Bücher mit dem Tag "fälschungen"

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53 Bücher

  1. Cover des Buches Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel (ISBN: 9783442379507)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel

     (405)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Sätze wie »Die in ein unheimliches gelbes Licht getauchte Landschaft sah wie das Gemälde eines Geisteskranken aus.« machen diese Buchreihe aus. Es gibt einfach kein besseres Wort als skurril. Und sympathisch und clever und auch noch stilistisch geschmeidig geschrieben.

    Dieser Kriminalfall ist etwas rauer und hat mehr Wendungen. Die inneren Monologe wie immer ein Genuß. Schwarzer Humor at it's best.

  2. Cover des Buches Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (ISBN: 9783423143745)
    Alex Capus

    Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Federfee
    Es begann langweilig, doch dann interessierte mich die Durchführung einer originellen Idee: Drei Personen, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben, hätten sich begegnen können oder sind sich ganz flüchtig begegnet.

    Da ist das Zeichentalent Emile Gilliéron, der lange Jahre ein enger Mitarbeiter Heinrich Schliemanns war und es mit der wissenschaftlichen Dokumentation archäologischer Funde nicht so genau nahm, Felix Bloch, Physiker, der in der atomaren Forschung jener Zeit (Einstein, Oppenheimer, Schrödinger) eine Rolle spielte und Laura d'Oriano, von deren Spionagetätigkeit ich nur im Klappentext las, denn in der Mitte des Buches waren wir immer noch nicht so weit.

    Und da habe ich abgebrochen, weil mich das Buch nicht auf Dauer fesseln konnte. Sicher, es ist intelligent geschrieben, man erfährt einiges über Atomphysik, über die Ausgrabungen in Griechenland und auch die Sprünge hin und her zwischen den Personen, die so gar nichts miteinander zu tun haben, haben mich nicht gestört.

    Aber es fehlte der Funke, der bei mir ein nachhaltiges Interesse hätte entzünden können. Manche Passagen werden im Zeitraffer erzählt, darunter einiges, wo ich gerne mehr erfahren hätte. Und anderes zu detailliert Geschilderte hat mich gähnen lassen und letztlich zum Abbruch dieses Romans mit biografischen Elementen geführt.
  3. Cover des Buches Die tödlichen Talente des Mr. Diehl (ISBN: 9783458361336)
    Bradford Morrow

    Die tödlichen Talente des Mr. Diehl

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Zsadista

    Eines Tages wird der Bruder von Meghan tot in seinem Haus in Montauk gefunden. Er wurde erschlagen und seine Hände abgetrennt. Adam Diehl war Sammler seltener Bücher und Schriften. 

     

    Auch Will, der Freund von Meghan ist Sammler seltener Bücher. Allerdings auch ein gewiefter Fälscher von Texten und Signaturen. Dadurch hat er einiges an Geld gemacht, wurde jedoch erwischt und hat seine Strafe abgesessen. 

     

    Keiner weiß, wer der Mörder von Diehl ist. Als Will dann Drohbriefe in der Handschrift längst verstorbener Autoren bekommt, bekommt er es mit der Angst zu tun. 

     

    Der Schreiber weiß viel über den Mord an Diehl. Doch wer ist der heimliche Briefeschreiber?

     

    „Die tödlichen Talente des Mr. Diehl“ ist ein Roman aus der Feder des Autors Bradford Morrow.

     

    Auf dem Cover vorne wird das Buch als Roman beschrieben, auf der Rückseite als atemberaubender literarischer Thriller. Das Cover macht auch richtig was daher. Hinten und vorne blutig, diese alten braunen Farben für die alten Schriften, einfach toll. 

     

    Leider ist der Inhalt von einem atemberaubenden Thriller weit entfernt. Am Anfang ist da der tote Mr. Diehl. Ermordet, ohne Hände, spannend, mysteriös. Lasse man dies einmal auf fünf Seiten abgehandelt sein. Und das war es dann auch bis auf Seite 150 von 283. 

     

    Die meiste Zeit geht es um verstorbene Autoren, alte Bücher und gefälschte Manuskripte von Will. Irgendwann taucht dann der erste Brief mit einer Drohung auf. Dann geht es wieder um Meghan, alte Bücher, Antiquariate, alte Manuskripte und Fälschungen. 

     

    Keine Ermittlungen, keine große Trauer, nichts. Nur immer die gleiche Leier. Alte Bücher und Autoren, Fälschungen und Gelaber. Zwischendurch noch ein Urlaub und ein bisschen Zuneigung zu Meghan. Ach und nicht zu vergessen die Droh-Briefe in alten Handschriften. 

     

    Ich habe das Buch dann bei Seite 150 abgebrochen. Auch als ich am Ende ein paar Seiten gesichtet habe, um den Mörder zu finden, habe ich eben nichts gefunden, als das übliche Gelaber. Also weiß ich bis jetzt nicht, wer der Mörder ist und es ist mir auch egal. Mal abgesehen davon, zieht sich die Story auch über mehrere Jahre. Also frage ich mich eh, was diese Droh-Briefe sollten, wenn der Täter über Jahre nur droht und nichts passiert. 

     

  4. Cover des Buches Weil ich euch liebte (ISBN: 9783426510520)
    Linwood Barclay

    Weil ich euch liebte

     (278)
    Aktuelle Rezension von: Kerry

    Bauunternehmer Glen Garber führt ein glückliches Leben, zusammen mit seiner Frau Sheila und der gemeinsamen 8-jährigen Tochter Kelly. Sicherlich, die Auftragslage seines Unternehmens ist alles andere als entspannt zu bezeichnen, doch bisher gelang es ihm immer, für seine Familie zu sorgen. Um die Familie zu unterstützen, besucht Sheila einen Abendkurs in Buchhaltung, um so zumindest das finanzielle von Glens Firma im Auge zu behalten. Glen freut sich, dass seine Frau sich so engagiert und immerhin stehen ihr mit Buchhaltungskenntnissen auch anderweitig Tätigkeiten offen.


