großteil der Geschichten aber, fand ich nicht sonderlich gut. Sicher hatten diese einen tieferen Sinn, aber bei mir haben sie nur ein Hä-Gefühl ausgelöst.
Ironischerweise handelt gleich die erste Geschichte einen plötzlich verstorbenen Studenten, der von seinen Kommilitonen betrauert wird. Einige Geschichten handeln von jungen, nicht besonders sympathischen Menschen. Andere haben einen sehr ernsten Charakter und spielen im Kriegsgebiet oder an Bord eines verlorenen U-Boots. Letztere hat mir am besten gefallen und gab es nicht vor ein paar Jahren genauso einen Fall?
Insgesamt fand ich die Essays besser, aber ebenfalls durchwachsen.
Es ist kurzweilig, man kann es lesen, aber sicher nicht so herausragend wie erwartet. - Ernest Hemingway
Paris, ein Fest fürs Leben
(161)Aktuelle Rezension von: Luna1220Hemingways Paris – Ein Fest fürs Leben hat mich sofort hineingezogen in das Gefühl einer ganzen Epoche. Die Beschreibungen seiner Jahre in den Cafés, kleinen Wohnungen und auf den Straßen von Paris wirken so unmittelbar, dass man meint, selbst mit am Tisch zu sitzen. Besonders mochte ich, wie offen er über seine Kämpfe als junger Schriftsteller erzählt. Voller Zweifel, aber auch voller Lebensfreude.
Natürlich gibt es Stellen, die rau oder kantig wirken, aber gerade das macht den Charme aus: Hemingway beschönigt nichts, sondern zeigt ein Paris, das zugleich romantisch, anstrengend und unglaublich lebendig ist. Ich habe das Buch oft zur Seite gelegt, um die Sätze nachwirken zu lassen und gleichzeitig Lust bekommen, selbst wieder nach Paris zu fahren, einen Kaffee zu trinken und zu schreiben.
Für mich ist dieses Buch ein ehrlicher Spiegel einer Zeit und ein inspirierender Begleiter für alle, die sich für Kunst, Literatur und das Leben selbst begeistern.
- Ferdinand von Schirach
Schuld
(588)Aktuelle Rezension von: Freedom4meHinten auf meinem Buch steht : "Leise, aber sehr bestimmt stellt der Berliner Strafverteidiger die Frage nach Schuld und Unschuld, nach Gut und Böse." Dieses Versprechen hat sich für mich nicht bewahrheitet.
Das Buch enthält 15 True-Crime-Geschichten. Diese waren für mich moralisch aber fast alle glasklar. Dass das nicht immer mit einer Verurteilung einhergeht und es offenbar große Lücken im Rechtssystem gibt, war traurig zu sehen, aber auch nicht überraschend.
Insgesamt hatte ich damit den Eindruck, dass hier einfach möglichst 'heftige/interessante' True-Crime-Fälle gesammelt werden - komplexe Schuldfragen haben sich aus diesen aber nicht ergeben.
Fazit: Eher kurzweiliges True-Crime, das einem noch mehr am Justizsystem zweifeln lässt - echte Fragen nach Gut und Böse brechen hingegen nicht auf.
Schuld bekommt von mir 2 / 5 Sterne.
- Ferdinand von Schirach
Strafe
(237)Aktuelle Rezension von: jacky_liestStrafe ist weit mehr als ein Werk über Straftaten, sondern eröffnet für alle ein Fenster zum Gerichtshof, das für die Mehrheit verschlossen bleibt. Schirach erzählt auf wenigen Seiten und mit juristisch-narrativer Distanz zwölf Geschichten über Menschen, Erfahrungen, Gefühle und Abgründe. Die Erzählungen sind kurz, aber keineswegs kurzweilig. Der literarische Kniff von Schirach ist hierbei, dass er auf wenigen Seiten existentielle Fragen sowie Emotionen anhand der Einzelschicksale aufwirft und erzählt. Im Vordergrund steht hier nicht das Fragen nach der Schuld oder die Suche nach schuldigen Personen, sondern der Blick auf Lebensrealitäten und menschliche Vorgänge, die alle von uns (mehr oder minder) betreffen oder betreffen werden.
