Bücher mit dem Tag "expressionismus"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "expressionismus" gekennzeichnet haben.

106 Bücher

  1. Cover des Buches 1913 (ISBN: 9783596520534)
    Florian Illies

    1913

     (280)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Beimer

    FLORIAN ILLIES: 1913 – DER SOMMER DES JAHRHUNDERTS

     

    INHALT:

    Florian Illies entfaltet virtuos ein historisches Panorama. 1913: Es ist das eine Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Man kokst, trinkt, ätzt, hasst, schreibt, malt, zieht sich gegenseitig an und stößt sich ab, liebt und verflucht sich.
     Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. Literatur, Kunst und Musik wussten schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hatte. Florian Illies lässt dieses eine Jahr, einen Moment höchster Blüte und zugleich ein Hochamt des Unterganges, in einem grandiosen Panorama lebendig werden.

     

    MEINE MEINUNG:

    Auch dieser Band – eigentlich der erste dieser Art von Florian Illies – hat mir sehr gut gefallen. Ich habe auf die unterhaltsamste Weise eine Menge gelernt. Es hat mich auch nicht im Geringsten gestört, daß ich den Ergänzungsband – 1913: WAS ICH UNBEDINGT NOCH ERZÄHLEN WOLLTE schon vorher gelesen habe. 

    Wie ich schon schrieb, gefällt mir der Stil des Autors einfach sehr gut, ich schätze vor allem die gelegentlich eingestreuten süffisanten Kommentare, die mir so manches Mal ein Schmunzeln entlockten.

    Jetzt hoffe ich, daß Illies so ein Buch vielleicht über die 50er oder 60er Jahre schreibt – und das bitte schnell!

  2. Cover des Buches Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück (ISBN: 9783328104889)
    Sophie Villard

    Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Xenika-Lina

    Der Roman bezieht sich auf Peggys Zeit in Europa zwischen 1937 und 1942.- Sie legte damals den Grundstock für ihre Sammlung. Sie ist ruhelos, ständig auf der Suche nach dem einen Genie. Und so, wie sie zwischen Paris und London hin und her pendelt, ist es auch mit den Männern. Leider stützt sich das Buch zu sehr auf diese zahlreichen Beziehungs- und Bettgeschichten, die alles andere überlagern. Peggy Guggenheim kommt als Persönlichkeit im Buch zu kurz, sie bleibt blass, da hätte ich mir mehr gewünscht.

  3. Cover des Buches Pixeltänzer (ISBN: 9783895611926)
    Berit Glanz

    Pixeltänzer

     (26)
    Aktuelle Rezension von: OldWhiteCis_Man

    Als ausführlichere Rezension empfehle ich diese hier, die für mich alles Wesentliche erfasst.
    https://www.lovelybooks.de/autor/Berit-Glanz/Pixelt%C3%A4nzer-2031512384-w/rezension/2186503822/ 

    Zwei Frauen sind die Hauptfiguren. Elisabeth, genannt Beta, arbeitet im Berlin der Gegenwart. Lavinia ist hungernde Künstlerin in den 1920er und 1930er Jahren. Alle Männer sind in unterschiedlichem Ausmaß Nebenfiguren. Der Mann mit dem Pseudo Tobbogan macht Beta auf die Kunst von Lavinia neugierig. Beide Hauptfiguren werden in ihrer persönlichen Entwicklung geschildert. Beta wird dabei von Tobbogan in einem intelligenten Ratespiel mit Hinweisen versorgt. Am Schluss zeigt sich dieser Mann Beta, womit der Roman endet. 

    Zuerst mochte ich das Buch nicht, wegen der Selbstausbeutung der beiden Heldinnen. Nun habe ich selbst einmal vier Jahre lang aus beruflichem Fortbildungsinteresse und dank des Verhaltens meiner ersten Frau 70 Stunden die Woche gearbeitet. Vielleicht ist die Autorin noch zu jung, um so etwas als eines der großen Dramen des Berufslebens anzuerkennen. Generation Praktikum ist halt auch auf ihre Abwehrmechanismen angewiesen, so wie jede Generation in ihrer Zeit. Beta hätte bessere Möglichkeiten, Lavinia ist von ihrer Kunst besessen in üblen Zeiten für diesen Zustand. Das führt zur Katastrophe. Beta hat am Schluss alles in der Hand.

