Bücher mit dem Tag "familienleben"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "familienleben" gekennzeichnet haben.

223 Bücher

  1. Cover des Buches Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte (ISBN: 9783785578674)
    Jessica Park

    Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte

     (537)
    Aktuelle Rezension von: BlueLeo

    Zum Studieren zieht Julie nach Boston, doch ihr neuer Lebensabschnitt beginnt mit einer Enttäuschung. Anstatt vor ihrer neuen Wohnung, steht sie vor einem Burrito-Laden. Wohl oder übel nimmt sie die Hilfe ihrer Mutter an und zieht zu einer befreundeten Familie. Als Dank hilft Julie der Familie, indem sie sich an den Nachmittagen um die 13-jährige Tochter kümmert. Dass Celeste von früh bis spät mit einer lebensgroßen Pappfigur ihres Bruders Finn rumläuft, macht die ganze Angelegenheit nicht einfacher. Als sie beginnt sich mit Finn Nachrichten zu schreiben, beginnt auch ihr Herz immer schneller zu schlagen. Doch wieso kommt Finn nicht von seiner Weltreise zurück?

    Ich habe dieses Buch vor einer gefühlten Ewigkeit gelesen und rezensiert. Da es mich aber so sehr in seinen Bann gezogen hat, sodass ich beim Lesen alles andere vergessen habe, möchte ich es euch gern vorstellen. Beim Lesen fühlte ich mich wie eingehüllt in eine flauschige, rosa Plüschwolke, aus der ich mich am liebsten nie wieder befreit hätte.

    Jessica Park benutzt eine einfach zu lesende Sprache, die dazu verleitet sich fallen zu lassen. Trotz allem hat das Buch viel Tiefgang. Die Gespräche zwischen Finns Bruder Matt und Julie strotzen vor Charme und spitzen Bemerkungen. Die Mails zwischen Finn und Julie haben genau die richtige Balance zwischen Wärme, Witz und Vertrautheit.

    Die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Beim Lesen hatte ich ein eindeutiges Bild vor Augen und ich habe mich mit den Protagonisten verbunden gefühlt. Vor allem Celeste habe ich ins Herz geschlossen denn es war einfach unmöglich ihrem Charme zu widerstehen. Das Ende des Buches hat mich tief berührt und ich konnte die Tränen nicht zurückhalten. Das Buch ist einfach rundum gelungen, ein Must-Read für jeden der sich einmal fallen lassen will, um pures Glück beim Lesen zu spüren. Für mich ein perfektes Young Adult Buch.

  2. Cover des Buches Wenn ich bleibe (ISBN: 9783442384044)
    Gayle Forman

    Wenn ich bleibe

     (1.182)
    Aktuelle Rezension von: gedankengarten

    Dieses Buch hat mich von Seite 1 gepackt und nicht mehr losgelassen. Das Buch ist aus Sicht von Mia geschrieben und abwechselnd spielt die Geschichte in der Gegenwart und in der Vergangenheit. So bekommt man langsam nach und nach Einblicke, wie es zur aktuellen Situation kam und wieso Mia so handelt und fühlt. Ich mag die Idee der Geschichte sehr, ich fand sie unglaublich berührend und außergewöhnlich. Die Emotionen der Charaktere waren für mich so intensiv spürbar, als wäre ich Teil der Geschichte. Ich habe die Personen richtig lieb gewonnen und fand jeden einzelnen Charakter detailliert und liebevoll ausgearbeitet. Was mich jedoch anfangs irritierte, war die Liebesbeziehung von Mia und Adam. Ich hatte den Film zuerst gesehen und dort war der Fokus ganz klar auf ihre Liebe gelegt und auch sehr deutlich herausgearbeitet worden. Im Buch habe ich dies nicht so empfunden. Mia war sich der Beziehung oft unsicher, es gab in der vergleichbar kurzen Geschichte öfter Streitthemen (die ich absolut nachvollziehen kann) und selbst Mia konnte die Liebe nicht immer so greifen. Gegen Ende fand ich ihre Liebe greifbarer und ich bin sehr gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird.

  3. Cover des Buches Kleine Feuer überall (ISBN: 9783423281560)
    Celeste Ng

    Kleine Feuer überall

     (284)
    Aktuelle Rezension von: Simone_081

    Der Roman passt zu 100% ins Bild einer amerikanischen Seifenoper. Vielleicht ist das der Grund, warum er mir so gar nicht gefallen hat und ich ihn nach der Hälfte abgebrochen habe.

    Doch es gibt mehrere weitere Gründe, warum ich diesem Roman leider nichts abgewinnen konnte:

    - Die Figuren sind klischeehaft und wenig ausgearbeitet.
    - Es gibt eigentlich keine Handlung, die Geschichte besteht aus einer Aneinanderreihung von Episoden (Vielleicht erinnert sie deshalb auch an eine Fernsehserie).
    - Der Schreibstil ist furchtbar "geschwätzig" und verliert sich in Details, die mich als Leser ermüdet haben.
    - Die Themen drehen sich nur um Mutterschaft und damit verwandten Themen (Abtreibung, Adoption, Leihmutterschaft usw.).

    Wer sich von diesen Punkten nicht abschrecken lässt, kann ja mal einen Versuch wagen. Viel Spaß!


