Bücher mit dem Tag "expressionismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "expressionismus" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Berlin Alexanderplatz (ISBN: 9783596521494)
    Alfred Döblin

    Berlin Alexanderplatz

    (294)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Mir hat der Schreibstil an und für sich sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn dieser etwas umschreibend ist und man ein tolles Bild der Handlung und des Handlungsortes suggeriert bekommt. Allerdings nahm die oben bereits angesprochene Reizüberflutung zu drastische Ausmaße an, sodass ich das Buch nicht mehr genießen konnte. Man erlebt zwar hautnah die Erlebnisse einer Großstadt, aber Spannung kommt in der Geschichte gar nicht auf. Das Potential wird durch die ständige Erwähnung von banalen Nebensächlichkeiten komplett unterdrückt. Insofern war die Geschichte zäh und anstrengend zu lesen. Da stellt sich dann aber für jeden die Frage, ob man für den wohl beispiellosesten deutschen Großstadtroman und Döblins wunderbaren Schreibstil absolute Langeweile in Kauf nehmen will.

  2. Cover des Buches Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück (ISBN: 9783328104889)
    Sophie Villard

    Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück

    (65)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Das Buch spielt in den Jahren 1937 bis 1942. Von der anfangs sorglosen Zeit, umgeben von Künstlern, bis zur Zeit des 2. Weltkriegs, in der es nicht nur um Kunst, sondern auch ums eigene Überleben geht. Peggy Guggenheim möchte die Kunst fördern, ein eigenes Museum haben. Das ist nicht so einfach, grade als Frau. Doch Peggy schafft es, wenn sie zwischendrin auch auch aufgeben muss.
    Sophie Villard schafft es mit "Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück", ein lebendiges Bild dieser interessanten Frau zu erschaffen. Einer Frau, die nicht nur für die Kunst, sondern auch für Männer schwärmt. Durch die berühmten Namen von Malern, Künstlern und Autoren lernt man noch einiges dazu. Das Buch war von Anfang bis Ende interessant, ich habe mich keinen Augenblick gelangweilt. 

    Das Cover ist mir zu unauffällig, da hätte ich noch mehr Bezug auf den Namen Guggenheim erwartet. Der Schreibstil der Autorin ist klar und unterhaltsam, trotz der nicht immer fröhlichen Themen. Am liebsten würde ich mir jetzt direkt ihr Museum in Venedig anschauen!

  3. Cover des Buches Die Ermordung einer Butterblume und andere Erzählungen (ISBN: 9783956972287)
    Alfred Döblin

    Die Ermordung einer Butterblume und andere Erzählungen

    (41)
    Aktuelle Rezension von: Angel10
    - Expressionismus
    - Wahnsinn, bürgerliche Werte
    - Umgang mit Schuld
  4. Cover des Buches Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte (ISBN: 9783328108412)
    Jonas Jonasson

    Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte

    (75)
    Aktuelle Rezension von: luckytimmi

    Kevin wird von seinem Vater Victor in der Savanne ausgesetzt. Dort fällt er dem Massai Ole vor die Füße, der ihn für ein Geschenk Gottes hält und ihn als Sohn annimmt. Victor ahnt nicht, dass - entgegen seiner Hoffnung - Kevin noch lebt , und als dieser wieder zurück nach Schweden reist, will er sich mit Hugo, dem Inhaber der Rache ist süß GmbH, an Victor rächen. Dabei hilft ihm Jenny, die Ex von Victor und später auch Ole, der es geschafft hat, auch nach Schweden zu reisen. Und dann passiert noch so einiges, Lustiges und Skurriles…

    Wie bei meinen bisherigen gelesenen Jonas Jonasson-Büchern ist der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig. Aber wie die einzelnen Situationen ineinander greifen, ist so witzig. Also, wenn man sich ein bisschen durch den Schreibstil gekämpft hat, ist das ein lustiger Roman, der mir von Seite zu Seite immer besser gefallen hat. 

