Bücher mit dem Tag "ethnologie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ethnologie" gekennzeichnet haben.

167 Bücher

  1. Cover des Buches Das Kind, das nicht fragte (ISBN: 9783442739813)
    Hanns-Josef Ortheil

    Das Kind, das nicht fragte

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    'Das Kind' ist in diesem Fall ein fast 40jähriger Ethnologe, der noch immer darunter leidet, was seine vier älteren Brüder ihm angetan haben und dass sie auch heute noch versuchen, über ihn zu bestimmen.

    Er kommt im sizilianischen Ort Mandlica an, über dessen Bevölkerung er eine Forschungsarbeit schreiben will. Dazu muss er viele Gespräche und Interviews führen. Er ist immer derjenige, der sich alles erzählen lässt, aber von sich selbst sprechen kann er nicht. Daran sind alle seine Beziehungen zerbrochen. Hier aber trifft er in Paula, einer Deutschen, die große Liebe, der es gelingt, sein Herz zu öffnen oder - prosaischer ausgedrückt - ihn zum Reden über sich und sein Leben zu bringen.

    Das mag kitschig klingen, ist es aber in keinster Weise. Schließlich ist der Autor ein anerkannter Professor für Literatur und kreatives Schreiben, der für seine feinen Beobachtungen und Beschreibungen bekannt ist. Genau das machte die Geschichte für mich allerdings ein bisschen langweilig. Eine poetische Sprache allein war mir da ein bisschen zu wenig.

    Dennoch: für Fans von Hanns-Josef Ortheil lesenswert.
  2. Cover des Buches Maria, ihm schmeckt's nicht! (ISBN: 9783548264264)
    Jan Weiler

    Maria, ihm schmeckt's nicht!

     (1.143)
    Aktuelle Rezension von: MoniqueH

    Jan Weiler schreibt Geschichten die teils basiert sind auf sein eigenes Leben. Dieses Buch beschreibt den Anfangsjahren in seine Beziehung, später Hochzeit und die ersten Lebensjahre. Wichtig ist dabei das er eine Frau geheiratet hat die eine italienische Vater hat. Vieles in dieses Buch dreht um den Vater. Der ist originell und sich selbst. Jeder muss sich ihm anpassen ob er will oder nicht es passiert einfach. Jan kommt dadurch in viele komisch und unmögliche Situationen und erzählt es so als ob man selbst daneben sitzt.

    Lachen vorprogrammiert.

  3. Cover des Buches Gibt es intelligentes Leben? (ISBN: 9783499620768)
    Dieter Nuhr

    Gibt es intelligentes Leben?

     (217)
    Aktuelle Rezension von: Buecherkopfkino

    Ich sag es lieber direkt: Das Buch ist auf meinem SaB (Stapel abgebrochener Bücher) gelandet und wird dort auch definitiv bleiben. Nach Seite 117 habe ich es nur ganz grob überflogen und mir die Bilder angeschaut. 

    Wer hier auf Wissenserweiterung mit ein bisschen Komik hofft, liegt ziemlich falsch. Es gibt zwar ein paar Informationen aus Studien und Wissenschaft, aber nicht ausreichend, dass es wirklich nennenswert wäre. Die "Witze" kommen einem sehr gezwungen vor und sind gespickt mit Klischees und Vorurteilen. 

    Leider kein Buch, dass ich empfehlen würde und daher nur 1/5🦉


    Irgendwann fand ich Dieter Nuhr mal witzig, habe aber schon ewig nichts mehr von ihm gesehen oder gehört. Vielleicht hat sich mein Geschmack auch geändert. Das sollte ich mal auf die Probe stellen. Das Buch ist übrigens auch schon aus dem Jahr 2006 und somit 15 Jahre alt (wie die Zeit vergeht 🙈), da können sich Meinungen ändern. Das Buch habe ich allerdings irgendwo günstig bekommen oder aus einem öffentlichen Bücherregal und habe mich erinnert, dass ich das Buch mal lesen wollte. Es lag jetzt aber auch schon Jahre auf meinem SuB. 


  4. Cover des Buches Credo. Das letzte Geheimnis (ISBN: 9783426500477)
    Douglas Preston

    Credo. Das letzte Geheimnis

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Petroel

    In einem abgelegenen Labor geschieht das Unfassbare: Wissenschaftler finden eine Möglichkeit, mit Gott zu kommunizieren! Aber darf der Mensch sich dies anmaßen? Während ein TV-Prediger die Öffentlichkeit gegen die Blasphemie aufhetzt, versucht Spezialermittler Wyman Ford im Auftrag der Regierung herauszufinden, was wirklich in der Forschungseinrichtung geschieht. Ihm bleibt nicht viel Zeit, denn vor den Toren des Labors formiert sich ein wütender Mob … 


    Ich persönlich glaube nicht und mir ist das ganze suspekt. Aber die Gottesfürchtigen sind radikal in ihrem Glauben.