  4. Cover des Buches Mein Sommer nebenan (ISBN: 9783570402634)
    Huntley Fitzpatrick

    Mein Sommer nebenan

     (987)
    Aktuelle Rezension von: Chianti Classico

    Die Garretts waren für Samantha von Anfang an tabu. Ihre Mutter lehnt die chaotische und laute Nachbarsfamilie ab, doch seit die Garretts in das Haus nebenan gezogen sind, beobachtet Samantha deren Leben, denn diese sind so anders als ihr eigenes!
    Als Jase Garrett eines Tages ihren Dachvorsprung erklimmt, wird Samanthas Leben auf den Kopf gestellt, denn sie verliebt sich nicht nur Hals über Kopf in den netten Nachbarsjungen, sondern lernt auch dessen Familie kennen und lieben.

    "Mein Sommer nebenan" ist ein Einzelband von Huntley Fitzpatrick, der aus der Ich-Perspektive der siebzehn Jahre alten Samantha Reed erzählt wird.

    Nachdem ihr Vater Samanthas Mutter verlassen hat, als sie mit Sam schwanger hat, hat ihre Mutter sie und ihre ältere Schwester Tracy alleine großgezogen. Dank eines Erbes ihrer Mutter mussten sie sich um Geld keine Sorgen machen, doch ihrer Mutter war es wichtig, dass die beiden sich nicht darauf ausruhen, sondern auch in den Ferien arbeiten gehen, sodass Sam nicht überheblich wirkte, sondern bodenständig, auch wenn ihr manche Sachen ein wenig zugeflogen sind.
    Ihre Mutter ist Senatorin und die nächste Wahl steht vor der Tür, sodass diese viel unterwegs ist und Samantha sich oft auf Veranstaltungen, auf die sie keine Lust hat, von ihrer besten Seite zeigen muss. Seit Jahren beobachtet sie die Garretts, die zehnköpfige Nachbarsfamilie und ist fasziniert, wie anders deren Alltag ist! Laut, bunt, chaotisch und unbeschwert, ein krasser Gegensatz zu den Leben der Reeds!

    Als Jase eines Sommerabends auf Samanthas Dach klettert und die beiden sich kennenlernen, stellt sich Sams ganze Welt auf den Kopf. Sie lernt die Garretts kennen und lieben und auch zu Jase fühlt sie sich immer stärker hingezogen. Doch mit dem Wahlkampf ihrer Mutter und den Problemen ihrer Freunde Tim und Nan wird Sams Sommer nicht langweilig und als dann noch eine Tragödie geschieht, muss Sam eine schwere Entscheidung treffen.

    Ich lese viel zu selten Sommerbücher im Sommer, dabei nehme ich es mir jedes Jahr wieder vor!
    "Mein Sommer nebenan" hat alles, was ein Sommerbuch braucht. Eine tolle sommerliche Atmosphäre, sympathische Charaktere und eine süße Liebesgeschichte. Für Samantha und Jase ist es die erste richtige Liebe. Die beiden lernen sich kennen, nachdem sie seit Jahren nebeneinander wohnen und nähern sich schnell an. Die Garretts waren so sympathisch und ich habe sie gerne kennengelernt und auch mit Sam und Jase habe ich mitgefiebert!
    Jase ist einfach ein sehr netter und hilfsbereiter Junge, auf den man sich verlassen kann und der immer für Sam und seine Geschwister da war, wenn sie ihn gebraucht haben. Auch Sam mochte ich sehr, denn sie ist sehr sympathisch und agierte für ihre siebzehn Jahre doch sehr verantwortungsbewusst.
    Die Geschichte war eher ruhig, was aber völlig okay war! Allerdings ging es mir zum Ende hin, doch ein wenig schnell, da hätte ich mir noch ein oder zwei weitere Kapitel gewünscht, damit das Ende ein wenig runder ist, aber auch so hat mir das Buch echt gut gefallen!

    Fazit:
    "Mein Sommer nebenan" von Huntley Fitzpatrick ist eine tolle Geschichte für den Sommer!
    Ich mochte die Atmosphäre total gerne und habe die Geschichte von Sam und Jase sehr gemocht, sodass ich vier Kleeblätter vergebe.

  5. Cover des Buches Stolz und Vorurteil (ISBN: 9783596907205)
    Jane Austen

    Stolz und Vorurteil

     (4.076)
    Aktuelle Rezension von: Geerthi

    Das Buch Stolz und Vorurteil von Jane Austen ist ein zeitloser Klassiker. Ich habe dieses bereits mehrmals gelesen. Gesellschaftlicher Druck ist ein Thema, die heute noch weit verbreitet ist. Ich kann dieses Buch jeden weiterempfehlen!

  6. Cover des Buches Sturmhöhe (ISBN: 9783423143554)
    Emily Brontë

    Sturmhöhe

     (1.815)
    Aktuelle Rezension von: Miii

    Sturmhöhe erzählt in erster Linie von der Liebesgeschichte von Catherine und Heathlcliff. Einer Liebe, die man in heutigen Zeiten vermutlich "toxisch" nennen würde, denn sie ist so zerstörerisch, so düster und so herabziehend, dass sie nicht nur Catherine und Heathcliff in den Wahnsinn treibt, sondern ihr gesamtes Umfeld über Generationen hinweg ins Unglück zu stürzen scheint.


    Ich kann nicht genau sagen, was so unglabulich an diesem Buch fasziniert.

