Bücher mit dem Tag "essay"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "essay" gekennzeichnet haben.

429 Bücher

  1. Cover des Buches Untenrum frei (ISBN: 9783499631863)
    Margarete Stokowski

    Untenrum frei

     (169)
    Aktuelle Rezension von: buecherinia

    Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch. Es ist bereichernd, informativ und absolut kurzweilig, wie ich finde. Bei vielem habe ich gedacht „das kenn ich!“, habe mich geärgert und Wut verspürt, wie jedes Mal, wenn es um Benachteiligung oder Diskriminierung unterschiedlicher Menschengruppen oder Individuen geht. Aber das ist auch in Ordnung, das lässt das Buch auch zu.

  2. Cover des Buches Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen (ISBN: 9783570159989)
    Susan Juby

    Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

     (120)
    Aktuelle Rezension von: zartrose22

    Inhalt:

    Am ersten Schultag ihres 11. Schuljahres beschließen Normandy und ihre besten Freunde Dusk und Neil auf die Suche nach der Wahrheit an ihrer Schule zu gehen. Auslöser ist ihre Mitschülerin, die nach den Ferien sehr verändert aussieht und die drei fragen sich kurzerhand, ob sie etwas hat machen lassen. Neil nimmt seinen Mut zusammen und spricht diese direkt darauf an. Unerwartet erhält er sogar eine ehrliche Antwort. Begeistert beschließen die drei in Zunkunft noch weitere Menschen aus ihrem Umfeld nach Dingen zu fragen, die schon lange gefragt werden müssen und somit ist ihre Wahrheitskommission geboren. Jede Woche wollen sie einen weiteren Kandidaten nach der Wahrheit fragen...Doch die Wahrheit zu kennen, ist nicht immer einfach und genauso wenig kann man nachdem man sie erst einmal kennt einfach wegsehen...

    Das Buch:

    Das Buch ist nicht im typischen Format geschrieben, sondern wird aus der Sicht von Normandy geschrieben, die dieses Experiment in Form eines Essays als ihre Projektarbeit schreibt. Bereits auf den ersten Seiten macht man die Bekanntschaft mit Fußnoten, die einen noch das ganze Buch hinüber begleiten werden. Ich finde diesen Einsatz von Fußnoten nicht schlecht, weil sie meist zustätzliche Infos und auch mal etwas Witz enthalten.

    Im Laufe der Geschichte erfährt man vorallem mehr über Normandy und ihre Familie, aber natürlich werden auch immer wieder Leute nach der Wahrheit gefragt. Anfangs ist Normandy nicht ganz so überzeugt von der Wahrheitskommission und hinterfragt die Sache, aber später macht sie auch aktiver mit. Die drei Freunde bringen mit der Sache an ihrer Schule etwas ins Rollen.

    Fazit:

    Insgesamt finde ich den Schreibstil der Autorin gut und die Idee hat auch gute Ansätze zu bieten, jedoch konnte sie mich eben auch nicht komplett überzeugen. Es ist kein spannender Thriller oder Fantasyroman, der einen schnell fesseln kann, dafür ist es aber eine nette Lektüre für zwischendurch, die mit der Thematik um Wahrheiten auch etwas zum Nachdenken anregt.

    Daher gibt es von mir 3 Sterne, weil es mich zumindest durchschnittlich unterhalten konnte.


  3. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (505)
    Aktuelle Rezension von: M_Rose-Everly

    Worum es in dem Buch geht:

    Es werden sechs verschiedene Lebensgeschichten beschrieben, alle in unterschiedlichen Zeiten.


    Einstieg ins Buch:

    Obwohl ich eine Vielleserin bin, fiel es mir nicht leicht, in das Buch einzusteigen. Der Erzählstil ist schon recht eigenwillig und verstrickt, weshalb ich einige Sätze noch einmal lesen musste, um hinter den Sinn zu steigen.

    Auch wenn David Mitchell sehr wortgewandt und intelligent rüberkommt, konnten sich meine Erzählungen nicht recht fesseln. Man merkt zwar, mit wie viel Hingabe der Autor über die verschiedenen Leben erzählt, aber der Funke will nicht so ganz überspringen.


    Fazit:

    Schon lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, ein Buch zu Ende zu lesen.

    Insgesamt vergebe ich deshalb 2,5 Sterne.

  4. Cover des Buches Das Gegenteil von Einsamkeit (ISBN: 9783596521692)
    Marina Keegan

    Das Gegenteil von Einsamkeit

     (168)
    Aktuelle Rezension von: dean_winchester
    Das Buch war insgesamt sehr schön geschrieben. Der Grund der Veröffentlichung aller Essays von Marina Keegan hat mich sehr berührt. Nicht alle Geschichten waren mein Fall, aber der Großteil war überragend und packend geschrieben und hat mich sehr fasziniert! Es ist unfassbar schade, das so ein Talent nicht mehr unter uns weilt, dennoch ist Ihr Buch eine schöne Erinnerung an Sie und auf jeden Fall lesenswert!
  5. Cover des Buches Nach der Flut das Feuer (ISBN: 9783423281812)
    James Baldwin

    Nach der Flut das Feuer

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Die 1963 erschienenen Essays, die in dieser Ausgabe neu auf deutsch übersetzt und um ein Vor- und Nachwort ergänzt worden sind, haben leider nichts von ihrer Aktualität verloren.

