Bücher mit dem Tag "estland"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "estland" gekennzeichnet haben.

22 Bücher

  1. Cover des Buches Unter dem roten Stern: Himmel, Erde, Schnee Teil 1 (ISBN: 9781719990455)
    Ira Habermeyer

    Unter dem roten Stern: Himmel, Erde, Schnee Teil 1

    (11)
    Aktuelle Rezension von: susanneschatz
    Ira Ebner hat ja schon mit Schwalben meine Begeisterung für das Baltikum geweckt. Zufällig war ich letzten Sommer sogar in Riga und hab mich sofort in die Stadt verliebt. Es war wie heimkommen. Nun hab ich Ira Ebners Unter dem roten Stern gelesen und mir gleich nach dem Lesen Band zwei gekauft. Das sagt ja eigentlich schon alles.
    Das Buch ist wieder wunderschön geschrieben. Ich liebe die Landschaftsbeschreibungen und das Eingehen auf die einzelnen Charaktere. Der Roman spielt in Estland der 70iger Jahre und die Sowjets haben das Land fest im Griff. Es ist der Beginn einer Familiensaga rund um die junge Lagle, die sich in den viel älteren Freund ihrer Cousine verliebt. Als Arvo sich für Lagle entscheidet, entzweit dies die beiden Cousinen. Trotz dieses Umstandes finde ich Lagle sympathisch und fiebere mit ihrem Leben und Leiden an Arvos Seite mit. Obwohl Arvo ein hohes Ansehen im estnischen Militär hat, merk man an allen Ecken den sowjetischen Einfluss und die Unterdrückung der estnischen Traditionen. Durch die Beschreibung der einzelnen Personen kann man sich gut in die Zeit hineinversetzen.
    Neben dem Leben von Lagle erfährt man auch was aus ihrer Cousine wird und man erhält auch Einblick in das Leben des Hochschulprofessors Enn. Wie genau die Lebenswege der drei wieder miteinanderverwoben sind erhält man im ersten Band aber noch keine genaue Einsicht. Obwohl ich natürlich Vermutungen habe :D
    Auf alle Fälle ein sehr berührendes Werk aus Ira Ebners Feder (oder Tastatur), das mich weiter in meiner Baltikumbegeisterung bestärkt und mich auch menschlich sehr berührt hat. Als Kind der 70iger, das mit dem Kalten Krieg aufgewachsen ist, ist es immer wieder faszinierend und ergreifend zu lesen, wie es den Menschen auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs ergangen ist. Ira Ebner schafft es immer wieder mit Worten mich in diese Welt mitzunehmen und mich erstarrt zurückzulassen über die Grausamkeit und Unnachgiebigkeit des Schicksals. Sehr berührend und natürlich nicht nur für Geschichtefreaks wie mich empfehlenswert.
  2. Cover des Buches Die Städtesammlerin (ISBN: 9783328100720)
    Annett Gröschner

    Die Städtesammlerin

    (9)
    Aktuelle Rezension von: AlexandraK

    Annett Gröschner nimmt den Leser mit auf Reisen. In den verschiedensten Ländern fährt sie mit der Straßenbahnlinie 4 und berichtet von ihren Erlebnissen.

    Das Buch beginnt mit einem Einführungskapitel. In diesem wird erklärt warum die Autorin immer mit der Linie 4 fährt. Dieses Kapitel ist etwas holprig zu lesen wegen den ganzen Straßennahmen, jedoch lohnt es sich dran zu bleiben.

    Generell sind die Kapitel kurz und man kann immer mal schön zwischendurch in eine andere Welt abtauchen. Natürlich gibt es über einige Orten mehr zu erzählen als über andere. Die Kapitel sind abwechslungsreich und passend gestaltet. Einige sind besser andere nicht ganz so gelungen. So fand ich das Kapitel 13.27 Uhr – an der Trolleybushaltestelle Horeastraße vollkommen unnötig. Denn darin erzählt die Autorin auf 2 1/2 Seiten wie sie an der Haltestelle Kinder beobachtet.
    In anderen Kapiteln erzählt sie auf ca. 10 Seiten ausführlicher über die Strecke und die Eindrücke, die sie auf der Straßenbahnfahrt sammelt. Was mir sehr gut gefällt ist, dass das Buch sehr gut recherchiert ist. Die Autorin verwebt gekonnt geschichtliche Hintergründe über die Städte, ihre Bauten und ihre Bewohner. Auch über die technischen Voraussetzungen der Straßenbahn ist sie bestens informiert.

    Was ich als sehr störend empfand, waren die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler in diesem Buch. Die Autorin ist studierte Germanistin und das Buch durchlief ein Lektorat, da sollten solche groben Schnitzer, wie sie hier zu finden sind, nicht passieren.