    Doch ein Abend verändert alles. Wie jede Woche ist Sheila bei ihrem Buchhaltungskurs, doch im Gegensatz zu den bisherigen Kursabenden, kommt Sheila an diesem Abend nicht nach Hause. Er macht sich Sorgen und beschließt, seiner Frau entgegenzufahren, immerhin weiß er, welche Strecke sie gewöhnlich nimmt und diese Fahrt wird alles verändern. Er kommt an einem Unfall vorbei, die Straße ist gesperrt. Glen ahnt jedoch, dass seine Frau involviert sein muss und verschafft sich Zutritt und tatsächlich: Sheila ist tot. Laut Aussagen der Polizisten hat sie unter Alkoholeinfluss einen Unfall verursacht, bei dem auch zwei Passagiere des anderen Unfallwagens starben.


    Für Glen bricht eine Welt zusammen. Nicht nur, dass er von jetzt auf gleich allein mit seiner Tochter dasteht, auch die Tatsache, dass Sheila, ausgerechnet seine Sheila betrunken Auto gefahren sein soll, kann er nicht glauben. Tatsächlich hat er starke Zweifel an den Ermittlungsergebnissen, doch er hat keinerlei Beweise, die die Unschuld seiner Frau bestätigen. Als auch noch eine Freundin Sheilas auf Glen zukommt und sich erkundigt, ob er eine größere Geldsumme bei ihr bzw. in ihren Sachen gefunden hat, die sie ihr zur Aufbewahrung gegeben hat, hegen sich immer mehr Zweifel in Glen, ob er wirklich weiß, wer seine Frau gewesen ist. Doch so recht mag er nicht an ihre Schuld glauben, denn wenn sich all die Dinge, die nach Sheilas Tod ans Licht gekommen sind, wahr sind, wie konnte er all das all die Jahre übersehen? Als jedoch auch Sheilas Freundin unter mysteriösen Umständen stirbt, ahnt Glen, dass mehr hinter dem Tod seiner Frau steckt, als es den Anschein erweckt ...



    Was ist die Wahrheit? Der Plot wurde überraschend und abwechslungsreich. Wenn ich ganz ehrlich bin, hegte auch ich zwischendrin so meine Zweifel an der Figur der Sheila bzw. meine Zweifel darüber, wer diese Frau wirklich war - liebende Mutter und treue Freundin oder eine eiskalte Egoistin? Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Zur Figur der Sheila vermag ich nicht allzu viel zu sagen, denn ich habe sie einfach nicht gut genug kennengelernt, um zu entscheiden, ob ich sie gemocht hätte oder nicht. Hingegen hat mich die Figur des Glen geradezu verzückt, denn dieser glaubt unabänderlich an seine Frau, auch über ihren Tod hinaus und auch gegen alle vorliegenden Beweise. Eine solch innige Liebe ist so selten und kostbar! Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, auch wenn es zwischendrin doch zu einigen kleineren Längen kam, die jedoch relativ schnell überwunden waren.
  5. Cover des Buches Der Friedhof in Prag (ISBN: 9783423142274)
    Umberto Eco

    Der Friedhof in Prag

     (164)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Von Garibaldis Zug der Tausend über die Pariser Kommune, bis hin zur Dreyfus-Verschwörung lässt Umberto Eco seinen Protagonisten Simonini an einigen der aufregendsten historischen Begebenheiten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts teilhaben - und auch an jedem negativen Vorurteil, das damals wie heute über Juden, Freimaurer, Ausländer und Frauen existiert hat.

    Ecos Roman ist eine Enzyklopädie der Macht des Vorurteils und Simonini ist über die ganzen 68 Jahre seines lügnerischen Lebens hinweg dessen Nutznießer: ohne die geringsten Gewissensbisse mordet, verleumdet und betrügt er mal für diesen und jenen Geheimdienst, aber meistens für seinen eigenen, finanziellen Vorteil. Das Leben dieses homo horribilis wird von Eco derart augenzwinkernd und intelligent ausgebreitet, dass man trotz des zutiefst unsympathischen Hauptcharakters Seite um Seite dieses Romans gierig verschlingt.

    Einen Stern Abzug gibt es von mir für das letzte Drittel des Buchs, bei dem ich teilweise einige Seiten nur noch überflogen habe - man kann meiner Meinung nach nur eine begrenzte Anzahl antisemitischer Kommentare französischer Belle Époque-Fuguren am Stück ertragen. Auch die schwarze Messe war etwas too much für mich.

    Unter dem Strich dennoch ein hervorragender Roman mit geschliffenen Dialogen und feiner Charakterzeichnung, der einmal mehr unter Beweis stellt, welch großer Erzähler Umberto Eco war.

  6. Cover des Buches Tausend Zeilen Lüge (ISBN: 9783737100861)
    Juan Moreno

    Tausend Zeilen Lüge

     (22)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Er bekommt massenweise Preise, weil sich seine Reportagen eben wie das echte Leben lesen, so spannend und berührend, nur sind sie das nicht, also echt, denn Claas Relotius hat einen Großteil seiner Reportagen nur erfunden und dieses Buch zeigt, sie sein Kollege, der Autor Juan Moreno den Skandal aufdeckte.

    Das Buch zeigt die Schwächen des Journalismus und die Gefahren, die auch eine renommierte Zeitung wie der Spiegel nicht leugnen kann. Alles ist schlüssig, aber gleichzeitig spannend aufgebaut und der Autor versucht ehrlich und schonungslos auch sich selbst gegenüber zu sein. 

    Mir wurde beim Lesen immer mulmiger, weil auch ich nicht wusste, wie dreist jemand lügen kann. Ich habe selten so oft den Kopf beim Lesen geschüttelt und lege es jedem ans Herz, der sich für Journalismus oder Betrugsmaschen (nicht, um sie selbst durchzuführen)  interessiert. 

  7. Cover des Buches Bretonische Verhältnisse (ISBN: 9783462054231)
    Jean-Luc Bannalec

    Bretonische Verhältnisse

     (540)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    Bannalecs Erstling über den Kaffeejunkie Georges Dupin, mit sehr schönen Beschreibungen der Landschaft und der Bewohner der Bretagne, die Personenbeschreibungen und die Dialoge haben mir demgegenüber nicht so gut gefallen. Daß alle zunächst Dupin das Geheimnis im Restaurant auch nach einem brutalen Mord verschwiegen haben, halte ich auch nicht für besonders realistisch. Auf jeden Fall aber Martin Walker vorzuziehen, mal sehen wie die Verfilmungen geglückt sind.