    Im ersten, kürzeren Essay richtet sich Baldwin an seinen Neffen und appelliert an ihn, zu versuchen, sich nicht zu sehr an den Erwartungen Weißer auszurichten, da Rassismus nicht aufgrund der jeweiligen Persönlichkeit der Schwarzen Person stattfindet, sondern sich gegen das Konzept eines N* richtet, der mit der konkreten Person nichts zu tun hat. Im zweiten Essay verdeutlicht Baldwin, wie umfassend der Rassismus in den USA der 196er ist und wie stark sich dieser auf die Idententitätsentwicklung Schwarzer Menschen auswirkt. Er befasst sich besonders mit der Nation of Islam, einer Bewegung Schwarzer Muslime in den USA, die insbesondere auch als Reaktion auf den weißen Rassismus entstanden ist. Deren Dämonisierung Weißer hält er jedoch für falsch. Es sei nötig, eine Gesellschaft zu schaffen, in der Menschen nicht aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert werden und auch, wenn er die Hintergründe der Nation of Islam nachvollzieht und prinzipiell deren religiöse Narrative als logische Umkehr der rassistischen christlichen Auslegungen versteht, sieht er darin Gefahren. Mit einer lebhaften Bildsprache zeichnet Baldwin ein Portrait des Lebens eines Schwarzen Jungen und Mannes in den USA des 20. Jahrhunderts und leider sind viele der in diesem nun fast 60 Jahre alten Werk getroffenen Aussagen auch heute noch aktuell. Gerade, da wir oft dazu neigen, die systemische Komponente des Rassismus zu ignorieren, sollten wir diese Essays lesen. Sie zeigen, wie nachhaltig sich Rassismus auswirkt, wie tief er verwurzelt ist und wie problematisch insbesondere der implizite Rassismus ist, den nicht davon Betroffene selten überhaupt sehen. Im Nachwort wird von der Übersetzerin zudem noch einmal genauer auf das N-Wort eingegangen und dargelegt, warum es in der Neuausgabe anders verwendet und häufig durch die Selbstbezeichnung Schwarz ersetzt wird. 

    James Baldwin war ein bewundernswerter Autor und Intellektueller und auch, wenn seine Analysen gerade die spezifischen Elemente der Diskriminierung Schwarzer Amerikaner*innen darlegen, lassen sich einige seiner Analysen auch auf die heutige Situation hierzulande übertragen.

  6. Cover des Buches 84, Charing Cross Road (ISBN: 9783455650747)
    Helene Hanff

    84, Charing Cross Road

     (292)
    Aktuelle Rezension von: Lalalenii

    Helene Hanffs unverhoffte Brieffreundschaft mit einem Londoner Buchantiquariat lässt die Herzen aufgehen. Durch geteilte Leidenschaft hält eine Freundschaft über Jahrzehnte hinweg über den Atlantik fest. Noch dazu ein faszinierender Einblick in den Alltag in London und New York der 1950er und 1960er Jahre. 

  7. Cover des Buches Deine Juliet (ISBN: 9783442713844)
    Mary Ann Shaffer

    Deine Juliet

     (306)
    Aktuelle Rezension von: KatrinaVerde

    Ich konnte  das Buch kaum weglegen - die Geschichte entwickelt sich durchgehend spannend und überraschend. Der britische Tonfall ist sogar in der deutschen Übersetzung erkennbar.

    Meiner Meinung nach ist das Buch sogar eine Spur besser als der Film, obwohl mir die Verfilmung auch sehr gut gefallen hat. Aber die Art, die gesamte Geschichte mit unterschiedlichen Briefen zu erzählen, ist sehr gewinnend und macht den Unterhaltungswert des Buchs aus.

    Auch wenn es zwischendurch mitunter recht dramatisch und herzzerreißend wird, lässt einen das Buch mit einem guten Gefühl zurück. 

    Clevere Unterhaltungsliteratur mit britischer Note - für ein verregnetes Wochenende!

  8. Cover des Buches Das andere Geschlecht (ISBN: 9783499227851)
    Simone de Beauvoir

    Das andere Geschlecht

     (60)
    Aktuelle Rezension von: LeBovarisme
    Ein absolutes Muss für Frauen aber auch Männer um sich gegenseitig zu verstehen. Simone de Beauvoirs Monumentalwerk ist eine Mischung aus Biologie, Soziologie, Phsychologie, Philosophie und Literaturwissenenschaft. Es ist unglaublich was diese Frau weiss und verarbeitet und dazu noch in einer wundervollen Sprache. Viel mehr ist es eine theoretische Niederschrift oder ein Sachbuch, eine wissenschaftliche Arbeit. Ich bin beeindruckt!
  9. Cover des Buches Die Würde ist antastbar (ISBN: 9783442715008)
    Ferdinand von Schirach

    Die Würde ist antastbar

     (140)
    Aktuelle Rezension von: SunnySue

    "Die Würde ist antastbar" ist eine Sammlung großartiger Essays von Ferdinand von Schirach.

