Bücher mit dem Tag "eva braun"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "eva braun" gekennzeichnet haben.

16 Bücher

  1. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783404171781)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

     (3.369)
    Aktuelle Rezension von: worldofbooksps

    Ein Roman der vom ersten Moment an zum Schmunzeln bringt. Man muss sich nur einen Adolf Hitler in mitten Deutsch-Türkischen Mitmenschen vorstellen. Timur Vermes, macht aus einem grauenhaften Mann, einen Mann mit dem man lachen kann. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass dieser Roman mit Humor geschrieben ist und nicht um irgendetwas verharmlosen zu wollen. Ich finde die Idee dahinter sehr interessant und bin froh es gelesen zu haben. 

  2. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.233)
    Aktuelle Rezension von: Gotje

    Inhalt: Als Bruno aus der Schule nach Hause kommt, erfährt er, dass die ganze Familie umziehen muss, weil sein Vater zum Kommandanten befördert wurde. Was das bedeutet, das versteht Bruno nicht, er weiß nur, dass sein Vater sehr wichtig ist. Dass sein Vater jetzt Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz ist und was er als solcher tut, davon hat Bruno, der gerade einmal neun Jahre alt ist, keine Ahnung. Und so zieht seine ganze Familie aus Berlin nach Auschwitz und Bruno muss sich an das neue Leben gewöhnen. Hier gibt es keine anderen Kinder mit denen er spielen kann, jeden Tag laufen fremde Soldaten durch das Haus und von seinem Fenster aus kann er den Zaun sehen, hinter dem hunderte Menschen in den immergleichen gestreiften "Pyjamas" sind. Und Bruno beschließt, auf Erkundungstour zu gehen und trifft weit weg vom Haus auf Schmuel, der genau so alt ist wie Bruno und auf der anderen Seite des Zauns lebt. Und so fangen die beiden Jungen, die so unterschiedliche Leben haben, die sich aber doch einander ähneln, an, sich zu unterhalten.


    Meine Meinung: Das Buch zeigt die Zeit des Nationalsozialismus durch eine völlig andere Perspektive, die Perspektive eines kleinen, naiven Jungen der noch dazu Sohn des Kommandanten ist. Es wird sehr deutlich gemacht, dass Bruno keine Vorstellung davon hat, was im Konzentrationslager passiert und wie Schmuels Leben aussieht. 

    "Du solltest einmal unser Haus sehen", sagte Bruno. "Erstens hat es keine fünf Stockwerke, sondern nur drei. Wie soll man auf so engem Raum leben?" S. 188
    Im Gegenteil, ihm gefielen Streifen, und er hatte es zunehmend satt, dass er Hosen, Hemden, Krawatten und Schuhe tragen musste, die ihm zu klein waren, während Schmuel und seine Freunde den ganzen Tag lang gestreifte Pyjamas tragen durften. S.189

    Manchmal erscheint mir seine Naivität aber auch ein wenig zu stark. Als gebildeter, deutscher Junge, noch dazu als Sohn des Kommandanten scheint es mir sehr unglaubwürdig, dass er noch nie etwas von Juden gehört hat, da diese Ideologie schon früh in der Schule gelehrt wurde und er sie eigentlich auch durch seine Erziehung verinnerlicht haben sollte. Dieser Punkt hat mich beim Lesen oft gestört.

    Auch das Ende fand ich nicht so gut. Es war zwar sehr berührend und erschütternd, aber dennoch fand ich, dass damit der ganze Sinn der Geschichte irgendwie zunichtegemacht wurde oder zumindest ins Leere verlief. Abgesehen davon hat mir das Buch aber gut gefallen. Zwar hätte ich mir mehr Einblicke aus Schmuels Leben gewünscht, aber wie auch John Boyle im Nachwort schrieb: 

    Denn schließlich können nur die Opfer und Überlebenden die Gräuel jener Zeit an jenem Ort wirklich begreifen; wir anderen leben auf der anderen Zaunseite[...]
  3. Cover des Buches Bis zur letzten Stunde (ISBN: 9783548603544)
    Traudl Junge

