Bücher mit dem Tag "familienbande"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "familienbande" gekennzeichnet haben.

213 Bücher

  1. Cover des Buches Das Lied von Eis und Feuer 01 (ISBN: 9783442267743)
    George R. R. Martin

    Das Lied von Eis und Feuer 01

     (5.374)
    Aktuelle Rezension von: Yuria
    • "Der Tod ist grausam endgültig, während das Leben voller Möglichkeiten bleibt."


    "Die Herren von Winterfell" ist der Auftakt zum umfangreichen High-Fantasy-Epos "Das Lied von Eis und Feuer" vom amerikanischen Autor George R. R. Martin. Obwohl die Bücher schon etwas älter sind, erfreuen sie sich noch immer auf Grund der erfolgreichen HBO-Serie "Game of Thrones" großer Beliebtheit. Nachdem das Ende der Serie nun schon einige Zeit her ist, und ich Anfang Herbst immer in düsterer Fantasy-Stimmung bin, widme ich mich nun den Büchern. Band 1 unterscheidet sich noch nicht wirklich von der Serie, weil der Auftakt trotz der vielen Seiten rein zum Kennenlernen dieser umfangreich ausgearbeiteten High-Fantasy-Welt und dessen zahlreichen Haupt-Charakteren dient.

    Inhalt: Im Königreich Westeros herrscht seit 7 Jahren Sommer und nach einer langen Sommerzeit folgt bekanntlich ein um so härterer Winter. Doch der nächste Winter wird Jahrzehnte andauern, dessen ist sich Eddard Stark, der Lord von Winterfell, im Norden Westeros, sicher. Die Anzeichen dafür sind erkennbar. Der Winter naht und mit ihm seine Schrecken.
    Während sich der Norden für den Winter rüstet und bereit macht, kümmert sich der Süden und die Königsstadt von Westeros wie gewohnt um Macht, Wohlstand und Intrigen.

    Cover: Das Cover des Taschenbuchs ist für mich sehr ansprechend, vor allem durch das schlichte aber doch prägende Design. Der Hintergrund ist in Pergament-Optik gestaltet. Im Vordergrund das Wappen der Starks mit Leitspruch. Durch die Drachen und Ritterrüstung erkennt man sofort, dass es sich nicht um einen historischen Roman handelt, sondern um ein Fantasy-Werk mit mittelalterlichem Setting. Der Buchrücken gefällt mir besonders gut, weil dort die Nummer des Bandes, in diesem Fall die 1, noch einmal extra detailliert herausgearbeitet wurde.
    Die Inhaltangabe auf der Hinterseite fehlt, was mir weniger gut gefällt. Da "Game of Thrones" mittlerweile aber so ziemlich jedem ein Begriff ist, weiß vermutlich auch der Großteil worum es geht. Ansonsten findet sich eine kurze Inhaltsangabe im Inneren der Klappenbroschur.
    Zu Beginn und am Ende findet sich eine schön illustrierte und sehr detailreiche Karte von Westeros. Auf der ersten Seite findet sich der Norden und auf der Letzten der Süden. Am Ende des Buches befindet sich auch ein Glossar, mit allen wichtigen Persönlichkeiten und Anmerkungen und Beschreibungen zu allen Häusern von Westeros. Wenn man noch gar keine Ahnung von "Game of Thrones" hat, rettet die Karte und das Glossar vermutlich Leben und ist wirklich hilfreich. Bei all den Namen und Orten, kommt man ansonsten sehr schnell durcheinander.

    Meine Meinung: Ich habe die Serie "Game of Thrones" bereits gesehen und geliebt und da das Ende der Serie schon einige Zeit her ist und ich in düsterer Fantasy-Herbst-Stimmung bin, habe ich beschlossen mich nun den Büchern zu widmen. Der Schreibstil von George R. R. Martin ist perfekt für düstere High-Fantasy und anders als ich es von anderen Autoren kenne. Er legt irrsinnig viel Wert darauf, einzigartige und unglaublich detailliert ausgearbeitete Charaktere zu erschaffen. Ich habe bisher noch kein Fantasy-Werk gelesen, in denen es so viele Protagonisten gibt. Und jeder dieser Protagonisten hat eine eigene Persönlichkeit, manche sympathisch, andere weniger, aber trotzdem einzigartig und umfassend gestaltet. Ich werde jetzt nicht alle Charaktere vorstellen, dann würde diese Rezension vermutlich den Rahmen sprengen. 😅 Da ich die Serie bereits kenne, habe ich schon meine Lieblingscharaktere und so mancher Plottwist konnte mich leider nicht mehr überraschen, aber ich bin sehr gut darin, Bücher und dessen Verfilmung trennen zu können. Es hat mich daher etwas überrascht, dass sich Tyrion trotzdem zu meinem Lieblingscharakter des Buches entwickelt hat. Ich hätte eher angenommen, dass seine Persönlichkeit erst im Laufe der Geschichte zu strahlen beginnt, aber falsch gedacht. Tyrion ist von Anfang an ein unglaublicher Charakter und nicht ohne Grund gehört er zu meinen absoluten Lieblingscharakteren überhaupt. Trotz seiner mangelnden Erscheinung hat er das Köpfchen eines Riesen und das Herz eines Helden.
    Während mir einige Charaktere sofort ans Herz gewachsen sind, konnten mich Andere noch nicht wirklich überzeugen, so zum Beispiel Sansa Stark, die älteste Tochter des Lords von Winterfell, und Catelyn Stark, die Lady von Winterfell, war mir sogar sehr unsympathisch, obwohl ich sie in der Serie eigentlich mochte. Der Charakter und die Persönlichkeit von Daenaeys wirkt im Buch sehr viel realer und naher als in der Serie. Ich konnte sie sehr viel besser verstehen und habe den Anfang von ihrer Geschichte vom unschuldigen und unwissenden Kind zu einer selbstbewussten jungen Frau sehr gerne verfolgt.

    Das Buch lässt sich schnell und zügig lesen, ist einfach geschrieben, auch wenn man für die Einführung in diese fantastische Welt, mit seinen Legenden und Geschichten und seinen Machtspielchen und Intrigen, viel Aufmerksamkeit benötigt. Da sich der Autor für das Kennenlernen der Charaktere und der Welt sehr viel Zeit gelassen hat, geht die Story trotz der 570 Seiten noch nicht wirklich voran. Da der Verlauf der Story noch nicht so viel Fahrt aufnimmt, hat das Buch gewisse Längen. Das Eintauchen in diese fantastische High-Fantasy-Welt macht das aber wett und da ich ja weiß, dass die Story noch sehr spannend wird, gibt es da so einiges auf das ich mich noch freuen kann. Einige Andeutungen im Buch schüren dabei meine Vorfreude. Ich bin schon sehr gespannt, ab wann und wie stark die Bücher von der Serie abweichen. Bisher unterscheidet sich das Buch noch nicht so stark von der Verfilmung, außer in der äußerlichen Darstellung einiger Charaktere. Das Buch ist bisher auch bei Weitem nicht so blutrünstig und brutal. Durch das mittelalterliche Setting ist ein bisschen Blut und Grausamkeit ja auch vonnöten, um überzeugend zu sein.