  8. Cover des Buches Acqua alta (ISBN: 9783257231755)
    Donna Leon

    Acqua alta

     (250)
    Aktuelle Rezension von: Jana_hat_buecher

    In Commissario Brunettis fünftem Fall treffen wir auf zwei alte Bekannte - die Opernsängerin Flavia und ihre Lebensgefährtin Brett. Diese wird von zwei ihr unbekannten Männern Zuhause überfallen und zusammengeschlagen. Schon bald findet Brunetti heraus, dass der Überfall etwas mit dem Kunsthandel zu tun hat. Als dann noch ein Museumsdirektor ermordet wird, steigt nicht nur das jährliche Hochwasser in Venedig, sondern auch die Gefahr der Täter geschnappt zu werden. Bei diesem Fall fande Ich es toll, dass man nicht nur Brunetti mit Familie und Kollegen wieder getroffen hat, sondern auch Brett und Flavia, die in diesem Teil eindeutig sympathischer rüberkamen. Das Buch habe ich an zwei Abenden durchgelesen - als Leser kann man sich berieseln lassen und nach einem etwas anspruchsvolleren Buch ist Brunetti genau das richtige um Lesespaß und Entspannung zu kombinieren.

  9. Cover des Buches Salt to the Sea (ISBN: 9780141347400)
    Ruta Sepetys

    Salt to the Sea

     (24)
    Aktuelle Rezension von: Weltensucher

    Joana – eine Krankenschwester aus Litauen, verfolgt von der Schuld, von ihrem Gewissen.

    Florian – Ostpreuße, Fälscher, Dieb. Verfolgt vom Schicksal, Träger eines Geheimnisses.

    Emilia – aus Polen, ein junges Mädchen noch, schon so viel erlebt. Verfolgt von der Scham.

    Alfred – deutscher Matrose, er dient dem Führer. Ihm folgt die Angst.

    Vier junge Menschen, vier verschiedene Schicksale, verschlägt es im Jahr 1945 auf die „Wilhelm Gustloff“. Inmitten des Kriegsgeschehens verspricht das deutsche Schiff den Fliehenden Schutz, Sicherheit, Freiheit – das mögliche Ende eines langen Kampfes.

    Ruta Sepetys verarbeitet in ihrem historischen Roman „Salt to the sea“ eine der größten und tragischsten Schiffskatastrophen der Geschichte. Am 30. Januar 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde das ehemalige NS-Kreuzfahrschiff zusammen mit nahezu neun tausend Menschen an Bord – die meisten davon auf der Flucht vor der Roten Armee – von den sowjetischen Booten versenkt. Die fiktiven Charaktere Joana, Florian, Emilia und Alfred sind Teil des Geschehen – aus vier unterschiedlichen Perspektiven werden die historischen Tatsachen von Sepetys getreu erzählt. Ihre Geschichten stehen somit stellvertretend für ein Schicksal, das viele tatsächlich so ereilt hat.

    Gerade durch die häufigen Perspektivwechsel und allgemein durch das Konzept, die Geschichte aus vier verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, durch die Augen von vier jungen Menschen unterschiedlicher Nationen, Herkunft und Position, gelingt der Autorin eine sehr authentische Darstellung der Geschichte. Man erkennt die intensive Recherche-Arbeit, die hinter dem Buch steckt, genauso wie die differenzierte Betrachtungsweise, da eben nicht alles schwarz-weiß gezeichnet wird, sondern alle Seiten zu Wort kommen. Auch das Thema allgemein ist gut gewählt, erhält es für das Maß an Tragik, welches es enthält, meiner Meinung nach zu wenig Erwähnung.

    Jede der Personen und darüber hinaus auch noch mehrere Nebenfiguren zeichnen sich ebenfalls durch viel Authentizität aus. Ruta Sepetys gibt jeder Figur eine eigene Hintergrundgeschichte mit, sie verarbeitet die Vergangenheit, geschichtliche Fakten, in wahre Menschenschicksale, wie sie andere zu tragen hatten, und vermittelt auf diese Weise ein besseres Verständnis für die Geschichte im Allgemeinen. Die Charaktere wachsen dem Leser (größtenteils) ans Herz, zumindest werden sie sehr menschlich dargestellt, das Mitgefühl oder wenigstens Verständnis des Lesers gelungen geweckt.

    Dazu trägt auch der Schreibstil bei: häufige Perspektivenwechsel, Cliffhanger, eine ausgewählte, prägnante Sprache gestalten das Buch nicht nur spannend, sondern auch gefühlvoll und eindringlich. Mit eher kurzen und knappen Sätzen wird die Aussage eigentlich immer perfekt getroffen, das Wesentliche kunstvoll zum Ausdruck gebracht.

    Mir hat „Salt to the sea“ sehr gut gefallen, es hat jede meiner Anforderungen an einen historischen Roman erfüllt: Nähe zu den geschichtlichen Tatsachen, Authentizität, differenzierte Darstellung. Gleichzeitig erschlägt es den Leser nicht mit einer Vielzahl an Fakten und Daten, sondern erzählt gekonnt eine Geschichte mit allem, was dazugehört: eine gute Personenkonstellation, spannende Handlung, poetischer Schreibstil, nachdenklich stimmend, bewegend.

  10. Cover des Buches Die Sterne Mithras (ISBN: 9783899410075)
    Nora Roberts

    Die Sterne Mithras

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Eindruck vom Geschehen vermittelt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Das Buch ist die Zusammenfassung der auch in Einzelbänden zu erhaltenden Trilogie "Die Sterne Mithras". Ich habe diese Einzelbände gelesen und fasse hier meine persönliche Meinung zu diesen zusammen.

    Zu Band 1 "Der verborgene Stern"

    Dieses Buch 

    folgt dem üblichen Schema der Autorin für solche Trilogien: In jedem Band der drei Bücher findet eine der drei Freundinnen ihr männliches Pendant. Jede ist im Besitz eines der drei Diamanten, die zusammen die Sterne Mithras darstellen.

    Bis jeweils ein Pärchen zueinander findet hat es natürlich eine Reihe von Abenteuern und Gefahren und gefühlsmässige Irrungen und Wirkungen zu überstehen.

    Das alles erzählt die Autorin in ihrer unnachahmlichen, leichten und sinnlichen Schreibweise. So fliegen die Seiten nur so dahin...!

    Trotzdem war mir die Story diesmal etwas zu flach und zu durchsichtig - ebenso wie die Protagonisten. Das kann die Autorin besser..! Aber gute, romantische Unterhaltung mit leichtem Spannungseffekt bleibt das Buch allemal....!

    Zu Band 2  "Der gefangene Stern":

    Das Buch 

    spielt - leicht zeitversetzt - im selben Umfeld wie der erste Band. Diesmal sind die Protagonisten aber einerseits die zweite der drei Freundinnen und ein neuer männlicher Part.

    Der Aufbau der Geschichte ist der des ersten Bandes ähnlich, wenngleich aus meiner Sicht ein wenig mehr spannungsgeladen. Für echte nägellabbernde Spannung reicht es aber keinesfalls.

    Für meinen Geschmack entwickelt sich die Liebe hier (wie auch schon im Band eins) viel zu schnell; ja ich möchte fast sagen unrealistisch schnell....! Vom ersten Blick aufeinander bis zum Heiratsantrag in ein bis zwei Tage; na ich weiß nicht....! Und das gleich zweimal hintereinander, puh....!

    Das Buch liest sich aber flüssig und schnell und unterhält recht gut. Da hilft der tolle Schreibstil der Autorin. Jetzt bin ich mal auf Band 3 gespannt - ob da die Liebe auch so blitzartig zuschlägt und am Ende eine Dreifachhochzeit steht...?

    Zu Band 3 "Der geheime Stern":

    Das Buch greift die Handlung der ersten beiden Bände auf. Das Geschehen wird aber diesmal aus anderer Sicht und aus dem Erleben des dritten Pärchens geschildert. Ausserdem treibt natürlich diesmal alles auf das Finale zu und auch die Entlarvung des bisher im Verborgenen gebliebenen Bösewichtes. 

    Für den Reihenleser gibt es ein schönes Wiedersehen mit den Protagonisten der ersten beiden Bände. Gegenüber den ersten Büchern liegt diesmal ein Hauch mehr auf den Themen "Mystik" und Spannung. Auch die in den vorherigen Büchern nicht sonderlich hervorstechende erotische Komponente ist hier etwas mehr ausgeprägt. Das Finale war für meinen Geschmack zwar durch einen guten Spannungsanstieg geprägt, kam aber denn doch schlussendlich viel zu abrupt.

    Insgesamt ein guter unterhaltsamer Liebesroman und ein gelungener Abschluss der Trilogie.

  11. Cover des Buches Original Meisterfälscher - Ego, Geld & Größenwahn (ISBN: 9783850339216)
    Noah Charney

    Original Meisterfälscher - Ego, Geld & Größenwahn

     (18)
    Aktuelle Rezension von: DoreenGehrke
    Noah Charney ist ein Experte für Kunstkriminalität und vermittelt mit seinem Buch „Original Meisterfälscher – Ego, Geld & Größenwahn“ dem kunstinteressierten Leser aufschlussreiche Informationen zur Geschichte der Kunstfälschung. Beispielhaft beschreibt er die Beweggründe von Kunstfälschern aus dem Mittelalter bis in die Gegenwart, Kunst zu fälschen. Deren kriminelle Lebensläufe und wie sie letztendlich entlarvt wurden, wird detailliert geschildert. Zudem gibt der Autor Auskunft über Methoden, Fälschungen forensisch zu entdecken bzw. Originale zu schützen und für die Nachwelt zu erhalten. Dieses Sachbuch ist in Kapiteln unterteilt, die sich auf die verschiedenen Beweggründe von Künstlern beziehen, Kunst zu fälschen. Nicht immer war Geldgier der Grund zum Fälschen. Zumeist begannen Künstler Werke zu kopieren oder nachzuahmen, weil sie mit ihrer eigenen Kunst keinen Erfolg hatten und sich von Mitspielern aus der Kunstwelt gedemütigt fühlten – wie es heute sicher noch sein wird. Welch ein Gefühl der Genugtuung muss es da sein, dann zu sehen, wie leicht es ist, die Kunstwelt an der Nase herumzuführen? Denn die Vergangenheit hat gezeigt, wie einfach es zum Teil war, die Welt zu täuschen, da sie getäuscht werden wollte. Ebenso, wie es Noah Charney in seinen Kapiteln „Zu Beginn“ und „Fazit“ sagt: „Die Welt möchte getäuscht werden … also sei sie getäuscht.“ Hinzu kommt, dass Kunstfälscher, sollten sie denn entlarvt werden, wenig zu befürchten hatten und noch haben. Geringe Gefängnisstrafen und danach möglicherweise sogar der große Profit. Wolfgang Beltracchi zum Beispiel, über dessen kriminelle Karriere 2014 ein Film in die Kinos kam. Ruhm und Bewunderung wird Fälschern zuteil und man vergisst, dass es Kriminelle sind, die nach ihrer Entlarvung eigentlich nicht mehr von ihren kriminellen Hinterlassenschaften profitieren sollten. Dem stimme ich Noah Charney zu und meine, wie er, dass es Gesetze braucht, die genau das verhindern.
  12. Cover des Buches Was geschah mit Schillers Schädel? (ISBN: 9783453600805)
    Rainer Schmitz

    Was geschah mit Schillers Schädel?

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Liedie
    In diesem Buch finden sich 1200 Stichwörter von A bis Z und fast 4000 Namen. Hier kann der Leser herrlich schmöckern und fast alles über die Literatur erfahren - ob wichtig oder unwichtig. Muss man wissen, ob Ernest Hemingway zehn oder zwanzig Bleistifte spitzte, bevor er einen neuen Roman begann oder ob Celan Platanenrinde knetete, bevor er sich an die Arbeit begab? Nein - aber so manche Dinge sind doch sehr amüsant und vieles auch sehr interessant. Für mich ein unverzichtbares Buch, in dem ich immer mal wieder gerne lese und schon viele interessante Informationen zu meinen Lieblingsautoren gefunden habe.
  13. Cover des Buches Hasenpfeffer (ISBN: 9783839214442)
    Ralf Waiblinger

    Hasenpfeffer

     (25)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Der Hundekrimi "*Hasenpfeffer*" von Autor und Zeichner "*Ralf Waiblinger*" ist im Gmeiner Verlag 2013 erschienen.

     

    Hauptkommissar Spekulantius Bösenschreck ist ein Hund und sein neuester Fall geht um Markenpiraterie, die von einer hinterhältigen Hasenbande betrieben wird. Durch einige sehr teuer aussehende Uhren der Marke Ührlistolz, die allerdings binnen kurzer Zeit ihren Geist aufgeben, fliegt der Schwindel auf.
    Gleichzeitig bearbeitet er noch eine Geldfälschersache und seine Ex-Geliebte Zuzi möchte er auch aus den Fängen ihres Zuhälters befreien.

     

    Ralf Waiblinger hat seinen Krimi mit 26 eindrucksvollen Zeichnungen versehen und das macht es zu einem wahren Highlight. Die ausdrucksstark gezeichneten Figuren leben förmlich und als Betrachter staunt man über so deutlich gemachte Charakterzüge und Emotionen der Tiere, die dadurch schon fast menschlich anmuten.
    Ein einleitendes Personenregister ist ebenfalls mit Abbildungen versehen und bietet sich als Wegweiser durch diesen Namensdschungel im Reich der Tiere an.

     

    Ein flotter Erzählstil mit allerlei Wortwitz, skurrilen Figuren und einer lockeren Krimihandlung machen dieses Werk zu etwas ganz besonderem!

    Hier gibt ein solider Krimi die Rahmenhandlung vor, der nicht durch seine Super-Spannung und Logik besticht, sondern durch seine einzigartigen Charaktere.
    Schon allein die Namen der Tiere machen Spaß.
    Ox Bries - ist natürlich ein Rind
    Klaut Stielts - kann nur ein Dieb sein
    Der Pane - ist die Tierweltvariante des Paten (Mafia)
    Zuzi - ist eine Erotikfacharbeiterin
    S. Bösenschreck - ist Kommissar und der Schrecken der Unterwelt

    Dieser subtile Humor begeistert und läßt schmunzeln!
    Auch haben die Tiere sehr menschliche Eigenarten und Ausdrücke, die verblüffend genau in den Zeichnungen wieder zu erkennen sind.

    Den Wortwitz par excellence findet man quer durch das Buch in Begriffen wie:

    die Waffe = Carotta - erinnert an eine Beretta
    das Auto = Caraman
    die Uhr = Ührlistolz
    Autovermietung = Schertz
    Kaffeeautomat = Sagafratzo
    Porzellan = Hutschenreiter

     

    Obwohl der Krimi nicht der typische 5-Sterne-Vertreter seines Genres ist, bekommt dieses Buch von mir 5 Sterne!
    Denn es ist einfach einzigartig und ein Buch, das seinesgleichen sucht.  
    Absolut abwechslungsreich, ein wenig verrückt und mit tollen ausdrucksstarken Charakteren versehen, macht dieses Buch einfach Spaß. Dazu kommen der verwendete Wortwitz und die fantastischen Zeichungen, die ich so noch nie in einem Buch gesehen habe.
    Wirklich ganz große Klasse, vielen Dank Ralf Waiblinger!  Es war mir ein echtes Vergnügen!
  14. Cover des Buches Durchs Feuer (ISBN: 9783423650205)
    Jenny Valentine

    Durchs Feuer

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Iris ist nicht gerade ein Vorzeigekind, wenn man nach ihrer Mutter gehen würde. Sie macht sich nichts aus Mode – zieht nicht wie die Mutter Louboutin, Gucci und wie die Modemarken alle heißen an – sondern Klamotten, die einfach nur bequem sind. Sie zündelt und spielt gerne mit dem Feuer, das ihren Kopf leer werden lässt. Sie hat sogar schon einmal in der Schule ein Feuer gelegt. Hannah und ihr Lebensgefährte Lowell sind nicht gerade gut bei Kasse und irgendwann dann so verschuldet, dass sie mit Iris von der Heimat in Amerika nach England ziehen, wo Iris und Hannah früher wohnten. Dort ruft Hannah Ernest, Iris' leiblichen Vater, an, der sterbenskrank ist und Etwas zu vererben hat. Die Bedingung ist, dass Hannah mit Iris zu ihm kommt. Hannah, die mehr als geldgierig ist, wittert die Chance, denn sie weiß, dass Ernest sehr reich ist, und so fahren sie zu ihm. Iris hat eine Menge mit ihrem Vater aufzuholen, redet viel mit ihm und erfährt die wahre Geschichte.

    Die ersten sechs Kapitel hatte ich Schwierigkeiten, in das Buch reinzukommen, die Geschichte war durcheinander und man bekam nur wenig Hintergrundinformationen. Danach ging es irgendwann und zum Ende hin wollte ich nur so weiterlesen und erfahren, wie es weitergeht.
    Doch ist Jenny Valentine gelungen, mich bei der Stange zu halten, indem sie diese Hintergrundinformationen nie sofort erzählt hat. Da wurde dann etwas angedeutet und irgendwann später erfährt man es erst.
    Die Story ist ziemlich interessant und auch etwas Neues. Trotzdem kann ich das Buch nur als "seltsam" beschreiben. Es ist für mich nicht "total schön" oder "die Protagonistin war zu zickig", sondern einfach "seltsam". Trotzdem gibt es eine geniale Stelle im Buch und zwar das Ende. Da gibt es noch einen richtigen Knall.

    Note 3
  15. Cover des Buches Das Mysterium der Zeit (ISBN: 9783746629667)
    Rita Monaldi

    Das Mysterium der Zeit

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Themistokeles
    Ich glaube ehrlich, dass ich bisher noch kein Buch hatte, an dem ich so lange gesessen habe, wie an »Das Mysterium der Zeit«. Insgesamt habe ich jetzt fast ein ganzes Jahr gebraucht, um das Buch endlich zu beenden. Das hing mit vielen Dingen zusammen, die ich hier auch gleich noch näher erläutern will und eins war es auf jeden Fall nicht, fehlende Zeit.

    Denn Zeit das Buch zu lesen hätte ich locker gehabt, wenn man sieht, was ich so alles zwischendrin noch gelesen habe, das Problem war vielmehr, dass das Buch so vollkommen anders war, als ich es erwartet hätte. Im Klappentext wird einem erzählt, dass Abenteuer passieren, dass man einem Mysterium, einem Betrug bei der historischen Zeitrechnung auf den Grund kommt und vor allen Dingen, dass es sich hier einmal um eine neue Theorie handelt. Nicht, die Theorie, dass irgendein Papst ein paar Jährchen hinzugefügt hat, nein, die ganze Antike soll eine Lüge sein. Klingt spannend, dachte ich mir und dadurch machten mir die vielen Seiten auch so gar nichts aus.

    Jedoch war das weit gefehlt. Spannung gab es in diesem Buch eigentlich gar keine. Die Abenteuer, die vorhanden waren, gingen durch den Schreibstil so sehr unter, dass man sie nicht wirklich als Abenteuer wahrnahm, sondern sie auch eher so wirkten, als würde man sich nur die Beschreibung durchlesen, wie man z.B. eine Pflanze zu pflegen hätte. Es war einfach langweilig, trocken und was man noch so alles nennen kann, wenn etwas einen einfach gar nicht fesselt. Dazu trug die Sprache des Romans auch noch gekonnt bei, denn man hatte ein wenig das Gefühl, dass er eigentlich um 1500 rum geschrieben worden sein muss, so gestelzt und seltsam war einfach die gesamte Form des Romans. Und ebenso seltsam waren auch die Charaktere, die man kennenlernt.

    Davon abgesehen, war es einfach so, dass das Hauptthema des Romans, die erfundene Antike, eigentlich so gut wie keine Rolle spielt. Es wird nach locker der Hälfte des Romans etwas angerissen, aber wirklich als wichtiges Thema, kam es mir nie vor. Nur so leicht am Rande. Es war sogar irgendwie so, dass mir die Gründe der Charaktere etwas zu tun, ihre Motiv und ihr Handeln selbst, einfach vollkommen sinnfrei erschienen, zumindest verstand ich einfach nicht, was sie sich wirklich aus der Suche, um dies es hauptsächlich zu gehen schien, versprachen.

    Wie man sieht, also schon ein eher seltsames Buch. Dazu kamen dann noch meine Erkenntnis, dass es sich bei mir super zum Einschlafen eignete, denn über 3 Seiten kam ich meistens im Liegen nicht hinaus, dann fielen mir sie Augen zu und das war es dann und die Tatsache, dass ich eigentlich schon von Beginn an hätte vermuten können, dass an dem Buch vielleicht etwas komisch ist. Gleich auf den ersten Seiten steht nämlich, dass die Originalfassung auf Italienisch nie veröffentlicht wurde, sondern das Buch seine Erstveröffentlichung auf Niederländisch hatte. Schon irgendwie seltsam, dass das Buch erstmal übersetzt werden musste, auch wenn die Italiener mit ihrer Kirche manchmal auch ein bisschen seltsam sind.

    Wer also für eine lange Zeit eine super Einschlaflektüre haben will, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen, denn man hat lange etwas davon. Jedem anderen, würde ich davon aber nur sehr abraten! Ich selbst habe es auch nur bis Seite 752 gelesen, denn den ca. 100-seitigen Anhang, wollte ich mir einfach nicht mehr antun.

  16. Cover des Buches Die Stadt der Heiligen (ISBN: 9783499248627)
    Petra Schier

    Die Stadt der Heiligen

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Subidu

    Nachdem ich bereits die Reihe der Apothekerin Adelina von Petra Schier nur so verschlungen habe, habe ich nun mit der Aachen-Trilogie angefangen. Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht.

    Mit der Protagonistin Marysa hat Petra Schier eine sehr sympathische Frau erschaffen, mit der ich mich schnell identifizieren konnte. Noch sehr jung und etwas unbeholfen am Anfang, entwickelt sie sich im Laufe des Romanes und wird selbstsicherer. Mir hat ihre Entwickling sehr gut gefallen.

    Aber auch die anderen Protagonisten sind mehr als interessant und vielschichtig: der Mönch Christopherus, Marysas Mutter oder Milo. Eine sehr gute Mischung an Charakteren mit Ecken und Kanten, sympathisch und liebenswert.

    Sehr gut recherchiert über das Aachen im 15.Jahrhundert, taucht man sofort ein in diese Welt. Der bildliche und flüssige Schreibstil , hat mich bis zum Schluss gefangen gehalten, genauso wie der Kriminalfall.

    Gekonnt hat mich die Autorin auf manch falsche Fährte gelockt und so war die schlüssige Auflösung doch sehr überraschend.

    Sehr gefallen hat mir die Beschreibung der Stadt und die Heiltumsweisung, die Stimmung vor Ort in dieser Zeit. Ich hatte teilweise das Gefühlt mit dabei zu sein, so lebendig hat sie es beschrieben.

    Auch sehr gut gefallen haben mir die historischen Nachbemerkungen und das Rezept aus der Zeit am Ende des Romanes.

    Ein absolut gelungener historischer Roman, der zu keiner Zeit langweilig war und den ich nur weiterempfehlen kann. Ich freue mich nun schon sehr auf den zweiten Teil der Trilogie.

  17. Cover des Buches Die Fälscherin (ISBN: 9783548285429)
    Julia Freidank

    Die Fälscherin

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Nemo

    Jerusalem im Jahre des Herrn 1148: Die junge Adelige Heilwig erkrankt auf dem zweiten Kreuzzug an Lepra. Nur ihr Mentor und Lehensherr, Bischof Otto von Freising, glaubt noch an ihre Rettung und tatsächlich kann sie – wie durch ein Wunder vollkommen genesen – nach Baiern zurückkehren. In ihrer Heimat wird die Gezeichnete unter dem Namen Blanka von der Bevölkerung fast schon wie eine Heilige verehrt. Doch als ihr Vater stirbt, droht neues Ungemach: Der Verwalter der Kirchengüter verweigert ihr die Erbschaft des Lehensgutes Burgrain. Das Vogteiamt untersteht nämlich Otto dem Rotkopf vom Geschlecht der aufstrebenden Wittelsbacher. Und diese versäumen keine Gelegenheit, sich strittige Ländereien, notfalls auch mit Gewalt, anzueignen. Bischof Otto weiß sich zu wehren: Indem er in Kloster Neustift Urkunden – unter anderem mit Hilfe der begabten Blanka – fingieren lässt, weist er seinerseits umstrittenen Besitz rechtskräftig dem Bistum zu. In ihrer neuen Wirkungsstätte Neustift pflegt Blanka auch einem schwer verwundeten Ritter; sie verliebt sich in ihn und zeugt mit diesem ein Kind. Was sie noch nicht weiß: Der gutaussehende Mann ist Otho Kopf, ein gefährlicher Kämpe der Wittelsbacher. Um Burgrain für sich und die Kirche zu sichern, heiratet Blanka widerwillig den bischöflichen Richter Pero. Doch die Ehe geht nicht gut, Pero ahnt den Ehebruch und bewirkt ein Gottesurteil, das dramatisch endet: er selbst stirbt an den Folgen seiner Verletzung, der für Blanka kämpfende Otho wird lebensbedrohlich verwundet und Blanka selbst verstoßen. Als sie erfährt, dass sich die Wittelsbacher mit Heinrich dem Löwen verbunden haben und den Markt Föhring angreifen, muss sie sich endgültig zwischen der Macht der Kirche und der Macht der Wittelsbacher entscheiden …

    Die im Roman genannten – gefälschten – Urkunden existieren wirklich und werden unter anderem in der Bayerischen Staatsbibliothek aufbewahrt. Wer die Fälschungen begangen hat, wird wohl Bischof Ottos Geheimnis bleiben – ein Glücksfall für die Autorin. Die 1973 geborene Julia Freidank ist in Freising aufgewachsen und kam über ihr Hobby, den Schwertkampf, zum Schreiben. In ihrem zweiten Roman fährt sie das ganze Repertoire derzeit gängiger Mittelalterromane auf – oft auch in einer reichlich deftigen und manchmal auch sehr spezifischen Sprache: den Konflikt zwischen der adligen Oberschicht und dem einfachen Volk, die Zurückdrängung des germanischen Götterglaubens durch das Christentum, die Machtansprüche zwischen Kirche und weltlichen Herrschern, die aufkommende Überlegenheit des Geldes gegenüber dem Grundbesitz, den Zwiespalt zwischen Lehenstreue und individueller Überzeugung sowie die Angst vor Seuchen und um das ewige Seelenheil. Dem Geschmack unserer Zeit geschuldet, nehmen natürlich die komplexe Liebesgeschichte sowie die Auseinandersetzung mit dem Frauenleben im Mittelalter besonders großen Raum ein.
    Die gut recherchierte und virtuos ausgeführte Handlung entwirft ein lebendiges und unterhaltsames Porträt des Mittelalters und wird durch ein informatives Nachwort sowie ein Personenverzeichnis auch für weniger beschlagene Leser aufs Beste ergänzt.

  18. Cover des Buches Ambach – Die Deadline / Das Strandmädchen (ISBN: 9783492310338)
    Jörg Steinleitner

    Ambach – Die Deadline / Das Strandmädchen

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Briggs

    Im zweiten Band entpuppt sich die Ambach-Reihe als Krimikomödie.


    Gleich zu Beginn geht es hoch her, die Ereignisse überschlagen sich. Eigentlich absurde Szenen werden genau und lakonisch geschildert und machen Spaß, Die Autoren spielen geschickt mit dem Leser, indem sie Misstrauen gegen Vertrauen setzen und lange nicht auflösen, der innere Widerstreit des Felix Ambach ist hervorragend dargestellt.


    Es ist dringend empfehlenswert, den ersten Band vorher zu lesen, auch wenn die Eckpfeiler der Geschichte gut eingeführt sind.
    Dass es noch einen dritten Band gibt, ist eine große Freude!

  19. Cover des Buches X-Phänomene. Spurensuche im Reich des Übersinnlichen (ISBN: 9783884981108)
    Mike Dash

    X-Phänomene. Spurensuche im Reich des Übersinnlichen

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheRavenking

    Es gibt mehr Ding’ im Himmel und auf Erden, als Eure Schulweisheit sich träumt,-

    Wer kennt ihn nicht, diesen inflationär gebrauchten Spruch aus Shakespeares Hamlet? Und tatsächlich finden wohl selbst im prosaischsten menschlichen Leben hin und wieder unerklärliche Ereignisse statt, denen man nach dem Stand der heutigen Wissenschaft nicht auf den Grund gehen kann. Wer hatte nicht schon mal ein Déja-vu-Erlebnis oder wurde Zeuge irgendeines frappierendes Zufalls oder von eigenartigsten Vorahnungen heimgesucht? Und dann gibt es natürlich die wirklich bizzarren Fälle. Es existiert eine wahre Flut von Büchern, die solcherlei Begebenheiten sammelt und wiedergibt, sei es die Entführung durch Außerirdische, die Sichtung seltsamer Monsterwesen, Geistererscheinungen oder paranormale Begebenheiten wie Hellseherei, außerkörperliche Erfahrungen, etc.

    Manchmal handelt es sich um bloße Aufzählungen, aber oft lassen die Autoren keinen Zweifel daran, dass sie selbst Anhänger esoterischer Philosophien oder okkulter Lehren sind.

    Was das Buch von Mike Dash so besonders macht, ist dass der Autor versucht möglichst objektiv an die Geschehnisse heranzugehen und gleichzeitig wissenschaftliche Erklärungen zu liefern. Dazu gehört zunächst einmal die Feststellung, dass viele der Zeugen übernatürlicher Phänomene sich vermutlich irren, bzw. Opfer von Sinnestäuschungen, Hypnose, Massenhysterie und ähnlichem geworden oder ganz einfach Betrügern aufgesessen sind. Dies dürfte die Zielgruppe (schließlich sind es meist Leute, die bereits an das Paranormale glauben, welche ein Buch dieser Art zur Hand nehmen) ziemlich vor den Kopf stoßen. Immer wieder lässt Dash Skeptiker zu Wort kommen und beweist u. a., dass das vorhandene photographische Material über PSI-Phänomene (sei es Aufnahmen über das Ungeheuer von Loch Ness, Geisterphotographien oder Bilder fliegender Untertassen) fast vollständig unbrauchbar ist, weil so gut wie nie die Möglichkeit einer Fälschung ausgeschlossen werden kann. Der Rest (das sind laut Dash wohl lediglich 5% der Berichte) mag tatsächlich wahr sein, aber solange es keine greifbaren Beweise gibt, werden diese Dinge immer umstritten bleiben.

    Das Ergebnis ist ein Widerspruch an sich: Ein scheinbar bodenständiges Buch über übernatürliche Phänomene, das aber klug genug ist zuzugeben, dass Ereignisse dieser Art dennoch möglich sind und ein Teil von ihnen wohl noch auf lange Zeit wissenschaftlichen Erklärungshypothesen unzugänglich bleiben wird.

  20. Cover des Buches The Italian Teacher (ISBN: 9780525559085)
    Tom Rachman

    The Italian Teacher

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war (ISBN: 9783499249389)
    Pauls Toutonghi

    Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Meine Urlaubsleseperle war dieses Jahr „Die Geschichte von Yuri Balodis und seinem Vater, der eigentlich Country-Star war“ von Pauls Toutonghi. Nach wenigen gelesenen Zeilen ist man mittendrin in dieser Geschichte eines Teenagers, der in Milwaukee groß wird. Wir schreiben übrigens das Jahr 1989, ein geschichtsträchtiges Jahr. Das gilt auch für Yuri, denn seine Eltern sind einst aus dem sowjetischen Lettland geflüchtet, preisen Amerika als gelobtes Land, in dem alles möglich und frei ist, im Gegensatz zur Sowjetunion. Und da verliebt sich Yuri ausgerechnet in seine Mitschülerin Hannah, einer Kommunistin, die engagiert ihren Weg geht und nicht zu beeindrucken von den echten Erlebnissen von Yuris Familie ist. Hannahs Vater, Dr. Graham, bezieht sogar Prügel von Herrn Balodis, als dieser seinen Sohn bei einer morgendlichen Demonstration erwischt. Yuri soll eine kommunistische Zeitung beim Schichtwechsel an Arbeiter verkaufen. Dr. Graham hat, nach Meinung von Herrn Balodis, schließlich nie unter dem Kommunismus leiden müssen, hat nie erfahren, dass er zum Beispiel kein Recht gehabt hätte wieder zurück nach Amerika zu gehen, sollte es ihm im sowjetischen Lettland nicht gefallen. Yuri stellt sich ähnliche Fragen, wie es ihm wohl ergangen wäre, wenn er nie die Möglichkeiten gehabt hätte, frei und offen in eine Bibliothek zu gehen und alle Bücher auszuleihen, die er lesen wollte. So sucht er Trost in perfekten, präzisen Sätzen, wenn er mal nicht weiter weiß in seinem Leben.
    Die überaus liebenswerte Beziehung zwischen dem Bourbon trinkenden Vater und seinem Sohn, der mehr als vorsichtigen Mutter, die Spracheigenheiten, all das ist vom Autor sehr herzlich beschrieben. Man leidet bei jeder Zeile Schwermut und bei den kleinen und großen Katastrophen, lacht und freut sich bei positiven Ereignissen.
    Und da ist natürlich die Country-Musik, die die Familie bereits in Lettland begleitet hat, der Vater singt beharrlich seine Lieder. Als die Ereignisse sich während dem Mauerfall in Deutschland überschlagen, ändert sich auch für die Familie Balodis alles. Sie erwarten Besuch aus der alten Heimat.
    Toutonghi ist wichtig immer wieder zu betonen, welche Freiheiten sein junger Protagonist Yuri in Amerika erleben darf, seine Meinung frei zu äußern, Musik laut, sogar bei geöffnetem Fenster zu hören. Dessen Vater lässt er die Frage stellen, warum es Arbeitern in einem sozialistischen Staat besser gehen soll als im kapitalistischen Amerika? Yuri flüchtet in diesen Augenblicken zu seinen Büchern, die ihm seine Mutter, die in einer Bibliothek arbeitet, stapelweise mitbringt. Über allem schweben Liebesgeschichten, nicht nur zwischen Yuri und Hannah.
    Witzig sind die zum Teil langen Zwischenüberschriften, die für sich schon eine Geschichte erzählen. Um mit den Worten von Yuris Vater zu enden, eine wunderbare Story, nach meiner Meinung.
    Informationen über den Autor finden sich im Netz zum Beispiel unter rowohlt.de/autor/pauls-toutonghi.html


  22. Cover des Buches Heidenlärm (ISBN: 9783897058088)
    Alfred Hellmann

    Heidenlärm

     (4)
    Aktuelle Rezension von: AnjaKoenig
    ein recht interessantes buch, das sich gut lesen lässt. hat mir eigentlich schon gefallen, auch wenn es nicht ganz mein stil war. die ich-erzählung hat ein ernstes thema. auch die spannung ist vorhanden.
  23. Cover des Buches Der Mackenzie Coup (ISBN: 9783442469383)
    Ian Rankin

    Der Mackenzie Coup

     (28)
    Aktuelle Rezension von: wacaha

    Michael „Mike“ Mackenzie hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann: Als junger Unternehmer hat er ein Vermögen verdient und kann sich alles leisten, was er möchte. Doch einige begehrenswerte Dinge kann sich selbst der passionierte Kunstliebhaber nicht kaufen, da Gemälde der National Gallery of Scotland nun einmal unverkäuflich sind. Doch gerade das macht ihren Reiz aus – und so ist der gelangweilte Mike nicht schwer davon zu überzeugen, einem scheinbar genialen Coup beizuwohnen. Gemeinsam mit zwei Freunden arbeitet er einen Plan aus, wertvolle Kunstwerke aus der Archivsammlung des Museums zu entwenden. Ohne kriminelle Hilfe geht dies aber nicht und so wendet er sich an Edinburghs stadtbekanntesten Kriminellen Chib Calloway – ohne zu ahnen, dass dieser seine eigenen gefährlichen Pläne verfolgt.

    Ian Rankins „Der Mackenzie Coup“ ist ein angenehm geschriebenes Buch, welches zunächst ruhig und unaufgeregt wie ein Roman über Kunst beginnt. Es ist an sich flüssig zu lesen, hat aber gerade zu Beginn auch seine Längen, da dem eigentlichen „Coup“ eine etwas langatmige Heranführung vorausgeht. Ab der zweiten Hälfte kommt dann aber doch Spannung auf, welche sich kontinuierlich steigert. Das gesamte Buch ist leider etwas vorhersehbar und so kommt auch die Wendung am Ende wenig überraschend.

    Gut gefallen haben mir die Figuren. Rankin kreiert sehr unterschiedliche Charaktere, die aber in ihren jeweiligen Facetten stets authentisch und gut nachvollziehbar für den Leser bleiben.

    Alles in alle ein angenehm zu lesendes Buch für ruhige Stunden.

  24. Cover des Buches Die indischen Opale (ISBN: 9783942788175)
    Ludwig Rubiner

    Die indischen Opale

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden

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