    Nachdem ich "Gott" und "Tabu" gelesen habe und mir die Ansichten und Gedanken des Autors zu den dort behandelten Themen sehr gut gefallen haben, wollte ich mehr davon. So entschied ich mich zu dieser kleinen Sammlung mit zum Teil brisanten Themen.

    Am meisten angetan und zum Nachdenken angeregt hat mich der Part, der sich mit Art. 1 des Grundgesetzes beschäftigt: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Doch ist das wirklich so? Ist das die Realität? Hier muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich Straftätern das "Menschsein" relativ schnell abspreche. Und so kam ich beim Nachdenken über das Thema schnell in einen Zwiespalt.

    Über die Story mit den Büchern im Urlaub hingegen musste ich sehr schmunzeln. Auch ich neben in Zeiten der eBooks doch lieber 4 oder 5 echte Bücher aus Papier mit in den Urlaub und schleppe mich lieber Tod, als das ich diese unpersönlichen, kalten Geräte mitnehmen würde.

    In all den Essays in diesem Büchlein nimmt Schirach in seiner klaren Ausdrucksweise Bezug auf Beispiele aus Politik und Gesellschaft und öffnet dem Leser auch ein Teil aus seiner Vergangenheit im Jesuiten-Internat.

    Was soll ich sagen: Ich liebe die Art und Weise, wie Schirach mir Einblicke in seine Gedanken gewährt und mir so das Gefühl gibt, ich würde mit einem guten Freund über Themen plaudern, die und beschäftigen.

    Alles in allem regt Schirach mich auch hier wieder sehr zum Nachdenken an und fordert mich auf, nicht alles einfach hinzunehmen, sondern kritisch zu hinterfragen. Denn letztendlich gilt für das ganze Leben sein Zitat:
    "Die Wahrheit ist nur eine Theorie über die Wirklichkeit."

  10. Cover des Buches Beobachtungen aus der letzten Reihe (ISBN: 9783847900351)
    Neil Gaiman

    Beobachtungen aus der letzten Reihe

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Neil Gaiman ist Autor von Romanen, Drehbüchern und Comics.
    Er liest, seit er lesen kann und arbeitete mit diversen Größen der verschiedenen Literaturgenres zusammen.
    Angefangen zu schreiben hat er als Journalist, bis er sich entschied, Schriftsteller zu werden.

    In dieser Sammlung verschiedener Texte erklärt Neil Gaiman, wie wichtig Bücher, Lesen und Bibliotheken für Kinder sind.
    Er klärt über das Leben als Künstler auf und erzählt witzige Anekdoten über andere Autoren, wie zum Beispiel Stephen King und Terry Pratchett.

    Er hat diverse Texte zu verschiedenen literarischen Preisverleihungen und Vorworte für andere Romane oder Comicbücher geschrieben.

    In diesem Buch versammeln sich auch die verschiedensten Texte zu den Themen Kino/Film allgemein und Musik.

    Man kann die Texte völlig unabhängig voneinander und in wilder Reihenfolge lesen. Man kann ganze Texte völlig ausklammern, wenn einen das Thema nicht interessiert und trotzdem lernt man Neil Gaiman sehr gut kennen und erfährt so einiges über das Schreiben und die Arbeit als freiberuflicher Künstler.
  11. Cover des Buches The Opposite of Loneliness (ISBN: 9781471139628)
    Marina Keegan

    The Opposite of Loneliness

     (18)
    Aktuelle Rezension von: BloodyBigMess
    Meine Meinung:

    Ich denke, es fällt ein klein wenig schwer, für dieses Buch eine Rezension zu schreiben, wenn man die Umstände betrachtet und weshalb und wann es veröffentlicht wurde.

    Insbesondere weil die Geschichten von Marina für mich kein "triumph" waren, wie es die New York Times groß auf dem Cover beschreibt.

    Marina hatte durchaus ein Talent - aber ein Talent, dass noch hätte wachsen und geschliffen werden müssen.

    In den Geschichten wurde gut mit einer Vielfalt an Emotionen hantiert. Es wurden Situationen geschaffen und Themen angesprochen, die durchaus in unserer aktuellen Zeit relevant und von Bedeutung sind. Manche ihrer Geschichten und Figuren haben mich berührt (wie z.B. die Kurzgeschichte "Reading Aloud"), andere wiederum haben mich kalt gelassen.
    Dies lag unter anderem daran, dass ihnen manchmal Tiefe gefehlt hat oder sie bei mir einfach keine Sympathien ausgelöst haben, weil sie recht unnahbar schienen.
    Zudem fand ich, dass sich einige Themen sehr oft wiederholten: wie die Handhabung von Drogen oder Untreue sowie, ich schätze, nicht "völlige Ehrlichkeit" in einer Beziehung.
    Hierdurch wirkte das Ganze zu repetitiv, aber dann wiederum, waren die Stories und Essays vermutlich nicht dafür gedacht, sie hintereinander in einem Rutsch zu lesen.