    Ich muss sagen, dass ich mir von Band 1 ein bisschen mehr erhofft habe, aber ich verstehe, dass das bei so einem umfangreichen Epos mit so vielen einzigartigen Charakteren kaum möglich gewesen wäre. Dann wäre diese fantastische Geschichte vermutlich nur halb so episch. Der Autor hat sehr viel Wert darauf gelegt, dass man diese umfangreiche Geschichte aus mehreren Blickwinkeln und Perspektiven betrachten kann und hat wunderbar detaillierte Charaktere geschaffen, die man nicht so schnell wieder vergessen wird.

    George R. R. Martin hat mit "Lied von Eis und Feuer" wirklich ein Meisterwerk geschaffen und auch wenn er sich jetzt auf seinen Lorbeeren ausruht, hat er für diese ideenreiche und einzigartige Welt wirklich Hochachtung und Anerkennung verdient. Wer braucht schon einen Ritter in glänzender Rüstung, wenn man stattdessen Drachen haben kann?! 😉

  2. Cover des Buches Die letzten Tage von Rabbit Hayes (ISBN: 9783499269226)
    Anna McPartlin

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

     (1.164)
    Aktuelle Rezension von: Jen_loves_reading_books

    Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen. Und jetzt frag ich mich, warum ich es so lange hab liegen lassen.

    Eine überaus emotionale Geschichte, um das Leben und Sterben von Rabbit Hayes und um ihre Familie und ihre Freunde, die versuchen mit der unumkehrbaren Situation umzugehen.

    Viele Rückblicke in die Vergangenheit zeigen auf, welch besonderen Zusammenhalt ihre Familie, ihre Freundschaften hatten und haben  und wie bitter ihre erste und einzige Liebe verlief. Mehrfach musste ich mir die Tränen wegblinzeln, schniefen oder das Buch einfach mal zu Seite legen, weil mir die Endgültigkeit und die Hilflosigkeit in dieser Geschichte sehr nahe ging.

    Dieses Buch ist eins meiner Lese-Highlights in diesem Jahr

  3. Cover des Buches Paper Prince (ISBN: 9783492060721)
    Erin Watt

    Paper Prince

     (1.420)
    Aktuelle Rezension von: Pueppistar

    Der 2. Teil war super. Ich habe sehr mit Ella und Reed gefiebert, wie das ganze nun ausgehen wird. Und ich war sehr zufrieden. Es gab immer wieder Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte und daher bin ich super zufrieden auch mit dem 2. Teil!

  4. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

     (13.961)
    Aktuelle Rezension von: chrissi_reads

    Eins meiner absoluten Lieblingsbücher :)

  5. Cover des Buches Weit weg und ganz nah (ISBN: 9783499267369)
    Jojo Moyes

    Weit weg und ganz nah

     (1.844)
    Aktuelle Rezension von: Katinka1976

    Inhaltsangabe: Die alleinerziehende Jess hat es nicht leicht. Ohne die finanzielle Unterstützung ihres Mannes, versucht sie ihrer Tochter Tanzie und ihrem Stiefsohn ein halbwegs normales Leben zu bieten. Also hält sie ihre Familie mit zwei Jobs über Wasser. Bei ihrem Putzjob lernt sie dann Ed kennen, der aufgrund beruflicher Probleme aus London „geflohen“ ist und vorübergehend in seinem Ferienhaus lebt. Als ihre Tochter die Chance erhält, eine Privatschule zu besuchen, beginnt eine verrückte Reise nach Schottland, die das Leben aller verändern wird. 

    Kurzmeinung: Dies ist das erste Buch von Jojo Moyes, das ich lese. Bisher kannte ich nur den Film „Ein ganzes halbes Jahr“, den ich auch schon wirklich gut fand. Die Geschichte von Jess und Ed ist für mich wie eine moderne Variante des Märchens vom Aschenbrödel! 

    Das Cover ist ganz typisch für Bücher von Jojo Moyes und wie ich finde genau passend. Abgebildet sind unter anderem die Protagonistin Jess zusammen mit ihrer Tochter Tanzie und dem Familienhund. 

    Ich hatte beim Lesen der ersten Kapitel kleine Probleme, mich in die Geschichte hinein zu finden, allerdings hat es wirklich nur einen kurzen Moment gedauert. Spätestens, als die Protagonisten Jess und Ed aufeinander treffen, hatte mich die Lust weiterzulesen vollkommen gepackt. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der einzelnen Protagonisten erzählt, weshalb man wirklich jede beschriebene Figur mit ihren Eigenschaften sehr gut kennenlernt. 

    Jojo Moyes zeigt in ihrem Buch, dass man alles schaffen kann, wenn man nur daran glaubt, immer positiv bleibt und dafür kämpft. Es ist wichtig, dass man nicht aufgibt oder den Kopf in den Sand steckt und wenn man meint, es klappt gar nichts und es wird immer schlimmer, kommt doch von irgendwo eine Lösung her. 

    Eine schöne Geschichte mit starker Aussage, die für mich 4 Sterne verdient hat. 

    ISBN:9783499267369 

    Umfang: 512 Seiten 

    Verlag: ROWOHLT Taschenbuch 

    Erscheinungsdatum: 23.05.2014

  6. Cover des Buches Der Schatten des Windes (ISBN: 9783596196159)
    Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

     (5.754)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Daniel ist 10 Jahre alt, als er von seinem Vater in eine geheime Bibliothek, den Friedhof der vergessenen Bücher, mitgenommen wird. Nach altem Brauch darf er sich ein Buch aussuchen, es adoptieren und dafür sorgen, dass es nie verschwindet und nie vergessen wird. Daniel entscheidet sich für „Der Schatten des Windes“ von Julián Carax, ein Buch, von dem er bisher noch nie etwas gehört hatte und dessen Autor ihm unbekannt ist. Ohne zu ahnen welche Lawine er los tritt, beginnt er Jahre später mit Nachforschungen über Julián Carax und seine Werke, die ein Unbekannter bereits größtenteils schon vernichtet hat. Dabei entdeckt er einige Parallelen zwischen sich und dem Autor des Buches. Dass er jedoch sein Leben und das seiner Freunde und Helfer riskiert, wird ihm erst sehr spät bewusst – zu spät?