    Die Städtesammlerin hat mich für zukünftige Reisen inspiriert, mir fremde Kulturen näher gebracht und mir auch etwas die Angst genommen. Letztlich ist es ein nettes Buch für zwischendurch und vor allem für reiselustige Leser zu empfehlen. Man kann das Buch gerne lesen, man muss es aber nicht.

     

  3. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442713042)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

    (122)
    Aktuelle Rezension von: paulkretzschmar

    Sofi Oksanen hat mit "Fegefeuer" einen vielfach ausgezeichneten Roman verfasst, der von einer Familientragödie in der Geschichte Estlands zwischen Mitte der dreißiger Jahre bis in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts handelt.

    Das Leben auf dem Bauerngut der beiden Schwestern Aliide und Ingel in den Wirren der Zeit des zweiten Weltkrieges und den ersten Jahren der Sowjetunion wird bestimmt durch eine Spirale von Liebe, Eifersucht, Misstrauen, Schuld und insbesondere sexueller Gewalt, die während des Stalinismus unzählige Opfer mit sich bringt. Es herrscht ein permanentes Klima der Angst, in denen Menschlichkeit und und Moral durch Verleumdungen und Spitzeleien ersetzt werden. Jeder kann Täter und Opfer zugleich sein.

    In einer zweiten Handlungsebene, findet die inzwischen alte Aliide, kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Mädchen Zara halbtot in Garten ihres Bauernhofes, den sie verwitwet und verarmt, trotz aller Widrigkeiten noch immer bewohnt.

    Zara wurde von skrupellosen Menschenhändlern als Zwangsprostituierte nach Berlin verschleppt. Während einer Reise zurück nach Estland, wo  Leid durch neue Freier drohte, gelang ihr die Flucht, und der einzige Ort, wo sie Sicherheit suchte, war Aliide's Bauernhof, denn sie war die Enkelin ihrer Schwester Ingel. Aber statt Hilfe stößt sie zuerst auf Misstrauen und ihre Peiniger sind ihr schon auf der Spur.

    Trotz aller schmerzhafter Bilder und der beklemmenden Atmosphäre, hat mich dieses Buch nur teilweise abgeholt.

    Die vielen verschiedenen Handlungsebenen der Rückblenden und der Zeitsprünge störten mitunter den Lesefluss und waren anstrengend zu lesen. Traumata wechselnden teilweise mit trivialen Handlungen und oberflächlichen Effekten. Der etwas abrupte Schluss und die überwiegend unsympathischen Protagonisten trugen ihr übriges dazu bei, dass ich dieses Buch nicht als Meisterwerk empfinden konnte.

    Die Tragik der Geschehnisse wirkte irgendwie seltsam hölzern und  emotionsarm.

    Die Schicksalsromane von Hera Lind haben mich dagegen viel mehr berührt und begeistert, besonders in Punkto Schreibst

    Aber das können andere Leser durchaus anders sehen. Dann hilft nur Selbstlesen.

    Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung und gute 3 Sterne!


  4. Cover des Buches Schwalben (ISBN: 9783967521603)
    Ira Habermeyer

    Schwalben

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Gaby_Kno

    Die in Estland geborene Deutsche Fee Quinn und der Este Kalju Kast kennen sich von Kindesbeinen an. Als junge Erwachsene verlieben sie sich ineinander und wollen heiraten. Doch dann kommt der Krieg und Fee muß mit ihrer Familie Estland verlassen. Sie lebt in Berlin und arbeitet als Krankenschwester. Kriegsbedingt wird sie in verschiedene Länder geschickt, wo sie mit den Ärzten zusammen versucht, so viel leben wie möglich zu retten. Auch kommt sie berufsbedingt nach Estland zurück und versucht Kalju zu finden. Als sehr alte Frau versucht sie mit Hilfe ihrer Enkelin Meret ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten und reist mit ihr nach Estland zurück.

    Das Buch ist geschichtlich interessant geschrieben. Allerdings sind die vielen Sprünge von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück etwas unübersichtlich. Auch bleiben einige Fragen unbeantwortet. Doch im Großen und Ganzen kann man das Buch gut lesen.

  5. Cover des Buches Als die Tauben verschwanden (ISBN: 9783442749126)
    Sofi Oksanen

    Als die Tauben verschwanden

    (28)
    Aktuelle Rezension von: paevalill

    Lange lag der Roman "Als die Tauben verschwanden" der finnisch-estnischen Autorin Sofi Oksanen, deren Werke "Fegefeuer" und "Stalins Kühe" mich bereits völlig vereinnahmen konnten, auf meinem Stapel ungelesene Bücher. Also hätte ich es geahnt, dass mich dieses Werk weniger überzeugen würde.

