Bücher mit dem Tag "fall"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "fall" gekennzeichnet haben.

97 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

    (5.965)
    Aktuelle Rezension von: Archive_ratte

    Ein schöner ausflug über die 100 Jahre und wie man durch die Welt stolpern kann und dennoch einen Weg findet. 

    wirklich gut gemacht, eine wunder schöne Rahmengeschichte, ist aus gutem grund ein BEstseller. Wem dieses Buch gefallen hat sollte die Anderen von Jonasson lesen. Freue mich auf die Fortsetzung. 

  2. Cover des Buches Die Stille vor dem Tod (ISBN: 9783404175895)
    Cody McFadyen

    Die Stille vor dem Tod

    (641)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Die meiste Zeit versucht der Autor in plastischen Beschreibungen von Gräueltaten zu eskalieren, was das Geschriebene meistens an einen Punkt bringt, bei dem man das Gefühl hat, er hätte sich verlaufen und suchte zwanghaft einen Weg zurück zur Story. Das Buch selbst ist in Präsens geschrieben und trieft vor Rückblenden und „Erinnerungen“ und „Albträumen“, die in seitenlange Ergüsse über noch mehr Folter und Mord enden. Allesamt wenig kreativ ausgeführt. Bedeutungsschwangere, aber im Endeffekt eher nur bedeutungslose Dialoge dominieren den Mittelteil. Die eigentliche Arbeit der Kriminalermittler beginnt erst gegen Ende. Leider hat den Autor da die Phantasie schon verlassen. In einem langen Aufrollen und gekünstelten Herstellen von Verbindungen von „normalen“ Verbrecher der letzten Dekaden (ein paar davon scheinen real gewesen zu sein) ist’s dann eine Randnotiz, die den Hinweis gibt. Also wieder 60 Seiten umsonst gelesen. Die Vergangenheiten und Lebensläufe der Teammitglieder wirken eher lieblos. Sie werden in diesem Band zum fünften Mal erklärt und scheinbar hat auch der Autor keine Lust mehr darauf. Die Interaktion, die er ihnen angedeihen lässt, hat nichts Amikales an sich, wie es unter Kollegen üblich ist, die sich lange kennen. Eher gleiten „seriöse“ Besprechungen in gelegentlichen Infantilismus ab. Selbstredend, dass alle Leute in diesem Buch – egal ob Ermittler oder Verbrecher – die klügsten sind, mit dem besten Gedächtnis, dem schärfsten und wachsten Verstand, die jeden wichtigen Menschen kennen, … und so weiter und so fort. Die Übersetzung ist OK, schätze ich. Was mir sauer Aufstößt sind diese unnötigen Anglizismen, die in der deutschsprachigen und von den USA geprägten Popkultur als „cool“ gelten sollen, aber alle eine vernünftige Entsprechung in der Zielsprache hätten. Und warum reden Eltern immer von sich als Mommy oder Daddy und das auch noch in der dritten Person? Zwischen den ersten vier Bänden und dem fünften lag für mich als Leser eine lange Zeit. Zu lange scheinbar. Die ehemalige Faszination für das Aufklären von Serienmorden konnte das Buch nicht halten. Im Gegenteil: Hätte ich die alten als so schlecht geschrieben in Erinnerung gehabt, hätte ich Band fünf nicht gekauft.

  3. Cover des Buches Die ewigen Toten (ISBN: 9783499000959)
    Simon Beckett

    Die ewigen Toten

    (546)
    Aktuelle Rezension von: Ela0806

    Die Gesamte Reihe ist so Mega gut. Also wirklich so so so gut.

    Ich dachte erst, ich müsste bis Februar warten um weiteres von Ihm zu lesen. Aber NEIN.... Hab noch Band sieben entdeckt und noch kurz Geschichten. Sobald diese eintreffen, werden die sofort gelesen.

    Was David Hunter alles erlebt.. Wahnsinn. Mit welcher Ruhe er auch an alle Fälle immer ran geht. 

    Die Ideen von Simon Beckett für diese Reihe.. So genial! 


  4. Cover des Buches Mordsfreunde (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 2) (ISBN: 9783548291789)
    Nele Neuhaus

    Mordsfreunde (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 2)

    (802)
    Aktuelle Rezension von: mxchellex678

    Das Buch war für mich ganz solide – nichts, was mich komplett umgehauen hat, aber definitiv gut zu lesen. Es war so ein typischer Krimi für zwischendurch, den man gut weglesen kann, ohne dass er allzu lange im Kopf bleibt.


    Der Fall war spannend aufgebaut, mit einigen Wendungen und Verstrickungen, die ich so nicht gleich durchschaut habe. Trotzdem hat es mich nicht so stark gepackt, dass ich noch Tage später darüber nachdenken musste. Eher so ein Krimi, den man liest, miträtselt, zur Seite legt – und sich nach ein paar Wochen schon nicht mehr genau erinnert, wie alles ausgegangen ist.


    Positiv war aber, dass sich die Charaktere Bodenstein und Kirchhoff weiterentwickeln und man mehr von ihrer Dynamik mitbekommt. Das macht für mich den Reiz der Reihe aus und motiviert auch, weiterzulesen.


    Alles in allem: Kein Highlight, aber nett für zwischendurch und ein ordentlicher zweiter Band der Reihe.


  5. Cover des Buches Argus (ISBN: 9783499269141)
    Jilliane Hoffman

    Argus

    (527)
    Aktuelle Rezension von: skloane

    Wahnsinn! Normalerweise sind Fortsetzungen ja eher schwach. Aber dieser dritte Teil hatte es in sich! Es wäre klasse diese Serie zu verfilmen. Dieser Teil ist sowas von unvorhersehbar.  Ich hatte ihn in 10 Tagen durch. Klare Leseempfehlung.  Hut ab vor dieser Autorin. Ich hoffe der letzte Teil ist genauso spannend... hört offen auf.

  6. Cover des Buches Durst (Ein Harry-Hole-Krimi 11) (ISBN: 9783548061849)
    Jo Nesbø

    Durst (Ein Harry-Hole-Krimi 11)

    (292)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Zur Abwechslung und Entspannung darfs hin und wieder auch mal ein guter Krimi sein. Dies ist einer aus der Kategorie: äußerst lesenswert.

    Tinder und die Sehnsucht nach Nähe, die große Angst vor der Einsamkeit und ein „Vampirist“, der diese Nähe überinterpretiert und Angst in Schrecken und Tod verwandelt. Dazu ein reaktivierter Ermittler (Harry Hole inzwischen Dozent an der Polizeihochschule), der diesem Schrecken, diesem Morden Einhalt gebieten soll, quasi ein Team im Team der ermittelnden Polizisten. Ihr zur Seite die hauptamtliche Ermittlern, Katrine Bratt, die am Rande einer bipolaren Störung herumschlittert. 

    Die losen Fäden der Erzählung werden so geführt, dass sie am Rande der Knäuelbildung geführt werden, mit anderen Worten: Die Hinweise so gegeben werden, dass dem Leser genügend Raum bleibt, um seinen eigenen detektivischen Fähigkeiten nachgehen zu können, ohne daran zu verzweifeln. Bei diesem Roman handelt es sich um eine gelungene Komposition von spannungsreicher Fiktion, zwischenmenschlichen Dramen sowie zahlreichen wissenswerten Einsprengseln, zum Beispiel zu Leistungen des Gehirns bzw. dessen Fehleranfälligkeit – und nicht zu vergessen: dem Vampirismus. 

    Neben der Schnörkellosigkeit der Sprache, gibt es so einige Schmankerl, so manche sprachliche Zauberei wie beispielsweise bei der metaphorischen Beschreibung von Stimmen: „[…] sagte sie mit einer Stimme, die Harry an dünnes Porzellan denken ließ.“ Oder: „Die Stimme klang, als mahlte sie Steine.“ 

    Dieser Krimi sorgt dafür, dass man sich vermutlich auf den einen oder anderen Krimi dieser Reihe freuen wird – falls man nicht ohnehin ein Fan davon ist.

    (7.4.2022)

  7. Cover des Buches Der Schneeleopard (ISBN: 9783734109669)
    Tess Gerritsen

    Der Schneeleopard

    (365)
    Aktuelle Rezension von: Jenny_Sieber

    Dieser Roman der Autorin ist anders wie die bisherigen Bücher. Hier geht es in Natur von Botswana wo die Anzahl der Teilnehmer immer weniger werden. Der Szenenwechsel zwischen Botswana und Boston gelingt hervorragend. Dadurch bleibt das Buch bis zum Schluss fesselnd. Die Autorin ist bekannt für ihre spannungsgeladenen Inhalte und diesen wird auch dieses Buch wieder gerecht.

  8. Cover des Buches In Case We Trust - Gold, Bright & Partners (ISBN: 9783736327085)
    Tess Tjagvad

    In Case We Trust - Gold, Bright & Partners

    (146)
    Aktuelle Rezension von: Chiara_M_

    Hat mir überraschend gut gefallen 🤭

    Das war mein erstes Buch, dass in einer Anwaltskanzlei gespielt hat und ich hab’s so gemocht 😍🫶🏼


    Grundsätzlich finde ich das ja total spannend, hatte aber erst Befürchtungen, dass ich das in einem „Nicht-Krimi“ eher langweilig finden würde - war total unbegründet 🙈


    Ich mochte es sehr Gracie und Ira in ihrem (Arbeits-)Alltag zu begleiten und wie sich alles so zwischen ihnen entwickelt hat… 🥹🥹🥹🫶🏼✨ das war wirklich toll und ich find die beiden total süß! Eigentlich könnten sie nicht gegensätzlicher sein, aber irgendwie haben sie sich einfach richtig gut ergänzt 🤭


    Das letzte Drittel des Buches fand ich auch noch mal richtig spannend und war dann tatsächlich auch überrascht als es vorbei war, weil ich gerade so drin war 😂🙈


    Zusammenfassend hat das Buch meine Erwartungen vielleicht sogar übertroffen, aber für ein Highlight hat es nicht ganz gereicht🙈 ich bin aber total gespannt auf die anderen Teile der Reihe 🤭

  9. Cover des Buches The Invisible Library (ISBN: 9781447256236)
    Genevieve Cogman

    The Invisible Library

    (42)
    Aktuelle Rezension von: LadyOfTheSilverMoon

    Ich habe jetzt schon ein paar negative Kritiken gelesen, dass die Story nicht spannend genug ist und kann das garnicht nachvollziehen. Die Geschichte ist gut aufgebaut, die Welten sind schön erklärt und die weibliche Hauptperson hat viel Potential, sich noch zu entwickeln. Da wir die Geschichte aus ihrer Sicht lesen und die weiteren Hauptcharaktere auch für sie fremde Personen sind, wissen wir bislang noch wenig über Vale und Kai. Ich gehe allerdings davon aus, dass wir gerade über Kai in den weiteren Teilen der Reihe noch mehr erfahren und hier sicherlich eine Entwicklung stattfinden wird. 

    Mir gefällt die Welt sehr gut, weil ich persönlich ein großer Fan der Serie "The Librarians" bin, was ja eine ähnliche Grundstory hat. Deswegen war ich vermutlich auch direkt so begeistert. 

    Also ich liebs und habe auch sofort mit Band 2 gestartet.

  10. Cover des Buches Blutzeuge (ISBN: 9783734100482)
    Tess Gerritsen

    Blutzeuge

    (244)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Klose

    Ich bin einfach ein Fan von Tess Gerritsen und es müsste viel passieren, dass ich keiner mehr bin. Mir gefällt der Schreibstil unfassbar gut und er hat mich auch dieses Mal wieder gepackt. Die Geschichte war zwar gruselig und grausam, aber das hat es nur noch spannender gemacht und war nicht "zu viel". Eine absolute Empfehlung!

  11. Cover des Buches Die Zarin (ISBN: 9783453878075)
    Ellen Alpsten

    Die Zarin

    (40)
    Aktuelle Rezension von: vipfoto

    Mein neuester Roman „Die Zarin“ von Elen Alpsten lässt mich lesetechnisch tief in die russische Geschichte eintauchen. Mit einem süffigen Vodka/O-Saft sitze ich gemütlich, mit meinem Lieblingsmenschen Karsten, auf dem Sofa und plaudere ein wenig. Großfürstin Anastasia von Russland sowie die Legendenbildung um sie fand ich schon als junges Mädchen faszinierend. Um so spannender ist jetzt für mich, den Auftakt zur historischen/fiktiven Saga um „Die Zarin“ rund zweihundert Jahre zuvor zu erhaschen. Das Cover sieht ansprechend und hübsch gestaltet aus. Man sieht die Rückensicht einer vornehmen Dame in einem roten Kleid, mit übergeworfenem Pelzmantel. Unter dem Ärmel kann man Teile eines Palastes mit vorgelagerten Springbrunnen erahnen. Geheimnisvoll wird das Ganze dadurch, das der Kopf der Trägerin nicht im Bild ist. Neugierig fange ich an zu lesen. Der gut recherchierte Plot hat es in sich. Das flächenmäßig größte Land der Erde steht damals entwicklungstechnisch noch ganz am Anfang quasi in den Kinderschuhen. Die Tundra, riesige Waldgebiete, Sümpfe und mitten drin Zar Peter der Große, der mit Hilfe von Zwangsarbeitern Sankt Petersburg sowie der barocken Winterpalast erbauen lässt. Ob die Arbeiter wohl auch schon aus Deutschland kamen? Leider steht das nirgendwo. Großes Leid bei den einen, Verschwendung und Luxus bei den anderen. Das Gefälle arm/reich wird nach und nach besonders deutlich. Der Adel hatte alle Vorrechte, wie zum Beispiel die Aufhebung des Standes, was wie ich finde, auch gut in diesem Roman deutlich wird. Die Autorin hat die zweite Ehefrau des Zaren (Katharina I., den Zaren Peter I. sowie die zahlreichen Nebenprotagonisten, wie zum Beispiel: Anna, Elisabeth I., Menschikow, Darja Arsentjewa oder Warwara eindrucksvoll und detailreich beschrieben. Auch von der ersten Ehefrau, Ewdokia sowie deren Sohn Alexej I. erfährt der Leser schockierendes. In meiner Fantasie könnten sie so tatsächlich gelebt haben. Toll finde ich auch die große Übersichtskarte von St. Petersburg zu Beginn der Lektüre, aber auch den Stammbaum zur Übersicht am Ende des dicken Wälzers, das ist bei so vielen Personen und so einem großen Land sehr hilfreich. Schillernd, extravagant, rücksichtslos der Zar und sein Gefolge. Arm und unterdrückt, ohne Rechte die Bevölkerung. Der Spagat wird fantastisch von Ellen Alpsten beschrieben. Der Schreibstil, der mir vorher unbekannten Autorin, ist flüssig und die Wortwahl treffend. Man lernt nach und nach sogar ein paar russische Begriffe, was ich ganz nett finde. Ich mag das Buch kaum aus der Hand legen. Die über 700 Seiten fliegen vor meinen Augen nur so dahin. Eine starke Frau, die für das was sie möchte kämpft und es auch bekommt. Jedenfalls fast immer. Grins , an Schlaf ist kaum zu denken. Auch in diesem Buch gibt es - ähnlich wie auch schon bei „Paracelus – auf der Suche nach der unsterblichen Seele“ - wieder einige Sexszenen. Allerdings fühle ich mich lesetechnisch hier nicht mehr so gestört. Und daher tue ich der anderen Autorin nun innerlich Abbitte, denn historisch-fiktives auf so vielen Seiten spannend zu halten, ist schon eine Kunst. Und „Sex sells“, das ist auch in diesen Romanen zu merken. Ich fiebere mit Marta/Katharina bis zur letzten Seite mit und bewundere ihren grenzenlosen Mut und auch ihre Energie, all das was sie sich vorgenommen hat, umzusetzen. Diese Erzählung hat mich nach und nach in den Bann gezogen und wie ein Strudel seine Sogwirkung entwickelt. Ich warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieser melodramatischen Geschichte, die mich gedanklich eine spannende Zeitreise antreten lassen hat.

    Zum Inhalt:

    Leibeigene, Liebende, Zarin - der bewegende Aufstieg von Zarin Katharina I.

    Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammengebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann.

    Mehr über die Autorin:

    Ellen Alpsten wurde 1971 in Kenia geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend dort und studierte dann in Köln und Paris. Sie arbeitete in der Entwicklungshilfe an der Deutschen Botschaft Nairobi und als Moderatorin bei Bloomberg TV. Heute ist sie freie Schriftstellerin und Journalistin, u.a. für die FAZ, Vogue und Spiegel Online. "Die Zarin" - erstmals 2002 in Deutschland erschienen - ist ihr Debüt. Heute ein internationaler Bestseller, liegt der erste und einzige Roman über Katharina I. nun in überarbeiteter Neuausgabe vor.

    Weitere Bücher:

    Die Tochter der Zarin

    Fazit: 4 Sterne**** Der Roman „Die Zarin-Saga, Band 1“ ist im Heyne Verlag erschienen. Er hat 736 Seiten, die den rasanten Aufstieg von Katharina der I sehr unterhaltsam in Szene setzen.

  12. Cover des Buches Der Insektensammler (ISBN: 9783570068250)
    Jeffery Deaver

    Der Insektensammler

    (265)
    Aktuelle Rezension von: Sanne54

    Lincoln Rhime, genialer Forensiker und Tetraplegiker und seine Assistentin und Partnerin Sachs sowie Pfleger Thom reisen nach North Carolina, wo er sich einer riskanten OP unterziehen möchte, die seinen Zustand evtl. Verbessern könnte. Die örtliche Polizei zieht die Experten kurzfristig zu einem Fall hinzu: Der Jugendliche Garrett, auch bekannt als der „Insektensammler“, hat einen jungen Mann ermordet und zwei junge Frauen entführt, für die die Uhr ticket. Als sie den jungen Mann endlich finden und das zweite Entführungsopfer befreit werden kann, schlägt sich Sachs plötzlich auf dessen Seite. Nun jagen Polizei und ein paar Kopfgeld-motivierte Einheimische Sachs und Garrett, die den Verdacht hat, dass Garrett in Wirklichkeit unschuldig ist.

    Der Thriller ist spannend und greift am Ende unerwartet ein brisantes Thema auf, dennoch sind mir der klassische Showdown und die zahlreichen Verwicklungen auf den letzten Metern zur Auflösung des Falls zu überstürzt gewesen. Irgendwie hatte ich mehr Raffinesse erwartet.


  13. Cover des Buches Wanted (2): Lass dich fesseln (ISBN: 9783453358423)
    J. Kenner

    Wanted (2): Lass dich fesseln

    (78)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Cover: Das Cover ist quasi der George Clooney der Buchdeckel – elegant und geschmeidig. Wer hätte gedacht, dass Spitze und Hauttöne so gut zusammenpassen könnten? Ein Hoch auf den Grafikdesigner, der das zusammengestellt hat!

    Inhalt: Sloane und Tyler sind wie Kim Kardashian und Albert Einstein: zwei Menschen, die sich irgendwie ähneln (hey, sie sind beide berühmt!), aber auch ziemlich verschieden sind. Sie ist eine selbstbewusste Polizistin mit einem moralischen Kompass, der mitunter aussieht wie eine Kompass-App mit schlechter Internetverbindung. Er ist... nun ja, sagen wir einfach, Tyler ist komplex. So komplex, dass Sloane mehr als einmal wünschte, sie könnte Google Maps für menschliche Emotionen und Verhalten nutzen.

    Das Buch bringt uns die Magie von Paradoxien. Sloane und Tyler sind einerseits Helden ihrer eigenen Geschichten, aber machen andererseits genug Fehler, um in einer Episode von "Dr. Phil" zu landen. Da denkst du, du hättest eine clevere, taffe Polizistin, und BAM! Sie hat mehr blinde Flecken als ein Spiegel im Nebel.

    Charaktere: Sloane und Tyler sind wie ein unwahrscheinliches Superheldenteam: Batman trifft auf Miss Moneypenny. Während Sloane die Straßen (und Tylers moralische Grauzonen) durchstreift, versucht Tyler, seine geheimnisvolle Aura aufrechtzuerhalten. Er öffnet sich Stück für Stück, aber nie genug, um das Gesamtbild zu enthüllen. Das ist wie das Anschauen eines Trailers für einen Thriller, der letztendlich als Romantikkomödie endet – verwirrend, aber irgendwie ansprechend.

    Schreibstil: J. Kenner schreibt, als würde sie eine Anleitung für eine emotionale Achterbahnfahrt geben. Der Roman hat seine Hochs und Tiefs, und manchmal will man einfach nur schreien: "Halt die Bahn an, ich will aussteigen!", aber man bleibt bis zum Schluss drin.

    Fazit: "Wanted 2 - Lass dich fesseln" ist ein Schmelztiegel aus Emotionen, Moral und dem ewigen Kampf zwischen dem, was richtig und was sexy ist. Es hat seine Längen, sicher, aber hey, selbst die besten Beziehungen haben ihre trüben Tage, nicht wahr?

    Für alle, die Lust auf eine Mischung aus "Cops and Robbers" und "Fifty Shades" haben, mit einem Schuss Soap-Opera-Drama – dann ist dieses Buch euer Ticket.

  14. Cover des Buches Mord beim Diamantendinner - Ein Fall für Jackie Dupont (ISBN: 9783328105367)
    Eve Lambert

    Mord beim Diamantendinner - Ein Fall für Jackie Dupont

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieser Krimi orientiert sich an den Klassikern des Genres à la Agatha Christie. Zunächst verschwindet eine mit Diamanten besetzte Krone aus dem Buckingham Palace. Da der Thronfolger dort eine seiner berüchtigten Partys gefeiert hat, will der Palast das gute Stück ohne Aufsehen wiederbeschaffen und engagiert deshalb die bekannte amerikanische Privatdetektivin Jackie Dupont. 

    Jackie ist für ihre unvonventionellen Ermittlungsansätze bekannt und lädt deshalb die Verdächtigen zu einem Wochenende in ein Jagdschloss ein. Doch statt den Dieb ausfindig zu machen, muss sich Jackie mit dem Scotland Yard herumschlagen, denn ein Teilnehmer dieser illustren Runde ist während der Befragung ermordet worden.  

    Meine Meinung: 

    Eve Lambert hat hier einen klassischen Kriminalroman nach einem bewährten Strickmuster geschrieben: nämlich jenem des „Locked room mystery“.  

    Unterbrochen wird die Suche nach dem Mörder bzw. dem Juwelendieb durch die Gedanken Christopher, des Duke of Surrey, der in Jackie seine beim Untergang der Titanic vermisste Ehefrau zu erkennen glaubt. Das Wortgeplänkel zwischen den beiden sowie der Blick auf die etwas schräge britische Upper Class lassen den Krimi leicht lesen, wenn auch die verschiedenen Bezeichnungen für ein und dieselbe Personen hin und wieder für Verwirrung sorgt. 

    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und nimmt die eine oder andere Marotte der Briten aufs Korn. Die Auflösung beinhaltet nicht nur die Wiederbeschaffung der Krone und den Mord im Jagdschloss, sondern ganz nebenbei eine andere Mordserie. 

    Fazit:

    Diesem Krimi, der nach zahlreichen Wendungen zu einer unerwarteten, aber stimmigen Lösung kommt, gebe ich gerne 4 Sterne.

     

  15. Cover des Buches Take Me Home to Willow Falls (ISBN: 9783473586738)
    Greta Milán

    Take Me Home to Willow Falls

    (302)
    Aktuelle Rezension von: Buchsucht_de

    Cassie hat gerade den Brautstrauß für die Hochzeit ihrer besten Freundin Daya gebunden, als die Trauung platzt. Vor dem Altar, vor allen Gästen und Cassie ist schuld. Sie tut das, was sie in solchen Momenten am besten kann: Sie flieht. Auf ihrer Flucht läuft sie dem Hochzeitsgast Jared buchstäblich in die Arme und bittet ihn, sie einfach mitzunehmen, egal wohin. Jared sagt Ja und fährt mit ihr nach Willow Falls, einer idyllischen Kleinstadt inmitten von Ahornwäldern, die im Oktober in Rot, Gold und Kupfer glühen. Dort findet Cassie einen kleinen Blumenladen, der dringend Hilfe braucht, eine Community, die einander noch mit Namen kennt, und einen Mann, der mehr trägt, als man ihm ansieht.


    Greta Milán, seit 2013 aktive SPIEGEL-Bestsellerautorin aus Thüringen, versteht die Kunst, ein Setting so lebendig zu zeichnen, dass es zum eigenständigen Erzähl-Charakter wird. Willow Falls ist keine bloße Kulisse, sondern eine Präsenz. Man riecht die Ahornblätter auf dem Boden, spürt die Kühle der Morgenluft, hört das Knistern der Kaminfeuer. Wer sich in die aktuelle Cozy-Autumn-Ästhetik verliebt hat, die auf Bookstagram und BookTok gerade so beliebt ist, wird hier fündig. Aber das Buch bietet mehr als Ästhetik. Die Kleinstadt ist ein glaubwürdiges Ökosystem, in dem der Bäcker jeden Gast kennt, die alte Dame vor dem Postamt jede Familiengeschichte weiß und der Buchhändler die richtigen Empfehlungen ausspricht.


    Besonders stark ist Cassies Selbstfindungs-Reise. Was zunächst wie eine klassische Runaway-Girl-Geschichte wirkt, entpuppt sich als tieferer Coming-of-Age-Prozess. Cassie ist vor einem Leben geflohen, das sie sich nicht selbst ausgesucht hat, aufgebaut nach den Erwartungen eines kontrollierenden Vaters, der ihre Kreditkarten sperrt, sobald sie ausbricht. In Willow Falls kann sie sich zum ersten Mal fragen, wer sie eigentlich ist, und die Antwort liegt in ihrer alten Leidenschaft für Blumen. Die Blumen-Metaphorik zieht sich elegant durch das Buch. Cassie blüht in dieser Kleinstadt tatsächlich auf. Auch die Chemie mit Jared entwickelt sich glaubwürdig langsam. Keine Insta-Liebe, sondern eine tastende Annäherung zwischen zwei Menschen, die beide Wunden tragen. Jareds Verantwortung für seine zwei kleinen Geschwister gibt der Beziehung zusätzliche Substanz und macht ihn zu einer echten Figur statt einer Fantasie-Projektion.


    Ehrlicherweise ist manches vorhersehbar. Wer Small-Town-Romance kennt, ahnt bestimmte Wendungen voraus. Der Vater-Konflikt bleibt letztlich zu abstrakt und hätte tiefer ausgelotet werden können, und die Auflösung wirkt am Ende etwas glatt. Auch einige Nebenfiguren aus der Community bleiben skizzenhaft, obwohl der Roman genug Seiten hätte, sie tiefer zu zeichnen. Die Herbst-Ästhetik ist wunderschön, kann für weniger cozy-affine Leser:innen aber auch dick aufgetragen wirken.


    Ein wirklich schöner Wohlfühl-Pageturner für alle, die deutsche Small-Town-Romance mit Herbst-Charme suchen. Die limitierte Farbschnitt-Ausgabe ist zusätzlich ein Bookstagram-Traum.

  16. Cover des Buches Neid (ISBN: 9783492306812)
    Arne Dahl

    Neid

    (40)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Auch im Hochsommer mit einer Hitzewelle in Europa kann sich das Ocop-Team keine Auszeit gönnen. Sie sind auf der Spur eines Menschenhändlerrings, der insbesondere mit dem Betteln in Fußgängerzonen Profit macht. Währenddessen will Paul Hjelm die EU-Politikerin Marianne Barriere unterstützen, die unter Druck gerät, nachdem sie einen kontroversen Gesetzentwurf eingebracht hat. Und auch der Mord an einem Wissenschaftler, der einen Durchbruch bei der Elektromobilität geschafft hat, hält das international agierende Team auf Trab…

    Arne Dahls „Ocop“-Reihe ist auf vier Bände angelegt, „Neid“ ist der dritte Band – und so kennt der Leser natürlich schon die Charaktere und die grundlegenden Zusammenhänge. Der Einstieg fällt dementsprechend leicht, wenn man die vorigen Bände kennt. Wenn man die Strukturen aber noch nicht kennt, dürfte man leicht überfordert sein. Besonders die vielen schnellen Wechsel zwischen den verschiedenen Ermittlern sind dabei durchaus herausfordernd, da man sich immer erst einmal orientieren muss. Die einzelnen Stränge sind dabei auch durchaus auch schon anspruchsvoll und erzählen sehr interessante Szenerien, aber es ist eben die Kombination aller Teile, die so reizvoll ist. Gelungen ist auch wieder, dass man die Charaktere noch ein wenig besser kennenlernt und diese andere Seiten von sich zeigen können – natürlich nicht in dem Maße, wie das bei einem einzigen Ermittler der Fall ist. Aber es ist eben auch die Vielfalt, die diese Romanreihe ausmacht.

    Wie man es von Arne Dahl und insbesondere den Ocop-Bänden bereits gewohnt ist, scheinen die verschiedenen Handlungsstränge zunächst unabhängig voneinander zu verlaufen. Es gibt nur wenige Überschneidungen, erst nach und nach dämmert dem Leser, wie alles zusammenhängen könnte. In vielen Punkten kann man dabei richtig lesen, entscheidende Details sind aber dennoch überraschend und wendungsreich ausgearbeitet. Ich mag den einsetzenden Aha-Effekt an einem gewissen Punkt, an dem sich alles zusammensetzt. Das ist spannend geschrieben und hätte aus meiner Sicht die eingebauten Action-Szenen nicht gebraucht, wirklich gestört haben mich diese aber dann doch nicht.

    „Neid“ zeigt weitere finstere Seiten der menschlichen Seele, handelt von Habgier, Machtwillen und einer geringen Wertschätzung anderer Menschen. Verpackt ist das in einen dynamisch erzählten und spannenden Thriller, der auf den verschiedenen Ebenen gut funktioniert und noch weiter an Reiz gewinnt, wenn die Stränge zusammengeführt werden. Das ist elegant und flüssig geschehen, sodass ein lesenswerter und packender Thriller entstanden ist.

  17. Cover des Buches Selfies (ISBN: B06WWGGTD2)
    Jussi Adler-Olsen

    Selfies

    (47)
    Aktuelle Rezension von: S_Malt

    Dieser 7. Teil aus der Serie um das Sonderdezernat Q unter der Leitung von Carl Mørck fällt aus meiner Sicht wieder ab.

    Es werden einfach zu viele Handlungen sehr konstruiert zusammengeführt. Drei junge Frauen, die davon überzeugt sind, dass der Staat sie gefälligst zu versorgen hat. Die eine hält sich nebenbei noch ein paar Sugar-Daddys, die andere entzieht sich der Arbeitssuche durch wiederholte Schwangeschaften, die dritte lebt bei ihrem Freund, bezieht aber Wohngeld für eine Wohnung die sie nicht mehr bewohnt; und allen gemein, der Glaube, eigentlich doch besseres verdient zu haben - und die Sozialamts-Mitarbeiterin. Letztere hat genug von den Schmarotzern der Gesellschaft; nach der Diagnose Brustkrebs beschließt sie, diese von der Welt zu tilgen. Sie lernt über das Internet, wie man Autos knackt und, wie man sich einen Schalldämpfer baut. 

    Ihr erstes Opfer ist eines der genannten jungen Frauen; diese überlebt den Unfall und erkennt die Fahrerin. Das Trio nimmt sich vor, den Spieß umzudrehen. Außerdem überfallen sie einen Nachtclub und erschießen (ausversehen) anschließend eine Kleinkriminelle. Dies geschieht mit der alten Luger des Großvaters einer der Mädchen. Die Großmutter derselben ist vor einiger Zeit ermordet aufgefunden worden. Dieser Mord wiederum hat Ähnlichkeit mit einem Cold Case, den das Sonderdezernat Q bearbeitet. Und dann tauchen die drei Frauen in der Wohnung dieser Großmutter unter - in direkter Nachbarschaft zu Roses Wohnung. Diese wiederum steckt in einer schweren psychischen Krise. Außerdem spielt die Vergangenheit des besagten Großvaters eine Rolle in der ganzen Geschichte - und der totgeglaubte Vater einer der jungen Frauen taucht auch wieder auf. Und zu erwähnen ist noch, dass die Automörder-Sozialamt-Mitarbeiterin nicht erfolglos in ihren Taten bleibt; doch da es - außer dem Team vom Sonderdezernat Q - in Kopenhagen keine fähigen Polizisten gibt, entwischt sie immer wieder.

    In Roses Vergangenheit werden dunkle Geheimnisse um den brutalen Unfalltod ihres tyrannischen Vaters aufgedeckt; und Rose selbst lebt seit Jahrzehnten in einer zweiten Identität, deren Lebensumstände so krass sind, dass es einfach nur unglaubwürdig ist, dass dies nicht bemerkt worden wäre. Und dann bekommt auch noch der Körper des gelähmten Freundes und Ex-Kollegen von Carl wieder Gefühl und Schmerzempfinden in Schulter und Arm.


    Sorry, das war alles zu viel, zu wirr, zu konstruiert.

    Es hing alles zusammen - und niemand hat etwas gemerkt. Tatsächlich - neudeutsch - too much.


    Ich mache - einmal mehr - eine Pause vom Sonderdezernat Q und hoffe, dass sich Teil 8 dann wieder etwas fängt. Schade, die Serie hat - mit all ihren schrulligen und doch liebenswerten Charakteren - so schön angefangen.


    Wegen des Sprechers Wolfram Koch, der seine Sache gut macht und wegen einzelner sehr guter Ansätze, gebe ich 2/5 Sternen.

  18. Cover des Buches Die Farben des Feuers (ISBN: 9783442719624)
    Pierre Lemaitre

    Die Farben des Feuers

    (127)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    1927, der berühmte französische Bankier Marcel Péricourt soll zu Grabe getragen werden. Ein großes Staatsbegräbnis wurde anberaumt. Alles was Rang und Namen hat, ist zu Ehren des mächtigen Bankiers erschienen. Madeleine, seine Tochter, steht unvermittelt an der Spitze des Imperiums. Madeleine ist geschieden, ihr Ex-Mann verbüßt noch eine Haftstrafe, und Mutter des siebenjährigen Paul. Paul verunfallt am Tag des Begräbnisses seines geliebten Großvaters schwer. 

    Mit dem Tode von Marcel Péricourt verändern sich viele Leben. Madelaine sollte zwar die Geschäfte ihres Vaters weiterführen, doch ist sie nach dem Unfall ihres Sohnes ganz auf seine Gesundung bedacht und überlässt die Führung dem langjährigen Buchhalter Gustav Joubert. Der Privatlehrer von Paul, André Delcourt, beziehungsweise Liebhaber von Madelaine, wird nur noch geduldet. Doch er hat schon längst andere Pläne. Charles, der Bruder von Marcel, befindet sich in einer heiklen Lage, denn sein Bruder half ihm immer wieder großzügig mit Geld aus. Nun muss er sich anders behelfen. Er hat auch schon ein besonderes Vorhaben im Auge. 

    Um Paul macht sich Madelaine sehr große Sorgen, denn der Junge wirkt hochgradig depressiv. Erst als die junge, polnische Krankenschwester Vladi, sich seiner annimmt, scheint es mit Paul aufwärtszugehen. Vladi führt ihn ein in die Welt der Oper und Paul entdeckt seine hingebungsvolle Begeisterung für die Opern-Diva Solange Gallinato. Und gerade in dem Moment, an dem Madelaine wieder Hoffnung schöpfen könnte, wird sie Opfer eines gemeinen Komplotts. Sie verliert Hab und Gut. Die Vorboten des Zweiten Weltkrieges warten auf und Madelaine beginnt ihren ganz persönlichen Rachefeldzug.

    Mit einem rasanten Tempo überschlagen sich die Ereignisse in diesem Roman. Es ist faszinierend was sich Pierre Lemaitre so alles einfallen lässt, wie er die Fäden geheimnisvoll und ausgeklügelt zusammen fügt. Das ist Unterhaltung vom feinsten. Gehaltvoll wartet der Roman mit bitterbösen Intrigen und mannigfaltiger Spannung auf.Sehr große Leseempfehlung!

  19. Cover des Buches Fegefeuer (ISBN: 9783442713042)
    Sofi Oksanen

    Fegefeuer

    (122)
    Aktuelle Rezension von: paulkretzschmar

    Sofi Oksanen hat mit "Fegefeuer" einen vielfach ausgezeichneten Roman verfasst, der von einer Familientragödie in der Geschichte Estlands zwischen Mitte der dreißiger Jahre bis in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts handelt.

    Das Leben auf dem Bauerngut der beiden Schwestern Aliide und Ingel in den Wirren der Zeit des zweiten Weltkrieges und den ersten Jahren der Sowjetunion wird bestimmt durch eine Spirale von Liebe, Eifersucht, Misstrauen, Schuld und insbesondere sexueller Gewalt, die während des Stalinismus unzählige Opfer mit sich bringt. Es herrscht ein permanentes Klima der Angst, in denen Menschlichkeit und und Moral durch Verleumdungen und Spitzeleien ersetzt werden. Jeder kann Täter und Opfer zugleich sein.

    In einer zweiten Handlungsebene, findet die inzwischen alte Aliide, kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Mädchen Zara halbtot in Garten ihres Bauernhofes, den sie verwitwet und verarmt, trotz aller Widrigkeiten noch immer bewohnt.

    Zara wurde von skrupellosen Menschenhändlern als Zwangsprostituierte nach Berlin verschleppt. Während einer Reise zurück nach Estland, wo  Leid durch neue Freier drohte, gelang ihr die Flucht, und der einzige Ort, wo sie Sicherheit suchte, war Aliide's Bauernhof, denn sie war die Enkelin ihrer Schwester Ingel. Aber statt Hilfe stößt sie zuerst auf Misstrauen und ihre Peiniger sind ihr schon auf der Spur.

    Trotz aller schmerzhafter Bilder und der beklemmenden Atmosphäre, hat mich dieses Buch nur teilweise abgeholt.

    Die vielen verschiedenen Handlungsebenen der Rückblenden und der Zeitsprünge störten mitunter den Lesefluss und waren anstrengend zu lesen. Traumata wechselnden teilweise mit trivialen Handlungen und oberflächlichen Effekten. Der etwas abrupte Schluss und die überwiegend unsympathischen Protagonisten trugen ihr übriges dazu bei, dass ich dieses Buch nicht als Meisterwerk empfinden konnte.

    Die Tragik der Geschehnisse wirkte irgendwie seltsam hölzern und  emotionsarm.

    Die Schicksalsromane von Hera Lind haben mich dagegen viel mehr berührt und begeistert, besonders in Punkto Schreibst

    Aber das können andere Leser durchaus anders sehen. Dann hilft nur Selbstlesen.

    Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung und gute 3 Sterne!


  20. Cover des Buches Der Fall des verschwundenen Lords (ISBN: 9783957286253)
    Nancy Springer

    Der Fall des verschwundenen Lords

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Sissarelli

    Ich habe die Verfilmung auf Netflix gesehen, die mir richtig gut gefallen hat und so bin ich überhaupt erst auf die Buchreihe aufmerksam geworden. Das Buch ist doch in vielen Aspekten anders, aber es hat mir richtig gut gefallen. Enola ist eine tolle Protagonistin, sie ist die sehr viel jüngere Schwester von Mycroft und Sherlock Holmes und allein die Idee, dass es eine Teenager-Schwester gibt, die frech, klug und gerissen ist, finde ich schon großartig. Das Buch ist nicht dick, kaum 200 Seiten, daher gibt es auch keine Längen, die Geschichte schreitet gut voran, ist spannend und sehr unterhaltsam. Es ist einer toller Auftakt der Jugend-Cozy-Crime-Reihe, die ich sicher noch weiterverfolgen werde und mich freue, dass es bereits mehrere Bände gibt.

  21. Cover des Buches Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 1: Die vergessenen Akten (Bände 1-3) (ISBN: 9783958344662)
    Andreas Suchanek

    Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 1: Die vergessenen Akten (Bände 1-3)

    (264)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Spannend und packend – ein gelungener Auftakt! 

    „Ein MORDs-Team – Der Fall Marietta King 1 – Die vergessenen Akten (Bände 1-3)“ hat mich sofort in seinen Bann gezogen! Die Geschichte ist voller unerwarteter Wendungen, die den Leser von Anfang an fesseln. Die vier Hauptcharaktere – Mason, Olivia, Randy und Danielle – sind wunderbar unterschiedlich, was zu einer erfrischend dynamischen Gruppendynamik führt. Ihre individuellen Persönlichkeiten machen sie für den Leser greifbar, und ihre Zusammenarbeit bei der Aufklärung des mysteriösen Mordfalls ist sowohl spannend als auch unterhaltsam.

    Besonders gut hat mir gefallen, wie das MORDs-Team nicht nur mit dem aktuellen Fall konfrontiert wird, sondern auch die dunklen Geheimnisse ihrer eigenen Familien aufdeckt. Das sorgt für eine zusätzliche, emotionale Tiefe, die die Geschichte noch fesselnder macht. Der Mordfall aus der Vergangenheit, der sich mit den aktuellen Ermittlungen verwebt, bringt einen weiteren, packenden Aspekt in die Geschichte.

    Die Autorinnen schaffen es, geschickt Spannung aufzubauen und den Leser kontinuierlich mit neuen Informationen zu versorgen, ohne zu viel zu verraten. Es gibt immer neue Fragen, die die Neugier wecken.


    Fazit: Ein solider und spannender Auftakt der „Ein MORDs-Team“-Reihe, der eine interessante Mischung aus Krimi und Teenager-Abenteuer bietet. Wer komplexe, gut durchdachte Rätselgeschichten liebt, kommt hier definitiv auf seine Kosten!

  22. Cover des Buches Last Haven – Tödliche Geheimnisse (ISBN: 9783492500098)
    Lisbeth Jarosch

    Last Haven – Tödliche Geheimnisse

    (47)
    Aktuelle Rezension von: Sakle88
    Inhalt:
    Last Haven ist der einzige Ort auf der Welt der Sicherheit und Lebensqualität bietet. Was vor über 200 Jahren als Projekt zur Lösung der Überbevölkerung der Erde gegründet wurde scheint heute gewaltige Risse zu bekommen. Die 18-jährige Aida hat einen Arbeitsunfall mit weitreichenden Folgen. Da sie ihre Tätigkeit nicht mehr aufnehmen kann, muss sie sich nun prüfen lassen. Sie muss ihren Wert unter Beweis stellen. Zum Glück bekommt sie Hilfe von unerwarteter Seite, um dies hinzubekommen. Denn Last Haven ist gnadenlos, wenn du deinen Beitrag nicht leisten kannst.

    Meine Meinung:
    Auch wenn auf dem Cover "Dystopischer Roman" drauf steht, habe ich zuerst an einen Krimi denken müssen. Nichtsdestotrotz finde ich das Cover schön. Es passt sehr gut zum Inhalt.
    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen.
    Wir lesen aus der Ich-Perspektive in der Aida uns mit in ihre Welt nimmt.

    Last Haven sowie seine Stärken und Schwächen werden gut beschrieben. Nein natürlich hat Last Haven keine offensichtlichen Schwächen. Denn diese darf es gar nicht geben. Alles was zu schwach, alt oder kank ist, ist es nicht wert zu leben.

    Die Charaktere haben mir nicht alle gefallen. Aber so muss das auch!
    Doch Aida fand ich ganz gut dargestellt. Denn das Leben in Last Haven scheint perfekt und jeder hat seinen Platz. Aber Aida ist alles andere als perfekt. Durch einen Arbeitsunfall verliert sie eben diesen Platz und muss in einem neuen Bereich irgendwie reinpassen. Ihre Entwicklung finde ich wirklich toll. Anfangs noch freundlich und hilfsbereit wird sie nach und nach zickiger. Auch eine gewisse Droge trägt seinen Teil dazu bei, aber ich finde das ganz interessant.

    Die Spannung konnte sich in meinen Augen sehr gut halten und nimmt zum Schluss noch mal ordentlich Fahrt auf.
    Auch eine Art Liebesgeschichte finden wir hier. Doch es ist nicht so wie man es normalerweise kennt. Dies hat mir sehr gut gefallen, denn für so typische Liebesgeschichte oder Romanzen bin ich nicht gerade zu begeistern.

    Das Thema Überbevölkerung finde ich sehr gut auch wenn die Ansätze, um dies in den Griff zu bekommen moralisch nicht vertretbar sind ;)
    Aber so ein Projekt wie Last Haven ist nicht so abwegig. Was wäre wenn wir alle unseren Platz haben und das einzige was gilt, ist diesen so füllen wie es nötig ist? Was wäre wenn wir dann plötzlich krank werden?

    Fazit:
    Mir hat der Auftakt der Last Haven Trilogie sehr gut gefallen. Ich wurde fortgerissen und sehr gut unterhalten, daher gebe ich fünf Sterne und eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

    Vielen lieben  Dank an die Autorin Lisbeth Jarosch und an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar. 
    Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche und persönliche Meinung!
  23. Cover des Buches In Case We Dare (ISBN: 9783736321311)
    Tess Tjagvad

    In Case We Dare

    (60)
    Aktuelle Rezension von: Latenightread

    Nachdem ich den ersten Teil der Reihe Gold, Bright & Partners schon richtig toll fand, war ich besonders auf die Fortsetzung gespannt. Die Thematik rund um die Kanzlei ist einfach super spannend. Die Geschichte von Laurel und Aaron hat mich direkt mitgenommen. Vorallem Laurel als Protagonstin hat mich durch ihre Stärke und auch verletzliche Seite beeindruckt. Auch Aaron konnte ich ins Herz schließen. Es hat einfach super viel Spaß gemacht die Liebesgeschichte zwischen den beiden zu lesen. Neben der Liebesgeschichte dreht sich das Buch auch um einen Mordfall und den dazugehörigen Gerichtsprozess. Das hat beim Lesen für ordentlich Spannung gesorgt. Ich kann die Buchserie nur weiterempfehlen, vorallem für Fans der Serie Suits.❤️

  24. Cover des Buches Todesurteil (ISBN: B00SN4T1OG)
    Andreas Gruber

    Todesurteil

    (88)
    Aktuelle Rezension von: Butta

    Warum hab ich das jetzt erst entdeckt? Es ist absolut großartig! Die Polizeiarbeit wirkt klug, sinnvoll und nachvollziehbar. Ich liebe wie es mehrere Stränge gibt, oft einen mit Psychiatern/ Therapeuten und dann Sabine und Marten., die am Ende wunderbar zusammen geführt werden. Sabine ist so intelligent, kreativ und engagiert, es ist fantastisch! So ein gut gemachter weiblicher Charakter, dazu wie Marten sie schätzt, fördert und respektiert! Einfach perfekt. Marten als character selbst ist auch sehr intelligent und interessant. Außerdem war der Aufbau anders als im ersten Band, sehr abwechslungsreich.was soll ich sagen? Werde es durchsuchten.

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