Bücher mit dem Tag "familiengeschichte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "familiengeschichte" gekennzeichnet haben.

1.235 Bücher

  1. Cover des Buches Rubinrot (ISBN: 9783401506005)
    Kerstin Gier

    Rubinrot

    (14.323)
    Aktuelle Rezension von: traumweltenwanderer

    ... eine chaotische Kombination, mit der sich die 16-jährige Gwendolyn plötzlich auseinandersetzen muss. Denn sie ist die Letzte im Kreis von 12 Zeitreisenden, mit denen sich eine Londoner Geheimloge befasst. Genau diese ultrageheime Geheimloge macht Gwendolyn nun das Leben schwer. Da hilft es auch nicht, dass sie einen Zeitreisebegleiter hat - der sieht nämlich unverschämt gut aus und bringt Gwen fast die ganze Zeit auf die Palme.

    Schon seit Jahren ist die Edelsteintrilogie eine meiner liebsten Reihen. 

    Denn es steht fest:

    1. Man lacht, fühlt und fiebert mit.

    2. Die Zeit vergeht wie im Flug und

    3. Man merkt überhaupt nicht, dass man liest.

    Sympathische, liebenswürdige Charaktere mit Macken zum Gernhaben machen es einem leicht, in dieser magischen Welt zu versinken. Dazu kommt ein humorvoller und leichter Schreibstil, der einen durch die Seiten zieht. Es wurde nie langweilig und ehe man sich versieht, ist das Buch auch schon zu Ende.

    Am besten hat man dann sofort den zweiten Teil parat, denn den Cliffhanger kann man so einfach nicht stehen lassen. Spannend, humorvoll und voller Gefühl.

    Außerdem: Parallelen zur Verfilmung findet man auf jeden Fall, wenn auch nicht zu 100%.

  2. Cover des Buches Sturz der Titanen (ISBN: 9783404166602)
    Ken Follett

    Sturz der Titanen

    (1.302)
    Aktuelle Rezension von: _seitenreise_

    Ich weiß nicht, ob Sturz der Titanen das ideale Weihnachtsbuch ist – schließlich taucht man tief in den Ersten Weltkrieg ein. Aber wann hat man sonst schon einmal so viel Zeit, um sich ganz in Ruhe auf einen 1000-Seiten-Schmöker einzulassen?

    Ken Follett hat diese besondere Gabe, einen schon nach wenigen Seiten mitten ins Geschehen zu ziehen. Ja, zu Beginn gibt es viele Schauplätze und zahlreiche Figuren, die man erst einmal einordnen muss. Doch erstaunlich schnell fiebert man mit allen mit, lernt sie zu lieben oder zu hassen und begleitet sie auf einer intensiven Reise durch einen dunklen Abschnitt der Weltgeschichte.

    Das Buch ist stellenweise harte Kost. Der Erste Weltkrieg wird eindringlich und schonungslos geschildert, und die Schrecken, die die Menschen erleiden mussten, gehen nahe. Gleichzeitig war dieses Buch für mich besser als jede Geschichtsstunde. Die Recherche ist unfassbar gut – jede historische Begebenheit, jede reale Persönlichkeit und jeder Schauplatz sind sorgfältig eingebettet. Man merkt auf jeder Seite, wie fundiert und durchdacht dieses Buch ist.

    Besonders spannend fand ich die unterschiedlichen Perspektiven: England, Russland, die USA – dadurch versteht man politische Zusammenhänge, Entscheidungen und Entwicklungen viel besser, auch wenn man bei den vielen politischen Manövern aufmerksam lesen muss.

    Großartig ist zudem, wie Ken Follett die Lebenswege seiner Figuren miteinander verwebt. Ihre Geschichten kreuzen sich nach und nach, ohne konstruiert zu wirken. Alles hängt zusammen, alles greift ineinander, sodass man nie das Gefühl hat, mehrere getrennte Handlungsstränge zu lesen.

    Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Für meinen Geschmack hätten einige Passagen – vor allem die sehr detaillierten Beschreibungen von Waffen, Strategien und Gefechten – etwas kürzer ausfallen können. Auch wenn ich Folletts Detailverliebtheit schätze, war mir das stellenweise etwas zu viel.

    Fazit: Sturz der Titanen ist ein eindrucksvoller, spannender und lehrreicher Auftakt der Jahrhundert-Saga, die ihren Namen mehr als verdient. Habt keine Angst vor den 1000 Seiten – sie lohnen sich wirklich. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, auch wenn ich jetzt erst einmal wieder etwas leichtere Kost brauche.


  3. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442717415)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (1.080)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    Endlich habe ich mich an dieses so hochgelobte Buch herangetraut und hatte anfangs wirklich meine Schwierigkeiten damit. 