Mittels seiner gewohnt ruhigen und distanzierten Erzählweise kann auch dieses Werk wieder glänzen und führt die Rezipient:innen (scheinbar) neutral in die menschliche Erfahrungswelt ein. Die Schilderungen mögen zwar neutral sein, aber die Subjektivität der Erfahrungen und Emotionen führen ständig zu einem selbst zurück.
Schirach erzählt hier mehr als Einzelschicksale und öffnet in seinem Werk wieder den kritischen Diskurs des Justizsystems. Angeklagte sind hier nicht die Menschen, sondern das System in dem sie leben und selbst aufrechterhalten - nach der Manier: das Gesetz ist hart, aber es ist das Gesetz. Besonders das juristische Setting und der juristische Blick eröffnen ein Fenster für alle, die nicht hinter die Fassade blicken können.
Fazit: Strafe ist ein weiteres gelungenes Werk von Schirach, das tiefer reicht als der Umfang vermuten lässt. Hier werden Blickwinkel und Diskurse auf nur wenigen Seiten eröffnet, die aber lange nachwirken werden.
- Ferdinand von Schirach
Kaffee und Zigaretten
(185)Aktuelle Rezension von: my_waterdropWieder schön in die kleinen Welten des Alltags einzutauchen und dank Ferdinand von Schirach bleibt das Alltäglich an uns haften und begleitet uns, so dass wir noch eine ganze Weile länger über die Begebenheiten nachdenken.
Es ist ein kurzes Buch, das sich auch gut unterwegs lesen lässt. Doch es ist zu empfehlen sich bewusst auf die etwas düstere und deprimierende Stimmung einzulassen. Eine Lektüre für deren Konsum der Leser bewusst einen Zeitpunkt wählen muss. - Michael Nast
Generation Beziehungsunfähig
(108)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeEin unbequemes Buch, denn es regt zum Nachdenken und Reflektieren an. Ja, es ist nicht alles nett und schön, was der Autor hier von sich gibt. Ich bin auch nicht mit allem einverstanden, aber ich fand es dennoch kurzweilig und unterhaltsam und für mich persönlich enthält es auch einige Wahrheiten.
12.01.2026
- Sandra Florean
The U-Files
(39)Aktuelle Rezension von: Ellaa_Meine Kurzeinschätzung: Die U-Files sind schon eine Weile auf meinem SuB gewesen, viel zu lange. Erworben habe ich das Buch auf der LBM19 mit einigen tollen Signaturen der Autoren. (Von welchen wird allerdings nicht verraten!) Die besondere Mischung aus bösen und guten Einhörnern hat mir sehr gut gefallen. ♡ Der Talawah Verlag hat wundervolle Bücher in seinem Sortiment, schaut unbedingt einmal vorbei, gerade die Anthologien haben es mir besonders angetan. :) ☆Achtung! Die Rezension enthält Spoiler zu den einzelnen Kurzgeschichten!☆
Cover: Das Cover des Buches hat mir sehr sehr gut gefallen. Eyecatcher des Covers ist eine riesige, schneebedeckte Felsenwand über der sich ein rosaner, lilaner Wolkenhimmel erstreckt. Der Boden scheint lichterloh in Flammen zu stehen, heiße Lavaadern erstrecken sich am Boden der Felsenwand. Genau in der Mitte leuchtet ein flammenlohdernder Halbkreis, unter dem sich ein schwarzes Einhorn befindet. Rabenschwarz mit dem anmutigen Horn nach links zeigend, steht es auf den Hinterläufen, die Vorderbeine angewinkelt in den Lüften. Marmorierte Hochglanzfliesen erstrecken sich auf dem Boden zu dem Leser gerichtet. Wahnsinn! Und diese Farben erst: knallig und wunderschön! Ein richtiger Blickfang im Bücherregal. Besonders toll fande ich auch die Illustrationen im Buch. Gerade die verschiedenen Einhörner haben mir besonders gut gefallen, obwohl ich auch dem ein oder anderen Sternenhimmel nicht ganz abgeneigt war. :)