    Die Hauptcharaktere sind schlichtweg unsympathisch, keine Frage. Heathcliff ist zerstörerisch, unheimlich, egoistisch und offenbar von Hass zerfressen. Catherina ist... verrückt(?), sadistisch, ich bezogen und schlicht und ergreifend hysterisch. Lange Zeit fand ich es schwer vorstellbar, dass diese beiden Charaktere überhaupt jemanden lieben können. Beide sind kompliziert, verbissen und auf ihre ganz eigene Art vom Leben gezeichnet.

    Das Setting ist düster und deprimierend. Hier geschehen viele Unglücke, Menschen werden (bewusst) sowohl körperlich als auch seelisch verletzt, ausgegrenzt und ausgenutzt. Alles dreht sich um Heathcliff und Catherine, beide sind maximal fokussiert aufeinander, wobei ich manchmal nicht einschätzen konnte, ob die beiden sich wirklich lieben oder darauf aus sind sich gegenseitig zu zerstören. 


    Aber alle diesem negativem Inhalt zum Trotz fasziniert das Buch und es schlägt den Leser in einen so tiefen Bann, aus den man sich nicht befreien kann. Es lässt sich unglaublich flüssig und leicht lesen, man hängt sich nicht an ungewöhnlichen oder altmodischen Formulierungen auf und auch der Wechsel der Erzählers geht so glatt, dass man nicht ins Stocken gerät.

    Die Liebe zwischen Catherine und Heathcliff ist fesselnd. Ihrem Egoismus und seiner Bosheit zum Trotz, allen gesellschaftlichen Konventionen entgegen, trotz aller Widrigkeiten und Gemeinheiten scheint nichts ihre Gefühle füreinander zerstören zu können und ich glaube, das ist es letzten Endes, was einen als Leser so fesselt. Das man trotz allem das Gefühl bekommt, dass Hoffnung besteht und dass sich der Kampf lohnt.

    Große Klasse!

  7. Cover des Buches Das Herzenhören (ISBN: 9783453410015)
    Jan-Philipp Sendker

    Das Herzenhören

     (439)
    Aktuelle Rezension von: Quacki24

                


             Was für ein schönes Buch. Passend für so viele Gelegenheiten. Es hat mich definitiv aus meiner Leseflaute geholt und es holt einen auch runter, wenn alles um einen herum ein etwas trubelig wird. Soviel Ruhe, Kraft und Achtsamkeit liegt darin. Man ist immer so schnell mit seiner Meinungsbildung und glaubt, vieles schon zu wissen. Wenn man sich aber die Zeit nimmt, zuzuhören, ergibt sich oft eine ganz neue Wahrheit. Ein Buch über das Besinnen auf das Wesentliche - die Liebe.              
  8. Cover des Buches Glaube Liebe Tod (ISBN: 9783548288918)
    Peter Gallert

    Glaube Liebe Tod

     (162)
    Aktuelle Rezension von: Knipsi

    Ein ansprechendes Cover. Ein Mann steht auf einer Brücke. Durch das Gegenlicht sieht man ihn nur als Silhouette. Eine alte Metallbrücke sorgt für ein beklemmendes Gefühl. Mehrmals wird diese Brücke im Buch vorkommen. Auch nach dem Lesen weiß man nicht, wer die Person auf dem Cover sein soll, es wird mehrere Möglichkeiten der Interpretation geben. Der Titel ist kurz und prägnant. Die drei Wörter hallen lange nach. Schön ist der geprägte Druck. Dieser lässt das Taschenbuch gut in der Hand liegen.

    Schnell wird der Protagonist eingeführt. Die Anfangsszene ist überraschend und  überwältigte mich als Leser. Der Polizei-Seelsorger Martin Bauer ist ein toller Charakter. Und er handelt, wenn auch nicht so, wie man es sich vorstellt. Oft legt er sein Schicksal aggressiv in Gottes Hände. Der Tod eines Polizisten lässt ihn nicht los, zumal er ihn kurz vorher vom Suizid abhalten konnte. Die Verzweiflung in dessen zurückgelassener Familie ist greifbar. Besonders die des Teenagersohnes geht einem nahe. Er hat dadurch den vagen Halt der Familie verloren.

    Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Bauer ist als Seelsorger bei der Polizei nicht beliebt und aufgrund seiner Vorgehensweise kann man seine Vorgesetzten teils verstehen. Die ihn begleitende Polizei-Kollegin hat einen schweren Stand, da hier die Karriere auf dem Spiel steht. Die eigene Familie macht ebenfalls Probleme. Die Beziehung kriselt, da die Tochter zu einem G-7-Gipfel unterwegs ist und ihm seine Frau diesbezüglich Vorwürfe macht. Die Hinterbliebenen des toten Polizisten wollen auch schnell vergessen und lehnen seine Hilfe ab oder entziehen sich dieser.

    Die Kapitel sind kurz. Die Handlung wird dadurch schnell und abwechslungsreich. Das ist den Erzählsträngen auch angemessen. Der Zeitdruck lastet auf Bauer. Er wird überall gebraucht und kann doch nicht alles richten. Die Sprache ist dem Genre entsprechend, Milieu- und Jugendsprache inklusive. Die Orte sind gut beschrieben. Ich konnte mich immer dort wiederfinden.