  5. Cover des Buches Die Malerin (ISBN: 9783746636344)
    Mary Basson

    Die Malerin

    (89)
    Aktuelle Rezension von: A_Kaiden

    Die Sprache der Autorin ist sehr schön und bildhaft. Dies hat mich dazu bewegt, weiterzulesen und den Roman erst in der Mitte abzubrechen. Denn die Story zieht sich leider extrem in die Länge und auch mit der Hauptfigur, sie sich auf ihren verheirateten Lehrer einlässt und von diesem jahrelang an der Nase herumführen lässt, wurde ich absolut nicht warm. Das Frauenbild hat mich ehrlich gesagt so genervt, dass ich letztendlich nach über 300 Seiten abgebrochen habe. Das ist allerdings Geschmackssache,  deswegen bon mir trotzdem 3 Sterne, auch wegen dem schönen Schreibstil.

  6. Cover des Buches Der Modigliani-Skandal (ISBN: 9783404174539)
    Ken Follett

    Der Modigliani-Skandal

    (118)
    Aktuelle Rezension von: Annette123
    Was soll man dazu sagen? Ein typischer Ken Follet ist dieses Buch auf keine Fall. Der Schreibstil ist wie gewohnt gut, jedoch ist das Thema meiner Meinung nach sehr lückenhaft dargestellt. Es geht um einen Kunstraub eines sehr wertvollen italienischen Künstlers. Dieses Bild und auch andere wurden, teilweise mehrfach, kopiert. Den Künstlern die die Bilder kopiert haben ging es darum zu demonstrieren, dass es den Kunsthändlern nicht um die Kunst an sich und schon gar nicht um den Künstler geht, sondern einzig und allein um das gesellschaftliche Ansehen was man erlangen kann, wenn man im Besitz von  hochwertiger Kunst ist. Eine junge Frau ist auf der Suche nach dem Original Bild des italienischen Künstlers, weil sie anhand dessen Ihre Doktorarbeit scheiben möchte. Nachdem sich der ganze Kunstschwindel jedoch am Ende aufgedeckt hat, ist sie sich darüber gar nicht mehr so sicher, ob sie tatsächlich eine Doktorarbeit schreiben möchte. Das Ende hängt für meine Begriffe etwas in der Luft.
    Es gibt auf jeden Fall bessere Bücher von Ken Follet.
  7. Cover des Buches Pixeltänzer (ISBN: 9783895611926)
    Berit Glanz

    Pixeltänzer

    (28)
    Aktuelle Rezension von: bigpanda

    Die Protagonistin Beta (Abkürzung für Elisabeth) arbeitet in der IT-Branche in Berlin. Sie lebt in den Tag hinein und ist kämpft indirekt mit der Sinnfrage ihres Alltags.. Über eine App, bei der man von Unbekannten durch ein Telefonanruf und ein kurzes Gespräch geweckt wird, lernt sie zufällig einen Hamburger kennen, der in Los Angeles arbeitet und ist vor allem von seinem Profilname und -bild sehr fasziniert. Nach einiger Recherche findet sie heraus, dass es sich dabei um eine Maske einer Künstlerin der 1920er Jahre handelt und es beginnt eine Art digitale Schnitzeljagd, bei der sie immer mehr der Biographie der Maskenbildnerin erfährt.  

    Vor einem Jahr habe ich bereits einmal angefangen das Buch zu lesen, aber ich schaffte damals noch nichtmal das erste Viertel und dann blieb es liegen. Irgendwie ging es damals nicht an mich. Jetzt beim erneuten Beginn habe ich es ziemlich in einem Rutsch durchgelesen und fand es sehr gut. Was mir besonders gefällt ist, wie der Erzählstrang der 1920er Jahre mit dem Erzählstrang der Gegenwart verwoben ist. 

  8. Cover des Buches Wo ist Nils der Eisbär? (ISBN: 9783763027767)
    Nicolas Piroux

    Wo ist Nils der Eisbär?