Inhalt: In dieser Anthologie dürfen wir in 23 magische Kurzgeschichten eintauchen. Und diese sind komplett individuell- jeder Autor hat seiner Kurzgeschichte nämlich seinen persönlichen Stempel verpasst. Wodurch das Ganze sehr abwechslungsreich und unheimlich spannend war- keine Geschichte gleicht der anderen. :) Aber kommen wir nun zu den einzelnen Kurzgeschichten:
1.) Jörg Fuchs Alameda- Doktor Zorn und der edle Ed: Eine Geschichte ganz Alameda Like. ♡ Ich habe schon dutzende Kurzgeschichten des Autors Lesen dürfen und diese hier gehört definitiv zu meinen Top zwei. :) Hoffnung, Liebe, Abenteuer, aber auch Herzschmerz. Mit diesen Worten kann man diese wundervolle und zum nachdenken anregende Geschichte am besten beschreiben- ganz großes Einhornkino!
2.) Tina Alba- Lichtbringer: In dieser Geschichte ist das Einhorn ein Heiler, ein Retter.. auf ganz eigene Art und Weise.. Wir lernen das Leben von Menschen kennen, die in unserer Welt verpönt werden, die das Leben hart gezeichnet hat und die nicht leben, sondern überleben. Obdachlose. Die stummen Leidenden unserer Gesellschaft haben hier eine Stimme bekommen.. ♡ Grandios!
3.) Valerie Gaber- Der letzte Funke: Mein Weltbild war irgendwie nach dieser Geschichte zerstört.. eine grausame Vorstellung, dass diese wundervollen Wesen, "modernisiert" wurden.. Und somit alles liebevolle verloren haben *schmoll*. Technik und Einhörner gehören für mich nicht vereint! Aber ein chapeau an die Autorin für die Idee. :)
4.) Tanja Hammer- Goldrote Tränen: Was wunderschön, erhaben und poetisch begann mit saftigen Hügeln und der Schönheit der Natur, endet höchst tragisch und vollkommen düster.. Eine sehr wortgeballte und detaillreiche Geschichte, mit einem etwas offenen und traurigem Ende. Hat mir gut gefallen, obwohl ich natürlich ein festes Ende begrüßt hätte- so sitze ich da mit tausenden Fragen.. Ob Tighan das Einhorn finden wird?
5.) Anne Haubner- Der Herrscher des Waldes: Wie frustrierend es für die Waldwesen sein muss, die Zerstörung und Brutalität der Menschen mitansehen zu müssen. Was Rem für Silva tut ist herzzereißend schön. Es ist eine Geschichte voller Hoffnung. Auch wenn das Ende schon eine gewisse Traurigkeit enthält..
6.) Anna Holub- Einhörner und andere Nervtöter: Tatsächlich einer meiner Lieblingsgeschichten des Buches! Ich mochte den Humor- und irgendwie gab mir die Sache mit dem Wildhüter leichte Harry Potter Vibes. ♡ Soo viele spannende Tiere und so viele unterschiedliche Einhörner.. Ganz viel Liebe für diese Story!
7.) Laurence Horn- Einhörner gibt es nicht: Was für eine Geschichte voller Intrigen und Kriminalität.. und mittendrin ein Einhorn und ein Mörder.. Eine verrückte Köchin, ein genialer Trophäenjäger, ein Professor und ein Kriminalkommissar. Chaos vorprogrammiert..
