Bücher mit dem Tag "fahrrad"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fahrrad" gekennzeichnet haben.

90 Bücher

  1. Cover des Buches Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet (ISBN: 9783442376247)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 1 - Mord im Gurkenbeet

    (1.425)
    Aktuelle Rezension von: Moonchild7

    Ich habe nun zum zweiten Mal versucht, in diese Buchreihe hinein­zufinden. Beim ersten Erscheinen des ersten Bandes war ich sofort interessiert, denn skurrile Figuren sprechen mich grundsätzlich an, auch wenn Krimis nicht zu meinen bevorzugten Genres gehören. Flavia als Protagonistin gefällt mir nach wie vor sehr gut. Ihr trockener Humor ist einer der stärksten Punkte des Buches und trifft genau die Art von Witz, die ich mag. Man muss diese Art Humor allerdings zu schätzen wissen, sonst verliert die Geschichte schnell ihren Reiz.

    Lange Zeit dachte ich, mein anfänglicher Zugangsschwierigkeit läge an der umfangreichen Chemiethematik. Obwohl ich in der Schule selbst gut in dem Fach war, habe ich das Interesse später nicht weiterverfolgt. Inzwischen weiß ich jedoch, dass komplexe Themen mich in Romanen nicht grundsätzlich stören, sofern sie gut in die Handlung eingebettet werden. Andere Bücher haben mir gezeigt, dass ein guter Balanceakt möglich ist und man auch Fachliches leicht verständlich einfließen lassen kann. Ein Roman sollte das leisten können, da man ansonsten besser zu einem Fachbuch greifen könnte.

    Dass ich der Reihe eine zweite Chance gegeben habe, liegt auch daran, dass sie häufig empfohlen wird, wenn man Wednesday oder die Addams Family mag. Die Parallelen liegen tatsächlich nahe. Flavia und ihre Familie erinnern in vielen Momenten an die exzentrischen Addams. Dennoch fehlt mir etwas Entscheidendes: die Leichtigkeit und das Fantasievolle, das ich an Wednesday so schätze. Der Schreibstil ist für meinen Geschmack überfrachtet. Es wird viel erklärt und wenig gezeigt, was den Lesefluss spürbar hemmt. Viele Sätze fließen nicht organisch ineinander, sodass ich häufig im Text hängen blieb und das Lesen nicht richtig genießen konnte. Action brauche ich nicht zwingend, aber ich wünsche mir einen natürlichen, atmosphärischen Handlungsfluss, der mich trägt.

    Auch beim zweiten Versuch konnte mich dieser Band daher nicht vollständig überzeugen. Einige Elemente gefallen mir sehr gut, besonders die Figur Flavia und der Humor. Der Erzählstil verhindert für mich jedoch, dass ich wirklich in die Geschichte eintauche.

  2. Cover des Buches Verheißung Der Grenzenlose (ISBN: 9783423216845)
    Jussi Adler-Olsen

    Verheißung Der Grenzenlose

    (527)
    Aktuelle Rezension von: Ulrike_Ozdemir

    Der sechste Fall von Carl Morck und seinem Team versprach zunächst wieder eine gute Kombination aus Spannung, Humor und Charakterstudie. Leider ziehen sich die beiden Hauptstränge, in denen einerseits die Polizeiarbeit, andererseits eine gescheiterte Frau, die einer vor 17 Jahren gegründeten Sekte vorsteht, so in die Länge, dass man irgendwann nur noch hofft, dass Carl, Assad und Rose endlich kapieren, was man selbst schon vor gefühlt tausend Seiten verstanden hat. 

    Die Umsetzung der Idee hätte wirklich gut sein können, aber leider hat sich der Autor in seinen eigenen Netzen verfangen. 

  3. Cover des Buches Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht (ISBN: 9783453410534)
    Nicholas Sparks

    Safe Haven - Wie ein Licht in der Nacht

    (914)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa

    Plötzlich taucht die junge Frau Kathi in einer Kleinstadt in North Carolina auf. Sie meidet Kontakte, bis sie Vertrauen zu dem Witwer Alex fasst. Alex merkt sofort, dass Kathi vor einer dunklen Vergangenheit flieht. Kathi beginnt ihr Leben neu aufzubauen, doch die Gefahr ihrer Vergangenheit wird immer bedrohlicher. Ihr Verfolger kommt immer näher.


    Nicholas Sparks ist mal wieder ein Meisterwerk gelungen. Ich bin sofort in das Buch abgetaucht – es ist sehr spannend und es wurde schon fast etwas Thriller-Aspekt eingebaut, dadurch, dass die Kapitel abwechselnd aus Kathis und der Sicht ihres Verfolgers geschrieben wurden. Ich bekam teilweise ein sehr beklemmendes Gefühl, so sehr war ich in die Geschichte abgetaucht. Ein richtiges Katze-und-Maus-Spiel.


    Zeitgleich entwickelt sich eine sehr behutsame Liebesgeschichte zwischen Kathi und Alex, die das Roman-Feeling aufrechterhält und echte Wärme in die Geschichte bringt. Am Ende wird dem Roman eine fast schon spirituelle Note verliehen, was ich so definitiv nicht erwartet habe. Wieder ein Meisterwerk von Nicholas Sparks!

  4. Cover des Buches Der Sommer der Sternschnuppen (ISBN: 9783734102530)
    Mary Simses

    Der Sommer der Sternschnuppen

    (198)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Der Sommer der Sternschnuppen von Mary Simses war mein erstes Buch der Autorin. Leider konnte es mich nicht überzeugen. Es hat mich einfach nicht abgeholt. Die Story verspricht einen leichten Roman mit ein paar Verwicklungen und das zurück in ein Leben finden. Bekommen habe ich einen langatmigen, vorhersehbaren und leider auch langweiligen Roman.

    Grace kehrt übergangsweise nach Dorset zu ihren Eltern zurück. Sie hat ihren Job verloren, wurde von ihrem Freund sitzen gelassen und zu allem Überfluss stürzt ihre Wohnzimmerdecke ein. In Dorset will sie Ruhe finden und wieder in ihr Leben zurück. Doch schon bald merkt sie, dass sie nicht die Ruhe finden wird. Denn in Dorset wird ein Film gedreht und der Regisseur ist Peter, ihre erste große Liebe. Nun treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander und bringen einiges durcheinander.

    Wie gesagt, die Story könnte ganz gut sein. Doch sie ist nicht besonders umgesetzt. Zum einen waren mir die Protagonisten unsympathisch und ich konnte mit Grace nichts anfangen. Zum anderen gefiel mir der Schreibstil auch nicht. Ich bin schlecht in das Buch reingekommen und habe ewig gebraucht es zu beenden. Schnell war mir klar das es eine Geschichte hinter der Geschichte gibt die aber auch nicht wirklich überzeugend war. Ich frage mich bei solchen Büchern oft, ob es wirklich so unreife, dreiste, nervige und lebensunfähige Menschen gibt. Tja leider versinnbildlicht all dies die Hauptprotagonistin. Das Buch ist durchsetzt mit belanglosen und langweiligen aneinander gereihten Sätzen. So habe ich das Buch leider empfunden. Ich habe noch ein Buch der Autorin auf meinem SuB, weiß aber nicht ob ich es wirklich lesen werde. Dieses hier kann ich leider nicht empfehlen.

  5. Cover des Buches A Place to Grow (ISBN: 9783426528624)
    Lilly Lucas

    A Place to Grow

    (425)
    Aktuelle Rezension von: abouteverybook

    Nachdem ich den ersten Band vor etwa vier Jahren gelesen habe (und nebenbei bemerkt sehr schön fand), wurde es langsam einmal Zeit die Reihe fortzusetzen.
    Lilac hat einen wundervollen Charakter. Neben allem was sie täglich stemmt, ist sie absolut liebenswürdig und so unglaublich stark. Sie ist immer für ihre Familie sowie für die Farm da und man merkt direkt, dass sie liebt was sie tut. In ein paar ihrer Züge habe ich mich auch selber wiedererkannt. Für mich ist sie einfach zu gut für diese Welt.
    Mit Bo bin ich eine ganze Weile nicht richtig warm geworden. Obwohl ich zunächst nicht die ganze Hintergrundgeschichte kannte, habe ich mir recht schnell eine Meinung über ihn gebildet und die fiel nicht unbedingt positiv aus. Darüber hinaus hat mich etwas gestört, dass er auf eine Art und Weise versucht hat Lilac, was das Peach Festival angeht, zu sabotieren. An der Stelle war das für mich etwas unlogisch, denn wenn er sie doch immer noch mögen würde, hätte er sich ihr gegenüber anders verhalten. Zumindest habe ich mir gewünscht, dass er sich anders verhält. Letztendlich fand ich ihn dann gar nicht so schlimm, aber trotzdem konnte ich nicht vergessen, wie er sich zuvor verhalten hat.
    Wie auch im ersten Teil wird man direkt in einen sommerlichen Farm-Vibe gezogen und fühlt sich einfach nur rundum wohl. Das Setting war traumhaft schön beschrieben und teilweise hatte ich auch echt Lust mal auf der Farm und im Farmladen vorbeizuschauen. Lillys Schreibstil hat dazu auch eine ganze Menge beigetragen.
    Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne. Auch wenn ich mit Bo nicht ganz warmgeworden bin, habe ich die Geschichte wirklich so gerne gelesen und freue mich, nicht zuletzt aufgrund des atemberaubenden Settings, auf die weiteren Teile der Reihe.

  6. Cover des Buches Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden (ISBN: 9783462006865)
    Per J. Andersson

    Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr um dort seine große Liebe wiederzufinden

    (208)
    Aktuelle Rezension von: porte-bonheur

    Es sind schon soviele Besprechungen zu diesem Buch erschienen, dass ich hier nicht noch eine geben muss. Du meine Güte, es ist ja auch schon 2015 erschienen und hat zig Auflagen erlebt. Ich habe es jetzt als Fund in einem Bücherschrank noch einmal gelesen und stellte fest, dass diese Geschichte in Zeiten beängstigender Krisen - die meisten davon wie immer von Spinnern verursacht - eine beruhigende, wenn nicht gar eine heilsame Wirkung hat. Allein schon die Fahrradreise, die Pikay unternimmt, um zu seiner Lotta nach Schweden zu kommen, und dabei durch die Länder kommt, die die "Achse des Bösen" darstellen, von grausamen Diktaturen beherrscht werden und wo dieser Tage Krieg stattfindet. Überall leben Menschen und der Leser begegnet diesen Menschen und stellt dabei fest, dass es menschlicher wäre, wenn wir alle uns nur etwas menschlicher verhielten. Ja, das klingt kitschig und vielleicht verbrämt, aber bisweilen ist ja genau das heilsam.

  7. Cover des Buches Ein Coffee to go in Togo (ISBN: 9783958894822)
    Markus Weber

    Ein Coffee to go in Togo

    (35)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76

    ‚Ich zweifelte an meinem Verstand! Togo, Afrika. Mit dem Fahrrad! Aber inzwischen war es zu spät. Es gab kein Zurück.‘ (Seite 19)

    Markus Maria Weber sitzt im November 2011 auf dem Weg zur Arbeit im ICE, beobachtet kaffeetrinkende Mitreisende und denkt über Kaffee, to go und Togo nach. Und da beschließt er, dass er aus dem Hamsterrad aussteigen will, dass er mit dem Fahrrad nach Togo fahren möchte. Er spricht mit seinem Chef, nimmt sich ein Jahr Auszeit, und dann geht es los.

    Weber startet in Deutschland, fährt über die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, die Republik Moldau und die Ukraine in die Türkei, durch Griechenland, Vatikanstadt, Italien und Spanien. Auf dem afrikanischen Kontinent radelt er von Marokko nach Westsahara, Mauretanien, Senegal, Gambia, Guinea-Bissau, Guinea, Sierra Leone, Liberia, die Elfenbeinküste und Ghana bis nach Togo.

    Schon der erste Blick ins Inhaltsverzeichnis macht deutlich, dass man es hier mit einem ganz besonderen Abenteuer zu tun hat, dass man Weber bei einer unglaublichen Reise begleiten darf. Das hat mir sehr viel Lust aufs Buch gemacht, und Webers Reise ist nicht nur ein echtes Abenteuer, sondern sein Buch ist zudem richtig toll geschrieben und der Autor extrem sympathisch.

    Die besuchten Länder sind - vor allem in Afrika, aber auch teilweise in Europa - bisweilen ungewöhnlich und eher weniger bekannt, so dass ich hier sehr gerne mitgereist bin, viel Neues erfahren habe, Land und Leute kennenlernen durfte.

    Weber hat seine Reise vor 13 Jahren unternommen, und die Welt hat sich seither recht stark verändert: die Corona-Pandemie, die immer extremeren Auswirkungen des Klimawandels, der Krieg in der Ukraine, der immer ausgeprägtere Rechtsruck in unzähligen Ländern. Die Reise in die Vergangenheit empfand ich aber nicht als störend, sondern als spannend.

    Das Buch enthält ein paar Fotos, meist in s/w. Ich persönlich hätte mich sehr über mehr Fotos, vor allem in Farbe, gefreut, um diese ungewöhnliche Reise noch lebendiger erleben und noch besser begleiten zu können. Aber das ist nur eine kleine Anmerkung, auch ohne diese Fotos ist das Buch eines meiner Lieblingsbücher 2024.

  8. Cover des Buches Neujahr (ISBN: 9783442770540)
    Juli Zeh

    Neujahr

    (405)
    Aktuelle Rezension von: jeanninex

    In „Neujahr“ begleitet man Henning, einen scheinbar durchschnittlichen Familienvater, auf einer Radtour auf Lanzarote – eine Flucht vor dem Alltagsdruck, eine Reise ins Innere. Juli Zeh gelingt es dabei mit ihrer gewohnt präzisen und atmosphärischen Sprache, die psychischen Zustände ihres Protagonisten spürbar zu machen. Ihre Stärke liegt klar in den detaillierten Beschreibungen, mit denen sie emotionale Tiefe erzeugt und eine subtile Spannung aufbaut.

    Diese sprachliche Feinfühligkeit ist gleichzeitig Stärke und Schwäche des Romans: Manchmal verliert sich die Erzählung in der Dichte der Gedanken, wirkt langatmig, fast schwerfällig. Es ist jedoch eine Geschichte, die Wirkung hinterlässt und Fragen nach Verdrängung, Elternschaft und psychischer Belastung stellt.

  9. Cover des Buches Apfelkuchen am Meer (ISBN: 9783749902125)
    Anne Barns

    Apfelkuchen am Meer

    (183)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Sutter

    Frischer Apfelkuchen trifft auf die raue Ostseebrise.

    In Apfelkuchen am Meer wird aus der kleinen Auszeit mit Arbeitseinsatz auf der ostfriesischen Insel Juist schnell ein Wendepunkt für mehrere Generationen.

     Der Apfelrosenkuchen ist das symbolische Bindeglied in Merles Familie. Ein altes Rezept weckt Erinnerungen und wirft Fragen auf, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.

    Merles Inseloma und ihre verstorbene Tante Undine haben eine Geschichte, die plötzlich das Leben der gesamten Verwandtschaft erschüttert. Eine Spurensuche nach den eigenen Wurzeln, zwischen Dünenspaziergängen, Meeresrauschen und der Arbeit im Café.

    Leckere Rezepte verfeinern das Leseerlebnis.

  10. Cover des Buches Die eine, große Geschichte (ISBN: 9783596296019)
    Patricia Koelle

    Die eine, große Geschichte

    (60)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Kalle Brennicke hatte bereits als Kind einen Traum. Er wollte Busfahrer eines großen gelben Doppeldeckerbusses in Berlin sein. Kalle lebt seinen Traum seit Jahrzehnten. Bis zu diesem Tag, als er beschließt, dass sein Traum fertig geträumt ist. Heute ist der Tag, an dem er Hals über Kopf alles stehen und liegen lässt, um auf eine Reise zu gehen und einen neuen Traum zu finden.
    Er fährt mit einem Bus, diesmal als Fahrgast, nach Warnemünde, und von dort mit dem Rad die Küste entlang bis hoch nach Dänemark und wieder zurück. Sein Ziel ist das Finden von Wörtern für die eine große Geschichte, die er so gern schreiben würde.

    Kalle lernt das Alleinsein zu lieben und findet doch in zahlreichen neuen Bekanntschaften und Begegnungen Helfer, Ankerpunkte, Freundschaften und am Ende eine Person, mit der er ein Gefühl seiner Jugend endlich wieder fühlen kann: "das Gefühl eines Junimorgens, an dem es nach Erdbeeren riecht und an dem die Amseln singen".

    Wie so viele Bücher der Autorin ist auch dieses eines zum Träumen, zum Wegdriften aus der Realität, zum Inspirieren lassen und Staunen, was das Leben alles zu bieten hat, wenn man sich nur traut.
    Die Figur Kalle Brennicke ist einem in Patricia Koelles Bücheruniversum auch bereits begegnet oder wird es noch tun, wenn man die Nordsee-Trilogie in sich aufsaugt. Leider, leider kann sich das menschliche Gehirn ach so wenig merken, dass musste ich hier auch wieder feststellen, als ich krampfhaft versucht habe mich nach vier Jahren an das schon Gelesene zu erinnern und Verbindungen zu knüpfen. Ich habe in der Trilogie gesucht und passagenweise nochmal nachgelesen, um wieder ein halbwegs ganzes Bild von Kalle und Rhea zu bekommen.

    "Die eine große Geschichte" ist ein nahezu perfektes Wohlfühlbuch für kalte Tage, an denen man mit Kalle durch ein Winterhalbjahr radelt um sich einlullen zu lassen, von dieser besonderen Atmosphäre.

  11. Cover des Buches Lichtungen (ISBN: 9783608988918)
    Iris Wolff

    Lichtungen

    (266)
    Aktuelle Rezension von: biadia

    „Lichtungen“ von Iris Wolff ist definitiv kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Die Erzählweise ist außergewöhnlich, denn die Handlung entfaltet sich in umgekehrter Reihenfolge. Was zunächst wie ein Ende wirkt, wird nach und nach zum Ausgangspunkt einer Geschichte, die immer mehr von Lev und Kato preisgibt.

    Gerade diese besondere Erzählstruktur hat mich beim Lesen immer wieder innehalten lassen. Man muss aufmerksam bleiben und die einzelnen Erinnerungen und Ereignisse miteinander verbinden. Anfangs war das für mich etwas ungewohnt, aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr konnte ich mich darauf einlassen.

    Lev und Kato sind zwei Menschen, deren Leben ganz unterschiedliche Wege nimmt und die sich trotzdem über viele Jahre hinweg verbunden bleiben. Ihre Beziehung hat für mich etwas sehr Zartes und gleichzeitig Melancholisches. Besonders schön fand ich die leisen Momente und die Art, wie Iris Wolff Gefühle vermittelt, ohne sie ständig auszusprechen.

    Die Sprache ist für mich eines der großen Highlights dieses Romans. Sie wirkt fein, bildhaft und unglaublich sorgfältig gewählt. Manche Sätze habe ich zweimal gelesen, einfach weil sie so schön waren.

    „Lichtungen“ war für mich nicht unbedingt eine leichte Lektüre und an einigen Stellen musste ich mich erst in die Geschichte hineinfinden. Trotzdem hat mich das Buch beeindruckt und noch eine ganze Weile beschäftigt.

    Ein ruhiger, poetischer Roman über Verbundenheit, Veränderung, Erinnerungen und die Wege, die das Leben manchmal einschlägt. Nicht für schnelle Unterhaltung, sondern für alle, die sich gerne auf eine besondere Erzählweise und eine wunderschöne Sprache einlassen.

  12. Cover des Buches Die Moselreise (ISBN: 9783442744176)
    Hanns-Josef Ortheil

    Die Moselreise

    (36)
    Aktuelle Rezension von: stefan182

    “Die Moselreise” ist eine autobiografische Erzählung von Hanns-Josef Ortheil, die auf einer Reise basiert, die der Autor gemeinsam mit seinem Vater im Jahr 1963 unternahm (nach eigenen Angaben schrieb er unmittelbar nach der Reise auf Grundlage seiner Notizen die vorliegende Erzählung, weshalb “Die Moselreise” auch den Untertitel “Roman eines Kindes” trägt). Erzählt wird die Reise dementsprechend von einem Ich, dem kindlichen Reisenden. Die Reise führt Vater und Sohn, beginnend mit Koblenz, über Kobern-Gondorf, Burg Eltz, Cochem, Beilstein, Ediger-Eller, Bullay und Bernkastel-Kues bis nach Trier. Im Mittelpunkt stehen dabei einerseits Mikroabenteuer, die das Ich erlebt: die erste Übersetzung mit einer Fähre (ganz allein), eine Katze, die ihn nicht aus den Augen lässt, ein funkelndes Beilstein mit Tänzen, eine (langatmige) Führung durch Burg Eltz, das Rutschen über den Domstein in Trier oder auch das Fußballspielen mit anderen Kindern, die er auf der Reise trifft. Andererseits finden sich auch Reflexionen von Geschichte und Gegenwart: So philosophieren die beiden Protagonisten u.a. über die römische Geschichte der Moselregion, den Weinanbau und das gerade stattfindende Zweite Vatikanische Konzil. Ergänzt wird beides durch Beschreibungen der besuchten Städte, wobei insbesondere die Burg Eltz, Beilstein und Bernkastel-Kues atmosphärisch herausstechen. Interessant ist auch der erzählerische Aufbau der Reiseerzählung. Durchbrochen wird der Haupttext, die eigentliche Reise von Vater und Sohn, durch zwei Arten von Nebentexten: Postkarten, die der Ich-Erzähler an die daheimgebliebene Mutter schrieb, sowie kurze Überlegungen über Unterschiedlichstes (z. B. das Braunwerden, die Farben der Mosel, Heimweh, bleibende Erinnerungen oder die Planungsweise des Vaters). Der Ton der Erzählung ist eher kindlich, in einfachen Satzstrukturen; der Inhalt ist aber keineswegs naiv, sondern vergleichsweise tiefgehend. Eingeklammert wird “Die Moselreise” durch ein aufschlussreiches Vorwort und ein nicht minder erhellendes Nachwort. Im Vorwort schildert Ortheil die Entstehung “Der Moselreise”: Grund der Reise sei Ortheils zeitweises Verstummen gewesen, das mit familiären Verlusten einherging; die entschleunigende Reise mit seinem Vater sollte dazu beitragen, dass Ortheil wieder mehr auf Menschen zugehen konnte. Im Nachwort geht Ortheil u.a. darauf ein, wie wichtig, ja geradezu therapeutisch es für ihn sei, bereits bekannte Orte erneut zu besuchen. So auch in Bezug auf die Moselreise: Nach dem Tod seines Vaters wiederholte er die Reise so genau wie möglich, um den Tod zu verarbeiten. Insgesamt ist “Die Moselreise” eine eindrückliche Erzählung, in der Reisebeschreibungen, Betrachtungen über die damalige Weltlage und Vater-Sohn-Beziehung miteinander vermengt werden. Durch den Blick auf Moselland und Leute in den 1960ern ist der Text zudem eine kleine Zeitkapsel, die man unbedingt lesen sollte, wenn man die Moselregion bereits bereist hat

  13. Cover des Buches Sisu (ISBN: 9783431040937)
    Katja Pantzar

    Sisu

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Lieblingsleseplatz

    Nordische Lebensweisheiten sind ja gerade im Trend. Und kaum haben wir unser Heim hyggeliggemacht kommen die Finnen mit Sisu daher … doch was steckt dahinter? Ein weiterer Trend? Wahre Lebensweisheiten?

    Sisu – der finnische Weg zu Mut, Ausdauer und innerer Stärke

    ..das klingt nach der ultimativen, universellen Antwort auf all unsere Fragen. (Und ich dachte das wäre 42, … egal) Doch was können wir wirklich von den Finnen lernen? Das Buch ist autobiographisch de Geschichte von Katja Pantzar, die nach Finnland zieht und sich dort erstmal erstaunt und staunend mit der finnischen Lebensweise konfrontiert sieht.

    Im Prinzip ist ein Plädoyer an die Einfachheit. Back to the roots. Wunderbar einfühlsam bringt uns die Autorin alte Weisheiten wieder ins Gedächtnis. Am allerbesten hat mir der Abschnitt über Literatur als Rettungsanker gefallen …

    Weniger ist mehr. Ohne all den Ballast, den wir mit uns herum schleppen und um uns horten lebt es sich leichter, freier! Eigentlich wissen wir das ja, oder? Aber denken wir auch daran?

    Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt. Heute beim Spaziergang mit Hund und Tochter habe ich meine Umwelt anders wahr genommen. Bewusster.

    Ich vergebe von 5 Lieblingslesesessel für ein Buch, dass mir zwar nicht unbedingt neue, bahnbrechende Erkenntnisse geliefert hat, aber auf amüsante Weise die Lebensweisheiten aus dem Norden näher gebracht und mich ein wenig zum Umdenken gebracht hat.

  14. Cover des Buches Hologrammatica (ISBN: 9783785756973)
    Tom Hillenbrand

    Hologrammatica

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Schon vor ca. 8Jahren hat sich Tim Hillenbrand in seinem Roman mit diesem hochaktuellen Thema beschäftigt. Die Handlung entführt uns zum Ende des 21. Jahrhunderts. Und was dann im Verlauf geschildert wird, ließ mir häufiger mal die Gänsehaut über den Rücken laufen, da es tatsächlich genau so geschehen könnte. Und dabei ist die Phantasie mit Herrn Hillenbrand doch ganz schön durchgegangen. Nun, bei manchem bezweifle ich, dass das schon in ca. 70 Jahren umgesetzt sein könnte. Aber, das hat meinem Lesevergnügen bzw. Hörvergnügen keinen Abbruch getan.

    Die Hauptfigur Galahad Singh war mir sofort sympathisch und auch alle psychischen Höhen und Tiefen wurden nachvollziehbar beschrieben. In rasantem Tempo werden wir zum Schluss durch die Geschichte geschleust. Der Autor legt verschiedene Fährten, klärt jedoch nicht endgültig auf, auch das hat mir gut gefallen.

    Es handelt sich um eine ungekürzte Lesung mit ca. 16,5 Stunden, gelesen von Oliver Siebeck, und der macht seine Sache sehr gut.


    Fazit: Packend erzählter SciFi-Thriller


  15. Cover des Buches Die Radfahrerin (ISBN: 9783404188796)
    Susanna Leonard

    Die Radfahrerin

    (81)
    Aktuelle Rezension von: Firebee

    Annie ist eine jüdische junge Frau und Mutter. Sie ist mit dem "falschen" Mann verheiratet und ehrgeizig. Sie möchte das ihre Kinder und sie der Armut entfliehen. Daher geht sie auf die Wette ein, einmal die Welt mit einem Fahrrad zu umrunden. Das Buch erzählt von dieser Pionierfahrt. Eine wirklich grandiose Idee über Annie zu schreiben. Mir persönlich hat das Buch zu viel Längen und viele Stellen sind mir zu unrealistisch. 

    Schade das so wenig Originalmaterial von dieser bemerkenswerten Frau erhalten ist. 

  16. Cover des Buches Because of you (ISBN: 9783423782685)
    Sarah Dessen

    Because of you

    (135)
    Aktuelle Rezension von: ReadingLikeCarrie

    Heutzutage würde diese Geschichte wohl zu New Adult zählen ... nur mit mehr Drama und expliziten Szenen. Aber auf genau diese Sachen verzichtet die Autorin und deshalb gefällt mir das Buch sogar noch ein Stückchen mehr.

    Es geht viel um die Probleme, die man sich irgendwann in seinem Leben - meist nach dem Schulabschluss - stellen muss. Da gehört Emanzipation genauso dazu wie Nebenjobs, Freunde, Freiheit und Liebe. Die Protagonistin ist in einem sehr behüteten und akademischen Haushalt aufgewachsen. Nach dem Abschluss und bevor die Uni losgeht verbringt sie die Ferien bei ihrem Vater und seiner neuen Frau, die eben gerade erst ein Kind bekommen haben. Dort, so vollkommen von ihrem normalen Umfeld getrennt, lernt sie, was es heißt jung zu sein, denn sie hatte keine typische Jugend. Da stand lernen viel weiter oben auf der Liste als Spaß haben, zum Abschlussball zu gehen oder einfach nur verrückte Sachen zu machen. Wie gut, dass es Heidi, Maggie, Eli und noch viele andere Leute gibt, die ihr eine unvergessliche Zeit ermöglichen.

    480 Seiten hat das gute Stück und die lesen sich runter wie sonst was. Der Schreibstil ist sehr lebhaft und mit den Charakteren kann man sich schnell identifizieren (auch oder vielleicht obwohl sie so vielschichtig sind). Ein bisschen wird hier mit Klischees gespielt und das man manchmal hinter die Fassade blicken muss, um eine Person besser verstehen zu können.

  17. Cover des Buches Die Geschichte von Herrn Sommer (ISBN: 9783257261301)
    Patrick Süskind

    Die Geschichte von Herrn Sommer

    (225)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Es lebte also in dieser Gegend, keine zwei Kilometer von unserem Haus entfernt, ein Mann mit Namen Herr Sommer. Kein Mensch wusste, wie Herr Sommer mit Vornamen hieß, ob Peter oder Paul oder Heinrich oder Franz-Xaver, oder ob er vielleicht Doktor Sommer oder Professor Sommer hieß, oder Professor Doktor Sommer - man kannte ihn einzig und allein unter dem Namen Herr Sommer."

    Patrick Süskind ist trotz seines schmalen Werkes einer der vielseitigsten Schriftsteller deutscher Sprache. Beinahe alles, was er geschrieben und veröffentlicht hat, trägt den Charakter des Besonderen und sprachlich Akkuraten, aber sowohl das Besondere, als auch das Sprachliche nehmen in den unterschiedlichen Büchern sehr unterschiedliche Positionen ein.

    Die Geschichte von Herrn Sommer - die durch die Bilder von Sempé vollends zu einem kleinen Werk mit großem Herz beim Leser wird - ist z.B. in einem sehr lebensnahen und gleichzeitig fast kinderbuchartigen Stil gehalten, voll übersprudelnder, knapper Natürlichkeit und Einfachheit. Es ist wahrlich eine Geschichte, wie man sie auch abends am Bett des Kindes erzählen könnte, ein Märchen und doch vexierartig eher ein Märchen im Märchen.

    Denn die Rahmengeschichte ist die Geschichte einer Kindheit, der damit einhergehenden Faszination der Entdeckungen und Freuden und des großen Abstandes zu manchen Dingen, die dadurch geheimnisvoll und lebendig bleiben.
    Der Ich-Erzähler beschreibt auf kindliche (aber nicht kindische) Weise die Personen seines Lebens, das Dorf beim See, in dem er aufwächst, Dinge wie die erste Kinder-Liebe, Klavierstunden, Radfahren und manch anders. Gleichzeitig will er eigentlich die für ihn wichtigste „Geschichte“ dieser Zeit erzählen, die Geschichte vom Herrn Sommer...

    Kurz gesagt: Gleichsam angelegt als die Geschichte des Herrn Sommer, ist ein Großteil der Handlung die vom Erzähler selbst noch einmal von dieser Person ausgehende Erinnerung an seine Kindheitsjahre.

    Das Buch ist eines der wenigen Bücher, die einem gänzlich echt erscheinen, in ihrer Erzählart/-absicht gelungen, in ihrer Botschaft unaufdringlich schön. Vielleicht ist dies abschließend das einzig richtige was man sagen kann, ohne das Buch zu sehr vorwegzunehmen.
    Man sollte es auf jeden Fall lesen, denn es ist ein Buch zum Liebhaben.

  18. Cover des Buches Der Alte muss weg (ISBN: 9783453423152)
    Carla Berling

    Der Alte muss weg

    (58)
    Aktuelle Rezension von: zauberblume

    Auf diesen Roman habe ich mich schon gefreut. Schon der Titel „Der Alte muss weg“ hat mich neugierig gemacht. Und die Bücher von Carla Berling versprechen ja immer Unterhaltung pur.

    Der Inhalt: Steffi, Mitte fünfzig und Reihenhausbewohnerin, ist unzufrieden. Mit ihrem Job. Mit ihrem Aussehen. Mit ihrem Mann Tom und seinem Faible für Kreuzworträtsel. Und mit ihrem Sexualleben. Das Highlight der Woche: Jeden Montag trifft Steffi sich mit ihrer Schwester und ihren Freundinnen im Brauhaus. Außer einer Single-Frau sind alle unglücklich und würden ihre Männer lieber heute als morgen loswerden – Haus, Auto, Sparbuch und Designerküche können aber gerne bleiben! An einem langen Kölsch-Abend entsteht ein perfider Plan, wie eine unauffällige Entledigung der Gatten gelingen könnte. Doch die Umsetzung ist komplizierter als gedacht…

    Ach, war das schön! Noch jetzt nach Beendigung der Lektüre habe ich ein Grinsen im Gesicht. Dieses Buch vertreibt jede schlechte Laune. Einfach köstlich! Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitze. Durch ihre herrlichen Beschreibungen hatte ich wunderbare Bilder vor meinem inneren Auge. Von allen Charakteren habe ich ein genaues Bild vor meinem inneren Auge. Da ist Steffi, die ihren Wochenablauf beschreibt und genau weiß, was am welchem Tag um welche Uhrzeit passiert. Das kann doch nicht alles gewesen sein. Das Highlight ist immer das Treffen am Montag und hier lerne ich eine äußerst lustige Truppe kennen. Und einige von ihnen sind mit ihren Männern total unzufrieden. Aber wie soll man dem Abhilfe schaffen? Und hierzu fällt den Frauen ja einiges ein. Aber meistens kommt es anders als man denkt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das unterhaltsame Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Und schließlich erlebt Steffi mit eine Überraschung mit der sie überhaupt nicht gerechnet hatte.

    Ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Das Cover ist auch ein Hingucker und passt perfekt zur Lektüre. Selbstverständlich vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse sehr gerne 5 Sterne.

  19. Cover des Buches Mismatch (ISBN: 9783499017025)
    Laura Willud

    Mismatch

    (176)
    Aktuelle Rezension von: Booksandmore18


    Eine Sports-Romance zwischen Basketball, Journalismus und ganz viel Liebe. Die Geschichte von Joyce zeigt, wie schwierig es für junge Frauen ist, mit Sexismus und der Online-Welt umzugehen. Gleichzeitig ist es aber auch eine Geschichte zwischen zwei Menschen, die sich langsam immer näher kommen.


    Das Setting der Geschichte ist ein klassisches Universitäts-Setting. Neben den Kursen und dem Unialltag finden wir uns allerdings am häufigsten in der Sporthalle der Hopeville-Dragons wieder. Diese Mischung aus Sport und Uni mochte ich sehr gerne und wurde auch von den Protagonisten so gelebt. Denn auch Joyce verband sehr viel mit Basketball und lebte regelrecht für ihre Berichterstattungen. In dieser Umgebung fanden Partys, Spiele und Dates statt, die perfekte Grundlage für eine schöne Liebesgeschichte. Dies wurde durch den schönen Schreibstil der Autorin unterstützt. Er konnte mich in die Geschichte hineinziehen und mitnehmen, was ich sehr schön fand. Auch Emotionen wurden transportiert und es liess sich locker und leicht lesen, was ein schönes Leseerlebnis darstellte.


    Die Protagonisten Austin und Joyce konnten sich erst so gar nicht leiden und es war verwunderlich, dass die beiden trotzdem noch zueinander gefunden haben. Austin hat eine schwierige Vergangenheit, die er einfach vergessen und bei den Hopeville Dragons neu anfangen möchte. Dabei ist er verschwiegen und lässt niemanden nahe an sich heran. Ganz besonders störend ist dabei die Journalistin Joyce, die in ihren Interviews unangenehme Fragen stellt und ihm so näher kommen möchte. Manchmal war Austin wirklich schrecklich abweisend, sodass es einem fast leid tat, wie er mit anderen umging. Doch man lernte ihn zu verstehen und konnte seine Entwicklung und Öffnung als Prozess im Buch sehr gut nachvollziehen. Joyce leistete mit ihrer offenen und freundlichen Art einen grossen Beitrag dazu. Ich mochte sie sehr gerne und genoss die Geschichte aus ihrer Perspektive. Zusammen waren die beiden Protagonisten ein tolles Team, das ich gerne mochte. Auch in Verbindung mit anderen Nebencharakteren war dies sehr schön zu lesen und konnte mich packen. Dazu kamen emotionale Themen der Vergangenheit und wichtige Kritik wie Sexismus im Sportjournalismus.


    Das Buch war eine packende Mischung der Liebesgeschichte verbunden mit dem Sport. Es war schön zu sehen, wie sich die Protagonisten langsam angenähert haben. Dennoch hätte es auch gerne noch etwas ereignisreicher sein können. Alles in allem war die Geschichte eine unterhaltsame Mischung, die mir ein schönes Leseerlebnis bereiten konnte. 


    Insgesamt ist Mismatch eine tolle Sports-Romance, die mit viel Sport und noch mehr Romance überzeugen konnte. Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es nur weiterempfehlen. Es war eine relativ unaufgeregte Liebesgeschichte, die perfekt für Zwischendurch ist. Deshalb vergebe ich tolle 4 Sterne.

  20. Cover des Buches Bratapfel am Meer (ISBN: 9783499020544)
    Anne Barns

    Bratapfel am Meer

    (130)
    Aktuelle Rezension von: kristinaliest

    Bratapfel am Meer ist ein richtiges Wohlfühlbuch mit einem tollen winterlichen Setting und einer tollen Protagonistin.

    Unsere Protagonistin heißt Caro und ist Intensivkrankenschwester. Sie ist eine Frau, die gerade aus sagt was sie denkt, außerdem ist sie sehr sympathisch, ehrlich und fürsorglich.

    Man fliegt durch den tollen und flüssigen Schreibstil nur so durch die Seiten.

    In der Geschichte findet unter anderem ein Roadtrip statt und dieser Roadtrip hat besondere Vibes gehabt.

    Die Liebesgeschichte im Buch war teilweise etwas kitschig und es gibt auch einige Stellen die mich ein bisschen aufgeregt haben. Trotzdem hat das Buch von mir 4 von 5 Sternen bekommen.

  21. Cover des Buches Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019 (ISBN: 9783608963953)
    C. L. Polk

    Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019

    (277)
    Aktuelle Rezension von: HeleneF

    Ich habe Witchmark mit großer Neugier gelesen, weil ich Geschichten mag, die Magie und gesellschaftliche Themen verbinden. Schon der Einstieg hat mich sofort gepackt. Miles, der als Arzt in einer Welt arbeitet, in der Magie eigentlich verborgen bleiben muss, hat eine ruhige, sympathische Präsenz. Als ein mysteriöser Patient in seiner Obhut stirbt, gerät er in eine Geschichte, die größer ist als alles, was er erwartet hat.

    Was mir sehr gefallen hat, ist die Atmosphäre. Die Stadt erinnert an ein elegantes, leicht viktorianisches Setting mit Fahrrädern, Gaslaternen und einem Hauch Steampunk. Dazu kommt die unterschwellige Spannung zwischen Pflicht, Geheimnis und Liebe. Polk schreibt sehr bildhaft, aber ohne überladen zu sein. Man kann die Straßen, die Kleidung, die leisen Gespräche richtig sehen.

    Die Beziehung zwischen Miles und Tristan ist fein erzählt. Nichts wird aufgeblasen, und trotzdem spürt man, wie viel Vertrauen und Zuneigung in kleinen Gesten steckt. Gerade das fand ich stark, weil es natürlich wirkt und nicht in Klischees verfällt.

    Was mich etwas gebremst hat, war das Tempo in der Mitte. Nach dem starken Beginn verliert sich die Handlung kurz in politischen und familiären Konflikten, bevor sie gegen Ende wieder richtig anzieht. Da hätte ich mir etwas mehr Dynamik gewünscht.

  22. Cover des Buches Haribo - So schmeckt das Glück (ISBN: 9783442496938)
    Katharina von der Lane

    Haribo - So schmeckt das Glück

    (49)
    Aktuelle Rezension von: BeautyBooks

    "Haribo: So schmeckt das Glück" von Katharina van der Lane erzählt die Geschichte des bekannten Süßwarenunternehmens Haribo und zeigt, wie aus einer kleinen Idee ein weltweit erfolgreicher Konzern wurde.

    Im Mittelpunkt steht der Firmengründer Hans Riegel, der 1920 in Bonn mit einfachen Mitteln begann, Gummibärchen herzustellen. Gummibärchen waren allerdings nicht die erste Süßigkeit, die er hergestellt hat. Angefangen hat alles in der Küche seiner Mutter. Seine Familie hat von seiner Leidenschaft zu Süßwaren nichts gehalten und ihn auch wenig unterstützt. Hans Riegel hat sich alles von klein auf selbst erarbeitet und hat stets an sich und das Unternehmen geglaubt. Die Autorin beschreibt in diesem Buch, wie viel Mut, Kreativität und Durchhaltevermögen nötig waren, um Haribo aufzubauen. Gleichzeitig werden auch Herausforderungen und Krisen angesprochen, die das Unternehmen bewältigen musste. 

    Haribo hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und ich fand es unglaublich interessant, die Geschichte und wie alles seinen Lauf genommen hat, zu lesen und habe das Buch auch regelrecht verschlungen. Charaktere, die ich allesamt so gerne gemocht und begleitet habe. Ich bin ein großer Haribo Fan, somit war dieses Buch ein absolutes Muss für mich. Es gibt auch noch einen zweiten Band, den ich mir bereits gekauft habe. Ein wunderschöner Schreibstil, der mich vom Anfang bis zum Ende des Buches gefesselt hat. Nun freu ich mich auf den zweiten Band und bin gespannt, wie es weitergehen wird.

  23. Cover des Buches Als Frau allein mit dem Fahrrad um die Welt (ISBN: 9783947944057)
  24. Cover des Buches Zitrönchen - Braune Rappen jagen Füchse (ISBN: 9783844811803)
    Maria Durand

    Zitrönchen - Braune Rappen jagen Füchse

    (27)
    Aktuelle Rezension von: cat10367

    Dies ist nicht nur die zweite Geschichte rund um Zitrönchen und den Reiterhof, nein, es ist auch eine Geschichte über einen Rosenmontag mit verkleideten Pferden und verkleideten Reitern und ein Krimi über ein verschwundenes Pferd. Toll, wie dieser gelöst wird. Es hat Spaß gemacht es zu lesen und wurde auch nie langweilig. Die Gedanken der Kinder waren gut nachvollziehbar und auch die Geheimniskrämerei. Dann kam ja noch das Training für das Reitabzeichen dazu. Ob das wohl alles gut geht?

    Lest selbst.

    Mir hat es sehr gefallen und ich gebe 5 von 5 Sternen.

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