Bücher mit dem Tag "familiengeheimnis"
538 Bücher
- Cornelia Funke
Tintenwelt 1. Tintenherz
(10.918)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneManchmal trifft einen eine Geschichte nicht sofort – sie braucht Zeit, um ihr Herz zu öffnen. So ging es mir mit Tintenherz von Cornelia Funke*. Die ersten Seiten fühlten sich fremd an, fast so, als würde ich vor einer verschlossenen Tür stehen. Ich habe gezweifelt, gezögert – mich sogar gefragt, ob ich vielleicht zu alt geworden bin für diese Art von Magie.
Doch dann, ganz leise, hat sich etwas verändert.
Ab etwa der Mitte begann die Geschichte, mich einzuhüllen wie ein warmer, vertrauter Mantel. Meggie, mit ihrer stillen Sehnsucht, und Mo, der mehr in sich trägt, als Worte je ausdrücken könnten – sie sind mir Stück für Stück ans Herz gewachsen. Und auch Elinor, diese eigenwillige, zunächst so schwer greifbare Figur, entpuppte sich als jemand, den man nicht mehr loslassen möchte.
Ja, es ist ein Kinderbuch. Und ja, man merkt es an der klaren, einfachen Sprache. Aber genau darin liegt seine Kraft. Es braucht keine komplizierten Worte, um etwas Tiefes zu erzählen. Es ist die Atmosphäre, die sich langsam entfaltet, die einen gefangen nimmt – still, aber unaufhaltsam.
Staubfinger und die anderen Fremden wirkten anfangs wie Schatten, die nicht in unsere Welt gehören. Doch je weiter man liest, desto deutlicher wird: Sie sind genau dort, wo sie sein müssen. Und plötzlich verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Geschichte, zwischen Leser und Buch.
Vielleicht hätte ich Tintenherz früher bedingungslos geliebt. Heute liebe ich es anders – mit einem Hauch Wehmut, mit Nostalgie, mit dem Wissen, wie selten solche Geschichten sind. Es hat mich nicht sofort verzaubert. Aber als es soweit war, hat es mich umso tiefer getroffen.
Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das Lesen selbst. An die Magie von Worten. Und an die leisen, kostbaren Momente, in denen eine Geschichte dein Herz findet – ganz egal, wie alt du bist.
- Anna Todd
After love
(2.708)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Love ist der dritte Band der After-Reihe und setzt die turbulente Beziehung zwischen Tessa und Hardin weiter fort. Auch diesmal knüpft die Geschichte direkt an die vorherigen Ereignisse an und begleitet die beiden durch neue Konflikte, emotionale Höhen und Rückschläge.
Wie schon in den vorherigen Teilen lässt sich das Buch sehr flüssig lesen. Anna Todd schafft es, die Kapitel so emotional zu gestalten, dass man weiterlesen möchte. Besonders die intensiven Gespräche und Gefühle zwischen Tessa und Hardin werden wieder sehr eindringlich dargestellt.
Trotzdem bleibt das ständige Hin und Her zwischen den beiden manchmal anstrengend. Einige Konflikte wirken erneut ähnlich zu vorherigen Situationen, wodurch sich manche Szenen etwas wiederholen.
Im Vergleich zum zweiten Band hat mir dieser Teil trotzdem etwas besser gefallen. Zwar gibt es immer noch viel Streit, Missverständnisse und impulsive Entscheidungen, doch die Geschichte wirkt stellenweise reifer. Vor allem Tessa entwickelt sich weiter und beginnt mehr für sich selbst einzustehen. Auch Hardins Vergangenheit und seine Gedanken werden noch stärker beleuchtet, wodurch sein Verhalten teilweise nachvollziehbarer wird.
Fazit:
After Love bleibt emotional und dramatisch. Auch wenn sich manche Konflikte wiederholen, konnte mich die Geschichte durch die intensive Atmosphäre und die Weiterentwicklung der Charaktere stärker überzeugen als Band 2 (auch wenn die ganze Reihe kein Highlight für mich wird). Für Fans der Reihe ist auch dieser Teil lesenswert.
- Veronica Roth
Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
(3.733)Aktuelle Rezension von: julia___4,5/5
Wieder einmal hat mir das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr bildreich und fesselnd geschrieben.
Band 2 ist anders als Band 1: düsterer, ernster und schonungsloser. Es bleibt sehr spannend und abwechslungsreich!
Die Dynamik zwischen Tris und Tobias hat mich manchmal genervt (aber ich bin wahrscheinlich zu alt dafür 😅), aber ansonsten ist Tris ein wirklich starker Charakter. Sie ist tief geschrieben und man fühlt mir ihr.
