Bücher mit dem Tag "existentialismus"
8 Bücher
- Sarah Bakewell
Das Café der Existenzialisten
(41)Aktuelle Rezension von: bookswithjackiTolles Cover, toller Titel, toller Inhalt - Eine Entdeckungsreise zu den Existenzialisten des 20. Jahrhunderts. Camus, Sartre, Beauvoir und viele mehr. Hat mich gepackt, es ist sehr interessant trotz sachlichem und vermeintlich "trockenem" Thema.
- Jean-Paul Sartre
Das Spiel ist aus
(254)Aktuelle Rezension von: NaimaHermioneMarieSartres Schreibstil ist hier sehr distanziert und es wirkt teils wie ein Protokoll der Geschehnisse. Dennoch gefiel mir das Buch sehr gut, die Geschichte ist fesselnd und regt zum Nachdenken an. Mit nur knapp 130 Seiten kann man das Buch schnell abschließen und bekommt auch keine Szene unnötig in die Länge gezogen. Manchmal hätte ich mir sogar etwas mehr "Zeit" gewünscht, gerade am Anfang wo die Romanze der Hauptpersonen recht schnell vorangeht. Die Figuren sind alle klar und man mag sie gerne und das Ende des Buches hat mir auch gut gefallen.
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Kierkegaard-Brevier.
(2)Aktuelle Rezension von: buchwanderer„…; es gilt eine Wahrheit zu finden, die meine Wahrheit ist, für die ich leben und sterben will…“ (S.17)
Zum Inhalt:
Die Form des Breviers, ursprünglich als Sammlung der als Vorschrift geltenden Stundengebete für katholische Geistliche konzipiert, ist für das vorliegende Bändchen aus dem Insel-Verlag treffend gewählt, zumal es sich mit dem 19. Jahrhundert eingebürgert hatte, auch Sammlungen zentraler Auszüge aus dem Werk bedeutender Literaten oder zu Themen gruppierte Anthologien als Breviere zu titulieren.
Peter Schäfer und Max Bense gelingt es mit Bedacht, Gespür für das Wesentliche und Mut zur Auswahl eine Quintessenz Søren Kierkegaards Kernthematiken zusammenzutragen. Gegliedert – auch grobtextuell – wurde dabei, nach einer kurzen Einführung wie folgt: „Selbstbetrachtung und Lebensanschauung“, „Das ästhetische und das ethische Stadium“, „Das Religiöse“, „Der abstrakte und der konkrete Denker“, „Kritik der Zeit und des Christentums“, dann Abschluss mit den „Nachweisen“ findend.
In der Einführung gehen die beiden Herausgeber auf die Grundprämissen Kierkegards philosophischen Konzeptes ein, was dem Leser einen durchwegs moderaten Einstieg in die Welt eines der prägenden Denker der abendländischen Philosophie ermöglicht. Ein zentraler Leitfaden, jener des Entweder-Oder, wird dabei auf konzise Art und Weise herausgearbeitet. „Nicht umsonst trägt das Hauptwerk den Titel Entweder-Oder. Es könnte der Titel seines Gesamtwerks sein, denn das Entweder-Oder war das Thema seines Denkens, die geheime Unruhe seines Lebens.“ (S.10)
Fazit:
Die hier zusammengestellten Texte eignen sich primär dazu, eine erste Ahnung des Gedankengebäudes Søren Kierkegaards, resp. seiner philosophischen Landkarte zu erhalten. Es empfiehlt sich vorab etwas Recherche über die Rahmenbedingungen sowohl im biografischen, wie auch kulturell-denkerischen Zeitgefüge des Philosophen zu betreiben, zumal sich einiges in den Texten aus diesem Kontext erheblich leichter erschließt. Die Wertlegung auf Primärliteratur ist dabei sicher nicht jedermanns Sache, bringt aus meiner Sicht jedoch Philosophie in die Sphäre des persönlich Erlebbaren, im Idealfall gar in jene des Nachvollziehbaren.
