Bücher mit dem Tag "etikette"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "etikette" gekennzeichnet haben.

12 Bücher

  1. Cover des Buches Fräulein Nettes kurzer Sommer (ISBN: 9783462054187)
    Karen Duve

    Fräulein Nettes kurzer Sommer

    (80)
    Aktuelle Rezension von: Stefanie-B

    Fräulein Nettes kurzer Sonmer erzählt als Roman von dem Leben der Annette von Droste Hülshoff und stellt die damalige 

    Zeit (Anfang des 19. Jh.) und ihren Bezug zur Dichtkunst dar. 

    Vorangestellt möchte ich sagen, dass das Buch eigentlich nicht zu der Sorte Bücher gehört, die ich normalerweise lese. Dennoch - oder vielleicht auch gerade deshalb - war ich überrascht, wie gut ich es im Endeffekt fand. Ich muss das Buch nicht unbedingt nochmal lesen, und werde es wohl nicht begeistert weiterempfehlen, aber wenn man auf der Suche nach einem solchen Roman sucht, welcher etwas ernster, etwas „abgedroschen“, etwas historisch und dabei trotzdem flüssig ist, kann man ihn hier finden. 

    Zum Teil war das Buch eher langatmig. Andererseits wurde ich aber positiv überrascht, wie gut es die Autorin geschafft hat, das Leben der Anette von Drosde Hülshoff, die Gesellschaft und Belleristik in einen Roman zu verpacken, der flüssig zu lesen ist, eine Prise Humor enthält, Beziehungen und Charaktere erschafft und eine gewisse Begeisterung für das Buch aufbaut. Für mich war es nicht schwer danach zu greifen und ein paar Kapitel zu lesen, ich hatte Freude dabei. Auch wenn das Buch einen eher ernsten Stil hat und ich es daher nicht jedem empfehlen kann, ist 

    es also für das was ich erwartet hatte, wirklich gut geschrieben ✨. 

  2. Cover des Buches Ein Gentleman in Moskau (ISBN: 9783548290720)
    Amor Towles

    Ein Gentleman in Moskau

    (153)
    Aktuelle Rezension von: holzmair_eva

    Am 21 Juni 1922 wird Graf Alexander Rostov von den Bolschewiken zu lebenslangem Hausarrest im berühmten Moskauer Hotel Metropol verurteilt, doch wird er diesen Hausarrest nicht in seiner edlen Suite mit Blick auf das Bolshoi-Theater verbringen, sondern in einem Dachzimmerchen ohne Komfort.

    Das ist die Ausgangslage für den 462 Seiten umfassenden Roman von Amor Towles, in dem das Leben des fiktiven Grafen Rostov, wohl nicht zufällig gleichen Namens wie die Rostovs in Tolstois "Krieg und Frieden", bis zum Jahr 1954, das für den Protagonisten in vielerlei Hinsicht eine Zäsur darstellt, nachgezeichnet wird. 

    Brillant werden historische Ereignisse mit dem Schicksal des Grafen verwoben, der aufgrund seiner Erziehung die neuen Lebensumstände mit Disziplin und Neugierde zu meistern sucht. Er kann den geänderten Zeiten auch einiges abgewinnen, schließt Freundschaft mit dem kleinen Mädchen Nina, mit der Schneiderin Marina, dem Oberkellner, dem Chefkoch, macht sich nützlich (er ist unschlagbar, wenn es um die richtige Sitzordnung bei Treffen von Parteiapparatschniks geht), wird irgendwann selbst als Kellner eingestellt, denn seine ausgesuchte adelige Höflichkeit prädestiniert ihn geradezu für diesen Job.

    Später wird ihm die erwachsene Nina ihre Tochter übergeben, weil sie ihrem Mann in die Verbannung folgt, und Graf Rostov mutiert zum spätberufenen Vater. Und, und, und.

    Es geschieht so viel in diesem Hotel, das der Graf nie verlassen darf, dass die Leserin sich auf jedes neue Kapitel freut.

    Das Buch - eine Empfehlung!


  3. Cover des Buches Wie man sich einen Lord angelt (ISBN: 9783426529188)
    Sophie Irwin

    Wie man sich einen Lord angelt

    (302)
    Aktuelle Rezension von: _lenas-buecherwelt_

    Nachdem ihr Vater Kitty und ihren vier Schwestern nichts als Schulden hinterlässt steht für Kitty fest: Sie muss einen reichen Mann heiraten. Als sie den perfekten Kandidaten schon fast für sich gewonnen hat, taucht dessen älterer Bruder auf und will die Hochzeit um jeden Preis verhindern ...
    Am Anfang war ich, was Kitty angeht, ein wenig hin- und hergerissen. Einerseits spielt sie mit den Gefühlen ihrer Verehrer, andererseits kann ich sie aber auch verstehen, denn sie macht das alles nur, weil sie sich um die Zukunft ihrer Schwestern sorgt. Dafür würde sie sogar eine Hochzeit in Kauf nehmen, die sie nicht aus Liebe eingeht. Für ihre Schwestern würde Kitty wirklich alles machen. 💕
    Kitty ist auch ziemlich clever und wie sie es Stück für Stück in die höhere Gesellschaft schafft ist wirklich beeindruckend. Kittys Schwestern sind aber auch sehr süß. Ich mag Beatrice sehr, aber auch Cecy, die sehr an Kunst und Literatur interessiert ist und in der auch eine Romantikerin steckt.
    Auch die Familie von Kittys Auserwählten mochte ich sehr. Der älteste Bruder möchte seine Geschwister um jeden Preis beschützen und stellt Kitty dabei ganz schön auf die Probe und legt ihr einige Steine in den Weg. ✨️

    Kittys Suche nach einem passenden Ehemann ist witzig, spannend und romantisch und hat ein tolles Setting. 💕

  4. Cover des Buches SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1) (ISBN: 9783328108801)
    Emma Hunter

    SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1)

    (101)
    Aktuelle Rezension von: Renate1964

    Die junge Isabella ist nach einem Skandal gezwungen,  möglichst rasch einen Gatten zu finden und reist mit einer Bauerntochter als Gouvernante/ Dienerin zu ihrer Tante ins mondänen Bath des 18. Oder 19. Jahrhunderts. Wir erleben eine Liebesgeschichte,  Spionage,die Stellung der Frau. Es ist alles leicht und locker geschrieben und anfangs mit  den Schwierigkeiten im Tuchhandel, den Standesdünkel und Verhaltenskodex sehr interessant. Leider flachen Handlung und Charaktere dann etwas ab

  5. Cover des Buches Royal Wedding (ISBN: 9783736306844)
    April Dawson

    Royal Wedding

    (73)
    Aktuelle Rezension von: Kleinbrina

    Nachdem ich bereits viele positive Bewertungen zu „Royal Wedding“ von April Dawson gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf die Geschichte und habe mir eine emotionale und prickelnde Geschichte erhofft. Diese habe ich zum Großteil auch erhalten, allerdings muss ich auch zugeben, dass die Geschichte auch die ein oder andere größere Schwäche besitzt.

    Der Schreibstil ist gelungen, denn die Geschichte liest sich leicht und flüssig, sodass die knapp 250 Seiten schnell ausgelesen sind. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Philip und Jenna erzählt, was meiner Meinung nach sehr gelungen ist, da man dadurch einen guten Einblick in ihr Leben, aber auch in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhält. Beide waren mir auf ihre ganz eigene Art und Weise sympathisch, sodass ich ihre Geschichte gerne verfolgt habe. Aber auch die anderen Figuren sind meiner Meinung nach gelungen und gut ausgearbeitet, sodass man hier auf vielseitige und interessante Figuren trifft.

    Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Jenna hatte bislang nur wenig Glück mit den Männern und nimmt ihr Glück nun selbst in die Hand, indem sie eine Heiratsanzeige veröffentlicht und dabei einen vollkommen Fremden heiraten möchte. Für Philip könnte diese Anzeige nicht besser sein, denn dieser ist nicht nur ein Prinz, sondern muss auch bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr verheiratet sein, was für ihn eher eine Qual ist, da er sein Single Leben als Playboy nur zu gerne genießt. Hierbei gibt es nur ein Problem: Philip verschweigt Jenna zunächst, dass er ein Prinz, was Jennas Leben erneut ins reinste Chaos stürzen lässt…

    Jenna und Philip haben mir zusammen großen Spaß gemacht. Sie sind nicht nur sehr vielseitig und sind alles andere als langweilig, sondern sorgen auch dafür, dass man hier fast schon in ein modernes Märchen gerät. Was man hier allerdings bemängeln muss, ist die Tatsache, dass die Geschichte nicht nur oftmals sehr vorhersehbar ist, sondern auch nicht ohne Klischees auskommt. Zwar muss man dies bei dem Genre schon fast erwarten, allerdings wären viele Klischees in diesem Fall absolut nicht nötig gewesen.

    Das Cover ist optisch ein toller Hingucker und passt wie die Faust aufs Auge, gleichzeitig muss man auch sagen, dass der Titel ebenfalls gelungen ist. Die Kurzbeschreibung liest sich an sich auch ganz nett, allerdings verrät diese meiner Meinung nach etwas zu viel.

    Kurz gesagt: Auch wenn „Royal Wedding“ nicht ganz ohne Schwächen auskommt, findet man hier eine interessante und emotionale Geschichte vor, die mit vielseitigen Figuren und einem angenehmen Schreibstil besticht. Ich hoffe auf eine Fortsetzung und kann die Geschichte somit nur empfehlen.

  6. Cover des Buches Die zwei Leben der Florence Grace (ISBN: 9783548291857)
    Tracy Rees

    Die zwei Leben der Florence Grace

    (112)
    Aktuelle Rezension von: AmberStClair

    Klappentext:

    Der emotionsgeladene neue Roman der Bestsellerautorin von "Amy Snow"

    Die Waise Florrie Buckley wächst wild und glücklich bei ihrer Großmutter in den weiten Mooren von Cornwall auf. Kurz vor dem Tod offenbart die alte Frau das Geheimnis ihrer wahren Herkunft: Florrie ist Teil der reichen Grace-Familie. Mit dem Umzug zu ihrer unbekannten Familie nach London, verändert sich ihr ganzes Leben.
    Fortan ist sie für alle nur noch Florence Grace. Doch in der großen Stadt bei der fremden Familie fühlt sie sich nicht willkommen. Als ihr vermeintlicher Cousin Turlington auf der Bildfläche erscheint, findet sie in ihm endlich einen Freund. Über die Jahre entwickeln sich zwischen den beiden leidenschaftliche Gefühle. Aber der charismatische Turlington hat dunkle Geheimnisse.


    Meine Meinung:

    Gefühlvoll und mit viel Liebe wird hier die Geschichte von Florie Buckle erzählt. Als sie nach London zu der Familie ihrer verstorbenen Mutter muß, wird sie sie zu Florence Grace. Man durchlebt jeden Abschnitt ihres Leben, das Höhen und Tiefen hat. Ihre erste große Liebe und den Schmerz das sie nicht in Erfüllung gehen kann. Am Ende jedoch findet sie ihr Glück und ihre Liebe zu ihrer Heimat in Cornwall geben ihr halt.

    Ein wunderbares Buch mit viel Herzenswärme geschrieben. Jeden Abschnitt durchlebte man mit und man konnte sich alles klar vorstellen. Die Autorin hat in einem guten Erzähler Stil diese Geschichte nieder geschrieben. Die ganzen Emotionen der einzelnen Personen gut beschrieben. Die malerische Landschaft Cornwalls sehr gut wiedergegeben. Man fühlte und man litt mit.

    Ein fesselnde Geschichte und ein gut durchdachtes Ende!

    Ich habe jede Seite mit Begeisterung gelesen.

  7. Cover des Buches Gentleman über Bord (ISBN: 9783690940016)
    Herbert Clyde Lewis

    Gentleman über Bord

    (71)
    Aktuelle Rezension von: Karola_Dahl

    Das Cover zeigt ein in der Ferne schwindendes Schiff in ruhiger See vor weißem Halbrund, die untergehende Sonne vielleicht darstellend. Dann jedoch würde die nur in blau-weiß gehaltene Szene farblich unkorrekt sein, thematisch aber gut passen. Die Szenerie spielt im 20. Jahrhundert  auf dem Frachtschiff S. S. Arabella mit nur wenigen zahlenden Passagieren mitten im Pazifik auf der Reiseroute zwischen Hawaii und Panama. Die Hauptfigur Henry Preston Standish, erfolgreicher Börsenbroker aus N.Y. mit Midlife-Crisis, landet unter unglücklichsten Umständen aus Versehen mitten im Pazifik und wird erst nach vielen Stunden auf seinem Schiff vermisst. Auf einer Erzählebene geht es um seine anfänglichen Hoffnungen auf Rettung bis zu seinem endgültigen, schrittweisen gedanklichen und körperlichen Zerbrechen, in die finale Akzeptanz seines Schicksals. Angesicht des drohenden Todes bieten seine weitschweifenden Gedankengänge über Familie und seinen beruflichen sowie gesellschaftlichen Rahmen einen guten Einblick in die damalige amerikanische, gutsituierte Mittelschicht. Die zweite Erzählebene behandelt die sich währenddessen zuspitzende Situation auf dem Schiff mit den Überlegungen der Schiffsmannschaft und der Passagiere.  Durch seine Erziehung zum Gentleman verdammt wirkt das gesamte gebändigte Agieren des Mr. Scandish in dieser lebensgefährlichen Situation trotz Schwimmfähigkeit etc. kontraproduktiv, könnte als Satire voller Ironie gelten. Denn auch die abschließende nächtliche Suchaktion der Schiffscrew konnte kaum erfolgreich sein. Im Nachwort vertiefen familiäre historische Fakten den Blick auf Tradition und Erziehung der Familie Scandish, aber auch auf das Miteinander der Mitreisenden wird detailliert eingegangen. Die stille Hoffnung auf eine eigentlich unmögliche Rettung wird erst ganz zum Schluss aufgegeben und damit ein straffer Spannungsbogen in diesem relativ kurzen, intensiven Roman gezogen.


  8. Cover des Buches Dr. Z Verbotene Tipps für Aufreißer (ISBN: 9783442170913)
    Victoria Zdrok

    Dr. Z Verbotene Tipps für Aufreißer

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Die Autorin ist vor ihrem Pychologiestudium als Playmate und Penthouse-Pet aufgetreten und bringt den Lesern (angeblich) bei, wie man bei attraktiven Frauen landet- sie müßte es ja anscheinend wissen, und sie hat ihre Mit-Pets gefragt, was so geht und was so gar nicht (manches klingt nach Schema F und hat man schon tausendmal woanders gelesen zB daß man auf Körperhygiene Wert legen sollte und daß man als Angeber nicht gut ankommen wird), manche Tips sind mit Hinweisen auf Biologie und (Evolutions-)Psychologie unterlegt und leuchten deswegen besonders ein. Ich habe einige gute Tips mitnehmen können und mich gut unterhalten gefühlt, von mir gibt es 3-4 Sterne.
  9. Cover des Buches Auf den Spuren der Sehnsucht (ISBN: 9783957346186)

    Auf den Spuren der Sehnsucht

    (10)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Ich bitte Sie um nichts Unmögliches. Wenn eine gefiederte Stockente schwimmen und ein Fisch mit Flossen fliegen kann, dann können Sie auch rüpelhaften Männern beibringen, sich wie zivilisierte Menschen zu benehmen...“


    Diese Worte muss sich Abigail von Mrs. Helen Birmingham sagen lassen. Mrs Birmingham betreibt eine Heiratsvermittlung. Gerade sind aus einer Stadt in Kansas mehrere Bewerbungen von Männern eingegangen. Abigail stammt aus einer vornehmen Familie. Doch durch das Verhalten ihres Vaters hat sie alles verloren. Ihre eigene Bewerbung für einen Bräutigam war bisher immer gescheitert. Nun bietet ihr Mrs. Birmingham eine letzte Chance. Sie wird sie nach Kansas begleiten.

    Die Autorin hat einen humorvollen und trotzdem tiefgründigen Roman geschrieben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet. Er gibt die Verhältnisse im Westen der USA gut wieder. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Helen, Abigail, Mack und Bill geschildert.

    In Kansas werden sie von Mack abgeholt. Er wurde extra ausgewählt, weil er sich nicht um eine Braut beworben hat. Das hat gute Gründe, die in der Vergangenheit seiner Familie liegen. Außerdem ist er der Meinung, dass ihm Gott schon die richtige Frau zeigen wird. Helen sieht ihn so:


    „...Mr. Cleveland war eindeutig ein aufmerksamer Mann, genau so ein Mann, wie sie ihn sich für ihre Bräute wünschte...“


    Bill ist der Sheriff des Ortes. Er ist skeptisch, als nur die beiden Frauen erscheinen. Allerdings steht er den Kursen vor Anstand und gesittetem Benehmen aufgeschlossen gegenüber.

    Schnell stellt sich heraus, dass die meisten Bewohner des Ortes zwar keine Regeln der besseren Gesellschaft beherrschen, dafür aber ein großes Herz und ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl haben. Auch Helen und Abigail müssen lernen, dass nicht alles, was in der Stadt funktioniert, für die Rancher und Viehzüchter machbar ist.

    Es liest sich humorvoll, wie sich beide Seiten aufeinander zu bewegen und ihre Stärken erkennen. Natürlich dauert es seine Zeit, bis jeder seine Braut in den Armen hält. Dabei wird deutlich, dass die Heiratsvermittlung sehr viel Menschenkenntnis und Feingefühl bedarf.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

  10. Cover des Buches Braut auf Zeit (ISBN: 9783957341822)
    Jen Turano

    Braut auf Zeit

    (18)
    Aktuelle Rezension von: Pachi10

    New York - Ende des 19. Jahrhunderts.

    Hannah ist Hutmacherin. Sie soll eine Großbestellung Hüte bei einer Dame der feinen Gesellschaft abliefern, die sich allerdings gar nicht so fein benehmen soll. Die Dame ist die Verlobte des heißbegehrtesten Junggesellen Oliver Addleshaw in der Stadt jeder spricht von seinem Reichtum.


    Als sie jedoch die Lieferung durchführt gerät die ganze Situation aus den Fugen. Die Verlobten sind gar nicht verlobt, Hannah wird von der Dame und einem riesigen Hund angegriffen und am Ende erhält sie von Oliver ein ziemlich unglaubliches Angebot.


    Grundsätzlich hat mir die Geschichte gefallen. Endlich einmal ein historischer Roman der nicht England als Location hat. Auch die Andeutungen an die Modernisierungen, die kommende Unabhängigkeit der Frauen, fand ich recht nett.

    Leider ist die Protagonistin Hannah kindisch, unreif und lächerlich - obwohl sie eigentlich eine starke Frau verkörpern soll. Ungefähr 30 Mal läuft sie vor irgendwas weg oder ist beleidigt. Ebenso Oliver sollte eigentlich einer Familie die zur Oberschicht von New York gehört und benimmt sich wie ein einfältiger Emporkömmling ohne Manieren. Das Ende der Geschichte war mir auch etwas zu dramatisch und kitschig. Mir hätte es besser gefallen, wenn Hannah - als Mädchen aus der Unterschicht auch ohne Familie in die Oberschicht aufgestiegen wäre.

  11. Cover des Buches Inglourious Basterds (ISBN: 9780316080651)
    Quentin Tarantino

    Inglourious Basterds

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Drehbuch zu Tarantinos bis dahin in Amerika erfolgreichstem Film. Auch wenn die Story bekannt ist, fesselt das Buch noch ungemein. SS-Oberst Hans Landa (Oscar für Christoph Waltz) tötet die Familie der jungen Shoshanna Dreyfus auf einem Bauernhof in Nancy, während nur sie entkommen und untertauchen kann. In Paris nimmt sie eine neue Identität an und beschließt als Kinobesitzerin, Rache an den obersten Nazis für den Tod ihrer Eltern zu üben. Gleichzeitig ist Hillybilly Aldo Raine aus Tennessee mit seinen Leuten hinter feindlichen Linie auf Nazijagd, die entweder skalpiert oder mit einem Hakenkreuz in der Stirn laufen gelassen werden. Superschön, wie die Nazis hier voll eins aufs Maul kriegen, nit viel schwarzem Humor, und laut Kritik hat Tarantino mit dem Film auch die Kraft des Kinos gefeiert.
  12. Cover des Buches Der kleine Fuchs liest vor. Zauberhafte Prinzessinnen-Geschichten (ISBN: 9783770701209)
    Kathrin Lena Orso

    Der kleine Fuchs liest vor. Zauberhafte Prinzessinnen-Geschichten

    (18)
    Aktuelle Rezension von: SternchenBlau

    Prinzessinnen in einem rosa Erdbeerhaus und mit hellblauem Hintergrund? Ja, das könnte auch ganz furchtbar werden, aber von „Zauberhafte Prinzessinnen-Geschichten“ lasst Euch bitte, bitte nicht abschrecken. Denn was auch ein rosa-hellblauer Albtraum sein könnte, macht Kathrin Lena Orso in der Reihe „Der kleine Fuchs liest vor“ zu einem amüsanten (Vor-)Leseerlebnis mit Held*innen, die eben nicht üblichen Normen entsprechen. Damit hat sie das Zeug zum diversen Klassiker für Vor-Schüler*innen. 

    Eigentlich ist kein Klischee mädchenhafter als Prinzessinnen und ich habe als Kind auch Geschichten über solche Figuren geliebt, vielleicht, weil sie da wenigsten in die Nähe der Selbstbestimmung gekommen sind. Orso nimmt dieses Klischee nun und gibt ihm in jeder Geschichte einen neuen Dreh, so wird z.B. auch die „Jungfrau in Nöten“ umgedreht. Alle acht Geschichten spielen mit Rollenbildern und Klischees und zeigen Alternativen zu klassischen Mädchen-Zuschreibungen auf. Sollten Prinzessinnen nicht brav und ordentlich sein und still beim Tee sitzen? Nein, nicht, wenn man der Königin glaubt. Im Vordergrund stehen tolle Mädchenfiguren, aber in einer Geschichte darf auch ein Junge die Hauptfigur sein, der ein Kleid anziehen möchte. Genial, dass die Mutter das einfach total unkompliziert besorgt, und seine Freunde werden für ihr Auslachen schnell eines besseren belehrt. Hier schwingt auch das Transthema mit und Autorin Orso und Illustratorin Stéffie Becker achten bei den Bildern auf die Repräsentation von dunkelhäutigen Prinzessinnen. In dieser Form kann mein demokratisches Herz sogar mit der Monarchie mitgehen.

    Als Zielgruppe ist ab 5 angegeben, daher setzen die Geschichten jetzt nicht auf atemberaubende Spannund, trotzdem haben sie meinen 7,5jährigen Sohn und mich richtig gut unterhalten. Geübte Erstleser*innen können die Geschichten schon selbst lesen, erst recht, da sie recht kurz sind. Zudem punktet die Autorin mit ganz viel Sprachwitz, z.B. heißt die Hundeprinzessin „Hundegunde“, Reim und sprechenden Name packt die Autorin in eine scheinbar antiquierte Vornamenform. So etwas begeistert mich.

    Wir haben die Geschichten wirklich sehr genossen. Divers und intersektionell, ein tolles Kinderbuch zum Vorlesen und für geübtere Erstleser*innen.

  13. Zeige:
    • 8
    • 12

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks