Bücher mit dem Tag "fanatiker"
18 Bücher
- Cassandra Clare
Lord of Shadows
(500)Aktuelle Rezension von: miartEmma,
manchmal frage ich mich, wie viel Gewicht ein Herz tragen kann, bevor es endgültig zerbricht. Das Parabatai-Band zieht uns jetzt in die Tiefe. Du glaubst, Marks Nähe könnte mich retten? Doch alles, was ich sehe, ist das Feuer, in dem wir beide brennen - selbst wenn wir versuchen, uns voneinander zu lösen.
Die Welt um uns herum zerfällt in Scherben. Das Institut ist voller Schatten und nicht nur jener, die wir bekämpfen. Kit - der verlorene Herondale - trägt die Last seiner Herkunft, auch wenn er seinen Platz langsam findet. Ty und Livvy sind wie Licht und Dunkelheit untrennbar verbunden. Und dann Mark, Kieran und Cristina - ihre Liebe ist wie ein Lied in drei Stimmen - Polyamorie - so wild und chaotisch wie die Feenwelt, aus der sie stammen. Wir kämpfen, lieben, verlieren. Jeder Schlag hinterlässt neue Risse in unserem Schicksal.
Cassandra hat uns eine Welt geschenkt, die so lebendig ist, dass ich den Sand von Idris auf meiner Haut spüre. Ihre Magie liegt in den Details und ausführliche Charakterzeichnungen, die uns gefangen nehmen.
Emma, du bist Kriegerin, Heldin - und meine unerreichbare Sehnsucht. Verloren in einer Geschichte, die uns zerbricht. Doch trotz aller Länge, trotz aller Tragik bleibe ich hier, gefangen zwischen Pflicht und Verlangen.
Immer dein,
Julian - Jonas Jonasson
Die Analphabetin, die rechnen konnte
(730)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannZunächst ein großes Kompliment an die Übersetzerin. Es war sicher nicht einfach, diesen spielerischen Umgang mit Sprache, diese teils aberwitzigen und skurrilen Vorgänge, so zu übertragen, dass diese auch im Deutschen ihre gewünschte Wirkung entfalten. Es ist ein Genuss, diesen teils versteckten oder hintersinnig eingestreuten realen Bezügen in einer ansonsten doch sehr abgedrehten Story zu folgen.
Die Geschichte entfaltete ihren Reiz auch dadurch, dass die historischen Personen beim Namen genannt werden und das politische Geschehen in eine Lebenswirklichkeit hineingezogen wird, die die Distanz zu diesen Geschehnissen nicht nur verringert, sondern tatsächlich auch menschlicher und damit verstehbarer machen – unabhängig davon, ob sie sich so oder so oder auch ganz anders abgespielt haben. Diese indirekten Anspielungen fordern geradezu nach Weiterdenken heraus. Es fällt leicht mit der „guten Seite“ zu sympathisieren (wer möchte nicht gerne, trotz aller Hindernisse, so souverän durchs Leben gehen?), wobei die „böse Seite“ durchaus auch ihren Charme hat. Es gibt also ausreichend Raum, bei guter Unterhaltung, die eigenen Gedanken spazieren zu führen.
Da das Elend dieser Welt im Moment zuzunehmen scheint, kommt eine solche Geschichte gerade recht. Nicht als „Erlösungsgeschichte“, sondern als augenzwinkernder Hinweis: Nimm das Leben wie es kommt und mache das dir Mögliche daraus.
(19.11.2018)
- Matthias Jösch
PHOENIX - Unsere Rache wird euch treffen
(46)Aktuelle Rezension von: Uwes-LeseloungeDie Geschichte wird einmal aus der Sicht von einem jungen Mann names S. erzählt. Hier erleben wir die Gräueltaten der SS im 2. Weltkrieg hautnah mit, die sehr brutal, ausführlich und schonungslos erzählt werden. Dies war und ist starker Tobak! Parallel zu dieser Geschichte befinden wir uns in der Gegenwart und lernen Adrian von Zollern kennen. Er besitzt eine Dozentenstelle an der Humboldt-Universität in Berlin, die er aber gekündigt hat, um seine neue Stelle beim BND anzufangen.
Durch den Erwerb einer Holzkiste bekommen es Adrian, sein bester Freund Sebastian und dessen Schwester Violetta mit einer Organisation zu tun, die es sich zur Aufgabe gemacht hat das 3. Reich wie ein Phoenix aus der Asche auferstehen zu lassen, um eine neue Weltordnung zu schaffen. Aber was hat dies alles mit der Holzkiste und den Schallplatten zu tun? Währenddessen geht die junge und schöne Israelin Shari verschiedenen Hinweisen bezüglich einer Verschwörung nach und dabei stößt sie auf Adrian und seine Freunde. Es beginnt eine gnadenlose Jagd quer durch Deutschland, Österreich, England, Argentinien, Israel und Syrien nach Hinweisen aus der Vergangenheit. Wird es unseren Protagonisten gelingen, den Plan der Organisation zu vereiteln oder fällt Deutschland und Europa in die Zeit des 2. Weltkrieges zurück?