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Kinderbuchkiste
    Ein Kunst Buch für Klein und Groß

    Dieses Buch ist etwas ganz besonderes.

    Der Eisbär Nils führt uns durch das Museum
    Musée d’Orsay.
    Nils ist eine Eisbär Skulptur.
    Er lebt schon sehr lange im Musée d’Orsay, doch eines Tages wird ihm langweilig.
    So beschließt er sich im Museum umzusehen.
    Und so nimmt er uns mit auf eine ganz besondere Entdeckungsreise, denn Nils taucht in jedes Bild selbst mit ein. Mal kleiner, malgrößer, irgendwo ist er immer versteckt.
    Das klingt erst einmal sehr merkwürdig, schließlich verfälscht es so das eigentliche Bild, doch Nicolas Piroux  schafft es Nils so in die Bilder einzubeziehen, dass man ihn sehr selten auf den ersten Blick entdeckt.
    Die Suche nach Nils lässt uns viel bewusster auf das eigentliche Gemälde sehen. Man sieht es nicht nur oberflächlich als Bild sondern taucht in das Bild ein um es zu entdecken.
    Dadurch fokussieren wir unsere Blicke nicht nur intensiver sondern auch länger und bewusster.
    Eine grandiose Idee sich mit Kunst zu beschäftigen.
    Es würde hier zu weit führen alle Bilder aufzuzählen, in die Nils uns entführt aber ein kleiner Einblick sei gestattet.
    Es beginnt mit Henri Rousseau mit seinem Bild "Die Schlangenbeschwörerin" von 1907 und Paul Gauguin "Die Alyscamps" von 1888.
    Wir sehen Bilder von Gustave Courbet, Ferdinand Hodler, Rosa Bonheur, Vincent van Gogh, Claude Monet, Alfred Sisley, und vielen anderen.
    Auch Skulpturen, Monumente sind im Museum.
    z.B. "Das Tor zur Hölle" von August Rodin, dass ursprünglich das Hauptportal des Kunstgewerbemuseums zieren sollte, mit Szenen aus der Göttlichen Komödie von Dante.
    Es kam anders, das Museum wurde nicht gebaut. Erst viele Jahre später und einige Geschichten weiter fand es den heutigen Platz. Eine interessante Geschichte, die wir hier im Buch nicht erfahren aber die Bilder und Abbildungen inspirieren einen dazu weiter zu forschen und die Geschichten hinter den Kunstwerken zu entdecken. Ein Tipp, einfach mal googlen.
    Schön ist, dass wir unterschiedliche Darstellungsweisen erleben dürfen. Die Kunstwerke zwischen 1846 und 1914 entstanden spiegeln häufig auch den Zeitgeist der Zeit wieder, so sehen wir Leute beim Picknick oder die Männer des Kreises der Rue Royale das 1886 entstand.

    Unsere Lesekinder waren begeistert von der Aufgabe Nils, den Eisbären zu suchen. Wir waren skeptisch wie viel sie wirklich von den Bildern wahrgenommen haben und umso erstaunter was sie dann berichteten. Es ist also nicht nur bei uns Erwachsenen so, wenn wir etwas suchen, vertiefen wir uns mehr in ein Bild als wenn wir es einfach so betrachten.

    Besonders interessant empfand ich die Einlassungen der Kinder zu den einzelnen Bildern. Es bewahrheitet sich wieder einmal, Kinder sind viel unbefangener, lassen sich leichter begeistern und verführen.
    Schön, dass es diese Buch gibt, dass wir Kunst so intensiv erleben dürfen.