    Ich mochte Marina's Geschichten und Essays, aber sie waren für mich noch nicht großartig. Ich stimme zu, dass sie Enthusiasmus und Ambition hatte. Ich hätte gern irgendwann mehr von ihr gelesen, wenn sie ihre Stimme gefunden und ihre Stories gereift hätte und ich denke, dass dies nicht geschehen wird ist eine Tragödie.


  12. Cover des Buches Die Freiheit, frei zu sein (ISBN: 9783423146517)
    Hannah Arendt

    Die Freiheit, frei zu sein

     (25)
    Aktuelle Rezension von: ManjaEls

    Was ist Freiheit und was bedeutet sie uns`? Woher kommt der Begriff der „Revolution“ und wie unterscheidet sich dieser von dessen heutiger Wahrnehmung?

    In einem, mit 40 Seiten recht knappem, Essay beleuchtet Arendt mit ihrer typischen interdisziplinären und reflektierten Art das Thema der politischen Freiheit. Durch die historische Nachzeichnung der Begriffsherkunft und Parallelen zu verschiedenen Revolutionen und Freiheitsdiskursen gelingt ihr so eine lesenswerte Abhandlung des Themas.

     Dies ist natürlich kein Buch, welches man einfach so zwischendurch von vorn bis hinten durchliest, es bedarf Reflektion und Zeit, sich vertieft damit auseinanderzusetzen. Mit dem interessanten Nachwort vom Philosophen Thomas Meyer ist hier allerdings ein Werk erschienen, welches auch heute noch aktuell ist und für das sich der „Denkaufwand“ lohnt!

    Nur diejenigen, die die Freiheit von Not kennen, wissen die Freiheit von Furcht in ihrer vollen Bedeutung zu schätzen, und nur diejenigen, die von beidem frei sind, von Not wie von Furcht, sind in der Lage, eine Leidenschaft für die öffentliche Freiheit zu empfinden. (S. 26)
  13. Cover des Buches Zwei Herren am Strand (ISBN: 9783423144681)
    Michael Köhlmeier

    Zwei Herren am Strand

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Zwei große Persönlichkeiten, wie sie verschiedener wohl nicht sein könnten, treffen in diesem Roman von Michael Köhlmeier aufeinander: Ein weltberühmter, vielleicht DER bekannteste Schauspieler der Welt Charlie Chaplin und eine Ikone der Politik, die sich höchst persönlich in den Krieg mit Hitler stürzte: Winston Churchill.
    Beide litten zeit ihres Lebens unter Depressionen der schweren Art. Sie lernen sich durch einen ungewöhnlichen Zufall kennen. Keiner zeigt dem anderen, dass er weiß, wer sein Gegenüber ist und doch gehen sie gemeinsam spazieren und finden das erste Mal wirkliche Hilfe in ihren dunkelsten Stunden. Sie versprechen sich gegenseitig immer für den anderen da zu sein, obwohl der eine in Großbritannien, der andere in den Staaten lebt. Beide sind außergewöhnliche Männer und vor allem lernt man sie in diesem Buch kennen, auch unabhängig voneinander.
    Das war dann leider auch der Punkt, der mich ein wenig enttäuscht hat. Ich hätte mir mehr zu der Freundschaft und den Gesprächen gewünscht, mehr miteinander. Stattdessen geht es seitenweise über die anderen im Umfeld von Churchill und Chaplin. Deren Freundschaft selbst kam mir leider ein bisschen kurz. Die Passagen ihrer Gespräche waren toll, aber zu selten.
    Dennoch erfährt man einiges über den Staatsmann Churchill, seine Familie, vor allem seine innig geliebte Tochter.
    Chaplins größte Stütze in den Staaten ist einer seiner Hausangestellten. Interessant bei Churchill sind die Informationen über seine Filme. Was er sich dabei denkt bzw. gedacht hat, was er innovativ erreichen wollte.
    Alles interessant, aber doch etwas anders als erwartet.
    Dennoch eine interessante, vielleicht etwas düstere Freundschaft, wie sie in dieser Form sicherlich besonders und sehr selten ist.
  14. Cover des Buches Botschaften an mich selbst (ISBN: 9783442758883)
    Emilie Pine

    Botschaften an mich selbst

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Annenas

    Inhalt:

    Emilie Pine hat mit „Botschaften an mich selbst“ sechs persönliche Essays veröffentlicht, die unter die Haut gehen. Sie berichtet darin über ihren alkoholkranken Vater, die Trennung der Eltern, ihre Unfruchtbarkeit, den weiblichen Körper, sexuelle Gewalt und generell über das Frausein im 21. Jahrhundert. 