Mit dieser Geschichte arbeitet der Autor Matthias Jösch unsere Vergangenheit rund um den 2. Weltkrieg und der Herrschaft von Hitler auf. Dies tut er in einer schonungslosen und mitunter sehr brutalen Weise. Eigentlich bin ich schon recht hart im Nehmen, was so etwas angeht, aber gerade das Thema Judenverfolgung und hier speziell Ausschwitz, haben mir teilweise den Atem geraubt bzw. mehrmals schlucken lassen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie ein so großer Hass auf andere Menschen, Religionen oder Ansichten entstehen und man einem einzelnen Mann folgen kann...
Hier wird dem Leser nochmals ein Spiegel vor das Gesicht gehalten. Und ich möchte hoffen, dass ein solches Szenario wie im Buch beschrieben, niemals eintrifft. Die Protagonisten wurden allesamt gut ausgearbeitet, ohne jedoch einen besonders hervorheben zu wollen. Die Geschichte an sich, ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und weißt eine sehr hohe Spannung auf, die sich zum Ende hin nochmals stark erhöht. So sollte ein Thriller sein. Gerade auf Grund der schweren Thematik des Buches, aber auch der noch relativ jungen Vergangenheit von Eurokrise und ähnlichem, ist das Buch nicht mal eben so weg zu lesen. Ich werde jetzt erst mal ein, zwei Tage Pause einlegen, da mich dieses Buch gedanklich doch noch recht beschäftigt.
Ich kann das Buch nur empfehlen!
- Caroline O'Donoghue
All Our Hidden Gifts - Die Macht der Karten (All Our Hidden Gifts 1)
(159)Aktuelle Rezension von: DianaECaroline O Donaghue – All our hidden Gifts, Die Macht der Karten
Maeve Chambers, Schülerin und zum Nachsitzen verdonnert, soll ein altes Lager in der Schule aufräumen und findet dabei ein altes Tarotspiel. Plötzlich ist sie beliebt und ihre Mitschüler wollen sich die Karten legen lassen, denn Maeves Vorhersagen treffen allesamt zu.
Als sie ihrer ehemaligen Kindheitsfreundin ebenfalls die Karten legt und eine besondere Karte zieht "Die Mamsel", verschwindet kurz darauf Lily. Ihr Bruder Roe ist verzweifelt und Maeve gibt sich die Schuld an Lilys verschwinden. Auf der Suche nach Lily kommen sie sich näher.
Ist es Zufall, dass ausgerechnet jetzt eine sektenartige Gruppe, "Die Kinder Brigids" ihre religiösen Ansichten deutlich vertreten und dabei vor Gewalt nicht zurückschrecken? Ihr charismatische Anführer ist manipulativ. Könnte Lily seinem Charme erlegen sein?
Gemeinsam mit ihren Freunden Roe und Fiona macht sich Maeve auf der Suche nach Lily und entdeckt, dass es Legenden und Magie tatsächlich gibt.
Ich habe das Buch schon seit Ewigkeiten in meinem Bücherregal stehen und mir vorgenommen, es dieses Jahr endlich zu lesen. Jetzt weiß ich gar nicht, warum ich so lange gewartet habe.
Die Autorin hat einen lebendigen, humorvollen und modernen Erzählstil. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Handlung ist gleichermaßend spannend wie mitreißend.
Da die Protagonisten an der Schwelle zum Erwachsen werden stehen, gibt es manchmal ein bisschen viel Drama, aber das war für mich in Ordnung.
Die Figuren sind lebendig und vielseitig beschrieben, dabei achtet die Autorin auf ein diverses Figurenensemble und stellt auch gleich mit den "Kinder Brigids" erschwerte Bedingungen dar. Denn die sektenähnliche, religiöse Gruppe, die sich unter dem Deckmantel der freundlich-religiösen Ernsthaftigkeit
darstellt, schreckt vor Gewalt nicht zurück.
Im Fokus steht das Tarotspiel und die Magie, dazu die Liebesgeschichte zwischen Maeve und Roe und die ehemalige Freundschaft zu Roe´s Schwester Lily.
Es gibt eine gute, wenn auch langsame Entwicklung der Figuren und obwohl noch nicht alle Fragen geklärt sind, hätte das Buch auch gut als Einzelband funktionieren können. Ich bin gespannt, was die Fortsetzungen parat halten.
Die verschiedenen Schauplätze sind gut ausgearbeitet.
Die Grundstimmung des Buches ist eher düster und teilweise beklemmend. Irgendwie liegt eine bedrohliche Aura über der Geschichte, was gleichermaßend fasziniert aber auch Grusel-Feeling parat hält.
Die Story hat mir gut gefallen. Ja, im Großen und Ganzen ist die Geschichte vorhersehbar, auch wenn es einige Wendungen und Überraschungen gab. Dennoch hat mir der Ansatz mit den Tarotkarten, der Mamsel und die verschiedenen Beziehungsstrukturen, die aufgearbeitet werden mussten, gut gefallen. Natürlich gab es ein bisschen viel Drama, aber das war für mich okay und im Kontext auch passend.
Die Geschichte hat mich neugierig gemacht und so habe ich immer wieder "nur noch ein Kapitel" gelesen, bis da Buch beendet war.
Die Liebesgeschichte ist eher slow slow, aber gut in die Hauptstory eingebettet. Mir hat die Story gefallen und deswegen gibt es auch eine Leseempfehlung von mir.
Das Cover gefällt mir gut, weil symbolisch die vier Elemente vertreten sind, die in dem Buch eine Rolle spielen. Außerdem ist das Auge sehr präsent, was sicher für das zweite Gesicht und die hellseherischen Fähigkeiten der Protagonistin stehen soll. Schöner hätte ich tatsächlich gefunden, wenn sich Tarotkarten auf dem Cover befunden hätten.
Fazit: gute, spannende, eher düstere Fantasy-Geschichte um Magie, Schule, Freundschaft, Liebe und der Preis von Wünschen. 4 Sterne.
- Sofi Oksanen
Fegefeuer
(122)Aktuelle Rezension von: paulkretzschmarSofi Oksanen hat mit "Fegefeuer" einen vielfach ausgezeichneten Roman verfasst, der von einer Familientragödie in der Geschichte Estlands zwischen Mitte der dreißiger Jahre bis in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts handelt.
Das Leben auf dem Bauerngut der beiden Schwestern Aliide und Ingel in den Wirren der Zeit des zweiten Weltkrieges und den ersten Jahren der Sowjetunion wird bestimmt durch eine Spirale von Liebe, Eifersucht, Misstrauen, Schuld und insbesondere sexueller Gewalt, die während des Stalinismus unzählige Opfer mit sich bringt. Es herrscht ein permanentes Klima der Angst, in denen Menschlichkeit und und Moral durch Verleumdungen und Spitzeleien ersetzt werden. Jeder kann Täter und Opfer zugleich sein.
In einer zweiten Handlungsebene, findet die inzwischen alte Aliide, kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Mädchen Zara halbtot in Garten ihres Bauernhofes, den sie verwitwet und verarmt, trotz aller Widrigkeiten noch immer bewohnt.
Zara wurde von skrupellosen Menschenhändlern als Zwangsprostituierte nach Berlin verschleppt. Während einer Reise zurück nach Estland, wo Leid durch neue Freier drohte, gelang ihr die Flucht, und der einzige Ort, wo sie Sicherheit suchte, war Aliide's Bauernhof, denn sie war die Enkelin ihrer Schwester Ingel. Aber statt Hilfe stößt sie zuerst auf Misstrauen und ihre Peiniger sind ihr schon auf der Spur.
Trotz aller schmerzhafter Bilder und der beklemmenden Atmosphäre, hat mich dieses Buch nur teilweise abgeholt.
Die vielen verschiedenen Handlungsebenen der Rückblenden und der Zeitsprünge störten mitunter den Lesefluss und waren anstrengend zu lesen. Traumata wechselnden teilweise mit trivialen Handlungen und oberflächlichen Effekten. Der etwas abrupte Schluss und die überwiegend unsympathischen Protagonisten trugen ihr übriges dazu bei, dass ich dieses Buch nicht als Meisterwerk empfinden konnte.
Die Tragik der Geschehnisse wirkte irgendwie seltsam hölzern und emotionsarm.
Die Schicksalsromane von Hera Lind haben mich dagegen viel mehr berührt und begeistert, besonders in Punkto Schreibst
Aber das können andere Leser durchaus anders sehen. Dann hilft nur Selbstlesen.
Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung und gute 3 Sterne!
- Stephen King
Der Nebel
(71)Aktuelle Rezension von: SerasWorldMeine zweites Stephen King Buch. Wieder ein Flüssiger Schreibstil weswegen man leicht durch das Buch kommt. Man wurde schnell in die Haupthandlung geführt und es wurde oft spannend und interessant. Aber je näher ich dem Ende des Buches kam desto schneller schien er das Buch beendet haben zu wollen. Vorallem die letzen 2 Kapitel waren eigentlich nur so ein 'Schnell, schnell noch dahin geschrieben' damit man der Geschichte ein Ende setzen konnte. Fande ich schade.
- Patricia Schröder
Fanatisch
(156)Aktuelle Rezension von: Claudia_ReinländerKlappentext / Inhalt:
Sechs Mädchen verschwinden spurlos und kehren nach sechs Tagen völlig unvermittelt nach Hause zurück – in einheitlicher Kleidung, mit einer genähten Wunde an der Hand und alle sechs schweigen beharrlich. Religiöse Fanatiker haben sie auf grausame Weise biblischen Ritualen unterzogen. Nara ist eine der Geiseln gewesen und auch sie darf kein Wort sprechen. Denn der Entführer hat gedroht, ihrem Bruder etwas anzutun. Doch warum wurde gerade sie auserwählt? Langsam erkennt Nara, dass ihr Martyrium Teil eines größeren Plans ist, in dem sie eine besondere Rolle spielt. Und nur wenn sie es rechtzeitig schafft, sich in die fanatische Gedankenwelt des Täters zu vertiefen, kann sie das große angekündigte Unheil verhindern.
Cover:
Das Cover ist einfach gehalten und elektrisiert durch seine farblich Gestaltung. Einzig der Titel ist in großen Lettern erkennbar, jedoch die Anordnung und der verwaschene Hintergrund macht neugierig auf mehr.
Meinung:
Bisher kannte ich von der Autorin nur ihre Kinderbücher und war daher umso gespannter auf dieses Jugend- / Erwachsenenbuch. Religiöser Fanatismus spielt hier eine große Rolle. Sechs Mädchen verschwinden und werden biblischen Ritualen ausgesetzt, nach 6 Tagen kehren sie unvermittelt, aber schweigend zurück. Was dahinter steckt und ob der größere Plan dahinter vereitelt werden kann, lest selbst?
Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten, da ich nicht spoilern und nicht zu viele Infos Preis geben möchte.
Es handelt sich hierbei um einen heftigen Jugendthriller, der es ganz schön in sich hat. Die verschiedenen Blickwinkel und die kurzen Einführungen mit Du und Er, aber auch die anderen Überschriften waren gut gewählt und haben dadurch Spannung hineingebracht. Der Schreibstil war fesselnd und sehr beschreibend. Man könnte sich alles sehr gut vorstellen und ist so in die Geschehnisse hineingekommen. Nach und nach haben sich die verschiedenen Puzzleteile zusammengesetzt, aber auch überraschende Wendungen haben mich als Leser bei Atem gehalten. Auch die Emotionen und Gefühle wurden gut und authentisch vermittelt, so dass ich in die verschiedenen Charaktere hinein finden konnte.
Die Kapitellänge war angemessen und auch die Überschriften waren gut gewählt. Manchmal musste ich ein wenig überlegen, wo ich mich gerade befand und bei wem, aber an sich lies sich alles angenehm und flüssig lesen.
Die Geschichte selbst war mit Spannung und Nervenkitzel versehen und man hat hier regelrecht mitgelitten und mitgefiebert. Religion und besonders Fanatismus ist kein einfaches Thema welches hier sehr anschaulich und extrem umgesetzt wurde. Mir hat die Schreibweise und diese ansprechende und erzählende sehr gut gefallen. Es war unglaublich spannend und hat mich beim Lesen einfach gefesselt. Manchmal hätte ich mir jedoch noch etwas mehr Aktivität von Nara gewünscht, klar war sie eingeschüchtert, aber irgendwie hat mir bei ihr manchmal das gewisse Etwas gefehlt.
Alles in allem jedoch sehr solide, packend und sorgt für Nervenkitzel und spannende Unterhaltung.
Fazit:
Ein Jugendthriller, der es in sich hat. Religiöser Fanatismus sorgt hier für packende Unterhaltung und Nervenkitzel.
- Tobias Damaschke
Der Kreis des Blutes: Von Glauben und Eisen
(25)Aktuelle Rezension von: AquilaCaesarIm zweiten Teil der Reihe lernt der Leser zunächst den Gegenkaiser Zistan Feror, seine Familie und damit verbunden auch die Reichspolitik Trors kennen. Durch diesen veränderten Blickwinkel sind die Trori und ihr Kaiser plötzlich keine gesichtslosen Gegenspieler – und möglicherweise Kriegstreiber – mehr. Man erhält genauso Einblicke in ihre Welt und Gedanken, wie es im ersten Teil bei den Mathaliern der Fall ist.
Nach dem Attentat auf den mathalischen Kaiser (Band 1) spitzt sich die Lage allerdings in beiden Reichen zu. Drohend schwebt am Horizont die Gefahr eines Krieges, der doch trotz allem so vermeidbar scheint – beide Kaiser wünschen sich, dass es eine friedliche Lösung gäbe. Und obwohl doch eigentlich klar ist, (wirft man einen Blick auf die weiteren Bände der Reihe,) dass ein Krieg unvermeidbar ist, hofft man als Leser gemeinsam mit den beiden Kaisern und anderen Protagonisten, dass es eine friedliche Lösung geben möge.
Die Handlungsstränge in Mathalien werden dabei aber keinesfalls vernachlässigt. Taron, Nira, Taisha, Oberst Tiroh, neue und auch altbekannte Charaktere bekommen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Auch ihre Schicksale werden von den Geschehnissen in den beiden Reichen beeinflusst.
„Von Glauben und Eisen“ ist ein gelungener zweiter Teil, in dem die Handlung nochmal mehr Schwung gewinnt und der in einer düsteren Verheißung auf den dritten Teil endet. Alle, die diese Rezension bis zum Ende gelesen haben (und sich entschlossen haben, das Buch zu kaufen), dürfen es Prinzessin Sheila gleichtun und sich mit einem Keks belohnen.
- Lorraine Thomson
The New Dark - Dunkle Welt
(41)Aktuelle Rezension von: Hellena92Lorraine Thomsons kleines Meisterwerk The new Dark von Lorraine Thomson, erzählt die Geschichte über Sorrel und ihre postapokalyptische Welt. Sorrel ist 16 Jahre alt und, wie es sich für das Alter gehört, sehr verliebt in David, mit dem sie seit ihrer Kindheit, mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Eli in einem kleinen Dörfchen lebt. Das Dorf versorgt sich selbst, Geld gibt es keines mehr, es ist eine Gemeinschaft. Sorrels Geschichte beginnt, als ihr Dorf von einer Horde brutaler Mutanten überfallen wird. Die Kinder werden entführt, die Erwachsenen getötet und Sorrel schafft es als einzige hinaus, um ihre Freunde und ihren Bruder zu retten... Sorrel wächst mit dem Glauben auf, dass Mutanten das größte Übel der neuen Welt seien, doch muss sie auf ihrer Reise feststellen, dass Menschen noch viel grausamer sein können. Wie in postapokalyptischen Welten üblich, trifft Sorrel auf verschiedene Gesellschaftsformen, Gläubige, In-züchtige und Menschen, die wie sie, sich gegen das System auflehnen wollen. Lorraine Thomson hat mit The new Dark mit großer Sicherheit kein Kinderbuch und fast schon kein Jugendbuch mehr geschrieben. Es ist wunderbar übersetzt worden!Die Charaktere bleiben sich treu und passen sehr gut zu einander. Die Bösen sind wirklich böse. Sorrel ist und bleibt ein intelligentes und sehr pfiffiges Mädchen... Die Worte gleichen einer Komposition die mich vergessen ließen, dass ich lese. Die Kapitel flogen nur so an mir vorbei und ich wurde Sorrel. Es ist unglaublich, wie toll diese Geschichte wirkt und so viele Höhepunkte inszeniert, dass man einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen! - Joe Black
Das Kreuz des Vatikans (Ein Konstantin Nikolaidis Thriller 2)
(48)Aktuelle Rezension von: wundervolle_buchweltenDies ist Band 2 der Konstantin Nikolaidis Reihe. Theoretisch kann es ohne Vorkenntnisse gelesen werden, aber ich empfehle aufgrund der Beziehung zweier Hauptcharaktere, mit Band 1 zu beginnen.
Wechselnde Protagonisten sorgen für Spannung und einige Überraschungen. Die Intrigen und mächtige Reichweite der religiösen Organisation, die eine Hauptrolle in der Storyline einnimmt, sind genial ausgearbeitet. Wie ein Netz, dass sich immer enger zuzieht, zeitgleich ist es erstaunlich wie eng letztendlich alle Handlungsstränge doch miteinander verwoben sind.
Die Mischung aus geschichtlichen und religiösen Fakten, gepaart mit Action und Spannung, haben mich teilweise ein wenig an diverse Dan Brown Bücher erinnert.
Joe Black versteht es ähnlich gut, die recht trockenen geschichtlichen Hintergründe zu entstauben und stattdessen interessant und mitreißend einzuarbeiten.
Lediglich im Epilog war es mir persönlich zu viel Zusammenfassung, allerdings wurde ich kurz darauf mit einem guten Cliffhanger entschädigt, der mich ungeduldig auf einen dritten Band hoffen und hinfiebern lässt.
- Dolores Redondo
Todesspiel. Die Nordseite des Herzens
(96)Aktuelle Rezension von: Botte05Die spanische Subinspectora Amaia Salazar befindet sich im Zuge einer Europool-Schulung an der FBI-Akademie in Quantico. Aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten und Eignung wird Amaia in den Stand eines Agents versetzt, als der Hurricane Katrina Kurs auf New Orleans nimmt. Sie begleitet das Team Dupree zum wahrscheinlich nächsten Tatort eines Serienmörders, der nach 18jähriger Pause Katastrophengebiete zu seiner Bühne macht.
“Todesspiel” ist ein solider, facettenreicher spannender Agentenroman mit solider Ermittlungsarbeit auf der Bühne einer realen Naturkatastrophe. Die Bedingungen nach einem Hurricane sind für mich gut recherchiert und nachvollziehbar in die Geschehnisse eingebunden. Die Protagonisten sind gut und schlüssig gezeichnet. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die parallel ausgeführt werden und sich Richtung Finale nach und nach vereinen.
Anfangs ist mir das Buch in seinen Schichten zu sperrig, weiß ich nicht, wohin die Handlung mich führen soll. Mit Herannahen Katrinas hebt sich für mich der Nebel und ich bin froh, dass ich das Lesen nicht abgebrochen habe. “Natürlich” sind die Morde brutal, insbesondere auch vor dem Hintergrund der vorausgegangenen Katastrophe, diese Gewalt erscheint mir im Rahmen und insofern angemessen, da sie nicht purer Effekthascherei dient. Die Handlung ist spannend auf unterschiedlichen Ebenen, einen Thriller sehe ich jedoch nicht.
Ich habe einige Probleme, die Dinge, welche sich eher im okkulten Bereich abspielen, nachzuvollziehen. Ich glaube, dass es auf Erden Dinge gibt, die sich mir nicht erschließen, die trotzdem “da” sind. Ich kann dies an dieser Stelle so stehen lassen, auch wenn für mich Fragen offenbleiben.
Dolores Redondo, Todesspiel, Die Nordseite des Herzens, Thriller, Taschenbuch, btb Verlag, 640 Seiten, Erscheinungsdatum 14.09.2022
- Ben Coes
Coup D'Ètat - Der Staatsstreich
(18)Aktuelle Rezension von: ArmilleeEin Drittel habe ich geschafft zu lesen. Die Handlungen sind für mich als Frau sehr brutal gewesen. Eine totale Männerwelt, in der Frauen nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Es gibt sicher Fans dieses Genres, besonders da ich dieses Thema sehr aktuell finde. Was ist, wenn ein Land plötzlich ohne Strom auskommen muss. Kommunikation, Versorgung der Menschen, Verteidigung und Koordinierung, um nur ein paar Probleme zu erwähnen.
Ein spannendes und umfassendes Thema. Nur eben nicht mein Ding
- Hiromu Arakawa
The Heroic Legend of Arslan 4
(4)Aktuelle Rezension von: KayuriWir begleiten weiter Arslan, und nehmen auch die Sicht anderer Charaktere ein. Dabei wird nicht zu wenig aber auch nicht zu viel preisgegeben. Dabei erfahren wir auch ein bisschen was aus der Vergangenheit.
Die vielen politischen Intrigen finde ich spannend. Auch wenn die ganze Charaktere Spaß machen und unterschiedlich sind, komme ich manchmal durcheinander. Wer war das nochmal? Aber so macht diese blutige, politische Reihe aber sehr viel Spaß
- Simon Cross
Auge des Glaubens
(21)Aktuelle Rezension von: silvandy"Auge des Glaubens" ist mein erster Thriller von Simon Cross –und wird nicht mein letzter sein.
Es geht um mysteriöse Kircheneinbrüche – zudem wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die wohl einem Ritualmord zum Opfer gefallen ist. Scotland Yard, respektive Chief Inspektor John Porter beginnt zu ermitteln und betritt dabei eine Welt, die ihm eigentümlich fremd erscheint. Die Figur des John Porters fand ich gleich zu Beginn sympathisch. Er ist ein gestresster Chiefinspektor, der gleichzeitig versucht, seinen Beruf mit seiner Familie unter einen Hut zu bringen und sich dabei noch mit so manchen Gegebenheiten seines pubertierenden Sohnes herumschlagen muss. Kurzum, einiges erinnerte mich an unser Familienleben.