  5. Cover des Buches Am ersten Tag (ISBN: 9783442376582)
    Marc Levy

    Am ersten Tag

     (101)
    Aktuelle Rezension von: SonnenBlume

    Die Archäologin Keira und den Astrophysiker Adrian verbindet ein gemeinsamer Sommer, an dessen Ende sie ihn wieder verlässt. Beide haben lange keinen Kontakt und gehen ihren Berufen leidenschaftlich nach, bis sie ein hochdotierter Wissenschaftspreis wieder zusammenbringt. Doch auch dieses Mal ist Adrian nicht mehr als eine Nach vergönnt, nach der Keira einen geheimnisvollen Anhänger bei ihm lässt.
    Sie will wieder zu ihrer Ausgarbungsstätte nach Äthiopien zurückkehren, während Adrian versucht herauszufinden, was Keira ihm mit diesem geheimnisvollen Anhänger mitteilen wollte. Als er sich auch nach einiger Zeit keinen Reim auf das alles machen kann reist er zu Keira und versucht gemeinsam mit ihr das Geheimnis um den mysteriösen Anhänger zu lüften. Die beiden reisen um die Welt und ihre Fragen beantwortet zu bekommen und sind sich lange nicht bewusst, dass all die Unfälle um sie herum keine Zufälle sind, sondern sie mit ihrer Suche eine mächtige Organisation gegen sich aufbringen, die vor wenig zurückschreckt.

    Ich habe mich gefreut auf einen Liebesroman, der mir mein Herz erwärmt. Bekommen habe ich ein Buch, dessen Gerne ich nicht so recht einordnen kann mit Dialogen, die wahrscheinlich kein Mensch so verkrampft führen würde. Lange wusste ich nicht, wohin mich die Geschichte führt (außer einmal fast um die ganze Welt), am Ende angelangt war ich von Marc Levy als Reiseführer leider aber nicht sonderlich überzeugt.
    Abgesehen von den völlig krampfhaft konstruierten Dialogen war ich spätestens ab Hälfte des Buches sehr genervt von der geheimnisvollen Gruppierung, die Adrian und Keira um jeden Preis stoppen will. Man bekommt als Leser immer nur kleine Stückchen zugeworfen, die nicht mal den hohlen Zahn füllen und nicht wirklich Informationen bringen, die mich gerne zum Weiterlesen bewegt haben.

    Alles in allem mache ich keine Freudensprünge bei der Aussicht auf Teil zwei, auf der anderen Seite möchte ich aber natürlich wissen, was es mit dem Anhänger jetzt wirklich auf sich hat und vor allem, wie es Adrian geht. Hoffnung auf große Verbesserungen mache ich mir aber leider nicht.

  6. Cover des Buches Waterlily (ISBN: 9783957840325)
    Ella Cara Deloria

    Waterlily

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Revontulet

    Der Roman zeigt uns einen Einblick in das Leben einer jungen Dakota im 19. Jahrhundert. Die Autorin Ella Cara Deloria, wird vom Verlag beschrieben als "Ethnologin, die Feldforschung in ihrem eigenen Stamm betrieb."
    Und genau das macht die Geschichte so authentisch und interessant.
    Vom Stil her fand ich es sehr sachlich geschrieben und mir fehlte manchmal der emotionale Bezug dazu.
    Ich habe deswegen ein bisschen länger für das Buch gebraucht, da es außerdem sehr viele Informationen und einen großen Einblick in die Welt der Autorin und die Kultur der Dakota gab und ich nicht alles so schnell verarbeiten konnte.

    Alles in allem ein guter Tipp für Menschen, die sich mit Native Americans auseinandersetzen möchten und keine Lust auf die Darstellungen von Karl May etc. haben.

  7. Cover des Buches Euphoria (ISBN: 9783423145800)
    Lily King

    Euphoria

     (115)
    Aktuelle Rezension von: mabo63


    Ein gelungener Mix der Genre den Lily King mit Euphoria serviert. Wissenschaftsgeschichte, Abenteuerroman, Historischer Roman und Liebesgeschichte.

    Der Roman basiert teils von den Aufzeichnungen von Margaret Meads, die in den 30er Jahren in Neuguinea als Ethnologin die verschiedenen Völker und unter anderem deren Geschlechterrollen aufzeichnete.