    Bis zur letzten Stunde

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Ich habe mir dieses Buch gekauft, da mich wahre Aufzeichnungen, insbesondere Tagebücher etc. aus dieser Zeit sehr interessieren. Es war wirklich aufschlussreich, die damaligen Ereignisse einmal aus einer anderen Sichtweise vermittelt zu bekommen. Man kann sich regelrecht in die Gesellschaft in der sich Traudl Junge befand hineinversetzen und versteht ansatzweise wie sie sich hier gefühlt hat und weshalb sie so lange dort war bzw. geblieben ist. Allerdings hat es doch viel Geschichtliches mit inbegriffen, was das flüssige und leichte Lesen sehr erschwert. Einige langweilige Passagen gibt es mitunter, teilweise hatte ich hierbei nur den Gedanken, dass das Buch doch endlich enden möge. An sich eine bewegende und lesenswerte Geschichte, wenn man sich für die Thematik und Geschehnisse interessiert.

  4. Cover des Buches Der letzte Zeuge (ISBN: 9783492257350)
    Rochus Misch

    Der letzte Zeuge

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Ich werfe mir heute nicht vor, dass ich unter den damaligen Umständen funktionierte, dass ich meinen Dienst immer ordentlich und gewissenhaft versah, selbst dann noch, als mir 1943 klar wurde, dass der Krieg verloren gehen würde. Selbst dann noch, als er längst verloren war. Selbst dann noch, als Hitlers Leiche brannte. Nein, ich werfe dem Rochus Misch von damals nicht vor, dass er keinen Ärger machte.
    Dennoch – dass mir das so selbstverständlich war, das macht mich nachdenklich.«

     

    Rochus Misch, geboren 1917, war nie Mitglied der NSDAP. Wegen seiner Körpergröße und Statur wurde er nach der Musterung für die Leibstandarte SS Adolf Hitler ausgewählt. Er arbeitete bis zum letzten Tag als Leibwächter, Kurier und Telefonist Hitlers, hielt auch noch nach dessen Tod die Stellung im Führerbunker. Hier erzählt er seine Geschichte.

     

    Als ich dieses Buch entdeckte, wurde ich gleich neugierig. Was war das für ein junger Mann, der da in unmittelbarer Nähe Hitlers seinen Dienst tat? Was bewegte ihn und wie dachte er über die furchtbaren Dinge, die um ihn herum geschahen?

    Rochus Misch schrieb diese Autobiographie, eben weil ihn ständig aus aller Welt Fragen erreichten. Er erkannte den Wert, den sein Bericht für die Nachwelt hat, weil dieser den Leser zwingt, sich differenziert mit der Thematik auseinanderzusetzen.

     

    Diese Auseinandersetzung ist nicht leicht, die Wertung fällt schwer. Es ist ein unbequemes Buch, denn wie gerne würde man Misch, treues Mitglied des persönlichen Begleitkommandos Hitlers, einfach als Nazi verurteilen. Und sich sagen, dass man selber garantiert anders gehandelt hätte…

     

    Misch als Person zu beurteilen, fällt schon schwer. Da gibt es so einiges, was Verständnis oder gar Sympathie weckt, andere Dinge befremden. Wie er auf seinen Posten kam, gehört zu den nachvollziehbaren Punkten.

    Die Vollwaise Rochus Misch, aus einfachen Verhältnissen stammend, hatte sich zu den SS-Verfügungstruppen gemeldet, weil diese mit Vergünstigungen und Zukunftsperspektiven lockten. 1939 wurde Misch in Polen schwer verletzt, hatte u.a. einen glatten Lungendurchschuss. Dass anschließend der Gedanke, wieder an die Front zurück zu müssen, ihm nicht gerade verlockend erschien, ist nur zu verständlich. Als für das persönliche Begleitkommando des Führers ein »absolut zuverlässiger junger Mann« gesucht wurde, der »keinen Ärger macht«, kam man auf Misch.

    Dieses Anforderungsprofil trifft seinen Charakter recht gut. Er war zuverlässig auf seinem Posten, tat pflichtbewusst seine Arbeit, war immer da, wenn man ihn brauchte und hielt ansonsten den Mund. Wenn er erzählt, kommt es einem so vor, als hätte er einen ganz normalen Job bei einem ganz normalen Arbeitgeber gehabt. Da ist nichts von Aggressivität in seinem Bericht, er wirkt auch nicht sonderlich politisch. Zu interessieren scheint ihn nur, wie es ihm und seiner Familie geht. Das wirkt nicht bösartig oder egozentrisch, er denkt einfach nicht weiter. Vermutlich gab und gibt es sehr viele Menschen wie ihn.