Nicht nur Scotland Yard ist an dem Fall dran. Der Presse werden anonyme Nachrichten zugespielt, die mit „Auge des Glaubens“ unterzeichnet sind. Dadurch kommt Porter zwangsläufig mit den Journalisten Linda und Charly in Kontakt, die am gleichen Fall arbeiten wir John Porter. Man arbeitet irgendwie zusammen, was durchaus unüblich ist, aber es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Die Charaktere sind tiefgründig und vielschichtig gezeichnet und kommen authentisch rüber. Neben den oben genannten Figuren wäre noch Pfarrer Melder zu erwähnen, der mir echt sympathisch war.Das Thema Fanatismus, Religion und blinder Gehorsam mitsamt seinen Folgen ist durchaus aktuell. Simons Cross Schreistil ist flüssig, leicht zu lesen, gut beschrieben, so dass man sich sofort in der Geschichte wiederfindet. Geschrieben ist die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Porter und den Journalisten, so dass man verschiedene Einblicke der Sichtweisen bekommen. Die Story ist spannend und hält einige überraschende Wendungen parat, das hält die Spannung hoch und ichbin nicht gleich auf den Täter gekommen, gleichwohl ich einen Verdacht hegte. Leider wurde zwischendurch aufgrund der vielen Dialoge die Spannung etwas aus der Geschichte genommen und da hat sich das Buch etwas in die Länge gezogen. Abgesehen davon steigerte sich die Spannung und die Auflösung war für mich logisch durchdacht und nachvollziehbar. Im Großen und Ganzen kommt dieser Thriller auch ohne viel Blutvergießen und Gewalt aus.
Fazit: Ein unterhaltsamer, lesenswerte Thrillerüber ein ebenso interessantes wie aktuelles Thema
- Laurence Gonzales
Lucy
(110)Aktuelle Rezension von: P_GandalfTja, ich lese gerne auch mal Bücher, die schon länger auf dem Markt sind. "Lucy" ist so ein Buch, inzwischen gut 10 Jahre alt. Das Thema ist aber heute genauso wie damals spannend.
Die Geschichte beginnt im Kongo, wenn Jenny Lowe Bonobos erforscht. Zwei Tagesmärsche entfernt forscht ein britischer Forscher am gleichen Thema. Beide haben unterschiedliche Ansätze, aber trotzdem sollte man denken, dass die Forscher einen "kurzen Draht" zueinander haben. Aber der Brite hat gute Gründe wenig Kontakt zu Jenny zu halten.
Als der Bürgerkrieg immer näher rückt, muss Jenny fliehen. Die Forschungsstation des Briten liegt auf dem Weg zum Kongofluss und schaut sie dort vorbei. Doch hier waren die Rebellen bereits und ihr Kollege ist Tod, wie einige der Bonobos auch. Doch seine Tochter Lucy hat überlebt.
Kurzerhand nimmt Jenny Lucy nach erfolgreicher Flucht aus dem Kampfgebiet mit in die Staaten.
Doch wie sich herausstellt, ist Lucy nur zur Hälfte ein Mensch. Lucy ist zur anderen Hälfte ein Bonobo Nachfahre. Es beginnt ein Versteckspiel, um Lucy wahre Identität zu schützen. Und als alles nicht mehr hilft, tritt Lucy zusammen ihrer besten Freundin Amanda die Flucht nach vorn an und sucht die Öffentlichkeit. Doch nicht jeder ist davon begeistert, dass sie ein Mensch/Menschenaffe Hybrid ist...Meinung:
+ fesselnd geschrieben
+ interessantes Thema populär aufbereitet
+ letztlich bleibt es der lesenden Person überlassen, wie das Thema von Kreuzungen zwischen Mensch und Menschenaffe sieht
(auch wenn der Autor seine Sichtweise klar und deutlich darstellt)
+ Was macht einen Menschen aus? Oder besser formuliert, was unterscheidet den Menschen vom Tier?- definitiv kein Wissenschafts-Thriller ala Michael Chrichton
- sehr idealisierte Charaktere in beide Richtungen
- warum müssen unsympathische Ärzte immer deutsche Namen tragen z.B. Dr. Eisner (das ist doch ein wenig stereotyp)Fazit:
Trotz der oben genannten Negativpunkte ein tolles Buch. Die Zielgruppe sind meiner Meinung nach eher junge Erwachsene, aber was soll's? Lesenswert
- Tony Parsons
Die Essenz des Bösen
(76)Aktuelle Rezension von: ReadAndTravelFür Detective Max Wolfe ist es die dunkelste Stunde seines Lebens: Nur mit Glück überlebt er einen Terroranschlag auf ein Einkaufszentrum, bei dem fünfundvierzig andere Menschen sterben. Eine Woche später ist die Londoner Polizei den Tätern auf der Spur, aber der Einsatz läuft aus dem Ruder. Die Drahtzieher des Anschlags, zwei Brüder, werden bei der Festnahme erschossen.