    Übrigens:
    Auf den letzten beiden Seiten finden wir die Auflösungen, wo genau sich Nils im Bild versteckt hat
  9. Cover des Buches Gabriele Münter (ISBN: 9783451383144)
    Stefanie Schröder

    Gabriele Münter

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Die Romanbiografie über Gabriele Münter (1877-1962) von Stefanie Schröder wird die romantisch veranlagte Leserschaft genauso ansprechen wie die für wahre Dramen empfängliche. Aber nicht nur diese, sondern auch die, die mehr über Frauen erfahren wollen, die für uns Wegbereiterinnen des Feminismus waren. Weil sie nicht den Mund halten wollten, sondern mitgestalten und ihren eigenen Weg so unbedingt gehen wollten. So wie Münter, die nicht verstand, warum eine Malerfreundin sich plötzlich zurückzog, ihre Meinung hinter der ihres Mannes versteckte. Sie plötzlich aneckte, weil sie das tat, was sie am besten konnte: für ihren Lebensgefährten und Gewissensehemann Wassily Kandinsky da zu sein, ihn unterstützte, mit ihm etwas aufbauen wollte, seine Werke schützte, als es darauf ankam, und ihre Gefühle dann eben nicht für den Mann sondern für die Kunst sprechen ließ.
    Was für eine Frau. Diese Möglichkeiten, die ihr geboten wurden, die sie allesamt annahm, wenn sie sich ihr auftaten. Mehrere Jahre Familie in Amerika besuchte, viele Reisen, monatelange Aufenthalte im nahen und fernen Ausland, in deutschen Städten unternahm. Ihr Leben, das zum großen Teil aus Abschied nehmen und Ankommen ausmachte. Das sie sich durchsetzen konnte, ihrem Talent, dem Zeichnen nachzugehen, in von Frauen gegründeten Schulen, da das Kunststudium für Frauen zu dieser Zeit noch unzugänglich war.
    Was hat es aus dem Nesthäkchen der Familie Münter gemacht, eine junge Frau, die zwar gerne den damaligen Werten entsprochen hätte, eine verheiratete Frau zu sein, die aber diesen Stand nie erfüllte. Was sie sich anhören lassen musste, nicht nur von ihrer Familie, die ewigen Lästereien und Sprüche, da sie doch mit einem verheirateten Mann zusammen war, der ihr zwar die Ehe versprach, es dabei aber belassen hatte. Was musste sie sich aber auch in ihren Lehrer verlieben, der von ihrer Kunst mehr als angetan war. Und der ewig dafür brauchte, um endlich geschieden zu werden. Und sie dann doch nicht heiratete. Diese überaus empfindsame russische Seele, was hatte er bloß an der geradeheraus denkenden, Lügen verabscheuenden Frau gefunden, die sich nicht verbiegen lassen wollte.
    In vier „Büchern“ hat Schröder das Leben und Wirken von Münter eingeteilt. Im recht kurzen ersten Abschnitt „Die Schülerin wird zur Gefährten“ beschreibt sie die Anfangsjahre im Leben der jungen Künstlerin, wie sie Kandinsky kennen und lieben lernte. Das folgende Buch „Malerkolonie oder eine neue Malrichtung“ erzählt bereits mehr von immer wieder erfolgten Trennungen, Abschieden und Ankünften auf Bahnhöfen, den Zeiten des Wartens. Aber auch davon, wie es mit ihren Werken, ihrem Zeichnen, Malen, ihrer Kreativität voranging. Die gemeinsamen Freunde aus Künstlerkreisen trafen sich gerne im von Kandinsky und Münter gefundenen Haus in Murnau. Das für Münter bis ans Lebensende ein Heim darstellte, zu dem sie gerne zurückfand, auch nach Jahren der Abwesenheit. Der „Blaue Reiter“, das dritte Buch, auch Titel des Almanachs das Münter und Kandinsky mit Freunden veröffentlichen wollten zeugt von dem Unfrieden unter den Paaren, hauptsächlich Münter gegenüber, denn die durchweg jüngeren Leute wollten nicht hinnehmen, dass sie so unabhängig ihren Weg ging, unabhängig von einem Mann und von der Familie. Der Spott und die Eifersüchteleien nahmen zu. Im letzten Teil „Abschied und Neuanfang“ wird das innere Ringen mit sich selbst und der Streit mit Kandinsky beschrieben, wie Münter immer noch hoffte nach dem Ersten Weltkrieg eine Ehe mit ihm einzugehen und sie bitter enttäuscht wurde. Es kostete sie Jahre ihres Lebens, bis sie endlich wieder Frieden mit sich und einen Freund gefunden hatte, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbrachte.
    Die Autorin hat gefühlvoll vom Leben Münters geschrieben, hat sie doch viele schriftliche Zeugnisse von ihr, von Freunden zur Verfügung, neben zahlreichen bisherigen Veröffentlichungen. Daraus wurde ein sehr lebendiger Roman, der die Zeiten um 1900 wieder aufleben lässt. Im Anhang findet sich ein reichhaltiger Quellennachweis für die, die noch mehr über das Thema erfahren wollen.