Ich wurde wieder einmal gut unterhalten und freue mich sehr auf das Finale. Wieder eine klare Empfehlung 😊
- Josephine Angelini
Fates & Furies 1. Starcrossed
(4.650)Aktuelle Rezension von: Gwen21Göttlich verdammt hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Die Geschichte ist spannend, gut geschrieben und die Mischung aus Mythologie, Action und Romantik hat mir richtig gut gefallen. Das Buch baut die Handlung so auf, dass man immer weiterlesen möchte. Das Ende macht neugierig auf die Fortsetzung – ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil zu lesen.
- Lucinda Riley
Die sieben Schwestern
(1.345)Aktuelle Rezension von: Ezmia130Maya ist eine sehr sympathische Hauptfigur, mit vielen Ängsten und einem großen Herz.
Ich liebe die Idee von den sieben Schwestern und den Reisen in die Vergangenheit und kann es kaum erwarten ins nächste Abenteuer zu reisen, doch zu erst erzähle ich euch von Mayas Urahnin Bel (Izabella) und ihrer tragischen Liebe Laurent und ihrem Verlobten.
Die Geschichte von wahrer Liebe und Reisen, Tränen und Tänzen.
Ich wünschte Bel müsste sich nicht zwischen ihrer Pflicht und ihrer Liebe entscheiden!
Maya hingegen ist eine kleine Einsiedlerin, nach dem ihre erste Liebe mit Tränen endete, doch mit dem charmanten brasilianischen Autor könnte es diesmal anders laufen. Und so sucht Maya unter dem Fuße des Christo und der tanzenden Menge nach Hinweisen auf ihre Familie.
- Stieg Larsson
Verblendung
(6.244)Aktuelle Rezension von: Neytiri888Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, war ich direkt drin. Die Charaktere waren mir sympathisch und die Handlung spannend. Ich war so begeistert, dass ich noch während des Lesens die zwei Nachfolgebände gekauft habe, damit ich nahtlos weiter lesen kann, wenn ich mit dem ersten Teil fertig bin.
Larsson hat mich einfach mit der Geschichte um Harriet Vanger und der düsteren Familienchronik gepackt. Die akribische Recherche von Blomkvist fühlte sich an, wie echte Detektivarbeit. Die Beziehung zwischen Blomkvist und Salander und wie sie zueinander finden, einfach toll beschrieben. Der Schreibstil atmosphärisch und packend.
Leider war der Schluss, nachdem das Vangersche Familienrätsel gelöst war, ein echter Stilbruch. Sowohl der Schreibstil änderte sich plötzlich massiv und war nur noch ein einziges Heruntergerattere der Geschehnisse, als auch die Geschichte, die sich nun mit dem Wennerström-Rachefeldzug in einen staubtrockenen Wirtschaftskrimi verwandelte. Die Vorgänge die beschrieben wurden waren teilweise kaum nachvollziehbar (vllt lag es auch daran, dass ich mich mit dem Thema nicht wirklich gut auskenne und nur noch wenige Seiten pro Tag gelesen habe, sodass ich die Handlung erst recht nicht mehr nachvollziehen konnte). Aber alles in allem führte es dazu, dass ich für den kleinsten, letzten Teil des Buches mehrere Wochen gebraucht habe, während ich den spannenden Hauptteil in wenigen Tagen verschlungen habe.
Die Nachfolgebände sind nun hier und ich werde sie lesen, aber meine Motivation hält sich momentan in Grenzen. Ich hoffe sehr, dass Larsson dort wieder zu seinem "guten" Schreibstil zurück findet!
- Lucinda Riley
Die Sturmschwester
(909)Aktuelle Rezension von: SarahWants2ReadWorum geht es?: Ally d’Aplièse steht an einem Wendepunkt: Ihre Karriere als Seglerin strebt einem Höhepunkt entgegen, und sie hat den Mann gefunden, mit dem sich all ihre Wünsche erfüllen. Da erhält sie völlig unerwartet die Nachricht vom Tod ihres geliebten Vaters. Ally kehrt zurück zum Familiensitz am Genfer See, um den Schock gemeinsam mit ihren Schwestern zu bewältigen. Sie alle wurden als kleine Mädchen adoptiert und kennen den Ort ihrer Herkunft nicht. Aber nun erhält Ally einen mysteriösen Hinweis durch ein Buch in der Bibliothek ihres Vaters – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in das raue Land im Norden. Dort wird sie ergriffen von der Welt der Musik, mit der sie tiefer verbundener ist, als sie es je hätte ahnen können. Und Ally begreift zum ersten Mal im Leben, wer sie wirklich ist ...
Das Cover: Das Cover von "Die Sturmschwester" ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Es fügt sich perfekt in die Gestaltung der anderen Bände der Reihe ein und vermittelt mit seinem etwas düsteren Ton genau die Stimmung, die zum oft tristen Wetter Norwegens passt. Die Atmosphäre, die das Cover ausstrahlt, harmoniert wunderbar mit der Geschichte, auch wenn es insgesamt etwas dunkler wirkt als erwartet.