    Inhaltsangabe:

    "Estland zur Zeit der deutschen Besatzung: Während sich Roland versteckt hält, weil er immer noch an die estnische Befreiung glaubt, versucht Edgar ins Zentrum der Machthaber vorzustoßen. Seine Frau Juudit verliebt sich in einen hohen deutschen Offizier, nicht ahnend, dass ihr Mann über genau diesen Offizier die Karriereleiter emporklettern möchte. Nach dem Krieg werden die Karten neu gemischt, Estland steht unter der Besatzung der Sowjets, und wieder ist es Edgar, der hofft, seiner Vergangenheit zum Trotz auch bei den Kommunisten eine herausragende Rolle zu spielen."

    Das Thema ist weiterhin höchst brisant, ist es in Deutschland nach wie vor wenig bekannt und doch so essentiell um den Konflikt mit dem heutigen Russland zu verstehen, das ein völlig verzerrtes Geschichtsverständnis zeigt. In diesem Roman werden die Gräueltaten während des 2. Weltkriegs und in der Besatzungszeit durch - Deutschen und - die Sowjets sehr anschaulich geschildert. Die Brutalität, mit der die beiden Großmächte das Land von innen zerfressen und gegeneinander aufwiegeln.

    Edgar schafft sich in diesen Systemen eine eigene Taktik, stets das Beste für sich herauszuholen. Dabei nimmt er nicht Mal auf die eigenen Freunden Rücksicht.

    Das Schicksal von Juudit, Oskars Angetraute, ist höchst bedrückend und von viel Pech geprägt. Aber am nächsten ging mir der Freiheitskämpfer Roland.

    Die Charaktere sind per se sehr interessant, ihre Schicksale eng miteinander verwoben. Und dennoch verwirren die Zeitsprünge und scheinen nicht immer einen Mehrwert für die Geschichte zu leisten.

    Oskanens Schreibstil ist sehr präzise, beinahe sachlich, und bleibt doch am Menschen. Hier in diesem Roman scheint sie sich aber immer Mal wieder in ihren eigenen Ansprüchen und Verschachtelungen zu verlieren. Das Ende offenbart den ein oder anderen Aha Moment, aber bis zu diesem Teil hatte ich mit einigen Längen zu kämpfen.

    Schon für mich waren manche Stränge verwirrend. Ich weiß nicht wie es Leser*innen ergeht, die bisher wenig Berührungspunkte zu dieser Thematik hatten.

    Für mich ist "Als die Tauben verschwanden" insofern ein eher durchschnittlicher Roman. Aber vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch.

  6. Cover des Buches Die Zeit der Birken (ISBN: 9783746635446)
    Christine Kabus

    Die Zeit der Birken

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    Was mir an Christine Kabus Roman „Die Zeit der Birken“ besonders gefallen hat war, dass ich mir ein paar geschichtliche Details mitnehmen konnte, die mir bislang unbekannt waren. Ich fand es sehr interessant, dass in den 30er Jahren viele Deutsche in Estland lebten, die während des zweiten Weltkriegs nach Deutschland ausgesiedelt wurden und alles hinter sich lassen mussten. Über die Geschichte des Baltikums weiß ich so gut wie nichts und dieser Roman weckte in mir den Wunsch, tiefer in die Materie einzusteigen.

    „Die Zeit der Birken“ erzählt zwei verschiedene Geschichten.
    In den 30er Jahren lebt Charlotte in Estland. Sie fühlt sich oft von ihren Eltern, die sehr auf Konventionen und eine standesgemäße Ehe pochen, eingeengt. Als sie zu ihrem Onkel auf dessen Gestüt zieht, blüht sie in ihrer neuen Freiheit auf, wird selbständig und verliebt sich. Alles scheint wunderbar, bis das Schicksal grausam zuschlägt.
    Im zweiten Erzählstrang geht es um Gesine, die Ende der 70er Jahre ebenfalls mit der Strenge ihrer Eltern zu kämpfen hat.

    Was mir gut gefallen hat, war die große Rolle, die Pferde in der Geschichte spielen, da ich schon als Teenager Pferderomane sehr gerne gelesen habe. Auch fand ich die Namen sowie den Alltag der vornehmen Herrschaften interessant und teilweise amüsant.
    Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz, durchschnittlich um die 10 Seiten. In diesem Fall hätte ich mir längere Kapitel gewünscht. Es sind zwei komplett unterschiedliche Geschichten, die hier erzählt werden und der häufige Wechsel hat mich immer wieder aus meinem Lesefluss gerissen, was mich insbesondere am Anfang gestört hat.
    Allgemein hätte das Buch für meinen Geschmack etwas kürzer sein können. Durch die fast 600 eng beschriebenen Seiten verliert sich die Erzählung manchmal ein wenig in Nebensächlichkeiten und das Tempo entwickelt sich recht gemütlich.
    Im direkten Vergleich hat mich Charlottes Handlungsstrang mehr mitgerissen. Die Thematiken fand ich hier sehr vielfältig: Erwachsenwerden, die Suche, nach dem eigenen Platz im Leben, Liebe, Schicksalsschläge...
    Gesines Geschichte fokussiert sich überwiegend auf die Beziehung zu Pferdetrainer Grigori.
    Auf den letzten 150 Seiten werden die beiden Erzählstränge miteinander verflochten. Etwas vorhersehbar und unrealistisch, aber trotzdem mitreißend und das Erzähltempo zieht zum Finale auch ordentlich an.