    Ausstellungstermine finden sich zum Beispiel unter: http://www.beateobermann.de/ausstellungen-und-messen-2014-2018/gabriele-m%C3%BCnter-sensationelle-ausstellung-im-lenbachhaus/

    Über Gabriele Münter ist viel geschrieben worden, fündig wird man bei Wikipedia auch zu weiterführende Links: https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_M%C3%BCnter

  10. Cover des Buches Lovers in Art (ISBN: 9783964282446)
    Giancarlo Ascari

    Lovers in Art

    (2)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Graphic Novel: Auf 111 Seiten werden 10 Paare vorgestellt, die Einfluss auf die Kunst der Moderne hatten. Präraffaeliten, Impressionisten, Expressionisten und Surrealisten versammeln sich in dem anschaulich illustrierten Buch von den italienischen Illustratoren Giancarlo Ascari und Pia Valentinis

    Die teils unbeachteten Frauen der berühmten Künstler rücken in den Vordergrund. Das Buch zeigt, dass diese mehr künstlerischen Einfluss auf Ihre (Ehe-) Männer nahmen, als von der zeitgenössischen Gesellschaft behauptet. Sie schlüpften nicht nur in die Rollen der Muse und des Models, manche opferten sogar ihre Leben für die Kunst. Elisabeth Siddal bekam eine lebensbedrohliche Lungenentzündung, weil sie zu lange in eiskaltem Wasser lag, um ihrem Ehemann Dante Rossetti für ein Gemälde modelzustehen. 

    Die dargelegten Kurz-Biografien stecken voller Leben - verliebte Paare, Affären, Hochzeiten, unglückliche Beziehungen, Scheidungen. Der Umfang ist dabei angemessen und doch fallen mir noch einige Pärchen mehr ein, die sehr gut in die Sammlung passen würden (Peggy Guggenheim & Laurence Veil bzw. ihre 2. Ehe Max Ernst; Jackson Pollock & Lee Krasner).

    Der Stil der Graphic Novel verdient 11 von 10 Punkten - authentische Abbildungen, die die realen Charaktere auf Papier wieder lebendig machen. Es findet sich bei jeden Pärchen der charakteristische Kunststil und persönliche Stil des jeweiligen Künstlers wieder - Klimt, Picasso, Dalí.

    Die große Schwäche dieses Buches ist leider die Übersetzung sowie der Faktencheck. Gerne wollte ich mich bei einigen Künstlerpärchen im Internet detaillierter informieren und bin dabei auf Ungereimtheiten gestoßen. Falsche Daten und Zeiträume werden in Buch erwähnt, nicht gravierend, aber auch nicht auf dem Stand von wissenschaftlichen Arbeiten, zumal Quellenangaben gänzlich fehlen. Nur Guernica von Picasso wird urheberrechtlich nachgewiesen. Schade. So kann ich keine Leseempfehlung aussprechen. Für den anschaulichen Einstieg in die europäische Kunstgeschichte mag es genügen.