    Der spanische Schriftsteller Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und wuchs auch dort auf. Nach Schule und Studium zog er als Dreißigjähriger nach Los Angeles, wo er mit Schreiben begann und als Drehbuchautor und Korrespondent für spanische Zeitungen arbeitete. 2004 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo auch alle seine Werke veröffentlicht wurden. Für seinen Erstlingsroman „Der Schatten des Windes“ erhielt er 2005 den Barry Award. Der Autor war verheiratet und hatte keine Kinder - er starb am 19. Juni 2020 nach längerer Krebserkrankung in Los Angeles. 

    Mit großer erzählerischer Kraft und Lust am Detail lässt Carlos Ruiz Zafón hier den Protagonisten Daniel das Leben von Julián Carax, dem geheimnisvollen Autor des Buches „Der Schatten des Windes“, nachverfolgen. Herausgekommen ist eine fesselnde Geschichte über Liebe und Leid, Verlust und Tod, in Spanien zur Zeit des Bürgerkrieges und in Barcelona während der Franco-Ära, die den Leser nachdenklich stimmt und zum Miträtseln einlädt. Aus vielen Bruchstücken und unterschiedlichen Handlungssträngen ergibt sich nach und nach ein zunächst unübersichtlicher Thriller, bis dann etwa in der Mitte des Buches die Zusammenhänge klarer werden. Durch geschickt eingefügte Wendungen und in die Irre führende Spuren bleibt das hohe Spannungsniveau jedoch bis zum Schluss erhalten.  

    Fazit: Eine abenteuerliche Geschichte über das Leben, das Lesen und die Liebe zu Büchern – sehr empfehlenswert!

  7. Cover des Buches Der Seelenbrecher (ISBN: 9783426637920)
    Sebastian Fitzek

    Der Seelenbrecher

     (3.239)
    Aktuelle Rezension von: Stranger54

    Zugegeben wollte ich schon sehr lange ein Werk von Fitzek lesen, kam doch nie dazu. Letztendlich habe ich eins in meine Hände bekommen und angefangen zu lesen. Ich konnte es nicht mehr weglegen. Ja, es ist ein wenig zu lang, aber das Gelesene ist relevant und wichtig für die Story.


    Den Inhalt kurzgefasst: Sie sind in einer Einrichtung und müssen überleben, bis Hilfe kommt. Wer ist dieser Seelenbrecher? Was ist ihr/sein Motiv?


    Sehr spannend gewesen, würde gerne wieder ein Buch von Fitzek lesen. Hätte niemals gedacht, dass ich ein Buch so schnell lesen kann.

    Wer sich unsicher ist, sollte diesem Buch definitiv eine Chance geben.
  8. Cover des Buches City of Bones (ISBN: 9783442486823)
    Cassandra Clare

    City of Bones

     (7.531)
    Aktuelle Rezension von: David_Lindsam


    ACHTUNG – mein Mainstream-Sensor hat heftig Alarm geschlagen und ich kann nicht anders, als der Sache auf den Grund zu gehen: Warum tickt die Fantasy-Buchwelt, wie sie tickt?

    Es gibt nur wenige Reihen im Fantasy, die so erfolgreich sind wie City of Bones (Chroniken der Unterwelt) von Cassandra Clare, die seit 2007 in Sequels und Prequels in einem Weltsetting (Shadowhunter) fortgesetzt auf 50 Millionen verkaufte Exemplare kommt. Zuletzt sind dieses Jahr „Die ältesten Flüche 2“ – eine Geschichte um ein homosexuelles Paar (Schattenjäger Alec und Hexer Magnus Bane) – erschienen und „Die letzten Stunden 2“, das in der Schattenjägerära am Ende des viktorianischen Zeitalters spielt. Insgesamt habe ich mehr als 30 Titel gezählt.
    Der Film „The Mortal Instruments: City of Bones“ lief 2013 in den Kinos und die Serie „Shadowhunters“ (2016-2019), ebenfalls auf den Büchern beruhend, brachte es in 3 Staffeln immerhin auf 55 Episoden (deutsch bei Netflix).

    Neben Harry Potter und Twilight fallen mir sonst keine Erfolge ein, die eine solche Dimension erreicht hätten. Beide Vorläufer waren übrigens Jugendbücher, die als All-Ager auch gerne von Erwachsenen gelesen wurden. Ist das ein Modell, dass auch bei Cassandra Clare zieht?

    Label und Vermarktung

    Die beiden Großen, Harry Potter und Twilight erschienen in Deutschland bei Carlsen, der eindeutig als Jugendbuch-Verlag positioniert ist. Die aktuelle deutsche Ausgabe von Cassandra Clares City of Bones dagegen wird in dem vielseitigen Publikumsverlag Goldmann aufgelegt. Man möchte der gewogenen Leserschaft vermitteln, dass hier Fantasy für eine breite Altersschicht vorliegt. Das aber ist City of Bones in in seinem Ursprung nicht. In den USA publiziert Cassandra Clare ihre Werke bei McElderry Books, einem Imprint für Kinder- und Jugendliteratur von Simon & Schuster. Und tatsächlich wurde die erste deutsche Fassung (2007) vom Arena Verlag herausgebracht, der ausschließlich dieses Alterssegment bedient.

    All-Ager?

    Ist City of Bones also ein Fantasy-Jugendbuch mit All-Ager-Potenzial?
    Leider nicht! Finde ich jedenfalls.

    Es gibt viele Kinder- und Jugendbücher, die man auch als Erwachsener gerne liest. Ich muss zugeben, dass ich die alte Alana von Trebont-Serie von Tamora Pierce (auch aus dem Arena Verlag) liebe, einige Bücher von Cornelia Funke und viele andere, weil sie grundmenschliche Themen ansprechen und deshalb in manchem alterslos sind. Dumbledores Internat war auf eine magische Art skurril witzig und die Liebe zu einem unsterblichen, guten Vampir immerhin ziemlich neu.
    Und wie ist es bei Cassandra Clares Reihe?
    Die Star-Autorin erschafft zwar eine durchaus beeindruckende Fantasy-Welt, aber ihre Charaktere, deren Beziehungen untereinander und das gesamte Lebensszenario bleiben einer sehr oberflächlichen Jugendlichkeit verhaftet, die herzlich wenig echte Emotionen heraufzubeschwören vermag, dafür um so mehr Zombie-Dämonen (genannt Forsaken), denen man bedenkenlos die Rübe abhauen kann, was in der unseligen Filmserie szenisch zum Hauptinhalt erhoben wurde (soweit mein Reinschnuppern repräsentativ war). 

    Tja. Ich konnte mit diesem Urteil nicht hinter dem Berg halten, wie ihr gemerkt habt. Der Titel des Beitrags hat es auch schon verraten. Und trotzdem lohnt es sich noch einmal genauer hinzusehen, was den Reiz für viele Millionen Leser (und noch mehr Zuschauer) offensichtlich dennoch ausmacht.

    Es ist so cool. (…) Es ist wie ‚Dungeons und Dragons“, nur echt.“ (127)
    Dämonen kommen aus anderen Welten. Es sind eindimensionale Parasiten. Sie dringen in eine Welt ein und zehren sie auf. Sie können nichts aufbauen, nur zerstören (…) Sie verwandeln einen Ort zu Asche, und wenn er tot ist, ziehen sie zum nächsten. (…)
    Und das einzige, was zwischen ihnen und der Zerstörung all dessen steht, was du siehst (…) sind die Nephilim.“ (191)                                                   
                                                                        

    Band 1 – die Dramaturgie

    Der erste Band enthält bereits alles an Zutaten, was sich auch in den nachfolgenden Büchern findet.

    New York, 2007. In einer In-Disco entdeckt die fast 16-jährige Clary einen hübschen Jungen, der wenig später von einem anderen attraktiven Typen mit einem Schwert bedroht wird. Sie mischt sich vergeblich ein und wird Zeugin, wie der Junge ermordet wird, sich aber unnatürlich in Nichts auflöst – ein Dämon, wie dieser Jace und zwei weitere Schattenjäger behaupten. Niemand anders konnte die Szene beobachten, auch ihr Kumpel Simon nicht. Clary ist verwirrt.

    Am nächsten Abend lauert ihr der Schattenjäger auf. Der 17-Jährige Jace will sie an das „Institut“ mitnehmen und ihr alles erklären, aber Clary erhält einen seltsamen Anruf von ihrer Mutter, hastet nach Hause und wird dort von einem Dämon fast umgebracht. Ihre Mutter scheint entführt. Verletzt und auf sich gestellt ist Clary bereit, sich der neuen Welt zu stellen und erfährt von dem arroganten, aber anziehenden Jace, dass sie Engelsblut in sich trägt und damit eine Nephilim, eine Schattenjägerin ist. Seit Valentin, dereinst ein mächtiger Schattenjäger, das Abkommen des Rates mit den Halbdämonen – Hexer, Vampire, Werwölfe … – brach, herrscht Krieg und die Dämonen strömen immer häufiger in diese Welt. Nur der verloren gegangene „Kelch“ könnte das Ungleichgewicht zu Gunsten der Schattenjäger wieder verändern.

    Ein Bann unterdrückt bei Clary die Erinnerung an ihre frühe Kindheit. Bei dem Versuch diesen zu lösen und ihre Mutter zu finden, versteht Clary immer mehr und muss sich der Wahrheit stellen, dass ihre Mutter eine berühmte Schattenjägerin war, verheiratet mit dem größenwahnsinnigen Valentin, der vermutlich ihr Vater ist und noch immer lebt. Derweilen scheinen ihr Kumpel Simon und Jace um ihre Aufmerksamkeit zu buhlen, was sie noch mehr verwirrt.

    Clary gelingt es, den gesuchten Kelch unter den Sachen ihrer Mutter zu finden (versteckt in einer Tarot-Karte) und versucht damit ihre Mutter auszulösen, die von ihrem Ex-Mann Valentin gefangen gehalten wird. Doch der Kelch geht durch Verrat und ohne den Austausch verloren. Auch Jace verwschwindet. Dann entdecken sie das Versteck von Valentin und greift mit  einem alten Freund ihrer Mutter, einem Werwolf, und seinem Rudel die Festung mitten in New York an …

    Verbotene Liebe … in Fantasy (Achtung voller Spoiler-Alarm!)

    Ist es schlimm, wenn man bei einer Soap das Ende spoilert? Eigentlich nicht, oder? Es geht ja schließlich immer weiter und alles dreht und verkehrt sich wieder ins Gegenteil. Irgendwann taucht noch ein bisher unbekannter Sohn auf, der Vater ist doch nicht der leibliche Vater, verboten verliebte Geschwister sind nach neuesten Offenbarungen doch nicht blutsverwandt oder vielleicht am Ende (das es nicht gibt) dann doch wieder … Genau so läuft es mit Jace und Clary.
    Ist das eigentlich niemandem aufgefallen? Madame Dorothea weissagt Jace aus den Teeblättern schon auf Seite 115: „Du verliebst dich in die falsche Person“. Am Ende schließlich offenbart sich das große Geheimnis (für die unaufmerksamen Leser): Jace und Clary – fast schon ein Liebespaar – sind Geschwister. Aber natürlich bleibt es nicht dabei und in den Folgebänden geht es noch einmal hin und her, ob oder ob dann doch nicht … Wenn das nicht Soap Opera ist, weiß ich auch nicht.
    Mich lässt das völlig kalt. Das sind keine wirklichkeitsnahen Beziehungs-Konstellationen, zu denen man sich mit echten Gefühlen verhalten müsste. Das ist künstlich und quotenorientiert. Das ist wie „Verbotene Liebe …“ (deutsche Soap von 1996-2015, seit 2020 wieder gestartet!). Man darf das ja gut finden und trashig sein, aber gut ist so etwas definitv nicht.

    Und die Weltkonstruktion? Die ist fantasievoll ausgearbeitet mit vielen dunklen Wesen, aber dennoch in ihrer Grundmachart wenig innovativ. Ein Beispiel: „Der Erzengel gab den ersten Schattenjägern drei Dinge: einen Kelch, ein Schwert und einen Spiegel“ (251). Drei magische Gegenstände, um die natürlich in den Folgebänden gekämpft werden muss, weil sie der Schüssel zur Macht sind. Gibt es ein noch klassischeres Fantasy-Arrangement? Für mich ist das tot langweilig.

    Stilistisch wollt ihr garantiert nicht lesen, was ich alles anzumerken hätte, denn das wäre lang und ermüdend. Nur so viel: Die Erzählperspektive wird munter und unmotiviert gewechselt (Bsp. S.16, 2. Satz), ohne dass sich etwas an der Art der Beschreibung oder Sichtweise ändern würde. Ich reagiere auf solche schlecht gemachten Kunstgriffe allergisch. Aber auch das scheint kaum jemandem aufgefallen zu sein.

    Und warum ist diese  Fantasy-Soap dennoch so beliebt? Es gibt garantiert psychologische Studien, warum gerade das Wiederholende und immer Gleiche einen so großen Reiz ausübt. Dass es bei Soap Operas so ist, dürfte unbestritten sein. Und einer Soap Opera kommt die Reihe von Casssandra Clare sehr, sehr nahe.


    Fazit

    City of Bones ist – auch auf die Gefahr von Shitstorm hin – Trivialliteratur.
    Wenn man sich damit arrangiert hat, zu einem Publikum zu gehören, das Soap und Mainstream-Trash liest, hat man mit diesem Buch noch eines der besseren in diesem Segment erwischt. Den Fantasy-Liebhaber erwartet immerhin noch eine gut ausgearbeitete Weltkonstruktion und magische Kämpfe, insofern kommt die Reihe in meiner Kritik etwas besser weg als Jennifer Armentrouts Schatten-Serie, die noch nicht einmal ein faszinierendes Setting vorweisen kann.

    Dem Ruf von Fantasy bei einem literarisch interessierten Publikum wird es leider nicht guttun, dass solch erfolgreiche Bücher wie ein Aushängeschild für das ganze Genre wirken.

    Für mich und jeden anderen anspruchsvollen Leser von Fantasy bedeutet das leider auch folgendes:
    Ich muss bei den Publikumsverlagen Heyne, Piper, dtv, Goldmann, Klett Cotta und anderen aufpassen, was mir als Fantasy untergeschoben wird. Und das ist ein altes Problem dieses Marktes.
    Fantasy nennt sich alles, was mit Fantasiewesen und Magie zu tun hat – mehr klare Unterscheidungskriterien gibt es kaum. Man kann einem Buch dieses Genres nicht ansehen – außer vielleicht am Cover -, welche lebensweltliche Thematik mich als Leser erwarten und wer als Zielpublikum angesprochen werden soll.

  9. Cover des Buches Das verlorene Symbol (ISBN: 9783404160006)
    Dan Brown

    Das verlorene Symbol

     (1.980)
    Aktuelle Rezension von: Bluejellow

    Cover: Ich habe noch das alte Cover daheim, welches ganz gut ist. Es verrät nicht viel, aber auch nicht zu wenig.


    Inhalt: Robert Langdorn wird von dem Assistent von seinem Freimaurerfreund Solomon gebeten, nach Washington D. C. mit einem aufbewahrten, versiegelten Päckchen zu reisen und auf einem Kongress eine Rede im Kapitol zu halten. Kathrine Solomon ist währenddessen in ihrem gigantischen Geheimlabor und entdeckt etwas bahnbrechendes für ihre Forschung. Doch beide werden schon schnell merken, dass diese Nacht nicht wie jede andere sein wird, denn ein alter Bekannter der Solomons wartet auf seine letzte Erfüllung und die Jagd nach einem ganz besonderen Schatz.

    Die Geschichte war interesannt gestaltet. Die Orte wurden ausführlich beschrieben, sodass man sich wie in Washington fühlte. Die Handlung war am Anfang spannend, jedoch verlor ich nach einer Weile diese Spannung und gegen Ende zog sich das Buch nurnoch. Es wurde oft um den heißen Brei herumgeredet und Dinge mehrmals wiederholt. Allerding erfuhr man auch oft interesannte Fakten und konnte gut miträtseln.


    Charaktere: Robert Langdon ist ein sympathischer Charakter. Er wirkt menschlich und man erfährt einige Dinge über ihn. Außerdem hat er seine Laster, wodurch er nicht wie der perfekte Held wirkt. Kathrine Solomon kam mir etwas naiv, aber auch mutig vor. Sie hing sehr an ihrem Bruder und dadurch konnte man deren Bindung gut nachempfinden. Frau Sato jedoch war mir ziemlich schnell unsympathisch und ich hatte jede Passage mit ihr gehasst. Auch der Antagonist war zwar Anfangs interesannt, verlor jedoch aus meiner Sicht immer mehr den Reiz, weshalb auch er mir irgendwann zu nervig und unsympathisch wurde.


    Schreibstil: Der Schreibstil aus der Er/ Sie- Perspektive war gut, jedoch nichts besonderes. Ich hatte anfangs Schwierigkeiten, in diesen Stil reinzukommen, doch danach hatte ich keine Probleme mehr. Jedoch zog sich das Buch sehr, da alles sehr ausführlich wr und die Dialoge ewig gingen. Dadurch wurde das Lesen nach einiger Zeit anstrengend.


    Fazit: Ich kann verstehen, wieso viele Leute dieses Buch mögen. Es besitzt tolle Rätsel und eine interesannte Handlung. Allerdings wurde mir das Buch irgendwann zu langweilig. Es zog sich sehr und die wenige Spannung verflog durch die Sprünge sehr schnell. Dennoch war es ein solides Buch, was jedoch nicht meinen Geschmack getroffen hatte.

  10. Cover des Buches Amokspiel (ISBN: 9783945386378)
    Sebastian Fitzek

    Amokspiel

     (2.146)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie in einen Radiosender gerufen, zu einem brutalen Geiseldrama: Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel mit der Öffentlichkeit. Ira beginnt mit einer scheinbar aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören.

     Ein gnadenloses Psychoduell, das in einer atemlosen Jagd quer durch Deutschlands Hauptstadt kulminiert.

    Der Schreibstil ist interessant. Die Geschichte ist ok, aber nicht so gut, wie andere Bücher von Fitzek, die ich kenne. Man erhält jeweils genug Informationen und neue Fragen, damit man weiterlesen will.

    Obwohl auch hier einige unerwartete Wendungen auf den Leser warten, ist die Geschichte teilweise doch etwas vorhersehbar.

    Für mich gab es in diesem Buch etwas zu viele Zufälle, um die Geschichte noch als wirklich realistisch zu empfinden.

    Trotzdem eine solide Geschichte.

  11. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453438200)
    Stieg Larsson

    Verblendung

     (6.189)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Hier geht's zur vollständigen Buchbesprechung: https://buchklub.podbean.com/e/stieg-larsson-verblendung/

    Vorsicht, Spoiler!

  12. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.076)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    Das Buch Stolz und Vorurteil von Jane Austen ist ein zeitloser Klassiker. Ich habe dieses bereits mehrmals gelesen. Gesellschaftlicher Druck ist ein Thema, die heute noch weit verbreitet ist. Ich kann dieses Buch jeden weiterempfehlen!

  13. Cover des Buches Leopardenblut (ISBN: 9783802581526)
    Nalini Singh

    Leopardenblut

     (1.115)
    Aktuelle Rezension von: Nora4

    Nicht schlecht, defintiv nicht schlecht. Da ich solche Bücher generell mag, kam es bei mir auch ganz gut an und ich habe nichts anderes erwartet.

    Das Buch ist nicht auf der humorvollen, leichten Seite, wie zum Beispiel die „Dark Ones“-Reihe von Katie MacAlister angelegt, sondern eher leicht düster (wenn man es so nennen kann), wie die „Black Dagger“-Reihe von J.R. Ward. Ich mag die humorvollen Geschichten jedoch generell etwas lieber, was nicht heisst, das ich solche Geschichten nicht auch sehr gerne mag.

    Was mich überrascht hat, sind die Medialen. Ich erwartete die typische normale Frau, die einen heissen und mysteriösen Typen kennenlernt und erst dann erfährt, dass dieser Typ nicht ein Mensch ist (oder zumindest nicht ganz). Die Medialen und die Gestaltwandler kennen sich jedoch und sind allesamt Teil der menschlichen Gesellschaft, auch wenn sie in ihren eigenen Netzwerken auch eigene Regeln haben. Als Sascha also Lucas kennenlernt, weiss sie schon vorher was er ist und macht auch kein grosses Ding daraus.

    Die Medialen selbst sind eine wahnsinnig interessante Gruppe. Ich hätte diesen Teil der Geschichte gar nicht erwartet und würde am liebsten gerne mehr über sie lesen, denn es ist wirklich interessant, wie sie dargestellt werden. Jedoch würden sie wohl keinen so guten Roman in dieser Art abgeben, denn, wie es auch im Buch so schön verglichen wird: „Sex mit einer Medialen ist wie Geschlechtsverkehr mit einem Betonklotz.“ :P

    Was mir jedoch gefehlt hat, war die Verwandlungen der Gestaltwandler. Der tierische Instinkt ist einfach mehr ein Teil von ihnen und sie verwandeln sich glaube ich so gut wie nie in ein vollständiges Tier (oder vielleicht doch und ich habe einfach die Stelle überlesen, was auch gerne mal sein kann).

    Zum Teil auch Gott sei Dank, denn Gestaltwandler an sich sind ja interessante Charaktere, aber wenn sie sich beim Sex verwandelt hätten, hätte es mir wohl nicht so gut gefallen. Das ist so wohl auch besser. :P

    Der Teil mit dem Mord war ganz okay, auch wenn so etwas mehr ins krimihafte fällt, was weniger meins ist und ich diese Stellen normalerweise nicht ganz so genau lese. Vielleicht habe ich dadurch etwas grossartiges verpasst, aber mir hat die Geschichte auch so sehr gut gefallen.

    Im Gesamten also ein ziemlich interessanter erster Teil. Solche Bücher sind sich ja immer recht ähnlich und da ich sie allgemein mag, kommen sie bei mir auch gut an. Im Vergleich zu einigen anderen ähnlichen Büchern, konnte dieses Buch aber nicht die Spitze erreichen. Irgendetwas kleines fehlte einfach noch, auch wenn ich nicht weiss, was es wäre (vermutlich das Lockere an der Geschichte). Ich werde die Reihe aber, falls ich weitere Teile finden sollte, defintiv weiterlesen. Deshalb gibt von mir vier von fünf Sternen.

    (Die Rezension ist schon um einiges älter (2019), wurde nun aber von meinem Amino Leserunde für diese Seite noch übernommen (und dafür noch leicht angepasst), damit ich sie mit mehr Leuten teilen kann. Weitere ältere Rezensionen werde ich ebenfalls noch teilen). :)

  14. Cover des Buches Ein untadeliger Mann (ISBN: 9783446249240)
    Jane Gardam

    Ein untadeliger Mann

     (174)
    Aktuelle Rezension von: Stefan_G_Wolf

    Erster Teil einer Romantrilogie (2. "Eine treue Frau"; 3. "Letzte Freunde"), die die Auswirkungen der britischen Kolonialpolitik auf das Familienleben, die Karrieren und das Seelenleben der gehobenen Mittelschicht des Empire schildert. "Ein untadeliger Mann" setzt den Fokus auf den inzwischen 80jährigen Rechtsanwalt Edward Feathers. Gardam zeichnet ihre Figuren und deren Handlungen und Gedanken mit feiner Ironie und distanzierter Freundlichkeit. Das Leben der Protagonisten in Wohlstand und Behaglichkeit steht in starkem Kontrast zu den zuweilen aufblitzenden Scheußlichkeiten, Verletzungen und persönlichen Tragödien. Zurecht zählt die Trilogie zu den wichtigsten Beiträgen zur englischen Literatur des 20. Jahrhunderts.

  15. Cover des Buches Das Nest (ISBN: 9783608980004)
    Cynthia D'Aprix Sweeney

    Das Nest

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Sobald Melody, die jüngste der vier Geschwister Plumb, ihren 40. Geburtstag feiert, sollte „Das Nest“, wie sie den Fond den ihr verstorbener Vater für sie angelegt hatte insgeheim nannten, ausbezahlt werden. Damit hatten sie fest gerechnet, hatten ihre ganze Lebensplanung darauf eingestellt, hatten Schulden gemacht und über ihre Verhältnisse gelebt. Doch es sollte anders kommen. Um die schwerwiegenden Folgen eines Autounfalls zu vertuschen, den der Älteste der Geschwister im Alkohol- und Drogenrausch verschuldete, verwendet Mutter Plumb kurzerhand die angelegten Millionen als Schweigegeld. Zwar verspricht Leo das Geld wieder zu beschaffen, doch wird dieser Egozentriker auch zu seinem Wort stehen? …

    Die etwa 1960 geborene US-amerikanische Schriftstellerin Cynthia D’Aprix Sweeney wuchs in Rochester auf, besuchte ein College und lebte und arbeitete dann 27 Jahre als PR-Beraterin in New York. Im Alter von etwa fünfzig Jahren absolvierte sie ein Studium in Kreativem Schreiben, das sie mit dem Master of Fine Arts abschloss. „Das Nest“ ist ihr Debütroman, der im März 2016 in der Originalausgabe erschien und bereits im April 2016 auf Platz 3 der Bestsellerliste der New York Times landete. Sie ist verheiratet und zog 2009 mit ihrem Mann, der als Redakteur bei The Tonight Show arbeitet, und ihren Kindern im College-Alter nach Los Angeles. 

    »Die Amerikanerin Cynthia D'Aprix Sweeney hat einen hinreißenden und klugen Familienroman geschrieben ...  glänzende Unterhaltung und ein literarischer Wurf« - sagt Dennis Scheck in ARD Druckfrisch am 30.10.2016. Nicht immer bin ich mit seinem Urteil über Bücher einverstanden, doch diesmal stimme ich ihm voll und ganz zu. 

    „Das Nest“ ist ein scharfsinniger, mit viel Humor gewürzter Familienroman, der aufzeigt, was Geld aus einem Menschen machen kann. Früher, als sie noch Kinder waren, waren die vier Geschwister eng miteinander verbunden, heute verbindet sie nur noch die Aussicht auf eine gemeinsame Erbschaft – und als diese dann fraglich wird, kämpft jeder für sich selbst. Sie zählen sich zu New Yorks Upper Class, haben aber im Verborgenen finanzielle Probleme. Leo, der Verursacher der Misere, kann und will sein Status als Lebemann nicht aufgeben, Jack, der als Antiquitätenhändler erfolglos ist und schon seit Jahren vom Geld seines Ehemannes lebt, Beatrice, die einst gefeierte Schriftstellerin, deren Erfolg jedoch schon Jahrzehnte zurück liegt und Melody, die ihre Zwillingsmädchen auf die teuersten Privatschulen schickt und das Finanzielle ihrem Mann überlässt – sie alle müssen jetzt umdenken. Ob ihnen das gelingen wird?

    Eine interessante Geschichte, bei der Cynthia D’Apix Sweeney besonders die psychologische Wahrnehmung auf die Familie Plumb herausgearbeitet hat. Wie reagieren die einzelnen Familienmitglieder, wenn plötzlich der erwartete und bereits verplante Geldsegen ausbleibt? Wir verfolgen das Geschehen etwa ein Jahr lang und begleiten die Akteure bei ihren Sinneswandlungen, die sie zwangsläufig durchmachen müssen. Jeder der vier hat seine Schwächen, aber auch seine Stärken, die die Autorin routiniert in Szene setzt. Unterhaltsame Dialoge, Phasen der Erinnerung und gekonnt eingesetzte Gedankengänge lockern das Geschehen auf. Das   Leben muss irgendwie weiter gehen, es lassen sich Lösungen finden, die zu einem harmonisch-runden Schluss führen.  

    Fazit: Ein intelligenter Familienroman mit gut durchdachter, überzeugender Handlung – ein herrlich sarkastisches Abbild der Gesellschaft. 

  16. Cover des Buches Der verborgene Garten (ISBN: 9783453354760)
    Kate Morton

    Der verborgene Garten

     (1.183)
    Aktuelle Rezension von: buchstaben_worte_buecher

    Eines meiner liebsten Büchern ist "Der verborgene Garten" von Kate Morton aus dem Diana Verlag. 

    Es handelt dabei von der jungen Australierin Cassandra, die nach dem Tad ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt - ein Cottage, von dem sie noch  nie etwas gehört hat - ein Cottage das von einem verwunschenen Garten umgeben ist und das an ein geheimnisvolles Anwesen, Blackhurst Manor, grenzt. Der Frage, was hat dieses Haus mit ihrer Großmutter und auch mit ihr selber zu tun, versucht Cassandra auf den Grund zu gehen. Dabei muss sie in die Vergangenheit eintauchen zu zwei Freundinnen, die sich ein folgenschweres Versprechen gaben. Was geschah wirklich vor hundert Jahren auf Blackhurst Manor?

    Es ist ein wunderbares Familiendrama mit einem verwunschenem Garten, einer adlingen Famliie, einem dunklen Geheimnis. Es handelt von Liebe, Freundschaft, Eifersucht, Verlust und Verrat. 

    Kate Morton schreibt sehr ausführlich und bildlich. Gleichzeitig ist es aber nicht langatmig. Es ist wie ein Film, der sich vor dem inneren Auge abspielt. Vor allem die Atmosphäre ist großartig eingefangen. Sie ist geheimnisvoll, mysteriös, sogar etwas unheimlich. Sie erinnert an die Stimmung in den Klassikern Jane Eyre oder Sturmhöhe von den Brontë-Schwestern. 

    Da es auf drei Zeitebenen spielt, wirkt es am Anfang etwas verwirrend, bis man die Charaktere und die Umgebung kenenn gelernt hat. Aber das Durchhalten lohnt sich, denn es ist wirklich wundervoll. 

    Wer die Bücher von Lucinda Riley mag, der wird dieses Buch lieben. Es ist eine absolute Leseempfehlung!

  17. Cover des Buches Zwetschgendatschikomplott (ISBN: 9783423216357)
    Rita Falk

    Zwetschgendatschikomplott

     (365)
    Aktuelle Rezension von: Zauberhafte_Buchseiten_x3

    》Du hast nicht zufällig einen stinkenden grünen Brei, der sie Smoothie nennt, mit Ti-Äitsch?《 

    ▪︎Meinung: Auch beim 6. Fall, für den Eberhofer, musste ich wieder herzhaft lachen. Ich finde den Humor von Rita Falk einfach witzig!

     Birkenberger teilt dem Eberhofer mit, dass eine Krähe ihm einen abgetrennten Finger gebracht hat. Weil Franz aber keine Lust hat nach einer Leiche zu suchen, macht Rudi das allein und wird fündig. Nun muss der Eberhofer doch noch ermitteln und sich mit 3 Frauenmorden rumschlagen. 

    Die Dialoge zwischen dem Eberhofer und dem Birkenberger waren wieder sehr witzig. Die beiden benehmen sich wie ein altes Ehepaar. Auch die anderen Charaktere aus Niederkaltenkirchen waren wieder höchst amüsant. Besonders die Oma ist mir sehr ans Herz gewachsen. 

    Der Schreibstil von Rita ist klasse. Locker und flüssig, so wie es sein soll. Die Bücher sind super für ein paar schöne Lesestunden zwischendurch. Ich freue mich schon auf Band 7. 

  18. Cover des Buches Schwestern für einen Sommer (ISBN: 9783596296620)
    Cecilia Lyra

    Schwestern für einen Sommer

     (85)
    Aktuelle Rezension von: nojules

    In dem Buch „Schwestern für einen Sommer“ von Cecilia Lyra geht es um Cassie und Julie, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Nach einer Tragödie haben sie 14 Jahre nicht mehr miteinander gesprochen. Doch als dann ihre Großmutter gestorben ist, müssen sie aufgrund ihres letzten Willens, zusammen einen ganzen Sommer verbringen.


    „Schwestern für einen Sommer“ ist eine leichte Sommerlektüre, die zum träumen einlädt. Cassie und Julie sind zwei sehr tolle Charaktere, die sich dem Leben und der Liebe stellen. Cassie ist die sachliche und stärkere von beiden. Julie ist sehr verträumt, romantisch und wird immer als die Hübsche bezeichnet. Ich persönlich mochte beide Schwestern sehr, doch Julie war heimlicher Liebling :)

    Das Buch ist einfach zu lesen und unkompliziert. Es hat keine überraschenden Wendungen und lässt sich somit super schön am Strand bzw. im Urlaub lesen. 

  19. Cover des Buches Das Seehaus (ISBN: 9783453359468)
    Kate Morton

    Das Seehaus

     (372)
    Aktuelle Rezension von: yana27

    Cornwall 1933.  Die Familie Edevane feiern den jährlichen Mittsommerfest als ihr jüngster Sohn Theo plötzlich verschwindet. Seitdem wurde er nie  wieder gesehen. 70 Jahre später entdeckt die Polizistin Sadie beim Joggen ein verfallenes Haus am See und stößt auf dessen tragische Vergangenheit. Sie beginnt auf eigener Faust zu recherchieren, was vor 70 Jahren passiert ist. 

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven der Beteiligten und Zeitzonen erzählt, z. B aus der Sicht von der jungen Alice Edevane, von Theos Mutter und natürlich aus der Perspektive von Sadie. 

    Dabei stellt sich heraus, dass viele die Ereignisse von 1933 ganz anders erlebt haben und den vermeintlichen Grund für das Verschwinden von Theo für sich gefunden haben. Ich fand es interessant, dass beispielsweise die Geschwister Deborah und Alice den Mittsommerfest ganz anders wahrgenommen haben und jede auf ihre Weise Geheimnisse mit sich trägt. 

    "Das Seehaus" bekommt von mir trotzdem keine 5 Sterne, weil am Ende meiner Meinung nach eine logischer Fehler war und die Geschichte zum Ende hin etwas zu konstruiert für mich war.

  20. Cover des Buches Chroniken der Unterwelt - City of Ashes (ISBN: 9783401061337)
    Cassandra Clare

    Chroniken der Unterwelt - City of Ashes

     (4.728)
    Aktuelle Rezension von: shadowpercy

    Und es geht weiter mit den Shadowhunters.
    In diesem Band sind wieder Clary und Jace im Fokus und wie sie mit der neuen Situation miteinander umgehen.
    Valentin spielt in diesem Band eine noch prominente Rolle.
    Es werden nicht nur neue Charaktere vorgestellt, sondern wir erfahren mehr über die Welt der Shadowhunters, der Unterwelt, über Valentins und Jocelins Vergangenheit sowie über die Charaktere.

    Von der Struktur her ist dieser Band ähnlich wie Band eins, jedoch gab es hier einige Stellen die sich zu lang bzw. die zu schnell gewirkt haben.
    Sonst war es ein wirklich gutes Buch

  21. Cover des Buches Drachenläufer (ISBN: 9783833308116)
    Khaled Hosseini

    Drachenläufer

     (1.924)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Dies ist die Geschichte von Amir und Hassan, zwei afghanischen Jungs. Sie sind befreundet, obwohl der Vater von Amir geschätzt und wohlhabend ist und Hassan „nur“ sein Diener. Während Amir zur Schule geht, bügelt ihm Hassan die Hemden. Als Hazara gehört er einer Ethnie an, die von den meisten Afghanen verachtet wird. Doch Hassan ist treu, lässt nichts auf Amir kommen. Das Aufwachsen ohne Mutter, nur mit dem Vater, verbindet sie. Allerdings lebt Hassan bei seinem Vater Ali in einer armseligen Hütte und Amir in einem palastähnlichen Haus.

    Schon im ersten Kapitel erfahren wir vom Ich-Erzähler Amir, dass er mit zwölf Jahren, im Winter 1975, große Schuld auf sich geladen hat. Dann berichtet er – fast übergangslos - von der gemeinsamen Kindheit in Kabul vor der sowjetischen Invasion. Da wird eine Stadt lebendig, die es so schon lange nicht mehr gibt.


    Khaled Hosseini ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er wurde am 4. März 1965 als ältestes von fünf Kindern in Kabul geboren. Sein Vater stand im Dienst des afghanischen Außenministeriums, seine Mutter unterrichtete Persisch und Geschichte an einer Mädchen-High-School. Nach Aufenthalten in Teheran und Paris erhielt die Familie 1980 Asyl in den USA, wo Khaled 1993 zum Doktor der Medizin promovierte. „Drachenläufer“ erschien 2003 und war der erste Roman des verheirateten, zweifachen Vaters.


    Als Leserin bin ich in dem Roman versunken und habe alles um mich herum vergessen. Ganz nebenbei erfuhr ich so einiges aus der Geschichte Afghanistans seit 1975: Von den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, vom anfangs noch unbeschwerten Leben und dem Übergang zur Talibanherrschaft, die Amirs Vater veranlasste, mit seinem Sohn nach Amerika auszuwandern. Nun weiß ich, dass Afghanen auch im Exil ihre Bräuche in Ehren halten.
     Der Autor weiß seine Leser zu fesseln, literarisch und emotional. Manchmal kann man auflachen, auf anderen Seiten die Tränen nicht zurückhalten. Dieses Buch hat mich aufgewühlt und von jeglicher Lethargie befreit, weshalb ich es in meine persönliche literarische Apotheke aufnehme.

  22. Cover des Buches Vergiss mein nicht (ISBN: 9783442379071)
    Karin Slaughter

    Vergiss mein nicht

     (1.709)
    Aktuelle Rezension von: NiniMiau

    Das Buch war richtig spannend. Ich habe es in einem Zug gelesen und konnte nicht aufhören.  Das Buch beinhaltet ein total  hartes uns schockierendes Thema, welches leider total real in unserer Gesellschaft ist.
    Auch wenn ich am Anfang schon eine Vermutung hattes wie das Buch ausgehen würde, war ich total überrascht, das ich zwar ein kleines Stück recht hatte, aber das komplette Ende trotzdem eine große Überraschung für mich war.
    Auch Fand ich den Nebenplot zwischen Jeffrey und Sarah total süß und nicht too much! Sie ist zwar da aber hält sich ziemlich Im Hintergrund.

    Ich weiß gar nicht warum ich nicht direkt nach dem ersten Teil (Belladonna) weiter gelesen habe und die folgebände der Grant County Reihe seit 2 Jahren ungelesen in meinem Regal stehen. 🤔😅 Ich fand diesen Band sogar ein Stück besser als Belladona.  

  23. Cover des Buches Blinder Instinkt (ISBN: 9783442473380)
    Andreas Winkelmann

    Blinder Instinkt

     (337)
    Aktuelle Rezension von: KrasseStory

    Man möchte das Buch sofort runter rattern. Die Spannung bleibt bis zum Ende - die verschiedenen Sichtweisen sind grandios geschrieben.

    Ganz große Klasse!

  24. Cover des Buches Sterne über der Alster (ISBN: 9783492306973)
    Micaela Jary

    Sterne über der Alster

     (75)
    Aktuelle Rezension von: julestodo
    Der zweite Band von Micaela Jary um die Familie Dornhain aus Hamburg. Schon den ersten Band habe ich sehr gerne gelesen, nun wollte ich gerne erfahren, wie es der Familie weiterhin ergeht. Die Zeit um den 1. Weltkrieg und die Zeit danach sind gut wiedergegeben und das Schicksal der Menschen, die diese Zeit miterleben mußten. Nicht nur die Situation der Familie Dornhain ist gut wiedergegeben, auch die der Menschen aus nicht so gut situierten Schichten, die sich in der Zeit nach dem Krieg versuchen müssen sich über Wasser zu halten und zu überleben.
    Der Schreibstil von Micaela Jary gefällt mir sehr gut. Die Bücher, die ich bisher gelesen habe, und auch dieses hier sind flüssig zu lesen und die Personen scheinen authentisch.
    Gerne werde ich weitere Bücher von dieser Autorin lesen!

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