Der Schreibstil: Lucinda Riley bleibt ihrem vertrauten Schreibstil treu. Das Buch wird zum einen aus der Gegenwartsperspektive von Ally erzählt, zum anderen begleitet man Jens Halvorson und später seine Frau Anna in der Vergangenheit. Besonders überraschend war für mich, dass die Geschichte von Jens und Anna noch weitergeführt wurde und plötzlich eine weitere Generation in den Fokus rückte – das hat mich kurz verwirrt, wurde aber letztlich sehr stimmig ineinander verwoben. Trotz der gelungenen Verknüpfung beider Erzählstränge hat mir in diesem Band die Leichtigkeit gefehlt, die ich aus anderen Büchern der Autorin kenne. Selbst die Liebesgeschichte bleibt eher kurz und ist von einer tragischen Note geprägt.
Die Hauptfiguren: Ally, die zweite Tochter der Familie d’Aplièse, steht im Mittelpunkt der Gegenwartshandlung. Nach dem Tod ihres Vaters hatte sie eigentlich kein Interesse daran, ihre leibliche Familie zu suchen. Doch sie steckt in einer tiefen Krise, weiß nicht, wohin ihr Weg sie führen soll, und selbst in ihrem Beruf als Seglerin ist sie unsicher geworden. Ally hat bereits so viel durchgemacht, und nach Pa Salts Tod dachte ich, es könne kaum noch tragischer werden – doch Lucinda Riley setzt hier emotional noch einen drauf. Trotz ihrer anfänglichen Unsicherheit und Schwere wächst Ally einem im Verlauf der Geschichte ans Herz, und man wünscht ihr nur das Beste.
Endfazit: "Die Sturmschwester" bleibt eine schöne Fortsetzung der Reihe, auch wenn sie für mich nicht ganz an den ersten Band heranreicht. Die fehlende Leichtigkeit und einige etwas langatmige Passagen haben meinen Lesefluss gelegentlich gebremst. Dennoch ist die Geschichte spannend erzählt, besonders das Ende, und Ally ist eine Figur, die man gern begleitet. Ich bin gespannt auf die weiteren Bände und darauf, wie sich die Geschichten der Schwestern weiterentwickeln.
Das Buch erhält von mir gute 3,5 von 5 Sternen.
- Lucinda Riley
Das Orchideenhaus
(2.826)Aktuelle Rezension von: dodo2025Mir hat das Buch nicht so gut gefallen, es sind mir zu viele Personen drin vorgekommen und es zog sich so in die Länge. Der Schreibstil ist nach wie vor gut von Lucinda Riley, aber das Buch mit der Geschichte hat mich nicht gekriegt. Der Anfang war noch interessant und spannend, aber das gab sich schnell, leider.
- Susanne Abel
Stay away from Gretchen
(636)Aktuelle Rezension von: 4nniDieses Buch ist eine wundervolle Geschichte mit vielen wichtigen und vor allem realen Details, die wahrscheinlich nicht jedem bekannt sind.
Die ersten 100 Seiten waren für mich allerdings wirklich schwer zu lesen. Jeden Abend habe ich mich gefragt, ob ich weiterlesen möchte, weil die Realität damals einfach so brutal war. Krieg, Flucht, Gewaltverbrechen. Nach dem ersten Drittel wurde die Geschichte etwas sanfter.Nicht weniger traurig und herzzerreißend, aber es gab auch schöne Momente. Und Gretas rotzige Art hat die Handlung das ein oder andere Mal angenehm aufgelockert.
Besonders gelungen fand ich die Zeitsprünge zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Gegenwart, den leider immer noch aktuellen Bezug zur Flüchtlingspolitik sowie die Perspektive des Sohnes Tom. Sein geerbtes Trauma und die Verantwortung für seine demenzkranke Mutter haben mich beeindruckt und gleichzeit auch sehr mitgenommen.
Auch wenn es sich um ein Roman handelt, steckt in diesem Buch unglaublich viel Geschichte, Recherche und vor allem Wahrheit.
Leider gibt es immer weniger Zeitzeugen, die ihre Erlebnisse mit uns teilen können. Auch meine Großeltern sind inzwischen verstorben, und meine Eltern sind mehr oder weniger meine einzigen verbliebenen Quellen, wenn es darum geht, diese Geschichten weiterzutragen.
Allein aus diesem Grund wird „Stay Away from Gretchen" für immer einen festen Platz in meinem Bücherregal haben. Und irgendwann, wenn sie alt genug sind, werde ich es auch meinen Kindern ans Herz legen.
