Bücher mit dem Tag "ewige jugend"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "ewige jugend" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.112)
    Aktuelle Rezension von: Seralina1989

    Wir steigen damit ein, dass wir ein paar Erklärungen über die Entwicklung menschlichen Lebens, aber auch in die Welt an sich bekommen. Das, was für uns noch normal ist, ist in dieser Welt teils schon rückständig angesehen, um nicht zu sagen: Die Denke von Neandertalern.

    Nach und nach lernen wir dabei auch ein paar Charaktere wie unsere Hauptfigur Bernard und seine (offene) Beziehungsfreundin Lenina kennen.

    Bernard gilt als aus der Art geschlagen, hat für seine Position eines Alphas nicht die richtige Größe und (in seinen Augen) noch einige Unzulänglichkeiten. Er merkt, wie gleichgesteuert alles ist, und kann sich dem doch nicht ganz entziehen.

    Gerade in der ersten Zeit mit Lenina versucht er ihr seine Gedanken zu dem Ganzen klar zu machen. Dass ihm das kollektive Verhalten merkwürdig (wenn nicht sogar unnatürlich) vorkommt und er sich manchmal gern von der Gesellschaft abkoppeln möchte. Während sie nicht wirklich versteht, warum er solche Gedanken hat. Hier ist insbesondere ihr gemeinsamer Urlaub zu einem mexikanischen Urvolk sehr aufschlussreich. Denn L. ist von allem angeekelt, B. will hingegen mehr erfahren.

    Und doch kann B. nicht aus seiner Haut. Denn indem er 2 der „Wilden“ (Linda und ihren Sohn John, in ihrem Dorf beide Außenseiter) mitnimmt, bekommt er den so erwünschten Ruhm, auch wenn die nicht von Dauer ist. Womit er sich selbst Lügen straft, wenn er diese Gesellschaft als ekelhaft bezeichnet.

    John, der schon in seiner alten „Heimat“ nicht wirklich zurechtkam, hat auch in der neuen „Welt“ seine Schwierigkeiten, mit dem zurecht zu kommen, was er als Menschenbild vorgesetzt bekommt.

    Die „neue Welt“ versucht zwar immer wieder anzudeuten, dass weitestgehende Konformität das beste für eine stabile Gesellschaft ist. Doch gerade unsere Handlungsträger zeigen, dass in einer so dermaßen programmierten und indoktrinierten Welt noch in unterschiedlichen Mengen Rebelltum in den Leuten vorhanden ist – auch, wenn das nicht immer bewusst ist. Wir werden also nie ganz aus unserer Haut können.

    Gedankenspiele: An der künstlichen Erzeugung von Menschen wird schon heute geforscht. Und auch im Sprachlichen gibt es schon Andeutungen, die zu ähnlichen Sprachgebrauchen führen könnten, wie im Buch. Erschreckend in meinen Augen eben, wie viel von dem, was im Buch beschrieben ist, schon in ein paar Jahren möglich sein könnte.

    Von daher sehr zum Lesen und Nachdenken empfohlen.

  2. Cover des Buches Starters (ISBN: 9783492269322)
    Lissa Price

    Starters

     (1.252)
    Aktuelle Rezension von: buchfeemelanie
    Das Cover finde ich interessant.
    Der Schreibstil finde ich gut - ich habe das Buch direkt durchgelesen.

    Die neue Welt ist für mich als Leserin erst mal interessant gewesen. Sicherlich schrecklich, aber die unterschiede zwischen Starters und Enders waren gut dargestellt.
    Callie fand ich direkt nett. Sie ist Fürsorglich und kümmert sich gut um ihren Bruder. Ihren Mut und den Verstand braucht sie auch. Ein oder zwei mal konnte ich ihre Handlungen zwar nicht nachvollziehen, trotzdem habe ich mit ihr mitgefibert. Spannend war es und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
    Es war mir dann doch etwas Zuviel mit der Body Bank (interessante Idee doch zu viel drum herum). Das Ende hat mich überrascht und ich bin auf den andern Band gespannt.
  3. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426510575)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

     (2.012)
    Aktuelle Rezension von: Sherlybooks

    Der Schreibstil ist fesselnd und ausführlich! Die Geschichte ist einfach brillant, da sie wirklich gut durchdacht ist!

    Ich freue mich schon sehr nun endlich den Film zu sehen.

  4. Cover des Buches Gesandte des Zwielichts (ISBN: 9783802581861)
    Lara Adrian

    Gesandte des Zwielichts

     (633)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite erhaschen - oder sich anhand der vielen Vor-Rezensionen informieren. Meine persönliche Meinung:

    Nachdem fast 5 Jahre vergangen sind seit ich die  vorherigen Bände gelesen habe (die mir seinerzeit gut bis sehr gut gefallen haben) ging ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch heran. 

    Leider wurden meine Erwartungen nicht so recht erfüllt. Zwar konnte ich mich nach einiger Zeit wieder in das Rahmengeschehen einfinden, habe aber irgendwie die Verbindung verloren. Die Protagonisten kamen mir sehr schemenhaft und klischeebehaftet vor und das Umfeld diffus. Einige Handlungsstränge waren mir zu überzogen dargestellt und die flachen Dialoge konnten mich auch nicht "vom Hocker reißen". 

    Einziger Lichtblick waren die recht anregend gestalteten erotischen Passagen. 

    Ich werde in absehbarer Zeit noch einen weiteren Band versuchen um festzustellen, ob die alte Begeisterung neu erweckt werden kann oder nicht.