    Das Ruhrgebiet ist dem Untergang preisgegeben. Die Bewohner am Scheideweg. Der Tod trifft einen Teenager in seinen Grundfesten. Bauer versucht, was in seiner Macht steht, um ihm zu helfen. Dabei tritt er so manchem auf die Füße und stößt einigen vor den Kopf. Er selbst ist immer im Zwiespalt und muss auf seinen Glauben vertrauen.

    Ein tolles Buch. Es gehört wahrlich in die „Edition Kopfkino“.

  9. Cover des Buches Pinguinwetter (ISBN: 9783404166527)
    Britta Sabbag

    Pinguinwetter

     (404)
    Aktuelle Rezension von: Lesia

    Pinguine sind großartig. Pinguine auf dem Cover und im Titel sind auch toll. Aber da hört meine Begeisterung für dieses Buch schon fast auf.

    Wir beginnen mit einer typischen Wendesituation: Charlotte verliert ihren Job, als sie eigentlich glaubt, befördert zu werden. Von da an geht es erstmal nur bergab. Es gibt ein paar Männergeschichten, zwei Kinder, zwei Freundinnen, eine Verwechslung und eine etwas exzentrische Familie.

    Die Protagonistin versinkt im Wesentlichen im Selbstmitleid und es passiert nicht viel. Die Handlungsweisen der Charaktere waren für mich größtenteils nicht nachvollziehbar und die Charaktere hatten wenig Tiefe. Die Szenen mit den Kindern konnten waren stellenweise ganz witzig, und die Pinguinanekdoten haben mir gefallen. Der Schluss, der einen schönen Bogen zum Titel zieht, hat mir gefallen. Aber das war es leider auch schon. Besonders lustig fand ich das Buch tatsächlich gar nicht, offenbar habe ich einen anderen Humor. Ich kann das Buch eher nicht weiterempfehlen. Schade.

  10. Cover des Buches Jahre aus Seide (ISBN: 9783746634418)
    Ulrike Renk

    Jahre aus Seide

     (127)
    Aktuelle Rezension von: Leseratte7

    Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Ganz toll geschrieben, man taucht total ein in die Welt von damals. 

    Beleuchtet wird eine jüdische wohlhabende Familie zur Hitlerzeit. Sehr interessant, mal aus jüdischer Sicht zu lesen. 

    Besonders toll, dass die Geschichte nicht frei erfunden ist. 

    Mich hat das Buch absolut fasziniert, ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Man bekommt tolle Einblicke in das Judentum. 

    Absolut lesenswert!

  11. Cover des Buches Zerbrechlich (ISBN: 9783404166985)
    Jodi Picoult

    Zerbrechlich

     (386)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Ständig brechen und zerbrechen irgendwelche Dinge. Wellen und Stimmen können brechen. Versprechen werden gebrochen. Und Herzen.<<
    …und nicht zuletzt hat Jodi Picoult mit „Zerbrechlich“ mein Leserherz nicht nur zerbrochen, nein regelrecht zertrümmert... Wir begleiten hier die an der Glasknochenkrankheit erkrankte Willow und ihre Familie, die ein ohnehin schon Hürden reiches Leben führen. Doch es kommt der Tag, da dreht Charlotte, Willows Mutter völlig am Rad... Sorry, aber anders kann ich das nicht formulieren. Von einer anfangs noch sympathischen Protagonistin entwickelte sich für mich persönlich immer mehr und mehr Unverständnis für ihre Entscheidungen, Denkweisen und Taten... Insbesondere am Ende habe ich mich ernsthaft gefragt, was Jodi Picoult mit diesem Buch bezwecken wollte... Für meinen Geschmack schafft sie hier weder Hoffnung für Betroffene, noch hinterlässt sie mir persönlich als Leser irgendetwas außer eine gehörige Portion strapazierte Nerven... Das Buch und seine ganze Thematik regen natürlich sehr zum Nachdenken an, es gibt viel zu diskutieren und die Moral wird hier auf vielfältige Weise infrage gestellt. Gerade solch ein Buch, mit dieser doch so so sensiblen Thematik hätte meiner Meinung nach eine Auflösung gebraucht, die etwas Hoffnungsvolles hinterlässt, die Betroffenen Mut macht und nicht ganz Hollywood-like emotionale Gräber schaufelt...
    An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich sagen, dass es sich hier um meine ganz persönliche Meinung und Empfindung im Bezug auf das Buch handelt! 

  12. Cover des Buches Neunzehn Minuten (ISBN: 9783492253987)
    Jodi Picoult

    Neunzehn Minuten

     (922)
    Aktuelle Rezension von: Kati1211

    Das Cover finde ich ganz okay aber mit den Spinden im Hintergrund ist es passend. Den Schreibstil von Jodi Picoult mag ich sehr gerne. 

    Das Buch ist aus ziemlich vielen verschiedenen Sichtweise geschrieben. Ich musste mich zuerst etwas daran gewöhnen aber dann fand ich es echt toll. Ich fand es richtig interessant zu erfahren, wie jeder mit der Tat umging. 

    Generell fand ich die Verhandlung aber auch das Tatgeschehen total interessant. Letztendlich gab es auch eine Wendung mit der ich so nicht gerechnet habe. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen

    . Die Charaktere waren auch alle sehr interessant. Ich fand es so toll, dass man eigentlich von fast jedem Charakter die Gefühle und Gedanken mitbekommen hat. So konnte man auch einige Sachen viel besser nachvollziehen. 

    Neunzehn Minuten ist ein total interessanter Roman. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.