8.) Agga Kastell- Sascha: Wer hätte das gedacht? Alles fing ganz normal an.. Nervtötende Frauen auf Arbeit, die überall ständig irgendetwas hinstellen und dekorieren.. Einhörner! Die gibt es gar nicht! Doch einmal falsch am Horn geruppelt.. Und zack.. läuft in deiner Wohnung ein Einhorn namens Sascha durch deine Bude und will dich vom Gegenteil überzeugen- und dir sogar einen Wunsch erfüllen..Eine nette Geschichte. :)
9.) Lillith Korn- Das schwarze Einhorn: Diese Geschichte war sehr märchenhaft. :) Schließlich geht es um Ritter und eine Prinzessin! Ich habe die Story sehr verschlungen und genossen. Die Hand der Prinzessin soll an den gehen, der dem König, das Horn des letzten totbringenden, schwarzen Einhorns bringt.. Doch plötzlich kommt Sixt ein Baumtroll in die Quere und alles ändert sich..
10.) Daniela Perndl- Der Fund im Dämmerforst: Und da ist sie- Meine Lieblingsgeschichte bis jetzt! Die fantastische Kombination aus Zoologie, Forschung und kleine Detektivarbeit hat mir unendlich gut gefallen. ♡ Dazu noch der herrlich zu lesende Schreibstil und der ideal eingebrachte Einhorntouch. :)
11.) Lyakon- Das Einhorn vom Dansenberg: Wow! Was für eine außerordentlich schöne Geschichte! Bei dieser Story hat für mich alles gepasst- der wundervolle Schreibstil, wie aus einer anderen Zeit und die wirklich zutiefst rührende Geschichte über ein Einhorn, welches das Leben eines Menschen veränderte und andersherum! Würde es Noten geben, bekäme diese Geschichte eine 1+ von mir. ♡
12.) Liane Mars- Einhornwut: Ich habe selten ein so sympathisches, wütendes Einhorn kennenlernen dürfen. Ein Einhorn in Menschengestalt, welches sich für das ihm zugewiesene Waldgebiet einsetzt.. sogar gegen sehr attraktive Bauleiter. ;) Super geschrieben, mit einer Prise Humor und Abenteuer.
13.) Linn Peltzer- Wenn du nur fest genug daran glaubst: Jeder der mich ein wenig verfolgt, weiß: Ich liebe Wale. Daher muss ich kaum erwähnen, dass ich diese Story gerade wegen des äußerst sympathischen Narwals absolut entzückend fande. Seine Diskussion mit der Möwe hat mich wirklich zum Schmunzeln gebracht. ♡
14.) Jasmin Aurel- Im Bann des Re'em: Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Abenteuerlust und huch- eine sprechende Katze? Ich war wirklich hin- und weg über dieses schwarze freche Kätzchen. :) Alles fing mit dem Wunsch an, ein Instrument aus Einhornhaar zu machen, welches zauberhafte, magische Klänge bringt.. und wurde zu einer Lehre. Absolut zauberhaft! ♡
15.) Matthias Ramtke- Verschwundene Kinder: Was für eine clever durchdachte Kurzgeschichte! Ein Mann namens Viper, soll das Rätsel um die verschwundenen Kinder lösen.. Doch die Geschichte ist verzwickter als zunächst gedacht- Einhörner, Hexen und das Waldvolk machen ihm das Leben schwer. Doch wer steckt wirklich hinter dessen verschwinden? Die Auflösung ist erschreckend, doch gleichzeitig so nachvollziehbar..