  5. Cover des Buches Enders (ISBN: 9783492269773)
    Lissa Price

    Enders

     (594)
    Aktuelle Rezension von: Adora
    Ich bin recht froh, dass ich die Bücher gleich nacheinander gelesen habe. Das kommt bei mir recht selten vor, weil ich nach einem Genre meist ein anderes brauche. Aber diese Story fand ich so spannend, dass ich gleich beide nacheinander gesuchtet habe.
    Callie fand ich jedoch in diesem Band etwas nervig. Irgendwie war sie mir zu perfekt und flasch gelutscht. Schade eigentlich, da ich sie im ersten Band dann doch recht gemocht habe.
    Die neuen Charaktere haben mir auch recht gut gefallen.
    Das Buch beginnt für mich auch wieder ziemlich spannend, kann aber die Spannung leider nicht so richtig halten.
    Nichts desto Trotz hat mir das Buch recht gut gefallen, einfach weil ich auch die Grundidee sehr spannend fand. Es war mal etwas anderes.
  6. Cover des Buches Hamma wieder was gelernt (ISBN: 9783499623790)
    Markus Kavka

    Hamma wieder was gelernt

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der ewig junggebliebene M.K. berichtet von seinen Eltern, die plötzlich älter werden, von Rentenfonds und von Eheschießungen, die epidemisch zunehmen. Wirklich interessant ist nur das Quentin-Tarantino-Interview. Das Ganze hat mit Kafka nichts zu tun.
  7. Cover des Buches Götzenkinder (ISBN: B01C5MXACA)
    Inca Vogt

    Götzenkinder

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Kiki_Wettstein_Weber

    Ich stiess per Zufall auf diese Bücher.

    Da ich die Beschreibung spannend fand und ich immer an neuen Autoren und spezielle spannenden Thriller intressiert bin startete ich mit der Amato Reihe.

    Mittlerweile bin ich beim 3ten Buch und die Bücher begleiten mich jeden Tag als E-Books auf den Weg zur Arbeit, nachhause und zuhause weiter bis zum einschlafen.

    Ich habe viele Bücher durch viele Genre und viele Autoren, es fing mit Stephen King an, dann Festa Bücher, die gehypten Schriftsteller wie z.b Fitzek sagen mir gar nicht zu. Und zuletzt war es die Ethan Cross und Chris Carter Reihe.

    Viele Bücher hab ich auch abgebrochen.

    so ging es mir zuerst mit dem ersten Teil, ich war zuerst verwirrt von den wechselnden Passagen . Doch dann verknüpfte sich alles und ich las weiter. Den Stil finde ich hammer, einzigartig und blicke nie bis zum Schluss durch.

    Das macht für mich ein gelungenes Buch aus tolle Hauptakteure, fesselnde Passagen, Humor und bei den Bücher will man wissen wie es weitergeht in welche Richtung es geht. 

    Wer der Böse ist, die Handlung mit Zoe Winter und den vielen Persönlichkeiten war aussergewöhnlich und hammer mässig auf den Schluss kam ich nicht das dass die Lösung wäre.

    Die Einzigartigkeit der Schreibweise, die verworenen Wege, die tolle Toni mit Pizza und Pasta mit Mario im Schlepptau, und das Herzblut vom Chris.

    Ich kann diese Buchreihe wärmstens empfehlen an Leser die Spannung, komplexe Handlungen, wichtige Themen und Humor in einem Buch vereint lesen wollen.

  8. Cover des Buches Watcher - Ewige Jugend (ISBN: 9783646600322)
    Nadine d'Arachart und Sarah Wedler

    Watcher - Ewige Jugend

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Die Niemandsland-Trilogie subbt bei mir schon ein paar Jahre. In dieser Zeit habe ich einige Dystopien gelesen und bin aufmerksamer, was Worldbuilding und Logik angeht. 

    Leider weist "Watcher" für mich ein paar Ungereimtheiten auf, zudem bleiben sehr viele Fragen offen. Ich hoffe, dass diese im Lauf der Trilogie beantwortet werden, bleibe aber skeptisch.

    Zunächst konnte ich mich kaum in Jolettes und Cys Welt zurechtfinden, da überhaupt nicht erwähnt wird, wie es zu der Aufteilung in Metropolen und Niemandsland kam, wo Industrielle herrschen. Außerdem ist unklar, wie weit in der Zukunft wir uns befinden. Somit fehlte mir immer der Bezug zu heute.

    Daneben ist mir rätselhaft, was es mit den Cupids und den Heilern auf sich hat. Woher stammen sie? Die Watcher werden ja zum Beispiel durch Chips manipuliert.

    Immerhin wurde am Ende das Rätsel gelöst, warum die Cupids hinter Patience und anderen Kindern mit Heilerkräften her sind. Dennoch fand ich die Erklärung schwammig.

    Logiklöcher konnte ich zwischendurch leider auch entdecken. So ist es für Cy, Jo und Patience extrem schwierig auf ein Schiff zu kommen, im Epilog sind sie jedoch problemlos mit einer größeren Gruppe auf eine verlassene Insel gelangt. 

    Ein geheimnisvoller Junge namens "Skinner" schließt sich ihnen an, Jo vertraut ihm auch sehr schnell, obwohl er sich weigert, etwas von sich preiszugeben. 

    Zum Schluss deutet sich dann wieder mal ein Liebesdreieck an. Darauf hätte ich gut verzichten können! Mal sehen, ob der zweite Teil mich noch reizen kann.


  9. Cover des Buches The Picture of Dorian Gray (ISBN: 9783526418085)
    Kieran McGovern

    The Picture of Dorian Gray

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Gittenen2

    Die Stimmung an Anfang war wunderschön und  poetisch ausgedrückt .Ich mochte sehr wie Wilde den Lebensweg Dorians beschrieb.
    Für mich ist Henry jedoch nicht der Faustus zu dem er in der meisten Literaturkritik gemacht wird.

    Ich finde man sollte auch die Stimme des Autors nicht vergessen,wenn man das bewertet. Wilde würde seine Hauptfigur ,die den Hedonismus verkörpert, doch nicht als den absolut "" Bösen " gestalten, wenn er doch Kritik an der zugeknöpften viktorianischen Gesellschaft ausübt ( und die trieft bei jeder  gesellschaftlichen Zusammenkunft), für die jegliches Vergnügen Unmoral ist.Es lässt sich auch nur verführen, wer sich verführen lässt,meist unerfahrene und labile Charaktere.