    LOVERS IN ART | Giancarlo Ascari und Pia Valentinis | Verlagshaus Jacoby Stuart | 111 Seiten | 2024 | 22,00€

  11. Cover des Buches Im bitteren Menschenland (ISBN: 9783868155709)
  12. Cover des Buches In der Strafkolonie (ISBN: 9783745084474)
    Franz Kafka

    In der Strafkolonie

    (76)
    Aktuelle Rezension von: rainybooks

    Wurde mir als Einstieg in Kafkas Werke empfohlen. Interessant war es auf jeden Fall – skurril und verstörend, wie erwartet. Die Erzählung hat etwas von einem Kammerspiel. 

    Irgendwie habe ich verstanden, worum es in der kurzen Erzählung geht, und gleichzeitig auch nicht. Ich glaube, genau das beschreibt mein Leseerlebnis am treffendsten.

  13. Cover des Buches Die träumenden Knaben und Der weiße Tiertöter (ISBN: 9783458191704)
    Oskar Kokoschka

    Die träumenden Knaben und Der weiße Tiertöter

    (1)
    Aktuelle Rezension von: buchwanderer

    „… und wieder fiel ich hin und träumte“ (S.33)

    Zum Inhalt:

    Im Band 1170 der Insel-Bücherei findet der Leser Oskar Kokoschkas Erstlingsdichtung „Die träumenden Knaben“, entstanden 1907/08 mit einer Widmung an Gustav Klimt. Der anschließende, ebenfalls in diesem Buch enthaltene Text „Der weiße Tiertöter“ , entstand 1908 und wurde erstmals 1918 in der Zeitschrift »Das Kunstblatt« publiziert.
    Der Ausgangspunkt für das Werk war der Auftrag der „Wiener Werkstätte“ an den Maler und Grafiker ein Kinderbuch zu kreieren. In einer überaus bildhaften, teils sprunghaften und metaphernlastigen Poetik setzt sich Kokoschka mit Themen wie Jugendliebe, Fernweh, dem Beengt-Sein durch Gewohntes und der Ambivalenz des jungen Menschen zwischen Kindsein und Erwachsenwerden auseinander. Die DNB-Mediengeschichte schreibt dazu: „Die träumenden Knabenenthält einen Prolog und sieben Träume, die farbintensiven Lithografien kennzeichnen den Übergang vom Jugendstil zum Expressionismus. Das Buch gilt als der Beginn des Expressionismus in Wien. Es zählt heute zu den wichtigen illustrierten Werken des 20. Jahrhunderts.“ 1)

    Fazit:

    Man kann die Lyrik dieses Bandes nicht unbedingt als leicht verständlich bezeichnen, sie eröffnet dem Leser jedoch einen neuen Gesichtspunkt, einen streiflichthaften Einblick in das frühe Schaffen Oskar Kokoschkas. Aus meiner ganz persönlichen Sicht sind jedoch die malerischen Aspekte der Ausgabe die sehenswerteren und allein aus diesem Ansatz heraus kann das Buch jedem Kunstinteressierten empfohlen werden – zumal hier die acht Farblithografien und zwei schwarz-weiß Illustrationen nach den Originalen erstmals wieder veröffentlicht sind.

    Zum Buch:

    Als Kenner der Insel-Bücher Bände ist man ohnehin eine sehr hohe Qualität von buchbinderischer Handwerkskunst, Drucktechnik und Typografie gewohnt. Dieser Band setzt mit seinem matt gestrichenen alterungsbeständigem Bedruckstoff, einem ungemein akkuraten und farbkräftigen Druck, sowie eine sauberen Buchbindung noch eins drauf. Typografisch findet die schlichte Schrift Frutiger 55 Verwendung. Ein in sich sehr stimmiger Band der den hohen bibliophilen Ansprüchen der Reihe gerecht wird.


    1.) DNB-Mediengeschichte Quelle

  14. Cover des Buches Im Schatten der blauen Pferde (ISBN: 9783570104743)
    Uwe Fleckner

    Im Schatten der blauen Pferde

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „Raffiniert erzähltes Romandebüt um eines der großen Rätsel der Kunstgeschichte


    Maximilian Kisch ist ein Besessener. Schon sein halbes Leben jagt der Kunsthistoriker vergeblich ein verschwundenes Gemälde des Blaue-Reiter-Malers Franz Marc. Dessen Spuren verloren sich nach der Münchner Ausstellung »Entartete Kunst« in der privaten Sammlung Hermann Görings. Seitdem rätselt die Kunstwelt über den Verbleib. Ein letztes Mal will Max im Getty Center in Los Angeles Nachlässe auf neue Hinweise durchforsten – und macht, unterstützt von seiner Kollegin Jessica Steiner, tatsächlich einen erstaunlichen Fund. In ebenso spannenden wie historisch belegten Rückblenden erzählt Uwe Fleckner die Geschichte des berühmten Gemäldes: von seiner Entstehung, seinen Sammlern, einer trickreichen Entführung und einem ungeheuren Verdacht.“


    „Im Schatten der blauen Pferde“ war Uwe Fleckners Debüt. Und was soll ich sagen? Die Geschichte rund um Max Kisch und dem von ihm so extrem begehrten Gemälde von Franz Marc, bekannt durch seine blauen Pferde, war mehr als gelungen. Wer sich mit Maler Franz Marc beschäftigt, kommt um seine Gemälde rund um Pferde nicht herum. Besonders die blauen Pferde sind auch heute noch weltbekannt. Rund um diese Gemälde ranken sich einigen Mythen und Geschichten und Autor Uwe Fleckner hat sich hier einen ganz spannenden Geschichte gewidmet. Protagonist Kisch ist so angefixt von der Suche nach diesem einem bestimmten Bild, dass er sehr tief in der Geschichte wühlen muss und selbst dabei auf braunen Boden stößt. Aber nicht nur das! Fleckner hat der Geschichte, die auch so sehr spannend ist, einen sehr treffenden und angemessenen Spannungsbogen verpasst, der gekonnt zusammen gesetzt ist. Man ist mehr als gespannt ob Max das Bild endlich findet und wie er wohl dann reagieren wird. Ob er es denn aufspüren wird? Das müssen Sie schon selbst erlesen! Fleckners flüssiger Schreibstil und auch sein Ausdruck lassen diese Geschichte vor dem inneren Auge aufleben und man hat nicht nur das entsprechende Gemälde vor Augen sondern auch seine Geschichte. Die Mischung aus Realität und Fiktion ist Fleckner wirklich perfekt gelungen. Ein eintauchen in die Geschichte war sehr schnell gegeben und bis zum Schluss war es wirklich ein Lesevergnügen! Ich bin gespannt was wir zukünftig von diesem Autor noch erwarten dürfen! 

  15. Cover des Buches Der Mittelsmann (Chicago Bratwa 2) (ISBN: B0918MDSP9)
    Renee Rose

    Der Mittelsmann (Chicago Bratwa 2)

    (4)
    Aktuelle Rezension von: LadySamira091062


    Sasha ist die Tochter eines großen Mafiapaten in Russland ,doch sie rebelliert gegen diese art zu leben und hat es geschafft ,das sie in Amerika leben darf. Doch dann wird ihr Vater schwer krank und es ist ab zu sehen das er sterben wird. Um seine Tochter in Sicherheit zu wissen zwingt er sie Maxim zu heiraten. Den Mann ,den sie als junges Mädchen angehimmelt hat und der sich ihren Annäherungsversuchen energisch widersetzt hat und dessen Ruf innerhalb der Bratwazelle sie fast zerstört hat.
    Hin und hergerissen zwischen der Wut über die Zwangsverheiratung und der unheimlichen Anziehung ,die Maxim noch immer auf sie hat versucht Sasha Maxim zu entkommen, doch das ist gar nicht so einfach .Zumal ihr schnell klar wird das nicht Maxim der feind ist sondern jemand der ihr viel näher steht . Und so muss sich Sasha entscheiden für Maxim und die Liebe oder die Freiheit ,die Maxim das Leben kosten könnte




  16. Cover des Buches Münter & Kandinsky (ISBN: 9783328603702)
    Alice Brauner

    Münter & Kandinsky

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Moglutschki

    Mich hat das Buch total begeistert. Selten so einen guten Überblick über dieses Künstlerpaar und die Zeit des Expressionismus gelesen. Detailliert recherchiert, bewegend geschrieben. Tiefgründig. Insgesamt sehr empfehlenswert. Sollte im Kunstunterricht in allen Kunstleistungskursen zur Pflichtlektüre werden.

  17. Cover des Buches EinFach Deutsch Textausgaben - Franz Kafka: Die Verwandlung, Brief an den Vater und weitere Werke (ISBN: 9783140222907)
  18. Cover des Buches Der Maler und das reine Blau des Himmels (ISBN: 9783492321990)
    Tilman Röhrig

    Der Maler und das reine Blau des Himmels

    (8)
    Aktuelle Rezension von: Kristall86

    Klappentext:

    „München 1906. Die Natur einfach so abmalen? Das reicht ihm nicht! Der junge Franz Marc will mehr! Rein sollen die Farben sein, vor allem das Blau, seine Lieblingsfarbe. Klarheit soll seine Malerei bestimmen. In seinem Privatleben herrscht dagegen Chaos. Hin und her gerissen zwischen drei Frauen ringt Franz Marc um seine Rolle als Mann und seine Freiheit als Künstler, um neuen künstlerischen Ausdruck und den Austausch mit der Avantgarde seiner Zeit.

    Die Bilder Franz Marcs mit ihren strahlenden, klaren Farben sind heute äußerst beliebt. In seiner Zeit dagegen waren sie gewagt und skandalträchtig! Seine ausdrucksstarken blauen Pferde, die heute so viele Menschen begeistern, waren damals eine Provokation. In seinem farbenprächtigen Roman lässt Tilman Röhrig die Leserinnen und Leser intensiv am Leben des heute so berühmten Mitbegründers des „Blauen Reiters“ teilhaben, zeigt Franz Marc zwischen Kunst und Skandal, Freundeskreis und Liebschaften, Natur und Moderne.“


    Maler Franz Marc ist immer in Verbindung mit seinen Gemälden rund um seine blauen Pferde verbunden. Damit hat er sich unsterblich gemacht und ist bis heute in der Kunstwelt ein sehr großer Name. Das Marc aber nur 36 Jahre alt wurde und im Krieg gefallen ist, wissen wohl nur die wenigsten von uns. In diesem Buch von Tilmann Röhrig dürfen wir das Leben von Franz Marc erlesen. Wer jetzt glaubt eine staubige Biografie vor sich zu haben, der irrt. Röhrig hat es wirklich brillant geschafft biografische Fakten mehr als ansprechend und fesselnd in einem Roman zu erzählen. Marc hatte ein sehr bewegtes Leben und es lohnt sich, sich diesem Buch hier zu widmen. Röhrigs Schreibstil ist klar und schnörkellos. Er weiß genau den Leser zu packen, ohne dabei jemals langweilig oder gähnend zu erscheinen. Zudem ist dieses Buch auch keine reine Biografie sondern vielmehr ein Künstlerroman. Marc war eine wirklich sehr spezielle Person die wusste was sie wollte aber auch manchmal nicht. Stets auf der Suche nach sich selbst erlebte er in seinem kurzen Leben reichlich viel. Der Weg in die Kunst war ebenfalls ein besonderer. 

    Da dies nicht der erste Künstlerroman von Röhrig ist, wusste ich in etwa was mich hier erwartet und ich kann klar sagen, der Autor versteht nicht nur sein Handwerk sondern auch wie man Kunst jedem aber wirklich jedem zugänglich macht! 5 Sterne für dieses Werk!

  19. Zeige:
    • 8
    • 12
    • 24

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks