Bücher mit dem Tag "familien"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "familien" gekennzeichnet haben.

267 Bücher

  1. Cover des Buches Die Herren von Winterfell (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Die Herren von Winterfell

     (5.329)
    Aktuelle Rezension von: CarmenKr3

    Das Reinkommen fiel mehr etwas schwer und fand ich etwas langatmig, doch das Durchbeißen hat sich gelohnt und der erste Teil hat mich regelrecht gepackt!

    Tja, und nun muss ich den 2. Band besorgen, damit ich weiß, wie es weitergeht.

  2. Cover des Buches Der Thron der Sieben Königreiche (ISBN: 9783442268221)
    George R. R. Martin

    Der Thron der Sieben Königreiche

     (1.515)
    Aktuelle Rezension von: Wauwuschel

    Nun sind Eddard und Robert beide tot und Joffrey hat die Macht übernommen. Doch Stannis und Renly haben auch beide ihren Anspruch auf die Krone erhoben und Rob wurde zum König des Nordens ernannt. Jeder schart ein Heer um sich, um die anderen anzugreifen und das einstige Königreich zerfällt.

    Nach actionreichen Kämpfen im vorigen Band habe ich eine ähnliche Situation in diesem Band erwartet. Viel gekämpft wurde zwar nicht, aber jeder spinnt seine Intrigen und versucht seine Gegner zu vernichten. Es kamen neue Parteien hinzu, wie zum Beispiel Stannis und so kamen auch neue Sichten hinzu. Jetzt kann man von jeder Partei aus mindestens einer Sicht lesen, sodass ich als Leser alles mitbekomme, während ich gleichzeitig sehen muss, wie die einzelnen über ihre Feinde spekulieren. Ich habe so eine gute Übersicht und dieses Mal haben mich die verschiedenen Perspektiven nicht gestört.

    Zum einen gibt es die Nachtwache mit Jon. Dieser hat mir schon von Anfang an gefallen und auch jetzt sind die Stellen einer meiner liebsten. Es ist eine Erfrischung neben dem Krieg im Königreich auch noch etwas von jenseits der Mauer zu erfahren. Es ist eine ganz neue Welt und birgt neue Gefahren, dessen Ausmaß man noch gar nicht kennt. Meine Neugier ist geweckt, was für einen Roman immer gut ist. Wobei noch nicht viele Gefahren zu sehen waren, sondern zuerst eine solide Grundlage für die späteren Bände geschaffen wurden. Allein aus diesem Grund würde ich weiter lesen.

    Zum anderen gibt es die verschiedenen Perspektiven seiner Halbgeschwister. Bran muss immer noch mit seiner Fessel kämpfen und tritt alternativ für den König des Nordens ein. Für mich sind die lokalen Kapitel auch wichtig für die Politik, ebenso wie für die verbliebene Familie Stark. Bran muss sich anstrengen und mit dem Leben kämpfen. Zugleich bekommt man noch Aryas momentane Situation zu sehen, die meiner Meinung sogar die heikelste ist. Es ist sehr persönlich und nicht landübergreifend und ich kann das junge, starke und mutige Mädchen gut leiden. Sie muss sich allein unter Fremden rumschlagen und kann nicht wissen, ob sie überleben wird. Auch hier ist die Gefahr vor Ort, wenngleich sie von einer anderen Seite kommt. 

    Sansa erzählt aus dem Leben der Burg, auch wenn Tyrion mehr Informationen gibt. Dieser ist der Feind meiner Lieblings-Charaktere und trotzdem mag ich ihn irgendwie. Intelligent integriert er in der Näher des Königs und seiner Schwester auf höchstem Niveau. Obwohl ich seine Gedanken und Gefühle kenne, erfahre ich die Ausmaße seiner Hinterlist mit all den anderen. Neben den Kindern lernen wir die prekäre Situation im Land auch einmal von einem einflussreichen Erwachsenen kennen.

    Stannis` Macht lernen wir auch kennen, wenn auch nur so nebenbei. Eine weitere Nebensache ist Theon Graufreud mit den Eiseninseln, die nun auch in den Krieg ziehen. So ist eine neue Macht ins Spiel gekommen, die überraschenderweise gegen die Starks ist und eine eigene Fraktion bildet. Dabei kann ich Theon absolut nicht leiden und gönne ihm nichts. 

    Mit der interessanteste Charakter ist Daenerys, die nun die Mutter von drei Drachen ist. Ihre Gefolgschaft ist zwar klein geworden, doch geht sie ihren eigenen Weg durch die Wüste. Mit ihren jungen Jahren hat sie eine große Verantwortung und liebt ihre nahen Gefolgsleute, noch mehr aber die Drachen. Diese geben ganz neue Möglichkeiten auf. Aber Daenerys beteiligt sich nicht am Kampf um die Krone, sondert wandert durch die Wüste. Ich mag ihre Art und ihren Mut und Entschlossenheit und erwarte ihre Kapitel immer sehnlichst.

    Alles in allem wieder einmal ein gelungener Roman, wobei man von Geroge Martin nichts anderes erwartet hat. Die Buchreihe entwickelt sich rasend!

  3. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

     (1.207)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck

    Ken Follett schafft es selbst auf über 1.000 Seiten keine Langeweile aufkommen zu lassen. Sturz der Titanen ist sehr gut geschrieben. Und das Team von Ken Follett hat mal wieder, wie brereits in seinen anderen geschichtsträchtigen Büchern, gut recherchiert. Das wichtigste für mich überhaupt an diesem Buch sind die Lehren, die es uns aufzeigt. Ich fand es schockierend wie Menschen es schaffen, solch fürchterliche Kriege auszulösen, in denen Millionen von unschuldigen Menschen getötet und masakriert werden. Das Buch von Ken Follett sollte gleichzeitig eine Warnung an alle Menschen sein und sich für den Frieden, wo auch immer, einzusetzen und das Böse gleich im Ansatz ersticken. Frieden fängt bei jedem selber an. Sturz der Titanen ist ein Klasse Buch.

  4. Cover des Buches BLACKOUT - Morgen ist es zu spät (ISBN: 9783442380299)
    Marc Elsberg

    BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

     (1.346)
    Aktuelle Rezension von: Annkathrin_Hauff

    Inhalt: Als in Europa die Stromnetze zusammenbrechen, vermutet zunächst jeder einen Kurzschluss oder ähnliche schnell zu lösende Fehler. Nach und nach finden die Menschen allerdings heraus, dass es weitaus schlimmer sein wird, als sie sich hätten vorstellen können. Können sie rechtzeitig herausfinden, was zum Zusammenbruch geführt hat oder ist es dafür schon längst zu spät?


    Meinung: Das Buch ist mit 800 Seiten erstaunlich dick, der Inhalt allerdings umso bedeutender. Es liefert nicht nur ein mögliches Szenario der modernen Stromnetze und Technologien, sondern zeigt auch erschreckend realistisch, wie sich ein solches auf die Menschheit und die Charakterzüge ausüben kann. Dabei beschreibt der Autor ungefiltert die Probleme, vor denen Politiker und Bevölkerung in einem solchen Fall stehen könnten. Besonders gut fand ich außerdem, dass das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist und auf die moderne Technik des Stroms nicht nur eingegangen, sondern diese auch beschrieben wird. Mir persönlich war das Buch an manch einer Stelle etwas langatmig, deshalb "nur" 4 Sterne, ansonsten eine Leseempfehlung!

  5. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.732)
    Aktuelle Rezension von: wortverzaubert

    „Der Schatten des Windes“ von Carlos Ruiz Zafón ist ein absolutes Herzensbuch von mir. 🥰

    Ich konnte gar nicht mehr genug von Daniel und dem geheimnisvollen Friedhof der vergessenen Bücher bekommen. 📚

    Die Handlung ist spannend und der Schreibstil sehr mitreißend und anschaulich.
    Außerdem mag ich das Setting in Barcelona. 🇪🇸

    Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung und volle Punktzahl 5/5

  6. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783404169993)
    Ken Follett

    Winter der Welt

     (757)
    Aktuelle Rezension von: Elisalovesbooks

    Die äußere Gestaltung dieser Reihe lässt auch beim zweiten Teil keine Wünsche offen. Die gebundene Ausgabe wird von einem Schutzumschlag geschützt, dessen Cover ich total ansprechend und schön finde, besonders der blaue Koffer, der sich haptisch abhebt und in der blauen Gesamtfarbe gut wiederfindet. Auch die schemenhaften Illustrationen an den Rändern von Briefen und Dokumenten sorgen dafür, dass das Werk äußerlich förmlich zur Historik einlädt. Unter dem Umschlag findet sich eine sehr schlichte, simple Gestaltung in einem tiefblauen Einband, der vor Robustheit und eigenem historischen Flair förmlich strotzt.
    Auch innen lässt eine Karte des Europas vor dem 2. Weltkrieg das Leserherz höher schlagen, genauso wie die aufwendig illustrierten Deckblätter vor jedem der drei Kapitelblöcke, in die sich das Werk aufteilt. Dazu ein ausführliches Personenverzeichnis, das auch sehr nötig und hilfreich ist!
    Doch nun zur eigentlichen Schönheit, das Innere.
    Ich habe an diesem Buch ungefähr 2 Jahre gelesen, immer mal mehr, mal weniger. Solche dicken Bücher lese ich häufig nebenher, da es mir sonst einfach zu fest gefahren wäre und zu lange dauern würde, bis ich ein nächstes Buch beginnen kann. Doch diese Trilogie braucht auch seine Zeit. Diese Bücher bewegen, berühren und erzählen vor allem unsere Geschichte, echte Schicksale und Umstände, die nicht allzu leicht zu verdauen sind. Und Ken Follett versteht es, diese in Worte zu fassen, auf den Punkt zu bringen, und dabei eine Bandbreite von Sichten und Vielschichtigkeit zu porträtieren. Ich bin wahrhaft beeindruckt und absolut begeistert!
    Im 2. Teil dreht sich alles um die nächste Generation der Charaktere, die wir im ersten Buch begleitet haben, was ich so interessant finde! Ich bin immer noch hin und weg von der ausgeklügelten Personenkonstellation, den zahlreichen Verbindungen über die ganze Welt und so authentischen Beziehungen! Follett schafft es, Realität und Fiktion übergangslos ineinander zu verflechten, sodass man sich die Frage stellend wiederfindet, was davon wirklich passiert ist und was hinzugedichtet wurde. Es ist einfach atemberaubend, wie nah er seine Charaktere an weltbewegende historische Ereignisse lässt, teilweise für wellenschlagende Entscheidungen verantwortlich macht und den Leser so alles hautnah miterleben lässt! Ich kann mir kaum vorstellen, was für intensive Recherche und wochenlanges Plotten dahinterstecken muss. Und auch wie er seine Charaktere zum Leben erweckt! Folletts Charakterzeichnung ist durch und durch authentisch, vielschichtig und so menschlich nah, dass man einen tiefen Blick in jeden von den unzähligen Figuren erhält. Dabei lässt er keinen Blickwinkel aus, greift eine Bandbreite von Schicksalen und Themen ab, die es schaffen, der schwierigen Aufarbeitung des komplexen und sensiblen 20. Jahrhunderts gebührend gerecht zu werden. Dabei verliert er auch keinerlei Tiefe!
    Und das alles mit einem Schreibstil geschrieben, der Gänsehaut verursachen kann, der durch Schlichtheit und Detailreichtum gleichzeitig glänzt. Der alles ausführlich genug, aber nicht zu ausschweifend beschreibt, um dann bei großen Ereignissen die simple Wahrheit in einem Satz auf den Punkt zu bringen. Der einen emotional mitreißt, mitfiebern lässt und für Herzklopfen sorgt. Der epische Situationen unglaublich spannend und bedeutsam macht. Das hat mich so beeindruckt, das Geschichte so überwältigend spannend sein kann. Für einige kann es Längen geben, für Historikbegeisterte wie mich kann es gar nicht lang genug sein!
    Insgesamt konnte mich jede einzelne dieser 1023 Seiten vollends überzeugen und mich verstehen lassen, warum man Follett den König der Historik nennt. Ich kann euch versichern, nicht umsonst.
    Jedem, der sich für Geschichte interessiert oder sich darin prüfen lassen wird, kann ich diese Trilogie nur ans Herz legen. Es sind dicke Werke, natürlich, doch sie geben einem ein ganz neues Erlernen und Erleben der jüngeren Vergangenheit, das Historie von einer ganz anderen, nicht so nüchternen wissenschaftlichen Seite verstehen lässt. Der zweite Band dieser Trilogie steht dem ersten in Nichts nach und ich liebe den dritten Teil jetzt schon!
    10/10⭐
    ✒ Lieblingszitat: "Patienten aus der Psychatrie, die von der SS abtransportiert wurde. Die Irren brachten die Verrückten weg."

  7. Cover des Buches Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe (ISBN: 9783453529090)
    Kami Garcia

    Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe

     (1.022)
    Aktuelle Rezension von: Rosalynn

    Wenn man den Film zuerst gesehen hat und ndanach wissen will wie es weitergeht, dann ist es weniger "langweilig" als es teilweise aufgefasst wird. Man muss an manchen Stellen sehr genau aufpassen, jedoch vergehen auch Seiten ohne wichtigen Inhalt. Es werden viele Dinge erklärt die in den späteren Büchern wichtig werden, was, wenn man diese nicht ließt, als unnötig erscheint. Es wird sich an manchen Stellen sehr auf Dinge konzentriert die für den Leser als unwichtiger scheinen als ein anderer Handlungsstrang. Manche Dinge werden nicht zu Ende erklärt, andere dafür zu ausführlich. Das Gleichgewicht ist nicht gut gefunden, jedoch, wenn die Geschichte einen einmal richtig packt, dann will man auch weiterlesen, so anstrengend es auch sein kann. Die weiteren Bände ziehen sich weniger und sind es wert gelesen zu werden.

  8. Cover des Buches Der Beobachter (ISBN: 9783442367269)
    Charlotte Link

    Der Beobachter

     (762)
    Aktuelle Rezension von: Calypso49

    Wie von Charlotte Link gewohnt werden die Kapitel aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten erzählt, deren einzelne Erzählstränge erst nach und nach zusammen finden was besonders den ersten Teil des Buches sehr spannend gestaltet. Die Charaktere sind gut entwickelt und ihre Handlungen verständlich. Der zweite Teil des Buches handelt von der Suche nach Täter und Motiv - ebenfalls gut umgesetzt und mit überraschenden Wendungen.

    Störfaktor ist meiner Meinung nach die Liebesgeschichte - die anfängliche Affäre ist nachvollziehbar, dass sich daraus aber ernsthafte Gefühle entwickeln ist so nicht vorstellbar, aber wird wohl als Motivation für die folgenden Handlungen benötigt. Zum Ende hin ist auch die Vorgehensweise des Täters nicht mehr durchgängig. Nach zwei gescheiterten Mordversuchen will er das Opfer verschonen - eher unglaubwürdig, aber nötig damit es noch zu einem Happy End kommt.

    Spannend geschrieben, aber leider zum Schluss hin nicht mehr schlüssig.


  9. Cover des Buches Die dunkle Königin (ISBN: 9783442268603)
    George R. R. Martin

    Die dunkle Königin

     (827)
    Aktuelle Rezension von: Rainbowwalker

    Nachdem der letzte Teil ja so ein Reinfall für mich war, ging ich sehr distanziert an dieses Werk. Und auch wenn ich leider nicht behaupten kann, dass es sich dramaturgisch mit dem sechsten Band messen kann, saß ich schon deutlich gefesselter vor den Seiten! 

    Die Lage in Westeros stabilisiert sich, ein endgültiger Sieg der herrschenden Lennisters ist in greifbare Nähe gerückt. Alljährlich kehren Gesetz und Ordnung in weite Teile des vom Krieg verwüsteten Landes zurück. Doch die Königin Regentin Cersei findet keine Ruhe. Nach dem tragischen Verlust ihres erstgeborenen Sohnes und der Hochzeit ihres zweitgeborenen, des Kindkönigs Tommen, mit der ungeliebten Margaery Tyrell drehen sich ihre Gedanken nur noch um die Frage, wie sie der künftigen Königin eine Falle stellen kann, um deren Regentschaft zu verhindern. Während sie bei Hof ihre Intrigen spinnt, beginnt es im Süden erneut zu brodeln, und die Eisennmänner holen zu einem vernichtenden Schlag gegen das Reich aus. Cersei verliert zunehmend die Fähigkeit, zwischen Freund und Feind zu unterscheiden: So verleiht sie den Predigern des wieder erwachten Glaubens große Macht und übersieht dabei, wie leicht die gesponnenen Ränke sich gegen sie selbst richten könnten!

    Wie schon bereits erwähnt, waren meine Erwartungen... nicht ganz so hoch, aufgrund des vorherigen Werkes. Doch auf der anderen Seite dachte ich mir auch, dass es ja wohl kaum noch schlimmer werden konnte, weshalb ich mit einer recht positiven Einstellung an die dunkle Königin heranging. 

    Und ich muss sagen: Das war genau richtig so. 

    Wie erwartet, ging es mit den Charakteren aus dem letzten Band weiter, aber die Dosierung und Handlungen derer war für meinen Geschmack VIEL besser aufgearbeitet. 

    Beginnen wir doch mal mit Cersei: Ich weiß zwar beim besten Willen nicht, wieso sie so viele der Leser lieben, aber mich hat sie früher meist nur genervt. Sie redete viel, machte wenig und hielt sich für so viel besser als den Rest der Welt. In diesem Band jedoch, beginnt sie endlich zu handeln, ich will nicht spoilern was sie tut, aber der ganze Charakter kommt langsam in Fahrt, was ich wirklich cool finde! Auch wie ihre geistliche Gesundheit litt und die Auswirkungen dessen... Das alles hat total gut zusammengepasst und harmonierte perfekt! Ebenfalls die Entwicklung zwischen Jamie und ihr empfand ich als sehr realistisch und wirklich gut gelungen. Apropos Jamie: Er wird langsam zu einem meiner Lieblingscharaktere. Ich fand es so cool, wie er sich in Bezug auf seine Schwester  immer selbstständiger verhielt und wie er langsam begann, seinen eigenen Kopf zu benutzen. Während all der Jamie Kapitel hätte ich am liebsten die ganze Zeit ein Fähnchen geschwenkt mit der Aufschrift:

    GO JAMIE, GO !!!

    Aber da das im Zug bestimmt blöd ausgesehen hätte, entschied ich mich doch lieber dafür, mich im Stillen zu freuen.
    Brienne empfand ich zwar nach wie vor als nicht sonderlich spannend, da in ihrer Storyline seit drei Bänden nichts, also wirklich GAR NICHTS passiert, aber dafür gab es in diesem Buch zum Glück auch nur wenige Kapitel zu ihr. Das konnte ich also verkraften.
    Was ich überhaupt nicht erwartet hätte, war, dass sich Sansa neben Jamie zu einer meiner unterschwelligen Favoritinnen aufschwingen würde. Im Gegensatz zu vielen anderen Lesern fand ich sie nicht von Anfang an blöd, aber sie war mir auch nie sonderlich wichtig. Was jedoch um sie herum in diesem Band passiert, ist auf jeden Fall mega spannend und ich kann es wirklich kaum noch erwarten zu erfahren, wie es mit ihr weitergeht!
    Womit wir aber auch schon bei der größten Enttäuschung sind: Gegen Ende des Werkes hatte ich Martin den kompletten letzten Band verziehen, es wurde total spannend und die Charaktere liefen noch einmal zu Höchstformen auf. Es endete auch mit einem nicht gerade kleinen Cliffhanger. So griff ich mir also voller Vorfreude und Motivation den neunten Band und stellte fest: Jetzt geht es plötzlich um Dany und John.
    Ich meine... Wie unfair ist das denn?! Ich weiß zwar, dass diese Aufteilung dramaturgisch deutlich mehr Sinn macht, aber so will der Leser immer das wissen, worum es gerade nicht geht und ich zumindest kann die Geschichten dadurch nicht wirklich genießen. Um es kurz zu verdeutlichen: Im sechsten Band fand ich die Story von Dany, Tyrion und co. total spannend. Im Siebten ging es dann mit Cersei und Konsorten weiter und ich war total enttäuscht, brauchte den kompletten Band um reinzukommen und das achte Buch, um die Story WIRKLICH cool zu finden. Jetzt bin ich also voll dabei und hab mich damit abgefunden, erst mal in Königsmund zu bleiben... und tadaaaa: Tyrion is back. Ich glaube zwar nichts, dass ich jetzt noch mal solche Probleme haben werde, in die Geschichte zu finden, aber frustrierend ist es trotzdem.
    Aber das ist, denke ich, ein Problem, welches sehr subjektiv ist und vielleicht nicht alle Leser betrifft. Es hat mich nur so geärgert, weshalb ich es kurz erwähnen wollte.
    Doch ich bin mir sicher, dass es noch einen Band geben wird, wo all meine Lieblinge zusammenkommen und alleine dafür lohnt es sich weiterzulesen! Ich bin auf jeden Fall gespannt, was der zur Zeit vorletzte Band der Reihe mit sich bringen wird!


    7 / 10 Cliffhanger

    Allgemeines zum Buch:
    Erscheinungsdatum : 19.03.2012
    Preis                        : 16,00€

    Seitenzahl                : 608  

  10. Cover des Buches Lady Midnight - Die Dunklen Mächte (ISBN: 9783442487042)
    Cassandra Clare

    Lady Midnight - Die Dunklen Mächte

     (776)
    Aktuelle Rezension von: Vivi_Books

    Klappentext:

    Als ihre Eltern starben, war Emma Carstairs noch ein Kind, und um sie herum tobte der Dunkle Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute, dass ihre Eltern aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und zusammen mit ihrem engen Freund und Seelenverwandten Julian Blackthorn hat die 17-jährige Emma Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Dort sorgt eine mysteriöse Mordserie für große Unruhe. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen – Zeichen, wie sie auch bei Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie Julian dadurch in große Gefahr bringt …

    Meine Meinung:

    Dieses Buch hat mir mein Leben ein wenig schwer gemacht.

    Ich liebe die Bücher von Cassandra Clare, aber in diese Geschichte bin ich überhaupt nicht reingekommen. Ich musste zwischendurch einen Monat aussetzen und habe es dann erneut in die Hand genommen.

    Die erste Hälfte des Buches befasst sich hauptsächlich mit der Einführung in die Geschichte und Erklärungen über Situationen und Vorfälle.

    Es spielt ein paar Jahre nach dem Finale von City of Heavenly Fire und befasst sich eigentlich zu 80% mit dem Tod von Emmas Eltern.

    Erst ab dem letzten Drittel wurde es richtig spannend, als ein paar Dinge rausgekommen sind.

    Es gibt auch einige Plottwists, mit denen ich nicht gerechnet habe.

    Man trifft alte Bekannte wieder, was mich sehr gefreut hat.

    Der Schreibstil war wie gewohnt toll und die Kapitel wie immer relativ lang.

    Die Geschichte ist in der Erzähler Perspektive geschrieben und behandelt somit die Gedanken von fast allen vorkommenden Personen. Jedoch stehen Emma, Julian und Mark im Vodergrund.

    Das Cover ist toll gestaltet und sehr passend zur mystischen Stimmung.

     

     

  11. Cover des Buches Die Terranauten (ISBN: 9783446253865)
    T. C. Boyle

    Die Terranauten

     (301)
    Aktuelle Rezension von: Dajobama

    Die Terranauten – T.C.Boyle 

    „Nichts rein, nichts raus. Vier Männer, vier Frauen. Neue Welten, neues Leben.“ Das sind die Mantras der Crew von Ecosphere 2.

    Acht Menschen, die in einer überdimensionalen Glaskuppel eine neue Welt aufbauen sollen. Es soll versucht werden, in einem geschlossenen Ökosystem das Leben nachzubilden. Dieser Roman basiert auf realen Begebenheiten. Ein entsprechendes Experiment gab es tatsächlich. Aufgezogen wie eine Reality-Show, sind die Kandidaten ständig unter Beobachtung, dennoch auf sich selbst gestellt. Der Medien-Rummel ist riesig. Big Brother is watching you. 

    Wie ich finde, eine total spannende Ausgangssituation, die der Autor auf eine recht spezielle Weise weiterentwickelt. 

    Nun ja, die Protagonisten, drinnen wie draußen sind allesamt keine Sympathieträger. Alle arbeiten auf das gleiche Ziel hin: der Einschluss, der zwei Jahre dauern soll, darf auf keinen Fall unterbrochen werden. Darüber hinaus sind sie alle keine Teamplayer. Da wird von Anfang an sehr viel geschauspielert, nach außen hin, versteht sich. Im Inneren der Kuppel werden sehr bald erste Risse in der Gemeinschaft sichtbar. 

    Erzählt wird das Ganze aus drei Perspektiven: Ramsay und Dawn, beide in der Glaskuppel, und Linda, neidisch und missgünstig von außen. Sie verkörpert das voyeuristische Element, das teilweise recht stark ausgeprägt ist. 

    4 Männer, 4 Frauen. Eigentlich ist klar, wohin das führen wird. Insbesondere der Schönling Ramsay überlegt bereits im Vorfeld, welche der zur Verfügung stehenden Frauen er gerne beglücken würde. Und nun ist es tatsächlich so, dass im Verlauf des Romans, die technischen, biologischen etc. Details dieser besonderen Mission etwas in den Hintergrund geraten. Boyle zieht es vor, sich auf die zwischenmenschliche Schiene des Unternehmens zu konzentrieren. Und das bedeutet: sehr viele Oberflächlichkeiten und noch mehr Sex. Nun steht es bereits im Klappentext und ist somit kein Geheimnis, dass Ramsay es fertig bringt, seine Auserwählte Dawn zu schwängern. Ich erwähne das deshalb, weil es tatsächlich über weite Teile das beherrschende Thema dieses Buches ist. Die Frage stellt sich: kann die Mission fortgesetzt werden? 

    Stellenweise war ich bei der Lektüre dieses Romans etwas irritiert, weil ich etwas anderes erwartet hatte. Mehr Fokussierung auf die naturwissenschaftlichen Fakten, das eigentliche Ziel. Das hier erinnert oftmals an eine schlechte Daily Soap. Boyle versteht, es seine Leser zu fesseln. Wenn auch zumindest oberflächlich betrachtet auf billige, voyeuristische Weise. Aber bei näherer Betrachtung: ist es nicht das Wesen des Menschen, all die Streitereien und Missgünste, Machtkämpfe, Rivalitäten, die letztendlich über unser Überleben auf welchem Planeten auch immer entscheiden? Sind diese zwischenmenschlichen Differenzen nicht ebenso wichtig wie Ackerbau etc.? 

    Dieser Roman wirkte provokativ auf mich, konnte mich aber trotzdem absolut fesseln. Ich flog nur so durch die Seiten, fühlte mich aber immer wieder an Trash-TV erinnert. Die eigentliche tiefsinnige Aussage hat Boyle sehr gut hinter Eitelkeiten und Sex versteckt: Wenn der Mensch sich auf der Erde schon zerfleischt, wird er das überall sonst früher oder später ebenso machen. 

    Im Nachgang sehr beeindruckend: 4 Sterne

  12. Cover des Buches Göttlich verloren (ISBN: 9783841501387)
    Josephine Angelini

    Göttlich verloren

     (2.999)
    Aktuelle Rezension von: jxwx

    Dieses Mal wird viel Zeit in der Unterwelt verbracht, was ich sehr spannend zu Anfang fand, gleichzeitig geht das echte Leben weiter und Helen ist sehr erschöpft, da sie aber mit ihrer Mission nicht voran kommt, gibt es viele Zweifel. Sie trifft Orion, ein sehr spannender Charakter, er ist geheimnisvoll und wird zu einem Problem zwischen Lukas und Helen, was ich sehr interessant fand, zu beobachten. Es gibt aber leider einige Sachen, die nicht ganz erklärt werden und irgendwie unlogisch scheinen, nichtsdestotrotz ein sehr interessante, romantischer Roman  

  13. Cover des Buches Sturmhöhe (ISBN: 9783423143554)
    Emily Brontë

    Sturmhöhe

     (1.778)
    Aktuelle Rezension von: Tagtraumtaenzerin

    Ich wüsste nicht wie ich Mr. Heathcliff anders bezeichnen könnte. Auch wenn er in der Kindheit schlecht behandelt wurde, so ist dies keine Entschuldigung für seinen Rachezug. Es wird die Geschichte von zwei Familien erzählt, die sich bis auf das Tiefste verachten.  Wird dieser Hass sie zugrunde richten oder schaffen sie es einander zu verzeihen? 

    Die Charaktere strotzen vor Selbstsucht und Hass und ich habe dieses  Buch nur so schnell gelesen um  herauszufinden,ob es ein Happy End gibt.  

    Es handelt sich um interessante Charaktere, welche durch ihren Hass jedoch sehr unsympathisch wirken. 


  14. Cover des Buches Arkadien erwacht (ISBN: 9783492267885)
    Kai Meyer

    Arkadien erwacht

     (1.986)
    Aktuelle Rezension von: Nordlichtliest

    Das war mein erstes Buch von Kai Meyer und ich muss sagen, dass ich lange “Angst” davor hatte. Ich bin kein wirklicher Fantasy Fan – Urban Fantasy geht aber manchmal ganz gut.

    Die 17 jährige Rosa Alcantara flüchtet nach einem Schicksalsschlag in ihre Heimat Sizilien zu ihrer Schwester und Tante. Doch konnte sie in Amerika noch ein normales Leben führen, ist das in Sizilien kaum mehr möglich, denn ihre Familie gehört zur Mafia. Hätte sie doch nur vorher geahnt, dass der sympathische Junge Alessandro, den sie im Flieger kennengelernt hat zum verfeindeten Mafia Clan den Carnevares gehört und auf dem Besten Wege ist deren Oberhaupt zu werden. Rosa wird viel schneller und viel tiefer als ihr lieb ist in das Mafiageschehen verstrickt – und findet dann heraus, dass Alessandro ein Arkadier ist – der sich in einen Panther verwandeln kann.

    Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut und zeigt den Schatten eines Panthers im Sonnenuntergang. Es passt perfekt zum Inhalt und macht Lust auf das Buch.

    Schreibstil: Der Schreibstil ist wie bei Fantasy Büchern gewohnt ausschweifend und bildhaft. Aber nicht ermüdend sondern in gesundem Maße Bildhaft. Die Geschichte hat sich sofort vor meinem Auge zusammengesetzt, Trotzdem hatte ich einige Probleme reinzukommen und habe so bis etwa 50% gebraucht, dann aber hat die Geschichte mich vollends in ihren Bann gezogen.

    Charaktere: Vor allem Rosas Art fand ich am Anfang sehr nervend. Sie hatte sowas rotziges – hat gestohlen und hatte vor niemandem Respekt. Aber im Laufe der Geschichte habe ich sie und ihre Art liebgewonnen. Sie war kein Mitläufer, war immer mutig aber auch hier nicht übertrieben sondern glaubhaft und authentisch. Alessandro blieb ein wenig blass hinter ihr – aber ich mochte ihn trotzdem. Die Liebesgeschichte der beiden ist nur ganz zart nebenbei vorhanden und übernimmt nicht das Ruder – also keine Angst, dass das Buch in einen Liebesroman abdriftet. Kai Meyer hat noch viele weitere Nebencharaktere in die Geschichte verwoben, die alle irgendwie wichtig waren und etwas zum Großen Ganzen beigetragen haben. Sehr schöne Charakterarbeit!

    Setting: Das Mafiaumfeld hat mir wider Erwarten sehr gut gefallen. Die Probleme der einzelnen Clans waren realistisch gezeichnet und die Idee mit den Arkadiern hat hier sehr gut reingepasst und war super umgesetzt.

    Spannung: Spannung war für mich erst ab den 2ten 50% vorhanden, ich hatte wie schon erwähnt meine Probleme in die Story reinzufinden, aber dafür hat sie mich dann bis zum letzten Satz nicht mehr losgelassen.

    Fazit: 4 wunderschöne Sterne von meiner Seite aus, mit einer Leseempfehlung! Vorallem Fantasy Fans werden hier auf ihre Kosten kommen. Mich hat das Buch in der zweiten Hälfte mehr als überzeugt, die Charaktere waren toll gezeichnet, genau wie die Welt und das Leben innerhalb der Mafia!

  15. Cover des Buches City of Bones (ISBN: 9783442486823)
    Cassandra Clare

    City of Bones

     (7.440)
    Aktuelle Rezension von: BiblioJess

    Clary ist ein ganz normales Mädchen. Denkt sie. Denn als ihre Mutter auf mysteriöse Weise verschwindet, und Clary selbst plötzlich Dinge zu sehen scheint, die niemand anderes sieht, kommt sie der Wahrheit auf die Spur: Sie ist eine Schattenjägerin; das sind Menschen, die seit tausenden von Jahren Dämonen jagen. Während Clary noch versucht, zu begreifen, wird sie vom attraktiven Schattenjäger Jace in dessen Welt gezogen. Dort lebt gerade erneut ein fataler Machtkampf zwischen zwei Fronten auf. Kann Clary trotz Gefühlschaos ihr Erbe antreten, und sowohl ihre Mutter als auch die Welt der Schattenjäger retten?


    Vor gut 10 Jahren habe ich die Reihe schonmal angefangen, jetzt wollte ich einen Neustart wagen und war natürlich gespannt, wie ich es heute finde. Ich muss immer noch sagen: Wow. Die ganze Grundidee gefällt mir schon wahnsinnig gut – Urban Fantasy, Dämonen, Halbdämonen, Schattenjäger, die diese bekämpfen, Magie, Kraft der Runen, ein Kampf zwischen Gut und Böse. Nichts Ungewöhnliches, aber nichtsdestotrotz ein erfolgreiches, überzeugendes Konzept. Außerdem kommt es auch auf die Umsetzung an, und die ist hier echt gelungen.

    Der Schreibstil von Cassandra Clare ist wunderbar. Sie schafft es, trotz vieler Informationen und Beschreibungen einen locker-flockigen Lesefluss zu erzeugen. Sie schreibt sehr bildgewaltig, mag auch Details, aber nie so, dass es langweilig wird. Das liegt auch daran, dass sie so abwechslungsreich schreibt. Kaum Wiederholungen in der Satzstruktur, viele verschiedene Wörter/Formulierungen und dadurch sehr temporeich.

    Mittlerweile bin ich aus dem Alter der Protagonist*innen rausgewachsen, deswegen wirken sie auf mich mehr wie „Kinder“ als damals. Heißt, abgöttisch schwärmen kann ich z.B. nicht mehr für den 17-jährigen Jace (wie ich es früher tat. Aber er war einer meiner frühen Bookboyfriends, und deswegen bleibt er irgendwie trotzdem toll für mich). Aber trotzdem sind sie alle starke Charaktere, toll gezeichnet, die authentisch sind, und ich konnte fast jeden auf seine Weise in mein Herz schließen. Die Dynamik zwischen allen ist mitreißend. Clary ist außerdem eine tolle Hauptfigur. Klar, sie ist noch fast ein Kind, und etwas überfordert und unsicher aufgrund der neuen Welt, die sie entdeckt. Aber sie ist auch tough, schlagfertig, hat einen eigenen Willen und eine klare Meinung und lässt sich nicht bevormunden. Und wenn jemand komisch um die Ecke kommt, gibt sie auch Kontra.
     Dadurch kommt es u.a. zu tollen Schlagabtäuschen mit Jace.

    Insgesamt merkt man schon, dass das hier erstmal ein Einstiegsband ist. Man muss erst lernen, worum es geht, womit man es zu tun hat. Aber das ist hier weder schlecht, noch in irgendeiner Form langatmig, denn es gibt bereits total viel Action, die einen die Luft anhalten lässt, und dazu noch einige Entwicklungen und Plottwists, die einen nach Luft schnappen und „WAAAAAS?“ rufen lassen.

    Dieses Buch macht alles richtig. Auch beim Reread konnte es mich durchweg überzeugen, selbst wenn die unerwarteten Wendungen etwas von ihrem Sog verlieren, wenn man sie schon kennt. Dadurch hat mich das Buch nicht mehr ganz so emotional gepackt/geschockt wie damals. Aber das nehme ich hier nicht als Kriterium. Demnach gibt es volle 5 Sterne und ich freue mich immens auf die Fortsetzungen!

  16. Cover des Buches A Game of Thrones (ISBN: 9780006479888)
    George R. R. Martin

    A Game of Thrones

     (423)
    Aktuelle Rezension von: happy_reading_life

    Ich lese Fantasy eigentlich nur ab und an mal, aber aufgrund des Hypes wollte ich mir GoT nicht entgehen lassen - und zum Glück. Denn es ist nicht so fern der Vorstellungskraft wie High Fantasy. Man kann sich sehr gut in die Szenen in Westeros und herum einfühlen. Ich weiß gar nicht, ob ich es wirklich als Fantasy bezeichnen würde, manchmal fühlt es sich für mich eher wie ein historisches Drama an.

    Die Kapitel sind immer aus Sicht eines Protagonisten geschrieben und damit wirkt das Buch sehr kurzweilig. Dies führt dazu, dass die verschiedenen Handlungsstränge - die auch immer an anderen Orten stattfinden und weitere Charaktere vorstellen - von verschiedenen Perspektiven erläutert werden und die Personen zum Teil selbst nicht wissen, was der Leser bereits aus anderen Kapiteln weiß. Außerdem gefällt es mir für den Lesefluss sehr gut, dass die einzelnen Kapitel nicht zu lang sind. Und häufig endet das Kapitel mit etwas Überraschenden oder einem Cliff Hanger, sodass man immer wissen will, wie es in dem jeweiligen Handlungsstrang weitergeht, aber dazwischen liegt nun mal ein anderer Protagonist. 

    Dieser Aufbau ist aber auch einer der wenigen Kritikpunkte, die ich an dem Buch habe. Denn durch diese Struktur wurde ich häufiger herausgerissen und habe die kurzen Kapitel dazu genutzt, dass Buch häufiger mal aus der Hand zu legen und nicht weiter zu lesen, weil ja nun eh ein anderer Handlungsstrang im nächsten Kapitel anstand. 

    Sicherlich ein besonders Highlight in Game of Thrones sind die Charaktere. Diese sind wirklich eindrucksvoll vorgestellt und durch kleine Sub-Texte und Dialoge werden immer wieder einige weitere Charakter-Eigenschaften offenbart.

    Ich weiß von einigen, dass sie die vielen Charaktere, gerade zu Beginn, sehr verwirrend fanden. Ich liebe allerdings Geschichten über Adelsgeschlechter ("Häuser") und ihre Verbindungen, sodass ich mich gut in diese Szenen rein versetzen konnte. Häufig musste ich schmunzeln, wenn innerhalb weniger Absätze die Hochzeiten und Verwandtschaftsbeziehungen der letzten Jahrzehnte, gar Jahrhunderte erläutert wurden. Am Ende des Buches gibt es aber für jedes Haus eine Art Stammbaum zum Nachlesen. 


  17. Cover des Buches Im Tal des Fuchses (ISBN: 9783442382590)
    Charlotte Link

    Im Tal des Fuchses

     (604)
    Aktuelle Rezension von: LisaH

    Ich habe schon einige Bücher von Charlotte Link gelesen, „Im Tal des Fuchses“ ist bisher mein Favorit!

    Das Buch springt vor allem zwischen den Perspektiven von Ryan, dem Entführer, Matthew, Ehemann der entführten Vanessa, und Jenna als Ich-Erzählerin, die ebenfalls den Fall aufklären will. Die Charaktere waren gut beschrieben und, obwohl Ryan der eigentlich „Böse“ im Krimi ist, fühlt man mit ihm mit und hat Mitleid.

    Spannung wird von Anfang an aufgebaut, als Vanessa entführt wird und man sich als Leser danach ständig fragt, was mit ihr wirklich passiert ist. Die Auflösung kommt erst gegen Ende. Die Sprünge zwischen den verschiedenen Perspektiven fand ich passend und haben Geschwindigkeit in das Buch eingebaut. Nur die Handlung rund um Alexia fand ich schwerer nachzuvollziehen. Hier waren doch einige Verwirrungen und Zufälle dabei.

    Im großen und ganzen jedoch ein sehr gelungenes Buch von Charlotte Link, das einen packt und schnell ausgelesen ist. 

  18. Cover des Buches Göttlich verdammt (ISBN: 9783791526256)
    Josephine Angelini

    Göttlich verdammt

     (4.463)
    Aktuelle Rezension von: Julia-Maria

    "Göttlich verdammt" ist der erste Band der Göttlich - Reihe von Josephine Angelini.

    Die Charaktere sind bis auf die Protagonistin sehr überzeugend und authentisch. Helen kommt auf Anhieb sofort mit ihren magischen Fähigkeiten und den Kämpfen klar, was oft sehr unrealistisch wirkt. Die Beziehung zu Lucas ist schön dargestellt und bekommt auch genügend Raum. Dagegen kann die Familie Delos in ihrer Ganzheit überzeugen.
    Die Handlung ist spannend, nicht zu voll geladen und eine gelungene Mischung aus Fantasy, Mythologie und Romance. Auch kommen Überraschungen zur rechten Zeit und fügen sich passend in die Handlung ein.
    Der Schreibstil ist flüssig und locker, sodass die Seiten nur so verfliegen.
    Damit ist "Göttlich verdammt" eine Leseempfehlung.

  19. Cover des Buches Chroniken der Unterwelt - City of Ashes (ISBN: 9783401061337)
    Cassandra Clare

    Chroniken der Unterwelt - City of Ashes

     (4.674)
    Aktuelle Rezension von: BiblioJess

    Nach einem gewaltigen Plottwist, und vielen offenen Fragen am Ende von Band 1, geht es in die zweite Runde und die Bedrohung durch Valentin wird immer stärker. Dabei geraten mehrere Charaktere in große Gefahr. Mehr sage ich an dieser Stelle nicht zum Inhalt.


    Ich musste im Anschluss an City of Bones direkt mit City of Ashes weitermachen, und war dementsprechend sofort mittendrin. Es geht ohne lange Erklärungen, was bisher passiert ist, weiter und die Handlung nimmt schnell Fahrt auf.

    Der Schreibstil ist immer noch absolut überzeugend und das Buch liest sich genauso schön, packend, flüssig wie Band 1. Das hat Cassandra Clare einfach total raus – abwechslungs- und temporeich zu schreiben.

    Die Charaktere entfalten sich weiter, werden noch dreidimensionaler, und weitere Charaktere spielen eine etwas größere Rolle. Mir gefällt, dass hier nicht mehr nur die Jugendlichen im Zentrum stehen, sondern auch einige erwachsene Schattenjäger etc. stärker einbezogen werden, weil das neue Perspektiven auf die Geschichte an sich, und Valentin im einzelnen bringt. Das hat zwar in Band 1 schon angefangen, wird hier aber ausgebaut.

    Außerdem gefällt mir Valentin als Antagonist. Er hat klare Ziele, und ist dabei so dubios und charmant und wortgewandt, sodass man eigentlich weiß, er ist böse, aber doch fast gemeinsam mit den Jugendlichen anfängt zu zweifeln, ob alles wirklich so schwarz und weiß ist, und ob er nicht irgendwo ab und zu auch recht hat. Dazu kommt eben, dass wir die Sicht von Clary, Jace etc. haben, und nur wissen, was die Erwachsenen einem so erzählen, wie es damals wohl war. Man muss sich auf deren Worte verlassen, ohne dass man es selbst besser weiß. Das ist superspannend gemacht.

    Die Handlung bleibt erneut actionreich. Es wechselt sich gut ab zwischen ruhigen Momenten, die ebenso wichtig für die Plotentwicklung und die Charaktertiefe sind, und Tempo, Kämpfen und Dramatik.

    Ein bisschen habe ich mich hier gefragt, was denn da noch 4 Bücher lang folgen soll. Aber ich bin offen und neugierig und freue mich, weiterzulesen. City of Ashes hat gehalten, was ich mir erhofft habe, und bekommt ebenfalls 5 Sterne.

  20. Cover des Buches Das Mädchen mit den blauen Augen (ISBN: 9783352008764)
    Michel Bussi

    Das Mädchen mit den blauen Augen

     (199)
    Aktuelle Rezension von: TheCoon

    Im Jahr 1980 stürzt ein Flugzeug über Frankreich ab und alle Passagiere bis auf ein dreimonatiges Baby sterben. Doch an Bord waren zwei Babys in diesem Alter. Um wen handelt es sich also? In einer Zeit, in der DNA Tests noch nicht an der Tagesordnung sind, stellt diese Tatsache die Hinterbliebenen vor ein großes Problem und ein Streit um das Sorgerecht des Kindes bricht los. Ein Detektiv wird engagiert, der Licht ins Dunkle bringen soll. Zum 18. Geburtstag des Mädchens will er ihr seine Ergebnisse präsentieren.

    Ein Fall voller Rätsel, Fragen und verdrehter Tatsachen. Denn die Familien beider Babys wollen daran glauben, dass ausgerechnet ihr Schützling überlebt hat. Während der Spurensuche bekleckert sich niemand mit Ruhm, jeder wird zur Schachfigur. Das Mädchen wächst währenddessen mit dem Zweifel an ihrer eigenen Identität auf, was ihr Leben logischerweise bestimmt und schwierig gestaltet.

    Obwohl die Ängste und Konflikte der Protagonisten ausführlich beschrieben werden, fehlt es mir doch an Tiefe und Charakter. Die Verteilung, wer nun der Böse und wer der Gute ist, ist offensichtlich und nicht sehr einfallsreich gestaltet.

    Wie man es sich von Thrillern erhofft, kommt es zu Wendungen und Enthüllungen, die gleichermaßen spannend und unvorhersehbar sind. Bis zum Schluss ist man hin- und hergerissen um welches der beiden Mädchen es sich nun handeln soll. Der flüssige Schreibstil trägt außerdem dazu bei, dass Seite für Seite dahinfließt bis man plötzlich des Rätsel Lösung gegenübersteht.

  21. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783423214933)
    Jussi Adler-Olsen

    Erlösung

     (1.189)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Teil III einer Reihe

    "Außerdem erfüllt die Geschichte alle Kriterien, die für das Sonderdezernat Q gelten: Sie ist alt, sie ist nicht aufgeklärt, und keiner sonst hat Zeit und Lust, sich damit zu befassen." (S. 34)

    Ach ja, es hat mir Spaß gemacht, wieder mit dem Team aus dem Keller zu rätseln. Eine mysteriöse Flaschenpost wird gefunden, steht jahrelang unbeachtet in einem Fensterbrett, ehe sie den Weg in Carl Morcks Hände findet. Die Wörter sind kaum mehr zu lesen. Wer ist der Absender mit dem Anfangsbuchstaben P? Was ist ihm zugestoßen?

    "Schon immer hatte Menschen der Gedanke fasziniert, eine Flaschenpost auf Reisen zu schicken, die am Ende der Welt aus dem Meer gefischt und gelesen würde. In der Hoffnung, dass sich daraus ungeahnte Abenteuer entwickelten. Aber romantische Träumereien waren zweifellos nicht der Anlass für diese Flaschenpost gewesen." (S.38)

    Thema

    Ich finde es wichtig, bei dieser Rezension zu erwähnen, welches Thema Jussi Adler-Olsen in diesem Thriller behandelt. So kann sich der Leser darauf einstellen, ohne dass ich inhaltlich zu viel verrate. Religiöser Fanatismus ist ein tragender Pfeiler dieses Bandes. Nachdem uns Adler-Olsen schon mit seinem vorhergehenden Band einiges abverlangt hat, setzt er hier noch eine Schippe drauf. Für mich persönlich wurde es wegen diesem Thema oft schwer zum Buch zu greifen. Als Atheistin habe ich kein Verständnis für radikale, gewaltbereite religiöse Glaubensgemeinschaften. Das bedeutet nicht, dass ich Religionen ablehne, im Gegenteil, jeder soll seine Religion frei ausleben können. Aber Gewalt hat nichts mit Religion zu tun, und Fanatismus kann ich daher nicht gutheißen. 

    Trotz des schwierigen Themas habe ich mich gut abgeholt gefühlt. Es war verstörend und zum Kopfschütteln an vielen Stellen, das ich sogar Mitleid mit dem Täter bekam, der eigentlich auch "nur" ein Opfer seiner Umstände geworden ist. Der Autor hat die Geschehnisse sehr authentisch geschildert.

    "Zur Hölle mit ihnen allen. Zur Hölle mit denen, die da glaubten, sich im Namen Gottes über andere erheben zu können. Wie sehr er sie hasste! Und wie sehr er sich wünschte, sie allesamt von der Erde zu entfernen!" (S.371)

    Auch im Ermittlungsteam selbst geht einiges ab. Assad findet einen Hinweis auf ein anderes Verbrechen für Dezernat A, Carl beschäftigen familiäre Probleme und Rose lässt eine ganz andere Seite von sich zum Vorschein kommen.

    Autor & Schreibstil

    Jussi Adler-Olsen schrieb diesen Thriller als dritten Band seiner Bestseller-Sonderdezernat-Q-Reihe rund um das Einsatzteam von Carl Morck. Der Autor schafft es durch verschiedene Sichtweisen einen Rundumblick zu geben. Oft weiß der Leser mehr als das Ermittlerteam, da ihm in einzelnen Passagen die persönliche Sicht des Täters aufgezeigt wird. So erfährt er etwas über die Kindheit und Beweggründe. Teilweise kommen auch Sichtweisen von anderen Personen in der Handlung vor, da möchte ich nicht zu viel verraten. 

    Ich weiß nicht, ob es nun am religiös-fanatischen Thema, an den privaten Problemen der Ermittler oder am Schreibstil lag, aber das Buch hat sich für mich teilweise echt lang angefühlt. Auch habe ich länger als sonst für die Lektüre gebraucht. Na gut, das Buch ist aber auch 588 Seiten stark :D Nichtsdestotrotz werde ich im nächsten Jahr den vierten Teil der Reihe lesen und bin schon ganz gespannt auf ein Wiedersehen.

    Fazit

    ERLÖSUNG von Jussi Adler-Olsen ist ein solider Thriller in der Sonderdezernat-Q-Reihe. Die Umsetzung eines schwierigen Themas gelingt, aber einige Längen sind spürbar. Es ist für mich nicht der beste Band der Reihe, aber sehr lesenswert.

     ERLÖSUNG| Original: Flaskapost fra P| Jussi Adler-Olsen| 3. Teil der Carl-Mørck Reihe| übersetzt aus dem Dänischen von Hannes Thiess| Deutscher Taschenbuch Verlag| 2011| 588 Seiten| 14,90€

  22. Cover des Buches Zwei an einem Tag (ISBN: 9783036959375)
    David Nicholls

    Zwei an einem Tag

     (3.664)
    Aktuelle Rezension von: Theresamaria

    𝓓𝓾 𝓴𝓪𝓷𝓷𝓼𝓽 𝓭𝓮𝓲𝓷 𝓰𝓪𝓷𝔃𝓮𝓼 𝓛𝓮𝓫𝓮𝓷 𝓿𝓮𝓻𝓫𝓻𝓲𝓷𝓰𝓮𝓷, 𝓸𝓱𝓷𝓮 𝔃𝓾 𝓫𝓮𝓰𝓻𝓮𝓲𝓯𝓮𝓷, 𝓭𝓪𝓼𝓼 𝓭𝓪𝓼, 𝔀𝓪𝓼 𝓭𝓾 𝓼𝓾𝓬𝓱𝓼𝓽, 𝓭𝓲𝓻𝓮𝓴𝓽 𝓿𝓲𝓻 𝓭𝓲𝓻 𝓵𝓲𝓮𝓰𝓽.


    Ich habe dieses Buch verschlungen. Niemals hätte ich gedacht, dass es mich so in seinen Bann zieht, doch es hat es getan. Nach jedem Kapitel musste ich unbedingt wissen, was das nächste Jahr für Emma und Dex bringt. Oft saß ich verzweifelt da, und konnte mir nur die Haare raufen wegen Dexter. Er hat es mir nicht leicht gemacht ihn zu mögen mit seiner zu Beginn arroganten Art.
    Emma hingegen fand ich von der ersten Seite her toll. Ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen und sie ist für mich ein sehr sympathischer Charakter.

    David Nicholls beschreibt die beiden Geschichten von Emma und Dex, die sich immer wieder Verbinden, authentisch und humorvoll, und obwohl es einfach eine Lebens- und Liebesgeschichte erzählt, war es nie langweilig.

    Zwei an einem Tag ist keine typische Liebesgeschichte. Sie zeigt die Höhen und Tiefen, die einem im Leben immer wieder begegnen, nicht nur in einer Beziehung.

  23. Cover des Buches Never Never (ISBN: 9783423740340)
    Colleen Hoover

    Never Never

     (294)
    Aktuelle Rezension von: hapedah

    Charlie findet sich plötzlich in ihrem Klassenraum stehend und weiß nicht mehr, wer sie ist. Geistesgegenwärtig versucht sie, ihren Gedächtnisverlust zu überspielen und sich durch den Schulalltag zu mogeln. Als sie Silas trifft, der offensichtlich ihr Freund zu sein scheint, bemerkt sie, dass auch er sich an nichts erinnern kann - gemeinsam versuchen Charlie und Silas ihrer Vergangenheit und den möglichen Gründen für ihr verlorenes Gedächtnis auf die Spur zu kommen. Doch 48 Stunden später kommt  Silas erneut ohne Erinnerungen zu sich, mit einem Zettel in der Hand, dass er dringend Charlie finden muss........

    "Never Never" ist eine spannende Gemeinschaftsproduktion der Autorinnen Colleen Hoover und Tarryn Fisher. Wie vielen anderen Lesern auch, genügte es mir, den Namen Hoover zu sehen, um das Buch kennen lernen zu wollen - wer allerdings eine typische CoHo-Geschichte erwartet, wird hier enttäuscht werden. Dabei ist der Roman äußerst fesselnd und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhalten. Von Tarryn Fisher hatte ich bisher noch nichts gelesen, ihr gemeinschaftliches Projekt mit CoHo hat mich aber sofort überzeugt. 

    Charlie und Silas sind interessante Protagonisten, durch ihr verlorenes Gedächtnis hatte ich beim Lesen die Chance, beide sehr gemächlich kennen zu lernen. Zwischen ihren aktuellen Persönlichkeiten und den früheren "Ichs" kristallisieren sich so krasse Unterschiede heraus, dass Charlie eine Zeit lang in der dritten Person von sich selbst spricht - sie ist heftig schockiert von Dingen, die sie erst vor wenigen Wochen getan hat. Auch die anderen Figuren im Buch habe ich aus der Sicht von Charlie und Silas erlebt, so dass ich nicht sofort ein umfassendes Bild von ihnen vor Augen hatte - diese Art der Darstellung war äußerst ungewohnt aber meiner Meinung nach dennoch sehr reizvoll. 

    Den Schreibstil habe ich auf vertraute Weise als angenehm empfunden, das gehört zu den Dingen, die ich aus Colleen Hoovers Büchern kenne und liebe - auch die Romantik, die sich besonders im dritten Buchteil entfaltet, erinnert an andere CoHo-Werke. Wer bereit ist, sich auf etwas Neues einzulassen, kann sich auf eine wunderbare, spannende und unterhaltsame Lektüre freuen, für die ich sehr gern eine Leseempfehlung ausspreche. 

    Fazit: Der Roman entfaltet sich anders, als ich es nach dem Klappentext und einigen gelesenen Rezensionen erwartet hätte, dennoch hat mich die Spannung fest im Griff gehabt und mir ein angenehmes Leseerlebnis beschert, das ich gern weiter empfehle. 



  24. Cover des Buches Schneewittchen muss sterben (ISBN: B004WSO6A6)
    Nele Neuhaus

    Schneewittchen muss sterben

     (1.779)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Wow, was für ein spannendes Buch ! 

    Nach 10 Jahren Haft kehrt Tobias in sein Heimatdorf zurück. Ihm wurden damals die Morde an zwei Mädchen zur Last gelegt. Das Dorf versucht ihn zu vertreiben mit allen Mitteln. Als die Polizei wegen einer anderen Sache ermittelt, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens und ein massives Lügengeflecht. Was genau ist damals geschehen und wer lügt warum.

    Habe selten ein so packendes Buch gelesen, mit wirklich immer neuen überraschenden Wendungen, temporeich, authentischen Figuren und einer Handlung, bei der sich wahre Abgründe der menschlichen Seele auftun. Das Privatleben der Ermittler wurde auch nicht übermäßig ausgewalzt, sondern war OK. Ich hatte schon zwei Bücher der Autorin gelesen, die ich als eher zäh und langatmig empfand. Um so überraschter war ich von diesem Pageturner. Sogar, wenn ich arbeiten war, hat es mich nicht losgelassen und ich habe mich danach gesehnt, endlich weiterlesen zu können. Das habe ich selten bei einem Buch. Ein richtig spannender Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

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