    Wilde selbst ist ja von der Gesellschaft zum " Bösen" erklärt worden, er musste ins Gefängnis nur weil er bisexuell war.Ich denke auch weil er ungemütlich für sie war

    Die Verwendung der Perspektiven fand ich sehr interessant . Am Anfang ist es aus der Sicht von Lord Henry geschrieben. Als er Dorian kennenlernte, wechselte die Perspektive fast vollständig auf Dorian. Als ob er " introduced" worden wäre

  10. Cover des Buches Faust. Der Tragödie zweiter Teil (ISBN: 9783736400016)
    Johann Wolfgang von Goethe

    Faust. Der Tragödie zweiter Teil

     (320)
    Aktuelle Rezension von: PhaedrusBold

    Der sehr anspruchsvolle Schreibstil Goethes machte mir das Verstehen des sowieso schon abstrusen Inhalts quasi unmöglich. 

    Sehr wahrscheinlich muss man sich schlichtweg intensiver mit dem Werk beschäftigen, als ich das getan habe. Jedoch hatte ich nach dem Lesen nicht den Drang mich mehr reinzuarbeiten.

    Trotzdem für mich ein 2-Sterne Werk, da mich der Stil von Goethe Stellenweise begeistern konnte.

    Insgesamt war ich sehr froh das Buch ad Acta legen zu können. Meiner Meinung nach sollte man sich mit dem ersten Teil zufrieden geben und um den zweiten einen Bogen machen.

  11. Cover des Buches Es kann nur Eine geben (ISBN: 9783802582981)
    Stephanie Rowe

    Es kann nur Eine geben

     (47)
    Aktuelle Rezension von: bookwormceli

    Justine ist die sogenannte Hüterin und ihre Aufgabe ist es, gemeinsam mit der Drachin Theresa den Kelch Mona zu beschützen. Die Aufgaben und Regeln einer Hüterin sind klar definiert und strengstens einzuhalten. Doch als sie Derek LaValle kennenlernt, merkt Justine, dass das oft gar nicht so leicht ist. 


    Die Geschichte hat mir grundsätzlich gut gefallen, nur an manchen Stellen hat es sich dann schon mal in die Länge gezogen. Die Idee für das Buch fand ich nicht so schlecht, nur anfangs ist es dann doch oft ein wenig kompliziert und man braucht erst mal eine Weile bis manches versteht. 


    Theresa war irgendwie eine lustige Nebenfigur. Auch wenn sie eigentlich eine richtige Tussi ist und zu dem Typ Frau gehört, den ich nicht aushalte, hat jedoch die Tatsache, dass sie ein Drache ist, ihr Verhalten ausgeglichen und lustiger gemacht. 


    Justine wirkte auf mich wie so eine Mischung aus allem. Mal ein wenig kalt, dann wieder total fürsorglich, dann zu Derek hingezogen und plötzlich sucht sie wieder den Abstand und befolgt strengstens ihre Regeln. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass sie vorsichtig ist, wenn man beachtet, welche Strafe sie erwarten würde, aber dann sollte sie sich entscheiden, was sie denn nun genau will. So ein ewiges hin unf her finde ich persönlich anstrengend. 


    Zu Derek LaValle habe ich keine richtige Bindung aufgebaut. Er war mir nicht unsympathisch oder so, aber mein liebster Charakter war er auch nicht. Zu ihm konnte ich mir keine richtige Meinung bilden irgendwie. 


    „Es kann nur eine geben“ ist ein nettes Buch für zwischendurch, aber umgehauen hat es mich jedoch nicht. An sich war das Buch ja nicht schlecht, aber die Umsetzung hat für mich an manchen Stellen nicht so gut gepasst.

  12. Cover des Buches Die Gebannte - Die Alchimistin III (ISBN: 9783453534278)
    Kai Meyer

    Die Gebannte - Die Alchimistin III

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Zehn Jahre nach den Ereignissen im zweiten Band ist Aura zur Beerdigung ihrer Mutter zurück ins Schloß Institoris gekommen. Während zwischen ihr und ihrer Schwester Sylvette starke Spannungen herrschen, versucht Tess zwischen den Schwestern zu vermitteln. Dabei erwähnt sie Aura gegenüber, dass Gian ihr regelmäßig aus Paris Briefe schreibt, sie bisher aber keinen davon geöffnet hat und bietet Aura an, so etwas über ihren Sohn zu erfahren, zu dem Aura selber kaum noch Kontakt hat. So erfährt sie schließlich, dass Gian Gerüchte gehört hat, dass man Gillian in einer Pariser Sanatorium gefangen hält und er vorhat seinen Vater dort herauszuholen. Aura, die seit gut zehn Jahren nicht mehr mit Gillian geredet hat, macht sich sofort auf den Weg nach Paris, um Gillian zu retten. Dort erhält sie Hinweise darauf, dass die Drahtzieher hinter Gillians Entführung in Prag zu finden sind, wohin sich Aura postwendend auf den Weg macht, um sich alten und neuen Feinden zu stellen.

     

    Da ich dieses Mal keine lange Pause zwischen den Bänden eingelegt habe, sondern den dritten Band direkt im Anschluss an den zweiten begonnen habe, war ich zumindest noch gut über die Geschehnisse im Bilde. Umso enttäuschter war ich allerdings, dass die Figuren (mal wieder) ihre Versprechen untereinander nicht eingehalten haben und so kaum noch in Kontakt zueinander stehen. 

    Auch, dass die im zweiten Band eingeführten und dort so wichtigen Figuren von Konstantin, Karisma und Innana kaum eine Erwähnung mehr finden, fand ich etwas seltsam. Während es bei Konstantin und Karisma zumindest noch halbwegs damit erklärt wird, dass die jeweiligen Beziehungen einfach im Sande verlaufen sind innerhalb der in der Geschichte verstrichenen zehn Jahre, hatte Innana im zweiten Band so einen wichtigen Stellenwert, dass ich es extrem schade fand, dass auf ihre Situation überhaupt nicht eingegangen wurde.

    Trotz dieser - eher kleinen Irritationen - war ich sofort wieder in der Geschichte gefangen. Kai Meyer schafft es einfach immer wieder mich mit seinem Schreibstil  sofort tief in die Geschichte zu ziehen und mich dort zu halten. Auch wenn dieser Teil wieder nicht mit Gewalt, Blut und Grausamkeiten geizt - was ja, wie schon häufiger erwähnt, nicht gerade meine Lieblingsthemen sind - und man dieses Mal schon sehr früh in diese Düsternis gestoßen wird (dank Gillians Tortur), konnte ich auch dieses Buch wieder kaum aus der Hand legen. 

    Auch diese Geschichte entwickelt sich größtenteils wieder nachvollziehbar und vor allem unverkrampft und hat erneut ein paar Überraschungen bereit und so war ich dann fast schon erstaunt, wie schnell ich beim Ende angekommen bin.

    Vom Ende selber war ich aber dann wieder nicht ganz begeistert, denn so richtig abgeschlossen hat es sich für mich nicht angefühlt (v.a. in Bezug auf Gian und Axelle) und dann gibt es da noch ein paar Kleinigkeiten, die mir nicht ganz nachvollziehbar waren (Was sollte das mit der Standuhr? Gibt es einen Grund für diese Mechanik? Dafür dass sie anfangs so in den Mittelpunkt gestellt wurde, ist sie dann komplett beiseite gefallen. Und soll ich wirklich glauben, dass in den ganzen Aufzeichnungen etc. von Nestor nie eine Erwähnung von Sophia aufgetaucht ist? Obwohl sie sich so lange gekannt haben sollen?).

    Aber im Grunde hatten selbst diese Punkte nur wenig Einfluss darauf, dass mich dieses Buch einfach wieder bestens unterhalten konnte. Es ist eher Meckern auf sehr hohem Niveau und so vergebe ich 4,5 Sterne für diesen Abschluss der Reihe und bin tatsächlich ein wenig wehmütig, dass ich diese Welt, so düster sie auch ist, jetzt verlassen muss.


    Fazit: Spannender und fesselnder Abschluss einer wirklich gut ausgearbeiteten Reihe. So düster die Welt auch ist, werde ich sie ein wenig vermissen. Zwar hätte ich gerne noch ein paar Klärungen gehabt, aber am Ende haben die Kritikpunkte mein Lesevergnügen kaum schmälern können.

  13. Cover des Buches Das Sigma-Protokoll (ISBN: 9783453877764)
    Robert Ludlum

    Das Sigma-Protokoll

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Ludlum wie er besser nicht sein kann. Einen Stoff so fesselnd zu be- bzw. verarbeiten, stilvoll ohne große Ausschweifungen, zeigt das Genie von Ludlum. Dieses Buch ist es wert, dass man sich die Nacht um die Ohren schlägt. Das war nicht mein erstes Buch von Ludlum aber sicher auch nicht mein letztes.
  14. Cover des Buches EDELFA UND DER TEUFEL (ISBN: 9783963920066)
    Caroline Sesta

    EDELFA UND DER TEUFEL

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Micha835

    In der Geschichte werden einige Punkte aus dem Leben im Mittelalter genannt und man kann sich dann besser hineinversetzen. Alle teilnehmenden Personen werden gut beschrieben. Die Hauptdarstellerin muss jemanden heiraten was Sie eigentlich gar nicht will. Sie werden dann gefangen und müssen auf einer mysteriösen Burg leben wo Sie jedoch Hilfe von einem älteren Mann bekommen, sich befreien können und in Ihre Heimat zurückkehren können. Man fühlt sich richtig in diese Zeit hineinversetzt und liest gespannt wie es weitergeht und freut sich schon jetzt auf die Fortsetzung, denn so eine Geschichte muss weitergeschrieben werden. Ein tolles Werk und jedem zu empfehlen. Es sind auch sehr gelungene Landschaftsbeschreibungen dabei.

  15. Cover des Buches Das Bildnis des Dorian Gray (ISBN: B01B6CSZ52)
    Oscar Wilde

    Das Bildnis des Dorian Gray

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Der Autor dieses Buches sollte jedem bekannt sein. Oscar Wilde. Ein Mann, der 1854 - 1900 lebte. In London in seiner Studienzeit als Dandy titulierte Jüngling, der aufgrund seiner Sprachgewandtheit zu einer kleinen Berühmtheit wurde. Als sein Roman " Das Bildnis des Dorian Gray" veröffentlicht wurde drehte sich jedoch das Blatt. Sehr zum Leidwesen des jungen Autors. Der Roman wurde zerrissen, verbannt und verpönt. Er war damals zu viel für das englische Volk. Die Homosexualität, die in dem Roman mehr oder weniger versteckt zu lesen war, die er auch öffentlich praktizierte, führte dann dazu, dass er sich vor Gericht wieder fand.

    Dieses Buch ist ein wahrhaftiger Klassiker und pure Kunst! Dieses Buch ist Kunst!