    Diese Ablehnung der Selbstausbeutung und mein Desinteresse an dieser Form von Tanz führten erst einmal zu einer negativen Bewertung. Dann begann ich über den Roman nachzudenken und das Buch gewann. Die beiden Frauen sind in ihrer Entwicklung klar gezeichnet. Sie sind starke Charaktere. Die Handlungen sind geschickt ineinander verschränkt und Ähnlichkeiten und Unterschiede über die Zeit und die Tätigkeit stehen in Beziehung. Das ist gut geschrieben. 

    Das nächste Buch der Autorin werde ich lesen.

    Altpapier: Ware wirklich schade.
    Offener Bücherschrank: Da ist es und ich wünsche dem Buch eine.n Leser:in, die einen leichteren Zugang haben. Vielleicht muss ich es noch einmal kaufen oder leihen.
    Familie/Freunde: Auf die Meinung meiner verstorbenen Frau wäre ich wirklich gespannt. So halte ich mich in dem Kreis erst einmal zurück

  4. Cover des Buches Die andere Seite (ISBN: 9783499255564)
    Alfred Kubin

    Die andere Seite

     (49)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Eine düstere Vision ist es, die Kubin da hatte, aber auch eine packende. Die Interpretationen sind vielseitig, die naheliegendste ist immer noch die Vorahnung des kommenden Ersten Weltkriegs, der in einem Strom von Gewalt und Zerstörung einen radikalen gesellschaftlichen Umbruch mit sich bringt und die "alte Welt" samt ihren Strukturen hinwegfegt. 

    Ein Traumland als negative Utopie.

  5. Cover des Buches Berlin Alexanderplatz (ISBN: 9783596521494)
    Alfred Döblin

    Berlin Alexanderplatz

     (284)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Mir hat der Schreibstil an und für sich sehr gut gefallen. Ich mag es, wenn dieser etwas umschreibend ist und man ein tolles Bild der Handlung und des Handlungsortes suggeriert bekommt. Allerdings nahm die oben bereits angesprochene Reizüberflutung zu drastische Ausmaße an, sodass ich das Buch nicht mehr genießen konnte. Man erlebt zwar hautnah die Erlebnisse einer Großstadt, aber Spannung kommt in der Geschichte gar nicht auf. Das Potential wird durch die ständige Erwähnung von banalen Nebensächlichkeiten komplett unterdrückt. Insofern war die Geschichte zäh und anstrengend zu lesen. Da stellt sich dann aber für jeden die Frage, ob man für den wohl beispiellosesten deutschen Großstadtroman und Döblins wunderbaren Schreibstil absolute Langeweile in Kauf nehmen will.

  6. Cover des Buches Die Malerin (ISBN: 9783746636344)
    Mary Basson

    Die Malerin

     (84)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Die junge Gabriele Münter, von allen nur Ella genannt, hat 1902 in München nur einen Traum. Sie will Malerin werden. Als sie ihren Lehrer Wassily Kandinsky kennenlernt, verliebt sie sich unsterblich in ihn. Mit ihm geht sie den Weg neuer Kunstformen, auch wenn er ein gefeierter Meister des Blauen Reiters wird. Doch Ella findet nicht richtig ihren Platz. Ist sie eine ebenbürtige Malerin? Das Leben wird dazu noch beschwerlich, als der Krieg ausbricht.

    Mich hat die Geschichte von Gabriele Münter beeindruckt. Sie erschien als eine Allerweltsfrau, keine die durch besondere Schönheit und in ihrer Zeit versucht ihren eigenen Weg zu gehen. Sie hielt an ihrem Traum der Malerei fest, wobei sie sich Kandinsky unterordnet und fast daran zerbricht. Dazu sind im Buch immer wieder ihre Bilder beschrieben. So bekommt man das Gefühl, wie sie ihre Welt sah.