    Alles in allem hat mir dieses Buch gut gefallen.

  7. Cover des Buches Wo die Ostsee Westsee heißt (ISBN: 9783442716593)
    Tilmann Bünz

    Wo die Ostsee Westsee heißt

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Das Baltikum kennen und verstehen lernen

    das hat sich Tilmann Bünz zur Aufgabe gemacht und lässt uns dabei in diesem Buch an seinen Eindrücken und Erlebnissen teilhaben.
    Für viele von uns ist das Baltikum immer noch ein Gebiet, das nicht sofort auf unserer Liste der Urlaubsländer steht, die man mal eben so bereist. Wieso eigentlich. Wir fahren an die deutsche und dänische Ostseeküste, nach Schweden und weiter doch Richtung Osten?
    Wer es dennoch wagt, der wird belohnt, von einer fantastischen Natur, netten Menschen und einer Kultur und Tradition die noch gepflegt wird.
    Tilmann Bünz hat diesen Teil der Ostsee der dort Westsee heißt per Fahrrad bereist.
    Von den fantastischen, unglaublich naturbelassenen kurischen Nehrungen bis nach Navra. Viel an der Küste entlang aber auch ins Landesinnere führt ihn sein Weg. Estland, Lettland, Litauen mit bekannten Städten wie Vilnius und Riga aber auch kleinen Dörfern und uns unbekannten Städtchen.
    Seine Art zu berichten lässt uns zuweilen den Eindruck bekommen selbst mit zu reisen. Wunderbar beschreibt er Land und Leute, seine Eindrücke und Erlebnisse und verbindet sie gekonnt mit früherem und aktuellen  geschichtlichem Hintergrund Wissen und Zeitgeschehen. Dabei gelingt es ihm den Zauber dieser Region spürbar zu machen.
    Am liebsten würde man es ihm direkt gleich tun. Aufs Rad und einfach los fahren. Es geht natürlich auch mit dem Auto, doch die Natur und die Menschen lernt man wohl per Pedes am besten und leichtesten kennen. Man kommt einfach schneller ins Gespräch.
    Ein tolles Buch, das uns die Länder und vor allem die Menschen entlang der Ostses, die dort Westsee heißt näher bringt und Lust macht es dem Auto gleich zu tun.
    Ich bin gespannt wohin sein Weg noch führt.
     
     


  8. Cover des Buches Wikmans Zöglinge (ISBN: 9783955101299)
    Jaan Kross

    Wikmans Zöglinge

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Kaum zu glauben, dass der estnische Autor diese Werk in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts geschrieben hat, kurz vor der Befreiung von der russischen Okkupation. Denn Stil und Inhalt würden eher vermuten lassen, dass es um das 19. Jahrhundert geht. Manchmal ist es ein wenig wie Spoerls "Feuerzangenbowle". Dennoch gibt es auch noch eine Dimension, die über die Schulgeschichte von Gymnasialschülern und -schülerinnen aus Tallinn hinausgeht. Denn die Geschichte spielt in der Zeit der Republik, kurz bevor Sowjetrussen und Deutsche der kurzen Selbständigkeit Estlands ein Ende machen. So wird auch der Geist der ersten Estnischen Republik zwischen den Weltkriegen lebendig, der Geist, an den das heutige Estland anschließen will.

  9. Cover des Buches Geschichte der baltischen Länder (ISBN: 9783150148945)
    Norbert Angermann

    Geschichte der baltischen Länder

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Dieses bei Reclam erschienene Sachbuch überzeugt mehr als das gleichnamige Werk, das bei Beck erschienen ist. Den Autoren gelingt es, so schwer es auch ist, diese ungleichen Ländern in den verschiedenen Epochen vergleichend darzustellen. Dass dies aber gerade in Bezug auf Litauen schwer ist, wird dem Leser aber auch klar gemacht. Eine weitere Stärek ist der weite sozialgeschichtliche Blick auf die drei Länder des Baltikums, der Alltagsgeschichte und Hochkultu einschließt. So wird einem etwa die große Bedeutung des kleinen estnischen Tartu klar, das im Jahr 2024 die Kulturhauptstadt Europas wurde. Ein empfehlenswerter Einstieg in die Geschichte von drei Ländern, in denen man weiß, was russische Okkupation bedeutet.

