Bücher mit dem Tag "esslingen"
10 Bücher
- Petra Durst-Benning
Die Fotografin - Am Anfang des Weges
(119)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderMimi Reventlow ist anders als die Frauen im Jahr 1911. Sie will Fotografin werden und hat ein Talent dafür und frönt ihrer Leidenschaft. Sie macht sich auf ihren Onkel zu besuchen, von dem sie einiges gelernt hat zum Thema Fotografie. In Laichingen ist alles anders und die Bürger gehen ihren gewohnten Gang. Mimi wirbelt alles durcheinander und kommt nicht nur selbst fast ins straucheln.... Petra Durst-Benning mag ich eigentlich ganz gerne, aber hier übertreibt sie es. Schön ist, dass es bei mir in der Gegend spielt und man echt viel aus der damaligen Zeit lernt und mit bekommt. Mimi ist auch sympathisch, aber leider hat das Buch viele Längen und wirkt oft zäh und zu lang gezogen. Einen richtigen Cliffhanger gibts für mich auch nicht und so sind mir die weiteren Bände egal. Schade, denn der Start des Buches war echt richtig gut und spannend, aber dann wird es leider all zu oft banal.
- Sybille Baecker
Schwabentod
(16)Aktuelle Rezension von: Claudia_ReinländerKlappentext:
Ein Mann wird ermordet in seinem Haus aufgefunden – marionettengleich arrangiert und rosa lackiert. Die einzigen Tatzeugen: sechs lebensgroße Silikonpuppen, ausgestattet mit Sprachfunktion und internetfähigem Betriebssystem. Die Zukunftslösung gegen Einsamkeit? Oder ein perfides Mittel, um die Privatsphäre der Besitzer auszuspionieren? Während Kommissar Brander und seine Kollegen der Kripo Esslingen fieberhaft versuchen, die digitale Welt zu verstehen, werden weitere bizarr hergerichtete Leichen entdeckt.
Cover:
Ein skurriles und atemberaubendes Cover, welches einen Mann zeigt, der hoch oben entlang einer Planke an einem Haus balanciert. Ein Blitz im Hintergrund macht das Ganze noch extremer und gewaltiger. Auch farblich und von der Gestaltung finde ich dieses Cover sehr gut gelungen.
Meinung:
Dies ist bereits der neunte Band und somit auch der neunte Fall für Brander. Aber auch ohne die vorherigen Bände zu kennen, kommt man sehr gut in das Buch hinein. Die Fälle in sich sind abgeschlossen und da hier sehr gut auch eine private Details über die Gruppe und auch Kommissar Brander gestreut werden, kämm man sich hier sehr schnell und die Personen, Handlungen und Geschehnisse hinein empfinden.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und kurzweilig lesen. Der Kriminalfall selbst ist sehr spannend, teils etwas verzwickt und wirr aufgebaut, was dem Ganzen aber zusätzliche Spannung verleiht. Die aufkommenden Fragen werden nach und nach geklärt und das Ende ist stimmig und sehr gelungen. Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen.
Die Gliederung des Buches war hier doch etwas länger und Bezog sich auf Zeitangaben, aber auch diese passte sehr gut zum Krimi und war sehr stimmig und plausibel angelegt.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen und auch der Kommissar, sowie dessen Hintergrund ist sehr gut durchdacht und wird hier im gesunden Maße angesprochen ohne zu viel abzulenken, so dass weiterhin der Fall im Vordergrund steht.
Inhaltlich möchte ich hier auch nicht zu viel verraten, da ich nicht zu viel vorweg nehmen möchte.
Ein spannender Krimi, der für wundervolle Unterhaltung sorgt, realistisch, eine gute Mischung auf Ermittlungen und privaten Informationen der Charaktere, sowie lebendige und spannende Handlungen.
Fazit:
Ein Regionalkrimi, der für gute Unterhaltung sorgt und zudem den Mix aus Ermittlungen und privaten Ereignissen der Charakter gut hinbekommt.