    Mein Fazit: Ich fand es toll, die Lebensgeschichte einer Frau kennenzulernen, der die Gesellschaft eine Gewöhnlichkeit aufdrücken wollte. Aber sie versuchte ihren Traum der Malerei wahrzumachen, obwohl sie im Schatten des grossen Kandinskys stand. 5 Sterne.

  7. Cover des Buches Der Modigliani-Skandal (ISBN: 9783404174539)
    Ken Follett

    Der Modigliani-Skandal

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Annette123
    Was soll man dazu sagen? Ein typischer Ken Follet ist dieses Buch auf keine Fall. Der Schreibstil ist wie gewohnt gut, jedoch ist das Thema meiner Meinung nach sehr lückenhaft dargestellt. Es geht um einen Kunstraub eines sehr wertvollen italienischen Künstlers. Dieses Bild und auch andere wurden, teilweise mehrfach, kopiert. Den Künstlern die die Bilder kopiert haben ging es darum zu demonstrieren, dass es den Kunsthändlern nicht um die Kunst an sich und schon gar nicht um den Künstler geht, sondern einzig und allein um das gesellschaftliche Ansehen was man erlangen kann, wenn man im Besitz von  hochwertiger Kunst ist. Eine junge Frau ist auf der Suche nach dem Original Bild des italienischen Künstlers, weil sie anhand dessen Ihre Doktorarbeit scheiben möchte. Nachdem sich der ganze Kunstschwindel jedoch am Ende aufgedeckt hat, ist sie sich darüber gar nicht mehr so sicher, ob sie tatsächlich eine Doktorarbeit schreiben möchte. Das Ende hängt für meine Begriffe etwas in der Luft.
    Es gibt auf jeden Fall bessere Bücher von Ken Follet.
  8. Cover des Buches EinFach Deutsch Textausgaben - Franz Kafka: Die Verwandlung, Brief an den Vater und weitere Werke (ISBN: 9783140222907)
  9. Cover des Buches Franz Kafka, Gesammelte Werke (ISBN: 9783866478497)
    Franz Kafka

    Franz Kafka, Gesammelte Werke

     (77)
    Aktuelle Rezension von: thronesoflife
    so viel ist schon über diesen Autor geschrieben werden, ich hänge mich kurz an. es lohnt sich es zu lesen, damit du mitreden kannst, wenn dich wer fragt, wer denn einer der grössten unserer Sprache war. lest es, lest es!!!! mehr gibt es dazu nicht zu sagen, es wird euch beeindrucken
  10. Cover des Buches Der Verschollene (ISBN: 9783596906543)
    Franz Kafka

    Der Verschollene

     (44)
    Aktuelle Rezension von: stalker
    Kafkas bester, leichtester und unterhaltendster Roman, ein frühe postmoderne Farce, ein Fall von Fall zu Fall, eine Groteske des Scheiterns mit einem Ende, das Dimensionen öffnet.
  11. Cover des Buches Die Verwandlung (ISBN: 9783748109167)
    Franz Kafka

    Die Verwandlung

     (1.737)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Gregor Samsa erwacht und irgendwie ist es seltsam. Als er sich streckt, da sind da nicht nur zwei Beine und irgendwie fühlt sich auch der Rest von seinem Körper seltsam an. Über Nacht hat er sich in einen Käfer verwandelt. Die Mutter klopft, der Vater ruft und die Schwester bittet, aber Gregor kommt nicht heraus. Da kommen dann abgesandte von der Arbeit und wollen ihn holen, aber Gregor kommt nicht aus seinem Zimmer. Was ist passiert und vor allem, wie soll es jetzt weiter gehen für Gregor und seiner Familie. Franz Kafkas  Die Verwandlung  ist ein Klassiker und fasziniert immer wieder aufs Neue. Sprachkunst und mit Witz, Verve und auch Tiefgang und Kritik hat er diese Geschichte aufgeschrieben.

  12. Cover des Buches Jedermann (ISBN: 9783596906833)
    Hugo von Hofmannsthal

    Jedermann

     (65)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje
    Bei den Salzburger Festspielen, die weltweit als das bedeutendste Festival der klassischen Musik  und darstellender Kunst gelten und die seit 1920 jeden Sommer stattfinden, ist der - Jedermann - ein fester Bestandteil. Vor der Kulisse des Doms wird das - Spiel vom Sterben des reichen Mannes - aufgeführt und das nicht immer gänzlich frei von Kritik. Die Inszenierungen sind nicht immer im Geschmack des Publikums gehalten, die Geschichte bleibt aber dennoch dieselbe: Der Hauptcharakter in diesem Drama ist der Jedermann, der ein ausschweifendes Leben führt und kurz vor seinem Tod bereut. Das Stück beruht wahrscheinlich auf einem englischen Mysterienspiel aus dem Mittelalter, dem Everyman. Fast zeitgleich erschien allerdings auch der holländische "Elckerlyc". Welcher der beiden Texte, die beide sehr überein stimmen, der ursprüngliche war, bleibt fraglich. Wenn man bedenkt, dass im Mittelalter religiöse und biblische Themen fast immer eine Rolle in Theaterstücken gespielt haben, dann ist es wohl nicht verwunderliche, dass eben dieses hier, das christliche Glaubenssystem wiederspiegelt. Und zwar in der Annahme, dass wenn man wahrhaft bereut, dir deine Sünden vergeben werden. Selbst wenn man sein Leben lang ein moralisch verwerfliches Leben geführt hat. Die Auseinandersetzung mit dem Tod - war für Hugo von Hofmannsthal ein wichtiges Thema - in mindestens 3 weiteren Stücken wird das Ende des Lebens behandelt. Manch einer findest es ein wenig altbacken - allerdings kann man diese Kritik nicht so stehen lassen - man muss den Text wohl auch im Kontext der Zeit lesen.

  13. Cover des Buches Georg Heym (ISBN: 9783931329822)
    Georg Heym

    Georg Heym

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Der Maler und das reine Blau des Himmels (ISBN: 9783492071789)
    Tilman Röhrig

    Der Maler und das reine Blau des Himmels

     (5)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Tilmann Röhrigs historische Romane sind für mich immer wieder ein Genuss, wenn es dann noch um Kunst geht, dann bin ich sofort dabei. 

     

    Ein Roman über Franz Marc hat mich neulich gefesselt. Mit "Der Maler und das reine Blau des Himmels" hat mich Röhrig wieder zu 100 Prozent überzeugt. Wir befinden uns im München des Jahres 1906. Der junge Mensch und Künstler Marc möchte alles geben, er möchte nicht einfach nur malen. Blau ist seine Lieblingsfarbe, und die soll rein sein und klar, anders wie sein privates Leben, welches komplett unklar und durcheinander ist. Drei Frauen bringen ihn total durcheinander, er sitzt sozusagen zwischen drei Stühlen - als Mann gefesselt sucht er als Künstler seine Freiheit und möchte sich neu und frei ausdrücken in seinen Werken.

     

    Das Buch hat mich zu 100 Prozent überzeugt, klar, es ist ein Roman, es ist wohl auch ein Stück weit Fiktion in die realen Lebenselemente eingebunden, aber man kann klar und deutlich erkennen, was Marc ausmachte, welche Probleme er hatte, die Hochs und Tiefs, seine Charakterzüge und sein Bestreben bezüglich seiner künstlerischen Tätigkeit und das alles mit einem Blick hinter die Kulissen der Kunstszene der damaligen Zeit, in die man lebendig eintaucht. Man nimmt dem Autor seine Geschichte zu 100 Prozent ab. 

     

    Auch liest man von anderen Künstlern, die zur Zeit Marcs lebten und wirkten. Die Deutung und das Verhältnis zu den Farben werden geradezu poetisch beschrieben, das habe ich sehr gern gelesen. Es reißt mit und fesselt. Blau stand für Marc für die Adjektive herb, durchgeistigt und stark, also das männliche Prinzip. Blau allein aber, ist für August Macke z. B. ohne Leichtigkeit gewesen und traurig, auch das interessant. Er mochte Gelb dazugeben, das für ihn das weibliche Prinzip sei und spricht Marc damit aus der Seele. Der Zweifler und widersprüchliche Mensch kommt sehr gut zum Ausdruck, sowohl in seiner Arbeit als auch in der Liebe und Beziehung zu den Frauen und zu Maria, seiner späteren Ehefrau.

     

    Sehr hochwertiger Roman inhaltlich und literarisch, hat mir uneingeschränkt gefallen. 

  15. Cover des Buches Geschichte der Malerei (ISBN: 9783848004256)
    Anna-Carola Krauße

    Geschichte der Malerei

     (17)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Pilawas Allgemeinwissen - Das Quiz (ISBN: 9783570137642)
    Jörg Pilawa

    Pilawas Allgemeinwissen - Das Quiz

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein nett geschriebenes Jugendbuch, über alles was man so wissen sollte. Aufgebaut wie ein kleines Lexikon mit 10 Kategorien, vermittelt es Kindern mit Freude und Spaß Allgemeinwissen. Zwischendrin sind immer kleine Fragen eingebaut, die man durch das Lesen des Textes leicht beantworten kann. Für wissensdurstige Große und Kleine Leute ein schönes Buch.
  17. Cover des Buches Dichtungen. (ISBN: 9783150089033)
    Georg Heym

    Dichtungen.

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Werke (ISBN: 9783150184578)
    Georg Heym

    Werke

     (4)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Gabriele Münter (ISBN: 9783451383144)
    Stefanie Schröder

    Gabriele Münter

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Die Romanbiografie über Gabriele Münter (1877-1962) von Stefanie Schröder wird die romantisch veranlagte Leserschaft genauso ansprechen wie die für wahre Dramen empfängliche. Aber nicht nur diese, sondern auch die, die mehr über Frauen erfahren wollen, die für uns Wegbereiterinnen des Feminismus waren. Weil sie nicht den Mund halten wollten, sondern mitgestalten und ihren eigenen Weg so unbedingt gehen wollten. So wie Münter, die nicht verstand, warum eine Malerfreundin sich plötzlich zurückzog, ihre Meinung hinter der ihres Mannes versteckte. Sie plötzlich aneckte, weil sie das tat, was sie am besten konnte: für ihren Lebensgefährten und Gewissensehemann Wassily Kandinsky da zu sein, ihn unterstützte, mit ihm etwas aufbauen wollte, seine Werke schützte, als es darauf ankam, und ihre Gefühle dann eben nicht für den Mann sondern für die Kunst sprechen ließ.
    Was für eine Frau. Diese Möglichkeiten, die ihr geboten wurden, die sie allesamt annahm, wenn sie sich ihr auftaten. Mehrere Jahre Familie in Amerika besuchte, viele Reisen, monatelange Aufenthalte im nahen und fernen Ausland, in deutschen Städten unternahm. Ihr Leben, das zum großen Teil aus Abschied nehmen und Ankommen ausmachte. Das sie sich durchsetzen konnte, ihrem Talent, dem Zeichnen nachzugehen, in von Frauen gegründeten Schulen, da das Kunststudium für Frauen zu dieser Zeit noch unzugänglich war.
    Was hat es aus dem Nesthäkchen der Familie Münter gemacht, eine junge Frau, die zwar gerne den damaligen Werten entsprochen hätte, eine verheiratete Frau zu sein, die aber diesen Stand nie erfüllte. Was sie sich anhören lassen musste, nicht nur von ihrer Familie, die ewigen Lästereien und Sprüche, da sie doch mit einem verheirateten Mann zusammen war, der ihr zwar die Ehe versprach, es dabei aber belassen hatte. Was musste sie sich aber auch in ihren Lehrer verlieben, der von ihrer Kunst mehr als angetan war. Und der ewig dafür brauchte, um endlich geschieden zu werden. Und sie dann doch nicht heiratete. Diese überaus empfindsame russische Seele, was hatte er bloß an der geradeheraus denkenden, Lügen verabscheuenden Frau gefunden, die sich nicht verbiegen lassen wollte.
    In vier „Büchern“ hat Schröder das Leben und Wirken von Münter eingeteilt. Im recht kurzen ersten Abschnitt „Die Schülerin wird zur Gefährten“ beschreibt sie die Anfangsjahre im Leben der jungen Künstlerin, wie sie Kandinsky kennen und lieben lernte. Das folgende Buch „Malerkolonie oder eine neue Malrichtung“ erzählt bereits mehr von immer wieder erfolgten Trennungen, Abschieden und Ankünften auf Bahnhöfen, den Zeiten des Wartens. Aber auch davon, wie es mit ihren Werken, ihrem Zeichnen, Malen, ihrer Kreativität voranging. Die gemeinsamen Freunde aus Künstlerkreisen trafen sich gerne im von Kandinsky und Münter gefundenen Haus in Murnau. Das für Münter bis ans Lebensende ein Heim darstellte, zu dem sie gerne zurückfand, auch nach Jahren der Abwesenheit. Der „Blaue Reiter“, das dritte Buch, auch Titel des Almanachs das Münter und Kandinsky mit Freunden veröffentlichen wollten zeugt von dem Unfrieden unter den Paaren, hauptsächlich Münter gegenüber, denn die durchweg jüngeren Leute wollten nicht hinnehmen, dass sie so unabhängig ihren Weg ging, unabhängig von einem Mann und von der Familie. Der Spott und die Eifersüchteleien nahmen zu. Im letzten Teil „Abschied und Neuanfang“ wird das innere Ringen mit sich selbst und der Streit mit Kandinsky beschrieben, wie Münter immer noch hoffte nach dem Ersten Weltkrieg eine Ehe mit ihm einzugehen und sie bitter enttäuscht wurde. Es kostete sie Jahre ihres Lebens, bis sie endlich wieder Frieden mit sich und einen Freund gefunden hatte, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbrachte.
    Die Autorin hat gefühlvoll vom Leben Münters geschrieben, hat sie doch viele schriftliche Zeugnisse von ihr, von Freunden zur Verfügung, neben zahlreichen bisherigen Veröffentlichungen. Daraus wurde ein sehr lebendiger Roman, der die Zeiten um 1900 wieder aufleben lässt. Im Anhang findet sich ein reichhaltiger Quellennachweis für die, die noch mehr über das Thema erfahren wollen.


    Ausstellungstermine finden sich zum Beispiel unter: http://www.beateobermann.de/ausstellungen-und-messen-2014-2018/gabriele-m%C3%BCnter-sensationelle-ausstellung-im-lenbachhaus/

    Über Gabriele Münter ist viel geschrieben worden, fündig wird man bei Wikipedia auch zu weiterführende Links: https://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_M%C3%BCnter

  20. Cover des Buches Alles ist erleuchtet (ISBN: 9783462304886)
    Jonathan Safran Foer

    Alles ist erleuchtet

     (519)
    Aktuelle Rezension von: Jana_Kleine_Bardenhorst

    Jonathan Safran Foer möchte die Vergangenheit seiner Familie beleuchten. Seine Großeltern sind nach dem Krieg in die USA gekommen, aber ursprünglich aus der Ukraine/Polen.

    Um Licht in die Sache zu bringen und sich bei der Retterin seines Großvaters zu bedanken fliegt er dorthin. Da er der Sprache nicht mächtig ist hat er einen Fremdenführer, dessen eigene Geschichte ebenso mit diesem Ort verbunden ist. Aber davon weiß zunächst niemand.


    Die Geschichte wird als Briefwechsel zwischen dem Autor und seinem Fremdenführer erzählt. Hierbei ändert sich auch immer wieder die Sprache und der Schreibstil.


    Ich habe viele Seiten gebraucht um in die Geschichte rein zu kommen. Doch dann hat sie mich so sehr in ihren Bann gezogen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte.

  21. Cover des Buches Werke (ISBN: 9783892447207)
    Albert Ehrenstein

    Werke

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Expressionismus. Lyrik (ISBN: 9783123547003)
    Wilhelm Grosse

    Expressionismus. Lyrik

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Das wilde Herz (ISBN: 9783150181324)
    Georg Trakl

    Das wilde Herz

     (5)
    Aktuelle Rezension von: m_maxwell
    50 ausgewählte Gedichte des morbiden Meisters Georg Trakl.
  24. Cover des Buches Erotische Gedichte des Expressionismus (ISBN: 9783935269247)

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks