Bücher mit dem Tag "ethnologie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ethnologie" gekennzeichnet haben.

163 Bücher

  1. Cover des Buches Euphoria (ISBN: 9783406682032)
    Lily King

    Euphoria

     (110)
    Aktuelle Rezension von: MaternaKuhn

    „Spannend... intensiv, verführerisch, erotisch…“, so überschlagen sich Literaturkritiker diverser renommierter Medien bei ihren Rezensionen zu Euphoria. Kombiniert mit dem Wortklang des Titels und dem nach einem fiktiven Pseudonym klingenden Namen der Autorin verführen spätestens Keywords aus der Inhaltsangabe wie „Dreiecksbeziehung in exotischem Setting“ zu völlig unzutreffender Kategorisierung. Also Vorsicht vor voreiligen Schnellschlüssen, denn das Buch bietet aus diesem Genre relativ wenig, aber dafür viel mehr Höherkarätiges.

    So wenig wie Euphoria auch nur im Geringsten in die Sparte Fifty Shades of Grey gehört, so wenig ist Lily King eine E.L. James. Lily King ist amerikanische Hochschullehrerin für Literatur, die mit ihren Büchern bereits diverse Literaturpreise gewonnen hat und mit Euphoria von der New York Times unter die fünf besten literarischen Bücher des Jahres 2014 gewählt wurde.

    Der Roman selbst hat viele Ebenen und Facetten, die jede für sich einen Spannungsbogen garantiert und im gemeinsamen Einklang die Qualität des Romans ausmachen.


    Die Handlung. Lily King lehnt sich an die reale Forschung von Margaret Mead in Papua-Neuguinea an, diesem landschaftlich und kulturell wilden Inselkonglomerat zwischen Indonesien und Australien. Die Autorin erschafft für ihren Roman die Figuren von drei Ethnologen, die sich in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts in den Tiefen des kaum erschlossenen Regenwaldes kennenlernen und ihre Forschungen teilweise in Konkurrenz mißtrauisch beäugen, aber teilweise auch in ungestümer Fusion ihrer gemeinsamen wissenschaftlichen Leidenschaft fast schon zur ekstatischen Euphorie vorantreiben.


    Das Zwischenmenschliche. Nell und ihr Mann Fen sind mehr Konkurrenten als Ehepaar. Hier Nell, die strukturierte, engagierte und schon deutlich berühmtere Wissenschaftlerin, die für neue Erkenntnisse und Erfahrungen alles gibt. Da Fen, der Maskuline und eher Raubeinige, dem es im Schatten seiner Frau mehr um den schnellen Erfolg geht, sei es sogar durch Diebstahl von Kulturgütern heiliger Zeremonien. Und dann taucht da der sensible Konterpart Andrew auf, ein Wissenschaftler mit Empathie, wobei sich sein Einfühlungsvermögen nicht nur auf die Sitten und Riten der Ureinwohner beschränkt, sondern sich auch auf Nell auswirkt. Soweit, so gut oder so klischeehaft in der Kürze, aber ehrlicherweise gekonnt ins Buch eingewoben.


    Die Erzählperspektive. Davon gibt es nicht nur eine, sondern gleich drei. Zum Einstieg und immer wieder sporadisch im Verlauf des Buches übernimmt der auktorial-neutrale Erzähler. Danach wechseln sich Andrew und Nell als Ich-Erzähler ab, wobei Nells Part als Tagebuch präsentiert wird. Ein am Anfang leicht irritierender Wechsel der Erzählstile, nach kurzer Einlese-Zeit aber sehr interessant und auflockernd.


    Die Rolle der Ethnologie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das ist die mit Abstand bedrückendste Ebene des Romans. King gelingt es hervorragend darzustellen, wie falsch und fehlerhaft der Ansatz der ethnologischen Wissenschaft dieser drei Forscher ist, die aber nur repräsentativ für die gesamte Anthropologie der damaligen Zeit stehen. Und ich hoffe inständig, dass das Präteritum an dieser Stelle gerechtfertigt ist. Die drei Vertreter eines ganz anderen Kulturkreises betreten ein fast unberührtes Land, um die Ureinwohner zu studieren, verändern aber alleine durch ihre Anwesenheit mit ihrem Eintreffen alle Abläufe und jegliches Verhalten. Sie lassen sich eigene Hütten und Häuser bauen, greifen in uralte Riten ein und leiten aus all den fehlgesteuerten und verfälschten Beobachtungen schliesslich auch noch unzulässig verallgemeinernde Schlüsse ab. Sie schaffen schliesslich Menschentypen und Rassenkategorien, die wenige Jahre später in nationalsozialistische Strömungen rund um die Welt, aber bekannterweise vor allem in einem Staat in der Mitte Europas begeisterten Widerhall finden.