16.) Ida Reizenstein-Das Einhorn von Rawalpindi: Ich liebte den Aufbau der Geschichte. :) Wir dürfen den Forscher und Entdecker Justus von Seseli in den Urwald von Rawalpindi begleiten.. Eigentlich stehen Pflanzen auf seiner Agenda. So ist er schließlich überrascht als er einer indischen Legende begegnet: Dem Einhorn, dem Beschützer des Waldes. Eine super schöne Kurzgeschichte, die ich gerne verschlungen habe. :)
17.) Veronika Rothe- Die Wahl: Die Idee dieser Kurzgeschichte fande ich super! Die übernatürlichen Wesen haben sich den Menschen zu erkennen gegeben- und so passiert es vier Mal im Jahr, dass sich dieses Portal öffnet und sich ein übernatürliches Wesen an einen Menschen bindet. Die Diebin Anna ist nichts besonderes, das macht ihr auch ihre Familie deutlich klar.. bis ein Einhorn in ihr Leben tritt und dieses unwiderruflich verändert. Wunderschön! ♡
18.) Michael Schäfer- Die Insel des Doktor Maggiore: Erschaudernd, düster und hochgradig spannend, so kann man diese Geschichte über einen wahnsinnigen, moralisch fragwürdigen, wenn auch genialen Wissenschaftler zusammenfassen. Ich las die Geschichte über die junge Franziska, die verzweifelt auf der Suche nach ihrem Verlobten ist, sehr gerne. :)
19.) Adrian Schwarzenberger- Die Tränen des schwarzen Einhorns: Es war einmal vor langer, langer Zeit.. Hach! Diese Geschichten können einfach nur zauberhaft werden. So auch diese Geschichte. Es geht um Prinzessinen, Prinzen, Könige, böse Stiefmütter und Flüche.. ich bin durch und durch verzaubert. :)
20.) Nele Sickel- Billy O'Mally begegnet einer Bestie: Was für eine spektakuläre Kneipengeschichte! Da hat der alte Billy O'Mally ja anscheinend ein wahrhaftiges Abenteuer erlebt und ist dem Tod von der Schippe gesprungen.. Ein Glück hat die sichere Kneipe ihm Schutz geboten. ;)
21.) Silke Vogt- Fabelhaft (R)evolutionärer Einhorn- Streif(en)zug: Habt ihr euch schonmal Gedanken darüber gemacht, wie so eine Herde Einhörner aufgebaut ist? Und ob es unter ihnen eventuell auch gemobbte Einhörner geben könnte? Diese herzerwärmende Geschichte lüftet das Rätsel.. und erklärt auch, wie es in all den Jahren zu einer Evolution in der Einhornpopulation kommen konnte- sie sind näher, als gedacht..! ♡
22.) Jessie Weber- Hinter den Bildern, zwischen den Seiten: Ich weiß nicht warum, aber die Story erinnerte mich irgendwie an Lauras Stern. :) Die junge Luna ist begeisterter Bücherwurm, Kunstverliebt und so ganz anders als die anderen Mädchen in ihrer Klasse. Kaum verwunderlich also, dass sie die Einzige ist, die die Magie des Museums wahrnehmen und darin wortwörtlich eintauchen kann. Eine wunderschöne Geschichte! ♡
23.) Jenny Wood- Die Reiter von Draz Al D'yr: Eine herrliche Abschlussgeschichte. Ich bin selbst Tierpflegerin und kann sagen: Gewalt ist nie eine Lösung. Aber Zuneigung und Liebe schon, gegenseitiger Respekt und Einfühlsamkeit. Auch der Junge in dieser Geschichte hat das Prinzip verstanden.. und wird dafür belohnt. :)
Mein Fazit: Ich vergebe für diese wunderbare Anthologie volle 5 Sterne. Besonders die Abwechslungsreichheit hat mir bei dieser Anthologie gefallen! Ob liebe oder böse Einhörner, Hauptfiguren oder nur als Randfiguren- diese magischen Wesen haben hier eine Stimme bekommen. :) Da ich schon Filme wie: Das letzte Einhorn verschlungen habe, musste ich dieses Buch einfach haben! Und wurde tatsächlich in keinster Weise enttäuscht. Jeder Autor hat seine persönliche Note mit eingebracht und das Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis gezaubert. Aber Achtung! Obwohl das Buch um wahre Kindheitsträume handelt, ist es durch viele brutale Szenen, nicht für diese gemacht. :)
- J. R. R. Tolkien
Nachrichten aus Mittelerde
(176)Aktuelle Rezension von: LuliaDas Buch ist eine Sammlung verschiedener Texte, die alle drei Zeitalter Mittelerdes abdecken. Sie reichen von Erzählungen aus der Frühzeit Mittelerdes, Geschichten über Númenor, Legenden aus dem Dritten Zeitalter und fragmentarischen Texte, die Tolkien nie vollendete. Das Mosaik an Geschichten ist reich an Mythologie und ist voller ungeschliffener Texte, die manchmal sperrig wirken.
Die diversen Protagonisten reichen von bekannten Persönlichkeiten wie Galadriel, Gandalf oder Isildur bis hin zu unbekannten wie Cirion oder Morwen.
Wer komplexe Geschichten mit einer hohen editorischen Dichte und stiller Handlung mag, wird hier fündig
Der Schreibstil der unterschiedlichen Texte variiert von episch-biblisch/poetisch bis hin zu fast schon wissenschaftlich-trocken/editorisch.
Minuspunkte: Manche Geschichten und ihre literarische Form sind sperrig und mindern sowohl den Lesespaß als auch den Lesefluss. - Leigh Bardugo
Die Sprache der Dornen
(171)Aktuelle Rezension von: Eliza_KoopmannZu allererst müssen wir über das Cover und die Verzierung der Seiten reden. das Cover und auch die Seiten ind so schön gestaltet und passen immer gut zur einzelnen Geschichte.
Auch die Schrift ist farbig.
Insgesamt ware es eine 4/5 . Es gab Geschichten die mir gut gefallen haben und Geschichten, die mir weniger gut gefallen haben, aber da es keine zusammenhänge gab war das gar nicht so schlimm. Der Schreibstil der Autorin war wie immer top. Fesselnd, spannend und schön geschrieben.
Also kein Highlight aber auf jeden Fall eine klare Empfehlung für alle Grishaverse Fans
- Judith Hermann
Nichts als Gespenster
(201)Aktuelle Rezension von: rose7474Diese Kurzgeschichtensammlung hat mir gut gefallen. Diese Geschichten machten nachdenklich und waren meist etwas melancholisch. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wieder sehr gut und möchte auf jeden Fall noch mehr von ihr lesen. Doch ich konnte die Geschichten nicht am Stück lesen und machte immer mal Pausen dazwischen. Manche Geschichten gefielen mir sehr manche fand ich etwas schwächer. Daher 4 Sterne von mir und eine Leseempfehlung.
- Helga Schubert
Luft zum Leben
(111)Aktuelle Rezension von: mimitati_555Im vorliegenden Buch sind Texte aus einem Lebenszeitraum von 65 Jahren versammelt, wie die Autorin im Vorwort schreibt. Darunter sind Erzählungen, Vorträge, Aufsätze und sogar WhatsApp-Nachrichten, was eben so zusammenkommt in dem unglaublichen Zeitraum zwischen 1960 und 2025. Als Helga Schubert mit dem Schreiben anfing, war ich also noch nicht einmal geboren, man stelle sich das nur vor!
»Mit meinen Erzählungen wollte ich mich meiner Welt vergewissern.« (Seite 9)
Das Buch von Helga Schubert mit dem Titel »Der heutige Tag: Ein Stundenbuch der Liebe« hat mich vor ein paar Jahren begeistert und sehr berührt. Ich mochte ihre Art zu schreiben, die schöne Sprache und ihre Gedankengänge gefielen mir, sodass ich sehr gespannt war auf diese Sammlung ihrer Texte. Nicht alle konnten mich überzeugen, was bei einer solchen Fülle jedoch ganz natürlich ist, aber sprachlich ist auch dieser Band einfach toll. Meine unangefochtenen Favoriten waren das Gedicht »Lebenstopf« sowie ein Text mit dem Titel »Ein Opfer der Literatur«, weniger gefallen haben mir Texte, die so persönlich sind, dass diese für mich nicht ganz verständlich waren, weil mir da der Bezug fehlte und ein Zusammenhang sich nicht erschloss. Insgesamt aber ein schöner und lesenswerter Band. Vielen Dank.























