Bücher mit dem Tag "fälscher"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fälscher" gekennzeichnet haben.

42 Bücher

  1. Cover des Buches Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel (ISBN: 9783442379507)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel

     (405)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Sätze wie »Die in ein unheimliches gelbes Licht getauchte Landschaft sah wie das Gemälde eines Geisteskranken aus.« machen diese Buchreihe aus. Es gibt einfach kein besseres Wort als skurril. Und sympathisch und clever und auch noch stilistisch geschmeidig geschrieben.

    Dieser Kriminalfall ist etwas rauer und hat mehr Wendungen. Die inneren Monologe wie immer ein Genuß. Schwarzer Humor at it's best.

  2. Cover des Buches Das gefälschte Siegel (ISBN: 9783608960303)
    Maja Ilisch

    Das gefälschte Siegel

     (120)
    Aktuelle Rezension von: NathS

    Als Prinz Tymur den abgehalfterten Fälscher Kevron mit einem besonderen Anliegen aufsucht, ist dieser zunächst nicht begeistert – zu tief versunken ist er in Alkohol und Selbstmitleid. Doch ihm bleibt keine Wahl und schon bald befindet sich Kevron zusammen mit dem Prinzen, der Magierin Enidin und dem Steinernen Wächter Lorcan auf dem Weg ins Reich der Alfeyn, um sicherzustellen, dass der Dämon, der einst das Reich der Menschen bedrohte, keine Gefahr mehr darstellt.


    Zuerst glaubt man zu wissen, wie sich die Geschichte entwickeln wird – doch je näher unsere vier Gefährten ihrem Ziel kommen, umso weniger sicher ist man als Leser, wer hier eigentlich der Feind ist, wem man vertrauen kann und welche Motive jeder einzelne verfolgt.


    Am Anfang tat ich mich noch manchmal schwer mit dieser alles andere als gewöhnlichen Truppe. Die vier stehen sich nämlich anfänglich gern selbst im Weg und ich hätte besonders Enidin das ein oder andere Mal gern schütteln mögen, wenn sie in ihren selbst auferlegten Konventionen gefangen ist. Doch spätestens ab der Mitte des ersten Teils ändert sich das, unsere „Helden“ reagieren nicht mehr nur auf das, was alles andere als geplant verläuft (und das ist so einiges), sondern versuchen, nicht nur das Reich der Menschen, sondern auch die eigene Haut zu retten. Doch können sie einander wirklich vertrauen oder ist am Ende doch alles anders, als es zu Anfang erscheinen mochte?


    Nach dem Ende des ersten Bandes möchte man sofort zur Fortsetzung greifen – zum Glück kann man das sogar, denn „Das gefälschte Herz“ ist bereits erschienen. Der zweite Teil hat mir sogar noch besser gefallen, als der erste. Hier habe ich noch mehr mit den Charakteren mitgefiebert, da sie mir mittlerweile doch sehr ans Herz gewachsen sind – zumindest die meisten von ihnen …


    Maja Ilisch hat einen mehr als interessanten Antagonisten geschaffen, bei dem man zwischen Sympathie und Abscheu hin und her gerissen ist. Charmant, skrupellos, gewissenlos – erst nach und nach merkt man, dass nicht nur unsere Gefährten, sondern auch man selbst als Leser sich hat täuschen lassen.


    Was diese Reihe ganz besonders macht, ist in meinen Augen – neben den wunderbar außergewöhnlichen Charakteren - der Schreibstil von Maja Ilisch. Die Sprache ist komplex, manchmal sperrig, teilweise skurril – doch nie langweilig. Ich muss gestehen, dass ich kein Freund von zu einfacher Sprache bin, bei der die gewagteste Satzkonstruktion aus einem Haupt- und einem Nebensatz besteht. Ja, man soll es nicht unnötig kompliziert machen und ja, viele mögen keine anspruchsvollen Satzbauten. Wer aber wie ich durchaus auch mal längere Sätze mag und es liebt, wenn mit Sprache gespielt wird, der kommt hier voll auf seine Kosten.


    Fazit: Die Neraval-Sage ist nichts für Fantasy-Liebhaber, die ein Epos mit großen Schlachten, Drachen oder einer erfüllenden Liebesgeschichte lesen möchten – all das sucht man hier nämlich vergeblich. Wer sich jedoch an wunderbar klischeefreien Charakteren erfreuen kann und an einer Geschichte, bei der Schein und Realität, Freund und Feind nicht immer klar unterscheidbar sind, der wird begeistert sein.

  3. Cover des Buches Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild (ISBN: 9783426520321)
    Pierre Martin

    Madame le Commissaire und das geheimnisvolle Bild

     (76)
    Aktuelle Rezension von: JochenBender

    Die besten Geschichten schreibt das Leben. Der Autor ließ sich von Tom Keating inspirieren und mich amüsierte die Geschichte des Mannes. Der Plot war orginell, die Charaktere stimmig und die Geschichte gut erzählt. Dass Madame le Commissaire noch immer zwei Fälle gleichzeitig bearbeiten muss, um den Krimi mit genügend Spannung zu versorgen finde ich leicht bedauerlich.

  4. Cover des Buches Die Gesichter (ISBN: 9783423289696)
    Tom Rachman

    Die Gesichter

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Gwhynwhyfar
    Der erste Satz: »Bear Bavinsky tunkt seinen Kopf ins dampfende Wasser der kupfernen Badewanne und schüttelt den Bart aus, dass die Tropfen durchs Atelier fliegen.«

    Charles, genannt Pinch, wohnt mir seiner kanadischen Mutter Natalie in einem Atelier in Rom, sie arbeitet als Keramik-Künstlerin. Bear, der Vater von Pinch, ein Amerikaner, der die Mutter auch bereits geheiratet hat, zieht ein, als Pinch noch klein ist. Bear ist ein weltweit gefragter Künstler und sein Ego ist genauso berühmt wie seine Bilder. Natalie ist die x-te Muse, x-te Ehefrau und Pinch das x-te Kind. Insgesamt wird Bear bei seinem Tod 17 Kinder hinterlassen (anerkannte Kinder). Der Vater zieht in Rom mit all seiner Präsenz ein, was dazu führt, dass die Mutter aufhört zu töpfern, denn das Quietschen der Töpferscheibe geht Bear auf die Nerven. Arbeitet er nicht, hat sie für ihn da zu sein. Nun wird der Familie von Galeristen eine pompöse Wohnung zur Verfügung gestellt, aus der Natalie und Sohn beim Abgang von Bear natürlich ausziehen müssen. Pinch ist am Malen interessiert, aber erhält eher Versprechungen, als Malstunden vom Vater. Als Schwester Birdie aus Amerika zu Besuch kommt, der Vater will mit der Tochter die Ferien verbringen, hat er nie Zeit für sie. So ergeht es auch Pinch als er später den Vater in den USA besucht.

    »Birdie schlendert zur Leinwand, an der die beiden stehen, sieht einen Moment lang zu und stürzt dann nach vorn, lässt sich gegen das Bild fallen und verschmiert überall Farbe. ›Hoppala‹, sagt sie.«

    Rachman zieht den Leser am Anfang der Geschichte in die Bohème der 1950er-Jahre von Rom hinein, ein schön gezeichnetes Ambiente. Natalie ist niemand, auch wenn Bear sie für begabt hält, eine Ausstellung in einer Galerie für sie organisiert, ein Desaster. Natalie, ohnehin nicht mit Selbstvertrauen gesegnet, will niemand interviewen, niemand stößt mit ihr an und niemand interessiert sich für ihre Keramik. Alle fragen nach Bear, sie sind seinetwegen gekommen, wollen seine Hand schütteln, mit ihm reden. Der Über-Bear – der Mann, den alle lieben, der Geniale, der Partylöwe, dem sich die Frauen zu Füßen werfen – jeden Menschen an seiner Seite, drängt er in seinen Schatten. Picasso bezeichnet er als Dreckskerl, Renoir habe nicht mal Talent zum Maler.

    »Ich halte große Stücke auf dich, mein Sohn, das weißt du‹, mit einem Kopfnicken deutet er auf das Bild, ›aber ich muss dir sagen, Kiddo, ein Maler bist du nicht, und du wirst auch nie einer werden.«

    Bear, zurück in Amerika verheiratet mit einer neuen Ehefrau, beglückt mit neuen Kindern, wird eines Tages von Pinch besucht.. Der ist verwundert, wie alt seine Geschwister bereits sind, rechnet – die müssen schon während der Zeit geboren sein, als der Vater noch in Rom lebte, hin und wieder zu Ausstellungen hinüberfuhr. Und Pinch erlebt das, was er aus Rom kennt: Bear zerstört seine Gemälde, sobald er sie gemalt hat – nicht gut genug. Sein Ruhm basiert auf alte Zeiten. Bear ist auch nicht mehr gefragt, die jungen Maler ziehen an ihm vorbei. Das Ganze dargestellt in einer wundervollen Szene bei einer Ausstellung in New York, die Pinch mit seinem Sohn besucht. Gierige Ehefrauen möchten ausgezahlt werden und darum versteckt Bear 24 seiner alten Werke, die er nicht verkaufen will, in einem Chalet in Frankreich. Pinch ist sein Lieblingssohn und seine Mutter meint, er sei talentiert. Stolz zeigt er dem Vater eine Zeichnung. Doch die Antwort haut Pinch um: Völlig untalentiert! Der Traum geplatzt, er wird nie wieder einen Pinsel in die Hand nehmen – vorerst …

    »Nicht jeder kann ein Künstler sein. Aber für jene von uns, die Künstler sind, ist es ein Krieg. Ein totaler Krieg.«

    Bear ist ein Narzisst, wie man ihn nicht besser beschreiben kann. Alles dreht sich um ihn selbst in seinem Leben: 1. Bear Bavinsky ist der Wichtigste, 2. Bear Bavinsky ist der größte Maler, 3. Der einzige Mensch, der in seinem Leben zählt, ist Bear Bavinsky. Wer lediglich mit sich selbst eine Beziehung pflegt, ist unfähig, andere zu lieben, andere neben sich stehen zu lassen. Und darum hält Bear alle Menschen um sich herum klein, liebt es, genau das zu definieren, damit sie sich ihrer Bedeutungslosigkeit bewusst sind. Wenn er sich umdreht, hat er sie vergessen. Er hält kaum zu einem seiner Kinder den Kontakt aufrecht – nur zu Charles, den der Vater schon mit diesem Spitznamen kleinhält. Seelische Gräber, die Bear bei Frauen und Kindern hinterlässt, interessieren ihn nicht. Pinch liebt seinen Vater trotz alledem, hält ihn für einen ganz Großen. Er ist Papas Liebling und er allein kennt das alte Bauernhaus in Frankreich. Doch je älter er wird, um so schärfer wird sein Blick. Liebe und Bewunderung schrumpfen, Verachtung und Rachegelüste steigen auf. Und als seine Schwester Birdie, die ständig von ihrem Mann verprügelt wird, von Bear im Stich gelassen wird, kann Pinch nicht untätig zusehen und rutscht in etwas hinein … Kunstfälschung …

    Tom Rachman entwirft wundervolle Stimmungen in diesem Buch, Ölfarbe und Terpentin duftet zwischen den Buchstaben beim Lesen heraus, Orte erschließen sich dem Leser. Die Dialoge sitzen, sind eindringlich und ab der Mitte wird das Buch wirklich spannend und kriminell. Fast alle berühmten Maler waren unersättliche Egoisten, wie ihre Biografien zeigen. Und die Frage, die Rachman mit diesem Roman stellt, lautet: Trägt man das Potenzial des Narzissten in sich, wird dadurch ein genialer Künstler, oder wird eine künstlerische Entdeckung durch sein Publikum zum Narzisten gemacht? Bear arbeitet wie ein Besessener, Tag und Nacht, geht bis an körperliche Grenzen, ist gnadenlos mit sich selbst in der Kritik. Der Glaube an sich selbst und die Besessenheit, seine unverfrorene Selbstdarstellung steckt in jedem Narzissten, und seinen wir froh, wenn er sich im Kreativen auslässt. Für diesen Roman soll der 1956 verstorbene amerikanische Action-Painter Jackson Pollock als Vorbild gedient haben. Er erkannte 17 Kinder an und war berüchtigt dafür, Bilder, die seinen Ansprüchen nicht genügten, sofort zu zerstören. Im Umgang mit Menschen war er als aufbrausend und skrupellos bekannt. Aber dieser Roman ist gleichzeitig eine Satire auf Galeristen, den Kunstmarkt und Kulturpublizisten, auf sogenannte Fachleute. Ein lesenswerter Roman, spannend und humorvoll.

    Tom Rachman, geboren 1974 in London, wuchs in Vancouver auf. Er war Auslandskorrespondent der Associated Press in Rom, die ihn u. a. nach Japan, Südkorea, Ägypten und in die Türkei entsandte. Später arbeitete er als Redakteur des International Herald Tribune in Paris. Rachmans erster Roman »Die Unperfekten« wurde gleich nach Erscheinen zu einem internationalen Bestseller. Er lebt mit seiner Familie in London.

  5. Cover des Buches Das Bild der Erinnerung (ISBN: 9783442478859)
    Micaela Jary

    Das Bild der Erinnerung

     (86)
    Aktuelle Rezension von: n_reads

    Dieser Spruch wird in diesem Roman wahr. Ein Bild so klar und intensiv gemalt, dass es die kühnste Gedanken hervorbringt. Gemalt zu einer Zeit, wo dies absolut als Skandalös galt. Es ist jedoch eine so beeindruckende Szene und macht es wertvoll. So bedeutend, dass alles versucht wird, dass dieses Bild im 2. Weltkrieg kein Schaden nimmt. Aber warum? Und wir das in der prekären Zeit möglich? Diesen und weiteren Fragen geht Anna Falkberg auf die Spur und ahnt nicht, was sie damit alles auslöst.

    Der Roman fesselt einen mit der Spannung um dieses Bild. Es wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart fließend gewechselt, sodass der Faden nicht verloren geht auch dank des tollen Schreibstils. Romantisch würde ich das Buch nicht unbedingt beschreiben, denn hinter der intensiven Liebe, die in der Kriegszeit erwähnt wird, verbirgt sich leider einige Schattenseiten. 


  6. Cover des Buches Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (ISBN: 9783423143745)
    Alex Capus

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Es begann langweilig, doch dann interessierte mich die Durchführung einer originellen Idee: Drei Personen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, hätten sich begegnen können oder sind sich ganz flüchtig begegnet.

    Da ist das Zeichentalent Emile Gilliéron, der lange Jahre ein enger Mitarbeiter Heinrich Schliemanns war und es mit der wissenschaftlichen Dokumentation archäologischer Funde nicht so genau nahm, Felix Bloch, Physiker, der in der atomaren Forschung jener Zeit (Einstein, Oppenheimer, Schrödinger) eine Rolle spielte und Laura d'Oriano, von deren Spionagetätigkeit ich nur im Klappentext las, denn in der Mitte des Buches waren wir immer noch nicht so weit.

    Und da habe ich abgebrochen, weil mich das Buch nicht auf Dauer fesseln konnte. Sicher, es ist intelligent geschrieben, man erfährt einiges über Atomphysik, über die Ausgrabungen in Griechenland und auch die Sprünge hin und her zwischen den Personen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, haben mich nicht gestört.

    Aber es fehlte der Funke, der bei mir ein nachhaltiges Interesse hätte entzünden können. Manche Passagen werden im Zeitraffer erzählt, darunter einiges, wo ich gerne mehr erfahren hätte. Und anderes zu detailliert Geschilderte hat mich gähnen lassen und letztlich zum Abbruch dieses Romans mit biografischen Elementen geführt.
  7. Cover des Buches Die tödlichen Talente des Mr. Diehl (ISBN: 9783458361336)
    Bradford Morrow

    Die tödlichen Talente des Mr. Diehl

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Eines Tages wird der Bruder von Meghan tot in seinem Haus in Montauk gefunden. Er wurde erschlagen und seine Hände abgetrennt. Adam Diehl war Sammler seltener Bücher und Schriften. 

     

    Auch Will, der Freund von Meghan ist Sammler seltener Bücher. Allerdings auch ein gewiefter Fälscher von Texten und Signaturen. Dadurch hat er einiges an Geld gemacht, wurde jedoch erwischt und hat seine Strafe abgesessen. 

     

    Keiner weiß, wer der Mörder von Diehl ist. Als Will dann Drohbriefe in der Handschrift längst verstorbener Autoren bekommt, bekommt er es mit der Angst zu tun. 

     

    Der Schreiber weiß viel über den Mord an Diehl. Doch wer ist der heimliche Briefeschreiber?

     

    „Die tödlichen Talente des Mr. Diehl“ ist ein Roman aus der Feder des Autors Bradford Morrow.

     

    Auf dem Cover vorne wird das Buch als Roman beschrieben, auf der Rückseite als atemberaubender literarischer Thriller. Das Cover macht auch richtig was daher. Hinten und vorne blutig, diese alten braunen Farben für die alten Schriften, einfach toll. 

     

    Leider ist der Inhalt von einem atemberaubenden Thriller weit entfernt. Am Anfang ist da der tote Mr. Diehl. Ermordet, ohne Hände, spannend, mysteriös. Lasse man dies einmal auf fünf Seiten abgehandelt sein. Und das war es dann auch bis auf Seite 150 von 283. 

     

    Die meiste Zeit geht es um verstorbene Autoren, alte Bücher und gefälschte Manuskripte von Will. Irgendwann taucht dann der erste Brief mit einer Drohung auf. Dann geht es wieder um Meghan, alte Bücher, Antiquariate, alte Manuskripte und Fälschungen. 

     

    Keine Ermittlungen, keine große Trauer, nichts. Nur immer die gleiche Leier. Alte Bücher und Autoren, Fälschungen und Gelaber. Zwischendurch noch ein Urlaub und ein bisschen Zuneigung zu Meghan. Ach und nicht zu vergessen die Droh-Briefe in alten Handschriften. 

     

    Ich habe das Buch dann bei Seite 150 abgebrochen. Auch als ich am Ende ein paar Seiten gesichtet habe, um den Mörder zu finden, habe ich eben nichts gefunden, als das übliche Gelaber. Also weiß ich bis jetzt nicht, wer der Mörder ist und es ist mir auch egal. Mal abgesehen davon, zieht sich die Story auch über mehrere Jahre. Also frage ich mich eh, was diese Droh-Briefe sollten, wenn der Täter über Jahre nur droht und nichts passiert. 

     

  8. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Von Garibaldis Zug der Tausend über die Pariser Kommune, bis hin zur Dreyfus-Verschwörung lässt Umberto Eco seinen Protagonisten Simonini an einigen der aufregendsten historischen Begebenheiten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts teilhaben - und auch an jedem negativen Vorurteil, das damals wie heute über Juden, Freimaurer, Ausländer und Frauen existiert hat.

    Ecos Roman ist eine Enzyklopädie der Macht des Vorurteils und Simonini ist über die ganzen 68 Jahre seines lügnerischen Lebens hinweg dessen Nutznießer: ohne die geringsten Gewissensbisse mordet, verleumdet und betrügt er mal für diesen und jenen Geheimdienst, aber meistens für seinen eigenen, finanziellen Vorteil. Das Leben dieses homo horribilis wird von Eco derart augenzwinkernd und intelligent ausgebreitet, dass man trotz des zutiefst unsympathischen Hauptcharakters Seite um Seite dieses Romans gierig verschlingt.

    Einen Stern Abzug gibt es von mir für das letzte Drittel des Buchs, bei dem ich teilweise einige Seiten nur noch überflogen habe - man kann meiner Meinung nach nur eine begrenzte Anzahl antisemitischer Kommentare französischer Belle Époque-Fuguren am Stück ertragen. Auch die schwarze Messe war etwas too much für mich.

    Unter dem Strich dennoch ein hervorragender Roman mit geschliffenen Dialogen und feiner Charakterzeichnung, der einmal mehr unter Beweis stellt, welch großer Erzähler Umberto Eco war.

  9. Cover des Buches Der letzte Weynfeldt (ISBN: 9783257239331)
    Martin Suter

    Der letzte Weynfeldt

     (335)
    Aktuelle Rezension von: YaseminNoel
    Martin Suter besitzt eine unglaubliche Gabe langweilige Charaktere und Geschehnisse zu beschreiben. Seine bildliche Sprache ist beneidenswert schön. Daher auch die vier Sterne.
    Ich habe sowohl das Buch "Der Koch", als auch "Der letzte Weynfeldt" zuende gelesen, weil einfach die Sprache Spaß macht. Daher auch meine vier Sterne.
    Allerdings sind beide Bücher vollkommen ohne Spannungsbogen. Immer wenn ich glaubte: jetzt passiert etwas, schafft es Suter umgehend das Tempo wieder aus dem Text zunehmen. Auch das Ende ist jeweils vorhersehbar und bleibt in beiden Romanen völlig frei von Überraschungen. Schade eigentlich...

  10. Cover des Buches Der Turm der toten Seelen (ISBN: 9783570102329)
    Christoffer Carlsson

    Der Turm der toten Seelen

     (40)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater
    Nach der Lektüre des ersten Romans der Leo-Junker-Reihe kann ich verstehen, dass der junge Autor in Schweden als neuer Henning Mankell gefeiert wird. Carlsson konstruiert hier einen Fall, der auf raffinierte Weise mit der Biografie von Leo Junker verknüpft ist. So zeichnet  Carlsson nicht nur ein Verbrechen nach, sondern auch das Psychogramm einer Jugend am Rande des Asozialen in einer Stockholmer Vorstadt. Ein sehr gelungenes Debüt.
  11. Cover des Buches Ab die Post (ISBN: 9783442464227)
    Terry Pratchett

    Ab die Post

     (285)
    Aktuelle Rezension von: saphira13

    "Ab die Post" ist der 33 Scheibenweltroman. Schau- bzw. Showort ist Ankh-Morpork. Es tauchen für den fleißigen Scheibenweltleser durchaus bekannte Personen auf, die man auch aus anderen Büchern kennt. Von TOD abgesehen, der eigentlich sowieso immer eine Rolle Spielt, ist Lord Ventinari sowie Mustrum Ridcully vertreten.

    Die Storry

    Feucht von Lipwig, Profi- Dieb, - Betrüger, - Ganove usw. wurde gefangen genommen. Und er wurde gehenkt. Geschichte vorbei? Nö! Trotzt seines Todes sitzt er ein paar Stunden später in Lord Ventinaris Büro. Er bekommt einen neuen Job. Statt seinen dunklen Geschäften nach zu gehen, soll er das Postamt von Ankh-Morpork wieder auf Vordermann bringen. Es ist schon lange nicht mehr benutzt worden. Und die einzigen Angestellten sind der junge Stanley, und der alte "Junior Postbote" Grütze, die zwischen tausenden von Briefen leben. Das alte Postamt ist nähmlich voll davon. Unsagbar viele Briefe die vor Jahren geschrieben wurden und noch nicht zugestellt worden sind. 

    Keiner hät's für möglich gehalten, am wenigsten er selber, aber Feucht schafft es das Postamt wieder zu beleben, mit der Erfindung von kleinen Bildchen die man an die Briefe kleben muss...

    Damit kommt er der Gesellschaft des großen Strangs in die Quere, die davor immer Nachrichten verschickt haben. Ihr Vorsitzender Reacher Gilt hat bei nichts und niemand Hemmungen, den Erfolg zurückzuholen…

    Meine Meinung

    Ich muss sagen das ich die ersten 50 Seiten Schwierigkeiten hatte, in das Buch einzusteigen. Sie sind zwar unterhaltend und witzig, aber es passiert einfach nichts spannendes! Da muss man sich ein bisschen durchbeißen!

    Aber es lohnt sich auf jeden Fall! 

    Bald danach kommt das Buch so richtig in Schwung und man hat es auch bald fertig. Feucht von Lipwig ist eine sehr Charmante Persönlichkeit, die man gerne hat.

    Wenn fünf Punkte die höchst Zahl ist, dann würde ich bei Witzigkeit: 4,5 Punkte geben. Bei Spannung: 3 Punkte. (Wird später erst spannend, am Anfang ist es vielleicht noch 2 Punkte in Sachen Spannung.) Der Schreibstiel ist 5 Punkte. Insgesamt vergebe ich 4 Sterne. Sehr gutes Buch, aber wegen dem ersten Teil des Buches gibt es keine Fünf Sterne. 

    Ein witziges Buch der Scheibenwelt, jedem Fan wird's wahrscheinlich Gefallen. 

    Ich habe schon Lust bekommen die beiden weiteren Bücher mit Feucht von Lipwig in der Hauptrolle zu lesen: Schöne Scheine sowie Toller Dampf voraus

    PS: Ach... ja! Man könnte jetzt natürlich noch von Engeln erzählen. Oder von Golems die glauben das Universum sei ein Reifen.

    Oder von einer Tür durch die man gehen kann, wenn man von Lord Ventinari (der selbst von sich behauptet ein Tyrann zu sein) all für allemal genug hat.

     

     


  12. Cover des Buches Das Glück an Regentagen (ISBN: 9783958620445)
    Marissa Stapley

    Das Glück an Regentagen

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1

    Zum Inhalt:
    Seit Generationen lebt die Familie Summers am Ufer des gewaltigen St. Lorenz-Stroms. Sie angeln, fahren hinaus zu den Inseln, trotzen dem Regen und den Gezeiten und betreiben ein charmantes Inn mit blauen Fensterläden direkt am Wasser. Mae Summers und Gabriel Broadbent sind zusammen im Summers’ Inn aufwachsen, nachdem ein schwerer Schicksalsschlag die beiden für immer miteinander verbunden hat. Hier am Fluss haben sie gemeinsam ihre erste Liebe erlebt. Beieinander finden sie Halt, bis Gabriel eines Tages verschwindet. Mae ist am Boden zerstört und beginnt schließlich ein neues Leben in New York. Zehn Jahre später: Mae kehrt zurück nach Alexandria Bay, in das Inn ihrer Großeltern, um sich von einer schlimmen Trennung zu erholen. Aber ihre Großeltern haben sich verändert. Geheimnisse werden gelüftet, die ein neues Licht auf Gabriels Verschwinden werfen. Lässt sich die Vergangenheit zurückerobern, und damit die Chance auf das Glück?

    Das Cover hat mich direkt angesprochen und ich hatte mir eine schöne Liebesgeschichte erwartet.

    Leider war dieser Roman nicht wirklich mein Fall. Ich konnte ihn bis zum Schluss nicht wirklich greifen. Viel zu viel Dramatik und viel zu viele Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu vieler Menschen.

    Sicherlich konnte man es nicht anders erzählen, ohne die Zusammenhänge richtig rüber zu bringen, aber mich hat es einfach zu sehr verwirrt.
    Die Geschichte von Mae und Gabriel, die Geschichte ihrer Mutter und ihres Vaters, dann die Geschichte von Gabe als Kind mit seinem alkoholkranken Vater Jonah und die Geschichte ihrer Großeltern George und Lilly, sowie deren Jugendgeschichte und der Liebe Lillys zu Georges bestem Freund, der leider im Krieg starb.
    So viele Dramen in den einzelnen Generationen und immer wieder Erklärungen warum die Geschichte so kam wie sie gekommen ist.
    Eine berührende Geschichte die mir aber eindeutig zu dramatisch und zu wenig fröhlich war.

  13. Cover des Buches Das letzte Bild der Sara de Vos (ISBN: 9783548290515)
    Dominic Smith

    Das letzte Bild der Sara de Vos

     (70)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Kunst und Liebe, Fälschungen und Authentizität - emotional und fein geschrieben hat mich dieses Buch mitgenommen in seine Handlung und emotional und inhaltlich angesprochen.

    Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen ausgestattet. Es erzählt von Sara de Vos, der ersten Malerin die 1631 in die Malergilde aufgenommen wurde. Im New York des Jahres 1957 ist es Marty de Groot - Anwalg und Gentleman, bei dem im Schlafzimmer ein Gemälde der Malerin hängt. Seit Jahrunderten ist es im Besitz seiner Familie. Man stielt es ihm, er bemerkt es aber noch sofort, da die Diebe ihm eine Fälschung statt des echten aufhängen. Diese ist geradezu exzellent. Ellie Shipley (Kunststudentin) hat das Original kopiert. Die beiden verlieben sich .... wobei es eigentlich so ist, dass sie sich in ihn verliebt, er aber "nur" die Fälschung im Hinterkopf hat. Lange nach dieser Episode treffen Gemälde und Charaktere noch einmal aufeinander ...

    Leseprobe:
    =========

    "Ich hätte gern Eleanor Shipley gesprochen."
    "Ja, hier ist Ellie."
    !Äh, entschuldigen Sie, dass ich so spät noch anrufe, ich habe Ihren Namen ..." Er stockt, setzt neu an: "Ich heiße Jake Alpert, und ich bin auf der Suche ...

    Rundherum gelungen - Empfehlung !!! 

  14. Cover des Buches Falsche Bilder - Echtes Geld (ISBN: 9783462045093)
    Stefan Koldehoff

    Falsche Bilder - Echtes Geld

     (2)
    Aktuelle Rezension von: SitataTirulala
    Es scheint wie bei Derivaten nur noch darum zu gehen, diese Dinge wie heiße Kartoffeln weiterzureichen. Aber niemand schnürt das Paket mal auf und schaut nach, was drin ist. Es gilt nicht mehr: Was wertvoll ist, wird handelbar, sondern: Was handelbar ist, wird wertvoll.

    Ein Mann malt Bilder, gibt sie seiner Frau, seiner Schwägerin oder einem Freund, und lässt sie zu Experten bringen. Nicht, um ihren Wert zu schätzen. Sondern um ihre Echtheit zu bestätigen.
    Wolfgang Beltracchi hat im Gegensatz zu vielen anderen Kunstfälschern der Geschichte nicht nur einen großen Künstler kopiert, sondern gleich mehrere. Die Masche? Er hat sich Maler aus der zweiten oder dritten Reihe gesucht, deren Werke zumindest teilweise durch die Zeit des Nationalsozialismus verschwunden sind, ihre damals amtlichen Werkverzeichnisse studiert, die aus Kostengründen nicht immer vollständig bebildert waren, und dort gezielt nach Werken gesucht, die zwar namentlich bekannt, also existent und dem Künstler zugeschrieben waren, aber seit dem Krieg als verschollen galten. Die Kunstwelt wusste also, dass es ein Bild mit diesem Titel von besagtem Künstler gibt, aber niemand konnte mehr sagen wie es genau aussah. Und hier ließ Beltracchi seiner Fantasie freien Lauf. Doch damit nicht genug. Beltracchi, seine Frau, seine Schwägerin und ein weiterer Freund der Familie brachten die Fälschungen zu den zuständigen Experten, die das oftmals alleinige Recht besaßen, neu auftauchende Werke dem Gesamtwerk ihres Künstlers zuzuordnen oder abzulehnen und somit ihre Echtheit zu bestätigen. Und das taten sie, reihenweise. Wolfgang Beltracchi hat über Jahre, ja, sogar jahrzehntelang den Kunstmarkt mit Fälschungen geflutet - bis man ihm schließlich doch auf die Schliche gekommen ist. Reichlich spät.

    Stefan Koldehoff und Tobias Timm beleuchten in ihrem Buch nicht nur den Fall Beltracchi, sondern versuchen auch zu beantworten, was jeder mit gesundem Menschenverstand sich angesichts dieses Sachverhalts fragen muss: Wie konnte ein Mann wie Wolfgang Beltracchi reihenweise Kunstfälscher täuschen und mit seinen vermeintlichen Originalen Millionen verdienen? In Zeiten immer modernerer Untersuchungs- und Bestimmungsmethoden. Wieso wurden diese in vielen Fällen nicht einmal bemüht, sondern Gemälde einfach aus dem Bauch heraus für echt befunden? Der entstandene Schaden ist enorm. Nicht nur für die Sammler, die Fälschungen aufgesessen sind, sondern auch für das Vermächtnis der gefälschten Künstler.
    Für mich war dieser Einblick in die Funktionsweise des Kunstmarktes ziemlich interessant. Ich wusste vorher überhaupt nichts über solche Dinge, ich kann nicht mal behaupten im Kunstunterricht besonders interessiert gewesen zu sein. Aber hier ging es auch gar nicht so sehr um die Kunst, sondern mehr um die Menschen, die mit ihr handeln. Profitgier, Mauschelei, Diskretion bis zum bitteren Ende. Aber interessant oder nicht, für einen Laien wie mich war es stellenweise schwer, den Sprüngen innerhalb des Falls Beltracchi zu folgen, die Zusammenhänge letztlich zu einem großen Ganzen zusammen zu fügen.

    Koldehoff und Timm versuchen in den Kunstmarkt einzuführen, haben aber mindestens so viel Verwirrung gestiftet, wie sie mir Fragen beantwortet haben. Dafür gibt es von mir drei Blümchen. 
  15. Cover des Buches Der Fälscher. Der Feuerrote Kreis. Zwei Romane (ISBN: 9783355003995)
  16. Cover des Buches Unsichtbar und trotzdem da! - Diebe in der Nacht (ISBN: 9783440124130)
    Boris Pfeiffer

    Unsichtbar und trotzdem da! - Diebe in der Nacht

     (43)
    Aktuelle Rezension von: winterdream

    Inhalt:

    Addi ist im KaDeWe, weil dort eine Autogrammstunde ist, zu der er unbedingt hinmöchte. Doch die Menschenmenge versperrt ihm den Weg. Dort trifft er auf Agan und Jenny und eh sie sich versehen, sind sie auf der Flucht vor der Menschenmenge, weil sie dort einen Tumult auslösen. Im Museum angekommen, spielen sie dort Verstecken und Addi muss suchen. Auf der Suche sieht er einen Wärter, wie er sich mit einem Bild unterhält und ganz nervös ist. Es gibt ja einige Verrückte, aber das komische ist, dass Addi die Stimmen auch hört, die aus dem Bild kommen. Aber handelt es sich bei den Stimmen wirklich um Geister aus dem Gemälde oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Dies gilt es jetzt für die drei Unsichtbar-Freunde herauszufinden.

     

    Cover:

    Das Cover finde ich sehr passend gestaltet. Es gefällt mir sehr gut.

     

    Mein Fazit:

    Ein tolles Kinder- und Jugendbuch, welches vor allem für Jungs ganz interessant sein könnte. Es ist einfach und leicht verständlich zu lesen und flüssig geschrieben. Auch die Buchstaben sind in einer angenehmen Größe dargestellt. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge. Die schwarz-weiß-Zeichnungen frischen das Ganze noch ein wenig auf. Die haben mir auch sehr gut gefallen und so konnte man sich die ein oder andere Situation in dem Buch noch mal besser vorstellen. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Unsichtbaren.

  17. Cover des Buches Die drei ??? - Das düstere Vermächtnis (ISBN: 9783865361240)
    Ben Nevis

    Die drei ??? - Das düstere Vermächtnis

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Buechergarten

    INHALT:

    Eigentlich wollten Peter und Bob nur etwas Theaterluft schnuppern und ein Schulpraktikum in einer bekannten Theatergruppe in Rocky Beach machen. Doch schon vor der Premiere des lang erwarteten Bühnenstückes zu „Das düstere Vermächtnis“ geschehen seltsame Dinge. Der Spürsinn der drei Detektive ist geweckt: Welche Rolle spielt das verschwundene Rätsel der Königin von Saba aus dem Theaterstück? Was hatte ein Steinzeitmensch in einem der Schauspielwohnwagen zu suchen? Und was wollte der verstorbene Drehbuchautor Scott Carrara mit seiner detailliert geplanten Uraufführung wirklich bezwecken?

     

    EIGENE MEINUNG:

    Das Cover von „Das düstere Vermächtnis“ ist in den Drei Fragezeichen-Farben gehalten. Auf blauem Hintergrund liegt ein rotes Kissen. Es ist umgeben von einem roten Theatervorhang und darauf liegt eine goldene Krone. Sie ist besetzt mit einem hell funkelnden Stein und nach ihr greift eine schwarz behandschuhte Hand. Sehr passend, atmosphärisch, in außergewöhnlich knalligen Farben und detailreich.

    Zu Beginn wusste ich bei diesem Fall gar nicht so Recht wo er hinführen sollte. Steinzeitmenschen, Theaterschauspieler, Fitnessstudio-Besitzer, uvm. Aber als die Drei Fragezeichen die ersten Rätsel entdecken und der Lösung immer näher kommen hat es mich doch gepackt. Leider kann man bei zu wenig selbst mit raten. Wie schon öfter löst Justus den Fall zum Schluss unter dem Erstaunen aller auf. Hier hat der Hörer aber noch mal eine kleine Möglichkeit selbst hinter die Lösung zu kommen. Ansonsten ist es spannend den ersten Detektiv diesmal zu Beginn in einer ganz anderen und zum Schluss in einer besonderen Rolle zu erleben!

     

    Tracks:

    1.    Erwischt

    2.    Der Chef

    3.    Islamisches Heiligtum

    4.    Ein Pflegefall

    5.    Im Geisterhaus

    6.    „Fly“ – die Fliege

    7.    Die Maske des Steinzeitmenschen

    8.    Die einzig existierende Textvorlage

    9.    Feuer!

    10.  Ein wichtiges Detail

    11.  „Dime ahora…“

    12.  Pressemitteilung

    13.  Premiere

     

    Trivia:

    -       Eine unheimliche Begegnung mit dem Dämon ist leider nur im Buch enthalten. Im Hörspiel fehlt sie.

    -       Justus hat sich bei dem Versuch, einem Eiswagen hinterher zu laufen, das Bein gebrochen und ist durch ein Gipsbein an die Zentrale gefesselt. Aus diesem Grund übernimmt der erste Detektiv diesmal die Aufgaben seines Detektivkollegen Bob - Recherche und Archiv. 

    -       Der pensionierte Hauptkommissar Reynolds hat auch in dieser Folge einen kurzen Gastauftritt. Offensichtlich ist der Autor Ben Nevis ein Fan des ehemaligen Polizeichefs von Rocky-Beach... 

    -       Der geheimnisvolle Rätseltext der Saba zum mitraten:

    Sobre aquellos flores vuelan - en enamorades cercos – providas

    abejas, sobre - estotras, al mismo tiempo - inmudas moscas

     

    Saba fragt:

    Sag mir, von diesen beiden Blumensträußen, welche Blumen sind, von weitem, echt und welche falsch?

    Und Salomon antwortet:

    Über diesen Blüten fliegen, in verliebten Kreisen, vorsorgliche Bienen, und über jenen, zur gleichen Zeit, schmutzige Fliegen.

    (Quelle:https://www.3fragezeichen.net/?ziel=https://www.3fragezeichen.net/buchdb.php?buch=117)

     

    FAZIT:

    Durchaus spannende Geschichte die mir besonders rund um das Rätsel gefallen hat. Davor war es etwas wirr, das Ende ist kein Highlight und der erste Detektiv hat einen besonderen Auftritt.

  18. Cover des Buches Das Manuskript (ISBN: 9783548605258)
    Marianne MacDonald

    Das Manuskript

     (37)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Der Auftakt zu einer vielversprechenden, für mich neuen, Kriminalromanserie, der viel zu lange schon in meinem Regal schlummerte.

    Mit abenteuerlichen Methoden machen sich die Antiquarin Dido und ihr geliebter Vater Barnaby auf die Jagd nach einem Einbrecher und Mörder, der nicht nur ihren Seelenfrieden sondern auch ihr Bücherumfeld ganz schön durcheinander wirbelt. Am Ende siegt das Gute, jedoch nicht ohne eine kleine Spur des Grauens hinter sich gelassen zu haben.

    Geschickt führt uns die Autorin in die Welt der Antiquariatsbesitzer und Bücherfans ein, die der meinen ja nicht ganz unähnlich ist. Die Geschichte erinnerte mich wieder an meine eigene Zeit als Angestellte in einem Buchladen/Antiquariat. Auch wir kauften damals Bücher an und jedes Mal, wenn ein potentieller Kunde mit Kisten voller Bücher durch die Ladentüre trat, hofften wir, einen unentdeckten Schatz zu Tage zu fördern. Ein Manuskript eines längst toten weltberühmten Dichters befand sich leider nie darunter.

    Mir hat der Roman, nicht zuletzt auch wegen der gelungenen Schlussszene, Appetit auf mehr gemacht. Der zweite Teil ist schon bestellt :)

  19. Cover des Buches Wanted (3): Lass dich fallen (ISBN: 9783453358461)
    J. Kenner

    Wanted (3): Lass dich fallen

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Panda0712
    Danke an den Random House Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat!

    Das Cover & der Schreibstil:

    Die mit Spitze besetzten Cover stellen einen echten Blickfang dar! Der Schreibstil von Kenner ist genauso flüssig, wie in den vorherigen beiden Bänden.

    Zum Inhalt:

    Katrina Laron verzehrt sich nach Cole und wünscht sich nichts sehnlicher als eine einzige Nacht mit diesem geheimnisvollen Mann, um ihn endlich aus ihren Gedanken streichen zu können. Leichter gesagt als getan, denn Cole birgt – ebenfalls wie Kat – ein düsteres Geheimnis, das beide nur noch enger zusammenschweißt. Ein aufregendes Spiel aus Lust und Unterwerfung beginnt.

    Meine Meinung:

    Bereits die beiden Vorgänger in dieser Reihe haben mir gut gefallen und so war mir klar, dass ich den dritten und letzten Teil ebenfalls einfach lesen muss. Dieser Band ist etwas anders als die vorherigen aufgebaut, was ich persönlich gut finde. Cole ist eine harte Nuss, doch Kat ist keine Frau, die einfach so aufgibt und so kämpft sie um diesen verletzlichen Mann. Nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht wird auch Cole recht schnell klar, dass er sich Kats Anziehung nicht entziehen kann, doch die Angst, die Kontrolle über sich zu verlieren, hindert ihn daran, sich ihr vollends zu öffnen. Der Mix aus Erotik und Thrill ist gelungen und hat die Geschichte etwas abwechslungsreicher gestaltet. Was mir nicht so gut gefallen hat, war Coles zurückhaltende und sanfte Art. Ich hätte mir einen härteren und dominanteren Charakter gewünscht, dieser hätte besser zu seinen Vorlieben gepasst. Das Ende dieser Trilogie war sehr gelungen und lässt den Leser mit einem zufriedenen Gefühl zurück.

    Mein Fazit:

    Eine tolle Trilogie und Charaktere, die sich in mein Herz geschlichen haben. J. Kenner ist eine Autorin, die man sich merken sollte!

    Ich vergebe 4 Pandapfoten!
  20. Cover des Buches Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe (ISBN: B00FNATFNU)

    Der Friedhof in Prag: Roman von Eco. Umberto (2011) Gebundene Ausgabe

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Kurzrezi über ein zunächst abgebrochenes Buch.

    „Der Friedhof in Prag“ von Umberto Eco gehört sicherlich zu einem der am häufigsten rezensierten und tiefgründig besprochenen Büchern der Weltliteratur. Und Eco gehört zweifelsohne zu den anspruchsvollen Autoren. Die Buchgestaltung nenne ich hier einmal exquisit zusammen mit dem Schutzumschlag und dem selbstverständlich dazugehörigen Seitenbändchen. Die für die verschiedenen Protagonisten genutzten Schrifttypen sind eine hervorragende Idee und die genutzten Bilder und Skizzen unterstützen die Phantasie der Leserschaft ohne Frage.

    Wer mich und meine Rezensionen kennt, merkt sicher schon, ich habe meine Probleme mit dem Buch. Und ich schreibe es vorweg, ich musste es abbrechen. Obschon auf den letzten Seiten der Hinweis auf die chaotische Handlung hingewiesen wird, ist nicht das der Grund dafür. Nicht alles ist der Phantasie des Autors entsprungen, von dem ich bereits mehrere Bücher gelesen habe. Ich bin noch gar nicht soweit gekommen, dass ich den Inhalt des Klappentextes erreichen konnte. Dabei war ich schon im dreistelligen Seitenzahlbereich gelandet, als ich dann doch vorerst aufgehört habe zu lesen.

    Ja, es ist historisch geschichtliches Erzähltes. Doch zurzeit habe ich das Gefühl, dass die Historie mich überrannt, dass ich mitten in ihr lebe. Der Grund dafür liegt in den, ja ich weiß, schon immer währenden Hassreden gegenüber anderen Personengruppen, Ländern und so weiter und so weiter. Vielleicht reagiere ich darauf in diesen Monaten der Corona-Pandemie besonders empfindlich. Ich kann es nicht mehr ertragen. Die mit Rückblenden versehene Geschichte eines Mannes, Simon Simonini, der von seinem Großvater erzogen wird, seinen Vater nur sporadisch sieht und seine Mutter erst gar nicht, spielt zwischen 1830 und 1898 (ich lasse mich gerne verbessern). Simon darf nicht zur Schule und sein Zimmer bis zur Studienzeit im Hause des Großvaters nur selten verlassen. Seine Kindheit besteht aus Lernen, seine Lehrer sind Priester. Freundschaften und Kinderspiele sind ihm fremd. 

    Unfassbar viele verschiedene Priesterschaften werden aufgezählt, man verwirrt und verirrt sich zwischen denen, die ihn unterrichten, denen, die gerade an der Macht sind oder an die Macht wollen. Europa ist im Umbruch, Kaiserreiche werden gestürzt, Republiken gegründet, alles wieder verworfen und aufs Neue versucht. Zwischendrin unser Protagonist, der Juristerei studiert und letztlich bei einem Gauner landet, der sich das Vermögen nach dem Tod des Großvaters unter den Nagel reißt. Doch Simonini bekommt seine Chance es ihm heimzuzahlen. 

    Am Anfang aber sind da zwei Männer, einer ein Priester, einer ein Gauner, der sich Notar nennt und Urkunden fälscht. Ihre Wohnungen sind miteinander verbunden und sie tasten sich aneinander heran, indem sie ein gemeinsames Tagebuch führen, sich ergänzen. Was der eine nicht mehr weiß, ist dem anderen bekannt. Mich faszinierten die Rezepte, die mich alle paar Seiten reizten darüber zu recherchieren. Und wer weiß, was ich in dieser Richtung nun erst einmal verpasse. Irgendwann nehme ich das Buch wieder in die Hand und lese weiter. Dann beende ich meine Rezension. Versprochen.

  21. Cover des Buches Das Sterben der Bilder (ISBN: 9783839218181)
    Britta Hasler

    Das Sterben der Bilder

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Michelly

    Britta Hasler entführt uns in das historische Wien und verstrickt uns in einen gekonnt aufgebauten Thriller vor wahrhaft künsterlischer Kulisse. Wer sich in der Kunst rund um Rubens und Co. etwas auskennt, bzw. sich für Kunst interessiert, der wird hier wahrhaft genüssliche Stunden verbringen. Die Autorin verstrickt hier sehr gekonnt die Liebe zur Kunst mit verschiedenen Handlungssträngen in einem Spannungsbogen bis zum Schluss. Schön zu erkennen ist auch hier wieder die Vorliebe der Autorin am "Abseitigen" und Ungewöhnlichen. Mir gefallen sehr die feinen, eingeflochtenen Nuancen darin, mit der sie die Geschichten zu etwas Besonderem macht.

    Die Sprache ist wie immer wunderschön, voller Metaphern und anderen Stilelementen. Dadurch wird das Buch richtig lebendig und gehaltvoll und schafft es so, sich von den vielen anderen Thrillern abzuheben.

    Ich kann hier definitiv eine Leseempfehlung aussprechen!

  22. Cover des Buches Das Doppelleben des Vermeer (ISBN: 9783453380011)
    Luigi Guarnieri

    Das Doppelleben des Vermeer

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Ein wahnsinnig spannendes Buch, man lernt sehr viel über das Leben eines der berühmtesten Malers, die Maltechniken und sein Umfeld. Sensationel!
  23. Cover des Buches Das grosse Lexikon des Verbrechens (ISBN: 9783896025067)
    Norbert Borrmann

    Das grosse Lexikon des Verbrechens

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Natürlich habe ich nicht das ganze Buch gelesen, wer ließt schon ein Lexikon von A bis Z... ?!? Aber die beschriebenen Fälle sind sehr interessant geschildert, man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand geben. Auch sind die Informationen ausreichend, man erhält das wichtigste Hintergrundwissen ohne dabei langweilig ins Detail zu gehen, es will ja auch kein Krimi sein. Und doch fehlten viele, für mich doch "wichtige" Verbrechen, aber dann wäre das ohnehin schon fast nicht haltbare Buch noch schwerer geworden...
  24. Cover des Buches Der Banknotenfälscher (ISBN: 9783502509998)
    Edgar Wallace

    Der Banknotenfälscher

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Der reiche, aber psychisch labile Peter Clifton steht kurz vor der Hochzeit mit Jane Leith, einer wunderschönen Frau (schmacht!). Bevor er sie zu seinem Eheweib nehmen will, berät er sich mit Dr. Wells, einem ihn behandelnden Arzt und väterlichen Freund, über seine psychische Erkrankung. Jane ist zunächst auch nicht begeistert, Peter zu heiraten, hat aber gegen Zahlung einer "Ablösesumme" an ihren Vater zugestimmt. Ein rothaariger Nebenbuhler Peters wird gleich in der Hochzeitsnacht ermordet und auf einer Gartenmauer abgelegt. Und Peter wird außerdem für den "Fuchs" gehalten, einen legendären Geldfälscher, der die halbe Welt in Atem hält. Wie hält eine Junge Ehe so was aus? Eine sehr spannende Krimigeschichte, schön altmodisch und mit einer psychologisch gut beobachteten Lovestory.

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