  10. Cover des Buches Der Mann, der mit Schlangen sprach (ISBN: 9783608981070)
    Andrus Kivirähk

    Der Mann, der mit Schlangen sprach

    (21)
    Aktuelle Rezension von: Tinten_sturm
    Mir persönlich hat der Roman nicht besonders gut gefallen. Das lag u.a. an dem trockenen, teils emotionslosen Erzählstil, aber auch an der vulgären Sprache. Sympathie konnte ich weder mit den dümmlichen und naiven Dorfbewohnern, noch mit den starrköpfigen, brutalen und verrückten Waldmenschen empfinden. Seitenweise wird sich in diesem Roman darüber echauffiert, wie furchtbar es ist, dass die Dorfmenschen Brot essen, während die Tode wichtiger Figuren wie nur in einem Nebensatz erwähnt werden. Auch die Sitten der Dorfbewohner waren hauptsächlich befremdlich, u.a. dass die Frauen sich regelmäßig mit Bären paaren. 

    Wer den Klappentext liest und denkt, dass es um einen Jungen und seine Suche nach dem Nordlanddrachen geht, dem kann ich klar sagen, dass dies nicht der Fokus des Romans ist. Der Fokus des Romans sind die Themen Veränderung, Modernisierung, Verfall von Traditionen und der Einzug des Christentums in Estland. Leemet steht zwischen der modernen Welt (dem Dorf) und der alten Welt (dem Wald). Doch weder das eine, noch das andere wirkt besonders verlockend. Zurück bleibt eine seltsame Nostalgie nach einer Vergangenheit, die eigentlich nicht wirklich lebenswert wirkt. 
  11. Cover des Buches Stalins Kühe (ISBN: 9783442743643)
    Sofi Oksanen

    Stalins Kühe

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Renate1964

    Sofi Oksanen schreibt über Sofia in der Stalinzeit,ihre Tochter Katharina und deren finnischen Mann im Kommunismus, vor allem über Anna, bei der die Geschehnisse durch Bulimie verarbeitet werden. Alles wäre sehr interessant, aber die kurzen Kapitel wechseln regelmäßig und besonders die Hauptfigur Anna wiederholt zu oft die gleichen Sätze 

  12. Cover des Buches Geschichte der baltischen Länder (ISBN: 9783406823640)
    Ralph Tuchtenhagen

    Geschichte der baltischen Länder

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater

    Am Anfang erfährt man, dass es einhellige Meinung ist, dass die Gemeinsamkeit der drei baltischen Länder auf der Sichtweise von außen beruht, vor allem auch auf der Sichtweise der deutschstämmigen Kolonisatoren. Daher ist es nicht immer ganz leicht, sich über nur ein Land, in meinem Fall Estland, zu informieren. Abgesehen davon gibt dieses Buch aber wissenschaftlich geschriebene aktuelle Informationen, die insbesondere auch den Aspekt der deutschbaltischen Eliten angemessen berücksichtigt. Von daher durchaus eine gute Vorbereitung auf das Leben im oder eine Reise ins Baltikum.

  13. Cover des Buches Höllenengel (ISBN: 9783423212403)
  14. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783844910858)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

    (5)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Dieses etwas eigenwillige Hörbuch wechselt zwischen den Zeitebenen Vergangenheit und Gegenwart und beleuchtet das jeweilige Leben der Aliide Tru und ihrer Enkelin Zara. Während Aliide das „alte“ Estland verkörpert, wird Zara in der Gegenwart porträtiert, wobei man als Hörer feststellen muss, dass sich zwar einiges geändert hat, aber leider nicht wirklich zum Guten. Damals, als Estland von den Russen besetzt wurde, musste man um sein Leben fürchten und heute ist es in bestimmten Kreisen ähnlich. Ich musste mich ein wenig „einhören“ doch dann fand ich mich oft sprachlos wieder bezüglich der Grausamkeiten, die die Männer an den Tag legten. Das Schicksal führte Aliide und ihre ihr bis dahin unbekannte Enkeltochter Zara zusammen und ließ damit einen Zusammenhalt entstehen, der ihnen schlussendlich das Leben rettet. Super im Wechsel vorgetragen von Anna und Katharina Thalbach, Julia Nachtmann, Heikko Deutschmann sowie Thomas Thieme konnte mich das Hörbuch dennoch nicht ganz abholen. Ich hatte es mir vor Jahren nach einer Baltikumsreise zugelegt und war deshalb sehr gespannt auf den Roman der Roman der finnisch-estnischen Autorin Sofi Oksanen. Von mir gibt es auf von dreieinhalb auf vier aufgerundete Sterne verbunden mit dem Vermerk, dass dieses Buch nichts für zartbesaitete Seelen ist.  

  15. Cover des Buches Die Schönheit der Geschichte (ISBN: 9783498038748)
    Viivi Luik

    Die Schönheit der Geschichte

    (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Der Gesang der Freiheit: Himmel, Erde, Schnee Teil 2 (ISBN: B07SJMP36W)
    Ira Habermeyer

    Der Gesang der Freiheit: Himmel, Erde, Schnee Teil 2

    (5)
    Aktuelle Rezension von: Nessa_Davy
    Die Geschichte um Lagles Familie dreht sich weiter: Lagle und Enn Treimann steuern auf ihre neue Zukunft zu und fordern Freiheit. Auch Lagles Sohn Kalev schließt sich dieser Forderung an und sucht zugleich noch seinen Platz in dieser Welt. Sigrun unterdessen behält ihren Kurs als Geschäftsfrau bei, wird aber dabei immer berechnender...