    Dorian Gray ist wunderschön. Makellos gar und gleicht einem Gott gesandten Engel. Mit seinen knapp zwanzig Jahren steht er eines Tages seinem Freund und Maler Basel Hallward als Modell. Dieser verliebt sich unsterblich in die Schönheit des Jünglings und verewigt sie in dieses eine Porträt. Zur gleichen Zeit tritt Henry Wotton auf die Bildfläche, der bis dato nicht versteht, wieso sein Freund seit einiger Zeit so zurückgezogen und in seine Kunst vertieft zu sein scheint. Als er auf Dorian trifft, ist auch er seiner Schönheit erlegen. Doch seine Naivität wird von Henry alsbald zerstört. So solle sich Dorian seiner Schönheit jetzt gewiss sein, denn schon bald sei sie verflogen. Nur durch seine Schönheit würden die Menschen ihn mögen. Für Dorian bricht die Welt auseinander. Er bedenkt die Worte Henrys und richtet sein Wort an sein Porträt. "Möge nicht ich, sondern mein Bildnis altern. Ich soll es sein, der immer fort schön und einzigartig bleiben soll..." Manchmal sollte man aufpassen, was man sich wünscht. Dorian altert nicht mehr. Doch sein Bildnis altert, zeigt all das Grauen, welches Dorian in die Welt setzt, mit seinem Egoismus, Mord, Hass, Eifersucht. Seine ganze Existenz beginnt sich von Schön in Hässlich zu wandeln und sein Bild ist das einzige, was dies zu zeigen vermag.


    Der Roman und die Vertonung! Ist wunderbar. So fesselnd, mitreißend und die ganze philosophische Sicht auf die Schönheit ist so wahr. Noch heute. Die Schönen Menschen, das sind die Guten. Wie könnten sie irgendjemandem Leid zufügen? Die Hässlichen sind schlecht und müssen sich in jeder Situation neu beweisen. Es ist noch heute häufig so! Das Grauen, welches von Wilde häufiger hier beschrieben wird, wird von den meisten Menschen nicht wahr genommen, weil es nicht sein darf. Das Bild, welches man sich gemacht hat, wird sonst getrübt und man stünde selber nicht mehr unbefleckt dar.

    Dieses Buch und vorallem dieses Hörbuch ist ein absolutes Muss! Ein Klassiker in seiner besten Form! Oscar Wilde ist mit diesem Roman ist seiner Zeit voraus!
  16. Cover des Buches Zwielicht Single 2 (ISBN: 9781986265409)
    Julia Annina Jorges

    Zwielicht Single 2

     (3)
    Aktuelle Rezension von: rewareni

    Wer die Zwielicht- und Zwielicht Classic Reihe kennt und mag, wird sicher seine Freude daran haben, 4  Kurzgeschichten von der Autorin Julia Annina Jorges in Zwielicht Single 2, lesen zu können.

    Es sind Geschichten, in denen Frauen egoistisch, emotional und auch verzweifelt reagieren.

    ,,Wo deine Schuld vergeben ist´´, ist eine berührende Geschichte von einer Mutter und ihrem kleinen Kind, das sie zwar abgöttisch liebt, aber nicht merkt, in welcher Gefahr dieses schwebt.

    ,,Für immer Helena´´, hat wieder eine Protagonistin, die für ihren Schönheitswahn zu allem bereit ist.

    ,, Sehen wir uns nicht in dieser Welt´´ zeigt dem Mann, dass es nicht immer von Vorteil ist, wenn man sich auf eine Frau verlässt.

    In der Geschichte ,, Symbiose´´ wird der Leser Zeuge einer besonderen Übereinkunft zwischen der Bewohnerin mit ihrem Haus.

    Die Autorin versteht es mit ihrem einfühlsamen, bildhaften, aber auch zum richtigen Moment eingesetzten gruseligen Schreibstil, den Leser für sich zu gewinnen.

    Die Mischung zwischen Mitleid und Abscheu gegenüber den Protagonistinnen machen die Kurzgeschichten spannend. Unheimliche Phantastik und subtiler Horror beschreiben meiner Meinung nach die Geschichten am besten. Auch wenn das schwarz / weiß gehaltenen Cover, wo eine halbe Gesichtshälfte eine gruselige Fratze zeigt, jetzt vielleicht nicht unbedingt jeden anspricht, sollte man trotzdem das dünne Büchlein mit seinen 88 Seiten lesen.

    Es ist wirklich ein Lesevergnügen, das man von der Autorin Julia Annina Jorges geboten bekommt.


  17. Cover des Buches Das Bildnis des Dorian Gray (ISBN: 9783962816490)
    Oscar Wilde

    Das Bildnis des Dorian Gray

     (1.831)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    Dieser Klassiker erzählt die Geschichte des besonders gutaussehenden jungen Mannes, Dorian Grey. Alle werden von seiner Schönheit magisch in den Bann gezogen. Das gilt auch für Basil Hallward, einem Künstler, welcher ihn sofort malen muss. Es ist ihm ein dringendes Bedürfnis. Lord Henry Wotton bemerkt, dass dieser junge Mann leicht zu beeinflussen ist und macht ihn auf die spaßigen Dinge der Welt aufmerksam und lässt ihn glauben, dass Moral nicht weiter von Bedeutung ist. Er bringt Dorian dazu zu denken, dass seine Schönheit das einzige ist, was von Relevanz ist. Erschrocken von dem Gedanken, seine Schönheit eines Tages zu verlieren, wünscht er sich, dass das von Basil gezeichnete Bild statt seiner älter und hässlicher wird. Seine Schönheit will er sich unbedingt bewahren. Als die Schauspielerin Sibyl Vane auftaucht, verliebt er sich sofort unsterblich. Und als diese Liebe zu Bruch geht, macht er eine erstaunliche Entdeckung.

    Die Geschichte hat sooo einen langen Vorlauf. Das Spannende und wirklich Relevante der Geschichte kommt erst richtig spät. Man kann so zwar die Welt, den Zeitgeist und die Charaktere sehr gut kennenlernen, es war aber doch sehr zäh...