    "Die Geschichte der Bienen" wird in drei Erzählebenen näher gebracht. Wir erfahren von William, der in der Vergangenheit versucht, ein neuartiges Forschungsprojekt zu entwickeln. 

    In der Gegenwart folgen wir George bei seiner Imker-Tätigkeit. Dessen Sohn hat leider nicht den Ansporn, den Hof irgendwann zu übernehmen. 

    In der Zukunft treffen wir auf tao, die als Arbeiterin die Blüten von Hand bestäubt, denn Bienen gibt es schon lange nicht mehr. 

    Ich hatte keine Probleme in die Geschichte einzutauchen, doch ich hatte Probleme damit, mein Interesse aufrecht zu halten. Glücklicherweise hatte ich eine lange Zugfahrt vor mir, sodass ich einen Großteil der Geschichte in der Bahn lesen konnte. Ich wüsste nicht, wie sich mein Interesse ohne diese Rahmenbedingungen hinentwickelt hätte. Den Schreibstil fand ich super, das war es also nicht, aber die Geschichten waren nicht ergreifend genug und doch lag eine Schwere in den Seiten. Das Bienensterben allein ist schon tragisch, aber auch die menschlichen Geschichten hatten nie einen positiven Beigeschmack. Alles war dunkel, ohne dass es mich richtig bewegt hätte und das sollte es allerdings durchaus tun. Denn das Thema ist sehr wichtig. 

    Das Positive am Buch war, dass es mein Interesse an den Bienen geweckt hat. Ich vermute, dass geht Vielen beim Lesen so. Ich habe nebenher ein paar Dokus angesehen und werde mit Sicherheit mich noch mehr freuen, wenn ich nächsten Frühling/Sommer ein paar Bienen zu Gesicht bekomme. 

    Außerdem fand ich das Ende schön. Wie sich alle drei Geschichten und somit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verflochten haben. Nur war es bis dahin sehr zäh.

    Ich weiß nicht, ob ich das Buch wirklich empfehlen könnte. Vielleicht gibt es bessere Romane über Bienen, geschadet hat es mir aber auch nicht. Nur hat mich das Buch nicht wirklich mitgerissen und meine Lesefreude hielt sich in Grenzen. 

  4. Cover des Buches Buddenbrooks (ISBN: 9783596712731)
    Thomas Mann

    Buddenbrooks

    (2.422)
    Aktuelle Rezension von: eight_butterflies

    Thomas Manns „Die Buddenbrooks“ ist weit mehr als nur die Geschichte einer Lübecker Kaufmannsfamilie. Es ist ein fein gewebtes Panorama des bürgerlichen Lebens um die Mitte des 19. Jahrhunderts und zugleich ein psychologisch präzises Porträt des langsamen, unausweichlichen Verfalls.

    Von den ersten Seiten an spürt man den Reichtum an Details, die festlichen Tafeln, das solide Geschäft, die scheinbar unerschütterlichen Werte der Familie. Doch unter der Oberfläche arbeitet bereits die wirtschaftliche, gesellschaftliche, vor allem aber innerliche Erosion. Mit jeder Generation verlieren die Buddenbrooks ein Stück ihrer Kraft, ihrer Lust am Leben, ihrer Fähigkeit, den eigenen Anspruch zu tragen.

    Thomas Mann schreibt mit einer Mischung aus ironischer Distanz und tiefer Empathie. Die Figuren sind lebendig, mit Eigenheiten und Widersprüchen, die man nicht vergisst. Der ehrgeizige, aber zermürbte Thomas. Der lebenslustige Christian, der sich dem Ernst verweigert. Die willensstarke Tony, die zwischen Familienpflicht und persönlichem Glück zerrieben wird.

    Der Roman ist stellenweise ausufernd. Mann nimmt sich Zeit für Gesellschaftsszenen, Geschäftsprotokolle, ausführliche Dialoge. Wer bereit ist, sich diesem gemessenen Erzählrhythmus zu überlassen, wird jedoch belohnt mit einer Sprachkunst, die Beobachtungen so präzise setzt wie Pinselstriche in einem Gemälde.

    Für mich ist „Die Buddenbrooks“ ein Buch, das weniger durch dramatische Höhepunkte fesselt als durch seine stille Konsequenz. Der Niedergang wirkt nicht wie eine Katastrophe, sondern wie etwas Naturgegebenes, so leise wie der Wechsel der Jahreszeiten und doch unausweichlich.


  5. Cover des Buches Die sieben Schwestern (ISBN: 9783442479719)
    Lucinda Riley

    Die sieben Schwestern

    (1.328)
    Aktuelle Rezension von: Lesefieber22

    Als der Adoptivvater von Maia und ihren Schwestern stirbt, hinterlässt er jeder einen Umschlag mit den Hinweisen zu Ihrer Herkunft. Maias Reise führt sie nach Rio de Janeiro, wo sie sich mit der Hilfe eines befreundeten Schriftstellers auf die Suche nach ihrer leiblichen Familie macht. Dabei taucht sie ab in das Paris vergangener Tage und in die  Geschichte brasilianischer Adelsfamilien...

    Die Reihe um die sieben Schwestern wollte ich schon lange lesen und habe es nicht bereut, sie jetzt endlich in Angriff genommen zu haben. Der Einstieg war noch etwas holprig, aber nach einigen Kapiteln hat mich die Geschichte völlig gefangen genommen und ich konnte es jeweils kaum erwarten, weiterlesen zu können. Durch den bildhaften Schreibstil fiel es mir leicht, mich an die jeweiligen Handlungsorte hinzuversetzen. Auch die Protagonisten wirkten vielschichtig und spannend, was die Lesefreude ebenfalls beflügelte.

    Ein wundervoller Auftakt zu einer Familiensaga, der Lust auf mehr macht.

  6. Cover des Buches Verblendung (ISBN: 9783453442030)
    Stieg Larsson

    Verblendung

    (6.236)
    Aktuelle Rezension von: MarleneV

    Der Fall ist in aller Munde, Mikael Blomkvist, bekannter Journalist, steht plötzlich vor dem Aus. Wegen Verleumdung verurteilt, sieht es finster aus für ihn und sein Magazin. Genau in dieser Phase erreicht ihn ein ungewöhnliches Angebot: Henrik Vanger, ein früherer Großindustrieller, bittet ihn, ein jahrzehntealtes Familienrätsel zu lösen: das Verschwinden seiner Nichte Harriet. Die Polizei ging damals von einem Weglaufen aus, doch Henrik glaubt an Mord.

    Blomkvist beginnt zu ermitteln, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens. Erst als Lisbeth Salander, eine eigenwillige und brillante Ermittlerin, hinzukommt, beginnt sich etwas zu bewegen. Gemeinsam decken sie Dinge auf, die tief in die Vergangenheit der Familie reichen – und die einige am liebsten für immer vergraben hätten.

    Meine Erwartungen an das Buch waren hoch, vielleicht zu hoch. Die ersten 200 Seiten ziehen sich spürbar. Nicht langweilig, aber eben auch nicht das, was man sich bei all dem Hype erhofft. Viel Vorbereitung, viele Figuren, wenig Dynamik. Aber: Wer dranbleibt, wird belohnt. Nach der Hälfte nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und entfaltet dann auch die Spannung, die man sich von Beginn an gewünscht hätte.

    Ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall in der Hoffnung lesen, dass der Einstieg dort flüssiger gelingt als bei Verblendung. Für den ersten Teil gibt’s von mir solide 3½ Sterne. Kein perfekter Auftakt, aber ein Buch, das am Ende überzeugt.

  7. Cover des Buches Friedhof der Kuscheltiere (ISBN: 9783453274365)
    Stephen King

    Friedhof der Kuscheltiere

    (2.009)
    Aktuelle Rezension von: Keyofbooks

    Habe das Buch schon Mal als Jugendliche gelesen, das war also ein schöner ReRead. Hat mich daran erinnert, warum ich Stephen King's Werke schon immer faszinierend fand. Die Story zieht sich langsam, man bekommt sehr viel von dem gewöhnlichen amerikanischen Leben der '80- er Jahren mit. Lediglich gegen das Ende fängt das gruselige erst an und steigert sich rasant in die Höhe. Zwar weiß man schon worauf es hinausläuft, trotzdem ist die Spannung gut gehalten. Passt am besten in die Zeit vor Haloween.

  8. Cover des Buches Extrem laut und unglaublich nah (ISBN: B005BCDUP4)
    Jonathan Safran Foer

    Extrem laut und unglaublich nah

    (1.251)
    Aktuelle Rezension von: Johann_Baier

    Nach 100 Seiten abgebrochen: die Hauptfigur ist ein 9-jähriger Junge, der altklug wie ein Erwachsener daherredet, der mehr weiß, als die meisten Erwachsenen, der aber gleichzeitig sich auf eine Suche begibt, die so unsinnig ist, dass kein 9-Jähriger das tun würde. Die ein 9-Jähriger in der Riesenstadt New York auch nicht durchführen könnte. Der Protagonist ist eine unrealistische Kunstfigur (ähnlich wie Günther-Grass-Oskar mit der Blechtrommel, der aus Protest aufhört zu wachsen). Mit einer unrealistischen Kunstfigur kann man nicht mitfühlen, sie ist kalt wie eine Science-Fiction-Comic-Figur. Sie erschien mir mehr wie ein abstraktes Fabelwesen, das mir irgendwelche Lebensweisheiten mitteilen soll, ich habe nur nicht verstanden welche.

    Bei den unrealistischen (und schwer zu lesenden) Dialogen fragte ich mich: warum sind sie da, warum soll ich sie lesen? Dialoge werden in Romanen eingesetzt, um die Handlung voranzubringen, um die Personen zu charakterisieren, um eine Atmosphäre wiederzugeben, um Konflikte zwischen den Figuren aufzuzeigen – und sie hören auf, wenn diese Ziele erreicht sind. Die Dialoge in dem Roman von Foer dienen keinem dieser Ziele. Sie hören aber trotzdem nicht auf.

    Das Buch war angekündigt als Geschichte eines Jungen, der seinen Vater beim 9/11-Anschlag verloren hat. Einen solchen Jungen lernt man aber nicht kennen. Man lernt aber nur eine unrealistische geschwätzige Kunstfigur kennen.

  9. Cover des Buches Die letzten Tage von Rabbit Hayes (ISBN: 9783499269226)
    Anna McPartlin

    Die letzten Tage von Rabbit Hayes

    (1.203)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    Anna McPartlin schafft mit „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ eine eindringliche und bewegende Geschichte, die das Thema Tod und Abschied auf eine sehr ehrliche und zugleich humorvolle Weise behandelt. Rabbit Hayes ist schwer an Krebs erkrankt und weiß, dass ihr nur noch wenige Tage bleiben. Das Buch begleitet diese letzten Tage aus den wechselnden Perspektiven ihrer Familie und Freunde, die alle auf ihre eigene Art mit dem bevorstehenden Verlust umgehen. Neben Trauer und Verzweiflung gibt es auch viel Wärme und Witz, sodass die Geschichte nie zu schwer oder deprimierend wirkt. Besonders beeindruckend ist die Charakterzeichnung: Rabbit selbst und ihre Familie sind facettenreich und authentisch dargestellt, mit Ecken und Kanten, die sie lebendig machen. Die Rückblicke auf Rabbits Vergangenheit und ihre große Liebe Johnny fügen der Handlung zusätzliche Tiefe hinzu. Das Buch schafft eine hervorragende Balance zwischen den traurigen Momenten und einer lebensbejahenden Botschaft. Ein emotionales, kluges und berührendes Buch, das noch lange im Herzen bleibt.

  10. Cover des Buches Der Gesang der Flusskrebse (ISBN: 9783446273252)
    Delia Owens

    Der Gesang der Flusskrebse

    (1.442)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Kya wächst verlassen im Marschland auf und als ihr in unterschiedlichen Stadien ihres Heranwachsens zwei Jungs Aufmerksamkeit schenken, genießt sie das. Doch als Jahre später einer der beiden tot aufgefunden wird, sind sich alle schnell einig, dass nur das seltsame Mädchen dafür verantwortlich sein kann.

    Zu erst einmal haben mich die Naturbeschreibungen überrascht und auch begeistert. Ich hatte stellenweise das Gefühl mit Kya am Strand zu stehen und die Möwen zu beobachten. 

    Auch hat mich Kyas Alleinsein und ihre Einsamkeit tief berührt, besonders da sie so jung war als alle verschwanden.

    Die Geschichte rund um den Todesfall und wie sie erzählt wurde, fand ich spannend und ich bis zum Schluss mit Kya mitgefiebert, weshalb mich das Ende umso mehr überrascht hat.

    Alles in allem war das für mich ein wirklich gelungener Roman mit einer faszinierenden Protagonistin.

  11. Cover des Buches Was man von hier aus sehen kann (ISBN: 9783755800736)
    Mariana Leky

    Was man von hier aus sehen kann

    (972)
    Aktuelle Rezension von: Uli_Black

    „Was man von hier aus sehen kann“ ist eines dieser seltenen Bücher, die leise daherkommen und einen dann vollkommen einnehmen. Schon die Ausgangsidee ist wunderbar eigenwillig: Immer wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt kurz darauf jemand im Dorf. Kein Horror, kein Kitsch – sondern ein poetischer Vorbote, der das ganze Leben der Menschen in Bewegung setzt.

    Mariana Leky erzählt mit einer Wärme und Sanftheit, die sofort berührt. Ihre Figuren sind schrullig, verletzlich, liebenswert und erstaunlich echt. Man hat das Gefühl, sie alle zu kennen: die Großmutter Selma mit ihrer ruhigen Weisheit, Luise mit ihrem wachen Blick auf die Welt, Martin mit seinem Schweigen, das mehr sagt als tausend Worte. Dieses Dorf lebt – nicht laut, sondern mit einem leisen, tiefen Puls.

    Was das Buch so besonders macht, ist sein Ton. Leky schreibt mit Humor, aber nie oberflächlich; mit Melancholie, aber ohne Schwere. Sie schafft es, über große Themen zu sprechen – Tod, Liebe, Angst, Verpassen und Bleiben – und dabei eine Leichtigkeit zu bewahren, die tröstet. Das Okapi wird dabei zu einem Symbol für all das, was wir ahnen, aber nicht kontrollieren können.

    Die Sprache ist klar, bildhaft und voller kleiner Wahrheiten, die einen unvermittelt treffen. Viele Sätze möchte man sich anstreichen, nicht weil sie klug wirken wollen, sondern weil sie etwas auf den Punkt bringen, das man selbst schon einmal gefühlt hat.

    „Was man von hier aus sehen kann“ ist ein Roman über das Leben selbst: über das Warten, das Lieben, das Loslassen und darüber, wie wichtig es ist, im richtigen Moment stehen zu bleiben und hinzusehen. Ein warmes, kluges, zutiefst menschliches Buch – und eines, das man nach dem Zuklappen noch lange mit sich herumträgt.

  12. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

    (895)
    Aktuelle Rezension von: Melanie_Ludwig

    Inhalt

    Ally d’Aplièse steht an einem Wendepunkt: Ihre Karriere als Seglerin strebt einem Höhepunkt entgegen, und sie hat den Mann gefunden, mit dem sich all ihre Wünsche erfüllen. Da erhält sie völlig unerwartet die Nachricht vom Tod ihres geliebten Vaters. Ally kehrt zurück zum Familiensitz am Genfer See, um den Schock gemeinsam mit ihren Schwestern zu bewältigen. Sie alle wurden als kleine Mädchen adoptiert und kennen den Ort ihrer Herkunft nicht. Aber nun erhält Ally einen mysteriösen Hinweis durch ein Buch in der Bibliothek ihres Vaters – die Biographie eines norwegischen Komponisten aus dem 19. Jahrhundert. Allys Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in das raue Land im Norden. Dort wird sie ergriffen von der Welt der Musik, mit der sie tiefer verbundener ist, als sie es je hätte ahnen können. Und Ally begreift zum ersten Mal im Leben, wer sie wirklich ist ...


    Fazit 

    Eine tolle Reihe die mich sehr berührt hat. Der Verlust von Menschen und das neue Glück lügen manchmal nahe beieinander. Es geht um die Suche nach der Vergangenheit. Es wird von mehreren Personen erzählt und wie sie verbunden sind. Von mir gibt es eine klare Weiterempfehlung.

  13. Cover des Buches Das Orchideenhaus (ISBN: 9783442491940)
    Lucinda Riley

    Das Orchideenhaus

    (2.821)
    Aktuelle Rezension von: buecher_t1na

    "Das Orchideenhaus" habe ich mittlerweile schon in 2024 gelesen und bisher leider nicht rezensiert. Weiß gar nicht genau warum 🙈
    Dies war mein erstes Buch von Lucinda Riley, inzwischen habe ich auch schon den ersten Teil der "Sieben Schwestern"-Reihe gelesen.

    Ich erinnere mich noch, dass mir das Buch gut gefallen hat. Einige andere haben allgemein zur Geschichte schon was geschrieben, daher lasse ich das jetzt hier aus.
    Mir hat das alte Tagebuch vom Großvater sehr gut gefallen. Ich betreibe seit ich 18 Jahre bin Ahnenforschung in meiner eigenen Familie, wenn mir ein Tagebuch oder ähnliches in die Hände kommen würde - wow.
    Daher fand ich das mit den zwei Zeitsträngen auch wirklich cool. Julias Großmutter berichtet aus der Vergangenheit, während Julia in der Gegenwart mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat.
    Ich fand das daher wirklich ein spannendes und interessantes Buch.
    Wenn ich mich recht erinnere, war jetzt die Love Story zwischen Kit und Julia für mich auch kein Muss, aber auch nicht schlimm. 

  14. Cover des Buches Das achte Leben (Für Brilka) (ISBN: 9783548289274)
    Nino Haratischwili

    Das achte Leben (Für Brilka)

    (271)
    Aktuelle Rezension von: izzy_books

    Ein überwältigender Generationenroman, welcher Liebe, Verlust und die Narben der Geschichte in einer georgischen Großfamilie vereint. Nino Haratischwilli erzählt mit solch einer großen emotionalen Kraft und lässt hierbei ihre Figuren noch sehr lange nachhallen. Ein Buch, welches einen nicht nur berührt, sondern sehr tief trifft – und für mich schon jetzt für immer einer meiner größten Herzensbrecher bleibt.

  15. Cover des Buches Stay away from Gretchen (ISBN: 9783423220149)
    Susanne Abel

    Stay away from Gretchen

    (596)
    Aktuelle Rezension von: Marw

    Stay away from Gretchen-eine unmögliche Liebe ist ein wundervoller Roman, der in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielt.

    Tom, Einzelkind, Moderator und Journalist liebt sein Leben als Single und hat einen engen Zeitplan im Leben, doch dann bekommt er einen Anruf, daß seine Mutter sich mit dem Auto auf den Weg gemacht hat und verwirrt scheint.
    Tom kümmert sich zähneknirschend und erfährt immer mehr aus Ihrer Vergangenheit, von der er nur wenig weiß.
    Er macht sich auf, um eine Geschichte aufzudecken, die er so nicht erwartet hat.

    Ein Buch voller Höhen und Tiefen, das lesen macht einem richtig Spaß,man möchte am liebsten alles aufeinmal erfahren.
    Die Protagonisten nehmen einen auf eine wunderbare Reise mit, in der Vergangenheit (ende zweiter Weltkrieg) und in der Gegenwart(heute).
    Nichts wirkt erfunden,alles ist sehr authentisch.

    Ich liebe dieses Buch und kann es nur jedem empfehlen.

  16. Cover des Buches 22 Bahnen (ISBN: 9783832167240)
    Caroline Wahl

    22 Bahnen

    (1.096)
    Aktuelle Rezension von: Musiklexikon

    Die Geschichte spielt im Hochsommer in einer farblosen Kleinstadt. Unsere Protagonistin Tilda ist Mathestudentin und hat einen Nebenjob in einem Supermarkt und das abendliche schwimmen ist einer der wenigen Lichtblicke in ihrem Leben. Dort kann sie mal kurz abschalten von ihrem Alltag. Sie muss sich nämlich noch nebenbei um ihre Schwester Ida und ihre alkoholkranke Mutter kümmern. Also keine Sport bin einem freien und unbeschwerten leben, bis Viktor auftaucht und alles aus dem Takt bringt.

    Die Geschichte ist für mich ein starkes Debüt. Am Anfang hätte ich nämlich nicht gedacht, dass mir die Geschichte so gut gefallen wird. Aber mich hat das ernste Thema sehr angesprochen und auch der Schreibstil. Deshalb vergebe ich sehr gerne 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung und ich plane auch irgendwann Windstärke 17 noch zu lesen.

  17. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

    (571)
    Aktuelle Rezension von: NikoVoss

    »Hundert Jahre Einsamkeit« ist für mich ein ambivalentes Buch.

    Der Anfang hat mich wirklich beeindruckt: die Figuren, die gesellschaftlichen Beobachtungen, die fantastischen Elemente wie Zirkus und Zauberer – das war stark und originell. Márquez hat ein Talent, Stimmungen einzufangen, und das spürt man sofort.

    Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass er mit aller Gewalt möglichst viel Handlung in dieses Werk pressen wollte. Wahrscheinlich auch als Gegenreaktion auf die damalige Kritik an „zu flachen“ Romanen. Hier wird wirklich jede Seite genutzt, um Handlung voranzutreiben – bis ins Extreme. Für mich führte das dazu, dass sich vieles wiederholt und im Kreis dreht. 

    Etwa bei 70–80 % habe ich abgebrochen, weil es mir zu monoton wurde: immer wieder dasselbe Muster, immer wieder neue Figuren, die sich ähnlich verhalten. Schade, denn der Beginn war stark. Für mich gehört „Hundert Jahre Einsamkeit“, trotz des riesigen Lobes, eher zu den schwächeren Werken von Márquez. Deshalb nur 3 Sterne.

  18. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

    (797)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Rose hat Alzheimer und bald schon wird sie sich nicht mehr an ihre große Liebe erinnern können. Deshalb bittet sie ihre Enkelin sich auf die Suche nach diesem Mann zu machen. 

    Jener Mann, dem ihr Herz seit 1942 gehört.

    Oh, mein Gott….. diese paar Sätze reichen ja wohl um jedes Frauenherz höher schlagen zu lassen oder ?

    Ein total gefühlvoller Roman. Ich war hin und weg!!! Das Thema Alzheimer wird sehr realistisch und dramatisch beschrieben. Ich bin begeistert! Aber Achtung, ich würde empfehlen beim Lesen Taschentücher bereit zu halten.

  19. Cover des Buches Weit weg und ganz nah (ISBN: 9783499014369)
    Jojo Moyes

    Weit weg und ganz nah

    (1.904)
    Aktuelle Rezension von: Monika_D_Kunze

    Der Titel erschließt sich mir nach dem Lesen nicht ganz 🤫Denn letztendlich spielt sich ein großer Teil der Geschichte auf engstem Raum ab, während Ed und Jess in seinem Wagen quer durch England und Schottland unterwegs sind. Na ja, wahrscheinlich handelt es sich um eine Anspielung darauf, dass sie sich körperlich zwar nah, doch in der gesellschaftlichen Rangordnung sehr weit auseinander stehen. Denn darum geht es in dieser Geschichte, abgesehen von der berührenden Liebesgeschichte zwischen den beiden. Denn genau so empfand ich sie; hier passiert nichts Knall auf Fall, sie fallen nicht von jetzt auf gleich um vor Verliebtheit; ganz im Gegenteil. Es gibt Skepsis, Ablehnung, unschöne Szenen und Kinder und einen Hund, die einen Wagen der oberen Preisklasse verhunzen 🤭Die Liebe keimt auf, als man näher hinsieht, hinhört, zeigt, dass man doch nicht so stark, so cool, so mürrisch ist, dass sich unter den Schalen verletzliche Menschen mit vielen Problemen verstecken.

    Der Klappentext verrät nur sehr wenig der Story an sich. Jess ist eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder, eines davon wird gemobbt, das andere ist sehr klug und hat die Chance auf einen Platz auf einer sehr guten Schule, wenn da das fehlende Geld nicht wäre. In vielen Situationen erlebt man mit, wie Jess kämpft, sich aufopfert, manchmal am liebsten einfach rausgehen und schreien möchte, weil sie nicht mehr weiterweiß, um dann doch die Backen zusammenzukneifen und weiterzumachen, weil ihr nichts anderes übrig bleibt. Dementsprechend hat sie eine raue, unnahbare Schale um sich aufgebaut.

    Ed ist eigentlich ein Nerd, der es auf Grund einer guten Idee zum Wohlstand gebracht hat. Er hat(te) mehrere Häuser, eine schöne Frau und ein finanziell abgesichertes Leben. Bis er etwas tut, das ihm den Strick um den Hals legt. Es drohen Gefängnis und finanzieller Absturz. Die Geschichte lässt schön in sein Inneres blicken, wer der  Mann eigentlich ist, der unter der Schale mit der Aura des Wohlstands steckt.

    Da Jess seine Zugehfrau ist, kennen sie sich - mehr oder weniger. Durch gewisse Umstände kommt es dazu, dass sie mehrere Tage gemeinsam unterwegs sind, wodurch jeder die Gelegenheit hat, hinter die Fassade des anderen zu blicken. Sie kommen einander näher, langsam, dabei werden ebenso Jess` Kinder in die Story eingeflochten, die in Ed einen besseren Vater finden, als ihr eigener es jemals sein könnte.

    Eine tolle Geschichte, die mir sehr gefallen hat. Es ist mein erstes Buch der Autorin und ich werde mir gerne auch ihre anderen Werke kaufen.

  20. Cover des Buches Über uns der Himmel, unter uns das Meer (ISBN: 9783499015557)
    Jojo Moyes

    Über uns der Himmel, unter uns das Meer

    (688)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    600 Frauen besteigen das Schiff Victoria, das sie von Australien nach England bringen soll. Sie alle haben englische Soldaten geheiratet und oft nur kurze Zeit mit ihnen verbracht, bevor der Krieg sie wieder trennte. Nun reisen sie in eine ungewisse Zukunft. Unter ihnen sind auch die Krankenschwester Frances, die schwangere Margaret, Avice aus reichem Hause und die erst 16-jährige Jean. Die vier teilen sich eine Kabine. Das Buch wird aus ihren unterscheiden Perspektiven erzählt, dazu noch aus Kapitän Highfields Sicht und aus der eines Marinesoldaten, der auf der Victoria dient und jede Nacht die vier Frauen bewacht. Während die Frauen mehr oder weniger zusammen wachsen und der ungewissen Zukunft entgegen blicken, nähern sich Frances und der Soldat an. Da bricht eine Katastrophe aus...

    Das Buch ist fiktiv, doch es basiert auf einer wahren Geschichte: auf dem Leben der Großmutter der Autorin. Jojo Moyes hat es wieder mal geschafft, mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Ihr Schreibstil ist wunderbar. Trotz ein paar Längen fliegt man nur so durch das Buch. Die Frau weiß einfach, wie man gute Bücher schreibt!

  21. Cover des Buches Der Geschmack von Apfelkernen (ISBN: 9783462042702)
    Katharina Hagena

    Der Geschmack von Apfelkernen

    (924)
    Aktuelle Rezension von: izzy_books

    „Der Geschmack von Apfelkernen“ ist ein melancholischer Roman über Erinnerungen, Verlust und familiäre Verbindungen. Katharina Hagena erzählt ruhig und bildhaft, mit viel Sinn für kleine Details. Zwar ist das Tempo sehr gemächlich, doch genau darin liegt die Stärke der Geschichte: Sie entfaltet eine stille Intensität.

  22. Cover des Buches Windstärke 17 (ISBN: 9783755805229)
    Caroline Wahl

    Windstärke 17

    (693)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Nach dem Freitod ihrer Mutter, vor zwei Monaten, ist Ida total neben der Spur, fühlt sich schuldig und möchte noch nur noch aus ihrer Kleinstadt verschwinden. Also Bucht sie spontan ihr Ticket mit dem sie ursprünglich zu ihrer Schwester Tilda und Victor nach Hamburg fahren wollte um, und fährt nach Rügen. Ohne Plan nur mit einem alten Koffer, ein paar Klamotten und ihrem MacBook, kommt sie nun dort an und weiß erst einmal nicht wohin. Durch Zufall lernt sie Kurt kennen, der ihr einen Job in seiner Kneipe 'Robbe' anbietet und sie gemeinsam mit seiner Frau Marianne bei sich zu Hause aufnimmt. Am Anfang etwas skeptisch beginnt Ida aber immer mehr das Familienleben mit Kurt und Marianne zu genießen. Doch sie schafft es nicht diese ständige Wut in ihrem Bauch zu verlieren. Doch dann lernt sie Leif kennen, der eigentlich in Hamburg lebt und ein aufstrebender DJ ist, jedoch nun wieder auf Rügen lebt um sich um seinen an Demenz erkrankten Großvater zu kümmern. In seiner Gegenwart beginnt sie langsam so etwas wie Glück zu empfinden, bis sie eine Nachricht erhält, die droht ihr Leben wieder völlig aus der Bahn zu werfen.

    Dieses Buch ist der Folgeroman von '22 Bahnen' und wieder wunderschön und berührend erzählt. Da der Schreibstil von Caroline Wahl so angenehm ist kann man das Buch an einem Tag durchlesen. Genau wie im Vorgänger kann man sich wieder ab der ersten Seite in die Story finden und zu den einzelnen Charakteren einen Bezug aufbauen.

    SPOILER:

    Besonders gefreut hat mich, dass man erfährt das Tilda und Victor immer noch zusammen und mittlerweile Eltern von Zwillingen sind.

  23. Cover des Buches Vom Ende der Einsamkeit (ISBN: 9783257261554)
    Benedict Wells

    Vom Ende der Einsamkeit

    (1.106)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Über dieses Buch von Benedict Wells ist genug geschrieben worden; es bedarf insofern keiner weiteren Rezension. Es bedarf nur einer eindeutigen Empfehlung: LESEN!

    Es sind nur wenige Seiten notwendig, und man findet nicht mehr heraus, wird eingefangen von einer Geschichte die emotional berührt und die Fragen an den Sinn des Lebens stellt, die hier eine wohltuende Antwort bekommen.

    Es ist lange her, dass ich ein Buch in einem Rutsch gelesen habe. Dieses Buch kann man nicht einfach aus der Hand legen; es ist in der Lage, das eigene Leben auf den Kopf zu stellen.

    (14.12.2024)

  24. Cover des Buches Der verborgene Garten (ISBN: 9783453428539)
    Kate Morton

    Der verborgene Garten

    (1.210)
    Aktuelle Rezension von: Ms_Violin

    Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.


    Kate Morton bietet ja normalerweise eine gelungene Mischung aus Familiendrama und Kriminalroman, gerne mit mindestens einer Liebesgeschichte und durch verschiedene Zeitebenen miteinander verwoben. Allerdings sind die Bücher dadurch (und auch ihre meist nicht gerade geringe Seitenzahl) keine Leichtgewichte und ich muss in der richtigen Stimmung für sie sein.
    Das war jetzt mal wieder der Fall und ich habe mich auf die Abenteuer von Cassie, Nell, Eliza und all den anderen, mit ihnen verbundenen, Figuren eingelassen.

    Obwohl ich schnell in der Geschichte angekommen bin, war ich zwischendurch doch ein wenig von all den Figuren (und den mit ihnen verbundenen Zeitebenen), die wir schließlich verfolgen, erschlagen und so fesselnd der Schreibstil im Großen und Ganzen auch wieder war und so sehr ich all die Rätsel rund um diese Familiengeschichte lösen wollte, empfand ich viele Stellen als zu ausschweifend oder sogar zäh und hätte mir oft gewünscht, dass alles ein wenig zügiger voran geht.
    Dabei schafft Kate Morton es trotzdem wieder meisterlich, falsche Fährten zu legen und wieder ganz neue Wendungen einzubauen, wenn ich schon glaubte, endlich alles durchschaut zu haben.

    Leider wurde aber nicht alles komplett aufgelöst, wobei wir tatsächlich mehr erfahren als die verschiedenen Figuren, sodass wir z.B. genau erfahren, was Eliza zugestoßen ist, während Cassandra nur Vermutungen anstellen kann. Aber auch an einigen anderen Stellen hätte ich mir noch ein klein wenig mehr Erklärung bzw. Auflösung gewünscht (auch für die einzelnen Figuren), wo Dinge nur angedeutet wurden. 


    Fazit: Die Sogwirkung des Schreibstils hat mich wieder überzeugen können und auch die Wendungen waren meisterlich, aber es gab auch einige Längen und nicht alles wurde für uns - und schon gar nicht für die Figuren - komplett aufgelöst. (3,5 Sterne)

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