Zum Buch:
Für Bibliophile und solche die Frakturschrift zu schätzen wissen, dürfte der schön gedruckte Text ein Kleinod der Lesefreude sein. Die Bindung, Typografie sowie künstlerische Gestaltung – primär im Bereich der Buchdeckel, wie in dieser Reihe aus dem Insel-Verlag als Credo realisiert – sind vorbildlich. Somit ein weiterer ausgesprochen hübsch gehaltener Band aus den Insel-Bücherei. - Jean-Paul Sartre
Dramen. [1]. Die Fliegen
(1)Aktuelle Rezension von: Malte_HermannDie Fliegen von Jean-Paul Sartre hat mich sofort gepackt. Es ist nicht nur ein Theaterstück über Rache, sondern eine tiefgehende Auseinandersetzung mit Schuld und Freiheit. (Mehr Rezension hier: https://love-books-review.com/de/die-fliegen-von-jean-paul-sartre/ )
Von Anfang an spürt man die bedrückende Stimmung in Argos – eine Stadt, die von Angst und Reue beherrscht wird. Als Orest zurückkehrt, um seinen Vater zu rächen, dachte ich zuerst: Klassische Tragödie, ich weiß, wie das läuft. Aber dann dreht Sartre alles um. Orest erkennt, dass er nicht durch Götter oder Schicksal bestimmt wird, sondern selbst für sein Handeln verantwortlich ist. Und genau das macht das Stück so stark.
Besonders beeindruckt hat mich, wie Sartre existenzielle Fragen in ein spannendes Drama verpackt. Was bedeutet es, wirklich frei zu sein? Ist Freiheit ein Geschenk oder eine Last? Diese Fragen haben mich auch nach der letzten Seite nicht losgelassen.
Wer Theaterstücke mit philosophischem Tiefgang mag, sollte Die Fliegen unbedingt lesen . Es ist düster, intensiv und regt zum Nachdenken an – genau das, was ich von Sartre erwartet habe!
- Thorsten J. Pattberg
Die Lehre vom Unterschied
(7)Aktuelle Rezension von: Buchherz13Solster Paux möchte nach der Schule eigentlich studieren, doch seine Eltern weigern sich vehement gegen diesen Schwachsinn. Stattdessen haben seine Eltern einen besseren Plan für Solsters Zukunft: Er soll, genau wie sein Bruder Phillip, bei der Staatsanwaltschaft Münster eine Stelle annehmen. Als Solster dort seine neue Stelle als Schreibkraft annimmt, muss er schnell feststellen, dass die Arbeit als Beamter nicht seinem Freigeist entspricht.
Schnell entwickelt sich in der Gruppe rund um Solster Paux ein gefährliches Rollenspiel in einer Parallelwelt. Der innovative junge Mann möchte die Welt ändern und stößt dabei auf die Grenzen der starren Staatsmacht. Schnell wird sein Arbeitsleben zur Hölle und Solster sieht keinen anderen Ausweg, als den Kampf gegen die Meister der Rede auf sich zu nehmen. Doch dieser Kampf verändert sein ganzes Leben und alles, was Solster zu wissen gemeint hat.
Meine Meinung
Die Lehre vom Unterschied ist eine Art düsterer Krimi über den Konflikt zwischen den innovativen Bestrebungen eines jungen Mannes und den starren Mustern des Justizapparates. Das Buch ist wie ein klassisches Drama geschrieben und umfasst neben dem Prolog vier Akte. Abwechselnd erzählen die Brüder Solster und Phillip Paux von ihrem Arbeitsleben bei der Staatsanwaltschaft in Münster. Auch die Wortwahl und Schreibweise erinnert stark an die klassischen Werke, weswegen das Buch keine leichte Lektüre ist. Zusätzlich finden sich noch einige Abschnitte zu philosophischen sowie soziologischen Ansätzen, welche die Lehre vom Unterschied und den Kampf gegen die Meister der Rede begleiten.
Der Hauptcharakter Solster erschafft sich eine Parallelwelt, um seinem deprimierenden und aussichtlosen Leben als Schreibkraft in der Justiz zu entrinnen. Dort wird er als ungeeignet, inkompetent und aufmüpfig eingestuft. Weswegen ihm seine Vorgesetzten das Leben zur Hölle machen. Doch Solster schlägt zurück und erschafft mit seiner Parallelwelt voller Fabelwesen wie Rittern und Ungeheuern ein Ventil für seinen Freigeist. Dadurch wird die Justiz zum Schauplatz dramatischer und blutrünstiger Kämpfe zwischen Innovation und konservativen Regeln, zwischen Gut und Böse und zwischen Solster und seiner Vorgesetzen.
Damit spricht der Autor ein wichtiges Thema an und zwar, dass viele Menschen sich gegen Neuerungen in ihrem Leben wehren und diese nicht annehmen. Doch dadurch wird der Fortschritt erschwert und notwendige Innovationen behindert. Das ist etwas, was sich auch in der Realität oft wiederfindet und an dem unsere Gesellschaft noch arbeiten sollte.
Mit den Charakteren konnte ich mich nur schwer identifizieren, da sie mehr als Symbole für den Kampf zwischen Zukunft und veralteten Mustern zu sehen sind, den als richtige Menschen. Außerdem kam ich am Anfang ziemlich durcheinander damit, wer Philipp und Solster sind. Besonders das Ende der Geschichte war sehr spannend und hat mich wirklich überrascht, da es gleich mehrere unerwartete Wendungen bietet.
Fazit
Die Lehre vom Unterschied von Thorsten J. Pattberg ist eine Art gesellschaftskritischer Krimi, der durch den permanenten Kampf zwischen der innovativen Jugend und den starren älteren Beamten in einer erdachten Parallelwelt eine düstere Stimmung aufbaut. Der Roman ist durch seine Form des klassischen Dramas keine leichte Lektüre und eine Verbindung zu den Charakteren konnte ich nur schwer entwickeln. Das Ende des Buches ist unglaublich spannend und bietet einige überraschende Wendungen. - Leveret Pale
Das Erwachen des letzten Menschen
(40)Aktuelle Rezension von: Karolina_EnzlerZunächst mal eine kleine Entschuldigung an den Autor, da ich das Buch schon vor längerer Zeit gelesen habe, aber vergessen habe hier eine Bewertung zu schreiben.
Ich fand das Worldbuilding und das ganze Konzept wirklich spannend und unterhaltsam. Ich finde allerdings dass es an manchen Stellen zu oberflächlich war und auch einfach länger sein müsste, um das volle Potential zu entfalten. Als Roman wäre die Geschichte bzw. Die zugrundeliegende Idee sicher gut ausführbar, aber dieses Format war für mich nicht das Wahre.
- Sarah Bakewell
At The Existentialist Café: Freedom, Being, and Apricot Cocktails
(1)Noch keine Rezension vorhanden - André Gorz
Brief an D.
(69)Aktuelle Rezension von: AnnaBerlinEin Buch, so voller tiefer Gedanken und Gefühle. Hier wird die Geschichte einer Liebe beschrieben, die ein Leben lang geblieben ist. Mit interessanten Hintergründen und einem Spiel an verschiedenen stilistischen Mitteln verzaubert Gorz seine Leser. Das Buch macht deutlich, dass keine Liebe immer einfach ist, egal wie verliebt und rosa die Welt am Anfang war und doch zeigt sie auch, wie tief Gefühle gehen können, wenn man sich komplett auf den anderen einlässt. Gorz schrieb diesen einen Brief an seine Frau, die bereits sterbenskrank war und es ist eine Liebeserklärung, die wunderbarer kaum sein kann.
Ein köstliches Stück Literatur, die sich jeder gönnen sollte, der eine Liebesgeschichte lesen möchte, die berührend und gleichzeitig unglaublich real ist.



![Dramen. [1]. Die Fliegen Cover des Buches Dramen. [1]. Die Fliegen (ISBN: B0000BUGD0)](https://images.lovelybooks.de/img/90x/lb-cover/dummy_buchcover_xxl.png)