    In Summe also kein Erotikroman, aber auch kein Abenteuerroman, natürlich auch kein ethnologisch-anthroposophisches Sachbuch, sondern einfach sehr unterhaltsame Belletristik mit Lerneffekt und dem wohltuenden Schauer von Ferne.

  2. Cover des Buches Maria, ihm schmeckt's nicht! (ISBN: 9783548283388)
    Jan Weiler

    Maria, ihm schmeckt's nicht!

     (1.137)
    Aktuelle Rezension von: MoniqueH

    Jan Weiler schreibt Geschichten die teils basiert sind auf sein eigenes Leben. Dieses Buch beschreibt den Anfangsjahren in seine Beziehung, später Hochzeit und die ersten Lebensjahre. Wichtig ist dabei das er eine Frau geheiratet hat die eine italienische Vater hat. Vieles in dieses Buch dreht um den Vater. Der ist originell und sich selbst. Jeder muss sich ihm anpassen ob er will oder nicht es passiert einfach. Jan kommt dadurch in viele komisch und unmögliche Situationen und erzählt es so als ob man selbst daneben sitzt.

    Lachen vorprogrammiert.

  3. Cover des Buches Traumfänger (ISBN: 9783442306312)
    Marlo Morgan

    Traumfänger

     (483)
    Aktuelle Rezension von: rica

    Marlon Morgan hat sich folgende Geschichte ausgedacht und dann als wahren Erlebnisbericht vermarktet: Sie fliegt beruflich nach Australien, wobei sie betont, wie erfolgreich und gut gekleidet sie ist. Dort wird sie von Aboriginies entführt, die sie auserkoren haben, mit ihnen auf eine traditionelle Wanderung quer über den Kontinent zu gehen. Dabei lernt sie begeistert die naturverbundene Kultur und die Fähigkeiten dieses letzten echten Aboriginiesstammes kennen und trägt später deren spirituelle Botschaft hinaus in die Welt.

    Sprachlich ist das Buch nicht sonderlich gut geschrieben. Die Aboriginies werden als einzelne Personen kaum charakterisiert und in erster Linie als freundliche, weise Fremde dargestellt. Die Ich-Erzählerin wirkt, obwohl sie vermutlich die Identifikationsfigur sein soll, größtenteils oberflächlich, unreflektiert und teilweise selbstherrlich. Ihr Erkenntnis aus der Reise, dass Natur schützenswert ist und weder Geld noch Äußerlichkeiten das Wichtigste im Leben sind, ist auch nichts Neues und in manch anderen Büchern besser verpackt.

    Da das Buch nicht gut geschrieben ist, habe ich es aus dem Interesse heraus weitergelesen, etwas über die Lebensweise von Aborigines zu erfahren. Dafür ist es naturlich ungünstig, dass alles an diesem Buch erfunden ist, es weder den beschriebenen Stamm, noch diese Reise je gegeben hat, beschriebene Rituale fiktiv sind und dementsprechen hier nicht nur kein Wissen, sondern falsche Vorstellungen über Aborigines vermittelt werden. 

    Leider ist die Autorin durch den Erfolg des Buches in der Wahrnehmung Vieler wirklich zu einer Botschafterin der Aborigines geworten und hat sogar Vorträge gehalten. Allerdings haben Aborigines Morgan nie erlaubt, geschweigedenn sie gebeten, in ihrem Namen zu sprechen. 

    Im Gegenteil, es gab eine von Aborigines gestartete Nachforschung, da niemandem der beschriebene Stamm oder ihre Rituale etc. bekannt waren und auch andere Teile der Geschichte Fehler aufwiesen (z.B. Tierbegegnungen an Orten, an denen es diese Tierarten nicht gibt; Münzen, die es im australische Dollar nicht gibt...). Sie kamen zu dem Schluss, dass Morgans Darstellungen nicht der Wahrheit entsprächen und die Falschdarstellung ihrer Kultur ihrem (noch heute andauernden) Bemühen nach mehr kultureller und politischer Anerkennung schade. 