    Meine Meinung: 

    Emilie Pine nimmt uns mit in ihre Familie, die Partnerschaft und Jugend. Dabei berichtet sie ungeschönt von ihren Erfahrungen, aber auch von sich selbst. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass sie andere schlecht dastehen lässt, um selbst unbeschadet davonzukommen. Im Gegenteil. Um diese sehr persönlichen Essays zu veröffentlichen, gehört nicht nur eine Portion Mut, sondern auch eine wahnsinnige Stärke und genau das hat mich am meisten beeindruckt. Allein die Vorstellung, dass all diese Themen einem einzigen Menschen widerfahren sind, ist unglaublich. Und ich bin mir sicher, dass unter euch einige sind, die sich in dem ein oder anderen Essay wiederfinden konnten und können. Euch möchte ich besonders fest drücken

    Um Transparenz zu wahren, muss ich jedoch sagen, dass mich „Botschaften an mich selbst“ nicht komplett mitreißen konnte. Mich hat jedes der Essays zutiefst bewegt und doch denke ich, dass sie bald wieder in Vergessenheit geraten.
    Ungeachtet dessen machen sie Mut, sind wahnsinnig stark und schonungslos ehrlich. Und das wohl Wichtigste: Sie sprechen leider noch bestehende Tabuthemen an. Emilie Pine umarmt dich, hüllt dich ein und spendet mit ihren Worten Trost. 

    Daher spreche ich eine Leseempfehlung für diejenigen aus, die hinsichtlich der zuvor genannten Themen psychisch stabil sind und eventuell genau darin Kraft schöpfen möchten. Es kann Wunden aufreißen, aber auch liebevoll wieder schließen. 

  15. Cover des Buches Empört Euch! (ISBN: 9783550088834)
    Stéphane Hessel

    Empört Euch!

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin-Scheuer

    Über dieses Buch, das monatelange auf der Bestsellerliste stand, wurde bereits viel gesprochen und geschrieben. Für einige ist es wohl sogar zu einer Art "Bibel" geworden. Es geht zurück auf eine Rede Hessels, die viel Beachtung fand.
    Klar, dass ich dieses Werk auch einmal lesen wollte, um herauszufinden, was so besonders daran ist.

    Leider kann ich die allgemeine Euphorie nicht so ganz teilen.
    Bei dem dünnen Heftchen - ich würde es eher eine "Schrift" als ein "Buch" nennen - handelt es sich um den Aufruf eines 94jährigen an die jüngeren Generationen, sich endlich wieder mehr zu engagieren. Mich erinnerte dies etwas an das ewige "Früher war alles besser" und die ständigen "die Jugend von heute"-Klagen, die mich immer ärgern, weil sie schlicht und ergreifend falsch sind.
    Die Dinge, für wir uns engagieren sollen, liefert Hessel gleich mit. Neues hat er dabei nicht zu bieten: für Umwelt und soziale Gerechtigkeit, gegen die Macht der Banken und des Geldes, in Israel und den arabischen Ländern. Nunja.

    Was mich allerdings wirklich stark beeindruckte, war der Lebensweg von Hessel, von dem man das ein oder andere innerhalb der Schrift; wesentlich mehr jedoch in einem Nachwort erfährt. Hessel wurde in Deutschland geboren und flieht mit seinen Eltern während des Zweiten Weltkriegs nach Frankreich aus, nachdem es der jüdischen Familie gelang aus dem KZ "Buchenwald" zu entkommen. (Schon allein DAS finde ich zu tiefst beeindruckend; es geht aber noch weiter) Als Jugendlicher und junger Mann engeagiert er sich in der Resistance gegen Nazideutschland und schreibt schließlich nach Ende des Zweiten Weltkriegs an der Menschenrechtscharta mit. Später ist er als Botschafter für Frankreich an den unterschiedlichsten Orten weltweit im Einsatz. Wow!
    Mit diesem Hintergrund, finde ich, bekommt die Schrift doch gleich eine ganz andere Perspekitve. Wer sich stets so sehr für die eigenen Ideale und eine bessere Welt einsetzte, hat meiner Meinung nach alles Recht, sich über die heutigen Verhältnisse und die scheinbare Letargie der Jugend zu beschweren. Denn - sind wir mal ehrlich - so stark engagiert sind die wenigstens von uns. Natürlich sind die offensichtlichen Bedrohungen auch - gottseidank - geringer. Gründe, um sich zu engagieren - gibt es aber noch immer genug. Schön, dass uns so ein außergewöhnlicher Mensch hieran erinnerte.

    Unmittelbar nach der Lektüre dieses Werkes habe ich die Autobiografie von Stephane Hessel "Mein Tanz mit dem Jahrhundert" auf meine Wunschliste gesetzt. Ich bin wirklich schwer beeindruckt.

  16. Cover des Buches Wie wir begehren (ISBN: 9783596187195)
    Carolin Emcke

    Wie wir begehren

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Caroline Emcke hat mit „Wie wir Begehren“ ein einfach zu lesendes Essay geschrieben. Auch wenn es zunächst um Sex und Sexualkunde in den Siebziger Jahre geht, also hauptsächlich über eine physikalische und heterosexuelle Anleitung, ist es doch mehr als ein schnödes Aufklärungsbuch. Es geht um die Entdeckung des eigenen Begehrens, dass nicht immer heterogen ist, und dazu nimmt sie Bezug und zeigt wie wichtige queere Vorbilder sind. Sie erzählt aber auch über die soziale Ausgrenzung, die sie nach ihrem Coming-out erlebt hat. Auch auf einen Schulkollegen kommt die Autorin immer wieder zurück, der sich, kaum achtzehn, das Leben genommen hat. Ihre Gedanken kreisen immer wieder um ihn, weshalb er ausgeschlossen wurde aus der Schulgemeinschaft. Und weshalb er dort stand. War Daniel womöglich homosexuell und konnte sich nicht so ausleben wie er wollte?

    Wenn man bedenkt, dass fast 30 Prozent der lesbischen, schwulen und bisexuellen LGB-Heranwachsenden versuchen sich das Leben zu nehmen, lässt daraus schließen, dass noch immer zu wenig über das Begehren und die sexuelle Identität aufgeklärt wird. Ein Schritt in die richtige Richtung ist dieses couragierte Essay allemal.


  17. Cover des Buches Gegen den Hass (ISBN: 9783596522217)
    Carolin Emcke

    Gegen den Hass

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Mikki44

    Ich hatte mir von diesem Essay mehr erhofft, neue Sichtweisen, kluge Gedanken. Emcke befasst sich mit aktuellen Themen der Gesellschaft wie Rassismus, Demokratieverständnis oder auch -feindlichkeit, Fanatismus und humanistischer Haltung.
    Keine Frage, sie spricht vieles an, was für eine offene Gesellschaft unumgänglich ist, aber bleibt leider oft an der Oberfläche. Emcke schneidet ein Problem an und geht dann über zum nächsten. Als Beispiel: sie sagt, dass es wichtig ist, Wutbürger*innen und AfD-Wähler*innen nicht als Dumme und Kleingeistige am Rand der Gesellschaft abzutun. Ja, gehe ich voll mit ihr. Aber dass sie dann mal näher drauf eingeht, welche Ursachen (von denen sie selber immer spricht und sie als so wichtig empfindet) und Gründe die Menschen zu so drastischen Sichtweisen drängt - Bildungs- und Chancen Gleichheit, Vernachlässigungsgefühl und auch Zukunftsängste - kommt das nächste Thema. Transgender. Super wichtiges Thema, aber das Buch heißt "Gegen den Hass" und nicht "welche Rechte helfen betroffenen Menschen für ein freies und offenes Leben". Um zu verstehen, wieso sich Hass bildet (z.B. gegen transsexuelle Menschen) , muss man doch erst einmal die Menschen betrachten, die hinter dem Hass stehen. Rechte helfen da vorrangig wenig. Ach und noch was: für ein Buch, was die breite Öffentlichkeit ansprechen soll und nicht nur die, die sich eh schon mit den Themen auseinander setzen, benutzt Emcke außergewöhnlich viele hochgestochene Wörter und grenzt somit eine bestimmte Gruppe Menschen aus. 

    Dennoch kann das Buch für viele Personen ein Denkanstoß sein, die eigenen Sichtweisen zu hinterfragen.

  18. Cover des Buches Aus der Tastatur gefallen (ISBN: 9783442487295)
    Terry Pratchett

    Aus der Tastatur gefallen

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Alais

    Dieses Buch bietet eine abwechslungsreiche Sammlung von Texten Terry Pratchetts aus verschiedenen Zeiten und zu verschiedenen Themen – keine Geschichten, sondern Vorworte, Reden, Texte über das Wesen der Fantasy-Literatur, Artikel aus seiner Zeit als Journalist etc. Darunter finden sich unterhaltsame Einblicke in das Leben des Schriftstellers, aber im hinteren Teil auch sehr erschütternde Texte, in denen Pratchett über seine Erkrankung, einer seltenen Form von Alzheimer, und über seinen Einsatz für eine straffreie Sterbehilfe berichtete.

    Besonders gut gefiel mir jedoch ein Text, der gar nicht von ihm stammt, sondern von seinem Freund und Kollege Neil Gaiman als Vorwort zu diesem Buch verfasst wurde. Gaiman beschreibt darin Pratchett als einen überaus gütigen, von großer Liebe zu den Menschen, aber auch von einem großen Zorn gegen Dummheit und Ungerechtigkeit angetriebenen Menschen. Eine sehr treffende Analyse, wie ich bald feststellen konnte, denn dieser Zorn blitzt auch tatsächlich immer wieder in seinen Texten auf. 

    Zu manchen Texten, insbesondere jenen, die er als Journalist geschrieben hatte, konnte ich keinen Zugang finden und ich vermisste den wunderbaren Humor aus der Scheibenwelt. Da sich die Texte an unterschiedliche Personen richten und nicht für die Kombination zu einem Buch gedacht waren, kommt es in diesem Sammelband verständlicherweise auch gelegentlich zu Wiederholungen. Abgesehen von diesen kleinen Kritikpunkten an diesem Buch aber habe ich es sehr gerne gelesen und hatte das Gefühl, Pratchett besser kennengelernt zu haben, als es beispielsweise durch eine Biographie möglich gewesen wäre. 

    Nicht alles, was ich erfuhr, gefiel mir (von dem Schock, dass Pratchett früher als Pressesprecher für Atomkraftwerke gearbeitet hatte, muss ich mich beispielsweise erst einmal erholen ...), anderes fand ich so treffend formuliert bzw. gefiel mir so gut, dass ich mir einiges – Zitate und Buchtipps – aufschrieb, so seinen Gedanken zum Anstieg des Meeresspiegels: „[...] es ist gut möglich, dass wir die Tatsache, dass wir nicht intelligent genug waren, nicht überleben.“ (S. 261)

    Eine sehr interessante Lektüre, die viele unterschiedliche Gefühle in mir ausgelöst hat, vor allem die Trauer, dass dieser wunderbare, zornige Mann, der sich so viele Gedanken über diese Welt gemacht, nun nicht mehr auf ihr weilt ...

  19. Cover des Buches Über Liebe und Tod (ISBN: 9783257235890)
    Patrick Süskind

    Über Liebe und Tod

     (18)
    Aktuelle Rezension von: elane_eodain
    >> Je weniger Gedanken wir uns über sie (die Liebe) machen, desto selbstverständlicher erscheint sie uns; wenn wir aber anfangen, über sie nachzugrübeln, kommen wir in Teufels Küche. << - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Bisher kannte ich den Autor Patrick Süßkind nur durch den Roman "Das Parfum", der mich faszinierte, vor allem die Szene in den Bergen, als Grenouille mit sich allein ist und seinen Fähigkeiten in Gedanken "freien Lauf" lässt... Diese Szene hat mich motiviert anderes von diesem Autor zu lesen. Bei "Über Liebe und Tod" bin ich hängen geblieben. Ein interessanter Titel, ein interessantes Thema. Und obwohl kein Roman - vielleicht auch gerade deswegen -, habe ich mich ans Lesen gemacht... EINDRÜCKE: Patrich Süßkind leitet seinen Text mit folgendem Zitat ein: >> Wenn mich niemand danach fragt, dann weiß ich es; wenn mich aber einer danach fragt, und ich's ihm erklären will, dann weiß ich es nicht (Augustinus) << Und ehe man ein paar Sätze, ein paar Seiten gelesen hat, ist man mittendrin in den Gedanken des Autors zum Thema Liebe, die unvermeidlich mit dem Tod verknüpft ist. Mit passenden Beispielen aus dem Alltag untermalt, aber auch philosophische Ansichten werden Teil seiner Gedanken. So beispielsweise Sokrates Ansicht der dreigeteilten Seele, verglichen mit einem antiken Streitwagengespann bestehend aus zwei Pferden und einem Wagenlenker: >> Nun ist es an und für sich schon ein Kunststück, ein solches Gefährt in der Bahn zu halten. Zum halsbrecherischen Abenteuer aber wird es, wenn, wie beim Seelengespann der Fall, nur eines der Pferde von edler Natur, gelehrig und gefügig ist, das andere aber schlecht, wild und ungebärdig. Wenn nun gar noch Eros ins Spiel kommt, die dreigeteilte Seele also zu lieben beginnt und des Geliebten ansichtig wird, dann gerät das ungleiche Gespann vollends außer Kontrolle... << FAZIT: Oben zitierte Beschreibung der dreigeteilten Seele, aber auch weitere, die dieses Büchlein enthält, haben mir gut gefallen. So ist eine kleine Gedankensammlung entstanden - knapp 60 Seiten und damit genug richtig -, die anregt über das Gefühl Liebe nachzudenken, und auch einfach eine interessante Lektüre abgibt mit dem krönenden Abschluss des Vergleichs der Liebe und des Todes Jesu und Orpheus!
  20. Cover des Buches Leben auf dem Land (ISBN: 9783257244328)
    Sue Hubbell

    Leben auf dem Land

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „Sue Hubbell, ehemals Bibliothekarin in Rhode Island, dann Bienenzüchterin auf einer einsam gelegenen Farm in Missouri, zeigt uns mit feinem Humor und naturwissenschaftlicher Kenntnis, wie viel wir von Bienen und Fledermäusen, von Insekten und Pflanzen lernen können, kurz: von den faszinierenden Beziehungen und Prozessen in der Natur.“


    Ach was habe ich dieses Buch geliebt und werde es immer lieben. Sue Hubbel spricht mir mit ihren klaren Worten so aus der Seele, aber nicht nur das, sie hat das umgesetzt, was sich viele erträumen: ein Leben in Abgeschiedenheit auf dem Land. Hier ist nur nicht alles Gold was glänzt und genau darauf geht Hubbell ein. Sie schreibt dabei tiefsinnig, ehrlich, unverblümt und detailliert aus ihrem Leben. Man ist mir ihr recht schnell verbunden wenn man ähnlich denkt wie sie aber auch so, macht sie einem das Vertrauen zu sich recht leicht. Ihre genauen Beschreibungen des Alltags, der Menschen, der Situationen die dem Wetter geschuldet sind und auch ihrem eigentlichen Privatleben geben hier den roten Faden vor. Man liest nie zu viel von etwas oder zu wenig. Man begreift schnell warum Sue so lebt, was sie damit erreichen wollte und welchen Zuspruch und Rückhalt sie erfährt. Ihre Sicht auf die Jahreszeiten war königlich gut.

    Ein wunderschönes zartes Büchlein, mit einer kräftigen, naturbelassenen Geschichte - 5 von 5 Sterne!

  21. Cover des Buches Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares (ISBN: 9783596903092)
    Fernando Pessoa

    Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares

     (83)
    Aktuelle Rezension von: Edith_Hornauer
    Pessoa, ein Verwandlungskünstler. Drei gleich er! Doch seine Sprache ist immer atemberaubend - fünf Sterne unbedingt auch für dieses Buch!
  22. Cover des Buches Achtung! VORURTEILE (ISBN: 9783455094107)
    Sir Peter Ustinov

    Achtung! VORURTEILE

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Flickercat

    Ich bin bisher noch nie bewusst mit Ustinov in Berührung gekommen und so war mir eigentlich nur sein Name selbst bekannt, als ich mir spontan dieses Buch als Teil meiner Urlaubslektüre ausgeliehen habe.

    Wem Ustinov relativ wenig sagt, der weiß am Ende des Buches auf alle Fälle mehr, denn in den vielen kleinen Anekdoten (teilweise sind die einzelnen Kapitel kaum länger als eine halbe Seite) gibt er einiges über sich, seine Erlebnisse und seinen multikulturellen Hintergrund preis.
    Gerade Letzteres bietet natürlich auch gute Gelegenheiten, sich dem Thema „Vorurteile“ zu nähern.

    Ustinov greift sich ganz verschiedene Szenen aus seinem eigenen Leben und auch aus historischen Ereignissen heraus, um unterschiedliche Ausprägungen und Folgen von Vorurteilen zu präsentieren. Wirklich neu sind die Grundgedanken dahinter nicht, aber das Buch bietet einen guten Anlass, seine eigenen Vorurteile zu reflektieren und zu hinterfragen – ohne, dass es aufdringlich mit dem moralischen Zeigefinger wedeln würde.
    Es gab jedoch auch einige Kapitel, in denen ich den Bezug zum Thema nicht gefunden habe. An diesen Stellen hat es auf mich etwas beliebig gewirkt, zumal teilweise auch ziemlich zusammenhangslos von einer Geschichte zur nächsten gesprungen wird.

    Das Buch ist kurzweilig und teilweise auch recht humorvoll geschrieben. Durch die größtenteils kurzen Kapitelchen fand ich es auch für Bus- und Bahnfahrten gut geeignet.
    Ich fand es ganz unterhaltsam und schätze die Absicht dahinter, würde es persönlich aber nicht als Must-Read einordnen.

    3 Sterne statt 2(,5), weil ich vermute, dass einem das Buch als „Kenner“ oder Fan von Ustinov wahrscheinlich noch ein bisschen besser gefällt. :)

  23. Cover des Buches Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt (ISBN: 9783627002411)
    Bodo Kirchhoff

    Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt

     (10)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    In einer Antwort-E-Mail, die er auf die Einladung zu einer kostenlosen Kreuzfahrt schreibt, beleuchtet ein Schriftsteller witzig, welche Begebenheiten ihm auf dem Schiff zuteilwerden könnten. Mit viel Ironie und Sprachwitz – er kreiert dabei so eigene Wörter wie Sprachlieferant oder Edutainer – nimmt er die „Kreuzfahrer“, wie er die Reisenden nennt, und auch sich selbst aufs Korn.


    Mir hat dieses dünne, aber sehr vergnügliche und kurzweilige Buch sehr gut gefallen. Die sprachliche Gewandtheit macht mich neugierig auf weitere Werke des Autors.

  24. Cover des Buches Angriff auf die Freiheit (ISBN: 9783423346023)
    Ilija Trojanow

    Angriff auf die Freiheit

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Rose75

    Dieses Buch ist wirklich lesenswert und man ist erstaunt über die Weitsicht der Autoren. Es handelt hauptsächlich um den „Kampf gegen den Terror“ und wie sich dadurch Staaten das Recht nehmen, die Persönlichkeits- und Freiheitsrechte der Bürger zu beschneiden. Im Namen der Sicherheit !

    Heute, 10 Jahre später, ist die Angst vor Terroristen nicht mehr so präsent. Wir haben es mit anderen Themen wie Flüchtlinge, Migration und Klimawandel zu tun. Welche Antworten haben die staatlichen Institutionen? Mehr Gesetze und Verordnungen.          Die folgende Aussage:

    [S. 83] „Bevor neue Gesetze erlassen werden, muss die Akzeptanz der Öffentlichkeit vorbereitet werden. Die Einschränkung von Rechten kann nur mit Gefahren für die Gesellschaft und den Einzelnen gerechtfertigt werden. „  

     ist sehr gehaltvoll und sollte immer im Hinterkopf sein, wenn wir wieder medial mit Horrorszenarien konfrontiert werden.

    Juli Zeh ist Juristin und daher beleuchtet sie einige Standpunkte aus juristischer Sicht. Das fand ich interessant und bereichernd.

    Mit smarter Technik und Algorithmen ist eine neue Generation des 'Gläsernen Menschen' entstanden und die wenigsten sind sich des Werts und der Konsequenzen der „produzierten“ Daten bewusst.

    Das Buch ist wirklich lesenswert und alle Aussagen sind auf die heutige Zeit übertragbar. 

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