    Inhalt:
    Auch wenn es sich um einen historischen Roman handelt und man daher im Grunde schon von der Geschichte Estlands weiß, ist der Roman sehr spannend, da er die Geschichte der einzelnen Figuren in dieser Zeit beleuchtet. Estland ist selten ein Roman-Schauplatz und bietet uns Einblick in eine unbekannte Welt und in ein - für die meisten von uns - fremdes System.
    Da der Ruf der Esten nach Freiheit lauter wird, finde ich den zweiten Band spannender als den ersten: die Leute beginnen, sich offen gegen das Regime zu wenden - und das bringt natürlich auch Gefahren mit sich.

    Figuren:
    Die Autorin lässt sich durchaus Zeit mit der Entwicklung der Figuren, was der Spannung allerdings keinen Abbruch tut. Das Ergebnis sind dafür glaubwürdige, "dreidimensionale" Figuren, mit all ihren Stärken und Schwächen. Es ist schwierig, eine Lieblingsfigur zu finden, aber auch einen kompletten Antagonisten gibt es (zumindest unter den Hauptfiguren) nicht - an allen Figuren gibt es etwas, das ich mag und etwas das mich stört. Sie entwickeln sich auch ständig fort, was zur Dynamik des Buches beiträgt.

    Fazit:
    Wer den ersten Band gelesen hat, sollte sich die Fortsetzung nicht entgehen lassen! Und auch für den ersten Band muss ich aufgrund dieser großartigen Fortsetzung noch einmal eine Leseempfehlung aussprechen!
  17. Cover des Buches Lena Halberg: Der Cellist (ISBN: 9783868412109)
    Ernest Nyborg

    Lena Halberg: Der Cellist

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Pharo72

    Eher durch Zufall stößt die Journalistin Lena Halberg auf der Suche nach einer neuen Story auf den mysteriösen Selbstmord eines Bankers. Sie nimmt die Fährte auf und wird in den Panama-Papers fündig. Martin Kurkov, ein eiskalter Finanzhai, der sich gern als Kunst-Mäzen und Förderer des jungen Cellisten Andrej Majinski präsentiert, scheint in diverse krumme Geschäfte verwickelt zu sein. Wie schmutzig diese sind und dass sich Lena auf der Jagd nach Beweisen in höchste Gefahr begibt, bemerkt sie fast zu spät.

    Meine Meinung:

    Eigentlich schien die Geschichte um Lena Halberg mit dem letzten Teil der Trilogie (Paris ´97, New York ´01 und London ´05) von Ernest Nybørg beendet, aber die Journalistin ist zurück und kein bisschen ruhiger geworden. Sie lebt mittlerweile in der Nähe von Bozen und arbeitet für einen italienischen Sender. Nachdem sie einen Aufhänger gefunden hat, verbeißt sie sich in gewohnter Manier in die Story und trotzt jeder Gefahr. Das tut sie für meinen Geschmack manchmal ein wenig zu verantwortungslos und ohne Rücksicht auf ihr Umfeld.

    Der Autor hat einmal mehr hervorragend recherchiert und bedient sich echter Pressemeldungen, um daraus eine spannende Story zu konstruieren. Diese wirkt denn auch äußerst authentisch und wirklichkeitsnah. Die Spannung nimmt diesmal etwas langsamer Fahrt auf und auch der Leser muss eine anfängliche Verwirrung aufgrund recht vieler Schauplätze in Kauf nehmen. Die Jagd nach Informationen und verschiedenste Verbrechen führen quer über den Erdball und verdichten sich zu einem Sog, dem man sich spätestens ab der Hälfte des Buches nicht mehr entziehen kann.

    Natürlich sind die Hintergründe der Bücher der Trilogie aufgrund ihrer Brisanz und Öffentlichkeitswirksamkeit für viele sicher noch spannender zu lesen, ich bilde da keine Ausnahme, aber wer sich für politische Verstrickungen speziell auf dem Finanzsektor interessiert, ist mit diesem Roman definitiv gut bedient. Ein Thriller, der einen mitfiebern lässt, aber auch nachdenklich macht.