Ich habe die Reihe um Max Wolfe immer sehr gerne gelesen. Die Fälle waren spannend und die Charaktere sind mir an Herz gewachsen. Vor allem Max und seine kleine Familie, einschließlich Hund. Ich hatte jetzt seitdem letzten Band eine längere Pause, bin aber trotzdem gut mit dem Buch zurecht gekommen. Dieser Teil war bis jetzt der schlechteste der Bände, was aber hauptsächlich daran liegt, dass mich das Thema Terrorismus in Büchern eher nicht ganz so interessiert und es eher etwas trocken war. Mir hat das einfach etwas die Spannung gefehlt. Die Szenen mit seiner Tochter und seinem Hund waren wie immer sehr süß und zum Teil aus rührend. Ich fand das Ende des Buches nicht gut. Es war einfach nicht notwendig gewisse Personen sterben zu lassen.
Ich bin trotzdem recht schnell und gut durch das Buch durchgekommen, was vor allem am Schreibstil lag. Das Buch bekommt 3/5 Sterne.
- Ralph Stieber
111 Gründe, seinen Chef zu hassen
(10)Aktuelle Rezension von: KaitoNatürlich kennen wir das alle. Der Chef, der im Vorstellungsgespräch noch so nett und aufgeschlossen rüber gekommen ist, stellt sich in den nächsten Wochen als Psychopath, Sexist und Tyrann heraus. So ist das mit Chefs, haben sie dich einmal am Wickel, denken sie dass du ihr Eigentum bis. Und es liegt an dir daran etwas zu ändern.
Ich gebe dem Autor in seiner Grundaussage recht. Es gibt einfach zu viele furchtbare Chefs auf dieser Welt und auch viel zu viele Angestellte, die sich einfach alles gefallen und sich ihr Leben vom Job und vom Chef wegnehmen lassen. Der Weg, den der Autor gewählt hat um seinen Lesern diese Tatsachen nahe zu bringen finde ich allerdings eher unglücklich gewählt.
Von außen macht das Buch einen tollen Eindruck. Der Titel springt einem sofort ins Auge. Und die Karikatur eines Chefs, wie er auf dem Rücken seines Angestellten reitet und Anweisungen gibt ist wirklich niedlich und witzig gemacht. Schade ist, dass die Karikaturen, die im weiteren Verlauf des Buches zu finden sind einen ganz anderen Stil haben. Die sind weniger liebevoll und kindlich gezeichnet. So sind sie zwar vielleicht anschaulicher, aber ich bin der Meinung man sollte schon einen Stil beibehalten, wenn man schon gezeichnete Bilder in einem Buch verwendet.
Die Aufteilung in verschiedene Gründe finde ich ebenfalls recht gut gelungen. Die meisten Gründe kommen einem sofort bekannt vor und erklären sich von selbst. Der Autor fügt unter jedem Grund dann ein kurze Fallstudie an, in der er Beispiele auf dem Arbeitsalltag schonungslos und anschaulicher schildert und seine Meinung dazu äußert, was genau der Angestellte falsch gemacht hat. Diese Abschnitte sind dann je nach Länge noch in Unterthemen unterteilt.
Was mich gestört hat, ist wie der Autor die Abschnitte verfasst hat. Natürlich handelt es sich bei diesem Buch um Satire und dementsprechend kann man erwarten, dass der Ton recht offensiv und deutlich ausfällt. Wenn die Texte witzig sind und man als Leser schmunzeln kann ist das ja auch kein Problem und so gewollt.
Die einzelnen Abschnitte kam mir aber nur wie reine Schimpftriaden vor. Der Autor reit Flüche der untersten Kategorie aneinander und richtet sich dabei nicht nur gegen die Chefs. Er greift auch den Angestellten an. Er bezeichnet diesen als dumm, blauäugig und naiv. Natürlich werden furchtbare Chefs besonders für die Angestellten unerträglich, die sich alles gefallen lassen. Aber da sich dieses Buch gegen die Chefs richten sollte, habe ich kein Verständnis dafür, dass die Angestellten auf so aggressive Weise angegangen werden.
Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bekommen und war guter Dinge eine Sammlung kurzweiliger und witziger Abrechnungen mit den Chefs dieser Welt vor mir zu haben. Nach knapp der Hälfte musste ich das Buch dann aber leider zur Seite legen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.
Das bekannte und beliebte F-Wort wurde sehr oft verwendet. Von anderen Schimpfworten und vulgären Ausdrücken garnicht erst zu reden.
Ich kann dieses Buch daher leider nicht empfehlen. Der Ton ist mir für ein humoristisches Werk einfach zu hart.
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