     

    Befremdlich wird es, wenn er beispielsweise den Privatmann Hitler als »normaler, einfacher Mann, der einfachste Mensch, den ich kannte« beschreibt. Ich möchte ganz einfach Hitler nicht als normalen Menschen betrachten, nicht mal, wenn ich lese, wie er im Schlafanzug nach einer Wärmflasche für seine Füße verlangt. Misch betont immer wieder, dass er keine Kenntnis darüber hatte, was in den Konzentrationslagern vor sich ging. In der Nähe des Führers wäre nie über so etwas gesprochen worden, auch unter den Kameraden nicht. Kann das wirklich so stimmen?

    Zumindest eine Ahnung muss dagewesen sein, alles andere scheint mir nicht realistisch. Und warum sonst sollte Misch an anderer Stelle sagen: »Dass man von diesem Thema besser die Finger ließ … das war völlig klar … Man hatte immer ein bisschen Angst.«

     

    Rückblickend verurteilt Misch die Taten der Nazis, fragt sich sogar, wie »Untaten solchen Ausmaßes nur ein so gut gehütetes Geheimnis bleiben konnten«. Aber damals lebte er ein Dasein voller Widersprüche, vermittelte den ganzen Tag über Telefonate für Hitler und ging abends nach Hause, zur politisch links eingestellten Ehefrau und hörte mit dem Schwiegervater zusammen den Feindsender. Der Eindruck manifestiert sich, dass dieser junge Mann einfach nur überleben wollte und die Realität um sich herum bewusst ausblendete. Wenn er berichtet, wie Magda Göbbels ihren Kindern die Totenhemdchen anzieht, merkt man allerdings, dass der Familienvater Misch dabei an seine Grenzen kam.

     

    Rochus Misch hat vermutlich aktiv nichts Böses getan. Man könnte ihm vorwerfen, dass er für die obersten Nazis arbeitete, Hitler bediente und beschützte. Man könnte sagen, dass er sich hätte verweigern oder sogar etwas gegen Hitler hätte unternehmen müssen. Nah genug dran war er schließlich. Aber man muss sich auch ehrlich fragen, was man selbst an seiner Stelle getan hätte. Misch durchlebte 9 Jahre russischer Kriegsgefangenschaft, wurde grausam gefoltert. Wenn man ihm Schuld anrechnen kann, dann hat er dafür gebüßt.

     

    Das Buch enthält neben vielen Fotos auch detaillierte Karten von Führerbunker und Reichskanzlei, einen umfangreichen Anhang mit geschichtlichen Erläuterungen und zahlreichen Kurzbiographien.

     

    Fazit: Faszinierender chronologischer Bericht eines Zeitzeugen. Die Perspektive ist ungewöhnlich und die Lektüre unbequem, da man sich nicht einfach ein Urteil bilden kann, sondern sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzen muss.

  5. Cover des Buches Wie Hitler Deutschland stahl (ISBN: 9783710338328)
    T.H.M. Dieckmann

    Wie Hitler Deutschland stahl

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Der Untergang (ISBN: 9783499619236)
    Joachim Fest

    Der Untergang

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Nachdem mich bereits das filmische Meisterwerk sehr beeindruckt und mitgerissen hat, war der Kauf des Buches auf dem der Film basiert keine Frage. Als ich dann entdeckte, dass nicht nur die Originalvorlage von Joachim Fest, sondern als Zusatz auch das Drehbuch von B.Eichinger und ein Making-Of dabei sind, hielt mich nichts mehr. Nun aber zum Buch: Joachim Fest zeigt eine Klasse, die man bei ihm mittlerweile gewohnt ist. Wer den Film bereits gesehen hat, wird viele Szenen wiedererkennen, andere neue Ergeinisse finden. Ich begreife mittlerweile, dass B.Eichinger das Buch als Anstoß für einen Film genommen hat. Bereits die Lektüre des Grundstoffes beeindruckt einen zutiefst und lässt einen lange Nachdenken. Das Drehbuch bietet einem immer wieder die Möglichkeit, sich Dialoge wichtiger Szenen, wieder ins Gedächtnis zu rufen und die nackten Dialoge lassen einem vor Augen die Szenen wieder passieren. Viele Fotots fördern den Prozess. Mir persönlich hat das Buch auch geholfen, manchen Gesichtern endlich Namen zuzuordnen. Gerade bei den vielen Generälen verliert man doch gerne den Überblick. Für Interessierte und "Fans" des Films ein Muss!
  7. Cover des Buches Hitlers Frauen (ISBN: 9781500768515)
    Erich Schaake