    In diesem Roman sind es Nell Stone und ihr Mann Fen die es an den Fluss Sepik in Neuguinea verschlägt, dort wollen sie ein friedliches Volk die 'Tam', erforschen. Dazu ermuntert wurden sie (nicht zuletzt auch aus Eigennutz )vom britischen Wissenschaftskollegen Andrew Bankson. Denn seine eigenen Studien im Dschungel stocken, er steckt in einer Krise und ist schwer depressiv.

    Er führt sie mit dem Einbaum zu den Tam:


    [..Mein Dorf Nengai lag 40 Flussmeilen westlich von Angoram, in Luftlinie betrug die Entfernung nur die Hälfte aber der Sepik, der längste Fluss Neuguineas, ist der Amazonas des Südpazifik und bildet so extreme Schleifen dass er, wie ich ein Jahrzehnt später in einem ganz anderen Zusammenhang entdeckte, über 1500 Altwasser hat, Schlaufen deren Krümmung irgendwann so stark wurde dass die Verbindung abriss. Aber nachts in einem Einbau, selbst einem motorisierten, merkt man von diesem ineffizienten Schlängelkurs nichts. Man spürt nur wie der Fluss einen Bogen macht und dann irgendwann einen nächsten. Man gewöhnt sich an die Moskitos in Augen und Mund und an die glänzenden Reliefs der Krokodile und das Zappeln und Waschen unzähliger Nachttiere die sich satt fressen, während ihre Jäger schlafen. Die unnötigen 20 Meilen stören nicht, wenn überhaupt wünscht man sich die Fahrt dauerte länger..]


    Leseempfehlung!


    Ein gelungener Mix der Genre den Lily King mit Euphoria serviert. Wissenschaftsgeschichte, Abenteuerroman, Historischer Roman und Liebesgeschichte.

    Der Roman basiert teils von den Aufzeichnungen von Margaret Meads, die in den 30er Jahren in Neuguinea als Ethnologin die verschiedenen Völker und unter anderem deren Geschlechterrollen aufzeichnete.


    In diesem Roman sind es Nell Stone und ihr Mann Fen die es an den Fluss Sepik in Neuguinea verschlägt, dort wollen sie ein friedliches Volk die 'Tam', erforschen. Dazu ermuntert wurden sie (nicht zuletzt auch aus Eigennutz )vom britischen Wissenschaftskollegen Andrew Bankson. Denn seine eigenen Studien im Dschungel stocken, er steckt in einer Krise und ist schwer depressiv.

    Er führt sie mit dem Einbaum zu den Tam:


    [..Mein Dorf Nengai lag 40 Flussmeilen westlich von Angoram, in Luftlinie betrug die Entfernung nur die Hälfte aber der Sepik, der längste Fluss Neuguineas, ist der Amazonas des Südpazifik und bildet so extreme Schleifen dass er, wie ich ein Jahrzehnt später in einem ganz anderen Zusammenhang entdeckte, über 1500 Altwasser hat, Schlaufen deren Krümmung irgendwann so stark wurde dass die Verbindung abriss. Aber nachts in einem Einbau, selbst einem motorisierten, merkt man von diesem ineffizienten Schlängelkurs nichts. Man spürt nur wie der Fluss einen Bogen macht und dann irgendwann einen nächsten. Man gewöhnt sich an die Moskitos in Augen und Mund und an die glänzenden Reliefs der Krokodile und das Zappeln und Waschen unzähliger Nachttiere die sich satt fressen, während ihre Jäger schlafen. Die unnötigen 20 Meilen stören nicht, wenn überhaupt wünscht man sich die Fahrt dauerte länger..]


    Leseempfehlung!


  8. Cover des Buches Der verlorene Ursprung (ISBN: 9783548607375)
    Matilde Asensi

    Der verlorene Ursprung

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Nala73
    Für mich mehr Sachbuch als Roman. Manche Stellen ziehen sich sehr, die spannenden Teile sind sehr kurz.