    1996 reiste eine Aborigines Kommission in die USA um mit der Autorin zu sprechen. Morgan gab zu, die Geschichte frei erfunden zu haben. Seit dem publiziert sie sie aber weiterhin als implizit wahre Begebeneit.

    Leider bin ich erst bei meiner Recherche im Anschluss an das Buch auf all das gestoßen, sonst hätte ich es nie gelesen.

  4. Cover des Buches Das Kind, das nicht fragte (ISBN: 9783442739813)
    Hanns-Josef Ortheil

    Das Kind, das nicht fragte

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    'Das Kind' ist in diesem Fall ein fast 40jähriger Ethnologe, der noch immer darunter leidet, was seine vier älteren Brüder ihm angetan haben und dass sie auch heute noch versuchen, über ihn zu bestimmen.

    Er kommt im sizilianischen Ort Mandlica an, über dessen Bevölkerung er eine Forschungsarbeit schreiben will. Dazu muss er viele Gespräche und Interviews führen. Er ist immer derjenige, der sich alles erzählen lässt, aber von sich selbst sprechen kann er nicht. Daran sind alle seine Beziehungen zerbrochen. Hier aber trifft er in Paula, einer Deutschen, die große Liebe, der es gelingt, sein Herz zu öffnen oder - prosaischer ausgedrückt - ihn zum Reden über sich und sein Leben zu bringen.

    Das mag kitschig klingen, ist es aber in keinster Weise. Schließlich ist der Autor ein anerkannter Professor für Literatur und kreatives Schreiben, der für seine feinen Beobachtungen und Beschreibungen bekannt ist. Genau das machte die Geschichte für mich allerdings ein bisschen langweilig. Eine poetische Sprache allein war mir da ein bisschen zu wenig.

    Dennoch: für Fans von Hanns-Josef Ortheil lesenswert.
  5. Cover des Buches Credo. Das letzte Geheimnis (ISBN: 9783426500477)
    Douglas Preston

    Credo. Das letzte Geheimnis

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Petroel

    In einem abgelegenen Labor geschieht das Unfassbare: Wissenschaftler finden eine Möglichkeit, mit Gott zu kommunizieren! Aber darf der Mensch sich dies anmaßen? Während ein TV-Prediger die Öffentlichkeit gegen die Blasphemie aufhetzt, versucht Spezialermittler Wyman Ford im Auftrag der Regierung herauszufinden, was wirklich in der Forschungseinrichtung geschieht. Ihm bleibt nicht viel Zeit, denn vor den Toren des Labors formiert sich ein wütender Mob … 


    Ich persönlich glaube nicht und mir ist das ganze suspekt. Aber die Gottesfürchtigen sind radikal in ihrem Glauben.


  6. Cover des Buches Gibt es intelligentes Leben? (ISBN: 9783499620768)
    Dieter Nuhr

    Gibt es intelligentes Leben?

     (215)
    Aktuelle Rezension von: depe58
    Wer Dieter Nuhr von der Bühne kennt, erkennt auch seinen Stil und Humor in diesem Buch wieder. Einige Stellen sind mir beim Lesen aufgefallen und erinnerten an Live-Auftritte sowie Sendungen im TV (besonders in älteren Programmen/Aufzeichnungen).

    Ich persönlich finde den Humor von Dieter Nuhr echt klasse und weiß, dass dieser sehr polarisiert. Der Eine kann mit dem Humor etwas anfangen, der andere nicht. Jeder hat die Chance den Humor durch seine Auftritte kennenzulernen bevor das Buch gekauft wird.

    Das Buch ist recht kurz, dennoch sehr unterhaltsam. Dieter Nuhr geht in diesem Buch die Frage "Gibt es intelligentes Leben?" nach. Herr Nuhr hat seine Reise durch verschiedene Länder mit Fotos festgehalten. Einige Bilder - geschätzt circa 90-100(?) - sind ebenfalls in diesem Buch enthalten. Durch die Bilder mit Kommentare sind jedoch die Seiten nicht immer ganz gefüllt. Die Kommentare enthalten ebenfalls Dieter Nuhr typische Kommentare.

    Auf Grund der vielen Bilder konnte ich das Buch in wenigen Tagen (2-3) problemlos durchlesen. Für mich persönlich ist ein Buch mit wenig Seiten jedoch keinesfalls schlecht. Es kommt wie so oft eher auf die Qualität als auf die Quantität an.

    Mich hat das Buch die Tage sehr unterhalten sowohl textlich als auch bildlich. Dafür gebe ich dem Buch eine 5* Bewertung.
  7. Cover des Buches Am ersten Tag (ISBN: 9783442376582)
    Marc Levy

    Am ersten Tag

     (100)
    Aktuelle Rezension von: SonnenBlume

    Die Archäologin Keira und den Astrophysiker Adrian verbindet ein gemeinsamer Sommer, an dessen Ende sie ihn wieder verlässt. Beide haben lange keinen Kontakt und gehen ihren Berufen leidenschaftlich nach, bis sie ein hochdotierter Wissenschaftspreis wieder zusammenbringt. Doch auch dieses Mal ist Adrian nicht mehr als eine Nach vergönnt, nach der Keira einen geheimnisvollen Anhänger bei ihm lässt.
    Sie will wieder zu ihrer Ausgarbungsstätte nach Äthiopien zurückkehren, während Adrian versucht herauszufinden, was Keira ihm mit diesem geheimnisvollen Anhänger mitteilen wollte. Als er sich auch nach einiger Zeit keinen Reim auf das alles machen kann reist er zu Keira und versucht gemeinsam mit ihr das Geheimnis um den mysteriösen Anhänger zu lüften. Die beiden reisen um die Welt und ihre Fragen beantwortet zu bekommen und sind sich lange nicht bewusst, dass all die Unfälle um sie herum keine Zufälle sind, sondern sie mit ihrer Suche eine mächtige Organisation gegen sich aufbringen, die vor wenig zurückschreckt.

    Ich habe mich gefreut auf einen Liebesroman, der mir mein Herz erwärmt. Bekommen habe ich ein Buch, dessen Gerne ich nicht so recht einordnen kann mit Dialogen, die wahrscheinlich kein Mensch so verkrampft führen würde. Lange wusste ich nicht, wohin mich die Geschichte führt (außer einmal fast um die ganze Welt), am Ende angelangt war ich von Marc Levy als Reiseführer leider aber nicht sonderlich überzeugt.
    Abgesehen von den völlig krampfhaft konstruierten Dialogen war ich spätestens ab Hälfte des Buches sehr genervt von der geheimnisvollen Gruppierung, die Adrian und Keira um jeden Preis stoppen will. Man bekommt als Leser immer nur kleine Stückchen zugeworfen, die nicht mal den hohlen Zahn füllen und nicht wirklich Informationen bringen, die mich gerne zum Weiterlesen bewegt haben.

    Alles in allem mache ich keine Freudensprünge bei der Aussicht auf Teil zwei, auf der anderen Seite möchte ich aber natürlich wissen, was es mit dem Anhänger jetzt wirklich auf sich hat und vor allem, wie es Adrian geht. Hoffnung auf große Verbesserungen mache ich mir aber leider nicht.

  8. Cover des Buches Waterlily (ISBN: 9783957840325)
    Ella Cara Deloria

    Waterlily

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Revontulet

    Der Roman zeigt uns einen Einblick in das Leben einer jungen Dakota im 19. Jahrhundert. Die Autorin Ella Cara Deloria, wird vom Verlag beschrieben als "Ethnologin, die Feldforschung in ihrem eigenen Stamm betrieb."
    Und genau das macht die Geschichte so authentisch und interessant.
    Vom Stil her fand ich es sehr sachlich geschrieben und mir fehlte manchmal der emotionale Bezug dazu.
    Ich habe deswegen ein bisschen länger für das Buch gebraucht, da es außerdem sehr viele Informationen und einen großen Einblick in die Welt der Autorin und die Kultur der Dakota gab und ich nicht alles so schnell verarbeiten konnte.

    Alles in allem ein guter Tipp für Menschen, die sich mit Native Americans auseinandersetzen möchten und keine Lust auf die Darstellungen von Karl May etc. haben.

  9. Cover des Buches Der verlorene Ursprung (ISBN: 9783548607375)
    Matilde Asensi

    Der verlorene Ursprung

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Nala73
    Für mich mehr Sachbuch als Roman. Manche Stellen ziehen sich sehr, die spannenden Teile sind sehr kurz.


    Der junge Anthropologe Daniel Queralt erkrankt lebensgefährlich und fällt ins Koma, ohne dass die Ärzte eine Ursache dafür feststellen können. Sein Bruder Arnau setzt alles daran, ihn zu retten. Er erfährt, dass Daniel mit der Entzifferung einer geheimnisvollen Schrift der Inka zu tun hatte. Seine Spurensuche führt Arnau zu den Ruinen von Tiahuanaco im Dschungel des Amazonasgebiets. Ist Daniel einem uralten Fluch zum Opfer gefallen?
  10. Cover des Buches Traurige Tropen (ISBN: 9783518278406)
    Claude Lévi-Strauss

    Traurige Tropen

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Feuerland (ISBN: 9783423282697)
    Michael Hugentobler

    Feuerland

     (14)
    Aktuelle Rezension von: lesefreude_book

    Thomas Bridges ist fasziniert von den Yamana im argentinischen Feuerland. Als Ziehsohn eines britischen Missionars lebt er hier am Ende der Welt. Er will die Sprache der Yamana zu verstehen. Sein Lebenswerk ist es die Wörter und die Sprache der Yamana festzuhalten. Dies verfolgt er obsessiv.


    Jahrzehnte später wird das Buch gestohlen und fällt dem deutschen Völkerkundler Ferdinand Hestermann in die Händer. Hestermann spürt sofort, dass es sich hierbei um einen wahren Schatz handelt. Als die Nazis beginnen Bücher einzusammeln und zu verbrennen, muss er es irgendwie außer Land schaffen.


    „Feuerland“ ist in drei Teile gegliedert. Schade fand ich, dass sich zwei der drei Teile mit Hestermann under seiner Person, der Völkerkunde per se und Hestermanns Angst um das Buch beschäftigen. Lediglich im Mittelteil geht es um Thomas Bridges und seine Zeit bei den Yamana. Hier hätte ich mir wesentlich mehr Einblicke in die Lebensweise gewünscht.


    Nichtsdestotrotz fängt „Feuerland“ super spannend an. Der Schreibstil ist mitreißend und von großer Genauigkeit geprägt – zumindest empfinde ich das als Laie auf dem Gebiet so. Es werden viele unterschiedliche Sprachen und Bücher der Anthropologie erwähnt.


    Im letzten Teil wird es mir zu skurrile. Es fühlt sich mehr wie ein Drogenwahn als die Erzählung einer wahren Geschichte an.

  12. Cover des Buches Auf der Suche nach dem verlorenen Glück (ISBN: 9783406708657)
    Jean Liedloff

    Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

     (39)
    Aktuelle Rezension von: naturkind

    Sehr lesenswert. Besonders in der heutigen Zeit. Unsere Kinder sind das wertvollste, denn sie sind unsere >Zukunft. Hier wird anschaulich über den Unterschied der Kindesentwicklung in "zivilierten Ländern" und bei den bei Naturvölkern aufwachsenden Kleinen berichtet. Man taucht ein, und vergleicht automatisch. Es ist ein wirklich gelungenes sehr anschaulich geschriebenes Buch.

  13. Cover des Buches Schule der Rebellen (ISBN: 9783446265806)
    Charles King

    Schule der Rebellen

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Einführung in die Europäische Ethnologie (ISBN: 9783406504624)
  15. Cover des Buches Traumatische Tropen (ISBN: 9783423123990)
    Nigel Barley

    Traumatische Tropen

     (27)
    Aktuelle Rezension von: evaczyk

    Zugegeben, so ga nz taufrisch ist Nigel Barleys Buch “Traumatische Tropen. Notizen aus meiner Lehmhütte” über die Feldforschungs-Erlebnisse eines jungen britischen Ethnologen im Norden Kameruns nicht. Ursprünglich 1986 veröffentlicht, erschien im vergangenenen Jahr eine neue Auflage, in der noch nicht mal die DM-Angaben in Euro umgerechnet wurden – möglicherweise, weil die Lektoren es lieber gar nicht erst darauf ankommen lassen wollten, sich auf die Entwicklung von Inflation und Kaufkraft in Kamerun und den passenden Relationen in Euro oder Pfund einzulassen.


    Das ist aber auch völlig egal, denn den Kulturschock, auf den sich Nigel Barley eingelassen hat, dürfte n Feldforscher in so ausgesprochen ländlichen Regionen Afrikas auch im 21. Jahrhundert überall dort erleben,wo sie sich weitab städtischer Gegenden mit Mobilnetz und Fernsehempfang bewegen. Und so manches Abenteuer des Autors mit Behördenwillkür, Nepotismus, Korruption und einer Mischung aus Fatalismus und überhöhten Erwartungen dürfte sich auch heute noch so oder ähnlich ereignen. Mir kam jedenfalls vieles sehr vertraut vor – auch ohne irgendeine Kenntnis der Dawoyos., jenes kleinen und zumindest damals noch sehr unsprünglich lebenden Volkes, unter dem Barley seine Lehmhütte baute – beziehungsweise bauen ließ.


    Im Originaltitel “The innocent anthropplogist” klingt ein bißchen was von Mark Twains Klassiker “Innocents abroad” mit, und so wie einst amerikanische Touristen mit Europa fremdelten, durchlebt auch der junge Feldforscher seinen Kulturschock. Das ist höchst vergnüglich zu lesen, spart Nigel Barley doch auch nicht mit angelsächsischer Selbstironie und nimmt vorgefertigte Meinungen über Kolonialismus und afrikanische Kultur ebenso auf die Schippe wie die doch eher spezielle afrikanische Ausprägung von Bürokratie und Beamtenwillkür und unwillige Diplomaten, die taube Ohren angesichts der Nöte ihres forschenden Landsmanns haben..


    Feldforschung, das wird dem Leser schnell klar, ist Afrika auf die harte Tour. Da gibt es nicht Strand oder Safari mit kühlen Drinks bei schöner Aussicht, sondern allerhöchsten Hirsebier und eher eintönige, wiederum hirselastige Kost. Während sich der Forscher bemüht, die Kultur der Dawoyos zu begreifen, ist er für seine Gastgeber nicht weniger ein – mitunter lächerlich erscheinendes Studienobjekt. Zwischen haarsträubenden Unfällen, Hepatitis und Malaria kann niemand behaupten, dass es der Ethologe an Einsatz fehlen lässt.


    Zugegeben, es sind schon ganz besondere Erfahrungen, die Barley als Ethnologe macht. Denn das Leben der Dowayos ist noch einmal anders als das von Dorfbewohnern, die zwar weder Elektrizität noch eine großartige Infrastruktur haben, deren Lebensweise aber nicht so grundlegend anders ist als die europäischer Bauern Anfang des letzten Jahrhunderts. Als sogenannter primitiver Volksstamm sind sie auch unter den Kamerunern ein Völkchen für sich, mit Regenzauberern und Riten, die sich der Forscher mühsam zu erschließen versucht. Mit touristischen Besuchen in Massai-Dörfern oder im Omo Valley, die bei manchen Touristen so beliebt sind, hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.


    Die ethnologischen Abenteuer haben jedenfalls hohen Unterhaltungswert. Barley beschreibt die Dowayos weder respektlos oder übergeblich, noch durch die rosarot verfärbte Brille als “edle Wilde”. Menschlich, allzu menschlich ist es eben allerorten – ob nun im afrikanischen Großstadttrubel oder im Busch.




  16. Cover des Buches Staatsfeinde: Studien zur politischen Anthropologie (ISBN: 9783835391215)
  17. Cover des Buches Diesseits von Eden: Über den Ursprung der Religion (ISBN: 9783458178446)
  18. Cover des Buches Der Neandertaler, unser Bruder (ISBN: 9783406750762)
    Silvana Condemi

    Der Neandertaler, unser Bruder

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Tanz der Kulturen (ISBN: 9783888972089)
    Joana Breidenbach

    Tanz der Kulturen

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Ein Tagebuch im strikten Sinne des Wortes (ISBN: 9783880742871)
  21. Cover des Buches Liminale Personae (ISBN: 9783958692015)
    Alessandra Reß

    Liminale Personae

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Eine Epidemie, die Menschen in lebende Tote verwandelte, zwang die letzten Überlebenden sich auf eine einsame Insel zurückzuziehen. Dort versuchen sie in einer massiv abgeschotteten Stadt zu überleben Für Sicherheit und Ordnung sorgen die sogenannten „Gesichtslosen“, die als Rat herrschen, unterstützt von den ebenso schattenhaften Wächtern.

    Das sie Demonstrationen und Aufstände der jungen Generation nicht dulden bekommt Nihile mit einigen anderen schmerzhaft zu spüren, denn sie wird verhaftet und ohne Kleidung und Hilfsmittel in der Wildnis ausgesetzt.

    Dort muss sie versuchen zu überleben, es sei denn, sie will schon von Anfang an aufgeben und sterben. Hoffnung gibt ein Dorf, das von einer Königin beherrscht wird, aber ist das wirklich auf Dauer die richtige Zuflucht für Nihile und ihre Freundin, die erstmals mehr über die Vergangenheit erfahren?

    Meine Meinung:
    Der Verlag bezeichnet die Novelle als „Coming of Age“-Geschichte und das ist sie tatsächlich auch. Denn Nihile wird durch ihre Erfahrungen tatsächlich erwachsen und muss sich von den Träumen und Ideen der Jugend verabschieden, wenn sie das nicht verlieren will, was ihr wichtig ist.

    Das bleibt natürlich nicht ganz ohne Spuren, denn in der Wildnis bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Zähne zusammen zu beißen und sich durchzukämpfen, im Dorf werden ihre Vorstellungen erneut auf die Probe gestellt, denn ausgerechnet die Königin öffnet ihr zwar die Augen, zeigt ihr aber auch, dass andere Wege nicht immer die besseren sind.

    Dabei ist die Andeutung, dass die Menschheit durch einen Zombievirus ausgerottet wurde, eher nebensächlich, denn in der Geschichte kommt kein einziger lebender Toter vor, kein Monster, das es zu massakrieren gilt.

    Hat man diese Pille erst einmal geschluckt und akzeptiert das Szenario als solches, bekommt man eine Geschichte geboren, die durchaus zum Nachdenken anregt. Gerade die Heldin durchbricht das Schema, weil sie am Ende etwas tut, was man nicht unbedingt von ihr erwartet hat.

    Der Rest der Figuren bleibt dann doch eher blass. Sie dienen dazu, der Heldin vor Augen zu führen, dass das Leben in Freiheit nicht unbedingt eines ist, und man auch hier schmerzhafte Entscheidungen treffen muss.

    Trotz der Kürze erscheint die Geschichte rund und in sich geschlossen. Die Autorin besitzt einen
    flüssigen, lebhaften Stil, der weder stockt, noch Längen aufweist

    Alles in allem ist „Liminale Personae“ eine interessante Mischung aus Dystopie- und „Coming of Age“-Roman, der trotz seiner Kürze eine runde Geschichte erzählt und dabei interessante gesellschaftskritische Aspekte aufwirft.

  22. Cover des Buches Wurzeln (ISBN: 9783956142352)
    Maurizio Bettini

    Wurzeln

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Schamanismus und archaische Ekstasetechnik (ISBN: 9783518277263)
  24. Cover des Buches Der Mensch und seine Symbole (ISBN: 9783491421356)
    C. G. Jung

    Der Mensch und seine Symbole

     (17)
    Aktuelle Rezension von: siebenundsiebzig
    Ein umfangreiches Buch über uns Menschen, unsere Träume und die Symbole, die tief in unserer Seele verborgen sind und manchmal doch in Träumen und Visionen an die Oberfläche unseres Lebens kommen. Dieses letzte Werk des berühmten Arztes C.G.Jung, sollte nach seiner eigenen Aussage so verfasst sein, daß es auch vom "Durchschnittleser" verstanden wird. Über den Zugang zum Unbewussten, die Funktion der Träume, den Archetyp in der Traumsymbolik, der Gestalt des Helden, die ewigen Symbole und noch viel, viel mehr, unser eigenes "Ich" betreffend, geht es in diesem umfangreichen und interessanten Buch. Es ist gut zu lesen und auch die einzelnen Abschnitte von z.B. Marie-Luise von Franz, Joseph L. Hederson, Jolande Jacobi und Aniela Jaffe, mit zahlreichen Bildern versehen, lassen sich gut und verständlich durchlesen. "Wenn man versteht und fühlt,daß man schon in diesem Leben an das Grenzenlose angeschlossen ist, ändern sich Wünsche und Einstellung" C.G.Jung. In diesem Sinne kann ich nur jeder Person, welche sich für dieses Gebiet interessiert, das Buch empfehlen.

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