    Was ich sehr gut fand, waren die beeindruckend wortgewandten Dialoge und der Sarkasmus, der sich durch die komplette Geschichte zieht. Ich musste ständig schmunzeln. Das war großartig :D Lord Henry haut einen philosophischen Spruch nach dem anderen raus und hat zu allem und jedem eine Meinung, und zwar sehr außergewöhnliche. Das hat mir so gut gefallen, auch wenn ich nicht immer mit ihm d'accord ging. Aber er bringt neue Perspektiven in die Geschichte und in eigene Denkmuster, er regt zum Nachdenken an. Auch wenn man am Ende zum Schluss gelangt, dass viele seiner Ansichten Blödsinn sind - man kommt ins Grübeln. Ich muss aber auch zugeben, dass mir das Gesagte manchmal einfach zu hoch war. Ich habe nicht alles verstanden... Der Kerl ist einfach zu intelligent für mich und rhetorisch richtig gut.

    Mit Ausnahme der Dialoge und dem satirischen Charakter der Geschichte, konnte ich mit dem Buch nicht so viel anfangen. Die Idee ist spannend und die Moral der Geschichte hat mir schon auch gefallen. Verbrechen zahlen sich nicht aus… aber insgesamt… hmm…

    Also ich bin mir ziemlich sicher, dass sich mir die größere Bedeutung dieser Geschichte nicht erschlossen hat. Es steckt bestimmt viel mehr dahinter, als ich erkennen konnte. Ich hab das Buch schlicht weg nicht verstanden. Habe deshalb jetzt auch schlimme Minderwertigkeitskomplexe :D Habe mich trotzdem ganz gut unterhalten gefühlt. 3 Sterne find ich angemessen ^^

  18. Cover des Buches The Picture of Dorian Gray (ISBN: 9781602838789)
    Oscar Wilde

    The Picture of Dorian Gray

     (8)
    Aktuelle Rezension von: -sabine-

    Dorian Gray wird von dem Maler Basil Hallward porträtiert. Geschickt und kunstvoll schafft es der Maler, die Schönheit des jungen Dorian auf die Leinwand zu bannen, so dass in dem Jungen der Wunsch entsteht, möge doch das Bild an seiner Statt altern, dass er selber seine unschuldige jugendliche Ausstrahlung stets behält. Sein Wunsch wird wahr, und Dorian lebt in Saus und Braus, skrupellos und gemein, so dass sich selbst seine besten Freunde von ihm abwenden. Das einzige, was ihm bleibt, ist sein Aussehen. Doch blickt er das Gemälde an, scheint er in seine Seele zu blicken und sieht einen charakterlosen und verschlagenen, alternden Mann. Es ist ihm unerträglich und der Pakt mit dem Teufel wird zunehmend zu einer Bürde…

     

    Die Geschichte selber hat mich sehr fasziniert und ist einfach grandios. Mir hat aber leider der Schreibstil gar nicht gefallen, und auch nach einigen Seiten des Einlesens konnte ich mich nicht gut auf den Roman konzentrieren. Deshalb bin ich auf die ungekürzte Hörbuch-Version mit Lutz Riedel als Sprecher umgestiegen, der wirklich eine sehr gute Arbeit geleistet hat und durch seine Stimme dem Werk eine besondere Bedeutung gegeben hat.

    Die Idee, ewige Jugend und Schönheit zu behalten, dafür einen Pakt mit dem Teufel einzugehen, so dass ein Gemälde anstatt der Person selber altert, ist ein zeitloses Thema, denn gerade heute sind Schönheit und Jugend hohe und wichtige Attribute. Es zählen mehr Ansehen und Aussehen als die Kunst, das Leben lebenswert zu gestalten und es echt und authentisch zu leben.

    Dorian Gray ist mir zu Anfang des Buches sehr sympathisch, schwingt bei mir doch immer ein bisschen Mitleid mit bezüglich seiner Naivität. Doch im Laufe der Geschichte wird er zunehmend skrupelloser und gemein, ein Dandy, der die Frauen braucht und missbraucht und den ich als Freund nicht haben wollte. So wenden sich ja auch im Buch zunehmend die Menschen von ihm ab, denn auch im späten 19. Jahrhundert war ein solches Verhalten nicht gerne gesehen.

    Freund und Mentor Henry Wotton ist eine sehr interessante Figur, kann er doch wortgewandt und welterfahren seine Meinung vertreten. Doch die Diskussionen und philosophischen Abhandlungen zwischen ihm und Dorian Gray waren mir oft zu lang und umständlich, gerade hier ist mir der für mich sehr anstrengende Sprachstil aufgefallen. Auch die Passagen, in denen Dorian sich alleine seine Gedanken macht und über sich sinniert, waren mir einfach zu langatmig. Doch immer, wenn etwas passiert in der Geschichte, war ich sofort wieder dabei und mittendrin. Wie das Bild altert und dass das, was es zeigt und darstellt, eigentlich ein Blick in die Seele Dorians ist, das hat mich sehr fasziniert. Das Ende war für absolut passend und ein natürlicher Abschluss dieser phantastischen Geschichte.

    „Das Bildnis des Dorian Gray“ ist ein Klassiker mit einem zeitlosen Thema, was mir sehr gefallen hat. Nur die zum Teil langatmigen philosophischen Gedanken und Diskussion haben mir nicht so gut gefallen und meinen Lesespaß ein bisschen getrübt. Daher von meiner Seite 3,5 Sterne.

  19. Cover des Buches Jesabel (ISBN: 9783641147297)
    Irène Némirovsky

    Jesabel

     (46)
    Aktuelle Rezension von: virginiestorm_autorin

    »O Marie-Thérèse, versprich mir, dass du mich an dem Tag, an dem du mich alt, wirklich alt siehst, im Schlaf töten wirst.«


    Paris in den 30ern, die immer noch attraktive, reiche Gladys Eysenach wird beschuldigt, einen jungen Mann erschossen zu haben.

    Der Roman beginnt mit dem Verhör der Angeklagten. Schnell sind sich die Zuschauer einig, dass der Ermordete Glayds’ Liebhaber gewesen sein muss. Denn sie brauchte die Bewunderung der Männer, wie die Luft zum Atmen.


    Irene Nemirovsky erzählt von der Jugend der Protagonistin, der alle Männer zu Füßen lagen. Sie beschreibt das Älterwerden und die damit aufkeimende Angst allein zu enden.


    »Im Grunde gibt es nur ein einziges Glück auf der Welt, nämlich die Jugend.«


    Glayds hat keine Arbeit, der sie nachgeht, sie betätigt sich nicht karitativ. Alle Befriedigung zieht sie aus den Blicken und Huldigungen der Männer. Selbst für ihre Tochter empfindet sie keine Zuneigung. Denn sie sieht diese als Konkurrentin. 


    Zum Ende des Buches löst sich das Rätsel, und wir erfahren warum Gladys den Mann erschossen hat. Doch vorher konfrontierte er sie mit sich selbst.


    Es war teilweise anstrengend, den weinerlichen Ausführungen der Protagonistin zu lauschen, die sich klein macht und um Anerkennung bettelt und nicht sieht, wie gut es ihr im Vergleich zu anderen geht. Die Figuren fand ich durchweg unsympathisch - oberflächlich, nur auf sich bedacht, Verantwortung von sich weisend.


    Die Autorin Irene Nemirovsky wuchs selbst in sehr behüteten und luxuriösen Verhältnissen auf. Ihre Eltern interessierten sich nicht für sie. Während der Russischen Revolution floh die Familie nach Paris. 1942 wurde Nemirovsky nach Auschwitz deportiert.

    Den vorliegenden Roman wurde 1936 veröffentlicht. Ich könnte mir vorstellen, dass die Autorin darin das Aufwachsen in der Oberschicht Russlands schildert, wenn nicht sogar in ihrer eigenen Familie.


    Heute, 80 Jahre später, lese ich aus diesem Roman die starke Abhängigkeit der Frauen von den Männern ab. Dazu erzogen, zu gefallen, ohne berufliche Tätigkeit, die Befriedigung schenkt, sinkt der Wert der Frau mit ihrer schwindenden Jugend. Des Weiteren wird ein Kulturwandel, die Frustration der jungen Menschen über fehlende Zukunftsperspektiven und die Macht des Geldes thematisiert.


    Für mich zeigt der Roman nur die dunkle Seite der Medaille: Neid, Rache, Ohnmacht, Sexismus, Doppelmoral. Alle sind ausnahmslos von der Schönheit fasziniert. Nur darf sie eine Frau nicht für sich nutzen, darf ihre Lust nicht ausleben, sonst wird sie als Verführerin, als Jesabel angesehen. So wie Isebel aus dem Alten Testament, die den falschen Gott anbetete und mit vielen Männern schlief. Die Männer im Roman dagegen wählten immer neue, immer jüngere Frauen, und wurden dafür nicht verurteilt.


    Ich frage mich, warum die Autorin nicht auch die helle Seite, die Konzentration auf etwas Dauerhaftes, die Unabhängigkeit von oberflächlicher Anerkennung und Vergnügen geschildert hat. Hat Nemirovsky diese selbst nicht gesehen, nicht erlebt?


    Eine Anklage, ohne Erlösung. 

    Der Roman hat mich persönlich wenig positiv berührt, da ich keine Identifikationsfiguren gefunden habe und auch das Thema sehr weit von meiner Lebenswelt entfernt ist. Bei den Protagonisten hat keine Erkenntnis, keine Weiterentwicklung stattgefunden.

    Ein tragisches Zeitdokument mit einem befriedigenden Spannungsbogen.  

  20. Cover des Buches Bleib nicht zum Frühstück! (ISBN: B015YMXA5A)
    Susan Elizabeth Phillips

    Bleib nicht zum Frühstück!

     (361)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Jane hat einen außergewöhnlich hohen IQ und sucht einen unterbelichteten Mann, um das auszugleichen, denn sie will unbedingt ein Kind und das soll nicht die gleichen Probleme haben wie sie. In Cal, scheint sie das genau passende Exemplar gefunden zu haben.

    Meinung:

    Es beginnt also alles mit einem handfesten Betrug, ohne dass es für beide wesentlich mehr, als der Akt war. Gibt es tatsächlich noch Männer, die unbedingt die Vaterschaft für ein ungewolltes Kind antreten wollen, selbst wenn die Frau keine Ansprüche zu stellen beabsichtigt? Na ja, da wäre ein Abzug fällig gewesen…

    …aber, die folgende Geschichte ist derart gut, die Dialoge spritzig (beide streiten wortgewandt, wie die Kesselflicker) und die weiteren Komplikationen so gut gemacht, dass ich das einfach nicht über das Herz gebracht habe.

    Die Charaktere, nicht nur von Jane und Cal, sondern auch von Anne, Lynn und Jim, sind sehr gut gemacht. Die Geschichte gut geschrieben, leicht und bildhaft zu lesen. An zahlreichen Stellen musste ich laut lachen.

    Fazit:

    Sehr unterhaltsam, mit einem etwas konstruiertem Start: noch Fünf Sterne.

  21. Cover des Buches Das Eismädchen (ISBN: 9783492117647)
    Marc Behm

    Das Eismädchen

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches The Mammoth Book of the Adventures of Moriarty: The Secret Life of Sherlock Holmes's Nemesis - 37 short stories (ISBN: 9781472135773)
    Maxim Jakubowski

    The Mammoth Book of the Adventures of Moriarty: The Secret Life of Sherlock Holmes's Nemesis - 37 short stories

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheRavenking

    James Bond hat Blofeld, Superman hat Lex Luthor, Batman den Joker und auch Sherlock Holmes besitzt natürlich einen Erzfeind: Professor Moriarty. Allerdings taucht dieser in gerade mal zwei Erzählungen auf. Während Sherlock Holmes unzählige Autoren inspirierte weitere Abenteuer mit ihm zu verfassen, wurde seine Nemesis eher stiefmütterlich behandelt. Leser, die ein Faible für Fieslinge haben, mussten sich also zunächst mit wenigem begnügen.

    Schließlich kam Moriarty doch noch in den Genuss von Nebenfigur zum Protagonisten befördert zu werden, Autoren wie John Gardner und Michael Kurland stellten ihn in den Mittelpunkt ihrer Geschichten. Allerdings sind diese Bücher nicht sehr bekannt und mittlerweile längst vergriffen und nur noch antiquarisch zu haben.

    Gegen den populären Sherlock hatte sein Feind, zumindest was die Zahl und Qualität der Veröffentlichungen über ihn betrifft, lange Zeit einfach keine Chance.

    Nun haben Moriarty-Fans aber eine Offensive gestartet, um den perfiden Professor doch noch zu seinem Recht kommen zu lassen.  Die Idee war es, eine Kurzgeschichtensammlung mit Beiträgen über Moriarty herauszubringen. Dies geschah im Rahmen der im englischen Sprachraum populären Reihe Mammoth Books.

    37 Autoren haben Erzählungen abgeliefert, die sowohl vom Ton als auch vom Inhalt sehr unterschiedlich sind. Es gibt düstere, dramatische, aber auch komische Beiträge. Einige zeigen eine menschlichere Seite Moriartys, indem sie ihn als alten Mann oder zu seiner Schulzeit beschreiben, bei anderen ist er ein grausamer, kaltherziger Übeltäter. Manchmal darf Moriarty triumphieren, in anderen Fällen wird ihm (von Sherlock oder auch anderen) das Handwerk gelegt. Es gibt Geschichten mit Steampunk- und Fantasy-Elementen. In einer der Erzählungen treffen wir z. B. einen unsterblichen Moriarty in einer anderen muss er einen Angriff der Außerirdischen aus H. G. Wells„Krieg der Welten“ abwehren. Einige Autoren schreiben über Moriartys Familie, so soll er einen Bruder gehabt haben, der seltsamerweise ebenfalls James hieß (eine Nachlässigkeit von Seiten Conan Doyles – wie man vermutet), in einer anderen Story hat Moriarty eine Tochter, die er zu seiner Nachfolgerin ausbilden will. Er begegnet auch manch einer historischen Persönlichkeit, wie einem jungen Adolf Hitler, oder mischt in der Politik mit.

    Da es wie gesagt über Moriarty sehr wenig Material in Conan Doyles Originalgeschichten gibt, konnten die Autoren ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Trotzdem befassen sich sehr viele mit den Geschehnissen an den Reichenbach-Fällen. Diese werden dann aus der Sicht verschiedener Figuren beschrieben.

    Auch Moriartys Seite als Wissenschaftler kommt nicht zu kurz. Seine Arbeit als Mathematikprofessor wird etwas näher beleuchtet, wobei Moriarty auch im Universitätsleben nicht vor Intrigen und Missetaten zurückschreckt. Er korrumpiert Studenten und schaltet akademische Konkurrenten aus.

    Ich muss sagen, dass mich diese Kompilation gegen Ende etwas ermüdet hat. Vielleicht hätte man die Geschichten nicht alle an einem Stück lesen sollen. Vielleicht ist Moriarty als Figur aber auch einfach nicht so interessant wie Sherlock. Zudem besaßen nicht alle Geschichten eine abgeschlossene Handlung, manche wirkten eher wie kurze Vignetten, bruchstückhafte Einblicke in Moriartys Leben.

    Ein weiterer  Kritikpunkt ist, dass es keine Informationen über die Autoren gibt, normalerweise ist es ja bei solchen Anthologien üblich, dass man etwas über die Mitwirkenden erfährt. Zumal mir die meisten Schriftsteller hier noch unbekannt waren.

    Dennoch ist „The Adventures of Moriarty“ lesenswert, aber vielleicht eher in kleinen Dosen zu genießen.

  23. Cover des Buches Der Kuss des Todes (ISBN: B0025WXDNM)
    Whitley Strieber

    Der Kuss des Todes

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Asmodina66X

    Inhalt

    Ewige Jugend wäre etwas Wunderbares – wenn denn alle daran teilhaben könnten. Doch wieder einmal steht dem Vampir Miriam Blaylock der Abschied von ihrem derzeitigen Ehemann bevor, dem keine Unsterblichkeit vergönnt ist. Als sie sich auf die Suche nach einem neuen Partner begibt, muss sie allerdings erkennen, dass Liebe und Tod stets Hand in Hand gehen …

    Schreibstil

    Der Schreibstil ist sehr düster und zeitweise recht brutal, passt aber sehr gut zu der Atmosphäre. Man spürt die unterschwellige psychologische Kritik des Autors am Jugendwahn und dem Wunsch nach ewigem Leben. Auch ist der Roman sehr erfrischend im Vergleich zu anderen Vampirgeschichten, welche heute den Markt überschwemmen. Allerdings wirkt die Handlung zeitweise verwirrend.

    Fazit

    Ich freue mich "Der Kuss des Vampirs" und auf weitere Bücher des Autors. 

    An dieser Stelle ein Danke an den Autor, ich hätte nie für möglich gehalten, was das Buch und der Film mir noch geben würden, nach so vielen Jahren.


  24. Cover des Buches Die Weltenwirbel (ISBN: 9783746739335)
    Marlene von Hagen

    Die Weltenwirbel

     (22)
    Aktuelle Rezension von: yadah
    Die Geschichte um Yllren hat mir wirklich gut gefallen. Die Figuren sind großartig beschrieben. Für Spannung ist immer gesorgt. Und 3 Geschichtsstränge führen zum Ende. Und das war eigentlich der Wermutstropfen und ich ziehe einen Stern ab. Denn ich fand das Ende etwas zu konstruiert. Nichts desto Trotz würde ich mich sehr freuen, wenn es noch einen nächsten Teil gibt

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