  13. Cover des Buches Wahrheit gegen Wahrheit (ISBN: 9783442716746)
    Karen Cleveland

    Wahrheit gegen Wahrheit

     (173)
    Aktuelle Rezension von: Micha835

    Wenn man einmal angefangen hat das Buch zu lesen will man nicht mehr aufhören, man wird ein Teil der Geschichte und will erfahren wie es weitergeht. Eine wirklich rundherum gelungene Geschichte. Sollte man gelesen haben. Es beginnt mit einem Paar welches Privat und Beruf unter einen Hut bringen muss. Dabei fällt auf das die Kinder mehr am Vater hängen. Grund: Vivian arbeitet zu viel. Dann kommt es dazu das Vivian entdeckt das ihr Mann als kleines Kind in die USA kam und wahrscheinlich als russischer Schläfer so eingeschleust wurde! Jetzt hat Sie das Problem: Was soll Sie machen, wie soll Sie sich verhalten? Eventuell nimmt Sie wenn Sie es weitergibt den eigenen Kindern den Vater. Eine ziemlich verzwickte Sache.

  14. Cover des Buches Ich bin kein Serienkiller (ISBN: 9783492267717)
    Dan Wells

    Ich bin kein Serienkiller

     (663)
    Aktuelle Rezension von: CherryFairy

    Cover

    Das Cover selbst ist glatt gehalten und wirkt wie eine gräuliche Mauer. 

    Die rote Titelschrift ist gut fühlbar und lässt die Schrift wie tropfendes Blut aussehen. Passend zur Story.

    376 Seiten


    Inhalt/Story

    1 Band der 6 teiligen Reihe.

    Wir begleiten die Gedanken und Gefühle eines 15 jährigen Jungen, der selbst merkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. 

    Er interessiert sich extrem für Serienkiller, will keine Freunde haben und würde am liebsten selber töten.... Morde und Leichen ziehen ihn magisch an.....

    In seinen Inneren spürt er, dass er selbst auch ein perfekter Killer werden könnte, wäre da nur nicht dieses Gewissen, was einem genau diese Lust verbieten will :-)


    Meine Meinung

    Ich muss zugeben, dass ich echt skeptisch war, ob diese Story nicht zu seltsam ist, um sie zu lesen, aber ich bin wirklich positiv überrascht!

    Die Beschreibung Thriller würde ich allerdings noch ergänzen, denn für mich ist es ehr ein Jugendthriller mit leichten Fantasy Touch.

    Die Story wird in der "Ich-Perspektive" erzählt.

    Es war richtig spannend und interessant die Gedanken des Protagonisten zu lesen, denn dieser innerliche Kampf, die er gegen sein "eigenes" Monster führt, macht mit dir selber ein Psychospielchen!

    Da ich ohne Klappentext gestartet bin, wusste ich überhaupt nicht in welche Richtung sich das Ganze entwickelt!

    Begleitet man hier einen Psychopaten der demnächst ein Serienkiller wird? Steckt ein "richtiges Monster (Fantasy)" in ihm? 

    Oder ist die ganze Reihe eine Art Therapiebuch in der man die verschiedenen Stadien des Protagonisten liest???! Fragen über Fragen!

    Auch die Tatsache das Johns Mutter ausgerechnet in einem Leichenhaus arbeitet macht die Sache umso skurriler, denn dadurch hat er auch noch regelmäßigen "Kontakt" zu seiner Lieblingsbeschäftigung ;D


    Mein Fazit

    Unterhaltend und mal was völlig Neues für mich, gerade weil es so seltsam ist war es schon wieder interessant ^^

    4*





  15. Cover des Buches Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche (ISBN: 9783442379019)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 4 - Vorhang auf für eine Leiche

     (313)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Zum ersten Mal merkt man das kindliche Alter von Flavia - bei der Frage, ob es den Weihnachtsmann denn gibt, trotz rational versuchter Angehensweise.

    Die Hintergrundgeschichte der Familie wird hier auch etwas näher beleuchtet, obwohl vieles weiterhin im Dunkeln bleibt. 

    Ungeachtet dessen hat dieser Fall in mir das Gefühl ausgelöst, dass vielleicht ein Kapitel ausgelassen wurde. Hinweise wurden nicht aufgeklärt, Mord & Motiv waren schwach und die Auflösung innerhalb von gefühlten 2 Sätzen innerhalb einer Situation, die sich mir nicht erschlossen hat. Warum war Flavias Leben plötzlich in Gefahr? Wegen der Kratzspuren? So what? 

    Die letzten Bücher waren genial, das nächste hab ich bereits gekauft, die Serie bekommt somit noch eine Chance von mir.

    Aja, perfekt lektoriert. Merci dafür!

  16. Cover des Buches Maschinen wie ich (ISBN: 9783257070682)
    Ian McEwan

    Maschinen wie ich

     (91)
    Aktuelle Rezension von: OldWhiteCis_Man

    Charlie ist Anfang 30 und der Sohn und Schwiegersohn, der die grauen Haare vermehrt und weiß werden lässt. Er ist ziellos, fast an allem desinteressiert und versenkt zu Beginn des Romans sein Geld in einen Androiden. Die Behauptung des Verlages, er sei ein liebenswerter Lebenskünstler trifft für mich mit beiden Worten nicht.

    Adam heißt der Androide, in den das Restvermögen versenkt wird. Er zeigt Individualität und erklärt zu Lieben. Das führt zu einer Konkurrenz zwischen Charlie und Adam um Miranda.

    Miranda wird im Verlagstext als clevere Studentin beschrieben, was nicht ganz falsch ist. Sie ist jedenfalls lebenstüchtiger Als Charlie und hat damit in der Beziehung glatt das sagen. Eine Liebesnacht mit Adam probiert sie auch aus. Frau nimmt halt mit, was so geboten wird.

    Weitere Personen kommen vor, von denen wegen seiner Bekanntheit hier nur Alan Turing genannt wird.

    IanMcEwan sagte in einem Interview, er habe keinen SF-Roman geschrieben. Dem kann man als SF-Freund nur mit einem "Gott sei Dank" zustimmen. Es ist eine etwas wirre Dystopie, deren Sinn für die Handlung kaum eine Rolle spielt.

    Was ist es dann? Eine Dreiecksgeschichte? Ja. aber ohne jeden Pfiff. Ein Krimi? Ein bisschen. Eine Liebesgeschichte? Naja. Auch da vermisse ich jeden Pfiff, wenn man von dem Krimielement absieht. Spannung? Vor allem auf den letzten 30 Seiten bei mir unter der Frage: Wann bin ich durch? Eine Auseinandersetzung mit KI, Bewusstsein, Existenz? Extrem dünn und der Name Alan Turing mit dem Turing-Test poliert die Geschichte nicht wirklich auf. Literatur? Ja, in dem Sinn, dass ein geschriebener im Kopf des Autors entstandener Text vorliegt, dem leider jede Tiefe fehlt.

    Es ist traurig. Nachdem ich das Buch zuklappte, dachte ich noch an ***. Dann fragte ich mich nach der Stimmigkeit der Geschichte und war ganz schnell bei **. Die in der Geschichte behandelten Themen waren dann so flach, dass ich bei * endete.

    Altpapier: Schade. Meine Ausgabe der Büchergilde  ist schon gebunden und würde sich in einem Bücherschrank gut machen, wenn darin Mangel an gebundenen Büchern herrscht. Die Paperbackausgabe kann sofort dahin.

    Offener Bücherschrank: Nur mit großen Gewissensbissen.

    Freunde und Verwandte: Nur mit intensivem Abraten, wenn jemand bei mir drüber stolpert und sagt: Das will ich mir gerade kaufen. Das Geld ist besser in Klopapier investiert.

    -------

    Nein! Ich bin kein freundlicher Rezensent, wenn ich völligen Mist lese. Da ist auch Ärger über mich bei. Die guten Besprechungen ließen mich in Hoffnung auf eine Wende zum Besseren weiterlesen. Und dann - Back to top.

  17. Cover des Buches Wintermädchen (ISBN: 9783473584048)
    Laurie Halse Anderson

    Wintermädchen

     (423)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Lia und Cassie waren die besten Freundinnen. Beide schworen sich in einer Silvesternacht, dass sie die dünnsten der Schule werden. Doch dann stirbt Cassie im Gateway Motel. Für Lia bricht eine Welt zusammen und sie gibt sich die Schuld an ihrem Tod. Nicht den Menschen und dem Internet, die sich ständig über sie lustig gemacht haben. Auch ihr Schwur hat nichts damit zu tun. Nicht einmal Cassies Eltern gibt sie die Schuld. Nein, sie gibt sie sich selbst. Denn sie ist damals nicht ans Telefon gegangen…

    Meine beste Freundin hat damals so von diesem Buch geschwärmt, dass ich es mir auch direkt gekauft habe. Doch leider lag es Ewigkeiten auf meinem SuB und letztes Jahr habe ich es dann geschafft, endlich dieses Buch zu lesen. Und ich habe niemals mit so einer Geschichte gerechnet.

    Vorab möchte ich noch sagen, dass ihr dieses Buch mit Vorsicht lesen solltet. In diesem Buch steht leider keine Trigger Warnung, aber das hat es dringend nötig. Denn in diesem Buch werden sensible Themen unbeschönigt dargestellt. Also spreche ich hiermit jetzt eine dicke Trigger Warnung für dieses Buch aus. Bitte nehmt diese Ernst und achtet auf euch!

    Lia ist eine sehr starke Protagonistin, die gegen ihre Dämonen kämpft. Sie leidet unter Magersucht, Depressionen und selbstverletzendem Verhalten. Dies hat mit ihrer zerbrochenen Familie zutun und mit ihrem Vater, der ihr keine Aufmerksamkeit schenkt. In diesem Buch werden Lias Gedanken unbeschönigt dargestellt, was ich auf der einen Seit sehr gut finde, da man einen guten Einblick in die Welt eines psychisch kranken Person findet. Aber auf der anderen Seite ist es triggernd für diejenigen, die selbst betroffen sind. Lia hat in diesem Buch eine sehr starke Entwicklung hinter sich, die ich bewundere. Ich glaube, ich hätte nicht die Kraft dafür.

    Cassie, Lias ehemalige beste Freundin, ist ebenfalls an Magersucht erkrankt. Kurz bevor sie im Motel starb, hat sie Lia angerufen. Beide Mädchen hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr, daher ignorierte sie den Anruf. Die Autorin hat es geschafft, die Charaktere authentisch und lebhaft darzustellen. Sie hat recherchiert und macht somit die Geschichte lebendig. 

    Der Schreibstil von Laurie Halse Anderson hat mich tief bewegt. Sie schreibt brutal ehrlich und zeigt einem deutlich, was psychische Erkrankungen mit einem Menschen anrichten. Die Sprache der Autorin ist lebhaft und hat mich damit an die Seiten gefesselt. Das Buch habe ich sehr schnell durchgelesen, da ich immer wieder wissen wollte, wie es weitergehen wird...

    ,,Wintermädchen‘‘ ist eine Geschichte, die schonungslos ehrlich davon berichtet, dass psychische Erkrankungen kein Kinderspiel sind. Die Autorin hat die Erkrankungen sehr gut dargestellt und oft habe ich mich beim Lesen verstanden gefühlt, da ich manchmal ähnliche Gedanken habe. Das war mein erstes Buch der Autorin und bestimmt auch nicht das letzte!

  18. Cover des Buches Die Canterbury Schwestern (ISBN: 9783548287867)
    Kim Wright

    Die Canterbury Schwestern

     (106)
    Aktuelle Rezension von: nati51

    Diana, die Mutter von Che, ist nach langer Krankheit verstorben. Ihr Wunsch war es gemeinsam mit ihrer Tochter nach Canterbury zu pilgern. Ihr Traum konnte nicht mehr in Erfüllung gehen, deshalb bat sie Che ihre Asche nach dem Wallfahrtsort Canterbury zu bringen und dort zu verstreuen. Che ist noch unschlüssig, ob sie diese Reise antreten soll, doch dann erreicht sie ein Brief ihres langjährigen Lebenspartners Ned, der mit ihr Schluss macht. Sie entschließt  sich den Pilgerweg von London nach Canterbury zu gehen gemeinsam mit einer Reisegruppe von acht allein reisenden Frauen. Die Reiseleiterin Tess bittet alle Frauen gemäß der Tradition eine Geschichte zum Thema Liebe während der Wanderung zu erzählen.

    Die Pilgergruppe setzt sich aus sehr unterschiedlichen Frauen zusammen und dies nicht nur vom Alter. Durch die einzelnen Erzählungen werden sie der Leserin näher gebracht und jede Person wird für kurze Zeit zur Hauptprotagonistin. Die Geschichten sind sehr verschieden, manche haben einen persönlichen Bezug, andere weisen mythische Züge auf. Im Laufe der Pilgerwanderung und durch den Austausch über die gehörten Geschichten verändern sich die Frauen. Vorurteile lösen sich auf, sie kommen sich näher, lassen ein Teil von sich zurück und finden neue Wege. 

    Die Landschaftsbeschreibungen und historischen Hintergründe runden diesen Roman ab. Obwohl die Geschichte zu Beginn etwas traurig ist, hat Kim Wright einen ganz besonderen Erzählstil, der mit einer angenehmen Prise Humor durchsetzt ist. Man bekommt Lust sich auf den Weg nach Canterbury zu machen.

  19. Cover des Buches Gottlos (ISBN: 9783734102110)
    Karin Slaughter

    Gottlos

     (1.055)
    Aktuelle Rezension von: Buchfan123

    Die Kinderärztin Sara und ihr geschiedener Mann (bald wieder Ehemann), der zugleich Ermittler ist, stolpern im Wald über ein Stahlrohr, das aus dem Boden hervorsteht. Sie finden die Leiche einer jungen Frau, die lebendig begraben wurde.

    Das Buch ist sehr komplex ein seinen Handlungssträngen, die Szenen teilweise sehr langatmig dargestellt, aber nicht alle, es störte mich nur circa drei bis vier Mal, am meisten leider bei der finalen Szene, die anfangs einfach atemberaubend war, dann dadurch für mich an Spannung verlor.

    Einige lose Enden sind übrig geblieben, eine Wendung zum Schluss erscheint mir zu einfach und hat im Nachhinein den Lese"spaß" getrübt. 

    Trotzdem ein gelungener Thriller mit einem christlich-amerikanischen Plot.

  20. Cover des Buches Mädchen für alles (ISBN: 9783492054997)
    Charlotte Roche

    Mädchen für alles

     (95)
    Aktuelle Rezension von: buecherqualle

    Der Schreibstil ist okay, jedoch ist die Geschichte mehr als nur gewöhnungsbedürftig. Wie erzählt wird, wie die Gedanken von Christine sind.. es ist ein sehr spezielles Buch was bei mir einfach keinen anklang fand. Es war langweilig, lang gezogen und nicht gerade toll. Das Buch zu beenden war leider ein krampf.

  21. Cover des Buches Die Menschheit hat den Verstand verloren (ISBN: 9783548288697)
    Astrid Lindgren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

     (87)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    Ein paar Worte der Einleitung... 

    Ich finde es immer etwas schwierig, Bücher zu bewerten, die als solche nie geplant waren. Bücher, die im Grunde Quellen darstellen. Bücher, die eigene Gedanken wiederspiegeln. Bücher, die bestimmte Ereignisse dokumentieren. Bücher, also Tagebücher, deren Inhalt nicht für eine breite Öffentlichkeit gedacht war. Tagebücher spiegeln unsere Gedanken, innersten Ängste, unsere Freude, unseren Zwiespalt wieder und zeigen ein sehr persönliches Bild von einer Person, die man vermeintlich zu kennen scheint, die sich aber in solchen persönlichen Aufzeichnungen, durchaus anders darstellt, als man vermutet. 

    Das führt mich zu Astrid Lindgrens Tagebüchern aus den Kriegsjahren 1939 bis 1945. Wir lernen eine Lindgren kennen, die noch keine Autorin ist. Eine junge Frau mit Kindern, einem Ehemann, die sich durch die Kriegsjahre schlägt und so genau - wie es für sie möglich war - versucht zu verstehen, zu begreifen und zu dokumentieren. Wir lesen von den uns allseits bekannten Kriegsereignissen: dem Überfall auf Polen, den Russlandfeldzug, Mussolini Treiben in Italien, Rommels Kampagne in Afrika, den (manchmal längst vergessenen) Akteuren anderer Länder und von noch viel mehr. Lindgrens Tagebuch besticht zunächst durch eine gewisse Distanz zu diesen Ereignissen - was nicht verwundert - denn Schweden war nun einmal nie in den Krieg direkt involviert. Daher betrachtet Lindgren zwar genau, doch manchmal auch etwas unkritisch, ohne aber jemals ihr privilegiertes Leben in Stockholm zu vergessen.

    Besonders was die Rolle Russlands und Deutschlands angeht, ist sie stets zerrissen. Denn die Angst vor dem bolschewistischen Übergriff wiegt beinahe schwerer als jene vor den Nationalsozialisten und Schergen Hitlers. Das mutet aus heutiger Sicht merkwürdig an, war aber eben europäische Realität jener Zeit. Auch spannend und leider mal wieder bestätigt, wird klar, dass die Vernichtung der Juden und die Existenz von Konzentrationslagern eben kein Geheimnis war. Da Zeitungen immer wieder davon berichteten und Lindgren dieses in ihren Aufzeichnungen auch dokumentiert. Hinzu kommt dass sie einen anderen Zugriff auf Informationen hatte, weil sie in einer Briefkontrollstelle arbeitete und Briefe fremder Menschen lesen konnte, die nochmal ein sehr eindringliches Bild des Krieges zeichnen. Das nimmt Lindgren über die Jahre auch zunehmend mit. 

    Daneben werden aber auch persönliche Probleme deutlicher - die zwar selten direkt benannt werden - aber dennoch einen Blick auf den Mensch Lindgren erhaschen lassen.

    Einzige Kritik, sofern man ein Tagebuch kritisieren kann, ist der Aufbau. Mit Faksimiles wurden einige Seiten aus den Originaltagebücher wiedergegeben, deren Transkription und Übersetzung auf den folgenden Seiten erfolgte und für die es wiederum Querverweise im eigentliche Tagebuchtext gibt. Das ist zwar verständlich, doch ich fand den Aufbau etwas unsäglich, da man immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen wurde. Eine fortlaufende Reihung mit Faksimiles oder ein originalgetreue Nachbildung des Tagebuchs wären da sicher praktischer gewesen. Dafür gibt es einen Stern Abzug.

    Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, lest dieses und andere Tagebücher jener Zeit, um nicht zu vergessen.

    Fazit: Lesenswert!


  22. Cover des Buches Angerichtet (ISBN: 9783462043471)
    Herman Koch

    Angerichtet

     (245)
    Aktuelle Rezension von: Lesemoni

    Der Autor lotet hier menschliche Abgründe aus, für mich sehr fesselnd und empfehlenswert. Dieses Buch ging mir lange nicht mehr aus dem Kopf, es regt auf alle Fälle zum Nachdenken an. 

    Dabei kommt es aber wirklich leicht daher, was für die schwere Kost auch gut ausgewogen ist - stellenweise wirklich witzig!

  23. Cover des Buches Ein wenig Glaube (ISBN: 9783608964349)
    Nickolas Butler

    Ein wenig Glaube

     (101)
    Aktuelle Rezension von: misspider

    Ein schwieriges Buch, zumindest für mich. Obwohl die Geschichte interessant und zum Teil auch schockierend war und der Autor durchaus zu schreiben versteht, hat mich das Buch einfach nicht gepackt. Es plätscherte gemächlich vor sich hin, hat mich aber zu keinem Zeitpunkt wirklich mitgerissen. So wirkten die Charaktere auf mich  seltsam distanziert und ich fühlte mich eher wie ein unbeteiligter Beobachter, der die Entwicklung der Dinge objektiv nachverfolgt, ohne emotional allzu involviert zu ein. Obwohl ich die Relevanz und das Herzblut erkennen kann, die hinter diesem Buch stehen, konnten sie letztendlich nicht zu mir durchdringen. Ein sicherlich bemerkenswertes Buch, aber leider nicht meins.

  24. Cover des Buches Vergeltung im Münzhaus (ISBN: 9783499269585)
    Petra Schier

    Vergeltung im Münzhaus

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Dieser Band hat mich ein wenig enttäuscht. Es ist ein gutes Buch, aber in erster Linie ist es ein Liebesroman, der doch zeitweise etwas ermüdend war. Auf über 500 Seiten geht es nur langsam voran, und der Mordfall tritt sehr in den Hintergrund. Auch Adelina hat hier nur eine Nebenrolle; den meisten Platz nehmen Adelinas Stieftochter Griet und deren Verehrer Cristan ein. Wer Liebesromane vor historischer Kulisse mag, wird hier sicher auf seine Kosten kommen; mir war die Handlung stellenweise etwas zu langatmig und zu wenig spannend.

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