    Der junge Anthropologe Daniel Queralt erkrankt lebensgefährlich und fällt ins Koma, ohne dass die Ärzte eine Ursache dafür feststellen können. Sein Bruder Arnau setzt alles daran, ihn zu retten. Er erfährt, dass Daniel mit der Entzifferung einer geheimnisvollen Schrift der Inka zu tun hatte. Seine Spurensuche führt Arnau zu den Ruinen von Tiahuanaco im Dschungel des Amazonasgebiets. Ist Daniel einem uralten Fluch zum Opfer gefallen?
  9. Cover des Buches Traurige Tropen (ISBN: 9783518278406)
    Claude Lévi-Strauss

    Traurige Tropen

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Feuerland (ISBN: 9783423282697)
    Michael Hugentobler

    Feuerland

     (14)
    Aktuelle Rezension von: lesefreude_book

    Thomas Bridges ist fasziniert von den Yamana im argentinischen Feuerland. Als Ziehsohn eines britischen Missionars lebt er hier am Ende der Welt. Er will die Sprache der Yamana zu verstehen. Sein Lebenswerk ist es die Wörter und die Sprache der Yamana festzuhalten. Dies verfolgt er obsessiv.


    Jahrzehnte später wird das Buch gestohlen und fällt dem deutschen Völkerkundler Ferdinand Hestermann in die Händer. Hestermann spürt sofort, dass es sich hierbei um einen wahren Schatz handelt. Als die Nazis beginnen Bücher einzusammeln und zu verbrennen, muss er es irgendwie außer Land schaffen.


    „Feuerland“ ist in drei Teile gegliedert. Schade fand ich, dass sich zwei der drei Teile mit Hestermann under seiner Person, der Völkerkunde per se und Hestermanns Angst um das Buch beschäftigen. Lediglich im Mittelteil geht es um Thomas Bridges und seine Zeit bei den Yamana. Hier hätte ich mir wesentlich mehr Einblicke in die Lebensweise gewünscht.


    Nichtsdestotrotz fängt „Feuerland“ super spannend an. Der Schreibstil ist mitreißend und von großer Genauigkeit geprägt – zumindest empfinde ich das als Laie auf dem Gebiet so. Es werden viele unterschiedliche Sprachen und Bücher der Anthropologie erwähnt.


    Im letzten Teil wird es mir zu skurrile. Es fühlt sich mehr wie ein Drogenwahn als die Erzählung einer wahren Geschichte an.

  11. Cover des Buches Wurzeln (ISBN: 9783956142352)
    Maurizio Bettini

    Wurzeln

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  12. Cover des Buches Auf der Suche nach dem verlorenen Glück (ISBN: 9783406708657)
    Jean Liedloff

    Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

     (41)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Dieses Buch zeigt eine gesunde Philosophie auf, wie man sein Kind zu einem glücklicherem Menschen macht. Und was wir im Umgang miteinander noch von den Stämmen der Venezuelanern lernen können.

  13. Cover des Buches Traumfänger (ISBN: 9783641087852)
    Marlo Morgan

    Traumfänger

     (489)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Ich habe dieses Buch vor über zwanzig Jahren und jetzt noch einmal mit Begeisterung verschlungen. Obwohl es mir an vielen Stellen doch sehr märchenhaft vorkam, versuchte ich dem Vorwort der Autorin zu glauben, alles selbst erlebt zu haben. Erst als ich im Anschluss nach näheren Angaben zur Autorin suchte, musste ich entdecken, dass sie bereits 1996 zugab, diese Erzählung erfunden zu haben.


    Auch als Roman ist das Buch lesenswert. Denn es behandelt eine Einstellung der australischen Ureinwohner zur Natur, die uns allen gut täte! Da wird voller Überzeugung der Glaube verbreitet, dass man den anderen nur durch den eigenen Lebenswandel, die eigene Handlung und Verhaltensweise beeinflussen kann. Gleichzeitig wird den Aborigines nachgesagt, dass sie in fünfzigtausend Jahren keine Wälder vernichtet, kein Wasser vergiftet und keine Pflanzen oder Tiere ausgerotteten. Trotzdem hätten sie immer über ausreichend Nahrung und Obdach verfügt, viel gelacht und nur selten geweint. „Ihre Leben sind lang, ausgefüllt und gesund, und wenn sie diese Welt verlassen, tun sie dies mit Zuversicht in ihren Seelen.“ (Seite 153) Es gefiel mir, dass Aborigines keinen Geburtstag feiern, sondern die Wissenserweiterung eines Menschen, die Entwicklung neuer Talente. Die Verwendung natürlicher Medikamente wird hervorgehoben, ebenso wie übernatürliche Fähigkeiten.


    Die US-amerikanische Ärztin und Autorin Marlo Morgan wurde 1937 in Fort Madison, Iowa geboren. Die erste Auflage dieses Buches erstellte sie laut Wikipedia zusammen mit ihren Kindern und verlegte sie selbst. Darin machte sie noch Reklame für ein bestimmtes Teebaumöl, das ihr geholfen hatte, die im Outback erworbenen Wunden zu heilen. 1994 erschien dann die amerikanische Originalausgabe unter dem Titel Mutant Messages Down Under“ bei Harper CollinsPublishers und wurde schnell zu Bestseller.


    Fazit: diese Abrechnung mit unserer Art zu leben und dabei die Natur zu zerstören sowie das Herausheben der Lebensweise der Ureinwohner liest sich angesichts der deutlich spürbaren Welterwärmung sehr gut und macht nachdenklich.

  14. Cover des Buches Die "Unkräuter" in meinem Garten (ISBN: 9783833863493)
    Wolf-Dieter Storl

    Die "Unkräuter" in meinem Garten

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Barbara_Reisinger
    Das Buch bietet ein umfangreiches Wissen der gewählten Wildkräuter - ob für Neulinge oder Kenner, es gibt immer wieder Neuigkeiten zu finden! Tipps für die Praxis im eigenen Garten runden ab und die vielen schönen Fotos machen das Erkennen der Pflanzen in der freien Natur recht einfach. Schönes Werk!
  15. Cover des Buches Einführung in die Europäische Ethnologie (ISBN: 9783406504624)
  16. Cover des Buches Das Prachtboot (ISBN: 9783103970364)
    Götz Aly

    Das Prachtboot

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Viele von uns Lesern stehen oft staunend in den diversen Museen und bewundern die ausgestellten Artefakte. Doch kaum jemand hinterfragt, wie die Ausstellungsobjekte in die Museen gelangt sind. Hin und wieder, wenn es öffentlich ausgetragene Diskussionen um Restitution gibt, lässt sich vermuten, dass zahlreiche Objekte auf nicht immer legale Weise in den Besitz der Museen gekommen sind. 

    Götz Aly beschreibt in diesem Sachbuch am Beispiel des Prachtbootes von Luf, wie gezielter Raubzug und Genozid an den Bewohnern im damals „Bismarck-Achipel“ genannten Inselreich hunderte Kunstwerke in den Besitz deutscher Museen gelangt sind. Staatlich sanktionierter Völkermord, unter dem Deckmäntelchen der „Vergeltung“ und Ausplünderung durch Kapitäne, Ärzte, Wissenschaftler, Theologen oder Händlern zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Buch.  

    Besonders erschreckend ist, dass bis heute kein Gedanke an das verübte Verbrechen verschwendet wird, sondern nach wie vor gelogen wird, wenn es um die Provenienz der Objekte geht.  

    Wie perfide die Räuber dabei vorgingen, soll hier nur kurz angerissen werden: 

    Auf der Insel Luf wurden 1882/83 sämtliche Hütten der Einwohner sowie die Kokospalmen zerstört. Damit wurde ihnen jegliche Lebensgrundlage genommen. Und warum? Weil die „Wilden“ für ihre „Missetaten“ bestraft werden sollten. „Missetaten“ wie festhalten an den althergebrachten Traditionen, sich wehren gegen die Eroberer etc.

    Die weißen „Herrenmenschen“ kamen als „Überlegene“ zu den Naturvölkern, die sie als „Kanaken“ verunglimpften. Mit Glasperlen und billigsten Tand wurde anfangs Handel betrieben. Bislang unbekannte Krankheiten wie Masern, Grippe oder Syphilis, denen die Einwohner nichts entgegen zu setzen hatte, dezimierten die Bevölkerung. Eine besonders abscheuliche Aktion war auch das absichtliche Süchtigmachen nach Tabak. Man steckte die Menschen in sogenannte „Raucherschulen“ und machte sie von besonders minderwertigem Tabak abhängig.  

    Die Rechtfertigung, die bis heute herhalten muss lautet(e): „Wir bewahren die Kunstschätze. Wenn wir es nicht tun, tu es andere.“ 

    Götz Aly weiß, worüber er schreibt, war doch einer seiner Vorfahren an diesem Genozid beteiligt. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und nimmt auch Anfeindungen, denen er nach der Veröffentlichung des Buches ausgesetzt ist, in Kauf.  

    Das Buch, das sprachlos und wütend macht, wird durch zahlreiche Originaldokumente wie Auszüge aus Reiseberichten und Fotos ergänzt. 

    Fazit: 

    Ein ganz wichtiges Buch über das verabscheuungswürdige Verhalten deutscher „Forscher“ und deren Helfer, dem ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe. 

     

  17. Cover des Buches Schule der Rebellen (ISBN: 9783446265806)
    Charles King

    Schule der Rebellen

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Lévi-Strauss (ISBN: 9783518427705)
    Emmanuelle Loyer

    Lévi-Strauss

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Wedma

    Diese Biographie (Bio) habe ich gern gelesen. Sie ist etwas Besonderes. Nicht nur weil es um einen außerordentlichen Wissenschaftler geht. Auch die Art, wie sie geschrieben wurde, ist auf jeden Fall bemerkenswert. Emmanuelle Loyer ist sehr gut gelungen, das Wesen von Claude Lévi-Strauss (CLS), seine Art, seinen Gedankengut, seine Arbeit, seine Bücher, uvm. den Lesern näher zu bringen.

    Diese Biographie weist ein recht hohes Niveau auf. Passt zu CLS. Im Wesentlichen ist diese Bio chronologisch aufgebaut, aber insb. zum Schluss eher nach Themen, sodass man mal in den Zeiten springt. Aber das ist gerechtfertigt.

    An folgende Zeilen des Klappentextes musste ich oft denken, da sie so toll den Inhalt beschreiben:  „Wissenschaftler, Schriftsteller, Melancholiker, Ästhet – Claude Lévi-Strauss (1908-2009) hat nicht nur Wissenschaftsgeschichte geschrieben, sondern auch unseren Blick auf uns selbst und auf die Welt verändert. In ihrer preisgekrönten Biographie durchmisst die Historikerin Emmanuelle Loyer das Leben und den intellektuellen Werdegang des weltberühmten Anthropologen.“

    Dieser Werdegang ist faszinierend, weit davon entfernt, gradlinig und von Kindesbeinen an auf nur ein vordefiniertes Ziel ausgerichtet zu sein. Sein Vater ist Künstler, Maler. Claude wuchs entspr. nach dem humanistischem Vorbild auf, studierte zunächst Philosophie und unterrichtete diese. Dann reiste er nach Brasilien und besuchte auf mehreren Expeditionen die indigenen Völker. Dies hat ihn dazu bewegt, Anthropologe zu werden, der sich und der Welt diese Menschen, die Vielfalt ihrer Kulturen, ihre Eigenart, etc. mithilfe von Strukturalismus zu erklären suchte. Nach der Epoche des Strukturalismus, die paar Jahrzehnte gedauert hatte, wendete er sich der Mythologie der Völker und versuchte auf diesem Gebiet, gemeinsame Nenner zu finden und diese zu erklären. Danach widmete er sich der Ästhetik, bereiste Japan und lernte die eigenartige Kultur dort kennen. Insb. in der zweiten Hälfte seines Lebens und zum Schluss erwies er sich recht unkonventionell, oft kontrovers zur öffentlich angenommenen Meinung in seinen Urteilen und offenherzig in seinen Äußerungen. Dies hat ihm noch mehr Aufmerksamkeit gebracht, aber da er hatte schon längst den Status einer Kultfigur im In- und Ausland erreicht.

    Es gibt viele Zitate aus seinen Werken, aus seiner Korrespondenz, auch der seiner Gefährten und u.a. Kontrahenten und schlicht anderen Denkern, die stets wunderbar das Gesagte beleuchteten.

    Die Quellen wurden in den Fußnoten angegeben. Passt ganz gut, ist recht leserfreundlich, da man alles gleich vor Augen hat und nicht hin- und her blättern muss. Allerdings gibt es die Quellen im Anhang nicht nochmals in Form einer Auflistung.

    Die Vielfalt an Themen und Blickwinkeln der Betrachtung ist schier überwältigend. Man lernt nicht nur CLS, sondern seine Kollegen und Weggefährten kennen, u.a. was LAS war, wie dort gearbeitet wurde, welche persönlichen Beziehungen seine Mitarbeiter untereiander pflegten, Werdegang und Rolle seiner Mitarbeiter bei der Arbeit der LAS, welche Rolle CLS selbst dabei spielte, wie er sich um seine Leute kümmerte, welche Bücher er z.Zt. schrieb, uvm.

    Auch die Höhen und Tiefen seiner Karriere, wie auch seines Privatlebens, sind eingehend beleuchtet worden, z.B. dass er oft nicht verstanden und gar verklärt wurde, da er nicht viel reden mochte. Eine klassische Uni-Karriere schien anfangs unmöglich, die zweite Frau weg. Er ging aber unbeirrt seinen Weg und hinterließ trotz aller Widrigkeiten ein beachtliches Erbe, das die Wissenschaft und das Selbstverständnis der Menschen noch heute prägt.

    CLS schrieb gern Bücher: 22 Titel sind im Anhang aufgelistet, die sich zwar kaum an breites Publikum richten, da recht anspruchsvoll, wurden aber stets gut verkauft, auch im Ausland, und in diverse Sprachen übersetzt.

    Es gibt auch Fotos, manche sehr ausdrucksstark: nach Teil II, die CLS in seinen jungen Jahren, seine Mutter, seine zweite Frau mit Sohn Laurent als Baby zeigen, und nach Teil III. Dort bilden die Fotos CLS in seinen reifen Jahren ab, auch seine vier Masken aus Britisch Columbia sind dabei, alles in schwarz-weiß, auf dem gleichen Papier wie der Text.

    Das Buch wiegt gut ein Kilo. Eine gute Übung für die Arme, wenn man es länger vor Augen hält.

    Fazit: Eine außergewöhnliche, beeindruckende, anspruchsvolle Biographie von Claude Lévi-Strauss, eines herausragenden Wissenschaftlers, Schriftstellers, Humanisten, Ästheten.

    Wenn man eine spannende Persönlichkeit auf diesem Wege kennenlernen möchte, ist man hier an der richtigen Adresse. Gut möglich, dass man dann auch den Wunsch verspürt, die Werke von CLS zu lesen. Die gibt es auch auf Deutsch.

  19. Cover des Buches Der Neandertaler, unser Bruder (ISBN: 9783406750762)
    Silvana Condemi

    Der Neandertaler, unser Bruder

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Der Mensch und seine Symbole (ISBN: 9783491421356)
    C. G. Jung

    Der Mensch und seine Symbole

     (17)
    Aktuelle Rezension von: siebenundsiebzig
    Ein umfangreiches Buch über uns Menschen, unsere Träume und die Symbole, die tief in unserer Seele verborgen sind und manchmal doch in Träumen und Visionen an die Oberfläche unseres Lebens kommen. Dieses letzte Werk des berühmten Arztes C.G.Jung, sollte nach seiner eigenen Aussage so verfasst sein, daß es auch vom "Durchschnittleser" verstanden wird. Über den Zugang zum Unbewussten, die Funktion der Träume, den Archetyp in der Traumsymbolik, der Gestalt des Helden, die ewigen Symbole und noch viel, viel mehr, unser eigenes "Ich" betreffend, geht es in diesem umfangreichen und interessanten Buch. Es ist gut zu lesen und auch die einzelnen Abschnitte von z.B. Marie-Luise von Franz, Joseph L. Hederson, Jolande Jacobi und Aniela Jaffe, mit zahlreichen Bildern versehen, lassen sich gut und verständlich durchlesen. "Wenn man versteht und fühlt,daß man schon in diesem Leben an das Grenzenlose angeschlossen ist, ändern sich Wünsche und Einstellung" C.G.Jung. In diesem Sinne kann ich nur jeder Person, welche sich für dieses Gebiet interessiert, das Buch empfehlen.
  21. Cover des Buches Die Gabe (ISBN: 9783518283431)
    Marcel Mauss

    Die Gabe

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Ein Tagebuch im strikten Sinne des Wortes (ISBN: 9783880742871)
  23. Cover des Buches Kongofieber (ISBN: 9783423203241)
    Redmond O'Hanlon

    Kongofieber

     (10)
    Aktuelle Rezension von: MartinA

    Zwei Männer auf der Suche nach dem mysteriösen Mokole-Mbembe… so wurde mir KONGOFIEBER „verkauft“. Dabei spielt dieses mysteriöse Tier keine große Rolle und ich verrate vermutlich auch nicht zu viel, wenn ich sage, dass es nicht gefunden wird.
    In KONGOFIEBER ist der Weg das Ziel und das merkt man an der Schreibweise Redmond O’Hanlons sehr gut.
    Redmond O’Hanlon ist ein britischer Schriftsteller, der vor allem in Großbritannien für seine Reisen (und Reiseberichte) bekannt geworden ist. Bei KONGOFIEBER handelt es sich um einen dieser Reiseberichte, was mir anfangs nicht bewusst wurde, da auf der Rückseite des Buches auch davon geschrieben wurde, dass das Buch so spannend wie ein THRILLER sei. Das ist es nicht, aber das muss es auch nicht sein, denn die Stärken liegen an anderer Stelle.
    O’Hanlon beschreibt seine Reise zum Lac Tele in der Republik Kongo. Um den See ranken sich viele Mythen, unter anderem auch die Legende des mysteriösen Mokele-Mbembe, das nur in diesem See überlebt haben könnte (wenn es sehr klein oder sehr flach wäre, wie Hanlon an einer Stelle seiner Geschichte vermutet). Nun, Mokole-Mbembe spielt eine untergeordnete Rolle, die Stärken der Geschichte sind die unterhaltsamen und witzigen Gespräche, welche O’Hanlon mit seinen Begleitern führt. Dabei geht es um die verschiedenen Religionen und Ansichten zwischen den Kongolesen (Bantu und Pygmäen) und den Europäern (oder Weißen, denn einer von O’Hanlons Weggefährten ist Amerikaner), die Tierwelt des Kongos und die Kultur des schwarzen Kontinents. Geschrieben (und erlebt) Ende des 20. Jahrhunderts wirkt vieles doch so wie es die ersten Entdecker der Region gesehen haben dürften und der Glaube der Einwohner ist allgegenwärtig (und bietet für einen christlich geprägten Europäer die eine oder andere Kuriosität).
    Teilweise sehr anstrengend zu lesen, aber doch faszinierend. Vom Land selber erfährt man wenig, Mokole-Mbembe bleibt auch eher im Hintergrund, aber die Menschen sind es, die O’Hanlon lebendig werden lässt. Und es geht um Sex, Krankheiten, Tiere (geheimnisvolle und der westlichen Welt gut bekannte) und Alkohol.

    Freunde klassischer Abenteuerliteratur und den Berichten der ersten Entdecker werden ihre Freude haben. Wer das Buch aus kryptozoologischer Sicht liest, wird einige interessante Anmerkungen zur unbekannten Fauna Afrikas (oder des Kongos) erhalten, aber keine greifbaren Beweise des Mokole-Mbembe und andere Kreaturen.

  24. Cover des Buches Liminale Personae (ISBN: 9783958692015)
    Alessandra Reß

    Liminale Personae

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Eine Epidemie, die Menschen in lebende Tote verwandelte, zwang die letzten Überlebenden sich auf eine einsame Insel zurückzuziehen. Dort versuchen sie in einer massiv abgeschotteten Stadt zu überleben Für Sicherheit und Ordnung sorgen die sogenannten „Gesichtslosen“, die als Rat herrschen, unterstützt von den ebenso schattenhaften Wächtern.

    Das sie Demonstrationen und Aufstände der jungen Generation nicht dulden bekommt Nihile mit einigen anderen schmerzhaft zu spüren, denn sie wird verhaftet und ohne Kleidung und Hilfsmittel in der Wildnis ausgesetzt.

    Dort muss sie versuchen zu überleben, es sei denn, sie will schon von Anfang an aufgeben und sterben. Hoffnung gibt ein Dorf, das von einer Königin beherrscht wird, aber ist das wirklich auf Dauer die richtige Zuflucht für Nihile und ihre Freundin, die erstmals mehr über die Vergangenheit erfahren?

    Meine Meinung:
    Der Verlag bezeichnet die Novelle als „Coming of Age“-Geschichte und das ist sie tatsächlich auch. Denn Nihile wird durch ihre Erfahrungen tatsächlich erwachsen und muss sich von den Träumen und Ideen der Jugend verabschieden, wenn sie das nicht verlieren will, was ihr wichtig ist.

    Das bleibt natürlich nicht ganz ohne Spuren, denn in der Wildnis bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Zähne zusammen zu beißen und sich durchzukämpfen, im Dorf werden ihre Vorstellungen erneut auf die Probe gestellt, denn ausgerechnet die Königin öffnet ihr zwar die Augen, zeigt ihr aber auch, dass andere Wege nicht immer die besseren sind.

    Dabei ist die Andeutung, dass die Menschheit durch einen Zombievirus ausgerottet wurde, eher nebensächlich, denn in der Geschichte kommt kein einziger lebender Toter vor, kein Monster, das es zu massakrieren gilt.

    Hat man diese Pille erst einmal geschluckt und akzeptiert das Szenario als solches, bekommt man eine Geschichte geboren, die durchaus zum Nachdenken anregt. Gerade die Heldin durchbricht das Schema, weil sie am Ende etwas tut, was man nicht unbedingt von ihr erwartet hat.

    Der Rest der Figuren bleibt dann doch eher blass. Sie dienen dazu, der Heldin vor Augen zu führen, dass das Leben in Freiheit nicht unbedingt eines ist, und man auch hier schmerzhafte Entscheidungen treffen muss.

    Trotz der Kürze erscheint die Geschichte rund und in sich geschlossen. Die Autorin besitzt einen
    flüssigen, lebhaften Stil, der weder stockt, noch Längen aufweist

    Alles in allem ist „Liminale Personae“ eine interessante Mischung aus Dystopie- und „Coming of Age“-Roman, der trotz seiner Kürze eine runde Geschichte erzählt und dabei interessante gesellschaftskritische Aspekte aufwirft.

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