  18. Cover des Buches Schwalben (ISBN: 9783845912233)
    Ira Habermeyer

    Schwalben

    (20)
    Aktuelle Rezension von: silvie1111
    Die Geschichte in diesem Buch und wie die Handlung komponiert wurde fand ich sehr gelungen. Das Setting in Estland um den Zweiten Weltkrieg waren sehr glaubhaft dargestellt. 
    Leider gab es innerhalb der Szenen dauernde "POV hoppings", eine Passage aus Sicht der einen Person, dann wieder eine andete, was es schwermachte, ganz in die Charaktere einzutauchen. Die Hauptcharaktere fand ich besonders am Anfang etwas blass. Nach ca. 100 Seiten zog die Handlung jedoch an, und dann wurde es richtig spannend. 
    Sehr gerne gelesen. Leseempfehlung!
  19. Cover des Buches Die baltische Tragödie (ISBN: 9783853652077)
    Siegfried von Vegesack

    Die baltische Tragödie

    (3)
    Aktuelle Rezension von: AMCLiest

    Leider bin ich auf meiner Baltikumreise nicht dazu gekommen, das Buch auszulesen, da es doch viel Aufmerksamkeit erfordert. Denn das Schicksal von Aurel, eines Deutschbalten gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts bis zum Ende des ersten Weltkriegs, ist faszinierend und historisch, ja fast autobiographisch belegt. 

    Die Kindheit Aurels im Herrenhaus Blumsberghof, die vielen Besuche bei den Verwandten und ersten Verluste, wie etwa der Amme Mila uns seinen Freund Boris prägen den Jungen ebenso wie die Frage der Zugehörigkeit  zum Land und seiner Bewohner. Es ist ein wunderschönes Bild einer längst versunkenen Welt der deutschen Großherren, die sich mit Dünkel über die estnischen Bauern erhaben fühlen, die mehr oder weniger deutsch bleiben wollen, obwohl sie eigentlich zum russischen Großreich gehören. Sie können und werden sich mit den neuen Gegebenheiten und nationalistischen Strömungen schlecht auseinandersetzen, Vorerst aber wächst Aurel wohlbehütet mit seinen drei wesentlich älteren Brüdern und seiner kleineren Schwester auf, stellt noch nicht alles in Frage, spürt aber doch manchmal eine gläserne Wand zu den Dienern und den Bauern, Erst als sein Vater stirbt , ändert sich sein Leben schlagartig, Nun muss er in Riga das Gymnasium besuchen und findet sich anfangs in der Stadt schwer zurecht, zu sehr ist er das Leben am Land gewohnt gewesen. Aber er findet Freunde, lernt die Musik von Wagner kennen und bei Tante Ada Klavier spielen. Noch immer ist er in seine Kusine Warinka verliebt, die ihn aber nicht erhört. Trotz Bällen, Opernbesuchen und Diskussionen bei seinen Onkeln, die unterschiedliche Ansichten über die Zukunft des Baltikums haben, wird sich Aurel seinen deutschen Erbes bewußt und steht fest dazu. Die Szene in der Schule, in der Aurel sich weigert "Ich bin ein Russe" zu schreiben, verdeutlicht seine Einstellung, auch wenn es beinahe einen Schulverweis kostet, Es beginnt in der Bevölkerung zu gären, das Nationalbewusstsein der Esten erwacht und es kommt zu ersten Ausschreitungen, die noch von den Russen in Schach gehalten werden. Aurel und seine Freunde finden das noch faszinierend. Erst mit dem Beginn des ersten Weltkrieges und der darauffolgenden russischen Revolution ändert sich das Leben der Deutschbalten gewaltig. Schon während seines Studiums in Dorpat lernt Aurel die Gewalt der Revolution kennen, und fühlt sich kaum mehr heimisch. Da er während einer Mensur am Auge verletzt wird, kann er auch nicht im Krieg kämpfen und fühlt sich als "kleine baltische Randfigur". 

    Der blanke Terror, auch der Bolschwisten, herrscht bald, den auch Aurel persönlich kennenlernt. Seine engen Freunde aus dem Gymnasium, der Elch und Nix ziehen ebenso in den Krieg wie sein Bruder Christof. Nicht alle kehren unverletzt  zurück, der Krieg endet voerst mit der Besetzung durch die 8. deutsche Armee. Die darauffolgende  Misswirtschaft der Deutschen gefällt gar nicht, sodass bald (1918) um die Unabhängigkeit Estlands gekämpft wird. Aurel jedoch verlässt 1918 sein Land, um nach Deutschland zu gehen, wohin ihn seine Erinnerungen begleiten werden.

    Siegfried von Vegesack erzählt in gewaltigen Bildern von einer versunkenen Welt, de versucht ihre Werte und Moralvorstellungen in einer sich ändernden Zeit aufrecht zu erhalten und gerade deswegen auch zugrunde gehen wird. Die Deutschbalten, die als Herren gekommen sind, haben Standesdünkel, auch wenn sie sich der Dienerschaft und den Bauern gegenüber wohlwollend gegenüber zeigen, sie sind in ihrer Art authentisch, auch wenn sie sich Gedanken machen. Ihre Meinungen spiegeln sich in den Einstellungen der Onkel Aurel wider. Einen Onkel zieht es mit seiner Tochter Sonjetschka nach Russland, den anderen ins Baltikum und die Tante, die Aurel Klavier spielen lehrt, schwärmt nur von Deutschland. Aurel weiß nicht wohin er gehört, bei den Frauen in seinem Leben geht es ihm leider genauso. Die einzige Konstante ist sein Mutter, die voller Liebe für alle ist.