    Hitlers Frauen

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Wer waren die Frauen an der Seite von Adolf Hitler? Wer heute alte Aufnahmen des Diktators sieht, wird die Faszination der Frauen für diesen Mann nicht nachvollziehen können. Oft karikiert, wirkt er auf den Zuschauer von heute ein wenig lächerlich und in keinster Weise attraktiv – Was also war der Zauber dieses Mannes?

    In diesem Sachbuch wird die Geschichte von verschiedenen Frauen beleuchtet und erzählt, die dem Charisma Hitlers verfielen. Eva Braun die ewige Geliebte, die an seiner Seite ein luxuriöses Schattendasein lebte, ist heute vielleicht die bekannteste Frau. Hitler war leider nicht nur das Monster, das Kriege anzettelte und Juden in den Tod schickte – Das wäre zu einfach. Er war der Chef der seinen Sekretärinnen kleine Geschenke machte, der aufmerksame Gesellschafter der Komplimente machte und Handküsse verteilte, er robbte für Kinder auf dem Fussboden und machte für sie Tierlaute nach, der in sich gekehrte Mann der stundenlang ins Kaminfeuer starrte. Er war aber auch der jähzornige Wüterich, der vor Wut schäumte, seinen Hund prügelte und keinerlei Kritik duldete. Er war einfach nicht zu fassen, ließ niemanden wirklich an sich heran, war der einsame Wolf.

    Es ist etwas anderes im Geschichtsbuch die staubtrockenen Fakten zu sehen, oder Tagebuchseiten von Eva Braun oder die Briefe von Magda Goebbels an ihre beste Freundin zu lesen. Es sind die Momente, in denen Geschichte menschlich wird. Das dritte Reich ist ein brisantes Thema und eine Zeit von undenkbarer Grausamkeit, geprägt von Hitlers Hass gegen Juden und Andersdenkende. Ich glaube niemand, kann wirklich nachvollziehen, wie es damals dazu kommen konnte, dass ein gescheiterter Kunstmaler, es schaffte die Massen für sich und seine grausigen Ziele zu begeistern. Seine Frauen waren bereit für ihn in den Tod zu gegen und manche taten es auch…

    Das Buch ist teilweise spannend wie ein Krimi, sehr informativ und durch Fotos aufgelockert. Das eine oder andere Detail ist teilweise überholt, da nach und nach immer noch Fakten ans Licht kommen, aber ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen und kann mich jetzt ein wenig besser in die damalige Zeit einfühlen.
  8. Cover des Buches Führerlos (ISBN: 9783861246220)
    Wolfgang Brenner

    Führerlos

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Ritja
    Hitler wird bei einem Attentat getötet. Die gesamte Führungsriege steht Kopf. Jeder versucht seine Macht zu sichern bzw. auszubauen. Der Kampf zwischen Göring und Goebbels beginnt. Zudem behauptet Eva Braun schwanger zu sein - vom Führer. Die Geschichte ist etwas verworren, zum Teil nicht nachzuvollziehen. Leider nicht so gut gelungen.
  9. Cover des Buches Evas Cousine (ISBN: 9783548601533)
    Sibylle Knauss

    Evas Cousine

     (6)
    Aktuelle Rezension von: FabAusten
    „Eva“ ist nicht irgendeine „Eva“, sondern Eva Braun. 

    Die junge Physikstudentin Marlene wird von ihrer Cousine Eva Braun auf den Obersalzberg, das persönliche Refugium Hitlers, eingeladen. Der Geliebten des „Führers“ dürstet es nach Abwechslung, denn dieser weilt meist andernorts, um sich der „großen Politik“ zu widmen. Eva sucht die Zerstreuung und um nicht immer dieselben Leute um sich zu haben, sucht sie Familienanschluss. Marlene erlebt das unbeschwerte Leben auf dem Obersalzberg, bekommt Hitler selbst jedoch nie zu Gesicht. Stattdessen erhält sie Einblick in das „System Obersalzberg“, denn während das Land zunehmend ins Chaos schlittert, scheint dies davon unbehelligt. Die Studentin beobachtet Evas Leben, das unter einer makellosen Oberfläche aus Körperkult und –wahn, Eitelkeit und Vergnügungen dennoch Ängste und Todessehnsucht verbirgt. Im Fortlauf der Geschichte geht Marlene ein bedeutungsloses Abenteuer mit einem SS-Offizier ein und gegen Ende hilft sie einem flüchtigen polnischen Zwangsarbeiter, der sich in einem Teehaus auf dem Gelände verborgen hält.

    Der Roman ist angelehnt an die Lebenserinnerungen von Gertraud Weisker, der realen Cousine. Diese hatte sie nach Jahrzehnten niedergeschrieben, so dass sie eher bruchstückhaft vorhanden waren, und an die Autorin weitergeben. Die strickte dann einen Roman daraus. Dass die Protagonistin „Marlene“ heißt, weist daraufhin, dass die Autorin keinen Zeitzeugenbericht vorgelegt hat.

    Die Geschichte und ihre sprachliche Umsetzung sind gut getroffen und harmonieren miteinander. Dennoch gibt es Aspekte, die den positiven Eindruck abschwächen.
    Einerseits wären mehr Informationen über Eva Braun wünschenswert gewesen. Warum sprang sie auf den hohlen Glanz der Diktatur und ihres Oberhaupts so an? Natürlich ist es kein Roman über Eva, denn ihre Cousine steht im Vordergrund. Es geht also um den subjektiven Blick dieser Frau auf die Geschehnisse und Zustände auf dem Obersalzberg. Dennoch wird der Leser mit „Eva“ im Titel auf ihre Spur gesetzt und der möchte er dann auch folgen. Andererseits wirkt der Handlungsstrang um den entflohenen Zwangsarbeiter absolut unglaubwürdig. Der Sinn und Zweck, ihn einzufügen, erklärt sich nicht recht. Ebenso verhält es sich mit der "Liebelei" Marlenes mit dem Offizier. Diese Aspekte scheint die Autorin lediglich hinzugefügt zu haben, um die Handlung „aufzupeppen“.

    Insgesamt bietet der Roman eine interessante, andere Perspektive auf das "Gespenst Obersalzberg". Die, obwohl sie ein wenig oberflächlich bleibt, spannend zu lesen ist.
  10. Cover des Buches Hitler und Stalin (ISBN: 9783442128457)
    Alan Bullock

    Hitler und Stalin

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Hitler war ein Britischer Agent (ISBN: 9780985227814)
    Greg Hallett

    Hitler war ein Britischer Agent

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheWorldOfTruth

  12. Cover des Buches Hitlers Berghof 1928-1945 (ISBN: 9783887410278)

    Hitlers Berghof 1928-1945

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Die Frauen der Nazis (ISBN: 9783453600164)
    Anna M Sigmund

    Die Frauen der Nazis

     (27)
    Aktuelle Rezension von: honkwilliams
    Sekundär. Als Sozialgeschichtliche Studie eher unbrauchbar. Nett zu lesen.
  14. Cover des Buches Siegfried (ISBN: 9783499232961)
    Harry Mulisch

    Siegfried

     (33)
    Aktuelle Rezension von: halbkreis
    Der Teil dieser Geschichte, der sich mit der alternativen Realität befasst, ist faszinierend. Was wäre wenn... Hitler und Eva Braun also einen Sohn hatten? Mulisch schafft es, dieses Szenario zu entwerfen, ohne die tatsächlich passierte Geschichte neu zu schreiben. Es hätte tatsächlich so sein können. Schade aber, dass die Geschichte rund um diese alternative Geschichte, also der Teil, der sich mit dem Leben und den Gedanken des Protagonisten Herter befasst, eher blass und öde bleibt. Herter ist ein Autor (sehr autobiografisch angehaucxht, vermute ich...?), der der Geschichte rund um den Hitlersohn Siegfried auf die Spur kommt. Das einzige spannend/schockierende war vielleicht noch das Ende, aber auch das war irgendwie merkwürdig.
  15. Cover des Buches Eva Braun (ISBN: 9783423346726)
    Heike B. Görtemaker

    Eva Braun

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Eva Braun, Hitlers Geliebte und spätere Ehefrau. Eine seltsame Liaison. Bis zuletzt hat Hitler sich ungern offiziell mit ihr gezeigt, und wenn doch, dann nicht als seine ‚Frau‘; sie hatte stattdessen im Hintergrund zu bleiben. Ihre Rolle blieb inoffiziell. Und hinter der Fassade? Frau Görtemaker gelingt es meiner Meinung nach sehr gut, die Ambivalenzen in dieser sehr seltsamen Beziehung zwischen Hitler und Braun darzustellen. Bereits in den einleitenden Sätzen macht sie deutlich, wie weit beide doch charakterlich und weltanschaulich voneinander entfernt waren; hinzu kam ein Altersunterschied von 20 Jahren. Dass Hitler sich erst kurz vor seinem Suizid zu dem Entschluss durchrang, Eva Braun zu ehelichen zeigt – so arbeitet des E. Görtemaker heraus – zweierlei: einerseits honoriert er ihre Loyalität, denn es will viel heißen, wenn man gute 15 Jahre an der Seite des Führer durch alle Untiefen hindurch geht und an seiner Seite bleibt. Andererseits traut er sich erst in diesem inoffiziellen letzten Moment den selbstgewählten und bevorzugten Stand des Junggesellen zu verlassen, den er mit Begeisterung und offensichtlichem politischen Kalkül zu pflegen beabsichtigte. Dass er dabei gegen das offizielle nationalsozialistische Familienweltbild verstieß, hat den in ‚wilder Ehe‘ mit ungeregelten privaten Verhältnissen lebenden Hitler scheinbar nicht gestört. Kommentare aus seinem privaten Vertrautenkreis kamen häufig. E. Görtemaker schreibt eine sehr sympathische, klar strukturierte und sich weitgehend auf die belegbaren Fakten stützende Biographie. Sie gibt wenig auf Gerüchte oder triviale Deutungen wie so andere Historiker vor ihr. Sie bleibt objektiv und beschreibt in der Hauptsache historische Fakten, die – sofern persönlich überliefert – auf ihren historischen Wertgehalt hin überprüft werden. Ansonsten ergeht sich Frau Görtemaker glücklicherweise nicht in Vermutungen und beschränkt sich so auf das bloße Deuten und Beschreiben der vorliegenden historischen Hinterlassenschaften, die im Übrigen sehr spärlich gesät sind, denn noch kurz nach dem 30. April 1945 wurde viel der persönlichen Hinterlassenschaft von Hitler und anderen bewusst vernichtet. Dass sich so ein Teil der Beziehung zwischen Hitler und Braun der Geschichtsforschung entzieht, gesteht Görtemaker ein und versucht nicht die Lücken – das macht ihr Buch auch sympathisch – durch wilde Spekulationen und Analogien zu ‚verfüllen‘. Ihr Schreib- und Erzählstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Alles in allem eine gelungene Gesamtdarstellung der bis heute rätselhaften Beziehung zwischen Hitler und Eva Braun.
  16. Cover des Buches Der Tod Adolf Hitlers (ISBN: 9783205991403)
    Wolfdieter Bihl

    Der Tod Adolf Hitlers

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Sokrates
    Das Buch stellt eine Zusammenfassung all derjenigen Fakten dar, die bis heute zum Tod Adolf Hitlers eruierbar sind; daneben werden die verschiedensten, bis heute zirkulierenden Überlebenslegenden zusammengetragen. -- Wer denkt, dass Wolfdieter Bihl eine überzeugende Erklärung für Hitlers Tod und dem Nichtauffinden seiner vollständigen Leiche erbringen kann, dem sei bereits an dieser Stelle verraten, dass Bihl dies nicht gelingen kann. Die Faktenlage wird als äußerst durcheinander beschrieben; Legendenbildung überwuchert das wenige vorhandene an stichhaltigen Beweisen. Augenzeugenberichte unterscheiden sich im Wesentlichen; selbst Archivalien und erst jetzt freigegebene Akten können das Mysterium nicht restlos klären. Das Buch versteht sich insoweit als eine Sammlung der Überlebens- und Sterbelegenden; als Versuch, den Selbstmord Hitlers im Führerbunker zu rekonstruieren. Karten und "Tatortfotos"/Rekonstruktionen sind dem Buch beigegeben, sodass diese Theorie gut nachvollzogen werden kann. Empfehlenswert für denjenigen, den die Breite der möglichen Erklärungsmodelle interessiert und der sich fachlich hierin einarbeiten muss.
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