Bücher mit dem Tag "ethologie"

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9 Bücher

  1. Cover des Buches Der Affe in uns (ISBN: 9783423345590)
    Frans de Waal

    Der Affe in uns

     (14)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    Persönlich bin ich dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen – aus Zimperlichkeit geborene Euphemismen haben im wissenschaftlichen Diskurs nichts zu suchen.

    Was macht den Mensch so einzigartig? Hat er nicht mehr mit seinen nächsten Verwandten gemein, als angenommen? In diesem Buch wird ein Vergleich gezogen zwischen dem Mensch und seinem Verhalten und den Menschenaffen. Neben einfachen Vergleichen und Annekdoten aus dem Leben seiner Schützlinge betrachtet Frans de Waal die menschlichen Eigenschaften Machtsuche, sexuelles Verlangen, Gewaltbereitschaft und Sanftmut genauer und vergleicht uns dabei mit den Affen. Er betrachtet besonders Schimpansen und Bonobos – der eine als „aggressiver Mörder“, der andere als „erotischer Friedensstifter“. Allerdings stellt er selbst klar, dass diese Aussagen Verallgemeinerungen sind und beiden Arten sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften zueigen sind – genauso, wie den Menschen.


    Neben dem sehr interessanten Thema war es hier der Schreibstil, der mich überzeugen konnte. Basierend auf wissenschaftlichen Untersuchungen und jahrelangen Beobachtungen erzählt de Waal zu den einzelnen Themen vor sich hin, vermischt dabei einfache Vergleiche mit Erzählungen zum Verhalten der Affen, Ereignissen aus seinem Leben und Vergleichen zu anderen Wissenschaftlern und deren Aussagen. So war das Buch nicht nur herrlich leicht zu lesen, sondern dabei auch noch unterhaltsam.

    Faszinierend fand ich dabei wie persönlich die Geschichten um „seine“ Affen klangen. Nicht nur werden sie mit Namen und eigenem Charakter vorgestellt, man spürte auch den engen Kontakt, den er zu den Tieren pflegte. Durch das immer wieder Auftauchen einzelner Affen hatte auch ich das Gefühl, einige davon näher kennenzulernen.

    Besonders in seinen Vergleichen zur gesellschaftlichen Meinung brachte de Waal seine persönliche Meinung zum Ausdruck. Dabei konnte er mitunter auch sarkastisch werden. Unterhaltend – besonders durch den Spott, den er manchmal zum Ausdruck bringt – waren für mich auch die ab und zu eingefügten Annekdoten in denen er sich mit anderen Wissenschaftlern auseinandersetzt.

    Die Themen, die er anschneidet sind nicht immer Charaktereigenschaften, die der Mensch sich gerne zugesteht. Seien es die Gier nach Macht, als auch der Reiz sexueller Erfahrungen werden gerne verschleiert. De Waal spricht hier sehr offen und direkt die einzelnen Begebenheiten an, nennt sie beim Namen und versucht nicht umständlich zu umschreiben. Besonders auffallend war das beim Thema Sex, der bei den Bonobos in unterschiedlichen Varianten und Ausprägungen vorkommt. Ich war schon sehr gespannt darauf, wie er hier Bezüge zum Menschen ziehen wird.

    Indem er immer wieder auf die Menschenaffen zurückgreift, will de Waal hier klarstellen, dass viele der menschlichen Eigenschaften gar nicht so rein menschlich sind. Dennoch ist das Hauptobjekt der Betrachtungen weder der Schimpanse noch der Bonobo, sondern der Mensch mit seinem Verhalten und sozialen Systemen.

    Überraschend war für mich, dass sich hinter den negativ oder positiv assoziierten Kapitelüberschriften immer auch das Gegenteil wiederfand. So wird im Teil zur Gewalt auch auf die Möglichkeiten eingegangen, diese zu vermeiden oder Frieden zu schließen. Das Kapitel zur Sanftmut, das auf Kooperation und Gegenseitigkeit eingeht, beschäftigt sich aber auch mit Ungerechtigkeit und Neid.

    Fazit: Ein amüsant geschriebenes, locker zu lesendes Sachbuch, das nicht nur durch das übermittelte Wissen überzeugt, sondern vielmehr durch die vielen eingebauten Geschichten und Annekdoten.

  2. Cover des Buches Mamas letzte Umarmung: Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen (ISBN: 9783608964646)
    Frans de Waal

    Mamas letzte Umarmung: Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Schneeflamme

    „Mamas letzte Umarmung- Die Emotionen der Tiere und was sie über uns aussagen“ von Frans de Waal mit der ISBN 9783608964646. Der Autor gilt als der weltweit führende Forscher auf diesem Gebiet Verhaltensforschung bei Tieren. Sind Affen die besseren Menschen? De Waal schildert anschaulich, wie Tiere – insbesondere Menschenaffen – empfinden, mitempfinden, leiden, sich freuen, sozial sind, trauern, wütend, umgänglich sind. Somit ein Muss für alle die gerne Tierdokus im Fernsehen sehen. Denn man lernt nicht nur etwas über Tiere, sondern auch erstaunliches über die eigene Rasse. „Als Menschen sich noch die Hand geben durften, rochen sie danach an der Hand, vor allem, wenn sie Kontakt zu einer Person gleichen Geschlechts hatten. Instinktiv halten wir unsere Hand nahe ans Gesicht, um die chemische Duftmarke wahrzunehmen, die Aufschluss über die Verfassung des anderen gibt“, schreibt der Primatenforscher. Und wieder sind wir ein Stück schlauer, denn auf jeder Seite gibt es etwas zum staunen. Zum anderen staunt man als Leser über die Beobachtungsgabe des Forschers. Somit ein sehr spannender Buchtitel.

  3. Cover des Buches Biologie (ISBN: 9783827400321)
    Neil A. Campbell

    Biologie

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    DAS Standardbiologiewerk!
  4. Cover des Buches Die Biologie des menschlichen Verhaltens (ISBN: 9783937501017)
  5. Cover des Buches Grundriss der vergleichenden Verhaltensforschung (ISBN: 9783937501024)
  6. Cover des Buches Mensch und Tier : Streifzüge durch d. Verhaltensforschung. (ISBN: B001W1LU78)
  7. Cover des Buches Verhaltensbiologie (ISBN: 9783135676036)
    Dierk Franck

    Verhaltensbiologie

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Aggression bei Hunden (ISBN: 9783440114490)
    Renate Jones

    Aggression bei Hunden

     (3)
    Aktuelle Rezension von: soepherle
    "Aggression bei Hunden" ist absolut empfehlenswert für Studenten der Tierpsychologie und Veterinärmedizin, für ALLE Hundehalter, aber auch für jeden, der Kontakt mit oder sogar Angst vor Hunden hat. Selbst Hundehalter, die davon überzeugt, dass ihr Hund kein aggressives Verhalten zeigt, wird lernen seinen Hund mit anderen Augen zu sehen und vor allem sein eigenes Verhalten lernen zu beobachten. Denn meist verstärken die Besitzer das unerwünschte Verhalten unbewusst durch z.B. Strafen. Fr. Dr. Jones räumt auch mit dem Vorurteil auf, dass generell Dominanzverhalten die Ursache für Aggressionen sei. Im Gegenteil, ein dominanter Hund ist selbstsicher im Verhalten und zeigt weniger aggressives Verhalten. Ein Rangordnungsproblem zwischen Mensch und Hund ist somit auch nicht der Auslöser des Fehlverhaltens, sondern ein Symptom. Abschliessend macht sie auch nochmals deutlich wie willkürlich die Rasselisten der "gefährlichen Hunde" sind und dass sie jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehren. Ein sehr gutes und hilfreiches Buch unter all den vielen "Tierratgebern"!
  9. Cover des Buches Evolution and Human Behaviour (ISBN: 0333986326)
    John Cartwright

    Evolution and Human Behaviour

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
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