    Die Geschichte ist wunderbar zu lesen, wenn man sich die Zeit dafür nimmt. Was mir persönlich gefehlt hat, waren mehr Jahreszahlen zur Orientierung, aber das ausführliche Glossar entschädigt für einiges. Die Sprache ist bildgewaltig und der Schreibstil nach einiger Eingewöhnung flüssig, ein wunderbares Stück Zeitgeschichte!



  20. Cover des Buches Mein Radweg nach St. Petersburg (ISBN: 9783741838934)
    Udo Zimmermann

    Mein Radweg nach St. Petersburg

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Sonne63
    Inhalt (Klappentext):
    Der Traum einer großen Radtour ist für Udo Zimmermann wahr geworden. An einem schönen Sommertag startet er in aller Frühe mit seinem vollgepackten Fahrrad zu einer Tour über 4000 Kilometer quer durch Deutschland, Polen und die baltischen Länder ins russische St. Petersburg. Die Spannung ist riesig. Was werden die folgenden zehn Wochen bringen? Werden die angeschlagenen Knie, das schon etwas betagte Fahrrad die Strecke durchhalten? Durch völlig unbekannte Landschaften führt die Route. Den unterschiedlichsten Menschen begegnet er. Zahlreiche Erlebnisse werden zu Erfahrungen und regen zum Nachdenken an. Gleichzeitig erscheint das langsam näher kommende Russland immer geheimnisvoller...

    Meinung:
    Dieses Buch entdeckte ich mehr oder weniger durch Zufall. Und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut, es gelesen zu haben. Ganz im Gegenteil. Der Autor erzählt von seiner Reise, seinen Eindrücken, seinen Begegnungen. Teilweise sah er sich mit Problemen konfrontiert, doch er fand immer eine Lösung. Menschen unterschiedlichster Kulturen kreuzten seinen Weg. Trotz mancher Sprachschwierigkeiten lernte er liebenswerte Leute kennen.

    Sehr ansprechend auch die Ausführungen zur Landschaft der verschiedenen Länder. Obwohl er seine Eindrücke in Form eines Reisetagebuches, sehr sachlich und kurzgehalten, schildert, reicht das vollkommen aus, um die zugehörigen Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Am liebsten wäre ich so manches Mal selbst dort gewesen, um diese Schönheit der Natur, diese Ruhe zu spüren und zu genießen.
    Natürlich musste der Autor auch Dinge erleben, die nicht ganz so positiv waren. Doch die erwähnt er nur am Rande. Für ihn zählt eher das Positive, das bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

    Sein Fazit: Ein tolles Erlebnis, das zeigt, dass die Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen doch auch sehr viel gemeinsam haben.

    Mein Fazit:
    Ein wirklich gut gelungener Bericht, der nicht nur Land und Leute skizziert, sondern den Leser auch einmal innehalten lässt, um sich ein klein wenig bewusst zu machen, was im Leben wirklich wichtig ist. Sehr empfehlenswert.
  21. Cover des Buches Als die Tauben verschwanden (ISBN: 9783844910100)
    Sofi Oksanen

    Als die Tauben verschwanden

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962
    Als die Tauben verschwanden gelesen von Julia Nachtmann, Wanja Mues, Birte Schnöink und Jörg Pohl

    Estland zur Zeit der deutschen Besatzung: Roland hält sich versteckt, da er immer noch an die estnische Befreiung glaubt. Edgar versucht ins Zentrum der Machthaber vorzustoßen. Seine Frau Juudit verliebt sich in einen hohen deutschen Offizier. Sie ahnt allerdings nicht, dass ihr Mann über genau diesen Offizier die Karriereleiter emporklettern möchte. Als der Krieg beendet ist, werden die Karten neu gemischt, Estland steht nun unter der Besatzung der Russen. Wieder ist es Edgar, der hofft, auch bei den Kommunisten eine herausragende Rolle zu spielen. Er dreht seine Fahne quasi nach dem Wind.

    Wie auch im Band Fegefeuer werden die Personen von verschiedenen Darstellern gesprochen. Auch springt die Autorin stark in den Zeiten hin und her. Dabei verliert man aber nicht den Faden. Dennoch muss man das Hörbuch konzentriert verfolgen. Es ist ein kluger Roman, der doch recht anspruchsvoll geschrieben ist. Interessant, wie die Esten als Volk drangsaliert wurden. Allerdings ist es den meisten Lesern doch recht fremd. Es wird Zeit, seine geschichtlichen Lücken zu füllen.
  22. Cover des Buches Ja, damals... (ISBN: 9783921255742)
  23. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks