Bücher mit dem Tag "fabel"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fabel" gekennzeichnet haben.

212 Bücher

  1. Cover des Buches Drachenreiter - Die Feder eines Greifs (ISBN: 9783791500119)
    Cornelia Funke

    Drachenreiter - Die Feder eines Greifs

     (200)
    Aktuelle Rezension von: mesu

    Ben ist wieder auf einer gefahrvollen Reise. Zusammen mit Lung und seinen Freunden muss er die Sonnenfeder eines Greifs finden, um die ungeborenen Kinder eines Pegasus zu retten. Ein neues Abenteuer beginnt...

    Sehr facettenreich und spannend geschrieben. Doch die unglaublich vielen magischen Wesen, die sehr bildhaft und fantasievoll beschrieben werden, das ist an manchen Stellen etwas zu viel für eine einzige Geschichte. Damit könnten jüngere Leser etwas überfordert werden. Aber trotzdem eine phantasievolle Lektüre.

  2. Cover des Buches Erhebung (ISBN: 9783453272026)
    Stephen King

    Erhebung

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Milla_von_lesen-schreiben-leben

    Meine Meinung

    Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dies das erste Werk von Stephen King ist, das ich gelesen habe. Tatsächlich unabsichtlich, ich hatte einfach nie ein großes Bedürfnis danach. Geändert hat dies, das Buch “das Leben und das Schreiben” von ihm, welches mich aus der Autorenperspektive interessiert hat. So habe ich mich an die “Erhebung” gewagt, ein zugegeben kurz gehaltenes Buch. Ich habe nicht viel erwartet, aber davon nun mehr…

    Die Geschichte

    Die gesamte Story beginnt relativ ruhig und endet ebenso. Die Stimmung empfand ich im gesamten Buch gleichbleibend mystisch, mit einigen Spannungskurven. Interessant wurde die sporadische Zählung auf Null, durch die Hauptfigur Scott, integriert, sodass trotz der ruhigen Atmosphäre eine konstante Spannung erzeugt und durch die gesamte Geschichte bestanden hat. 

    Schön fand ich, dass Scotts Geschichte nicht schon mit dem beginn seines Problems startet, sondern etwas später. Dies merkt man auch seinem Verhalten an, welches erstaunlich entspannt und optimistisch wirkt. Das große Drama mit seinem Charakter blieb dadurch aus, ohne eine Beeinträchtigung der Story selbst. Die erforderlichen Emotionen hat Stephen King erstaunlicherweise nicht durch das von Scott durchlebte Phänomen geschaffen, obwohl die Handlung immer wieder darauf zurückführt, sondern durch seinen Alltag mit den Nachbarn. 

    Durch seine unverblümte Sprache, vor allem in den Dialogen, hat der Autor es geschafft, mir relativ schnell die verschiedenen Figuren sympathisch oder unsympathisch zu machen.

    Die Charaktere

    Die ruhige Atmosphäre, die das Buch mir vermittelt hat, ist eindeutig dem Protagonisten, Scott, geschuldet. Der mysteriöse Abnehmer hat es durch seine erstaunlich optimistische - manchmal schon zu optimistische - Art und Ruhe geschafft, diese Emotion auf mich zu übertragen. 

    Leider hat die Kürze des Buches dazu geführt, dass man über Scott und sein Leben sowie die anderen Figuren nur sehr wenig erfährt. Schön wäre es gewesen hier mehr Einblick zu haben, um die Handlungen etwas besser nachvollziehen zu können. Ob es nun die homophoben, konservativen Charaktere betrifft oder andere. Fast jede der Figuren ist ein Klischee. 

    Für die Charaktere hätten in meinen Augen dem Buch noch 5-10 Seiten extra sehr gutgetan.

    Mein Fazit

    Ich empfehle das Buch jedem weiter, der gerne mal einen kurzen Stephen King Roman lesen und danach problemlos einschlafen möchte. Es hat eine gewisse Ruhe und Wehmut in mir hinterlassen, an die ich gerne zurückdenke. Stephen King hat es geschafft, dass selbst die fehlende Auflösung des Phänomens bei mir kein negatives Gefühl hinterlassen hat, und das, obwohl ich offene Enden in Summe, aber auch unbeantwortete Fragen in Büchern absolut nicht ausstehen kann.


    Für weitere Rezensionen schau gerne auf meinem Buchblog vorbei:

    www.lesen-schreiben-leben.de

  3. Cover des Buches Junge mit schwarzem Hahn (ISBN: 9783257071665)
    Stefanie vor Schulte

    Junge mit schwarzem Hahn

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Erdbeerhase22

    „Junge mit schwarzem Hahn“ von Stefanie vor Schulte erschien als Taschenbuch am 25.08.2021 im Diogenes Verlag. Für diesen Debüt-Roman wurde die Autorin mit dem Hamburger Mara-Cassens-Literaturpreis ausgezeichnet.

    Wie kam ich du diesem Buch?

    Dieses Buch „wanderte“ zu mir. Der Roman ist ein Wandrrbuch.

    Als ich gefragt wurde, ob ich an dieser Wanderbuch-Aktion teilnehmen möchte, las ich mir zu diesem Buch die Leseprobe durch. Mir gefielen die ersten Seiten, so sagte ich der Aktion gerne zu. Auf dem dritten Foto seht ihr, was für ein wunderschönes Buchpaket bei mir ankam. Ganz lieben Dank nochmals dafür! 

    Inhalt: 

    Es geht um den elfjährige waisenjunge Martin, er besitzt nicht mehr als seine Kleidung auf seiner Haut, und seinen schwarzen Hahn. Dieser ist sein treuer Freund. Die Dorfbewohner meiden den Jungen, der so ungewöhnlich ist. Er ist klug und liebenswürdig. Martin ergreift die Chance mit einem Maler, um die schauerliche Welt zu ziehen. 

    Mein Fazit:

    Als die ersten Seiten gelesen waren, fiel es mir schwer das Buch mit der Begeisterung weiterzulesen, wie ich die Leseprobe gelesen hatte. Die Stimmung im Buch verdüsterte sich. Die kurzen Sätze ließen mich mit der Geschichte nicht warm werden. Oft befand ich mich in einer Traurigkeit, in der ich mich von einer Seite zur nächsten schleppte.

    Bald stieg ich parallel auf das Hörbuch um, so las ich gemeinsam mit dem Sprecher Robert Stadlober das Buch. Der Sprecher machte es mir leichter, der Geschichte zu folgen, denn er setzte seine Stimme gekonnt ein. So verhalf er der Geschichte zu dem nötigen Schwung. Er hielt mich bei Laune und wir lasen das Buch gemeinsam zu Ende. Das war auch mal eine interessante Erfahrung! 

    Schauerlich und düster hat mich der Roman zurückgelassen. Auch das Interview am Ende des Buches mit der Autorin änderte das nicht.

    Hier gibt es keine Leseempfehlung von mir. Aber Geschmäcker sind verschieden. Ich habe auch begeisterte Rezensionen von Leser*innen zu diesem Buch gelesen. 

    Das Buch hat sich schon auf die Reise zur nächsten Leserin gemacht. 

  4. Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)
    Eowyn Ivey

    Das Schneemädchen

     (335)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi

    Das Märchen vom Schneemädchen, das für ein verzweifeltes, kinderloses Paar lebendig wird, stammt aus Russland und wird in vielen Varianten erzählt.

    Hier bekommt man eine traurig schöne Variation zu lesen, die in Alaska spielt. Als die kleine Faina plötzlich durch den Schnee huscht, kurz nachdem Jack und Mabel aus Übermut ein Schneemädchen gebaut haben, meinen die beiden an Märchen zu glauben oder verrückt zu werden. Das Mädchen lebt allein in der Natur wie ein Feenwesen, liebt die Kälte und den Schnee. Kann ein Mensch so etwas aushalten oder gar wollen?

    Das Buch spielt geschickt mit den Märchenelementen und balanciert knapp um die Grenze zwischen Möglichem und Zauberhaftem herum. Es wirft aber auch das Thema Freiheit in den Raum. Kann man in der Natur leben, wenn man das möchte? Muss man alles zähmen und zivilisieren? Und hat ein Kind das Recht auf Selbstbestimmung?

    Dieses Buch ist eine tolle Mischung aus Pioniergeschichte und Märchen, eine eindrucksvolle Reise nach Alaska, die einem den Zauber dieser Gegend nahebringt und auch die anrührende Geschichte einer ungewöhnlichen Patchworkfamilie, ein besonderes Buch, das man nicht so schnell vergisst.

  5. Cover des Buches Der Alchimist, Jubiläumsausgabe (ISBN: 9783257065541)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist, Jubiläumsausgabe

     (460)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte_09

    Mit leichter Feder lässt Coelho den Leser in die Geschichte eintauchen, man kann fast die Hitze der Wüste auf der eigenen Haut spüren und die Stille ist fast greifbar. Schon das Cover zieht einen in den Bann durch die intensiven, im Mittelpunkt stehenden Augen, die denjenigen betrachten, der das Buch in die Hände nimmt.

    Der Protagonist Santiago (ein einfacher Schäfer aus Andalusien) begibt sich nach einem wiederkehrenden Traum auf die Reise, an deren Ende er am Fuße der Pyramiden seinen Schatz finden will. Fast märchenhaft ist nun die Erzählung des Weges, den Santiago geht, um seinen Schatz zu finden. Eingebettet in diese Geschichte gibt Coelho dem Leser eine Reihe von Lebensweisheiten an die Hand, die nachdenklich machen können und aufzeigen, dass jeder sein Leben in die eigenen Hände nehmen sollte. Grundlage aller Gedanken und Handlungen ist bei Coelho die „Weltenseele“, eine Kraft, welche die Welt zusammenhält. Mit dieser Kraft kann man in Verbindung treten, wenn man bereit ist, auf sein Herz zu hören. So wagt sich Coelho auf einfache Weise an komplexe philosophische Themen, fragt nach dem Sinn des Lebens eines jeden einzelnen und fordert jeden dazu auf, sich diese Fragen selbst zu stellen. Er schafft es, den Leser mit dieser vordergründigen Abenteuerreise dazu einzuladen, über sich selbst, die eigenen Werte und Ziele und das eigene Leben nachzudenken.

    Ich habe das Buch zu einer Zeit gelesen, wo durch Krieg und Pandemie die Welt auch bei Sonnenschein immer etwas dunkler schien. So ist es erschreckend aktuell, wenn man liest: „Wenn die Menschen Krieg führen, dann bekommt auch die Weltenseele die Kampfrufe zu spüren. Niemand bleibt verschont von all dem, was unter der Sonne geschieht“. Und trotzdem: Mir hat das Buch irgendwie Hoffnung vermittelt, auch wenn es vielleicht nur einige bereits bekannte Lebensweisheiten aufgreift und aneinanderreiht. Mir hat das Buch am Ende das Gefühl gegeben, dass es lohnt, an das Gute zu glauben und sich an diesem Gedanken auch in schweren Zeiten festzuhalten. Nur stellt sich in der Zeit der Emanzipation die Frage: warum muss eine Wüstenfrau in der Oase bleiben und auf den Mann warten, der seine Träume verwirklicht? Darf nicht jeder seine eigenen Ziele, Wünsche und Träume haben und diese auch verwirklichen?  

  6. Cover des Buches Alice im Wunderland & Alice hinter den Spiegeln (ISBN: 9783836958646)
    Lewis Carroll

    Alice im Wunderland & Alice hinter den Spiegeln

     (128)
    Aktuelle Rezension von: Fuchs2017

    “Who did you pass on the road?” The king went on, holding out his hand to the messenger for some more hay.⁣⁣

    “Nobody,” said the messenger. ⁣⁣

    “Quite right,” said the king: “this young lady saw him too. So of course Nobody walks slower than you.”⁣⁣

    “I do my best,” the messenger said in a sulky tone. “I’m sure nobody walks faster than I do!”⁣⁣

    “He can’t do that,” said the king, “or else he’d have been here first”⁣⁣

    ⁣⁣

    I read “through the looking glass” a few weeks back and had such a great time! It’s so witty and entertaining!!

  7. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257261165)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

     (1.527)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Santiago, ein andalusischer Hirte, hat einen wiederkehrenden Traum: Am Fuß der Pyramiden liege ein Schatz für ihn bereit. Trotz des Risikos fasst er den Mut, sich auf die Reise ins Ungewisse zu begeben und lernt auf diesem Weg, dass das Leben Schätze bereithält, die wertvoller sind als alle materiellen Besitztümer.

    Ich glaube "Der Alchimist" ist eins dieser Bücher, das früher oder später jeder Mal empfohlen bekommt. Auch ich bin letzten Endes nicht daran vorbei gekommen, das Buch zu lesen und um ehrlich zu sein wünschte ich, dass ich es schon viel früher getan hätte.

    Die kurze Geschichte von Santiago, der immer wieder mal einen Kampf zwischen dem wonach sein Herz sich sehnt und dem, was sein Verstand sagt, führt, berührt auf einer ganz tiefen Ebene. 

    Ein bisschen hat mich die Erzählung an den kleinen Prinz erinnert. Sie ist auf ihre Art sehr unschuldig aber gleichzeitig doch sehr lehrreich. Genau wie Santiago - oder auch der Jüngling, wie man ihn auf seiner Reise genannt hat - muss man erkennen, dass Hindernisse, Schwierigkeiten und auch Rückschläge unumgänglich sind, wenn man seine Komfortzone verlässt. Weder kann man sich vollständig auf sein Herz noch vollständig auf den Verstand verlassen sondern muss in den jeweiligen Situation immer abwägen können.


    Trotz der geringen Länge habe ich eine Weile gebraucht bis ich das Buch durchgelesen hatte und ich bin froh, mir diese Zeit genommen zu haben, denn die Erlebnisse von Santiago berühren auf eine andere Art und Weise, wenn man sie auf sich wirken lässt und auch reflektiert. 


    Klare Leseempfehlung von mir!

  8. Cover des Buches Schiffbruch mit Tiger (ISBN: 9783596196982)
    Yann Martel

    Schiffbruch mit Tiger

     (1.019)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Worum geht's

    Pi Patel, der Sohn eines indischen Zoodrektors und praktizierender Hindu, Moslem und Christ erleidet mit einer Hyäne, einem Orang-Utan, einem verletzten Zebra und einem 450 Pfund schweren bengalischen Schiffbruch. Bald stehen sich nur noch zwei gegenüber - Pi und der Tiger

    Cover

    Ein schönes Cover, wobei ich die ältere Ausgabe des Covers schöner finde.

    Meine Meinung

    Eins vorweg: Ich habe dieses Buch bei Seite 280 abgebrochen. Ich hatte so meine Probleme mit diesem Buch, was 1.) daran lag, dass die ersten 120 Seiten nur über Zoo und Religion geredet wird und dadurch 2.) kaum Spannung in diesen ersten 120 Seiten und auch in den folgenden ist kaum Spannung vorhanden. Yann Martel schreibt alles so genau, was mich bei einigen Sachen einfach gar nicht interessiert. Auch seine Vergleiche mag ich nicht.

    Fazit

    Ich empfehle dieses Buch nicht, da sich das Vorgeplänkel einfach sehr lange zieht und der eigentliche Schiffbruch (worum es ja eigentlich geht) eher Nebensache in diesem Buch ist.

    1 von 5 Sternen!


  9. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783596856916)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

     (2.265)
    Aktuelle Rezension von: Pikamads

    Ich hatte wirklich ein paar Probleme mit dem Buch. Besonders der Anfang ist mir sauer aufgestoßen und ich war kurz davor abzubrechen. Die Naivität von Bruno (auch wenn sie die Intention von John Boyne war) und seine "Wortneuschöpfungen", um es mal so zu formulieren, haben sich für mich während des Lesens einfach nur falsch angefühlt.

    Ich habe das Buch also erst mal beiseite legen müssen und es für einige Tage nicht mehr zur Hand genommen. Stattdessen habe ich mit einer Kollegin darüber geredet und konnte mir so ein wenig den Frust darüber von der Seele reden. Als ich das Buch dann heute wieder zur Hand genommen habe, konnte ich die Geschichte mit einem klareren Blick doch noch fortsetzen.

    Mit etwas Abstand konnte ich daraufhin Brunos Naivität beim Lesen soweit ausblenden und habe seine Wortneuschöpfungen mit dem richtigen originalen Laut für mich gelesen und konnte dem letzten größeren Teil weit besser folgen, als ich es zu Beginn noch geglaubt habe.

    Das Ende hat mich, ich möchte sagen natürlich, emotional berührt und ich bin dankbar für die Pause, die ich mir genommen habe um dem Buch eine zweite Chance zu geben.

    Aus diesem Grund kann ich auch nur 3 Sterne geben, da mich die oben genannten Elemente einfach zu sehr gestört haben. Ich bin mir sicher, dass John Boyne mit einer guten Absicht an sein Werk gegangen ist, aber gerade mit dem Gedanken an das Tagebuch der Anne Frank im Hinterkopf kann ich das einfach nicht guten Gewissens ausblenden.

  10. Cover des Buches Glennkill (ISBN: 9783442478088)
    Leonie Swann

    Glennkill

     (3.660)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Leblos liegt der Schäfer George Glenn im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Seine Schafe sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren.

  11. Cover des Buches Farm der Tiere (ISBN: 9783257057140)
    George Orwell

    Farm der Tiere

     (753)
    Aktuelle Rezension von: JohnnyZombie

    Nachdem die Tiere der Herren-Farm den ausbeuterischen Farmer Mr. Jones gemeinsam vertrieben haben, beginnen schnell die Schweine, die Führung zu übernehmen und bald herrschen die gleichen Zustände wie vor der Übernahme.

    „Farm der Tiere“ ist eine Fabel, die den Aufstieg und Untergang der Sowjetunion beschreibt und an dem Beispiel einer englischen Farm aufzeigt, wie autoritär geleitete Revolutionen zu Diktaturen führen können, wenn deren Anführer:innen korrupt sind oder werden und der schleichende Prozess nicht erkannt und aufgehalten wird.

    Besonders perfide Elemente wie die Veränderung der sieben Prinzipien der Tiere durch die Schweine, die später behaupten, dass sie schon immer diesen Wortlaut hatten, und die Erschaffung eines Feindbildes, auf das alles Übel geschoben wird, fügen sich perfekt in diese Fabel ein.

    Sowieso schafft es Orwell, das Farm-Setting komplett auszureizen und die der echten Welt entstammten Vorgänge in einfach zu verstehende Metaphern zu kleiden. Definitiv ein Klassiker, den zu lesen sich lohnt!

  12. Cover des Buches Nathan der Weise (ISBN: 9783960550907)
    Gotthold Ephraim Lessing

    Nathan der Weise

     (1.117)
    Aktuelle Rezension von: Vera-Seidl

    Zu meinem Erschrecken gibt es inzwischen Literatur, die lästiges Recherchieren zu Lessings Drama "Nathan der Weise" ersparen und weniger Zeit zur Vorbereitung kosten soll.

    In Anbetracht solcher Worte und da ich seit einundzwanzig Jahren in der Lessingstraße wohne, wird es Zeit, dass ich dem hervorragenden Dichter und Denker ein Denkmal setze.

    Das Buch "Nathan der Weise" habe ich zwei Mal gelesen und mir fünf Inszenierungen auf der Bühne angesehen, wobei mir die des Poetenpacks am besten gefallen hat.

    Wie viel mehr das 1779 erschienende Ideendrama beinhaltet als die Frage, welcher Ring (Religion) der richtige sei, wird deutlich, wenn man das Werk in seinen Kontext einordnet.

    Ein Streit mit dem der lutherischen Orthodoxie angehörenden Theologen Johann Melchior Goeze führte nicht nur zu elf Erwiderungen Lessings mit dem Titel "Anti-Goeze" (1778), sondern auch zur Entstehung der Figur des Patriarchen im Drama, welcher als Antagonist Nathans und Saladins als christlicher Fanatiker dargestellt wird.

    Wenn man sich Lessings religionsphilosophisches Hauptwerk "Die Erziehung des Menschengeschlechts" (1780) anschaut, tritt seine deistische Auffassung noch mehr hervor und zeigt die Intoleranz des für seine Religionstoleranz berühmten Aufklärers gegenüber dem Theismus noch deutlicher.

    Der rational denkende Nathan schärft seiner Ziehtochter, Recha, in Anbetracht ihrer Rettung aus dem Feuer ein, nicht an das Wirken von Schutzengeln zu glauben.

    Ebenso sei die Begnadigung des Tempelritters durch Saladin ein Zufall, möchte der Autor dem Leser glauben machen.

    Nach Untersuchungen mittels funktioneller Magnetresonanztomografie sagte der Neurologe John-Dylan Haynes vom Bernstein Center for Computational Neuroscience in Berlin 2008: "Unsere Entscheidungen sind, lange bevor unser Bewusstsein ins Spiel kommt, unbewusst vorherbestimmt. Anscheinend trifft das Gehirn die Entscheidung vor der Person."

    Wenn es nach der Aufklärung keine Wunder (mehr) gibt, woher hatte dann Gotthold Ephraim Lessing die Ideen für sein Ideendrama? Der Verstand kann ähnlich wie ein Computer nur das wiedergeben, womit er mittels Erfahrung gefüttert wurde. Werden Computer demnächst von sich sagen: "Ich denke, also bin ich", so wie es Descartes irrtümlicherweise getan hat? Waren Lessings Ideen Zufall so wie die Rettung Rechas und des Tempelritters? Ein Zufall ist, wenn einem etwas zufällt. Von wo fällt es denn? Laut Grawitationsgesetz kann es ja nur von oben fallen.
    Schon Platon wusste lange vor Lessing, dass Ideen als eigenständige Entitäten existieren und dem Bereich der sinnlich wahrnehmbaren Objekte ontologisch übergeordnet sind.

    Ohne Lessings Drama "Nathan der Weise" wären meine kritischen Gedanken zu seinem Werk nicht entstanden. Deshalb möchte ich ihn durch folgendes Gedicht ehren.

    Nathan der Weise

    Nathan der Weise
    Spricht leise
    Oder schweigt
    Seiner Tochter zugeneigt
    Seine Vermutungen
    Abwägungen
    Dass seine Ziehtochter
    Viel gemochter
    Die Schwester sei
    Und damit nicht frei
    Für den Tempelritter
    Bitter

     Vera Seidl 

     

  13. Cover des Buches Maus (ISBN: 9783596180943)
    Art Spiegelman

    Maus

     (213)
    Aktuelle Rezension von: Chris666

    Definitiv Hochkultur!!! Dieses Buch braucht sich hinter keinem Klassiker zu verstecken. Wer "Comics" für kinderkram hält, wird hier eines besseren belehrt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mir die Schicksale der Juden im zweiten Weltkrieg und ihre Nachwirkungen bis ins Jetzt, besser und eindringlicher vor Augen geführt hat.

  14. Cover des Buches Le Petit Prince (ISBN: 2070612759)
    Antoine de Saint-Exupéry

    Le Petit Prince

     (191)
    Aktuelle Rezension von: Sandrica89

    J'essaie de rédiger une recension du livre dans la langue originale (non, le français n'est pas ma langue maternelle). Je suis confronté à cette langue au quotidien, c'est pourquoi je veux essayer maintenant. Je m'excuse si quelque chose n'est pas clair ou est totalement illogique. Je ne parle pas parfaitement la langue, mais je fais de mon mieux.

    Un pilote, le narrateur, a des problèmes de moteur et doit se poser dans le désert. Il est seul et n'a presque pas d'eau sur lui. Mais soudain, un petit homme apparaît et lui demande de lui dessiner un mouton. Le pilote ne comprend pas ce qui se passe en ce moment, mais il lui fait la faveur. 

    Pendant que le pilote travaille sur son avion pour réparer le moteur, le petit homme raconte son histoire et comment il est venu sur terre. Il est un petit prince et vit sur un astéroïde. Là, il a deux petits volcans et une rose qu'il aime beaucoup. Avant de venir sur Terre, il a visité d'autres astéroïdes. Et ces habitants étaient assez étranges à leur manière. Le petit prince ne voulait vraiment que se faire des amis, mais les visites lui apprennent seulement que les adultes sont assez bizarres. Quand il est venu sur Terre, la première chose qu'il a rencontrée a été un serpent. Depuis qu'il a débarqué dans le désert, il n'a vu aucun peuple au loin.

    Ce n'est que lorsqu'il rencontre un renard qu'il commence lentement à comprendre ce que signifie réellement le fait d'avoir des amis. Que sa rose sur son astéroïde est précieuse. Parce qu'il tient à elle. Le renard était aussi le plus sage et lui a appris que l'essentiel ne peut être vu avec les yeux. Il faut voir avec le cœur.

    Finalement, le pilote a pu réparer son avion et bientôt ils doivent lui dire au revoir. Parce que le prince veut aussi rentrer chez lui. Chez sa rose bien-aimée et aux couchers de soleil.

    L'auteur nous a expliqué la morale la plus importante, d'une manière enfantine, mais toujours avec la sagesse d'un adulte. Les images sont magnifiquement dessinées et l'histoire m'a captivé. Pour un "livre pour enfants", l'histoire est mûre et provoque la réflexion. Même si le livre est mince, j'ai apprécié chaque page et cela m'a fait sourire.

  15. Cover des Buches Fuchs 8 (ISBN: 9783630876207)
    George Saunders

    Fuchs 8

     (100)
    Aktuelle Rezension von: daisy_in_wonderland

    'Wenn ir wollt, das oire Geschichtn ein Heppi Ent haben, seit einfach mal ein bisschen netter.'

    Dieses wunderschöne und so wahre, an die Menschen gerichtete Zitat stammt aus den Buch 'Fuchs 8' von George Saunders, in dem wir in die (Gedanken)Welt des Fuches 8 schlüpfen, der uns Menschen seine Geschichte erzählt. Wie ihm dieser Spracherwerb gelungen ist? Das titelgebende Tier hat sich in den Büschen vor den Häusern versteckt und zugehört, wenn die Menschen ihren Kindern Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen haben. Irgendwann konnte der Fuchs dann „zimlich gut Mänschisch verstehen“, nur „buchstabiren“ kann er „nich perfekk“.

    Sein neues Können nutzt er nun, um uns Menschen seine Geschichte zu hinterlassen. Ein Brief, sozusagen.

    Die Menschen roden seinen Wald, weil sie Platz für ein Einkaufszentrum und einen Parkplatz brauchen. Zusammen mit seinem Freund, Fuchs 7, betritt Fuchs 8 die Menschenwelt, um Nahrung zu suchen - und bezahlt einen hohen Preis dafür.

    Indem uns sein Schreiben vorliegt, haben wir eine eindringliche Mahnung. Wir müssen die Umwelt schützen und dürfen das Fremde und Wilde nicht verdrängen. Und, wie das Zitat so schön ermahnt, sollten wir Menschen einfach mal ein bisschen netter sein. Wie weise dieser Fuchs doch ist. So viel weiser, als so viele Menschen auf dieser Welt.

    Es ist ein unfassbar bewegendes Werk der Literatur, das noch lange nachhallt. Dadurch, dass Fuchs 8 nach Gehör schreibt, lesen sich die 47 Seiten zum lesen (2 Seiten sind komplett illustriert, deswegen habe ich sie nicht dazu gezählt) nicht so schnell, wie man bei der Seitenanzahl denken mag, aber der Schreibstil sorgt dafür, dass die Worte sich umso mehr im Kopf und im Herzen festsetzen. Man ist Fuchs 8. Man fühlt Fuchs 8. Und nachdem man das Buch zu geklappt hat, möchte man umso mehr die Welt verändern. Nicht nur für die Menschheit, für seine Familie und Freunde, für seine eigenen Kinder und für sich selbst. Sondern auch für dieses wunderbare Tier, das so weise ist und viel mehr verdient hat als das, was wir mit der Welt machen.

    .

  16. Cover des Buches Die Karte der zerbrochenen Träume (ISBN: 9783453271517)
    Zeyn Joukhadar

    Die Karte der zerbrochenen Träume

     (36)
    Aktuelle Rezension von: Catastrophia

    Es gibt Bücher, die man sich schon allein wegen des Covers ins Regal stellen kann - dieses gehört definitiv dazu, denn in der Hardcoverversion sind die Mosaike etwas hervorgehoben und mit den Fingern fühlbar. Trotzdem lohnt sich das Buch aber auch wegen des Inhalts. 

    Zeyn Joukhadar beschreibt in diesem Buch die Geschichte des Mädchens Nour, die in den USA geboren ist und deren Mutter sie und ihre beiden Schwestern nach dem Tod des Vaters mit nach Syrien nimmt, um mehr über ihre Herkunft zu lernen, denn die syrische Familie emigierte vor Nours Geburt in die USA. Dadurch hat Nour eine Sonderrolle inne, denn im Gegensatz zum Rest ihrer Familie war sie noch nie in Syrien, spricht arabisch nur in Bruchstücken und begreift die USA noch sehr viel stärker als ihr einziges Zuhause. Deshalb werden im Roman immer wieder Gefühle des Fremdseins thematisiert. Dieses Fremdheitsgefühl wird jedoch noch stärker, als das Haus der Familie in Homs im beginnenden Bürgerkrieg zerstört wird und die Familie fliehen muss. Es ist egal, dass sie eigentlich aus den USA gekommen sind, die Grenzen sind dicht und auch sie müssen auf Fluchthelfer zurückgreifen und sind der Gefahr des Kriegs ausgesetzt. Auf der beschwerlichen FLucht erzählt Nour sich selbst und ihrer Familie die Geschichte von Rawiya, die im 12. Jahrhundert mit dem berühmten Geografen al-Idrisi durch die arabische Welt gezogen sein soll, um dessen Handwerk zu lernen. 


    Das Buch besteht aus zwei sich abwechselnden Handlungssträngen, der Situation von Nours Familie im Jahr 2011 und der teilweise auf historischen Tatsachen beruhenden, aber mit Fabel- und fiktionalen Elementen ausgeschmückten Erzählung über Rawiya und al-Idrisi. Eine enge Verbindung besteht nicht zuletzt, weil Nours Mutter selbst Kartografin ist. Neben einer reichen Geschichte islamischen Gelehrtentums erzählt der Roman eine Geschichte der Suche nach sich selbst, danach, was Heimat bedeuten kann, wie dramatische Erlebnisse besondere Bindungen zwischen Menschen entstehen lassen und welche Verzweiflung mit dem scheinbaren oder tatsächlichen Verlust der eigenen Identität einhergeht. Dabei liegt der Fokus vor allem auch darauf, wie man Karten lesen und verstehen kann und dass es bestimmte Dinge gibt, die auf Karten gar nicht verzeichnet sein können.

    Ich gebe "nur" vier Sterne und das aus mehreren Gründen: Ich kann mir vorstellen, dass es für Leser*innen ohne historische Vorkenntnisse über die Region manchmal schwierig ist, alles zu verstehen.  Außerdem, das ist aber mein persönlicher Geschmack, war mir an ein paar Stellen zu viel Zufall enthalten, wenn Menschen, die auf der Flucht auseinandergerissen wurden, plötzlich und zufällig im gleichen Dorf wieder aufeinandertrafen. Das ist aber wohl eher der märchenhaften Erzählweise zuzuschreiben und heißt trotzdem nicht, dass die Erzählung deshalb leicht oder gänzlich fantastisch ist. Außerdem hatte ich aber an manchen Stellen das gleiche Gefühl, das auch in einer anderen Rezension genannt wurde: irgendetwas "fehlt", auch wenn nicht genau greifbar ist, was. Das schmälert aber nicht den bleibenden Eindruck, den dieses tolle Buch auf mich hinterlassen hat.

  17. Cover des Buches Die Märchen von Beedle dem Barden (farbig illustrierte Schmuckausgabe) (ISBN: 9783551557100)
    Joanne K. Rowling

    Die Märchen von Beedle dem Barden (farbig illustrierte Schmuckausgabe)

     (1.946)
    Aktuelle Rezension von: SofiaCuorDiLeone

    Nachdem ich das Märchen von den drei Brüdern im Film gesehen habe (das wirklich fantastisch aufgearbeitet wurde!) war ich ganz gespannt auf die anderen Titel. Noch während der Lektüre kam aber die Resignation: die restlichen Märchen haben mir gar nicht zugesprochen, sie wirkten einfach nur wie Beiwerk, um ein komplettes Buch rechtfertigen zu können. Schaut euch also lieber die Verfilmung an und spart euch den Rest! 

  18. Cover des Buches Der Mann, der den Regen träumt (ISBN: 9783839001462)
    Ali Shaw

    Der Mann, der den Regen träumt

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Buecherratte_Svetlana
    Nach "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" war klar, dass ich Ali Shaw's neustes Buch "Der Mann, der den Regen träumt" lesen muss. Dieses Buch ist im wahrsten Sinne des Wortes einfach besonders. Der Schreibstil ist einfach poetisch. Er schafft es mit wenigen Worten eine unglaublich imponierende Welt zu erschaffen mit fantastischen Details. Seine Ideen sind so kreativ - oftmals schwelgte ich lange in Gedanken, weil ich so beeindruckt war von Ali Shaw's Wortgewalt. 

    Die Geschichte handelt von Elsa. Nach dem Tod ihres Vaters flüchtet sie ins verschlafene Örtchen names Thunderstown. Dort ticken die Uhren und vor allem die Menschen anders. In den Bergen trifft sie den Einsiedler Finn. Es kursieren scheinbar absurde Gerüchte über den jungen Mann. Doch trotz aller Gegebenheiten hält Elsa zu Finn und stellen sich den Bewohnern von Thunderstown. Aber Finn birgt ein riesigen unvorstellbares Geheimnis.

    Das Buch liest sich in einem Rutsch. Oftmals steht einem der Mund offen. Das erste für mich beeindruckende Element in der Geschichte sind die wilden Straßenhunde. Für die Bewohner des Ortes sind diese ein Unding und sogar dem Abschuss freigegeben. Doch immer wieder tauchen diese Wesen in der Nähe von Elsa auf. Bis einer dieser Hunde zum Ende des Buches hin in ihre Wohnung springt und nach den Geschenken ihrer Mutter schnappt. Da erwacht etwas in Elsa's Inneren und die Beziehung zwischen Mutter und Tochter rutscht wieder an den richtigen Platz. Denn vor Elsa's Flucht war die Bindung zwischen beiden sehr strapaziert. Diese Szene berührte mich sehr. Man spürte Elsa's Verzweiflung und die versteckten Gefühle. Das hat der Autor sehr gut herüber bringen können.
    Das zweite magische Element der Geschichte ist natürlich Finn. 

    **SPOILER ENTHALTEN**

    Finn's  Beschreibungen des Äußeren fand ich so imposant. Er - das menschlich gewordene Gewitter. Er - der das Wetter in sich trägt. Statt Blut, kommt Luft aus seinen Adern. Aus Verletzungen strömen Wolken und Nebel und wenn er glücklich ist, schimmert eine Aura um ihn. So gut konnte ich mir Passagen vorstellen und schaute oft in den Himmel draußen, der von schwarzen Wolken bedeckt war und dachte an die letzten Seiten des Buches, als Finn und Elsa attackiert werden und Finn mit Steinen beworfen wird und er sich in ein Gewitter auflöst. Ich habe so mitgelitten und die Bewohner mitgehasst und hoffte für Elsa auf ein Happy End, obwohl es nicht so aussah. 

    Ali Shaw hat einfach ein so unglaublich fantastisches Buch geschrieben, dass einfach jeder lesen kann. Es zeigt die Angst der Menschen vor dem Unbekannten. Das Unbekannte wird gleichgesetzt mit Gefahr und diese Angst ist gegenwärtiger denn je. Es zeigt Elsa's grenzenlosen Mut und Loyalität ihrem Finn gegenüber. Eine sehr starke Persönlichkeit.

    Empfehlenswert ist das Buch für meinen Geschmack ab 16 Jahre, denn es gibt bestimmte Szenen, die sehr blutig oder düster waren. Aber wer Lust hat auf eine ganz besondere neue Liebesgeschichte mit dem perfekten Hauch von Magie ist hier sehr gut bedient. Ali Shaw kann definitv schreiben! Daumen hoch und mehr als 5 verdiente Sterne!!!
  19. Cover des Buches Nur ein Tag (ISBN: 9783791527024)
    Martin Baltscheit

    Nur ein Tag

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Fernweh_nach_Zamonien

    Inhalt: 

    Fuchs und Wildschwein genießen das Leben und gerade beobachten sie, wie eine wunderschöne Fliege schlüpft.

    Das arme Ding ahnt jedoch nicht, dass es eine Eintagsfliege ist und die beiden Freunde bringen es nicht übers Herz, ihr die Wahrheit zu sagen. Um ihre traurigen Gesichter zu erklären, beschließen sie kurzerhand, dass der Fuchs derjenige ist, der bald sterben wird.

    Die kleine Fliege möchte den letzten Tag für den Fuchs so unvergesslich wie möglich gestalten. Doch wie packt man das Glück eines ganzen Lebens in nur 24 Stunden?


    Altersempfehlung:

    etwa ab 8 Jahre 

    (große Schrift, kurze Kapitel, hoher Bildanteil)


    Illustrationen:

    Der Bildanteil ist sehr hoch und es findet sich auf jeder Doppelseite mindestens eine kleine Zeichnung. Einige sind sogar ganzseitig.

    Die Illustrationen von Wiebke Rauers (dies ist ihr erstes Kinderbuch) sind farbenfroh und voller Liebe zum Detail.

    Ganz besonders in die kleine Eintagsfliege mit ihren großen, freundlichen Augen verliebt man sich sofort.

    Dass Wildschwein und Fuchs das Kennenlernen, in dem zugleich ein baldiger Abschied steckt, so traurig stimmt, wird ganz zauberhaft in den Zeichnungen wiedergegeben.

    Diese spiegeln die fröhliche und ausgelassene Stimmung ebenso wie die traurigen Momente.

    Am Ende verdrückt man selbst eine Träne beim Anblick der sterbenden Eintagsfliege.


    Mein Eindruck:

    Eine außergewöhnliche Erzählung, welche auch Erwachsene zum Nachdenken anregt.

    Mit Humor und kleinen Neckereien untereinander setzen sich die tierischen Charaktere mit dem sensiblen Thema Tod auseinander, welches oftmals noch ein Tabu ist.

    "Der Tod ist wie das Leben - unvermeidbar. Niemand weint über das Leben und deshalb sollte auch keiner über den Tod weinen." (Fuchs, vgl. S. 12)

    Die Eintagsfliege nimmt ihren Plan, dem Fuchs des glücklichsten Tag seines kurzen Lebens zu bereiten, sehr ernst. Ein sympathischer Charakter, der aufgrund seiner positiven Energie und mitreißenden Art sich sofort ins Herz schleicht. 

    Die Intention hinter der Geschichte, jeden einzelnen Tag zu genießen und das Leben so sinnvoll wie möglich zu nutzen, gefällt sehr. Einfühlsam und auf kindgerechte Art werden Freundschaft, Verlust und Lebensfreude thematisiert und dem Tod ein wenig der Schrecken genommen. 

    Lediglich die Kopfnüsse und der harsche Umgangston zwischen Fuchs und Wildschwein ist an einigen Stellen zu viel des Guten, da einige Kommentare über liebevoll gemeinte Neckereien hinausgehen und sie meines Erachtens für die Handlung nicht maßgeblich sind.

    Inwieweit die Lebensplanung der Eintagsfliege (Schule, Hochzeit, Kinder bekommen und großziehen, den Partner verlieren, selbst sterben) den eigenen Wertvorstellungen entspricht, muss am Ende jeder selbst beurteilen ;-)

    Die Überlegungen der Tiere, den Tag so unvergesslich wie möglich zu gestalten, und der spielerische Umgang ermöglichen auch Leser:innen einen anderen Blickwinkel. Was ist wirklich wichtig im Leben? Was bedeutet Glück?

    Beim Lesen fragt man sich immer wieder, ob man tatsächlich ein Kinderbuch in Händen hält, da die Erzählung so vielschichtig ist.

    Ein berührender und gleichzeitig unterhaltsamer Lesespaß zum Schmunzeln, Nachdenken und Philosophieren für Jung und Alt.


    Fazit:

    Ein ernstes und trauriges Thema verpackt in eine warmherzige und lehrreiche Erzählung, die aufzeigt, wie schön das Leben sein kann.

    Wunderschöne und farbenfrohe Illustrationen ergänzen die berührende Geschichte und hauchen den Charakteren Leben ein.


    ... 

    Rezensiertes Buch: "Nur ein Tag" aus dem Jahr 2016

  20. Cover des Buches Das letzte Einhorn und Zwei Herzen (ISBN: 9783608939200)
    Peter S. Beagle

    Das letzte Einhorn und Zwei Herzen

     (264)
    Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJane

    Lange schon wollte ich einmal das Buch lesen, auf dem der Film basiert, den ich seit Kindertagen gerne gucke. Die Geschichte selbst wird vielen bekannt sein, doch trotzdem erwähne ich sie hier noch einmal. Ein Einhorn erkennt, dass es das letzte Einhorn auf der Welt sein könnte und macht sich auf die Suche, nach anderen seiner Art. Auf seiner Reise lauern viele Gefahren, doch auch Freunde, wie der schlechte Zauberer Schmendrick und die grimmig wirkende Molly. Gemeinsam folgen sie der Spur des roten Stiers, der die Einhörner gejagt haben soll, in das Reich König Haggarts. Das Buch war einfach wundervoll. Es wird ausführlicher geschildert, was geschieht und viele Hintergründe eröffneten sich mir, die ich so nie erkannt habe. Dem Schreibstil haftete etwas märchenhaftes, leichtes und doch tiefsinniges an, was perfekt zur Handlung passte. Es war wirklich eine Freude diese Geschichte zu lesen. Und am Ende wartete sogar noch eine Überraschung auf mich. „Zwei Herzen“ ist eine bisher unveröffentlichte Kurzgeschichte, die nach den Ereignissen des Buches spielt. Kurz war ich verwirrt, weil sich Schreibstil und Perspektive doch drastisch von dem unterschieden, was ich vorher Gelsen hatte, doch ich verlor mich auch in dieser kurzen Erzählung. Ein paar nur allzu bekannte Personen durften wieder erscheinen und es war schön zu erfahren, was aus ihnen geworden ist, im Guten, wie im Schlechten.

  21. Cover des Buches Liebende (ISBN: 9783426292945)
    Jeong Ho-seung

    Liebende

     (78)
    Aktuelle Rezension von: leniks

    Das Buch ist mir aufgrund des wunderschönen Covers aufgefallen, es ist aber nur auf dem Schutzumschlag des kleinen Hardcover Buches. Das Buch wurde in Korea im Jahr 2008 veröffentlicht, erst in diesem Jahr (2019) in Deutschland im Verlag O. W. Barth.  In diesem Buch geht es um zwei Fische, zu Beginn sind sie Windspiel. Doch ein Fisch möchte fliegen und eines Tages bekommt er Flügel und verlässt seinen Standort. Als Fabel wird die Geschichte erzählt. Was dem Fisch passiert bzw. die Gedanken darin treffen sehr oft auch auf uns Menschen zu. Ich hatte mit dem Schreibstil Probleme, ich musste manches zwei oder dreimal lesen um den Text zu verstehen. Von mir bekommt das 128 Seiten umfassende Buch deshalb nur 3 Sterne. 

  22. Cover des Buches Blutadler (ISBN: 9783404157464)
    Craig Russell

    Blutadler

     (187)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Brutale Serienmorde lösen in Hamburg Entsetzen aus. Selbst für den ermittelnden Kommissar und seine Kollegen sind die Tatorte schockierend, denn die Brutalität der Morde ist kaum zu übertreffen. Alles sieht nach einem alten Wikingerritus aus, dem Blutadler. Die Ermittlungen werden zum Spiel gegen die Zeit, denn die Morde gehen weiter. Und auch die Verstrickung von Bundesnachrichtendienst und Mafia machen die Arbeit nicht einfacher.

    Der Schreibstil des Autors ist ausgesprochen lebendig und mitreißend, aber durch seine bildhafte Darstellungsweise auch für den Leser nicht ganz Ohne. Die Handlung und die Figuren sind gut ausgearbeitet und nachvollziehbar, auch wenn die politischen Verstrickungen immer größere Ausmaße annahmen. 

    Mein Fazit: Für meinen Geschmack driftet ein sonst spannender Thriller zu sehr in die politischen Wirren ab und nicht alles bleibt glaubhaft, obwohl die reine Polizeiarbeit recht gut recherchiert wird. Schade um einen sonst guten Thriller der gute Spannung hält. Wer sich daran nicht stört, dürfte hier seine Freude haben.

  23. Cover des Buches Die Verwandlung (ISBN: 9783899196412)
    Franz Kafka

    Die Verwandlung

     (1.729)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Da ist Gregor Samsa, jung und pflicht- und arbeitsbewusst. Er ist Handlungsreisender und lebt noch daheim im elterlichen Schoß und trägt brav seine Pflichten. Doch eines morgens ist alles anders. Er erwacht und ist kein Mensch mehr. Ergo kann er auch nicht zu Arbeit- WAS für ein Unding in seiner festumgrenzten und kleinbürgerlich strukturierten Welt!
    Doch was er genau ist, wie es dazu kam, all das bleibt im Dunkel ... Statt dessen erlebt man die Trotstlosigkeit von Gregors Alltag mit und seine zunehmende Vereinsamung, denn er ist für alle Familiennmitglieder nur noch eine ugeliebte und gar ekelhafte Last. 

    Nachdenklich machende, faszinierende kleine Geschichte.

  24. Cover des Buches Unten am Fluss - 'Watership Down' (ISBN: 9783548290157)
    Richard Adams

    Unten am Fluss - 'Watership Down'

     (263)
    Aktuelle Rezension von: A_Kaiden

    Inhalt: Dunkle Visionen suchen den seherisch begabten Hasen Fiver heim - die große Kaninchenkolonie wird zerstört werden. Hazel, sein Bruder und bester Freund, rät zur Flucht. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem Ort, an dem sie ungestört leben können. Die Reise ist gefährlich und voller Hindernisse: Raubvögel und wilde Hunde, reißende Flüsse, ein despotischer Kaninchengeneral, Intrigen und Treuebruch - Die berühmte Sage vom langen Weg in die Freiheit.

    Ich kannte die Geschichte bereits aus Kindheitstagen - damals konnte ich mich an dem Film nicht sattsehen. Nun habe ich tatsächlich das Buch in einem Bücherschrank gefunden und musste es unbedingt mitnehmen. Das Buch begeistert mich noch mehr als der Film. Es wird mehr auf die Charaktere der Hasen eingegangen, man versteht das Handeln und Denken besser, und es wird viel auf das Naturell der Hasen eingegangen. Ganz große Klasse finde ich auch das Glossar am Ende der Kaninchensprache.

    Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut verständlich. Man sieht die Bilder und Abenteuer der Kaninchen direkt vor sich. Das Buch unterscheidet sich nur minimal, aber in schönen Details vom Film, was es umso besser macht. Wer den Film mag wird das Buch lieben. 



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