Bücher mit dem Tag "fakten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fakten" gekennzeichnet haben.

206 Bücher

  1. Cover des Buches Zerschunden (ISBN: 9783426517895)
    Andreas Gößling

    Zerschunden

     (375)
    Aktuelle Rezension von: martina400

    „Ich habe gerade etwas Sonderbares entdeckt. Das müssen Sie sich unbedingt ansehen.“ S. 280

    Inhalt
    Fred Abel ist Rechtsmediziner. Eines Tages gerät ein alter Freund scheinbar unschuldig hinter Gittern. Ein Serientäter schlägt schnell und in verschiedenen europäischen Stätten zu. Die Opfer sind stets alte Damen, die er mit einem Schriftzug kennzeichnet. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, den Adels Freund hat eine Tochter, die im Sterben liegt und sich unbedingt noch von ihrem Vater verabschieden möchte.

    Cover:
    Das Cover ist unscheinbar und fällt nur durch den roten Titel auf. Die erhabene, zusammengenähte Haut ist gruselig und unterstreicht nochmal den Zusatz „True-Crime-Thriller“.

    Meine persönliche Meinung:
    Ich brauchte eine Zeit bis ich richtig ins Buch hinein kam. Es ist spannend und wahnsinnig aufregend zu verfolgen, doch musste ich durchgehend total konzentrieren und kam nicht richtig in den Lesefluss hinein. Es ist schon krass, was es ausmacht, wenn man weiß, dass es diesen Serienmörder wirklich gibt. Eigentlich hat mich die ganze Geschichte nach dem Lesen des Nachworts am meisten gegruselt. Die Geschichte bleibt immer fiktiv, egal wie brutal sie ist bis zu dem Zeitpunkt an dem der Autor schreibt, dass es echt ist. Da stellt sich mir jetzt noch die Gänsehaut auf. Es ist einfach nur unvorstellbar irre, wie Leute ticken können. Wie Psychopathen funktionieren und einfach so unter uns leben. Wie gesagt, als Geschichte oder Film schreckt man sich und die Sache hat sich, aber wenn man bedenkt, der am Tisch neben dir könnte schlimme psychische Probleme haben, wird einem nochmal zusätzlich schlecht. Das bringt diesen Thriller nochmal mehr Gänsehaut. Ich brauche noch ein wenig, bis ich den nächsten Teil zur Hand nehme, aber es war bestimmt nicht mein letzter Tsokos.

    Fazit:
    Ein spannender Thriller, der Konzentration erfordert und durch den True-Crime-Stempel von der fiktiven Geschichte zur Realität wird.

  2. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783404160006)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

     (1.979)
    Aktuelle Rezension von: Bluejellow

    Cover: Ich habe noch das alte Cover daheim, welches ganz gut ist. Es verrät nicht viel, aber auch nicht zu wenig.


    Inhalt: Robert Langdorn wird von dem Assistent von seinem Freimaurerfreund Solomon gebeten, nach Washington D. C. mit einem aufbewahrten, versiegelten Päckchen zu reisen und auf einem Kongress eine Rede im Kapitol zu halten. Kathrine Solomon ist währenddessen in ihrem gigantischen Geheimlabor und entdeckt etwas bahnbrechendes für ihre Forschung. Doch beide werden schon schnell merken, dass diese Nacht nicht wie jede andere sein wird, denn ein alter Bekannter der Solomons wartet auf seine letzte Erfüllung und die Jagd nach einem ganz besonderen Schatz.

    Die Geschichte war interesannt gestaltet. Die Orte wurden ausführlich beschrieben, sodass man sich wie in Washington fühlte. Die Handlung war am Anfang spannend, jedoch verlor ich nach einer Weile diese Spannung und gegen Ende zog sich das Buch nurnoch. Es wurde oft um den heißen Brei herumgeredet und Dinge mehrmals wiederholt. Allerding erfuhr man auch oft interesannte Fakten und konnte gut miträtseln.


    Charaktere: Robert Langdon ist ein sympathischer Charakter. Er wirkt menschlich und man erfährt einige Dinge über ihn. Außerdem hat er seine Laster, wodurch er nicht wie der perfekte Held wirkt. Kathrine Solomon kam mir etwas naiv, aber auch mutig vor. Sie hing sehr an ihrem Bruder und dadurch konnte man deren Bindung gut nachempfinden. Frau Sato jedoch war mir ziemlich schnell unsympathisch und ich hatte jede Passage mit ihr gehasst. Auch der Antagonist war zwar Anfangs interesannt, verlor jedoch aus meiner Sicht immer mehr den Reiz, weshalb auch er mir irgendwann zu nervig und unsympathisch wurde.


    Schreibstil: Der Schreibstil aus der Er/ Sie- Perspektive war gut, jedoch nichts besonderes. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, in diesen Stil reinzukommen, doch danach hatte ich keine Probleme mehr. Jedoch zog sich das Buch sehr, da alles sehr ausführlich wr und die Dialoge ewig gingen. Dadurch wurde das Lesen nach einiger Zeit anstrengend.


    Fazit: Ich kann verstehen, wieso viele Leute dieses Buch mögen. Es besitzt tolle Rätsel und eine interesannte Handlung. Allerdings wurde mir das Buch irgendwann zu langweilig. Es zog sich sehr und die wenige Spannung verflog durch die Sprünge sehr schnell. Dennoch war es ein solides Buch, was jedoch nicht meinen Geschmack getroffen hatte.

  3. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.350)
    Aktuelle Rezension von: wortkunstzauberei

    Frank Schätzing hat mit diesem Buch ein schockierendes Meisterwerk erschaffen. Auf fast 900 Seiten beschreibt er den Rachezug der Natur gegen den Menschen und öffnet Augen. 

    In dem Buch lernt man unter anderem die zwei Wissenschaftler Sigur Johanson und Leon Anawak kennen, die beide wirklich sehr starke Persönlichkeiten sind. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass Schätzing unfassbar tolle Charakter erschaffen hat. Kein einziger wirkte platt. Zu jedem gab es, und wenn auch nur grob angeschnitten, eine Geschichte und das hat mir wirklich sehr gut gefallen. 

    Das Buch nimmt auch relativ schnell an Fahrt auf. Dank Würmer, die Methan freisetzen und ganze Erdplatten zum Einsturz bringen, Wale, die plötzlich zu Killermaschinen werden und Menschen angreifen, explodierenden Hummern, Tsunamis und einer Krabbenplage fiebert man regelrecht auf jeder Seite mit. Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt und jeder Teil wurde Stück für Stück spannender. 


    Ich persönlich habe selbst noch nie ein Buch in diese Richtung gelesen und um ehrlich zu sein, hat dieses Buch wirklich viele Richtungen. Von Endzeit Roman, bis Thriller, bis Science Fiction ist alles enthalten und diese bunte Mischung erschafft ein wirklich tolles Lesegefühl. 

    Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der Lust auf Spannung hat, denn die ist in diesem Buch reichlich vorhanden. 

    Ein wahres Meisterwerk, welches wie bereits erwähnt, Augen öffnet und die Message klar macht, dass man lieber im Einklang mit der Natur leben sollte, als gegen sie vorzugehen. 


    Hier noch ein Zitat aus dem Buch, welches wirklich tief geht:


    „Hat sich der Mensch je gefragt, wie es sich auf das Leben seiner Nachkommen auswirkt, wenn er ihnen einen verarmten Planeten hinterlässt? Wer wollte die Bedeutung einer Tierart für den menschlichen Geist wirklich bewerten? Wir sehnen uns nach Wäldern, Korallenriffen und fischreichen Meeren, nach sauberer Luft und reinen Gewässern. Doch weiterhin schädigen wir die Erde. Mit der Vielfalt der Lebensformen zerstören wir eine Komplexität, die wir nicht verstehen, und schon gar nicht können wie sie neu erschaffen.“

  4. Cover des Buches Der Meister (ISBN: 9783442362844)
    Tess Gerritsen

    Der Meister

     (1.159)
    Aktuelle Rezension von: Melly0908

    Als erstes ich mag die Rizzoli & Isles Serien total gerne. Deshalb hab ich angefangen die Bücher zu lesen. 

    Den ersten Band fand ich echt mega super und der zweite hat mich auch nicht enttäuscht. Der Thriller beinhaltet alles. Spannung aber auch Liebe......Ich mag den schreibstil von Tess Gerritsen total gerne, er lässt sich einfach gut lesen. 

    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, selbst wenn man den ersten nicht gelesen hat, kommt man recht schnell in die Story rein und bekommt in kurz Version mit was im ersten Band passiert ist. Denn der erste Band wird hier mit einbezogen und es wird auch Bezug darauf genommen.

    Alles in allem ist es ein super Buch und wird auf jedenfall in meinem Bücherregal bleiben. 

  5. Cover des Buches Animants Welt (ISBN: 9783959918138)
    Lin Rina

    Animants Welt

     (117)
    Aktuelle Rezension von: Sophie31

    Cover:

    Das Cover ist fast genauso, wie das von Staubchronik. Zum Einen also wieder wunderschön, allerdings kann man die Bücher auch nicht so gut von außen unterscheiden.

    Inhalt:

    Das Buch ist keine Fortsetzung!

    Man bekommt zwar noch einige Einblicke in die Ereignisse nach Staubchronik, aber es ist in kurze Kapitel aufgeteilt, die um unterschiedliche Personen handeln. Dadurch erhält man einige Zusatzinfos. 

    Außerdem gibt die Autorin auch Einblicke in ihre Gedanken während dem Schreiben oder der Charakterentwicklung. Man findet auch einige wunderschöne Illustrationen.

    Meinung:

    Für Fans von Staubchronik ist das Buch ein absolutes Muss. Natürlich hat es keinen richtigen Handlungsstrang und man kann keine großartige Fortsetzung erwarten, trotzdem fand ich die Zusatzkapitel wirklich schön.

    Vor allem die Weihnachtskurzgeschichte fand ich super.

    Mir hat der Band wirklich gut gefallen und da ich Staubchronik total geliebt habe, konnte mich auch dieses Buch überzeugen.

  6. Cover des Buches Das Buch Ana (ISBN: 9783442759033)
    Sue Monk Kidd

    Das Buch Ana

     (81)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Es hat mir nicht gefallen.

    Und das hatte ich komischerweise vorher schon im Gefühl, denn so eine Idee muss originell umgesetzt sein. 

    Es gab eine Zeit, da hätte ich ein Buch, das sich so leicht und flüssig liest, in den Himmel gelobt und jedem ans Herz gelegt, aber sorry Sue Monk Kidd, das war nix für mich. Ich werde es wohl nochmal mit der Bienenhüterin versuchen, aber wenn ich da auch immer alles 10 Seiten im Voraus ahne gehen wir besser getrennte Wege.

    Zum Inhalt nur soviel, Ana ist die Ehefrau von Jesus und fühlt sich berufen, die Geschichten ungehörter Frauen niederzuschreiben, ihnen eine Stimme zu geben. Und es tut mir leid, aber das war es auch schon. Wollte die Autorin erzählen, dass Frauen damals nichts zugetraut wurde, dass sie abhängig und ungehört waren? Soweit war ich im Bilde! Warum hat sie ihre Hauptfigur denn bloß so langweilig und farblos gestaltet? Ana kommt für mich nicht aus Jesus' Schatten hervor, es bleibt die Bibelgeschichte, nur hatte Jesus eben eine Ehefrau. Eine Hauptfigur ist sie in meinen Augen nicht. Sie bleibt weitgehend passiv, von der Geschichte gelenkt, reagiert lediglich. Sie hatte Wünsche und Träume. Ich unterstelle das jetzt einfach mal auch anderen Frauen aus dieser Zeit! Aber hat sie dafür gekämpft, gehört zu werden? Das ist keine Protagonistin in meinen Augen. Sie hätte mehr Bedeutsamkeit haben müssen. 

    Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber ganz klar kann ich sagen, ich habe ETWAS erwartet. Irgendetwas. Jesus' Ehefrau, was hätte man nicht alles erdenken können.. Sie hätte eigentlich die Wunder wirken können, aber männliche Geschichtsschreiber haben alles verdreht und heute wird es von der Kanzel völlig falsch gepredigt. Irgendwas INNOVATIVES! Eine Neuinterpretation der Bibelstory? Mitnichten. Eine öde Geschichte ohne sprachliche Raffinesse, absolut vorhersehbar. Ich habe ALLES so kommen sehen (nicht nur die Kreuzigung). Sowas Einfallsloses habe ich nicht mehr gelesen seit ich Jojo Moyes abgeschworen habe.

    Am Ende bleibt das Gefühl, dass mir die 570 Seiten nicht im Gedächtnis bleiben werden. 

  7. Cover des Buches Im Feuer der Nacht (ISBN: 9783802582264)
    Nalini Singh

    Im Feuer der Nacht

     (429)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Clay kann es nicht glauben, als plötzlich seine totgeglaubte Kindheitsfreundin Tallin vor ihm steht. Doch sie ist nicht einfach nur so aufgetaucht, sondern braucht seine Hilfe.

    Ich mochte die Geschichte sehr. Die Hintergrundgeschichte war wie immer sehr spannend, aber besonders hat es mir die Geschichte von Clay und Tally angetan. Was die beiden alles erlebt haben, war schon hart und umso mehr habe ich mich beim Lesen gefreut, als die beiden sich langsam angenähert haben.

    Mit jedem weiteren Teil der Reihe werde ich ein immer größerer Fan. Ich bin mal gespannt was mich in den Folgebänden noch alles erwartet.

  8. Cover des Buches Das Evangelium der Aale (ISBN: 9783446265844)
    Patrik Svensson

    Das Evangelium der Aale

     (101)
    Aktuelle Rezension von: _blaetterrauschen_

     Wer hätte gedacht, dass ich mal von einem schlangenartigen Wesen, das im Wasser lebt, so fasziniert sein könnte? Vermutlich denken das die meisten Menschen.... Genial verwebt Svensson hier seine eigene Geschichte, die retrospektiv erzählt wird - mit der Geschichte der Aale. Über das Verhältnis zu seinem Vater, die Natur und das Leben - und über die Aalfrage,das Mysterium, der unerforschte Fisch. Von den Anfängen der Forschung Aristoteles' , über Sigmund Freud bis zu Johannes Schmidt und noch einigen Forschern mehr, mit ihren Theorien woher der Aal kommt, wo er lebt, wie er sich fortpflanzt, wie er wissen kann, dass es nun an der Zeit ist zurückzukehren - bis zu heutigen Ergebnissen. Mega interessant! Die Atmosphäre während Svenssons Kindheit  ist so angenehm. Sowohl die Naturbeschreibungen,  die Angelvorgänge und das relativ wortlose, aber doch innige Verhältnis zu seinem Vater. Die gut recherchierten Fakten, gepaart mit den Erinnerungen, die so gut zu einer Geschichte zusammenfließen,  haben mich wirklich beeindruckt. Überhaupt nicht langweilig, sondern spannend und teilweise sehr poetisch. Die philosophischen Ansätze und Vergleiche der Aale zum eigenen Leben haben mich sehr überzeugt. Also, absolute Leseempfehlung,  auch wenn du dich nicht für den Aal interessierst - spätestens nach den ersten Seiten bist du so neugierig, dass du es in einem Rutsch weglesen wirst. Denn das was uns neugierig macht und über das wir immer mehr und mehr wissen wollen, ist das, was eben nicht endgültig erforscht ist, über das wir eben nicht alles wissen,oder wissen können - und mit Mythen belegt ist.

  9. Cover des Buches Falsche Fährten (ISBN: 9783956690334)
    V. S. Gerling

    Falsche Fährten

     (51)
    Aktuelle Rezension von: birgitfaccioli

    In Deutschland werden pensionierte Ärzte ermordet und teilweise vorher noch gefoltert.Eines haben diese Ärzte allerdings gemeinsam.Sie haben alle zu DDR Zeiten in der Charité in Berlin gearbeitet.

    Nicolas Eichorn und Helen Wagner ,die nicht nur Partner beim BKA Berlin sind sondern auch privat,werden mir dem Fall beauftragt.

    Im Zuge der Ermittlungen kommen Sie einem grausamen Verbrechen auf die Spur an dem die großen Pharmafirmen beteiligt sind und damit auch Helens eigener Vater.

    Unerwartet bekommen Sie noch Hilfe von Jemandem der eigentlich Nicolas beruflich  schaden soll .

    Der Hintergrund einer wahren Geschichte bildet die Story ,was ich absolut klasse finde,allerdings wurde hier bei der Ausschmückung doch arg übertrieben.

    Nicolas ist ein recht eigenwilliger Ermittler der in den eigenen Reihen nicht nur Freunde hat.Ich mag den trockenen Humor der die Spannung einige male durchbricht.

    Oftmals wurde ein den vorherigen Fall von Nicolas und Helen berichtet ,den ich allerdings nicht gelesen hab.So fehlten mir leider einige Informationen.

    Auch die asiatische Mafia fand ich übertrieben , da ist wohl dem Autor die Fantasie mit ihm durch gegangen :)

  10. Cover des Buches Die Akte Zodiac 1 (ISBN: 9783955308186)
    Linus Geschke

    Die Akte Zodiac 1

     (69)
    Aktuelle Rezension von: ech

    Mit diesem E-Book legt der Autor Linus Geschke den ersten Band einer auf vier Bände angelegten Thriller-Reihe vor, in der er den wahren Fall des Zodiac-Killers, der in den Jahren 1968 und 1969 mehrere Morde in den USA verübt hat, mit einem aktuellen Fall verknüpft, in dem ein Nachahmungstäter rund um Köln unterwegs ist.

    Die vier Bänden bauen aufeinander auf und liefern auch erst in der Gesamtheit die komplette Geschichte. Daher sollten sie unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Da hier jeweils die Kenntnis der jeweiligen Vorgängerbände vorausgesetzt wird, ist ein Quereinstieg auch nur sehr schwer möglich.

    Der brutale Mord an einem Liebespaar ruft Eva Lendt und ihren Partner Oliver Lamprecht vom Kölner Kriminalkommissariat auf den Plan. Die Ermittlungen gestalten sich aber ziemlich schwierig, da der Täter kaum brauchbare Spuren zurückgelassen hat. Erst als sich der freiberuflich tätige Fallanalytiker Marco Brock in die Ermittlungen einschaltet und auf Parallelen zum Fall des Zodiac-Killers hinweist, kommt Bewegung in den Fall. Doch zunächst müssen sich die ungleichen Ermittler erst einmal zusammenraufen.

    Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und liefert am Ende eine verblüffende Auflösung, die aber dennoch ziemlich schlüssig rüberkommt und keine wesentlichen Fragen offenlässt. Kurze Abschnitte und ständige Perspektivwechsel sorgen für ein hohes Erzähltempo, die geschickt gesetzten Cliffhanger animieren zudem ständig zum Weiterlesen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Sehr gelungen sind auch die immer wieder eingestreuten Rückblenden auf die Taten des echten Zodiac-Killers, die sich eng an die tatsächlichen Abläufe halten. 

    Auch wenn diese Reihe nicht ganz an die Klasse der Born-Trilogie des Autoren heranreicht, bietet sie doch spannende Thriller-Unterhaltung mit einem gewissen True-Crime-Touch.

  11. Cover des Buches Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit (ISBN: 9783426278222)
    Mai Thi Nguyen-Kim

    Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit

     (56)
    Aktuelle Rezension von: Peanut91

    In diesem Buch wird an vielen Stellen mehr als deutlich dargestellt wie wichtig es ist Zahlen und Statistiken zu hinterfragen. Denn in unserer schnelllebigen Zeit werden genau diese vollkommen aus ihrem Kontext gerissen und dienen nur dazu um Behauptungen zu untermauern, die bei genauerer Betrachtung absolut nicht stichfest sind. Meist dienen sie nur dazu um dem Artikel etwas Seriosität zu geben, jedoch erfährt man dann nicht einmal wie viele überhaupt an der Studie teilgenommen haben und wie die Begleitumstände waren. Schließlich geht es meist nur darum, dass der Beitrag für viel Empörung sorgt und nicht darum, denjenigen bestmöglich zu informieren. Bei dem Kapitel rund um die Videospiele, die angeblich Gewalttaten fördern sollen, wird genau das mehr als deutlich. 


    Vor allem jetzt während der Corona-Pandemie war es nicht übersehen wie verzerrt wissenschaftliche Diskurse dargestellt werden. In den Schlagzeilen las man ständig wie uneinig sich die Wissenschaftler untereinander waren und sich ständig ihre Meinung änderte. Dabei ist es vollkommen normal in der Wissenschaft zu diskutieren und seine Erkenntnisse dem neuesten Wissenstand anzupassen. Zudem ist es vollkommen normal auf manche Fragen keine konkreten Antworten zu haben, schließlich ist manches noch zu wenig erforscht. Manche Themengebiete sind zudem zu komplex, so dass man sie nun einmal nicht auf eine einfache, simple und am Besten noch kurze Antwort herunter brechen kann. Leider wird genau das heutzutage immer wieder verlangt und am Besten muss diese für viel Aufsehen sorgen und darf unter keinen Umständen langweilig sein. 


    Besonders gut haben mir bei diesem eBook die Grafiken gefallen, die die Sachverhalte gut veranschaulichen. Diese sind alle mit Quellenangaben versehen und man kann sie größer machen, damit man sie auch auf kleineren Readern gut lesen kann.


    Vor kurzem hatte ich das "Komisch, alles chemisch" von der Autorin gelesen und ich kann mich nicht daran erinnern, dass der Schreibstil so flapsig wie in diesem Buch gewesen ist. Mich stört so etwas weniger, schließlich passt es zum Thema. Wenn doch einmal Fachbegriffe vorkommen, werden diese leicht verständlich erklärt. Es ist auf jeden Fall mal etwas anderes ein Buch über solche Themen in einem so saloppen Schreibstil zu lesen, der wohl eher für eine jüngere Zielgruppe gedacht ist.


    Fazit:

    Alles in allem zeigt das Buch wie wichtig es ist Statistiken und Zahlen zu hinterfragen, die einem im Alltag immer wieder begegnen. Dazu werden verschiedene Streitfragen aus allen möglichen Blickwinkeln beleuchtet und Interpretationsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Autorin zeigt mal wieder wie wichtig die Wissenschaft ist und man Fakten braucht, um einen vertretbaren Konsens bei Streitfragen zu finden. 

  12. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.392)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald


    Daddy sorgt dafür, dass Kathi guten Lesestoff bekommt. So mögen wir das, bester Papa. 

    .

    Daniel Kehlmann erzählt in diesem biographischen Roman die Lebensgeschichte zweier bedeutender Wissenschaftler: Alexander von Humboldt, dessen Name wahrscheinlich vielen bekannt ist: wissbegieriger und empirischer Naturforscher deluxe, der für seine Expeditionen quer über den Planeten gereist ist. Carl Friedrich Gauß, theoretischer Mathematiker, Astronom, blitzgescheit und Stubenhocker vom feinsten. 

    Der Schreibstil des Buches ist ansprechend, aber gewöhnungsbedürftig. Hier wird nichts beschönigt: mit trockenem Humor und einer guten Portion Zynismus beschreibt Daniel Kehlmann die beiden Persönlichkeiten und ihren Werdegang, was für viele Schmunzler zwischendurch sorgt. Jeder bekommt sein Fett weg. Im Gegensatz zu den positiven Eigenschaften der Herren Forscher werden deren negativen übertrieben dargestellt - was für einen gewissen Unterhaltungsfaktor sorgt. So ist Gauß ein engstirniger sturer Kauz und Humboldt ein prüder Naivling. Beschrieben wird ihr Weg zur Forschung, Ausbildung, wissenschaftlichen Errungenschaften sowie die distanzierte, aber doch freundschaftliche Beziehung der beiden. 

    Die Bedeutung des Titels hat sich mir erst gegen Ende hin erschlossen - Kathi mit Brett vor dem Kopf: da hätte ich auch früher draufkommen können. Die Welt wird natürlich nicht wortwörtlich vermessen, viel eher zeigt der Autor durch die Darstellung der Lebensgeschichten die beiden unterschiedlichen Herangehensweise um die Vorgänge der Natur zu verstehen. Der eine erkundet, erforscht, misst, notiert - der andere berechnet, kalkuliert, denkt. Beide kommen so jedoch zu ihrer Wahrheit. 

    Eine tolle Geschichte - doch trotz des positiv ungewöhnlichen Schreibstils und dem biographischen Ansatz konnte mich das Buch leider nicht gänzlich abholen.


  13. Cover des Buches Factfulness (ISBN: 9783550081828)
    Hans Rosling

    Factfulness

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Daniel_krezdorn

    Das Buch dreht sich ausschließlich um Fakten und wie wir diese 1) erkennen und 2) richtig einsortieren. Der mittlerweile verstorbene Autor blickte auf ein reichhaltigen Erfahrungsschatz im Bereich der öffentlichen Gesundheit und des Infektionsschutz, so dass er seine Thesen immer mit anschaulichen Beispielen unterstreichen kann. Neben dem Erkennen von Fakten im Wust der Informationen gibt er dabei auch Methoden an die Hand, um seine inneren Instinkte - die einen auch einmal die Sicht verblenden können  - zu hinterfragen und den Blick auf die wesentlichen und tatsächlich existierenden Fakten zu legen.

    Insgesamt sehr gut geschrieben und leicht verständlich. Ich kann es jedem empfehlen, der sich mit seinem Umgang mit Faktenwissen auseinandersetzen will und auch bereit ist, manche Überzeugungen und angewöhnten Herangehensweisen zu überdenken. 

  14. Cover des Buches Eiskalte Verschwörung (ISBN: 9783827194374)
    Astrid Korten

    Eiskalte Verschwörung

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Irve


    .
    Bardo Erbach, ein renommierter Kriminologe und Berater des Innernministeriums, stirbt plötzlich an Herzversagen. Sehr zur Verwunderung seiner Tochter Alexa, denn sie hatte ihn erst vor kurzer Zeit selbst untersucht und keine Unregelmäßigkeiten feststellen können. Viel Zeit, sich um den Tod ihres Vaters Gedanken zu machen, hat sie allerdings nicht, denn ihr wird die Leitung einer psychologischen Studie angeboten. (Den Originalbeitrag findet ihr auf meinem LitBlog: https://irveliest.wordpress.com/2016/03/24/astrid-korten-eiskalte-verschwoerung/). Alexa arbeitet an einer Forensischen Stafanstalt und sagt zu, diese Studie an einem ihrer Patienten durchzuführen. Sie tut dies nach bestem Wissen und Gewissen und ist sehr erstaunt darüber, dass der Entwicklungsverlauf ihres Probanden zunächst überraschend negativ ausfällt, bevor schließlich alles aus dem Ruder läuft.

    Auch im Privatleben von Alexa Erbach summieren sich merkwürdige Vorfälle. Ihr Mann Tom verhält sich immer auffälliger, ebenfalls ihr Sohn Josh.. Was ist nur los?

    Zur Zeit an einem anderen Ort lesen wir von Janus, der auf abartigste Weise Frauen quält – und ich hätte mir sehr gewünscht, dass die Autorin nur die kranken Fantasien des Mannes beschreibt und er diese Taten nicht wirklich begeht. Nicht nur für einzelne Frauen ist der Mann gefährlich, denn an anderer Stelle erfahren wir, dass Janus auch im Untergrund der Weltpolitik seine schwarze Seele zeigt. Der Software-Entwickler ist in den Handel mit ganz und gar nicht legalen Programmen verwickelt.

    Astrid Korten hat einen actionreichen, sehr rasanten Thriller über die Themen Überwachung, Spionage und intrigante Manipulation geschaffen. Dabei wird der Leser damit konfrontiert, welche Gefahr droht, wenn digitale Daten in die falschen Hände gelangen. Das Thema ist sicher nicht neu, aber im Hinblick auf den technischen Stand unserer Welt wird es ein Dauerbrenner bleiben und ständig an Brisanz gewinnen. Wir reden hier nicht von Daten, die auf irgendwelchen Payback-Karten gespeichert und zu Werbezwecken verkauft werden. Es geht ans Eingemachte, die persönliche Sicherheit, die Gefahr der unbemerkten Manipulation, die möglicherweise bin hin zur Handlungsunfähigkeit von Staaten führen kann.

    Die Autorin hat umfassend für ihren Thriller recherchiert und leitet dieses Wissen in Form eines Anhangs an den Leser weiter. Das ist sehr hilfreich, denn der Thriller selbst weist ein hohes Erzähltempo auf, hat keine Zeit, lange an einem Ort zu verweilen, oder sich mit langen Hintergrundinformationen aufzuhalten. Mir persönlich wäre dieser ausführlichere Stil gelegener gekommen. Man muss schon sehr gut aufpassen, was passiert und von wem die Rede ist. Denn es geht Schlag auf Schlag, alles ist wichtig und zu leicht könnte ein wichtiger Aspekt überlesen werden.
    Aber der Schreibstil ist ja bekanntlich Geschmackssache.

    Ebenso „knapp“ wie die Handlung werden die Charaktere behandelt. Hier gibt es keine Gelegenheit, die Figuren richtig kennenzulernen, mit ihnen warm zu werden. Daher konnte ich mich mit niemandem wirklich identifizieren….aber eins war klar: Ich hoffte sehr, dass es Janus an den Kragen gehen würde – und zwar so fies wie möglich!

    Wirklich begeistert hat mich der Schluss. Denn der Thriller endet mit einer Wende, mit der ich nie und nimmer gerechnet hätte! Der Aha-Effekt war gewaltig und alle losen Fäden, die ich bis dahin während des Lesens angesammelt hatte, wurden zu einem pechschwarzen Faden der Erkenntnis verwoben – wobei….so ganz beendet ist die Geschichte für einige der Protagonisten eigentlich nicht….

    Dieser gut recherchierte Thriller über die Gefahr der Datenmanipulation ist am Puls der Zeit. Sein fixer Erzählstil dürfte allen gefallen, die es tempo- und actionreich mögen. Und wer unerwartete Wendungen zum Schluss mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten.

    Inhalt
    Berlin ist in Aufruhr.
    Als das Herz von Bardo Erbach, renommierter Kriminologe und Berater des Innenministeriums, aufhört zu schlagen, erschüttert gleichzeitig ein bestialischer Mord die Bundeshauptstadt.
    Seine Tochter Alexa, Leiterin der Forensischen Strafanstalt, stimmt nach seiner Beisetzung einer Studie des Innenministeriums zu. Parallel geraten Alexa, ihr siebenjähriger Sohn Josh und Tom, ihr Ehemann und Ermittler beim BKA, ins Visier des Softwareentwicklers und Psychopathen Janus. Gewalt und Tod bestimmen auf einmal Alexas Leben …
    Ein spannender, hochbrisanter Top-Thriller, der die Gefahren von Predictive Policing – die vorhersehende Polizeiarbeit – und der digitalen Überwachung skizziert.

    Buch
    „Eiskalte Verschwörung“ von Astrid Korten ist unter der ISBN-Nr. 978-3-8271-9437-4 im Niemeyer Buchverlag erschienen. Der Thriller umfasst 304 Seiten und ist ebenfalls als Ebook erhältlich.

    Autorin
    Astrid Korten, geboren 1962 im niederländischen Heerlen, lebt heute mit ihrer Familie in Essen. Sie studierte Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Leiden und Maastricht, arbeitete viele Jahre als Marketing- und Vertriebsleiterin sowie als Geschäftsführerin eines renommierten Pharmaunternehmens. Ihre große Leidenschaft aber ist das Schreiben, das sie 2004 zu ihrem Beruf machte. Astrid Korten schreibt Thriller, Romane für Kinder und Erwachsene sowie Drehbücher, Theaterstücke und Kurztexte. Ihr bevorzugtes Genre ist die Spannung. Bei ihrer akribischen Recherche lässt sie sich von Forensikern, Psychologen, Gentechnologen, Pathologen und Medizinern beraten. Die Autorin ist Mitglied im Syndikat und Mörderische Schwestern e.V. und außerdem als Kultur-Redakteurin für das erfolgreiche Online-Portal FRAUENPANORAMA tätig. In ihrer Freizeit spielt sie Saxophon, malt (Öl auf Leinen) und unterstützt ehrenamtlich diverse humanitäre Organisationen
    Quelle: Niemeyer Buchverlag

  15. Cover des Buches Sind Tote immer leichenblass? (ISBN: 9783426277003)
    Michael Tsokos

    Sind Tote immer leichenblass?

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda

    Michael Tsokos plaudert in diesem Buch aus dem Nähkästchen der Rechtsmedizin. Dazu werden einige Szenen witzig illustriert.

    In vielen kleinen Kapiteln nimmt sich der Autor möglicher Irrtümer des "Allgemeinwissens" an, welches durch deutsche, wie internationale Krimiserien á la Tatort oder CSI entstanden sind. Er schlägt dabei einen humorvollen Ton an und erzählt aus seinem Alltag, gleichzeitig zieht er zu einigen Filmszenen Vergleiche.

    Wer sich in der Rechtsmedizin auskennt oder keine Krimiserien schaut, für den ist dieses Buch wohl eher nichts. Aber für mich als Laien, der ebenfalls das meiste "Wissen" über diesem Fachbereich aus den Unterhaltungsmedien hat, gab es einige wissenswerte Fakten zu entdecken.
    Jeder Mensch, der einen Krimi oder Thriller schreibt, sollte zumindest das Wissen, was in dem Buch steht ;)

    Fazit: Für Laien und Krimiliebhaber sehr interessant, 5 von 5 Sternchen

  16. Cover des Buches Wolfszeit (ISBN: 9783473584437)
    Nina Blazon

    Wolfszeit

     (175)
    Aktuelle Rezension von: LissiB

    Dieser quasi historische Roman hat in mir wirklich jegliche Empfindungen ausgelöst. Dachte ich auf den ersten 150 Seiten noch "wann geht's denn jetzt endlich mal los" (ich hätte beinahe abgebrochen), hat mich der Roman ab dem zweiten Drittel so sehr gefesselt und gepackt, dass ich manchmal kaum gewagt habe, zu atmen. Die Geschichte basiert auf einer wirklich tollen Recherche und diversen Hintergrundfakten, die die Autorin in Erfahrung gebracht hat. Sie hat sich bei ihrer Erzählung von vielen Experten leiten lassen und somit ist eine Geschichte entstanden, die mich mit ihrer Wendung am Ende überrascht hat, aber so gut wie keine Logikfehler aufwies, sodass sie glaubhaft war und mich in ihren Bann ziehen konnte. Ein gelungenes Werk! Aufgrund der langen "Vorgeschichte", bis der Protagonist so richtig eintaucht in die rasanten Geschehnisse, hat es mir ein weeenig zu lange gedauert, daher ein halber Stern Abzug, sodass ich auf 4,5 Sterne komme :) Nina Blazon kann's einfach. 

  17. Cover des Buches Stieg Larssons Erbe (ISBN: 9783958902251)
    Jan Stocklassa

    Stieg Larssons Erbe

     (66)
    Aktuelle Rezension von: Buecherspiegel

    Jan Stocklassa, Autor und Journalist aus Schweden, hat sich die Rechercheunterlagen von Stieg Larsson zum Thema Olaf Palme genauestens angesehen und selbst zum Thema recherchiert. Daraus entstand das Buch "Stieg Larssons Erbe", eine sogenannte True Crime Geschichte. 

    Das unfassbar umfangreiche Material von Larsson durchzuarbeiten erscheint einem als Herkulesaufgabe, so, wie es Autor Stocklassa beschreibt. Dabei geht er nicht chronologisch vor, sondern beginnt mit dem Tag, an dem er endlich Zugang zu dem Archiv bekommt. Eine Vielzahl von Spuren geht der Autor selbst nach, manches verwirft er, um es dann doch, nachdem er erfährt das Larsson von etwas überzeugt war, weiter nachzuspüren.
    Viele Spuren zeigen nach Südafrika, manche nach Osteuropa. Zweifelhaften Zeugen gehen Stocklassa und seine Helfer mit zum Teil diskussionswürdigen Praktiken auf den Pelz. Akribisch wird den letzten Minuten im Leben von Olaf Palme nachgegangen wie auch den letzten Tagen und Monaten. 

    Was könnte die Täter dazu bewogen haben, ein Staatsoberhaupt zu überfallen und zu töten? Kann es eine zufällige Tat gewesen sein oder doch beabsichtigt? Handelte der Täter alleine oder hatte er eine Vielzahl von Helfern? War die Tat politisch motiviert oder eher ein Rachefeldzug wegen persönlicher Differenzen? Hatte sein politisches Handeln damit zu tun? Wem kam er so in die Quere, dass sein Tod unumgänglich wurde? Wer kommt überhaupt für die Tat infrage und was sind das für Persönlichkeiten? Warum handelt die Polizei und der Geheimdienst so und nicht anders? Allen Spuren, die der Autor erneut nachgeht, mehrfach überprüft sind trotz seiner Gewissenhaftigkeit nicht stichhaltig genug, um den oder die Täter zu überführen. Weil ihm entweder Zeugen nicht alles sagen oder die Polizei nicht alle Informationen, trotz deren Zusage, übergeben. Stocklassa hat all seine Erkenntnisse den Ermittlungsbehörden übergeben und hofft, dass trotz der langen Zeit seit dem Mord das Rätsel letztendlich gelöst werden kann. 

    Das Ganze ist so spannend zusammengetragen, dass es einem Spionagethriller alle Ehre macht. Sicher, es sind unzählige Veröffentlichungen über diese Tat erschienen, die Ermittlungen immer wieder auch neuen Teams übertragen worden, doch eines vermisse ich hier: die Rolle der Ehefrau wird mir eindeutig zu knapp nachgegangen. Die einzige Zeugin, aufgrund deren Aussage es zu einer Verhaftung und Verurteilung kam, die letztendlich zweifelhaft ist. Zumindest in den Augen Stocklassas. 

    Vielleicht war oder ist es vielen unbekannt, dass sich Stieg Larsson eigentlich mit der Aufklärung des Mordes an Olaf Palme beschäftigt hatte, um dann nach Erfolgloser Arbeit einen der bekanntesten Trilogien zu schreiben, die je aus Schweden kam. Deshalb ist es Stocklassa hoch anzurechnen, dass er das "Erbe" von Larsson nicht hat stillschweigend in einem Archiv schlummern lassen. Sonst wäre vielleicht nicht einem so großen Publikum bekannt geworden, dass sich Stieg Larsson Zeit seines Lebens dem Kampf gegen den Rechtsextremismus gewidmet hat. Schließlich führen auch seine Spuren im Mordfall Olaf Palmes genau dorthin. Zumindest Teilweise.
    Weiteres über den Autor und Journalisten sowie zu Stieg Larsson und rund um den Olaf Palme Mord findet sich im Netz unendlich viel.

  18. Cover des Buches Der Historiker (ISBN: 9783833303944)
    Elizabeth Kostova

    Der Historiker

     (304)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam

    Der Titel des Buches (engl. „The Historian“) ist zugleich Motto, Charakterisierung aller Hauptpersonen und Auflösung eines großen Rätsels zum Ende hin – und könnte damit kaum treffender gewählt sein.
     Eingleisig oder gar schmalspurig wird der Roman deshalb nicht. Im Gegenteil. In drei Generationen spielt die Handlung und wir reisen in verschiedenen Zeiten des 20. Jahrhunderts (30er, 50er, 70er) von Amsterdam, nach Istanbul, Budapest, Südfrankreich und Rumänien, immer auf den Spuren Vlad III. und den Zeugnissen über ihn aus dem 15. Jahrhundert. Die treibenden Kräfte sind die großen Fragen: Wo ist das Grab des vermeintlichen Grafen Dracula? Und liegen dort wirklich seine sterblichen Überreste?

    Unerwarteter Erfolg für einen viktorianischen Roman …

    Als der Debütroman von Elizabeth Kostova 2005 in den USA erschien, landete er direkt auf Platz 1 der amerikanischen Bestsellerlisten (New York Times u.a.). Zwei Jahre zuvor war „The Da Vinci Code “ von Dan Brown (dt. „Sakrileg“) erschienen und zu den Topsellern in der Branche aufgestiegen. Das Publikum war begierig auf Thriller, die Action und die Suche nach Rätseln in der Geschichte verbanden, weshalb die Verlagswelt sich in einer Auktion um die Rechte für dieses Werk überbot und damit ein groteskes Stück Buchgeschichte schrieb. Nachdem der Verlag Little, Brown and Company bereits 2 Millionen als Honorar für die Autorin aufgewendet hatte, musste ein gigantisches Marketing mit TV-Werbung und zehntausenden Vorabexemplaren folgen. Ein riskantes Buchpokerspiel …

    Am ersten Tag des Erscheinens wurde in den USA 80.000 Exemplare verkauft. Nach nur einer Woche lagen die Verkaufszahlen bereits so hoch (ca. 700.000), dass The Historian sich auf den Platz 1 geschoben hatte. Das ist eine waschechte american success story und in diesem Fall ein besonderer Glücksfall für die Leserwelt. Durch spekulative Marktmechanismen wurde ein sonst eher leises und anspruchsvolles Werk in Welt der Massenware hochgepusht.  

    Niemand war mehr über den Erfolg erstaunt als die Autorin selbst: „It’s a literary novel, not a commercial novel“. Nach ihrer Meinung hatte sie einen langsamen, viktorianischen Roman geschrieben. Ihre Helden stolpern nicht abgebrüht, abenteuerlustig und plündernd wie India Jones durch unentdeckte Überreste der Vergangenheit, sondern sie sind echte Historiker und Bibliothekare, die sich in mühevoller Kleinarbeit durch vergilbte Karteikartenkataloge kämpfen und die Geheimnisse der Vergangenheit in unzugänglichen Faksimiles akribisch entziffern.

    In Deutschland erschien das Buch noch im gleichen Jahr (2005) bei Bloomsbury (engl. Verlag, bei dem Harry Potter im Original erschien), aber die Resonanz war sehr verhalten. Ich kann nur mutmaßen, ob das vergleichsweise schmale Marketing der Grund war, oder vielleicht die etwas eigene deutsche Leserschaft. Tatsächlich dominierten den deutschen Fantasy-Markt in dieser Ära Zwerge, Orks, Elfen und natürlich die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Obwohl ebenfalls 2005 (und auch bei Little, Brown and Company) Stephenie Meyer mit dem ersten Buch ihrer Twilight-Serie einen Vampir-Boom in den darauffolgenden Jahren auslöste, wurde Der Historiker von dieser Welle nicht mitgerissen. Mein böser Verdacht ist, dass das deutsche Fantasy-Publikum schlicht keine anspruchsvolle Kost gewohnt war und deshalb das Dargebotene nicht zu würdigen wusste. Das Urteil mildernd muss ich hinzufügen, dass der viktorianische Schauerroman eine lange und würdige Tradition in den englischsprachen Ländern besitzt und die Geschmacksnerven der Leserschaft besser auf einen über 800 Seiten langen Roman eingestellt sind, in dem der interessante, aber normale Historiker-Alltag nur an einzelnen Stellen von dem Unheimlichen durchbrochen wird. Hoch spannend bleibt es allemal – auf zum Inhalt:

    Geschichten über Geschichte

    In ihrer Kindheit bereiste Elizabeth Kostova (geb. 1964) mit ihrer Familie die südeuropäischen Ostblockstaaten und erinnert sich gerne an die Geschichten, die ihr Vater zur Unterhaltung auf den langen Fahrten über Dracula erzählte. Damit war nicht nur ihr Interesse an dieser schillernden Gestalt zwischen Mythos und historischer Realität geweckt, sondern auch die Erzählform für ihren ersten Roman gefunden. In dem fiktiven Epilog stellt sich eine amerikanische Geschichtsprofessorin vor, die in Rückblenden von ihren Erlebnissen als Sechzehnjährige berichtet, natürlich auf Reisen durch Europa mit ihrem Vater, dem sie ganz langsam das große Geheimnis um ein kleines Büchlein entlockt, das in seinem Inneren nur einen großen, zornigen Drachen beherbergt – das Zeichen des Ordo Draconis, dem Vlad der III. angehörte, weshalb er den Beinamen Drăculea trug.

    Ihr Vater, den wir als Paul kennenlernen, berichtet von den seltsamen Begebenheiten, wie er in den 50ger Jahren als Student in Oxford bei seinen Unterlagen plötzlich dieses leere Buch fand. Als er seinen Geschichtsprofessor Rossi zu Rate zieht, offenbart ihm dieser, dass auch er ein solches Buch besitzt und seine Nachforschungen ihn zu dem walachischen Fürsten (heutiges Rumänien) aus dem 15. Jahrhundert geführt haben. Aus unerfindlichen Gründen übergibt der sonst so rationale Professor Paul die Aufzeichnungen über seine Suche nach dem Grab und fügt fast ängstlich hinzu: „Dracula … Vlad Țepeș … lebt noch“ (35). Am gleichen Abend verschwindet Rossi spurlos; zurück bleiben nur ein paar Tropfen Blut. Verzweifelt sucht Paul in den Unterlagen nach Hinweisen, was seinem Professor passiert sein könnte, und trifft in der Bibliothek auf eine junge Doktorandin, die Rumänin Helen. Nach einer zaghaften Annäherung der beiden zeigt sich, dass Helen den Professor durch ihre Arbeit über Vlad III beeindruck möchte, weil sie dessen uneheliche Tochter ist. Paul erzählt ihr von seinem Verdacht, was mit dem Professor geschehen sein könnte, aber ein Bibliotheksangestellter belauscht das Gespräch und beißt Helen in den Hals. Überhastet brechen die beiden nach Istanbul auf, wohin eine erste Spur weist.

    Immer weiteren Dokumenten und ihren Geheimnissen folgend reisen Paul und Helen nach Ungarn, Rumänien und Bulgarien, werden von Untoten heimgesucht, entdecken nach langen Mühen tatsächlich das Grab des Fürsten, treffen auf den sterbenden Professor, erfahren die wahre Geschichte der Begegnung zwischen ihm und Helens Mutter aus seinen persönlichen Aufzeichnungen und begegnen dem leibhaftigen Vlad Dracula … Mehr kann ich leider nicht verraten, ohne doch auf gemeine Art zu spoilern.

    Inzwischen ist jedoch auch der Vater der Erzählerin spurlos verschwunden und die 16-Jährige macht sich in Südfrankreich auf die Suche nach ihm, denn sie vermutete ihn an einem der letzten Orte, wo Dracula noch eines seiner geheimen Gräber besitzt. Sie wird von unheimlichen Wesen verfolgt, aber auch von einem studentischen Gentleman wacker unterstützt.

    Die verschiedenen Erzählebenen verflechten sich im Laufe des Romans so stark miteinander, dass man als Leser die Geschehnisse in drei Zeiten fast synchron erlebt. Von Rossi erfahren wir durch seine Briefe und Tagebucheinträge, von Paul aus dessen eigenen Schilderungen auf der Reise mit seiner Tochter und zuletzt und parallel alles in der Erzählgegenwart von dieser selbst. Historik und die persönlichen Schicksale verweben sich auf brillante Art in den Historikern selbst.

    Durch Geschichten in der Kindheit der Autorin wird das Interesse an Geschichte geweckt und daraus entsteht wieder die Lust auf Geschichten … Das ist die Geschichte des Buches Der Historiker.

    Übrigens sind die historischen Hintergründe und Orte des Romans sehr gut recherchiert und stimmig, nur die Fakten um das Grab sind fiktiv und die Dokumente und Zeugnisse dazu fast komplett erfunden (ich habe selbst schon zum Thema Vlad III. geforscht).

    Eine eigenwillige Hommage an Bram Stoker

    Der Historiker liegt weitab vom üblichen Fantasy-Mainstream und ist durchaus ein Art Kunstwerk. Elizabeth Kostova hat 10 Jahre daran gearbeitet – manche der bekannteren Fantasy-Autoren bringen deutlich mehr als ein Werk pro Jahr heraus. Daraus lässt sich ersehen, welche Arbeit hinter diesem Buch steckt. Das macht einen Unterschied und der Unterschied ist spürbar.

    Die Autorin hat sich eine interessante Mischung ausgedacht, indem sie historische Briefe, Dokumente und persönliche Berichte mit der Rahmenhandlung einer Ich-Erzählerin verbindet, die uns als LeserIn zu einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit einlädt. Dabei nutzt die Amerikanerin ein Gestaltungsprinzip ihrer großen literarischen Vorlage, Bram Stokers „Dracula“ (1897), der seine Vampir-Geschichte als Tatsachendokumentation in Form von Tagebucheinträgen und Zeitungsartikel präsentiert.

    Kostova stellt dieses Prinzip nicht in Frage, ironisiert es nicht. Eingebettet in eine rückblickende Erzählung umspinnt sie auf diese Weise unseren modernen, rational und historisch geprägten Geist und verführt uns für die Zeit des Lesens, daran zu glauben, dass Dracula tatsächlich noch bis ins letzte Jahrhundert sein Unwesen getrieben hat und, wenn ich den Epilog richtig verstehe, vielleicht sogar noch heute.

    Vampirisches?

    Kommen Vampir-Freunde auf ihre Kosten? Vielleicht nicht, je nach dem. Wer Bram Stokers Dracula mag, wird den Historiker noch weit mehr mögen, weil die Erzählweise viel moderner und weniger weitschweifig, blumig und umständlich ist. Und ein paar typische Gerne-Elemente finden sich durchaus. Bisse, Blut, Werkzeuge für die Vampirjagd (Silberdolch), Angriffe durch dienende Untote (Vampire), bezwingende Hypnose, Fledermausschatten, Särge und Grüfte …
    Am meisten enttäuscht am ganzen Buch hat mich die Begegnung mit Dracula selbst – er ist anders als meine Vorstellung von ihm … und nicht übermäßig böse. Schade – ich hätte mich gerne mehr gegruselt.
     Die Büchlein mit den leeren Seiten und dem Drachen hat er übrigens selbst gedruckt und verteilt … Warum? Wenn ich das mal so ganz verstanden hätte. Ich finde es nicht stimmig.

    Trotz der Umfänglichkeit des Buches bleibt vieles über Vlad Dracula offen, wie er zum Vampir wurde, wie viele seiner Art es noch gibt – reizvoll und unbefriedigend zugleich, aber in jedem Fall anregend für
     die eigene Fantasie. Und das schätze ich durchaus.

    Einordnung in der Literatur und Kritik

    Ein Feuilletonist der FAZ betitelte (2005) seine Rezension sarkastisch „wie man einen Roman pfählt“ und spielte damit auf die grausamen Hinrichtungsmethoden des historischen Vlads und auf Längen des Romans an, eine beliebte Kategorie der Literaturkritik, die wenig besagt. Tatsächlich ging es mir an einigen Stellen aber ähnlich und ich musste zwischendurch mein Durchhaltevermögen bemühen, um dran zu bleiben. Die Frage ist, wodurch diese Längen entstehen.
    Ausführlichere Berichte von der Reise, Beschreibungen der Landschaft und der Städte, Details des Interieurs – all das gehört zum Schmuckwerk und literarischen Gewand eines Romans, der sich an die viktorianische Erzählweise des 19. Jahrhunderts anlegen will, dennoch wirkt es ungewohnt. Die Gothic Novel lebt davon, dass in die alltäglich erlebte Wirklichkeit plötzlich das Übersinnliche hereinbricht und alles in Frage stellt, weshalb man in der Literaturforschung von magischem Realismus spricht.
    Die Längen haben also System. Trotzdem erwarten die Lesegewohnheiten des 21. Jahrhunderts etwas mehr Spannung. Mir hätte es geholfen, wenn die äußeren Orte ähnlich wie bei Dan Browns Thriller in einem direkten Zusammenhang mit der historischen Detektivarbeit gestanden hätten. Aber man kann auch nicht alles in einem Buch haben.
    Der Historiker bietet zudem eine wunderschöne und tragische Liebesgeschichte, lässt das Leben im Rumänien und Bulgarien der 30er und 50er Jahre szenisch vor Augen treten und erzeugt eine leicht gruselige, melancholische Stimmung, die perfekt zu der Erzählung passt.

    Und noch ein Zitat:

    „Es ist eine Tatsache, dass wir Historiker uns für Dinge interessieren, die zum Teil unser eigenes Ich widerspiegeln, vielleicht den Teil, den wir am liebsten nicht näher untersuchen würden, es sei denn auf dem Feld der Wissenschaft. Und je mehr wir in unsere Interessen eintauchen, desto mehr ergreifen sie von uns Besitz.“ (314)

  19. Cover des Buches Der blauen Sehnsucht Tod (ISBN: 9783802593963)
    Brigitte Pons

    Der blauen Sehnsucht Tod

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Leylascrap

    In diesem Krimi spielt ein ganz bestimmtes Gemälde von Franz Marc "Der blauen Turm" eine große Rolle. Doch warum musste jemand sterben, die danach suchte? Und wer hat sonst noch Interesse an diesem Gemälde? All das versucht Frank Liebknecht und die Kripo raus zu finden. Dabei gerät der Polizist Liebknecht selbst unter Verdacht.

    Es ist zwar nicht der Krimi mit der meisten Spannung und Nervenkitzel, aber die Geschichte fesselt einen sehr. Besonders interessant für Personen,  die auch Geschichten aus dem 2. Weltkrieg und Kunst mögen. Aber man muss das nicht mögen um das Buch zu gefallen. 

    Der Protagonisten machen das Buch ebenfalls lesenswert. 

  20. Cover des Buches Perfect Secret – Hier ist Dein Geheimnis sicher (ISBN: 9783328106159)
    Megan Miranda

    Perfect Secret – Hier ist Dein Geheimnis sicher

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Annifshr

    Anfangs habe ich mich schwer getan, dass Buch zu lesen, da ich mit dem Satzbau einerseits nicht zurecht kam. Andererseits hat sich dies aber der zweiten Hälfte im Buch gebessert. Das Buch an sich war für mich sehr langatmig. Das Ende war allerdings gut geschrieben. Daher 3 von 5 Sternen. 

  21. Cover des Buches Killerfrauen (ISBN: 9783426788660)
    Stephan Harbort

    Killerfrauen

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Miss-Tarantulas-Netzwerk

    🕷 Cover 🕷
    Wie für ein Sachbuch üblich ist das Cover eher schlicht gehalten. Rechts oben ist, passenderweise, das Portrait des Autors zu sehen und es sind außerdem zwei Hände bzw. deren Schatten zu erkennen. Die obere Hand scheint ein Messer zu halten. Auch wenn es nicht eindeutig zu erkennen ist, so soll es sich hierbei sicherlich um weibliche Hände handeln. Dies schließe ich aus dem Titel und den Inhalt des Buches. Das Cover ist damit passend zur Thematik gestaltet. 


    - - - - - - - - - - 🕷🕸🕷 - - - - - - - - - -

    🕷 Aufbau & Schreibstil 🕷
    ~ Erzähler Perspektive ~

    Kapitel
    Das Buch enthält 7 Kapitel (+ Vorwort, Nachwort, Kriminologie der Serienmörderin, Literatur).
    Die Kapitel werden nicht mit Zahlen, sondern mit passenden Überschriften eröffnet. Bevor dann mit der sachlichen Erzählung begonnen wird, finden wir noch einige aussagekräftige Textstellen.


    Atmosphäre
    Wie für ein Buch aus der True Crime Szene üblich, ist die Atmosphäre hier sehr sachlich und dennoch durch die Ereignisse auch ergreifend.

    Schreibstil

    Gewöhnlich sachlich und fundiert.


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    🕷 Mein Fazit & Bewertung 🕷
    Stephan Harbort.
    Nicht mein erstes Buch von diesem großartigen Autor und sicherlich auch nicht mein letztes.

    Wie üblich geht der Autor bei der Analyse der Täterinnen und dem damit verbundenen Tathergang äußert genau und nach einem zeitlichen Ablauf vor. Dadurch erfahren wir sowohl etwas über die Vergangenheit der Täterinnen, als auch über deren Gegenwart und das abschließende Urteil vor Gericht. Außerdem wird auch deren Psyche genaustens durchleuchtet. Studien untermauern seine Aussagen. Wenn Fachbegriffe aufkommen, werden diese vom Autor selbstverständlich erläutert. Abschließen bleibt keine Frage mehr offen.


    Das Buch zeigt den Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Tätern auf. Ja, hierbei gibt es tatsächlich einige Unterschiede. Auch wenn es selbstverständlich erschreckend ist, so ist es dennoch auch sehr interessant, wenn man einmal tief in die Psyche einer Täterin vordringen kann.

    Aus Respekt vor Opfer, Hinterbliebenen, Ermittlern und Autor gebe ich, wie immer, eine Bewertung von 5 von 5.  

  22. Cover des Buches Gomorrha (ISBN: 9783423345293)
    Roberto Saviano

    Gomorrha

     (96)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Gomorrha ist ein Sachbuch, so wird es beschrieben und das sollte man auch im Hinterkopf behalten. Es wird an keiner Stelle echte Spannung aufgebaut, dessen sollte man sich bewusst sein, somit kann es sich an manchen Stellen etwas ziehen. Auch die vielen verschiedenen Personen sind durchaus etwas verwirrend. Allerdings war das Buch für mich auch ein sehr interessantes und auch schockierendes Buch, vor allem das Ende hat es noch einmal wirklich in sich, ohne jetzt zuviel verraten zu wollen

  23. Cover des Buches Feministin sagt man nicht (ISBN: 9783710601941)
    Hanna Herbst

    Feministin sagt man nicht

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Jenny1804

    Viele Aha-Effekte, schön gestaltet und gut zu lesen. Macht Mut und eröffnet neue Perspektiven

  24. Cover des Buches Tausend Zeilen Lüge (ISBN: 9783737100861)
    Juan Moreno

    Tausend Zeilen Lüge

     (23)
    Aktuelle Rezension von: dominona

    Er bekommt massenweise Preise, weil sich seine Reportagen eben wie das echte Leben lesen, so spannend und berührend, nur sind sie das nicht, also echt, denn Claas Relotius hat einen Großteil seiner Reportagen nur erfunden und dieses Buch zeigt, sie sein Kollege, der Autor Juan Moreno den Skandal aufdeckte.

    Das Buch zeigt die Schwächen des Journalismus und die Gefahren, die auch eine renommierte Zeitung wie der Spiegel nicht leugnen kann. Alles ist schlüssig, aber gleichzeitig spannend aufgebaut und der Autor versucht ehrlich und schonungslos auch sich selbst gegenüber zu sein. 

    Mir wurde beim Lesen immer mulmiger, weil auch ich nicht wusste, wie dreist jemand lügen kann. Ich habe selten so oft den Kopf beim Lesen geschüttelt und lege es jedem ans Herz, der sich für Journalismus oder Betrugsmaschen (nicht, um sie selbst durchzuführen)  interessiert. 

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