Ein Meisterwerk eines Geschichtsromans. - Kristin Harmel
Solange am Himmel Sterne stehen
(797)Aktuelle Rezension von: LesebegeisterteRose hat Alzheimer und bald schon wird sie sich nicht mehr an ihre große Liebe erinnern können. Deshalb bittet sie ihre Enkelin sich auf die Suche nach diesem Mann zu machen.
Jener Mann, dem ihr Herz seit 1942 gehört.
Oh, mein Gott….. diese paar Sätze reichen ja wohl um jedes Frauenherz höher schlagen zu lassen oder ?
Ein total gefühlvoller Roman. Ich war hin und weg!!! Das Thema Alzheimer wird sehr realistisch und dramatisch beschrieben. Ich bin begeistert! Aber Achtung, ich würde empfehlen beim Lesen Taschentücher bereit zu halten.
- Kate Morton
Der verborgene Garten
(1.212)Aktuelle Rezension von: Ms_ViolinAls die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.
Kate Morton bietet ja normalerweise eine gelungene Mischung aus Familiendrama und Kriminalroman, gerne mit mindestens einer Liebesgeschichte und durch verschiedene Zeitebenen miteinander verwoben. Allerdings sind die Bücher dadurch (und auch ihre meist nicht gerade geringe Seitenzahl) keine Leichtgewichte und ich muss in der richtigen Stimmung für sie sein.
Das war jetzt mal wieder der Fall und ich habe mich auf die Abenteuer von Cassie, Nell, Eliza und all den anderen, mit ihnen verbundenen, Figuren eingelassen.Obwohl ich schnell in der Geschichte angekommen bin, war ich zwischendurch doch ein wenig von all den Figuren (und den mit ihnen verbundenen Zeitebenen), die wir schließlich verfolgen, erschlagen und so fesselnd der Schreibstil im Großen und Ganzen auch wieder war und so sehr ich all die Rätsel rund um diese Familiengeschichte lösen wollte, empfand ich viele Stellen als zu ausschweifend oder sogar zäh und hätte mir oft gewünscht, dass alles ein wenig zügiger voran geht.
Dabei schafft Kate Morton es trotzdem wieder meisterlich, falsche Fährten zu legen und wieder ganz neue Wendungen einzubauen, wenn ich schon glaubte, endlich alles durchschaut zu haben.Leider wurde aber nicht alles komplett aufgelöst, wobei wir tatsächlich mehr erfahren als die verschiedenen Figuren, sodass wir z.B. genau erfahren, was Eliza zugestoßen ist, während Cassandra nur Vermutungen anstellen kann. Aber auch an einigen anderen Stellen hätte ich mir noch ein klein wenig mehr Erklärung bzw. Auflösung gewünscht (auch für die einzelnen Figuren), wo Dinge nur angedeutet wurden.
Fazit: Die Sogwirkung des Schreibstils hat mich wieder überzeugen können und auch die Wendungen waren meisterlich, aber es gab auch einige Längen und nicht alles wurde für uns - und schon gar nicht für die Figuren - komplett aufgelöst. (3,5 Sterne)
- Lucinda Riley
Die Mondschwester
(474)Aktuelle Rezension von: BuechervorhersageTiggy war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist freundlich, sehr empathisch und hat einen sechsten Sinn. Ihre Wahlheimat in Schottland bei den Wildtieren passt zu ihr und es wirkt anfangs sehr idyllisch. Doch dann zieht Tiggy auf einmal menschliche Dramen an und beschließt spontan zu verschwinden und stattdessen ihre Herkunft in Spanien zu erforschen. Dort muss sie auch nicht lange nach ihrer Verwandtschaft suchen. Die Geschichte in der Vergangenheit gibt einen guten Einblick in das Leben der Romastämme, doch ich muss sagen, dass mir ihre Großmutter und ihr Urgroßvater sehr unsympathisch waren. Nicht umsonst gibt es den Spruch Erfolg verdirbt den Charakter. Das Ende hat noch eine süße flauschige Überraschung bereitgehalten, die ich ganz schön fand. Insgesamt hat mir die Geschichte und das Setting besser gefallen als im vorherigen Band, aber einige Charaktere haben mich gestört und unnötig viel Drama eingestreut.
- Simon Beckett
Der Hof
(700)Aktuelle Rezension von: Julia_TaubDas Buch war so spannend das meine Fragen die sich im laufe der Geschichte aufgekommen sind, erst auf der letzten Seite komplett beantwortet wurde. Das finde ich an einem Thriller richtig gut, das dadurch die Spannung aufrecht erhalten wird und ich mir einen Teil der Geschichte erst im Kopf zusammenstellen kann und am Ende herauszufinden ob es stimmt oder komplett was anderes ist. Der Schreibstil ist unglaublich gut gehalten worden, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
- Charles Dickens
Große Erwartungen
(242)Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow𝐆𝐫𝐨ß𝐞 𝐄𝐫𝐰𝐚𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 ist ein Roman den ich schon länger lesen wollte, seit ich den Trailer zu der Verfilmung von 2012 gesehen habe. Aber vor dem Film, erst das Buch, dachte ich mir. Ich finde Charles Dickens passt gut in die Weihnachtszeit und deswegen habe ich es mir für diesen Monat aus der Bücherei ausgeliehen.
In der Geschichte geht es um den Waisenjungen Pip und wie er durch einen unbekannten Gönner in den Genuss von Bildung und Aussicht auf Wohlstand kommt und dabei auf so manches Hindernis stößt.
Das Buch war ein ganzes Stück Arbeit.
Es umfasst etwa 600 Seiten und das ist lang für einen Klassiker. Die lesen sich nie schnell weg und ich wollte zwischendurch lieber andere Bücher lesen. Aber bei Klassikern muss man am Ball bleiben.
Dabei enthält der Roman allerlei interessante Figuren und Themen.
Da hätten wir die geisterhafte Miss Havisham. Am Hochzeitstag verlassen, vegetiert diese in ihrem Brautkleid vor sich hin und verlässt nie ihre Villa, die noch immer für den großen Tag vorbereitet ist. Unter Spinnenweben und Schimmel, versteht sich.
Pip’s Leben beginnt sich zum Guten zu wenden, als er zu Miss Havishams Unterhaltung eingeladen wird. Dort trifft er auf die gleichaltrige Estella, in die er sich sofort verliebt. Aber Estella ist kaltherzig und arrogant.
Auch ein entflohener Sträfling, den Pip unter Nötigung geholfen hat, spielt immer wieder ein Rolle, genauso wie der furchterregende Anwalt Mr. Jaggers.
Aber unsere Hauptfigur ist Pip, den wir durch verschiedene Lebensphasen begleiten. Er steigt auf und fällt, wird sich im klaren darüber was im Leben wirklich zählt, leistet Wiedergutmachung und beweist sein gutes Herz.
Nicht ganz nachvollziehbar fand ich seine Liebe zu Estella, die allein auf ihrer Schönheit beruht und die allenfalls Ehrlichkeit und die Loyalität gegenüber Miss Havisham als gute Eigenschaften zu bieten hat. Das hat allerdings einen sehr interessanten Grund.
Was mich aber überzeugen konnte, waren die warmherzigen Männerfreundschaften in dieser Geschichte.
Leider fand ich, dass der Roman einige Längen aufweist und recht ausschweifend geschrieben ist. Manche Figuren waren aufgrund ihrer Ausdrucksweise derart schwer zu lesen, dass ich diese Zeilen, manchmal nur überflogen habe.
Abgesehen davon ist es aber eine sehr schöne Geschichte über Moral mit geradezu märchenhaften Passagen, einigen Überraschungen und einem wunderbaren, versöhnlichen Ende. Sicher nicht mein letzter Charles Dickens Roman.
- Charlotte Link
Die Betrogene
(604)Aktuelle Rezension von: norahildegardKate Linvilles erster Fall (für mich schon ihr zweiter) und was soll ich sagen? Was ein Buch! Ich wusste vorher schon, dass ich Charlotte Link und ihre Art, Geschichten zu erzählen, mochte. Doch spätestens jetzt bin ich mir sicher, dass ich es liebe!
Das Buch war durchweg spannend, absolut nicht vorhersehbar und obwohl manches banal erschien, war es dann doch irgendwie wichtig. Das Ende habe ich bis kurz vor knapp so gar nicht kommen sehen, fand es aber definitiv einen gelungenen Plottwist, der auch nicht zu weit hergeholt, sondern genau passend war!
Ein kleiner Minuspunkt war die Länge. Während der Großteil des Buchs absolut spannend waren, gab es doch die ein oder andere Stelle, die zwar viel Liebe zum Detail hatte, bei der dann aber doch einfach um den heißen Brei geredet wurde. Hier und da hätte eine Kürzung vermutlich nicht weh getan, wobei ich auch sagen muss, dass ich besonders die Nebenhandlung super interessant fand — hab mich immer gefreut, wenn sich ein neues Kapitel darum handelte!
Wer mal ein Buch von Charlotte Link lesen will oder eine neue Thrillerautorin zum durchsuchten sucht, macht mit "Die Betrogene" sicherlich nichts falsch!
- Lucinda Riley
Der verbotene Liebesbrief
(362)Aktuelle Rezension von: LangeweileKlappentext:
Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt,trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt in der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch ein Liebesbrief, voller mysteriöse Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt – den Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison ist ein ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann….
Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen präsentiert, wobei der Part in der Gegenwart den größten Raum einnimmt.Zuerst fand ich das Buch äußerst spannend und interessant, was sich aber im weiteren Verlauf änderte. Die Geschichte brachte immer mehr Personen ins Spiel, welche zwar nicht von wesentlicher Bedeutung waren, jedoch für zunehmende Verwirrung sorgten.
Immer mehr erschien mir unrealistisch, ein Beispiel von vielen ist ,dass der Geheimdienst wohl kaum bemüht ist,uneheheliche Kinder des Königshauses zu vertuschen.
Ich kenne und liebe die Romane der Autorin, dieser konnte mich jedoch überhaupt nicht überzeugen, daher von mir leider nur zwei Sterne.
- Lucinda Riley
Die Schattenschwester
(721)Aktuelle Rezension von: Buechervorhersage4,5 Sterne
Auf die Geschichte der ruhigen Star, die bisher immer nur im Schatten ihrer Schwester aufgetaucht ist, war ich sehr gespannt. Es war schön zu lesen, wie sie über sich hinauswächst und mutiger wird. Sie trifft auf sehr interessante Charaktere, denen sie ans Herz wächst, und findet einen Ort, der besser zu ihr passt als die Großstadt. In dieser Geschichte fühlte sich der Gegenwartsstrang etwas präsenter an als in den vorherigen Bänden, was mir gut gefallen hat. Der Vergangenheitsstrang war jedoch sehr verwirrend und am Ende war es schwer nachzuvollziehen, mit dem sie auf welche Art und Weise verwandt ist. Trotzdem hat mir das Ende gut gefallen.
- Charlotte Link
Das andere Kind
(770)Aktuelle Rezension von: Monalisa73In der beschaulichen nordenglischen Küstenstadt Scarborough wird eine Studentin grausam erschlagen aufgefunden. Monatelang tappen die Ermittler im Dunkeln, doch dann geschieht ein ähnlicher Mord. Und die ehrgeizige Polizistin Valerie Almond versucht krampfhaft eine Verbindung zwischen den beiden Opfern herzustellen, was jedoch kaum gelingt. Außerdem verbeißt sie sich zu sehr an das Zerwürfnis innerhalb der Familie der Toten. Zu spät erkennt sie, dass ganz andere Ursachen der Auslöser war und sie tief graben muss um hinter alles zu kommen, bis weit in die Vergangenheit hinein sogar soweit bis in die Jahre des zweiten Weltkrieges.
Es ist ein sehr spannender Krimi, mit vielen Strängen, die geschickt miteinander verwoben sind. Als Leser wird man bis fasst zum Ende hin, immer hin und her geleitet wer wohl der Täter sein könnte, man tappt genauso wie die Polizei im Dunkeln, was das mit Rätzeln sehr interessant macht und eventuell zu schlaflosen Nächten führen kann. Es hat eine sehr große Sog-Wirkung, ich konnte es kaum aus der Hand legen, bei den ganzen aufregenden Szenen und den vielen Geheimnissen, die erst nach und nach erzählt werden. Sehr bildhaft geschrieben, so dass man doch am Abend selber schaut ob alle Türen verschlossen sind.
- Corina Bomann
Die Schmetterlingsinsel
(478)Aktuelle Rezension von: FutziwitchDiana ist am Boden zerstört denn sie findet heraus dass ihr Mann sie betrügt ausserdem hat ihre Grosstante einen Schlaganfall erlitten , am Sterbebett offenbart Emmely ihr dass auf ihrer Familie ein uraltes Geheimnis lastet und sie möchte dass Diana dieses Geheimnis lüftet. Also reist sie nach Sri Lanka um hinter dieses Geheimnis zu kommen. In der Ferne lüftet Diana Schritt für Schritt die Geschichte die zu ihrer Familie gehört aber das ist nicht das einzige was Diana dort findet .
- Mechthild Gläser
Die Buchspringer
(683)Aktuelle Rezension von: LeseEule28Obwohl ich der Zielgruppe altersmäßig deutlich entwachsen bin, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es wurde mir von meiner Tochter empfohlen. Die fantasievolle Geschichte hat mich gut unterhalten und ich habe mit der jugendlichen Protagonistin mitgefiebert. Sprache und Story sind für Jugendliche angemessen.
- Mary Simses
Der Sommer der Blaubeeren
(675)Aktuelle Rezension von: Linda7820Ellen Branford ist eine talentierte Anwältin aus New York, die nicht nur wunderschön und beliebt ist, sondern auch kurz vor ihrer Traumhochzeit mit dem erfolgreichen Anwalt und Politikersohn Hayden Croft steht. Als ihre Großmutter sie kurz vor ihrem Tod bittet, einen Brief an einen gewissen Chet Cummings in dem kleinen Ort Beacon in Maine zu überbringen, begibt sich Ellen auf eine unerwartete Reise in eine andere Welt. Beacon ist der Heimatort ihrer Großmutter, und Chet war anscheinend ihre Jugendliebe.
Ellen plant, nur für zwei Tage zu bleiben, um Chet den Brief zu übergeben, in dem sich ihre Großmutter für vergangene Ereignisse entschuldigt. Doch die zwei Tage reichen nicht aus, denn plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ellen stürzt in einen Steg und wird fast ertrunken, bis sie von dem attraktiven Roy Cummings, dem Neffen von Chet, gerettet wird. Zu allem Überfluss erfährt sie, dass Chet kürzlich verstorben ist.
Ellen entdeckt das Elternhaus ihrer Großmutter und findet heraus, dass diese eine talentierte Malerin war – eine Tatsache, die ihrer Familie bisher unbekannt war. Fasziniert von der Vergangenheit ihrer Großmutter und deren Beziehung zu Chet, begibt sich Ellen auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei erkennt sie, dass sie nicht nur die Geschichte ihrer Großmutter erforscht, sondern auch ihre eigene Identität und ihr Glück finden möchte.
Die Frage, für welchen Mann sie sich entscheiden soll, wird für Ellen immer drängender.
Das Buch ist einfach großartig und eignet sich perfekt für den Sommer. Es lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern auch dazu, die Rezepte für die köstlichen Blaubeermuffins auszuprobieren. Ellen wird dem Leser sofort sympathisch, und die Entdeckung der Geschichte ihrer Großmutter ist äußerst fesselnd. Die Autorin thematisiert die Frage nach den wahren Werten im Leben, die das Glück der Menschen ausmachen. Mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Charme, Heiterkeit und Ernsthaftigkeit der Charaktere gelingt es ihr, die Leser in die Protagonisten hineinzuversetzen. - Karen Rose
Dornenmädchen
(299)Aktuelle Rezension von: Mia80Nachdem die „Tränen“ Trilogie ein Highlight für mich war, war ich optimistisch gestimmt, um mich an die „Dornen“ Reihe zu wagen, die mich bisher aufgrund der extrem dicken Wälzer abgeschreckt hatte.
„Dornenmädchen“ ist mit 880 in Minischrift bedruckten Seiten definitiv das dickste Buch, welches ich seit langem gelesen habe. Die Stimmen zu diesem Thriller sind überwiegend positiv und ich bin überrascht sagen zu müssen, dass ich „Dornenmädchen“ nur mittelmäßig fand. Es hat viele Seiten und liest sich leider genauso. Sehr langatmig und ausschweifend. Kurios ist auch, dass bis Seite 400 zum Beispiel erst ein Tag in der Zeitrechnung der Handlung vergangen ist.
Im Zentrum steht Therapeutin Faye, die von einem Stalker aufs Übelste verfolgt wird. Als sie unter neuem Namen einen Neustart wagt, wartet das Grauen bereit auf sie. Zunächst läuft ihr eine verletzte Frau vors Auto und dann werden Leichen in ihrem Haus gefunden.
Der Fall um die entführten Frauen ist spannend und schockierend brutal. Es gelang der Autorin sehr erfolgreich, die Identität des Täters undurchsichtig zu halten. Ich war mir lange nicht sicher, wer es ist. Nachdem die Identität dann allerdings endgültig gelüftet ist, ging das Buch für meinen Geschmack noch zu lange weiter.
Bedauerlicherweise war es immer wieder so, dass jedes Mal, wenn ich das Gefühl hatte, die Handlung zieht an, das nächste langatmige Kapitel dazwischen kam.
Die Liebesgeschichte konnte mich diesmal auch überhaupt nicht überzeugen. Ich fand das Geschmachte zwischen Faye und Gideon eher zum Fremdschämen schwülstig und die Emotionen sind bei mir null angekommen.
Für mich war „Dornenmädchen“ eher eine Quälerei als ein Genuss und ich war froh, als ich endlich bei der letzten Seite angekommen war.
- Nele Neuhaus
Böser Wolf (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 6)
(808)Aktuelle Rezension von: PMelittaMIm Main wird die Leiche einer Jugendlichen gefunden, aber niemand scheint sie zu vermissen. Eine Fernsehmoderatorin wird gefoltert und dabei lebensgefährlich verletzt, eine weitere Frau stirbt unter Qualen. Trotz Hitzewelle haben die Ermittler des K11 viel zu tun.
Der sechste Band der Reihe nimmt sich eines Themas an, das einen nicht kalt lässt, das aber leider existiert, und das, wie die Autorin in der Danksagung schreibt, nicht vergessen werden darf, auch, oder gerade, weil es oft hinter verschlossenen Türen stattfindet und nicht immer einen Weg nach außen findet: Kindesmisshandlung und -missbrauch. Dass das das Thema des Romans sein wird, wird schnell klar, die tatsächlichen Ausmaßen erfährt man allerdings erst nach und nach.
Natürlich gibt es auch wieder das eine oder andere Private, vor allem bei Pia Kirchhoff. Eine Enkelin ihres Lebensgefährten kommt zu Besuch, und auf einem Klassentreffen trifft sie ihre alte Freundin Emma wieder. Dass beide nicht umsonst eingeführt werden, kann man sich da fast schon denken.
Der Roman liest sich spannend, von Anfang an machte ich mir Gedanken und war auch schnell emotional beteiligt. Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt, nicht nur auf Seiten der Ermittler:innen sondern auch auf Seiten von Opfern oder anderweitig Involvierten. Als Leser:in ahnt oder weiß man so einiges vor den Ermittler:innen. Das hat für mich die Spannung eher noch erhöht, denn man ist nahe bei Menschen, die in Gefahr kommen, während im Kommissariat teilweise noch andere Theorien auf dem Tisch lagen.
Der sechste Band der Reihe dreht sich um ein furchtbares, aber leider reales Thema, für das durchaus mehr Bewusstsein geschaffen werden sollte. Vielleicht trägt der Roman ein bisschen dazu bei. - Cecelia Ahern
Ich schreib dir morgen wieder
(1.102)Aktuelle Rezension von: ScriptumFelicisLeider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen und das lag vor allem an dieser schrecklichen und egozentrischen Protagonistin. Tamara Goodwin ist eine verwöhnte, undankbare, vorlaute und rotzfreche Göre, die mir einfach nur höllisch auf den Senkel gegangen ist. Sie soll scheinbar 17 Jahre alt sein und gemäß ihren Aussagen fühlte sie sich doppelt so alt – im wahrsten Sinne des Wortes sagte sie «Aber in den letzten Monaten bin ich um Jahre gealtert.». Ah ja? Wo denn? Sie verhält sich wie eine Zwölfjährige, die mit der Situation und ihren Gefühlen nicht klarkommt. Von Reife keine Spur. Von den elendig langen Monologen und Erzählungen ganz zu schweigen. Es war zum Haareraufen.
Von allen anderen Charakteren waren höchstens noch ihre Tante und die Klosterschwester (ich glaube, ihr Name war Schwester Ignatius) interessant, da die beiden Personen etwas Geheimnisvolles umgaben. Die Tante im negativen und die Klosterschwester im positiven Sinne. Mehr kann ich dazu, aufgrund der Spoilergefahr, nicht verraten.
Die Idee fand ich eigentlich recht interessant. Ich meine: Ein Tagebuch, dass die Zukunft zeigt? Das ist doch wirklich interessant. Leider war die Umsetzung mies, nicht sonderlich spannend oder gut durchdacht. Über das Tagebuch erfährt man nicht wirklich viel. Es ist einfach da. Woher es kommt? Wie es funktioniert? Das erfährt der Leser mit keiner Silbe. Es ist da. Punkt. Komm damit klar. Und Tamara selber hegt keinerlei Ambitionen hinter das Geheimnis des Tagebuchs zu kommen. Sehr schade.
Die Geschichte an sich ist größtenteils langweilig und fade. Die Handlung plätschert vor sich hin und es geschieht nicht wirklich viel Interessantes. Stattdessen verliert sich die Autorin in Nebensächlichkeiten und vielen Wiederholungen. Die interessanten Dinge werden auf die letzten 100 Seiten gepresst. Plötzlich geht alles Schlag auf Schlag und das gut behütete Familiengeheimnis wird gelüftet. Bäm! Da hast du es! … Äh? Warum? WARUM tut die Autorin denn sowas? Ich begreife es nicht. Dieses Familiengeheimnis wäre ein toller Spannungsbogen gewesen, der sich durch die gesamte Geschichte hätte ziehen können. Aber nein, warum auch?
Der Schreibstil an sich – tja… Da die Geschichte aus Tamaras Sicht geschrieben wurde, passte der Schreibstil hervorragend zu dieser unreifen 17-Jährigen. Sorry, ich weiß, ich höre mich gerade sehr herablassend an, aber diese Hauptprotagonistin hat mir total die Geschichte vermiest. Ich kann ihr kaum etwas Positives abgewinnen – zumindest hatte sie mich gegen Ende etwas milder gestimmt und sie schien tatsächlich etwas reifer geworden zu sein.
Fazit:
Die unausstehliche Protagonistin und eine größtenteils langweilige Geschichte… Ich bin echt enttäuscht. Diese Geschichte hätte spannend werden können.