- Pia Rosenberger
Die Himmelsmalerin
(11)Aktuelle Rezension von: GartenkoboldDer Debütroman von Pia Rosenberger erzählt die Geschichte von Lena Luginsland, Tochter eines Glasmalermeisters, die ihrem schweren kranken Vater hilft, der seinen Beruf fast nicht mehr ausüben kann. Sie hilft ihm als Glasmalerin und auch als Zeichnerin, obwohl die Zunft der Glasmaler das Arbeiten von Frauen verbietet, drückt sie in diesem besonderen Fall ein Auge zu, da Lena Marx Anstetter aus Tübingen versprochen ist, der sie heiraten wird, um dann die Werkstatt des Vaters zu übernehmen. Ihr Vater hat außerdem einen Teil der Werkstatt an Lionel, einen Burgunder Glasmaler vermietet, der einen Großauftrag für Kirchenfenster für die Franziskaner erhalten hat, den er in der Werkstatt Luginsland ausführen will. Als ein Mord geschieht und einer ihrer Kindheitsfreunde verdächtigt und eingesperrt wird, verwickelt sich Lena in die Aufklärung, da sie an die Unschuld ihres Freundes glaubt, aber ist er wirklich unschuldig….
Die Protagonistin Lena ist eine recht toughe junge Frau, lebt nach dem Tod ihrer Mutter allein mit ihrem Vater und lernt schon von Kind an das Glasmalen und Zeichnen, ihr Vater lässt ihr recht viel Freiraum, leider nicht bei der Auswahl ihres zukünftigen Gatten und Nachfolgers ihres Vaters. Marx Anstetter mag vielleicht ein guter Glasmaler sein, doch er vereinigt alle negativen Attribute eines Machos. Der Glasmaler Lionel hingegen, ein smarter Mann, das Gegenteil von Marx, aber auch ein Geheimniskrämer, ein freiheitsliebender Mann, der immer mal wieder verschwindet, zieht sie mehr in ihren Bann als Marx, zumal Lionel tiefer in die Glasmalkunst einführt, während Marx ihr die Mitarbeiter verbietet.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, packend und auch mitreißend. Der Spannungsbogen vom Anfang des Romans zieht sich ohne Einbrüche bis zum Ende. Pia Rosenberger zeichnet die Charaktere des Romans sehr unterschiedlich, nicht perfekt, aber sehr authentisch und vor allen Dingen menschlich. Interessant auch die Beschreibung der eigentlichen Handwerks Kunst, des Glasmalens, sie vermittelt dem Leser erste Eindrücke.
Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen, ein gelungener Debütroman. - Sabine Martin
Die Tränen der Henkerin
(36)Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1Melisande Wilhelmis, alias Melchior, Mechthild, Melissa hat inzwischen den Kaufmann Wendel Füger geheiratet, den sie einst aus dem Esslinger Kerker befreite.
Beide haben eine kleine Tochter namens Gertud und leben ein friedliches Leben in Rottweil, bis die Vergangenheit Melissa eines Tages einholt.
DS Cover zeigt aufgrund der Schrift das es sich um einen historischen Roman des Mittelalters handelt, ansonsten gefällt es mir nicht wirklich.
Mit Begeisterung habe ich schon den ersten Band über diese taffe, junge Frau gelesen.
Nun war ich begeistert zu erfahren, wie es ihr weiter ergangen ist.
Tragisch, dass ihr Schwiegervater Erhard Füger eine Hexe in ihr sieht, die ihren Sohn verhext hat,da dieser die Verlobung , die der Vater in die Wege geleitet hatte, löste.
Melisande musste in ihrem Leben schon viel Leid erfahren und auch in diesem Roman geht das Leben nicht mild mit ihr und ihren Lieben um.
Auch Konrad Sempach ist wieder mit von der Partie, den ich schon im ersten Band ekelhaft und abstoßend fand.
Schön zu sehen war, das Melissa in Irma eine wirklich treue Freundin gefunden hat und das auch ihre Schwiegermutter eine starke Frau ist, die sich nicht alles von ihrem Mann gefallen lässt.
Das Leben im 14. Jahrhundert war nicht einfach. Viele Gefahren lauerten selbst unbescholtenen Bürgern. Die Rechtsprechung war mies und die Foltermethoden vielfältig. Beim Lesen fühlt man sich ins Mittelalter zurück versetzt, riecht die üblen Gerüche und spürt wie wenig ein Menschenleben wert war.
Mir hat auch der zweite Band gut gefallen und mich gut unterhalten. Wenn es auch Bilder vor meinem inneren Auge erscheinen ließ, die ich lieber nicht gesehen hätte. Ich hätte an keiner Stelle mit Melisande tauschen wollen.
Für Liebhaber von historischen Romanen mit starker Frauenfigur auf jeden Fall von mir eine klare Leseempfehlung.
- Sabine Martin
Die Henkerin
(107)Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1Melisande Wilhelmis verliert bei einem Raubüberfall ihre gesamte Familie.
Der Henker der Stadt Esslingen verhilft ihr zur Flucht und so lebt sie ein neues Leben, während der Mörder ihrer Familie sie weiterhin suchen lässt.
Mittelalter, Raubritter, ein Menschenleben das kaum Wert hat. Das ist schon harter Tobak.
Ich liebe historische Romane mit starken Frauenfiguren, aus jeglicher Epoche.
Das grausame Mittelalter ist aber echt heftig.
Allerdings ist Melisande ganz nach meinem Geschmack.
Noch jung an Jahren lässt sie sich selbst nach solch einem traumatischen Ereignis nicht unterkriegen.
Und es ist nicht der einzige Verlust den sie zu verschmerzen hat. Aber egal was passiert, sie reißt sich immer wieder zusammen, nutzt ihre geistigen Fähigkeiten und kommt auch in der neuen Situation klar.
Beeindruckend.
Der Schreibstil ist sehr bildlich, so dass ich ganz in die Geschichte versinken konnte.
Ich sah die Gegenden, oder das Burgleben vor meinem geistigen Auge, wie einen Film ablaufen.
Ottmar der Bruce wurde auch für mich zum Hassgegner und ich sehnte mich danach, das er seine gerechte Strafe erhalten würde.
Da ich wusste das es weiter Bände gibt, war ich guten Mutes, das Melisande ihr Abenteuer überleben wird. Wie blieb aber bis zum Schluss offen.
Jetzt freue ich mich über den nächsten Band. Die Tränen der Henkerin, der schon parat liegt. - Sybille Baecker
Körschtalrache
(8)Aktuelle Rezension von: dreamlady66Kommissar Brandner wird 50 Jahre alt und seine Familie will dieses Fest feiern.
Er aber ist weniger am Feiern interessiert, da er einen Fall zu lösen hat, der aussergewöhnlich ist.
Nämlich, einen Mordfall in Esslingen.Ein junger Mann wurde mit einer Armbrust ermordet und kurz nach dem Fund auf dem Friedhof gibt es ein weiteres Opfer. Nun beginnen die AufklärungsArbeiten, die es in sich haben.
Die Spannnung hält sich bis zum Schluss, obwohl es viele wendungsreiche Überraschungen gab.
Sämtliche Charaktere waren interessant und wurden auch ausführlich beschrieben.Für mich war es der 1. Fall mit dem ermittelnden Whiskeyliebhaber Andreas Brandner und sein bereits 11ter Plot, wow und Applaus. Diese Reihe hat Potential und ich merke sie mir :)
Für mich ein perfekter RegioKrimi mit viel Lokalkolorit aus der Feder von Sybille Baecker, den ich gerne als lesenswert weiter empfehle. Das Körschtal werde ich mir definitiv merken.
Ich bin schon auf die weiteren Ermittlungen im Ländle gespannt... - 8
- 12









